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	<title>Zensur | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 15 Dec 2022 12:45:57 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Meinungsfreiheit: Was man noch sagen darf</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/15/meinungsfreiheit-was-man-noch-sagen-darf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Vontobel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2022 12:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social-Media-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gelöschte Kommentare, blockierte Accounts: Auf YouTube und anderen Plattformen wird inzwischen strikt durchgegriffen. Aber fällt eigentlich alles, was in Kommentaren so geschrieben wird, unter die Meinungsfreiheit? Und herrscht bei Löschung solcher Kommentare direkt Zensur?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/15/meinungsfreiheit-was-man-noch-sagen-darf/">Meinungsfreiheit: Was man noch sagen darf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gelöschte Kommentare, blockierte Accounts: Auf YouTube und anderen Plattformen wird inzwischen strikt durchgegriffen. Aber fällt eigentlich alles, was in Kommentaren so geschrieben wird, unter die Meinungsfreiheit? Und herrscht bei Löschung solcher Kommentare direkt Zensur?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/15/meinungsfreiheit-was-man-noch-sagen-darf/">Meinungsfreiheit: Was man noch sagen darf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Snowflake: Wie du Internet-Zensur ganz einfach bekämpfen kannst</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/04/snowflake-wie-du-internet-zensur-ganz-einfach-bekaempfen-kannst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2022 08:18:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[TOR]]></category>
		<category><![CDATA[Snowflake]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Anonymisierungs-Software Tor macht das Internet freier und rettet Leben. Und du kannst ganz einfach und ohne Bedenken mithelfen. So geht&#8217;s.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anonymisierungs-Software Tor macht das Internet freier und rettet Leben. Und du kannst ganz einfach und ohne Bedenken mithelfen. So geht&#8217;s.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/04/snowflake-wie-du-internet-zensur-ganz-einfach-bekaempfen-kannst/">Snowflake: Wie du Internet-Zensur ganz einfach bekämpfen kannst</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wie der russische Krieg die ukrainischen Medien schwächt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/07/05/wie-der-russische-krieg-die-ukrainischen-medien-schwaecht/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/07/05/wie-der-russische-krieg-die-ukrainischen-medien-schwaecht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Herwig G. Höller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 15:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwischen (Selbst-)zensur und fehlendem Geld versuchen die ukrainischen Medien ihre Arbeit zu machen. Das gelingt mehr schlecht als recht. Internationale Medien informieren besser. Als am frühen Morgen des 26. Juni 2022 ein Wohnhaus im Schewtschenko-Bezirk von Kiew durch eine Rakete schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, fanden sich dutzende Journalist:innen vor dem Gebäude ein. Auch Kiews <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/05/wie-der-russische-krieg-die-ukrainischen-medien-schwaecht/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen (Selbst-)zensur und fehlendem Geld versuchen die ukrainischen Medien ihre Arbeit zu machen. Das gelingt mehr schlecht als recht. Internationale Medien informieren besser.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Ukraine-Medien-20220705c.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Ukraine-Medien-20220705c.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-98402" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Ukraine-Medien-20220705c.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Ukraine-Medien-20220705c-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Ukraine-Medien-20220705c-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Ukraine-Medien-20220705c-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Ukraine-Medien-20220705c-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Als am frühen Morgen des 26. Juni 2022 ein Wohnhaus im Schewtschenko-Bezirk von Kiew durch eine Rakete schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, fanden sich dutzende Journalist:innen vor dem Gebäude ein. Auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (Witalij Klytschko) machte sich ein Bild der Lage und US-Präsident Joe Biden sollte diesen Raketenangriff wenige Stunden später kommentieren.<br />
