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	<title>SRG | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 Nov 2022 09:58:26 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Was wäre die Schweiz ohne die SRG?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/19/was-waere-die-schweiz-ohne-die-srg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 10:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 hat der Bund den Mediensektor mit über 1,5 Milliarden Franken subventioniert. Der allergrösste Teil davon ging an das öffentlichrechtliche Radio und Fernsehen SRG. Wieso eigentlich? Und gäbe es sinnvolle Reformvorschläge? Im Ökonomen-Podcast «Eco on the rocks» diskutiert dies der NZZ-Chefökonom Peter A. Fischer mit Jürg Müller und Michael Grampp.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>2020 hat der Bund den Mediensektor mit über 1,5 Milliarden Franken subventioniert. Der allergrösste Teil davon ging an das öffentlichrechtliche Radio und Fernsehen SRG. Wieso eigentlich? Und gäbe es sinnvolle Reformvorschläge? Im Ökonomen-Podcast «Eco on the rocks» diskutiert dies der NZZ-Chefökonom Peter A. Fischer mit Jürg Müller und Michael Grampp.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/19/was-waere-die-schweiz-ohne-die-srg/">Was wäre die Schweiz ohne die SRG?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verleger Wanner zur SRG-Zukunft: auf «anderen Wegen» zum Ziel der Halbierungsinitiative</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/16/verleger-wanner-zur-srg-zukunft-auf-anderen-wegen-zum-ziel-der-halbierungsinitiative/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 13:28:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Wanner]]></category>
		<category><![CDATA[Gilles Marchand]]></category>
		<category><![CDATA[Halbierungsinitiative]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die sogenannte Halbierungsinitiative kommt Peter Wanner ganz gelegen. Von einer geschrumpften SRG erhofft sich der CH-Media-Patron Vorteile und Geld für sein eigenes Mediengeschäft. Wie das genau gehen soll, erklärte Wanner letzten Freitag in Genf. Aus seinen Sympathien für die Halbierungsinitiative hat Peter Wanner noch nie einen Hehl gemacht. Doch bisher beschränkte sich seine öffentliche Sympathiebekundung <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/16/verleger-wanner-zur-srg-zukunft-auf-anderen-wegen-zum-ziel-der-halbierungsinitiative/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die sogenannte Halbierungsinitiative kommt Peter Wanner ganz gelegen. Von einer geschrumpften SRG erhofft sich der CH-Media-Patron Vorteile und Geld für sein eigenes Mediengeschäft. Wie das genau gehen soll, erklärte Wanner letzten Freitag in Genf.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Wanner-Marchand-20221116.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-100810 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Wanner-Marchand-20221116.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Wanner-Marchand-20221116.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Wanner-Marchand-20221116-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Wanner-Marchand-20221116-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Wanner-Marchand-20221116-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Wanner-Marchand-20221116-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Aus seinen Sympathien für die <a href="https://srg-initiative.ch/" target="_blank" rel="noopener">Halbierungsinitiative</a> hat Peter Wanner noch nie einen Hehl gemacht. Doch bisher beschränkte sich seine öffentliche Sympathiebekundung für das SVP-Projekt auf ein paar knappe Worte beim Swiss Media Forum. Kürzlich erhielt Wanner die Gelegenheit, zur politisch beabsichtigten Mittelkürzung für die SRG ausführlicher Stellung zu nehmen. Am letzten Freitag kreuzte der Aargauer Verleger und Vizepräsident des Verbands Schweizer Medien <a href="https://youtu.be/00l3e2S7mvo" target="_blank" rel="noopener">beim Club de Presse in Genf</a> mit SRG-Generaldirektor Gilles Marchand die Klingen.<br />
</p>
<p>Zum Start der Diskussion vom Moderator darauf angesprochen, warum er die Halbierungsinitiative unterstütze, präzisierte Wanner: «Ich habe gesagt, dass ich viel Sympathie für diese Initiative hege und sie unterstützen werde, wenn es keine anderen Vorschläge gibt.» Mit anderen Worten: Wanner will das politische Begehren als Drohkulisse nutzen, um der SRG Zugeständnisse abzuringen. Dazu bleibt reichlich Zeit. Gegenwärtig sammelt ein SVP-nahes Komitee erst die erforderlichen 100&#8217;000 Unterschriften. Mit der Abstimmung ist nicht vor 2025 zu rechnen. Bis dahin wird die schweizerische Medienpolitik noch einige Wendungen und Überraschungen bereithalten. Konstant hoch bleiben dürfte dabei der Druck auf die SRG.</p>
<p>Obwohl die medienwissenschaftliche Forschung <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/22/weniger-geld-fuer-die-srg-mehr-spielraum-fuer-die-privaten-wirklich/">dazu etwas anderes sagt</a>, erhoffen sich die Schweizer Verleger bessere Rahmenbedingungen, wenn das öffentliche Radio und Fernsehen finanziell zurückgebunden wird; <a href="https://vimeo.com/750311286#t=47m24s" target="_blank" rel="noopener">nach der simplen Gleichung</a>: Was sie verlieren, würden wir dazugewinnen.</p>
<blockquote><p>Der Fokus seiner Überlegungen lag weniger auf dem gesellschaftliche Interesse am bestmöglichen Mediensystem, als auf seinem unternehmerischen Eigeninteresse.</p></blockquote>
<p>Der politisch erzwungene Leistungsabbau bei der SRG sollte nach Wanners Vorstellungen vor allem dort erfolgen, wo er in den letzten sein eigenes Geschäft für teils teures Geld ausgebaut hat. Also insbesondere beim Fernsehen in den Bereichen Sport und Unterhaltung. Entsprechend lag der Fokus seiner Ausführungen weniger auf dem gesellschaftlichen Interesse am bestmöglichen Mediensystem, als auf seinem unternehmerischen Eigeninteresse.</p>
<p>Als Argumentationshilfe nutzte Wanner das kürzlich veröffentlichte <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/26/avenir-suisse-zur-medienpolitik-fantastereien-im-luftleeren-raum/">Diskussionspapier des Think-Tanks «Avenir Suisse»</a> zur Zukunft der SRG. Ein Vorschlag daraus, den Wanner «sehr gut» findet und der «unbedingt diskutiert werden muss», ist die Forderung nach einer Paywall für die Online-Inhalte der SRG. So lasse sich ein Gleichgewicht zwischen SRG und privaten Medien erreichen, glaubt Wanner. Als «völlig absurd» bezeichnet dagegen SRG-Generaldirektor Gilles Marchand diesen Vorschlag. «Das bedeutet, dass die Leute zweimal zahlen sollen.» Ein erstes Mal mit der Medienabgabe und das zweite Mal bei der Bezahlschranke.</p>
