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	<title>Meinung | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 Sep 2021 08:45:03 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Digi­taler Hass geht zurück – bei Face­book</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/09/23/digi%c2%adtaler-hass-geht-zurueck-bei-face%c2%adbook/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 08:44:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Trolle]]></category>
		<category><![CDATA[Leserkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Hasskommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die sozialen Medien sind zum Tatort für Beleidigungen und Bedrohungen geworden. Strafrechtlerin Elisa Hoven hat erforscht, wie sich digitaler Hass auf den Facebook-Kommentarseiten grosser Zeitungen in den letzten Jahren entwickelt hat.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/23/digi%c2%adtaler-hass-geht-zurueck-bei-face%c2%adbook/">Digi­taler Hass geht zurück – bei Face­book</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die sozialen Medien sind zum Tatort für Beleidigungen und Bedrohungen geworden. Strafrechtlerin Elisa Hoven hat erforscht, wie sich digitaler Hass auf den Facebook-Kommentarseiten grosser Zeitungen in den letzten Jahren entwickelt hat.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/23/digi%c2%adtaler-hass-geht-zurueck-bei-face%c2%adbook/">Digi­taler Hass geht zurück – bei Face­book</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Analyse ist der neue Kommentar: Meinungsformate bei SRF im Wandel</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/04/07/die-analyse-ist-der-neue-kommentar-meinungsjournalismus-bei-srf-im-wandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Apr 2021 13:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als journalistisches Format hat der Kommentar bei SRF ausgedient. Was aber nicht heisst, dass damit auch der Meinungsjournalismus auf dem Rückgang wäre. Im Gegenteil. Die sogenannten Analysen sind die neuen Kommentare. – Eine Analyse. Wie viel Meinung darf es sein? So einfach die Antwort für private Medien ausfällt – so viel Meinung, wie es das <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/07/die-analyse-ist-der-neue-kommentar-meinungsjournalismus-bei-srf-im-wandel/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/07/die-analyse-ist-der-neue-kommentar-meinungsjournalismus-bei-srf-im-wandel/">Die Analyse ist der neue Kommentar: Meinungsformate bei SRF im Wandel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als journalistisches Format hat der Kommentar bei SRF ausgedient. Was aber nicht heisst, dass damit auch der Meinungsjournalismus auf dem Rückgang wäre. Im Gegenteil. Die sogenannten Analysen sind die neuen Kommentare. – Eine Analyse.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-87449" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-SRG-Meinung-20210406.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-SRG-Meinung-20210406.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-SRG-Meinung-20210406-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-SRG-Meinung-20210406-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-SRG-Meinung-20210406-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-SRG-Meinung-20210406-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Wie viel Meinung darf es sein? So einfach die Antwort für private Medien ausfällt – so viel Meinung, wie es das Gesetz zulässt –, so kompliziert sieht es für öffentlich finanzierte Medien aus. Ganz grob gilt: je weniger desto besser. Im Sinne einer Abgrenzung und Arbeitsteilung überlässt der Service public das Geschäft mit der Meinung den Privaten; Kommentare und andere Meinungsbeiträge gehören in die Zeitung.</p>
<p>Wobei der Kommentar auch eine lange Geschichte in den elektronischen Medien hat, insbesondere im Fernsehen. In Deutschland hält sich der meinungsbetonte <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/kommentar-peter-frey-122.html" target="_blank" rel="noopener">Aufsager in die Kamera</a> bis heute im Programm. Das Schweizer Fernsehen SRF macht das nicht mehr und im nationalen Nachrichtenprogramm von Schweizer Radio SRF hörte man zuletzt vor vier Jahren einen Kommentar. Selbst nach den letzten Eidgenössischen Wahlen und der Nicht-Wiederwahl von Donald Trump als US-Präsident, zwei Ereignisse, die nach Lehrbuch klar kommentarwürdig gewesen wären, verzichtete SRF auf Kommentare.<br />
</p>
<p>Das heisst aber nicht, dass kommentierende Beiträge aus dem publizistischen Angebot von SRF verschwunden wären. Im Gegenteil: Via Internet fanden meinungsbetonte Formate prominent zurück und feiern seither eine Renaissance. Nur heissen sie nicht mehr Kommentare, sondern Analysen.</p>
<p>Seit zwei Jahren gibt es auf der Website SRF News eine eigene <a href="https://www.srf.ch/news/analysen" target="_blank" rel="noopener">Rubrik</a>. Der Fachbegriff für solche Beiträge heisst News-Analyse oder Einordnungskommentar. Nach internen Schulungsunterlagen von Radio SRF sollte eine kompetente Journalistin oder ein kompetenter Journalist dem interessierten Publikum erklären, «weshalb es zu einem Ereignis gekommen ist, welches die Zusammenhänge sind, die da eine Rolle spielen, und worauf das alles hinausläuft, mit welchen Folgen allenfalls zu rechnen ist». Das Format entwickelte sich bei SRF aus dem Radiojournalismus heraus:</p>
<blockquote><p>Ein Redaktor befragt eine Korrespondentin und sie erklärt und bewertet ein aktuelles Ereignis. Das ist quasi die Urform der News-Analyse.</p></blockquote>