 </p>
<p>Die Publikationen, die zeitnah in vielen elektronischen Medien der Landes erschienenen, zeichneten sich jedoch durch eine auffällige Lücke aus: Obwohl der Bezirk und in manchen Artikeln sogar das Viertel genannt wurde, verzichteten alle Medien auf Nennung der genauen Adresse. Dabei hätten sie diese angesichts veröffentlichter Fotos problemlos und schnell eruieren können.</p>
<blockquote><p>Die disziplinierte Selbstzensur darf als eine der auffälligsten Veränderungen im ukrainischen Journalismus seit dem 24. Februar gelten.</p></blockquote>
<p>Hintergrund dieser Auslassung waren unter anderem <a href="https://cje.org.ua/wp-content/uploads/Dlia_ZMI-1.pdf" rel="noopener" target="_blank">staatliche Empfehlungen</a>: «Jede Veröffentlichung, in der Ukrainer und Medien öffentlich die genaue Adresse eines Raketeneinschlags bekannt machen, hilft dem Feind, das Feuer zu korrigieren», schrieb die Presseabteilung der ukrainischen Armee Ende März 2022. Und ein beim Verteidigungsministerium und dem Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung (RNBO) angesiedeltes «Antidesinformationszentrum» warnte damals gar vor <a href="https://t.me/CenterCounteringDisinformation/987" rel="noopener" target="_blank">strafrechtlichen Konsequenzen</a>: Die Verbreitung derartiger Informationen würde als «unmittelbare Hilfsleistung für den Feind qualifiziert, selbst wenn sie ohne Vorsatz passiert sei».</p>
<p>Freilich, im ukrainischen Gerichtsregister finden sich bis dato keine Indizien, dass irgendwo im Land diesbezügliche Ermittlungen gegen Journalist:innen laufen würden. Bekannt ist lediglich der Fall des niederländischen Kriegsreporters Robert Dulmers, der Anfang April 2022 für die Veröffentlichung eines Videos, das einen Raketentreffer in Odessa zeigte, ausgewiesen und mit einem Einreiseverbot belegt worden war.</p>
<p>Die disziplinierte Selbstzensur, deren militärische Sinnhaftigkeit zumindest im genannten Fall fragwürdig ist, darf als eine der auffälligsten Veränderungen im ukrainischen Journalismus seit dem 24. Februar gelten. In Friedenszeiten hatten sich Journalist:innen vor allem in Kiew durch eine konfrontative Praxis ausgezeichnet. Ohne dass es für die angesprochenen Medien Konsequenzen gegeben hätte, klagte Präsident Wolodymyr Selenskyj 2021 darüber, dass seine Kinder nach journalistischen Recherchen zu seinem eigenen Bewegungsprofil nunmehr stets <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Fiwg5Bn8FrA" rel="noopener" target="_blank">mit Sicherheitskräften unterwegs</a> sein müssten. </p>
<blockquote><p>Ein grosser Teil der ukrainischen Bevölkerung zeigt sichtliches Verständnis für manche Einschränkungen in den Medien.</p></blockquote>
<p>In der Branche selbst ist die aktuelle Selbstzensur äusserst umstritten, Kritik an ihr wird jedoch nur zurückhaltend öffentlich artikuliert. Das hat auch mit der Meinungslage im Land zu tun: Ein grosser Teil der ukrainischen Bevölkerung zeigt sichtliches Verständnis für manche Einschränkungen und wäre geneigt, Medienberichte, die dem Feind in die Hände spielen könnten, auch zu verurteilen,.</p>
<p>Gleichzeitig zeigen konkrete Beispiele, dass eine kritische und oppositionelle Berichterstattung selbst in Kriegszeiten nicht zu unterbinden ist. Der auf Militär- und Geheimdienstfragen spezialisierte Chefredakteur der ukrainischen Online-Zeitung «Censor.net», Jurij Butussow, brachte in den vergangenen Jahren die Staatsführung mit Enthüllungen wiederholt in Verlegenheit und lieferte sich im November 2021 mit Selenskyj einen öffentlichen Schlagabtausch. Nichtsdestotrotz ist Butussow mit Erlaubnis der Streitkräfte im Frontgebiet unterwegs und erzählt nicht nur vom Heroismus seiner Landsleute, sondern äussert auch politische Kritik an manchen militärischen Entscheidungen. «Die Ukraine ist frei und deshalb wird auch Butussow so weitermachen. Sollte ihm etwas passieren, würden am nächsten Tag sehr viele Menschen vor der Präsidentschaftskanzlei demonstrieren», kommentierte gegenüber der MEDIENWOCHE ein ukrainischer Medienmacher, der anonym bleiben wollte.</p>

