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	<title>Twitter | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 Nov 2022 20:39:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Twitter darf nicht sterben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/25/twitter-darf-nicht-sterben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2022 20:39:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele wünschen sich das Ende von Twitter herbei. Doch das wäre fatal für die Diplomatie, den globalen Diskurs und den Fakten­konsens.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/25/twitter-darf-nicht-sterben/">Twitter darf nicht sterben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele wünschen sich das Ende von Twitter herbei. Doch das wäre fatal für die Diplomatie, den globalen Diskurs und den Fakten­konsens.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/25/twitter-darf-nicht-sterben/">Twitter darf nicht sterben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elon Musk und Twitter: Alle Rede ist frei, aber manche ist freier</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/08/elon-musk-und-twitter-alle-rede-ist-frei-aber-manche-ist-freier/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marko Ković]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 09:23:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Free Speech]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der reichste Mensch der Welt wollte Twitter zu einer Bastion der freien Rede umbauen. Stattdessen hat er die Plattform innerhalb weniger Tage ins Chaos gestürzt. Elon Musk muss nun auf die harte Tour lernen, dass sich freie Rede ohne Regeln kommerziell nicht lohnt. Er hatte es sich so einfach vorgestellt. Im April erklärte Elon Musk, <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/08/elon-musk-und-twitter-alle-rede-ist-frei-aber-manche-ist-freier/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der reichste Mensch der Welt wollte Twitter zu einer Bastion der freien Rede umbauen. Stattdessen hat er die Plattform innerhalb weniger Tage ins Chaos gestürzt. Elon Musk muss nun auf die harte Tour lernen, dass sich freie Rede ohne Regeln kommerziell nicht lohnt.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Twitter-under-Musk_20221108.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-100595 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Twitter-under-Musk_20221108.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Twitter-under-Musk_20221108.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Twitter-under-Musk_20221108-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Twitter-under-Musk_20221108-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Twitter-under-Musk_20221108-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Twitter-under-Musk_20221108-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Er hatte es sich so einfach vorgestellt. Im April erklärte Elon Musk, dass er für Twitter eine <a href="https://twitter.com/elonmusk/status/1519036983137509376?lang=en" target="_blank" rel="noopener">Zukunft als «Free Speech»-Plattform</a> vorsehe: Auf Twitter solle im Sinne der freien Rede grundsätzlich alles erlaubt sein, was nicht explizit gesetzlich verboten ist. Mit dieser Ankündigung avancierte Musk im Nu zu einem Liebling in libertären, rechtskonservativen und rechtsextremen Kreisen. Dieses Milieu sieht Einschränkungen von Hassrede und Desinformation <a href="https://www.washingtonpost.com/technology/2022/10/09/social-media-content-moderation/" target="_blank" rel="noopener">als «Zensur»</a>, wenn nicht gar als grossangelegte linke Verschwörung. Twitter sanktionierte bisher nicht nur Hassrede, mit der direkt zu Gewalt aufgerufen wurde, sondern auch Inhalte wie rassistische Beschimpfungen, mit denen Personen oder Gruppen wiederholt erniedrigt werden.<br />
</p>
<p>Kurz nachdem Musk Twitter am 27. Oktober übernommen hat, schien der rechte Traum einer «zensurfreien» Plattform denn auch in Erfüllung zu gehen. Twitter erlebte unmittelbar nach Musks Übernahme eine regelrechte <a href="https://www.montclair.edu/school-of-communication-and-media/wp-content/uploads/sites/20/2022/11/Montclair-State-SCM-Study-Increases-in-Twitter-Hate-Speech-After-Elon-Musks-Acquisition.pdf" target="_blank" rel="noopener">Explosion von Hassrede</a>. Am Tag nach der Übernahme wurden 50 Mal mehr Tweets mit Hassbegriffen, etwa dem N-Wort, veröffentlicht als zuvor.</p>
<p>Doch die Freude des Hassmobs währte nur kurz. <a href="https://www.cnbc.com/2022/11/03/heres-how-elon-musk-can-prevent-racist-raids-on-twitter.html" target="_blank" rel="noopener">Twitter griff rigoros durch</a> und löschte zahlreiche Hassposts und sperrte viele zumeist anonyme Konten, die Hassrede verbreiteten. Und als Musk – entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung –, erklärte, dass Twitter Inhalte doch zumindest ein Stück weit auch in Zukunft moderieren werde, wandten sich viele seiner rechtsextremen Bewunder*innen <a href="https://www.rollingstone.com/politics/politics-news/right-wingers-turning-elon-musk-moderation-1234623259/" target="_blank" rel="noopener">enttäuscht von ihm ab</a>.</p>
<blockquote><p>Musks Twitter-Debakel zeigt, dass der reichste Mensch der Welt wohl nicht der rationalste ist. </p></blockquote>
