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	<title>Online-Medien | MEDIENWOCHE</title>
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	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 03 Sep 2022 07:10:30 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Bewegung bei den Onlinemedien in Bern</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/03/bewegung-bei-den-onlinemedien-in-bern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2022 07:10:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journal B]]></category>
		<category><![CDATA[Jungfrau Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[BärnToday]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 10 Jahren startete mit Journal B in Bern das erste reine Onlinemedium. Im laufenden Jahr sind in der Region drei weitere Plattformen dazugekommen, welche ihr Publikum ausschliesslich online suchen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 10 Jahren startete mit Journal B in Bern das erste reine Onlinemedium. Im laufenden Jahr sind in der Region drei weitere Plattformen dazugekommen, welche ihr Publikum ausschliesslich online suchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/03/bewegung-bei-den-onlinemedien-in-bern/">Bewegung bei den Onlinemedien in Bern</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GMX und MSN: unbekannte Grössen im Schweizer Newsgeschäft</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/02/gmx-und-msn-unbekannte-groessen-im-newsgeschaeft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2022 18:46:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[United Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[GMX]]></category>
		<category><![CDATA[Keystone SDA]]></category>
		<category><![CDATA[MSN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Nachrichtenportale von GMX und MSN erzielen beachtliche Reichweiten. Davon profitieren auch Schweizer Medien: MSN übernimmt Artikel und beteiligt Verlage am Werbeerlös, GMX ist neu Kunde von Keystone-SDA. Wer seine E-Mail im Web abruft, kriegt oft auch Nachrichten serviert. In der Schweiz macht das Bluewin so. Aber auch GMX und MSN präsentieren News-Artikel aus der <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/02/gmx-und-msn-unbekannte-groessen-im-newsgeschaeft/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/02/gmx-und-msn-unbekannte-groessen-im-newsgeschaeft/">GMX und MSN: unbekannte Grössen im Schweizer Newsgeschäft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Nachrichtenportale von GMX und MSN erzielen beachtliche Reichweiten. Davon profitieren auch Schweizer Medien: MSN übernimmt Artikel und beteiligt Verlage am Werbeerlös, GMX ist neu Kunde von Keystone-SDA.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-GMX-MSN-News-Schweiz-20220602.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-GMX-MSN-News-Schweiz-20220602.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-97640" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-GMX-MSN-News-Schweiz-20220602.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-GMX-MSN-News-Schweiz-20220602-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-GMX-MSN-News-Schweiz-20220602-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-GMX-MSN-News-Schweiz-20220602-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-GMX-MSN-News-Schweiz-20220602-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Wer seine E-Mail im Web abruft, kriegt oft auch Nachrichten serviert. In der Schweiz macht das Bluewin so. Aber auch GMX und MSN präsentieren News-Artikel aus der Schweiz auf ihren E-Mail-Plattformen. Hinter GMX steht der deutsche Internetdienstanbieter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/United_Internet" rel="noopener" target="_blank">United Internet</a>. MSN betreibt der Software-Gigant Microsoft. Beide erwirtschaften jährlich Milliardenerträge, wenn auch die Deutschen «nur» einstellige im Gegensatz zu den dreistelligen Milliardenumsätzen des US-Unternehmens.<br />
</p>
<p>In der schweizerischen Medienlandschaft erreichten die beiden Portale über die Jahre eine stabile Stellung. Deutlich zeigen das die Zahlen im aktuellen <a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/digital-news-report/2021/switzerland" rel="noopener" target="_blank">Digital News Report</a> des Reuters Institute. So gaben Anfang 2021 in der Deutschschweiz 12 Prozent von 2000 befragten Personen an, in der Vorwoche mindestens einmal «gmx.ch» für den Newskonsum genutzt zu haben. Der Wert von MSN lag mit 7 Prozent etwas tiefer, dafür erreichte das Microsoft-Portal in der Westschweiz mit 11 Prozent einen hohen Wert, während GMX kein französischsprachiges Angebot für die Schweiz unterhält. Den Topwert erreichte bei dieser Erhebung in beiden Landesteilen «20 Minuten». Die Angebote von GMX und MSN befanden sich unter den zehn meistgenutzten Online-Medien, gleichauf mit Titeln wie «tagesanzeiger.ch», respektive «letemps.ch».</p>
<p>Obwohl sich das News-Angebot bei GMX und MSN auf den ersten Blick gleicht, verfolgen die beiden Unternehmen unterschiedliche Strategien für die Bereitstellung von Inhalten auf ihren Plattformen.</p>
<p>MSN führt keine eigene Redaktion, sondern setzt auf Partnerschaften mit Dritten. Aus der Schweiz beliefern Ringier, Tamedia, «20 Minuten», Watson und Keystone-SDA das Microsoft-Newsportal. «Wir haben über 4500 Partner weltweit in diesem Modell», erklärt Marsel Szopinski, Sprecher von Microsoft Schweiz. Diese Partnerschaft funktioniert so, dass Microsoft Artikel, die ein Verlag bereitstellt, übernehmen darf und den Verlag dafür am Werbeerlös beteiligt. Tamedia liefert dafür jene Artikel seiner Bezahlzeitungen, die nicht kostenpflichtig hinter der Paywall stehen, «20 Minuten» übermittelt alle seine Textinhalte automatisiert an MSN. </p>
<blockquote><p>«Die Zusammenarbeit mit GMX und MSN dient primär der zusätzlichen Sichtbarkeit unserer journalistischen Inhalte.»<br />
<small>Mike Pelzer, Sprecher Ringier</small></p></blockquote>
<p>Das grosse Geld generiet das nicht. «Seit dem Start von Microsoft News im Jahr 2014 haben wir über eine Milliarde Franken an die Verlage zurückgegeben», teilt Microsoft-Sprecher Szopinski mit. Über acht Jahre auf die 4500 Titel verteilt, ergäbe das eine durchschnittlichen Ausschüttung von etwas weniger als 30&#8217;000 Franken pro Jahr und Verlag. Nicht viel, aber auch nicht nichts. Aber es geht nicht allein ums Geld. «Die Zusammenarbeit dient primär der zusätzlichen Sichtbarkeit unserer journalistischen Inhalte», schreibt Mike Pelzer von der Ringier-Kommunikationsabteilung auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Ringier, respektive Ringier Axel Springer Schweiz, beliefern MSN mit Artikeln von «Blick» und «Schweizer Illustrierte», sowie den Wirtschaftstiteln «Handelszeitung» und «Bilanz».</p>

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            [rml_read_more]
<p>Anders als MSN beschäftig GMX eine rund 50-köpfige Redaktion mit Sitz in München, welche die Plattform mit Meldungen bestückt. Rund 70 Kolumnist:innen und freie Mitarbeitende schaffen weitere Eigenleistungen. Die Meldungen für das «Schweiz»-Ressort bezog die GMX-Redaktion bisher von der auf Unterhaltungs- und Lifestyle-Themen spezialisierten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spot_on_news" rel="noopener" target="_blank">Agentur Spot on News</a>. Bei diesen News-Artikeln handelte es sich grossteils um Zusammenschriebe aus Schweizer Medien. Seit einem <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/20/eins-auf-die-finger-fuers-abschreiben/">Urteil des Handelsgerichts Zürich</a> vom vergangenen Januar, das besagt, dass solche Paraphrasen eine Urheberrechtsverletzung darstellen können, bewegten sich GMX, respektive «spot on news», auf dünnem Eis. Ausserdem ist GMX seit April als erstes deutsches Online-Angebot nach Standards der Journalism Trust Initiative JTI als vertrauenswürdige Nachrichtenquelle zertifiziert (siehe Kasten unten). Ein solches Qualitätslabel verträgt sich schlecht mit der <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/04/parasitaeres-paraphrasieren-als-problematische-praxis/">notorischen Abschreiberei</a>. Einen Ausweg bietet der neue Vertrag mit der Keystone-SDA. Seit Anfang Juni bezieht GMX für sein Schweiz-Ressort <a href="https://www.gmx.ch/magazine/schweiz/parlament-armeeausgaben-schrittweise-erhoehen-36987544" rel="noopener" target="_blank">Meldungen</a> der nationalen Nachrichtenagentur. «Damit stärken wir die lokale Berichterstattung», sagt Kay Städele, Sprecher von United Internet Media, dem Vermarkter von GMX. Eine Win-win-Situation: GMX investiert in die Qualität und Keystone-SDA gewinnt einen Kunden, nachdem in den letzten Jahren immer wieder Verlage auf die Dienste der Agentur <a href="https://www.persoenlich.com/medien/keystone-sda-verliert-weitere-grosse-auftrage" rel="noopener" target="_blank">verzichtet hatten</a>. </p>
