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	<title>Syrien | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Romantische Bombenbilder</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/04/19/romantische-bombenbilder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2018 08:37:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Das Foto zeigt ein nächtliches Stadtpanorama in warmen Farbtönen mit einem spektakulären Lichtschweif, der weite Teile des Himmels erhellt.» So illustrierten unzählige Publikationen weltweit den Raketenangriff von USA &#038; Co. auf Syrien dieser Tage. Lorenz Meyer vom Bildblog findet das eine problematische Inszenierung von Krieg: «Während sich also in Damaskus und Homs die Menschen Sorgen um ihr Leben machen, schauen wir uns romantischen Kriegskitsch an.»</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>«Das Foto zeigt ein nächtliches Stadtpanorama in warmen Farbtönen mit einem spektakulären Lichtschweif, der weite Teile des Himmels erhellt.» So illustrierten unzählige Publikationen weltweit den Raketenangriff von USA &#038; Co. auf Syrien dieser Tage. Lorenz Meyer vom Bildblog findet das eine problematische Inszenierung von Krieg: «Während sich also in Damaskus und Homs die Menschen Sorgen um ihr Leben machen, schauen wir uns romantischen Kriegskitsch an.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/04/19/romantische-bombenbilder/">Romantische Bombenbilder</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rekonstruktion der gezielten Tötung von Reporterin Marie Colvin</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/04/10/rekonstruktion-der-gezielten-toetung-von-reporterin-marie-colvin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2018 09:01:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angehörige der Journalistin Marie Colvin strengen einen Prozess an wegen der Tötung der Reporterin in den Anfängen des Syrienkriegs 2012. Aus den beim Federal Court in Washington, D.C. eingereichten Unterlagen wird klar, dass Colvin kein zufälliges Ziel war. Vielmehr waren die Assad-Truppen hinter ihr her: «Die Dokumente liefern detaillierte und beispiellose Beweise für die Behauptung, dass Colvin absichtlich gejagt und getötet wurde, als Teil einer Politik des Assad-Regimes, Journalisten zu eliminieren.»</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Angehörige der Journalistin Marie Colvin strengen einen Prozess an wegen der Tötung der Reporterin in den Anfängen des Syrienkriegs 2012. Aus den beim Federal Court in Washington, D.C. eingereichten Unterlagen wird klar, dass Colvin kein zufälliges Ziel war. Vielmehr waren die Assad-Truppen hinter ihr her: «Die Dokumente liefern detaillierte und beispiellose Beweise für die Behauptung, dass Colvin absichtlich gejagt und getötet wurde, als Teil einer Politik des Assad-Regimes, Journalisten zu eliminieren.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/04/10/rekonstruktion-der-gezielten-toetung-von-reporterin-marie-colvin/">Rekonstruktion der gezielten Tötung von Reporterin Marie Colvin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Alles Lüge oder was? Wenn Nachrichten zur Waffe werden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/10/27/alles-luege-oder-was-wenn-nachrichten-zur-waffe-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 08:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Video erregte Anfang 2015 weltweit Aufsehen. Es zeigte wie ein etwa zwölfjähriger Junge, angeleitet von einem Kämpfer der Terrormiliz &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS), aus nächster Nähe scheinbar zwei enttarnte russische Spione erschoss. Experten des Bundesnachrichtendienstes (BND) haben den Clip nun als Inszenierung bezeichnet.