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	<title>Selbstkritik | MEDIENWOCHE</title>
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	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Jun 2022 07:58:44 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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	<item>
		<title>In eigener Sache: Vom Schmerz der Modernisierung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/10/vom-schmerz-der-modernisierung-vom-schmerz-der-modernisierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2022 07:57:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Ulf Poschardt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben einen Gastbeitrag veröffentlicht, der nicht nur zu einer inhaltlichen Kontroverse geführt, sondern viele Menschen vor den Kopf gestoßen hat &#8211; auch innerhalb unseres Unternehmens. Was lernen wir daraus?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/10/vom-schmerz-der-modernisierung-vom-schmerz-der-modernisierung/">In eigener Sache: Vom Schmerz der Modernisierung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben einen Gastbeitrag veröffentlicht, der nicht nur zu einer inhaltlichen Kontroverse geführt, sondern viele Menschen vor den Kopf gestoßen hat &#8211; auch innerhalb unseres Unternehmens. Was lernen wir daraus?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/10/vom-schmerz-der-modernisierung-vom-schmerz-der-modernisierung/">In eigener Sache: Vom Schmerz der Modernisierung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Jahr Corona in der «Republik» – wo irrten wir, wo lagen wir richtig?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/01/28/ein-jahr-corona-in-der-republik-wo-irrten-wir-wo-lagen-wir-richtig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2021 11:10:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Krisen wie eine Pandemie sind eine Heraus­forderung für den Journalismus. Wir ziehen Bilanz (I/IV): Wie alles begann.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Krisen wie eine Pandemie sind eine Heraus­forderung für den Journalismus. Wir ziehen Bilanz (I/IV): Wie alles begann.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/28/ein-jahr-corona-in-der-republik-wo-irrten-wir-wo-lagen-wir-richtig/">Ein Jahr Corona in der «Republik» – wo irrten wir, wo lagen wir richtig?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wenn sich Selbstkritik rächt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/02/29/wenn-sich-selbstkritik-raecht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Feb 2016 10:16:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn wir eine andere Fehlerkultur in den Medien wollen, brauchen wir auch eine andere Kultur im Umgang mit dem Eingeständnis von Fehlern.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir eine andere Fehlerkultur in den Medien wollen, brauchen wir auch eine andere Kultur im Umgang mit dem Eingeständnis von Fehlern.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/29/wenn-sich-selbstkritik-raecht/">Wenn sich Selbstkritik rächt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Sorry? Not me.</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/02/18/sorry-not-me/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Feb 2013 10:50:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlerkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Res Strehle]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Debatte um die Vergangenheit von Res Strehle zeigt, wo es harzt in den Schweizer Medienbetrieben. Weil es keine Kultur des Eingestehens von Fehlern gibt, hat die offene Kritik einen schweren Stand. Während eigenes Fehlverhalten nachsichtig behandelt wird, werden anderen selbst kleinste Vergehen noch nach Jahren vorgehalten. Was ist denn so schwierig daran, Verfehlungen einzugestehen, <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/18/sorry-not-me/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/18/sorry-not-me/">Sorry? Not me.</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Debatte um die Vergangenheit von Res Strehle zeigt, wo es harzt in den Schweizer Medienbetrieben. Weil es keine Kultur des Eingestehens von Fehlern gibt, hat die offene Kritik einen schweren Stand. Während eigenes Fehlverhalten nachsichtig behandelt wird, werden anderen selbst kleinste Vergehen noch nach Jahren vorgehalten. Was ist denn so schwierig daran, Verfehlungen einzugestehen, zu korrigieren, sich gegebenenfalls zu entschuldigen? Strehle darf nicht schweigen. Er muss sich erklären.<br />