<blockquote><p>Von 15 viel genutzten Schweizer Medienmarken weisen GMX und MSN die schwächsten Vertrauenswerte auf gemäss Digital News Report.</p></blockquote>
<p>Ob sich die Agenturmeldungen und die Qualitätszertifizierung auch auch anderweitig positiv auswirken, steht indes auf einem anderen Blatt. Zwar verzeichnen die News-Angebote der E-Mail-Plattformen GMX und MSN eine hohe Nutzung, geniessen aber ein tiefes Vertrauen in die Marke. Von 15 Schweizer Medienmarken weisen sie die schwächsten Werte auf, wie der <a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/digital-news-report/2021/switzerland" rel="noopener" target="_blank">Digital News Report 2021</a> des Reuters Institutes zeigt. Nur jeweils 37 Prozent der 2000 Befragten halten GMX und MSN für vertrauenswürdig. Zum Vergleich: Spitzenreiter SRF News weist einen Wert von 77 Prozent aus.<br />
&nbsp;</p>
<div style="margin: 4%; border: 1px; border-style: solid; border-color: #cccccc; padding: 4%; font-size: 16px;">
<h3>Ein Zertifikat schafft Transparenz</h3>
<p>Seit Jahren kursiert in Fachkreisen die Idee, vertrauenswürdigen Journalismus mit einem Qualitätslabel zu kennzeichnen, wie dies auch in anderen Branchen gibt. Mit der Zertifizierung nach den Standards der Journalism Trust Initiative (JTI) existiert eine konkrete Umsetzung. Den Anstoss dazu gab vor drei Jahren die Organisation «Reporter ohne Grenzen». Zu den Unterstützernden zählen die Nachrichtenagentur AFP und Europäische Rundfunkunion EBU.</p>
<p>Bisher haben zwei Redaktionen das mehrstufige Qualitätsprüfverfahren erfolgreich durchlaufen. Nach <a href="https://www.swissinfo.ch/ger/jti-zertifizierung-von-swi-swissinfo-ch/47092356" rel="noopener" target="_blank">Swissinfo</a>, der Auslandplattform der SRG, wurde auch die <a href="https://newsroom.gmx.net/2022/04/08/jti/" rel="noopener" target="_blank">Redaktion von GMX</a> (und ihrer Schwesterplattform «web.de») gemäss JTI zertifiziert.</p>
<p>Im Kern geht es darum, Transparenz zu schaffen, indem Redaktionen ihre Prozesse offenlegen und dokumentieren. Als ein Ergebnis des Verfahrens schuf GMX auf ihrer Website die Rubrik <a href="https://web.de/magazine/so-arbeitet-die-redaktion/" rel="noopener" target="_blank">«So arbeitet die Redaktion»</a>, wo man das publizistische Leitbild und die Qualitätsmasstäbe einsehen kann. Zudem beantwortet die GMX-Redaktion konkrete Fragen, wie etwa, wann eine Nachricht eine Nachricht ist, was Ratgeberartikel leisten können und was nicht oder wieso GMX verstärkt über die Klimakrise berichtet.</div><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/02/gmx-und-msn-unbekannte-groessen-im-newsgeschaeft/">GMX und MSN: unbekannte Grössen im Schweizer Newsgeschäft</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wo bleibt der Qualitätsleser?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/03/wo-bleibt-der-qualitaetsleser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2022 06:48:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=94538</guid>

					<description><![CDATA[<p>Tratschende Professorinnen, umgekippte Blitzer, Sascha Ruefers neue Freundin: Das sind die Themen, die ziehen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/03/wo-bleibt-der-qualitaetsleser/">Wo bleibt der Qualitätsleser?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tratschende Professorinnen, umgekippte Blitzer, Sascha Ruefers neue Freundin: Das sind die Themen, die ziehen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/03/wo-bleibt-der-qualitaetsleser/">Wo bleibt der Qualitätsleser?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Lücken-Schliesser</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/25/die-luecken-schliesser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2022 13:58:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Tsüri]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[KOLT]]></category>
		<category><![CDATA[bajour]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=94302</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Bern, Basel, Zürich und Olten treten junge Online­medien gegen den Einheits­brei im Lokal­journalismus an. Mit Erfolg? Besuch auf vier Redaktionen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/25/die-luecken-schliesser/">Die Lücken-Schliesser</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Bern, Basel, Zürich und Olten treten junge Online­medien gegen den Einheits­brei im Lokal­journalismus an. Mit Erfolg? Besuch auf vier Redaktionen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/25/die-luecken-schliesser/">Die Lücken-Schliesser</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medienpionier Peter Knechtli: «Einflussnahme ist immer des Teufels»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/14/medienpionier-peter-knechtli-einflussnahme-ist-immer-des-teufels/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 10:46:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Knechtli]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93504</guid>

					<description><![CDATA[<p>Er hat 1998 Online-Reports gegründet und seither 23 Jahre ohne staatliche Medienförderung überlebt. Das Mediengesetz lehnt Peter Knechtli ab. Warum? Ein Interview</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/14/medienpionier-peter-knechtli-einflussnahme-ist-immer-des-teufels/">Medienpionier Peter Knechtli: «Einflussnahme ist immer des Teufels»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er hat 1998 Online-Reports gegründet und seither 23 Jahre ohne staatliche Medienförderung überlebt. Das Mediengesetz lehnt Peter Knechtli ab. Warum? Ein Interview</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/14/medienpionier-peter-knechtli-einflussnahme-ist-immer-des-teufels/">Medienpionier Peter Knechtli: «Einflussnahme ist immer des Teufels»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf der Spur des Pornhub-Phantoms</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/05/25/auf-der-spur-des-pornhub-phantoms/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 May 2021 08:56:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pornografie]]></category>