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<p>Hervorragenden Journalismus aus der Frontregion liefern aber gerade auch mutige Journalistinnen, die sich in ihrer Berichterstattung insbesondere mit dem Leben und Leiden der Zivilbevölkerung beschäftigen. Wiktorija Roschtschyna, die für das Non-Profit-Medienprojekt «hromadske.ua» arbeitet und auch Beiträge für die unabhängige Online-Zeitung «Ukrajinska Prawda» verfasst, ging dabei wiederholt ein hohes persönliches Risiko ein: Im März 2022 wurde Roschtschyna knapp 10 Tage vom russischen Geheimdienst FSB in von Russland besetzten Berdjansk festgehalten. Das hielt sie jedoch nicht davon ab, für Reportagen die Frontlinie auch später wieder zu überqueren – etwa um Mitte Juni aus der besetzten Stadt Enerhodar zu berichten, oder um Ende Juni kurz vor dem Fall von Lyssytschansk Zivilisten in der heiss umkämpften Stadt zu interviewen. </p>
<blockquote><p>Das Einheitsprogramm am Fernsehen zeigt auch Spots, die zur Beruhigung der Bevölkerung beitragen sollen.</p></blockquote>
<p>Ein umfassendes Bild über die militärische Situation im Land liefern diese Reportagen jedoch allesamt nicht. Dies gilt auch für das zentrale Fernsehformat des Kriegs, der «gemeinsame Fernsehmarathon» «#UArasom» («Ukraine gemeinsam»): Die führenden private Fernsehsender «Ukrajina», «Ukrajina 24», «Inter», «1+1», «ICTV/STB» und der öffentlich-rechtliche Sender «Perschyj» gestalten mit dem staatlichen Parlamentsfernsehen «Rada» seit dem 24. Februar 2022 rund um die Uhr ein gemeinsames Programm, das auch alle diese Sender ausstrahlen. Neben der Verlautbarung offizieller Presseaussendungen und permanenten Fernsehinterviews mit Amtsträger:innen zeigt dieses Einheitsprogramm auch Spots, die zur Beruhigung der Bevölkerung beitragen sollen.</p>
<p>Im Zusammenhang mit der Auswahl von Gesprächspartner:innen des TV-Marathons gab es vereinzelt auch <a href="https://detector.media/infospace/article/200674/2022-07-03-yanina-sokolova-zagalnonatsionalnyy-telemarafon-stav-polityzovanym-tam-diie-fragmentarna-tsenzura/" rel="noopener" target="_blank">Vorwürfe von Zensur</a>. Als Verantwortliche für dieses Medienformat gelten der hochrangige Selenskyj-Mitarbeiter Kyrylo Tymoschenko sowie Kulturminister Oleksandr Tkatschenko. Einfluss nehmen die Bürokraten informell, denn nur einer der sechs beteiligten Sender wird offiziell von staatlichen Strukturen kontrolliert.</p>
<p>Das anfänglich grosse Interesse am Format ist zwischenzeitlich deutlich geschrumpft. Dass die grossen Privatsender dennoch daran festhalten, wird in der Branche – abgesehen von politischen Fragen – mit Sparpolitik in Verbindung gebracht: Viele Live-Interviews und die Übernahme der Beiträge der anderen Partner ist günstiger als das Programm zu Friedenszeiten. Angesichts der drastischen wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs, die auch die Besitzer der jeweiligen Sender tangieren, wären grössere Werbeerlöse derzeit kaum zu generieren.</p>
<blockquote><p>Dem relevanten Printjournalismus scheint der Krieg den Todesstoss versetzt zu haben.</p></blockquote>
<p>Die sich verschärfende wirtschaftliche Situation bleibt sichtlich eines der Hauptprobleme des ukrainischen Journalismus. Teure Recherchen können sich unter Kriegsbedingungen eigentlich nur noch jene Medien leisten, die wie «hromadske.ua» von ausländischen Subventionen mitfinanziert werden, oder die wie «BBC News Ukrajina» oder «Radio Svoboda» Teil ausländischer Medienunternehmen sind, oder die wie die «Ukraijinska Prawda» wirtschaftlich potente Gesellschafter hinter sich haben.</p>
<p>Dem relevanten Printjournalismus scheint der Krieg den Todesstoss versetzt zu haben. Nachdem die Printausgabe der seit 1994 erschienen Wochenzeitung «Serkalo Nedeli» / «Dserkalo Tyschnja» («Spiegel der Woche») bereits Ende 2019 eingestellt wurde, gibt es seit dem Kriegsbeginn auch die wichtigsten Qualitätsmagazine des Landes, das seit 2007 existierende nationalliberale Magazin «Ukrajinskyj Tyschden» («Ukrainische Woche») sowie dessen 2014 gegründete liberale Konkurrenz «Nowoje Wremja» («Neue Zeit») nur noch elektronisch. War die Produktion der Zeitungsausgaben in den ersten Kriegswochen und vor dem einstweiligen Sieg der Ukraine in der Schlacht um Kiew aus logistischen Gründen praktisch unmöglich, so dürfte Print bei einem erwarteten Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts um 40 Prozent auch langfristig nicht mehr zu finanzieren sein.</p>
<blockquote><p>Die grossen US-amerikanischen und britischen Medien sind in vielen Fragen des Kriegs die relevantere Informationsquelle als ukrainische Medien. </p></blockquote>
<p>Durch den Krieg erforderlich gewordene Einsparungen sorgten aber auch dafür, dass sich viele Journalist:innen in der Ukraine gezwungen sahen, als Assistent:innen für vergleichsweise potente internationale Medien zu arbeiten. Die Ukrainer:innen recherchierten für sie aufwendige und relevante Geschichten, die auch in ukrainischen Medien gut aufgehoben wären. Auch deshalb sind etwa grosse US-amerikanische und britische Medien in vielen Fragen des Kriegs auch aus Kiewer Perspektive die relevantere Informationsquelle als einheimische Medien. </p>