<blockquote><p>Angesichts dieser wilden Visionen blieb SRG-Generaldirektor Marchand ziemlich gelassen.</p></blockquote>
<p>Es überrascht nicht, dass Wanner die Idee einer SRG-Paywall gut findet. Schliesslich erklärte er zuvor, im Kernbereich des Service public, also beim journalistischen Informationsangebot, könnte die SRG sogar noch zulegen, wenn sie sich aufgrund finanzieller Restriktionen darauf konzentrieren müsste. Ein attraktiveres Online-Angebot müsste dann mittels Paywall zurückgebunden werden, damit die SRG keinen Vorteil geniesst beim Publikum gegenüber den Privaten mit ihren kostenpflichtigen News-Portalen.</p>
<p>Angesichts dieser wilden Visionen blieb SRG-Generaldirektor Marchand ziemlich gelassen, wohlwissend, dass weder er noch Wanner, sondern die Politik die wichtigen Weichen stellen wird.</p>
<p>Doch die SRG bleibt nicht untätig und pflegt wie schon bisher den Austausch mit der privaten Konkurrenz. Marchand erwähnte laufende Gespräche mit den Verlegern über Selbstbeschränkungen auf der einen und Kooperationsmöglichkeiten auf der anderen Seite. Als konkretes Beispiel an der sich die Zusammenarbeit orientieren könnte, nannte Marchand die <a href="https://apa.at/produkt/austria-videoplattform/" target="_blank" rel="noopener">Austria Videoplattform</a>, ein Contentpool für redaktionelle Videoinhalte der österreichischen Medienhäuser.</p>
<blockquote><p>Der Bundesrat könnte Konzessionen für einzelne Sendungen ausschreiben. Geld dafür nähme Wanner gerne.</p></blockquote>
<p>Von Zusammenarbeit hält Verleger Wanner indes wenig. «Es ist immer schwierig: Jeder will zwar zusammenarbeiten, aber nichts verlieren dabei.» Und flugs sprach er wieder über Selbstbeschränkung der SRG und brachte gleich einen weiteren Vorschlag, der auch perfekt zu seinem TV-Portfolio passt und dazu betragen würde, die SRG zu «entmonopolisieren». Der Bundesrat könnte Konzessionen für einzelne Sendungen ausschreiben, so Wanner, um die sich auch Privatsender bewerben könnten. Zum Beispiel eine Nachrichtensendung für 20 Millionen Franken jährlich. Dieses Geld nähme Wanner gerne.</p>
<p>Am Schluss seines Auftritts beim Presseclub in Genf kam Wanner auf den Ausgangspunkt und den Anlass seines Auftritts zurück: die Halbierungsinitiative. «Es gibt wirklich andere Wege», sagte der Verleger und Verbandsvize. «Aber wenn wir sie nicht gründlich diskutieren, dann bleibt am Ende diese Initiative.» Wobei diese anderen Wege, so wie Wanner sie skizzierte, zum gleichen Ziel führen wie die Halbierungsinitiative.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/16/verleger-wanner-zur-srg-zukunft-auf-anderen-wegen-zum-ziel-der-halbierungsinitiative/">Verleger Wanner zur SRG-Zukunft: auf «anderen Wegen» zum Ziel der Halbierungsinitiative</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GAV als Rettungsring? Impressum zerrt SRG vor Gericht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/09/gav-als-rettungsring-impressum-zerrt-srg-vor-gericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2022 12:45:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SSM]]></category>
		<category><![CDATA[GAV]]></category>
		<category><![CDATA[impressum]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpartnerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Journalistenverband impressum klagt gegen die SRG: Ein Gericht soll die SRG dazu verpflichten, auch mit impressum einen Gesamtarbeitsvertrag abzuschliessen. Das finden die SRG und deren langjährige Sozialpartnerin SSM keine gute Idee. impressum erhofft sich Geld und neue Mitglieder, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, mit seinem Vorgehen den Interessen des SRG-Personals zu schaden. <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/09/gav-als-rettungsring-impressum-zerrt-srg-vor-gericht/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Journalistenverband impressum klagt gegen die SRG: Ein Gericht soll die SRG dazu verpflichten, auch mit impressum einen Gesamtarbeitsvertrag abzuschliessen. Das finden die SRG und deren langjährige Sozialpartnerin SSM keine gute Idee. impressum erhofft sich Geld und neue Mitglieder, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, mit seinem Vorgehen den Interessen des SRG-Personals zu schaden.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-impressum-SRG-Rettungsring-20220908b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-99291" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-impressum-SRG-Rettungsring-20220908b.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-impressum-SRG-Rettungsring-20220908b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-impressum-SRG-Rettungsring-20220908b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-impressum-SRG-Rettungsring-20220908b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-impressum-SRG-Rettungsring-20220908b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-impressum-SRG-Rettungsring-20220908b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Schon jetzt ist klar, dass sich das Verfahren in die Länge ziehen wird. In diesem Jahr sei nicht mehr mit einem Urteil zu rechnen, sagte der Gerichtspräsident. Am vergangenen Mittwoch standen sich vor dem Berner Regionalgericht der Journalistenverband impressum und die SRG gegenüber.</p>
<p>Mit einer Klage will impressum erreichen, dass das Gericht die SRG dazu verpflichtet, mit ihnen einen Gesamtarbeitsvertrag abzuschliessen. Die SRG will das aber nicht. Sie stellt sich auf den Standpunkt, der bestehende Vertrag mit der Gewerkschaft SSM reiche aus, um den sozialpartnerschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen. Ein Parallel-GAV, wie ihn impressum für seine Mitglieder bei der SRG anstrebt, sei ein arbeitsrechtliches Unding und gar nicht praktikabel, hielt der SRG-Anwalt vor Gericht fest. Auch sieht er in der GAV-Frage keinen Spielraum für Kompromisse. SRG-Sprecher Edi Estermann erklärt auf Anfrage, es gebe «viele offene Fragen, wie dies zu bewerkstelligen wäre und gehandhabt werden könnte und wäre ohne Einbezug des heutigen Sozialpartners auch nicht lösbar».<br />
</p>
