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	<title>tsüri.ch | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 16 Apr 2022 08:44:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Fokusmonat, Publikumsbefragung, Auslegeordnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/16/fokusmonat-publikumsbefragung-auslegeordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Apr 2022 08:13:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Ständerat]]></category>
		<category><![CDATA[Bakom]]></category>
		<category><![CDATA[tsüri.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Publikumsbefragung]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Über den Journalismus reden «Wir wollen die Debatte neu lancieren und zudem einem Publikum zugänglich machen, das sich nicht täglich mit den Medien rumschlägt. Sprich: Wir wollen aus der Branche raus und unsere Zielgruppe mitnehmen» – so beschreibt Chefredaktor und Geschäftsführer Simon Jacoby gegenüber der MEDIENWOCHE das Ziel des «Fokusmonats Journalismus» von <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/16/fokusmonat-publikumsbefragung-auslegeordnung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-96541" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Über den Journalismus reden</h3>
<p>«Wir wollen die Debatte neu lancieren und zudem einem Publikum zugänglich machen, das sich nicht täglich mit den Medien rumschlägt. Sprich: Wir wollen aus der Branche raus und unsere Zielgruppe mitnehmen» – so beschreibt Chefredaktor und Geschäftsführer Simon Jacoby gegenüber der MEDIENWOCHE das Ziel des <a href="https://tsri.ch/journalismus" rel="noopener" target="_blank">«Fokusmonats Journalismus»</a> von «Tsüri.ch». Bis Anfang Mai finden noch mehrere öffentliche Veranstaltungen statt.</p>
<p>Natürlich bildet die Ablehnung des Medienpakets in der Volksabstimmung Mitte Februar den Hintergrund. Auch «Tsüri.ch» hätte als Onlinemedium mit Member-Modell von der zusätzlichen Medienförderung profitieren können. Doch es geht im «Fokusmonat» nicht um «Tsüri.ch», sondern um den Journalismus. Nächste Woche geht es um «Klimajournalismus und die Grenze zum Aktivismus», später dann um Gleichstellung beziehungsweise Integration im Journalismus.</p>
<p>Zum Auftakt fand letzten Dienstag eine <a href="https://youtu.be/mfw8Wb_GEF4" rel="noopener" target="_blank">«Pitch-Night»</a> statt. Sieben Personen hatten je sieben Minuten Zeit, aus ihrer Sicht über den Journalismus und die Situation der Medien zu sprechen. Vertreten waren die Medienwissenschaft, «20 Minuten», Somedia, der Presserat, NetzCourage, Syndicom und Junge Journalist*innen Schweiz (JJS). Und JJS-Vertreter Simon Schaffer sagte es am markantesten: «Es ist nicht der Job, der Journalismus, der scheisse ist, es sind die Arbeitsbedingungen und die Aussichten.»</p>
<p>Die Referent*innen haben an diesem Abend den Journalismus weder neu erfunden noch gerettet – aber sie haben einen Einblick in die Situation geboten – verständlich, vielfältig, und erst noch in angenehmer Kürze. Vielleicht hätte die «Pitch-Night» vor der Abstimmung durch die Schweiz touren sollen.<br />
</p>
<h3>The Bad – Unterhaltung statt Information</h3>
<p>2020, am Anfang der Pandemie, stieg die Mediennutzung, mehr Leute informierten sich bei professionellen Medien. Es gab eine leise Hoffnung, dass Informationsmedien durch ihre Leistungen in dieser Zeit auch mittel- oder gar längerfristig mehr Aufmerksamkeit und Nutzung gewinnen könnten.</p>
<p>Leider kam es anders. Darauf weist die am 7. April erschienene Studie <a href="https://www.bakom.admin.ch/dam/bakom/de/dokumente/bakom/elektronische_medien/Zahlen%20und%20Fakten/Studien/publikumsbefragung-2021.pdf.download.pdf/Publikumsbefragung_2021.pdf" rel="noopener" target="_blank">«Publikumsbefragung elektronische Medien 2021»</a> hin. Diese Befragung gibt das BAKOM jährlich in Auftrag, um herauszufinden, was das Schweizer Medienpublikum von der Leistung der privaten und der öffentlichen Radio- und Fernsehprogramme hält.</p>
<p>Positiv am Fazit der Studie für 2021 ist, dass die Medienbewertungen «auf hohem Niveau stabil» und die Zufriedenheitswerte «hoch» sind. Aber: Nutzung und Nutzungsprioritäten von Informationsmedien haben verglichen mit dem Vorjahr abgenommen. Es sei, so die Studie, eine «gewisse Informationsmüdigkeit» festzustellen.</p>
<p>Das ist ein Stück weit verständlich. Doch die Veränderung reicht weiter: Nicht nur im Vergleich zu 2020 wurden viel häufiger «reine Unterhaltungsziele» als Grund für das Einschalten von Radio und Fernsehen angegeben, sondern auch im Vergleich zu 2019, also zur Vor-Pandemie-Zeit. Schlechte News für den Informationsjournalismus.</p>

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<h3>The Ugly – Auf die lange Bank geschoben</h3>
<p>Der Präsident entschied die Abstimmung mittels <a href="https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-kvf-s-2022-04-12.aspx" rel="noopener" target="_blank">Stichentscheid</a>: Mit dem «Nein» von Hans Wicki (Nidwalden/FDP) erteilte die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Ständerats am Dienstag ihrer nationalrätlichen Schwesterkommission äusserst knapp eine Abfuhr.</p>
