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	<title>Richard Gutjahr | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Game of Phones: Mit der fünften Mobilfunkgeneration gehen alle Schleusen auf</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/09/09/game-of-phones/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2019 11:19:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Die Menschen lesen nicht mehr.» Sie schauen Videos, machen Spiele, hören Musik. Richard Gutjahr, Journalist, Blogger, Start-up-Berater, stellt eine schonungslosen Diagnose: «Wir Journalisten sind zu Pferdekutschern des Digitalzeitalters geworden», sagt er. «Was wir in Zukunft brauchen, ist die Fähigkeit zur digitalen Empathie.» Und den Willen, uns «selbst ein Stück weit als Smartphone zu begreifen, das <a href="https://www.journalist-magazin.de/meinung/game-phones">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>«Die Menschen lesen nicht mehr.» Sie schauen Videos, machen Spiele, hören Musik. Richard Gutjahr, Journalist, Blogger, Start-up-Berater, stellt eine schonungslosen Diagnose: «Wir Journalisten sind zu Pferdekutschern des Digitalzeitalters geworden», sagt er. «Was wir in Zukunft brauchen, ist die Fähigkeit zur digitalen Empathie.» Und den Willen, uns «selbst ein Stück weit als Smartphone zu begreifen, das alle paar Monate ein Update verlangt».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/09/09/game-of-phones/">Game of Phones: Mit der fünften Mobilfunkgeneration gehen alle Schleusen auf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Das Medien-Jahr 2015 und seine Folgen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/01/03/das-medien-jahr-2015-und-seine-folgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2016 16:15:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2015, ich bin noch nicht fertig mit Dir! Was für ein aufregendes Jahr Du doch warst. Für mich eines der wegweisendsten Medien-Jahre überhaupt. 10 Erkenntnisse aus 2015 und die alles entscheidende Lektion für das Überleben der Sender und Verlage in der digitalen Welt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>2015, ich bin noch nicht fertig mit Dir! Was für ein aufregendes Jahr Du doch warst. Für mich eines der wegweisendsten Medien-Jahre überhaupt. 10 Erkenntnisse aus 2015 und die alles entscheidende Lektion für das Überleben der Sender und Verlage in der digitalen Welt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/01/03/das-medien-jahr-2015-und-seine-folgen/">Das Medien-Jahr 2015 und seine Folgen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Eine Zeitenwende im Journalismus</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/11/04/eine-zeitenwende-im-journalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2015 12:04:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei seiner Eröffnungspräsentation am Mittwochmorgen beim Journalismustag in Winterthur sparte der deutsche Journalist und Blogger Richard Gutjahr nicht an markigen Worten: &#8222;Ich glaube, dass nach diesem Jahr nichts mehr so sein wird, wie es war.&#8220; Das Jahr 2015 habe neue Fakten geschaffen und markiere einen Wendepunkt im Journalismus.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei seiner Eröffnungspräsentation am Mittwochmorgen beim Journalismustag in Winterthur sparte der deutsche Journalist und Blogger Richard Gutjahr nicht an markigen Worten: &#8222;Ich glaube, dass nach diesem Jahr nichts mehr so sein wird, wie es war.&#8220; Das Jahr 2015 habe neue Fakten geschaffen und markiere einen Wendepunkt im Journalismus.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/11/04/eine-zeitenwende-im-journalismus/">Eine Zeitenwende im Journalismus</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Frankfurter Tag des Onlinejournalismus: Make it snackable!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/14/frankfurter-tag-des-onlinejournalismus-make-it-snackable/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2015 11:34:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
		<category><![CDATA[mobil]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Menschen wollen Geschichten. Sie schätzen tiefgründige Recherche; Longreads, Scrollytelling, opulente Multimedia-Reportagen, trimedial aufbereitet in (Bewegt-) Bild, Ton und Text. Doch was, wenn das alles gar nicht stimmt? Was, wenn wir uns nur etwas vormachen und die Zukunft des Journalismus ganz anders aussieht?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschen wollen Geschichten. Sie schätzen tiefgründige Recherche; Longreads, Scrollytelling, opulente Multimedia-Reportagen, trimedial aufbereitet in (Bewegt-) Bild, Ton und Text. Doch was, wenn das alles gar nicht stimmt? Was, wenn wir uns nur etwas vormachen und die Zukunft des Journalismus ganz anders aussieht?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/14/frankfurter-tag-des-onlinejournalismus-make-it-snackable/">Frankfurter Tag des Onlinejournalismus: Make it snackable!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Livestream ist der neue Mainstream</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/28/livestream-ist-der-neue-mainstream/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2015 14:48:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Meerkat]]></category>
