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	<title>Viscom | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Druckindustrie: Verwirrende Branchenzahlen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/08/druckindustrie-verwirrende-branchenzahlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 11:12:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Branchenzahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizerischen Gewerbezeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Viscom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt ein altes Sprichwort: „Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.“ Liest man die Zahlen über die grafische Branche (ohne Verlage) kann man leicht zu dieser Überzeugung kommen. Da werden die verschiedensten Werte veröffentlicht, die jedoch nicht viel oder nichts mit der Realität zu tun haben.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ein altes Sprichwort: „Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.“ Liest man die Zahlen über die grafische Branche (ohne Verlage) kann man leicht zu dieser Überzeugung kommen. Da werden die verschiedensten Werte veröffentlicht, die jedoch nicht viel oder nichts mit der Realität zu tun haben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/08/druckindustrie-verwirrende-branchenzahlen/">Druckindustrie: Verwirrende Branchenzahlen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zeitungsdruck: Ideenlose Grossverlage</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2015 12:41:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Visp]]></category>
		<category><![CDATA[Wallis]]></category>
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		<category><![CDATA[NZZ Print]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn sogar Schwergewichte wie die NZZ ihre Zeitungsdruckerei schliessen, dann scheint der Niedergang von Print unaufhaltsam. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt auch Unternehmen, die nach innovativen Lösungen suchen und ihre Druckereien digital umbauen, um ihre Anlagen für neue Printprodukte auszulegen. So etwa in Visp bei der Mengis Druck AG. Wer wissen will, <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sogar Schwergewichte wie die NZZ ihre Zeitungsdruckerei schliessen, dann scheint der Niedergang von Print unaufhaltsam. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt auch Unternehmen, die nach innovativen Lösungen suchen und ihre Druckereien digital umbauen, um ihre Anlagen für neue Printprodukte auszulegen. So etwa in Visp bei der Mengis Druck AG.<br />
<span id="more-23659"></span><br />
Wer wissen will, wie sich die Druckbranche verändert, muss sich unbedingt zwei aktuelle Brennpunkte des Geschehens näher anschauen. Der eine ist Schlieren, genauer gesagt die für Mitte 2015 vorgesehene Schliessung des <a href="http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/nzz-bestaetigt-schliessung-der-druckerei-in-schlieren" target="_blank">Zeitungsdruckzentrums der NZZ,</a> welche nach einem Konsultationsverfahren definitiv bestätigt wurde. Parallel dazu verkündete die Mengis Druck aus Visp, ab Sommer 2015 ihre Tageszeitung «Walliser Bote» mit einer Auflage von immerhin über 30 000 Exemplaren nicht mehr auf einer Offset-Zeitungsrotation, sondern auf einem <a href="http://www.wan-ifra.org/de/articles/2015/02/02/digitale-zeitungsproduktion-mit-mueller-martini-systemen-im-versandraum" target="_blank">digitalen Rollensystem</a> herzustellen.</p>
<p><strong>Unabhängigkeit geht vor</strong><br />
Beide Beispiele zeigen auf, dass betriebswirtschaftliche Zahlen alleine bei solch grundlegenden Richtungsentscheiden nicht das absolut entscheidende Kriterium sind. Auch wenn es und die jeweiligen Verantwortlichen mit intelligenten Worthülsen glauben machen wollen. Wäre es wirklich rein nach den Zahlen gegangen, dann hätte man sich auch in Visp vom eigenen Zeitungsdruck trennen müssen. Gemäss im Markt herumgeisternden Informationen haben grosse Zeitungsdruckereien den Wallisern Angebote vorgelegt, denen man eigentlich nicht widerstehen konnte. Doch der Familie Mengis war die eigene Unabhängigkeit im Druckbereich, und die Möglichkeit mit Digitaldruck und entsprechender Weiterverarbeitung neue Geschäftsmodelle aufzuziehen, etwas wert.</p>
