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	<title>Uefa Euro 2016 | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 Aug 2017 10:49:37 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Amtlicher Segen für Uefa-Content-Marketing</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/07/18/amtlicher-segen-fuer-uefa-content-marketing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2016 11:20:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer die Spiele der Fussball-EM übertragen wollte, musste auf einen Teil seiner redaktionellen Unabhängigkeit verzichten und der Uefa Sendeplätze für Content Marketing zur Verfügung stellen. So auch das Schweizer Fernsehen. Die Werbeaufsicht vom Bundesamt für Kommunikation findet daran nichts Anstössiges – mit einer heiklen Begründung. Zum Ende des Turniers konnte man doch noch ein bisschen <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/18/amtlicher-segen-fuer-uefa-content-marketing/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer die Spiele der Fussball-EM übertragen wollte, musste auf einen Teil seiner redaktionellen Unabhängigkeit verzichten und der Uefa Sendeplätze für Content Marketing zur Verfügung stellen. So auch das Schweizer Fernsehen. Die Werbeaufsicht vom Bundesamt für Kommunikation findet daran nichts Anstössiges – mit einer heiklen Begründung.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2016/07/uefa_euro_2016@1x.jpg" alt="" width="624" height="351" class="alignnone size-full wp-image-45114" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2016/07/uefa_euro_2016@1x.jpg 624w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2016/07/uefa_euro_2016@1x-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 624px) 100vw, 624px" /><br />
Zum Ende des Turniers konnte man doch noch ein bisschen Kritik am Medienregime der Uefa vernehmen. Während des Finalspiels zeigte sich SRF-Kommentator Sascha Ruefer irritiert ob der (nicht) gezeigten Bilder. Er finde es schade, dass die Fernsehzuschauer den Flitzer auf dem Rasen nicht sehen könnten, kommentierte Ruefer und beschrieb dann halt mit Worten, was auf dem Spielfeld zu sehen war.</p>
<p>Es geht hier nicht um die Diskussion ob es sinnvoll ist, Flitzer zu zeigen oder nicht, sondern darum, dass Journalisten entscheiden sollen, wie die Vorkommnisse im Stadion abgebildet werden und nicht die Uefa. Vermutlich hätte Frohnatur Ruefer den – nota bene angekleideten – Eindringling liebend gerne gezeigt, es war schliesslich auch eine urkomische Szene als der Flitzer mit einem <a href="https://youtu.be/Wm1IAdGaA1c" target="_blank">eleganten Flic-Flac den Rasen betrat</a>.</p>
<p>Die <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/14/ard-protestiert-srg-kann-damit-leben/">Kritik an der Uefa</a> betrifft zum einen die Auswahl der Live-Bilder, zum anderen die vertragliche Verpflichtung der Sender, vorproduzierte <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/01/uefa-greift-ins-tv-programm-ein/">Uefa-Videos auszustrahlen</a>. SRF nahm dies billigend in Kauf und zeigte im Vorfeld des Turniers eine zwölfteilige Vorschauserie auf die sie keinerlei redaktionellen Einfluss hatten; lupenreines Content Marketing, finanziert und produziert im Auftrag der Uefa.</p>
<p>SRF-Moderator Rainer-Maria Salzgeber machte das zwar alles schön transparent als er dem Publikum mitteilte, das Schweizer Fernsehen müsse das Uefa-Magazin eins-zu-eins übernehmen und unverändert ausstrahlen. Doch das Statement klang viel mehr nach einer Kapitulationserklärung – wir können nicht anders; wir tun, wie uns befohlen.</p>
<p>Aber ist es überhaupt rechtens, wenn SRF Dauerwerbesendungen für die UEFA EURO 2016TM ausstrahlt? Für TV-Werbung gibt es <a href="https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/elektronische-medien/werbung-und-sponsoring.html" target="_blank">Spielregeln und mehr oder weniger klar definierte Grenzen des Erlaubten</a>. Was ist überhaupt Werbung? Gemäss Definition des Bundesamts für Kommunikation, das über die Einhaltung der gesetzliche Bestimmungen wacht, handelt es sich dann um Werbung, wenn ein «Rundfunkveranstalter einem Dritten gegen Bezahlung oder eine ähnliche Gegenleistung Sendezeit zur Verfügung» stellt. Diese Bedingungen scheint das Uefa-Magazin prima vista locker zu erfüllen.</p>
<p>Handelte es sich tatsächlich Werbung, dann müsste sie den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen – was beim Uefa-Magazin vermutlich nicht der Fall wäre, da der einzelne Beitrag mit 23 Minuten länger dauert als die erlaubten zwölf Minuten Werbung pro Stunde. Doch das Bakom winkt ab, keine Werbung – mit der überraschenden Begründung: «Wir sind zum Schluss gekommen», teilt ein Bakom-Sprecher auf Anfrage mit, «dass es sich um einen redaktionellen Beitrag handelt.»</p>
