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	<title>Zeitungen | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 18 Oct 2022 14:45:18 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Papierkrise: Zeitung lesen wird noch teurer</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/18/papierkrise-zeitung-lesen-wird-noch-teurer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2022 14:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Papierpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Buchmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Steigende Papier- und Energiepreise machen den Zeitungsverlagen weltweit zu schaffen. In der Schweiz sind die Auswirkungen noch nicht so drastisch spürbar wie etwa in den USA oder in Kanada. Doch auch hierzulande kommt die Entwicklung ungelegen, der Verlegerverband sieht eine «sehr angespannte Situation». Vom Ausweisdokument bis zum Zigarettenpapier – die gestiegenen Papierpreise bereiten vielen Branchen <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/18/papierkrise-zeitung-lesen-wird-noch-teurer/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Steigende Papier- und Energiepreise machen den Zeitungsverlagen weltweit zu schaffen. In der Schweiz sind die Auswirkungen noch nicht so drastisch spürbar wie etwa in den USA oder in Kanada. Doch auch hierzulande kommt die Entwicklung ungelegen, der Verlegerverband sieht eine «sehr angespannte Situation».</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Papierpreise-20221018.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Papierpreise-20221018.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-100138" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Papierpreise-20221018.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Papierpreise-20221018-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Papierpreise-20221018-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Papierpreise-20221018-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Papierpreise-20221018-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Vom Ausweisdokument bis zum Zigarettenpapier – die gestiegenen Papierpreise bereiten vielen Branchen Probleme, so auch den Schweizer Zeitungsverlagen. Nachdem im vergangenen Jahr bereits aufgrund eines <a href="https://www.zentralplus.ch/news/brand-in-papierfabrik-perlen-hat-weitreichende-folgen-2209369/" rel="noopener" target="_blank">Brands in der Papierfabrik Perlen</a> im Kanton Luzern vor einem Jahr der Umfang der Tageszeitungen reduziert werden musste, warnte die NZZ kürzlich vor Engpässen und bat <a href="https://insideparadeplatz.ch/2022/09/19/nzz-warnt-vor-zu-wenig-zeitungspapier-wegen-stromkrise/" rel="noopener" target="_blank">in einem Brief</a> ihre Abonnenten darum, «sich vorsorglich online (…) zu registrieren». Zwar würde man die eigenen Papierlager möglichst aufzufüllen versuchen. Man könne aber «nicht restlos ausschliessen, dass es in den nächsten Monaten dennoch zu Einschränkungen bei der Herstellung unserer gedruckten Zeitung» kommen könne.<br />
</p>
<p>Das Problem der Rohstoffknappheit rührt sowohl von der Angebots- als auch von der Nachfrageseite her: Zum einen haben zahlreiche Druckereien ihre Produktion gedrosselt oder ganz dichtgemacht, weil Kunden auf digitales Marketing umsteigen und Druckaufträge etwa für Prospekte wegfallen. Zum anderen wird dem Recycling-Kreislauf immer weniger Altpapier und stattdessen immer mehr Karton von Verpackungen aus dem Online-Versandhandel zugeführt, die nicht zu Papier verarbeitet werden können.</p>
<p>Hinzu kommt: Die Herstellung von Papier ist extrem energieintensiv. Um die Zellulosefasern aus dem Holz zu lösen, muss dieses in einer Lauge längere Zeit gekocht werden. Das geschieht unter hohem Energie- bzw. Gaseinsatz. Und das ist teuer. Monatelange Streiks in finnischen Papiermühlen und der Ukraine-Krieg haben das Problem verschärft.</p>
<blockquote><p>Trotz steigender Papierpreise hat CH Media vorerst nicht vor, den Seitenumfang seiner Zeitungen zu reduzieren oder einzelne Ausgaben einzustellen.</p></blockquote>
<p>Die Folgen sind auf der ganzen Welt zu spüren: In Indien, wo fast die Hälfte des Zeitungspapiers aus Russland importiert wird, sind die Ausgaben dünner und Artikel kürzer geworden, auf Sri Lanka standen zeitweise sogar die Druckerpressen still, weil das Papier fehlte. Und selbst in Australien, das sonst mit Rohstoffen gesegnet ist, sorgen sich Verlage, dass aufgrund der Papierknappheit einige Zeitungen vom Markt verschwinden könnten.</p>
<p>In der Schweiz spürt CH Media, Herausgeberin zahlreicher Zeitungen, den Anstieg der Energie- und Papierpreise ebenfalls. «Aargauer Zeitung», «St. Galler Tagblatt» und Co. erscheinen aber «zurzeit im gewohnten Umfang», teilt Unternehmenssprecher Stefan Heini auf Anfrage mit. Auch gebe es keine Pläne, Seitenumfänge zu reduzieren oder einzelne Ausgaben einzustellen. «Wir müssen jedoch jederzeit bereit sein, auf die Entwicklung der Lage entsprechend zu reagieren», so Heini. «Sähen wir uns gezwungen, zu kürzen, dann geschähe dies wann immer möglich nicht beim redaktionellen Inhalt, sondern beispielsweise bei den Eigeninseraten.»</p>
<p>Auch Tamedia spürt den Anstieg des Papierpreises. Die monatelangen Streiks in finnischen Papierfabriken, der Ukraine-Krieg sowie «eine sehr dynamische Preisentwicklung im Energiesektor» hätten dazu geführt, dass die Preise für Papier «dramatisch gestiegen» seien, erklärt Sprecher Philip Kuhn auf Anfrage – eine Verdoppelung allein zwischen November 2020 und April 2022. Deshalb habe man die Tarife der Zeitungsabos und auch die Einzelverkaufspreise diesen Sommer «nachjustieren» müssen. Die «Sonntagszeitung» kostet beispielsweise seit Anfang August pro Exemplar am Kiosk 6.40 Franken und damit 40 Rappen mehr als zuvor, berichtet Kuhn. «Aufgrund hoher Energiepreise und der nach wie vor mangelnden Verfügbarkeit von Rohstoffen bleibt die Lage in der ganzen Schweiz angespannt.»</p>
<blockquote><p>«Zeitung lesen wird also teurer und wir zählen auf die Solidarität der Abonnentinnen und Abonnenten.»<br />
<small>Stefan Wabel, Verband Schweizer Medien</small></p></blockquote>
<p>Stefan Wabel, Geschäftsführer des Verlegerverbands Schweizer Medien, sieht das gleiche Bild: «Die bereits sehr angespannte Situation bezüglich der Beschaffung von Papier für die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften hat sich seit dem letzten Frühling durch diverse Entwicklungen nochmals deutlich verschärft», erklärt er auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Die Erhöhung der Papierpreise «in diesem Ausmass» könnten die Medienunternehmen nicht alleine verkraften. Einen Teil davon müssten sie in Form von Preiserhöhungen an ihre Abonnenten weitergeben, zumal auch die Kosten für die Distribution spürbar steigen und gleichzeitig die Werbeeinnahmen weiter sinken, schätzt Wabel. «Zeitung lesen wird also teurer und wir zählen auf die Solidarität der Abonnentinnen und Abonnenten.» </p>
<p>Aktuell würden die Zeitungsverlage «diverse Szenarien prüfen», so der Geschäftsführer des Verbands Schweizer Medien. «Dies insbesondere auch hinsichtlich einer möglichen Energiemangellage, welche sowohl für den Druck der Zeitung als auch für die Verfügbarkeit des Papiers gravierende Folgen haben könnte.» Konkret umgesetzt worden seien diese Massnahmen aber noch nicht. Trotzdem bleibt eine Reduktion von Seitenumfängen oder die Einstellung einzelner Printausgaben wie in Kanada ein realistisches Szenario, zumal die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs mit einem möglichen Gasmangel in den kälteren Wintermonaten heute noch nicht absehbar sind.</p>
<p>Was hierzulande noch ein Worst-Case-Szenario ist, ist in Kanada bereits Tatsache. Dort hat die Postmedia-Gruppe, zu der unter anderem die auflagenstarken Tageszeitungen «Vancouver Sun», «The Province» und «Calgary Herald» gehören, die gedruckte Montagsausgabe in dieser Woche <a href="https://www.thestar.com/news/canada/2022/09/21/postmedia-to-stop-monday-print-edition-of-nine-major-dailies.html" rel="noopener" target="_blank">eingestellt</a>. Stattdessen soll es nur noch ein E-Paper geben. Als Grund führte die Verlagsgruppe die veränderten Konsumgewohnheiten der Leser sowie die «eskalierenden Druck- und Zustellkosten» an.</p>
<blockquote><p>Die Energie- und Papierkrise kommt zur Unzeit – und trifft eine Branche, die ohnehin schon mit einer Reihe von Strukturproblemen zu kämpfen hat.</p></blockquote>
<p>Das Zeitungssterben auf dem krisengeschüttelten nordamerikanischen Markt dauert ja schon eine Weile an, doch die globale Energiekrise hat das Problem weiter verschärft. So hat die US-Verlagsgruppe Gannett, zu der unter anderem die «USA Today» gehört, in diesem Jahr bei über 100 seiner insgesamt 253 Zeitungstitel die samstägliche Printausgabe eingestellt. </p>
