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	<title>Wirtschaftsjournalismus | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 03 Dec 2019 13:25:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>«Die 300 reichsten Schweizer»: die Geschichte der goldenen Sonderbeilage der «Bilanz»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/11/28/die-300-reichsten-schweizer-die-geschichte-der-goldenen-sonderbeilage-der-bilanz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 18:21:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor bald 30 Jahren publizierte die Zeitschrift «Bilanz» zum ersten Mal ihre Sonderausgabe mit den reichsten Schweizerinnen und Schweizern. Warum das neue Ranking damals eine kleine Revolution war und was sich seitdem verändert hat, hat die Zürcher Historikerin Monika Dommann erforscht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor bald 30 Jahren publizierte die Zeitschrift «Bilanz» zum ersten Mal ihre Sonderausgabe mit den reichsten Schweizerinnen und Schweizern. Warum das neue Ranking damals eine kleine Revolution war und was sich seitdem verändert hat, hat die Zürcher Historikerin Monika Dommann erforscht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/11/28/die-300-reichsten-schweizer-die-geschichte-der-goldenen-sonderbeilage-der-bilanz/">«Die 300 reichsten Schweizer»: die Geschichte der goldenen Sonderbeilage der «Bilanz»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Reflexe der Redaktionen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/11/15/reflexe-der-redaktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2019 07:03:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Josef Zens, früher Zeitungsjournalist und heute Leiter der Pressestelle des Deutschen GeoForschungsZentrums, wirft den Medien vor, gerade im Bereich des Wissenschaftsjournalismus journalistische Standards preiszugeben. Statt etwa über eigene Anteile der mediengetriebenen Hysterie zu reflektieren, würden Journalistinnen und Journalisten als Teil der Maschinerie allzu oft selbst zur Verbreitung von Falschnachrichten beitragen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/11/15/reflexe-der-redaktionen/">Reflexe der Redaktionen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Josef Zens, früher Zeitungsjournalist und heute Leiter der Pressestelle des Deutschen GeoForschungsZentrums, wirft den Medien vor, gerade im Bereich des Wissenschaftsjournalismus journalistische Standards preiszugeben. Statt etwa über eigene Anteile der mediengetriebenen Hysterie zu reflektieren, würden Journalistinnen und Journalisten als Teil der Maschinerie allzu oft selbst zur Verbreitung von Falschnachrichten beitragen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/11/15/reflexe-der-redaktionen/">Reflexe der Redaktionen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Mark Dittli über «The Market»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/20/mark-dittli-ueber-the-market/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 11:20:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[The Market]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit «The Market» startet ein Schweizer Investoren-Portal, das sich an Banker und Vermögensverwalter richtet. Geschäftsführer Mark Dittli erklärt gegenüber finews.ch, warum es das braucht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit «The Market» startet ein Schweizer Investoren-Portal, das sich an Banker und Vermögensverwalter richtet. Geschäftsführer Mark Dittli erklärt gegenüber finews.ch, warum es das braucht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/20/mark-dittli-ueber-the-market/">Mark Dittli über «The Market»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>War da mal was?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/08/26/war-da-mal-was/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[René Zeyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2016 13:38:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Panama Papers]]></category>