<p>Für die klagende Partei geht es um viel. Michael Burkard sagt es angesichts der Umwälzungen in der Medienbranche ganz unverblümt: «Es ist ein Kampf der Ertrinkenden um die rettende Holzplanke.» Als Zentralsekretär des Journalistenverbands impressum arbeitet Burkard für eine Organisation, die den Strukturwandel der Branche sehr direkt spürt: Immer weniger Journalistinnen und Journalisten bedeuten weniger Verbandsmitglieder und damit auch weniger Geld in der Kasse. Aber die Kosten für das Sekretariat, die Mitgliederbetreuung, die Dienstleistungen lassen sich nicht einfach so herunterfahren. Denn stimmt einmal die Qualität des Angebots nicht mehr, wechseln die Mitglieder zur Konkurrenz – oder verzichten gar ganz auf eine Mitgliedschaft.</p>
<p>Mit den beiden Gewerkschaften Syndicom und SSM – Schweizer Syndikat Medienschaffender, sowie dem Berufsverband impressum – Die Schweizer Journalistinnen buhlen in der Schweiz trotz schrumpfendem Medienmarkt weiterhin drei Organisationen um die Gunst der Angestellten in der Medienbranche. In vielen Fällen spannen sie zusammen. Etwa bei Arbeitskonflikten, bei medienpolitischen Fragen oder bei berufsethischen Anliegen. Mehrere Fusionsversuche scheiterten in der Vergangenheit aus teils irrationalen, teils nachvollziehbaren Gründen.</p>
<blockquote><p>Jede Geldquelle weckt Begehrlichkeiten – umso mehr, wenn man selbst nicht auf Rosen gebettet liegt.</p></blockquote>
<p>Als wichtiges Argument für die Mitgliederwerbung dienen die wenigen noch verbliebenen Gesamtarbeitsverträge. Wer bei der SRG arbeitet, entscheidet sich in der Regel für eine Mitgliedschaft beim Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM. Die Gewerkschaft, die massgeblich Angestellte von Radio und Fernsehen organisiert, ist seit Jahrzehnten sozialpartnerschaftlich mit der SRG verbunden. SRG und SSM handeln jeweils <a href="https://www.srgssr.ch/fileadmin/dam/documents/Jobs/GAV_de.pdf" target="_blank" rel="noopener">gemeinsam einen GAV</a> aus.</p>
<p>Der Gewerkschaft dient der GAV auch als Einnahmequelle. Als Abgeltung für den Aufwand, der durch den Vollzug des sozialpartnerschaftlichen Vertragswerks entsteht, wird allen SRG-Mitarbeiterin und -Mitarbeitern, die dem GAV unterstehen, pro Monat 13 Franken vom Lohn abgezogen. Die SSM-Mitglieder erhalten den Betrag wieder zurückerstattet. Reich wird die Gewerkschaft damit also nicht.</p>
<p>Doch jede Geldquelle weckt Begehrlichkeiten – umso mehr, wenn man selbst nicht auf Rosen gebettet liegt. Darum möchte der Journalistenverband impressum auch einen GAV mit der SRG abschliessen. «Wir sind das unseren Mitgliedern schuldig, die bei der SRG arbeiten», argumentiert impressum-Sekretär Michael Burkard. Tatsächlich arbeiten derzeit rund 200 der gut 3000 impressum-Mitglieder bei der SRG (das SSM zählt dort um die 2000 Mitglieder), meist ehemalige Print-Journalistinnen und -Journalisten, die im Laufe ihres Berufslebens zum öffentlichen Radio und Fernsehen gewechselt haben. Auch von ihrem Lohn fliesst der Vollzugskostenbeitrag heute zum SSM.</p>
<blockquote><p>Vor Gericht wirft impressum vor allem seine Bedeutung als nationaler Journalistenverband in die Waagschale.</p></blockquote>
<p>Wäre impressum auch GAV-Partner der SRG, könnte der Verband die Beträge seiner Mitglieder selbst einkassieren. Stand heute erhielte impressum damit um die 30&#8217;000 Franken pro Jahr. Das ist nicht viel, gemessen am administrativen Aufwand, der mit einem GAV entsteht. Das SSM unterhält heute Sekretariate an allen grossen Studiostandorten der SRG in der ganzen Schweiz und wendet für deren Betrieb jährlich über eine Million Franken auf. impressum findet, das liesse sich auch schlanker und günstiger bewerkstelligen. Das SSM hält das für eine Ausrede. «2010 haben wir impressum vorgerechnet, was ein GAV alles mit sich bringt. Sie sagten uns damals, dass sie weder finanziell noch personell in der Lage wären, diesen Aufwand leisten zu können – auch nicht mit dem Geld aus den Vollzugskostenbeiträgen», sagt Stephan Ruppen, Rechtsanwalt und pensionierter Zentralsekretär des SSM im Gespräch mit der MEDIENWOCHE.</p>
<p>Vor Gericht wirft impressum vor allem seine Bedeutung als nationaler Journalistenverband in die Waagschale. «Ein Berufsverband von nationaler Bedeutung kann Anspruch auf einen GAV geltend machen», zeigte sich der Anwalt des Berufsverbands überzeugt. Keine andere Organisation in der Schweiz vertrete so viele Journalisten wie impressum. Das stimmt zwar, aber die SRG beschäftigt nicht nur Journalistinnen und Journalisten, sondern noch viele andere Berufsgruppen. Diese Breite deckt impressum gerade nicht ab, sehr wohl aber das SSM.</p>
<p>Ebenso steht die Frage im Raum, ob impressum mit seinen gut 200 Mitgliedern bei der SRG überhaupt als repräsentativ gelten könne. Welche Schwelle für die GAV-Tauglichkeit überschritten sein muss, hat bisher noch kein Schweizer Gericht beurteilt. Frühere Urteile betreffen nur die Repräsentativität innerhalb einer Branche, aber nicht innerhalb eines einzelnen Unternehmens.</p>
<blockquote><p>Schon vor drei Jahren wollte impressum zuletzt auf dem Rechtsweg einen Beitritt zum SRG-GAV erzwingen, liess aber die Klagefrist verstreichen.</p></blockquote>
<p>Das laufende Verfahren ist die x-te Episode in einer über dreissigjährigen Geschichte. Seit Anfang der 1990er-Jahre versucht impressum immer wieder auf unterschiedlichen Wegen, sich als Sozialpartner der SRG zu etablieren – bisher erfolglos. In der Vergangenheit richtete impressum sein Begehren um Aufnahme in den SRG-GAV jeweils an die Gewerkschaft SSM. Für die Gewerkschaft kam und kommt das aber nicht in Frage. Zwar skizzierten die Spitzen der beiden Organisationen vor rund zehn Jahren einmal einen Fahrplan hin zu einem möglichen GAV-Beitritt von impressum. Die SSM-Gremien setzten diesem Annäherungsversuch allerdings ein Ende. Das einzige Zugeständnis gewährte das SSM 1992, als impressum einen Beobachterstatus erhielt. Seither sind Verbandsvertreter bei den GAV-Verhandlungen dabei. In anderen Gremien, wo sie auch beobachtend hätten Einsitz nehmen können, verzichteten sie aus Kapazitätsgründen darauf.</p>
<p>Vor drei Jahren wollte impressum zuletzt auf dem Rechtsweg einen Beitritt zum SRG-GAV erzwingen, liess dann aber die Klagefrist von drei Monaten tatenlos verstreichen. Bei den eigenen Mitgliedern kam dieses Vorgehen nicht nur gut an. Darum entschied sich impressum nun, gegen die SRG zu klagen und so den Abschluss eines Parallel-GAV zu erreichen. «Wir wollen keinen Streit mit dem SSM», begründet impressum-Zentralsekretär Burkard den Strategiewechsel.</p>