<p>Das Medienhaus, das seit der Fusion mit Gatehouse 2019 zur grössten Verlagsgruppe der USA aufgestiegen ist, hat in der Vergangenheit bereits rund 90 wenig lukrative Titel und Druckereien abgestossen. Der Verlagsriese will sich zukünftig stärker auf das Digitalgeschäft fokussieren. Nur das Flaggschiff «USA Today», dessen Abonnenten Zugang zu E-Papers der Regionalzeitungen erhalten, ist als Printausgabe unangefochten – obwohl die Zahl der Exemplare in Hotels drastisch reduziert wurde. Die gestiegenen Herstellungskosten und Zustellprobleme – jeder zehnte Fahrer hat in den USA im Zuge der Corona-Pandemie seinen Job aufgegeben – gehen nicht spurlos an dem Unternehmen vorbei.</p>
<p>Die Energie- und Papierkrise kommt zur Unzeit – und trifft eine Branche, die ohnehin schon mit einer Reihe von Strukturproblemen zu kämpfen hat. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» hat vorsorglich schon ihre <a href="https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/heute-in-rhein-main-mal-eben-das-doppelte-18246884.html" rel="noopener" target="_blank">Papiervorräte aufgestockt</a>, um gut durch den Winter zu kommen. In der Druckerei in Mörfelden-Walldorf wurde ein eigenes Zelt aufgestellt, wo Papierrollen eingelagert werden. Pro Tag werden 40 Tonnen Papier benötigt, um die FAZ zu drucken. «Wir planen sehr vorausschauend und versuchen Papier vorrätig zu halten, um auf aktuelle Entwicklungen auch im Notfall reagieren zu können», teilt eine Sprecherin mit. Aufgrund der aktuellen Lage seien derzeit «in kleinerem Umfang» Auflagenbestandteile reduziert worden. Um Papier und Herstellkosten zu sparen, seien die bisher getrennten Bünde «Immobilien» sowie «Beruf &#038; Chance», die freitags bzw. samstags erscheinen, in das Hauptprodukt integriert worden.</p>
<blockquote><p>Weniger Papier bedeutet auch: Es verschwinden Themen aus der gedruckten Zeitung.</p></blockquote>
<p>Doch nicht jeder Verlag kann Papier auf Vorrat lagern. Vor allem für kleinere Zeitungen, die nach wie vor auf das umsatzstarke Printgeschäft angewiesen sind, stellen die Versorgungsengpässe ein grösseres Problem dar. Eine Reduktion von Seiten und gleichzeitige Erhöhung der Preise birgt das Risiko, Abonnenten zu verlieren und weniger Umsatz für Anzeigen zu erzielen. Der mancherorts nur zaghafte vorangetriebene Ausbau des Digitalgeschäfts könnte einigen Medienhäusern nun auf die Füsse fallen.</p>
<p>Weniger Papier bedeutet auch: Es verschwinden Themen aus der gedruckten Zeitung. So druckt die «Süddeutsche Zeitung» Besprechungen des Ressorts «Das Politische Buch» nur noch alle 14 Tage. Ob die Sparmassnahme in Zusammenhang mit der Energiekrise steht, ist unklar. Je teurer die Herstellungs- und Zustellungskosten werden, desto mehr Anreize gibt es, auf digitale Distributionskanäle umzustellen. «Wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem wir aufpassen müssen, dass das Printgeschäft angesichts der dramatischen Verteuerungen überhaupt noch rentabel ist», sagte Wolfgang Poppen, Verleger der «Badischen Zeitung» und Präsident des Bundesverbandes Druck und Medien bvdm, gegenüber dem <a href="https://buchmarkt.de/meldungen/wir-sind-mittlerweile-an-einem-punkt-angelangt-an-dem-wir-aufpassen-muessen-dass-das-printgeschaeft-angesichts-der-dramatischen-verteuerungen-ueberhaupt-noch-rentabel-ist/" rel="noopener" target="_blank">Branchendienst «Buchmarkt»</a>. Subventionen für die Zeitungszustellung können den Prozess nur verlangsamen, aber nicht aufhalten. Die «Berliner Tageszeitung» taz hat schon 2018 öffentlich mit dem Gedanken gespielt, bis 2022 ihre tägliche Printausgabe <a href="https://blogs.taz.de/hausblog/szenario-2022/" rel="noopener" target="_blank">einzustellen</a> und bis auf das Wochenende nur noch online zu erscheinen. Bislang erscheint die Zeitung weiter täglich gedruckt. Die Energiekrise könnte das aber bald ändern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="margin: 4%;border: 1px;border-style: solid;border-color: #cccccc;padding: 4%;font-size: 16px">
<h3>Auch Buchbranche spürt Papiermangel</h3>
<p>Auch Buchverlage ächzen unter gestiegenen Energie- und Herstellungskosten. Die Preise für Papier, Karton und Pappe sind in den vergangenen beiden Jahren massiv gestiegen, um teils bis zu 60 Prozent. Hochwertige Papiersorten, die etwa für Bildbände oder Graphic Novels gebraucht werden, sind rar und teuer. Zwar kaufen Verlage im Vorfeld grosse Mengen Papier ein und sichern sich damit ein Stück weit gegen Preissteigerungen ab. Doch im Gegensatz zum Zeitungsgeschäft lässt sich die Druckauflage von Büchern im Vorfeld schwer kalkulieren. Manche Titel, die in der ersten Auflage in hoher Stückzahl produziert werden, entpuppen sich als Ladenhüter, andere wiederum avancieren überraschend zum Bestseller und müssen eilig nachgedruckt werden. Dafür braucht es Reserven.</p>
<p>Aufgrund des Papiermangels haben einige Verlage daher die Auslieferung ihrer Bücher verschoben oder Titel ganz aus dem Programm genommen. Print ist nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle des Buchmarkts, E-Books machen lediglich fünf bis sechs Prozent des Umsatzes aus. Dementsprechend gross ist die Abhängigkeit vom Papier. Suhrkamp-Verleger Jonathan Landgrebe hat kürzlich in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» gefordert, dass Bücher teurer sein sollten. Im Gegensatz zu Tageszeitungen seien die Preise für Bücher in den vergangenen Jahren kaum erhöht worden. Vorschläge, die Kosten für die vergleichsweise teuren E-Books zu senken, lehnte Landgrebe mit Blick auf die zu unterhaltende Infrastruktur und Händlermargen ab.</p></div>
<p>Bild: Unsplash/<a href="https://unsplash.com/@bank_phrom" rel="noopener" target="_blank">Bank Phrom</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/18/papierkrise-zeitung-lesen-wird-noch-teurer/">Papierkrise: Zeitung lesen wird noch teurer</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tamedia-Zeitungen verlieren ihre Eigenständigkeit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/08/23/tamedia-zeitungen-verlieren-ihre-eigenstaendigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2017 14:30:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=46431</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Zentralisierung im Hause Tamedia schreitet voran. Ab Januar 2018 sollen zentrale Redaktionen die Inhalte für fast alle Titel erstellen. Mit der Neuorganisation sind laut Tamedia keine Kündigungen verbunden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zentralisierung im Hause Tamedia schreitet voran. Ab Januar 2018 sollen zentrale Redaktionen die Inhalte für fast alle Titel erstellen. Mit der Neuorganisation sind laut Tamedia keine Kündigungen verbunden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/08/23/tamedia-zeitungen-verlieren-ihre-eigenstaendigkeit/">Tamedia-Zeitungen verlieren ihre Eigenständigkeit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der linke Wahlerfolg in Grossbritannien als Anfang vom Ende des mächtigen Murdoch-Boulevards?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/07/11/bedeutet-der-linke-wahlerfolg-in-grossbritannien-den-anfang-vom-ende-des-maechtigen-murdoch-boulevards/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2017/07/11/bedeutet-der-linke-wahlerfolg-in-grossbritannien-den-anfang-vom-ende-des-maechtigen-murdoch-boulevards/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Stäuber]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jul 2017 00:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Tories]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Sun]]></category>
		<category><![CDATA[Theresa May]]></category>
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		<category><![CDATA[Jeremy Corbyn]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Labour]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche Beobachter, prominent etwa Buzzfeed, wollen im überraschenden Wahlerfolg von Labour in Grossbritannien einen Bedeutungsverlust der britischen Revolverpresse erkannt haben: Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt nicht mehr den rechten Scharfmachern, sondern vertraut linken Blogs und Online-Magazinen. Doch so einfach geht das nicht, sonst wäre ja auch der Brexit zu verhindern gewesen. In bester Laune verfasste <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/11/bedeutet-der-linke-wahlerfolg-in-grossbritannien-den-anfang-vom-ende-des-maechtigen-murdoch-boulevards/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manche Beobachter, prominent <a href="https://www.buzzfeed.com/jimwaterson/how-newspapers-lost-their-monopoly-on-the-political-agenda?utm_term=.duYYZvwoyD#.rn0VjZGr7q" target="_blank">etwa Buzzfeed</a>, wollen im überraschenden Wahlerfolg von Labour in Grossbritannien einen Bedeutungsverlust der britischen Revolverpresse erkannt haben: Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt nicht mehr den rechten Scharfmachern, sondern vertraut linken Blogs und Online-Magazinen. Doch so einfach geht das nicht, sonst wäre ja auch der Brexit zu verhindern gewesen.</strong></p>
