<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wissenschaft | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/wissenschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 Nov 2022 09:08:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>„Wir können komplexe Probleme nur gemeinsam lösen“</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/22/wir-koennen-komplexe-probleme-nur-gemeinsam-loesen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 09:08:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=100927</guid>

					<description><![CDATA[<p>Digitale Transformation, Demokratiekrise und Desinformation sind nur drei von zahlreichen aktuellen Herausforderungen. Dejan Mihajlović berichtet aus seinen Erfahrungen als Pädagoge, wie man ihnen begegnen kann – und welche Rolle die Demokratisierung von Wissen und der Abbau von Machtstrukturen bei der gesellschaftlichen Transformation spielen sollten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/22/wir-koennen-komplexe-probleme-nur-gemeinsam-loesen/">„Wir können komplexe Probleme nur gemeinsam lösen“</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitale Transformation, Demokratiekrise und Desinformation sind nur drei von zahlreichen aktuellen Herausforderungen. Dejan Mihajlović berichtet aus seinen Erfahrungen als Pädagoge, wie man ihnen begegnen kann – und welche Rolle die Demokratisierung von Wissen und der Abbau von Machtstrukturen bei der gesellschaftlichen Transformation spielen sollten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/22/wir-koennen-komplexe-probleme-nur-gemeinsam-loesen/">„Wir können komplexe Probleme nur gemeinsam lösen“</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Kommunikation sollte ein abgestimmter klarer Prozess sein»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/06/kommunikation-sollte-ein-abgestimmter-klarer-prozess-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2022 07:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemieforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krisen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommission]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=99910</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die von der DFG ins Leben gerufene „Kommission für Pandemieforschung“ veröffentlichte eine Stellungnahme mit Schlussfolgerungen zur Corona-Pandemie und Empfehlungen für künftige Krisen. Welchen Stellenwert Wissenschaftskommunikation darin einnimmt, erzählt Britta Siegmund im Interview.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/06/kommunikation-sollte-ein-abgestimmter-klarer-prozess-sein/">«Kommunikation sollte ein abgestimmter klarer Prozess sein»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die von der DFG ins Leben gerufene „Kommission für Pandemieforschung“ veröffentlichte eine Stellungnahme mit Schlussfolgerungen zur Corona-Pandemie und Empfehlungen für künftige Krisen. Welchen Stellenwert Wissenschaftskommunikation darin einnimmt, erzählt Britta Siegmund im Interview.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/06/kommunikation-sollte-ein-abgestimmter-klarer-prozess-sein/">«Kommunikation sollte ein abgestimmter klarer Prozess sein»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie Wissenschaft auf dem Set für den richtigen Dreh sorgt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/08/wie-wissenschaft-auf-dem-set-fuer-den-richtigen-dreh-sorgt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2022 07:57:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Filmproduktion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=99233</guid>

					<description><![CDATA[<p>Filmteams lassen sich oft von Forschenden beraten. Auch weil das Publikum Authentizität erwartet. Wie es den Beteiligten dabei ergeht und wer im Zweifelsfall siegt: die gute Erzählung oder die Exaktheit?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/08/wie-wissenschaft-auf-dem-set-fuer-den-richtigen-dreh-sorgt/">Wie Wissenschaft auf dem Set für den richtigen Dreh sorgt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Filmteams lassen sich oft von Forschenden beraten. Auch weil das Publikum Authentizität erwartet. Wie es den Beteiligten dabei ergeht und wer im Zweifelsfall siegt: die gute Erzählung oder die Exaktheit?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/08/wie-wissenschaft-auf-dem-set-fuer-den-richtigen-dreh-sorgt/">Wie Wissenschaft auf dem Set für den richtigen Dreh sorgt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Wissenschaft auf den Punkt bringen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/23/wissenschaft-auf-den-punkt-bringen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 06:41:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzmanagement]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=98057</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rheinland-Pfalz hat vor Kurzem eine WissKomm Academy ins Leben gerufen. Das Pilotprojekt will die Wissenschaftskommunikation systematisch fördern. Wie es gelingen soll, erklärt die Koordinatorin des Projekts, Aglaia Bianchi, im Interview.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/23/wissenschaft-auf-den-punkt-bringen/">«Wissenschaft auf den Punkt bringen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<header class="entry-header ph-article-header">
<div class="ph-article-header-title">
<div class="ph-article-text-lead">
<p>Rheinland-Pfalz hat vor Kurzem eine WissKomm Academy ins Leben gerufen. Das Pilotprojekt will die Wissenschaftskommunikation systematisch fördern. Wie es gelingen soll, erklärt die Koordinatorin des Projekts, Aglaia Bianchi, im Interview.</p>
</div>
</div>