<p>Nach dem ersten Verhandlungstermin steht komplett offen, wie das Gericht in dieser Sache entscheiden wird. Klar ist aber schon jetzt, dass es Neuland betritt. Noch hat kein schweizerisches Gericht eine Klage behandelt, die von einem Unternehmen den Abschluss eines Parallelvertrags zu einem bestehenden GAV einfordert. Nicht nur für die beklagte SRG wäre das ein Unding, sondern auch für ihren Sozialpartner SSM. «Wenn es ein Gerichtsurteil gäbe, das einen Parallel-GAV ermöglicht, dann bräche das Chaos aus, weil sich dann jeder Kleinstverband darauf berufen und auch seinen eigenen GAV fordern könnte», befürchtet der SSM-Anwalt vor Gericht. Das Ergebnis wären Verhandlungsblockaden und letztlich die Schwächung der Interessen des SRG-Personals, befürchtet das SSM.</p>
<blockquote><p>Sogar regionale Funktionsträger von impressum wussten nichts von der Klage gegen die SRG und zeigten sich auf Anfrage erstaunt bis irritiert.</p></blockquote>
<p>So nachvollziehbar die Gründe dafür auch sein mögen, so fragwürdig erscheint das Vorgehen von impressum. Zum einen generiert der Rechtsstreit Kosten und beansprucht Personalressourcen bei allen involvierten Parteien. Zum anderen ist unklar, inwiefern die Mitgliedschaft von impressum den eingeschlagenen Weg gut findet. Sogar regionale Funktionsträger wussten nichts von der Klage gegen die SRG und zeigten sich auf Anfrage erstaunt bis irritiert.</p>
<p>Impressum täte darum gut daran, dieses Unterfangen mit ungewissem Ausgang abzubrechen und sich in den angestammten Gefilden um Mitglieder zu bemühen. Warum nicht all die Heerscharen von Berufsleuten, die in die Kommunikation abwandern (aber gleichzeitig angeben, im Herzen Journalistinnen und Journalisten zu bleiben), als Verband organisieren? Das wäre vermutlich erfolgversprechender als weiter einen Kampf zu führen, der nun schon über 30 Jahre lang nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat und bei einem Partner, mit dem man in anderen Fragen zusammenspannt, nur für unnötigen Ärger sorgt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/09/gav-als-rettungsring-impressum-zerrt-srg-vor-gericht/">GAV als Rettungsring? Impressum zerrt SRG vor Gericht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Finanzkontrolle ist nur halb zufrieden mit der Finanzaufsicht über die SRG</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/30/finanzkontrolle-ist-nur-halb-zufrieden-mit-der-finanzaufsicht-ueber-die-srg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2022 08:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Aufsicht]]></category>
		<category><![CDATA[EFK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=98232</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Bundesamt für Kommunikation soll die Finanzen der SRG genauer überwachen. So lautet das Fazit eines Berichts der Eidgenössischen Finanzkontrolle. Auch die Programmanalyse könne verbessert werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesamt für Kommunikation soll die Finanzen der SRG genauer überwachen. So lautet das Fazit eines Berichts der Eidgenössischen Finanzkontrolle. Auch die Programmanalyse könne verbessert werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/30/finanzkontrolle-ist-nur-halb-zufrieden-mit-der-finanzaufsicht-ueber-die-srg/">Finanzkontrolle ist nur halb zufrieden mit der Finanzaufsicht über die SRG</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Black Box «Play Suisse»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/25/black-box-play-suisse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2022 15:56:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Mediapulse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=97465</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit eineinhalb Jahren betreibt die SRG eine mehrsprachige Streaming-Plattform. Wie intensiv «Play Suisse» tatsächlich genutzt wird, gibt die SRG bis heute nicht bekannt. Auch lässt sie die Nutzung nicht von unabhängiger Seite messen, obwohl das ursprünglich so vorgesehen war. Glaubt man den bisher veröffentlichten Zahlen, dann schreibt die SRG mit «Play Suisse» eine einzige Erfolgsgeschichte. <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/25/black-box-play-suisse/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/25/black-box-play-suisse/">Black Box «Play Suisse»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit eineinhalb Jahren betreibt die SRG eine mehrsprachige Streaming-Plattform. Wie intensiv «Play Suisse» tatsächlich genutzt wird, gibt die SRG bis heute nicht bekannt. Auch lässt sie die Nutzung nicht von unabhängiger Seite messen, obwohl das ursprünglich so vorgesehen war.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-97466" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Glaubt man den bisher veröffentlichten Zahlen, dann schreibt die SRG mit <a href="https://www.playsuisse.ch/homepage" rel="noopener" target="_blank">«Play Suisse»</a> eine einzige Erfolgsgeschichte. Ob anlässlich des <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/Ein_Jahr_Play_Suisse.pdf" rel="noopener" target="_blank">ersten Geburtstags</a> im vergangenen November oder erst jüngst wieder <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/Ein_Jahr_Play_Suisse.pdf" rel="noopener" target="_blank">im Geschäftsbericht der SRG</a>: immer nur eindrückliche Zahlen. «Play Suisse» als Nummer zwei hinter dem Platzhirsch Netflix, mehr als 400&#8217;000 angemeldete Nutzer:innen, fast 700&#8217;000 Zuschauer:innen. Entsprechend bilanzierte die SRG nach einem Jahr: «Play Suisse» hat sein Publikum gefunden. Ja, mehr noch: «Das ehrgeizige Ziel, ‹die Schweiz in Originalversion› zu präsentieren, wurde erreicht».</p>
<p>Was die SRG hingegen nirgends mitteilt, sind konkrete Zahlen zur Nutzungsdauer; also wer wie lange welche Filme und Serien auf «Play Suisse» schaut. Die Anzahl angemeldeter Personen sagt darüber nichts aus. Wer ein Login erstellt, braucht danach die Plattform nicht zwingend regelmässig zu besuchen.<br />
</p>
<p>Die SRG selbst weiss natürlich auf die Sekunde genau, wie die Nutzung auf ihrer neuen Streaming-Plattform aussieht. Aber sie kommuniziert nur sehr selektiv. Den Vorwurf der «Black Box» will sie aber nicht stehen lassen. «Wir berichten – im Übrigen als einzige Anbieterin – detailliert über die Entwicklung und Nutzung der Plattform», betont SRG-Kommunikationschef Edi Estermann auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Nur eben: Einen der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Wert, der es erst erlauben würde zu beurteilen, ob «Play Suisse» tatsächlich einem Publikumsbedürfnis entspricht, hält das Unternehmen bis heute unter Verschluss.</p>