<p>Mit anderen Worten: Das Bundesamt für Kommunikation taxiert eine von der Uefa finanzierte und produzierte Sendung, zu deren Ausstrahlung sich die SRG wohl oder übel verpflichten musste, wenn sie die Spiele der Fussball-EM zeigen wollte, als «redaktionellen Beitrag». Mit dieser Einschätzung stützt das Bundesamt für Kommunikation letztlich die Praxis der Uefa und schwächt die Position der SRG, die ja selbst deutlich genug deklariert hat, dass ihr das Uefa-Magazin ins Programm gedrückt wurde. Andere Grossveranstalter werden die Signale verstehen und mit ähnlichen Deals wertvolle Sendezeit ergattern wollen für ihr Content Marketing.</p>
<p>Aber auch die SRG trägt eine Verantwortung. Während sie bei der Fussball-EM vor der Alternative friss-oder-stirb gestanden hatte und man es ihr schlecht verübeln kann, die Dauerwerbesendungen des Fussballverbands ausgestrahlt zu haben, sollte sie sich zumindest bei eigenen Formaten in Zurückhaltung üben. Solange sich die SRG mit Werbung finanziert, locken Formate in der Grauzone des Zulässigen. Das war etwa im letzten Herbst <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/12/alles-fuer-den-sponsor/">mit «Gadget Box» der Fall</a> auf SRF zwei – acht mal 24 Minuten beste Werbung für einen Unterhaltungselektronikhändler. «Letztlich geht es darum, redaktionelles Programm und Werbebotschaften nicht zu vermischen», schreibt das Bakom. Trotzdem kommt die Werbeaufsicht im Fall «Gadget Box» zum Schluss, dass hier «kein werblicher Auftritt des Sponsors vorliegt.» Aus Zuschauerperspektive eine nur schwer nachvollziehbare Einschätzung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/18/amtlicher-segen-fuer-uefa-content-marketing/">Amtlicher Segen für Uefa-Content-Marketing</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>So viel verdient Andy Egli als SRF-Experte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/29/so-viel-verdient-andy-egli-als-srf-experte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2016 11:09:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland führt eine hitzige Debatte um TV-Honorare für Kahn und Scholl bei ARD und ZDF. Fussball-Analytiker sagen, wie es in der Schweiz läuft.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland führt eine hitzige Debatte um TV-Honorare für Kahn und Scholl bei ARD und ZDF. Fussball-Analytiker sagen, wie es in der Schweiz läuft.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/29/so-viel-verdient-andy-egli-als-srf-experte/">So viel verdient Andy Egli als SRF-Experte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Tessiner Paradesturm</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/24/der-tessiner-paradesturm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2016 10:45:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ohne Tessiner wären wir Schweizer im Fernsehen eine traurige Truppe, die es in Frankreich wohl nicht einmal in die Achtelsfinals geschafft hätte. Nichts gegen Sascha Ruefer, aber in einem Direktvergleich gegen den Tessiner Kultkommentator Armando Ceroni (56) würde er sang- und klanglos ausscheiden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne Tessiner wären wir Schweizer im Fernsehen eine traurige Truppe, die es in Frankreich wohl nicht einmal in die Achtelsfinals geschafft hätte. Nichts gegen Sascha Ruefer, aber in einem Direktvergleich gegen den Tessiner Kultkommentator Armando Ceroni (56) würde er sang- und klanglos ausscheiden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/24/der-tessiner-paradesturm/">Der Tessiner Paradesturm</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ARD und ZDF protestieren, die SRG kann damit leben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/14/ard-protestiert-srg-kann-damit-leben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jun 2016 12:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder: Führt die Uefa die Kamera, gibt es nur Fussball zu sehen. Unschöne Szenen auf der Tribüne werden konsequent ausgeblendet. So auch an der Fussball-EM in Frankreich. Dagegen protestieren ARD und ZDF. Sie fordern Zugang zu umfassendem Bildmaterial. Die SRG dagegen sieht sich durch die Uefa-Vorauswahl in ihrer Freiheit nicht eingeschränkt. Ob bei <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/14/ard-protestiert-srg-kann-damit-leben/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alle Jahre wieder: Führt die Uefa die Kamera, gibt es nur Fussball zu sehen. Unschöne Szenen auf der Tribüne werden konsequent ausgeblendet. So auch an der Fussball-EM in Frankreich. Dagegen protestieren ARD und ZDF. Sie fordern Zugang zu umfassendem Bildmaterial. Die SRG dagegen sieht sich durch die Uefa-Vorauswahl in ihrer Freiheit nicht eingeschränkt.</strong></p>
<p>Ob bei einem Europa-League-Spiel in Saloniki im letzten Herbst oder bei der EM-Partie England gegen Russland vom letzten Freitag in Marseille – wenn die Uefa das TV-Signal produziert, dann sieht der Zuschauer nur die schönen Seiten des Spiels. Weder Pyrotechnik noch Randale sollen das Bild trüben.</p>
<p>Sämtliche Sendeanstalten, welche die Spiele der Europameisterschaft zeigen, sind den vertraglichen Vorgaben des Turnierveranstalters unterworfen. Das wurde vorab ausgehandelt. Daher kann es nicht wirklich überraschen, wenn sich die Uefa beim aktuellen Wettbewerb so verhält, wie sie das bisher auch schon getan hat.</p>