</header><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/23/wissenschaft-auf-den-punkt-bringen/">«Wissenschaft auf den Punkt bringen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wissenschaft ruft Journalismus zu Sachlichkeit in Krisen auf</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/09/wissenschaft-ruft-journalismus-zu-sachlichkeit-in-krisen-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Dec 2021 13:32:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93421</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Allianz von Wissenschaftsorganisationen hat zu mehr Sachlichkeit in der Berichterstattung über die Coronapandemie aufgerufen. «Gerade in Krisensituationen und einem ohnehin schon emotiona­li­sierten Themenfeld ist Sachlichkeit in Diskussion und Berichterstattung in besonderer Weise geboten und weitaus zielführender», hiess es in dem gestern veröffentlichten Appell.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/09/wissenschaft-ruft-journalismus-zu-sachlichkeit-in-krisen-auf/">Wissenschaft ruft Journalismus zu Sachlichkeit in Krisen auf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Allianz von Wissenschaftsorganisationen hat zu mehr Sachlichkeit in der Berichterstattung über die Coronapandemie aufgerufen. «Gerade in Krisensituationen und einem ohnehin schon emotiona­li­sierten Themenfeld ist Sachlichkeit in Diskussion und Berichterstattung in besonderer Weise geboten und weitaus zielführender», hiess es in dem gestern veröffentlichten Appell.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/09/wissenschaft-ruft-journalismus-zu-sachlichkeit-in-krisen-auf/">Wissenschaft ruft Journalismus zu Sachlichkeit in Krisen auf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Infamer «Bild»-Artikel: Im Stil von Fox News gegen die Wissenschaft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/07/infamer-bild-artikel-im-stil-von-fox-news-gegen-die-wissenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Dec 2021 10:18:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildzeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93341</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Springer-Zeitung tritt mit einer üblen Attacke gegen drei verdiente Wissenschaftler den Pressekodex mit Füßen – das sollte Konsequenzen haben. Ein Kommentar</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/07/infamer-bild-artikel-im-stil-von-fox-news-gegen-die-wissenschaft/">Infamer «Bild»-Artikel: Im Stil von Fox News gegen die Wissenschaft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Springer-Zeitung tritt mit einer üblen Attacke gegen drei verdiente Wissenschaftler den Pressekodex mit Füßen – das sollte Konsequenzen haben. Ein Kommentar</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/07/infamer-bild-artikel-im-stil-von-fox-news-gegen-die-wissenschaft/">Infamer «Bild»-Artikel: Im Stil von Fox News gegen die Wissenschaft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Gewalt ist mehr als Hassrede</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/09/digitale-gewalt-ist-mehr-als-hassrede/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Vontobel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 10:13:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hasskommentare]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92573</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine nicht-repräsentative Umfrage von Nature.com hat kürzlich gezeigt, wie häufig öffentlich sichtbare Wissenschaftler*innen von Hass im Netz betroffen sind. Wo Betroffene Unterstützung finden und wie sich digitale Gewalt juristisch bekämpfen lässt, erklärt Josephine Ballon von der Beratungsstelle HateAid.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/09/digitale-gewalt-ist-mehr-als-hassrede/">Digitale Gewalt ist mehr als Hassrede</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine nicht-repräsentative Umfrage von Nature.com hat kürzlich gezeigt, wie häufig öffentlich sichtbare Wissenschaftler*innen von Hass im Netz betroffen sind. Wo Betroffene Unterstützung finden und wie sich digitale Gewalt juristisch bekämpfen lässt, erklärt Josephine Ballon von der Beratungsstelle HateAid.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/09/digitale-gewalt-ist-mehr-als-hassrede/">Digitale Gewalt ist mehr als Hassrede</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medien und Wissenschaft übersehen Frauen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/07/08/medien-und-wissenschaft-uebersehen-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eliane Stöckli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2021 04:32:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenquote]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Medienlandschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=89995</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frauen sind in der Medienberichterstattung unterrepräsentiert. Das zeigt eine Studie der Universität Zürich, die letzte Woche vorgestellt wurde. Auch in der Wissenschaft ist dies gang und gäbe.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/08/medien-und-wissenschaft-uebersehen-frauen/">Medien und Wissenschaft übersehen Frauen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen sind in der Medienberichterstattung unterrepräsentiert. Das zeigt eine Studie der Universität Zürich, die letzte Woche vorgestellt wurde. Auch in der Wissenschaft ist dies gang und gäbe.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/08/medien-und-wissenschaft-uebersehen-frauen/">Medien und Wissenschaft übersehen Frauen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>WISSENSCHAFT MUSS ANGRIFFSLUSTIG SEIN!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/05/27/wissenschaft-muss-angriffslustig-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2021 08:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsstrategien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=88885</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fakten allein überzeugen nicht – genauso wenig wie Leitlinien zur Kommunikation und Wissensvermittlung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/27/wissenschaft-muss-angriffslustig-sein/">WISSENSCHAFT MUSS ANGRIFFSLUSTIG SEIN!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fakten allein überzeugen nicht – genauso wenig wie Leitlinien zur Kommunikation und Wissensvermittlung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/27/wissenschaft-muss-angriffslustig-sein/">WISSENSCHAFT MUSS ANGRIFFSLUSTIG SEIN!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zehn Algorithmen, die die Wissenschaft revolutioniert haben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/26/zehn-algorithmen-die-die-wissenschaft-revolutioniert-haben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 16:05:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=86250</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei großen Durchbrüchen in der Astronomie, der Biologie oder Klimaforschung denkt kaum jemand an die Algorithmen, die dazu beigetragen haben. Doch hinter fast jedem Forschungsergebnis steht ein mächtiger Programmcode.