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	<title>Quiz | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Gut adaptiert ist halb gewonnen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/11/22/gut-adaptiert-ist-halb-gewonnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Nov 2018 16:22:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Quiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der «Blick» experimentiert mit einem international erprobten Smartphone-Spiel. Beim Publikum kommt das Live Quiz gut an. Ob es weitergeführt wird, hat Ringier noch nicht entschieden. Die Einwohnerzahl Liechtensteins wurde schon vor Wochen übertroffen. Das nächste Ziel sei es, die 78&#8217;000 Andorras zu erreichen, witzelte Sven Ivanić. Der Nachwuchskomiker führt als einer von drei Spielleitern durch <a href="https://medienwoche.ch/2018/11/22/gut-adaptiert-ist-halb-gewonnen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der «Blick» experimentiert mit einem international erprobten Smartphone-Spiel. Beim Publikum kommt das Live Quiz gut an. Ob es weitergeführt wird, hat Ringier noch nicht entschieden.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/11/MW-Blick-Live-Quiz_20181115.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-63711" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/11/MW-Blick-Live-Quiz_20181115.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/11/MW-Blick-Live-Quiz_20181115-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/11/MW-Blick-Live-Quiz_20181115-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/11/MW-Blick-Live-Quiz_20181115-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/11/MW-Blick-Live-Quiz_20181115-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Die Einwohnerzahl Liechtensteins wurde schon vor Wochen übertroffen. Das nächste Ziel sei es, die 78&#8217;000 Andorras zu erreichen, witzelte <a href="https://www.sven-ivanic.ch/" rel="noopener" target="_blank">Sven Ivanić</a>. Der Nachwuchskomiker führt als einer von drei Spielleitern durch das «Blick Live Quiz». Inzwischen, Stand 22. November, spielen bis zu 65&#8217;000 Leute auf ihren Smartphones mit, Tendenz zunehmend. Bis Andorra ist es nicht mehr weit. Das Online-Spiel zählt derzeit zu den am meisten heruntergeladenen Apps in der Schweiz. Dafür sorgt unter anderem ein einfacher Anreiz: Wer andere einlädt, erhält ein Gratis-Leben dank dem man auch nach einer falsch beantworteten Frage weiterspielen kann.</p>
<blockquote><p>Schummeln geht praktisch nicht. Innert zehn Sekunden Bedenkzeit schaffen es selbst die flinksten Finger nicht, Google oder Wikipedia aufzurufen.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.blick.ch/services/apps/livequiz/taeglich-mitspielen-und-geld-gewinnen-willkommen-beim-blick-live-quiz-id8820788.html" rel="noopener" target="_blank">Seit Anfang September</a> läuft es jeden Abend gleich: Ein Quizmaster stellt elf Fragen mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad. Zu jeder Frage gibt es drei Antwortmöglichkeiten. Thematisch stammen die Fragen aus dem weitern Feld des Allgemein- und Lexikonwissens. In welchem Land liegt die geografische Mitte Europas? Wann hat Schriftstellerin X das Werk Y geschrieben? Welche Farbe hat das Blut von Hummern? Immer dabei auch Fragen zu People und Prominenz, schliesslich sind wir beim «Blick». Schätzfragen, deren Antwort niemand einfach so wissen kann, helfen das Teilnehmerfeld zu dezimieren. Wer falsch tippt, fliegt raus. Schummeln geht praktisch nicht. Innert zehn Sekunden Bedenkzeit schaffen es <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/09/flinke-finger-als-spielverderber/">selbst die flinksten Finger</a> nicht, Google oder Wikipedia aufzurufen.</p>