<p>Im Vordergrund einer News-Analyse stünden «Argumente, die dargelegt und gegeneinander abgewogen werden». Daraus dürften zwar «Schlüsse gezogen werden», aber es gehe «nicht um persönliche Meinungen oder Ansichten». So definieren die kürzlich runderneuerten <a href="https://www.srf.ch/unternehmen/unternehmen/qualitaet/neue-publizistischen-leitlinien" target="_blank" rel="noopener">publizistischen Leitlinien</a> von Schweizer Radio und Fernsehen die News-Analyse.</p>
<p>Klar davon abgegrenzt wird der Kommentar. Der steht zwar weiterhin im Repertoire der möglichen und zulässigen journalistischen Darstellungsformen, sei aber der Würdigung der «grossen Themen von grundsätzlicher Bedeutung aus dem In- und Ausland vorbehalten». In einem Kommentar seien auch «pointierte oder gar provokative Überlegungen» zulässig, die der Haltung der Autorin oder des Autors entspringen. Nicht zulässig seien aber Aufrufe oder Forderungen. So weit die Theorie.</p>
<blockquote><p>In der Praxis gleichen die Analysen von SRF immer wieder dem, was die Leitlinien als Kommentar definieren – oder sie gehen sogar darüber hinaus.</p></blockquote>
<p>Was das heisst, zeigt ein <a href="https://archive.ph/EqPqQ" target="_blank" rel="noopener">aktuelles Beispiel</a>: Wenn im Titel steht, «Credit Suisse sollte ihr Geschäftsmodell überdenken», dann kann man das als Aufruf oder Forderung verstehen, wie sie in Kommentaren eigentlich nicht vorkommen sollten.</p>
<p>Das ist kein Einzelfall. Immer wieder finden sich SRF-Analysen, die in einer Zeitung als Kommentar gekennzeichnet würden. Sei es, wenn SRF vom Bundesrat ein klareres Auftreten gegenüber der Diktatur in Belarus fordert <a href="https://archive.ph/vt5cA" target="_blank" rel="noopener">mit appellativen Formeln</a> wie: «Es wäre angebracht, klar zu kommunizieren» oder «sollte man sich nicht länger einen Autokraten schönreden». Oder wenn die Besetzung des Bundesplatzes durch Klima-Jugendliche als Protestaktion charakterisiert wird, welche die Politik <a href="https://archive.ph/LVWqE" target="_blank" rel="noopener">aushalten müsse</a>. Auch einem Systemwechsel bei den Bundesratswahlen das Wort zu reden, ist <a href="https://archive.ph/FJQQx" target="_blank" rel="noopener">mehr Kommentar als Analyse</a>.</p>
<p>Dass solche meinungsbetonten Analysen als Kommentare wahrgenommen werden, zeigt auch die Einordnung der SDA:</p>
<blockquote><p>In ihren Presseschauen ordnet die Nachrichtenagentur die SRF-Analysen regelmässig <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/kommentar_SDA.jpg" target="_blank" rel="noopener" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">als Kommentare</a> ein.</p></blockquote>
<p>Wenn die Analysen in den letzten Jahren zu einem wichtigen Standbein des Online-Angebots von SRF geworden sind, dann rührt das zum einen daher, dass sie vergleichsweise schnell zu erstellen sind, schneller als ein Radio- oder TV-Beitrag. Ausserdem brauchen sie, im Gegensatz zu einem Kommentar, nicht den Segen der Chefredaktion. Zum anderen kommt das Format beim Publikum gut an. So zählen die Analysen zu den am besten geklickten Rubriken auf SRF News.</p>
<p>Die vielen Klicks dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass SRF hier die eigenen Regeln sehr grosszügig ausgelegt. Ehrlicher wäre es darum, als Kommentar zu deklarieren, was wie ein Kommentar daherkommt. Das würde aber die Debatte über die Grenzen des Meinungsjournalismus bei SRF befeuern. Mit dem unverfänglichen Begriff der Analyse geschieht das nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/07/die-analyse-ist-der-neue-kommentar-meinungsjournalismus-bei-srf-im-wandel/">Die Analyse ist der neue Kommentar: Meinungsformate bei SRF im Wandel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wie Pfizer und Biontech über ihren Impfstoff berichten: Wer wichtige Aspekte verschweigt, denkt zu kurzfristig</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/17/wie-pfizer-und-biontech-ueber-ihren-impfstoff-berichten-wer-wichtige-aspekte-verschweigt-denkt-zu-kurzfristig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2020 07:44:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Firmen schreiben Medienmitteilungen so, dass sie möglichst gut dastehen. Das ist verständlich. Bei einem globalen Gesundheitsproblem wie einer Schutzimpfung gegen Covid-19 sollte das PR-Kalkül aber einer differenzierten Informationspolitik weichen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/17/wie-pfizer-und-biontech-ueber-ihren-impfstoff-berichten-wer-wichtige-aspekte-verschweigt-denkt-zu-kurzfristig/">Wie Pfizer und Biontech über ihren Impfstoff berichten: Wer wichtige Aspekte verschweigt, denkt zu kurzfristig</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Firmen schreiben Medienmitteilungen so, dass sie möglichst gut dastehen. Das ist verständlich. Bei einem globalen Gesundheitsproblem wie einer Schutzimpfung gegen Covid-19 sollte das PR-Kalkül aber einer differenzierten Informationspolitik weichen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/17/wie-pfizer-und-biontech-ueber-ihren-impfstoff-berichten-wer-wichtige-aspekte-verschweigt-denkt-zu-kurzfristig/">Wie Pfizer und Biontech über ihren Impfstoff berichten: Wer wichtige Aspekte verschweigt, denkt zu kurzfristig</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Meinung im Journalismus : Vielfalt und Freiheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/09/28/meinung-im-journalismus-vielfalt-und-freiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2020 09:16:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Traditionellen Medien wird häufig vorgeworfen, Meinung zu machen. Aber in einer Welt, in der jeder ständig seine Standpunkte posten kann, braucht es da überhaupt noch Meinungsjournalismus? Und was muss er leisten?