<p>Das war aber nur der Beginn der Turbulenzen. Musk stürzte Twitter innerhalb weniger Tage regelrecht in ein Chaos: <a href="https://edition.cnn.com/2022/11/03/tech/twitter-layoffs/index.html" target="_blank" rel="noopener">Er entliess 3700 der insgesamt rund 7500 Angestellten</a>; feilschte öffentlich, wie auf einem Basar, über den Preis für die Erweiterung des Bezahlangebots «Twitter Blue»; <a href="https://www.nytimes.com/2022/10/30/business/musk-tweets-hillary-clinton-pelosi-husband.html" target="_blank" rel="noopener">verbreitete auf seinem Account</a> eine bizarre Verschwörung zu einem gewalttätigen politischen Angriff; kündigte massive <a href="https://www.reuters.com/technology/musk-orders-twitter-cut-infrastructure-costs-by-1-bln-sources-2022-11-03/" target="_blank" rel="noopener">Reduktionen der Serverkapazitäten</a> an; und drohte, <a href="https://www.thedailybeast.com/elon-musk-tries-to-win-advertisers-back-by-threatening-them" target="_blank" rel="noopener">Werbekunden zu boykottieren</a>, wenn sie auf Twitter keine Werbung mehr schalten.</p>
<p>Musks Twitter-Debakel zeigt, dass der reichste Mensch der Welt wohl nicht der rationalste ist. Sein impulsives Vorgehen zeugt von wenig strategischer Planung. <a href="https://www.ft.com/content/1cfad930-d712-4ca6-bf57-f4632b6c6db1" target="_blank" rel="noopener">Musk und sein Berater-Team</a> haben in den letzten Wochen einen Crashkurs über freie Rede auf Social Media durchgemacht, in dem sie in mindestens dreifacher Weise auf dem Boden der Realität angekommen sind.</p>
<h2>1. Hass und Desinformation vergraulen Werbekunden</h2>
<p>Elon Musk steht unter enormem Druck, Twitter so schnell wie möglich maximal profitabel zu machen. Um den Übernahme-Deal zu finanzieren, nahm Musk Kredite in der Höhe von 13 Milliarden US-Dollar auf, die er als Schulden an Twitter übertragen hat. Das Unternehmen muss nun jedes Jahr eine Milliarde Dollar allein an <a href="https://www.nytimes.com/2022/11/03/technology/elon-musk-twitter-money-finances.html" target="_blank" rel="noopener">Zinsen zahlen</a>.</p>
<p>Die zentrale Einnahmequelle von Twitter ist Geld aus der Werbung. Dass Twitter ohne kommerzielle Erträge nicht überleben würde, verstand auch Musk, als er am 27. Oktober, dem Tag der Übernahme, einen <a href="https://twitter.com/elonmusk/status/1585619322239561728" target="_blank" rel="noopener">Brief an Werbekunden</a> veröffentlichte. Darin verabschiedete er sich von seinen zuvor geäusserten puristischen «Free Speech»-Ambitionen und versicherte stattdessen, dass Twitter auch in Zukunft ein Ort sein werde, wo sich alle «wohl fühlen».</p>
<p>Werbekunden, die ihre Anzeigen aus Reputationsgründen nicht in der Nähe von Hassrede oder Desinformation sehen wollen, liessen sich davon allerdings nicht überzeugen. Nebst der einmaligen Welle an Hass unmittelbar nach der Übernahme dürfte sie Musks allgemeiner Umgang mit Desinformation verunsichert haben.</p>
<blockquote><p>Über Kritik an seinem Vorgehen machte sich Musk lustig – unter tosendem Twitter-Applaus seiner rechten Fans.</p></blockquote>
<p>Paul Pelosi, Ehemann der Sprecherin Nancy Pelosi des US-Repräsentantenhauses, wurde am 28. Oktober von einem verschwörungsideologisch radikalisierten Extremisten lebensgefährlich angegriffen; sein eigentliches Ziel war Nancy Pelosi. Rechte und rechtsextreme Kreise verbreiteten zum Angriff <a href="https://twitter.com/elonmusk/status/1585619322239561728" target="_blank" rel="noopener">grosse Mengen an Desinformation</a>. Elon Musk schlug in die gleiche Kerbe, als er am 30. Oktober einen Artikel einer bekannten Fake-News-Seite auf seinem Twitter-Konto teilte, der Zweifel am politischen Motiv der Gewalttat gegen Pelosi säte. Über Kritik an seinem Vorgehen machte sich Musk lustig – unter tosendem <a href="https://nymag.com/intelligencer/2022/10/elon-musk-tweets-deletes-pelosi-attack-conspiracy-theory.html" target="_blank" rel="noopener">Twitter-Applaus seiner rechten Fans</a>.</p>
<p>Im Zuge der massiven Personalreduktion bei Twitter wurde auch ein grosser Teil der Mitarbeitenden gefeuert, die für das Monitoring von Falsch- und Desinformation <a href="https://www.politico.com/news/2022/11/04/elon-musk-twitter-chaos-midterms-00065192" target="_blank" rel="noopener">verantwortlich waren</a>. Dies kurz vor den «Midterm»-Wahlen in den USA vom 8. November. Die Zeit unmittelbar vor und nach Wahlen ist ein besonders sensibler Moment für Desinformation. Einerseits, weil Desinformation Menschen dann direkt in ihrem Wahlverhalten beeinflussen kann. Andererseits, weil die Präsidentschaftswahlen 2020 gezeigt haben, dass ein Informationschaos nach den Wahlen einen <a href="https://www.americanprogress.org/article/social-media-and-the-2022-midterm-elections-anticipating-online-threats-to-democratic-legitimacy/" target="_blank" rel="noopener">Nährboden für Hass und Radikalisierung</a> bildet. Musk reduzierte Twitters Kapazitäten gegen Desinformation in einem für die US-Demokratie denkbar schlechten Moment.</p>
<p>Eine Reihe wichtiger Kunden wie United Airlines, General Motors oder Pfizer haben ihre <a href="https://www.forbes.com/sites/nicholasreimann/2022/11/03/gm-audi-pfizer-pull-ads-from-twitter-after-musk-sale-here-are-the-other-companies-rethinking-their-ties/?sh=79e0cf371003" target="_blank" rel="noopener">Werbeaktivitäten auf Twitter sistiert</a>. Sie wollen ihre Anzeigen nicht in einem Umfeld von Hass und Desinformation platziert sehen.</p>
<h2>2. Hass und Desinformation vergraulen User</h2>
<p>Am 28. Oktober verkündete Musk, im Geiste der freien Rede, dass «Humor auf Twitter nun legal» sei. Diesen Appell nahmen sich viele Twitter-User zu Herzen – und machten sich über Musk und seine laxe Haltung zu Desinformation lustig, indem sie Profilbild und -namen zu jenem von Elon Musk änderten. Damit posteten sie Scherze wie diesen hier: «Ich unterstützte die freie Rede auf Twitter, solange man sich nicht lustig macht über mich, das ist verboten.» Dieser Humor auf seine Kosten war offenbar nicht ganz nach Musks Geschmack. Zunächst reduzierte Twitter die Sichtbarkeit von Konten, die sich diesen Scherz erlaubten, mit einer «vorübergehenden Einschränkung». Ab dem 7. November wurden diese Konten dann gänzlich gesperrt.</p>
