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	<title>Werbeverbote | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 05 Feb 2022 07:19:47 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Mit rauchendem Cervelat für die Werbefreiheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/05/mit-rauchendem-cervelat-fuer-die-werbefreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2022 07:19:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Forderung nach ihrer Einschränkung ist so alt wie die Werbung selbst. Was dabei verhandelt wird, hat sich in den letzten hundert Jahren stark verändert – auf der Seite der Kritiker:innen wie bei den Verteidiger:innen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/05/mit-rauchendem-cervelat-fuer-die-werbefreiheit/">Mit rauchendem Cervelat für die Werbefreiheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Forderung nach ihrer Einschränkung ist so alt wie die Werbung selbst. Was dabei verhandelt wird, hat sich in den letzten hundert Jahren stark verändert – auf der Seite der Kritiker:innen wie bei den Verteidiger:innen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/05/mit-rauchendem-cervelat-fuer-die-werbefreiheit/">Mit rauchendem Cervelat für die Werbefreiheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Schönere&#160;Stadt, missratene&#160;Kampagne, massiver&#160;Aderlass</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/09/11/schoenere-stadt-missratene-kampagne-massiver-aderlass/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Sep 2021 08:59:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
		<category><![CDATA[Prospective]]></category>
		<category><![CDATA[Lis Borner]]></category>
		<category><![CDATA[Radiostudio Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Prostitution]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Schöneres Genf ohne Werbung Eine Stadt ohne den ständigen visuellen Anreiz, sich etwas Neues zu kaufen – klingt eigentlich ganz schön, oder? Für Genf könnte das bis 2025 Wirklichkeit werden: Das Stadtparlament hat die Initiative «Zéro Pub» – null Werbung – letzte Woche angenommen. Vom Verbot nicht betroffen wären Plakate, die auf <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/11/schoenere-stadt-missratene-kampagne-massiver-aderlass/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/11/schoenere-stadt-missratene-kampagne-massiver-aderlass/">Schönere Stadt, missratene Kampagne, massiver Aderlass</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-90977" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210911b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210911b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210911b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210911b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Good-Bad-Ugly-20210911b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Schöneres Genf ohne Werbung</h3>
<p>Eine Stadt ohne den ständigen visuellen Anreiz, sich etwas Neues zu kaufen – klingt eigentlich ganz schön, oder? Für Genf könnte das bis 2025 Wirklichkeit werden: Das Stadtparlament hat die <a href="https://www.rts.ch/info/regions/geneve/12477084-linitiative-zero-pub-en-ville-de-geneve-franchit-un-pas-decisif.html" target="_blank" rel="noopener">Initiative «Zéro Pub»</a> – null Werbung – letzte Woche angenommen. Vom Verbot nicht betroffen wären Plakate, die auf kulturelle Veranstaltungen hinweisen oder Plakate der Polizei, die auf Gefahren im Strassenverkehr aufmerksam machen. Bis in drei Monaten will die Stadtregierung einen Plan für die Umsetzung vorlegen.</p>
<p>Gegen das Werbeverbot könnte allerdings noch das Referendum ergriffen werden. Die bürgerlichen Parteien und die Regierung waren gegen ein Werbeverbot, nicht zuletzt aus finanziellen Gründen: Ohne die Plakatwerbung verliert die Stadt Genf zwar rund vier Millionen Franken pro Jahr. Aber es gibt schon heute einen Ausblick darauf, warum eine Stadt ohne Werbung eine schönere Stadt ist: Die ekelhaften «Zombie»-Plakate mit dem Spruch «Kinder mit einem Toten – Ehe für alle Nein» der Gegner*innen der Ehe für alle dürfen in Genf nicht aufgehängt werden. Die Stadt hat das Sujet zurückgewiesen.</p>