<p>Nichtsdestotrotz erhebt sich Protest gegen die Praxis, nur geschöntes Bildmaterial zu liefern. Als am letzten Freitag russische Gewalttäter auf englische Fans losgingen im Stadion in Marseille, sahen das die TV-Zuschauer rund um die Welt nicht; und auch den Flitzer nicht im Kroatien-Spiel.</p>
<p>Das öffentliche Interesse an den unschönen und störenden Szenen mag angesichts des gleichzeitig laufenden Fussballspiels tatsächlich gering sein. Auch spricht gegen eine Ausstrahlung das Nachahmungsrisiko. So gesehen könnte man der Uefa sogar zugestehen, medienethisch verantwortungsvoll gehandelt zu haben.</p>
<p>Dennoch gemahnt die Bildpolitik der Uefa an Zensur. Sie unterläuft mit ihrer selektiven (<a href="https://medienwoche.ch/2016/06/01/uefa-greift-ins-tv-programm-ein/">und auch forcierten</a>) Weitergabe eigener Inhalte und Blickwinke das Unabhängigkeitsgebot ihrer Vertragspartner. Gerade die öffentlichen und öffentlich-rechtlichen Anstalten sehen sich durch ihren Auftrag an sehr strenge Gebote gebunden.</p>
<p>Wenn nun ARD und ZDF ihre Stimme erheben gegen die Knebelung durch den Fussballverband, dann wirkt das angesichts der realen Vertrags- und Machtverhältnisse als wenig aussichtsreiches Unterfangen. Die Uefa sitzt am längeren Hebel. Dennoch ist es wichtig, wenn eines der grössten Medienunternehmen sich vernehmbar macht zu Eingriffen in die Berichterstattungsfreiheit – und sei der Anlass dafür nur ein Fussballturnier und nicht das Parkett der Politik.</p>
<p>Keinen Anlass zum Handeln sieht dagegen die SRG. «Bis jetzt ist eine Beschwerde für uns kein Thema», teilt SRG-Sprecher Daniel Steiner auf Anfrage mit. Das heisst: Die SRG übernimmt unverändert für alle Live-Spiele das von der Uefa gesendete Material. Ereignisse, welche die Uefa nicht ins Bild rückt, soll das SRG-Personal mittels Moderation und eigener Kameras einfangen, sowie in den Nachrichtensendungen aufgreifen. Das müssten sie tun, denn: «Die SRG-Mitarbeitenden haben die Pflicht, solche Geschehnisse in angemessenem Rahmen zu beschreiben – was sie auch tun», erklärt Steiner und präzisiert: «Andererseits soll Chaoten und politischen Protestierenden, die den Sportanlass für ihre Messages missbrauchen, keine unangebracht grosse Plattform geboten werden.» Darum kann die SRG mit der Bildpolitik der Uefa ganz gut leben.</p>
<p>Einem öffentlichen Sender stünde es dennoch gut an, das grenzwärtige Gebaren eines mächtigen Monoplisten nicht einfach als gegeben hinzunehmen, geht es doch hier auch um Grundsatzfragen einer unabhängigem Berichterstattung. Wer widerspruchslos sendet, was die Uefa liefert, signalisiert sein grundsätzliches Einverständnis mit dem Vorgehen. Genau so gilt: Die Uefa ist auf die öffentlichen und öffentlich-rechtlichen Sender mit ihren enormen Reichweiten angewiesen. Allein deshalb kann sie kein Interesse daran haben, den Bogen zu überspannen. Daran muss man sie aber regelmässig erinnern. ARD/ZDF machen das, die SRG nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/14/ard-protestiert-srg-kann-damit-leben/">ARD und ZDF protestieren, die SRG kann damit leben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Gute Zeiten, schlechte Zeiten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/13/gute-zeiten-schlechte-zeiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Ziesmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2016 07:05:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Rio]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegtbild]]></category>
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		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fussball-EM und Olympia werden dem Fernsehen Traumquoten bescheren. Doch das ist die Ausnahme von der Regel. Gerade beim privaten Fernsehen beobachten wir eine Negativspirale mit sinkender Programmqualität und steigenden Preisen für die Werbung. Der Sportsommer 2016 mit Fussball-EM und Olympischen Spielen lässt die Herzen der Fernsehmacher höher schlagen. Für mehr als einen Monat sind die <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/13/gute-zeiten-schlechte-zeiten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/13/gute-zeiten-schlechte-zeiten/">Gute Zeiten, schlechte Zeiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fussball-EM und Olympia werden dem Fernsehen Traumquoten bescheren. Doch das ist die Ausnahme von der Regel. Gerade beim privaten Fernsehen beobachten wir eine Negativspirale mit sinkender Programmqualität und steigenden Preisen für die Werbung.<br />
<span id="more-27626"></span><br />
Der Sportsommer 2016 mit Fussball-EM und Olympischen Spielen lässt die Herzen der Fernsehmacher höher schlagen. Für mehr als einen Monat sind die Sendepläne komplett umgestellt worden. Traumhafte Einschaltquoten sind vorprogrammiert. Das Medium Fernsehen als grosses Lagerfeuer der Nation. Vor dem heimischen TV-Apparat, beim Public-Viewing und auf mobilen Endgeräten. In Echtzeit. In UHD und 4K. Der TV-Alltag fernab von Euro und Olympia sieht freilich anders aus. Das Fernsehen hat drei grosse Probleme:</p>