<p>Bei den Musk-Parodie-Konten handelt es sich zwar um Desinformation, aber sie ist vergleichsweise harmlos. Ganz grundsätzlich gilt aber: Wenn eine Plattform Desinformation duldet, dann steigen Verunsicherung und Manipulationsgefahren. Das nagt letztlich an den zentralen Ressourcen einer Plattform: Am Vertrauen der Nutzer*innen und an der Qualität der Inhalte. Wenn Spam aus dubiosen Quellen Überhand nimmt, wird eine Plattform nutzlos. Auch darum dürfte Musk bis jetzt Donald Trumps Twitter-Konto nicht entsperrt haben.</p>
<blockquote><p>Die Abwanderung ist bisher mit rund einer Millionen Nutzer*innen noch klein, aber nicht irrelevant.</p></blockquote>
<p>Dass Musk, entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung, die Spielregeln für Inhalte auf Twitter (trotz starker Reduktion beim Personal, das die Regeln umsetzt) vorerst in Kraft lassen möchte, erlebten Musks rechte bis rechtsextreme Fans als grosse Kränkung. Aber das musste Musk in Kauf nehmen, um die Bühne nicht sofort gänzlich den schrillsten Schreihälsen zu überlassen. Das soll nicht heissen, dass die bisherige, reichlich willkürliche <a href="https://www.google.com/url?q=https://medienwoche.ch/2021/01/22/das-deplatforming-dilemma-wer-loescht-hier-wen-mit-welcher-legitimation/&amp;sa=D&amp;source=docs&amp;ust=1667901536673211&amp;usg=AOvVaw0Sm0iuR0306_Vpo5RVXK3Z">Moderations-Praxis von Twitter</a> unproblematisch war.</p>
<p>Aber gar nichts mehr zu machen, führt letztlich zu einem User-Exodus. Die Abwanderung ist bisher mit rund einer Millionen Nutzer*innen <a href="https://www.technologyreview.com/2022/11/03/1062752/twitter-may-have-lost-more-than-a-million-users-since-elon-musk-took-over/" target="_blank" rel="noopener">noch klein</a>, aber nicht irrelevant, zumal auch reichweitenstarke Influencer*innen und sonstige Promis, zum Beispiel der Schauspieler George Takei, die Sängerin Toni Braxton oder die Autorin Shonda Rhimes, laut darüber nachdenken, Twitter den Rücken zu kehren. Die meisten Menschen fühlen sich in einer Hass- und Desinformations-Echokammer nicht wohl.</p>
<h2>3. Verifikation der User-Identität ist wichtig</h2>
<p>Twitter kennt seit über einem Jahrzehnt ein Verifikationssystem: Konten von Personen und Organisationen, die im weitesten Sinn von öffentlichem Interesse sind, erhalten einen kleinen blauen Haken neben ihrem Benutzer*innen-Namen. Damit wird signalisiert, dass es sich tatsächlich um diese Person handelt und nicht um jemand anderes, der sich nur als diese ausgibt. Bei Promis kommt es häufig vor, dass es unzählige Konten gibt, <a href="https://www.vox.com/recode/2022/11/4/23438917/twitter-verifications-blue-check-elon-musk" target="_blank" rel="noopener">die auf ihren Namen lauten</a>.</p>
<p>Dieses Verifikationssystem war immer willkürlich und limitiert; wer wann eine Verifikation erhält, entschied Twitter nach ausgesprochen <a href="https://web.archive.org/web/20221101003218/https://help.twitter.com/en/managing-your-account/about-twitter-verified-accounts" target="_blank" rel="noopener">vagen und intransparenten Kriterien</a>. Aber es war immerhin eine kleine Hilfe in einem Umfeld, das voll von Täuschung und Desinformation ist.</p>
<p>Damit ist nun Schluss. Musk will die Verifikation komplett umkrempeln. Neu soll der blaue Haken Teil eines <a href="https://mashable.com/article/twitter-blue-verification-8-dollars" target="_blank" rel="noopener">kostenpflichtigen «Twitter Blue»-Abonnements</a> sein. (Konten, die vor der Änderung einen blauen Haken hatten, dürfen diesen <a href="https://www.theverge.com/2022/11/7/23445919/you-may-be-able-to-keep-your-twitter-blue-checkmark-for-free-after-all" target="_blank" rel="noopener">«vorläufig» kostenlos behalten</a>.) Der Haken wird damit nicht mehr eine Verifikation der <a href="https://www.nytimes.com/2022/11/03/technology/elon-musk-twitter-money-finances.html" target="_blank" rel="noopener">Identität des Kontos sein</a>, sondern bloss ein Statussymbol für jene, die bereit sind, dafür acht Dollar pro Monat zu zahlen. Zusätzlich sollen die Abonennt*innen weniger Werbung sehen und ihre Inhalte sollen auf der Plattform prominenter sichtbar sein als Inhalte von Leuten ohne Abo. Unter Musk ist offenbar alle Rede frei, aber manche Rede ist freier als andere.</p>
<blockquote><p>Musk scheint trotz aller Kritik an seinem Plan festzuhalten, das Verifikationssystem abzuschaffen.</p></blockquote>
<p>Diese Entscheidung ist aus zwei Gründen schlecht. Erstens schafft Twitter damit ein zwar mangelhaftes, aber etabliertes System zur Verifikation von Nutzer*innen ab. Zweitens, und gefährlicher: Twitter bietet Desinformation eine willkommene Tarnung. Nach über zehn Jahren sind sich User gewohnt, dass der blaue Haken für die Verifikation der Identität einer Person steht. Wenn nun ein Fake Account, der Desinformation streut, einen blauen Haken kauft, dürften das viele Menschen weiterhin als ein Signal von Glaubwürdigkeit interpretieren. Und da das Abo für den blauen Haken neu auch bessere Sichtbarkeit bedeutet, könnte die Desinformation so ein grösseres Publikum erreichen.</p>
<p>Musk scheint <a href="https://www.nbcnews.com/think/opinion/elon-musk-just-changed-meaning-twitters-coveted-blue-check-rcna55121" target="_blank" rel="noopener">trotz aller Kritik</a> an seinem Plan festzuhalten, das Verifikationssystem abzuschaffen und es durch ein Abo ohne Verifikation zu ersetzen. Damit bringt er sich in eine Situation, in der er fast nur verlieren kann. Sollte sein Plan aufgehen und Twitter mit dem neuen Abo die gewünschten Einnahmen generieren, signalisiert Musk damit, dass er Desinformations-Chaos in Kauf nimmt, solange die Kasse stimmt. Sollte das neue Abo ein Flop werden, trägt Musk damit weiter zum allgemeinen Gewirr und der Ungewissheit auf Twitter bei.</p>
