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	<title>Urs Meyer | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Der digitale Vollversorger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 08:04:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer neuen Unternehmensstrategie unterstreicht die SRG ihre umfassenden Ambitionen als Multimediahaus. Von einer vergrösserten Gesamtreichweite bis zur starken Präsenz in sozialen Netzwerken schreibt das Dokument zahlreiche strategische Ziele bis ins Detail fest. Wenig Freude daran dürften die Verleger haben, die wohl vergeblich hoffen, die SRG im Internet zurückbinden zu können. Mit der neuen Unternehmensstrategie <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/19/der-digitale-vollversorger/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer neuen Unternehmensstrategie unterstreicht die SRG ihre umfassenden Ambitionen als Multimediahaus. Von einer vergrösserten Gesamtreichweite bis zur starken Präsenz in sozialen Netzwerken schreibt das Dokument zahlreiche strategische Ziele bis ins Detail fest. Wenig Freude daran dürften die Verleger haben, die wohl vergeblich hoffen, die SRG im Internet zurückbinden zu können.<br />
<span id="more-30550"></span><br />
Mit der <a href="http://www.srgssr.ch/nc/de/medien/archiv/single/date/2012/die-srg-ssr-im-digitalen-zeitalter/" target="_blank">neuen Unternehmensstrategie</a> dokumentiert die SRG erstmals umfassend ihr Selbstverständnis in einem veränderten Medienumfeld: Der gebührenfinanzierte Rundfunk versteht sich als digitaler Vollversorger für die gesamte Bevölkerung, wobei auch künftig der Schwerpunkt auf einem audiovisuellen Angebot liegen soll. Doch Radio und Fernsehen lassen sich heute nicht mehr ohne das Internet denken. Deshalb «mutiert die SRG vom herkömmlichen Radio- und Fernsehhaus zum Service-public-Multimediahaus».</p>
<p>Ganz neu ist das alles freilich nicht. Vieles davon hat sich in den letzten Jahren bereits als Praxis bei Programm und Personal etabliert: Sei es der Anspruch, eine «qualité populaire» mit hohem Schweizbezug zu bieten, oder konvergent zu arbeiten in den Redaktionen; der haushälterische Ressourceneinsatz gehört zu den betriebswirtschaftlichen Selbstverständlichkeiten.</p>
<p>Was auf den ersten Blick banal und bekannt erscheint, zeigt in den Details eine neue Qualität. Die SRG setzt zwar nicht zum grossen Sprung nach vorn an, aber sie geht in die Offensive. Am deutlichsten manifestiert sich das im strategischen Ziel, das Publikum zu vergrössern und so die Gesamtreichweite auszudehnen. Für ein Service-public-Unternehmen, das von den Gebührenzahlern lebt, ist das ein legitimer und lebensnotwendiger Anspruch. Allerdings bedeutet das zwangsläufig eine forcierte Konkurrenz mit privaten Medienunternehmen. Denn die Umsetzung der Strategie bedeutet letztendlich einen massiven Ausbau im Netz. Und dort stehen sich die öffentlichen und privaten Konkurrenten im Abstand eines Mausklicks gegenüber. Hier steckt medienpolitischer Zündstoff in der Unternehmensstrategie.</p>
<p>Hintergrund ist der nach wie vor ungelöste Streit mit den Verlegern um die Grenzen der Online-Aktivitäten SRG. <a href="http://www.srgssr.ch/de/medien/medienstelle/" target="_blank">Iso Rechsteiner</a> versucht zu beruhigen: «Die Strategie entspricht genau dem, was die privaten Medienhäuser sich wünschen: Dass der Schuster bei seinem Leisten bleibt.» Der Leiter Unternehmenskommunikation und als Verantwortlicher Public Affairs so etwas wie der Chefdiplomat der SRG, präzisiert das so: «Zeitungsähnliche Produkte im Internet interessieren die SRG nicht. Deshalb hält die Strategie auch fest, dass Texte &#8217;sinn- und massvoll eingesetzt&#8216; werden sollen.»</p>
