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	<title>TV-Kritik | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Der Arm des Anstosses</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/04/04/der-arm-des-anstosses/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 11:57:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Glanz & Gloria]]></category>
		<category><![CDATA[René Hildebrand]]></category>
		<category><![CDATA[Tätowierungen]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Alain Berset]]></category>
		<category><![CDATA[Bettina Bestgen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hat das Schweizer Fernsehen ein Tattoo-Problem? Natürlich nicht. Einen anderen Eindruck könnte indes gewinnen, wer sich die Reaktionen auf eine eigentlich ganz harmlose Kolumne ansieht, wo ein älterer Herr sein Missfallen über den Körperschmuck einer TV-Moderatorin äusserte. Als «TV-Kritik» rubriziert und in einer Fachpublikation veröffentlich, gewinnt das individuelle Geschmacksurteil schnell an Gewicht und Bedeutung. Dabei <a href="https://medienwoche.ch/2017/04/04/der-arm-des-anstosses/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hat das Schweizer Fernsehen ein Tattoo-Problem? Natürlich nicht. Einen anderen Eindruck könnte indes gewinnen, wer sich die Reaktionen auf eine eigentlich ganz harmlose Kolumne ansieht, wo ein älterer Herr sein Missfallen über den Körperschmuck einer TV-Moderatorin äusserte.<br />
<span id="more-28991"></span><br />
Als «TV-Kritik» rubriziert und in einer Fachpublikation veröffentlich, gewinnt das individuelle Geschmacksurteil schnell an Gewicht und Bedeutung. Dabei ist solche Kritik ein ganz banaler und alltäglicher Vorgang. Wer fernsieht, wertet und bewertet dauernd, hegt Sympathie und Abneigung gegenüber Figuren und Charakteren, findet Sendungen gut oder schlecht – einfach so.</p>
<p>Vieles vermag den Sehgenuss zu verdriessen: die Gesichtsbehaarung des Nachrichtensprechers, die penetranten Kalauer des Moderators oder eben auch: gut sichtbare Tätowierungen einer Journalistin. Die Liste liesse sich beliebig verlängern. Was den einen ein Graus ist, registrieren andere nicht einmal. So unterschiedlich sind die Geschmäcker.</p>
<p>Das zeigen auch die Reaktionen auf den Auftritt einer Moderatorin des Schweizer Fernsehens, die mit einem tätowierten Arm das Mikrofon einem Bundesrat entgegenstreckte. Eine Mehrheit hält den Auftritt für völlig unproblematisch, eine laute Minderheit dagegen für unziemlich und vom Gespräch mit dem Magistraten ablenkend.</p>
<p>Anders als für den journalistischen Auftritt gibt es für Äusserlichkeitnen wie Kleidung und Schmuck keinen verbindlichen Kodex. Der «gute Geschmack» hilft hier auch nicht weiter. Und das vermeintliche Argument, dass zu offensiv zur Schau gestellter Körperschmuck vom Inhalte ablenke, trifft zumindest im vorliegenden Fall nicht zu. Handelte sich doch um ein People-Magazin, das an einem People-Anlass zugegen war. Und dort gilt das Motto: Sehen und gesehen werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/04/04/der-arm-des-anstosses/">Der Arm des Anstosses</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Der Asylsuchende als Phantom</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/05/29/der-asylsuchende-als-phantom/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 07:35:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Gieriet]]></category>
		<category><![CDATA[SF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine kleine Gruppe aus den Appenzeller Dorfweilern Wienacht und Schwendi denkt darüber nach, eine Bürgerwehr zu gründen, weil sie sich von Asylsuchenden aus dem Asylzentrum Landegg bedroht fühlt. Die Sendung «Reporter» will der Sache nachgehen, filmt das Gebäude aber nur von aussen. Gleich drei Hauptakteure kommen nicht zu Wort: Die Asylbewerber, ihre Betreuer und die <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/29/der-asylsuchende-als-phantom/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Gruppe aus den Appenzeller Dorfweilern Wienacht und Schwendi denkt darüber nach, eine Bürgerwehr zu gründen, weil sie sich von Asylsuchenden aus dem Asylzentrum Landegg bedroht fühlt. Die Sendung «Reporter» will der Sache nachgehen, filmt das Gebäude aber nur von aussen. Gleich drei Hauptakteure kommen nicht zu Wort: Die Asylbewerber, ihre Betreuer und die Polizei.<br />
