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	<title>Web | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Drei grosse Klick-Magnete</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabelle Schwab]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 07:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Konzentrationstendenzen im Schweizer Internet: Tamedia, Ringier und Swisscom teilen sich bereits die Hälfte des durch Net-Metrix gemessenen Traffics. Nach und nach verleiben sich die Schweizer Internet-Riesen weitere Sites ein. Vor einigen Jahren hat der grosse Run auf Portale für Kleinanzeigen, Handelsplattformen sowie Verzeichnisdienste begonnen. Alleine für die Übernahme der Scout-Gruppe hat Ringier schätzungsweise 200 Millionen <a href="https://medienwoche.ch/2016/04/12/drei-grosse-klick-magnete/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Konzentrationstendenzen im Schweizer Internet: Tamedia, Ringier und Swisscom teilen sich bereits die Hälfte des durch Net-Metrix gemessenen Traffics. Nach und nach verleiben sich die Schweizer Internet-Riesen weitere Sites ein.<br />
<span id="more-27064"></span><br />
Vor einigen Jahren hat der grosse Run auf Portale für Kleinanzeigen, Handelsplattformen sowie Verzeichnisdienste begonnen. Alleine für die Übernahme der Scout-Gruppe hat Ringier schätzungsweise 200 Millionen Franken bezahlt. Und die Kleinanzeigenplattform bleibt beliebt: Für einen vermutlich ebenfalls dreistelligen Millionenbetrag hat sich Ende März die Mobiliar in die Scout-Gruppe eingekauft.</p>
<p>Weiter sollen Tamedia und Ringier für jobs.ch zusammen fast 400 Millionen Franken ausgegeben haben. Und Swisscom wäre online nicht einmal halb so gross ohne die Verzeichnisdienste search.ch und local.ch, welche sie zusammen mit Tamedia hält.</p>
<p><strong>Infografik</strong>: <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2016/04/net_metrix_Q1.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">Das Schweizer Internet im ersten Quartal 2016</a></p>
<p>Pro Monat haben sich im <a href="http://netreport.net-metrix.ch/audit/?l=de&amp;s=51421&amp;t=1&amp;pp=201601&amp;p=201603&amp;submit=Anzeigen#" target="_blank">ersten Quartal 2016 gemäss Net-Metrix</a> im Schnitt 96’885’833 Unique Clients (UC) auf 186 Schweizer Sites verteilt. Das heisst: Mehr als 90 Millionen Browser oder Apps, haben im gemessenen Zeitraum pro Monat einmal auf eine Site zugegriffen. Untersucht wird nur, wer die Dienstleistung von Net-Metrix in Anspruch nimmt. Abgedeckt wurden jedoch alle für den Werbemarkt relevanten Onlineangebote.</p>
<p>Aus der Statistik abzulesen ist: Vom Traffic-Kuchen schneidet sich Tamedia das grösste Stück ab. 27.1 Mio. Browser-, App-, sowie mobile Zugriffe pro Monat hat das Medienhaus registriert und ist damit absoluter Spitzenreiter unter den Schweizer Site-Betreibern. Dieser Traffic verteilt sich bei Tamedia auf insgesamt 25 Sites, darunter auch JobCloud, die sich Tamedia zu gleichen Teilen mit Ringier teilt und die beiden Verzeichnisdienste search.ch und local.ch, welche zu zwei Dritteln der Swisscom gehören.</p>
<p>Bemerkenswert: Alleine search.ch und local.ch verzeichnen 8.7 Mio. Zugriffe pro Monat, das macht fast zehn Prozent des Gesamttraffics der 186 durch Net-Metrix untersuchten Sites aus. Trafficstärkste Site bleibt für Tamedia jedoch 20 Minuten Online. Die Gratisplattform verzeichnete mit der deutschsprachigen Site 5 Mio., mit der französischsprachigen 1.8 Mio. und in der italienischen Schweiz knapp mehr als eine halbe Million Unique Clients pro Monat.</p>
<p>Deutlich hinter Tamedia folgt auf dem zweiten Platz der Schweizer Traffic-Giganten das Medienhaus Ringier mit 17 Mio. Zugriffen auf 29 Web-Sites pro Monat. Seit Anfang Jahr gehören auch sämtliche Angebote von Axel Springer Schweiz zu Ringier. In einem Joint Venture werden nun alle Schweizer Angebote Springers und alle Zeitschriften des Ringier Verlags vermarktet. Weiter interessant: Während bei Tamedia neun seiner 25 Websites keine Nachrichtenangebote sind, sind es bei Ringier deren 13.</p>
<p>Anders als Tamedia und Ringier hält sich Swisscom mit nur vier Sites und 9.6 Mio. Unique Clients pro Monat auf dem dritten Platz. Dies alleine durch die beiden Verzeichnisdienste search.ch und local.ch, die der Telekommunikationsfirma zu 61 Prozent gehören. Auch wenn man den Traffic auf die beiden Teilhaber Tamedia und Swisscom verteilt, der Swisscom also 61 Prozent der Unique Clients zuordnet, machen search.ch und local.ch noch immer zwei Drittel der Zugriffe aus. Zum Vergleich: Bluewin.ch verzeichnete im ersten Quartal 2016 2.8 Mio. Unique Clients pro Monat, local.ch 4.7 Mio.</p>