<p>Der NZZ-Führungsspitze war diese Unabhängigkeit hingegen nicht (mehr) viel wert. Die detaillierte Antwort im Rahmen des Konsultationsverfahrens zeigt dies deutlich auf. In dem Bericht werden zwei Zeitungsdruckzentren, Tamedia-Bubenberg und NZZ-Schlieren, beschrieben, welche angesichts der Auflagenrückgänge suboptimal ausgelastet sind. Die Situation soll sich in den nächsten Jahren noch dramatisch zuspitzen: 2016 dürfte im Bubenberg nicht viel mehr Zeitungspapier verdruckt werden als 2014. Dies dann aber zusammen mit den Titeln der NZZ-Gruppe!</p>
<p>Angesichts solcher Aussichten ist es nachvollziehbar, warum eines der beiden grossen Zürcher Zeitungsdruckzentren geschlossen wird. Einen Beigeschmack hat es aber schon. Zwar sind die Stückkosten der Tamedia-Zeitungsdruckerei deutlich tiefer als die von Schlieren, doch der Bericht zeigt eine schlichte Wahrheit auf: Die Tamedia AG kämpfte für den Erhalt ihres Zeitungsdruckzentrums, während bei der NZZ von Anfang an auf die Exit-Lösung hin gearbeitet wurde (unter fast völliger Ausklammerung der direkt Betroffenen), weil, wie es schön beschrieben wird: «Das Kerngeschäft der NZZ ist nicht das Zeitungsdrucken, sondern das Zeitungsmachen.»</p>
<p><strong>Anpassung an einen schrumpfenden Markt</strong><br />
Visp und Schlieren zeigen aber noch was anderes auf: Die grossen Zeitungsverlage der Schweiz sind, was die Weiterentwicklung und mögliche Mehrwerte ihrer Printprodukte betrifft, ziemlich ideenlos. Hier geht es praktisch nur noch um die Anpassung an einen schrumpfenden Markt. Bei der Mengis Druck AG hingegen hat man nun den Weg der Innovation gewählt. Die Anlage, bestehend aus einer HP T400 Color-Inkjetrollenmaschine, Manroland Web Systems Fold Line und einem Alphaliner von Müller Martini, ist nicht nur eine 1:1-Ersatzinves­ti­tion für eine bestehende Zeitungsoffsetmaschine, sondern ermöglicht völlig andersartige Printprodukte und damit das Erschliessen neuer Märkte.</p>
<p>Die Investition in Visp ist, ohne pathetisch zu werden, ein Wendepunkt, eine Revolution. Die Zeitungshäuser der Welt werden mit Argusaugen ins Wallis schauen. Zu Recht. «Der Druck ist langfristig tot» oder «Lang lebe der Druck»? In diesem Spannungsfeld wird sich die printmedienverarbeitende Branche weiterentwickeln.</p>
<p><small>Dieser Artikel wurde zuerst als Editorial in der Fachzeitschrift <a href="http://www.viscomedia.ch/" target="_blank">«viscom – print &amp; communication»</a> Nr. 3/4 2015  veröffentlicht</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/">Zeitungsdruck: Ideenlose Grossverlage</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Printed in Switzerland»: Schweizer stärken Schweizer</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/24/printed-in-switzerland-schweizer-staerken-schweizer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2014 12:08:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Viscom]]></category>
		<category><![CDATA[Printed in Switzerland]]></category>
		<category><![CDATA[Ragusa]]></category>
		<category><![CDATA[Victorinox]]></category>
		<category><![CDATA[Raiffeisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Oktober wird viscom seine Imagekampagne «Printed in Switzerland» national ausweiten. Auf Plakaten, in Füllerinseraten, im Fernsehen. Dafür wendet der Verband im erheblichen Umfang Gelder aus seinem Vermögen auf. Der Clou: Bekannte Schweizer Unternehmen wie Victorinox oder Raiffeisen bringen sich ein. Hintergründe über eine aufsehenerregende Aktion, die den Druckstandort Schweiz stärken möchte.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Oktober wird viscom seine Imagekampagne «Printed in Switzerland» national ausweiten. Auf Plakaten, in Füllerinseraten, im Fernsehen. Dafür wendet der Verband im erheblichen Umfang Gelder aus seinem Vermögen auf. Der Clou: Bekannte Schweizer Unternehmen wie Victorinox oder Raiffeisen bringen sich ein. Hintergründe über eine aufsehenerregende Aktion, die den Druckstandort Schweiz stärken möchte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/24/printed-in-switzerland-schweizer-staerken-schweizer/">Printed in Switzerland»: Schweizer stärken Schweizer</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Drucker stehen unter starkem Druck</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/08/11/drucker-stehen-unter-starkem-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2014 08:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Druckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Gsponer]]></category>