		<category><![CDATA[Leaks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die öffentliche Aufmerksamkeit ist flüchtig. Fünf Monate nach dem grossen Paukenschlag um die Publikation der sogenannten Panama Papers ist klar, dass auch dieses «Leak», wie schon seine Vorgänger «Offshore Leaks» und «Swiss Leaks», nach sehr kurzer Halbwertszeit ins Nirwana von «war da mal was?» verschwand. Wem hat die Übung genützt? Der Gerechtigkeit und der Aufdeckung <a href="https://medienwoche.ch/2016/08/26/war-da-mal-was/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die öffentliche Aufmerksamkeit ist flüchtig. Fünf Monate nach dem grossen Paukenschlag um die Publikation der sogenannten <a href="https://panamapapers.icij.org/" target="_blank">Panama Papers</a> ist klar, dass auch dieses «Leak», wie schon seine Vorgänger «Offshore Leaks» und «Swiss Leaks», nach sehr kurzer Halbwertszeit ins Nirwana von «war da mal was?» verschwand. Wem hat die Übung genützt? Der Gerechtigkeit und der Aufdeckung ungeheuerlicher Straftaten offenbar nicht.<br />
<span id="more-27932"></span><br />
An Superlativen wurde nicht gespart. <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dossiers/wirtschaft/dossier2.html?dossier_id=3260" target="_blank">«Das bisher grösste Datenleck deckt schmutzige Geschäfte auf»</a>, «Blutiges Offshore-Geld im Syrien-Krieg», «Präsidenten und Premiers», 2,6 Terabyte Daten, 11,5 Millionen Dokumente, 214 488 Firmen, das gesamte Archiv einer panamaischen Kanzlei von 1977 bis 2015, das hatte die Welt noch nicht gesehen. Am 3. April veröffentlichten 109 Redaktionen in 76 Ländern erstmals Erkenntnisse aus der Auswertung der sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Panama_Papers" target="_blank">Panama Papers</a>.</p>
<p>Aber schon nach wenigen Tagen gähnte die Welt gelangweilt, weil sie nur wenige Bruchstücke zu sehen bekam. Beim «Tages-Anzeiger», in der Deutschschweiz zusammen mit der «SonntagsZeitung» führend im Ausschlachten dieses gestohlenen Datenschatzes, standen unter einem düsteren Foto des bösen Buben Putin und seiner «Geldspur in die Schweiz» schnell keine neuen «Enthüllungen» mehr. Dass der Whistleblower Bradley Birkenfeld im US-TV behauptete, die CIA stünde hinter den «Panama Papers», war dagegen noch eine grosse Meldung wert. Er tat das aber genau so beweisfrei wie der Verdachtsjournalismus der 376 internationalen Journalisten, die ein Jahr lang das Datenmeer durchpflügt hatten.</p>
<p>Darunter folgte die Randnotiz, dass die panamaische Staatsanwaltschaft die Büros von Mossack Fonseca durchsucht habe. Die «Kooperationsbereitschaft» dieser Kanzlei, der die Daten gestohlen wurden, lasse «Medienberichten zufolge zu wünschen übrig. Die Kanzlei widerspricht.» Das nennt man in Fachkreisen eine No-News, das schafft es höchstens als Verzweiflungstat in nachrichtenarmen Zeiten in die Medien.</p>
<p>Der ursprüngliche Empfänger des Datenraubs, die «Süddeutsche Zeitung», flüchtet sich unter dem Titel «Gestatten, Goldfinger», in Bond-Kitsch, da Firmennamen wie «Goldfinger», «Moonraker», «Spectre» und natürlich «Blofeld» verwendet wurden. Interessanterweise wurde dieser ursprüngliche Titel dann auf ein neutraleres <a href="http://meedia.de/2016/04/12/die-panama-papers-der-mega-skandal-mit-der-mini-halbwertzeit/" target="_blank">«Agenten nutzten Panama-Firmen für CIA»</a> heruntergenommen, der in der ursprünglichen Illustration unten liegende Geheimagent mit gezückter Waffe und gewisser <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/panama-papers-agenten-nutzten-panama-firmen-fuer-cia-1.2945241" target="_blank">Ähnlichkeit mit Daniel Craig</a> wurde entfernt.</p>