<p>Diese wollte nach der Abstimmungs-Niederlage des Medienpakets die in der parlamentarischen Debatte unbestrittenen Teile <a href="https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-kvf-n-2022-04-05.aspx" rel="noopener" target="_blank">rasch in Kraft setzen</a>, etwa die Finanzierung von Aus- und Weiterbildung, Nachrichtenagenturen oder Presserat.</p>
<p>So kurz nach der Abstimmung sprächen «staatspolitische Gründe» dagegen, Teile des Medienpakets zu realisieren, fand jedoch die ständerätliche KVF. Und es solle der Bericht zu einem Postulat der grünliberalen Nationalrätin Katja Christ abgewartet werden – danach solle eine grössere «Auslegeordnung» stattfinden.</p>
<p>Christs Postulat fordert etwa, dass der Bundesrat in einem Bericht darlegt, welche Modelle der staatlichen Medienförderung die Schweizer Medien «nachhaltig in die Zukunft» führen, und dass dieser dabei «ganz unterschiedliche Modelle» prüft, dem aktuellen Modell gegenüberstellt sowie Vor- und Nachteile aufzeigt. Das kann dauern.</p>
<p>Während also etwa der Presserat abklärt, welche Dienstleistung dieser «angesichts der derzeitigen finanziellen Lage noch anzubieten vermag», wartet die Mehrheit der ständerätlichen Medienkommission auf eine gutschweizerische «Auslegeordnung». Nume nid gschprängt. Vielleicht sollte sie sich an einen Bach setzen, Tee trinken und schauen, was in der Zwischenzeit so alles bachab geht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/16/fokusmonat-publikumsbefragung-auslegeordnung/">Fokusmonat, Publikumsbefragung, Auslegeordnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Tsüri.ch, No Billag 2, Weltwoche</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/05/tsueri-ch-no-billag-2-weltwoche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Mar 2022 09:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[tsüri.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Gebührenhalbierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Stabiles Stadtmagazin Am Montag wurde bekannt, dass das Zürcher Stadtmagazin «tsüri.ch» 2021 erstmals schwarze Zahlen geschrieben hat. Sieben Jahre nach dem Start ist erstmals mehr Geld reingekommen als rausgegangen. «Es ist ein gutes Zeichen, dass unsere Idee stimmt und die Strategie funktioniert», sagt Chefredaktor und Verleger Simon Jacoby (Bild) gegenüber der MEDIENWOCHE. <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/05/tsueri-ch-no-billag-2-weltwoche/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220305b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-95346" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220305b-300x101.jpg" alt="" width="300" height="101" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220305b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220305b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220305b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220305b.jpg 1456w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h3>The Good – Stabiles Stadtmagazin</h3>
<p>Am Montag wurde bekannt, dass das <a href="https://tsri.ch/" target="_blank" rel="noopener">Zürcher Stadtmagazin «tsüri.ch»</a> 2021 erstmals schwarze Zahlen geschrieben hat. Sieben Jahre nach dem Start ist erstmals mehr Geld reingekommen als rausgegangen. «Es ist ein gutes Zeichen, dass unsere Idee stimmt und die Strategie funktioniert», sagt Chefredaktor und Verleger Simon Jacoby (Bild) gegenüber der MEDIENWOCHE. Im Jahr 2020 betrug das Minus – ohne jegliche Hilfsgelder – bereits bloss noch 11’000 Franken. Dank stabil um die 1500 zahlenden Community-Mitglieder, mehr Veranstaltungen und einem neuen Förderverein, der Zugang zu gewissen Stiftungsfinanzierungen ermöglicht hat, landete «tsüri.ch» nun erstmals im grünen Bereich. Doch für Euphorie ist es laut Jacoby zu früh: «Es ist eine Momentaufnahme. Wir müssen das Ergebnis wiederholen.» Zudem sind auch die bescheidenen Löhne von 4000 Franken brutto Teil der Rechnung.</p>
<p>«Jedes Jahr verschwinden fünf Zeitungen und es entstehen keine fünf neuen», sagt Jacoby, der auch Co-Präsident des Verbands «Medien mit Zukunft» ist. Das Ergebnis mache keine Hoffnung für die ganze Branche. «Es macht aber Hoffnung für ähnliche Projekte: Onlinemedien ohne grossen Verlag oder Mäzen:innen im Hintergrund, die sich dem Lokaljournalismus verschreiben.» Ein gutes Omen also für die <a href="https://mailchi.mp/1ed28a88b2d9/bald-legen-wir-los-projektnewsletter-16?e=7c0471e9ee" target="_blank" rel="noopener">«Hauptstadt»</a>, die am Montag in Bern loslegt.</p>
<h3>The Bad – Mediensupport für SVP-Forderung</h3>
<p>Am Dienstag präsentierten fünf Männer aus SVP und FDP eine <a href="https://srg-initiative.ch/" target="_blank" rel="noopener">Volksinitiative</a>, welche die Medienabgabe rigoros kürzen will. Man könnte nun die fatalen Folgen schildern, die eine Annahme für die SRG hätte – doch bis zum Abstimmungskampf ist es noch lange hin.</p>
<p>Vor über 15 Jahren <a href="https://www.svp.ch/news/artikel/medienmitteilungen/svp-fordert-halbierung-der-srg-gebuehren/" target="_blank" rel="noopener">forderte die SVP erstmals</a> die Halbierung der Billag-Gebühren, wie sie damals noch hiessen. Ihre Politiker:innen wiederholten die Forderung seither fleissig. Spätestens seit dem Abstimmungskampf zur «No Billag»-Initiative vor vier Jahren kam in jedem Interview mit SRG-Vertreter:innen die Frage «Und was ist mit der Halbierungsinitiative?» Die SVP sollte sich bei all diesen Interviewer:innen und Kommentator:innen bedanken: Noch nie verschafften Journalist:innen einer Initiative so viel Öffentlichkeit, bevor eine einzige Unterschrift gesammelt war. Und anscheinend hat das stetige Drohen – trotz mehr als 70 Prozent Nein-Stimmen zu «No Billag» – bereits Wirkung gezeigt.</p>