<h2>Fazit: Ohne Regeln implodiert freie Rede</h2>
<p>Es ist kein Zufall, dass <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/12/4chan-wo-hass-und-hetze-als-lustige-online-spielerei-daherkommen/">Plattformen wie 4chan, Gab oder Parler</a>, die auf uneingeschränkte freie Rede setzen, nur ein relativ kleines Publikum und nur wenige Werbekunden anziehen, weil dort vor allem Verschwörungsrede und Hass dominiert. Das verunmöglicht eine zivilisierte, pluralistische Debatte. Ein solches Umfeld ist für die meisten Menschen und den Grossteil potenzieller Werbekunden nicht attraktiv.</p>
<p>Freie Rede funktioniert dann – und nur dann –, wenn wir im Rahmen wohlüberlegter Regeln miteinander diskutieren. Diese Regeln müssen darauf ausgelegt sein, eine aufrichtige Meinungsbildung (keine bewusst gestreute Desinformation) unter Beteiligung möglichst aller (kein Hass gegen Personen und vulnerable Gruppen) zu ermöglichen. Diese Lektion lernt nun auch Elon Musk. Zum Schnäppchenpreis von 44 Milliarden Dollar.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/08/elon-musk-und-twitter-alle-rede-ist-frei-aber-manche-ist-freier/">Elon Musk und Twitter: Alle Rede ist frei, aber manche ist freier</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Elon Musk streitet mit Stephen King über die neue Twitter-Gebühr</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/03/elon-musk-streitet-mit-stephen-king-ueber-die-neue-twitter-gebuehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2022 22:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen King]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stephen King rempelt Elon Musk an, weil er die neue Abo-Gebühr für Twitter-Accounts nicht zahlen will. Nutzt der Autor seine Weltbestseller-Prominenz womöglich als Resonanzkörper beim Feilschen?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/03/elon-musk-streitet-mit-stephen-king-ueber-die-neue-twitter-gebuehr/">Elon Musk streitet mit Stephen King über die neue Twitter-Gebühr</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stephen King rempelt Elon Musk an, weil er die neue Abo-Gebühr für Twitter-Accounts nicht zahlen will. Nutzt der Autor seine Weltbestseller-Prominenz womöglich als Resonanzkörper beim Feilschen?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/03/elon-musk-streitet-mit-stephen-king-ueber-die-neue-twitter-gebuehr/">Elon Musk streitet mit Stephen King über die neue Twitter-Gebühr</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elon Musk kauft Twitter: Will er wirklich nur «helfen»?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/29/elon-musk-kauft-twitter-will-er-wirklich-nur-helfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2022 08:39:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der reichste Mann der Welt kauft Twitter, um «der Menschheit zu helfen». Elon Musk verkauft sich als Garant der freien Rede, will aber auch die Kunden nicht vergraulen. Und dann ist da noch die Sache mit dem Lavabo.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/29/elon-musk-kauft-twitter-will-er-wirklich-nur-helfen/">Elon Musk kauft Twitter: Will er wirklich nur «helfen»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der reichste Mann der Welt kauft Twitter, um «der Menschheit zu helfen». Elon Musk verkauft sich als Garant der freien Rede, will aber auch die Kunden nicht vergraulen. Und dann ist da noch die Sache mit dem Lavabo.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/29/elon-musk-kauft-twitter-will-er-wirklich-nur-helfen/">Elon Musk kauft Twitter: Will er wirklich nur «helfen»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elon Musk will den Twitter-Prozess erst im Februar abhalten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/07/19/elon-musk-will-den-twitter-prozess-erst-im-februar-abhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 14:27:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Elon Musk hat sich von seinem 44 Milliarden US-Dollar schweren Twitter-Deal zurückgezogen. Nun droht ihm ein Gerichtsverfahren, dass ihn teuer zu stehen kommen könnte. Doch vor Gericht geht ihm alles viel zu schnell. Denn wenn es nach Musk geht, soll der Twitter-Prozess frühestens im Februar starten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/19/elon-musk-will-den-twitter-prozess-erst-im-februar-abhalten/">Elon Musk will den Twitter-Prozess erst im Februar abhalten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Elon Musk hat sich von seinem 44 Milliarden US-Dollar schweren Twitter-Deal zurückgezogen. Nun droht ihm ein Gerichtsverfahren, dass ihn teuer zu stehen kommen könnte. Doch vor Gericht geht ihm alles viel zu schnell. Denn wenn es nach Musk geht, soll der Twitter-Prozess frühestens im Februar starten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/19/elon-musk-will-den-twitter-prozess-erst-im-februar-abhalten/">Elon Musk will den Twitter-Prozess erst im Februar abhalten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elon Musk will Twitter nicht mehr übernehmen: Was wird jetzt aus der Plattform?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/07/12/elon-musk-will-twitter-nicht-mehr-uebernehmen-was-wird-jetzt-aus-der-plattform/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2022 13:56:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Milliardär und Unternehmer (Tesla) Elon Musk will aus dem Vertrag für die Übernahme der Social-Media-Plattform Twitter aussteigen. Doch das Unternehmen will Musk nicht von der Angel lassen. Wie geht es nun weiter mit Twitter? Eine Einschätzung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/12/elon-musk-will-twitter-nicht-mehr-uebernehmen-was-wird-jetzt-aus-der-plattform/">Elon Musk will Twitter nicht mehr übernehmen: Was wird jetzt aus der Plattform?