<ol>
<li>Bei fiktionalen Inhalten – also Serien, Spielfilmen und Eigenproduktionen – sparen die privaten Fernsehsender. Das führt als erstes Problem zu sinkender Programmqualität. Ein Blick in die Fernsehprogramme ausserhalb der Prime-Time erscheint deshalb oft als Zumutung. Auch früher gefeierte Programminhalte wie DSDS, Bachelor(ette) oder Germany&#8217;s Next Topmodel sahen nur noch ein Bruchteil der früheren Zuschauer. Aber die Kosten sinken stärker als die Werbeeinnahmen. Das führt zu steigenden Gewinnen. So stieg beispielsweise der Gewinn des europäischen Medienkonzerns RTL Group im Jahr 2015 unerwartet stark <a href="http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/rtl-gruppe-steigert-gewinn-um-30-prozent-1079198" target="_blank">um 30 Prozent auf 789 Millionen Euro</a>. Wobei allein die Mediengruppe RTL Deutschland 684 Millionen Euro zu diesem Rekordgewinn beigetragen hat. Öffentlich-rechtliche Fernsehsender haben dieses Problem kaum. Die Einnahmen aus Gebührengeldern sind mindestens stabil oder werden sogar erhöht.</li>
<li>Das zweite Problem ist die Tatsache, dass der Fernsehkonsum immer schwerer zu kapitalisieren ist. Denn vor allem Personen unter 29 Jahren besitzen kaum noch einen Fernseher. Das heisst aber nicht, dass jüngere Personen keine Bewegtbild-Inhalte konsumieren. Die Art der Nutzung findet lediglich deutlich weniger im linearen Fernsehprogramm statt, und verlagert sich stattdessen in die Mediatheken und auf Anbieter wie Youtube, Netflix, Amazon, Zattoo, iTunes, Swisscom TV, UPS Horizon usw. Das führt zwangsläufig dazu, dass diese Konsumenten für klassische Fernsehwerbung kaum noch erreichbar oder gar empfänglich sind. Wer sich «Game of Thrones» auf iTunes oder «Mr.Robot» auf Amazon anschaut, kommt dabei mit klassischer Fernsehwerbung überhaupt gar nicht mehr in Kontakt.</li>
<li>Das dritte Problem sind die so genannten «Second Screens». Also Smartphones und Tablets, die zeitgleich zum klassischen Fernsehen genutzt werden. Das Lagerfeuer während «Tatort» verlagert sich beispielsweise auf «Twitter». In Echtzeit mitreden. Ein Mehrwert. Ganz klar. Aber die Nutzung von «Second Screens» senkt die Aufmerksamkeit nicht nur für die Programminhalte, sondern ganz besonders auch für Fernsehwerbung. War früher ein Toilettengang immerhin bei jungen Zuschauern nicht unbedingt während jedes Werbeblocks nötig, so werden Smartphone und Tablet heute parallel genutzt und Werbebotschaften verhallen buchstäblich ungehört und wirkungslos.</li>
</ol>
<p>Dementsprechend ungehalten sind dann auch die Werbeauftraggeber über sinkende Programmqualität und sinkende Reichweite einerseits, aber steigende Werbepreise andererseits. So haben die Ausgaben für Fernsehwerbung in Deutschland im ersten Quartal des Jahres 2016 um 9 Prozent zugenommen. Brutto wohlgemerkt. «TV-Werbung kostet immer mehr und leistet immer weniger», polterte Uwe Storch als Mediadirektor von Ferrero und Vorstandsmitglied des deutschen <a href="http://www.wuv.de/marketing/dramatischer_leistungsverlust_werbekunden_kanzeln_tv_ab" target="_blank">Werbekundenverbandes OWM</a>. «Werbekunden bezahlen heute bis zu 50 Prozent mehr für die gleiche Leistung», führte Storch aus, und beklagte gleichzeitig einen «dramatischen Leistungsverlust». Auf der anderen Seite würden TV-Vermarkter stetig die Brutto-Spot-Preise erhöhen. «Über die Brutto-Inflation werden künstlich Spielräume für Rabatte geschaffen, die beim Werbekunden nicht ankommen.» Die von den Vermarktern geübte Praxis, ihre Tausend-Kontakt-Preise TKP jährlich im einstelligen Prozentbereich anzupassen, stellt Storch in Frage. «Ich kenne keine andere Branche, in der das üblich ist», so Storch. Ferrero investiert jährlich allein Deutschland rund 300 Millionen Euro in Werbung. Ein Grossteil davon fliesst in Fernsehwerbung.</p>
<p>Die Nutzung von Fernsehinhalten ist nicht mit der Nutzung von Bewegtbild-Inhalten auf Facebook oder YouTube vergleichbar. Die Verweildauer am TV ist deutlich geringer. Die Werbezeitenvermarkter wie Goldbach Media, SevenOne Media und auch Admeira werden deshalb nicht müde zu betonen, dass die wöchentliche Reichweite und die Nutzungsdauer des Fernsehens stabil sei. Auch bei jungen Zielgruppen. Wie kürzlich beim <a href="https://www.screenforce.ch/events/screenforcedays/screenforce-day-archiv/2016/05/12/default-calendar/screenforce-day-2016 " target="_blank">«Screenforce Day» in Zürich</a> werden aber bei dieser Eigenwerbung die Grenzen fliessend, da die tägliche Nutzungsdauer von Bewegtbild-Inhalten durchaus auch die Nutzung von Videos auf Facebook, YouTube oder eben Abrufe bei Netflix, Amazon, iTunes etc. beinhaltet. Zudem teilt sich dieselbe Nutzungsdauer auf immer mehr Fernsehsender auf. Man denke nur an 3+, 4+, 5+ und TV24, TV25 und immer weitere Anbieter, die Teil der gleichbleibenden Nutzungsdauer sein möchten. Wobei die Werbewirkung von Fernsehwerbung bei mobiler Nutzung oder parallel zu einem «Second Screen» weiter abnimmt.</p>