<p>2006 rechnete die SVP Schweiz: «1980 kosteten die Empfangsgebühren noch 207 Franken im Jahr, 2007 schliesslich 462 Franken. Würde man seit 1980 nur die Teuerung aufrechnen, müssten die Radio-/TV-Gebühren heute bei 360 Franken liegen.» Die Teuerung ging weiter. Trotzdem kostet die Medienabgabe heute nur 335 Franken pro Haushalt.</p>
<h3>The Ugly – Der Krieg ist, was ich meine</h3>
<p>Die «Weltwoche» hat bemerkt, dass sich eine Nachrichtenmagazin bei einem Angriffskrieg nicht auf Bewunderung für den <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/putin-der-missverstandene-und-die-missverstandenen-putin-versteher-wie-die-weltwoche-im-ukrainekrieg-taumelt-ld.1672161" target="_blank" rel="noopener">maskulinen Stil des Invasors</a> beschränken kann. In der aktuellen Ausgabe gelingt es ihr, gleichzeitig Neutralität zu fordern und rhetorisch zu eskalieren: «Wie Lokomotiven in dunkler Nacht rasen die Mächte aufeinander zu» – das tönt, als wäre es expressionistische Lyrik zum Ersten Weltkrieg. Köppel startet mit dem Vergleich zur Kubakrise 1962 und bringt auch noch Pearl Harbor mit rein. Weiter schreibt er: «Auslandschef Urs Gehriger widerspricht dem Chefredaktor, also mir, unter dem Titel ‹Sorry, Roger, du liegst falsch›. Möge das bessere Argument gewinnen!» Gehriger dann: «Ich sehe die Sache ganz anders.»</p>
<p>Der Lead von Peter Bodenmanns Kolumne verbindet Ich und Wir: «Die meisten von uns – auch ich – haben sich in Putin getäuscht.» Köppel und Mörgeli beschwören ein schweizerisches «Wir». Der «Weltwoche» geht es beim Krieg in der Ukraine kaum um die Menschen in der Ukraine.</p>
<p>Mit Kurt Pelda schickte die «Weltwoche» einen Korrespondenten in die Ukraine. Am Donnerstagabend sagte Pelda im <a href="https://www.srf.ch/audio/news-plus/der-social-media-krieg-aus-sicht-der-ukraine?id=12152976" target="_blank" rel="noopener">Interview mit Radio SRF</a> mehr Relevantes über die Situation, als im ersten Text für seinen Arbeitgeber: In «Meine abenteuerliche Reise nach Kiew» erzählt er das Abenteuer und gegen Ende hin noch einiges zu Waffensystemen und Taktik. Auf der folgenden Seite suhlt sich Michael Bahnerth in Weltschmerz. Es gebe «keine Liebe ohne Schmerz, keine Welten ohne Welt, keinen Frieden ohne Krieg». Das einzige, was «uns» bleibt, sei das «Finden einer Balance zwischen der Leichtigkeit und der Schwere der Welt und des eigenen Ichs». Ich, ich, ich. Wir, wir, wir.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/05/tsueri-ch-no-billag-2-weltwoche/">Tsüri.ch, No Billag 2, Weltwoche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die NZZ erhält 495’331 CHF von der Stadt Zürich – und bleibt unabhängig</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/19/die-nzz-erhaelt-495331-chf-von-der-stadt-und-bleibt-unabhaengig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2021 08:03:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Stadion]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>
		<category><![CDATA[tsüri.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt Zürich]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welche Zürcher Lokalzeitung erhält von der Stadt Zürich die grössten Geldbeträge? Während NZZ und Tagesanzeiger keine Auskunft geben, liefern die Departemente die Zahlen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/19/die-nzz-erhaelt-495331-chf-von-der-stadt-und-bleibt-unabhaengig/">Die NZZ erhält 495’331 CHF von der Stadt Zürich – und bleibt unabhängig</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Zürcher Lokalzeitung erhält von der Stadt Zürich die grössten Geldbeträge? Während NZZ und Tagesanzeiger keine Auskunft geben, liefern die Departemente die Zahlen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/19/die-nzz-erhaelt-495331-chf-von-der-stadt-und-bleibt-unabhaengig/">Die NZZ erhält 495’331 CHF von der Stadt Zürich – und bleibt unabhängig</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weil wir Stadtgeschichten lieben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/10/25/weil-wir-stadtgeschichten-lieben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tuğba Ayaz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2018 12:52:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[tsüri.ch]]></category>
		<category><![CDATA[hello zurich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=62639</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die beiden Zürcher Online-Magazine «Hello Zurich» und «Tsüri» starteten beide als befristete Experimente. Doch es gibt sie bis heute und sie wachsen stetig. Finanziell sind sie aber noch nicht selbsttragend. Bei allen Unterschieden, verbindet sie ein Punkt: Beide brennen für eine Stadt und ihre Geschichten. Sieht so der neue Lokaljournalismus aus? Simon Jacoby schrieb und <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/25/weil-wir-stadtgeschichten-lieben/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/25/weil-wir-stadtgeschichten-lieben/">Weil wir Stadtgeschichten lieben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die beiden Zürcher Online-Magazine <a href="https://www.hellozurich.ch/de" rel="noopener" target="_blank">«Hello Zurich»</a> und <a href="https://tsri.ch/zh/" rel="noopener" target="_blank">«Tsüri»</a> starteten beide als befristete Experimente. Doch es gibt sie bis heute und sie wachsen stetig. Finanziell sind sie aber noch nicht selbsttragend. Bei allen Unterschieden, verbindet sie ein Punkt: Beide brennen für eine Stadt und ihre Geschichten. Sieht so der neue Lokaljournalismus aus?</strong><br />