<span id="more-31165"></span></p>
<div align="right"><small>It&#8217;s sad, so sad<br />
Why can&#8217;t we talk it over? Oh, it seems to me<br />
That sorry seems to be the hardest word<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=J2e4NlnLr28">Elton John, 1976</a></small></div>
<p></p>
<p>Andreas Strehle hatte schon mehrfach die Möglichkeit, seine politische und publizistische Vergangenheit zu thematisieren: Sei es im Buch <a href="http://www.echtzeit.ch/buecher.php?id=40">«Mein Leben als 68er»</a>, sei es im das Buch promotenden Artikel «68, aber lieb» im Tagi-Magi, sei es in einem Leitartikel nach dem Stellenantritt als Tagi-Chef, sei es in einem Essay, sei es in einem Gastbeitrag in einem anderen Blatt, zum Beispiel der WOZ. Doch Strehle schweigt bis heute. Er schweigt auch, wenn eine <a href="http://www.presseverein.ch/2013/02/res-publica/">Debatte</a> über seine Vergangenheit im Gang ist und sich doch einige fragen, ob er Gewalt auch heute, so wie früher, für ein legitimes Mittel des Klassenkampfes hält. Eine <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Der-TAChefredaktor-und-die-Kampagne/story/30974390">Stellungnahme</a>, die erklärt, keine Stellung nehmen zu wollen, ist keine Stellungnahme.</p>
<p>Weil Strehle schon viele Jahre keine Unterstützung für den bewaffneten Klassenkampf geäussert hat, ist zu vermuten, dass er diese Positionen heute nicht mehr vertritt. Es ist doch aber schon sehr wunderlich, wenn der Chefredaktor des Tages-Anzeigers nicht öffentlich erklären kann, wie er zum Thema Terrorismus stand und steht. Mindestens diese Information ist er der Öffentlichkeit schuldig, schliesslich führt er eine grosse, linksliberale Tageszeitung und ist nicht mehr bei einer kleinen linken Wochenzeitung angestellt. Der vor wenigen Tagen verstorbene taz-Redaktor Christian Semler könnte Strehle ein Vorbild sein: «Ich bin froh, dass wir nie die Macht in den Händen hatten – es wäre schlimm ausgegangen», <a href="https://www.taz.de/!110964/">sagte</a> der ehemalige Chef der maoistischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands_%28Aufbauorganisation%29">KPD-AO</a>.</p>
<p>Doch was ist mit den Kritikern? Ich selbst feierte in einem <a href="http://blog.ronniegrob.com/2010/03/02/tamedia-holt-martin-spieler-von-axel-springer-schweiz-als-neuen-chef-der-sonntagszeitung/">Blogtext 2010</a> die Auflagezahlen von Martin Spieler bei der Handelszeitung, bis ich merkte, dass der Gewinn aus den übernommenen Cash-Abos resultiert. Ein dummer Fehler, der den ganzen, eindeutig zu schnell geschriebenen Artikel in Frage stellt und den ich besser nicht veröffentlicht hätte. Wir machen alle Fehler. Die Weltwoche, die nun Strehle so eindringlich auffordert, Abbitte zu leisten, bezeichnet das breit kritisierte <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/04/kaum-mittel-gegen-zweckentfremdung/">Roma-Cover</a> bis heute weder als Fehler noch als grosses Missgeschick. Wider besseren Wissens wird ein Zusammenhang behauptet zwischen dem Titelbild mit dem mit einer Waffe auf den Leser zielenden Jungen im Kosovo und den im Artikel behandelten Verbrecherbanden in der Schweiz.</p>
<p>Im Journalismus tut man sich schwer mit Korrekturen. Was verschwiegen werden kann, wird verschwiegen. Man entschuldigt sich, wenn es die Anwälte fordern, dann auch mal ganz gross auf der Titelseite, so wie <a href="http://netzwertig.com/2007/09/29/sorry-juerg-sorry-thomas-sorry-leser/">«Blick» 2007</a> bei Jürg Maurer, dem sogenannt «frechsten Pensionskassenverwalter der Schweiz». Auf rechtlichen Druck hin räumt auch ein Tages-Anzeiger selbstkritisch ein, dass Alexander Müller, mit dem Strehle Ende Januar überraschend ein <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Ich-erlebe-seit-letztem-Sommer-den-sozialen-Tod/story/11144999">zweiseitiges Interview</a> führte, «vorgängig zur Berichterstattung korrekt hätte angehört werden» hätte müssen: «Diese Interpretation ging zu weit», «das war unzutreffend», geht doch.</p>
<p>Schweigen hat lange ganz gut funktioniert. Doch in Zeiten des Internets gibt es auf lange Frist kein Pardon mehr, was falsche Fakten betrifft, das haben viele Journalisten immer noch nicht begriffen. Dabei hat doch, wer journalistisch seriös arbeitet, kein Problem, einen trotz aller Sorgfalt durchgerutschten Fehler zuzugeben.</p>
