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	<title>sonum.fm | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Audio-Plattform sonum.fm: Jukebox mit drei exklusiven Radio-Klassikern</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/18/eine-jukebox-mit-drei-exklusiven-radio-klassikern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 07:57:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[sonum.fm]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Born]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein halbes Jahr nachdem sie Radio SRF abgesetzt hat, erklingen drei Musiksendungen seit dieser Woche wieder in alter neuer Frische: «Rock-Special», «Reggae-Special» und «Sounds!» gibt es unter neuen Namen exklusiv auf sonum.fm. Die Audio-Plattform versucht Live-Radio und Podcasts zu einem neuen Hörerlebnis zu verschmelzen. Sogar die Wochentage sind die gleichen geblieben. Am Dienstag beschallt einen <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/18/eine-jukebox-mit-drei-exklusiven-radio-klassikern/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/18/eine-jukebox-mit-drei-exklusiven-radio-klassikern/">Audio-Plattform sonum.fm: Jukebox mit drei exklusiven Radio-Klassikern</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein halbes Jahr nachdem sie Radio SRF abgesetzt hat, erklingen drei Musiksendungen seit dieser Woche wieder in alter neuer Frische: «Rock-Special», «Reggae-Special» und «Sounds!» gibt es unter neuen Namen exklusiv auf sonum.fm. Die Audio-Plattform versucht Live-Radio und Podcasts zu einem neuen Hörerlebnis zu verschmelzen.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Sonum-FM-20221117a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-100845 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Sonum-FM-20221117a.jpg" alt="" width="1464" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Sonum-FM-20221117a.jpg 1464w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Sonum-FM-20221117a-300x200.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Sonum-FM-20221117a-1024x683.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Sonum-FM-20221117a-768x512.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Sonum-FM-20221117a-728x485.jpg 728w" sizes="(max-width: 1464px) 100vw, 1464px" /></a><br />
Sogar die Wochentage sind die gleichen geblieben. Am Dienstag beschallt einen das «Peng Peng Radio» von Lukie Wyniger mit Reggae aus aller Welt und seinen Geschichten aus Jamaika. Am Mittwoch hält Dominic Dillier eine geballte Ladung Rockmusik bereit unter dem Label «Rock ist tot». Und am Donnerstag präsentieren die Radio-Urgesteine Urs Musfeld, Matthias Erb und Sabine Renz neue Popmusik abseits des Mainstreams. Ihre Sendung nennen sie «Hounds!», eine Verballhornung von «Sounds!».<br />
</p>
<p>Als Radio SRF 3 im letzten Frühling bekannt gegeben hatte, sein Abendprogramm umzugestalten und <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/18/srf-3-musik-specials-die-letzten-bastionen-sind-gefallen/">die langjährigen Musik-Specials abzuschaffen</a>, respektive in das zeitlich und inhaltlich ausgebaute «Sounds!» zu integrieren, regte sich schnell Kritik an diesem Entscheid. Doch anders als in ähnlichen Situationen blieb es im Fall der abgeschafften Musiksendungen nicht bei einer Online-Petition, die irgendwann ergebnislos im Netz versandet. Auf der <a href="https://sonum.fm/" target="_blank" rel="noopener">Audio-Plattform «sonum.fm»</a> fanden die ehemaligen SRF-Sendungsmacher eine neue Heimat. Seit dieser Woche gibt es dort (und nur dort) die alten neuen Sendungen im Wochentakt zu hören.</p>
<blockquote><p>Radiostreams und Podcasts lassen sich auf einer einzigen Plattform zu einem personalisierten Programm zusammenführen.</p></blockquote>
<p>Mit «sonum.fm» unternimmt der <a href="https://radiolab.ch/" target="_blank" rel="noopener">Basler Verein Radiolab</a> den Versuch, ein lineares und zeitversetztes Audio-Angebot in eine einzige Hörlogik zu bringen. Als eine der treibenden Kräfte dahinter wirkt <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/09/radio-muss-zu-einer-aktiven-gewohnheit-werden/">Dominik Born</a>. Bei der SRG machte er sich hauptberuflich Gedanken zur Radiozukunft, als Innovationsmanager der Industriellen Werke Basel IWB bleibt Radio, und insbesondere «sonum.fm», sein grosses Hobby. Besonders die Frage nach dem idealen Hörerlebnis bei einer schier endlosen Auswahl an Tonquellen treibt ihn um. «Egal ob Radio oder Podcast, ich will das beste aus beiden Welten», sagt Dominik Born. «sonum.fm» schafft dafür die Voraussetzungen. Radiostreams und Podcasts lassen sich auf einer einzigen Plattform zu einem personalisierten Programm zusammenführen.</p>