<img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/10/MW-hello-tsueri_20181010a-print.jpg" alt="" width="1680" height="1126" class="alignnone size-full wp-image-62640" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/10/MW-hello-tsueri_20181010a-print.jpg 1680w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/10/MW-hello-tsueri_20181010a-print-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/10/MW-hello-tsueri_20181010a-print-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/10/MW-hello-tsueri_20181010a-print-1024x687.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/10/MW-hello-tsueri_20181010a-print-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1680px) 100vw, 1680px" /><br />
Simon Jacoby schrieb und schrieb und schrieb in den Vorlesungen. Aber nicht etwa zum Referat der Professorin. Er sinnierte über Zürichs ungeschriebene Geschichten. Inspiriert hatte ihn Constantin Seibts «Skizze einer Hauptstadtzeitung» auf dem Blog «Deadline». Seibt listet diverse Szenen einer Stadt auf – etwa Kunst, Party, Sport, Gesundheit –, über die ein Lokalmedium berichten sollte. Weil: «Hier sitzt unser Publikum. Hier lebt, hier leidet, hier plant, hier kämpft es. Und deshalb muss eine städtische Zeitung ihr Kerngeschäft nach ihrer Leserschaft organisieren», schreibt Seibt. Wie wahr!, dachte Simon.</p>
<p>Nach einem Praktikum bei «Watson» hatte <a href="https://tsri.ch/simon-jacoby/" rel="noopener" target="_blank">Simon Jacoby</a> den Online-Journalismus für sich entdeckt. Er wollte die Möglichkeiten unterschiedlicher Formate ausschöpfen. Und über Stadtpolitiker, Musikerinnen oder Rentner in Zürich schreiben. Eins, zwei, los! Simon erzählte einem guten Freund davon. Die beiden trommelten junge Medienschaffende zusammen. Bastelten eine Website. Am 18. Januar 2015 ging «Tsüri.ch» online. Ohne Rechtsform, ohne Strategie. Im ersten Monat hofften sie auf 1000 Besucher der Website. 25&#8217;000 kamen. Ihre Geschichten schlugen ein. Etwa über einen palästinensischen Imbiss als Politikum an der Langstrasse, oder über eine Freikirche, die konservative Werte in Popkultur verpackt. So sass Simon schreibend in den Vorlesungen. Das Studium in Kulturpublizistik brach er daraufhin ab. Seine Zeit gehörte fortan «Tsüri». Er erinnert sich heute, mit 29: «So beflügelt wir auch waren, Zweifel kamen schnell. Überleben in einer Branche, die kollabiert? Zum Teufel!, sagten wir.»</p>
<p>Bummelt Christian Schiller durch das Niederdorf, denkt er an seine Jugend: Abhängen in den Lokalen. Mein «Dörfli» hat sich verändert, dachte er immer wieder Anfang 2017. Nur noch wenige alteingesessene Geschäfte können sich halten. Aber wie? Ihre Geschichten müsste man erzählen. Vom Journalismus zu leben, hatte er abgeschrieben als er mit 32 Vater wurde. Nach dem Journalistik-Studium verdiente er weniger als nach der einstigen Banklehre. Er wechselte in die Kommunikation. Heute, mit 39, führt er <a href="https://www.schiller-kommunikation.ch/" rel="noopener" target="_blank">seine PR-Agentur</a>. Das Blog über das «Dörfli» sollte ein Herzensprojekt werden. Eine Nebenbeschäftigung.</p>
<blockquote><p>«Wir wollen Zürcherinnen aus der Alltagsblase locken, Touristen und Zugezogenen Zürich näher bringen»<br />
<small>Christian Schiller, «Hello Zurich»</small></p></blockquote>
<p>Als «Hello Zurich» am 1. September 2017 startete, hatte Christian wie die Tsüri-Crew nichts als Geschichten im Kopf. Auch sie kamen an. Mit ehemaligen Kollegen porträtierte er jahrzehntealte Geschäfte im Zürcher Niederdorf. Im ersten Monat verzeichnete «Hello Zurich» 13&#8217;920 Besucher. Christian sagte sich: Geschichten aus der ganzen der Stadt sollten wir erzählen. So entwickelte sich das Magazin zu einem Stadtführer in Deutsch und Englisch. «Wir wollen Zürcherinnen aus der Alltagsblase locken, Touristen und Zugezogenen Zürich näher bringen», sagt Christian. Wir sitzen in einem kleinen Büro in einem Altbau hinter dem Schauspielhaus. Viel Licht, Designmöbel, alles an seinem Platz. Hier schreiben und produzieren seine Kollegin Eva Hediger und er für das Magazin. Bespielen die Sozialen Medien und betreuen freie Mitarbeitende, die einen Drittel des Inhalts liefern. Beide mit einem Pensum von 60 Prozent. Pro Woche erscheinen zwei bis fünf Artikel, etwa jüngst ein Porträt über einen Glace-Verkäufer am See oder einen Flohmarkt im Kreis 4. «Die Beiträge leisten auch Service. Im Fokus sind aber die Köpfe hinter einem Geschäft oder Lokal.» Das ist ihre Nische. Solche Geschichten finden sich auch in den Regionalmedien, sie sind für «Hello Zurich» aber keine Konkurrenz. Das Online-Magazin bietet keinen Polit-Journalismus oder Nachrichten. Auch in «Tsüri» sieht «Hello Zurich» keine Konkurrenz, der Fokus der beiden ist zu unterschiedlich, als dass sie aufeinander schielen müssten. Sie würdigen zwar ihre Arbeit gegenseitig. Bis auf eine flüchtige Bekanntschaft zwischen Simon und Christian besteht aber kein Austausch.</p>