<p>Das Quiz dauert eine knappe Viertelstunde. Dann gibt die App wieder Ruhe für gut 23 Stunden, bis eine Push-Meldung die Quiz-Community am folgenden Abend wieder zum Leben erweckt. Zu gewinnen gibt es zwischen 250 und 1000 Franken. Beantworten mehrere Personen alle Fragen richtig, was eigentlich immer der Fall ist, teilen sie sich den Betrag. So kommt es regelmässig vor, dass als Preisgeld nur ein paar wenige Franken herausschauen. Doch ums grosse Geld geht es nicht. Wir sind nicht bei «Wer wird Millionär?».</p>
<blockquote><p>Quiz-Spielerinnen und -Spieler dokumentieren mit eingesandten Fotos ihren Spieltrieb in allen möglichen Ländern und Lebenslagen.</p></blockquote>
<p>Mit den drei Stand-up-Comedians Sven Ivanić, Yves Keller und Frank Richter, die im Turnus durchs Spiel führen, fand der «Blick» drei Figuren mit der passenden Mischung aus Seriosität und Spassigkeit; von beidem nicht zu viel. Das Quiz soll weder zu einer Volkshochschule noch zur Lachnummer verkommen, sondern unterhaltend eine Tagesration Allgemeinbildung vermitteln. Die unspektakuläre, bisweilen etwas biedere Moderation scheint gut anzukommen. Den Draht zum Publikum finden die Quizmaster, wenn sie, bevor die Fragerei losgeht, jeweils eine Auswahl eingesandter Bilder zeigen. Quiz-Spielerinnen und -Spieler dokumentieren ihren Spieltrieb in allen möglichen Ländern und Lebenslagen. Dafür braucht es kein ausgeklügeltes Community-Tool, E-Mail reicht vollauf. Auch der Status-Ticker wird mehrheitlich dazu genutzt, mitzuteilen, wo man sich gerade befindet.</p>
<blockquote><p>Dass Ratespiele nach TV-Vorbild auf dem Smartphone gut funktionieren, zeigte bereits der Hype um Quizduell.</p></blockquote>
<p>Alles in allem erinnert das Live Quiz an die gute alte TV-Spielshow: Fixer Sendetermin, definierte Programmdauer, ein Moderator, der die Fragen stellt, eine kontrollierte (und beschränkte) Interaktivität mit dem Publikum und die Aussicht auf einen Bargeldgewinn – alles Elemente, die so gar nichts mit moderner Online-Kommunikation zu tun haben. Doch genau das ist einer der Schlüssel zum Erfolg: Das Spiel bietet einen Moment der Fokussierung in der Zerstreuung.</p>
<p>Dass Ratespiele nach TV-Vorbild auf dem Smartphone gut funktionieren, zeigte bereits der Hype um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quizduell" rel="noopener" target="_blank">Quizduell</a>, eine App, die 2014 millionenfach heruntergeladen wurde. Während dieses Format noch stärker den Online-Gepflogenheiten folgte mit spontaner und dezentraler Vernetzung und zeitversetzter Nutzungsmöglichkeit, ging <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/HQ_Trivia" rel="noopener" target="_blank">HQ Trivia</a> den ganzen Weg zurück zum moderierten Live-Spiel.</p>
<p>Mit der Lancierung Ende August 2017 landeten die beiden Gründer Rus Yusupov and Colin Kroll, die zuvor die Kurzvideo-Plattform «Vine» geschaffen und später an Twitter verkauft hatten, einen Instant-Erfolg. Bereits wenige Monate später kürte das «Time»-Magazin das Smartphone-Spiel zur App des Jahres. HQ Trivia scheine «ein Zeichen dafür zu sein, wohin interaktives Entertainment in Zukunft geht.»</p>
<blockquote><p>«Die App wurde komplett von einem internationalen Anbieter zusammen mit der Technik als Lizenz erworben.»<br />
<small>René Beutner, Ringier</small></p></blockquote>