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Video erregte Anfang 2015 weltweit Aufsehen. Es zeigte wie ein etwa zwölfjähriger Junge, angeleitet von einem Kämpfer der Terrormiliz &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS), aus nächster Nähe scheinbar zwei enttarnte russische Spione erschoss. Experten des Bundesnachrichtendienstes (BND) haben den Clip nun als Inszenierung bezeichnet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/27/alles-luege-oder-was-wenn-nachrichten-zur-waffe-werden/">Alles Lüge oder was? Wenn Nachrichten zur Waffe werden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Der Plan von der Abschaffung der Wahrheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/06/der-plan-von-der-abschaffung-der-wahrheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2015 09:36:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Krautreporter]]></category>
		<category><![CDATA[Eliot Higgins]]></category>
		<category><![CDATA[Bellingcat]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund um den Ukraine-Konflikt tobt die vielleicht größte Propaganda-Schlacht aller Zeiten. Das Recherche-Netzwerk Bellingcat sucht die Wahrheit, per Open Source und Social Media. Seinen Gegenspielern geht es jedoch um viel mehr als eine Lüge.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/06/der-plan-von-der-abschaffung-der-wahrheit/">Der Plan von der Abschaffung der Wahrheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rund um den Ukraine-Konflikt tobt die vielleicht größte Propaganda-Schlacht aller Zeiten. Das Recherche-Netzwerk Bellingcat sucht die Wahrheit, per Open Source und Social Media. Seinen Gegenspielern geht es jedoch um viel mehr als eine Lüge.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/06/der-plan-von-der-abschaffung-der-wahrheit/">Der Plan von der Abschaffung der Wahrheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wer so alles Charlie ist</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/11/wer-so-alles-charlie-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2015 07:02:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Jungle World]]></category>
		<category><![CDATA[Charlie Hebdo]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und so reihen sich nun in die Schlange der Kondolierenden ganz brav Hamas und Hizbollah ein, ja mit zusammengebissenen Zähnen kommen sogar so etwas wie Verurteilungen aus Teheran und Riad, auch wenn sie gespickt sind mit relativierenden «Abers».</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/11/wer-so-alles-charlie-ist/">Wer so alles Charlie ist</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und so reihen sich nun in die Schlange der Kondolierenden  ganz brav Hamas und Hizbollah ein, ja mit zusammengebissenen Zähnen kommen sogar so etwas wie Verurteilungen aus Teheran und Riad, auch wenn sie gespickt sind mit relativierenden «Abers».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/11/wer-so-alles-charlie-ist/">Wer so alles Charlie ist</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Tötungsvideos zeigen oder nicht zeigen?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/08/toetungsvideos-zeigen-oder-nicht-zeigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Sep 2014 14:39:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[IS]]></category>
		<category><![CDATA[ISIS]]></category>
		<category><![CDATA[Enthauptung]]></category>
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		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum zweiten Mal innert zwei Wochen hat die Terrorgruppe Islamischer Staat eine westliche Geisel getötet und ein Video der Hinrichtung veröffentlicht. Während die Bilder von der Enthauptung James Foleys um die Welt gingen, ist bei Steven Sotloff auf vielen Redaktionen deutliche Zurückhaltung spürbar.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum zweiten Mal innert zwei Wochen hat die Terrorgruppe Islamischer Staat eine westliche Geisel getötet und ein Video der Hinrichtung veröffentlicht. Während die Bilder von der Enthauptung James Foleys um die Welt gingen, ist bei Steven Sotloff auf vielen Redaktionen deutliche Zurückhaltung spürbar.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/08/toetungsvideos-zeigen-oder-nicht-zeigen/">Tötungsvideos zeigen oder nicht zeigen?