		<category><![CDATA[Pornhub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=88775</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sexualisierte Gewalt, pornografische Inhalte mit Minderjährigen und der Vorwurf, die Inhalte missbräuchlich im Netz zu verbreiten – seit Monaten ringt Pornhub mit Skandalen. Doch wer steht hinter der umstrittenen Website? Die Spur führt zu einem Oberösterreicher.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/25/auf-der-spur-des-pornhub-phantoms/">Auf der Spur des Pornhub-Phantoms</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sexualisierte Gewalt, pornografische Inhalte mit Minderjährigen und der Vorwurf, die Inhalte missbräuchlich im Netz zu verbreiten – seit Monaten ringt Pornhub mit Skandalen. Doch wer steht hinter der umstrittenen Website? Die Spur führt zu einem Oberösterreicher.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/25/auf-der-spur-des-pornhub-phantoms/">Auf der Spur des Pornhub-Phantoms</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gibt es eine «Mittelländische Zeitung»?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/05/20/gibt-es-eine-mittellaendische-zeitung/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2021/05/20/gibt-es-eine-mittellaendische-zeitung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2021 15:33:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelländische Zeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=88705</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit Beginn der Corona-Pandemie finden immer wieder Beiträge der «Mittelländischen Zeitung» auf Social Media grosse Verbreitung, etwa die epischen Analysen des Zürcher Herzchirurgen Paul Vogt. Doch ein genauerer Blick auf diese Website, die mehr Blog als Zeitung ist, hinterlässt etliche Fragezeichen. Wer «gegen Fake News» ist, steht erstmal auf der Seite der Aufklärung. Wer sich <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/20/gibt-es-eine-mittellaendische-zeitung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/20/gibt-es-eine-mittellaendische-zeitung/">Gibt es eine «Mittelländische Zeitung»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit Beginn der Corona-Pandemie finden immer wieder Beiträge der «Mittelländischen Zeitung» auf Social Media grosse Verbreitung, etwa die epischen Analysen des Zürcher Herzchirurgen Paul Vogt. Doch ein genauerer Blick auf diese Website, die mehr Blog als Zeitung ist, hinterlässt etliche Fragezeichen.</strong><br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-88706" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Mittellaendische-Zeitung-DMZ-20210520.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Mittellaendische-Zeitung-DMZ-20210520.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Mittellaendische-Zeitung-DMZ-20210520-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Mittellaendische-Zeitung-DMZ-20210520-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Mittellaendische-Zeitung-DMZ-20210520-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Mittellaendische-Zeitung-DMZ-20210520-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Wer «gegen Fake News» ist, steht erstmal auf der Seite der Aufklärung. Wer sich den Kampf «gegen Fake News» auf die Brust schreibt, trägt aber auch eine besondere Verantwortung. Doch was ist, wenn sich eine Webseite «gegen Fake News» einsetzt, die vorgibt, etwas zu sein, was sie nicht ist? Bis vor kurzem wirkte «Die Mittelländische Zeitung» DMZ wie ein Lokalmedium aus dem Schweizer Mittelland, das neben «Breaking News» und Berichten aus der Region auch Kommentare und Expert:innenbeiträge präsentiert. Die bekanntesten sind die Corona-Manuskripte von Professor Paul Vogt, Leiter der Herzchirurgie am Zürcher Unispital. Allein auf Facebook wurde die Originalversion seines ersten Manuskripts vom 7. April 2020 <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/Sharing-Debugger-Facebook-for-Developers.png" target="_blank" rel="noopener" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">über 55’000 Mal</a> mit einem «Gefällt mir» versehen, kommentiert oder geteilt.<br />
</p>
<p>Die Website legt Wert darauf, als Zeitung zu gelten. Mittlerweile gibt es auch eine Smartphone-App. Ende April 2020 hat ein Wikipedia-Account, der davor und danach nie aktiv war,  «Die Mittelländische Zeitung» in eine «Liste von Schweizer Zeitungen» aufgenommen. Die App verschickt sogar Push-Meldungen – allerdings sehr unregelmässig: Nach wochenlanger Ruhe wird an einem Abend plötzlich drei Mal gepusht. Darunter waren etwa die Corona-Zahlen mit einem halben Tag Verspätung. Gemäss eigenen Angaben habe die «DMZ» «aktuell» <a href="https://www.mittellaendische.ch/2021/05/14/werbung-zu-unschlagbaren-konditionen-2/#gsc.tab=0" target="_blank" rel="noopener">über 100&#8217;000 Leser:innen</a> «im Schweizer Mittelland und Europa» und eine «Erreichbarkeit» von mehr als einer Million via Social Media und Webradio. Die Facebook-Seite «Die Mittelländische» hat Mitte Mai 2021 jedenfalls gut 6000 «Gefällt mir»-Angaben. Weil die Texte von Paul Vogt in anderen Medien zitiert werden, zitieren Zeitungen <a href="https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/473/die-argumente-der-coronaleugner-6673.html" target="_blank" rel="noopener">in Deutschland</a> und der Schweiz «Die Mittelländische Zeitung» regelmässig:</p>
<blockquote><p>Und weil sie «Zeitung» heisst, verfestigt sich mit jedem Zitat der Eindruck, bei der «DMZ» handle es sich um eine professionelle Plattform mit einer Redaktion.</p></blockquote>
<p>Als vor ein paar Wochen ein neuer grosser Beitrag von Vogt erschien, verwiesen die CH-Media-Zeitungen auf das «Portal der DMZ, der ‹Mittelländischen Zeitung›», während ein Tamedia-Journalist die «Mittelländische Zeitung» als das bezeichnete, was sie ist: als «Website».</p>
<p>In der Rubrik «News» finden sich auf der Website «Mittelländische Zeitung» am 18. Mai 2021 auf erster Position die neusten Corona-Zahlen; auf zweiter Position ein Post über den Männerüberhang im Tourismus-Management. «Nicht einmal ein Fünftel aller C-Level-Positionen sind mit Frauen belegt», beginnt der Teaser-Text. Exakt wie in der entsprechenden <a href="https://www.presseportal-schweiz.ch/pressemeldungen/tourismus-nur-jeder-zwanzigste-ceo-ist-eine-frau" target="_blank" rel="noopener">Medienmitteilung</a> des «World Tourism Forums Lucerne», deren Abschnitte hier etwas durcheinandergewirbelt kopiert und eingefügt worden sind. Journalistische Eigenleistungen gibt es vor allem in versteckten Rubriken wie <a href="https://www.mittellaendische.ch/gesellschaft-leben/rezepte-tipps/#gsc.tab=0" target="_blank" rel="noopener">«Rezepte &amp; Tipps»</a>. Auch andere Medien übernehmen Medienmitteilungen; schlechter Journalismus ist nicht verboten. Gerade im Mittelland, wo CH-Media-Kopfblätter teilweise seit Jahrzehnten Monopole haben, ist jede Konkurrenz willkommen.</p>
<blockquote><p>Was ist gegen einen Blog einzuwenden, auf dem eine Gruppe Bürger-Journalist:innen das Geschehen kommentieren? Erst einmal wenig.</p></blockquote>
<p>Die «Mittelländische Zeitung» berichtet aus dem Mittelland, sollte man meinen. Der Aargau ist das Herz des Mittellands und trotzdem waren die neusten Regionalnachrichten aus dem Kanton Ende April <a href="https://web.archive.org/web/20210426095518if_/https:/www.mittellaendische.ch/regional/aargau/#gsc.tab=0" target="_blank" rel="noopener">älter als ein halbes Jahr</a> – und ohnehin bloss Polizeimeldungen. Doch wahrscheinlich fand noch kaum ein:e Leser:in tatsächlich bis zu den Regionalrubriken. Die meisten kommen wohl über Social Media auf die Seite, wo neben den Beiträgen von Vogt auch manche Meinungstexte fleissig geteilt werden.</p>
<p>Auf der Website sehen sie dann den Slogan «Für mehr Durchblick», die Bannerwerbung «Gegen Fake News» und «Stop Hate Speech». Auch die Anti-Fake-News-Rechercheplattform mimikama.at ist mit zwei Bannern vertreten. Das weckt Vertrauen. Dass die Wetterbox zwischen den Bannern mal die Witterung in San Francisco, mal jene in Chemnitz, aber nie jene im Schweizer Mittelland zeigt, übersieht man zwischen so viel Vertrauensbildung wohl häufig.</p>
<p>Wer auf das Banner «Gegen Fake News» klickt, kommt auf eine unauffällige Facebook-Seite mit gut 500 Mitgliedern, angepinnt ist dort ein Post von David H. Aebischer, dem schwer greifbaren Betreiber der «DMZ». Die «DMZ» sitzt laut Impressum in Düdingen. An derselben Adresse haben weitere Unternehmungen und Engagements von David H. Aebischer ihren Sitz, unter anderem seine Musikagentur und der Verein «Schweizer Schild». Bei letzterem ist David H. Aebischer «Initiant und Gründer der Hilfsorganisation», wie es auf deren <a href="https://www.schweizer-schild.ch/%C3%BCber-uns/" target="_blank" rel="noopener">Website</a> heisst.</p>