<p>Vom Erfolg im englischsprachigen Raum beflügelt, brachte HQ Trivia Ende Juni dieses Jahres eine deutsche Version an den Start. Nach gut einem Monat war aber schon wieder Schluss. Mehr als 4000 Spielende erreichte die App in Deutschland nie. Zum Vergleich: «Blick Live Quiz» zählte bereits nach einem Monat über 17&#8217;000 Nutzerinnen und Nutzer. Überhaupt scheint Deutschland ein hartes Pflaster zu sein für dieses Spielformat. Alle Anbieter, die meinten, schnell von einem Hype profitieren zu können, haben den Betrieb entweder eingestellt, pausieren auf unbestimmte Zeit oder reduzierten die Spielfrequenz massiv. Trotzdem will es nun ProSiebenSat1 in Deutschland und Österreich versuchen.</p>
<p>Pionier auf dem Schweizer Markt mit dem Live Quiz war die Kioskbetreiberin Valora. Während der Fussball-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer präsentierte <a href="https://www.valora.com/de/newsroom/detail/386/wm-live-quiz-mit-christa-rigozzi-das-coolste-spiel-findet-in-der-halbzeit-statt" rel="noopener" target="_blank">die «K Kiosk»-App</a> während den Halbzeitpausen ein moderiertes Live-Quiz. Die Leistung von Valora und jetzt auch von Ringier/«Blick» besteht aber nicht in der technologischen Entwicklung, sondern allein in der Adaption. «Die App wurde komplett von einem internationalen Anbieter zusammen mit der Technik als Lizenz erworben», erklärt ein Ringier-Sprecher auf Anfrage.</p>
<p>Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet wie bei jedem werbefinanzierten Medienformat letztlich die Reichweite. Wenn die stimmt, kommen auch die Sponsoren. Und ein attraktiver Sponsor kann wiederum seinen Teil dazu beitragen, den Zustrom an Spielenden zu steigern. Als etwa der Sportartikelhersteller Nike im vergangenen März eine Ausgabe von HQ Trivia sponserte, spielte die Rekordzahl von 1,7 Millionen Menschen mit, da es neben dem Preisgeld auch noch ein exklusiv für den Anlass gestaltetes <a href="https://sneakernews.com/2018/03/26/hq-trivia-nike-air-max-270/" rel="noopener" target="_blank">Paar Turnschuhe</a> zu gewinnen gab.</p>
<blockquote><p>Eine der elf Fragen formuliert die Redaktion zu einem Aspekt des Geldgebers.</p></blockquote>
<p>Von solchem Werbeerfolg ist man bei Ringier und «Blick» noch weit entfernt. Die ersten Monate Live Quiz fanden werbefrei statt. Den ersten Sponsorenauftritt hatte diese Woche der Autohersteller BMW mit seiner Marke «Mini». In der knappen Viertelstunde, die ein Spieler auf das Smartphone starrt, tritt die Marke dreimal in Erscheinung. Während des Countdowns bis zum Spielbeginn erscheint ein animierter Trailer, wenn der Moderator die Preissumme nennt, erwähnt er, das das Geld diesmal von «Mini» bereitgestellt wurde und schliesslich greift der Sponsoringdeal auch direkt in das Quiz ein. Eine der elf Fragen formuliert die Redaktion zu einem Aspekt des Geldgebers. Bei Sponsor BMW lautet sie zum Beispiel so: In welcher Stadt werden die meisten MINIs heute produziert? Antwortvorschläge: Oslo, Ottawa, Oxford.</p>
<p>Wenn Ringier schreibt, das «Blick Live Quiz» biete «ein sehr attraktives Umfeld für Sponsoring und weitere Werbemittel», dann ist das für einmal keine hohle Phrase. Im Online-Umfeld gibt es nur wenige Formate, wo die Augenpaare so gebannt auf den Bildschirm starren. Gleichzeitig lässt sich das Sponsoring einigermassen unstörend und unaufdringlich in den Spielablauf integrieren. </p>
<blockquote><p>«Die Entscheidung, ob wir die App und das Blick Live Quiz in 2019 weiterführen, steht noch aus.»<br />
<small>René Beutner, Ringier</small></p></blockquote>