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/09/28/meinung-im-journalismus-vielfalt-und-freiheit/">Meinung im Journalismus : Vielfalt und Freiheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Traditionellen Medien wird häufig vorgeworfen, Meinung zu machen. Aber in einer Welt, in der jeder ständig seine Standpunkte posten kann, braucht es da überhaupt noch Meinungsjournalismus? Und was muss er leisten?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/09/28/meinung-im-journalismus-vielfalt-und-freiheit/">Meinung im Journalismus : Vielfalt und Freiheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Debatte: Denken, oder einfach meinen?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/15/debatte-denken-oder-einfach-meinen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2017 13:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele meinen, immer weniger denken &#8211; die Meinung ist zum Leitmotiv unserer Zeit geworden. Und manchmal auch zum Kampfbegriff, im Sinne von «Ich lass mir meine Meinung doch nicht nehmen» &#8211; nur: wohin führt das?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/15/debatte-denken-oder-einfach-meinen/">Debatte: Denken, oder einfach meinen?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele meinen, immer weniger denken &#8211; die Meinung ist zum Leitmotiv unserer Zeit geworden. Und manchmal auch zum Kampfbegriff, im Sinne von «Ich lass mir meine Meinung doch nicht nehmen» &#8211; nur: wohin führt das?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/15/debatte-denken-oder-einfach-meinen/">Debatte: Denken, oder einfach meinen?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plädoyer für eine aufgeklärte Meinungslosigkeit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/07/29/plaedoyer-fuer-eine-aufgeklaerte-meinungslosigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jul 2017 10:27:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=45628</guid>

					<description><![CDATA[<p>Medien lechzen nach Meinungen, Social Media noch mehr. Je extremer und polarisierender, desto besser. Inzwischen spriessen Meinungen wie Unkraut. Es gibt sie an jeder Ecke, aber sie schaden einem Diskurs oft mehr als sie ihn produktiv befeuern. Lara Prendergast, Kolumnistin beim «Spectator», plädiert darum für mehr Zurückhaltung und den Mut, öffentlich zu seiner Meinungslosigkeit zu <a href="https://www.spectator.co.uk/2017/07/why-must-i-have-a-strong-opinion-about-everything/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/29/plaedoyer-fuer-eine-aufgeklaerte-meinungslosigkeit/">Plädoyer für eine aufgeklärte Meinungslosigkeit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Medien lechzen nach Meinungen, Social Media noch mehr. Je extremer und polarisierender, desto besser. Inzwischen spriessen Meinungen wie Unkraut. Es gibt sie an jeder Ecke, aber sie schaden einem Diskurs oft mehr als sie ihn produktiv befeuern. Lara Prendergast, Kolumnistin beim «Spectator», plädiert darum für mehr Zurückhaltung und den Mut, öffentlich zu seiner Meinungslosigkeit zu stehen. Denn bei allem Meinungsgetöse im Namen der Redefreiheit sei es eine der wertvollsten Freiheiten einfach zu sagen: «Tut mir leid, ich weiss es nicht.» </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/29/plaedoyer-fuer-eine-aufgeklaerte-meinungslosigkeit/">Plädoyer für eine aufgeklärte Meinungslosigkeit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Abbild der Akteure, aber ein schiefes Bild der Themen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/03/10/ein-abbild-der-akteure-aber-ein-schiefes-bild-der-themen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2016 11:08:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Studer]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[fög]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgewogenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[DSI]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Durchsetzungsinitiative]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Haben die Medien zu einseitig über die Durchsetzungsinitiative berichtet? Auch wenn dies auf den ersten Blick so aussehen mag, zeigt eine nähere Betrachtung, dass die Medien ein ziemlich kongruentes Abbild der Akteure und ihrer Argumente gezeichnet – und damit grundsätzlich ausgewogen berichtetet haben. Das Bild wird aber dort schief, wo sich die Medien zu stark <a href="https://medienwoche.ch/2016/03/10/ein-abbild-der-akteure-aber-ein-schiefes-bild-der-themen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Haben die Medien zu einseitig über die Durchsetzungsinitiative berichtet? Auch wenn dies auf den ersten Blick so aussehen mag, zeigt eine nähere Betrachtung, dass die Medien ein ziemlich kongruentes Abbild der Akteure und ihrer Argumente gezeichnet – und damit grundsätzlich ausgewogen berichtetet haben. Das Bild wird aber dort schief, wo sich die Medien zu stark auf Konflikte und SVP-Themen fokussieren. Eine <strong>Analyse von Linards Udris</strong>, stv. Leiter fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft.<br />
<span id="more-26887"></span><br />
Der Medienrechtler Peter Studer, der Initiator des «Dringenden Aufrufs» gegen die Durchsetzungsinitiative (DSI) und damit auch Partei, <a href="http://www.persoenlich.com/medien/den-medien-wurde-ich-die-note-5-geben" target="_blank">lobt die Berichterstattung</a> und würde «den Medien gesamthaft eine 5 geben» auf einer Notenskala von 1 bis 6 , denn sie hätten sich eine Meinung gebildet und die Initiative gründlich analysiert, so Studer gegenüber dem Branchenportal persoenlich.com</p>
