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	<title>Wallis | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 06 Nov 2021 10:17:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Walliser Presse-Geschichte mit blinden Flecken</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/06/walliser-presse-geschichte-mit-blinden-flecken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2021 10:17:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wallis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Walliser Presse-Ausstellungen ignorieren zehn Jahre investigativer Recherchen der Zeitung «Rote Anneliese».</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Walliser Presse-Ausstellungen ignorieren zehn Jahre investigativer Recherchen der Zeitung «Rote Anneliese».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/06/walliser-presse-geschichte-mit-blinden-flecken/">Walliser Presse-Geschichte mit blinden Flecken</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Walliser Boten der Pressefreiheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/07/26/walliser-boten-der-pressefreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2018 09:34:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wallis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der «Walliser Bote» und der «Walliser Presseverein» kämpfen neuerdings wie die Löwen für die Pressefreiheit.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der «Walliser Bote» und der «Walliser Presseverein» kämpfen neuerdings wie die Löwen für die Pressefreiheit.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/26/walliser-boten-der-pressefreiheit/">Walliser Boten der Pressefreiheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zeitungsdruck: Ideenlose Grossverlage</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2015 12:41:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Viscom]]></category>
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		<category><![CDATA[Mengis]]></category>
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		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Druckerei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn sogar Schwergewichte wie die NZZ ihre Zeitungsdruckerei schliessen, dann scheint der Niedergang von Print unaufhaltsam. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt auch Unternehmen, die nach innovativen Lösungen suchen und ihre Druckereien digital umbauen, um ihre Anlagen für neue Printprodukte auszulegen. So etwa in Visp bei der Mengis Druck AG. Wer wissen will, <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sogar Schwergewichte wie die NZZ ihre Zeitungsdruckerei schliessen, dann scheint der Niedergang von Print unaufhaltsam. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt auch Unternehmen, die nach innovativen Lösungen suchen und ihre Druckereien digital umbauen, um ihre Anlagen für neue Printprodukte auszulegen. So etwa in Visp bei der Mengis Druck AG.<br />
<span id="more-23659"></span><br />
Wer wissen will, wie sich die Druckbranche verändert, muss sich unbedingt zwei aktuelle Brennpunkte des Geschehens näher anschauen. Der eine ist Schlieren, genauer gesagt die für Mitte 2015 vorgesehene Schliessung des <a href="http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/nzz-bestaetigt-schliessung-der-druckerei-in-schlieren" target="_blank">Zeitungsdruckzentrums der NZZ,</a> welche nach einem Konsultationsverfahren definitiv bestätigt wurde. Parallel dazu verkündete die Mengis Druck aus Visp, ab Sommer 2015 ihre Tageszeitung «Walliser Bote» mit einer Auflage von immerhin über 30 000 Exemplaren nicht mehr auf einer Offset-Zeitungsrotation, sondern auf einem <a href="http://www.wan-ifra.org/de/articles/2015/02/02/digitale-zeitungsproduktion-mit-mueller-martini-systemen-im-versandraum" target="_blank">digitalen Rollensystem</a> herzustellen.</p>
<p><strong>Unabhängigkeit geht vor</strong><br />
Beide Beispiele zeigen auf, dass betriebswirtschaftliche Zahlen alleine bei solch grundlegenden Richtungsentscheiden nicht das absolut entscheidende Kriterium sind. Auch wenn es und die jeweiligen Verantwortlichen mit intelligenten Worthülsen glauben machen wollen. Wäre es wirklich rein nach den Zahlen gegangen, dann hätte man sich auch in Visp vom eigenen Zeitungsdruck trennen müssen. Gemäss im Markt herumgeisternden Informationen haben grosse Zeitungsdruckereien den Wallisern Angebote vorgelegt, denen man eigentlich nicht widerstehen konnte. Doch der Familie Mengis war die eigene Unabhängigkeit im Druckbereich, und die Möglichkeit mit Digitaldruck und entsprechender Weiterverarbeitung neue Geschäftsmodelle aufzuziehen, etwas wert.</p>