<p>«Tsüri» setzt auf Hintergründe zu aktuellen Themen wie Digitalisierung, Drogenpolitik, Stadtentwicklung oder Food Waste. Für sie zählt Haltung. Der Inhalt ist entscheidend, weniger die Schreibkunst. Doch erbringt auch Tsüri Service etwa mit einem Veranstaltungskalender oder Serien wie zum besten Pizzalokal der Stadt. Tsüri will die Zürich erreichen. Darum besteht die «Tsüri»-Crew «aus Jungen, Alten, Partygängern, Stubenhockern, Stylern, Hippies», wie das Magazin schreibt. «Wir müssen so divers wie unser Publikum sein, um Lebenswelten abzubilden», sagt Simon. Deshalb wollen sie auch mit ihrer Leserschaft diskutieren, nachdenken, «mit der Stadt verschmelzen». Über diverse digitale Kanäle und im Gespräch. «So bekommen wir ein Gespür für Themen, die an Regionalmedien vorbeigehen.» Wir sitzen in der Lounge beim Eingang eines Bürogebäudes im Kreis 5. In diesem Neubau arbeitet die «Tsüri»-Redaktion mit anderen Kreativen etwa einer Kommunikationsagentur, dessen Geschäftsleiter auch im Verwaltungsrat der Tsüri-AG sitzt. Plötzlich erklingt aus der Redaktion oben ein Hupen. «Wir haben einen neuen Member! Dann wird gehupt», erklärt Simon.</p>
<blockquote><p>«Journalismus muss künftig interaktiv sein. Lese ich einen Text, bleibt bedeutend weniger hängen, als wenn ich zu einem Thema recherchiere.»<br />
<small>Simon Jacoby, Tsüri</small></p></blockquote>
<p>«Tsüri» will Themen setzen und so in der Stadt zu Debatten anregen. Und sie moderieren. Mit dieser Vision lancierte das Magazin letzten Sommer ein Projekt zu «Civic Media», Simon nennt es «Journalismus zum mitmachen». Zum Thema «Smart City» fanden einen Monat lang sieben Veranstaltungen statt. Den Auftakt machte die sogenannte Pitch-Night. Fachpersonen aus Bereichen wie Mobilität, Architektur oder Bauunternehmen erläuterten ihr Vision einer intelligenten Stadt. In einem Workshop etwa konnte jeder Ideen zur politischen Partizipation im digitalen Zeitalter einbringen, mit einer digitalen Schnitzeljagd durch Zürich. «Journalismus muss künftig interaktiv sein. Lese ich einen Text, bleibt bedeutend weniger hängen, als wenn ich zu einem Thema recherchiere», sagt Simon. «Leistet das Publikum Denkarbeit wie bei einer Recherche, bleibt einen mehr. Fundiertes Wissen prägt öffentliche Debatten.»</p>
<p>Klingt alles nach dem Idealismus, ohne den es heute keinen guten Journalismus mehr gäbe. Rechnungen lassen sich damit aber keine zahlen. Wie finanzieren sich die beiden Magazine? «Hello Zurich» startete mit zinslosen Darlehen von Freunden und eigenem Kapital. Nun versuchen sie das erste Jahr zu refinanzieren. Seit September können Supporter monatlich mit 50 oder Member mit 5 Franken das Magazin unterstützen. Die Bilanz nach einem Monat: 115 Member (Privatpersonen) und 14 Supporter (Firmen). Die Aktion läuft ohne Wirbel, «weil wir herausfinden wollen, wie es ankommt.» Christian wirkt entspannt. «Keine grossen Summen sind im Spiel. Hello Zurich ist ein Liebhaberprojekt.» Member und Supporter können unterschiedliche Kanäle als Werbeplattform nutzen. In einer Rubrik können Member auf private Websites verlinken. Supporter ihr Firmenlogo platzieren, oder in den Sozialen Medien oder im Newsletter ihr Unternehmen präsentieren. «Hello Zurich» sagt, sie seien werbefrei. Warum dann diese Werbeform? «Die Inhalte von Supportern und Membern sind deutlich von redaktionellen Beiträgen getrennt», sagt Christian. «Wir setzen keine Themen nach lukrativen Werbeeinnahmen.» Die Unabhängigkeit sieht er durch die Werbetätigkeit der Mitglieder nicht eingeschränkt: «Wir sind eine Einzelfirma. Ohne Verlag im Rücken. Wir entscheiden über die Inhalte.» Einige Unternehmen fragen «Hello Zurich» um Kooperationen an. Christian will aber erst Partner an Board holen, die wirklich passen. Das Magazin will 2020 selbsttragend sein.</p>
<p>Bei «Tsüri» zahlte das Team anfangs mit freier Arbeitszeit. Andere Jobs besorgten das Geld. Das Projekt war auf zwei Jahre angesetzt. Mit einer Spende von 6000 Franken der Basler Stiftung für Medienvielfalt deckten sie erste Ausgaben. Im Herbst 2016 warb «Tsüri» bei einem Crowdfunding um zahlende Mitglieder. Als «Tsüri»-Member, -Freundin oder -Komplize kann man seither wahlweise mit fünf, zehn oder fünfzehn Franken monatlich das Magazin mitfinanzieren. Die erste Aktion brachte 30&#8217;000 Franken. Der Betrag verdoppelte sich letztes Jahr bei einer zweiten Runde. Kürzlich hat Tsüri das Membersystem ausgebaut, ein Manifest niedergeschrieben. #TsüriGäng nennt sich neu die Gemeinschaft von Redaktion und Mitgliedern.</p>
<blockquote><p>«Wir müssen hinter der Firmenkultur der Investoren stehen können. Eine Anfrage haben wir aus ideologischen Gründen abgelehnt.»<br />
<small>Simon Jacoby, Tsüri</small></p></blockquote>
<p>Aktuell weibelt das Magazin um Investoren für die Tsüri-AG. Sie ist für das Unternehmerische zuständig. Die Redaktion agiert unabhängig als Verein. Das Modell ist vergleichbar mit jenem der «Republik». So kann der Geschäftsführer nicht verlangen, wohlwollend über einen Werbekunden zu berichten. Als Investoren sind bereits ein mittelgrosses Unternehmen und der Innovationsfond einer Bank dabei. Durch erste Investoren konnte «Tsüri» das Team im Juni um vier Personen erweitern. «Wir müssen hinter der Firmenkultur der Investoren stehen können. Eine Anfrage haben wir aus ideologischen Gründen abgelehnt», sagt Simon. Ob sie die Namen offenlegen, ist noch nicht entschieden.</p>
