<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Quoten | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/quoten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sun, 10 Nov 2019 12:11:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Mitarbeitende nach Quoten beurteilen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/08/mitarbeitende-nach-quoten-beurteilen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Oct 2014 12:48:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeitendenbeurteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Forced Ranking]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1193</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit der Normalverteilung werden Mitarbeitende nach Quoten in «gut» und «schlecht» eingeteilt. Werden statistische Methoden jedoch dem Alltag gerecht? Während Peter Offtermatt, Alstom, ­Statistiken vertraut, warnt die Universitätsprofessorin Antoinette Weibel vor Zahlengläubigkeit.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/08/mitarbeitende-nach-quoten-beurteilen/">Mitarbeitende nach Quoten beurteilen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Apple-style-span" style="color: #464646;">Mit der Normalverteilung werden Mitarbeitende nach Quoten in «gut» und «schlecht» eingeteilt. Werden statistische Methoden jedoch dem Alltag gerecht? Während Peter Offtermatt, Alstom, ­Statistiken vertraut, warnt die Universitätsprofessorin Antoinette Weibel vor Zahlengläubigkeit.</span></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/08/mitarbeitende-nach-quoten-beurteilen/">Mitarbeitende nach Quoten beurteilen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vielfalt statt Frauenquote</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2013 12:32:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenquote]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Bleicher]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterquoten]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Quote]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Simone Meier]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=15037</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es braucht eine Förderung der vielen nicht in den Redaktionen vertretenen Gruppen. Quoten sind jedoch abzulehnen: Sie führen lediglich dazu, dass nicht in erster Linie die Leistung Grund für eine Beförderung ist. Eine Diversity-Charta könnte eine Lösung sein. Markus Somm von der Basler Zeitung nennt das Ziel der Chefredaktion des Tages-Anzeigers, bis 2016 einen redaktionellen <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/">Vielfalt statt Frauenquote</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es braucht eine Förderung der vielen nicht in den Redaktionen vertretenen Gruppen. Quoten sind jedoch abzulehnen: Sie führen lediglich dazu, dass nicht in erster Linie die Leistung Grund für eine Beförderung ist. Eine Diversity-Charta könnte eine Lösung sein.<br />
<span id="more-15037"></span><br />
Markus Somm von der Basler Zeitung nennt das Ziel der Chefredaktion des Tages-Anzeigers, bis 2016 einen redaktionellen Frauenanteil von 30 Prozent zu erlangen (<a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/tages-anzeiger-die-m-nner-sind-den-letzten-jahren-massiv-bevorteilt-worden-307711#.UeJiYVOzDZ4">«Stauffacher-Deklaration»</a>), eine <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/frauenquote-die-f-hrung-bleibt-m-nnerhand-307786#.UeGXslOzDZ4">«schmerzfreie Symbolpolitik»</a>:</p>
<blockquote><p>Wäre es der Chefredaktion ernst, hätte sie ja längst den Tatbeweis erbringen können, indem einer der Kollegen einer Kollegin umgehend den Platz überlassen hätte. Man deklariert hochtrabend eine Quote für die Nachfolger, die einem nicht betrifft.</p></blockquote>