<p>Ähnliches gilt auch für internationale Politik und ihre Hintergründe: Das Schicksal der Ukraine wird derzeit zwar insbesondere in westlichen Hauptstädten entschieden, ukrainischen Journalist:innen fehlen im Ausland jedoch vielfach die Quellen, Kontakte und Einblicke. Sie sind in ihrer Berichterstattung über Vorgänge von nahezu existenzieller Bedeutung grösstenteils auf internationale Medien angewiesen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/05/wie-der-russische-krieg-die-ukrainischen-medien-schwaecht/">Wie der russische Krieg die ukrainischen Medien schwächt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Soziale Netzwerke als Komplizen autoritärer Staaten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/28/soziale-netzwerke-als-komplizen-autoritaerer-staaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2022 07:21:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Social-Media-Zensur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele soziale Netzwerke agieren auch in autoritären Staaten und müssen oft strengen Löschanforderungen Folge leisten. Oft werden so Menschenrechte verletzt – ein Problem, dass nur durch eine politische Lösung behoben werden kann, wie eine Studie ergeben hat.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/28/soziale-netzwerke-als-komplizen-autoritaerer-staaten/">Soziale Netzwerke als Komplizen autoritärer Staaten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele soziale Netzwerke agieren auch in autoritären Staaten und müssen oft strengen Löschanforderungen Folge leisten. Oft werden so Menschenrechte verletzt – ein Problem, dass nur durch eine politische Lösung behoben werden kann, wie eine Studie ergeben hat.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/28/soziale-netzwerke-als-komplizen-autoritaerer-staaten/">Soziale Netzwerke als Komplizen autoritärer Staaten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Palast für die Pressefreiheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/20/ein-palast-fuer-die-pressefreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2022 08:52:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Uncensored Library schlägt der Zensur im Internet ein Schnippchen. Sie ist nicht das einzige Beispiel.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Uncensored Library schlägt der Zensur im Internet ein Schnippchen. Sie ist nicht das einzige Beispiel.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/20/ein-palast-fuer-die-pressefreiheit/">Ein Palast für die Pressefreiheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Entlarvt: TikTok betreibt Shadow-Banning</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/29/entlarvt-tiktok-betreibt-shadow-banning/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Vontobel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 09:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[TikTok]]></category>
		<category><![CDATA[Social-Media-Zensur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem Kommentare mit dem Namen einer chinesischen Tennisspielerin bei TikTok nicht angezeigt wurden, ermittelten Tagesschau, NDR und WDR. Und siehe da: TikTok nutzt Wortfilter für gewisse Inhalte.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/29/entlarvt-tiktok-betreibt-shadow-banning/">Entlarvt: TikTok betreibt Shadow-Banning</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Kommentare mit dem Namen einer chinesischen Tennisspielerin bei TikTok nicht angezeigt wurden, ermittelten Tagesschau, NDR und WDR. Und siehe da: TikTok nutzt Wortfilter für gewisse Inhalte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/29/entlarvt-tiktok-betreibt-shadow-banning/">Entlarvt: TikTok betreibt Shadow-Banning</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie Russland die Lage verschleiern will</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/01/wie-russland-die-lage-verschleiern-will/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 10:17:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kreml versucht, Berichte über den Krieg und Bilder von Verlusten zu zensieren. Dafür wird der Zugriff auf soziale Medien erschwert; der in Deutschland kritisierte Messenger-Dienst Telegram wird noch wichtiger.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/01/wie-russland-die-lage-verschleiern-will/">Wie Russland die Lage verschleiern will</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kreml versucht, Berichte über den Krieg und Bilder von Verlusten zu zensieren. Dafür wird der Zugriff auf soziale Medien erschwert; der in Deutschland kritisierte Messenger-Dienst Telegram wird noch wichtiger.