<p>Deshalb haben es Werbeauftraggeber und Werbezeitenvermarkter immer schwerer, diese veränderte Form der Nutzung von Bewegtbild-Inhalten kapitalisieren zu können. Das führt wiederum zu sinkenden Werbeeinnahmen. Netto wohlgemerkt. Denn Leistungsverluste werden mit Rabatten und Freispots ausgeglichen. Und warum sollten Zuschauer warten, bis hochwertig produzierte Serien wie «Suits» oder «Mr.Robot» in vielen Monaten im linearen Fernsehens versteckt werden, wenn diese Programminhalte bereits einen Tag nach der Erstausstrahlung im amerikanischen Fernsehen sogar mit deutschen Untertiteln hierzulande verfügbar sind? Legal wohlgemerkt.</p>
<p>Das Medium Fernsehen stirbt nicht. Aber die Nutzungsart ändert sich gewaltig. Deshalb steht inzwischen die tatsächliche Einschaltquote erst nach sieben Tagen fest, wenn immerhin die Abrufe aus den Mediatheken berücksichtigt wurden. Aber auch die Zusammenführung dieser Daten stellte die Macher vor so grosse Probleme, dass monatelang überhaupt gar <a href="http://www.20min.ch/finance/news/story/Diese-TV-Quoten-sollte-nie-jemand-sehen-29461317" target="_blank">keine Zuschauerzahlen verfügbar waren</a>. Wesentlich für die Probleme war der technische Systemwechsel bei Mediapulse. Dem Vernehmen nach aber gerade nicht nur wegen technischer Probleme, sondern weil die Messergebnisse zum Nachteil von werbefinanzierten Sendern massiv eingebrochen waren.</p>
<p>Zurück zur Fussball-EM, da herrscht nämlich nicht nur eitel Freude, denn die Frage, wie denn die hunderttausenden Zuschauer beim Public-Viewing berücksichtigt werden sollen, ist noch immer ungeklärt. Abgesehen davon werden sich die Fernsehmacher in den kommenden vier Wochen an hohen Einschaltquoten erfreuen. Mindestens bei den Sendern, die die Fussball-Europameisterschaft übertragen. Alle anderen freuen sich wohl eher über ein frühes Ausscheiden der jeweils heimischen Teams.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/13/gute-zeiten-schlechte-zeiten/">Gute Zeiten, schlechte Zeiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Beste ist leider schon vorbei</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/09/das-beste-ist-leider-schon-vorbei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 11:38:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Alain Berset]]></category>
		<category><![CDATA[26 Minutes]]></category>
		<category><![CDATA[Comdey]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball-EM]]></category>
		<category><![CDATA[Vincent Kucholl]]></category>
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		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=27592</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bereits vor Turnierbeginn blicken wir auf einen Höhepunkt der Berichterstattung zur Fussball-EM zurück: Das Westschweizer Fernsehen RTS setzte auf Comedy zur Euro-Vorschau mit einer Sondersendung von «26 Minutes». In der Samstagabendshow reichte sich Fussball- und Politprominenz die Klinke in die Hand und die beiden Gastgeber Vincent Veillon und Vincent Kucholl zeigten, dass es mit ihnen <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/09/das-beste-ist-leider-schon-vorbei/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits vor Turnierbeginn blicken wir auf einen Höhepunkt der Berichterstattung zur Fussball-EM zurück: Das Westschweizer Fernsehen RTS setzte auf Comedy zur Euro-Vorschau mit einer Sondersendung von «26 Minutes». In der Samstagabendshow reichte sich Fussball- und Politprominenz die Klinke in die Hand und die beiden Gastgeber Vincent Veillon und Vincent Kucholl zeigten, dass es mit ihnen auch länger als 26 Minuten lang lustig sein kann.<br />
<span id="more-27592"></span><br />
<iframe name="26 minutes du 4 juin 2016" src="//tp.srgssr.ch/p/rts/embed?urn=urn:rts:video:7778307&amp;start=" height="248" width="440" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Zuerst waren es zwei Minuten, <a href="http://www.rts.ch/video/couleur3/120-secondes/" target="_blank">respektive «120 Secondes»</a>. Doch schon die Radio-Comedy von Vincent Veillon und Vincent Kochall dauerte in der Regel länger als der Titel es vermuten liess. Beim Fernsehen bespielen der TV-Moderator und der Schauspieler jede Woche 26 Minuten. Doch damit nicht genug. Am letzten Samstag dauerte <a href="http://www.rts.ch/play/tv/emission/26-minutes?id=6368115" target="_blank">«26 Minutes»</a> geschlagene 90 Minuten, so lange wie ein Fussballspiel.</p>
<p>Anlässlich der bevorstehenden Europameisterschaft räumte das Westschweizer Fernsehen RTS die Prime Time am letzten Samstag frei für eine grosse Kiste mit Saalpublikum. Die Ansage: Die wichtigste Nebensache der Welt sollte man nicht allzu ernst nehmen. So boten die Meister der gepflegten Blödelei ein Gegenprogramm zum gewohnten Glamour medialer Fussballinszenierungen. Als Gastpersonal bieten sich dafür wohlbekannte Querköpfe an, etwa ein Christian Constantin. Der schillernde Fussballboss aus dem Wallis hinterliess auch in dieser Sendung einen bleibenden Eindruck. Der FC-Sion-Präsident unterstützte den von Vincent Kucholl gespielten Klubfrisör seines Vereins kurzerhand und greift selbst zur Tondeuse. Moderator Vincent Veillon muss vor laufender Kamera Haare lassen.</p>