<p>Selbst wenn die Spielerzahl weiter ansteigt und sich Firmen um die Sponsorenplätze reissen sollten, garantiert das noch keinen längerfristigen Erfolg. Darum will sich Ringier jetzt auch noch nicht festlegen, wie es mit dem Quiz weitergeht. Gegenwärtig befindet sich das Spiel im Projekt-Status mit einer vorgesehenen Laufzeit bis im Dezember. «Die Entscheidung, ob wir die App und das Blick Live Quiz in 2019 weiterführen, steht noch aus», teilt ein Ringier-Sprecher auf Anfrage mit. Man werde «nach verschiedenen internen Kriterien entscheiden», die Ringier jedoch nicht genauer benennt.</p>
<p>So schnell wie ein Hype entsteht, so schnell kann er wieder abflauen. Das lässt sich auch bei HQ Trivia beobachten. An manchen Tagen erreicht die Quiz-App derzeit noch gut 150&#8217;000 Spielende, also nur noch ein bisschen mehr als doppelt so viele wie das «Blick Live Quiz» an guten Tagen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/11/22/gut-adaptiert-ist-halb-gewonnen/">Gut adaptiert ist halb gewonnen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Überleben unter Kollegen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/10/08/ueberleben-unter-kollegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2018 08:14:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Quiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laute Telefonate, ständige Besserwisserei, Ideenklau in Konferenzen: Was kann man gegen nervende Bürokollegen tun? Testen Sie Ihre Konfliktstrategien für den Arbeitsalltag in unserem Quiz.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1">Laute Telefonate, ständige Besserwisserei, Ideenklau in Konferenzen: Was kann man gegen nervende Bürokollegen tun? Testen Sie Ihre Konfliktstrategien für den Arbeitsalltag in unserem Quiz.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/08/ueberleben-unter-kollegen/">Überleben unter Kollegen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mit Quizfragen und Maschinen gegen Trolle</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/03/07/mit-maschinen-gegen-trolle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Mar 2017 11:39:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentarkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gamification]]></category>
		<category><![CDATA[Jigsaw]]></category>
		<category><![CDATA[Le Matin]]></category>
		<category><![CDATA[NRKbeta]]></category>
		<category><![CDATA[Perspective]]></category>
		<category><![CDATA[Quiz]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Redaktionen kämpfen mit unterschiedlichen Mitteln gegen Trolle und Hasskommentare. Die Instrumente reichen von Quiz über strengere Zugangs- und Moderationskriterien bis zu Künstlicher Intelligenz. Einen Königsweg gibt es dabei aber nicht. Vier aktuelle Beispiele von NRK (Norwegen), NZZ, Le Matin und Google. Wer auf der norwegischen Technologie-Webseite NRKbeta einen Artikel kommentieren will, muss neuerdings ein Quiz <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/07/mit-maschinen-gegen-trolle/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Redaktionen kämpfen mit unterschiedlichen Mitteln gegen Trolle und Hasskommentare. Die Instrumente reichen von Quiz über strengere Zugangs- und Moderationskriterien bis zu Künstlicher Intelligenz. Einen Königsweg gibt es dabei aber nicht. Vier aktuelle Beispiele von NRK (Norwegen), NZZ, Le Matin und Google.<br />
<span id="more-33112"></span><br />