<span id="more-30484"></span><br />
Wenn man sich überlegt, wie eine potentiell konfliktreiche Situation erschafft werden könnte, dann kommt man vielleicht darauf, ein paar junge Männer zu nehmen, sie an einen Ort zu bringen, wo überhaupt nichts los ist und ihnen zu sagen, dass sie 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche nichts anstellen dürfen, ausser die ihnen auferlegten «Ämtli» auszuführen.</p>
<p>So haben es die Kantone St. Gallen und Appenzell-Ausserrhoden gemacht und in einem ehemaligen Hotel das Asylzentrum Landegg errichtet. Seit März 2010 werden hier über «bis zu 125 Asylsuchende» untergebracht, darunter natürlich nicht nur junge Männer, sondern auch Frauen und Kinder. Auf der Website des Kantons St. Gallen <a href="http://www.sg.ch/home/sicherheit/Asylwesen/zentren_fuer_asylsuchende0/zentrum_landegg.html">heisst es dazu</a>:</p>
<blockquote><p>Ziel ist es, die Asylsuchenden in dieser Zeit auf einen selbständigen, eigenverantwortlichen Aufenthalt in der Schweiz oder auf die Rückkehr ins Herkunftsland vorzubereiten. Sie werden in der deut­schen Sprache unterrichtet und mit den hier geltenden Regeln und Gepflogenheiten vertraut gemacht.</p></blockquote>
<p>Der «Reporter»-Beitrag beginnt mit dem Weg ins Säli des Restaurants Station. Eine Gruppe von zehn bis fünfzehn Personen erwägt, eine «Bürgerwehr» zu gründen, Details dazu werden keine bekannt. Einige von ihnen hatten bereits im Dezember 2011 <a href="http://www.weltwoche.ch/index.php?id=543353">der Weltwoche ihr Leid geklagt</a>.</p>
<p>Reporter Marc Gieriet bringt sich selbst in den Beitrag ein und hört erst mal zu (so hätte es ein Abgesandter des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eidgen%C3%B6ssisches_Justiz-_und_Polizeidepartement">EJPD</a> auch gemacht). Tatsächlich nimmt man ihm ab, sich für die Belange der Bürger zu interessieren, doch am Ende des Beitrags ist sein Urteil klar und eindeutig: Hier wird etwas aufgebauscht, das keine reale Grundlage hat, eine Hysterie unter Dörflern. Es geht um Ängste, nicht um Fakten, was EJPD-Vorsteherin Simonetta Sommaruga im Schlusswort auf wundersame Weise bestätigt: «Ich nehme auch die diffusen Ängste ernst.»</p>
<p>Dieses Urteil ist zum Teil sicher korrekt, aber man hätte auch erwähnen können, dass bei einer Razzia im Juni 2011 fünf Personen <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=f4b2a77b-b1bc-46b7-9326-2ba99fdc5286">festgenommen</a> und später <a href="http://www.tagblatt.ch/nachrichten/polizeinews/Freiheitsstrafen-und-Ausschaffungshaft-fuer-Landegg-Diebe;art675,2701142">verurteilt</a> wurden. Dass die Betreuer <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Betreuer-in-Asylzentren-stossen-an-ihre-Grenzen/story/11366109">«am Rande des noch Bewältigbaren»</a> sind, nicht zuletzt, weil sie <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostschweiz/tb-os/art120094,2667995">bedroht werden</a>. Wer das St. Galler Tagblatt liest, stösst zwar durchaus darauf, dass das Bild des Asylzentrums <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/rorschach/tb-ot08/Bild-von-Asylzentrum-verzerrt;art2889,2639158">verzerrt dargestellt</a> werde, aber auch auf Berichte über <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/kantonstgallen/tb-sg/art122380,2770351">eine weitere Razzia</a> und über <a href="http://www.tagblatt.ch/nachrichten/polizeinews/Kokain-in-Asylzentrum-sichergestellt;art675,2860988">Kokainbesitz</a>, <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/rorschach/tb-ot08/Asylsuchender-taeuscht-Passanten;art2889,2599145">Täuschungen</a>, <a href="http://www.tagblatt.ch/nachrichten/polizeinews/Polizeihund-spuert-fluechtigen-19-Jaehrigen-auf;art675,2994584">Flüchtende</a>, <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/rheintal/rt-pi/Betrunkene-verzoegern-Abfahrt;art169,2773529">Trunkenheit</a>, <a href="http://www.tagblatt.ch/nachrichten/polizeinews/Schlaegerei-in-Asylunterkunft;art675,2619016">Schlägereien</a> und <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/rheintal/rt-pi/Aethiopier-greift-Polizisten-an;art169,2990894">Angriffe auf Polizisten</a>.</p>