<p>In bester Laune verfasste der Labour-Politiker John Prescott in der Wahlnacht vom 8. Juni ein Tweet: Der Medienmogul Rupert Murdoch sei laut verlässlicher Quelle aus der Wahlparty der Times «gestürmt», als sich das Debakel der Konservativen Partei abzeichnete. Dahinter setzte Prescott einen vor Lachen tränenden Smiley. Die Geschichte mag stimmen oder nicht, ausser Frage steht, dass die Parlamentswahl nicht nur für die Tories eine bittere Enttäuschung war, sondern auch für Rupert Murdoch und den britischen Boulevard.</p>
<p>Wenige Wochen zuvor, kurz nachdem Theresa May Neuwahlen angekündigt hatte, waren rechte Titel wie «Sun», «Daily Mail», oder «Daily Express» noch zuversichtlich gewesen: Wie praktisch alle Beobachter und Experten erwarteten sie einen Erdrutschsieg der Tories. Aber im Lauf des Wahlkampfs, als die oppositionelle Labour-Partei unter dem linken Vorsitzenden Jeremy Corbyn zu einer spektakulären Aufholjagd ansetzte, verbreitete sich in den Redaktionsräumen zunächst Unruhe und dann Panik.</p>
<p>In den letzten Tagen vor dem Votum legten die Boulevard-Blätter die letzten Überreste an Zurückhaltung ab – viel war nicht mehr da – und versuchten, ihre Leserinnen und Leser mit wildem Gebrüll von einem Votum für Labour abzubringen: «Apologeten des Terrors», schrie etwa die «Daily Mail» auf der Frontseite und druckte darunter Fotos von Jeremy Corbyn und seiner engen Verbündeten John McDonnell und Diane Abbott ab. Die «Sun» überschrieb eine «Recherche» über die angeblichen Verbindungen Corbyns zu radikalen Islamisten mit der nicht eben dezenten Schlagzeile «Jezzas Dschihadisten-Genossen». Am folgenden Tag warnte sie gar vor der «Apokalypse», falls Corbyn gewinnen sollte.</p>
<blockquote><p>Nur ein Jahr nach dem Brexit, als die Revolverpresse einen ihrer grössten Triumphe feierte, scheint ihre Macht plötzlich verpufft.</p></blockquote>
<p>Es half alles nichts. Labour gewann 30 Sitze hinzu, während die Konservativen ihre absolute Mehrheit einbüssten. Die irritierende Vorliebe für Wortspiele war bei den Redakteuren der&nbsp;«Sun»&nbsp;noch intakt («Theresa Dismay»), aber die Stimmung war dumpf – bei den rechten Zeitungen dominierten Begriffe wie «Chaos», «Angst», «Schock» und «Alptraum». Seit Jahrzehnten rühmt sich die britische Boulevardpresse, die öffentliche Meinung zu beherrschen, und lange Zeit galt es als unmöglich, dass eine Partei die Parlamentswahlen ohne die Unterstützung der «Sun» gewinnen könnte – die Murdoch-Zeitung hatte den Ruf, <a href="https://static.guim.co.uk/sys-images/Guardian/Pix/site_furniture/2010/5/4/1272980216414/Party-support-in-general--004.jpg" target="_blank" rel="noopener" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">stets auf den Gewinner zu setzen</a>. Aber nur ein Jahr nach dem Brexit, als die Revolverpresse einen ihrer grössten Triumphe feierte, scheint ihre Macht plötzlich verpufft.</p>
<p>Viele Kommentatoren sind überzeugt, dass Corbyns Triumph <a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/jun/09/tabloids-crush-corbyn-power-politics-sun-mail-labour" target="_blank" rel="noopener">das Ende des einst mächtigen britischen Boulevards</a> markiert. Und manche haben die Totengräber bereits ausgemacht: Der Erfolg Labours sei einer Reihe von linken Publikationen geschuldet, die die Debatte in den sozialen Medien dominieren. Es sind etwa Blogs wie «Another Angry Voice» oder Online-Medien wie «The Canary», «Novara Media» oder «Evolve Politics», die in vielen Fällen Aktivismus und Journalismus kombinieren. Sie ergreifen klar Partei für Corbyn und schreiben nicht nur gegen die rechtskonservative Revolverpresse an, sondern auch gegen die etablierten Qualitätsmedien wie die BBC oder den «Guardian».</p>
<p>Diese Publikationen bieten einen Journalismus von sehr unterschiedlicher Qualität. «The Canary» hat zuweilen eine Tendenz, eher unerhebliche Ereignisse aufzubauschen und die Leser mit reisserischen Schlagzeilen zum Anklicken des Artikels zu bewegen; nachdem Jeremy Corbyn beispielsweise ankündigte, nach Möglichkeiten zu suchen, wie die Schuldenlast von Studienabgängern reduziert werden kann, <a href="https://www.thecanary.co/2017/06/01/theresa-mays-worst-nightmare-just-came-true-corbyn-offers-voters-winning-proposition/" target="_blank" rel="noopener">titelte die Website</a>: «Theresa Mays schlimmster Albtraum ist gerade wahr geworden.» Demgegenüber sind die Artikel von Novara Media in der Regel sauber recherchiert und hintergründig, wenn auch stets meinungsstark und dezidiert links. In punkto Seriosität mögen sie variieren, doch gemäß der These vom Ende des Boulevards haben sie etwas gemeinsam: Dank der sozialen Medien, allen voran Facebook, vermögen diese linken Autoren zu herkömmlichen Publikationen in Konkurrenz zu treten.</p>
<blockquote><p>Insgesamt wiesen Inhalte auf Facebook während des Wahlkampfs eine starke Tendenz zugunsten von Labour-Chef Jeremy Corbyn auf.</p></blockquote>
<p>Das Medieninstitut Enders Analysis hat eine <a href="https://www.theguardian.com/media/2017/jun/11/media-bias-no-longer-matters-general-election-2017" target="_blank" rel="noopener">Untersuchung über die Wahlberichterstattung</a> veröffentlicht, die diese Theorie zu stützen scheint: So wurden beispielsweise Artikel über die Parteivorsitzenden, die «The Canary» publizierte, auf Facebook öfter geteilt als ähnliche Texte des «Telegraph» oder der BBC. Und Blog-Einträge von «Another Angry Voice» hatten eine grössere Reichweite als die «Daily Mail» oder der «Daily Express». Insgesamt wiesen Inhalte auf Facebook während des Wahlkampfs eine starke Tendenz zugunsten des Labour-Chefs auf.</p>
<p>Buzzfeed publizierte nach den Wahlen <a href="https://www.buzzfeed.com/jimwaterson/how-newspapers-lost-their-monopoly-on-the-political-agenda?utm_term=.duYYZvwoyD#.rn0VjZGr7q" target="_blank" rel="noopener">eine längere Analyse</a>, die aufs gleiche hinausläuft: Die etablierten Medien hätten ihren jahrzehntelangen Einfluss auf die öffentliche Meinung eingebüsst und seien von flinken Bloggern und Aktivisten verdrängt worden. (Zwar gibt es auch eine rechte Blogosphäre und einen britischen Ableger von «Breitbart», aber sie scheinen in diesen Wahlen eine kleinere Rolle gespielt zu haben als linke Publikationen). «Hyperparteiische Websites» hätten ihr eigenes paralleles Universum geschaffen, in dem eine kleine Reihe von Themen in die Facebook-Feeds geschwemmt werden. Der Autor nennt dazu das Beispiel der Fuchsjagd, die Theresa May entkriminalisieren wollte. Eine Analyse von Buzzfeed kam zum Ergebnis, dass neun der 20 meist geteilten Artikel über die Wahlen aus nicht-traditionellen Publikationen stammen. Besonders beliebt waren Inhalte, die nicht nur Corbyn das Wort redeten, sondern im gleichen Zug auch die traditionellen Medien kritisieren: Hunderttausende etwa lasen einen Artikel von «The Canary» mit der Überschrift: «Corbyn hielt eine Rede, die ihm zum Wahlsieg verhelfen könnte, aber die BBC zeigt sie nicht.»</p>
<blockquote><p>Wenn die linke Blogosphäre so stark wäre, wie sie nun im Zusammenhang mit den Wahlen dargestellt wird, hätte sie ihren Einfluss auch schon früher geltend machen können.</p></blockquote>
<p>Die wachsende Bedeutung sozialer Medien und alternativer Nachrichtenportale ist schwer von der Hand zu weisen. Aber eine Reihe von Beobachtungen legt die Vermutung nahe, dass ihr Einfluss auf den britischen Wahlkampf übertrieben wird. Da ist zunächst die schlichte Tatsache, dass linke Blogs und Websites bereits vor den Wahlen existierten und ihre Artikel auf Facebook und Twitter hunderttausendmal geteilt wurden. Das änderte aber nichts daran, dass die Labour-Partei im April 2017 ihre schlechtesten Umfragewerte seit 2009 verzeichnete. Das gleiche gilt für die Brexit-Abstimmung. Wenn die linke Blogosphäre so stark wäre, wie sie nun im Zusammenhang mit den Wahlen dargestellt wird, hätte sie ihren Einfluss auch schon früher geltend machen können.</p>
<p>Zudem muss unterschieden werden zwischen Inhalten, die geteilt werden, und jenen, die auch gelesen werden. Gemäss einer Erhebungen der Marktforschungsfirma Comscore <a href="https://www.opendemocracy.net/uk/analysis-of-news-and-advertising-in-uk-general-election" target="_blank" rel="noopener">dominieren etablierte Zeitungen mit hoher Auflage</a>, sowie die BBC die Online-Berichterstattung nach wie vor: Die Website der «Daily Mail» zum Beispiel registrierte im vergangenen April rund 700 mal mehr Besucher als «The Canary».</p>