<h3>The Bad – Missratene Kapo-Kampagne</h3>
<p>Die Kantonspolizei Basel-Stadt startet zusammen mit der Schweizer Kriminalpräventation SKP die Kampagne <a href="https://www.medien.bs.ch/nm/2021-hast-du-eier-freier--initiative-gegen-zwangsprostitution-und-menschenhandel-jsd.html" target="_blank" rel="noopener">«Hast du Eier, Freier?»</a> Damit will sie Männer ansprechen, die die Dienste von Sexarbeiterinnen in Anspruch nehmen und sie für die Themen Menschenhandel und Zwangsprostitution sensibilisieren.</p>
<p>Die Kampagne ist sicherlich gut gemeint (aber das ist bekanntlich oft das Gegenteil von gut): Immerhin sind es die Freier, die oft wortwörtlich am nächsten an die Frauen herankommen, mit ihnen sprechen und sehen können, wie es ihnen geht. Jedoch: Die detaillierte Anleitung für die Beobachtung und Meldung von Missständen auf der Website der Kampagne lässt, gelinde gesagt, zu wünschen übrig. Mögliche Erkennungszeichen für Zwangsprostitution seien etwa, wenn die Sexarbeiterin nicht «normal» kommunizieren kann, «nicht einmal unsere Sprache spricht», «apathisch ist oder erkennbar unter Drogeneinfluss steht». Auch Blutergüsse oder andere Wunden seien ein Zeichen dafür, dass die Frau nicht freiwillig arbeite. Dass diese auch von einem anderen Freier stammen könnten, darauf wird nicht hingewiesen.</p>
<p>Man solle im Zweifelsfall die Polizei rufen oder sich bei der anonymen Meldestelle des Vereins ACT212 gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung melden. Abgesehen davon, dass die Sexarbeiterinnen je nach Kanton grosse Angst vor der Polizei haben, weil sie oft repressiv gegen die Frauen vorgeht: Das Geschmäckle von «gütiger Schweizer Mann rettet arme Frau aus dem Milieu» wird man beim Lesen der Kampagne nicht ganz los.</p>
<h3>The Ugly – Massiver Aderlass bei Radio SRF</h3>
<p>Vergangene Woche gab die Mediengewerkschaft SSM in einem Newsletter an seine Mitglieder bekannt, dass ein «einzigartiger Brain Drain in der Geschichte von Radio SRF» bevorstehe. Bald zwei Jahre ist es her, seit die SRF-Führung entschieden hatte, grosse Teile der Radioinformation von Bern nach Zürich zu verlegen. Der ursprüngliche Plan war es, das Radiostudio Bern ganz zu schliessen. Ein internes Dokument, das dem SSM zugespielt wurde, zeigt offenbar: Schon 2018 rechnete die Chefredaktion von Radio SRF damit, dass im schlimmsten Fall rund ein Viertel der Belegschaft den Umzug nicht mitmachen werde.</p>
<p>Der «Worst Case» ist nun tatsächlich eingetreten, allerdings noch schlimmer: Seit der Ankündigung des Umzugs hat deutlich mehr Personal die Redaktionen von «SRF 4 News» und den Radionachrichten verlassen als die Leitung erwartet hatte. Bei SRF-4-News haben 11 von 24 Mitarbeitenden gekündigt, die Redaktion gewechselt oder sich frühpensionieren lassen. Das Team der Nachrichtenredaktion ist um einen Drittel kleiner. Die Gründe seien grösstenteils Frustration darüber, in der Führungsetage keinerlei Gehör zu finden, Bedenken über schwindende Qualität aufgrund des Spardrucks und erhebliche Führungsdefizite, schreibt das SSM.</p>
<p>Auch wenn SRF in jüngster Zeit immer wieder mit Entlassungswellen und freiwilligen Abgängen aufgefallen ist: Ein derartiger Aderlass ist einmalig in der Geschichte von Radio SRF, schreibt das SSM. Lis Borner, Chefredaktorin Audio bei SRF, bestätigt die Zahlen und sagt dazu gegenüber der MEDIENWOCHE, es sei ganz normal, dass grössere Veränderungen auch eine grössere Fluktuation auslösen können. Man habe neben den Abgängen aber auch neues Personal eingestellt, um die Kündigungen zu kompensieren: «Jeder Abgang von erfahrenen Radioleuten schmerzt. Interne personelle Wechsel von einer Redaktion in eine andere sind bereichernd. Und Neueintritte freuen, weil andere Perspektiven und neues Fachwissen in eine Redaktion kommen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/11/schoenere-stadt-missratene-kampagne-massiver-aderlass/">Schönere Stadt, missratene Kampagne, massiver Aderlass</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Tabakwerbeverbote: Von allen guten Geistern verlassen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/09/17/tabakwerbeverbote-von-allen-guten-geistern-verlassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2019 14:40:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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		<title>Befreiungsschlag: SRG ohne Werbung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/21/befreiungsschlag-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2019 08:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der SRG bricht die TV-Werbung dramatisch und unwiderruflich weg. Das ist eine gute Nachricht. Denn ein moderner Service public, der sich von der privaten Konkurrenz abgrenzt, ist werbefrei. Über ein Werbeverbot entscheidet die Politik. Dort ist das Thema angekommen. Als hätte die SRG nicht schon genug der Sparsorgen, folgen in letzter Zeit regelmässig Hiobsbotschaften, die <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/21/befreiungsschlag-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der SRG bricht die TV-Werbung dramatisch und unwiderruflich weg. Das ist eine gute Nachricht. Denn ein moderner Service public, der sich von der privaten Konkurrenz abgrenzt, ist werbefrei. Über ein Werbeverbot entscheidet die Politik. Dort ist das Thema angekommen.</strong><br />
<img decoding="async" class="size-full wp-image-71602 alignnone" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-SRG-ohne-Werbung_20190722.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-SRG-ohne-Werbung_20190722.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-SRG-ohne-Werbung_20190722-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-SRG-ohne-Werbung_20190722-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-SRG-ohne-Werbung_20190722-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-SRG-ohne-Werbung_20190722-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Als hätte die SRG nicht schon genug der Sparsorgen, folgen in letzter Zeit regelmässig Hiobsbotschaften, die das Sparen nicht einfacher machen: Die TV-Werbung erodiert in einem Mass, mit dem selbst die SRG-Führung nicht gerechnet hatte. «Im laufenden Jahr dürften unsere Werbeeinnahmen fünf bis zehn Prozent tiefer ausfallen als budgetiert. Das entspricht einem potenziellen Minus von 20 Millionen Franken», <a href="https://www.bilanz.ch/das-ist-kein-wasserkopf" target="_blank" rel="noopener">sagte Generaldirektor Gilles Marchand unlängst dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz»</a>. SRF-Direktorin Nathalie Wappler nannte die Entwicklung wenig später <a href="https://www.persoenlich.com/medien/die-situation-auf-dem-werbemarkt-ist-dramatisch" target="_blank" rel="noopener">«dramatischer als angenommen»</a>.</p>
<p>Darum überrascht es nicht, wenn jetzt eine werbefreie SRG wieder zum Thema wird. Der SP-Nationalrat und ehemalige Fernsehmann Matthias Aebischer sprach sich jüngst öffentlich <a href="https://www.horizont.net/schweiz/nachrichten/srg-sp-nationalrat-matthias-aebischer-wuenscht-sich-einen-werbefreien-konzern-176204" target="_blank" rel="noopener">für ein Werbeverbot</a> aus. Die Grünen forderten im vergangenen Jahr einen ersten «Schritt zur Reduktion der Werbung bei der SRG».</p>
<blockquote><p>Online-Werbung ist der SRG verboten und zusätzliches Geld aus der Medienabgabe derzeit politisch nicht opportun.</p></blockquote>
<p>Allein von 2014 bis 2018 ging der kommerzielle Ertrag der SRG um mehr als 80 Millionen Franken zurück von 370 auf 290 Millionen. Der Einbruch wirkt sich deshalb umso dramatischer aus, weil die SRG selbst optimistischer kalkuliert und einen geringeren Rückgang budgetiert hatte.</p>
<p>Eine Kompensation der Mindereinnahmen ist vorerst nicht in Sicht: Online-Werbung ist der SRG verboten und zusätzliches Geld aus der Medienabgabe derzeit politisch nicht opportun, zumal das Signal auf Senkung der Abgabe steht. Damit bleibt der SRG vorerst nur, den Rotstift anzusetzen und gleichzeitig die hohle Hand möglichst weit aufzuhalten für die verbleibenden Werbefranken, die noch ins Fernsehen fliessen.</p>