<p>Die Grundidee zu «sonum.fm» stammt von einem Prototypen, den Born während seiner Zeit bei der SRG entwickelt hatte: Programme und Sendungen aller SRG-Radios liessen sich auf <a href="https://web.archive.org/web/20160221062218/http://www.diy.fm/" target="_blank" rel="noopener">«diy.fm»</a> (steht für Do-it-yourself-Radio) frei kombinieren, beispielsweise das Musikprogramm von «Couleur 3» mit den deutschsprachigen Nachrichten von SRF 1. Die SRG fand für das <a href="https://www.radioszene.de/44565/diy-fm-radio-a-la-carte-mit-prix-europa-ausgezeichnet.html" target="_blank" rel="noopener">preisgekrönte Konzept</a> keine Verwendung. Für den Aufbau von «sonum.fm» kaufte Born der SRG die Rechte an seiner früheren Entwicklung ab und baute die Plattform aus.</p>
<p>Als zentrale Funktion betrachtet Born den Skip-Button. Wem die aktuelle Podcastfolge, die laufende Radiosendung oder das gespielte Musikprogramm nicht gefällt, drückt auf die Pfeil-Taste und erhält eine andere Tonquelle serviert aus dem Universum, das man zuvor selbst definiert hat. Den idealen Anwendungsfall sieht Dominik Born mit einem Smartspeaker. Mit dem einfachen Sprachbefehl «Skip!» oder «Weiter!» könne man sich durch sein Programm bewegen, ohne auf einem visuellen Interface rumdrücken zu müssen.</p>
<blockquote><p>Mit zunehmender Nutzung empfiehlt einen die Plattform weitere Tonquellen, die zum eigenen Profil passen könnten.</p></blockquote>
<p>Im Vergleich mit einer Streamingplattform wie Spotify, wo man zielgenau nach seiner geschmacklichen Vorliebe einen Podcast, eine Playlist oder eine Platte auswählt, erfordert der Einsteig bei «sonum.fm» etwas Geduld. Nach der Anmeldung auf «sonum.fm» wählt man aus, was einen alles gefällt. <a href="https://sonum.fm/library" target="_blank" rel="noopener">Zur Auswahl</a> stehen Themen und Abspielfrequenzen für Wort- und Nachrichtenformate, sowie Musikstile und Senderprofile der Radios.</p>
<p>Als exklusives Angebot stehen die drei neuen Musikpodcasts der ehemaligen SRF-Radioleute bereit. Mit zunehmender Nutzung empfiehlt einen die Plattform weitere Tonquellen, die zum eigenen Profil passen könnten. «Das geschieht zum Teil händisch oder mit einfachen Algorithmen», erklärt Born. «Aber mit Künstlicher Intelligenz hat das nichts zu tun.»</p>
<p>«Beim Onboarding müssen wir gewisse Abstriche machen», gesteht Dominik Born. «Wir bieten auch nicht von Anfang an das passende Angebot.» Was auch daher rührt, dass «sonum.fm» keinen Einblick in Social-Media-Profile verlangt, um dort persönliche Vorlieben zu erschnüffeln. Nach dem geleisteten Initialaufwand bleibt immer noch weitgehend unbekannt, was wann genau gespielt wird, wenn man «sonum.fm» aktiviert. So gesehen liegt die Plattform näher beim klassischen Radio als bei einer Mediathek oder einer Streamingplattform.</p>
<p>Bleibt schliesslich die Frage nach dem Geld. Eine Anschubfinanzierung für den Aufbau der Plattform von «sonum.fm» leisteten drei Stiftungen. Ein <a href="https://wemakeit.com/projects/soundfunding/show/comments" target="_blank" rel="noopener">Crowdfunding</a> im vergangenen Frühjahr brachte zudem gut 70&#8217;000 Franken zusammen. Dieses Geld trug dazu bei, die ehemaligen Musik-Specials und das alte «Sounds!» von Radio SRF weiterleben zu lassen. Die Sendungsmacherinnen und -macher arbeiten ehrenamtlich. Geld kostet indes die Abgeltung der Urheberrechte. Um welchen Betrag es sich handelt, den «sonum.fm» den Verwertungsgesellschaften für die rechtmässige Verwendung von Musik in den drei On-Demand-Angeboten zahlt, sagt Dominik Born nicht im Detail. Nur so viel: «Ein Hobby-Podcaster könnte es sich schlicht nicht leisten.»</p>
<blockquote><p>Bis jetzt konnte es sich nur die SRG leisten, Musiksendungen zum zeitversetzten Abruf bereitzustellen.</p></blockquote>
<p>So gesehen handelt es sich bei «Peng Peng Radio», «Rock ist tot» und «Hounds!» um eine Rarität, wenn nicht sogar um eine Premiere in der schweizerischen Audiolandschaft. Bis jetzt konnte es sich nur die grosse und gebührenfinanzierte SRG leisten, Musiksendungen wie <a href="https://www.srf.ch/audio/sounds" target="_blank" rel="noopener">«Sounds!»</a> oder <a href="https://www.srf.ch/audio/diskothek" target="_blank" rel="noopener">«Diskothek»</a> neben der Ausstrahlung im linearen Radioprogramm auch zum zeitversetzten Abruf bereitzustellen. Obwohl mit dem Medium Podcast Musikfans auf geradezu ideale Weise ihre Leidenschaft mit anderen teilen könnten, setzen die urheberrechtlichen Rahmenbedingung und die daraus entstehenden Kosten klare Grenzen.</p>