		<category><![CDATA[Videojournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Persicope]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ereignisse dieser Woche haben wieder einmal gezeigt: Wenn es eine Hoffnung gibt für das lineare Fernsehen, dann sind das Breaking News und Live-Events. Doch was, wenn die neuen Technologien uns TV-Machern auch diese letzte Bastion streitig machen?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/28/livestream-ist-der-neue-mainstream/">Livestream ist der neue Mainstream</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ereignisse dieser Woche haben wieder einmal gezeigt: Wenn es eine Hoffnung gibt für das lineare Fernsehen, dann sind das Breaking News und Live-Events. Doch was, wenn die neuen Technologien uns TV-Machern auch diese letzte Bastion streitig machen?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/28/livestream-ist-der-neue-mainstream/">Livestream ist der neue Mainstream</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Fünfte Gewalt oder wenn Blogger und Journalisten zusammenarbeiten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/26/die-fuenfte-gewalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2014 12:57:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Krautreporter]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Gustl Mollath]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Haderthauer-Affäre zeigt, wie das Internet das Machtgefüge aus Politik und Medien verschiebt und wie Journalismus funktionieren kann, wenn Blogger und Journalisten zusammenarbeiten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/26/die-fuenfte-gewalt/">Die Fünfte Gewalt oder wenn Blogger und Journalisten zusammenarbeiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Haderthauer-Affäre zeigt, wie das Internet das Machtgefüge aus Politik und Medien verschiebt und wie Journalismus funktionieren kann, wenn Blogger und Journalisten zusammenarbeiten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/26/die-fuenfte-gewalt/">Die Fünfte Gewalt oder wenn Blogger und Journalisten zusammenarbeiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Apple-Aktionär Richard Gutjahr deckt Verschwörung auf</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/03/apple-aktionaer-richard-gutjahr-deckt-verschwoerung-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2014 09:08:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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		<category><![CDATA[Ole Reissmann]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gutjahr beschreibt, wie Apple die Einführung neuer Produkte inszeniert und dabei mit Journalisten umgeht. Das Problem an Gutjahrs reißerisch verpackter Story: Das ist alles bekannt. «Wir Journalisten» schweigen nämlich gar nicht.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/03/apple-aktionaer-richard-gutjahr-deckt-verschwoerung-auf/">Apple-Aktionär Richard Gutjahr deckt Verschwörung auf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gutjahr beschreibt, wie Apple die Einführung neuer Produkte inszeniert und dabei mit Journalisten umgeht. Das Problem an Gutjahrs reißerisch verpackter Story: Das ist alles bekannt. «Wir Journalisten» schweigen nämlich gar nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/03/apple-aktionaer-richard-gutjahr-deckt-verschwoerung-auf/">Apple-Aktionär Richard Gutjahr deckt Verschwörung auf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wer will schon Hämorrhoiden?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/02/07/wer-will-schon-hamorrhoiden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 17:12:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Leitlinien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Service public im digitalen Zeitalter ist ohne Social Media nicht denkbar. Noch tun sich die öffentlich-rechtlichen Medien mit den neuen Kanälen schwer. Sie sehen darin primär eine Gefahr. So auch das Schweizer Radio und Fernsehen. Diese Empfehlung hat es in sich: «Verbrennen Sie Ihre Social Media Guidelines!», schreibt Richard Gutjahr, Moderator beim Bayrischen Rundfunk, jungen <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/07/wer-will-schon-hamorrhoiden/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/02/logos_SM.jpg" alt="" width="120" height="117" /> Service public im digitalen Zeitalter ist ohne Social Media nicht denkbar. Noch tun sich die öffentlich-rechtlichen Medien mit den neuen Kanälen schwer. Sie sehen darin primär eine Gefahr. So auch das Schweizer Radio und Fernsehen.<br />