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/01/wie-russland-die-lage-verschleiern-will/">Wie Russland die Lage verschleiern will</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vor Olympia in Peking: Journalisten unerwünscht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/06/vor-olympia-in-peking-journalisten-unerwuenscht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2021 10:12:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Olympia]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92508</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beschimpfungen, Drohungen, Zutrittsverbot &#8211; Drei Monate vor den Olympischen Winterspielen in Peking ist die Berichterstattung für ausländische Medien schwierig. Der Ausländische Presseclub hat nun Beschwerde eingereicht.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/06/vor-olympia-in-peking-journalisten-unerwuenscht/">Vor Olympia in Peking: Journalisten unerwünscht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beschimpfungen, Drohungen, Zutrittsverbot &#8211; Drei Monate vor den Olympischen Winterspielen in Peking ist die Berichterstattung für ausländische Medien schwierig. Der Ausländische Presseclub hat nun Beschwerde eingereicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/06/vor-olympia-in-peking-journalisten-unerwuenscht/">Vor Olympia in Peking: Journalisten unerwünscht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gewisse China-Handys haben (heimlich) eingebaute Zensur-Funktion – das musst du wissen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/09/23/gewisse-china-handys-haben-heimlich-eingebaute-zensur-funktion-das-musst-du-wissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 08:09:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=91289</guid>

					<description><![CDATA[<p>Xiaomi-Smartphones werden in Reviews wegen ihrer leistungsfähigen Hardware zu tiefen Preisen gerühmt. Doch nun empfehlen europäische IT-Sicherheitsexperten, die Hände davon zu lassen.</p>
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		<item>
		<title>Die Biegsamkeit des Advokaten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/06/22/die-biegsamkeit-des-advokaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2021 08:11:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Genf]]></category>
		<category><![CDATA[Christina Lüscher]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=89595</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als Anwalt hat Christian Lüscher verhindert, dass über einen mächtigen indonesischen Palmölbaron mit hohen Steuerschulden in Genf berichtet wird. Als Nationalrat kämpfte er gleichzeitig für ein Freihandelsabkommen mit Indonesien.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Anwalt hat Christian Lüscher verhindert, dass über einen mächtigen indonesischen Palmölbaron mit hohen Steuerschulden in Genf berichtet wird. Als Nationalrat kämpfte er gleichzeitig für ein Freihandelsabkommen mit Indonesien.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/06/22/die-biegsamkeit-des-advokaten/">Die Biegsamkeit des Advokaten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie die Politik in den Journalismus eingreift</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/06/08/wie-die-politik-in-den-journalismus-eingreift/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 15:38:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=89224</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Parlament spricht Millionen, um Zeitungen zu fördern. Doch zugleich drohen Entscheide, die den Journalisten und Journalistinnen die Arbeit erschweren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Parlament spricht Millionen, um Zeitungen zu fördern. Doch zugleich drohen Entscheide, die den Journalisten und Journalistinnen die Arbeit erschweren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/06/08/wie-die-politik-in-den-journalismus-eingreift/">Wie die Politik in den Journalismus eingreift</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schweizer Medien-Allianz wehrt sich gegen Zensur-Artikel</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/05/20/schweizer-medien-allianz-wehrt-sich-gegen-zensur-artikel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2021 12:09:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=88696</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Rechtskommission des Ständerats will die Pressezensur verschärfen. Nun begehrt die Medienbranche auf und wendet sich in einer grossen Allianz gegen «Maulkörbe».