<p>Die in der Abstimmung unterlegene SVP hingegen hält <a href="http://www.svp.ch/aktuell/medienmitteilungen/versprechen-der-pfefferscharfene2809c-umsetzung-einhalten/" target="_blank">in ihrer Medienmitteilung</a> nach der Abstimmung die Medien für parteiisch «nach einem in diesem Ausmass noch die dagewesenen, einseitig geführten Abstimmungskampf vonseiten der Medien, Richter, Professoren, subventionierten Kulturschaffenden und der Classe politique». Und die parteinahe «Basler Zeitung» sekundiert: «Die Medien verkamen zu Propagandablättern und setzten damit ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel wie noch nie zuvor» (BaZ, 29.2.2016). Die SVP und ihre Positionen hätten gleich viel (oder zumindest mehr als bisher) Aufmerksamkeit erhalten sollen.</p>
<p>Eine solche Medienkritik spricht ein zentrales Qualitätskriterium des Journalismus an, nämlich die «Ausgewogenheit». Natürlich ist das Pochen auf die «Ausgewogenheit» legitim. Um aber in der Debatte weiterzukommen, sollten drei Punkte beachtet werden.</p>
<ol>
<li>Erstens muss klar werden, auf welche Aspekte sich die «Ausgewogenheit» bezieht. Denn ausgewogen sollen ja nicht nur die verschiedenen Akteure und Argumente Eingang in die Medien finden, sondern auch die Themen, worüber man überhaupt spricht. Denn eine Medienagenda, bei der einige wenige Themen dominieren, nutzt gerade denjenigen Parteien, die solche Themen immer wieder bewirtschaften und damit «besitzen», d.h. mit ihnen am stärksten assoziiert werden und bei ihnen als besonders kompetent und glaubwürdig wahrgenommen werden. Umgekehrt kann sich eine Partei kaum ein sichtbares Profil verschaffen, wenn nicht einmal über ihre Themen gesprochen wird.</li>
<li>Zweitens ist eine simple Messung der Ausgewogenheit nach dem Tröpfchenzähler-Prinzip nicht wirklich aussagekräftig, wenn sie nicht mit anderen Fällen verglichen und daher nicht erklärt werden kann. Eine vermeintlich unausgewogene Berichterstattung kann sich ja aus ganz verschiedenen Gründen ergeben – zum Beispiel aus der Nachrichtenlage selbst oder aus der Tatsache, dass ein Lager deutlich grösser und breiter abgestützt ist als das gegnerische Lager. Damit muss die Berichterstattung jeweils auch anders bewertet werden (das zeigt die einschlägige <a href="http://jou.sagepub.com/content/13/2/240.abstract" target="_blank">Forschung</a>).</li>
<li>Drittens ist eine Ausgewogenheit als Selbstzweck nicht zielführend. Denn Ziel des Journalismus ist es ja, zu einer vernünftigen Debatte beizutragen, bei der sich die besten Argumente durchsetzen können. Das heisst: Ein wichtiges Qualitätskriterium sind gerade die Einordnungsleistungen, also der «interpretative Journalismus», der auf der Grundlage von Fakten und sachlich vorgebrachten Argumenten bewertet und gewichtet. Wenn ein Akteur keine guten Argumente hat, gibt es keinen guten Grund, ihm permanent gleich viel Gehör zu schenken wie denjenigen vielen Akteure, die gute Gründe in die Debatte einspeisen. In dem Fall wäre eine oberflächlich scheinende «Unausgewogenheit» sogar sehr vernünftig.</li>
</ol>
<p>Zu diesen drei Punkten werde ich jeweils ein paar empirische Ergebnisse aus dem «Abstimmungsmonitor» präsentieren, den das Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft seit Anfang 2013 bei allen Abstimmungsterminen veröffentlicht und der Analysen zur Medienberichterstattung über diese Vorlagen umfasst. Die detaillierten Befunde können in den verschiedenen <a href="http://www.foeg.uzh.ch/de/analyse/dossier.html" target="_blank">Berichten</a> nachgelesen werden.</p>
<p><strong>1. Ausgewogenheit von Akteuren und von Themen</strong><br />
Unsere <a href="http://www.foeg.uzh.ch/dam/jcr:df8fd8af-1a2b-4677-acaf-8eecf0597c41/Abstimmungsmonitor_Februar_2016.pdf" target="_blank">Abstimmungsanalyse zur Durchsetzungsinitiative</a> zeigt, dass rund 59% aller in der Berichterstattung gemessenen Aussagen von Akteuren die Vorlage kritisieren, während positive Stellungnahmen 23% erzielen und kontroverse/neutrale Stellungnahmen 18%. Auf den ersten Blick also ein klarer Fall: «unausgewogen»! Doch der Anteil an Pro- und Kontra-Akteuren ist nur ein Aspekt von Ausgewogenheit. Ein anderer Aspekt ist die Ausgewogenheit von Themen. Und hier zeigen die Ergebnisse des Abstimmungsmonitors (seit 2013) grosse Unterschiede, welche Abstimmungsvorlagen überhaupt Medienresonanz erzielen und welche eher nicht. Am meisten Aufmerksamkeit von allen erhält die SVP-Initiative «gegen Masseneinwanderung». Die Spekulationsstopp-Initiative der Juso beispielsweise erhält rund viermal weniger Aufmerksamkeit als die 1:12-Initiative der Juso und rund fünfmal weniger als die DSI der SVP, und die Erbschaftssteuer-Initiative der SP findet nur etwa halb so viel Medienresonanz wie die Ecopop-Initiative.</p>
<p>Immer stärker schält sich also folgendes Muster heraus: Vorlagen, die sich als «Volk-Elite-Konflikte» bewirtschaften lassen können und die von Kampagnenakteuren (Pro oder Kontra, am besten beide) heftig beworben werden, gehen mit höherer Medienresonanz einher. Weil das Sprechen über eine Vorlage immer auch bedeutet, dass das Kernanliegen der Initianten (oder Referenden) mittransportiert wird und allen signalisiert, dass es sich um ein «wichtiges» Thema handelt, profitieren solche Akteure auf jeden Fall von starker Medienresonanz, auch wenn sie zuweilen heftige Kritik einstecken müssen. Denn sie können sich als eigentliche «Themensetzer» behaupten, auf die andere Akteure reagieren müssen.</p>
<p>Empirisch betrachtet, zeigt also auch die Medienberichterstattung über Abstimmungsvorlagen im allgemeinen und über die DSI im speziellen, dass sich die öffentliche Kommunikation im wesentlichen um die Themen und Vorstösse der SVP dreht und in diesem Sinn «unausgewogen» ist. Einige Medien mögen dies zwar erkannt haben und sich wie SRF-Chefredaktor <a href="https://www.srgd.ch/aktuelles/2016/03/08/wir-und-die-svp-srf-chefredaktor-tristan-brenn-uber-eine-publizistische-gratwanderung/" target="_blank">Tristan Brenn die Frage stellen</a>, ob «die exzessive Auseinandersetzung mit den Themen der SVP ihre legitime publizistische Berechtigung hat». Auf jeden Fall haben die Medien mit ihrer sehr intensiven Berichterstattung über die DSI nichts an diesem Muster geändert.</p>