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wie ich zum «verdammten, huren Landesverräter» wurde</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/05/26/wie-ich-zum-verdammten-huren-landesverraeter-wurde/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2014/05/26/wie-ich-zum-verdammten-huren-landesverraeter-wurde/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonio Fumagalli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2014 09:14:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Leser]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Aargauer Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was man in Online-Kommentaren an Unflat zu Gesicht kriegt, ist nur die Spitze des Müllbergs. Die übelsten Absonderungen werden schliesslich herausgefiltert. Doch der besonders erregte Wutleser greift zum Telefonhörer und beschimpft den Journalisten höchstpersönlich. Ein irritierender Moment, wie unser Kolumnist kürzlich selbst erfahren musste. Kaum war ich am vergangenen Freitag im Büro, klingelte das Telefon. <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/26/wie-ich-zum-verdammten-huren-landesverraeter-wurde/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/26/wie-ich-zum-verdammten-huren-landesverraeter-wurde/">Wie ich zum «verdammten, huren Landesverräter» wurde</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was man in Online-Kommentaren an Unflat zu Gesicht kriegt, ist nur die Spitze des Müllbergs. Die übelsten Absonderungen werden schliesslich herausgefiltert. Doch der besonders erregte Wutleser greift zum Telefonhörer und beschimpft den Journalisten höchstpersönlich. Ein irritierender Moment, wie unser Kolumnist kürzlich selbst erfahren musste.<br />
<span id="more-19819"></span><br />
Kaum war ich am vergangenen Freitag im Büro, klingelte das Telefon. Dass der Herr am anderen Ende der Leitung nicht guter Laune war, verriet schon sein Tonfall. «Jetzt muss ich Sie mal etwas fragen, Herr Fumagalli», brüllte er in den Hörer. «Haben Sie in Ihrem Leben auch schon mal gearbeitet?» Ich wusste nicht recht, ob ich lachen sollte – schliesslich hielt er ja ganz offensichtlich das Produkt meiner Arbeit in den Händen.</p>
<p>Das Produkt war in diesem Fall eine Reportage über die Al Husnis, eine achtköpfige syrische Flüchtlingsfamilie aus der Bürgerkriegshölle Homs. Sie entschlossen sich, die Heimat zu verlassen, als die Regierungstruppen dem Vater Leichenteile seiner vermeintlichen Schwester präsentierten. Über Umwege gelangten sie in die libanesische Hauptstadt Beirut und mithilfe des Roten Kreuzes schliesslich ins Bernische Schwarzenburg. Zusammen mit einer Übersetzerin habe ich sie dort besucht und <a href="http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/der-buergerkriegs-hoelle-entkommen-wir-waren-weniger-wert-als-tiere-127984181" target="_blank">ein Porträt geschrieben</a>.</p>
<p>Den älteren Herr aus Dietikon, der seine Rufnummer unterdrückte, schien es emotional ziemlich aufgewühlt zu haben. Aber nicht in der Weise, die ich erwartet hatte. «Wissen Sie, was Sie sind?», fragte er. Die Antwort lieferte er gleich selbst nach: «Ein verdammter, huren Landesverräter». Spätestens dann wusste ich, dass ich es mit einem dieser Zeitgenossen zu tun hatte, die wir unter Journis gerne als Amok betiteln. Was er mir an den Kopf warf, war so grotesk, dass ich tatsächlich etwas schmunzeln musste.</p>
<p>Doch Mister Hass hatte es nicht in erster Linie auf mich abgesehen. Die nächsten zwei Minuten fluchte er in schlicht nicht zitierbaren Worten über die Familie Al Husni, die er selbstverständlich nicht kannte und über die «Schweinerei», dass wir sie in der Schweiz «durchfüttern». Irgendwann mochte ich der Schimpftirade nicht mehr zuhören und legte auf.</p>
<p>Gibt es doch schwachsinnige Menschen, dachte ich und erzählte meinen Bürokollegen, die die Szenerie so halb miterlebt hatten, die Details des Anrufs. Ich versuchte mir den Herrn vorzustellen und irgendwie tat er mir fast ein bisschen leid. Ich tat es als Einzelfall ab &#8211; in dieser Heftigkeit ist mir dies schliesslich noch nie passiert &#8211; und liess einen Kaffee aus der Maschine.</p>