<p>Diese Formulierung reiht sich in die Tradition der bewusst <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/21/die-%C2%ABeigenstandigen-online-welten%C2%BB-der-srg/" target="_self">schwammig gehaltenen Selbstbeschränkungen</a> für die Online-Aktivitäten ein. In schlechter Erinnerung bleiben der legendäre «Added Value» und ebenso die aktuelle Leerformel mit dem geforderten «Sendungsbezug» für Beiträge auf den Websites. Neu kommt der «sinn- und massvolle» Einsatz von Textbeiträgen im Netz dazu. Sinnvoll ist schliesslich immer das, was die SRG für sinnvoll hält und massvoll ebenfalls.</p>
<p>Wenn die SRG keine «zeitungsähnlichen Produkte» anbieten will, dann klingt das zuerst einmal nach Verzicht; ist es aber nicht. Selbstverständlich wird die SRG nie eine elektronische Zeitung herausgeben. Bild, Ton, Bewegtbild spielen bei einem audio-visuellen Medium immer eine zentrale Rolle. Ob die Texte nun 1000 oder 5000 Zeichen lang sind, macht keinen Unterschied. Der Attraktivität eines Nachrichtenangebots tut es keinen Abbruch, wenn die Texte kurz sind.</p>
<p>Für die Verleger ist die Zeichenbeschränkung weiterhin eine der zentralen Forderungen an die SRG im Online-Streit. Doch damit wird nichts gelöst und die SRG deshalb im Netz nicht weniger attraktiv. Wie man es dreht und wendet: Mit der forcierten Online-Strategie geht die SRG auf Konfliktkurs, nicht willentlich, aber unvermeidlich. Wenn zudem die «Erschliessung neuer Einnahmequellen» als strategisches Ziel definiert wird, dann müsse bei den Verlegern die Alarmglocken schrillen: Neben der Forderung nach Online-Werbung will die SRG nun auch noch in weiteren Marktfeldern der privaten Konkurrenz nahe treten. SRG-Generaldirektor Roger de Weck scheint sich der Brisanz dieser Forderung bewusst zu sein. Im Interview mit der NZZ <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/die-it-ist-das-groesste-risiko-meiner-amtszeit-1.17683047" target="_blank">versucht er zu beschwichtigen</a>, wenn er sagt, man habe nichts «Spektakuläres» vor.</p>
<p>Die SRG hat im Konflikt mit den Verlegern wieder vorgelegt und als erste Partei ihr Gewicht in die Waagschale geworfen. Nun sind die Verleger am Zug. Doch diese halten sich noch bedeckt. Urs F. Meyer, Geschäftsführer des Verbands Schweizer Medien, sagt auf Anfrage, er habe noch keine Zeit gefunden, die Unternehmensstrategie der SRG zu analysieren. Er wolle sich deshalb jetzt noch nicht öffentlich dazu äussern. Das Verbandspräsidium trifft sich das nächste Mal Mitte November und werde dann «seine Beurteilung festhalten», teilt Meyer mit.</p>
<p>Wenn Private und SRG keine Einigung finden, wovon auszugehen ist, muss die Politik wieder regulierend eingreifen. Der jüngste Bundesratsentscheid zur Online-Werbung stützt den Kurs der SRG und kommt den Verlegern nur wenig entgegen. Vor diesem Hintergrund kann die neue Unternehmensstrategie der SRG auch als Ausdruck einer politisch gewollten Medienordnung gesehen werden, mit einem multimedialen Service-public, der sich nahezu nach Belieben ausbreiten darf und soll.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/19/der-digitale-vollversorger/">Der digitale Vollversorger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Pyrrhussieg für die Verleger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 15:51:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die SRG darf vorerst keine Werbung in ihren Online-Angeboten schalten. Das hat der Bundesrat heute entschieden. Gleichzeitig gewährt die Landesregierung dem öffentlichen Rundfunk mehr publizistischen Spielraum im Netz. Das tangiert das Geschäft der Verleger viel stärker, als das die Online-Werbung getan hätte. Nach dem Entscheid des Bundesrats geben sich die betroffenen Parteien diplomatisch. «Wir erkennen <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/14/pyrrhussieg-fuer-die-verleger/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die SRG darf vorerst keine Werbung in ihren Online-Angeboten schalten. Das hat der Bundesrat heute entschieden. Gleichzeitig gewährt die Landesregierung dem öffentlichen Rundfunk mehr publizistischen Spielraum im Netz. Das tangiert das Geschäft der Verleger viel stärker, als das die Online-Werbung getan hätte.<br />