<p>Der Nachsicht den eigenen Unzulänglichkeiten gegenüber steht die harte Kritik von Journalisten an unliebsamen Politikern, denen auch noch die kleinsten Fehler haarklein und ewig nachgetragen werden. Als der damalige Bundesrat Christoph Blocher in seiner <a href="http://www.blocher.ch/artikel/agenda-2006/1dd10b2de755f9cd4e2babbb3008a120.html">Albisgüetli-Rede 2006</a> (nach eigener Aussage versehentlich) zwei mutmassliche Verbrecher als Verbrecher bezeichnet hatte, führte das zu einer Untersuchung der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats (<a href="http://www.parlament.ch/d/dokumentation/berichte/berichte-aufsichtskommissionen/geschaeftspruefungskommission-GPK/berichte-2006/Documents/9051.pdf">Bericht als PDF-Datei</a>). Zur Sache veröffentlichten Schweizer Journalisten 2006 Hunderte, eher Tausende von Artikeln. Blocher entschuldigte sich öffentlich. Die GPK stellte fest, Blocher habe «mit seinen öffentlichen Verlautbarungen über die zwei betroffenen albanischen Flüchtlinge der Unschuldsvermutung nicht Rechnung getragen» und «zudem den Flüchtlingsstatus zweier in der Schweiz aufgenommener Personen missachtet». Nun ja, wenn so etwas bloss mal nie einem Journalisten passiert, wenn er sich öffentlich äussert.</p>
<p>Journalisten sind keine Götter, sondern Menschen. Auch sorgfältige Arbeiter machen Fehler &#8211; aus den verschiedensten Gründen: Unwissenheit, Unachtsamkeit, Zeitdruck, und so weiter. Es ist ein erfreulich unreglementiertes, freies Gewerbe, dem sich jeder, der sich dazu berufen fühlt, anzuschliessen versuchen darf. Allerdings stelle man sich nur mal vor, Atomphysiker, Ingenieure oder Mathematiker würden ebenso viele Fehler wie Journalisten machen und ebenso sorglos damit umgehen. Die Gesellschaft geht mit den Fehlern der Journalisten recht gnädig um, denn, <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/25/ja-klar-interessiere-ich-mich-fuer-macht-was-gibt-es-dramatischeres/">so Constantin Seibt</a>: «Du wirst nicht für Deine Fehler in Erinnerung behalten, sondern für die Sachen, bei denen Du mal wirklich gut warst.» Das stimmt, und auch die Arbeitgeber sind tolerant: selbst angerichtete Schäden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken führen nicht zur Entlassung. Unter diesen Umständen zu arbeiten, ist eigentlich pures Glück. Um so einfacher müsste es doch sein, a) begangene Fehler einzugestehen, b) begangene Fehler öffentlich und transparent zu korrigieren, c) gegebenenfalls um Verzeihung zu bitten.</p>
<p>Erst aus einer Kultur des Fehler-Machens und des Fehler-Eingestehens kann auch eine Kultur des Kritik-Anbringens und des Kritik-Eingestehens entstehen. Eine Kultur, in der jedem und jeder eine gewisse Anzahl Fehler zusteht, die offen besprochen werden können, führt zu einer Kultur, die offene Kritik nicht nur aushält, sondern aktiv als Arbeitsinstrument verwendet. Offen ausgetragene Kritik ist zweifellos nicht immer angenehm, dafür oft lehrreich. Sie führt zu Verbesserungen.</p>
<p>Dagegen die Welt, in der Fehler nicht angesprochen werden, in der vordergründig immer alles super ist, selbst wenn die Dinge überhaupt nicht in Ordnung sind. Es geht je länger je weniger auf, eine Redaktionskultur des Verschweigens und Vertuschens zu pflegen und Blattkritiken des Hochjubelns und Selbstlobs zu zelebrieren, während im Internet jedermann nachlesen kann, welches Redaktionsmitglied welche Fehler gemacht hat. Gruppen, die sich auch noch für den übelsten Murks und das langweiligste Stück gegenseitig auf die Schulter klopfen, sind dem Untergang geweiht. Zurecht. Sie sollten Raum schaffen für kritischere Geister.</p>
<p>Es bleibt die Frage, ob Res Strehle klagen wird, und wenn ja, weswegen. Noch werden «alle rechtlichen Schritte» geprüft, «um in Zukunft eine korrekte Berichterstattung anzumahnen». Wem das wichtig ist und generell für engagierten Journalismus einsteht, hat kein Problem, selbst einen Schritt zu tun und so Transparenz und Klarheit zu schaffen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/18/sorry-not-me/">Sorry? Not me.</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Schadeninspektion</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/01/11/schadeninspektion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 10:47:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Hildebrand]]></category>