<p>Die MEDIENWOCHE stand mit sechs Personen in Kontakt, die für die «DMZ» geschrieben haben oder für die Übernahme von Texten angefragt worden sind. Allesamt wurden sie von Aebischer angefragt und hatten nur mit ihm Kontakt. Manche beschreiben Aebischer als sehr einnehmend. Er sei begeistert von den Texten, schwärme vom grossen Erfolg der Webseite, aber nenne keine konkreten Zahlen. Andere zeichnen das Bild eines Menschen, der wie ein Staubsauger vorgeht: Aebischer fragt, ob er kurze Facebook-Posts übernehmen dürfe. Wer zustimmt, findet sich später als «Gastautor» im Impressum wieder. Obwohl Aebischer anscheinend als einzige Person redaktionell tätig ist, fehlte sein Name Anfang Mai auf der Team-Seite und im Impressum der «DMZ». «Unsere Redaktion besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz», stand dort noch vor wenigen Tagen. Darunter fand sich als «Redaktion» eine lange Liste mit fast 30 Namen. Zwei dieser Personen erklärten gegenüber der MEDIENWOCHE, dass sie ohne ihr Wissen als Redaktionsmitglieder aufgeführt wurden. In der noch längeren Liste der Gastautor:innen – darunter fand sich eine Nationalrätin, die ebenfalls nichts von ihrem Glück wusste – stand ein gewisser «D. Hans Aebischer».</p>
<p>Nach ersten Anfragen und Gesprächen im Zuge der MEDIENWOCHE-Recherche hat sich das Impressum der «DMZ» gewandelt. Seit dem 14. Mai steht da:</p>
<blockquote><p>«Es gibt keine Redaktion. Die Schreiberinnen und Schreiber veröffentlichen von Zeit zu Zeit ihre Kommentare und Artikel.»</p></blockquote>
<p>Der Gastautor «D. Hans Aebischer» war weg. Immerhin wälzt der «DMZ»-Betreiber nun nicht mehr die redaktionelle Verantwortung auf Andere.</p>
<p>Die MEDIENWOCHE kontaktierte David Aebischer über die E-Mail-Adresse, die er auf seiner persönlichen Website angibt, und erhielt in unter zwei Stunden eine erste Antwort von «redaktion@mittellaendische.ch». Seit dem 18. Mai kennt das «DMZ»-Impressum noch eine neue Funktion: «Technischer Support und Einpflege: David Aebischer». Erst trugen also 30 Leute die Verantwortung für die Seite, die das gar nicht alle wussten, dann gibt es plötzlich keine Redaktion und schliesslich outet sich auch noch das Phantom. Seit Aebischer der Fragenkatalog der MEDIENWOCHE vorliegt, hat sich aber nicht nur das Impressum der «DMZ» gewandelt: Die vielen Regionalrubriken, von «Aargau» über «Bern» bis «Zürich», sind allesamt verschwunden.</p>
<p>Aebischer beantwortet den Fragenkatalog summarisch. Er stellt sich auf die Position, dass alle «DMZ»-Autor:innen bloss für ihre eigenen Inhalte verantwortlich seien: «Die DMZ ist keine Zeitung im klassischen Sinne, sprich keine Druckschrift, sondern eher im ursprünglichen Begriff der Zeitung zu verstehen, da beliebige Nachrichten von Menschen für Menschen erstellt werden. Folglich gibt es auch keine Redaktion und den Schreibenden ist bewusst, dass sie die Verantwortung für ihre eigenen Inhalte haben.» Auch die Kritik am Namen sei berechtigt, weil die «DMZ» «über das Mittelland hinausgewachsen» sei: «Betreffend Änderung des Namens sind alle Optionen möglich, sprich auch auf die Bezeichnung ‹Zeitung› zu verzichten.» Weil es sich um ein Projekt von «Freiwilligen» handle, sei man «entsprechend für die professionellen Bemerkungen der Medienwoche empfänglich». Zudem sei er «als Schreibender (…) seit längerer Zeit nicht mehr tätig».</p>
<blockquote><p>Der letzte «DMZ»-Beitrag, den Aebischer gezeichnet hat, stammt vom März 2021. Es handelt sich um ein Interview, das drei Fragen umfasst und das er gemeinsam mit einem Co-Interviewer geführt hat.</p></blockquote>
<p>Der Co-Interviewer befasst sich auf der «DMZ» häufig mit Verschwörungsmythen und Hate Speech. Einige seiner Texte erreichen via Social Media eine gewisse Verbreitung. Ein Grund dafür mag sein, dass sie so verallgemeinernd und polemisch verfasst sind, wie man es sonst eher aus Kreisen kennt, die selber Hate Speech äussern.</p>
<p>So schrieb dieser <a href="https://www.mittellaendische.ch/2020/02/25/eine-partei-wie-die-svp-ist-schlicht-nicht-tragbar/#gsc.tab=0" target="_blank" rel="noopener">im Februar 2020</a> über die SVP: «Sämtliche Foren und Websites dieser Partei mit dem ganzen rechten Gedankengut, der Hetze und dem Rassismus könnten mit der heutigen rechtlichen Grundlage gesperrt und gelöscht werden. Oder anders gesagt MÜSSTE!»</p>
<p>Üblicherweise zeichnet Journalismus in vorsichtigem Stil nach, welche Äusserung, in welchem Kontext womöglich Hassrede sein könnte, ordnet ein und grenzt sich von einer undifferenzierten Verallgemeinerung ab – aus rechtlichen Gründen, aber eben auch oft aus aufklärerischer Überzeugung. Bei der «DMZ» ist das bis heute anders. <a href="https://www.mittellaendische.ch/2021/03/09/svp-sch%C3%BCrt-immer-angst-und-hysterie-scheitert-aber-trotzdem-zum-gl%C3%BCck-immer/#gsc.tab=0" target="_blank" rel="noopener">Vor ein paar Wochen</a> schrieb derselbe «DMZ»-Autor: «Der Versuch der SVP die Regierung zu stürzen und die Macht zu übernehmen scheitert.» Mit der Unterstellung eines Staatsstreichs steht er der Diktaturbehauptung der SVP, die er kritisieren will, in nichts nach.</p>
<p>Zwischen den beiden SVP-Artikeln stellte er die «DMZ» als diejenigen dar, die sich <a href="https://www.mittellaendische.ch/2020/08/29/universit%C3%A4t-distanziert-sich-von-sucharit-bhakdi-karina-rei%C3%9F-und-ihrem-wirren-buch/#gsc.tab=0" target="_blank" rel="noopener">«seit Wochen mit Sucharit Bhakdi beschäftigen»</a> und stellt sich in eine Reihe mit dem Anti-Fake-News-Blog «Volksverpetzer». Der auf diesen Einstieg folgende «DMZ»-Beitrag besteht dann aus kopierten und verlinkten Stellungnahmen. Der Lead ist wortgleich identisch mit einem Artikel zu Bhakdi in den <a href="https://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Reiss-und-Bhakdi-Kritik-von-Medizinern-an-Autoren-von-Corona-Fehlalarm" target="_blank" rel="noopener">«Kieler Nachrichten»</a>.</p>
<p>Während der Pandemie erlebten Fake-News-Seiten einen grossen Aufschwung. Recherchejournalist:innen von «Correctiv» bis «Volksverpetzer» kommen gar nicht nach, krude Behauptungen im Internet zu entkräften. Wer KenFM und Attila Hildmann ablehnt, hält die «DMZ» auf den ersten Blick für sympathisch: Sie ist gegen Fake News, Hate Speech und krakeelt nicht mit den Massnahmengegner:innen. Und je weiter ihre Leser:innen vom Schweizer Mittelland entfernt leben, je weniger sie sich für Grenchen, Aarau oder Dietikon interessieren, desto weniger stört, dass Lokalnachrichten fehlen.</p>
<blockquote><p>Jeder neue Name in der Liste der Gastautor:innen und jede Empfehlung auf Social Media verhilft der Seite weiter zu Glaubwürdigkeit gegenüber flüchtigen Besucher:innen.</p></blockquote>
<p>Wenn etwa ein:e bekannt:e Geschlechterwissenschaftler:in exklusiv für die Seite schreibt. Oder die anerkannte Rechercheinitiative zur Aufklärung von Fake News mimikama.at einen «DMZ»-Zusammenschrieb auf der eigenen Seite empfiehlt – und den Zusammenschrieb so <a href="https://twitter.com/ZDDK_/status/1391438072483569664" target="_blank" rel="noopener">vertweetet</a>, als hätte die «DMZ» ein Interview mit dem Verschwörungsexperten Michael Butter geführt.</p>
<p>Von einem Portal wie mimikama.at sollte man eine höhere Sensibilisierung erwarten können. Gleichzeitig gibt sich die «DMZ» grosse Mühe, wie etwas zu erscheinen, was sie nicht ist. Doch Aebischer will nichts davon wissen, dass er bewusst Banner gegen Fake News und Hate Speech veröffentlicht habe, um seine Website seriöser wirken zu lassen. Dabei handle sich um «eine unhaltbare Unterstellung». Weiter: «Dieser Vorwurf wurde entsprechend bisher noch nicht durch Schreibende oder Leser/innen an die DMZ herangetragen. Die DMZ spricht sich entschieden gegen Fake News, Hate Speech, soziale Ungerechtigkeit usw. aus, unterstützt im Rahmen von Kooperationen Rechercheprojekte und die Schreibenden verfassen regelmässig Berichte zu den vorgenannten Themen. Die implizite Unterstellung, dass die DMZ nicht seriös sei, wird entschieden zurückgewiesen.»</p>