<p>Die letzte grosse «Enthüllung» fand vor vielen Wochen statt; auch das IKRK sei fiktiv als «beneficial owner», also als Nutzniesser bei Briefkastenfirmen, eingesetzt worden. Natürlich ohne dessen Wissen und die Neutralität, Unabhängigkeit sowie den guten Ruf des IKRK gefährdend. Ohne das herunterspielen zu wollen: Das ist alles, was sich nach der ersten Welle aus den «Panama Papers» herausdestillieren liess? Wo sind die Tausende von Namen, Personen, Firmen, gerne auch aus Deutschland oder der Schweiz, denen illegales Handeln zumindest vorgeworfen werden könnte? Wo sind die Drogenkartelle, Blutgelder, die Finanzflüsse von geraubten Reichtümern? Hier ein Tropfen, dort ein Tropfen, aber kein Meer, nicht einmal ein Tümpel. Und selbst der ist inzwischen verdampft.</p>
<p>Von Argentinien bis Uruguay nahmen staatliche Behörden Untersuchungen auf, die aber bis heute in keinem einzigen Fall zu einer Strafanklage führten. Es gab Kollateralschäden, so trat der Chef von Transparency International Chile zurück, weil sein Name mit Briefkastenfirmen in Verbindung gebracht wurde. Dazu der isländische Premierminister und ein spanischer Minister. Wohlgemerkt ohne dass ihnen strafbare Handlungen nachgewiesen worden wären. Und Putins «Geldspur in die Schweiz» verlor sich ebenfalls im Nirgendwo. 11,5 Millionen Dokumente, rund 300&#8217;000 Firmenkonstrukte wurden «enttarnt». Im Endergebnis führte das zu wohlwollend geschätzten 1000 Untersuchungen weltweit. Das ist also in 0,3 Prozent aller Fälle Anlass für einen Anfangsverdacht auf illegale Tätigkeiten unter Verwendung einer Briefkastenfirma, die von Mossack Fonseca hergestellt wurde. Die panamaische Kanzlei selbst ist bis heute, wie in den 40 Jahren ihrer Existenz, kein Ziel einer Strafuntersuchung. Man kann also im Umkehrschluss sagen, dass es wohl kaum einen Bereich in der internationalen Finanzwelt gibt, in dem es so gesittet und gesetzestreu zu und her geht wie bei Offshore-Firmen.</p>
<p>Man könnte das alles leicht belustigt zur Kenntnis nehmen, wenn hier nicht dem Investigativjournalismus ein weiteres Mal schwerer Schaden zugefügt würde. Der zu Tode gesparte Wirtschaftsjournalismus rafft sich zu einer vermeintlichen Grosstat auf. Wenn’s denn stimmt, haben 376 Journalisten ein Jahr lang hauptamtlich einen Datenberg zu handlichen Stücken zermahlen, wurde von der US-NGO ICIJ das Know-how, die Software und Hardware zur Verfügung gestellt, um Big Data überhaupt bewirtschaftbar zu machen. Es wurden Diagramme erstellt, Daten verknüpft, Marker gesetzt, PDFs, Excel-Tabellen, E-Mails, Dokumente, Urkunden, Telefonprotokolle so aufbereitet, dass man sich in ihnen bewegen konnte, ohne zu ertrinken.</p>
<p>Aber selbst dahinter ist ein Fragezeichen zu setzen, da niemand weiss, ausser den beteiligten Journalisten, in welcher allenfalls aufbereiteter Form die 2,6 Terabyte von der anonymen Quelle zur Verfügung gestellt wurden. Es erscheint plausibel, dass sicherlich weder lastwagenweise Papier aus der panamaischen Kanzlei herausgeschafft wurde, noch in deren Archiv unbemerkt ein Scanner Überstunden machte. Aber da laut eigenen Aussagen der Eingeweihten der Datendieb (oder die Diebe) bis heute unbekannt ist, weiss auch niemand, ob und in welcher Form allenfalls eine Vorselektion der Daten stattfand. Oder ob sie bereits fingerfertig angeliefert wurden.</p>