<p>Trotz kommerzieller Erfolge finanziert sich «Tsüri» noch mit Investitionen. In einem Jahr will das Magazin selbsttragend sein. Langfristig setzen sie auf Werbung und Member, wollen aber ohne Bezahlschranke bleiben. «Unsere Geschichten sollen alle erreichen. Nicht nur jene die zahlen.»<br />
Nach knapp vier Jahren «Tsüri» ist für Simon der grösste Misserfolg Erfolg zugleich: «Mit Journalisten ein Start-Up überlebensfähig machen. Die wenigsten unter uns können unternehmerisch denken. Wir denken in Geschichten, nicht in Zahlen. Ohne Businessplan loszulegen, war ökonomisch unklug. Uns hat es angetrieben, geschöpft aus den Erfahrungen, unterwegs zu entscheiden.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/25/weil-wir-stadtgeschichten-lieben/">Weil wir Stadtgeschichten lieben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Nau zu Besuch bei tsüri: Lokaljournalismus für die junge Zielgruppe</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/10/30/nau-zu-besuch-bei-tsueri-lokaljournalismus-fuer-die-junge-zielgruppe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 13:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[tsüri.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist eine Begegnung zwischen Gleichen und doch sehr Ungleichen. Bei sind jung und neu auf dem Markt der Online-News, tsüri.ch seit 2015, nau.ch seit zwei Wochen. Beide machen Lokaljournalismus, tsüri.ch – wie der Name sagt – für Zürich, nau.ch in der gesamten Deutschschweiz. Und doch gibt es einen grossen Unterschied, mal abgesehen von der <a href="https://nau.ch/news/journalistische-freiheit-wichtiger-als-2000-stutz-mehr-im-monat-65263698">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine Begegnung zwischen Gleichen und doch sehr Ungleichen. Bei sind jung und neu auf dem Markt der Online-News, tsüri.ch seit 2015, nau.ch seit zwei Wochen. Beide machen Lokaljournalismus, tsüri.ch – wie der Name sagt – für Zürich, nau.ch in der gesamten Deutschschweiz. Und doch gibt es einen grossen Unterschied, mal abgesehen von der Grösse der Redaktion. tsüri.ch muss sich immer wieder nach der Decke strecken und Geld sammeln für den Weitrerbetrieb, nau.ch baute seine Redaktion auf ein bestehendes Geschäftsmodell auf. Im Gespräch mit nau.ch-Reporter Pascal Schreiber erklärt tsüri.ch-Gründer Simon Jacoby, warum er auch für einen bescheidenen Lohn an seinem Projekt festhält: journalistische Freiheit sei ihm wichtiger «als 2000 Stutz mehr im Monat».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/30/nau-zu-besuch-bei-tsueri-lokaljournalismus-fuer-die-junge-zielgruppe/">Nau zu Besuch bei tsüri: Lokaljournalismus für die junge Zielgruppe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Überlebensübung in der Nische</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/12/29/ueberlebensuebung-in-der-nische/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Minder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 15:10:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[tsüri.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Project R]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung/Geschäftsmodelle]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
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		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung für Medienvielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine bunte Population von Plattformen mit einem journalistischen Kontrastprogramm hat sich jenseits der grossen Medienhäuser im Internet angesiedelt. Im digitalen Biotop zu überleben, ist aber nicht ganz einfach. Ein Besuch beim «Coup»-Magazin und ein breiter Blick auf eine blühende Landschaft. Ein zum Büro umfunktionierter Kellerraum, darin vier Arbeitsplätze, ein Elektroöfeli, das notdürftig heizt. Durchs Fenster geht der <a href="https://medienwoche.ch/2016/12/29/ueberlebensuebung-in-der-nische/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine bunte Population von Plattformen mit einem journalistischen Kontrastprogramm hat sich jenseits der grossen Medienhäuser im Internet angesiedelt. Im digitalen Biotop zu überleben, ist aber nicht ganz einfach. Ein Besuch beim «Coup»-Magazin und ein breiter Blick auf eine blühende Landschaft.<br />
<span id="more-28563"></span><br />
Ein zum Büro umfunktionierter Kellerraum, darin vier Arbeitsplätze, ein Elektroöfeli, das notdürftig heizt. Durchs Fenster geht der Blick in einen kleinen Innenhof, dahinter ragt die Mauer des Zürcher Volkshauses in die Höhe. «Wenn die Chippendales auftreten, hören wir das Kreischen», sagt Pascal Sigg. Er ist einer der drei Gründer des <a href="http://www.coup-magazin.ch/" target="_blank">digitalen Gesellschaftsmagazins «Coup»</a>, das seit März 2016 online ist. Die Redaktionsstube entspricht dem romantischen Klischee vom Garagen-Start-up. Auch die Gründer passen gut ins Bild. Drei junge, leidenschaftliche Journalisten, die nicht glücklich wurden, mit dem, was in den etablierten Medien möglich ist. Sie wollten lange, aufwändig recherchierte Texte schreiben, statt täglich drei Geschichten rauszuhauen oder online Klicks zu generieren. Referenz waren die vergangenen Blütezeiten des «Magazins» des «Tages-Anzeigers», die deutsche Wirtschaftszeitschrift «brand eins», das Magazin «Reportagen». «Wir wollen Journalismus verkaufen, nicht Aufmerksamkeit», fasst Sigg zusammen.</p>
