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	<title>NZZ Labs | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Die Alte Tante im Zukunftslabor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 07:10:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Hogenkamp]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Thom Nagy]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Steglich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit NZZ Labs leistet sich die Neue Zürcher Zeitung seit rund zwei Monaten eine Denkfabrik, die unbelastet vom Tagesgeschäft neue Möglichkeiten für die Zeitung im Internet erforschen soll. So lernt die Zeitungsredaktion im Zukunftslabor den Umgang mit Twitter, für die geplante Paywall leistet NZZ Labs wichtige Vorbereitungs- und Denkarbeit. Zwei der drei Männer von NZZ <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/29/die-alte-tante-im-zukunftslabor/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit <a href="http://labs.nzz.ch/">NZZ Labs</a> leistet sich die Neue Zürcher Zeitung seit rund zwei Monaten eine Denkfabrik, die unbelastet vom Tagesgeschäft neue Möglichkeiten für die Zeitung im Internet erforschen soll. So lernt die Zeitungsredaktion im Zukunftslabor den Umgang mit Twitter, für die geplante Paywall leistet NZZ Labs wichtige Vorbereitungs- und Denkarbeit.<br />
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Zwei der drei Männer von NZZ Labs, Thom Nagy und Florian Steglich, sitzen etwas verloren am Fenster eines Grossraumbüros im ersten Stock des ehrwürdigen NZZ-Gebäudes an der Falkenstrasse 11, in dem schon seit dem <a href="http://static.nzz.ch/flash/apps/timeline/indexFlash.htm">1. Januar 1894</a> Journalismus produziert wird. Leer steht das Büro, weil vor kurzem die Print-Vermarkter von «NZZ Media» ausgezogen sind und noch steht nicht fest steht, wer wieder einzieht. Symbolisiert der riesige, zu 95 Prozent leere Raum die ungenutzten Möglichkeiten des Online-Journalismus? Es ist ruhig, der blaue Teppichboden dämpft die hallenden Worte, das Sonnenlicht drängt durch die heruntergelassenen Rollos. Einen Moment lang träumt man davon, dass die gesamte Etage von Onlinern bevölkert wird, die Journalismus produzieren, der auch noch profitabel ist.</p>
<p>Noch ist es nicht soweit. Nur eine kleine Ecke des Raumes wird von drei Arbeitsplätzen mit Mitarbeitern unterschiedlicher Herkunft ausgefüllt: NZZ-Labs-Chef Florian Steglich war die letzten Jahre bei Blogwerk beschäftigt, zusammen mit Peter Hogenkamp, dem jetzigen Leiter Digitale Medien. Markus Hug von der Universität Basel wird im Team die Themen User Experience und Usability besetzen. Und der von 20min.ch kommende Thom Nagy führt derzeit Twitter-Schulungen durch, die im Haus überraschend grosses Interesse hervorgerufen haben. Im Nu waren vier Termine à zwölf Leute ausgebucht. Steglich: «Mittlerweile haben wir 15 Termine und es stehen noch immer Interessenten auf der Warteliste. Das sind 200 Leute. Wir machen so viele Schulungen, bis jeder dran war, der Interesse hat.»</p>
<p>Die Rückmeldungen zu den Schulungen sind bisher mehrheitlich positiv. Tatsächlich hat die Aktion zu einigen zumindest teilweise aktiven Twitterern geführt, zum Beispiel <a href="https://twitter.com/#!/cbb11">@cbb11</a> (Christine Brand), <a href="https://twitter.com/#!/adikaelin">@adikaelin,</a> <a href="https://twitter.com/#!/simoneschmid">@simoneschmid</a>, <a href="https://twitter.com/#!/danielweber57">@danielweber57</a>, <a href="https://twitter.com/#!/steinerurs">@steinerurs</a>, <a href="https://twitter.com/#!/RonySchenkel">@RonySchenkel</a> oder <a href="https://twitter.com/#!/dst11">@dst11</a> (David Strohm). Vermittelt wird einerseits das Technische, also: Konto einrichten, Hashtags, Retweets, wie followe ich. Andererseits wird die Frage nach dem Einsatz im Medienbereich beantwortet: Wie kann man es als Journalist nutzen? Wie kann man es zur Promotion nutzen?</p>