<blockquote><p>Per Ende 2021 lagen keine von Mediapulse erhobenen Nutzungszahlen für «Play Suisse» vor. Die SRG hatte sich gegen eine externe Messung entschieden.</p></blockquote>
<p>Noch vor einem Jahr sah es anders aus. «‹Play Suisse› wird im Rahmen der neuen Online-Forschung ebenfalls erhoben werden, so wie alle Angebote der SRG. Diese Publikation sollte per Ende Jahr möglich sein.» Das teilte Mediapulse Ende April 2021 der MEDIENWOCHE mit. Die Firma sorgt mit einem gesetzlichen Auftrag «für die Erhebung wissenschaftlicher Daten zur Radio-​ und Fernsehnutzung in der Schweiz». Per Ende 2021 lagen aber keine von Mediapulse erhobenen Nutzungszahlen für «Play Suisse» vor. Die SRG hatte sich gegen eine externe Messung entschieden.</p>
<p>Damit Mediapulse die Nutzung eines Online-Angebots präzise messen kann, muss der Betreiber der Plattform zuerst einen sogenannten «Tag» in seine Infrastruktur einbauen. Dieser Code-Schnipsel hilft dabei, die Besucher:innen zu registrieren und zählen. Diesen Aufwand mag die SRG derzeit nicht leisten. Das würde «Ressourcen benötigen, die wir für andere Aufgaben nutzen möchten», teilt SRG-Medienchef Estermann mit.</p>
<p>Mediapulse bedauert diesen Verzicht, weist aber auf die Freiwilligkeit der Forschung hin. «Die SRG kooperiert sonst sehr breit mit uns und ist in vielen Belangen anderen Marktteilnehmern sogar voraus», weiss Christian-Kumar Meier, Marketingchef von Mediapulse im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Und ergänzt: «Mit der Messung von ‹Play Suisse› wäre die SRG bei uns jederzeit sehr willkommen.»</p>
<blockquote><p>Gingen die Zahlen durch die Decke, würde die SRG damit noch so gerne die externe Kommunikation befeuern.</p></blockquote>
<p>Doch vorerst bleiben die Nutzungszahlen der Streaming-Plattform eine Black Box. Man gehe mit den internen Zahlen «vorsichtig und verantwortungsbewusst» um, heisst es bei der SRG. «Wir wollen mit den Daten die Plattform für Nutzer:innen verbessern und nicht die externe Kommunikation befeuern», erklärt Kommunikationschef Edi Estermann. Nur, und darauf wäre Verlass: Gingen die Zahlen durch die Decke, würde die SRG damit noch so gerne die externe Kommunikation befeuern. Der naheliegende Grund, warum man sich nun nobel zurückhält: «Play Suisse» liefert bis jetzt nicht die Zahlen, die man sich gewünscht hatte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/25/black-box-play-suisse/">Black Box «Play Suisse»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Auf dieses Netzwerk zählt die SRG im Kampf gegen die 200-Franken-Initiative</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/21/auf-dieses-netzwerk-zaehlt-die-srg-im-kampf-gegen-die-200-franken-initiative/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 07:53:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Halbierungsinitiative]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interne und externe PR-Berater und eine Allianz, die Exponenten der FDP einbinden soll &#8211; damit die SVP mit ihrer Forderung nach einer tieferen Haushaltabgabe möglichst alleine dasteht: So bemüht sich die SRG, die Volksinitiative abzuwehren &#8211; die ihre Existenz gefährde.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Interne und externe PR-Berater und eine Allianz, die Exponenten der FDP einbinden soll &#8211; damit die SVP mit ihrer Forderung nach einer tieferen Haushaltabgabe möglichst alleine dasteht: So bemüht sich die SRG, die Volksinitiative abzuwehren &#8211; die ihre Existenz gefährde.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/21/auf-dieses-netzwerk-zaehlt-die-srg-im-kampf-gegen-die-200-franken-initiative/">Auf dieses Netzwerk zählt die SRG im Kampf gegen die 200-Franken-Initiative</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Tessiner TV-Ikone Tiziana Mona ist gestorben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/06/die-tessiner-tv-ikone-tiziana-mona-ist-gestorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2022 18:47:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>
		<category><![CDATA[RSI]]></category>
		<category><![CDATA[Tiziana Mona]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie war die erste Frau in ganz Europa, die eine Nachrichtensendung leitete: Das war 1969, als Frauen in der Schweiz noch kein Wahlrecht hatten. Jetzt ist Tiziana Mona gestorben, wie ihre Freundinnen und Freunde einer Todesanzeige entnehmen müssen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/06/die-tessiner-tv-ikone-tiziana-mona-ist-gestorben/">Die Tessiner TV-Ikone Tiziana Mona ist gestorben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie war die erste Frau in ganz Europa, die eine Nachrichtensendung leitete: Das war 1969, als Frauen in der Schweiz noch kein Wahlrecht hatten. Jetzt ist Tiziana Mona gestorben, wie ihre Freundinnen und Freunde einer Todesanzeige entnehmen müssen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/06/die-tessiner-tv-ikone-tiziana-mona-ist-gestorben/">Die Tessiner TV-Ikone Tiziana Mona ist gestorben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Abgänge beim Schweizer Fernsehen werden zu einem Problem für die SRG</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/02/die-abgaenge-beim-schweizer-fernsehen-werden-zu-einem-problem-fuer-die-srg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 May 2022 15:40:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Halbierungsinitiative]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=96946</guid>