<p>Eine halbe Stunde später klingelte das Telefon erneut. Diesmal war es die Lokalredaktion aus dem Limmattal, die sich erkundigte, ob ich auch schon Anrufe von empörten Lesern erhalten habe. Bei ihnen hätten sich seit dem Morgen schon mehrere Personen gemeldet und sich in unflätiger Weise über den Artikel beklagt. Es kam mir bekannt vor.</p>
<p>Ich verstand die Welt nicht mehr. Weder hatte ich ein Plädoyer für die bedingungslose Aufnahme sämtlicher Flüchtlinge verfasst, noch die Schweizer Politik angeschwärzt &#8211; auch wenn es angesichts der katastrophalen Lage in Syrien durchaus Gründe dafür gäbe. Woher also der Hass? Klar ist Migration ein Reizthema. Aber wer sollen &#8222;echtere&#8220; Flüchtlinge sein als eine Familie aus dem zerbombten Homs, deren Haus in Schutt und Asche liegt?</p>
<p>Ich fühlte mich an meine Zeit als Redaktor bei 20 Minuten Online erinnert. Da habe ich manchen Kommentar freigeschaltet &#8211; und dabei die Illusion eines einigermassen gepflegten Umgangs zwischen den Lesern schnell verloren. Ein beträchtlicher Teil wird gar nie erst veröffentlicht. Denn was da beleidigt, geflucht und orthographisch misshandelt wird, präsentiert man dem Publikum besser nicht, will man sich nicht strafbar machen. Es gibt auch unter den freigeschalteten Kommentaren noch genügend, die die Grenzen des Anstands strapazieren.</p>
<p>Dass das Verfassen eines Online-Kommentars sowohl kinderleicht wie auch in vielen Fällen anonym erfolgt, animiert ganz offensichtlich viele User überhaupt zu einer Reaktion. Das ist ja an und für sich erfreulich und &#8211; wie es beispielsweise 20 Minuten bei vieldiskutierten Themen macht &#8211; immer wieder auch Ursprung eines Folgeartikels, der den Tenor der Leser aufnimmt. Im Idealfall nimmt die Geschichte aufgrund eines Leserhinweises gar einen ganz neuen Dreh.</p>
<p>Doch bis anhin bin ich davon ausgegangen, dass es genau die Einfachheit des Onlinekommentars ist, die eine emotionale &#8211; und oftmals grobschlächtige &#8211; Reaktion überhaupt ermöglicht. Nicht, dass der traditionelle Zeitungsleser sich nicht empören würde, aber es kostet ihn mehr Aufwand und Überwindung, das Mailprogramm zu öffnen oder gar zum Telefonhörer zu greifen, um seinen Unmut (oder auch seine Freude) zu äussern. Ein Aufwand, der auch als Filter funktioniert. In der Tendenz gilt das wohl weiterhin. Wie mir der vergangene Freitag zeigte, aber nur in der Tendenz.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/26/wie-ich-zum-verdammten-huren-landesverraeter-wurde/">Wie ich zum «verdammten, huren Landesverräter» wurde</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>«Angst hast du immer»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/08/08/angst-hast-du-immer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2012 11:05:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoreporter]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Syrische Armee]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Pelda]]></category>
		<category><![CDATA[Pascal Mora]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für den Fotojournalisten Pascal Mora gehören die Umwälzungen im arabischen Raum zum Arbeitsalltag. Er hat aus dem Bürgerkrieg in Libyen berichtet und mehrmals aus dem revolutionären Ägypten. Letzte Woche war Mora erstmals in Syrien und hat im umkämpften Aleppo gearbeitet. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE sagt der erfahrene Fotograf, weshalb es gut ist, dass er <a href="https://medienwoche.ch/2012/08/08/angst-hast-du-immer/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/08/08/angst-hast-du-immer/">«Angst hast du immer»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/08/mora_klein.jpg" class="alignleft" width="120" height="120" /> Für den Fotojournalisten Pascal Mora gehören die Umwälzungen im arabischen Raum zum Arbeitsalltag. Er hat aus dem Bürgerkrieg in Libyen berichtet und mehrmals aus dem revolutionären Ägypten. Letzte Woche war Mora erstmals in Syrien und hat im umkämpften Aleppo gearbeitet. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE sagt der erfahrene Fotograf, weshalb es gut ist, dass er in solchen Situationen Angst hat und warum es ihn immer wieder in Kriegs- und Krisengebiete zieht.<br />