</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Rechtskommission des Ständerats will die Pressezensur verschärfen. Nun begehrt die Medienbranche auf und wendet sich in einer grossen Allianz gegen «Maulkörbe».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/20/schweizer-medien-allianz-wehrt-sich-gegen-zensur-artikel/">Schweizer Medien-Allianz wehrt sich gegen Zensur-Artikel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Von Zensur zu reden, ist in diesem Zusammenhang verfehlt»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/05/06/von-zensur-zu-reden-ist-in-diesem-zusammenhang-verfehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 15:36:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[superprovisorische Verfügung]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Bertschi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=88336</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wird es künftig leichter sein, missliebige Medienberichte vorsorglich verbieten zu lassen? Ein Vorschlag zu einer Gesetzesänderung aus der ständerätlichen Rechtskommission weist in diese Richtung. Manuel Bertschi, der als Rechtsanwalt regelmässig Medienbetroffene vertritt, sieht darin keine staatlichen Zensurgelüste, sondern den Versuch eines Machtausgleichs zwischen den Medien und den Betroffenen der Berichterstattung. Attentat auf die Medienfreiheit, gegängelte <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/06/von-zensur-zu-reden-ist-in-diesem-zusammenhang-verfehlt/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wird es künftig leichter sein, missliebige Medienberichte vorsorglich verbieten zu lassen? Ein Vorschlag zu einer Gesetzesänderung aus der ständerätlichen Rechtskommission weist in diese Richtung. Manuel Bertschi, der als Rechtsanwalt regelmässig Medienbetroffene vertritt, sieht darin keine staatlichen Zensurgelüste, sondern den Versuch eines Machtausgleichs zwischen den Medien und den Betroffenen der Berichterstattung.</strong><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-88337" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Manuel-Bertschi-Interview-20210506.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Manuel-Bertschi-Interview-20210506.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Manuel-Bertschi-Interview-20210506-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Manuel-Bertschi-Interview-20210506-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Manuel-Bertschi-Interview-20210506-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Manuel-Bertschi-Interview-20210506-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
<a href="https://insideparadeplatz.ch/2021/05/03/ein-attentat-auf-die-meinungsfreiheit/" target="_blank" rel="noopener">Attentat auf die Medienfreiheit</a>, <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/wie-ein-glarner-landanwalt-journalisten-gaengeln-will-271659586691" target="_blank" rel="noopener">gegängelte Medien</a> oder schlicht <a href="https://www.zuonline.ch/so-wollen-staenderaete-die-medienfreiheit-einschraenken-805988262421" target="_blank" rel="noopener">Zensur</a>: Glaubt man den Schlagzeilen der letzten Tage, droht dem Journalismus in der Schweiz ein ganz grober Eingriff: Mit einem hinterhältigen Foul, so der Tenor der Berichterstattung, säbelt die <a href="https://www.parlament.ch/de/organe/kommissionen/sachbereichskommissionen/kommissionen-rk" target="_blank" rel="noopener">Rechtskommission des Ständerats</a> die Grundfesten der Medienfreiheit um.<br />
</p>
<p>Was ist geschehen? Im Zuge der Revision der Zivilprozessordnung ZPO machte sich die kleine Kammer jüngst auch an <a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/262/de#art_266" target="_blank" rel="noopener">Artikel 266</a> zu schaffen. Die Ständerät:innen wollen die Hürden für vorsorgliche Massnahmen gegen Medien ein Stück weit senken. Muss heute die drohende Rechtsverletzung, wegen der jemand ein Erscheinungsverbot beantragt, einen «besonders schweren Nachteil» verursachen, soll künftig ein «schwerer Nachteil» als Voraussetzung ausreichen.</p>