<p>An dieser Entwicklung wird sich nichts mehr ändern. Was der Presse widerfahren ist, blüht nun auch dem Fernsehen. Die Werbebudgets werden umgelagert. Das Geld fliesst heute datengetrieben auf Online-Plattformen, die eine zielgruppengenaue und personalisierte Ansprache der Kunden anbieten. Heimische Medien können im Werbegeschäft nur mithalten, wenn sie ihre Nutzerschaft auch vermessen und verfolgen und sich zu grösseren Verbünden zusammenschliessen. Auf beides bereitet sich die SRG vor. Sie darf nur nicht loslegen. Doch es gibt noch einen Funken Hoffnung.</p>
<blockquote><p>Die SRG müsse «im Interesse der Gebührenzahlenden auch im Internet kommerziell tätig sein», hielt der Bundesrat 2012 fest.</p></blockquote>
<p>Der Bundesrat hat <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20105506" target="_blank" rel="noopener">2010 im Grundsatz entschieden</a> (und <a href="https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-45965.html" target="_blank" rel="noopener">zwei Jahre später den Entscheid bekräftigt</a>), dass die SRG künftig auch Online-Werbung verkaufen darf. Die SRG müsse «im Interesse der Gebührenzahlenden auch im Internet kommerziell tätig sein», hielt der Bundesrat 2012 fest. Wann die SRG den Schritt in den Netzkommerz machen darf, liess die Regierung aber offen. Vor sieben, respektive neun Jahren, sah die Regierung «noch keine Notwendigkeit», das orange Signal auf grün zu schalten. Dass dies demnächst geschehen wird, ist noch immer unwahrscheinlich – obwohl jetzt eigentlich der Zeitpunkt dafür gekommen wäre. Zum einen steht das Thema nicht zuoberst auf der medienpolitischen Agenda. Zum anderen wäre mit erneutem Widerstand der Verleger zu rechnen.</p>
<p></p>
<p>Bei der Fernsehwerbung soll es gemäss Bundesrat beim Status Quo bleiben. Angesichts der angespannten Finanzlage könnte eine Einschränkung der TV-Werbung «die Situation der SRG verschärfen und letztlich zu einem Leistungsabbau führen», hielt die Regierung im April 2018 in ihrer <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20183115" target="_blank" rel="noopener">Stellungnahme zu einer Motion der Grünen</a> im Nationalrat fest. Ausserdem würde eine werbefreie SRG den TV-Markt insgesamt schwächen. Profiteure wären nicht etwa die heimische Branche, sondern internationale Anbieter wie Facebook oder Google.</p>
<p>Aus all diesen Gründen hielt es der Bundesrat bisher nicht für angezeigt, der SRG die Werbung zu reduzieren. In der Zwischenzeit hat das Departement eine neue Vorsteherin und Simonetta Sommaruga verantwortet das Mediendossier. In den nächsten Wochen will die Uvek-Chefin ihre Vorschläge für eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen präsentieren. Ob Sommaruga dabei auch die Werbeordnung im Auge hat, ist nicht bekannt. Sinnvoll wäre es allemal.</p>
<blockquote><p>Klar ist: Eine werbefreie SRG könnte ihr Profil schärfen.</p></blockquote>
<p>Mit Blick auf eine zeitgemässe Weiterentwicklung der Medienordnung und auf die Rolle der SRG stellt sich drängender als auch schon die Frage, ob sich Werbefinanzierung überhaupt noch mit einem modernen Service public verträgt. Klar ist: Eine werbefreie SRG könnte ihr Profil schärfen. Mit dem Verzicht auf <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/srg-verzichtet-auf-unterbrecherwerbung-bei-filmen-ld.1362728" target="_blank" rel="noopener">Unterbrecherwerbung in den abendlichen Spielfilmen</a> hat das Unternehmen bereits einen Schritt in die Richtung getan; das Publikum weiss das zu schätzen.</p>
<p>Bereits heute schätzen die Zusehenden die Online-Angebote der SRG ohne Pre-Roll- oder Unterbrecherwerbung in den Videobeiträgen. Damit unterscheidet sich der Service-public-Anbieter von der Konkurrenz – und steht ihr beim Online-Geschäft nicht im Weg: Der Markt gehört den Privaten, die SRG finanziert sich über die Medienabgabe. Die Formel könnte künftig für das gesamte Angebot der SRG gelten. Eine exklusive Finanzierung via Medienabgabe würde jeder Versuchung entgegenwirken, Kommerz- statt Publikumsbedürfnisse zu befriedigen. Das Schweizer Fernsehen müsste sich mit seinen Programmen nicht mehr bei Sponsoring- und Werbekunden anbiedern, wie das heute immer wieder geschieht.</p>