					<description><![CDATA[<p>Profilierte Moderatoren und Kaderleute verlassen Schweizer Radio und Fernsehen. Das schadet der ganzen SRG, die vor den Schweizer Stimmberechtigten bald für ihre Gebühren kämpfen muss.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Profilierte Moderatoren und Kaderleute verlassen Schweizer Radio und Fernsehen. Das schadet der ganzen SRG, die vor den Schweizer Stimmberechtigten bald für ihre Gebühren kämpfen muss.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/02/die-abgaenge-beim-schweizer-fernsehen-werden-zu-einem-problem-fuer-die-srg/">Die Abgänge beim Schweizer Fernsehen werden zu einem Problem für die SRG</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>2021 hat die SRG 50 Millionen mehr ausgegeben statt eingespart</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/23/2021-hat-die-srg-50-millionen-mehr-ausgegeben-statt-eingespart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Apr 2022 08:12:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sparmassnahmen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=96674</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bis 2024 wollte die SRG zusätzlich 50 Millionen Franken einsparen, gab 2021 aber nun 50 Millionen mehr aus, wie die Erfolgsrechnung des vergangenen Jahres zeigt. Als Gründe für den Mehraufwand gibt die SRG verschobene Sportanlässe und gestiegene Produktionskosten an.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bis 2024 wollte die SRG zusätzlich 50 Millionen Franken einsparen, gab 2021 aber nun 50 Millionen mehr aus, wie die Erfolgsrechnung des vergangenen Jahres zeigt. Als Gründe für den Mehraufwand gibt die SRG verschobene Sportanlässe und gestiegene Produktionskosten an.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/23/2021-hat-die-srg-50-millionen-mehr-ausgegeben-statt-eingespart/">2021 hat die SRG 50 Millionen mehr ausgegeben statt eingespart</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Machtmissbrauch: RTS-Chefs müssen in die Benimm-Schule</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/20/machtmissbrauch-rts-chefs-muessen-in-die-benimm-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Mar 2022 12:18:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[RTS]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95763</guid>

					<description><![CDATA[<p>Da sie durch interne Ermittlungen wegen des Verdachts auf Belästigung bei RTS infrage gestellt wurden, haben die Führungskräfte des Unternehmens, darunter auch der Direktor Pascal Crittin, eine Schulung absolviert, um Machtmissbrauch zu unterbinden.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/20/machtmissbrauch-rts-chefs-muessen-in-die-benimm-schule/">Machtmissbrauch: RTS-Chefs müssen in die Benimm-Schule</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da sie durch interne Ermittlungen wegen des Verdachts auf Belästigung bei RTS infrage gestellt wurden, haben die Führungskräfte des Unternehmens, darunter auch der Direktor Pascal Crittin, eine Schulung absolviert, um Machtmissbrauch zu unterbinden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/20/machtmissbrauch-rts-chefs-muessen-in-die-benimm-schule/">Machtmissbrauch: RTS-Chefs müssen in die Benimm-Schule</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>SRG-Fernsehsport: Mehrkampf auf einem neuen Spielfeld</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/18/srg-fernsehsport-mehrkampf-auf-einem-neuen-spielfeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2022 10:10:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Sportrechte]]></category>
		<category><![CDATA[SRF Sport]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95692</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gegen ambitionierte Konkurrenz ziehen die SRG und das Schweizer Fernsehen SRF den Kürzeren und verlieren attraktive Sportrechte. Und wo sich neue Perspektiven eröffnen, etwa mit der Übertragung von Frauenfussball, bleibt das Engagement eher lau. So lange die SRG mit dem TV-Sport Werbegeld verdienen will (und muss), bleibt der Fokus auf den grossen Publikumsmagneten. Nach mehr <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/18/srg-fernsehsport-mehrkampf-auf-einem-neuen-spielfeld/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gegen ambitionierte Konkurrenz ziehen die SRG und das Schweizer Fernsehen SRF den Kürzeren und verlieren attraktive Sportrechte. Und wo sich neue Perspektiven eröffnen, etwa mit der Übertragung von Frauenfussball, bleibt das Engagement eher lau. So lange die SRG mit dem TV-Sport Werbegeld verdienen will (und muss), bleibt der Fokus auf den grossen Publikumsmagneten.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Sport-Strategie-20220318.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-95693 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Sport-Strategie-20220318.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Sport-Strategie-20220318.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Sport-Strategie-20220318-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Sport-Strategie-20220318-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Sport-Strategie-20220318-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Sport-Strategie-20220318-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Nach mehr als vier Monaten zeigt das Schweizer Fernsehen am kommenden Samstag wieder Mal ein Meisterschaftsspiel der «Women’s Super League», zwar nur als Live-Stream auf der Website und nicht am «richtigen» Fernsehen, aber immerhin. Im Sommer 2020 hatte die SRG <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/srg-sender-berichten-live-ueber-die-womens-super-league" target="_blank" rel="noopener">angekündigt</a>, fortan Partien der höchsten Schweizer Frauenfussballspielklasse live am Fernsehen zu zeigen. Das Unternehmen begründete diesen Schritt mit der «wachsenden Bedeutung des Frauenfussballs». Dieser Entwicklung wolle man mit einem «stetigen Ausbau der Berichterstattung» Rechnung tragen. Knapp zwei Jahre später sieht das Angebot eher bescheiden aus. Neun Parteien zeigt das Schweizer Fernsehen pro Jahr, vier in der regulären Saison und fünf Play-off-Spiele, die meisten davon als Live-Stream.</p>
<blockquote><p>Alles in allem hat er Frauenfussball eine wesentlich grössere TV-Präsenz als noch vor zwei Jahren – auch wenig ist mehr als nichts.</p></blockquote>
<p>Die «Highlights aus der «Women’s Super League», die gemäss Programmhinweis in jeder Ausgabe des neuen SRF-Fussballmagazins <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/super-league---highlights?id=7138fd51-cbb0-44cd-a32b-795eec0a0956" target="_blank" rel="noopener">«Super League – Highlights»</a> zu sehen sein sollten, beschränken sich bisweilen auf das Einblenden der aktuellen Tabelle. Im besseren Fall zeigt das Fernsehen einen Mini-Beitrag von ein bis zwei Minuten Dauer mit den Toren aus dem Spitzenspiel der Runde. Weiter findet man auf der SRF-Website von jedem Spiel eine <a href="https://www.srf.ch/sport/resultcenter/results#/results/football/nla-women/Phase-1-0/Round-2-12" target="_blank" rel="noopener">unkommentierte Kurzzusammenfassung</a> von rund vier Minuten.</p>