<span id="more-30432"></span><br />
Diese Empfehlung hat es in sich: «Verbrennen Sie Ihre Social Media Guidelines!», <a href="http://gutjahr.biz/2011/10/journalismus-tipps-zukunft/" target="_blank">schreibt Richard Gutjahr</a>, Moderator beim Bayrischen Rundfunk, jungen Journalistinnen und Journalisten ins Stammbuch. Eine überflüssige Schikane, findet der Journalist. «Wenn man solche Social Media Guidelines liest [jene der ARD, Anm. d. Red.], hat man hinterher soviel Lust auf Facebook, Twitter oder Blogs wie auf Hämorrhoiden. So notwendig wie die Packungsbeilage zu einer Glasflasche, auf der die Worte stehen: Vorsicht Gift!» Nur eine einzige Regel, so Gutjahr, sei zu befolgen: «Sei kein Idiot.» So einfach geht das. Dumm nur, dass nicht alle das Gleiche unter einem Idioten verstehen. Unter anderem deshalb gibt es schriftliche Regeln.</p>
<p>Wenn nun ausgerechnet ein Mitarbeiter eines öffentlich-rechtlichen Senders seine abgrundtiefe Verachtung für Social Medien Guidelines kundtut, dann entbehrt das nicht einer gewissen Pikanterie. Denn der gebührenfinanzierte Rundfunk achtet besonders genau darauf, dass seine Angestellten nicht über die Stränge schlagen. Das leiten sie aus ihrem öffentlichen Auftrag ab und der Verpflichtung, politisch neutral zu berichten. Entsprechend restriktiv lesen sich die Bestimmungen dafür, was Radio und TV-Journalisten auf Twitter, Facebook oder in einem Blog veröffentlichen dürfen. Beim <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/02/Social-Media_Leitlinien_Mitarbeitende_v1.3.pdf" target="_self">Schweizer Radio und Fernsehen SRF</a> lautet das oberste Gebot, abgeleitet aus den Publizistischen Leitlinien: Wir veröffentlichen «grundsätzlich keine Äusserungen zu politischen und religiösen Themen».</p>
<p>Gegen diese «verbindliche Richtlinie» sei jüngst «immer wieder» verstossen worden, heisst es in einem aktuellen Newsletter der Radio-Chefredaktion. Als Belege dafür werden Tweets und Facebook-Einträge genannt, wie etwa: «Unglaublich, wie Christoph Blocher die politische Agenda nach seinen eigenen Regeln bestimmt.» oder «Hildebrand muss gehen – eine schreiende Ungerechtigkeit.». Daraus die Grenzen des Erlaubten abzuleiten, ist aber nicht ganz einfach. Denn es sind Nuancen, die einen Verstoss ausmachen. So verkommen die vermeintlich klaren Regeln zu einer unsichtbaren roten Linie.</p>
<p>Die ebenso strengen wie auch schwammigen Bestimmungen verfehlen ihre disziplinierende Wirkung offenbar nicht. So fällt beispielsweise auf, dass sich Radio- und Fernsehleute auf Twitter – dem Social-Media-Kanal der Stunde – nur selten an den teils intensiv geführten und oft ergiebigen Mikrodebatten zu Medien und Politik beteiligen. Wie sollten sie auch, ohne gegen das interne Regelwerk zu verstossen.</p>
<p>In diesem engen Korsett bleibt den SRF-Mitarbeitenden nicht viel anderes übrig als harmlos belanglos zu kommunizieren und Social Media bestenfalls zur reinen Faktenvermittlung einzusetzen. Oder sie verzichten gleich ganz darauf, Twitter, Facebook oder Google Plus als Diskussionsplattform zu nutzen. Denn im äussersten Fall kann ein Regelverstoss die Kündigung nach sich ziehen. So weit ist es zum Glück noch nicht gekommen. In mindestens einem Fall hat aber ein Redaktor seine Aktivitäten bei Social Media komplett eingestellt, weil er das Risiko nicht eingehen wollte, die unsichtbare rote Linie zu übertreten.</p>
<p>Ein moderner Service public verpasst einen wichtigen Schritt in die Zukunft, wenn er Social Media als Gefahr betrachtet. Denn Twitter &amp; Co. haben sich als Plattformen der medialen Selbstbeobachtung und -kontrolle etabliert. Und wer, wenn nicht die gebührenfinanzierten Medien wären ihrem Publikum gegenüber zu grösstmöglicher Transparenz verpflichtet? Nun braucht man nicht gleich die Social-Media-Leitlinien zu verbrennen, wie Richard Gutjahr das propagiert. Es würde schon reichen, wenn die Mitarbeitenden zuerst einmal ermuntert werden und ihnen nicht mit einem Verbotskatalog die Lust genommen wird, in Social Media aktiv zu werden. Dass das auch bei öffentlichrechtlichen Medien geht, zeigt <a href="http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/richtlinien-und-statute/ndr-social-media-guidelines.html" target="_blank">der Norddeutsche Rundfunk</a> mit seinen Social-Media-Regeln: «Ungeachtet solcher eventuellen Fallstricke ermuntert der NDR Redaktionen und Mitarbeiter, den Austausch mit dem Publikum verstärkt zu pflegen und so – direkt oder indirekt – für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu werben.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/07/wer-will-schon-hamorrhoiden/">Wer will schon Hämorrhoiden?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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