<p>Mit dem Verzicht auf die Vermarktung könnte die SRG auch die dafür erforderliche Infrastruktur abbauen. Unter die leidige Geschichte um die Vermarktungsfirma Admeira würde ein Schlussstrich gezogen. Und auch aus der Login-Allianz mit den Verlegern könnte die SRG aussteigen, da das Projekt im Kern auch kommerziell getrieben ist.</p>
<blockquote><p>Im Zuge des nun wieder anlaufenden Gesetzgebungsprozesses wird auch zu definieren sein, mit welchen Inhalten und in welchem Umfang die SRG auftreten darf.</p></blockquote>
<p>Auf dem Weg in die Werbefreiheit steht aber eine hohe Hürde: Wie kompensiert die SRG den Ertragsausfall von immer noch gut zweihundert Millionen Franken, wenn sie schon bald, und nicht erst nach dem bitteren Ende, aus der Werbung aussteigen würde? Sparen, lautet die naheliegendste Antwort. Für die SRG geht das gar nicht. Denn mit weniger als 1,5 Milliarden Franken pro Jahr lasse sich der öffentliche Auftrag nicht erfüllen, sagte Direktor Marchand mehrfach. Nur: Was dieser Auftrag alles umfasst, kann auch neu ausgehandelt und den Finanzen angepasst werden. Im Zuge des nun wieder anlaufenden Gesetzgebungsprozesses wird auch zu definieren sein, mit welchen Inhalten und in welchem Umfang die SRG auftreten darf.</p>
<p>Der bequemere Weg wäre es natürlich, wenn sich der Werbeausfall über eine erhöhte Medienabgabe kompensieren liesse. Allerdings hat Bundesrätin Doris Leuthard klar gesagt, dass der Betrag für die Haushalte wenn schon sinkt. Die neue Abgabe setzte Leuthard ohne Not auf unverständlich tiefe 365 Franken fest, obwohl <a href="https://www.blick.ch/news/politik/leuthard-setzt-sich-durch-billag-soll-400-franken-kosten-id2728408.html" target="_blank" rel="noopener">zuvor immer von 400 Franken die Rede</a> war. Das ist Geld, das der SRG nun fehlt.</p>
<p>Am Ende bleibt es ein Entscheid der Politik, ob sie einen Systemwechsel vollziehen will hin zu einer rein abgabefinanzierten SRG. Da es nur eine Frage der Zeit ist, bis die SRG sowieso werbefrei sein wird, kann die Politik gar nicht anders, als sich besser früher als später mit der Frage zu befassen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/21/befreiungsschlag-2/">Befreiungsschlag: SRG ohne Werbung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zigaretten-Werbung soll eingeschränkt werden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/13/zigaretten-werbung-soll-eingeschraenkt-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2019 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
		<category><![CDATA[Tabak]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zigarettenwerbung in der Presse und im Internet soll verboten werden. Das will die Gesundheitskommission des Ständerates (SGK). Sie versucht einen Kompromiss.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/13/zigaretten-werbung-soll-eingeschraenkt-werden/">Zigaretten-Werbung soll eingeschränkt werden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zigarettenwerbung in der Presse und im Internet soll verboten werden. Das will die Gesundheitskommission des Ständerates (SGK). Sie versucht einen Kompromiss.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/13/zigaretten-werbung-soll-eingeschraenkt-werden/">Zigaretten-Werbung soll eingeschränkt werden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Genf ohne Werbung»: Staatsrat erklärt die Initiative für gültig</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/04/23/genf-ohne-werbung-staatsrat-erklaert-die-initiative-fuer-gueltig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2019 11:35:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Genfer Staatsrat hat die kommunale Volksinitiative «Genève Zéro Pub» für gültig erklärt. Damit stellt er sich gegen den Ent­scheid des Genfer Gerichtshofs vom 31. Oktober 2018, der die Initiative für ungültig erklärt hatte.