<p>Im Februar 2019 beschäftigte sich das «Grenchner Tagblatt» kritisch mit Aebischers Tätigkeiten, unter anderem mit seiner Website unter dem damaligen Namen «Grenchner Zeitung». Aebischer betont gegenüber der MEDIENWOCHE:</p>
<blockquote><p>«Die dort geäusserten Vorwürfe wurden stets bestritten. Nach Androhung von rechtlichen Schritten durch meinen Anwalt wurde der Artikel online entfernt.»</p></blockquote>
<p>Die echte Lokalzeitung publizierte dann auch eine Gegendarstellung: «Bei der sogenannten ‹Grenchner Zeitung› handelt es sich um eine Internetseite, die alltägliches Geschehen und News aus Grenchen wiedergibt und keineswegs um eine ‹Hass-Seite im Internet›.» Trotzdem hat Aebischer seine Seite danach zu «Mittelländische Zeitung» <a href="https://web.archive.org/web/20190502053119/https:/www.mittellaendische.ch/" target="_blank" rel="noopener">umbenannt</a>.</p>
<p>Seit die MEDIENWOCHE Aebischer den Fragenkatalog schickte, ist dessen persönliche Website offline gegangen. Zuvor präsentierte er dort stolz seinen umfangreichen Lebenslauf. Aebischer ist ein Tausendsassa, so gründete er 2017 das erste <a href="https://www.grenchnertagblatt.ch/solothurn/grenchen/das-erste-mannerburo-im-kanton-weshalb-kunden-aus-der-halben-schweiz-hierher-kommen-ld.1450625" target="_blank" rel="noopener">«Männerbüro»</a> im Kanton Solothurn, wo er mit 35 Stellenprozenten 18 Klienten beraten haben will. Daneben schreibt er Bücher. Gemäss einem Artikel im <a href="http://www.power-agency.ch/Apollon/Medien/Murtenbieter-10.4.18.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Murtenbieter»</a> habe er 2018 15’000 Exemplare seines Romans «Falstaff wäscht schmutzige Wäsche» verkauft. Auf Amazon wird das Buch aktuell zum Preis von 85 Euro angeboten, gemäss der <a href="https://www.amazon.de/Falstaff-w%C3%A4scht-schmutzige-W%C3%A4sche-Aebischer/dp/3033062067" target="_blank" rel="noopener">einzigen Rezension</a> dort hat es «sehr viele leere Seiten». Weiter ist Aebischer «Unternehmer, Musiker, Sänger, Zeichner, Maler, Musikproduzent, Musikredaktor, Musik-Agent Manager, Schriftsteller, Komponist und Liedtexter». Diese Tätigkeitsliste entstammt der Biografie aus einem anderen Buch von ihm: «Die Leberhexe – die Grenchner Sage». Darin wird die Geschichte der Leberhexe auf vier Seiten erzählt. Darauf folgen übersetzte Versionen in Mundart, Französisch und Englisch, sowie eine Seite mit Danksagungen. Der zweite Teil des Büchleins besteht aus 14 Seiten Biografie von David H. Aebischer. Neben 32 Buchpublikationen gehören zu seinen Leistungen unter anderem sieben Gold- oder Platinschallplatten.</p>
<p>Professor Paul Vogt, der dank dem Erfolg seiner Manuskripte von der «DMZ» eine eigene Rubrik auf der Startseite erhalten hat, will sich auf Anfrage der MEDIENWOCHE nicht zur «DMZ» äussern. Anscheinend ist er zufrieden mit seinem Publikationsort. Dass es die Position eines Wissenschaftlers nicht unbedingt stärkt, wenn einer seiner Beiträge – wohl einfach aus Unachtsamkeit – seit über einem Jahr <a href="https://www.mittellaendische.ch/covid-19-analysen-von-prof-dr-med-dr-h-c-paul-robert-vogt/covid-19-update-von-prof-paul-r-vogt/#gsc.tab=0" target="_blank" rel="noopener">ohne Datumsangabe</a> im Internet steht, scheint ihn nicht zu stören.</p>
<p>Die «DMZ» vermag es auch gar nicht, seine Analysen zu entwerten. Vielmehr sind es die Inhalte von ihm und anderen Expert:innen, die der «DMZ» erst einen gewissen Wert verleihen. Während im Lokalen schon vor dem Löschen der Regionalrubriken klar war, dass die «DMZ» Journalismus bloss simuliert, sind es Expert:innenbeiträge wie jene von Vogt, welche der Website überregional und international den Charakter einer seriösen Quelle geben.</p>
<p>Zeitungen müssen heute selbstverständlich nicht zwingend auf Papier erscheinen. Das Problematische an der «DMZ» ist nicht, dass sie sich «Zeitung» nennt, obwohl sie nicht gedruckt wird. Das Problem ist, dass sie sich «Zeitung» nennt, obwohl bei ihr Menschen ohne journalistische Ansprüche und ohne journalistisches Selbstverständnis die Kontrolle innehaben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/20/gibt-es-eine-mittellaendische-zeitung/">Gibt es eine «Mittelländische Zeitung»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Baba News: «Menschen mit Migrationsgeschichte müssen zu oft für Bad News herhalten»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/26/baba-news-menschen-mit-migrationsgeschichte-muessen-zu-oft-fuer-bad-news-herhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2021 07:52:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das junge Schweizer Onlinemagazin «baba News» berichtet aus dem Inneren einer multikulturellen Community über Themen wie Migration, Rassismus und Identität. Via Crowdfunding sammelt die Redaktion nun Geld, um sich einen Lohn ausbezahlen zu können. Wir haben mit der Gründerin Albina Muhtari gesprochen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/26/baba-news-menschen-mit-migrationsgeschichte-muessen-zu-oft-fuer-bad-news-herhalten/">Baba News: «Menschen mit Migrationsgeschichte müssen zu oft für Bad News herhalten»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das junge Schweizer Onlinemagazin «baba News» berichtet aus dem Inneren einer multikulturellen Community über Themen wie Migration, Rassismus und Identität. Via Crowdfunding sammelt die Redaktion nun Geld, um sich einen Lohn ausbezahlen zu können. Wir haben mit der Gründerin Albina Muhtari gesprochen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/26/baba-news-menschen-mit-migrationsgeschichte-muessen-zu-oft-fuer-bad-news-herhalten/">Baba News: «Menschen mit Migrationsgeschichte müssen zu oft für Bad News herhalten»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Die Wetteraussichten für Markus Somms neuen Hut</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/08/die-wetteraussichten-fuer-markus-somms-neuen-hut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 21:05:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Demnächst startet der «Nebelspalter» eine Online-Ausgabe mit recherchierten Beiträgen. Hat Initiant Markus Somm damit eine Chance?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/08/die-wetteraussichten-fuer-markus-somms-neuen-hut/">Die Wetteraussichten für Markus Somms neuen Hut</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Demnächst startet der «Nebelspalter» eine Online-Ausgabe mit recherchierten Beiträgen. Hat Initiant Markus Somm damit eine Chance?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/08/die-wetteraussichten-fuer-markus-somms-neuen-hut/">Die Wetteraussichten für Markus Somms neuen Hut</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Wir wissen es nicht»: Jochen Wegner über den Erfolg von «Zeit Online»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/01/26/wir-wissen-es-nicht-jochen-wegner-ueber-den-erfolg-von-zeit-online/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2021 07:52:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit Online]]></category>