<p>Der NZZ-Führungsspitze war diese Unabhängigkeit hingegen nicht (mehr) viel wert. Die detaillierte Antwort im Rahmen des Konsultationsverfahrens zeigt dies deutlich auf. In dem Bericht werden zwei Zeitungsdruckzentren, Tamedia-Bubenberg und NZZ-Schlieren, beschrieben, welche angesichts der Auflagenrückgänge suboptimal ausgelastet sind. Die Situation soll sich in den nächsten Jahren noch dramatisch zuspitzen: 2016 dürfte im Bubenberg nicht viel mehr Zeitungspapier verdruckt werden als 2014. Dies dann aber zusammen mit den Titeln der NZZ-Gruppe!</p>
<p>Angesichts solcher Aussichten ist es nachvollziehbar, warum eines der beiden grossen Zürcher Zeitungsdruckzentren geschlossen wird. Einen Beigeschmack hat es aber schon. Zwar sind die Stückkosten der Tamedia-Zeitungsdruckerei deutlich tiefer als die von Schlieren, doch der Bericht zeigt eine schlichte Wahrheit auf: Die Tamedia AG kämpfte für den Erhalt ihres Zeitungsdruckzentrums, während bei der NZZ von Anfang an auf die Exit-Lösung hin gearbeitet wurde (unter fast völliger Ausklammerung der direkt Betroffenen), weil, wie es schön beschrieben wird: «Das Kerngeschäft der NZZ ist nicht das Zeitungsdrucken, sondern das Zeitungsmachen.»</p>
<p><strong>Anpassung an einen schrumpfenden Markt</strong><br />
Visp und Schlieren zeigen aber noch was anderes auf: Die grossen Zeitungsverlage der Schweiz sind, was die Weiterentwicklung und mögliche Mehrwerte ihrer Printprodukte betrifft, ziemlich ideenlos. Hier geht es praktisch nur noch um die Anpassung an einen schrumpfenden Markt. Bei der Mengis Druck AG hingegen hat man nun den Weg der Innovation gewählt. Die Anlage, bestehend aus einer HP T400 Color-Inkjetrollenmaschine, Manroland Web Systems Fold Line und einem Alphaliner von Müller Martini, ist nicht nur eine 1:1-Ersatzinves­ti­tion für eine bestehende Zeitungsoffsetmaschine, sondern ermöglicht völlig andersartige Printprodukte und damit das Erschliessen neuer Märkte.</p>
<p>Die Investition in Visp ist, ohne pathetisch zu werden, ein Wendepunkt, eine Revolution. Die Zeitungshäuser der Welt werden mit Argusaugen ins Wallis schauen. Zu Recht. «Der Druck ist langfristig tot» oder «Lang lebe der Druck»? In diesem Spannungsfeld wird sich die printmedienverarbeitende Branche weiterentwickeln.</p>
<p><small>Dieser Artikel wurde zuerst als Editorial in der Fachzeitschrift <a href="http://www.viscomedia.ch/" target="_blank">«viscom – print &amp; communication»</a> Nr. 3/4 2015  veröffentlicht</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/20/zeitungsdruck-ideenlose-grossverlage-2/">Zeitungsdruck: Ideenlose Grossverlage</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Wir haben die Medien gebeten, keine Bilder zu veröffentlichen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/04/17/wir-haben-die-medien-gebeten-keine-bilder-zu-veroeffentlichen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 16:08:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Car-Unglück im Wallis von Mitte März zeigte die Schweizer Illustrierte auf dem Cover die Bilder von 15 tödlich verunfallten Kindern. Wie ein Dokumentarfilm der ARD nun nahelegt, hat das Heft von den Eltern der Opfer keine Erlaubnis erhalten, die Porträts zu veröffentlichen. Ganz am Schluss, nach vierzig Filmminuten über die grösste Zeitung Deutschlands, <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/17/wir-haben-die-medien-gebeten-keine-bilder-zu-veroeffentlichen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/17/wir-haben-die-medien-gebeten-keine-bilder-zu-veroeffentlichen/">«Wir haben die Medien gebeten, keine Bilder zu veröffentlichen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach dem Car-Unglück im Wallis von Mitte März zeigte die Schweizer Illustrierte auf dem Cover die Bilder von 15 tödlich verunfallten Kindern. Wie ein Dokumentarfilm der ARD nun nahelegt, hat das Heft von den Eltern der Opfer keine Erlaubnis erhalten, die Porträts zu veröffentlichen.</strong></p>
<p>Ganz am Schluss, nach vierzig Filmminuten <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=10151786" target="_blank">über die grösste Zeitung Deutschlands</a>, kommen die ARD-Reporter auch noch auf das Car-Unglück vom 13. März im Wallis zu sprechen. Denn die Bild-Zeitung hat, was die Schweizer Illustrierte ein paar Tage später  <a href="http://issuu.com/schweizer-illustrierte.ch/docs/si_2012_12" target="_blank">auch tun würde</a>: Sie zeigte auf ihrer Titelseite die Porträts von 15 der tödlich verunfallten Kinder aus Belgien; Bilder, die von den Behörden des flämischen Städtchens Lommel in einem eigens dafür hergerichteten Trauerraum im Rathaus aufgestellt wurden.</p>