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/26/zehn-algorithmen-die-die-wissenschaft-revolutioniert-haben/">Zehn Algorithmen, die die Wissenschaft revolutioniert haben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei großen Durchbrüchen in der Astronomie, der Biologie oder Klimaforschung denkt kaum jemand an die Algorithmen, die dazu beigetragen haben. Doch hinter fast jedem Forschungsergebnis steht ein mächtiger Programmcode.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/26/zehn-algorithmen-die-die-wissenschaft-revolutioniert-haben/">Zehn Algorithmen, die die Wissenschaft revolutioniert haben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wissenschaft in den Medien: zwischen Irrelevanz und Irreführung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/02/27/wissenschaft-in-den-medien-zwischen-irrelevanz-und-irrefuehrung/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2020/02/27/wissenschaft-in-den-medien-zwischen-irrelevanz-und-irrefuehrung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Servan Grüninger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2020 14:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=76720</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die politischen Debatten über 5G, Klimawandel und Tierversuche zeigen: Immer wieder verlieren sich Medien bei wissenschaftlichen und technischen Themen auf Nebenschauplätzen. Warum das so ist und wie es auch anders geht. Das eidgenössische Parlament diskutiert zurzeit über eine Initiative, die bei einer Annahme nicht nur weite Teile des Schweizer Forschungsplatzes zerstören, sondern auch Menschenleben in <a href="https://medienwoche.ch/2020/02/27/wissenschaft-in-den-medien-zwischen-irrelevanz-und-irrefuehrung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/02/27/wissenschaft-in-den-medien-zwischen-irrelevanz-und-irrefuehrung/">Wissenschaft in den Medien: zwischen Irrelevanz und Irreführung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die politischen Debatten über 5G, Klimawandel und Tierversuche zeigen: Immer wieder verlieren sich Medien bei wissenschaftlichen und technischen Themen auf Nebenschauplätzen. Warum das so ist und wie es auch anders geht.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-76733" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/02/MW-Wissenschaft-Medienkritik-20200227b.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/02/MW-Wissenschaft-Medienkritik-20200227b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/02/MW-Wissenschaft-Medienkritik-20200227b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/02/MW-Wissenschaft-Medienkritik-20200227b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/02/MW-Wissenschaft-Medienkritik-20200227b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/02/MW-Wissenschaft-Medienkritik-20200227b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Das eidgenössische Parlament diskutiert zurzeit über eine Initiative, die bei einer Annahme nicht nur weite Teile des Schweizer Forschungsplatzes zerstören, sondern auch Menschenleben in Gefahr bringen würde. Das ist keine alarmistische Übertreibung, sondern die zu erwartende Konsequenz der Initiative <a href="https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2017/6149.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot»</a>. Die Initiative fordert neben einem Verbot von Tierversuchen auch ein Totalverbot der Forschung am Menschen und ein Einfuhrstopp für alle neu entwickelten medizinischen Produkte, die zuvor an Mensch oder Tier getestet wurden.</p>
<blockquote><p>Wie ein politisches Geschäft in den Medien präsentiert wird, beeinflusst auch die Erfolgschancen an der Urne.</p></blockquote>
<p>Künftig wäre es also verboten, neu entwickelte Medikamente gegen Krebs, verbesserte Prothesen und Impfstoffe gegen die Grippe oder gegen neue Infektionskrankheiten wie das Coronavirus zu importieren – denn all diese Produkte werden vor der Marktzulassung an Mensch und Tier getestet. Die Folge wäre eine Zweiklassenmedizin: Moderne Medizin für jene, die das Geld haben und ins Ausland ausweichen können, veraltete oder weniger wirksame Behandlungsmethoden für den Rest – höheres Sterberisiko inklusive.</p>
<p>Angesichts solch absehbarer Folgen würde man erwarten, dass sich die Medienschaffenden hauptsächlich auf diesen Aspekt der Initiative konzentrieren würden. Doch anstatt kritisch alle Konsequenzen der Initiative zu beleuchten, dreht sich die mediale Diskussion fast ausschliesslich um Tierversuche.</p>
<p>Ob <a href="https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/tierversuche-spalten-die-gesellschaft?id=78175cb8-265d-4a0b-bf27-6de12c777b5d" target="_blank" rel="noopener">SRF</a>, <a href="https://www.blick.ch/news/politik/umfassendes-verbot-gefordert-radikale-tierversuchs-initiative-spaltet-tierschuetzer-id15223419.html" target="_blank" rel="noopener">«Blick»</a>, <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/initiative-gegen-tierversuche-stoesst-auf-kritik/story/20204568" target="_blank" rel="noopener">«Tages-Anzeiger»</a> oder <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/volksinitiative-gegen-tier-und-menschenversuche-eingereicht-ld.1468081" target="_blank" rel="noopener">NZZ</a>: Das Verbot von neuen Medikamenten und der Forschung am Menschen wird – wenn überhaupt – nur in einem Nebensatz erwähnt. Selbst dort, wo es das Verbot der Forschung am Menschen in den Titel eines Artikels schafft, nimmt das Thema Tierversuche den weitaus <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/volksinitiative-gegen-tier-und-menschenversuche-eingereicht-ld.1468081" target="_blank" rel="noopener">grösseren Platz</a> in <a href="https://www.blick.ch/life/reisen/ch/tierversuche-volksinitiative-gegen-tier-und-menschenversuche-eingereicht-id15223159.html" target="_blank" rel="noopener">Anspruch</a>.<br />
<br />