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Nach dem <a href="http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&amp;msg-id=45965" target="_blank">Entscheid des Bundesrats</a> geben sich die betroffenen Parteien diplomatisch. «Wir erkennen darin das Bemühen des Bundesrats zur Ausgestaltung einer optimalen Medienlandschaft», sagt Urs F. Meyer vom Verlegerverband. Die SRG spricht von einem «salomonischen Entscheid». Bei einem genauen Blick auf das, was der Bundesrat heute Morgen besprochenen und schliesslich entschieden hat, wird jedoch schnell klar, dass die SRG als unbestrittener Sieger dasteht. Zwar suggeriert die Medienmitteilung mit dem Titel «Vorerst keine Internet-Werbung für die SRG» das Gegenteil. Entscheidend ist aber das «vorerst». Denn dieser Vorbehalt macht klar, dass der Bundesrat an seinem Grundsatzentscheid von 2010 festhält, wonach es der SRG erlaubt sein müsse, im Internet kommerziell aktiv zu werden. Einfach nicht heute, dafür sicher später. Der Zeitpunkt sei für einen solchen Schritt noch verfrüht, da sich die Werbeerträge in letzter Zeit positiv entwickelt hätten und die SRG nicht auf zusätzliche kommerzielle Einnahmen angewiesen sei, begründete Medienministerin Doris Leuthard die bundesrätliche Haltung.</p>
<p>Auch wenn die Diskussion vertagt wurde, ist schon heute klar, dass die Verleger auf verlorenem Posten stehen. Der Bundesrat hat ihnen letztlich nur eine Gnadenfrist gewährt. «Mit dem Entscheid des Bundesrats haben wir Zeit gewonnen», bestätigt auch Urs F. Meyer diesen Eindruck. Dass mehr rauszuholen gewesen wäre und sich der Bundesrat für ein längerfristiges oder gar endgültiges Online-Werbeverbot für die SRG ausgesprochen hätte, darauf mochte Meyer gar nicht erst hoffen: «Vom Bundesrat konnten die Verleger nicht erwarten, dass er seinen Grundsatzentscheid rückgängig macht.»</p>
<p>Während die Verleger das vorläufige Werbeverbot im besten Fall als hauchdünnen Etappensieg verbuchen können, haben sie beim zweiten Aspekt des heutigen Entscheids ganz klar den Kürzeren gezogen. Indem der Bundesrat den publizistischen Spielraum der SRG im Netz vergrössert, sorgt er für eine Verschärfung der Konkurrenz zwischen Verlagen und öffentlichem Rundfunk. Zum einen wird der für die Online-Beiträge erforderliche Sendungsbezug gelockert. Für eine Veröffentlichung im Netz muss nicht mehr abgewartet werden, bis der entsprechende Inhalt vorher in einer Radio- oder TV-Sendung gezeigt wurde. Zum anderen soll die SRG künftig auch Inhalte ohne solchen Sendungsbezug im Web anbieten dürfen. Medienministerin Leuthard versucht derweil die Verleger zu beruhigen, wenn sie sagt: «Die SRG soll im Internet keine Zeitung publizieren.» Natürlich macht das die SRG nicht und wird es auch in Zukunft nicht tun. Denn sie bietet schon heute viel mehr als nur eine «Zeitung im Internet».</p>
<p>Das Portal srf.ch, das im November als gemeinsames Online-Angebot von Schweizer Radio und Fernsehen starten wird, ist umfassender als die Webseite mancher Zeitung – und ausserdem komplett werbefrei. Wenn sich die Verlage nun daran machen, ihre Online-Leser mittels Paywall zur Kasse zu bitten, dann ist es diesen Bestrebungen nicht eben zuträglich, wenn nebenan das grösste Medienunternehmen der Schweiz sein frei zugängliches Angebot mit dem Segen der Regierung ausbauen darf.</p>
<p>Mit dem heutigen Entscheid hat der Bundesrat ein klares medienpolitisches Zeichen gesetzt und der SRG den Rücken gestärkt. Ein starker Service public online bedeutet ein Medienangebot, das nicht den Unwägbarkeiten des Marktes ausgesetzt ist. Allerdings wäre es nur folgerichtig gewesen, wenn der Bundesrat zur Frage der Werbung eine konsequentere Haltung gezeigt und sie für die SRG im Netz untersagt hätte. Gebühren alleine müssen ausreichen, um auch online ein qualitativ hochstehendes Angebot bereitzustellen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/14/pyrrhussieg-fuer-die-verleger/">Pyrrhussieg