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/04/23/genf-ohne-werbung-staatsrat-erklaert-die-initiative-fuer-gueltig/">«Genf ohne Werbung»: Staatsrat erklärt die Initiative für gültig</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Genfer Staatsrat hat die kommunale Volksinitiative «Genève Zéro Pub» für gültig erklärt. Damit stellt er sich gegen den Ent­scheid des Genfer Gerichtshofs vom 31. Oktober 2018, der die Initiative für ungültig erklärt hatte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/04/23/genf-ohne-werbung-staatsrat-erklaert-die-initiative-fuer-gueltig/">«Genf ohne Werbung»: Staatsrat erklärt die Initiative für gültig</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Josef Dittli: Der «Briefträger der Tabaklobby» wechselt die Seite</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/05/josef-dittli-der-brieftraeger-der-tabaklobby-wechselt-die-seite/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2019 11:11:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
		<category><![CDATA[Tabaklobby]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=66796</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Urner Ständerat Josef Dittli kämpfte gegen Werbeverbote – bis er ein 140&#8217;000-Franken-Mandat übernahm.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/05/josef-dittli-der-brieftraeger-der-tabaklobby-wechselt-die-seite/">Josef Dittli: Der «Briefträger der Tabaklobby» wechselt die Seite</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Urner Ständerat Josef Dittli kämpfte gegen Werbeverbote – bis er ein 140&#8217;000-Franken-Mandat übernahm.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/05/josef-dittli-der-brieftraeger-der-tabaklobby-wechselt-die-seite/">Josef Dittli: Der «Briefträger der Tabaklobby» wechselt die Seite</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verbotener Werbespot: Dieses traurige Video geht viral</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/11/13/verbotener-werbespot-dieses-traurige-video-geht-viral/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2018 08:55:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=63314</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die britische Supermarktkette Iceland hat einen Werbespot zu Weihnachten geplant, der jetzt verboten wurde. Die Werbung sei zu politisch.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/11/13/verbotener-werbespot-dieses-traurige-video-geht-viral/">Verbotener Werbespot: Dieses traurige Video geht viral</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die britische Supermarktkette Iceland hat einen Werbespot zu Weihnachten geplant, der jetzt verboten wurde. Die Werbung sei zu politisch.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/11/13/verbotener-werbespot-dieses-traurige-video-geht-viral/">Verbotener Werbespot: Dieses traurige Video geht viral</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist AdBlock Plus käuflich?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/04/ist-adblock-plus-kaeuflich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2015 16:28:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeverbote]]></category>
		<category><![CDATA[Adblocker]]></category>
		<category><![CDATA[Anklage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=3475</guid>

					<description><![CDATA[<p>Grosse Unternehmen zahlen unbekannte Summen, um den Werbeblocker zu umgehen. Deutsche Medienhäuser klagen an.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span data-sheets-value="[null,2,&quot;Grosse Unternehmen zahlen unbekannte Summen, um den Werbeblocker zu umgehen. Deutsche Medienh\u00e4user klagen an.&quot;]" data-sheets-userformat="[null,null,515,[null,0],[null,2,16776960],null,null,null,null,null,null,null,0]">Grosse Unternehmen zahlen unbekannte Summen, um den Werbeblocker zu umgehen. Deutsche Medienhäuser klagen an.</span></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/04/ist-adblock-plus-kaeuflich/">Ist AdBlock Plus käuflich?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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	</channel>
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