<p>So reagieren sie leider immer, die Herren auf den Chefsesseln der Schweizer Medienlandschaft, wenn es darum geht, Neues zuzulassen:</p>
<p>Internet? Extrem wichtig und mit Sicherheit die Zukunft! Aber bis zu meiner Pension mache ich lieber weiter mit Gedrucktem.</p>
<p>Frauen? Junge? Alte? Secondos? Ausländer? Randregiönler? Hat es definitiv zu wenig in den Redaktionen, gerade in Führungspositionen! Nach meiner Pension müssen unverzüglich welche angestellt werden.</p>
<p>Nicht-Akademiker? Ja gut, aber können die überhaupt schreiben? Also wir brauchen dann schon gebildete Leute.</p>
<p>Es war auch früher nicht anders. Niklaus Meienberg schrieb in <a href="http://netzwertig.com/2007/12/24/niklaus-meienberg-wer-will-unter-die-journalisten/">«Wer will unter die Journalisten – eine Berufsberatung 1972»</a>:</p>
<blockquote><p>Hat der Kandidat nicht «studiert», aber doch schon geschrieben, so wird ihm der abgeschlossene Akademiker vorgezogen, der noch nicht geschrieben hat. Eine normale Redaktion zieht den unbeschriebenen Akademling schon deshalb vor, weil er sich durch eigenes und eigensinniges Schreiben noch keine besondere Persönlichkeit schaffen konnte. Er ist unbeschränkt formbar und verwurstbar. Er hat auf der Uni gelernt, wie man den Mund hält und die Wut hinunterschluckt, wenn man dem Abschluss zustrebt. Er ist besser dressiert als einer, der sofort nach der Matura oder Lehre schreibt.</p></blockquote>
<p>Unter die Journalisten kommen also in aller Regel Studierte aus Akademikerhaushalten, die sich unterordnen können. Wer lange Arbeitszeiten auf sich nimmt, auch gegen den Quatsch von oben uneingeschränkt loyal ist, Wochenendschichten schiebt und mehr Präsenz zeigt als die Konkurrenz, wird irgendwann zum Chef befördert. Und dort bleibt er dann, so lange er die Minimalanforderungen solide erfüllt, manchmal bis zur Pension. Macht er etwas, das sich konkret in Werbegelder ummünzen lässt, wird er in Ruhe gelassen, was auch immer er publizistisch leistet. Aus diesen Gründen ist <a href="https://medienwoche.ch/2012/12/05/fehlende-vielfalt/">der typische Chefredaktor der Schweiz</a> oft ein weisser Mann um die 50 mit akademischer Bildung.</p>
<p>Frauen, in diesen Fragen vielleicht lebensklüger, haben oft kein Interesse an stumpfsinnigen, endlosen Arbeitszeiten, sie wünschen sich ein Leben mit Freizeit und sozialen Kontakten ausserhalb des Journalismus. Viele Menschen lehnen Führungsaufgaben ja deswegen ab, weil sie wissen, dass Lebensqualität nicht mit der Vergabe von Titeln oder der Gehaltsstufe zu tun hat. Sie sind eher interessiert daran, in Ruhe eine Arbeit zu leisten, die Sinn macht und sie erfüllt.</p>
<p>Dabei ist es ja nicht so, als hätte es im Schweizer Journalismus noch keine Frauen gegeben: Laure Wyss, Margrit Sprecher, Michèle Roten, um nur drei zu nennen, haben sich ohne Quote durchgesetzt. Und mal ehrlich: Eine Berufung aufgrund der Quote hat etwas unglaublich Peinliches. Sie ist schon deshalb abzulehnen, weil damit der Verdacht verknüpft ist, sie sei nicht aufgrund von Leistungen erfolgt.</p>
<p>Journalismus ist wie Film oder Tanz ein extrem wettbewerbsintensives Feld. Um irgendwie hineinzukommen, nehmen Journalisten tiefe (oder auch gar keine) Honorare in Kauf, fragwürdige Arbeitsbedingungen und setzen sich sogar (als Anwälte des freien Wortes) einen Maulkorb auf, was die wahren Probleme am Arbeitsplatz angeht. Dass bei dieser angespannten Wettbewerbssituation immer wieder die gleichen Typen auf dem Chefsessel landen, ist schon erstaunlich. Wer an der Macht ist, will keine Konkurrenz, schon gar nicht durch Leute, die seine Sichtweise in Frage stellen. Wie sagte es <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/die-oberste-bankenspitze-wollte-dass-wanner-unsere-ubs-berichterstattung-stoppt-286182#.UeGt-FOzDZ4">Patrik Müller 2009</a>: «Bei Ringier habe ich erlebt, dass gewisse Chefs Angst haben, bessere Leute zu engagieren, weil ihnen diese gefährlich werden könnten.»</p>