<p>Auch wenn der Coiffeursalon zunehmend an Bedeutung gewinnt als Schauplatz im Fussballgeschäft, spielt sich das Hauptgeschehen weiterhin auf dem Rasen ab. Regelmässige Live-Schaltungen zu einem fiktiven 3.-Liga-Spiel zwischen zwei Fantasiemannschaften in der <a href="http://www.chastavel.ch/" target="_blank">erfundenen Waadtländer Gemeinde Chastavel</a> geben der Sendung den sportlichen Rhythmus. Ein übermotivierter «Journaliste sportif» im RTS-Outfit meldet sich jeweils mit dem Zwischenstand aus einem verregneten Kleinstadion in der Westschweizer Provinz – hochmotiviert, dafür nur mittelmässig humorig.</p>
<p>Als Dreh- und Angelpunkt der Sendung wirkte Vincent Veillon, stärker noch als in den regulären «26 Minutes»-Sendungen. Er findet die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Witz und führt als Talkmaster souverän durch die Sendung. Nur ab und an kann er sich ein Grinsen nicht verkneifen bei einem Scherz von Kollege Kucholl, was seinen Auftritt noch sympatischer macht.</p>
<p>Veillon trägt auch die Verantwortung für das Wohlergehen seiner Gäste. Das gestaltet sich nicht immer ganz einfach, sitzt doch in der Regel eine auf Krawall gebürstete oder anderweitig vorlaute Figur mit auf der Bühne, gespielt von Vincent Kucholl. Auch Bundesrat Alain Berset konnte nicht umhin, sich mit zwei überzeichneten Charakteren auseinanderzusetzen. Zuerst mischte sich der abgestürzte Ex-Fussballprofi Serge Jaquet ins Gespräch ein, später tritt ein alter Bekannter auf, der zackige Oberstleutnant Karlheinz Inäbnit. Berset meisterte die Hürden souverän und lässt sich von den Jux-Gästen nicht verunsichern. Überhaupt scheint sich der Magistrat wohl zu fühlen bei den beiden Vincents, er reagiert freundlich und cool, setzt im richtigen Moment eine Pointe und erzählt zum Schluss noch ein Schmunzelgeschichten. Ein rundum geglückter Auftritt, frei von peinlicher Komik, wie man sie von anderen Magistraten kennt.</p>
<p>Neben Constantin und Berset beehrte die Sendung auch noch Philippe Leuba, Waadtländer Staatsrat und gewesener Nationalliga-A-Schiedsrichter. Als weiterer Gast ist Michel Pont geladen, langjähriger Assistenztrainer der Schweizer Nationalmannschaft. Sympathisches Geplauder, das Publikum lacht mit, vermutlich auch zuhause vor den Empfangsgeräten. Was will ein öffentlicher Sender mehr? Und genau das bieten Veillon und Kucholl mit «26 Minutes»: Populäre Unterhaltung, die auch bei einem jungen Publikum ankommt, das man schon für den TV im Allgemeinen und den Service public im Besonderen für verloren geglaubt hatte. «26 Minutes» holt sie zurück – nicht unbedingt vor den Fernsehen, aber vor Smartphone, Tablet und PC. «Eine vergleichbare Sendung hat das Deutschschweizer Fernsehen SRF derzeit nicht im Programm», schrieb die Coop-Zeitung im letzten November. Ein Problem ist das nicht. «26 Minutes» kann man auch in der Deutschschweiz sehen und es steht allen Gebührenzahlenden frei,  jeden Samstag das beste Satire- und Comedyformat der SRG zu geniessen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/09/das-beste-ist-leider-schon-vorbei/">Das Beste ist leider schon vorbei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zur Fussball-EM: Vom Hässlichen im Schönen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/09/zur-fussball-em-vom-haesslichen-im-schoenen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 09:40:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=11091</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Frankreich beginnt heute die Fussball-Europameisterschaft. Zeit, endlich wieder einmal ans Schöne zu denken? Wirkt doch das Fussballgeschehen oft eher dunkel: Korruption, Totalkommerz und Hooliganismus.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Frankreich beginnt heute die Fussball-Europameisterschaft. Zeit, endlich wieder einmal ans Schöne zu denken? Wirkt doch das Fussballgeschehen oft eher dunkel: Korruption, Totalkommerz und Hooliganismus.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/09/zur-fussball-em-vom-haesslichen-im-schoenen/">Zur Fussball-EM: Vom Hässlichen im Schönen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Uefa-Bilder in ARD &#038; ZDF</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/08/uefa-bilder-in-ard-zdf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2016 13:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=11068</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Sport geht, was in der Politik undenkbar wäre: Während &#8222;tagesthemen&#8220; und &#8222;heute-journal&#8220; niemals bereitwillig Interviews senden würden, die Parteien mit ihren eigenen Politik-Größen geführt haben, strahlen unter anderem ARD und ZDF zur anstehenden UEFA Fußball-Europameisterschaft 2016 Material des europäischen Fußballverbandes UEFA aus.