<p>Neben diesen drei Giganten scheint das Mithalten im Kampf um Klicks schwierig. Die SRG mit im Schnitt 7.7 Millionen Unique Clients pro Monat und die NZZ mit 5.2 Millionen Unique Clients pro Monat können mit den Grossen gerade noch knapp mithalten.</p>
<p>Mit ihrer neu erworbenen Beteiligung an der Scout-Gruppe zu 44 Prozent und daher mit einem Anteil von 1.8 Mio. Unique Clients pro Monat mischt nun auch der Versicherungkonzern Mobiliar in den Top Ten mit.</p>
<p>Die AZ Medien kann sich durch den Zusammenschluss ihrer Regionalzeitungen als Nordwestschweiz Netz und neu auch mit den Traffic-Zahlen ihrer Regionalsender mit 1.7 Mio. Unique Clients auf Platz Acht halten. Weiter behaupten sich im Schweizer Internet einzelne Sites mit starkem Traffic, so etwa comparis.ch und die unabhängige Unterhaltungsplattform likemag.com.</p>
<p>Dennoch ist der Kontrast gross: Neben den 108 Sites der zehn grössten Schweizer Medienunternehmen werden von Net-Metrix weitere 78 Sites erfasst, die gemeinsam aber nur gerade 20 Prozent des Gesamttraffics erzielen.</p>
<p>Das Verhalten der Medienhäuser Ringier und Tamedia erinnert an das Mini-Game Agar: Der Spieler ist ein runder Einzeller, der durch das Einverleiben kleinerer Spieler immer grösser und stärker wird. Und auch im Netz gilt das Gesetz der Grösse: Wer hat, dem wird gegeben, respektive: kriegt noch mehr Traffic.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/04/12/drei-grosse-klick-magnete/">Drei grosse Klick-Magnete</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Publikumsdialog bringt Inputs, Nähe und manchmal Ärger</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/05/11/publikumsdialog-bringt-inputs-naehe-und-manchmal-aerger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2015 12:41:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neueste IAM-Bernet-Studie beleuchtet die Nutzung des Internet – und allen voran der Social Media Kanäle – durch Medienschaffende. Beim Recherchieren, Publizieren und Diskutieren: Die Kanäle bringen mehr Tempo, Vielfalt aber auch Aufwand. Im Austausch mit dem Publikum sehen die Befragten Nutzen, aber auch Potenzial für Ärger. Bereits seit 2002 untersuchen das Institut für Angewandte <a href="https://medienwoche.ch/2015/05/11/publikumsdialog-bringt-inputs-naehe-und-manchmal-aerger/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neueste IAM-Bernet-Studie beleuchtet die Nutzung des Internet – und allen voran der Social Media Kanäle – durch Medienschaffende. Beim Recherchieren, Publizieren und Diskutieren: Die Kanäle bringen mehr Tempo, Vielfalt aber auch Aufwand. Im Austausch mit dem Publikum sehen die Befragten Nutzen, aber auch Potenzial für Ärger.<br />
<span id="more-24502"></span><br />
Bereits seit 2002 untersuchen das Institut für Angewandte Medienwissenschaften und Bernet_PR die Webnutzung von Journalistinnen und Journalisten. Erstmals liegen dieser Arbeit 18 ausführliche Interviews mit Exponenten verschiedener Journalismus-Gattungen zu Grunde. In den letzten Monaten entstanden, sind die Portraits <a href="http://bernetblog.ch/tag/jstudie/" target="_blank">regelmässig im bernetblog erschienen</a>. Die ganze Studie ist <a href="http://bernet.ch/journalistenimweb/" target="_blank">als Buch und E-Book erhältlich</a>.</p>
<p>Das Web ist im Medienalltag angekommen. Man sieht und nutzt seine Chancen, ortet aber auch Risiken und Mehraufwände. <a href="http://bernetblog.ch/2015/04/09/journalisten-im-web-rechechieren-mit-social-media/" target="_blank">In der Recherche</a> hat es die Wege zu Auskunftsquellen drastisch verkürzt. Allen voran Facebook und Twitter dienen als Seismographen für die Themenfindung und zur Inspiration für Geschichten abseits von Muss-Schlagzeilen. Zurückhaltung ist spürbar beim Publizieren durch Medienschaffende und Redaktionen: Nur wenige Journalistinnen oder Journalisten bauen sich ihre eigene «Online-Marke» auf.</p>
<p>Die Zeiten sind vorbei, wo sich das Engagement der Medien auf das Aussenden beschränkte. Formate mit Publikums-Einbezug, Feedback- und Input-Möglichkeiten bringen Nähe zum Publikum. Einige der Befragten sehen darin Chancen für mehr Qualität durch Korrekturen aus dem Publikum. Gerade Journalisten mit sehr spezifischem Themenbezug (Fachjournalisten, Special Interest) erhalten durch Aufbau und Pflege ihrer Community wertvolle Inputs, Anregungen oder auch Krititk. Hier liegen auch Befürchtungen einiger Befragten: Durch den einfachen, schnellen Austausch sei die Hürde für notorische Nörgler nochmals gesunken, im Vergleich zum Briefverkehr oder Telefonanruf von früher.</p>