<p>Die Forderung einer Frauenquote ist ein guter Diskussionsanstoss, doch es geht um mehr. <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/frauenquote-die-f-hrung-bleibt-m-nnerhand-307786#.UeGXslOzDZ4">Lesen wir weiter</a>, warum Markus Somm «grundsätzlich gegen Quoten» ist, Vielfalt aber für wichtig hält. Es brauche «eine Art politische Diversity» in der Redaktion, aber auch Journalisten «aus unterschiedlichen Milieus» &#8211; nur so könne er möglichst viele seiner Leser ansprechen.</p>
<blockquote><p>Aber Diversity beschränkt sich nicht bloss aufs Geschlecht. Genauso entscheidend ist eine gute Mischung zwischen alten und jungen Journalisten, Schweizern und Ausländern, Secondos und Einheimischen, Akademikern und Leuten, die dem Teufel vom Karren gefallen sind.</p></blockquote>
<p>Der Frauenbeauftragten des Tages-Anzeigers, Simone Meier, <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/tages-anzeiger-die-m-nner-sind-den-letzten-jahren-massiv-bevorteilt-worden-307711#.UeGXx1OzDZ4">ist es egal</a>, wenn Männer durch eine Frauenquote benachteiligt werden, schliesslich seien Männer «in den letzten Jahren beim ‹Tagi› massiv bevorteilt worden». So eine Haltung kann man haben, auf eine erspriessliche Zusammenarbeit zwischen den Geschlechtern deuten solche Aussagen aber nicht hin. Besonders schwach von Meier ist es, <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/srf-auch-simone-meier-l-sst-roger-schawinski-abblitzen-307860#.UeHBVFOzDZ4">sich den Fragen von Roger Schawinski nicht stellen zu wollen</a>. Wem es egal ist, das andere Geschlecht zu diskriminieren, damit das eigene zum Zug kommt, sollte schon den Mut aufbringen, diese Argumentation zu verteidigen.</p>
<p>Dass das Anliegen bei der Tages-Anzeiger-Chefredaktion «auf total offene Türen» stösst, überrascht nicht, denn etwas anderes kann sich die politische Korrektheit anmahnende Redaktion gar nicht leisten. Aber man muss nicht reden, man muss handeln. So wie Andrea Bleicher, die nach ihrem Antritt beim «Blick» Frauen gleich scharenweise angestellt hat. Das Geplauder beim Tagi <a href="http://www.blick.ch/news/wer-schweigt-ist-selber-schuld-id2369094.html">hält sie für verzichtbar</a>:</p>
<blockquote><p>Als wäre man mit einer Zeitmaschine in die 80er-Jahre zurückgereist, wurde auch eine «Frauenbeauftragte» ernannt.<br />
Die soll sich der Frage annehmen, weshalb es beim «Tages-Anzeiger» so wenige Frauen gibt.<br />
Ganz einfach. Weil man so wenige angestellt hat. Warum gibt es so wenige Ressortleiterinnen? Noch einfacher. Weil man lieber Männer befördert hat.<br />
Nicht schwafeln! Machen! Tuts doch einfach, stellt Frauen an! Dafür braucht es keine «Deklaration».</p></blockquote>
<p>Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass es sehr viele gute Männer gibt im Journalismus und dass sich oft gar nicht so viele Frauen bewerben. Der Tagi wird derzeit von einem Mann geführt, doch Tamedia hat Chefredaktorinnen: Sandra Jean (Le Matin), Ariane Dayer (Le Matin Dimanche) und Silvia Binggeli (Annabelle). Und auch Ringier setzt Frauen an die Spitze von Redaktionen, zuletzt wurde Christine Maier die Führung des Sonntagsblick anvertraut, und vielleicht ringt man sich auch noch dazu durch, Andrea Bleicher das «ad interim», das sie schon seit über fünf Monaten im Impressum zu führen gezwungen ist, wegzunehmen.</p>