		<category><![CDATA[Viscom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die grafische Industrie steckt in einer Krise. Der Direktor des Branchenverbands Viscom ist sich aber sicher, diese überwinden zu können – auch dank Flexibilisierung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/11/drucker-stehen-unter-starkem-druck/">Drucker stehen unter starkem Druck</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die grafische Industrie steckt in einer Krise. Der Direktor des Branchenverbands Viscom ist sich aber sicher, diese überwinden zu können – auch dank Flexibilisierung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/11/drucker-stehen-unter-starkem-druck/">Drucker stehen unter starkem Druck</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Markt und Moral</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/12/13/markt-und-moral/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 09:44:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Ecolife]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Stich]]></category>
		<category><![CDATA[Newsnet]]></category>
		<category><![CDATA[Druckindustrie]]></category>
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		<category><![CDATA[Paul Fischer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die schweizerische Druckindustrie muss nahezu machtlos zuschauen, wie immer mehr Aufträge ins Ausland abwandern. Viel mehr als moralischen Druck kann der Branchenverband Viscom nicht ausüben. Denn die Preisunterschiede sind inzwischen so gross, dass es für kleinere Unternehmen zu einer Existenzfrage wird, wo sie drucken lassen. Eigentlich macht die Migros nur das, was viele andere auch <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/13/markt-und-moral/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/13/markt-und-moral/">Markt und Moral</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/12/papier.jpg" class="alignleft" width="120" height="120" /> Die schweizerische Druckindustrie muss nahezu machtlos zuschauen, wie immer mehr Aufträge ins Ausland abwandern. Viel mehr als moralischen Druck kann der Branchenverband Viscom nicht ausüben. Denn die Preisunterschiede sind inzwischen so gross, dass es für kleinere Unternehmen zu einer Existenzfrage wird, wo sie drucken lassen.<br />
<span id="more-28955"></span><br />
Eigentlich macht die Migros nur das, was viele andere auch tun. Der orange Riese lässt einen Teil seiner Drucksachen in Deutschland herstellen – weil es dort weniger kostet. Nun ist die Migros nicht irgendein Unternehmen, sondern eine Institution, die für Heimatverbundenheit steht. Das erwartet die Migros in Zeiten verlockender Preisdifferenzen auch von ihren Kunden. Konzernchef Herbert Bolliger hat deshalb in letzter Zeit den Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland öffentlich angeprangert.</p>
<p>Diesen Widerspruch zwischen eigenem Handeln und den Erwartungen an die Kundschaft hat Newsnet am Freitag <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/003148.html" target="_blank">aufs Tapet gebracht</a>. Und damit bei der Migros für rote Köpfe gesorgt. Um die Situation zu beruhigen, hat Newsnet den Artikel <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/003148.html#comment-5825" target="_blank">vorübergehend vom Netz genommen</a>. Streitpunkt war das Volumen der Druckaufträge ausser Landes. Newsnet nannte, gestützt auf mehrere Quellen aus der Branche, 20 bis 30 Millionen Franken jährlich. Die Migros wollte dazu anfänglich keine Stellung nehmen, sprach dann von 3 Millionen, wobei die Zahl «auch ein bisschen höher sein könnte».</p>