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Milliardär und Unternehmer (Tesla) Elon Musk will aus dem Vertrag für die Übernahme der Social-Media-Plattform Twitter aussteigen. Doch das Unternehmen will Musk nicht von der Angel lassen. Wie geht es nun weiter mit Twitter? Eine Einschätzung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/12/elon-musk-will-twitter-nicht-mehr-uebernehmen-was-wird-jetzt-aus-der-plattform/">Elon Musk will Twitter nicht mehr übernehmen: Was wird jetzt aus der Plattform?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Der König der Kurznachrichten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/03/der-koenig-der-kurznachrichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2022 14:51:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Elon Musk ist der grösste Lautsprecher auf Twitter: Er pöbelt gegen Prominente, reisst sexistische Witze und schickt Börsenkurse auf Achterbahnfahrt. Nun kauft der reichste Mann der Welt den Social-Media-Konzern. Ob das gutgeht? Wenn der reichste Mann der Welt eine der wichtigsten Debattierplattformen im Netz kauft, sorgt das naturgemäss für Diskussionen. Von einer «feindlichen Übernahme» («Süddeutsche <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/03/der-koenig-der-kurznachrichten/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Elon Musk ist der grösste Lautsprecher auf Twitter: Er pöbelt gegen Prominente, reisst sexistische Witze und schickt Börsenkurse auf Achterbahnfahrt. Nun kauft der reichste Mann der Welt den Social-Media-Konzern. Ob das gutgeht?</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Elon-Musk-Twitter-20220503.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-96922" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Elon-Musk-Twitter-20220503.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Elon-Musk-Twitter-20220503.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Elon-Musk-Twitter-20220503-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Elon-Musk-Twitter-20220503-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Elon-Musk-Twitter-20220503-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Elon-Musk-Twitter-20220503-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Wenn der reichste Mann der Welt eine der wichtigsten Debattierplattformen im Netz kauft, sorgt das naturgemäss für Diskussionen. Von einer «feindlichen Übernahme» («Süddeutsche Zeitung») war die Rede und die «New York Times» unkte, dass Twitter ein «Scary Place», ein «unheimlicher Ort» werde, nachdem bekannt geworden war, dass Elon Musk für 44 Milliarden US-Dollar Twitter kauft.<br />
</p>
<p>Während die linksliberalen Meinungseliten in den USA mit Schrecken beobachten, wie sich ein launischer Silicon-Valley-Unternehmer und Multimilliardär mal eben einen Social-Media-Konzern unter den Nagel reisst, brandet bei den Rechten Jubel auf: «Fox News»-Moderator Tucker Carlson, dessen Sperre wenige Stunden nach der Übernahmemeldung aufgehoben wurde (welcher Zusammenhang dazwischen besteht, ist noch immer nicht ganz klar), triumphierte: «Wir sind zurück.»</p>
<blockquote><p>Vor seinen über 80 Millionen Twitter-Followern testet Musk immer wieder die Grenzen der Meinungsfreiheit aus.</p></blockquote>
<p>Musks vollmundige Ankündigung, die Meinungsfreiheit auf dem «Marktplatz» Twitter wiederherzustellen, nährt die Hoffnung (und die Sorge), dass auch Donald Trump auf die Plattform zurückkehren könnte. Der ehemalige US-Präsident wurde im Januar 2021 nach dem Sturm auf das Kapitol gesperrt. Musk, der sich selbst als «Free-Speech-Absolutist» bezeichnet, vertritt einen libertären Freiheitsbegriff, gilt aber anders als der ihm ideologisch nahestehende Paypal-Mitgründer Peter Thiel nicht als Trump-Unterstützer – zumindest hat er sich öffentlich nicht dahingehend geäussert. Trotzdem feiern ihn Trump-Fans als Helden der Meinungsfreiheit, der gegen die angebliche Zensur der linksliberalen Meinungseliten zu Felde zieht.</p>
<p>Vor seinen über 80 Millionen Twitter-Followern testet Musk immer wieder die Grenzen der Meinungsfreiheit aus, wobei er aber häufig übers Ziel hinausschiesst. Mal vergleicht er den kanadischen Premierminister Justin Trudeau mit Hitler (den Tweet hat Musk mittlerweile wieder gelöscht), mal macht er sich über das Gewicht von Bill Gates lustig. Immer wieder reisst er misogyne und transfeindliche Witze. Der notorische Sexismus der männerdominierten Tech-Branche, sagen manche, offenbare sich in Musks Tweets wie unter einem Brennglas. Nachdem der Tesla-Chef 2019 einen Taucher, der an der Rettung einer Jugendfussballmannschaft aus einer Höhle in Thailand beteiligt war, als Pädophilen bezeichnet hatte, musste er sich wegen Verleumdung vor Gericht verantworten. Die Sache endete mit einem Freispruch. Doch Musk ist jetzt nicht mehr nur der «Supertroll» («Süddeutsche Zeitung»), der gegen Promis pöbelt und mit seinen provokanten Tweets Aktienkurse rauf- und runterschickt, sondern Eigentümer von Twitter – und damit in direkter unternehmerischer Verantwortung.</p>
<blockquote><p>Was aber ist Musks Kalkül? Eine Antwort auf die Frage nach Musks Plänen könnte in den Daten liegen.</p></blockquote>
<p>Man darf unterstellen, dass der überaus erfolgreiche Geschäftsmann, der 2002 mit dem Verkauf seiner Paypal-Anteile an Ebay zum Milliardär wurde, Twitter nicht aus einer Laune heraus oder als Spielzeug gekauft hat, sondern einen Plan für den börsennotierten Konzern hat, der immer noch rote Zahlen schreibt. Laut einem Bericht von Reuters sieht Musks Finanzierungskonzept, das er einem Bankenkonsortium zur Gewährung von Kreditzusagen vorlegte, unter anderem auch Stellenkürzungen und Monetarisierungsmöglichkeiten für Tweets vor.</p>