<p>Justin Schlosberg, Lektor am Birkbeck College, University of London, hält alternative Medien denn auch nicht für entscheidend für den jüngsten Labour-Wahlerfolg. Er verweist auf einen anderen Faktor: Die zwei Zeitungen «Daily Mirror» und «Guardian», die beide linksliberale bis linke Positionen vertreten, lehnten Jeremy Corbyn vor den Wahlen ab, stellten sich aber mit Beginn der Wahlkampagne geschlossen hinter die Labour-Führung. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen war das ein wichtiger Faktor: «Der ‹Mirror› hat enormen Einfluss in den traditionellen Labour-Hochburgen im Norden Englands. Viele dieser Wähler hatten sich während Regierungszeit New Labours [1997-2010] von der Partei abgewandt, manche wählten in den letzten Jahren Ukip. Man erwartete, dass sie in diesen Wahlen zu den Konservativen übergehen würden.» Das geschah jedoch nicht in dem Ausmass, wie es Prognosen nahelegten: Viele kehrten stattdessen zurück zu Labour. «Der Grund war aber nicht, dass sie ‹Evolve Politics› lasen, sondern den ‹Mirror›», sagt Schlosberg. «Das ist ein Hinweis auf die anhaltende Bedeutung von Zeitungen.»</p>
<p>Allgemein sei es jedoch sehr schwierig, den Einfluss der Presse auf das Wahlverhalten nachzuweisen – sowohl im negativen als auch im positiven Sinn. Um das Corbyn-Phänomen zu erklären, muss also der Blickwinkel ausgeweitet werden auf die politische Botschaft des linken Vorsitzenden. Corbyn stand für den Widerstand gegen die Sparpolitik, der in den vergangenen Jahren laufend gewachsen ist – aber bei den grossen Parteien und in den etablierten Medien kaum Ausdruck fand, nicht einmal in der linksliberalen Presse. Der neuste British Attitudes Survey – die umfassendste Erhebung über die Meinungen der britischen Bevölkerung – zeigt, wie stark sich <a href="https://www.theguardian.com/politics/2017/jun/28/uk-support-is-rising-for-higher-taxes-to-fund-nhs-schools-and-police" target="_blank" rel="noopener">die Haltung diesbezüglich geändert hat</a>: 48 Prozent der Befragten befürworten höhere Steuern und mehr staatliche Ausgaben zugunsten von Gesundheit, Ausbildung und Sicherheit; vor sieben Jahren, als die Austeritätspolitik begann, waren es noch 32 Prozent gewesen.</p>
<p>«Diese Haltungen wurden von den Medien völlig ignoriert – bis sich mit den Wahlen ein kleines Fenster öffnete und Medien, insbesondere die BBC, gezwungen waren, über diese Fragen zu berichten», sagt Schlosberg. «Das war das erste Mal, dass politische Lösungsvorschläge, die sich mit einem grossen Teil der öffentlichen Meinung decken, in den etablierten Medien eine Stimme erhielten.»</p>
<p>Thomas Häussler vom Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Bern hält ebenfalls den politischen Kontext für wichtiger als den Einfluss alternativer Medien. Allerdings stellt er nebst der Stärke Corbyns auch die Schwäche der Premierministerin in den Vordergrund: «Theresa May hat sich konstant selbst ins Bein geschossen. Das hat es den rechten Publikationen, selbst der ‹Daily Mail›, schwer gemacht, sich voll und ganz hinter sie zu stellen.» Zudem hatte Corbyn bessere Antworten auf die Sorgen und Ängste der Leserinnen und Leser als die Tories – etwa in Bezug auf die Wohnungkrise oder die Finanzklemme beim Gesundheitsdienst: «Denn die Leserschaft der ‹Daily Mail› besteht nicht aus Millionären, sondern gerade aus jenen Leuten, die unter dieser Sparpolitik leiden», sagt Häussler.</p>
<p>Allerdings hätten alternative linke Medien insofern eine Rolle gespielt, als dass sie innerhalb des linken Spektrums Leute mobilisieren konnten: «Ihr Zielpublikum ist jung, urban und gut ausgebildet, und es informiert sich zunehmend über Facebook. Hier können solche Publikationen Leser anziehen.» Laut Erhebungen war die Tatsache, dass diese linken, jungen Leute am 8. Juni in grossen Zahlen an die Urne gingen, mitunter entscheidend für Labours Erfolg: Gemäss einer Schätzung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos Mori <a href="https://www.ipsos.com/ipsos-mori/en-uk/how-britain-voted-2017-election" target="_blank" rel="noopener">stieg der Anteil der 18-24-Jährigen Wählerinnen und Wähler</a> um 16 Prozent im Vergleich zu den Wahlen vor zwei Jahren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/11/bedeutet-der-linke-wahlerfolg-in-grossbritannien-den-anfang-vom-ende-des-maechtigen-murdoch-boulevards/">Der linke Wahlerfolg in Grossbritannien als Anfang vom Ende des mächtigen Murdoch-Boulevards?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Beisst es oder will es nur spielen?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/07/13/beisst-es-oder-will-es-nur-spielen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2016 13:33:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[Guardian]]></category>
		<category><![CDATA[David Carr]]></category>
		<category><![CDATA[Katharine Viner]]></category>
		<category><![CDATA[Newsfeed]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Facebook zählt weltweit 1,6 Milliarden Nutzer und ist neben Google der mächtigste Vermittler und Verteiler von Medieninhalten. Dem Ziel, die «beste personalisierte Zeitung» anzubieten, steht nichts mehr im Weg. Den Inhalte-Produzenten bleibt damit nichts anders als sich mit dem grössten Feind zu verbünden. 62 Prozent aller US-Amerikaner konsumieren gemäss einer aktuellen Untersuchung des Pew Research <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/13/beisst-es-oder-will-es-nur-spielen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook zählt weltweit 1,6 Milliarden Nutzer und ist neben Google der mächtigste Vermittler und Verteiler von Medieninhalten. Dem Ziel, die «beste personalisierte Zeitung» anzubieten, steht nichts mehr im Weg. Den Inhalte-Produzenten bleibt damit nichts anders als sich mit dem grössten Feind zu verbünden.<br />
<span id="more-27750"></span><br />
62 Prozent aller US-Amerikaner konsumieren gemäss einer aktuellen Untersuchung des Pew Research Center News in sozialen Netzwerken. Fast zwei Drittel (66 Prozent) dieser Nachrichtennutzung in sozialen Netzwerken entfällt dabei auf Facebook. Nicht wesentlich anders dürften die Zahlen in anderen Erdteilen aussehen, wo der blaue Riese ebenfalls mit erdrückender Macht den Markt dominiert.</p>
<p>Das soziale Netzwerk ist für viele Menschen das Tor zur Welt geworden. Ob der Tod David Bowies, die Vorwahlsiege Donald Trumps oder die Anschläge von Paris, Brüssel und San Bernardino – die Nutzer informieren sich zuerst auf Facebook. Gründer Mark Zuckerberg kommt seinem Ziel, Facebook zur «besten personalisierten Zeitung der Welt» auszubauen, immer näher.</p>
<p>Für Verlage ist Facebook Fluch und Segen zugleich. Einerseits erreichen Medien so viele Leser wie noch nie. Die «New York Times» versucht derzeit – unterstützt durch die Förderbänder Facebooks – mit einer spanischsprachigen Version seine digitale Leserschaft auf der Welt zu vergrössern. Andererseits begeben sich Verlage dadurch in Abhängigkeit.</p>
<p>Bei Facebook Instant Articles zeigt sich diese wechselvolle Abhängigkeitsbeziehung besonders drastisch. Bei dem 2015 gestarteten Kooperationsmodell, bei dem inzwischen auch Medien wie das «Handelsblatt», der «Tagesspiegel» oder die «NZZ» mit an Bord sind, publizieren Verlage direkt auf Facebook. Das heisst: Sie geben ihre Inhalte aus der Hand und überlassen sie dem Schicksal der Facebook-Algorithmen.</p>
<p>Der US-Konzern ködert die Medienhäuser mit einer lukrativen Vermarktungsstrategie: Die teilnehmenden Verlage können die Werbung, die bei ihren Artikeln erscheint, selbst vermarkten. Übernimmt Facebook die Vermarktung, bekommen die Medienhäuser immerhin noch 70 Prozent der Erlöse.</p>
<p>Doch es geht um mehr als nur Reichweite. Facebook bekommt Inhalte frei Haus und wird zum Verleger, die Medien, auf deren Inhalte nicht mal verlinkt wird, werden zu namenlosen Zulieferern, so die Kritik – und auch die Wahrnehmung vieler Nutzer, denen als Quelle nur noch Facebook einfällt, aber nicht mehr der ursprüngliche Absender. Die Frage ist auch: Wem gehören eigentlich die «User»? Ist ein Leser, der einen Artikel der «New York Times» auf Facebook liest, ein «New-York-Times»-Leser oder ein Facebook-Nutzer, der die «New York Times» liest? Das klingt zunächst nach Haarspalterei, hat aber massive Implikationen, was die Anzeigenerlöse und die Verfügung über Daten betrifft.</p>