<p>Die gewonnene Nähe zum Publikum kann aber trügerisch sein, so äussert sich ein Befragter. Die Offenheit auf Social Media höre meist dann auf, wenn Menschen aus dem Publikum mal persönlich auf der Redaktion vorbeischauen möchten. Hier wurde zuvor möglicherweise eine Nähe suggeriert, die dann in der Realität enttäuscht wird.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/05/11/publikumsdialog-bringt-inputs-naehe-und-manchmal-aerger/">Publikumsdialog bringt Inputs, Nähe und manchmal Ärger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Effizientes Marketing mit Email und Social Media</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/17/effizientes-marketing-mit-email-und-social-media/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2015 13:48:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>
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		<category><![CDATA[Strategien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kunde informiert sich und vergleicht. Marketing muss darum auf vielen verschiedenen Kanälen präsent sein.  Mit wenigen Clicks kann das soziale Netzwerk besser genutzt werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kunde informiert sich und vergleicht. Marketing muss darum auf vielen verschiedenen Kanälen präsent sein.  Mit wenigen Clicks kann das soziale Netzwerk besser genutzt werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/17/effizientes-marketing-mit-email-und-social-media/">Effizientes Marketing mit Email und Social Media</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Der Plan von der Abschaffung der Wahrheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/06/der-plan-von-der-abschaffung-der-wahrheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2015 09:36:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund um den Ukraine-Konflikt tobt die vielleicht größte Propaganda-Schlacht aller Zeiten. Das Recherche-Netzwerk Bellingcat sucht die Wahrheit, per Open Source und Social Media. Seinen Gegenspielern geht es jedoch um viel mehr als eine Lüge.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Rund um den Ukraine-Konflikt tobt die vielleicht größte Propaganda-Schlacht aller Zeiten. Das Recherche-Netzwerk Bellingcat sucht die Wahrheit, per Open Source und Social Media. Seinen Gegenspielern geht es jedoch um viel mehr als eine Lüge.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/06/der-plan-von-der-abschaffung-der-wahrheit/">Der Plan von der Abschaffung der Wahrheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Erst checken, dann posten – Hoax und Hetze im Netz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/31/erst-checken-dann-posten-hoax-und-hetze-im-netz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2015 08:22:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[stern.de]]></category>
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		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Welt ist eine andere geworden, seit jeder, der eine Tastatur unfallfrei bedient, seine Wahrheit publikumswirksam veröffentlichen und verbreiten kann. Darin liegt eine große Chance. Aber auch eine große Gefahr: die der ungefilterten Falschmeldungen und der Propaganda.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt ist eine andere geworden, seit jeder, der eine Tastatur unfallfrei bedient, seine Wahrheit publikumswirksam veröffentlichen und verbreiten kann. Darin liegt eine große Chance. Aber auch eine große Gefahr: die der ungefilterten Falschmeldungen und der Propaganda.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/31/erst-checken-dann-posten-hoax-und-hetze-im-netz/">Erst checken, dann posten – Hoax und Hetze im Netz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Neuerfindung Hollywoods</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/22/die-neuerfindung-hollywoods/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 10:28:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Netflix und Amazon greifen nach der Macht in der TV-Industrie. Sie vermessen den Zuschauer &#8211; und manipulieren seine Sehgewohnheiten. Besuch bei Pionieren des Internetfernsehens.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Netflix und Amazon greifen nach der Macht in der TV-Industrie. Sie vermessen den Zuschauer &#8211; und manipulieren seine Sehgewohnheiten. Besuch bei Pionieren des Internetfernsehens.