<p>Was aber ist Musks Kalkül? Will er die Plattform für rechte Nutzer (wieder) attraktiver machen, um das stagnierende Nutzerwachstum anzukurbeln? Will er Twitter zu einem PR-Organ seines Firmenimperiums machen? Welchen Einfluss wird er auf das Twitter-Management ausüben? Eine Antwort auf die Frage nach Musks Plänen könnte in den Daten liegen. Twitter sitzt auf einem riesigen Datenschatz von 300 Millionen Nutzern. Als Eigentümer hat Musk theoretisch Zugriff auf Nutzerdaten wie IP-Adressen, Tweets oder Direktnachrichten, die Twitter im Gegensatz zu anderen Plattformen wie etwa Whatsapp nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Dass Musk Twitter von der Börse nehmen will, könnte insofern ein cleverer Schachzug sein, als dass er sich damit der Transparenz- und Publizitätspflichten eines börsennotierten Unternehmens entledigen würde.</p>
<p>Die Harvard-Ökonomin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shoshana_Zuboff" target="_blank" rel="noopener">Shoshana Zuboff</a>, die in ihrem Werk «Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus» die Geschäftspraktiken der Plattformökonomie analysiert, sprach in der «Washington Post» <a href="https://www.washingtonpost.com/technology/2022/04/17/musk-twitter-ownership-control/" target="_blank" rel="noopener">von einem «Disaster»</a>. Auch Bürgerrechtler sind besorgt. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Evan_Greer" target="_blank" rel="noopener">Evan Greer</a> von der Organisation «Fight for the Future» sagte gegenüber <a href="https://www.wired.com/story/elon-musk-twitter-privacy-anonymity/" target="_blank" rel="noopener">dem Magazin «Wired»</a>: «Elon Musk ist nun buchstäblich der König von Twitter. Es gibt nichts, was ihn daran hindern könnte, auf Ihre Direktnachrichten zuzugreifen oder diese an staatliche Behörden weiterzuleiten – möglicherweise in einem Land, wo Tesla versucht, Geschäfte zu machen.»</p>
<blockquote><p>Musk könnte nun, so die Befürchtung, Druck auf das Twitter-Management ausüben, die internen Richtlinien besonders chinafreundlich auszulegen.</p></blockquote>
<p>So kursieren Spekulationen, wonach Musk Twitter als Hebel für sein China-Geschäft nutzen könnte, wo der Unternehmer stark investiert und 2019 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Gigafactory_3" target="_blank" rel="noopener">in Shanghai eine «Gigafactory»</a> für seine Tesla-Elektroautos eröffnet hat. Zwar wird Twitter in China durch die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_Goldener_Schild" target="_blank" rel="noopener">«Great Firewall»</a> blockiert, aber Regierungsmitglieder und staatliche Medien twittern dennoch fleissig. Musk könnte nun, so die Befürchtung, Druck auf das Twitter-Management ausüben, die internen Richtlinien besonders chinafreundlich auszulegen. Sein Erzrivale, Amazon-Gründer Jeff Bezos, <a href="https://twitter.com/JeffBezos/status/1518734031566778368" target="_blank" rel="noopener">ätzte auf Twitter</a>: «Hat die chinesische Regierung gerade ein wenig Einfluss auf den Marktplatz (‹Town Square›) gewonnen?»</p>
<p>Musks etwas vage Äusserung, «alle Menschen zu authentifizieren» («authenticating all humans»), wurde dahingehend verstanden, nicht nur stärker gegen Bots vorzugehen, sondern auch ein Verbot für anonyme Postings und Profile zu verhängen. Eine solche <a href="https://futurezone.at/digital-life/aenderungen-twitter-uebernahme-elon-musk-spam-bots-algorithmen-edit-button-moderation/401986076" target="_blank" rel="noopener">Klarnamenpflicht</a> hat die chinesische Regierung 2017 für alle Foren und Registrierungen im Internet eingeführt. Die US-Bürgerrechtsorganisation <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Electronic_Frontier_Foundation" target="_blank" rel="noopener">Electronic Frontier Foundation EFF</a> warnte in einem <a href="https://www.eff.org/deeplinks/2022/04/twitter-has-new-owner-heres-what-he-should-do" target="_blank" rel="noopener">Blogbeitrag</a>: «Politische Dissidenten sind in grosser Gefahr, wenn die Machthaber in der Lage sind, ihre wahre Identität zu entdecken.» Anonymität sei «essenziell», um Nutzer mit anderen Meinungen, Identitäten und Interessen zu schützen. Fälle auf Facebook, wo eine solche Pflicht eingeführt wurde, würden zeigen, dass Nutzer, die traditionell irische, indonesische oder schottische Namen nutzten, stigmatisiert würden.</p>
<blockquote><p>Gerade in der Tech-Branche ist es gefährlich, wenn ein Mann das alleinige Sagen über eine Plattform hat.</p></blockquote>
<p>Derlei Beispiele zeigen, dass die Meinungsfreiheit nicht allein von der Gesinnung eines Eigentümers oder dessen Wohlwollen abhängt, sondern auch von den (sicherheits-)technischen Voreinstellungen. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist nicht nur eine Sicherheitsvorkehrung gegenüber den Begehren des Staates, sondern auch gegenüber jenen der neuen Eigentümer.</p>

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<p>Gerade in der Tech-Branche ist es gefährlich, wenn ein Mann das alleinige Sagen über eine Plattform hat. Die internen Dokumente, welche die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen öffentlich machte, belegen, dass Mark Zuckerberg eine Höllenmaschine geschaffen hat, die völlig ausser Kontrolle geraten ist. Das Integritätsteam, in dem Haugen gearbeitet hatte, versuchte mehrfach vergeblich, die Algorithmen so zu konfigurieren, dass sich Hassrede und Desinformationen eindämmen lassen. Und Gründerchef Zuckerberg hat sich wiederholt in das operative Geschäft eingemischt, etwa, um den Zensurvorgaben der kommunistischen Staatsführung von Vietnam zu entsprechen.</p>