<p>Die Nachhaltigkeit dieser Pioniertat steht und fällt mit der Bereitschaft des Publikums ins Portemonnaie zu greifen und diese Form von unabhängigem Musikjournalismus regelmässig zu unterstützten. Dem ehemaligen «Reggae Special»-Moderator und neuen Macher von «Peng Peng Radio» Lukie Wyniger scheint das neue Setting zu behagen. «Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich Radio schon immer von zu Hause aus gemacht. Es ist viel entspannter so.» Das gilt auch für den Hörer, so ganz ohne Verkehrsmeldungen und Einschaltungen aus den Sportstadien.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/18/eine-jukebox-mit-drei-exklusiven-radio-klassikern/">Audio-Plattform sonum.fm: Jukebox mit drei exklusiven Radio-Klassikern</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Das Modell «Republik» soll nun auch den Radio-Journalismus retten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/17/das-modell-republik-soll-nun-auch-den-radio-journalismus-retten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 23:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[sonum.fm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>All die spezialisierten Musiksendungen haben auf SRF3 ausgesendet. Nun wechseln viele der bekannten Stimme zu einer neuen Plattform, die auf Abopreise statt Gratisinhalte setzt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/17/das-modell-republik-soll-nun-auch-den-radio-journalismus-retten/">Das Modell «Republik» soll nun auch den Radio-Journalismus retten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>All die spezialisierten Musiksendungen haben auf SRF3 ausgesendet. Nun wechseln viele der bekannten Stimme zu einer neuen Plattform, die auf Abopreise statt Gratisinhalte setzt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/17/das-modell-republik-soll-nun-auch-den-radio-journalismus-retten/">Das Modell «Republik» soll nun auch den Radio-Journalismus retten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>sonum.fm, Covid-Abstimmung, Interview-Magazin</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/27/sonum-fm-covid-abstimmung-interview-magazin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Nov 2021 10:53:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[sonum.fm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Sonum.fm» bringt die Radiozukunft Diese Woche startet der Beta-Test von «Sonum.fm». Die gemeinnützige Plattform, die der Verein Radiolab nächstes Jahr lancieren will, ermöglicht Hörer:innen das Zusammenstellen eines «handkuratierten Audioprogramms». Radiomacher:innen, gerade die unabhängigen, sollen fair entschädigt werden. Schon in der Beta-Version sind die Kombinationsmöglichkeiten unzählbar: Sie wollen die Musik vom legendären Radio Paradise mit BBC-Nachrichten <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/27/sonum-fm-covid-abstimmung-interview-magazin/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-93086" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211127b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211127b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211127b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211127b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211127b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>«Sonum.fm» bringt die Radiozukunft</h3>
<p>Diese Woche startet der Beta-Test von <a href="https://sonum.fm/" target="_blank" rel="noopener">«Sonum.fm»</a>. Die gemeinnützige Plattform, die der Verein <a href="https://radiolab.ch/" target="_blank" rel="noopener">Radiolab</a> nächstes Jahr lancieren will, ermöglicht Hörer:innen das Zusammenstellen eines «handkuratierten Audioprogramms». Radiomacher:innen, gerade die unabhängigen, sollen fair entschädigt werden.</p>
<p>Schon in der Beta-Version sind die Kombinationsmöglichkeiten unzählbar: Sie wollen die Musik vom legendären Radio Paradise mit BBC-Nachrichten und dem SRF Regionaljournal Aargau-Solothurn garnieren? Oder ein Programm aus Klimapodcasts, Literaturradio und Chansons hören? Alles möglich.</p>