<p>Die Patrouillentätigkeit um die Landegg sei <a href="http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/kantonappenzell/auszeitung/at-ap/art120091,2811654">«kantonsweit am intensivsten»</a>, bilanzierte der Sprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden das Jahr 2011:</p>
<blockquote><p>Nebst der täglichen, sichtbaren Präsenz hat die Kantonspolizei im Jahr 2011 über 60mal interveniert und dabei fehlbare Asylbewerber verhaftet, in Ausnüchterungshaft genommen oder strafrechtlich verzeigt.</p></blockquote>
<p>Doch die Polizei kommt in der Sendung so wenig zur Sprache wie die Mitarbeiter der Landegg und die Asylsuchenden, um die es ja eigentlich geht. Am Asylzentrum wird mit der Kamera vorbeigefahren, nicht angehalten, man verhält sich witzigerweise exakt wie die Aktion «Pro Wienacht», die das Gebäude auf ihrer <a href="http://www.aktion-pro-wienacht.ch/index.htm">Website</a> auch nur von aussen ablichtet. Wie die Kollegen von «Schweiz Aktuell» <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=f4b2a77b-b1bc-46b7-9326-2ba99fdc5286">beweisen</a>, ist das Gebäude zugänglich. Warum aus der Landegg in den gesamten 23 Minuten kein Bild gezeigt wird, bleibt das grösste Geheimnis des Beitrags. Zufällig gesichtet wird lediglich eine Gruppe von vier Männern am Bahnhof Schwendi, die dem Reporter erzählen, sie seien auf einem Frühlingsspaziergang (ab Minute 14:50).</p>
<p>Es ist nicht schwierig, den abenteuerlichen Braunbär-Vergleich zu thematisieren, den Unternehmer Hans Thoma ab Minute 5 bringt («unsere Belästigung hat die gleiche Farbe»), aber viel näher als an einen Braunbär wagt sich offenbar auch Marc Gieriet nicht an die Asylsuchenden heran. Es ist fast etwas wie mit diesem <a href="http://www.presseverein.ch/2012/05/schwarze-katze-von-weitem/">angeblich existierenden Panther</a>: Irgendwo muss es ihn geben, es muss unbedingt darüber berichtet werden. Und tatsächlich findet sich: nichts. Kein Panther. Kein Asylbewerber. Keine Bürgerwehr.</p>
<p><small>Die Reporter-Sendung <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=0d28d867-3396-4623-8ca7-89b85cf9553f">«Wienacht im Frühling»</a> wurde am 27. Mai 2012, um 21.55 Uhr auf SF1 ausgestrahlt. Sie erreichte 314.000 Zuschauer und 21,2 Prozent Marktanteil.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/29/der-asylsuchende-als-phantom/">Der Asylsuchende als Phantom</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Chrüsimüsimagazin</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/05/25/chruesimuesimagazin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2012 10:05:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Box Office]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[SF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anstelle seines traditionellen Film- und Kino-Magazins experimentiert das Schweizer Fernsehen mit freieren Formen. Das neue «Box Office» will vieles sein und ist nichts richtig. Die Sendung für bewegte Bilder wirkt beliebig und das Product-Placement nervt. Auf diesem Sendeplatz hält sich der Schaden in Grenzen, wenn nicht alles perfekt geschliffen daherkommt. Denn der Vorabend auf SF <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/25/chruesimuesimagazin/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/25/chruesimuesimagazin/">Chrüsimüsimagazin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/05/logo_boxoffice.jpg" alt="" width="120" height="97" />Anstelle seines traditionellen Film- und Kino-Magazins experimentiert das Schweizer Fernsehen mit freieren Formen. Das neue «Box Office» will vieles sein und ist nichts richtig. Die Sendung für bewegte Bilder wirkt beliebig und das Product-Placement nervt.<br />
<span id="more-8429"></span><br />