Wer auf der norwegischen Technologie-Webseite NRKbeta einen Artikel kommentieren will, <a href="http://www.niemanlab.org/2017/03/this-site-is-taking-the-edge-off-rant-mode-by-making-readers-pass-a-quiz-before-commenting/" target="_blank">muss neuerdings ein Quiz lösen</a>. Die Redaktion hat im Rahmen einer Testphase ein Multiple-Choice-Modul unter ausgewählte Artikel platziert, dessen Fragen Leser zur Freischaltung der Kommentarfunktion korrekt beantworten müssen. Zum Beispiel werden Verständnisfragen zum Text gestellt. Mit dem Gamifizierungselement sollen Trolle am Kommentieren gehindert werden. «Das Ziel ist es, dass jeder, der etwas in den Kommentarspalten postet, den Artikel gelesen und so ein besseres Verständnis hat, womit sichergestellt wird, dass die Diskussion nicht vom Thema abweicht», heisst es in der Begründung auf der Webseite. Der Modellversuch wurde von einer Reihe internationalen Medien (u.a. CNN) aufgegriffen. Der Journalismusprofessor Jeff Jarvis sagt im Gespräch mit der MEDIENWOCHE: «NRK sendet damit eine Botschaft aus, dass es eine informierte Konversation erwartet – und dass das Lesen der Artikel der beste Weg ist, informiert zu sein. Das Quiz ist eine Art Bodenwelle auf der Strasse von Trollen.»</p>
<p>Medienmacher kennen das Problem: Kaum wird ein Artikel online gestellt, sind die Kommentarspalten Minuten später vollgespamt mit Beiträgen fernab des eigentlichen Themas, Pöbeleien oder Hasskommentaren. Entweder, man moderiert die Beiträge händisch, was aufwändig ist und entsprechend viel Geld kostet. Oder man macht die Kommentarspalten dicht. Die NZZ hat sich für diesen Weg entschieden und im Februar, ähnlich wie zuvor bereits die «Süddeutsche Zeitung», ihre Kommentarfunktion geschlossen. Stattdessen stehen nur noch drei Artikel pro Tag zur Diskussion auf NZZ.ch, die von der Redaktion moderiert werden. Die Kommentarspalte soll in ein Leserforum umgebaut werden, wo Leser mit Autoren in einen Dialog treten können. In einem Begleittext schrieb NZZ-Social-Media-Teamleiter Oliver Fuchs: «Die Stimmung ist gehässiger geworden. Wir stellen – etwas zugespitzt – fest: Wo früher Leserinnen und Leser kontrovers miteinander diskutiert haben, beschimpfen sie sich immer öfter.» Die Erfahrungen mit dem neuen Debattenkonzept sind gut. Social-Media-Redaktor Marvin Milatz teilt auf Anfrage mit: «Wir sehen, dass politische Themen zum Tagesgeschäft extrem gut laufen.» Ein Ausreisser nach oben sei eine Debatte zum jungen Politnetzwerk «Operation Libero» gewesen, in die sich auch Mitglieder der Organisation einmischten. «Kurz nach den letzten Abstimmungen hat das Thema 300 Kommentare an zwei Tagen hervorgerufen.» Milatz‘ Eindruck aus der täglichen Arbeit ist positiv: «Ein deutlich höherer Anteil der Kommentare entspricht seit der Umstellung unserer Netiquette. Ich muss nur noch sehr selten Kommentare löschen.»</p>
<p>Die Idee, aus den Kommentarspalten einen digitalen Debattiersalon zu machen, war schon immer eine Illusion, weil sich der Zugang zu dem Club im Netz schlechter regulieren lässt und es einen strukturellen Unterschied zum analogen Pendant, dem Leserbrief gibt, wo man mit Anrede, bürgerlichem Namen und Anschrift der Sachautorität (Chefredaktion oder Herausgeber) Respekt zollt. Online-Posts folgen häufig Reflexen und keiner Reflexion. Doch durch eine Moderation der Beiträge können diese Affekte heruntergedimmt werden.</p>