<p>David Carr, der verstorbene Medienkritiker der «New York Times», <a href="http://www.nytimes.com/2014/10/27/business/media/facebook-offers-life-raft-but-publishers-are-wary.html" target="_blank">schrieb 2014 in seiner Kolumne</a>: «Für die Verlage ist Facebook ein bisschen wie der grosse Hund, der im Park auf dich zurennt. Wie so oft ist es schwer zu sagen, ob er mit dir spielen oder dich fressen will.» In dem kreativen Umfeld von Menlo-Park ist nicht klar zu ermessen, ob Facebook nur spielen will oder Fressgelüste hegt. Die Wissenschaftlerin Emily Bell, Direktorin des Tow Center for Digital Journalism und bekannt für ihre klugen Medienanalysen, schrieb kürzlich in der Fachzeitschrift «Columbia Journalism Review» einen Artikel mit dem Titel «Facebook is eating the world». «Soziale Medien», schreibt Bell in dem beissenden Artikel, «hat nicht nur den Journalismus geschluckt, es hat alles geschluckt: politische Kampagnen, Bankensysteme, persönliche Geschichten, Freizeitindustrie, den Einzelhandel, sogar den Staat und die Sicherheit. Das Handy in der Tasche ist unser Portal in die Welt.» Die Tonalität war damit gesetzt: Facebook frisst nicht nur den Journalismus, sondern die ganze Welt. Bells Kernkritik zielte darauf ab, dass Verlage die Kontrolle über die Vertriebswege verloren hätten und soziale Medien durch die algorithmische Filterung zu mächtigen Spielern würden.</p>
<p>Wenn Facebook an seinen Newsfeed-Algorithmen dreht, hat das massive Auswirkungen auf den Traffic von Nachrichtenseiten. So brach der Traffic der «Huffington Post» laut der Londoner Analytics-Firma SimilarWeb im Zeitraum zwischen Januar und September 2015 um 60 Prozent ein. Dass der Leserzustrom versiegte, lag offensichtlich an einer Modifikation des Facebook-Algorithmus. Schon nur die Ankündigung einer solchen Anpassung löst in den Redaktionen regelmässig Panik aus – was «Guardian»-Chefredaktorin, Katharine Viner, <a href="https://www.theguardian.com/media/2016/jul/12/how-technology-disrupted-the-truth">offen einräumte</a>. Jede Änderung des Newsfeed-Algorithmus ist im Grunde wie eine Redaktionskonferenz einer Zeitung: Was interessiert die Leser? Was kommt ins Blatt? Der entscheidende Unterschied ist, dass Facebook mit weltweit 1,6 Milliarden Nutzern faktisch eine Milliardenauflage hat und Informationen nicht nach Relevanz, sondern nach ökonomischer Verwertbarkeit selektiert. Die grösste personalisierte Zeitung wäre damit geschaffen. Ob sie auch die beste ist, steht freilich auf einem anderen Blatt.</p>
<p>Facebook-Produktmanager Adam Mosseri publizierte kürzlich erstmals <a href="http://newsroom.fb.com/news/2016/06/building-a-better-news-feed-for-you/" target="_blank">sogenannte «News Feed Values»</a>, eine selbst auferlegte redaktionelle Richtlinie. Der Post mit dem fürsorglichen Titel «Building a Better News Feed for You” kommt fast mit dem Pathos einer Regierungserklärung daher. «Friends and family come first», steht darin als Leitsatz geschrieben, was nicht nur eine normative Setzung ist, sondern auch praktische Implikationen hat insofern, als künftig noch mehr private Posts in den Newsfeed eingespeist werden. Damit könnte sich der bereits in der Vergangenheit beobachtete Trend eines Entertainment-Ökosystems verstärken, auch wenn Mosseri betont, dass der Feed informieren und unterhalten solle (als eine Art Infotainment). Die Frage ist nur, ob Facebook vollumfassend informiert. Einen Informationsauftrag wie die öffentlich-rechtlichen Medien hat der Internetkonzern freilich nicht.</p>
<p>Im Sommer 2014 verfolgte die Soziologin Zeynep Tufekci die Unruhen in Ferguson. Während ihre Twitter-Feeds vor Berichten überquollen, las sie auf ihrem Facebook-Profil nichts von den Protesten – obwohl sie mehrere Nachrichtenseiten «geliked» hatte. Stattdessen zeigte ihr Facebook Videos und Einladungen zur Ice Bucket Challenge. Erst am nächsten Tag erfuhr sie auf Facebook von den Ereignissen. Der Aufruhr war offenbar nicht relevant genug. Facebooks Algorithmen bestimmten, was Tufekci zu interessieren hatte. Die Wissenschaftlerin sprach von «algorithmischer Zensur» – und schrieb in einem Beitrag <a href="https://medium.com/message/the-web-of-relationships-we-have-to-save-7f337de03e34" target="_blank">auf der Plattform «Medium»</a>: «In einer offenen Rebellion fühlt sich mein Newsfeed wie Disneyland an.»</p>
<p>Der kanadisch-iranische Blogger Hossein Derakhshan, der wegen seines angeblich «subversiven» Blogs sechs Jahre in einem Teheraner Gefängnis inhaftiert war, schrieb im «Guardian» (https://www.theguardian.com/technology/2015/dec/29/irans-blogfather-facebook-instagram-and-twitter-are-killing-the-web), das Fernsehen beginne, wenn man sich auf Facebook einlogge: Man braucht nur herunter zu scrollen, schon sieht man Bilder von Freunden, Links zu lustigen Geschichten und Videos – garniert von Empfehlungen und Anzeigen. Die Maus ist zur Fernbedienung einer digitalen Dauerwerbesendung geworden. Facebook pusht seit kurzem Videos in seinem Newsfeed und hat Anfang des Jahres sein Feature Live-Videos freigeschaltet. Was es heisst, wenn 1,6 Milliarden Facebook-Nutzer Live-Videos posten können, hat Mark Zuckerberg schon Mitte April auf den Punkt gebracht. Von nun an trage jeder «eine Fernsehkamera in der Tasche», schrieb der Chef des Internetkonzerns. «Wer in Echtzeit interagiert, ist persönlicher vernetzt».</p>
<p>Wie diese visuelle Nähe aussieht, zeigte sich im Juni in aller Drastik: Nachdem der Terrorist Larossi Abballa einen Polizisten, dessen Ehefrau sowie eine Sekretärin in einem Polizeikommissariat im Pariser Vorort Magnanville getötet hatte, loggte er sich bei Facebook ein und stellte die von ihm kommentierten Aufnahmen dreizehn Minuten lang als Livestream ins Internet. Der Terroranschlag wurde als Medienereignis inszeniert.</p>
<p>Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur «Reuters» erprobt Facebook ein System, mit dem gewaltverherrliche Bilder, etwa Propagandamaterial des IS, automatisch blockiert oder sofort aus dem Netz genommen werden. Eine Art algorithmische Polizei. Bloss: Wie definiert man Terrorismus? Wie kann eine Software zwischen Realität und Fiktion differenzieren? Was würde passieren, wenn ein Algorithmus eine Szene aus einem Actionfilm als «terroristisch» einstuft? Die Wertungswidersprüche offenbaren sich bereits bei Facebooks Policy, Bilder nackter Brüste – unter anderen auch Gustave Courbets Kunstwerk «Der Ursprung der Welt» – zu zensieren, Hasskommentare dagegen zu tolerieren.</p>
<p>Courbets zensiertes Kunstwerk würde normativ und faktisch mit einem blockierten Propagandavideo als etwas Nichtzeigenswertes gleichgestellt – was freilich nicht im Sinn einer offenen Gesellschaft sein kann, die gerade nach den Anschlägen von Paris die Ideale der Freiheit hoch hielt. Die Gefahr besteht darin, dass man Algorithmen die Deutungshoheit über die Definition von Terrorismus überlässt.</p>
<p>Facebooks Newsfeed-Algorithmus ist eines der mächtigsten Instrumente der Medienwelt: Er entscheidet, welche News wir sehen, mit wem wir interagieren und welche Seiten uns vorgeschlagen werden. Kurz vor der Brexit-Abstimmung fiel dem Blogger Jon Worth auf, dass in den Status-Updates seiner mobilen Facebook-App in der Rubrik «Gefühle/Aktivitäten» die Option «in favour of leaving the EU» für einen Austritt aus der EU auftauchte. Der mit einem Megaphon gekennzeichnete Button poppte unter dem Symbol eines Fernsehers («watching TV) und einer Kaffeetasse («having a cuppa») auf – als sei Wählen eines Freizeitbeschäftigung. Die umgekehrte Option – «in favour of remaining in the EU» – war nicht standardmässig eingestellt und nur verfügbar, wenn man gezielt danach suchte. Das Phänomen tauchte nur auf der mobilen App, nicht am Desktop auf. Mit Blick auf die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen erscheint dieser offenkundige Bias – die Tatsache, dass Facebook seinen Nutzern einen tendenziösen Button unterjubelt, besorgniserregend. Facebook fühlt sich offenbar so mächtig, dass in der Abstimmung zur wöchentlichen Fragerunde an Mark Zuckerberg die <a href="http://gizmodo.com/facebook-employees-asked-mark-zuckerberg-if-they-should-1771012990" target="_blank">Frage zur Auswahl stand</a>: «Welche Verantwortung hat Facebook dabei zu helfen, Präsident Trump in 2017 zu verhindern?»</p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Facebook hat bereits in einem gigantischen sozialen Experiment die Gefühle und Entscheidungen seiner Nutzer beeinflusst und die Präferenzen von Wählern mitgesteuert, ohne dass sie es gemerkt hätten. Am 2. November 2010, dem Tag, an dem die Kongresswahlen stattfanden, schickten Forscher 61 Millionen zufällig ausgewählten Nutzern eine Nachricht auf ihre Pinnwand, die sie an den Urnengang erinnerte. Die Mitteilung im Newsfeed war mit einem «I voted»-Button und einer Zähleinheit versehen, die anzeigte, wie viele Facebook-Nutzer nach eigenen Angaben bereits ihre Stimme abgegeben hatten. Ergebnis: Der Wahlgang der beeinflussten Nutzer war um 0,39 Prozent wahrscheinlicher als in der Kontrollgruppe. Das nimmt sich zwar als geringe Varianz aus, doch in konkreten Zahlen waren dies 340 000 Stimmen mehr. Bedenkt man, dass bei der Wahl 2000 zwischen Al Gore und George W. Bush 537 Stimmen in Florida den Unterschied machten, könnte Facebook das Zünglein an der Waage sein.</span></p>