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/22/die-neuerfindung-hollywoods/">Die Neuerfindung Hollywoods</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Heisses Eisen nicht angefasst</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/10/heisses-eisen-nicht-angefasst-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2014 12:19:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einem Jahr Arbeit hat die Eidgenössische Medienkommission «mögliche neue Fördermassnahmen» präsentiert. Die Vorschläge kommen zu früh. Solange unklar ist, was gefördert werden soll, kann man keine sinnvolle Diskussion über das wie führen. Geld gegen Leistung – nach diesem Prinzip funktionieren öffentlich finanzierte Medien. Die Konzession verpflichtet Radio und Fernsehen eine Service-public-Leistung zu erbringen. Dafür <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/10/heisses-eisen-nicht-angefasst-2/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/10/heisses-eisen-nicht-angefasst-2/">Heisses Eisen nicht angefasst</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem Jahr Arbeit hat die Eidgenössische Medienkommission «mögliche neue Fördermassnahmen» präsentiert. Die Vorschläge kommen zu früh. Solange unklar ist, <em>was</em> gefördert werden soll, kann man keine sinnvolle Diskussion über das <em>wie</em> führen.<br />
<span id="more-21140"></span><br />
Geld gegen Leistung – nach diesem Prinzip funktionieren öffentlich finanzierte Medien. Die Konzession verpflichtet Radio und Fernsehen eine Service-public-Leistung zu erbringen. Dafür erhalten sie Gelder aus dem Gebührentopf. Nun ist dieser Service public nicht in Stein gemeisselt. Was er genau umfasst, welche Inhalte dazu zählen und welche nicht, gehört immer wieder aufs Neue überprüft und ausgehandelt, heute mehr denn je. Obwohl die Diskussion darüber längst fällig wäre, hat sie bisher nicht stattgefunden. Stattdessen beschäftigt sich die Politik mit Finanzierungsmodalitäten und die <a href="http://www.emek.admin.ch/" target="_blank">Medienkommission</a> mit Fördermassnahmen – allerdings ohne ausreichende inhaltliche Grundlage. Wer eine Ausweitung der Medienförderung propagiert, muss zuerst wissen, was er mit dem Geld genau unterstützen will.</p>
<p>So klammerte die Eidgenössische Medienkommission EMEK, die am letzten Freitag ihre Vorschläge für eine künftige Medienförderung präsentierte, die zentrale Frage nach den inhaltlichen Voraussetzungen für eine öffentliche Finanzierung aus. Sie tat das ganz bewusst, wie sie betont. Das Gremium richte sich «nach der Zeitfolge anstehender politischer Entscheidungen», steht im  Diskussionspapier. Was heisst: Weil im Parlament die grosse Service-public-Debatte erst noch ansteht, will die EMEK nicht vorpreschen. Genau das wäre die Aufgabe eines beratenden Gremiums, das nicht den Zwängen der Tagespolitik unterliegt (und  dafür auch nur über beschränkten Einfluss verfügt). Vorausdenken und das Terrain vorbereiten für (Grundsatz)debatten. Das hat die Kommission zwar auch geleistet mit ihrem Papier zur Zukunft der Presseförderung – aber am falschen Gegenstand.</p>
<p>Dass der Service-public-Begriff einer Klärung bedarf, ist auch der Kommission bewusst. Sie schreibt dazu: «Es ist für die EMEK denkbar, dass sich die Trennlinie zwischen dem Tätigkeitsfeld im heutigen Service Public (SRG und private gebührenfinanzierte Radio- und TV-Veranstalter) und dem Tätigkeitsbereich privater, nicht gebührenfinanzierter Veranstalter verschiebt und dies eine konkretere, möglicherweise engere und plattformunabhängige (Radio, Fernsehen, Online) Umschreibung des gebührenfinanzierten Service Public voraussetzt.»</p>
<p>Was die Kommission als Mutmassung hinstellt, steht indes längst als Tatsache fest. Im Web prallen die Interessen der gebührenfinanzierten SRG und der Verlage direkt aufeinander. Der Konflikt um die Rolle des Service public im Web war ja Gerade der Grund, warum es die Kommission überhaupt gibt: Weil sich Verleger und SRG nicht einigen konnten, <a href="http://www.kleinreport.ch/news/medienkommission-als-zuegel-fuer-die-srg-73704/" target="_blank">schuf Bundesrätin Leuthard ein neues Gremium</a>, das die Diskussion in eine produktive Richtung lenken helfen soll.</p>
<p>Nun hat die EMEK ihre erste Chance vergeben. Anstatt das heisse Eisen Service public frühzeitig anzupacken, wird sie sich erst jetzt an dies anspruchsvolle Aufgabe machen. Der geforderten Diskussion über die Vorschläge zur Presseförderung fehlt vorerst der Boden. Zwar hat die Kommission wichtige Vorarbeit geleistet, indem sie mögliche Gerüste skizziert hat, die dereinst mit den richtigen Service-public-Inhalten gefüllt einer mehrheitsfähigen Medienförderung zuträglich sein könnten. Das ändert aber nichts daran, dass sie das Pferd am Schwanz aufgezäumt hat.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/10/heisses-eisen-nicht-angefasst-2/">Heisses Eisen nicht angefasst</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wahre Lügen aus dem Posthorn</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/01/19/wahre-lugen-aus-dem-posthorn/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 09:58:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Sichermann]]></category>