<p>Also bleibt die Frage: Wer war das? Logik und Plausibilität gebieten, dass es doch sehr unglaubwürdig ist, dass eine kleine private Gruppe oder gar ein Einzelner mit nicht unbeachtlichem technischem Aufwand, in monatelanger Vorbereitungsarbeit und mit nicht unerheblichen Unkosten diesen elektronischen Einbruch verübte, auf eine Goldmine an Erpressungsmöglichkeiten stiess und das dann als «John Doe» aus moralischer Entrüstung ausgerechnet der «Süddeutschen Zeitung» gratis anbot. Aber wenn man nicht die Methoden dieser «Enthüllungsjournalisten» verwenden will, handelt es sich bei der Vermutung von Birkenfeld, wonach die CIA die Finger mit im Spiel hatte, um eine zwar plausible, aber völlig beweis- und indizienfreie Spekulation.</p>
<p>Die Kamera-Teams sind längst von dem Eingang der panamaischen Kanzlei abgezogen, weder die Beraubten noch die lokalen Strafverfolgungsbehörden haben bislang auch nur ein Fitzelchen einer neuen Erkenntnis geliefert, wer denn nun der Datendieb gewesen sein könnte. Die Journalisten der SZ halten ebenfalls dicht, wer sie denn als «John Doe» angefüttert hat. Perverserweise sind weder der Bestohlene noch die an der Ausbeute des Diebesguts beteiligten Medien an einer Fortsetzung der Story über die Panama Papers interessiert. Die letzte Medienmitteilung von Mossack Fonseca stammt vom 10. Mai 2016. Die letzte Meldung in der «Süddeutschen» vom 21. August. Die Finanzaufsicht des Bundesstaats New York habe einer taiwanesischen Bank eine Busse von 180 Millionen Dollar aufgebrummt, weil sie «verdächtige Konten» geführt habe, in «Zusammenarbeit mit der Kanzlei Mossack Fonseca».</p>
<p>Man kann sich ein leichtes Grinsen nicht verklemmen, dass ausgerechnet das grösste Geldwäschereiparadies und der grösste Hersteller von Briefkastenfirmen der Welt, die USA, mal wieder eine ausländische Bank zur Kasse bitten. Vielleicht ist das auch eine Strafe für Dummheit, denn hätte die taiwanesische Bank einen Briefkasten im US-Bundesstaat Delaware gewählt, hätte gar kein «Verdacht» entstehen können. Dort muss bekanntlich der «beneficial owner», also der eigentlich wirtschaftliche Berechtigte an einer Briefkastenfirma, gar nicht bekannt gegeben werden.</p>
<p>Was bleibt? «Much Ado About Nothing», möchte man mit Shakespeare sagen. Allerdings handelt es sich hier nicht um eine Komödie, sondern um eine Farce, mit der sich wieder einmal der moderne Investigativjournalismus blamiert hat, unter Benützung von Raubgut haltlose Anschuldigungen in den Raum stellte. Allerorten wurden, wie bei den vorherigen «Leaks», Untersuchungen von nationalen Strafverfolgungsbehörden in wenigen Fällen eingeleitet. Wieder einmal führte keine einzige bislang zu einer Anklage, höchstens zu einer US-typischen Busse.</p>
<p>Nachdem das Feuerwerk «Panama Papers» abgebrannt ist und sich der Rauch verzogen hat, kann eine weitere Frage klarer beantwortet werden: Cui bono, wem nützt es? Der Gerechtigkeit und der Aufdeckung ungeheuerlicher Straftaten offenbar nicht. Aber es gibt auf der Welt sieben Finanzzentren, die sich um den möglichst grossen Anteil an der Lagerung und Verwaltung von Vermögen und Kapital balgen. Die Schweiz, Grossbritannien, USA, Panama, Karibik, Hongkong und Singapur. In dieser Reihenfolge. Es kann natürlich reiner Zufall sein, dass in kurzem Abstand das Bankgeheimnis des Kleinstaats Schweiz, das auch als Schutzwall für die Lagerung von unversteuerten Geldern diente, geknackt und die Position des Kleinstaats Panama als wichtiger Hersteller von Offshore-Konstrukten schwer beschädigt wurde. Während die wirklichen Big Player in diesen beiden Geschäften, die USA und Grossbritannien, sich über den Zufluss von Neugeschäften freuen können. Auf der anderen Seite geht es hier um einen dermassen lukrativen Markt, alleine bei den weltweit verwalteten privaten Kundenvermögen sprechen wir von rund 10 Billionen (10&#8217;000 Milliarden) US-Dollar, dass beim Kampf um grössere Marktanteile wohl nichts reiner Zufall ist.</p>