Wie kommt es zu dieser einseitigen Schwerpunktsetzung? «SRF hat über diese Initiative zum Tier und Menschenversuchsverbot berichtet, weil sie bisher relativ wenig beachtet wurde. Sie war Thema in den Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK. Darum sind wir darauf gestossen. Unser Hauptanliegen war es, die Initiative verständlich vorzustellen», meint dazu Gioia da Silva von der SRF-Bundeshausredaktion. Sie hat kürzlich einen Beitrag in der <a href="https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/tierversuche-spalten-die-gesellschaft?id=78175cb8-265d-4a0b-bf27-6de12c777b5d" target="_blank" rel="noopener">Tagesschau</a> zur Initiative erstellt und begründet die Fokussierung auf Tierversuche unter anderem mit der begrenzten Zeit: «Wir haben die drei Hauptkonsequenzen der Initiative erwähnt.» Die Recherche im Vorfeld habe auch die drastischen Folgen des Importstopps und des Forschungsverbots am Menschen zutage gefördert, doch zum Tierversuchsverbot sei inhaltlich mehr Material vorhanden gewesen.</p>
<p>Damit werden jedoch mediale Schwerpunkte gesetzt, die politische Auswirkungen haben. Wie ein politisches Geschäft in den Medien präsentiert wird, beeinflusst auch die Erfolgschancen an der Urne. Eine Initiative, die mit einem Importstopp von Medikamenten und einem Forschungsverbot am Menschen verknüpft wird, hat weniger Chancen auf Erfolg als eine Vorlage, die «nur» Tierversuche verbieten will. Hat SRF den Initianten also Schützenhilfe geleistet?</p>
<p>Da Silva widerspricht: «Unser Beitrag hat gezeigt, dass die Initiative auch dem Schweizer Tierschutz zu weit geht. Ebenso erhielten die Vertreter der Hochschulen die Gelegenheit, die negativen Auswirkungen der Initiative für den Schweizer Forschungsplatz aufzuzeigen.» Überdies sei die Debatte noch nicht zu Ende. Sie betont aber auch: «Welchen Schwerpunkt ein Bericht haben wird, entscheidet sich jeweils im Vorfeld bei der Recherche.»</p>
<p>Könnten mehr Informationen zum Importstopp von Medikamenten und zum Forschungsverbot an Menschen also auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass darüber berichtet wird? Womöglich. Damit das aber geschieht, muss die medizinische und wissenschaftliche Gemeinschaft ihren Beitrag leisten und die dafür notwendigen Informationen proaktiv zur Verfügung stellen.</p>
<p>Stellungnahmen wie jene von <a href="https://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2019/medienmitteilungen_2019/stellungnahme_von_swissuniversities_zur_tierversuchsverbots_initiative/index_ger.html" target="_blank" rel="noopener">Swissuniversities</a>, die stark auf Tierversuche fokussieren, sind diesbezüglich weniger zielführend als Mitteilungen wie jene der <a href="https://www.scto.ch/dam/jcr:aab7ba58-4101-4230-921f-90460c447643/SCTO_Stellungnahme%20Tierversuchsverbot_200221.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Swiss Clinical Trial Organisation»</a>, die das Augenmerk auf das Verbot der Forschung am Menschen und den medizinischen Produkten legt. Wenn Medienschaffende diese Aspekte stärker wahrnehmen sollen, müssten sie insbesondere auch Ärzte- und Patientenorganisationen zu Wort kommen lassen.</p>
<blockquote><p>Manche Medienschaffende bekunden Mühe, die bestehende wissenschaftliche Unsicherheiten richtig wiederzugeben.</p></blockquote>
<p>Die Forschungs- und Medizinverbotsinitiative ist freilich nur eines von mehreren aktuellen Beispielen für das zwiespältige Verhältnis der Wissenschaften mit den Medien. Bei gesellschaftlich umstrittenen Themen wie Impfungen oder Klimawandel hängen viele Medienschaffende einer falsch verstandenen Vorstellung von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/False_balance" target="_blank" rel="noopener">«Ausgewogenheit»</a> nach. Eine kleine, aber lautstarke Minderheit, die Impfungen für gefährlich hält oder den menschengemachten Klimawandel leugnet, erhält dadurch ein ähnliches Gewicht in der Berichterstattung wie der wissenschaftliche Konsens zu diesen Fragen. Die Faktenlage wirkt damit medial viel umstrittener, als sie es tatsächlich ist.</p>
<p>Hinzu kommt, dass manche Medienschaffende Mühe bekunden, den aktuellen Forschungsstand korrekt einzuordnen. Die Kommunikationswissenschaftlerin Senja Post zeigte jüngst auf, dass Artikel zum Klimawandel in den grossen deutschen Medienhäusern bevorzugt jenen Forschenden eine Plattform bieten, die klare Positionen einnehmen. Und weiter stellte sie fest, dass bestehende wissenschaftliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Klimawandel oft <a href="https://vimeo.com/370120053" target="_blank" rel="noopener">falsch wiedergegeben</a> werden.</p>
<p>Auch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der biomedizinischen Forschung werden <a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/1075547017752166" target="_blank" rel="noopener">medial verzerrt</a>. Ein gutes Beispiel hierfür ist die laufende Berichterstattung über die COVID-19-Epidemie, wo die Schlagzeilen zwischen <a href="https://www.nzz.ch/wirtschaft/risikoforscher-didier-sornette-eine-gesellschaft-die-risiken-immer-staerker-kontrollieren-will-steuert-auf-ihren-tod-zu-ld.1539913" target="_blank" rel="noopener">Verharmlosung</a> und <a href="https://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Im-schlimmsten-Fall-gibt-es-bei-uns-30-000-Tote--25988794" target="_blank" rel="noopener">Alarmismus</a> mäandrieren. Wohl auch deshalb versuchen Gesundheitsbehörden und wissenschaftliche Organisationen proaktiv <a href="https://medienwoche.ch/2020/02/18/der-schwierige-kampf-gegen-krankheitsmythen/">gegen Desinformation</a> vorzugehen.</p>
<p>Wie stiefmütterlich wissenschaftliche und technologische Expertise in den Medien oftmals behandelt wird, zeigt auch die laufende Diskussion über die Einführung der Netzwerktechnologie «5G» in der Schweiz. Differenzierte Auseinandersetzungen wie im <a href="https://www.republik.ch/2019/12/17/vogelsterben-und-5g-und-ein-digitaler-blick-nach-bern" target="_blank" rel="noopener">Tech-Podcast der «Republik»</a> sind die Ausnahme, Formate wie die auf Emotionen und Konfrontation getrimmte <a href="https://www.srf.ch/sendungen/arena/5g-genial-oder-gefaehrlich" target="_blank" rel="noopener">«5G»-Arena im Schweizer Fernsehen</a> leider die Regel.</p>
<p>Ausgetragen wird die Debatte zwischen den Fürsprecherinnen der erhofften wirtschaftlichen Chancen einerseits und den Warnern vor angeblichen Gesundheitsrisiken andererseits – obschon diese nach dem heutigen Kenntnisstand bei den geplanten 5G-Frequenzen und den dazugehörigen Schweizer Grenzwerten <a href="https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-arbeitsgruppe-mobilfunk-und-strahlung.html#-833141795" target="_blank" rel="noopener">inexistent sind</a>.</p>