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sport geht, was in der Politik undenkbar wäre: Während &#8222;tagesthemen&#8220; und &#8222;heute-journal&#8220; niemals bereitwillig Interviews senden würden, die Parteien mit ihren eigenen Politik-Größen geführt haben, strahlen unter anderem ARD und ZDF zur anstehenden UEFA Fußball-Europameisterschaft 2016 Material des europäischen Fußballverbandes UEFA aus. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/08/uefa-bilder-in-ard-zdf/">Uefa-Bilder in ARD & ZDF</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Das Geschäft mit der Euro</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/08/das-geschaeft-mit-der-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2016 06:16:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=11080</guid>

					<description><![CDATA[<p>In 2 Tagen startet die UEFA EURO 2016 in Frankreich. Neben einem großen Spektakel für alle Fußball-Fans sind solche sportlichen Großereignisse für Partner und Sponsoren immer auch ein Geschäft.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/08/das-geschaeft-mit-der-euro/">Das Geschäft mit der Euro</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In 2 Tagen startet die UEFA EURO 2016 in Frankreich. Neben einem großen Spektakel für alle Fußball-Fans sind solche sportlichen Großereignisse für Partner und Sponsoren immer auch ein Geschäft.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/08/das-geschaeft-mit-der-euro/">Das Geschäft mit der Euro</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Uefa greift ins TV-Programm ein</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/06/01/uefa-greift-ins-tv-programm-ein/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2016/06/01/uefa-greift-ins-tv-programm-ein/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2016 08:33:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa Euro 2016]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=27556</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer die Spiele der Fussball-Euro 2016 zeigen will, muss auch vorproduzierte Sendungen der Uefa bringen. Für SRF heisst das: fast 300 Minuten EM-Vorschau unter fremder Regie. SRF, aber auch ZDF, sowie die Europäische Behörde EBU, wollen darin keinen unzulässigen Eingriff in die redaktionelle Unabhängigkeit der Sender erkennen. Kein Wunder. Das Modell ist längst etabliert. Als <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/01/uefa-greift-ins-tv-programm-ein/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer die Spiele der Fussball-Euro 2016 zeigen will, muss auch vorproduzierte Sendungen der Uefa bringen. Für SRF heisst das: fast 300 Minuten EM-Vorschau unter fremder Regie. SRF, aber auch ZDF, sowie die Europäische Behörde EBU, wollen darin keinen unzulässigen Eingriff in die redaktionelle Unabhängigkeit der Sender erkennen. Kein Wunder. Das Modell ist längst etabliert.</strong></p>
<p>Als Rainer Maria Salzgeber nach dem Testspiel Schweiz gegen Belgien vom letzten Samstag in Genf noch am Spielfeldrand stand und hinter ihm ein paar Nati-Spieler mit einer leichten Trainingseinheit den Match verdauten, setzte der SRF-Sportjournalist zu einem denkwürdigen Satz an als er die folgende Fussballsendung ansagte: «Das Magazin kriegen wir in der Form, wie wir es senden von der Uefa und alle die, welche die Senderechte haben für die Europameisterschaft im kommenden Sommer, die sind verpflichtet, das in der Form, wie wir es kriegen, auch zu senden. Das machen wir natürlich sehr gerne.»</p>
<p>Im Klartext: Die SRF muss vorproduzierten Uefa-Content ausstrahlen, wenn sie die Fussballspiele der Euro 2016 zeigen will. So seht es im Vertrag, den die Europäische Rundfunk-Union EBU mit der Uefa ausgehandelt hat. SRF-Sprecherin Caroline Kalberer bestätigt: «Es gibt eine Verpflichtung zur Ausstrahlung im Vertrag zwischen UEFA und EBU.» Bestimmungen, die für die ganze SRG gelten. Neben SRF müssen auch RTS und RSI die Uefa-Werbesendungen bringen.</p>
<p>Doch worum geht es überhaupt? Was zeigen die Videos? Es handelt sich letztlich um harmloses Material und keine aufdringliche Uefa-Werbung. Ein bisschen Rückblick, ein bisschen Ausblick und viel Prominenz aus dem europäischen Fussball der letzten Jahrzehnte. Keinerlei Rolle in diesen Vorschaubeiträgen spielt hingegen die Sicherheitslage in Frankreich. Für Schweizer Zuschauer irritierend wirkt das Porträt von Ivan Rakitic. Ein Schweizer Fussballer im Dienste des FC Barcelona, der als Doppelbürger für Kroatien an der EM antritt. Im Video spricht Rakitic konsequent Kroatisch, was er bei einer SRF-Produktion sicher nicht getan hätte. Auch fehlen Fragen aus einer schweizerischen Perspektive, etwa nach seiner Einschätzung der Schweizer Nati; Fragen, die ein SRF-Reporter mit Sicherheit gestellt hätte; ein Mangel, den auch die Off-Stimme eines SRF-Manns nicht wettzumachen vermag. Doch insgesamt entsteht der Eindruck einer soliden Produktion, wie man sie auch sonst von SRF gewohnt ist. Das eingeblendete Senderlogo könnte glatt vergessen lassen, dass es sich hier um Content-Marketing für das bevorstehende Fussballturnier handelt. Erst mit dem Hinweis auf uefa.com für weitere Informationen könnte klarwerden, dass nicht SRF Regie geführt hat.</p>