<p>Aber immerhin, Mossfon selbst und die zuständige panamaische Staatsanwaltschaft haben höchstes Interesse, den Straftäter ausfindig zu machen. Es ist allerdings die Frage, ob sie selbst über die nötige Technologie fürs Dingfestmachen des Datendiebs verfügen. Da könnte die NSA leicht aushelfen. Womit sich die Schlange allerdings möglicherweise in den Schwanz beissen würde.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/08/26/war-da-mal-was/">War da mal was?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Bloggers Mühen, Bloggers Lohn</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/03/09/bloggers-muehen-bloggers-lohn/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Haeffner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 09:20:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sind Blogger die besseren Journalisten? Auch wenn die Frage abgedroschen klingen mag, lohnt es sich, sie ab und zu wieder zu stellen. Gerade im Wirtschaftsjournalismus bieten Blogs zunehmend eine valable und kompetente Alternative zur Berichterstattung der traditionellen (Wirtschafts)medien. Wer die Berichterstattung zur Euro-Krise verfolgt, stellt bald einmal fest: Die meisten deutschen Medien zelebrieren die Lust <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/09/bloggers-muehen-bloggers-lohn/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/09/bloggers-muehen-bloggers-lohn/">Bloggers Mühen, Bloggers Lohn</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/03/euro.jpg" class="alignleft" width="119" height="120" /> Sind Blogger die besseren Journalisten? Auch wenn die Frage abgedroschen klingen mag, lohnt es sich, sie ab und zu wieder zu stellen. Gerade im Wirtschaftsjournalismus bieten Blogs zunehmend eine valable und kompetente Alternative zur Berichterstattung der traditionellen (Wirtschafts)medien.<br />
<span id="more-30448"></span><br />
Wer die Berichterstattung zur Euro-Krise verfolgt, stellt bald einmal fest: Die meisten deutschen Medien zelebrieren die Lust am Untergang. Sie überschlagen sich in Hiobsbotschaften und <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/von-der-korruption-zur-kooperation-siemens-verhandelt-mit-athen-ueber-schuldendeal-1.1294069" target="_blank">unreflektierten Schuldzuweisungen</a> (SZ.de), fantasieren <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,817794,00.html" target="_blank">voller Häme</a> (Spiegel online) Untergangszenarien herbei oder präsentieren vermeintliche Patentlösungen, wie beispielsweise eine <a href="http://www.zeit.de/2012/07/Finanzmarkt-Steuer" target="_blank">«Robin-Hood-Steuer»</a> (Die Zeit). Das ist der real existierende Wirtschaftsjournalismus.</p>
<p>Aber es geht auch anders: Diverse deutschsprachige Wirtschaftsblogs publizieren geistreiche Analysen, präsentieren oftmals überraschende Interviewpartner, geben kluge Antworten auf gescheite Fragen und verhelfen so auch dem von der Krise oft überforderten Schreiber dieser Zeilen (obwohl ehemaliger Wirtschaftsredaktor) zu erhellenden Momenten.</p>
<p>Zu den Herausragenden in der Schweiz gehören sicher <a href="http://insideparadeplatz.ch/" target="_blank">«Inside Paradeplatz»</a>, <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/" target="_blank">«Never mind the Market» </a>(Newsnet) und <a href="http://www.martinspieler.ch/" target="_blank">«Martin Spieler»</a> , während in Deutschland <a href="http://www.mr-market.de/" target="_blank">«Mr. Market»</a> und <a href="http://stefanleichnersblog.blogspot.com/" target="_blank">«Stefan L. Eichner&#8217;s Blog»</a> zu den qualitativ Stärksten gezählt werden dürfen. Die Macher von «Inside Paradeplatz» (Lukas Hässig) und von «Martin Spieler» (ebendieser) widmen sich klassisch journalistisch vorwiegend tagesaktuellen Geschehnissen. «Never mind the Market» (bisher: Markus Diem Meier, Tobias Straumann), «Mr. Market» (Michael Schulte) und «Stefan L. Eichner‘s Blog» (ebendieser) setzen hingegen auf kompromisslosen Tiefgang.</p>