<p>Wie interventionistisch Musks Unternehmensführung sein wird, darüber lässt sich nur spekulieren. Unstrittig ist aber, dass der Unternehmer dem Solutionismus anhängt, und daran glaubt, dass sich mit ausreichend vielen Daten und den passenden Algorithmen die Probleme der Welt lösen lassen. Entsprechend sieht er auch Hassrede nur als eine Art Fehler im Betriebssystem der Gesellschaft, der sich mit ein paar Klempnergriffen im Maschinenraum beheben lässt.</p>
<blockquote><p>Der Unternehmer Musk denkt vor allem in Kategorien von Gewinn und Verlust.</p></blockquote>
<p>Insofern kommt es ein wenig überraschend, wenn Twitter-Gründer Jack Dorsey den neuen Eigentürmer Musk nun als «einzigartige Lösung» für den Kurznachrichtendienst bezeichnet. Twitter sei ein öffentliches Gut, kein Unternehmen, niemand dürfe es besitzen, twitterte Dorsey und aktualisierte damit eine alte cyberlibertäre Forderung. Doch im Tesla-Chef einen Heilsbringer zu sehen, der die Netzutopien der 1990er Jahre realisiert, dürfte eine ziemlich verwegene und naive Vorstellung sein: Der Unternehmer Musk denkt vor allem in Kategorien von Gewinn und Verlust, und auch wenn er in seine private Stiftung Milliarden pumpt, hat er Twitter kaum als philanthropisches Projekt gekauft. Sonst hätte er im Vorfeld dem Twitter-Vorstand nicht über die «Washington Post» eine strategische Neuausrichtung nahegelegt. Der Social-Media-Konzern solle den Abo-Preis für den Zusatzdienst Twitter Blue senken, Anzeigen verbannen und die Kryptowährung Dogecoin akzeptieren, in die Musk selbst investiert und deren Kurs er durch Tweets beeinflusst – manche sagen: manipuliert – hat. Die US-Börsenaufsicht hat seine Tweets bereits unter die Lupe genommen.</p>
<p>Die spannende Frage wird sein, wie die Regulierungsbehörden mögliche Interessenkonflikte bewerten – auch vor dem Hintergrund, dass Musk wie kein Zweiter Twitter als basisdemokratisches Werkzeug zu nutzen weiss. So liess er im vergangenen November auf Twitter öffentlich darüber abstimmen, ob er zehn Prozent seiner Firmenanteile verkaufen und damit Steuern zahlen soll. Als der Tesla-Gründer auf Twitter eine Umfrage über einen Edit-Button startete, mahnte Twitter-Chef Parag Agrawal zur Zurückhaltung. Das war nur eine leise Vorahnung, wie konfliktreich das Verhältnis zwischen den beiden werden könnte.</p>
<p>Musks Einstieg bei Twitter könnte das Diskussionsklima auf der Plattform nachhaltig verändern. Eine Analyse des <a href="https://www.theverge.com/2022/4/27/23045005/conservative-twitter-follower-boost-musk-acquisition-data" target="_blank" rel="noopener">Techblogs «The Verge»</a> zeigt, dass kurz nach der Ankündigung der Übernahme die Zahl konservativer Accounts deutlich zunahm. Das Kalkül, durch eine Laissez-faire-Moderation konservative Nutzer zurückzugewinnen und dadurch Wachstum zu generieren, könnte aufgehen. Aber es ist eine riskante Wette. Denn Twitter droht ein Mitarbeiterexodus: Zahlreiche Angestellte sollen bereits nach einer neuen Stelle Ausschau halten. Doch Musk braucht die überwiegend linksliberal eingestellten Softwareingenieure, um die Baustellen des Konzerns – Hate Speech, Propaganda, Bots – anzugehen. Gehen ihm die Experten von der Stange, könnte sich das Problem verschärfen – und Twitter zu einer unkontrollierten Hass- und Linkschleuder verkommen.</p>
<p><small><b>Bild: Keystone-SDA / Adobe Stock</b></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/03/der-koenig-der-kurznachrichten/">Der König der Kurznachrichten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Twitter, wirst Du jetzt wieder hässlich?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/30/twitter-wirst-du-jetzt-wieder-haesslich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 07:28:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein schwerreicher Dummschw@zer kauft Twitter. Ein trauriger Brief der Autorin an ihr Lieblings­netzwerk.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein schwerreicher Dummschw@zer kauft Twitter. Ein trauriger Brief der Autorin an ihr Lieblings­netzwerk.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/30/twitter-wirst-du-jetzt-wieder-haesslich/">Twitter, wirst Du jetzt wieder hässlich?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum Elon Musk für Twitter ein Glücksfall ist</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/28/warum-elon-musk-fuer-twitter-ein-gluecksfall-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 18:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=96823</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Rechte feiert den neuen Chef als Verfechter der ungezügelten Meinungsfreiheit. Doch Elon Musks Vision für Twitter kann nur aufgehen, wenn er eine möglichst breite Basis schafft.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Rechte feiert den neuen Chef als Verfechter der ungezügelten Meinungsfreiheit. Doch Elon Musks Vision für Twitter kann nur aufgehen, wenn er eine möglichst breite Basis schafft.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/28/warum-elon-musk-fuer-twitter-ein-gluecksfall-ist/">Warum Elon Musk für Twitter ein Glücksfall ist</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Milliarden-Übernahme: Was Elon Musk nun mit Twitter vorhat</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/26/milliarden-uebernahme-was-elon-musk-nun-mit-twitter-vorhat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2022 08:47:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=96726</guid>