<p>Die Westschweizer Zeitung «Le Matin» hat ihre <a href="http://www.lematin.ch/high-tech/matin-menage-commentaires/story/30572166" target="_blank">Anmelde- und Moderationskriterien ebenfalls verschärft</a>. Um einen Kommentar auf lematin.ch zu posten, muss man seit August 2016 seine Anmeldedaten mit einem SMS-Code validieren, der einem kostenlos aufs Handy geschickt wird. Wer kein Mobilfunktelefon oder eine ausländische Nummer hat, kann eine Anfrage per Mail mit seinem vollständigen Namen und Anschrift senden. So soll sichergestellt werden, dass keine Trolle kommentieren. Es gelte «null Toleranz» im Umgang mit Hasskommentaren. Chefredaktor Grégoire Nappey rechtfertigte die schärferen Moderationskriterien in einem Kommentar: «Wir sind kein Diskussionsforum im Netz, sondern eine Informationsplattform, die die Diskussion ihrer Artikel öffnet oder nicht. Und das ist keine Frage der Meinungsfreiheit.» Nach Nappey liegt es in der Verantwortung des Mediums, derartige Entgleisungen zu stoppen.</p>
<p>Der Internetkonzern Google, der immer mehr zum Medienspieler avanciert, will Trolle indes mit <a href="https://medium.com/jigsaw/when-computers-learn-to-swear-a53ee2cd09a2#.iwextoezw" target="_blank">einer Künstlichen Intelligenz bekämpfen</a>. Zusammen mit der Firma Jigsaw, eine Tochter des Mutterkonzerns Alphabet, hat Googles Counter Abuse Technology Team eine offene Programmierschnittstelle namens Perspective vorgestellt. Mithilfe von maschinellem Lernen soll die Software automatisiert Beleidigungen, Verunglimpfungen und Hasskommentare erkennen. Der Algorithmus wurde mit einem riesigen Datensatz «trainiert» (so wie man einem Kind beibringt, was sich im Sprachgebrauch nicht geziemt) und lernte anhand von Beispielen, was als beleidigend bzw. «toxisch» gilt. Wenn man zum Beispiel «Du bist keine nette Person» in ein Textfeld eingibt, sagt Perspective, dass dies zu acht Prozent mit Sätzen übereinstimmt, die Menschen als «toxisch» betrachten. Bei dem Satz «Du bist ein dummer Idiot» stellt die Software eine 98-prozentige Ähnlichkeit mit «toxischen» Inhalten fest. In einem Blogpost («When Computers Learn To Swear») erklärte Jigsaw-Chef Jared Cohen maschinelles Lernen als Werkzeug für zivilisiertere Debatten im Netz: «Perspective gibt Verlegern ein Instrument in die Hand, bessere Konversationen anzubieten.» Das System, das Medienhäusern kostenlos zur Verfügung steht, wird derzeit vom «Economist», dem «Guardian», der «New York Times» sowie der Online-Enzyklopädie Wikipedia getestet.</p>
<p>Die Idee hinter dem Konzept ist klar: Statt menschlichen Moderatoren soll eine Maschine den Unrat in den Kommentarspalten entfernen. Das ist billiger und effektiver. Doch was sich in der Theorie einfach anhört, ist in der Praxis höchst problematisch: Wie zuverlässig ist die Software? Was ist überhaupt «toxisch»? Und wird die Pflege der Debattenkultur nicht an Konzerne delegiert, die zunehmend die Grenzen des Sagbaren und Schicklichen definieren? Laut einer Studie der University of Washington hat Perspective bereits Schwierigkeiten, <a href="http://www.bbc.com/news/technology-39139960" target="_blank">Tippfehler zu erkennen</a>. Für den Satz «They are liberal idiots who are uneducated» (Sie sind liberale Idioten, die ungebildet sind) wurde eine Toxizitätsswahrscheinlichkeit von 90 Prozent errechnet. Der fast gleichlautende Satz «They are liberal i.diots who are un.educated», der sich nur durch zwei eingefügte Punkte in «idiots» und «uneducated» unterscheidet, dagegen mit einem Score von 15 Prozent bewertet – obwohl der Inhalt derselbe ist. Auch bei harmlosen Sätzen wie «It’s not stupid and wrong» schlug das System Alarm. Das zeigt, wie erratisch die Software ist. Das Anti-Troll-System lässt sich mit kleinen technischen Kniffs unterlaufen.</p>