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		<category><![CDATA[Der Postillon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Postillon hat sich mit plausibel klingenden, jedoch frei erfundenen Nachrichten zu einem kleinen Massenmedium gemausert. Der rasche Erfolg der Internet-Zeitung hat Betreiber Stefan Sichermann schon nach wenigen Jahren einen Vollzeitjob eingebracht. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE erklärt der 31-Jährige, woher er die Inspiration nimmt und wie viele Leser er hat. Seit einigen Wochen wohnt <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/19/wahre-lugen-aus-dem-posthorn/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/08/der-postillion.jpg" class="alignleft" width="120" height="104" /> <a href="http://www.der-postillon.com/">Der Postillon</a> hat sich mit plausibel klingenden, jedoch frei erfundenen Nachrichten zu einem kleinen Massenmedium gemausert. Der rasche Erfolg der Internet-Zeitung hat Betreiber Stefan Sichermann schon nach wenigen Jahren einen Vollzeitjob eingebracht. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE erklärt der 31-Jährige, woher er die Inspiration nimmt und wie viele Leser er hat.<br />
<span id="more-30422"></span><br />
Seit einigen Wochen wohnt der in Ansbach aufgewachsene Stefan Sichermann wieder in Süddeutschland, in Fürth, bald soll er Vater werden. Studiert und per Magister abgeschlossen hat er alte Geschichte, mittlere Geschichte und englische Linguistik, und auch wenn er mal Lehrer werden wollte, versteht er sich als typischer Geisteswissenschaftler. Sowie als Journalist, arbeitet er doch seit 2009 regelmässig für Bildblog.de. 2011 kündigte er die Festanstellung bei einer Werbeagentur, seitdem arbeitet er selbständig.</p>
<p><strong>Stefan, Du bist der Erfinder von Schlagzeilen wie <a href="http://www.der-postillon.com/2011/09/zucker-enthalt-viel-zu-viel-zucker.html">«Zucker enthält viel zu viel Zucker»</a> oder <a href="http://www.der-postillon.com/2010/11/herzattacke-9-live-moderator-erreicht.html">«Herzattacke: 9-Live-Moderator erreicht Notrufzentrale nicht»</a>. Wie bist Du auf die Idee des Postillon gekommen? Und machst Du das eigentlich ganz alleine?</strong><br />
Ich mach das nach wie vor quasi alleine. Quasi, denn der <a href="http://www.der-postillon.com/search/label/Newsticker">Newsticker</a> entsteht mittlerweile grösstenteils aus Hinweisen der Leser. Ich wurde 2008 von einem Arbeitskollegen motiviert, ein Blog zu eröffnen (siehe dazu <a href="http://www.der-postillon.com/p/der-postillon-1845-2010.html">Der Postillon 1845-2011</a>). Da ich keine persönlichen Sachen schreiben wollte und damals ganz gerne <a href="http://www.theonion.com/">The Onion</a> las, kam ich darauf, auch mal lustige Nachrichten im Stil dieser Website zu schreiben. Postillon hab ich das Projekt getauft, weil ich dachte, das sei ein schöner Zeitungsname.</p>
<p><strong>Dein Business ist ja auch das Nachrichtengeschäft. Oder?</strong><br />
Im Prinzip ja, wobei ich nicht aus erster Hand berichte, auch wenn ich das manchmal vortäusche. Ich bin davon abhängig, was andere berichten, nehme das auf und spinne das dann weiter oder verdrehe das.</p>
<p><strong>Der Postillon hat ja ein, sagen wir, «eigenes» Wahrheitsverständnis. Bei wie viel Prozent der Leser kommt das an?</strong><br />
Ich behaupte, 97 Prozent der Leser verstehen das, die regelmässigen sowieso. Von jenen Lesern, die über Suchmaschinen kommen, nehmen einige die Meldungen für bare Münze, was manchmal für Erheiterung in den Kommentaren sorgt. Ich habe mal über einen den Weltuntergang prophezeihenden Astrophysiker <a href="http://www.der-postillon.com/2011/06/wirrer-astrophysiker-prophezeit.html">geschrieben</a>, darauf folgte ein <a href="http://www.der-postillon.com/2011/06/wirrer-astrophysiker-prophezeit.html#comment-173514551246838665">Kommentar</a>, «wie herzerfrischend dumm» ich doch sei, ich solle mich bei diesem Professor entschuldigen («Wetten, dass der Autor nicht den Schniedel in der Hose hat, sich bei Stichner zu entschuldigen und hier in den Kommentaren öffentlich Abitte zu leisten?»).</p>
<p><strong>Was waren die bisher meistgelesenen Storys?</strong><br />