<p>Keiner dieser zuletzt genannten Autoren erliegt der Versuchung, Dinge zu vereinfachen, zu verflachen oder einfache Lösungen zu präsentieren. Die gegenwärtige Euro-Krise – so das durchgängig spürbare Credo sämtlicher Beiträge – ist viel zu komplex, um einfach erklärt und gelöst werden zu können.</p>
<p>Und so mühen sich etwa Markus Diem Meier und Tobias Straumann in ihren Beiträgen auf «Never Mind the Market», die regelmässig den Rahmen von 10.000 Zeichen sprengen, um volkswirtschaftliche Aufklärung ihrer Leserschaft. Sie erklären beispielsweise, <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/6899/weshalb-deflation-gefahrlich-ist/" target="_blank">warum Deflation gefährlich ist</a>, analysieren <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/6644/die-liebesaffare-der-borsen-mit-mario-draghi/" target="_blank">Zentralbank-Entscheide</a> oder begründen, warum die <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/6339/angst-vor-apokalypse-ist-ubertrieben/" target="_blank">Angst vor einer Apokalypse</a> übertrieben ist. Immer mit informativen und aufschlussreichen Grafiken angereichert oder auch mal mit Fundstücken aus dem Netz, wie diesem <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/6954/ach-europa/" target="_blank">witzigen Video</a>.</p>
<p>Diem Meier, Volkswirtschaftler und Historiker, betreibt eine eindrückliche Karriere als Dozent, Journalist und Sachbuchautor und ist seit Januar 2012, stellvertretender Chefredaktor bei «Finanz und Wirtschaft». Straumann hält als Wirtschaftshistoriker Vorlesungen an den Universitäten in Basel und Zürich und pflegt eine erschlagende Vortrags- und Veröffentlichungsliste. Erfreulich auch: Diem Meier und Straumann erhielten kürzlich Verstärkung: Mark Dittli, Chefredaktor von «Finanz und Wirtschaft», stiess im Januar neu zum NMTM-Team.</p>
<p>Einfach zu lesen aber sind die Blog-Beiträge nicht immer. Die Sprache ist unprätentiös, sachlich, nüchtern. Die Sätze muten manchmal so holzig-roh und ungeschliffen an, wie auch das Kürzel des Blogs: «NMTM». Darüber darf man hinwegsehen. Es gibt schliesslich grössere Probleme.</p>
<p>Einem solchen widmet sich seit Oktober 2009 auch Dr. Stefan L. Eichner: «Solange die Krise nicht verstanden, ja noch nicht einmal ernsthaft nach einer wirklich schlüssigen Erklärung gesucht wird, kann ihr nicht wirksam begegnet werden. Ich möchte mit meinem Blog einen Beitrag dazu leisten, die bestehenden Erklärungslücken zu schliessen», beschreibt der Wuppertaler Unternehmens- und Politikberater seine Motivation, wöchentlich mindestens einen Beitrag zu publizieren.</p>
<p>So mancher Leser mag sich fragen, warum man solchen Wirtschaftsjournalismus nicht auch in seinem Leib- und Magenblatt liest. Die Antwort ist naheliegend: Die hohe Dynamik des Nachrichtengeschäfts, korrelierend mit ausgedünnten Redaktionsbudgets und der Omnipräsenz von im Minutentakt eintreffenden Agenturmeldungen haben die Denker und Analytiker in den Wirtschaftsredaktionen weitgehend verdrängt.</p>
<p>Mag sein, dass mancher Journalist auch die Mühen der gründlichen Analyse und des Bohrens von dicken Brettern scheut. Die Anstrengungen werden indes belohnt: Die beiden Weltbank-Ökonomen David McKenzie und Berk Özler präsentierten im August 2011 im Rahmen ihrer Studie <a href="www-wds.worldbank.org/external/default/WDSContentServer/IW3P/IB/2011/08/29/000158349_20110829130036/Rendered/PDF/WPS5783.pdf" target="_self">«The Impact of Economics Blogs»</a> (PDF), dass Wirtschaftsblogs einen enormen Einfluss auf die Wirtschaftsforschung haben. Das lässt hoffen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/09/bloggers-muehen-bloggers-lohn/">Bloggers Mühen, Bloggers Lohn</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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