<p><strong>2. Ausgewogenheit im Vergleich</strong><br />
Eine oberflächliche Betrachtung von Pro- und Kontra-Stimmen ist zweitens deshalb eine verkürzte Sicht auf Medienleistungen, weil eine gewisse Ungleichverteilung normal ist und gut erklärt werden kann. Dies zeigt der Vergleich von Abstimmungsvorlagen. Nach unseren Ergebnissen ist bislang kaum eine Vorlage, die wir untersucht haben, in der Summe mit exakt gleich hohen Anteilen von «Pro»- und «Kontra»-Stimmen dargestellt worden. Und, das ist der Punkt, der Überhang an Kritik an den Vorlagen betrifft praktisch alle Akteure von links über Mitte bis rechts. Auch die Familieninitiative der CVP (März 2015) (41% positiv), die Energie-Initiative der Grünliberalen (März 2015) (35% positiv) oder die Erbschaftssteuer-Initiative der SP (Mai 2014) (29% positiv) stossen medial auf breite Ablehnung und der Anteil an «Kontra»-Stimmen überwiegt den Anteil der «Pro»-Stimmen deutlich. Sind die Medien damit Anti-SVP, Anti-CVP, Anti-GLP und Anti-SP? Die Resonanz für kritische Stimmen gegenüber der DSI ist zwar tatsächlich ausgeprägt, sowohl im Verhältnis als auch im Volumen in etwa vergleichbar mit der Kritik an der Ecopop-Initiative vom November 2014, und stärker als bei vielen Vorlagen. Doch dies hat seine Gründe.</p>
<p>Denn die Tonalität der Medienberichterstattung reflektiert immer auch das Spektrum an Akteuren, das sich für oder gegen eine Vorlage positioniert. Bei der DSI gibt es abgesehen von der SVP und der punktuellen Intervention von Gewerbeverbands-Direktor Hans-Ulrich Bigler schlicht keine Akteursgruppe, die sich für die Initiative einsetzt. Ganz im Gegenteil: Vormals relativ unbekannte oder neu gegründete Organisationen und Strukturen wie etwa die «Operation Libero» oder der «Dringende Aufruf» treten vehement an die Öffentlichkeit und schaffen es, innert kurzer Zeit ein grosses Netzwerk an Unterstützern aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu mobilisieren und mittels Crowdfunding eine beachtliche Summe an Spendengeldern für das Führen einer Kampagne gegen die DSI zu generieren. Dieser Konflikt «alle gegen SVP», wie er sich eben auch in den offiziellen Parteiparolen und im konkreten Abstimmungskampf zeigt, schlägt sich entsprechend in den Medieninhalten nieder.</p>
<p>Am Beispiel der DSI wird ebenfalls deutlich, dass gerade die Positionierung und Argumentationsstrategien der bürgerlichen Parteien die Medieninhalte prägen. Dies zeigt auch der Vergleich mit der Berichterstattung über die Ausschaffungs-Initiative (ASI) von 2010 (wir hatten diese vor ein paar Jahren <a href="http://www.foeg.uzh.ch/dam/jcr:00000000-13a2-35bc-ffff-ffff89f5939a/Ausschaffungsinitiative2010.pdf" target="_blank">ebenfalls analysiert</a>). Während bei der DSI die FDP sich mit klaren Worten gegen die Initiative positioniert und in den Medien zur resonanzstärkste Gegen-Partei wird, wirft sie sich bei der ASI 2010 nur halbherzig in den Abstimmungskampf und wird nicht überraschend resonanzmässig vom Konflikt innerhalb der SP (Streit um den Gegenvorschlag) übertroffen.</p>
<p>Dazu passt, dass damals bei der ASI die FDP primär defensive Argumente verwendet, wonach die ASI nicht umsetzbar sei oder nicht einmal zur Ausschaffung von ausländischen «Rasern» führe. Damit rückt sie nolens volens das Hauptproblem «kriminelle Ausländer» ins Zentrum, das primär von der SVP bewirtschaftet wird. Grundrecht-Argumente, die auf die Unverhältnismässigkeit von Strafen bei «Bagatelldelikten» oder die auf die illegitime «doppelte» Bestrafung von Ausländern (Stichwort «Zweiklassenjustiz») verweisen, findet man damals bei der ASI in der Medienberichterstattung von der FDP kaum. Dies ist bei der DSI nun bekanntlich anders. Auch die FDP positioniert sich klar als Gegnerin der Vorlage.</p>
<p>Politische Akteure und ihre Positionierungen bestimmen in der Summe die Tonalität und stehen oftmals im Einklang damit, wie die Medien eine Vorlage selbst kommentieren. Bezeichnenderweise verhalten sich die Medien bei der DSI sehr ähnlich wie bei vielen anderen Vorlagen. Typischerweise sind nämlich die expliziten Kommentare und Leitartikel in einer ähnlichen Tonalität wie die Summe der stärker deskriptiven Nachrichtenartikel und wie die Gastbeiträge und Interviews, die den verschiedenen Kampagnenakteuren eingeräumt werden. Kurz: Ist die Mehrheit der Akteure (Parteien, Verbänden, Vereinen etc.) gegen eine Vorlage, zeigt sich das in den Medienberichten und sind die Medien auch in ihren Kommentaren kritisch.</p>
<p><strong>3. Einordnungsleistungen</strong><br />
Die Medien schenken also bei der DSI dem sehr breiten Spektrum an verschiedenen Akteuren Resonanz, die sich allesamt klar gegen die DSI positionieren. Und mit der Vielzahl von Berichten nehmen die Medien wichtige Einordnungsleistungen vor und erklären beispielsweise die Aussagekraft von Kriminal-Statistiken, die Definition von «Sozialhilfemissbrauch» in der DSI oder die Ausschaffungspraxis in anderen Ländern. Dabei thematisieren die Medien viel stärker als noch bei der ASI 2010 die rechtsstaatlichen Argumente und ordnen diese ein. Und dies hat auch gute Gründe. Während Juristen sich bei der ASI 2010 noch zitieren lassen, dass die ASI bei aller Kritik noch nicht automatisch den Rechtsstaat untergrabe, da ja das Parlament in einem Umsetzungsgesetz noch für die Verhältnismässigkeit sorgen werde, begründen Juristen bei der DSI ihre Position nun konsequent so, dass diese Verhältnismässigkeit mit der DSI nun eben nicht mehr gegeben sei. Dass die Medien eine solche folgenreiche Änderung nun breit thematisieren und mit guten Gründen keinen <a href="http://www.watson.ch/!721486812" target="_blank">«Eunuchen-Journalismus»</a> betreiben, sondern Stellung beziehen, ist also folgerichtig und vernünftig.</p>