Der Artikel <a href="http://www.der-postillon.com/2011/06/razzia-bei-kinoto-zwingt-millionen-user.html">«Razzia bei kino.to zwingt Millionen User, zwei Minuten nach neuer Streaming-Plattform zu suchen»</a> hatte 65.000 Facebook-Likes und wurde über 1 Million mal aufgerufen. Generell laufen netzaffine Themen ziemlich gut, auch wenn man über Facebook schreibt, hat man bereits einen Startvorteil. Wie Artikel über Flattr gut geflattert werden, werden Artikel über Facebook auf Facebook häufig geteilt. Auf den Rängen 2 und 3 der All-Time-Favorites sind <a href="http://www.der-postillon.com/2011/03/dr-carlos-theodore-de-bienmontana-csu.html">«Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña (CSU) erhebt Anspruch auf Guttenbergs Nachfolge»</a> und <a href="http://www.der-postillon.com/2011/10/legendares-bernsteinzimmer-in-keller.html">«Legendäres Bernsteinzimmer in Keller von Hypo Real Estate aufgetaucht»</a>. Meist sind es tagesaktuelle Artikel, die viele Leser anziehen, der komplette Nonsens schafft es nicht so oft zur ganz grossen Populariät.</p>
<p><strong>Meine Erfahrung ist: Entweder findet jemand den Postillon äusserst witzig &#8211; oder gar nicht. Wie reagieren jene, die Deine Arbeit nicht witzig finden?</strong><br />
In den Kommentaren wird sehr gern behauptet, dass das alles nicht lustig sei. Ich glaube, es ist eine Art Humor, die nicht jedem auf Anhieb sympathisch ist. Wer den Postillon zum ersten Mal liest, findet ihn oft einfach nur doof. Dass da jemand einfach lügt, das verstehen viele Leute nicht. Nach drei, vier gelesenen Artikel und dem Verständnis der Masche ändert aber manch einer seine Meinung.</p>
<p><strong>Gibt es historische Vorbilder für Deine Tätigkeit aus der Vor-Internet-Zeit?</strong><br />
Beim Start kannte ich nichts dergleichen, inzwischen weiss ich, dass es einige Projekte gab, die als Vorbild gut geeignet wären. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Welt_im_Spiegel">Welt im Spiegel</a> war eine Beilage in der Pardon, die Nonsens-Nachrichten gemacht hat, meist etwas weniger tagesaktuell und viel bizarrer. Projekte wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weekly_World_News">Weekly World News</a> schreiben oft aus purer Sensationslust und weniger mit einem humoristischen Ansatz.</p>
<p><strong>Du scheust Dich nicht, Tabuthemen wie sexueller Missbrauch oder Kinderpornografie anzupacken. Hast Du da nicht manchmal etwas Angst vor der Veröffentlichung?</strong><br />
Definitiv. Ich erwäge das jeweils auch genau und lasse mich, gerade bei heiklen Themen, von Freunden und Bekannten beraten. Ich habe schon ein paar kleinere und mittlere Shitstorms hinter mir, doch in der Regel ging es immer gut. Man muss auch mal provozieren: Satire ohne Zähne geht ja nicht.<br />
Ein Beispiel, wo die Leute auf die Barrikaden gegangen sind, war eine angebliche <a href="http://www.der-postillon.com/2011/10/technikjournalisten-und-fanboys.html">Spekulation um die Form des Sargs von Steve Jobs</a>, die bereits einen Tag nach dessen Tod online ging. Darauf wurde reagiert, wie es sonst nur bei religiösen Themen passiert: Geschmacklos, niveaulos, pietätlos, unangemessen, etc. Es wurde auch gedroht, den Postillon nicht mehr zu lesen, was ja bei einer Online-Zeitung kein so grosses Drohpotential hat. Die damals geäusserte <a href="http://www.der-postillon.com/2011/10/technikjournalisten-und-fanboys.html#comment-4437988566359242286">Forderung</a>, noch etwas abzuwarten, ist zu einem Running Gag geworden, der inzwischen einigermassen wahllos in die Kommentare neuer Storys geschrieben wird. Jemand hat sogar ein <a href="https://userscripts.org/scripts/show/122042">Skript</a> geschrieben, um solche Kommentare zu filtern.</p>
<p><strong>Wie viele Leser hat der Postillon? Wie viel Umsatz machst Du damit? Deinen früheren Job in der Werbebranche hast Du ja gekündigt …</strong><br />
Rund 20.000 &#8211; 25.000 Unique Visitors täglich. Eine Geschichte, die gut läuft bringt auch mal einen Tag mit 100.000 Besuchern. Was die Einnahmen betrifft: Ich kann davon leben. Die Website generiert um die 2000 Euro im Monat, dazu kommt die Tätigkeit für das <a href="http://www.bildblog.de/">Bildblog</a>. Zukünftig geplant sind übrigens Videonachrichten und ein Postillon-Buch.</p>
<p><strong>Hättest Du erwartet, derartigen Erfolg zu haben? Inzwischen zieht ja jede halbwegs lustige Story hunderte Facebook-Likes nach sich.</strong><br />
Anfangs hoffte ich nur auf etwas Aufmerksamkeit, aber inzwischen ist das Projekt zu einem Vollzeitjob angewachsen, der jeden Tag acht Stunden Arbeit abfordert: Etwa drei Stunden täglich investiere ich in das Lesen von Nachrichten &#8211; das ist ein angenehmer Teil, weil ich auch gerne Nachrichten lese. Der Rest der Zeit beansprucht das Schreiben von Storys, die Pflege der Website und die Vermarktung.</p>