<p>Im November 2014 mietete er zusammen mit Andres Eberhard und Joel Bedetti das Kellerabteil im Volkshaus. Dort brüteten sie über einem Geschäftsmodell. Es musste etwas sein, das sich mit ihren anderen Jobs vertrug: Sigg arbeitet 50% auf dem Sportamt der Stadt Zürich und schreibt seine Dissertation, Eberhard hat eine 60%-Stelle als Redaktor beim Zürcher Oberländer, beide sind daneben noch als Freie tätig. Bedetti ist hauptsächlich Freelancer. Die Lösung: Eine grosse Geschichte im Umfang von 25&#8217;000 bis 35&#8217;000 Zeichen pro Monat. Online drängte sich auf, weil Druck und Vertrieb wegfielen, aber auch weil es mehr formale Flexibilität bietet als Papier. Die Basler Stiftung für Medienvielfalt der Roche-Erbin Beatrice Oeri unterstützte das Projekt mit 15&#8217;000 Franken, den sie in eine professionelle Crowdfunding-Kampagne steckten. Das Sammelziel waren 50‘000 Franken, die fürs erste Jahr reichen sollten: Zwölf Artikel à 3000 Franken für die Autorinnen und Autoren plus die Kosten von Website, Grafik, Marketing und Crowdfunding. Zwei Tage vor Ablauf der Sammelfrist stand der Pegel erst bei 30‘000 Franken, die Mission war gefährdet. Dann trat eine Einzelperson, die nicht genannt sein will, auf den Plan und schüttete das fehlende Geld in den Topf: <a href="https://wemakeit.com/projects/digitales-magazin-coup/show/news" target="_blank">«Coup» war gelandet</a>. Inzwischen stehen acht grosse Reportagen auf der Website. 400 Personen haben ein Abonnement. Zum Gründerteam sind die Journalistin Anna Miller und der Grafiker Konrad Mazanowski gestossen. «Im Januar ziehen wir eine erste Zwischenbilanz», sagt Pascal Sigg.</p>
<p><strong>Die andere Sicht</strong><br />
Die Geschichte von «Coup» ist in mehrfacher Hinsicht exemplarisch für verlagsunabhängige digitale Magazine. Viele entstanden, weil ihre Macherinnen und Macher mit der real existierenden Medienlandschaft unzufrieden waren. Das gilt auch für jenes Projekt, das derzeit am meisten von sich reden macht: <a href="https://project-r.construction/" target="_blank">«Project R»</a>. «Es ist Zeit, dass sich die Journalisten unabhängig machen und der Journalismus unabhängig von den Grossverlagen existieren kann», schreibt Constantin Seibt auf der Facebook-Seite von Project R. Der bekannte Noch-«Tages-Anzeiger»-Redaktor ist das Aushängeschild des geplanten Magazins. Er und Christof Moser, heute Reporter und Medienkritiker der «Schweiz am Sonntag», sind daran, sieben Millionen Franken Startkapital aufzutreiben. 3,5 Millionen seien bereits gesichert, schreibt der «Schweizer Journalist» in seiner Dezember-Ausgabe. Die Redaktion soll acht bis zehn Personen umfassen, denen «einigermassen branchenkonforme Löhne» bezahlt werden sollen. Losgehen soll es frühestens im Spätsommer 2017. Neben der Werbung sollen Abonnentinnen und Abonnenten das nötige Geld in die Kasse spülen. Gegenüber der Wochenzeitung WOZ <a href="http://www.woz.ch/-730f" target="_blank">hatte Seibt im Oktober gesagt</a>, Konzerne wie Tamedia würden sich zu «grossen Verteilstationen von Informationen und Waren» wandeln, was verheerende Folgen für den Journalismus, für Leserinnen und Leser und die Demokratie habe. Dem wolle das Projekt etwas entgegensetzen. Was genau, ist noch wolkig. «Grosse Schauplätze, grosse Debatten, verlässliche Argumente», und «entscheidende Fragen mit grossen Geschichten» werden die beiden Initianten im «Schweizer Journalist» zitiert.</p>
<p><a href="http://www.infosperber.ch/" target="_blank">«Infosperber»</a>, seit März 2011 im Netz, stört sich ebenfalls daran, dass sich die Zeitungen, Radio und Fernsehen zunehmend an Einschaltquoten und (sinkenden) Inserateeinnahmen orientieren. «Infosperber will diese Mainstream-Medien nicht konkurrenzieren, sondern sie ergänzen. Die Plattform setzt sich zum Ziel, allein nach gesellschaftlicher oder politischer Relevanz zu gewichten», steht in der Rubrik «über uns». Um Analysen und Hintergrund statt News und Kurzfutter geht es seit 2010 <a href="https://www.journal21.ch/" target="_blank">auch im «Journal 21»</a>. Dahinter stehen 80 erfahrene, viele davon pensionierte, namhafte Journalistinnen und Journalisten. «Wir richten uns an Leserinnen und Leser, die bereit sind, anspruchsvolle Texte zu konsumieren», schreibt Gründer Heiner Hug, ehemaliger Leiter der Tagesschau des Schweizer Fernsehens.</p>
<p><strong>Im Reich der Monopole</strong><br />
Regionale Zeitungsmonopole wirken ebenfalls als guter Nährboden, der digitale Medien spriessen lässt. In Basel bietet der Journalist Peter Knechtli seit 1998 mit seinen <a href="http://onlinereports.ch/" target="_blank">«Online Reports»</a> eine Alternative oder zumindest eine wichtige Ergänzung zur «Basler Zeitung». Das war damals eine Pioniertat, zumal als Online-Angebot. Dank Werbung und einem mit Spenden alimentierten Recherchierfonds hält sich Knechtli bis heute gut. Daran änderte sich auch nichts, als 2011 in Basel <a href="http://www.tageswoche.ch/" target="_blank">zusätzlich die «Tageswoche»</a> auf den Plan trat, eine digitale Zeitung mit einer gedruckten Ausgabe am Freitag. Der Hybrid war entstanden, nachdem die «Basler Zeitung» in Blochers Fahrwasser geriet und sie der SVP-Politiker schliesslich kaufte. Die «Tageswoche» wurde mit viel Geld der gleichzeitig gegründeten Stiftung für Medienvielfalt von Beatrice Oeri angeschoben und wird von ihr bis heute mitfinanziert.</p>