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		<category><![CDATA[Urs Paul Engeler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hildebrand ist weg, die Medien bleiben. Mit Kritik an der Konkurrenz haben Journalisten nicht gespart. Doch das eigene Verhalten blieb bisher unreflektiert. Selbstkritik sind die Medien im Sinne der Transparenz ihrem Publikum schuldig. Mit seinem Rücktritt als Nationalbankpräsident hat Philipp Hildebrand so gehandelt, wie dies die Weltwoche im Gleichschritt mit der SVP gefordert hatte. Ihn <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/11/schadeninspektion/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/01/hildebrand_klein.jpg" class="alignleft" width="120" height="120" /> Hildebrand ist weg, die Medien bleiben. Mit Kritik an der Konkurrenz haben Journalisten nicht gespart. Doch das eigene Verhalten blieb bisher unreflektiert. Selbstkritik sind die Medien im Sinne der Transparenz ihrem Publikum schuldig.<br />
<span id="more-30418"></span><br />
Mit seinem Rücktritt als Nationalbankpräsident hat Philipp Hildebrand so gehandelt, wie dies die Weltwoche im Gleichschritt mit der SVP gefordert hatte. Ihn aber deswegen als Opfer einer Medienkampagne zu bezeichnen, greift zu kurz. Schliesslich bestreitet niemand den Kern der Geschichte: Herr und Frau Hildebrand haben in einem währungspolitisch heissen und heiklen Umfeld Dollar gekauft und wieder verkauft. Ob sich dies – bei aller Legalität und Reglementskonformität der Geschäfte – mit der Glaubwürdigkeit als Nationalbankpräsident verträgt, lautete denn auch die entscheidende Frage. Mit dem Rücktritt hat sie Hildebrand beantwortet.</p>
<p>Dass die Medien hellhörig werden, wenn die Nationalbank Devisengeschäfte der Gattin des Präsidenten als unbedenklich taxiert, entspringt einem professionellen Reflex. Wenn die Meinungen auseinandergehen, wie der Persilschein der Bank zu interpretieren sei, dann zeugt dies zuerst einmal von gelebter Meinungsvielfalt. Was die einzelnen Medien daraus machen und vor allem: wie sie das tun, steht freilich auf einem anderen Blatt.</p>
<p>Im Fall Hildebrand spielten vor allem politische Reflexe, die sich fortan als Leitmotiv durch die Berichterstattung zogen: Die NZZ am Sonntag und die Sonntagszeitung, die den Reigen am 1. Januar eröffneten, richteten den Fokus auf die Rolle von Christoph Blocher, die Weltwoche zielte erwartungsgemäss frontal auf Nationalbankpräsident Hildebrand. Obwohl entscheidende Informationen fehlten, gelangten sie alle bereits in einem frühen Stadium zu glasklaren Erkenntnissen.</p>
<p>So verkaufte es die NZZ am Sonntag als Tatsache, dass Frau Hildebrand die Inhaberin jenes Kontos sei, über das die Devisengeschäfte gelaufen waren. Das stellte sich später als falsch heraus. Die Weltwoche wiederum überspannte den Bogen, indem sie Hildebrand, gestützt auf die Aussagen einer einzigen Quelle, mit der sie nicht einmal direkten Kontakt hatte, als «Gauner» bezeichnete, «der sich illegal Vorteile erschleicht.»</p>
<p>In der Berichterstattung zur Affäre Hildebrand wurde bisweilen geschossen, ohne genau zu zielen. Eine «Atombombe», als die ein Weltwoche-Redaktor den Artikel seines Kollegen Urs Paul Engeler ankündigte, richtet nun mal grossflächigen Schaden an – und verspricht das anvisierte Zielobjekt garantiert auszulöschen. Der Schaden rührt unter anderem daher, weil man bereit war, journalistische Standards einem politischen Ziel zu opfern. Bei den wichtigen und richtigen Recherchen zu den privaten Devisengeschäften des Notenbankchefs wurden mehrfach elementare Spielregeln verletzt.</p>
<p>Nun muss es ans Aufräumen gehen. Und zuerst an eine Schadeninspektion. Das setzt jedoch ein Minimum an Einsicht in möglicherweise begangene Fehler voraus und die Bereitschaft, auch öffentlich die eigene Rolle zu reflektieren. Medien sind diese Transparenz ihrem Publikum schuldig, normalerweise im Rahmen der Berichterstattung, sonst halt post festum. Doch von Selbstkritik ist heute noch wenig zu vernehmen, obwohl die Zäsur nach dem Hildebrand-Rücktritt dafür Raum bieten würde.</p>
<p>Immerhin, und das ist eine der erfreulichen Begleiterscheinungen der intensiven Beschäftigung zahlreicher Redaktionen mit ein und demselben Thema, stand stets auch die Berichterstattung der Konkurrenz unter permanenter Beobachtung. Twitter entwickelte sich hierfür zum intensiv genutzten Diskussionskanal. Doch diese Ad-hoc-Medienkritik, wie auch die zahlreichen Artikel, die sich mit dem Medienverhalten beschäftigen, hatten stets nur die anderen im Auge. Die (Selbst)kritikfähigkeit von Medienschaffenden war noch nie besonders ausgeprägt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/11/schadeninspektion/">Schadeninspektion</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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