<blockquote><p>Die Forschung zeigt, dass die subjektive Furcht, die eine bestimmte Gefahr auslösen kann, entscheidend ist für die Einschätzung eines Risikos.</p></blockquote>
<p>Dabei bestünden durchaus realistische Risiken im Bereich der <a href="https://techcrunch.com/2019/10/09/european-risk-report-flags-5g-security-challenges/" target="_blank" rel="noopener">IT-Sicherheit</a>, etwa in Form einer erhöhten Instabilität des Systems bei ansteigender Vernetzung oder in Form von absichtlich oder unabsichtlich platzierten Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur. Im medialen Getöse geht das aber weitgehend unter.</p>
<p>Dabei können solche Lücken erheblichen Schaden anrichten – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesundheit von uns Menschen. Man stelle sich nur vor, Hacker verschaffen sich Zugang zu den IT-Systemen eines Spitals. <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/datenlecks-in-arztpraxen-mit-dem-passwort-praxis-123-in-die-krankenakte" target="_blank" rel="noopener">Eine Gefahr</a>, die bereits <a href="https://foreignpolicy.com/2020/01/10/5g-china-backdoor-security-problems-united-states-surveillance/" target="_blank" rel="noopener">heute besteht</a> und die sich mit zunehmender Vernetzung durch 5G und den Sicherheitslücken in der dazugehörigen Infrastruktur verschärfen wird.</p>
<p>Dass Menschen sich mehr für Gesundheits- als für Sicherheitsrisiken interessieren, ist indes verständlich. Die Art und Weise, wie Menschen ohne Fachexpertise Risiken wahrnehmen, wird in der psychologischen und soziologischen Forschung seit Längerem untersucht.</p>
<p>Dabei hat sich gezeigt, dass insbesondere die subjektive Furcht, die eine bestimmte Gefahr auslösen kann, wie auch die vermuteten Unsicherheiten in Bezug auf diese Gefahr entscheidend sind für die <a href="https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/14774003.2005.11667668" target="_blank" rel="noopener">Einschätzung eines Risikos</a>. Menschen versuchen besonders jene Gefahren zu vermeiden, die sie als unkontrollierbar, katastrophal, furchteinflössend, schwierig abzuwenden, unfreiwillig oder gefährlich für das eigene Leben oder zukünftige Generationen betrachten («Furchtpotential») sowie solche, die sie als unbekannt, neu oder schwierig zu beobachten wahrnehmen («Unsicherheitspotential»).</p>
<blockquote><p>Den Medien käme eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung schwer fassbarer Risiken zu.</p></blockquote>
<p>Auf ein behauptetes Krebsrisiko durch 5G-Strahlung reagieren deshalb viele Menschen ängstlicher als auf tatsächliche Sicherheitslücken bei der Verwendung von 5G. Im ersten Fall ist die Gefährdung zwar nicht nachgewiesen, betrifft aber unser körperliches Wohlergehen und ist unfreiwillig. Im zweiten Fall ist die tatsächliche Eintretenswahrscheinlichkeit sehr viel grösser, doch das damit verbundene Risiko wirkt bis zu einem gewissen Grad freiwillig und es besteht keine direkte Gefahr für Leib und Leben.</p>
<p>Hinzu kommt, dass Gesundheit emotional klar besetzt ist: Niemand will krank werden, alle wollen gesund bleiben. Gleichzeitig sind behauptete Auswirkungen auf die Gesundheit notorisch <a href="https://medienwoche.ch/2019/06/11/von-der-kunst-mythen-und-falschmeldungen-zu-widerlegen/">schwer zu beweisen oder zu widerlegen</a> – ein optimaler Nährboden für Angstmacherei und Heilsversprechen fernab jeder Realität. Technische Sicherheitsrisiken sind demgegenüber zwar leichter nachzuweisen, aber in der Regel viel abstrakter und damit weniger klar mit einer konkreten Schädigung verbunden. Wenn ich für alle Dienste, die ich im Internet nutze, das gleiche Passwort verwende, ist das ein enormes Sicherheitsrisiko. Einen konkreten Schaden habe ich aber erst, wenn sich Unbefugte Zugang zu meinen Nutzerkonten verschaffen.</p>
<blockquote><p>Wenn uns emotionale Reaktionen den Blick auf andere, weniger offensichtliche Chancen und Risiken verstellen, dann ist eine rationale Einschätzung der Situation nicht mehr möglich.</p></blockquote>
<p>Eine Untersuchung in Deutschland zeigte, dass die Befragten abstrakte Szenarien wie Datendiebstahl als wahrscheinlich betrachteten, aber nicht als besonders schwerwiegend. Als die Forschenden das Szenario konkretisierten und mit einer fassbaren Schädigung verknüpften, die sich aus dem Datendiebstahl ergeben könnte, wie zum Beispiel Stalking oder Einbruch, kehrte sich die Einschätzung um: Die Befragten schätzten das Risiko als <a href="https://petsymposium.org/2019/files/papers/issue3/popets-2019-0047.pdf" target="_blank" rel="noopener">schwerwiegender, aber dafür weniger wahrscheinlich</a> ein. Eine andere Untersuchung zeigte, dass digitale Risiken in den Hintergrund traten, sobald <a href="https://ieeexplore.ieee.org/abstract/document/6957105" target="_blank" rel="noopener">«realer» wirkende Gefahren</a> mit ins Spiel kamen.</p>
<p>Den Medien käme eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung solcher schwer fassbarer Risiken zu. Anstatt vorhandene Emotionen weiter anzuheizen, sollten sie dabei helfen, diese <a href="https://medienwoche.ch/2019/04/23/wie-medien-mitbestimmen-was-ein-risiko-ist-der-fall-glyphosat/">korrekt einzuordnen</a> und den Durchblick zu behalten. Das heisst nicht, dass Emotionen ignoriert werden sollen. Es kann durchaus rational sein, auf eine neue Technologie erst einmal vorsichtig oder sogar ängstlich zu reagieren. Doch wenn uns emotionale Reaktionen den Blick auf andere, weniger offensichtliche Chancen und Risiken verstellen, dann ist eine rationale Einschätzung der Situation nicht mehr möglich.</p>
<p>Medienschaffende könnten hier Orientierung schaffen und uns dabei helfen, das zu sehen, was wir im Tumult der Debatte zu übersehen drohen. Im Falle von 5G hiesse das, die behaupteten Gesundheitsrisiken korrekt einzuordnen und neben den erhofften wirtschaftlichen Vorteilen auch die vorhandenen Sicherheitsrisiken kritisch zu thematisieren. Im Falle der Forschungs- und Medizinverbotsinitiative bedeutete es, sich nicht ausschliesslich auf das Thema «Tierversuche» zu stürzen, sondern auch zu thematisieren, dass eine Annahme der Initiative unmittelbare negative Folgen für Patientinnen und Patienten hätte.</p>
<blockquote><p>Die verbleibende Wissenschaftsberichterstattung in Schweizer Medien schafft in der Regel den Spagat zwischen Publikumsnähe und wissenschaftlicher Korrektheit.</p></blockquote>