		<category><![CDATA[Jochen Wegner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zeit und Zeit Online wachsen und sind profitabel. Gegen den Branchentrend. Zeit-Online-Chef Jochen Wegner ist seit 2019 auch Teil der Print-Chefredaktion. Ein Gespräch über Chaos und Reichweite, über Demut und Verlässlichkeit und darüber, wie Rezo zu Zeit Online kam.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/26/wir-wissen-es-nicht-jochen-wegner-ueber-den-erfolg-von-zeit-online/">«Wir wissen es nicht»: Jochen Wegner über den Erfolg von «Zeit Online»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit und Zeit Online wachsen und sind profitabel. Gegen den Branchentrend. Zeit-Online-Chef Jochen Wegner ist seit 2019 auch Teil der Print-Chefredaktion. Ein Gespräch über Chaos und Reichweite, über Demut und Verlässlichkeit und darüber, wie Rezo zu Zeit Online kam. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/26/wir-wissen-es-nicht-jochen-wegner-ueber-den-erfolg-von-zeit-online/">«Wir wissen es nicht»: Jochen Wegner über den Erfolg von «Zeit Online»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>3 Jahre «Nau.ch»: In der schnöden Realität angekommen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/21/3-jahre-nau-ch-in-der-schnoeden-realitaet-angekommen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2020/10/21/3-jahre-nau-ch-in-der-schnoeden-realitaet-angekommen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2020 07:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Jahre nach der Gründung hat sich das News-Portal «Nau.ch» in der schweizerischen Medienlandschaft etabliert. Den starken Start verdankt die Plattform konsequenter Reichweitenoptimierung. Publizistisch gibt es noch Luft nach oben. Zeig mir deine Leserkommentare und ich sage dir, wer du bist. Im Fall von «Nau.ch» gestaltet sich die Identifikation recht einfach. Der Kommentarbereich fällt mit <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/21/3-jahre-nau-ch-in-der-schnoeden-realitaet-angekommen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/21/3-jahre-nau-ch-in-der-schnoeden-realitaet-angekommen/">3 Jahre «Nau.ch»: In der schnöden Realität angekommen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Drei Jahre nach der Gründung hat sich das News-Portal «Nau.ch» in der schweizerischen Medienlandschaft etabliert. Den starken Start verdankt die Plattform konsequenter Reichweitenoptimierung. Publizistisch gibt es noch Luft nach oben.</strong><br />
<img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-82460" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Zeig mir deine Leserkommentare und ich sage dir, wer du bist. Im Fall von «Nau.ch» gestaltet sich die Identifikation recht einfach. Der Kommentarbereich fällt mit einer schwachen bis inexistenten Moderation auf. Entsprechend unflätig kommen manche Wortmeldungen daher, zumal die Kommentare anonym und ungefiltert direkt veröffentlicht werden.<br />
<br />
Eine solche Schmuddelecke ist dem Gesamtbild nicht eben zuträglich. Das wissen natürlich auch die Verantwortlichen und versprechen Besserung. Man arbeite «weiter mit Hochdruck an Optimierungen» und werde «noch sehr viel Zeit und Energie in die Community investieren», <a href="https://www.nau.ch/news/schweiz/nauch-feiert-drei-jahre-jubilaum-65799145" rel="noopener" target="_blank">schreibt Chefredaktor Micha Zbinden</a>. Dass die Kommentarmoderation «neu für uns» sei und «eine Herkulesaufgabe» darstelle, klingt dann doch nach einer etwas billigen Ausrede für die offenkundige Misere.</p>
<p>Dass das in den ersten drei Jahren nicht oder zu wenig geschehen ist, mag auch daher rühren, dass der Fokus von «Nau.ch» auf dem Wachstum und der Etablierung als neues News-Portal im hart umkämpften Online-Markt lag. Das ist dem Unternehmen aus dem Berner Vorort Liebefeld eindrücklich gelungen – nicht zuletzt deshalb, weil «Nau.ch» als Ableger von <a href="https://www.nau.ch/livesystems/" rel="noopener" target="_blank">Live Systems</a> an den Start gehen konnte. Die etablierte Vermarktungsorganisation im Bereich der digitalen Aussenwerbung verschaffte dem neuen Nachrichtenangebot von Beginn weg eine grosse Sichtbarkeit auf den Bildschirmen im öffentlichen Verkehr. Doch das allein vermag den Erfolg nicht zu erklären.</p>
<p>Dass «Nau.ch» mit Website und App innert zwei Jahren in die Phalanx der etablierten Player einbrechen konnte, liegt massgeblich am redaktionellen Angebot – und vor allem an dessen Vermarktung. Besonders in den Bereichen Bundespolitik, Sport und People verschaffte sich «Nau.ch» innert Kürze eine gut vernehmbare Stimme im Chor der deutschschweizerischen Online-Medien. Für alle drei Bereiche verfügt das Nachrichtenportal über Autorinnen und Autoren mit langjähriger Berufserfahrung und kann regelmässig mit Eigenleistungen punkten.</p>
<p>Für die Reichweite sorgt in erster Linie die schiere Masse an Textmaterial, das «Nau.ch» online stellt und für den Zugriff via Google optimiert. Bei der Berichterstattung aus den Regionen veröffentlicht die Redaktion neben eigenen Beiträgen und Agenturmeldungen auch Medienmitteilungen lokaler Akteure, wie Behörden, Parteien oder Vereine. Mit der Konsequenz, dass selbst bei der Suche nach marginalen Themen, etwa nach dem Grossen Gemeinderat Ostermundigen, ein Artikel von «Nau.ch» zuoberst auf der Trefferliste von Google steht – und nicht einer der lokalen Tageszeitung. Das Vorgehen zahlt sich in Form hoher Zugriffszahlen aus, was sich wiederum positiv aufs Geschäft mit der Werbung auswirkt. Je nach Messwert bewegt sich «Nau.ch» unter den Top Ten der meistbesuchten Nachrichtenseiten der Schweiz, auf Augenhöhe mit «Tages-Anzeiger online» oder «Watson».</p>
<p>Die Fixierung auf Reichweite wirkt sich indes auf das redaktionelle Programm aus. Bei vielen Artikeln auf «Nau.ch» handelt es sich um schnelle Zusammenschriebe von Beiträgen aus anderen Medien ohne eigenständige Rechercheleistung. Das ist nicht verboten, trägt aber nicht zur Schärfung des eigenen publizistischen Profils bei. Ausserdem birgt die Abschreiberei ohne vertiefte Kenntnis der Materie das Risiko, Fehler zu übernehmen und weiterzuverbreiten.</p>
<p>Mit drei Jahren auf dem Buckel ist man selbst nach der Internet-Zeitrechnung noch nicht erwachsen. Darum bleibt «Nau.ch» – hoffentlich – noch viel Zeit, seinen Kurs zu justieren und mehr vom Besseren zu bieten – also eigenständigen, originellen Journalismus. Dass man auch damit ganz gut über die Runden kommt, zeigen «Watson» und die «Republik», zwei andere erfolgreiche Neugründungen der letzten Jahre. Dafür müsste «Nau.ch» aber weniger zum Branchenprimus «20 Minuten» rüberschielen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/21/3-jahre-nau-ch-in-der-schnoeden-realitaet-angekommen/">3 Jahre «Nau.ch»: In der schnöden Realität angekommen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Breaking Blues: Nau.ch und der Preis des Wachstums</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/07/31/breaking-blues/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2020 12:50:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innovativer Online-Journalismus für die Masse: Mit diesem Anspruch startete «Nau.ch» vor drei Jahren. Doch unter dem Druck der Corona-Krise verriet die Firma ihre eigenen Leute.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Innovativer Online-Journalismus für die Masse: Mit diesem Anspruch startete «Nau.ch» vor drei Jahren. Doch unter dem Druck der Corona-Krise verriet die Firma ihre eigenen Leute.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/07/31/breaking-blues/">Breaking Blues: Nau.ch und der Preis des Wachstums</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Krise der Jugendmedien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/07/26/die-krise-der-jugendmedien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2020 11:31:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Zielgruppe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Online-Newsformate für Junge haben derzeit einen schweren Stand.Bento wird eingestellt, Ze.tt wieder in Zeit.de integriert, Buzzfeed Deutschland steht zum Verkauf. Alle sagen dasselbe: Schuld sei die Pandemie und der eingebrochene Werbemarkt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Online-Newsformate für Junge haben derzeit einen schweren Stand.Bento wird eingestellt, Ze.tt wieder in Zeit.de integriert, Buzzfeed Deutschland steht zum Verkauf. Alle sagen dasselbe: Schuld sei die Pandemie und der eingebrochene Werbemarkt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/07/26/die-krise-der-jugendmedien/">Die Krise der Jugendmedien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Go hard or go home!