<p>Es würde also grundsätzlich einfacher werden, gegen missliebige Medienberichte vorzugehen. Manuel Bertschi, Medienanwalt in der Kanzlei Zulauf Partner in Zürich, hat hierzu eine differenzierte Meinung. Im Gegensatz zu den vielen Stimmen, die jetzt «Zensur!» rufen, hält er die geplante Anpassung im Gesetz für nicht sehr einschneidend. Das Grundrecht der Medienfreiheit gelte zudem nicht grenzenlos, gibt Bertschi zu bedenken. Auch Medienbetroffene hätten Rechte, die respektiert und sogar gestärkt werden müssten. Die Debatte über die Grenzen der Medienfreiheit müsse zudem ehrlicher geführt werden, findet er. Als <a href="https://www.google.com/search?q=%22manuel+bertschi%22+site%3Abazonline.ch&amp;oq=%22manuel+bertschi%22+site%3Abazonline.ch&amp;aqs=chrome..69i57.5536j0j1&amp;sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8" target="_blank" rel="noopener">ehemaliger BaZ-Journalist</a> und <a href="https://bajour.ch/about" target="_blank" rel="noopener">Vorstandsmitglied von «Bajour»</a> kennt Bertschi auch die Perspektive der Medien.</p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Wussten Sie davon, dass die Rechtskommission des Ständerats die Hürden für vorsorgliche Massnahmen gegen die Medien senken will?</p>
</div><div class="answer"><h4>Manuel Bertschi:</h4> <p>Die konkrete Idee war mir nicht bekannt. Fest steht, dass die Zivilprozessordnung derzeit punktuell revidiert wird. In diesem Zusammenhang ist die Idee der ständerätlichen Rechtskommission bezüglich Artikel 266 ZPO zu verstehen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Warum denken Sie, dass die Politik hier Regulierungsbedarf sieht?</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>Es geht wohl darum, zumindest teilweise einen Machtausgleich zu schaffen zwischen den Medien einerseits und den Medienbetroffenen andererseits. Auch das Parlament dürfte bemerkt haben, dass der Ton in manchen Medien rauer geworden ist und es <a href="https://www.nzz.ch/zuerich/bundesgericht-carl-hirschmann-bekommt-teilweise-recht-ld.1302539" target="_blank" rel="noopener">manchmal</a> zu <a href="https://www.cash.ch/news/darbellay-klagt-gegen-weltwoche-wegen-persoenlichkeitsverletzung-1340945" target="_blank" rel="noopener">schwerwiegenden</a> <a href="https://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/bezirksgericht-zuerich-zivilklage-gegen-weltwoche-journalist-mehrheitlich-gutgeheissen-ld.1305876" target="_blank" rel="noopener">Persönlichkeitsverletzungen</a> <a href="https://www.persoenlich.com/medien/blick-verletzte-intimsphare-von-kindern" target="_blank" rel="noopener">kommt</a>.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Woran machen Sie dieses Machtgefälle fest?</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>Das liegt alleine schon deshalb auf der Hand, weil Medien die Möglichkeit haben, jederzeit etwas über jemanden zu publizieren. Dass insbesondere im Bereich des Persönlichkeitsschutzes ein gewisser Ausgleich geschaffen werden muss, zumindest in Bezug auf den entsprechenden Rechtsschutz, scheint mir deshalb logisch.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Seit die Pläne aus dem Ständerat bekannt geworden sind, hagelt es empörte Reaktionen. Der Zensur werde Tür und Tor geöffnet, finden Journalistinnen, Verleger, Reporter ohne Grenzen und Verlagsanwälte nahezu einhellig. Halten Sie diese Kritik für berechtigt?</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>Ich kann nachvollziehen, wenn Medienschaffende keine Freude haben am Vorschlag aus dem Ständerat. Die prompten Reaktionen gewisser Fachleute halte ich allerdings für übertrieben. Von «Zensur» zu reden, ist in diesem Zusammenhang verfehlt. Denn «Zensur» im verfassungsrechtlichen Sinn meint eine systematische Vorzensur als präventive und generelle Inhaltskontrolle. Eine solche wäre auch mit der angedachten Änderung von Artikel 266 ZPO nicht gegeben.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Stein des Anstosses ist ein einziges Wort. Künftig könnte ein Gericht bereits dann die Veröffentlichung eines Artikels vorübergehend verbieten, wenn jemand dadurch einen «schweren Nachteil» erleiden würde. Heute muss der Nachteil «besonders» schwer wiegen. Was genau würde sich damit ändern?</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>Der betreffende Artikel 266 ZPO ist eine Sondernorm für Medien. Sie werden damit privilegiert. Nun soll nach der Idee der Rechtskommission des Ständerates diese Privilegierung ein Stück weit abgeschwächt werden. Aber der «schwere Nachteil» ist im Kontext von Artikel 266 ZPO nur eine von <a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/262/de#art_266" rel="noopener" target="_blank">drei Voraussetzungen</a>, die kumulativ erfüllt sein müssen, damit ein Gericht eine vorsorgliche Massnahme anordnet. Die anderen Voraussetzungen hat die Rechtskommission des Ständerats nicht angetastet. Insgesamt handelt es sich also nur um eine punktuelle Abschwächung von Artikel 266 ZPO.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Eingriffe in die Medienfreiheit sollten möglichst streng reguliert und nicht leichtfertig erfolgen. Warum halten Sie die geplante Lockerung trotzdem für angemessen?