<p>Fragt man Florian Steglich, weshalb es NZZ Labs gibt, was seine Zielvorgabe ist, schweigt er einen Moment &#8211; und lacht dann. Eine Antwort gibt es trotzdem: «Die Grundidee ist, dass man innovativer ist, wenn man nicht in das Alltagsgeschäft eingebunden ist. Wir übernehmen einerseits Projekte aus dem Haus. Und andererseits schauen wir: Was sind Trends im Online-Medienbereich? Kann man die für die NZZ umsetzen?» Neben den eigenen wird auch der <a href="http://labs.nzz.ch/mitmachen/">Kontakt</a> zu den Ideen von Lesern und Firmen gesucht.</p>
<p>Was genau aus den Denkanstrengungen in den Laboratorien wird, wird die Realität weisen. Bisher vorzeigbar ist die integrierte <a href="http://labs.nzz.ch/apps/meine-artikel/">Merkfunktion</a>, die in Zusammenarbeit mit <a href="http://www.memonic.com/">Memonic</a> entstanden ist. Wohl bleibt weniger Zeit zum Nachdenken als geplant. Denn es ist nicht nur, wie in den anderen Printverlagen, ein grosser Schulungsbedarf vorhanden, auch konkrete Projekte wie die geplante Paywall verlangen eine Mitarbeit. Steglich dazu: «Es wird keine Paywall geben, die sozusagen die Startseite schliesst, sondern eine, die halboffen ist».</p>
<p>Die neue Abteilung steht zudem unter dem Druck der profitablen Abteilungen im Haus: Niemand wird Einsparungen machen wollen auf Kosten einer Denkwerkstatt, die vorerst nur kostet. Andererseits sind Veränderungen in Richtung online zwingend notwendig. <a href="http://www.business-standard.com/india/news/typewriters-about-to-becomepage-in-history/432497/">Eine der letzten Fabriken für mechanische Schreibmaschinen</a> der Welt hat eben in Mumbai ihre Tore geschlossen. Auch die Druckerpressen der Printverlage könnten in einigen Jahrzehnten auf ein bedeutungsloses Mass reduziert werden. Zur <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002787.html">von Martin Hitz portierten Einschätzung</a>, Projekte wie NZZ Labs seien «genau die Abteilungen, die bei einer Krise als erste aufgelöst werden», meint Steglich: «Kann schon sein. Der Jahresabschluss war relativ gut, es sieht nicht so aus, als würden wir nächstens eingespart.»</p>
<p><small>Offenlegung: Ich habe von 2006 bis 2009 mit Florian Steglich und Peter Hogenkamp bei Blogwerk zusammengearbeitet.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/29/die-alte-tante-im-zukunftslabor/">Die Alte Tante im Zukunftslabor</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wieder gelesen: «Netzgeflüster»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/18/wieder-gelesen-netzgefluster/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 10:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>
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		<category><![CDATA[1999]]></category>
		<category><![CDATA[Thom Nagy]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 16. März, twitterte @danielweber57: «@ThomNagy Feedback: Prima Twitterkurs, danke!». Der Chefredaktor von NZZ Folio war also in einem von NZZ Labs organisierten Kurs, wie man richtig twittert. So ein Twitterkurs kann niemandem schaden. Allerdings hat gerade Daniel Weber viel Erfahrung damit, das Web selbst zu entdecken. Im Februar 1997 startete nämlich seine Internet-Kolumne <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/18/wieder-gelesen-netzgefluster/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 16. März, <a href="http://twitter.com/#!/danielweber57/status/48047712217743360">twitterte</a> @danielweber57: «@ThomNagy Feedback: Prima Twitterkurs, danke!». Der Chefredaktor von <a href="http://www.nzzfolio.ch/">NZZ Folio</a> war also in einem von <a href="http://labs.nzz.ch/">NZZ Labs</a> organisierten Kurs, wie man richtig twittert. So ein Twitterkurs kann niemandem schaden. Allerdings hat gerade Daniel Weber viel Erfahrung damit, das Web selbst zu entdecken. Im Februar 1997 startete nämlich seine Internet-Kolumne «Netzgeflüster» in der NZZ. Die ersten 61 Folgen davon wurden 1999 im NZZ Verlag als Taschenbuch verlegt. Wie war es denn, das Web, vor 14 Jahren? Werfen wir einen Blick ins Buch:<br />