<p>Es sind die Konservativen, die der Vielfalt im Wege stehen. Sie sind es, die Frauen, Secondos, Ausländern, Jungen, Alten, Randregiönlern und Nicht-Akademikern keine Meinungsmacht geben wollen. Weil es ihre eigene Meinungsmacht beschränken würde. Ein Blick in die SMD ist aufschlussreich: Kaum eine Zeitung hat die Diskussion über die Frauenquote in den Redaktionen aufgegriffen.</p>
<p>Leute, die andere Gene und eine andere Sozialisation haben, werden die Sache nicht immer besser machen, aber mit Sicherheit etwas anders. Manchmal reicht es, in einer Diskussionsrunde eine Frau, einen Ausländer oder einen Nicht-Studierten zu haben, um eine Gewissheit der Runde umzustürzen. Solche Leute sind fähig, einem Unternehmen echt neue Inputs zu geben und sie einem Teil der Leserschaft nahe zu bringen. Damit eine Gruppe klug ist, braucht sie Diversität, also unterschiedliche Teile, die sich voneinander unabhängig eine Meinung bilden. Ein gangbarer Weg wäre vielleicht eine Diversity-Charta, die ebenso verbindlich ist wie eine Quotenregelung, aber nicht starre Zahlen vorschreibt, sondern die Verpflichtung zu einer durchmischten Redaktion festhält.</p>
<p>In vielen Redaktionen melden sich immer wieder die gleichen Meinungsführer zu Wort &#8211; solange die anderen bei den Konferenzen schweigen und Interviewanfragen ablehnen, ängstlich sind und konfrontationsscheu, wird sich an der bestehenden Lage nichts ändern. Um von der Meinungsmacht ein grösseres Stück zu erhalten, müssen die Minderheiten (Ausländer, Junge, etc.) und Mehrheiten (Frauen) aufstehen, reden, schreiben, senden, bloggen. Nur so kann es zu Vielfalt und einem echten Wettbewerb kommen. Nur so können Kartelle und Monopole zum Einsturz gebracht werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/">Vielfalt statt Frauenquote</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2013/07/15/vielfalt-statt-frauenquote/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Als es ernst galt, fehlte der doppelte Boden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/02/11/als-es-ernst-galt-fehlte-der-doppelte-boden/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/02/11/als-es-ernst-galt-fehlte-der-doppelte-boden/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 01:02:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Zuschauerzahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Mediapulse]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Gurtner]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=12584</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Erklärung liegt auf der Hand: Hätte man die bisherige Quotenmessung so lange weitergeführt, bis das neue System funktioniert, wäre es nie zu einem Ausfall gekommen. Nun erklärt aber die Firma Mediapulse, dass das gar nicht möglich gewesen wäre: Am 31. Dezember wurde das alte Panel definitiv ausser Betrieb genommen und liess sich nach dem <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/11/als-es-ernst-galt-fehlte-der-doppelte-boden/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/11/als-es-ernst-galt-fehlte-der-doppelte-boden/">Als es ernst galt, fehlte der doppelte Boden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erklärung liegt auf der Hand: Hätte man die bisherige Quotenmessung so lange weitergeführt, bis das neue System funktioniert, wäre es nie zu einem Ausfall gekommen. Nun erklärt aber die Firma Mediapulse, dass das gar nicht möglich gewesen wäre: Am 31. Dezember wurde das alte Panel definitiv ausser Betrieb genommen und liess sich nach dem Auftreten der Unregelmässigkeiten mit den neuen Zahlen nicht mehr reaktivieren.<br />
<span id="more-31163"></span><br />