<p>Wenn SRF erklärt, diese Bilder entsprächen den eigenen qualitativen und redaktionellen Ansprüchen und könnten darum bedenkenlos ausgestrahlt werden, dann stimmt das zwar formal, macht aber den Sündenfall nicht ungeschehen. Letztlich lassen sich die Sender erpressen von der Uefa, die ihr begehrtes Produkt Euro 2016 als Einfallstor nutzt für die Platzierung von Content Marketing. Damit ist die Uefa freilich nicht allein. Vor zwei Jahren handelte die <a href="http://www.infosperber.ch/Medien/Fernseh-SRF-Fifa-PR-Werbefilme-ausgestrahlt-ohne-Transparenz" target="_blank">Fifa genau gleich</a>. Für die Fussball-WM 2014 gab es die Übertragungsrechte auch nur unter der Bedingung, dass die Sender eine Vorschau ausstrahlen, natürlich nur mit den schönsten Bildern aus Brasilien. <a href="https://www.srgd.ch/de/aktuelles/2014/09/15/intransparente-fifa-propaganda/" target="_blank">Damals rügte die Ombudsstelle</a> von Schweizer Radio und Fernsehen den Umgang des Senders mit den Fifa-Bildern. Es sei zu wenig deutlich auf die Fremdproduktion hingewiesen und damit das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt worden. Eine Ausstrahlung hielt Ombudsmann Achille Casanova aber für grundsätzlich gerechtfertigt, auch wenn er die inhaltlichen Bedenken der Beschwerdeführer nachvollziehen konnte.</p>
<p>Die Teilrüge von damals zeigte teilweise Wirkung. Am Schluss der aktuellen Uefa-Magazinsendungen wird folgendes Copyright festgehalten: «UEFA 2016. All rights reserved». «Dadurch», sagt SRF-Sprecherin Kalberer, «wird die Transparenz hergestellt». Die Verantwortung dafür, dass SRF die fremdproduzierte EM-Vorschau senden muss, trägt letztlich die European Broadcasting Union EBU in Genf. Dieser Zusammenschluss der öffentlichen und öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstalter hat für 26 seiner Mitglieder die Übertragungsrechte von der Uefa erworben, darunter auch für die SRG. Den Zwang zur Bildübernahme und damit das Risiko, die Unabhängigkeit der Sender zu korrumpieren, nahm die EBU dabei offenbar billigend in Kauf. Das steht gewissermassen im Widerspruch zu den vielfältigen Aktivitäten der Genfer Behörde zur Verteidigung der Medienfreiheit.</p>
<p>Wenn politische Akteure die Medienfreiheit bedrohen, wie jüngst in Polen, dann weibelt die EBU und lobbyiert auf allen Ebenen. Gleichzeitig öffnet sie der Uefa Tür und Tor für die kommerzielle Unterwanderung der redaktionellen Unabhängigkeit ihrer Sender. EBU-Direktorin Ingrid Deltenre verbittet sich diese Unterstellung: «Die EBU würde sich niemals dafür hergeben, die redaktionelle Unabhängigkeit ihrer Mitglieder zu korrumpieren.» Deltenre sieht die nicht ganz freiwillige Contentbelieferung denn auch mehr als seriöse Dienstleistung für die Sender: «Die Uefa hat ein professionelles und journalistisch geschultes Team mit der Herstellung der Programmelemente beauftragt. Es werden Programmelemente wie Interviews, Portraits oder Informationen zur Verfügung gestellt, welche die meisten Sender gar nicht selber produzieren könnten.» Die meisten Sender würden dies als «journalistische Bereicherung» sehen.</p>
<p>Dass es durchaus Spielraum gibt bei der Bemessung des Eingriffs, zeigt die Praxis bei ARD und ZDF. Die deutschen Sender haben ihren Vertrag nicht über die EBU, sondern direkt mit der Uefa ausgehandelt. Und siehe da: Sie müssen nur acht Uefa-Magazine ausstrahlen, die sie zudem hälftig auf die beiden Programme verteilen. Während ARD und ZDF nur je vier Sendungen ausstrahlen, muss SRF deren zwölf zeigen. Auch beim Umgang mit dem vorproduzierten Material gibt es offenbar Unterschiede je nach Vertrag. So erklärt ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz auf Anfrage, man könne sich des Materials bedienen, das von der Uefa zur Verfügung gestellt wird. Die Endfassung (Schnitt, Text) geschehe in der redaktionellen Hoheit der jeweiligen Sender. Bei SRF erklärte Sportredaktor Rainer Maria Salzgeber, man sei «verpflichtet, das in der Form, wie wir es kriegen, auch zu senden».</p>
<p>Auch wenn hier formal und rechtlich alles mit rechten Dingen zugehen mag, bleibt die unschöne Erkenntnis, dass selbst die auf kommerzielle Unabhängigkeit bedachten öffentlichen Sender vor dem Einfluss moderner Werbeformen nicht gefeit sind; vor allem Werbung, die sich vermehrt in den redaktionellen Bereich einschleichen will, was ihr – wie im vorliegenden Fall – auch immer öfter gelingt. Umso grösser muss die Wachsamkeit sein, damit das nicht zum Normalfall wird.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/06/01/uefa-greift-ins-tv-programm-ein/">Uefa greift ins TV-Programm ein</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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