					<description><![CDATA[<p>44 Milliarden Dollar für ein Netzwerk, das viel kleiner als Facebook oder TikTok ist. Wieso hat Elon Musk solch einen Narren an Twitter gefressen und was hat er mit der bisher wenig profitablen Plattform vor? Eine Analyse.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/26/milliarden-uebernahme-was-elon-musk-nun-mit-twitter-vorhat/">Milliarden-Übernahme: Was Elon Musk nun mit Twitter vorhat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>44 Milliarden Dollar für ein Netzwerk, das viel kleiner als Facebook oder TikTok ist. Wieso hat Elon Musk solch einen Narren an Twitter gefressen und was hat er mit der bisher wenig profitablen Plattform vor? Eine Analyse.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/26/milliarden-uebernahme-was-elon-musk-nun-mit-twitter-vorhat/">Milliarden-Übernahme: Was Elon Musk nun mit Twitter vorhat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie Russland die Desinformationsregeln von Twitter umgeht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/26/wie-russland-die-desinformationsregeln-von-twitter-umgeht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Mar 2022 06:26:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95903</guid>

					<description><![CDATA[<p>Laut einer Studie nutzt Russland den koordinierten Einsatz seiner Botschaftsaccounts auf Twitter, um Falschinformationen zu verbreiten. Die Regierungsaccounts genießen im Regelwerk des sozialen Netzwerks eine Sonderrolle.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/26/wie-russland-die-desinformationsregeln-von-twitter-umgeht/">Wie Russland die Desinformationsregeln von Twitter umgeht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut einer Studie nutzt Russland den koordinierten Einsatz seiner Botschaftsaccounts auf Twitter, um Falschinformationen zu verbreiten. Die Regierungsaccounts genießen im Regelwerk des sozialen Netzwerks eine Sonderrolle.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/26/wie-russland-die-desinformationsregeln-von-twitter-umgeht/">Wie Russland die Desinformationsregeln von Twitter umgeht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ETH-Student entlarvt sexistischen Algorithmus bei Twitter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/15/eth-student-entlarvt-sexistischen-algorithmus-bei-twitter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2021 11:45:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmen]]></category>
		<category><![CDATA[EPFL]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=90404</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Mai erst hatte Twitter verlauten lassen, keine Algorithmen mehr zu verwenden, die weisse und weibliche Gesichter beim automatischen Zuschneiden von Bildern bevorzugen. Weit gefehlt: Dass die Twitter-Arithmetik nach wie vor eine Schwäche für junge weisse Mädels hat, hat nun ein Informatikstudent der ETH Lausanne aufgedeckt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/15/eth-student-entlarvt-sexistischen-algorithmus-bei-twitter/">ETH-Student entlarvt sexistischen Algorithmus bei Twitter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mai erst hatte Twitter verlauten lassen, keine Algorithmen mehr zu verwenden, die weisse und weibliche Gesichter beim automatischen Zuschneiden von Bildern bevorzugen. Weit gefehlt: Dass die Twitter-Arithmetik nach wie vor eine Schwäche für junge weisse Mädels hat, hat nun ein Informatikstudent der ETH Lausanne aufgedeckt. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/15/eth-student-entlarvt-sexistischen-algorithmus-bei-twitter/">ETH-Student entlarvt sexistischen Algorithmus bei Twitter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sandro Brotz: «Bin nicht mehr bereit, jeden Tag in eine Ritterrüstung zu steigen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/31/sandro-brotz-bin-nicht-mehr-bereit-jeden-tag-in-eine-ritterruestung-zu-steigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2021 06:48:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Sandro Brotz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=87309</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sandro Brotz, SRF-Moderator und «Arena»-Dompteur sorgte mit einem Tweet für Schlagzeilen – und erntete viel Hass. Gegenüber watson nimmt er Stellung und erklärt, warum er sich temporär aus den sozialen Medien zurückzieht.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/31/sandro-brotz-bin-nicht-mehr-bereit-jeden-tag-in-eine-ritterruestung-zu-steigen/">Sandro Brotz: «Bin nicht mehr bereit, jeden Tag in eine Ritterrüstung zu steigen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sandro Brotz, SRF-Moderator und «Arena»-Dompteur sorgte mit einem Tweet für Schlagzeilen – und erntete viel Hass. Gegenüber watson nimmt er Stellung und erklärt, warum er sich temporär aus den sozialen Medien zurückzieht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/31/sandro-brotz-bin-nicht-mehr-bereit-jeden-tag-in-eine-ritterruestung-zu-steigen/">Sandro Brotz: «Bin nicht mehr bereit, jeden Tag in eine Ritterrüstung zu steigen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Shitstorm nach Brotz-Tweet: Geht es auch eine Nummer kleiner?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/31/shitstorm-nach-brotz-tweet-geht-es-auch-eine-nummer-kleiner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2021 06:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Sandro Brotz]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=87307</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der «Arena»-Moderator hat mit einem polemischen Tweet heftige Reaktionen provoziert. Auf Twitter taucht er jetzt ab. Das ganze Theater ist grotesk.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der «Arena»-Moderator hat mit einem polemischen Tweet heftige Reaktionen provoziert. Auf Twitter taucht er jetzt ab. Das ganze Theater ist grotesk.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/31/shitstorm-nach-brotz-tweet-geht-es-auch-eine-nummer-kleiner/">Shitstorm nach Brotz-Tweet: Geht es auch eine Nummer kleiner?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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