<p>Insgesamt lässt sich aber festhalten, dass die Medien nicht einmal zu viele Einordnungen vorgenommen haben, sondern sogar zu wenige. Dies erkennt man daran, dass mehrere Medien eine wahre Vorliebe für das Zuspitzen von Konflikten pflegen, statt Argumente nüchtern einzuordnen. Der Fokus auf den partei-internen Konflikt in der SVP ist ein solches Beispiel (Äusserungen von SVP-Nationalrat und Rechtsprofessor Vogt zu Ausnahmeregelungen für Secondos). Doch solche «Dramatisierungen» lassen sich bei vielen anderen Abstimmungsvorlagen beobachten – denken wir an den medial zugespitzten Konflikt innerhalb der CVP um die «Heiratsstrafe», innerhalb der SP um das RTVG (Bsp. Resonanz für SP-Ständerätin Anita Fetz) oder innerhalb der Grünen Partei um die Initiative «gegen Masseneinwanderung».</p>
<p>Ebenfalls zeigt sich auch in der Medienberichterstattung über die DSI, wie stark die Medien selbst die «Kampagne» (und sich selbst) beobachten und diese selbst zum Thema machen, auch bekannt als «horse race»-Journalismus. Dabei geht es weniger um Einordnung, sondern primär darum, wer wann wie gewinnt oder verliert.</p>
<p>Dass nun zwei Organisationen in kurzer Zeit eine schlagkräftige und zuweilen provokative, emotionale Kampagne aufbauen können, ist für die Medien höchst attraktiv. So lässt sich erklären, dass die «neuartige» Gegen-Kampagne selbst rasch zum Thema wird, was wiederum rasch zu einer Art «Konflikt- und Mobilisierungsspirale» führt. Aber auch hier verhalten sich die Medien ähnlich wie bei früheren Abstimmungen. Üblicherweise löst die SVP mit ihren immer wieder überraschenden, provokativen (und kostspieligen) Kampagnen breite Medienresonanz aus – von den Schäfchenplakaten im Wahlkampf (2007) über das Minarett-Plakat (2009) und den Plakaten mit dem «Vergewaltiger Ivan S.» bei der ASI (2010) hin zum YouTube-Wahlkampfvideo (2015), um nur die bekanntesten Beispiele zu nennen.</p>
<p>«Paid media» in Form von politischer Werbung der SVP führt dann gleichsam zu «Gratis»-Werbung für die SVP in der regulären Medienberichterstattung – das stellen wir <a href="http://www.foeg.uzh.ch/dam/jcr:00000000-3d69-760c-0000-000043f3513e/repmonpolitik_0215.pdf" target="_blank">in unseren Studien</a> immer wieder fest. Für einmal also sind die Vorzeichen umgekehrt und die Gegen-Kampagne profitiert vom Neuigkeits- und Nachrichtenwert. In diesem Sinne ist auch <a href="http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/meinung/die_demokratie_lebt__und_wie/" target="_blank">Patrik Müller</a> von der «Schweiz am Sonntag» zuzustimmen, der festhält: «In den Medien, von Online über Zeitungen bis zum Staats-TV, wurde kaum je eine Initiative so ausführlich und vielschichtig abgehandelt – auch weil sie Klicks und Quote brachte.»</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ja, der Anteil der Kontra-Stimmen dominierte die Berichterstattung über die DSI. Wenn man das aber «unausgewogen» nennen möchte, dann müsste man konsequenterweise auch die seit Jahren beobachtete Fixierung der Medien auf SVP-Themen als «unausgewogen» bezeichnen. Zudem liegt das Übergewicht von Kontra-Stimmen in den Medien auch daran, dass sich neben der SVP kaum jemand für die Initiative einsetzt und dass sehr viele Akteure sehr viele gute Gründe und fachlich fundierte Argumente gegen die DSI einspeisen, auch im Vergleich zur ASI.</p>
<p>Und schliesslich gilt es nicht zu vergessen: trotz aller Kritik an der DSI stösst die Problematisierung des Fremden auf Akzeptanz. Wie anders sollte man deuten, dass ein Grossteil der DSI-Gegner argumentiert, die Umsetzung der angenommenen Ausschaffungsinitative erfordere ein «pfefferscharfes» Gesetz gegen «kriminelle Ausländer», um das «Problem» ernsthaft zu bekämpfen?</p>
<p>Aufbauend auf dieser Akzeptanz, so ist zu vermuten, werden auch weitere Kampagnen und Abstimmungs-Erfolge primär der SVP möglich sein, zumal die SVP über das grösste Kampagnenbudget verfügt und sich bisher als sehr geschickt im Politmarketing erwiesen hat. Der Neuigkeitswert für die Gegner der DSI schliesslich wird bei den nächsten Abstimmungen wohl nicht mehr so hoch sein, ausser die Gegner der SVP betreiben eine noch provokativere und emotionalere Kampagne, als es die SVP üblicherweise tut. Die Medien werden weiterhin gefordert sein, vor allem die Sachfragen und Argumente nüchtern zu diskutieren, als den lautesten und spektakulärsten Kampagnen Resonanz zu schenken.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/03/10/ein-abbild-der-akteure-aber-ein-schiefes-bild-der-themen/">Ein Abbild der Akteure, aber ein schiefes Bild der Themen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Debatten: Die Hassknechte vom Abdiss-Dienst</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/22/debatten-die-hassknechte-vom-abdiss-dienst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 11:57:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Leserkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit Online]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Feminismus, Ego und Debattedebattedebatte: Täglich platzt jemandem irgendwo der Kragen. Alles Neinsager und Rebellen? Oder doch nur Pseudohass?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Feminismus, Ego und Debattedebattedebatte: Täglich platzt jemandem irgendwo der Kragen. Alles Neinsager und Rebellen? Oder doch nur Pseudohass?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/22/debatten-die-hassknechte-vom-abdiss-dienst/">Debatten: Die Hassknechte vom Abdiss-Dienst</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ode an die Meinungslosigkeit: Denkt grau!