<p>Vor wenigen Wochen <a href="http://gizmodo.com/former-facebook-workers-we-routinely-suppressed-conser-1775461006" target="_blank">berichtete das Blog «Gizmodo»</a>, dass Facebook News-Kuratoren, die mit der Kuratierung der Inhalte in der Rubrik «Trending News» – eine Art Nachrichtenticker – betraut waren, hinsichtlich der Quellenauswahl Vorgaben bekamen. So sollten Seiten wie die «New York Times» priorisiert, ein konservatives Portal wie «Breitbart» weniger berücksichtigt werden. Die Kuratoren, darunter einige Journalisten, bekamen überdies die Anweisung, die Nennung des Konkurrenten Twitter in der Titelzeile von News zu vermeiden und stattdessen allgemein von «sozialen Medien» zu schreiben. Kritiker warfen dem Konzern daraufhin vor, Nachrichteninhalte zu manipulieren und konservative Seite zu zensieren.</p>
<p>Facebook ist mehr als eine «personalisierte Zeitung», zu der sie Mark Zuckerberg ausstaffieren will, sondern bereits heute ein globaler Kiosk, von dem man erwartet, dass er ein Stück weit die Pluralität des Meinungsspektrums abbildet. Ohne den geringsten Content zu produzieren, avanciert Facebook zum grössten Medienakteur der Welt. Daher ist es nur billig, dass den Internetkonzern gewisse Pflichten treffen. Dazu gehört auch, die Modifizierung der Newsfeed-Algorithmen  transparent zu machen, die einer redaktionellen Entscheidung gleichkommen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/07/13/beisst-es-oder-will-es-nur-spielen/">Beisst es oder will es nur spielen?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Publikumsmedien brechen ein – was heisst das für Marketing und PR?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/05/18/publikumsmedien-brechen-ein-was-heisst-das-fuer-marketing-und-pr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 14:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verkaufzahlen grosser Deutscher Publikumsmedien sind deutlich zurückgegangen. Anhand von zwei verschiedenen Zielgruppen vergleicht Michael C. Schmitt, was der Einbruch für PR und Marketing bedeutet.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/18/publikumsmedien-brechen-ein-was-heisst-das-fuer-marketing-und-pr/">Publikumsmedien brechen ein – was heisst das für Marketing und PR?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verkaufzahlen grosser Deutscher Publikumsmedien sind deutlich zurückgegangen. Anhand von zwei verschiedenen Zielgruppen vergleicht Michael C. Schmitt, was der Einbruch für PR und Marketing bedeutet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/18/publikumsmedien-brechen-ein-was-heisst-das-fuer-marketing-und-pr/">Publikumsmedien brechen ein – was heisst das für Marketing und PR?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Zeitungen im Medienwandel: Es geht lediglich ums Ganze</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/08/10/zeitungen-im-medienwandel-es-geht-lediglich-ums-ganze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2015 11:54:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Dengler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hätte die Zeitungsbranche vom digitalen Wandel nicht überrascht werden dürfen &#8211; doch viele Verlage reagieren mit hilflosen Abwehrreflexen. Dabei müssten sie ihren Fokus ändern.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/10/zeitungen-im-medienwandel-es-geht-lediglich-ums-ganze/">Zeitungen im Medienwandel: Es geht lediglich ums Ganze</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hätte die Zeitungsbranche vom digitalen Wandel nicht überrascht werden dürfen &#8211; doch viele Verlage reagieren mit hilflosen Abwehrreflexen. Dabei müssten sie ihren Fokus ändern.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/10/zeitungen-im-medienwandel-es-geht-lediglich-ums-ganze/">Zeitungen im Medienwandel: Es geht lediglich ums Ganze</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zeitungen suchen neue Geschäftsmodelle</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/06/19/zeitungen-suchen-neue-geschaeftsmodelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2015 10:58:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Veit Dengler]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeitungen machen nach wie vor den Großteil ihres Geldes mit dem Print-Geschäft. Doch der Vormarsch mobiler Geräte und neue Nutzungs-Gewohnheiten schaffen für sie eine ganz neue Situation.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/19/zeitungen-suchen-neue-geschaeftsmodelle/">Zeitungen suchen neue Geschäftsmodelle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitungen machen nach wie vor den Großteil ihres Geldes mit dem Print-Geschäft. Doch der Vormarsch mobiler Geräte und neue Nutzungs-Gewohnheiten schaffen für sie eine ganz neue Situation.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/06/19/zeitungen-suchen-neue-geschaeftsmodelle/">Zeitungen suchen neue Geschäftsmodelle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wie Zeitungen auf Facebook die Fans verschlafen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/08/wie-zeitungen-auf-facebook-die-fans-verschlafen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 12:13:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Likes]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachrichtenseiten sind beliebt im sozialen Netz, bieten sie doch Informationen und Ablenkung aus erster Hand. Der Erfolg der Facebook-Seiten verschiedener Verlagshäuser unterscheidet sich dabei stark. Wir haben uns tiefer in die Materie gegraben und eine interessante Entdeckung gemacht: Vor allem die zeitliche Komponente hat große Auswirkungen auf den Erfolg.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachrichtenseiten sind beliebt im sozialen Netz, bieten sie doch Informationen und Ablenkung aus erster Hand. Der Erfolg der Facebook-Seiten verschiedener Verlagshäuser unterscheidet sich dabei stark. Wir haben uns tiefer in die Materie gegraben und eine interessante Entdeckung gemacht: Vor allem die zeitliche Komponente hat große Auswirkungen auf den Erfolg.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/08/wie-zeitungen-auf-facebook-die-fans-verschlafen/">Wie Zeitungen auf Facebook die Fans verschlafen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Renaissance der Parteipresse?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/06/renaissance-der-parteipresse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2015 15:25:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Echo der Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rafael von Matt]]></category>
		<category><![CDATA[Dreikönigstagung]]></category>
		<category><![CDATA[Parteipresse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Früher galt: Die NZZ ist die Stimme der FDP, das Vaterland jene der CVP und das Volksrecht die der SP. Ab den 1970er-Jahren ging es dann in Richtung Forumszeitung. Inzwischen aber geht der Trend wieder zurück zu klareren politischen Positionen. Erkenntnisse von der Tagung der Schweizer Verleger.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/06/renaissance-der-parteipresse/">Renaissance der Parteipresse?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Früher galt: Die NZZ ist die Stimme der FDP, das Vaterland jene der CVP und das Volksrecht die der SP. Ab den 1970er-Jahren ging es dann in Richtung Forumszeitung. Inzwischen aber geht der Trend wieder zurück zu klareren politischen Positionen. Erkenntnisse von der Tagung der Schweizer Verleger.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/06/renaissance-der-parteipresse/">Renaissance der Parteipresse?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Krisenreport aus einem Zeitungskiosk in Berlin</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/16/krisenreport-aus-einem-zeitungskiosk-in-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2014 15:51:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Kiosk]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Zeiten, neue Überlebensstrategie: Was früher ein Zeitungskiosk war, muss heute als Gemischtwarenladen funktionieren. Ein Krisenreport.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neue Zeiten, neue Überlebensstrategie: Was früher ein Zeitungskiosk war, muss heute als Gemischtwarenladen funktionieren. Ein Krisenreport.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/16/krisenreport-aus-einem-zeitungskiosk-in-berlin/">Krisenreport aus einem Zeitungskiosk in Berlin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Der Umbruch der Schweizer Zeitungslandschaft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/16/der-umbruch-der-schweizer-zeitungslandschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2014 15:33:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Datenblog]]></category>