<p>Das neue Google-Tool liess rechtskonservative Medien wie «Breitbart» aufheulen, die darin eine Zensursoftware und – ganz in der Rhetorik von Trump – <a href="http://www.breitbart.com/tech/2017/03/01/google-build-censor-net-leftists-celebrating/" target="_blank">einen «war on comments» erblickten</a>. Dass die Seite mit ihrem Krawalljournalismus den Hass im Netz schürt und ihr einstiger Chef, Steve Bannon, als Chefstratege im Weissen Haus einen «war on media» organisiert, verschweigt das Medium lieber. Auch wenn die Kritik inhaltlich berechtigt ist, kommt sie von der falschen Seite. Ob automatisierte Tools oder Gamifizierungselemente wie das Quiz der norwegischen Seite NRK ein probates Mittel sind, sich Trolle vom Leib zu halten, darf bezweifelt werden. Journalismusprofessor Jarvis sagt: «Weder ein entschlossener Troll oder ein intelligenter Kommentator wird sich davon abbringen lassen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/07/mit-maschinen-gegen-trolle/">Mit Quizfragen und Maschinen gegen Trolle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Flinke Finger als Spielverderber</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/09/flinke-finger-als-spielverderber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 07:58:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Quiz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1307</guid>

					<description><![CDATA[<p>Radiorätsel lassen sich heute mithilfe von Smartphone, Google und Wikipedia spielend leicht lösen. Um zu verhindern, dass nur gewinnt, wer am schnellsten sein iPhone zu bedienen weiss, setzt Schweizer Radio DRS auf Zeitdruck und auf Fragen, deren Antworten sich nicht einfach ergoogeln lassen – sowie auf Spass am Spiel. Radiomoderator Mike La Marr staunte nicht <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/09/flinke-finger-als-spielverderber/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Radiorätsel lassen sich heute mithilfe von Smartphone, Google und Wikipedia spielend leicht lösen. Um zu verhindern, dass nur gewinnt, wer am schnellsten sein iPhone zu bedienen weiss, setzt Schweizer Radio DRS auf Zeitdruck und auf Fragen, deren Antworten sich nicht einfach ergoogeln lassen – sowie auf Spass am Spiel.</strong></p>
<p>Radiomoderator <a href="http://www.drs1.ch/www/de/drs1/ueber-uns/team/12497.mike-la-marr-drs-1.html" target="_blank">Mike La Marr</a> staunte nicht schlecht, als ihm ein Kollege zeigte, wie man seine <a href="http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/jukebox/10329.ueber.html" target="_blank">Radiorätselsendung «Jukebox»</a> ganz ohne musikalisches Fachwissen lösen kann: Zwei Daumenbewegungen auf dem iPhone, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shazam_%28Dienst%29" target="_blank">Shazam</a> aktivieren, das  kurze Tonbeispiel aufnehmen und Sekunden später spuckt das smarte Handtelefon Titel, Interpret und Album aus. Rätsel gelöst. Shazam ist sogar so clever, dass es auch beschleunigt abgespielte Musikhäppchen korrekt erkennt. «Das könnte tatsächlich zu einem Problem werden», sagt La Marr, der als Moderator und Redaktor für das «Jukebox»-Ratespiel verantwortlich ist. Bis jetzt sei ihm allerdings noch nie aufgefallen, dass sich Mitspieler dieser Hilfsmittel bedient hätten. «Aber wir behalten die Entwicklung im Auge, weil ja solche Programme immer raffinierter werden und zugleich unser älteres Publikum von der jüngeren Verwandtschaft im Hintergrund unterstützt werden könnte.»</p>