<p>Beispiele für eine einordnende statt emotionalisierende Berichterstattung gibt es durchaus in den Schweizer Medien. Trotz Budgetkürzungen unterhalten sowohl das Schweizer Radio und Fernsehen SRF, Tamedia und die NZZ-Gruppe eigene Wissenschaftsredaktionen. Sendungen wie <a href="https://www.srf.ch/sendungen/einstein/mehr-zur-sendung" target="_blank" rel="noopener">«Einstein»</a>, <a href="https://www.srf.ch/sendungen/puls/uebersicht-2" target="_blank" rel="noopener">«Puls»</a> oder das <a href="https://www.srf.ch/sendungen/wissenschaftsmagazin" target="_blank" rel="noopener">«Wissenschaftsmagazin»</a>, sowie die Ressorts <a href="https://www.nzz.ch/wissenschaft" target="_blank" rel="noopener">«Wissenschaft» der NZZ</a>, respektive «Wissen» der <a href="https://nzzas.nzz.ch/wissen" target="_blank" rel="noopener">«NZZ am Sonntag»</a> oder der <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/" target="_blank" rel="noopener">Tamedia-Zeitungen</a> schaffen in der Regel den Spagat zwischen Publikumsnähe und wissenschaftlicher Korrektheit. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung wissenschaftlicher und technischer Themen.</p>
<p>Die Arbeit der Wissenschaftsredaktionen kann ihre volle Wirkung aber nur dann entfalten, wenn sie auch von den Kolleginnen und Kollegen in den anderen Ressorts zur Kenntnis genommen wird. Wenn diese aber vor allem jenen Stimmen eine Plattform bieten, die aus wirtschaftlichen, politischen oder dogmatischen Gründen gezielt wissenschaftliche Fakten untergraben, dann fallen sie damit dem Wissenschaftsressort in den Rücken.</p>
<blockquote><p>Die Berichterstattung über politisch brisante Fragen findet man nur selten im Wissenschaftsteil, sondern vor allem im Inland-Ressort oder im Feuilleton.</p></blockquote>
<p>Verantwortlich für die mediale Misere im Umgang mit Wissenschaft sind freilich nicht nur die Journalistinnen und Journalisten, sondern auch der Medienwandel der vergangenen Jahre. Die damit zusammenhängenden <a href="https://www.swissinfo.ch/ger/wirtschaft/medienkrise_tschuess-wissenschafts-journalismus-oder-wissen-in-gefahr/44150518" target="_blank" rel="noopener">Sparmassnahmen</a> treffen die Wissenschaftsressorts mitunter am stärksten.</p>
<p>So erodiert die dringend notwendige Expertise für die korrekte Einordnung wissenschaftlicher Fakten. Hinzu kommt, dass die Berichterstattung über politisch brisante Fragen nur selten im Wissenschaftsteil, sondern vor allem im Inland-Ressort oder im Feuilleton stattfindet. Dort gibt es zwar ein feines Gespür für die politischen und gesellschaftlichen Aspekte einer Debatte, aber in der Regel <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/28/journalistische-unabhaengigkeit-in-gefahr-2/">fehlt die wissenschaftliche Expertise</a> (oder die Zeit und das Netzwerk, um sich diese anzueignen), um zwischen irreführendem «Bullshit» (<a href="http://www2.csudh.edu/ccauthen/576f12/frankfurt__harry_-_on_bullshit.pdf" target="_blank" rel="noopener">nach Harry Frankfurt</a>) und seriösen Einwänden zu unterscheiden.</p>
<p>In die Bresche zu springen versuchen viele: Die Universitäten mit ihrer <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-22409-7_14" target="_blank" rel="noopener">Wissenschafts-PR</a>, die aber in erster Linie die Vermarktung der eigenen Institution zum Ziel hat; private oder öffentliche Think-Tanks, die mit ihrer Arbeit aber nur selten die breite Bevölkerung erreichen; und neue Publikationsorgane wie das Deutschschweizer <a href="https://www.higgs.ch/" target="_blank" rel="noopener">Online-Magazin «Higgs»</a> oder <a href="https://www.heidi.news/" target="_blank" rel="noopener">«Heidi News»</a> in der Westschweiz, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf wissenschaftliche Themen legen, aber damit nur beschränkten politischen Einfluss oder mediale Reichweite erzielen.</p>
<p>Gegen «Händler des Zweifels», die gezielt wissenschaftliche Fehlinformationen verbreiten oder die Debatte auf irrelevante Nebenschauplätze verschieben möchten, haben solche Nischenpublikationen kaum eine Chance. Komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge bleiben damit oft auf knallige Schlagzeilen oder täuschendes <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/21/die-wissenschaft-als-schlagzeilenlieferantin/">Halbwissen in den grossen Medien reduziert</a>; die gesellschaftliche und politische Debatte ist gefangen zwischen inhaltlicher Irrelevanz und bewusster Irreführung.</p>
<p>Das ist kein neues Problem, doch die erwähnten Entwicklungen in der Medienbranche akzentuieren es. Diejenigen, die differenziert einordnen könnten, werden nicht gehört, während jene, die gehört werden, nicht über die Fähigkeiten oder den Willen zur Einordnung verfügen.</p>
<p>Eine Stärkung des Wissenschaftsjournalismus wäre eigentlich angezeigt. Wenn die (Massen-)Medien ihrer Rolle als «Vierte Gewalt» gerecht werden wollen, werden sie nicht umhinkönnen, der seriösen Einordnung wissenschaftlicher Fakten grösseres Gewicht zu schenken. Denn der Einfluss von Wissenschaft und Technik auf unser Leben wird nicht kleiner werden; die damit zusammenhängende Komplexität erst recht nicht. Umso wichtiger sind mediale Akteure, welche diese Komplexität wirksam kontextualisieren und einem breiten Publikum vermitteln können.</p>
<p><small>Bild: <a href="https://unsplash.com/@brandonkaida" target="_blank" rel="noopener">Brandon Kaida</a> auf <a href="https://unsplash.com/" target="_blank" rel="noopener">Unsplash</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/02/27/wissenschaft-in-den-medien-zwischen-irrelevanz-und-irrefuehrung/">Wissenschaft in den Medien: zwischen Irrelevanz und Irreführung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2020/02/27/wissenschaft-in-den-medien-zwischen-irrelevanz-und-irrefuehrung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Die Tech-Konzerne wissen viel über uns, aber wir wissen nur wenig über sie»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/10/16/die-tech-konzerne-wissen-viel-ueber-uns-aber-wir-wissen-nur-wenig-ueber-sie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2019 12:06:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=73269</guid>