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/07/09/go-hard-or-go-home/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2020 15:07:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Zielgruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Bento», «ze.tt» und «Vice Switzerland» gibt es (bald) nicht mehr. Die meisten Online-Medien für die junge Zielgruppe finanzieren sich mit Werbung. Daher sind sie besonders betroffen von der Corona-Krise. Für die Verbliebenen geht es jetzt um’s Überleben. Geoffrey Moret ist das Gegenteil einer Medienstelle. Der Gründer des Social Video-Startups «Kapaw» bietet Einblicke, die er nicht <a href="https://medienwoche.ch/2020/07/09/go-hard-or-go-home/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/07/09/go-hard-or-go-home/">Go hard or go home!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>«Bento», «ze.tt» und «Vice Switzerland» gibt es (bald) nicht mehr. Die meisten Online-Medien für die junge Zielgruppe finanzieren sich mit Werbung. Daher sind sie besonders betroffen von der Corona-Krise. Für die Verbliebenen geht es jetzt um’s Überleben. </strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-79987" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/07/MW-Krise-Medien-fuer-Junge-Schweiz_20200709.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/07/MW-Krise-Medien-fuer-Junge-Schweiz_20200709.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/07/MW-Krise-Medien-fuer-Junge-Schweiz_20200709-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/07/MW-Krise-Medien-fuer-Junge-Schweiz_20200709-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/07/MW-Krise-Medien-fuer-Junge-Schweiz_20200709-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/07/MW-Krise-Medien-fuer-Junge-Schweiz_20200709-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Geoffrey Moret ist das Gegenteil einer Medienstelle. Der Gründer des <a href="https://medienwoche.ch/2019/05/03/positiver-journalismus-fuer-die-mobile-generation/">Social Video-Startups «Kapaw»</a> bietet Einblicke, die er nicht müsste – und spart nicht an Pathos. Im letzten Gespräch berief er sich auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Ma" target="_blank" rel="noopener">Alibaba-Gründer Jack Ma</a>. Schon vor 20 Jahren habe Ma klargemacht, dass Innovation weltweit passiere und man sich an den US-Unternehmen messen müsse. Dann skizzierte Moret, nicht zum ersten Mal, Pläne für die Expansion ins Ausland.</p>
<p>Auch jetzt, während der sich anbahnenden zweiten Corona-Welle, wirkt Moret so munter und kämpferisch wie eh und je. Selbstverständlich gehe es ihm gut. Er muss lachen, als die MEDIENWOCHE ihn an seine Pläne für dieses Jahr erinnert. An mehr moderierte Beiträge und Reportagen ist seit Ausbruch der Pandemie nicht mehr zu denken. «Es geht jetzt um’s Ganze: Go hard or go home!» Kaboom.<br />
<br />
Für das werbefinanzierte Medienunternehmen, das sich mit Info-Videos auf <a href="https://www.instagram.com/kapawoffiziell/" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> und <a href="https://www.facebook.com/kapawmediaDE" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> an ein junges Publikum richtet, geht es nun um’s Überleben. «Es ist erst der Anfang – und nicht nur für uns: Auch die grossen Unternehmen kommen ins Wanken», sagt Moret. Nun sei es eine Frage des Durchhaltevermögens: Nicht die einzelne gute Idee an einem Tag ist entscheidend, sondern wer am Ende noch übrigbleibt. «Für alle ist es ein Rodeo-Ritt für die nächsten 24 oder 36 Monate und hinter allem steht die Frage: Wer ist am Schluss noch da?»</p>
<p>«Kapaw» (wie das Explosionsgeräusch in Comics) startete vor gut drei Jahren in Genf und eröffnete bald ein zweites Büro in Zürich. Die Pläne des Gründerteams zielten schon immer hoch hinaus, aber auch den tiefen Fall kennt das junge Unternehmen: Vor zwei Jahren hatte «Kapaw» die Hälfte aller Leute entlassen. 2019 habe «Kapaw» dann wieder schwarze Zahlen geschrieben. 2020 sollte ein Jahr grosser Pläne werden. Die Pandemie habe sie nun durchkreuzt.</p>
<blockquote><p>Bald gibt es so wenige kommerzielle Medienangebote für Junge wie nie zuvor in den letzten Jahren. In der Schweiz sind es noch zwei: «Kapaw» – und «Izzy».</p></blockquote>
<p>Bei anderen werbefinanzierten Plattformen für Junge ist es bereits vorbei: <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/spiegel-marke-bento-fuer-juengere-wird-eingestellt-und-ersetzt-16809725.html" target="_blank" rel="noopener">«Bento»</a> verschwindet, <a href="https://meedia.de/2020/06/22/trio-um-medienmanager-will-buzzfeed-deutschland-kaufen/" target="_blank" rel="noopener">«Buzzfeed» Deutschland</a> steht vor dem Verkauf, <a href="https://www.horizont.net/medien/nachrichten/portal-fuer-junge-zielgruppen-ze.tt-wird-teil-von-zeit-online-183857" target="_blank" rel="noopener">«ze.tt» wird zum ZEIT-Ressort</a> herabgestuft. <a href="http://www.kleinreport.ch/news/kahlschlag-bei-vice-155-stellen-sollen-wegfallen-94742/#:~:text=Laut%20einem%20Bericht%20des%20%C2%ABHollywood,%C2%BB%20erfolgen%2C%20so%20der%20Bericht." target="_blank" rel="noopener">Vice baut international Stellen ab</a>; in Deutschland sind die Journalist*innen seit Juni auf Kurzarbeit; in der Schweiz hat die letzte Vice-Redaktorin das Unternehmen bereits im Winter verlassen. Etwa zur selben Zeit stellte die TX Group die <a href="http://www.kleinreport.ch/news/kahlschlag-bei-vice-155-stellen-sollen-wegfallen-94742/#:~:text=Laut%20einem%20Bericht%20des%20%C2%ABHollywood,%C2%BB%20erfolgen%2C%20so%20der%20Bericht." target="_blank" rel="noopener">Plattform «Venty»</a> nach weniger als einem Jahr ein.</p>
<p>Bald gibt es so wenige kommerzielle Medienangebote für Junge wie nie, seit junge Menschen als Werbezielgruppe und potenziell Konsumsüchtige entdeckt worden sind. In der Schweiz sind es noch zwei: <a href="https://www.kapaw.ch/de/" target="_blank" rel="noopener">«Kapaw»</a> – und <a href="https://izzymag.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Izzy»</a>.</p>
<p>Um den Jahreswechsel wurde bekannt, dass mit <a href="https://www.annesophiekeller.ch/about/" target="_blank" rel="noopener">Anne-Sophie Keller</a>, <a href="https://www.persoenlich.com/medien/jonas-bayona-verlasst-das-izzy-magazin" target="_blank" rel="noopener">Jonas Bayona</a> und <a href="https://www.persoenlich.com/digital/supercedi-hat-beim-izzy-magazin-gekundigt" target="_blank" rel="noopener">Cédric Schild</a> die letzten aus der «Izzy»-Gründungsredaktion das Social-Video-Magazin von Ringier verlassen werden. Der Medienkonzern und Cédric Schild beeilten sich klarzustellen, dass «Supercedi» mit seinen über <a href="https://www.instagram.com/supercedi/" target="_blank" rel="noopener">100‘000 Instagram-Follower</a> «Izzy» als Freelancer erhalten bleibe. Schilds neuster Beitrag auf Instagram stammt vom 1. Mai, der neuste Beitrag in der offiziellen Youtube-Playlist gar von Januar. Ringier-Sprecherin Johanna Walser hat «noch keine News» dazu, wann ein neues Video mit dem <a href="https://cedischild.ch/" target="_blank" rel="noopener">«dipl. Aktionskünstler»</a> erscheint. Das Gründungsteam ist weg. Ringier muss ohne die Leute auskommen, die «Izzy» zum Medium auf Augenhöhe mit U30ern machten und nach nur einem halben Jahr in die schwarzen Zahlen brachten – weil fast die gesamte Redaktion auch als Darsteller*innen in Werbung aufgetreten ist.</p>
<blockquote><p>Wie ein Versuch, den Werbeeinbruch zu kompensieren, wirken die Kleider der «offiziellen izzy Corona Band Kollektion».</p></blockquote>
<p>Bezahlte Partnerschaften sieht man auf den Izzy-Kanälen kaum mehr, obwohl Johanna Walser versichert, dass seit Beginn der Pandemie «Sponsored Posts» erschienen sind. Seit März sind die Werbeeinnahmen überall eingebrochen – auch «Izzy» ist gemäss Walser «von einem starken Buchungsrückgang im Werbemarkt betroffen». Wie ein Versuch, den Werbeeinbruch zu kompensieren, wirken die Kleider der «offiziellen izzy Corona Band Kollektion». Aber auf die Frage, wie Ringier den Erfolg der <a href="https://shop.spreadshirt.ch/izzymagazine/" target="_blank" rel="noopener">«Izzy»-Kleiderlinie</a> bewerte, entgegnet Walser, dass man die Experimente mit Merchandise «nicht als Kleiderlinie bezeichnen kann». Verkaufszahlen nennt sie keine. «Izzys» Glaubwürdigkeit lässt sich womöglich nicht einfach in Online-Einkäufe umsetzen. Die hunderttausenden Follower werden den Marketingabteilungen als konsumfreudig verkauft, aber zumindest von «Izzy» selbst kaufen die meisten anscheinend nichts.</p>