für die Verleger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Nervosität vor dem Showdown</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 15:56:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Communication Summit vom vergangenen Dienstag hat ein Nachspiel. Die Veranstaltung lief nicht zur Zufriedenheit der Verleger ab. Nun beschwert sich der Verband Schweizer Medien bei den Organisatoren: Die Position der Verleger im Streit um die Online-Aktivitäten der SRG sei ungenügend zur Geltung gekommen. Unter anderen Umständen wäre der Brief kaum der Rede wert. Doch <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/14/nervositat-vor-dem-showdown/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/02/Ohne-Titel-2.jpg" alt="" width="120" height="114" /> Der Communication Summit vom vergangenen Dienstag hat ein Nachspiel. Die Veranstaltung lief nicht zur Zufriedenheit der Verleger ab. Nun beschwert sich der Verband Schweizer Medien bei den Organisatoren: Die Position der Verleger im Streit um die Online-Aktivitäten der SRG sei ungenügend zur Geltung gekommen.<br />
<span id="more-30435"></span><br />
Unter anderen Umständen wäre der Brief kaum der Rede wert. Doch in diesem Fall entbehren das Schreiben des Verlegerverbands nicht einer gewissen Brisanz. Wie Urs Meyer, Geschäftsführer von Schweizer Medien, gegenüber der MEDIENWOCHE bestätigt, habe er sich an die Organisatoren des Communication Summit gewandt und sich darüber beschwert, dass sein Verband bei der Besetzung des Podiums nicht miteinbezogen worden sei. Beim Zürcher Presseverein, Co-Organisator der jährlichen Versanstaltung, will man keine Stellung nehmen und lässt nur soviel ausrichten: Man habe den Brief zur Kenntnis genommen und freundlich geantwortet.</p>
<p>An der Branchenveranstaltung vom letzten Dienstag ging es um den <a href="http://www.presseverein.ch/2012/02/grossandrang-beim-comsum12/" target="_blank">Service public im Online-Zeitalter</a> und im Speziellen um die von Verlegerseite kritisierten Pläne der SRG ihr Webangebot künftig auch durch Werbung zu finanzieren. Als Vertreter der Verleger nahm AZ-Medien-CEO Christoph Bauer auf dem Podium Platz. Es kann also nicht die Rede davon sein, dass die privaten Medien übergangen worden wären. Nur, Bauer war offenbar der falsche Mann aus Sicht des Verlegerverbands, zumal als Konterpart auf SRG-Seite Generaldirektor Roger de Weck auftrat.</p>
<p>«Uns wäre lieber gewesen, wenn jemand aus der Verhandlungsdelegation teilgenommen hätte», sagt Urs Meyer vom Verlegerverband. Bauer sei zwar Mitglied eine Arbeitsgruppe zum Thema, bewege sich aber «nicht auf gleicher Flughöhe» wie de Weck. Doch selbst wenn eine vom Verband als besser geeignete Person die Position der Verlage vertreten hätte, wäre sie gegen die perfekt inszenierte Propaganda-Show von SRG-Direktor de Weck chancenlos geblieben.</p>
<p>Das Nachspiel zum Communication Summit wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verhandlungen zwischen SRG und Verleger in Sachen Online-Expansion von Schweizer Radio und Fernsehen. Bis im März müssen sich die beiden Seiten gefunden haben, sonst spricht Bundesrätin und Medienministerin Doris Leuthard ein Machtwort. Dass vor allem die Verlegerseite nervös wirkt vor dem Showdown, dafür gibt es gute Gründe.</p>
<p>Zum einen hat der Bundesrat vor zwei Jahren entschieden, dass Werbung im Online-Angebot der SRG grundsätzlich zulässig sei und diese auch gegen den Widerstand der Verleger bewilligt würde. Das schränkt den Verhandlungsspielraum schon mal erheblich ein und gibt der SRG Rückenwind. Zum anderen fehlt den Verlegern ein erster Lobbyist, der die Position der Verlage im Online-Streit kompetent und kohärent gegen aussen vertritt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/14/nervositat-vor-dem-showdown/">Nervosität vor dem Showdown</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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