<span id="more-30519"></span><br />
<strong>MEDIENWOCHE: Nach einer Woche in Aleppo bist du am Montag in die Schweiz zurückgekehrt. Aus Furcht vor der bevorstehenden Entscheidungsschlacht um die syrische Stadt?<br />
</strong>Pascal Mora: Das war einer der Gründe. Ich wusste nicht, wann und ob die Armee die Schlinge um die Stadt zuziehen wird. Man hörte, Truppen würden zusammengezogen, aber Genaueres konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Für meinen ersten Aufenthalt in Syrien war diese eine Woche gerade gut. Aber ich werde, wenn möglich, bald zurückkehren.</p>
<p><strong>Bisher wurden noch keine Bilder von dir in Schweizer Medien veröffentlicht, dafür ein langer <a href="http://www.blick.ch/news/ausland/sterben-um-zu-leben-id1987404.html" target="_blank">Reportagetext</a> im Sonntagsblick. Wieso das?</strong><br />
Es gibt derzeit nur wenige Journalisten, die aus dem Bürgerkriegsgebiet in Syrien berichten. Das bot mir die Gelegenheit, auch mal einen Text anzubieten. Ich führte die ganze Zeit Tagebuch und hatte so das Rohmaterial für eine Reportage bereits beisammen. Als ich dann Zeit zum schreiben fand, hatte ich meinen Computer aus logistischen Gründen nicht dabei. So blieb mir nichts anderes übrig, als den ganzen Artikel auf dem iPhone zu tippen. Das geht. Aber nur zur Not.</p>
<p><strong>Weshalb hast du dich nach Aleppo aufgemacht?</strong><br />
Vor drei Wochen fragte mich Kurt Pelda, ob ich mitkommen wolle, wenn er das nächste Mal nach Syrien reise. Diese Chance liess ich mir nicht entgehen. Kurt kannte bereits Leute in Syrien von seinem Aufenthalt her im April.</p>
<p><strong>Ein spontaner Entscheid?</strong><br />
Nicht ganz. Syrien stand schon länger auf meinem Radar. Innerhalb einer Woche war ich reisebereit. Logistisch stellen Reportagereisen in Kriegs- und Krisengebiete inzwischen keine grosse Herausforderung mehr dar. Mein Material steht griffbereit. Eine Weste gegen Splitter und Kugeln hatte ich bereits. Auch der administrative Aufwand hält sich in Grenzen: Ein Flugticket in die Türkei ist alles, was es braucht. Das Visum für Syrien kannst du dir schenken.</p>
<p><strong>Weshalb gerade Syrien?</strong><br />
Seit ich über die Umwälzungen in Ägypten und Libyen als Fotojournalist berichtet hatte, war für mich klar, dass ich auch in Syrien fotografieren würde. Mir war aber auch bewusst, dass es gefährlicher sein würde als etwa in Libyen. Denn für die sichere Einreise gibt es keinen von den Rebellen vollständig kontrollierten Korridor, die Situation kann von Tag zu Tag ändern. Du musst dich deshalb reinschmuggeln lassen. Und anders als in Libyen sind auch die Fronten nicht so klar auszumachen.</p>
<p><strong>In Syrien warst du auf die Dienste der Freien Syrischen Armee angewiesen: Die Rebellen haben dir bei der Einreise geholfen, dich beherbergt und vor Gefahrensituationen bewahrt. Wie konntest du sicher sein, dass das stimmt, was sie dir zeigen und erzählen?</strong><br />
Als Fotograf kann ich nur beschreiben oder abbilden, was ich sehe. Die Rebellen könnten dir natürlich irgendwelche Tote zeigen und eine Geschichte dazu erzählen. Mir fehlt da zum Teil schon noch das Gespür, um jede Situation absolut sicher einordnen zu können. Vor Ort ist es schwierig die Informationen zu verifizieren, ausser es schlägt gerade eine Bombe ein. Dann ist sofort klar, worum es geht.</p>
<p><strong>Du hast also als eingebetteter Reporter in Syrien gearbeitet.</strong><br />