Seit Anfang Jahr gibt es <a href="http://" target="_blank">keine Zuschauerzahlen für das Fernsehen</a> in der Schweiz. Die Quote wird zwar erhoben, aber die Messwerte bleiben unter Verschluss. Bei der Auswertung traten verschiedene Unregelmässigkeiten auf, die nun bereinigt werden müssen. Die Publikation verzögert sich deshalb bis mindestens 18. Februar.</p>
<p>Der Ausfall hätte sich vermeiden lassen, wenn das <a href="http://www.telecontrol.ch/typo3/" target="_blank">Telecontrol-Panel</a> mindestens so lange in Betrieb gehalten worden wäre, bis <a href="http://kantarmedia.ch/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=72&amp;Itemid=470" target="_blank">das neue System</a> der Firma Kantar funktioniert. Bis heute kursierte diese Erklärung in der Branche, <a href="https://medienwoche.ch/2013/01/24/risiko-bewusst-in-kauf-genommen/" target="_self">wir berichteten darüber</a>. Die zuständige Firma Mediapulse wollte oder konnte dazu bisher nicht Stellung nehmen. Jetzt erklärt Mediapulse-Sprecher Nico Gurtner, dass auf diese Weise der Ausfall nicht hätte vermieden werden können.</p>
<p>Eine Überlappung von altem und neuem Panel war zwar vorgesehen, aber nur für Dezember. «Der Projektplan sah vor, dass dem Umstieg auf das neue Panel ein Monat Testphase mit doppelt geführter Messung vorausgeht», sagt Gurtner. Damit ist auch klar: Der doppelte Boden hielt zwar während der vorgesehenen Testphase, fehlte aber, als man ihn hätte brauchen können.</p>
<p>Ende Dezember war mit Telecontrol endgültig Schluss. «Die Panel-Haushalte waren informiert, dass am 31. Dezember ihre Messgeräte deaktiviert würden», sagt Mediapulse-Sprecher Gurtner. Da die Probleme, die zur Verzögerung führten, erst Anfang Januar bekannt wurden, wäre es unmöglich gewesen, das alte Panel wieder zu aktivieren.</p>
<p>Nun geht es an die Gegenwartsbewältigung: «Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Qualität der Daten sicherzustellen und Vertrauen in das neue System zu schaffen», heisst es bei Mediapulse. Das wird aber schwieriger, je länger der Ausfall andauert. Ein Sender, der mit seiner neuen Quote nicht zufrieden ist, wird versucht sein, das fehlerhaft gestartete System für sein schwaches Abschneiden verantwortlich zu machen. Über die neuen Zahlen lässt sich aber schlecht diskutieren. Man muss ihnen vertrauen, weil es keine Vergleichswerte gibt. Die alte und die neue Methode sind zu unterschiedlich; sie sind wie zwei Währungen ohne Wechselkurs.</p>
<p>Eine wichtige Rolle kommt deshalb der medienwissenschaftlichen <a href="http://www.mediapulse.ch/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;file=fileadmin/user_upload/Diverses/2012_Q4_Organe_und_Fuehrungsgremien.pdf&amp;t=1360634008&amp;hash=8d3945749051bcae39a445e781ed8d17">Kommission</a> unter dem Vorsitz von Professor Heinz Bonfadelli der Universität Zürich zu. Sie bürgt in letzter Instanz für die Qualität der Zahlen. Selbst der wissenschaftliche Segen wird wohl einzelne TV-Veranstalter kaum davon abhalten, die Werte anzuzweifeln. So hat die Privatsendergruppe von AZ-Verleger Peter Wanner (Tele Züri, Tele M 1 und Tele Bern) bereits <a href="http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/tv-macher-wissen-nicht-mehr-wie-viele-zuschauer-sie-haben-126017481" target="_blank">vorsorglich Massnahmen angekündigt</a> für den Fall, dass sie Zweifel mit der neuen TV-Quote nicht zufrieden sein sollten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/11/als-es-ernst-galt-fehlte-der-doppelte-boden/">Als es ernst galt, fehlte der doppelte Boden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2013/02/11/als-es-ernst-galt-fehlte-der-doppelte-boden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Raus aus dem Programm</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/05/18/raus-aus-dem-programm/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/05/18/raus-aus-dem-programm/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2011 17:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