					<description><![CDATA[<p>Facebook teilt für ein großes Forschungsprojekt deutlich weniger Daten mit unabhängigen Forschenden als ursprünglich versprochen - angeblich aus Datenschutz-Gründen. Auch wichtige deutsche Studien zur Bundestagswahl 2017 werden so ausgebremst. Deutsche Netzpolitiker denken jetzt über gesetzliche Regelungen nach, die Tech-Konzerne zur Datenweitergabe verpflichten würden.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/16/die-tech-konzerne-wissen-viel-ueber-uns-aber-wir-wissen-nur-wenig-ueber-sie/">«Die Tech-Konzerne wissen viel über uns, aber wir wissen nur wenig über sie»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook teilt für ein großes Forschungsprojekt deutlich weniger Daten mit unabhängigen Forschenden als ursprünglich versprochen &#8211; angeblich aus Datenschutz-Gründen. Auch wichtige deutsche Studien zur Bundestagswahl 2017 werden so ausgebremst. Deutsche Netzpolitiker denken jetzt über gesetzliche Regelungen nach, die Tech-Konzerne zur Datenweitergabe verpflichten würden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/16/die-tech-konzerne-wissen-viel-ueber-uns-aber-wir-wissen-nur-wenig-ueber-sie/">«Die Tech-Konzerne wissen viel über uns, aber wir wissen nur wenig über sie»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Signal gegen perverses Geschäftsmodell</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/07/06/signal-gegen-perverses-geschaeftsmodell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2017 15:35:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Elsevier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=44954</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der niederländische Verlage Elsevier verdient sein Geld massgeblich mit absurd hohen Abopreisen für wissenschaftliche Journals. Der Zugang zu einer einzelnen Zeitschrift von Elsevier kostet im Schnitt 3400 Euro pro Jahr. Die Ausgaben für Online-Abos fressen so bis zu 60 Prozent des Erwerbungsbudgets von Uni-Bibliotheken auf. Darum haben sich die drei Berliner Universitäten entschieden, ihre Verträge <a href="http://www.berliner-zeitung.de/berlin/hohe-preise-berliner-universitaeten-kuendigen-vertrag-mit-grossem-wissenschaftsverlag-27926974">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/06/signal-gegen-perverses-geschaeftsmodell/">Signal gegen perverses Geschäftsmodell</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der niederländische Verlage Elsevier verdient sein Geld massgeblich mit absurd hohen Abopreisen für wissenschaftliche Journals. Der Zugang zu einer einzelnen Zeitschrift von Elsevier kostet im Schnitt 3400 Euro pro Jahr. Die Ausgaben für Online-Abos fressen so bis zu 60 Prozent des Erwerbungsbudgets von Uni-Bibliotheken auf. Darum haben sich die drei Berliner Universitäten entschieden, ihre Verträge mit Elsevier aufzulösen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/06/signal-gegen-perverses-geschaeftsmodell/">Signal gegen perverses Geschäftsmodell</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie viel Meinungspluralismus verträgt eine Redaktion?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/05/05/wie-viel-meinungspluralismus-vertraegt-eine-redaktion/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2017/05/05/wie-viel-meinungspluralismus-vertraegt-eine-redaktion/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2017 12:33:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bret Stephens]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaleugner]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Op-Ed]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=29108</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit der Verpflichtung des Pulitzer-Preisträgers Bret Stephens hat die «New York Times» bei ihren Lesern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Nicht seine Meriten sind das Problem, sondern seine Haltung zum Klimawandel. Enttäuschte Wissenschaftler wenden sich ab, Abo-Kündigungen gingen ein, weil nun ein «Klimaleugner» für das Weltblatt schreibt Der Start einer neuen Kolumne wird meist mit <a href="https://medienwoche.ch/2017/05/05/wie-viel-meinungspluralismus-vertraegt-eine-redaktion/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/05/05/wie-viel-meinungspluralismus-vertraegt-eine-redaktion/">Wie viel Meinungspluralismus verträgt eine Redaktion?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Verpflichtung des Pulitzer-Preisträgers Bret Stephens hat die «New York Times» bei ihren Lesern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Nicht seine Meriten sind das Problem, sondern seine Haltung zum Klimawandel. Enttäuschte Wissenschaftler wenden sich ab, Abo-Kündigungen gingen ein, weil nun ein «Klimaleugner» für das Weltblatt schreibt<br />
<span id="more-29108"></span><br />
Der Start einer neuen Kolumne wird meist mit der üblichen publizistischen Politur begangen: Man findet ein paar lobende Worte für den Autoren und vergewissert sich seines eigenen pluralen Meinungsspektrums. So war das auch bei der Vorstellung des neuen «New York-Times»-Kolumnisten Bret Stephens. Leitartikler James Bennet <a href="https://www.nytimes.com/2017/04/28/opinion/introducing-our-new-columnist.html?_r=0" target="_blank" rel="noopener">präsentierte den neuen Kollegen</a> mit dessen Maxime, wonach «Meinungsjournalismus Journalismus und kein Agitprop sei» und rief das publizistische Erbe des legendären Times-Reporters Adolph Ochs in Erinnerung, der die Meinungsseiten zu einem Forum für «intelligente Diskussion mit allen Meinungsschattierungen» machen wollte.</p>
<p>In diesen «turbulenten und suchenden Zeiten in den USA und auf der Welt», gab sich Bennet bescheiden, «sollten wir die Demut haben zu erkennen, dass wir nicht in allem richtig liegen und den Mut besitzen, unsere eigenen Annahmen und Argumente auf den Prüfstand zu stellen». Stephens‘ Referenzen sind durchaus beachtlich: Redaktor beim «Wall Street Journal», später Kolumnist, 2013 der Pulitzer-Preis für den besten Kommentar. Die Chefredaktion wusste um Stephens‘ kontroverse Ansichten. Bei einem Gespräch zwischen ihm und Leitartikler Nick Kristof wurden die aussenpolitischen Differenzen sichtbar. Dass Stephens‘ erste Kolumne zum Lackmustest für die Blattlinie geriet, war offensichtlich auch den Strategen im Verlag nicht bewusst.</p>