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/10/ode-an-die-meinungslosigkeit-denkt-grau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2015 12:06:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Like]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[taz.de]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeder hat zu allem eine Meinung und plärrt sie in die Welt hinaus. Ein Plädoyer gegen den Meinungszwang, gegen das Schwarz-Weiß-Denken.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder hat zu allem eine Meinung und plärrt sie in die Welt hinaus. Ein Plädoyer gegen den Meinungszwang, gegen das Schwarz-Weiß-Denken.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/10/ode-an-die-meinungslosigkeit-denkt-grau/">Ode an die Meinungslosigkeit: Denkt grau!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wissenschaft und Kommunikation: Umdenken ist nötig</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/25/wissenschaft-und-kommunikation-umdenken-ist-noetig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2014 13:18:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Experten]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftliche Diskurse finden nicht mehr über die klassischen Massenmedien statt. Der Trend geht weg von der Einwegkommunikation durch Experten hin zum Zuhören und andere Perspektiven akzeptieren. Das Forschungsprogramm der EU &#8222;Horizon 2020&#8220; will noch mehr. </p>
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		<title>Das Gegenteil vom Gegenteil</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 10:50:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Daum]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Köppel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Binswanger]]></category>
		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Hildebrand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 3. März titelt die «Weltwoche» zur Einwanderung von Ausländern: «Macht die Grenzen dicht». Eine Woche später ertönt das Echo, auf den Schweizer Seiten der «Zeit»: «Macht auf das Tor» &#8211; das Titelblatt der Weltwoche sei «reine Angstmacherei». Am 10. März titelt die «Weltwoche» zum Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand: «Der Falschmünzer». Zwei Wochen später ertönt das <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. März titelt die «Weltwoche» zur Einwanderung von Ausländern: «Macht die Grenzen dicht». Eine Woche später ertönt das Echo, auf den Schweizer Seiten der «Zeit»: <a href="http://www.zeit.de/2011/11/CH-Migrationspolitik?page=all">«Macht auf das Tor»</a> &#8211; das Titelblatt der Weltwoche sei «reine Angstmacherei».</p>
<p>Am 10. März titelt die «Weltwoche» zum Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand: «Der Falschmünzer». Zwei Wochen später ertönt das Echo, vom «Magazin»: <a href="http://copytaste.com/e303">«Die Attacke: Was hinter den Angriffen auf die Nationalbank steckt»</a> &#8211; die Weltwoche liefere «allwöchentliche Tiraden, die unbehindert von Sachkompetenz die SNB unter Sperrfeuer nehmen».</p>
<p>Ist es also wahr? Die «Weltwoche» ist ein Leitmedium, das Themen setzt und zum Widerspruch herausfordert?<br />
<span id="more-28771"></span><br />
Redet man mit Journalisten, dann ist nichts unwahrer als das. Die meisten Medienschaffenden nehmen die «Weltwoche» als ein Blatt verwirrter Rechter wahr, das, wenn vielleicht auch nicht von Christoph Blocher persönlich finanziert, so doch Mitarbeiter hat, die von der SVP-Ideologie so verblendet sind, dass sie keinen vernünftigen Gedanken fassen können. Nun könnte man eigentlich meinen, dass auf die Ansicht, dass die «Weltwoche» regelmässig Unsinn verzapft, Ignoranz folgen müsste. Doch dem ist augenscheinlich nicht so. Die Journalisten, von denen niemand wirklich weiss, wie sie selbst zur politischen Lage stehen, bemühen sich beflissen, das Gegenteil vom Gegenteil zu schreiben.</p>
<p>Einerseits werfen sie «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel regelmässig vor, er habe kein Interesse an der Sachlage, sondern sei nur bemüht, bei jeder Diskussion das Gegenteil eines nicht genauer definierten «Mainstreams» zu behaupten. Andererseits dienen «Weltwoche»-Geschichten den Redaktionen, die sich gerne als Leitmedien sehen, als willkommener Anlass, genau das Gleiche zu machen: Also keine eigenen Themen zu erarbeiten, sondern das Gegenteil der «Weltwoche» zu vertreten.</p>
<p>Das ist einfach und erfolgsversprechend – nicht wenige Medien halten sich seit Jahrzehnten am Leben, in dem sie sich an rechten Positionen reiben. Aber sind solche Schlagabtausche langweilig oder nicht? Ich finde nicht: Debatten beleben die Diskussion – nichts ist einschläfernder, als wenn sich alle einig sind und sich niemand die Mühe macht, Gegenargumente zu suchen und zu vertreten. Auf das Berufsverständnis der Journalisten werfen sie aber ein bezeichnendes Licht: nicht nur die Position der «Weltwoche», die nach einem Ereignis zielsicher vorhergesagt werden kann, ist absehbar wie das Amen in der Kirche &#8211; auch die Position ihrer Gegner lässt sich leicht voraussagen: einfach das Gegenteil der «Weltwoche».</p>
<p>Ist Journalismus also doch nicht so ergebnisoffen, wie es nach Lehrbuch vermutet werden könnte? Stehen dem persönliche Vorlieben und Haltungen im Weg? Oder tun die Gegner des «Weltwoche»-Meinungsjournalismus letztlich selbst das, was sie bei anderen kritisieren?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/">Das Gegenteil vom Gegenteil</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Märchen der Objektivität</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/02/01/das-marchen-der-objektivitat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 10:40:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Rosen]]></category>