<p>Wie Bild-Chefredaktor Kai Diekmann unumwunden zugibt, hat die Bild-Zeitung die Eltern der Kinder nicht um Erlaubnis für den Abdruck gebeten. Diekmann stellt sich auf den abenteuerlichen Standpunkt, dass wenn die Eltern die Bilder dem Bürgermeister zur Verfügung gestellt hätten, sie dann auch mit einer Veröffentlichung in den Medien einverstanden sein müssten.</p>
<p>Ähnlich argumentierte auch die Schweizer Illustrierte. In der Ausgabe vom 19. März schreibt Chefredaktor Stefan Regez: «Auf dem Titel zeigen wir die 15 verunglückten Kinder aus der belgischen Kleinstadt Lommel.» Und dann fährt er kursiv weiter, was sich im Rückblick wie ein Rechtfertigungsversuch für das zweifelhafte Vorgehen liest: «Genau diese Bilder sind dort der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.»</p>
<p>Gegenüber der ARD bestreitet der Bürgermeister von Lommel schriftlich, die Porträts der Kinder für die Veröffentlichung freigegeben zu haben. «Er [der Bürgermeister] hat von Anfang an, von der ersten Pressekonferenz im Rathaus an, alle Medien darum gebeten, auch an der Schule, keine Fotos zu veröffentlichen, weil die Eltern von Beginn weg gebeten hatten, ihre Privatsphäre zu respektieren und keine Bilder ihrer Kinder oder Lehrer zu veröffentlichen, die die Kinder auf der Reise begleitet hatten.» Das sagt eine Sprecherin der Stadtverwaltung Lommel vor der Kamera. Auf die Frage, ob sie ausschliessen könne, dass die Eltern direkt eine Veröffentlichung in der Bild-Zeitung genehmigt hätten, sagt sie: «Absolut. Sie [die Eltern] waren nicht glücklich, die Fotos ihrer Kinder in den Zeitungen zu sehen oder im Fernsehen. Sie waren sehr traurig.»</p>
<p>Da in der ARD-Dokumentation nur das Verhalten der Bild-Zeitung explizit angesprochen wird, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich andere Medien – zum Beispiel die Schweizer Illustrierte – um eine Einwilligung der Eltern in den Abdruck der Porträts ihrer verstorbenen Kinder bemüht und eine solche auch erhalten hatten.</p>
<p>Auf Anfrage der MEDIENWOCHE lässt Chefredaktor Stefan Regez via den Ringier-Unternehmenssprecher ausrichten, nichts zum Thema sagen zu wollen. Was eigentlich nur einen Schluss zulässt – auch mit Blick auf den Rechtfertigungsversuch im Editorial der betreffenden Ausgabe: Die Schweizer Illustrierte hat, wie auch die Bild-Zeitung, von den Eltern keine Erlaubnis erhalten, die Bilder der verunfallten Kinder zu veröffentlichen.</p>
<p>Nun lässt sich vortrefflich darüber streiten, wie Medien angemessen auf ein Ereignis von der Dimension des schrecklichen Car-Unglücks im Wallis reagieren sollen, Bilder zeigen? Bilder nicht zeigen? Welche Bilder zeigen? Die Bilder-Diskussion ist allerdings in dem Moment beendet, wo das Einverständnis der nächsten Angehörigen der Opfer für eine Veröffentlichung fehlt.  Da kann man sich auch mit dem Verweis auf die freie Zugänglichkeit und Einsehbarkeit der Porträtbilder nicht rausmogeln. Es gibt auch eine <a href="http://presserat.ch/25580.htm" target="_blank">Privatsphäre im öffentlichen Raum</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/17/wir-haben-die-medien-gebeten-keine-bilder-zu-veroeffentlichen/">«Wir haben die Medien gebeten, keine Bilder zu veröffentlichen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Würden es wieder so machen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/03/20/wuerden-es-wieder-so-machen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[MW Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 08:19:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dürfen Medien Fotos von tödlich verunfallten Kindern zeigen? Der «Blick» hats getan. Prominent und grossformatig nach dem schweren Carunfall im Wallis von letzter Woche – und würde es wieder tun. «Blick»- Chefredaktor Ralph Grosse-Bley sagt, weshalb. Fratze des Boulevards, scheinheilige Betroffenheit, Grenzüberschreitung als Geschäftsprinzip oder schlicht: Arschloch-Journalismus. All dessen bezichtigen in den letzten Tagen Schweizer <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/20/wuerden-es-wieder-so-machen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/20/wuerden-es-wieder-so-machen/">«Würden es wieder so machen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/03/blick_app.jpg" alt="" width="120" height="121" /> Dürfen Medien Fotos von tödlich verunfallten Kindern zeigen? Der «Blick» hats getan. Prominent und grossformatig nach dem schweren Carunfall im Wallis von letzter Woche – und würde es wieder tun. «Blick»- Chefredaktor Ralph Grosse-Bley sagt, weshalb.<br />