		<category><![CDATA[Ab in die Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Betty Bossi]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>
		<category><![CDATA[Kochsendung]]></category>
		<category><![CDATA[SF]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2838</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach fünf Mal war schon Schluss – und das trotz Quoten, von denen andere Sendungen nur träumen können. Auch 20 Prozent Marktanteil und eine Reichweite von über 300&#8217;000 Zuschauern konnten die Kochsendung «Ab in die Küche» nicht retten. SF, Ringier und Betty Bossi müssen sich wieder auf die Suche nach einer Nachfolge für das langlebige <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/18/raus-aus-dem-programm/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/18/raus-aus-dem-programm/">Raus aus dem Programm</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/05/logo_aik.jpg" class="alignleft" width="183" height="97" /> Nach fünf Mal war schon Schluss – und das trotz Quoten, von denen andere Sendungen nur träumen können. Auch 20 Prozent Marktanteil und eine Reichweite von über 300&#8217;000 Zuschauern konnten die Kochsendung «Ab in die Küche» nicht retten. SF, Ringier und Betty Bossi müssen sich wieder auf die Suche nach einer Nachfolge für das langlebige Erfolgsformat «Al Dente» machen.<br />
<span id="more-28830"></span><br />
Stimmt die Quote nicht, wird die Notbremse gezogen. Beim werbefinanzierten Privatfernsehen ist der vorzeitige Exitus eines schwächelnden Formats schlicht ein Akt betriebswirtschaftlicher Vernunft. Öffentliche und gebührenfinanzierte Sender mit Service-public-Auftrag können da geduldiger sein, da nicht allein die Quote, sondern auch der in der Konzession formulierte Leistungsauftrag über Sein oder Nichtsein einzelner Programme entscheidet.</p>
<p>Deshalb überrascht es umso mehr, wenn <a href="http://www.sendungen.sf.tv/ab-in-die-kueche/Nachrichten/Uebersicht" target="_blank">«Ab in die Küche»</a>, das neue Kochformat vom Schweizer Fernsehen nach nur fünf Folgen bereits wieder vom Bildschirm verschwindet. «Service public heisst eben auch, auf die Volksabstimmung mit der Fernbedienung Rücksicht zu nehmen», erklärt SF-Sprecher Martin Reichlin. Also doch die Quote. Nicht nur, relativiert Reichlin: «Auch die Rückmeldungen aus dem Publikum haben uns zu diesem Schritt bewogen.» Trotz Anpassungen nach den Pilotsendungen sei das finale Konzept bei den Zuschauern nicht auf die nötige Akzeptanz gestossen. Kommt dazu, dass sich «Ab in die Küche» auf dem Sendeplatz in der Primetime von SF1 am Montagabend mit einer Quizsendung wie <a href="http://www.sendungen.sf.tv/1-gegen-100/Nachrichten/Uebersicht" target="_blank">«1 gegen 100»</a> messen muss, die regelmässig einen Marktanteil von 30 Prozent erzielt.</p>
<p>Nach zehn Jahren <a href="http://www.sendungen.sf.tv/al-dente/Sendungen/al-dente" target="_blank">«Al Dente»</a> steht bei SF keine Kochsendung mehr im Programm. Das Erfolgsformat, das mit dem Koch-Duo Sibylle Sager und Andreas C. «Studi» Studer zwei TV-Promis geschaffen hat, legte die Latte hoch für ein Nachfolgeformat. Dessen ist man sich bei SF und den Partnern Ringier und Betty Bossi bewusst; hat nun aber ein Problem: «Da wir aber keinen Plan B in der Schublade haben, können wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wann ein neues Format sendebereit ist.