<p><strong>Wie entsteht ein Postillon-Artikel?</strong><br />
Die Idee entsteht beim Lesen von Nachrichten, manchmal aber aus einer Partyunterhaltung, wo ich mir dann sofort im Handy ein paar Stichworte notiere. Wenn die Idee gut ist, dann ist die Ausarbeitung das kleinere Problem, inzwischen habe ich ja auch etwas Übung.<br />
Ein Postillon-Artikel sollte eine klare Aussage haben, die bereits in der Überschrift klar wird. Der Text ist dann die Ausgestaltung des Gags, die Beleuchtung von verschiedenen Seiten. Das ist nicht ganz leicht, denn der Unfug, den ich schreibe, muss inhaltlich plausibel sein.</p>
<p><strong>Im Wallraff-Film «Informationen aus dem Hinterland?» (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=iLQUDthXUbo">Video</a>) schreibt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Wallraff#Die_.E2.80.9EAnti-BILD-Trilogie.E2.80.9C">Hans Esser</a> einen Artikel über ein Hochhaus in Hannover. Eine im obersten Stockwerk wohnende Frau wird zitiert, das Badewasser schwappe bei Stürmen schon mal über. Wie weit weg ist der Postillon eigentlich von «Bild»?</strong><br />
Ziemlich weit, der Anspruch ist ein ganz anderer, die Zielgruppe auch. Der grösste Unterschied ist, dass ich reale Situationen ins Humoristische verdrehe. «Bild» ist deutlich direkter, und weniger um die Ecke gedacht.</p>
<p><strong>Die Konkurrenz schläft auch nicht. Der Kojote hatte zum Beispiel grossen Erfolg mit Storys wie <a href="http://www.kojote-magazin.de/2010/gewagt-junger-berlin-besucher-laeuft-ohne-bierflasche-in-der-hand-durch-mitte/964/">«Gewagt: Junger Berlin-Besucher läuft ohne Bierflasche in der Hand durch Mitte»</a>. Wie gehst Du damit um? Gibt es noch andere Mitbewerber?</strong><br />
Es gibt in Deutschland <a href="http://www.eine-zeitung.net/">Eine Zeitung</a> und <a href="http://www.kojote-magazin.de/">Der Kojote</a>, in Österreich die <a href="http://www.salaminews.at/">Salami News</a>. Mich macht zwar Konkurrenz immer etwas nervös, aber grundsätzlich ist sie natürlich zu begrüssen, ich find das inspirierend. Wenn man in den englischsprachigen Raum schaut, dann findet man solche Angebote wie Sand am Meer.</p>
<p><strong>Ist Dein Name, «Sichermann», eigentlich echt? Im Postillon scheint ja nichts besonders sicher zu sein …</strong><br />
Ja, der ist echt, das ist kein Künstlername.</p>
<p><strong>Was hat es mit dem Gründungsjahr 1845 auf sich?</strong><br />
Das Gründungsjahr 1845 ist willkürlich gewählt. Ich wollte dem Postillon durch eine lange Geschichte einfach (noch) mehr Seriösität verleihen.</p>
<p><strong>Das Logo zeigt ein Steckenpferd auf Rädern und ein Posthorn &#8211; was hat es zu bedeuten?</strong><br />
Eine seriöse Zeitung braucht ein seriöses Logo. Das Posthorn steht dabei für den Postillon, das Steckenpferd war damals das wichtigste Transportmittel (und es zeigt, dass der Postillon nicht ganz ernst gemeint ist). Ein wenig erinnert es auch daran, dass ich den Postillon anfangs noch als Hobby (Steckenpferd) betrachtet habe. Gemalt hat es übrigens meine überaus talentierte Partnerin.</p>
<p><strong>Wer ist eigentlich <a href="http://www.der-postillon.com/search/label/Timmy">der kleine Timmy</a>? Hat er wirklich kein Mitleid verdient?</strong><br />
Der kleine Timmy (9) ist einfach die Personifikation des kleinen unschuldigen Jungen. Ein Vorbild in der Realität gibt es eigentlich nicht. Er dient vor allem dazu zu zeigen, wie ungerecht die Welt manchmal ist. Es ist schwierig zu erklären, aber es macht einfach Spass, ihn zu quälen.</p>
<p><small>Das Gespräch mit Stefan Sichermann wurde am 13. Januar 2012 per Telefon geführt.<br />
Offenlegung: Stefan Sichermann und Ronnie Grob arbeiten beide regelmässig für Bildblog.de.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/19/wahre-lugen-aus-dem-posthorn/">Wahre Lügen aus dem Posthorn</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wieder gelesen: «Netzgeflüster»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/18/wieder-gelesen-netzgefluster/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 10:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Yahoo]]></category>
		<category><![CDATA[Netzgeflüster]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ Folio]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ Labs]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1999]]></category>