<p>Wird es «Izzy» in einem Jahr noch geben? «Izzy» sei ein <a href="https://247grad.de/blog/allgemein/love-brand-in-5-schritten/#:~:text=Was%20ist%20eine%20Love%20Brand,forciert%2C%20die%20einer%20Liebesbeziehung%20%C3%A4hnelt.&amp;text=Dabei%20%C3%BCbt%20die%20Marke%20eine,%2C%20sondern%20leben%20%E2%80%93%20und%20lieben." target="_blank" rel="noopener">«Love Brand»</a> und «fester Bestandteil des Ringier Portfolios», so Walser. Die Zahlen sprächen für sich – aber damit meint Walser die Followerzahlen auf <a href="https://www.instagram.com/izzymagazine/" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a>, <a href="https://www.youtube.com/channel/UCd3pZPBm2wbMjZj3mG64IOQ" target="_blank" rel="noopener">Youtube</a> und <a href="https://www.facebook.com/izzymagazine" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>. Die Frage beantwortet sie nicht. Es bleibt offen, was passiert, wenn sich die Followerzahlen auch mittelfristig nicht mehr monetarisieren lassen. Abbaupläne gebe es derzeit keine, aber niemand könne sagen, «wie sich die Situation rund um Corona entwickeln wird.» Laut Impressum umfasst die «Izzy»-Redaktion (inklusive Cédric Schild) momentan nur noch fünf Mitarbeitende. Das liege, so Walser, aber einzig daran, dass «einige Neuzugänge» dort noch nicht aufgeführt sind.</p>
<blockquote><p>Viele der «Izzy»-Videos, die während der Pandemie erschienen sind, wirken kämpferischer.</p></blockquote>
<p>Das «Izzy»-Team ist Anfang Juli noch immer in Kurzarbeit. Pro Woche erscheinen etwa zwei Videos. «Je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, wird es nach dem Sommer wieder mehr Beiträge geben», so Walser. Zumindest an Textbeiträgen gibt es anscheinend einen Mangel: Auf der Homepage izzymag.ch stehen Artikel von vergangenem Jahr an prominentes Stelle.</p>
<p>Viele der «Izzy»-Videos, die während der Pandemie erschienen sind, wirken kämpferischer. Während ernste izzy-Beiträge in der Vergangenheit meist Identitätsthemen aus progressiver Warte beleuchteten, nimmt sich die Redaktion während Corona verstärkt sozialer Ungleichheit an. Am Radikalsten wirkt der bewegende Beitrag <a href="https://izzymag.ch/article/wo-zwei-welten-aufeinander-prallen" target="_blank" rel="noopener">«Wo zwei Welten aufeinanderprallen»</a>: Er stellt Menschen, die für Essenspakete anstehen, jenen in der Schlange vor Luxusläden gegenüber. Damit stellt «Izzy» die Absurdität der Problemchen und Pläsierchen der Luxusladen-Kundschaft aus. Auf der Homepage wirbt «Izzy» mit einem Chanel-Logo für den Beitrag. So macht «Izzy» eine Marke zum Symbol für dekadenten Reichtum. Mutig für ein werbeabhängiges Unternehmen – vielleicht aber auch ein Symptom dafür, dass man momentan weniger Angst davor hat, potenzielle Werbekunden zu verschrecken. Walser teilt mit, der Beitrag entspreche «vollumfänglich dem Selbstverständnis von ‹Izzy›, Dinge zu hinterfragen und gesellschaftliche Phänomene zu ergründen.»</p>
<p>«Momentan reicht das Geld bis Anfang nächstes Jahr», sagt «Kapaw»-CEO Moret. Das Start-up «Kapaw» hat kein internationales Unternehmen im Hintergrund, aber mit der Lamunière-Familie (Edipresse) immerhin einen finanzstarken Investor und Teilhaber. Bei «Kapaw» basieren viele Beiträge auf Agenturmaterial. Statt an der für 2020 geplanten Reportagen-Offensive arbeitet das «Kapaw»-Team nun neben den täglichen Aufgaben an einem neuen Konzept. Denn ganz dem Silicon Valley-Spirit entsprechend, den Moret versprüht, will «Kapaw» den Krisenschock produktiv nutzen. «Wir schauen an, wie sich der Markt verändert, wie sich die Technologie verändert – und wie sich die Gesellschaft verändert. Nicht nur die Pandemie, sondern auch die Black Lives Matter-Bewegung hat etwas angestossen, das bleiben wird.» Wie das neue Konzept aussieht, will Moret noch nicht sagen.</p>
<blockquote><p>Für die privaten Jugendmedien heisst es jetzt wohl tatsächlich: Go hard or go home.</p></blockquote>
<p>Ein Bezahlmodell ist bei «Izzy» und «Kapaw», die ihre Inhalte in erster Linie über Social Media ausspielen, keine Option. Auf öffentliche Medienförderung können sie also kaum hoffen. Für die privaten Jugendmedien heisst es jetzt wohl tatsächlich: Go hard or go home.</p>
<p>Anders bei den Angeboten der SRG für das junge Publikum, die aus der Medienabgabe finanziert sind, etwa <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-virus" target="_blank" rel="noopener">«SRF Virus»</a> oder die <a href="https://www.youtube.com/channel/UCj88Pp4scKu5I2YJiy2JWQw" target="_blank" rel="noopener">Youtube-Show «Zwei am Morge»</a>. «Die Entwicklung ist nicht gut. Es ist schade um ‹Bento›, es ist schade um ‹Vice Switzerland›», sagt Manuel Thalmann, Bereichsleiter Jugend bei SRF. «Ich fand’s auch schlimm, als das Jugendfernsehen ‹Joiz› plötzlich eingegangen ist.» Über «Izzy» spricht er geradezu ehrfürchtig: «Zu ‹Izzy› habe ich immer aufgeschaut! Es ist einmalig, was die innert eines Jahres geschafft haben.» Auch die SRG werde von Corona nicht komplett verschont. «Wegen Mindereinnahmen bei der Werbung aufgrund von Corona verlieren wir viel Geld.» Aber natürlich sei man durch die Abgabefinanzierung gegenüber privaten Medien in einer privilegierten Situation.</p>
<p>Über 60 Jahre alt ist die Durschnittszuschauerin bei SRF 1 – auch die anarchische Satire-Show «Deville» erreichte 2018 im Schnitt Menschen im Alter von 56,6 und sogar der durchschnittliche Zuschauer des «Guetnachtgschichtli» war jenseits der 40. Thalmann sagt, Corona habe noch klarer gemacht, dass SRF Wege finden muss, um mehr jüngeres Publikum zu erreichen – «Menschen unter 45, unter 40, junge Erwachsene». Letztere vor allem über Formate wie «SRF Forward» oder «SRF Virus», aber das übergeordnete Strategieziel während den letzten zwei Jahren sei generell, jüngere Zuschauer*innen zu gewinnen.</p>
<blockquote><p>«Besonders in der fragmentierten Social-Media-Welt ist es wichtig, dass auch eine lokale Medienvielfalt Bestand hat.»<br />
<small>Manuel Thalmann, Leiter Jugend SRF</small></p></blockquote>
<p>Anders als die Privaten, die ihren Output runtergefahren haben, konnte «Virus» dem gestiegenen Interesse während der Pandemie mit mehr Inhalten begegnen, wie Thalmann ausführt: <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/unzipped?id=7d13f9d8-96cd-4373-bbd0-f8703d8d973e" target="_blank" rel="noopener">«‹SRF Unzipped›</a> hat mehrere zusätzliche Folgen produziert. Manche Fragen aus der Lebensrealität von U30ern wären sonst einfach nicht gestellt worden. Zum Beispiel: Was muss ich nun tun, wenn ich in einer WG wohne?» Das hintergründige Webvideoformat Unzipped schaffte es damit auch in die Youtube-Trends. «Es ist klar: Wir können und müssen noch mehr machen.» Aber Thalmann hofft, dass die private Konkurrenz von «Izzy» und «Kapaw» erhalten bleibt: «Besonders in der fragmentierten Social-Media-Welt ist es wichtig, dass auch eine lokale Medienvielfalt Bestand hat. Nur schon, damit junge Journalistinnen und Journalisten Orte haben, wo sie sich ausprobieren und bewähren können.»</p>
<p>Die Medienvielfalt für die bei Marketingabteilungen sonst so beliebte «Junge Zielgruppe» ist während der Pandemie eingebrochen. Das Geschäftsmodell aller «Youth Media Brands» bestand darin, mit ihrer Glaubwürdigkeit beim jungen Publikum Werbung zu verkaufen. Was tun, wenn das Geschäftsmodell zusammenklappt?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/07/09/go-hard-or-go-home/">Go hard or go home!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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