		<category><![CDATA[Objektivität]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Forumszeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei Journalisten werden menschliche Neigungen offenbar ignoriert. Man nimmt an, es handle sich bei ihnen um Personen ohne Machtstreben, die nur der Wahrheit verpflichtet sind. Nehmen wir Matthias Aebischer: Während 18 Jahren arbeitete er als Moderator und Redaktor völlig neutral für das Schweizer Fernsehen, unter anderem für die durchaus politischen Formate “Tagesschau” und “Club”. Im <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/das-marchen-der-objektivitat/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/das-marchen-der-objektivitat/">Das Märchen der Objektivität</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Journalisten werden menschliche Neigungen offenbar ignoriert. Man nimmt an, es handle sich bei ihnen um Personen ohne Machtstreben, die nur der Wahrheit verpflichtet sind. Nehmen wir Matthias Aebischer: Während 18 Jahren arbeitete er als Moderator und Redaktor völlig neutral für das Schweizer Fernsehen, unter anderem für die durchaus politischen Formate “Tagesschau” und “Club”. Im Herbst kandidiert er im Namen der Sozialdemokraten für einen Nationalratssitz. Warum? Die SP habe “ganz klar die edelsten Anliegen aller Parteien”, sagte er <a href="http://www.20min.ch/news/schweiz/story/23973962" target="_blank">20min.ch</a>. Es ist anzunehmen, dass diese Meinung auch in den Jahren seines stets ausgewogenen Schaffens für das Fernsehen vorgeherrscht hat.<span id="more-294"></span></p>
<p>Wie es genau ist mit den Journalisten und der Wahrheit, weiss keiner so genau, denn ihre Arbeit unterliegt so wenigen Kontrollen wie kaum eine andere. Der Presserat, einige Vereine und ein paar Medienblogs üben sich unter Ausschluss der grossen Öffentlichkeit in Medienkritik, viel mehr gibt es nicht. Auf den Podien der Branche, in den Blattkritik-Konferenzen der Redaktionen, wo diese Fragen diskutiert werden könnten, sitzen in aller Regel nur Leute, die sich gegenseitig gut kennen und gut zureden. Gepflegt wird in den meisten Fällen oberflächliches Wohlwollen, denn in der kleinen Deutschschweizer Medienszene könnte jeder Kritisierte der nächste Chef sein.</p>
<p>Es braucht keine Ausbildung, keine Zertifikate, keine Prüfungen, um als Journalist zu arbeiten. Einfach jeder, der publiziert und Geld dafür erhält, darf sich Journalist nennen. Und das ist gut so, denn nur, wenn der Journalistenberuf keinen Beschränkungen unterworfen ist, kann die Pressefreiheit gewährt werden.</p>
<p>Das Publikum neigt dazu, jenen Medien, die es aus Überzeugung regelmässig konsumiert, Glauben zu schenken. Andere Medien, die vielleicht das Gegenteil behaupten, werden oft gar nicht mehr wahrgenommen. Ein undifferenziertes Vorgehen, aber wer kann sich schon seinen Sympathien und Abneigungen ganz erwehren? Um ein Beispiel zu bringen: Ich kenne viele Leute, die bei jeder Gelegenheit auf die “Weltwoche” schimpfen, allerdings seit Jahren keine Ausgabe gelesen haben. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die eine “WOZ” nicht mal mit der Pinzette anfassen würden. Und in beiden finden sich lesenswerte und fragwürdige Storys.</p>
<p>Die Wahrheit liegt, wie immer, dazwischen. Das wissen auch die Konsumenten, die besonders in der Schweiz keineswegs zu Extremen neigen. Jene Zeitungen, die sich “Forumszeitungen” nennen, kommen diesem Wunsch nach Ausgewogenheit entgegen aus handfesten Gründen.</p>
<p>Journalisten wählen mehrheitlich links und grün, das ergeben Umfragen regelmässig. Die von ihnen erstellten Zeitungen nennen sich Forumszeitungen, weil auch die politisch nicht linksgrün orientierten Konsumenten zum Kauf der Zeitung motiviert werden sollen. Die hinter der Zeitung stehenden Aktiengesellschaften haben vor allem ein Ziel: Mit der Zeitung Geld zu erwirtschaften. Dass sich vorwiegend gewinnorientierte Verlagsprodukte trotzdem Mühe geben, sich an die Fakten zu halten, hat mehr mit Glaubwürdigkeit zu tun, weniger mit Sendungsbewusstsein.</p>
<p>Und ja, es ist ein Glück, dass es in der Schweiz kaum Medien gibt, die Fakten gänzlich ignorieren, um eine Meinung zu transportieren, so wie es etwa der US-TV-Sender  “Fox News” tut. In einer politischen und wirtschaftlichen Krise könnte sich das aber schnell ändern. Um so wichtiger werden dann Beobachter, die imstande sind, Fakten richtig zu stellen.</p>
<p>Journalisten, die eine Meinung und daraus erfolgende Interessen vertreten, sollten diese öffentlich machen. Raum dafür wäre allgemein im eigenen Blog oder konkret als Nachbemerkung im journalistischen Produkt. Das ist transparent und dem Leser gegenüber ehrlich. Die eigenen Neigungen dauernd zu verleugnen und sich und seine Produkte als hehrer Ort der Objektivität zu bezeichnen, ist verlogen. <a href="http://www.npr.org/2011/01/05/132658246/american-medias-true-ideology-avoiding-one" target="_blank">Journalistikprofessor Jay Rosen sagte kürzlich</a>: “Journalisten sind nicht sehr gut darin, alle ihre Vorlieben und Neigungen aus ihren Berichten zu entfernen. Sie sollten nicht sagen, sie können das, weil es den meisten Leuten auf der Empfängerseite sehr klar ist, dass sie dauernd daran scheitern.”</p>
<p>Keinen Standpunkt hat nur, wer schwebt. Keine Meinung haben nur Menschen, die sich mit einem Thema (noch) nicht befasst haben. Journalisten gehören da, wenn sie ihren Job richtig machen, nicht dazu.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/das-marchen-der-objektivitat/">Das Märchen der Objektivität</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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