<span id="more-7319"></span><br />
Fratze des Boulevards, scheinheilige Betroffenheit, <a href="http://www.sonntagonline.ch/blog/496/" target="_blank">Grenzüberschreitung als Geschäftsprinzip</a> oder schlicht: <a href="https://twitter.com/#!/ugly_egli/status/180558626761613312/photo/1" target="_blank">Arschloch-Journalismus</a>. All dessen bezichtigen in den letzten Tagen Schweizer Journalisten ihre Kollegen vom «Blick».</p>
<p>Die Boulevardzeitung aus dem Hause Ringier hatte nach dem schweren Unfall eines Reisecars im Wallis, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder ums Leben kamen, mehrfach Fotos der verstorbenen Kinder gezeigt; am prominentesten am vergangenen Freitag auf der Titelseite. Dafür hagelte es nicht nur Kollegenschelte. Auch der Präsident des Presserats sieht <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/busunglueck/Das-geht-viel-zu-weit/story/21361644?dossier_id=1370" target="_blank">keinen «öffentlichen Informationswert»</a> in den Bildern. Und schliesslich meldete sich die flämische Medienministerin Ingrid Lieten zu Wort und fand zur «Blick»-Berichterstattung: «Das geht viel zu weit.»</p>
<p>Bisher nicht öffentlich zu Wort gekommen ist jene Person, die den kritisierten Bilderreigen letztlich zu verantworten hat: «Blick»-Chefredaktor Ralph Grosse-Bley. Gegenüber der MEDIENWOCHE wollte er sich nicht äussern. Stattdessen bot uns die Ringier-Medienstelle an, ein Kurzinterview zu übernehmen, das <a href="http://www.ringier.com/de/node/1967" target="_blank">Kommunikationsleiter Edi Estermann</a> mit Grosse-Bley geführt und am letzten Freitag im Intranet von Ringier veröffentlicht hat.</p>
<p>Weil wir die Aussagen des «Blick»-Chefs für aufschlussreich und relevant halten, haben wir uns entschieden, das kurze Gespräch zu dokumentieren, obwohl wir die Fragen nicht selbst stellen konnten.</p>
<p><strong>Edi Estermann: Die flämische Medienministerin hat die Berichterstattung über das schlimme Busunglück im Wallis kritisiert. Nur weil Bilder im Internet verfügbar seien, dürften diese noch lange nicht verwendet werden. Der Blick hat Bilder von Opfern gebracht &#8211; sind Sie damit zu weit gegangen?</strong><br />
Ralph Grosse-Bley: Schauen Sie, um dieser Tragödie ein Gesicht zu geben, um sie fassbar zu machen, kann man nicht einfach nur bloss einen Tunnel, einen zerstörten Bus und eine Pannen-Nische zeigen. 22 tote Kinder &#8211; das ist keine Zahl, das ist eine Katastrophe. Die Bilder von Menschen, von Betroffenen, machen das Ausmass des Dramas wenigstens ansatzweise fassbar. Das war auch beim Breivik-Amoklauf in Norwegen so. Auch damals gingen die Fotos der Getöteten um die Welt.</p>
<p><strong>Estermann: Der Präsident des Presserates kritisierte konkret und ganz explizit Berichte des Blick, insbesondere jenen vom Freitag, 16. März, mit dem verunglückten Mädchen Emma auf der Titelseite. Zu Recht?</strong><br />
Grosse-Bley: Wer den berührenden Artikel über Emma und auch über Andrea, die die Tragödie auf wundersame Weise überlebt hat, gelesen hat, erkennt, dass wir mit einem Team vor Ort in Belgien sind. Wir haben den Vater von Emma getroffen, mit dem Opa von Andrea gesprochen. Beide haben der Veröffentlichung ausdrücklich zugestimmt, uns selbst Fotomaterial zur Verfügung gestellt. Unser Team in Belgien und auch im Newsroom hat ganz hervorragende Arbeit geleistet und sich absolut nichts vorzuwerfen. Wenn der Presserat das anders sieht, dann kann ich das nicht nachvollziehen.</p>
<p><strong>Estermann: Würden Sie in einer vergleichbaren Situation wieder so entscheiden?</strong><br />
Grosse-Bley: Ich hoffe sehr, dass es kein vergleichbares Unglück geben wird &#8211; aber wenn doch: Ja! Wir machen den Blick für unsere Leserinnen und Leser, die enorm Anteil nehmen am Schicksal der Opfer von Siders. Wir machen die Zeitung nicht für den Presserat und die Medien-Journalisten der Konkurrenz.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/20/wuerden-es-wieder-so-machen/">«Würden es wieder so machen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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