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/18/raus-aus-dem-programm/">Raus aus dem Programm</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/05/18/raus-aus-dem-programm/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gruppenbild ohne Dame</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/04/19/gruppenbild-ohne-dame/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/04/19/gruppenbild-ohne-dame/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sylvia Egli von Matt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 11:04:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[MAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Bascha Mika]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterquoten]]></category>
		<category><![CDATA[Lis Borner]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1897</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sieben Männer an der SRG-Spitze – und keine einzige Frau. So sieht die Führungsetage des gebührenfinanzierten Rundfunks in der Schweiz 2011 aus. Dürfen die das? Dumme Frage. Natürlich darf die SRG das. Der SRG schreiben zwar Viele Vieles vor, doch Geschlechterquoten gibt es auch für sie nicht. Und Absichtsverklärungen, wie die Forderung nach Geschlechterparität im <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/19/gruppenbild-ohne-dame/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/19/gruppenbild-ohne-dame/">Gruppenbild ohne Dame</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben Männer an der SRG-Spitze – und keine einzige Frau. So sieht die Führungsetage des gebührenfinanzierten Rundfunks in der Schweiz 2011 aus. Dürfen die das? Dumme Frage. Natürlich darf die SRG das. Der SRG schreiben zwar Viele Vieles vor, doch Geschlechterquoten gibt es auch für sie nicht. Und Absichtsverklärungen, wie die Forderung nach Geschlechterparität im Gesamtarbeitsvertrag, sind halt nur Absichtserklärungen.<br />
<span id="more-28795"></span><br />
Ist es klug, wenn die SRG ihr Unternehmen ohne Frauen in Spitzenpositionen führt? Warum macht Mann das? Warum setzen zweifelsfrei kluge Männer das Gremium so zusammen? Ich weiss, diese Fragen sind alt und ich erzähle hier nichts Neues. Doch jetzt muss ich doch wieder ran, schliesslich geht es um unsere SRG..</p>
<p>Bestimmt haben die SRG-Männer an Frauen gedacht und auch bedacht, wie sinnvoll und bereichernd es doch ist, sie in ihrem Gremium zu haben. Aber sie haben wohl  einfach keine geeigneten gefunden. Wollten die Frauen nicht? Hat Bascha Mika, die ehemalige Chefredaktorin der Berliner Tageszeitung taz, tatsächlich recht, wenn sie in ihrem Buch «Die Feigheit der Frauen» die These aufstellt: Frauen sind selber schuld, wenn sie es nicht an die Spitze schaffen? Sind Gegenbeispiele, Lis Borner etwa, die Chefredaktorin von Radio DRS, nur die Bestätigung der Regel? Oder fielen die Frauen schlicht und einfach durch die männlichen Netzwerke?</p>
<p>Die Grundfrage bleibt: Dürfen die das? Ja, die SRG darf das. Aber wir würden uns trotzdem freuen, wenn die Männer bald fündig werden und auf dem hübschen, roten SRG-Sofa auch Frauen Platz nehmen. So würde – bei aller Liebe zu Männern – das Bild mehr Freude bereiten. Und die SRG hätte eine Angriffsfläche weniger. Das wäre ihr zu gönnen, es bleiben noch genügend andere Baustellen.</p>
<p>PS: Darf ich als MAZ-Direktorin diese Frage überhaupt stellen und beantworten? Denn ich bin schliesslich nicht unabhängig – ist die SRG doch Mitgründerin und Mitträgerin des MAZ. Trotzdem meine ich: Ich darf.</p>
<p><em>Sylvia Egli von Matt ist Direktorin der Schweizer Journalistenschule MAZ</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/19/gruppenbild-ohne-dame/">Gruppenbild ohne Dame</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/04/19/gruppenbild-ohne-dame/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