<p>Alles in allem ergibt das zwar eine wesentlich grössere TV-Präsenz als noch vor zwei Jahren – auch wenig ist mehr als nichts. Aber wer sich für Frauenfussball interessiert, muss dennoch mit der Lupe suchen, bis man eines der raren Live-Spiele oder die paar Sekunden Liga-Berichterstattung findet. Im kommenden Juli wird sich das für einen Monat verbessern, wenn in England die Europameisterschaften mit Schweizer Beteiligung stattfinden. Danach gibt es wieder mediale Magerkost.</p>
<blockquote><p>Beim Fussball am TV bewegen sich mit Swisscom und CH Media zwei ambitionierte Mitbewerber auf dem Spielfeld und bedrängen die SRG.</p></blockquote>
<p>Das Sportangebot am Schweizer Fernsehen dominieren weiterhin die grossen Publikumssportarten, allen voran (Männer)-Fussball und Eishockey, gefolgt von Tennis, Ski alpin, Leichtathletik und Motorsport. An dieser Rangfolge hat sich in den letzten zehn Jahren nichts geändert, am konkreten Angebot allerdings schon.<br />
</p>
<p>Beim Fussball bewegen sich mit Swisscom und CH Media zwei ambitionierte Mitbewerber auf dem Spielfeld und bedrängen die SRG. Die berichtet zwar weiterhin ausführlich und mit einem Live-Spiel pro Rund über die nationale Meisterschaft. Aber bei den europäischen Klubwettbewerben hat das öffentliche Fernsehen das Nachsehen: Europa und Champions League sieht man grundsätzlich nur noch gegen Geld bei Blue TV von Swisscom. Einzelne Spiele darf CH Media auf seinen frei empfangbaren Sendern <a href="https://chmedia.ch/news/uefa-champions-league-und-uefa-europa-league-teleclub-und-ch-media-einigen-sich-auf" target="_blank" rel="noopener">3+ und TV24 zeigen</a>. Bei der Nationalmannschaft bleibt die SRG die erste Anlaufstelle. Aufgrund einer Vorgabe in der Konzession, «beim Rechteerwerb Kooperationen mit anderen schweizerischen Veranstaltern einzugehen», holte die SRG den Konkurrenten CH Media <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/nationalmannschafts-fussball-bis-2028-bei-der-srg" target="_blank" rel="noopener">mit ins Boot</a>, der nun auch Spiele der «Nati» zeigen kann.</p>
<p>Beim Eishockey zeichnet sich eine ungleich dramatischere Entwicklung ab. Aller Voraussicht nach wird das Schweizer Fernsehen ab der kommenden Saison und für die nächsten fünf Jahre gar <a href="https://www.watson.ch/sport/eismeister%20zaugg/311819471-national-league-srf-verliert-alle-live-rechte-im-schweizer-eishockey" target="_blank" rel="noopener">keine Spiele der höchsten Liga</a> mehr zeigen können. In die Fusstapfen von Schweizer Fernsehen SRF treten CH Media und die «Blick»-Gruppe. Sie haben vom Telekom-Konzern UPC Sunrise als Rechteinhaber eine Sublizenz für die Übertragung ausgewählter Spiele im frei empfangbaren Fernsehen, respektive fürs Online-Streaming, erhalten. UPC Sunrise betreibt mit MySports eine kostenpflichtige Plattform, wo sämtliche Spiele der «National League» zu sehen sind.</p>
<blockquote><p>Publikumsmagneten kosten zwar, bringen aber auch Werbegeld. Darum möchte die SRG die Fussball Champions League wieder zurück ins Programm holen.</p></blockquote>
<p>Trotz potenter Mitbewerber und teils schmerzhafter Einschnitte ins Live-Angebote hält das Schweizer Fernsehen an Fussball und Eishockey als Zugpferde fest. Der Ball auf dem Rasen und der Puck auf dem Eis wecken weiterhin grosses Publikumsinteresse. Guten Quoten bringen viel Werbegeld. Schliesslich finanziert sich die SRG neben dem Milliardenbetrag aus der Haushaltsabgabe weiterhin über kommerzielle Erträge. Und sie braucht das Geld, wenn sie auch künftig Sportrechte erwerben will, um Publikumsmagnete ins Programm zu bringen – die wiederum für die Werbung attraktiv sind. Auch darum möchte man die Fussball-Champions-League <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/sport/srf-wir-wollen-die-champions-league-wieder-ins-programm-nehmen-ld.2246148?reduced=true" target="_blank" rel="noopener">wieder zurück ins Programm holen</a>.</p>
<p>Die Quotenfixierung – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Programmgestaltung – würde abgeschwächt bei einem Verbot von TV-Werbung für die SRG. Eine Forderung, die immer mal wieder <a href="https://www.derbund.ch/die-srg-muss-auf-werbung-und-sponsoring-verzichten-266832572943" target="_blank" rel="noopener">aufs Tapet kommt</a> und mir Blick auf die <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/01/srg-initiative-diesmal-geht-es-nicht-ohne-einen-plan-b/">Halbierungsinitiative</a> wohl auch politisch diskutiert werden dürfte als Element eines Gegenvorschlags.</p>
<p>Auf die Sportstrategie der SRG und des Schweizer Fernsehens hätten die Umbrüche in der einheimischen und internationalen Sportmedienlandschaft keinen Einfluss. Man werde ein «umfassendes Sportangebot (…) langfristig aufrechterhalten können», erklärte Roland Mägerle, Leiter «SRF Sport» und Business Unit Sport SRG, gegenüber der MEDIENWOCHE. Als Beleg dafür verweist Mägerle auf die Vielzahl von stets wieder erneuten Verträgen für die verschiedensten Sportarten. Und Fussball zeige das Schweizer Fernsehen mehr denn je, abgesehen von der Champions League.</p>
<blockquote><p>Seit ein paar Jahren bieten die SRG und das Schweizer Fernsehen auch Sportarten eine regelmässige Medienpräsenz, die zuvor wenig sichtbar waren.</p></blockquote>
<p>Bei aller Fülle und Vielfalt: Die Programme und Plattformen der SRG sind längst nicht mehr die erste und einzige Anlaufstelle für den Fernsehsport in der Schweiz. Aber im Unterschied zur privaten Konkurrenz verfügt die SRG über einen gesetzlichen Auftrag und muss gemäss Konzession den schweizerischen Sport in seiner ganzen Breite abdecken.</p>

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<p>Seit ein paar Jahren bieten die SRG und das Schweizer Fernsehen auch Sportarten eine regelmässige Medienpräsenz, die zuvor wenig sichtbar waren. So zeigt die SRG seit 2016 Spitzenspiele der vier in der Schweiz populärsten <a href="https://www.srgd.ch/de/aktuelles/news/2016/03/10/hallensportarten-live-auf-srg-onlineplattformen/" target="_blank" rel="noopener">Hallensportarten</a> Unihockey, Volleyball, Handball und Basketball. 2020 folgte der Frauenfussball. Über das gesamte TV-Sportangebot der SRG gesehen, fristen die fünf Sportarten aber ein Nischendasein. Wer nach aktuellen Resultaten sucht, muss sich in Unterrubriken begeben. Eine kontinuierliche redaktionelle Begleitung findet nicht statt. Über die US-amerikanische Basketball-Liga erfährt man bei SRF mehr als über die schweizerische.</p>