Auf diesem Sendeplatz hält sich der Schaden in Grenzen, wenn nicht alles perfekt geschliffen daherkommt. Denn der Vorabend auf SF zwei gehört zu den schwächsten Sendezeiten. Um sieben setzt oft die totale Flaute ein. Dann startet auch <a href="http://www.sendungen.sf.tv/box-office/Sendungen/Box-Office" target="_blank">«Box Office»</a>. Seit Ende Februar ist das nicht mehr die Kino-Sendung von SF, sondern «ein zeitgemässes Film- und Medienmagazin mit hohem Service-Charakter».</p>
<p>Mit dem Vorgängerformat gemeinsam hat die Sendung nur noch den Namen. Studioeinrichtung, Moderation und Inhalte sind neu, ebenso die Präsentationsformen. Das Ganze läuft als Experiment jeweils mittwochs und noch bis zum Start der Fussball-Euro in zwei Wochen. Wie es danach weitergeht wird, ist noch nicht entscheiden.</p>
<p>Das neue «Box Office» folgt nicht mehr allein den wöchentlichen Kinostarts und den Festivals. Den  gewonnenen Freiraum nutzt die Sendung für Beiträge zu bewegten Bildern jedweder Herkunft, vorzüglich aus dem Web. Im Prinzip ein spannender und gesellschaftlich relevanter Ansatz. Navigationshilfen druch die Informations- und Bilderflut sind stets willkommen. Doch die Probleme folgen bei Auswahl und Präsentation der Themen.</p>
<p>Oft erhält man den Eindruck, dass die Redaktion einfach noch über einen irgendwie originellen Clip auf Youtube gestolpert ist und den nun zeigen will. Das hat etwas Beliebiges. Zudem wirkt die Präsentation des Bildmaterials unnatürlich auf einem Tablet eines südkoreanischen Herstellers, das der Moderator in die Kamera hält. Zwar wird der Zuschauer vor diesem Product Placement gewarnt, aber ein Ärgernis bleibt es trotzdem.</p>
<p>Wer ist eigentlich das Zielpublikum der neuen Sendung? Sind es die Filmfreunde und langjährigen Zuschauer der früheren Kino-Sendungen von SF, die nun sanft an die neuen Bildwelten herangeführt werden sollen? Oder sind es auch junge, netzaffine Kinoabstinente, denen das Schweizer Fernsehen gerecht werden will? Es sind beide. Und das macht es nicht einfacher.</p>
<p>Dass der Spagat zwischen so unterschiedlichen Publika zur Zerreissprobe wird, zeigt sich etwa dann, wenn Moderator Lory Roebuck versucht, das Phänomen der Internet-Memes <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=b1599b5b-a6a7-402e-9c3f-f669e601a306" target="_blank">zu erklären</a>. Er tut es am Beispiel zweckentfremdeter Bilder, die im Netz kursieren. Das führt aber in die Irre: denn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet-Ph%C3%A4nomen" target="_blank">Memes sind mehr</a>. Die gezeigte Bildmanipulation ist nur eine von zig Spielarten dieser Internet-Folklore. Wer damit vertraut ist, langweilt (oder ärgert) sich, wer davon keine Ahnung hat, versteht nur Bahnhof.</p>
<p>Für den kundigen Cinephilen ein regelrechtes Ärgernis darstellen müssen die Filmkritiken in der Rubik <a href="http://www.sendungen.sf.tv/box-office/Formulare/Box-Office-Club" target="_blank">«Box Office»-Club</a>. Zuschauer können sich bewerben und in lustigen Clips über einen neuen Streifen plaudern. Ihre Urteile gipfeln in Banalitäten, wie: «Wahrscheinlich würds z lang gah, zum ufzelle, was mir a dem Film alles gfalle hät. Ich han en würklich sehr sehr guet gfunde.»</p>
<p>Wie gesagt: «Box Office» ist ein Experiment. Da darf (ja: muss) nicht alls perfekt sein. Für einen Stammplatz im Programm von SF reicht die aktuelle Struktur der Sendung sicher nicht. Die Spielereien mit den Netzbildwelten wirken zu bemüht. Eine Fokussierung auf den Kinofilm, aber auch die überaus beliebten TV-Serien, würde der Sendung wieder jenes klare Profil verleihen, das die Vorgängersendungen schon ausgezeichnet hatte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/25/chruesimuesimagazin/">Chrüsimüsimagazin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Inspektion inkognito</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/05/02/inspektion-inkognito/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Rebonati]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2012 12:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Doku-Soap]]></category>