<p>Das Angebot entspricht einem Bedürfnis: Wer heute Musik auf einem Streamingdienst hört, verpasst die Nachrichten. Nicht alle, die sich für die Sendungen von «SRF 2 Kultur» interessieren, interessieren sich für klassische Musik. Nicht alle, die sich für klassische Musik interessieren, interessieren sich für die Sendungen von «SRF 2 Kultur». Radiosender nehmen Hörer:innen die Entscheidung ab, was sie hören wollen – Streamingdienste wälzen diese Entscheidung auf Algorithmen ab. Doch dort werden Macher:innen schäbig entschädigt und Hörer:innen finden sich, wenn der Algorithmus mal gefüttert ist, in einem Meer aus Ähnlichem wieder. Was in der Beta-Version fehlt, aber geplant ist: Ein «Situationsfeature», das per Klick Wechsel zwischen Arbeits-, Freizeit- oder Einschlafprogramm ermöglicht.</p>
<p>Wenn selbst die öffentlich-rechtlichen Radios auf Podcasts setzen, ist die Zeit reif für gemeinnützige Radio-Collagen.</p>
<h3>Lieber mal Tee trinken</h3>
<p>Es fordert Journalist:innen viel ab, über die Pandemie und die Politisierung der Pandemie zu berichten. Anders als bei vielen Themen sind sie immer ebenfalls Betroffene. Viele machen ihre Arbeit gut. Doch gerade Journalist:innen bringen immer wieder das Argument, dass die Behörden nach knapp zwei Jahren nicht mehr von der Pandemieentwicklung überrascht sein sollten. Das stimmt. Doch der Diskurs ums Pandemiegeschehen bleibt neu. Anders als bei allen anderen Themen gab es, bevor die Politisierung (oder die politische Verzweckung) einsetzte – zirka im Mai 2020 – noch keine gefestigten Lager. Gerade mit zunehmender Pandemiemüdigkeit bleibt die Art neu, wie die Diskussion verläuft. Für alle. Zu welchem anderen Thema hat die Diskussion eine so kurze Tradition und eine so schwankende Grundlage? Vielleicht ist das ein Grund, weshalb sich Journalist:innen in diesem Thema stark exponieren, die zuvor nicht durch ein besonders anwaltschaftliches Berufsverständnis aufgefallen sind.</p>
<p>Wenn morgen die Abstimmungsresultate eintrudeln, ob der Ja-Anteil auf 55 oder 65 Prozent kommt, könnte die Polarisierung kurz innehalten: Macht eure Arbeit, wenn ihr arbeiten müsst – aber vielleicht einen Tag lang, ohne sie mit Tweets zu garnieren. Macht euch einen Tee, wenn ihr frei habt. Egal, für wie verantwortungslos ihr die Behörden, für wie gefährlich ihr Verschwörungstheoretiker:innen und neue Viren-Varianten haltet: Lieber Tee statt Liberté sollte auch heissen, dass man wirklich mal durchatmet, abschaltet und eine Tasse Tee trinkt.</p>
<h3>«Interview», why Ringier?</h3>
<p>Bei der Lektüre des eben lancierten Magazins «Interview by Ringier» fühlt man sich an einer Gala der Verlegerfamilie. Vom Cover strahlt Roger Federer. Bundesrat Alain Berset interviewt Stephan Eicher und Ex-Crédit Suisse-CEO Oswald Grübel verrät, dass «Übe dich in Bescheidenheit» eines seiner zehn Gebote ist. Dazwischen gibt es viel Hochkultur – auch Kunstsammler und Verleger Michael Ringier interviewt einen Künstler auf 20 Seiten. Alle mögen sich: Die Interviewten hätten das Projekt «mitgetragen», heisst es im Editorial. Darunter steht, das Heft sei in Partnerschaft mit Crédit Suisse, IWC Switzerland und Volvo entstanden. Auf den Volvo-Seiten interviewt ein Künstler die Volvo-Managerin Natalie Robyn; auf den IWC-Seiten interviewt eine Unternehmerin die Amazon Web Services-Managerin Yvonne Bettkober. Jener Cloud-Service, bei dem Ringier im internationalen Geschäft <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dbKdFB59YWE&#038;t=59s" rel="noopener" target="_blank">«all in» ging</a>.</p>
<p>In einem 14&#8217;000-Zeichen-Interview erzählt Alexander Karp, CEO der umstrittenen Datenanalyse-Firma Palantir, Tai Chi gehöre zu seinem Tag. Es wird dann weinerlich: Obwohl «die breite Bevölkerung» von Palantir profitiere, sei man «eine Aussenseiterfirma». Komisch, liess der Interviewer – mit «Handelszeitung»-Chefredaktor Stefan Barmettler ausnahmsweise ein Journalist – da unerwähnt, dass die Palantir-Managerin Laura Rudas im Ringier-Verwaltungsrat sitzt und die Redaktionen auf Palantir-Software setzen. An einer Gala sind halt alle leicht beschwipst. Und an einer Gala ist journalistische Integrität keine Kategorie.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/27/sonum-fm-covid-abstimmung-interview-magazin/">sonum.fm, Covid-Abstimmung, Interview-Magazin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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