		<category><![CDATA[tagesanzeiger.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Auflagen]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungskrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zeitungen sind nach wie vor sehr beliebt und erreichen in Kombination von Online und Print mehr Leser denn je. Gleichzeitig befinden sie sich in der grössten Krise ihrer Geschichte. Wie geht das zusammen?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zeitungen sind nach wie vor sehr beliebt und erreichen in Kombination von Online und Print mehr Leser denn je. Gleichzeitig befinden sie sich in der grössten Krise ihrer Geschichte. Wie geht das zusammen?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/16/der-umbruch-der-schweizer-zeitungslandschaft/">Der Umbruch der Schweizer Zeitungslandschaft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zeitung: Ende eines Geschäftsmodells</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/17/zeitung-ende-eines-geschaeftsmodells/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2014 13:14:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungskrise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr Digital, weniger Print? Falsche Debatte. Journalismus der Zukunft muss zu einem grossen sozialen Netzwerk werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Apple-style-span" style="color: #464646;">Mehr Digital, weniger Print? Falsche Debatte. Journalismus der Zukunft muss zu einem grossen sozialen Netzwerk werden.</span></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/17/zeitung-ende-eines-geschaeftsmodells/">Zeitung: Ende eines Geschäftsmodells</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Schleichwerbe-Limbo</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/03/27/schleichwerbe-limbo/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2014 09:19:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[McDonald's]]></category>
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		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Ticketcorner]]></category>
		<category><![CDATA[Blick am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Grenzen zwischen Werbung und Inhalten vermischen sich bei einigen Schweizer Printmedien schon auf der Titelseite. Vergangenen Montag, am 24. März 2014, verloste Blick Tickets des hauseigenen Ticketcorners, 20 Minuten titelte mit einem Pressefoto von McDonald&#8217;s und Blick am Abend hatte die SBB gern. Beispiel 1: Blick Wir wollten wissen, welche journalistischen Gründe es hat, <a href="https://medienwoche.ch/2014/03/27/schleichwerbe-limbo/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grenzen zwischen Werbung und Inhalten vermischen sich bei einigen Schweizer Printmedien schon auf der Titelseite. Vergangenen Montag, am 24. März 2014, verloste Blick Tickets des hauseigenen Ticketcorners, 20 Minuten titelte mit einem Pressefoto von McDonald&#8217;s und Blick am Abend hatte die SBB gern.<br />
<span id="more-18829"></span></p>
<h3>Beispiel 1: Blick</h3>
<p>Wir wollten wissen, welche journalistischen Gründe es hat, dass «Blick» seinen Lesern am Montag von allen Ereignissen, die sich in der Welt ereignet haben, ausgerechnet das Konzert der britischen Band Rolling Stones im Zürcher Letzigrund nahe bringen wollte. Schliesslich ist die Band schon viele Male in der Schweiz aufgetreten und das Konzert findet erst in einigen Monaten statt. Der stv. Chefredaktor Andreas Dietrich nimmt (in Abwesenheit von Chefredaktor Lüchinger) wie folgt Stellung:</p>
<blockquote><p>Wenn die grösste Rock&#8217;n&#8217;Roll-Band aller Zeiten nach sieben Jahren wieder in die Schweiz kommt, ist das für die grösste Bezahlzeitung der Schweiz selbstverständlich ein grosses Thema. (Für andere Medien ja auch.) Dies noch mehr, als die Band nach dem Selbstmord von Jaggers Freundin – auch dies ein Thema, das Fans und Leser bewegt – anderswo Konzerte abgesagt hat. Wie die Erfahrungen der Vorverkäufe in andern europäischen Städten zeigen (innert Minuten ausverkauft), ist das Interesse an den Stones offensichtlich nicht ganz klein.</p></blockquote>
<p>«Jede Journalistin und jeder Journalist» soll bei Ringier «ausschliesslich Weisungen erteilen und befolgen, die die Unabhängigkeit der Redaktion wahren», ist im Kapitel «Journalistische Unabhängigkeit» des <a href="http://www.ringier.com/de/ueber_ringier/code_of_conduct">«Code of Conduct» von Ringier</a> zu lesen.</p>
<p>Wenn man den «Blick» liest, sollte man aber auch im Hinterkopf behalten, dass Ticketcorner zu 50 Prozent im Besitz von Ringier ist («Blick» zu 100 Prozent).</p>
<p>Am 24. März heisst es im «Blick»:</p>
<blockquote><p>Der Vorverkauf startet am Mittwoch, 26. März, um 8.00 Uhr bei Ticketcorner. BLICK verschenkt schon heute exklusiv die ersten 20 Tickets (10 x 2)!</p></blockquote>
<p>Und am 25. März fordert man seine Leser konkret dazu auf, am nächsten Tag «vor acht Uhr an den offiziellen Ticketcorner-Vorverkaufsstellen» zu sein:</p>
<blockquote><p>Der offizielle Vorverkauf beginnt morgen Mittwoch um acht Uhr. Da die Mega-Show innert kürzester Zeit ausverkauft sein dürfte, verrät BLICK nun, wie Sie am besten zu den heiss begehrten Tickets kommen können:</p>
<p>Benutzen Sie mehrere Kanäle, um Tickets zu bekommen. Versuchen Sie es via Internet auf www.ticketcorner.ch oder an den offiziellen Vorverkaufsstellen (SBB, Die Post, Manor, Coop City und andere).</p>
<p>Falls Sie auf www.ticketcorner.ch nicht registriert sind, eröffnen Sie schon heute ein Konto. Damit Sie morgen früh gleich sofort einloggen können.</p>
<p>Seien Sie am Mittwoch vor acht Uhr an den offiziellen Ticketcorner-Vorverkaufsstellen.</p>
<p>Gehen Sie am besten an eine eher kleinere Vorverkaufsstelle auf dem Land (SBB, Post etc.). An den grossen Vorverkaufsstellen dürften sich lange Schlangen bilden.</p>
<p>Member von Ticketcorner können bereits heute Dienstag zwischen 8 und 16 Uhr am Priority Sale teilnehmen. Viel Vergnügen!</p></blockquote>
<p>Um am Tag der Vorverkauf-Eröffnung, dem 26. März, Leute zu porträtieren, die <a href="http://www.blick.ch/people-tv/der-erste-fan-stand-um-4-30-uhr-an-id2754732.html">im Ticketcorner am Hauptbahnhof in Zürich</a> in der Schlange gestanden haben.</p>
<h3>Beispiel 2: 20 Minuten</h3>
<p><a href="http://www.bildblog.de/55455/sie-lieben-es/">Auf Bildblog.de</a> wurde der Fall bereits aufgearbeitet. Doch Stopp! Um ein bezahltes Inserat in redaktionellem Gewand, wie man vermuten könnte, handelt es sich keinesfalls. Tamedia-Unternehmenssprecher Christoph Zimmer schreibt auf Anfrage:</p>
<blockquote><p> Die Themensetzung und Bildauswahl erfolgte ausschliesslich aus redaktionellen Überlegungen. Die Lancierung des neuen Burgers war eines der Themen des Tages und wurde unter Jugendlichen in der Schweiz intensiv diskutiert. 20 Minuten nahm das Thema deshalb auf, genauso wie die Redaktion beispielsweise auch über die Lancierung eine neuen iPhones berichtet.</p></blockquote>
<p>McDonald&#8217;s-Unternehmenssprecherin Aglaë Strachwitz antwortet so:</p>
<blockquote><p>Es handelte sich um eine redaktionelle Anfrage von 20 Minuten, die wir beantwortet haben und nicht um eine Medienschaltung. Unsere Freude, mit unseren neuen Produkten auf dem Titel zu sein, war aber verständlicherweise gross.</p></blockquote>
<p>Während andere Firmen Inserate bezahlen müssen, schaufelt 20 Minuten ganz offenbar völlig uneigennützig die Titelseite frei, um aus rein journalistischen Gründen ein Pressefoto von McDonald&#8217;s abzudrucken. Und das kostenlos! Da ist die Freude verständlicherweise riesengross.</p>
<h3>Beispiel 3: Blick am Abend</h3>
<p>Wenn man den Kommunikationsverantwortlichen der Schweizerischen Bundesbahnen absolute freie Hand lassen würde bei der Wahl eines Titels in einem Bericht zu eigenen Unternehmen, wie würde er wohl lauten? Ich tippe mal auf «Die SBB zum Gernhaben». Überraschung, genau so steht das auf Seite 2 im Blick am Abend. Daneben auf Seite 3 etwas kleiner der Kontrapunkt «Die SBB zum Aufregen und Nerven». Die «Die Top Ten der schlimmsten SBB-Momente» versammeln knallhart kritische Punkte wie zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Stinkende, aufdringliche, nervige Sitznachbarn landen auf Platz zwei.</p>
<p>Rang drei: Die Hektik am Bahnhof und das Gedränge zu den Stosszeiten.</p>
<p>Trifft man zum Beispiel auf eine Schulreise, ists mit der Stille im Zugabteil vorbei.</p>
<p>Auch in den Top Ten ist die schlechte Stimmung der Reisenden, wenn sie Liebeskummer haben, krank oder müde sind.</p>
<p>Platz neun für «Unterwegs ist grundsätzlich nicht wie zu Hause».</p></blockquote>