<p>Wer als Mitspieler eines Radiospiels auf fremde Hilfe oder ein Hilfsmittel zurückgreift, sei dies ein Nachschlagewerk, das Wissen einer anderen Person oder technisches Gerät, verstösst zwar nicht gegen Spielregeln, aber gegen das Gebot der Fairness seinem Konkurrenten gegenüber. Deshalb haben die Redaktionen ein Interesse daran, Rahmenbedienungen zu schaffen, die niemanden strukturell benachteiligen. «Einige Spiele finden unter enormem Zeitdruck statt», sagt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_M%C3%BCrner" target="_blank">Radio-Urgestein François «FM» Mürner</a>. «FM» hat zahlreiche Spiele entwickelt und schult heute als Leiter Moderationsentwicklung Radio die Quizmaster von allen Ketten.</p>
<p>Gehörig aufs Tempo gedrückt wird beim morgendlichen Buchstabenassoziationsrätsel <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/sendungen/abcdrs3/2609.ueber.html" target="_blank">ABC DRS3</a>. Da bleibt den Kandidaten gar keine Zeit, um auch nur daran zu denken, einen Blick auf den Handybildschirm zu werfen; googeln hilft hier definitiv nicht weiter. Deutlich mehr Zeit zur Verfügung steht den Rateteams dagegen beim Mittagsspiel <a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/sendungen/drs3-macht-es-buero-uf/2638.ueber.html" target="_blank">«DRS 3 macht es Büro uf»</a>: drei komplexere und etwas längere Fragen in 70 Sekunden. «Da können sie auch im Internet nach Antworten suchen», sagt François Mürner, «aber verlieren natürlich Zeit, wenn sie googeln.» Die Probe aufs Exempel zeigt jedoch, dass sich die gestellten Fragen sehr einfach mit einer Stichwortsuche im Internet beantworten lassen, ohne damit den vorgegebenen Zeitrahmen zu überschreiten. Die Fragen vom 4. März lauteten: Wie viele Postboten wurden im letzten Jahr in der Schweiz von Hunden gebissen? Welches Land machte 2010 den höchsten Umsatz mit Bioprodukten? Wie viele Kunden hatte Postfinance Ende 2010? Dazu gabs je drei Antwortvorschläge. Bei der ersten Frage tippte der Kandidat daneben, womit auch klar war, dass er ohne Internethilfe spielte.</p>
<p>Letztlich kann das Radio keinen Einfluss darauf nehmen, wie die Teilnehmer von Spiel- und Quizformaten zu ihren Antworten finden – und will das auch gar nicht. «Wir würden nie sagen: Googelt nicht!» Zum einen seien Internet und Google nun mal eine Realität, sagt François Mürner. Zum anderen widerspräche ein solches Verbot einer Moderationsmaxime von Radio DRS. «Wir wollen unsere Hörer nicht bevormunden, sie sind mindestens so intelligent, wie wir das sind.»<br />
Will das Radio seine Spiele nicht zu einem einzigen «Wer googelt flinker?» verkommen lassen, sondern gewiefte Denksportler gegeneinander antreten lassen, bleibt neben der Temposchraube die Strategie über Google-resistente Fragen. Diesen Weg geht <a href="http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/knack-nuss/2683.ueber.html" target="_blank">«Knack &amp; Nuss»</a>, ein Ratespiel am Mittwochabend auf DRS 1. Anhand von Vogelgezwitscher, das nur sehr rudimentär an ein Musikstück erinnerte und dem Hinweis, der Wasserfloh spiele eine Rolle, musste auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9cqiTWkfa3U" target="_blank">«La Pulce d&#8217;Acqua» von Angelo Branduardi</a> geschlossen werden.</p>
<p>Mike La Marr, der dieses Quiz moderiert, bringt es auf den Punkt, worum es letztlich gehen sollte bei den Radiorätseln: um Spass am Spiel. Und Kollege Mürner ergänzt: «Anders als beim Fernsehen gibt es bei uns ja ganz bewusst keine Millionenbeträge zu gewinnen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/09/flinke-finger-als-spielverderber/">Flinke Finger als Spielverderber</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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