		<category><![CDATA[Thom Nagy]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 16. März, twitterte @danielweber57: «@ThomNagy Feedback: Prima Twitterkurs, danke!». Der Chefredaktor von NZZ Folio war also in einem von NZZ Labs organisierten Kurs, wie man richtig twittert. So ein Twitterkurs kann niemandem schaden. Allerdings hat gerade Daniel Weber viel Erfahrung damit, das Web selbst zu entdecken. Im Februar 1997 startete nämlich seine Internet-Kolumne <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/18/wieder-gelesen-netzgefluster/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 16. März, <a href="http://twitter.com/#!/danielweber57/status/48047712217743360">twitterte</a> @danielweber57: «@ThomNagy Feedback: Prima Twitterkurs, danke!». Der Chefredaktor von <a href="http://www.nzzfolio.ch/">NZZ Folio</a> war also in einem von <a href="http://labs.nzz.ch/">NZZ Labs</a> organisierten Kurs, wie man richtig twittert. So ein Twitterkurs kann niemandem schaden. Allerdings hat gerade Daniel Weber viel Erfahrung damit, das Web selbst zu entdecken. Im Februar 1997 startete nämlich seine Internet-Kolumne «Netzgeflüster» in der NZZ. Die ersten 61 Folgen davon wurden 1999 im NZZ Verlag als Taschenbuch verlegt. Wie war es denn, das Web, vor 14 Jahren? Werfen wir einen Blick ins Buch:<br />
<span id="more-28762"></span><br />
Dass der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac das Internet mal als «eine der grössten Gefahren für die Menschheit» bezeichnete (und damit vornehmlich die französische Sprache meinte), weiss heute nicht mal mehr Google. Das Web vergisst schnell, auch wenn uns einige Politiker das Gegenteil beibringen möchten. So dämmern die in den Kolumnen erwähnten Domains wcwwrestling.com, witbeer.com, oder france98.com von ihren Inhalten verlassen vor sich hin. Auch eigene Permalinks wie <a href="http://www.nzz.ch/marktdaten">http://www.nzz.ch/marktdaten</a> werden inzwischen kommentarlos auf die Hauptseite zurückgeleitet. Es geht aber auch standhafte Websites, wie die auf Seite 117 besprochenen <a href="http://ytmag.com/">Yesterday&#8217;s Tractors</a>. Auch fbi.gov, lufthansa.com, ebay.com und andere sind nach wie vor unverändert zugänglich.</p>
<p>Ein Blick ins Register: Begriffe wie Blog, Facebook, Google, Twitter oder YouTube sucht man vergebens. Dafür sind eingetragen: Alta Vista, Compuserve, Excite, Infoseek, Klammeraffe, Lycos, Usenet und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yahooligans">Yahooligans!</a>. Die Themen «Homepages» und «Private Webseiten» handelt das Buch auf gerade zwei mal zweieinhalb Seiten ab. Video ist kein Thema und nicht wie heute eine Selbstverständlichkeit. Doch viele Themen haben sich überhaupt nicht verändert, das zeigen schon die Untertitel der Kolumnen: «Auch im Internet sollen Copyright-Gesetze durchgesetzt werden», «Warum sollte das Internet keuscher sein als die wirkliche Welt?», «Chatten kann man auch, wenn man nichts zu sagen hat», «Zunehmend bekommen TV-Sendungen eigene Internet-Ableger».</p>
<p>Das Buch wirkt nicht so antiquiert, wie man aufgrund seines Alters vermuten könnte. Das lädt zu zwei Schlussfolgerungen ein: Entweder hat es Daniel Weber hingekriegt, den damaligen Zeitgeist zeitlos einzufangen. Oder die Webwelt hat sich gar nicht so dramatisch verändert. Tatsächlich ist die Struktur die Gleiche geblieben. Es ist nur alles viel schneller, unkomplizierter, günstiger und vernetzter geworden.</p>
<p>Einige Zitate aus dem Buch machen den Zeitabstand dann aber doch deutlich.</p>
<p>Seite 102:</p>
<blockquote><p>Der Taucher der New Yorker Börse bescherte Anbietern von Börseninformationen im Internet Rekordzahlen. Am Tag danach, am 28. Oktober 1997, wurden bei NZZ-Online 57000 Seiten abgerufen, und das Interesse liess während der ganzen Woche nicht nach.</p></blockquote>
<p>Seite 132:</p>
<blockquote><p>Die Haltung der Online-Medien, vor allem der Entscheid, die Deadline der Druckausgabe für die Internet-Berichterstattung zu ignorieren, gilt vielen als Indiz dafür, dass der Nachrichtenjournalismus in eine neue Dimension vorstösst.</p></blockquote>
<p>Seite 174:</p>
<blockquote><p>Mit einem Marktwert von 1 beziehungsweise 1,5 Milliarden Dollar liegen Lycos und Excite deutlich hinter dem Branchenleader Yahoo (5,4 Milliarden) zurück, der die Portal-Strategie bereits zielstrebig umsetzte, bevor der Begriff die Runde machte. Yahoo hatte im vergangenen März 30 Millionen Besucher; 12 Millionen haben sich für Spezialangebote registrieren lassen, die von der Yahoo Visa Card über Yahoo Mail bis zu personalisierten Börsenkursen reichten.</p></blockquote><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/18/wieder-gelesen-netzgefluster/">Wieder gelesen: «Netzgeflüster»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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