<p>Die Aufregung um die Migros, die im Ausland drucken lässt, ändert nichts daran, dass auch weitere Unternehmen vor dem teuren Franken in den billigeren Euroraum flüchten werden. Dessen ist man sich auch beim Branchenverband der grafischen Industrie Viscom bewusst. Ihm bleibt nicht viel anderes, als an die Abtrünnigen und Abwanderungswilligen zu appellieren, dem Wirtschaftsstandort Schweiz die Treue zu halten. «Moralischer Druck wirkt durchaus», glaubt Paul Fischer, Branchenkenner und Chefredaktor des Fachmagazins viscom print &amp; communication. «Die Migros sieht es offenbar nicht gerne, wenn ihre Geschäfte im Ausland öffentlich thematisiert werden.»</p>
<p>Gespräche mit der Migros über eine nachhaltige Drucksachenbeschaffung, wie sie der Branchenverband angeregt hat, kamen bisher nicht zustande. «Aber wir werden selbstverständlich dran bleiben und die grossen Druckauftraggeber zu sensibilisieren versuchen», sagt Beat Kneubühler, Geschäftsleitungsmitglied von Viscom. Das tut der Verband unter anderem mit der <a href="http://viscom.ch/index.cfm?nID=1213&amp;sprache=1&amp;qID=19" target="_blank">Kampagne «Printed in Switzerland»</a>, mit der man zeigen will, dass es auch heute noch möglich sei, in der Schweiz zu drucken. Bisher mit mässigem Erfolg.</p>
<p>Im dritten Quartal 2011 ist das Auftragsvolumen der heimischen Druckindustrie gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent zurückgegangen. Anfang Jahr lag man noch im Plus. Doch mit der aufkommenden Frankenstärke kehrte die Entwicklung postwendend. Selbst Unternehmen, die sich Swissness und Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben haben, lassen im Ausland drucken. So etwa der schweizerische Ski-Verband.</p>
<p>Das Magazin «Snowactive», ein Kommunikationsorgan von Swiss-Ski, wird neu <a href="http://www.viscom.ch/index.cfm?nID=1195&amp;sprache=1" target="_blank">in Deutschland gedruckt</a>. «Die deutsche Firma bot die beste Qualität zum günstigsten Preis», zitiert <a href="http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Schweizer-Skimagazin-wird-neu-in-Deutschland-gedruckt/story/28863368" target="_blank">die Berner Zeitung</a> den Kommunikationschef von Swiss-Ski. Ein Argument, das allenthalben zu hören ist bei Druckauftraggebern – und eines das sticht. Auch bei <a href="http://eco-life.ch/" target="_blank">Ecolife</a>. Das «Schweizer Magazin für Nachhaltigkeit» ist – zumindest was den Druck angeht – nicht mehr länger ein Schweizer Produkt.</p>
<p>Ecolife vergab seinen Druckauftrag bereits vor zwei Jahren ins Ausland, zuerst nach Österreich, später nach Deutschland. Auch hier ging es ums Geld. «Wie sparen jährlich einen sechsstelligen Betrag im Vergleich zu den Schweizer Offerten», sagt Verlagsleiterin Karin Stich. «Das ist für unsere Verhältnisse eine Riesensumme.» Damit das eigene Geschäftsgebaren nicht ganz im Widerspruch zur publizistischen Maxime der Nachhaltigkeit steht, lässt Ecolife klimaneutral drucken und kompensiert den CO2-Ausstoss bei Druck und Transport über myClimate.</p>
<p>Wenn gross und klein, von Migros bis Ecolife, das Weite suchen und auf die Dienste der heimischen Drucker teilweise oder ganz verzichten, sind diese Aufträge auf immer verloren? Nicht unbedingt. Denn es gibt (oder: gäbe) durchaus Spielraum bei der Preisgestaltung. Zum Beispiel beim Papier, einer der zentralen Kostenfaktoren.</p>
<p>Hier besteht der Verdacht, dass aufgrund von Preisabsprachen die Schweizer Drucker gegenüber der Konkurrenz im Ausland überhöhte Preise bezahlen. Derzeit untersucht die Wettbewerbskommission Weko den Sachverhalt. Schnelle Linderung bringt das aber nicht, so denn die Weko überhaupt zu einem günstigen Entscheid für die Druckbranche kommen sollte. Zumindest kurz- und mittelfristig bleibt die Situation für die Schweizer Druckbranche angespannt und ungemütlich.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/13/markt-und-moral/">Markt und Moral</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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