<blockquote><p>Das Schweizer Fernsehen erkennt in den neuen Live-Streaming-Plattformen keine Konkurrenz, sondern sieht das als Ergänzung zum eigenen Angebot.</p></blockquote>
<p>Doch auch die neuen Nischen sind kein sicheres Terrain. Zum einen drängen hier Technologie- und Telekomanbieter in den Markt mit <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/23/sport-im-stream-kamera-boom-am-spielfeldrand/">automatisiertem Live-Streaming</a>. So hat die höchste Handball-Liga mit einer Swisscom-Tochter zusammengespannt und lässt mit smarten Kameras und ganz ohne Personal sämtliche Spiele ins Internet übertragen. Die zweithöchste Eishockey-Liga wird ab kommender Saison den gleichen Weg gehen. Das Schweizer Fernsehen erkennt in den neuen Live-Streaming-Plattformen keine Konkurrenz, sondern sieht das als Ergänzung zum eigenen Angebot.</p>
<p>Zum anderen weckt der Publikumserfolg, wenn das Schweizer Fernsehen eine Sportart erst einmal am Bildschirm etabliert hat, das Interesse der privaten Konkurrenz. So machte der Verleger Peter Wanner schon vor Jahren keinen Hehl daraus, dass auch er gerne das Schwingfest auf seinen Sendern zeigen möchte. «Darauf stürzen sich alle Sponsoren, alle Werbetreibenden», sagte Wanner 2015 während einer <a href="https://tp.srgssr.ch/p/srf/standalone?urn=urn:srf:video:ed15f46b-89e0-480e-8e48-f56e8e9d9f32&amp;autoplay=true&amp;start=2037" target="_blank" rel="noopener">SRF-«Arena» zur Medienpolitik</a>. Doch Wanner muss sich noch ein paar Jahre gedulden. Mindestens bis 2028 spannen Schwingerverband und SRG zusammen. Andere Verträge laufen früher aus. Etwa jener des Schweizer Fussball-Cups. Da bleibt die SRG noch bis zur Saison 2023/24 am Ball. Aber danach? Heisst dann der Fussball-Wettbewerb vielleicht Blick-TV-Ringier-Schweizer-Cup?</p>
<p>Auf dem neuen Spielfeld des Fernsehsports müssen die SRG und das Schweizer Fernsehen jederzeit damit rechnen, dass andere Akteure zum Zug kommen. Gleichzeitig befinden sich die Rechteinhaber, bei nationalen Wettbewerben sind das Verbände und Ligen, in einer komfortablen Situation. Sie können das beste Angebot auswählen. Und das Publikum kriegt mehr Live-Sport am Bildschirm als je zuvor. Einfach nicht mehr an einem einzigen Ort, sondern auf allen möglichen Kanälen und Plattformen. Die neue Vielfalt hat aber auch ihren Preis. Für TV-Sport kann Das Publikum so viel Geld ausgeben wie noch nie.</p>
<p><small>Bild: Adobe Stock</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/18/srg-fernsehsport-mehrkampf-auf-einem-neuen-spielfeld/">SRG-Fernsehsport: Mehrkampf auf einem neuen Spielfeld</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Mit Streaming verschärft sich die Gemengelage»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/17/mit-streaming-verschaerft-sich-die-gemengelage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 23:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Bakel Walden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bakel Walden ist bei der SRG für die Streamingplattform Play Suisse verantwortlich. Über die Entwicklung des Angebots, einen hart umkämpften Markt und das Windowing-Konzept in der Schweiz spricht er im Interview mit Blickpunkt:Film.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/17/mit-streaming-verschaerft-sich-die-gemengelage/">«Mit Streaming verschärft sich die Gemengelage»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bakel Walden ist bei der SRG für die Streamingplattform Play Suisse verantwortlich. Über die Entwicklung des Angebots, einen hart umkämpften Markt und das Windowing-Konzept in der Schweiz spricht er im Interview mit Blickpunkt:Film.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/17/mit-streaming-verschaerft-sich-die-gemengelage/">«Mit Streaming verschärft sich die Gemengelage»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>200 statt 335 Franken Fernsehgebühren: Diese Politiker greifen die SRG an</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/24/200-statt-335-franken-fernsehgebuehren-diese-politiker-greifen-die-srg-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 14:33:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gebührenhalbierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange war offen, wann die «Halbierungsinitiative» lanciert wird. Recherchen zeigen: Am Dienstag, 1. März, tritt das neue Komitee an. Auch ein prominenter Mitte-Politiker ist vorne mit dabei. Seine Argumente lassen aufhorchen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/24/200-statt-335-franken-fernsehgebuehren-diese-politiker-greifen-die-srg-an/">200 statt 335 Franken Fernsehgebühren: Diese Politiker greifen die SRG an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange war offen, wann die «Halbierungsinitiative» lanciert wird. Recherchen zeigen: Am Dienstag, 1. März, tritt das neue Komitee an. Auch ein prominenter Mitte-Politiker ist vorne mit dabei. Seine Argumente lassen aufhorchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/24/200-statt-335-franken-fernsehgebuehren-diese-politiker-greifen-die-srg-an/">200 statt 335 Franken Fernsehgebühren: Diese Politiker greifen die SRG an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>SRG lässt sich von PwC beraten – Kostenpunkt: unbekannt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/22/srg-laesst-sich-von-pwc-beraten-kostenpunkt-unbekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 23:51:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensberatung]]></category>
		<category><![CDATA[PwC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95656</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die SRG will ihre digitale Ausrichtung weiterentwickeln. Sie lässt sich dafür ausgerechnet vom Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers (PwC) beraten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/22/srg-laesst-sich-von-pwc-beraten-kostenpunkt-unbekannt/">SRG lässt sich von PwC beraten – Kostenpunkt: unbekannt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die SRG will ihre digitale Ausrichtung weiterentwickeln. Sie lässt sich dafür ausgerechnet vom Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers (PwC) beraten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/22/srg-laesst-sich-von-pwc-beraten-kostenpunkt-unbekannt/">SRG lässt sich von PwC beraten – Kostenpunkt: unbekannt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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