Ich mag diesen Begriff nicht. Aber klar: Wenn man so will, war ich eingebetteter Fotograf bei der Freien Syrischen Armee. Komplett unabhängig zu berichten, ist eine Fiktion. Du bist immer auf den Goodwill einer Partei angewiesen. Was wäre die Alternative gewesen? Ich hätte in Damaskus ein Journalistenvisum beantragen können, um dann die ganze Zeit einen Aufpasser neben mir zu haben – wenn ich überhaupt akkreditiert worden wäre. Die Regierung gibt dir die Möglichkeit nicht, frei zu berichten. Die Rebellen sind zwar auch Partei, behindern die Medienarbeit aber weniger, weil sie die Öffentlichkeit suchen.</p>
<p><strong>Wo liegen für dich die Grenzen bei der Abbildung von Kriegshandlungen?</strong><br />
In Syrien habe ich auch Tote fotografiert. Krieg ist Mord und Totschlag. Eine Reportage aus einem Kriegsgebiet ohne Gewaltdarstellung wäre etwas sonderbar. Es verträgt eine gewisse Dosis, aber der Kontext muss stimmen. In Aleppo habe ich aber auch den Alltag fotografiert, den Markt, die Leute auf den Strassen. Es ist ja nicht so, dass in einem Krieg dauernd und überall gekämpft und geschossen wird. In ganzen Regionen und Quartieren herrscht vordergründig Normalität. Das den Redaktionen zu vermitteln, die von dir Kriegsbilder erwarten, ist nicht immer ganz einfach.</p>
<p><strong>Konntest du dich in Aleppo frei bewegen?</strong><br />
Ich war nur einmal alleine unterwegs in der Stadt. Dabei wurde mir aber schnell mulmig. Ohne Ortskenntnis ist das auch fahrlässig und gefährlich. In dem Haus, wo wir untergebracht waren, schaute man gut zu uns. Ausserdem geht es manchmal nicht anders, als deinen Kontaktleuten einfach blind zu vertrauen.</p>
<p><strong>Hast du bei der Arbeit in Syrien auch Angst gehabt?</strong><br />
Angst hast du in solchen Situationen immer. Diese Angst ist aber nicht vergleichbar mit dem Gefühl, wenn man in unmittelbarer Gefahr steckt. Es ist eher eine Grundstimmung. Aber das ist gut und muss auch so sein. Denn ohne Angst wird man naiv und geht zu weit. Die Angst leitet dich auch.</p>
<p><strong>Wie gut kennst du Syrien?</strong><br />
Nicht wirklich gut. Ich kenne die Geografie des Landes und habe mich mit der Geschichte auseinandergesetzt. Aber ansonsten war ich froh, mich auf Kurt Pelda verlassen zu können, der das Land von früheren Aufenthalten her kannte.</p>
<p><strong>Spricht du Arabisch?</strong><br />
Nur ein kleines bisschen. Aber das macht schon viel aus, wenn du ein paar Sätze kennst und sagen kannst, wer du bist und was du machst. Ausserdem sprechen viele Syrer besser englisch, als ich Arabisch kann. Die Verständigung war nie wirklich ein Problem.</p>
<p><strong>Weshalb zieht es dich immer wieder in Kriegs- und Krisengebiete?</strong><br />
Für mich gibt es zwei Gründe. Einerseits sehe ich eine Notwendigkeit von uns Journalisten und Fotografen über den Krieg in Syrien zu berichten. Zu Beginn des Konflikts, als es praktisch unmöglich war, in das Land reinzukommen und nur wenige Informationen aus dem Land drangen, hat man gesehen, wohin das führt: Das Regime konnte sozusagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit morden. Ich finde es wichtig, dass professionell über Konflikte, wie jener in Syrien, berichtet wird. Mittlerweile ist das Problem ist ja nicht mehr, dass es zu wenig Bilder gibt. Im Gegenteil: Youtube ist voll mit Propagandavideos der Kriegsparteien. Als Fotojournalist, der keine Interessen vertritt in diesem Konflikt, versuche ich ein unabhängiges Bild zu zeigen. Zum anderen ist es der Kontrast zu meinem Leben in der Schweiz, der mich fasziniert. Du lernst deine Privilegien dann am meisten schätzen, wenn du einfach so gehen kannst. Als ich an der türkisch-syrischen Grenze den Stacheldraht zur Türkei passierte zusammen mit Frauen und Kindern aus Syrien, wurde mir das ziemlich stark bewusst: Ich kann einfach gehen und mich ins nächste Flugzeug nach Zürich setzen, sie aber müssen flüchten und ihre Heimat verlassen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/08/08/angst-hast-du-immer/">«Angst hast du immer»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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