<p>Weil die Zeitungsvielfalt auch anderswo abnimmt, entstanden in jüngerer Zeit in verschiedenen Regionen digitale Alternativen. Im Reich von Hanspeter Lebruments Südostschweiz ist mit <a href="http://grheute.ch/" target="_blank">«GR heute»</a> seit September 2015 eine neue, unabhängige Stimme zu hören. In Bern gibt es das <a href="http://www.journal-b.ch/" target="_blank">«Journal B» (seit 2013)</a>, in Zug und Luzern <a href="http://www.zentralplus.ch/" target="_blank">«zentralplus.ch» (seit 2013)</a>. Urnerinnen und Urner können sich seit 2011 <a href="https://www.politcast-uri.ch/" target="_blank">auf «politcast-uri.ch»</a> Audiobeiträge anhören. Das <a href="https://tsri.ch/zh/" target="_blank">Stadtmagazin «tsüri.ch»</a> ist seit Januar 2015 online. Mit Texten, Videos und Ausgehtipps richtet es sich an ein junges, urbanes Publikum. Nach Meinung der Macher bestand für diese Zielgruppe eine Angebotslücke. Der Erfolg scheint die Diagnose zu bestätigen: Bis zu 30‘000 Menschen besuchen die Plattform monatlich.</p>
<p>«Für die Medienvielfalt sind die Online-Medien fraglos eine gute Sache», sagt die Medienjournalistin Bettina Büsser. Viele spielten auch als Ausbildungsredaktionen für junge Journalistinnen und Journalisten eine wichtige Rolle. Davon kann ein Magazin aber nicht leben. Genug Geld zu generieren, ist die grosse Herausforderung für die digitalen Medien. Es sei denn, sie betreiben Journalismus ehrenamtlich, was keine Seltenheit ist. Bei Infosperber, Journal 21 und einigen der regionalen Magazine, etwa «Journal B» in Bern, und Fachmedien arbeiten die Leute für Gottes Lohn. Die Magazine, die ihre Mitarbeitenden entlöhnen wollen, haben das Problem, dass Werbung, wie sie heute im Web funktioniert, auf so kleinen Seiten nichts hergibt, ausser ein verschandeltes Layout. Gleichzeitig zeigt sich die Leserschaft nur bedingt bereit, für das Gelesene zu bezahlen. Und Mäzene stehen auch nicht Schlange. Oft komme es zu einem Wettlauf, sagt Medienkennerin Bettina Büsser: «Reicht der Enthusiasmus so lange, bis genügend zahlende Abonnenten vorhanden sind?» Besonders in der Startphase spielten deshalb Stiftungen eine wichtige Rolle. «Ohne reiche Erben, die solche Projekte unterstützen, wäre die Landschaft ärmer.»</p>
<p><strong>Die vom Fach</strong><br />
Unübersichtlich artenreich ist die Population der digitalen Fachmedien. Unter den ersten, die den Evolutionsschritt vom Papier ins Netz machten, waren Magazine, die über die Kommunikationsbranche berichteten. Der <a href="http://www.kleinreport.ch/" target="_blank">Newsletter «Klein Report»</a> erscheint seit dem Jahr 2000. Gleich alt ist der <a href="http://www.persoenlich.com/" target="_blank">«persoenlich.com»</a>-Newsletter, die digitale Ergänzung des Hochglanzmagazins «persönlich». Jünger (seit 2011), analytischer und kritischer kommt die «Medienwoche» daher. Bei ihr gibt es keine täglichen News, sondern Hintergrundberichte, Analysen, Interviews und Meinung. Journalismus, aber auch Kunst, Musik und Dokumentarfilm werden im <a href="http://neulandmagazin.net/" target="_blank">Magazin «Neuland»</a> thematisiert. Es erscheint alle zwei Monate.</p>
<p>Was noch? Noch ganz ganze viel. Zum Beispiel <a href="https://tink.ch/" target="_blank">«Tink.ch»</a>: Das Online-Jugendmagazin feiert dieses Jahr sein 10-Jahr-Jubiläum. Es ist aus der Berner Kultur- und Stadtagenda «Youthguide» hervorgegangen und heute ein dreisprachiges Magazin mit Redaktionen in der ganzen Schweiz. Die Schreibenden sind junge Leute zwischen 15 und 30, die hier das journalistische Handwerk lernen. Oder <a href="https://www.swissmom.ch/" target="_blank">«swissmom.ch»</a>, das Fachmagazin rund ums Kinderkriegen und –haben, das dieses Jahr vom Verlegerverband einen Q-Award bekommen hat, obwohl der eigentlich Publikationen auf Papier vorbehalten ist. Oder «Das Lamm», das kritische Fragen zur Nachhaltigkeit stellt, oder «Saiten», das Ostschweizer Kulturmagazin, oder <a href="http://finews.ch/" target="_blank">«finews.ch»</a> und <a href="http://insideparadeplatz.ch/" target="_blank">«insideparadeplatz.ch»</a>, die Intimes aus der Schweizer Finanzbranche berichten, oder… Die Liste liesse sich beliebig verlängern. Die grosse Vielfalt hat auch damit zu tun, dass Fachmagazine – egal ob digital oder analog – leichter zu Geld kommen, als thematisch breit aufgestellte Medien.</p>
<p><strong>Verkaufen, planen, organisieren</strong><br />
Wer jedoch einen weiten Winkel pflegen und davon leben will, muss sich was einfallen lassen. Bei «coup» zum Beispiel ist der Zeitpunkt nicht mehr fern, zu dem die Crowdfunding-Mittel zur Neige gehen. Jetzt muss wieder Geld her. Das bedeutet Klinken putzen bei Stiftungen und Privatpersonen, Bekanntheitsgrad und Abonnentenzahlen erhöhen, vielleicht einen Förderverein gründen. Also verkaufen, planen, organisieren: Machen sich Journalisten selbständig, müssen sie Dinge tun, um die sich vorher die Verlage kümmerten. «Coup»-Gründer Pascal Sigg hat damit kein Problem: «Ich finde das Unternehmerische spannend.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/12/29/ueberlebensuebung-in-der-nische/">Überlebensübung in der Nische</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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