<span id="more-28762"></span><br />
Dass der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac das Internet mal als «eine der grössten Gefahren für die Menschheit» bezeichnete (und damit vornehmlich die französische Sprache meinte), weiss heute nicht mal mehr Google. Das Web vergisst schnell, auch wenn uns einige Politiker das Gegenteil beibringen möchten. So dämmern die in den Kolumnen erwähnten Domains wcwwrestling.com, witbeer.com, oder france98.com von ihren Inhalten verlassen vor sich hin. Auch eigene Permalinks wie <a href="http://www.nzz.ch/marktdaten">http://www.nzz.ch/marktdaten</a> werden inzwischen kommentarlos auf die Hauptseite zurückgeleitet. Es geht aber auch standhafte Websites, wie die auf Seite 117 besprochenen <a href="http://ytmag.com/">Yesterday&#8217;s Tractors</a>. Auch fbi.gov, lufthansa.com, ebay.com und andere sind nach wie vor unverändert zugänglich.</p>
<p>Ein Blick ins Register: Begriffe wie Blog, Facebook, Google, Twitter oder YouTube sucht man vergebens. Dafür sind eingetragen: Alta Vista, Compuserve, Excite, Infoseek, Klammeraffe, Lycos, Usenet und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yahooligans">Yahooligans!</a>. Die Themen «Homepages» und «Private Webseiten» handelt das Buch auf gerade zwei mal zweieinhalb Seiten ab. Video ist kein Thema und nicht wie heute eine Selbstverständlichkeit. Doch viele Themen haben sich überhaupt nicht verändert, das zeigen schon die Untertitel der Kolumnen: «Auch im Internet sollen Copyright-Gesetze durchgesetzt werden», «Warum sollte das Internet keuscher sein als die wirkliche Welt?», «Chatten kann man auch, wenn man nichts zu sagen hat», «Zunehmend bekommen TV-Sendungen eigene Internet-Ableger».</p>
<p>Das Buch wirkt nicht so antiquiert, wie man aufgrund seines Alters vermuten könnte. Das lädt zu zwei Schlussfolgerungen ein: Entweder hat es Daniel Weber hingekriegt, den damaligen Zeitgeist zeitlos einzufangen. Oder die Webwelt hat sich gar nicht so dramatisch verändert. Tatsächlich ist die Struktur die Gleiche geblieben. Es ist nur alles viel schneller, unkomplizierter, günstiger und vernetzter geworden.</p>
<p>Einige Zitate aus dem Buch machen den Zeitabstand dann aber doch deutlich.</p>
<p>Seite 102:</p>
<blockquote><p>Der Taucher der New Yorker Börse bescherte Anbietern von Börseninformationen im Internet Rekordzahlen. Am Tag danach, am 28. Oktober 1997, wurden bei NZZ-Online 57000 Seiten abgerufen, und das Interesse liess während der ganzen Woche nicht nach.</p></blockquote>
<p>Seite 132:</p>
<blockquote><p>Die Haltung der Online-Medien, vor allem der Entscheid, die Deadline der Druckausgabe für die Internet-Berichterstattung zu ignorieren, gilt vielen als Indiz dafür, dass der Nachrichtenjournalismus in eine neue Dimension vorstösst.</p></blockquote>
<p>Seite 174:</p>
<blockquote><p>Mit einem Marktwert von 1 beziehungsweise 1,5 Milliarden Dollar liegen Lycos und Excite deutlich hinter dem Branchenleader Yahoo (5,4 Milliarden) zurück, der die Portal-Strategie bereits zielstrebig umsetzte, bevor der Begriff die Runde machte. Yahoo hatte im vergangenen März 30 Millionen Besucher; 12 Millionen haben sich für Spezialangebote registrieren lassen, die von der Yahoo Visa Card über Yahoo Mail bis zu personalisierten Börsenkursen reichten.</p></blockquote><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/18/wieder-gelesen-netzgefluster/">Wieder gelesen: «Netzgeflüster»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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