		<category><![CDATA[Sendung]]></category>
		<category><![CDATA[Undercover Boss]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
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		<category><![CDATA[TV-Kritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>3+ hat wieder getan, was es am besten kann: Mit «Undercover Boss» hat der Schweizer Privatsender ein weiteres internationales Doku-Soap-Format erfolgreich eingeschweizert. Der Plot ist simpel: Ein CEO wird im eigenen Unternehmen als Praktikant eingeschleust. Das Resultat: Leicht überdosierte Emotionen und zu clean produziert; es dürfte dreckiger sein. Peter Michel ist 59, CEO von Best <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/02/inspektion-inkognito/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/02/inspektion-inkognito/">Inspektion inkognito</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/05/header-3-plus.jpg" alt="" width="120" height="120" /> 3+ hat wieder getan, was es am besten kann: Mit «Undercover Boss» hat der Schweizer Privatsender ein weiteres internationales Doku-Soap-Format erfolgreich eingeschweizert. Der Plot ist simpel: Ein CEO wird im eigenen Unternehmen als Praktikant eingeschleust. Das Resultat: Leicht überdosierte Emotionen und zu clean produziert; es dürfte dreckiger sein.<br />
<span id="more-30471"></span><br />
Peter Michel ist 59, CEO von Best Western Swiss Hotels, Vater von zwei Kindern, verwitwet und verlobt. Geschäftlich ist er im schwarzen Anzug und mit randloser Brille unterwegs. Privat geht er gerne inlineskaten und im Wald spazieren. Bodenständig, Berner Dialekt, «bi de Lüt» – das sehen die Schweizer gerne. Der Verdacht lässt den Zuschauer nicht los, dass die Sendung von der Liebenswürdigkeit dieses CEO lebt.</p>
<p>In der <a href="http://3plus.tv/undercoverboss" target="_blank">Doku-Soap «Undercover Boss»</a> kriegt Peter Michel eine neue Identität, um sich im eigenen Unternehmen als Jobsuchender einzuschleusen. Der 59-Jährige wird zum Praktikanten Beat Suter mit grauem Bart, schwarzer Brille und Kapuzenjacke. Während einer Arbeitswoche absolviert er Schnuppertage in verschiedenen Best Western Swiss Hotels. Der CEO alias Praktikant macht Betten, putzt WCs, wischt Laub und brätelt 150 Piccata Milanese.</p>
<p>Überall gibt er sich Mühe, überall kommt er gut an – und niemand erkennt ihn. Ausser der Hoteldirektor im Airporthotel Grenchen wird aufmerksam, als ihm der Servicepraktikant mit «dieser markanten Stimme» den Kaffee serviert. Beat Suter flüchtet in die Küche, der misstrauische Hoteldirektor folgt ihm. Auch der Zuschauer wird misstrauisch: Getürkt! <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scripted_Reality" target="_blank">Scripted Reality</a>!</p>
<p>Sowieso schwingt dieses Gefühl mit, dass das Ganze eine abgekartete Sache ist. Die Protagonisten wurden sorgfältig ausgewählt. Das hübsche Zimmermädchen leidet an Epilepsie, die Portugiesin in der Wäscherei vermisst die Heimat, der rockige Haustechniker träumt von einer Familie und die Serviceangestellte hat ein grosses Herz für Tiere. Und alle lieben sie ihren Job.</p>
<p>«Undercover Boss» könnte dreckiger sein. Anstatt Kamerateam, versteckte Kameras. Anstatt Musterangestellte, asoziale Mitarbeiter. Warten wir die zweite Folge am kommenden Dienstagabend ab. Dann geht Martin Lehmann, CEO von mobilezone ag, inkognito an die Basis seines Unternehmens.</p>
<p>Der 2006 gegründete Privatsender 3+ hat schon mehrfach ein geschicktes Händchen bewiesen bei der Einschweizerung internationaler Doku-Soap-Formate. Anders als bei deutschen und angelsächsischen Franchisen, gelingt es 3+ immer wieder, die Protagonisten und deren Geschichten nicht ins Lächerliche zu ziehen, sondern authentisch darzustellen: Sei es in «Bauer, ledig, sucht», «Bumann der Restauranttester» oder auch «Mama, ich bin schwanger». «Undercover Boss» könnte sich auch in diese Reihe stellen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/02/inspektion-inkognito/">Inspektion inkognito</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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