<p>Unter der Überschrift <a href="https://www.nytimes.com/2017/04/28/opinion/climate-of-complete-certainty.html" target="_blank" rel="noopener">«Climate of Complete Certainty»</a> (Klima kompletter Sicherheit) stellte Stephens Ende April die Modelle und Simulationen der Klimaforschung in Frage und streute Zweifel am Bericht des Weltklimarats von 2014, worin vor den globalen Folgen der Erderwärmung gewarnt wird. Stephens argumentiert durchaus differenziert, konnte in der einseitigen Tonlage («Glaubt nicht alles, was die Wissenschaft sagt!») aber auch als Vorlage für Klimaleugner gelesen werden. Entsprechend wütend waren die Reaktionen der überwiegend linksliberalen Leserschaft der «Times». Im Netz brach ein Sturm der Entrüstung aus, 600 Leserbriefe und Abo-Kündigungen gingen ein.</p>
<p>Zu den prominentesten Lesern, die ihr Times-Abo gekündigt haben, gehört der renommierte deutsche Klimaforscher Stefan Rahmstorf. Auf Twitter veröffentlichte er einen gepfefferten Protestbrief an die Redaktion, in dem er Stephens‘ Klimalügen entlarvte und die Redaktion scharf kritisierte. «Die «Times» argumentierte, dass Millionen mit Stephens übereinstimmen. Ich fragte mich, was als nächstes kommt – wann stellen Sie einen Kolumnisten ein, der behauptet, dass sich die Sonne und die Sterne um die Erde drehen, weil Millionen damit übereinstimmen?» Das Schreiben wurde inzwischen auf Twitter 9500 Mal geteilt und 16‘000 Mal gelikt worden.</p>
<p>Um den Flurschaden zu ermessen, muss man wissen, dass die Op-Ed-Seite so etwas wie ein Weltforum ist. Wer hier schreibt, gehört zur globalen Elite. Die «Times» ist eine Autorität. Entsprechend gross ist nun der Reputationsverlust. Die Chemikerin Christine Maria Rose schrieb stellvertretend für viele ihrer Kollegen: «Klimaleugner haben schon genug Einfluss in der Regierung, ich bin enttäuscht, dass Sie ihnen auch eine Stimme in der NYT geben.» Sarah Jones formulierte in der «New Republic» eine generelle Kritik an den Meinungsspalten der NYT. Die Op-Ed-Seite sei mehrheitlich weiss und männlich, in der letzten Zeit habe eine «anti-intellektualistische Feigheit» Platz gegriffen. So drehte sich eine der letzten Kolumnen von Thomas L. Friedman um <a href="https://www.nytimes.com/2017/04/26/opinion/on-a-par-5-in-dubai-good-humor-and-a-respite-from-all-things-trump.html?rref=collection%2Fcolumn%2Fthomas-l-friedman&amp;action=click&amp;contentCollection=opinion&amp;region=stream&amp;module=stream_unit&amp;version=latest&amp;contentPlacement=1&amp;pgtype=collection&amp;_r=0" target="_blank" rel="noopener">eine Golf-Partie mit einem Yogi</a> in Dubai. Intern soll es dem Vernehmen nach recht ruhig geblieben sein, ganz anders, als Verleger Arthur O. Sulzberger 1973 den ehemaligen Redenschreiber von Richard Nixon und PR-Mann William Safire anheuerte und es am Redaktionssitz der Times an der Upper West Side kräftig rumorte.</p>
<p>Normalerweise waren die Positionen der Op-Ed-Seite klar bestimmt. Hier die liberale Fraktion um Thomas L. Friedman, den Keynesianer und Nobelpreisträger Paul Krugman und Reporter Nicholas Kristof, dort die Konservativen um David Brooks. Dass eine liberale Zeitung konservativen Kolumnisten Platz freiräumt, ist in der publizistischen Landschaft keine Seltenheit. So schreibt Jan Fleischhauer, der mit dem Buch «Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde» einen Bestseller landete, eine erfolgreiche Kolumne für «Spiegel Online» («Der Schwarze Kanal»), was ihn vom «Welt»-Journalisten Alan Posener den spöttischen Vorwurf eintrug, er sei in Wahrheit nur ein «Hofkonservativer». Die wöchentliche Chronik des Nationalkonservativen Eric Zemmour im «Figaro» ist näher am Front National als an den gaullistischen «Republikanern», die die Eigentümer des Blatts aufgrund diverser Verstrickungen im Präsidentschaftswahlkampf unterstützten.</p>
<p>Auch Harald Martenstein vertritt in seiner Kolumne im «Zeit Magazin» eher konservative Positionen, zumindest weiter rechts als jene im Politik-Teil. Die «taz» ätzte einmal über ihn: «Martenstein versöhnt die Stimme des Stammtischs mit dem Stil des Feuilletonisten – was zur Meinungsspreizerei unangenehmster Ausmasse führt.» Viele Leser lesen das «Zeit Magazin» aber nur wegen seiner Kolumne. Insofern dient eine Kolumne auch dazu, das eigene Profil zu schärfen und ein möglichst breites Meinungsspektrum abzubilden. Das war auch das Kalkül der «New York Times», die mit der Verpflichtung von Stephens einen meinungsstarken Autoren gewinnen wollte, der die Leserschaft rechts der Mitte ansprechen sollte. Die Frage ist nur, ob man mit einem Klimaskeptiker anschlussfähig an das rechtskonservative Publikum bleiben will, das ohnehin eher zur «Washington Post» oder dem «Wall Street Journal» greift, oder um den Preis der Meinungsvielfalt die eigene, liberale Leserschaf vergrault. Dass die Personalie zum Politikum werden würde, hätte den Verantwortlichen klar sein müssen.</p>
<p>Bereits mit seinem ersten Text wirft Stephens die grundsätzliche erkenntnistheoretische Frage auf, was Wahrheit ist und was man als Fakten anerkennt. Das steht im Kontrast zur allgemeinen Blattlinie. So hat sich die «Times» in einer aktuellen Image-Kampagne mit grossflächigen Plakaten die «Wahrheit» auf die Fahnen geschrieben. Die Werbeaktion wurde als Reaktion auf die aggressive Rhetorik Donald Trumps lanciert, der einen offenen «Krieg gegen die Medien» führt und die «New York Times» neben anderen Medien als «Volksfeinde» denunzierte. Stephens’ erste Kolumne läuft diesem Anspruch zuwider.</p>
<p>Der Autor schreibt wörtlich: «Es gibt eine Lektion hier. Wir leben in einer Welt, in der Daten Autorität vermitteln. Doch Autorität verkommt zur Gewissheit, und Gewissheit gebiert Hybris.» Das klingt fast wie die postfaktische Behauptung, es gebe keine Fakten mehr. Die Grenzen zwischen Publizistik und Propaganda verschwimmen. Ironischerweise betreibt Stephens mit der Dekonstruktion von Fakten, die nicht postmodern, sondern destruktiv ist, das Geschäft der Trump-Administration, die die «Times» so vehement bekämpft. An die kontroverse Kolumne brachte die Redaktion den dezenten faktischen Hinweis an, dass die vom Weltklimarat festgestellte Erderderwärmung von 0,85 Grad Celsius das globale Mittel und nicht nur die nördliche Hemisphäre meint. Die Faktenchecker der NYT müssen künftig auch ihr eigenes Blatt prüfen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/05/05/wie-viel-meinungspluralismus-vertraegt-eine-redaktion/">Wie viel Meinungspluralismus verträgt eine Redaktion?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2017/05/05/wie-viel-meinungspluralismus-vertraegt-eine-redaktion/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