<p>Die anderen fünf Punkte listen dann tatsächlich Probleme auf, die von der SBB gelöst werden könnten.</p>
<p>War die SBB in die Entstehung der Artikel im Blick am Abend involviert? SBB-Mediensprecher Christian Ginsig nimmt wie folgt Stellung:</p>
<blockquote><p>Ja, selbstverständlich war die SBB involviert. Wir hatten schon mehrfach Themen, welche durch die Pendlerzeitungen aufgegriffen wurden. (Bsp Littering). Die Medienstelle erhielt das Interview zum Gegenlesen und dieses wurde durch uns freigegeben. Keinen Einfluss hatten wir auf den redaktionellen Teil des Textes (wie dies ja üblich ist).</p></blockquote>
<p>Auf die Nachfrage, von wem denn die Initiative für die Berichterstattung ausging, schreibt Ginsig:</p>
<blockquote><p>Die ging in diesem Fall von der SBB aus.</p></blockquote>
<p>Eine Anfrage an Peter Röthlisberger, Chefredaktor des Blick am Abend, blieb unbeantwortet.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Schleichwerbung? Nicht doch! Sowas würden Schweizer Printmedien also wirklich nicht tun. Festzustellen ist allerdings, dass Produkte, über die «redaktionell» geschrieben wird, vermehrt bereits auf den Titelseiten auftauchen. Die Eigeninteressen der Verlage scheinen oft stärker zu sein als journalistische Erfordernisse. Die Beziehung zu den Kommunikationsabteilungen von Firmen scheint nicht in einem kritischen und konkurrenzierenden, sondern eher in einem partnerschaftlichen Verhältnis zu sein. Der Weg zur journalismusfreien «Zeitung» ist wohl nur noch ein kurzer.</p>
<p>Von den Gratiszeitungen 20 Minuten und Blick am Abend ist nichts anderes zu erwarten, auf der <a href="http://www.schweizermedien.ch/fileadmin/schweizerpresse/themen/Code_of_Conduct/Code_of_Coduct_Unterzeichnet.pdf">Liste</a> der Titel, die 2010 den <a href="http://www.schweizermedien.ch/themen/code-of-conduct/">Code of Conduct des Verbands Schweizer Medien</a> unterschrieben haben, tauchen sie nicht auf. Der Blick dagegen hat sich verpflichtet, den Code of Conduct zu befolgen und hält dementsprechend Punkte wie diesen ein:</p>
<blockquote><p>Im Umgang mit bezahlter Werbefläche in den Print- und Online-Medien gilt das Prinzip der Transparenz gegenüber dem Publikum. Für den Medienkonsumenten muss immer klar erkennbar sein, ob die Inhalte redaktionellen Ursprungs oder kommerziell als Werbefläche platziert und von den Dritten bezahlt sind. Redaktion und Verlag stellen gemeinsam sicher, dass diese Trennung gewahrt wird.</p></blockquote>
<p>Dass der gelegentlich erwähnte Ticketcorner zur Hälfte Ringier gehört, hätte man ja auch erwähnen können.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/03/27/schleichwerbe-limbo/">Schleichwerbe-Limbo</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Lösung heisst Rückschritt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Aug 2013 08:08:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die gedruckten Zeitungen verfügen über eine unterschätzte Zukunftschance: Wenn das Internet eine totalüberwachte Zone ist, werden Redaktionsräume und -systeme, auf die Regierungen und Geheimdienste keinen Zugriff haben, zur Geheimwaffe. Gedruckte Zeitungen auf dem technischen Stand des 19. Jahrhunderts könnten wieder zur Speerspitze der Medienfreiheit werden. Seit doch schon einigen Jahren sind Texte zu lesen, die <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/">Die Lösung heisst Rückschritt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die gedruckten Zeitungen verfügen über eine unterschätzte Zukunftschance: Wenn das Internet eine totalüberwachte Zone ist, werden Redaktionsräume und -systeme, auf die Regierungen und Geheimdienste keinen Zugriff haben, zur Geheimwaffe. Gedruckte Zeitungen auf dem technischen Stand des 19. Jahrhunderts könnten wieder zur Speerspitze der Medienfreiheit werden.<br />
<span id="more-15462"></span><br />
Seit doch schon einigen Jahren sind Texte zu lesen, die Fragen stellen zur Zukunft der Zeitungen, insbesondere der Tageszeitungen. Die Antwort darauf ist kurz und schmerzvoll: Tageszeitungen in ihrer bekannten, gedruckten Form haben keine Zukunft &#8211; es sei denn, die aktuellen Trends ändern sich grundsätzlich. Vielleicht gibt es sie auch in Jahrzehnten noch, als überkommenes und verzichtbares Luxusprodukt, wie beispielsweise Schallplatten. Die Bedeutung der letzten Jahrhunderte werden sie wohl aber einbüssen. In dieser ganzen Flut an Debattenbeiträgen ist aber noch kaum jemand auf die – eigentlich naheliegende – Idee gekommen, die Lösung in der Vergangenheit zu suchen.</p>
<p>Denn mit einer Totalüberwachung des Internets eröffnen sich neue Chancen. Die keine Rückmeldungen erzeugenden Papierprodukte könnten den rückverfolgbaren Digitalprodukten bevorzugt werden &#8211; von Konsumenten, die ihre Privatsphäre bei der Lektüre bewahren möchten. Wer die Zeitung auf Papier liest und vernichtet, kann verheimlichen, welche Artikel seine besondere Aufmerksamkeit gefunden haben. Ein weiterer Vorteil bietet sich in der konsequenten Verweigerung aller überwachbaren Kommunikationsmittel.</p>
<p>Ich rede von der Zeitung als &#8230;<br />
&#8230; hermetisch abgeschlossene, unverwanzte Redaktionseinheit.<br />
&#8230; private und durch das Redaktionsgeheimnis geschützte Zone.<br />
&#8230; Hafen für Daten und Informationen, die dem Zugriff von Staaten und Geheimdiensten verwehrt bleiben sollen.</p>
<p>Um alte Stärken zu neuer Blüte zu bringen, benötigt es den Rückschritt, also die Abschaffung von überwachbaren Kommunikationsmitteln wie E-Mails, Telefonen oder dem Internet. Um eine sichere Anlaufstelle für Informanten zu werden, müssen Journalisten so vorgehen, als wären sie Bewohner einer Diktatur in einer vormodernen Zeit.</p>
<p>Ich rede von &#8230;<br />
&#8230; Treffen von Informanten in der abhörsicheren Öffentlichkeit.<br />
&#8230; Notizen auf Papier oder einem anderen leicht zu vernichtenden Stoff.<br />
&#8230; einem Verzicht auf jegliche Recherchemethoden, die eine Mitaufzeichnung ermöglichen.</p>
<p>Das klingt höchst unrealistisch? Ein Leben ohne Kommunikationshilfsmittel ist für Journalisten durchaus möglich, wie Selbstversuche wie <a href="http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ich-bin-dann-mal-offline-Ein-Selbstversuch-Leben-ohne-Internet-und-Handy/Christoph-Koch/e341523.rhd">«Ich bin dann mal offline»</a> (Christoph Koch) oder <a href="http://www.klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Ohne_Netz/12529">«Ohne Netz»</a> (Alex Rühle) bewiesen haben. Und auch sonst könnten sich Recherchemethoden des 19. Jahrhunderts (vor die Tür gehen, mit Menschen reden, Dinge mit eigenen Augen sehen) als Vorteile gegenüber einer im Mainstream schwimmenden Konkurrenz herausstellen.</p>
<p>Verleger Axel Springer wurde im 19. Stock des Berliner Verlagsgebäudes abgehört &#8211; in seinem eigenen Büro von seiner eigenen Sekretärin «Rosie», auch bekannt unter dem Kürzel «IM Grunewald». Sie berichtete der DDR-Staatssicherheit stets brühwarm, was im Verlegerbüro so passierte (vgl. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_83xk3kZxlM">«Bespitzelt Springer! Wie die Stasi einen Medienkonzern ausspähte»</a>). Im Vergleich zum damaligen Coup der Stasi ist es für den Staat und die Geheimdienste heute eher einfacher, an Informationen zu gelangen: Sie sind zuhauf vorhanden und was fehlt, wird irgendwann geleakt.</p>
<p>Wer den Überwachungstätigkeiten des Staats selbst etwas entgegensetzen möchte, findet im Netz viele Websites, die Abhörgeräte zu einem bezahlbaren Preis offerieren: Der <a href="http://www.abhoergeraete.biz/abhorgerate/tonspy-pro.html">Tonspy Pro für 239 Euro</a> beispielsweise ruft an, sobald in der Nähe des Geräts geredet wird («Dadurch können Sie ganz bequem vom Büro aus prüfen, wie es Ihren Kindern zu Hause geht»). Aber warum sollte ein Zeitungsverlag nicht grösser planen? Er hat die Mittel, um eine private Gegenoffensive zu starten und ein abhörsicheres Gebäude mit rigider Zutrittskontrolle in bescheidenem Umfang zu bauen. Ganz so gross wie die neue Zentrale des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnachrichtendienst">Bundesnachrichtendiensts</a> in Berlin Mitte (4000 Arbeitsplätze in 3300 Büros auf 10 Hektaren <a href="http://www.bnd.bund.de/DE/Einblicke/Neubau_der_Zentrale/Fakten_neue_Zentrale/fakten_zentrale_node.html">Fläche</a>, voraussichtliche Fertigstellung <a href="http://www.bnd.bund.de/DE/Einblicke/Neubau_der_Zentrale/Bauablauf/bauablauf_node.html">2015</a>) kann es ja schon aus finanziellen Gründen gar nicht werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/08/16/die-loesung-heisst-rueckschritt/">Die Lösung heisst Rückschritt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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