</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>Ich würdige die angedachte Lockerung nur insofern, als dass ich die Stossrichtung nachvollziehen kann. Einen verbesserten Machtausgleich anzustreben zwischen Medien und Medienbetroffenen halte ich grundsätzlich für sinnvoll. Die Idee der ständerätlichen Rechtskommission scheint mir aber nicht wirklich durchdacht. Was aber auffällt: In der öffentlichen Debatte wird fast ausnahmslos die möglicherweise eingeschränkte Medien- und Meinungsfreiheit thematisiert. Doch was ist mit den Persönlichkeitsrechten der Medienbetroffenen? In diesem Spannungsfeld stand Artikel 266 ZPO schon immer.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Dennoch: Wenn es finanzstarken Akteuren leichter gemacht wird, gegen kritische Berichterstattung vorzugehen, dann ist das doch eine gefährliche Entwicklung.</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>Das Gericht entscheidet anhand des Sachverhalts, nicht aufgrund der Finanzstärke einer Partei. Ausserdem gehe ich nicht davon aus, dass die vorgeschlagene Abschwächung von Artikel 266 ZPO eine Flut von Gesuchen für vorsorgliche Massnahmen gegen die Medien auslösen wird. Letztlich bleibt das ganze vorsorgliche Massnahmenverfahren weiterhin komplex und aufwändig.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Am Ende entscheidet ein Gericht über eine vorsorgliche Massnahme. Welches Signal hätte die geplante Änderung von Artikel 266 der ZPO an die Gerichte?</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>Bei den Richterinnen und Richtern wird vermutlich ankommen, dass ein gewisser Machtausgleich erreicht werden soll zwischen Medien und Medienbetroffenen. Aber insgesamt glaube ich nicht, dass die vorgeschlagene Anpassung dazu führen würde, dass die Gerichte sehr viel mehr vorsorgliche Massnahmen gutheissen, weil eben weiterhin auch noch weitere Voraussetzungen erfüllt sein müssen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Wie entscheiden heute die Gerichte über vorsorgliche Massnahmen?</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>In der Schweiz ist es grundsätzlich sehr schwierig, vorsorglichen Rechtsschutz zu erhalten. Es sind zudem Unterschiede zu beobachten zwischen Kantonen und jeweiligen Gerichten. In Kantonen mit einem Handelsgericht, wie etwa in Zürich, müssen Massnahmengesuche erfahrungsgemäss stärker substantiiert werden als anderswo.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Gibt es Instrumente, die geeigneter wären, den Medienbetroffenen gleich lange Spiesse in die Hand zu geben wie den Medien?</p>
</div><div class="answer"><h4>Bertschi:</h4> <p>Griffiger und sinnvoller scheint mir, das Kostenrisiko für Medienbetroffene zu senken. Diesbezüglich sollte eine gewisse Erleichterung stattfinden, damit mehr Medienbetroffene Zugang zum Rechtsschutz erhalten. Ein anderer Vorschlag wäre, dass man wie ansatzweise in Zürich oder in England Pikettdienste einrichtet bei den jeweiligen Gerichten, damit der Rechtsschutz für Medienbetroffene rund um die Uhr gewährleistet ist. Medieninhalte können ja mittlerweile jederzeit publiziert werden und es ist meines Erachtens nicht schlüssig, wieso man gerade in dringlichen Fällen nur von Montag bis Freitag Rechtsschutz erhalten kann, am Samstag und Sonntag aber nicht. Da hinkt der Rechtsschutz heute hinterher.</p>
</div></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/06/von-zensur-zu-reden-ist-in-diesem-zusammenhang-verfehlt/">«Von Zensur zu reden, ist in diesem Zusammenhang verfehlt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wie ein Glarner Landanwalt Journalisten gängeln will</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/05/06/88333/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 12:55:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[superprovisorische Verfügung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=88333</guid>

					<description><![CDATA[<p>Superreiche und Konzerne gehen immer wieder mit Klagen auf Medienschaffende los. FDP-Ständerat Thomas Hefti will ihnen nun noch mehr Macht geben.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/06/88333/">Wie ein Glarner Landanwalt Journalisten gängeln will</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Superreiche und Konzerne gehen immer wieder mit Klagen auf Medienschaffende los. FDP-Ständerat Thomas Hefti will ihnen nun noch mehr Macht geben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/06/88333/">Wie ein Glarner Landanwalt Journalisten gängeln will</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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