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	<title>Alternative Medien | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 15 Sep 2022 06:26:37 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Fediverse: Freie Alternativen zu Facebook, Instagram, Twitter und mehr</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/15/fediverse-freie-alternativen-zu-facebook-instagram-twitter-und-mehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 06:26:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Social Web spielt eine enorm wichtige Rolle und ist zugleich in den Händen einiger weniger Anbieter. In diesem Artikel stellt Jan Tißler freie und offene Alternativen vor. Sie alle sind Teil des „Fediverse“ und dadurch (mehr oder weniger) miteinander kompatibel. Wie das funktioniert, was es gibt und welche Vor- und Nachteile das alles hat, <a href="https://upload-magazin.de/55203-fediverse-freie-alternativen-zu-facebook-instagram-twitter-und-mehr/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Social Web spielt eine enorm wichtige Rolle und ist zugleich in den Händen einiger weniger Anbieter. In diesem Artikel stellt Jan Tißler freie und offene Alternativen vor. Sie alle sind Teil des „Fediverse“ und dadurch (mehr oder weniger) miteinander kompatibel. Wie das funktioniert, was es gibt und welche Vor- und Nachteile das alles hat, liest du in diesem Beitrag.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/15/fediverse-freie-alternativen-zu-facebook-instagram-twitter-und-mehr/">Fediverse: Freie Alternativen zu Facebook, Instagram, Twitter und mehr</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>AfD-nahes Radio hat Sitz in der Schweiz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/07/12/afd-nahes-radio-hat-sitz-in-der-schweiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2022 07:09:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Kontrafunk» heisst ein neuer Radiosender für AfD-Anhänger und Corona-Skeptikerinnen. Seine Adresse führt zu leeren Räumen in Cham ZG – und zu Firmen von Satiriker Andreas Thiel.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>«Kontrafunk» heisst ein neuer Radiosender für AfD-Anhänger und Corona-Skeptikerinnen. Seine Adresse führt zu leeren Räumen in Cham ZG – und zu Firmen von Satiriker Andreas Thiel.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/12/afd-nahes-radio-hat-sitz-in-der-schweiz/">AfD-nahes Radio hat Sitz in der Schweiz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Tschüß Twitter! Hallo Fediverse! Hallo Mastodon!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/28/tschuess-twitter-hallo-fediverse-hallo-mastodon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 06:19:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Plattformen]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Elon Musk hat Twitter für umgerechnet 41 Milliarden Euro übernommen. Das muss weder gut noch schlecht sein. Wie sich Twitter in den nächsten Monaten und Jahren unter Musk entwickelt, wird sich zeigen. Vermutlich wird Twitter aber eine Plattform bleiben, die irgendwie Profit abwerfen muss – unsere Sorge soll das allerdings nicht sein.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/28/tschuess-twitter-hallo-fediverse-hallo-mastodon/">Tschüß Twitter! Hallo Fediverse! Hallo Mastodon!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Elon Musk hat Twitter für umgerechnet 41 Milliarden Euro übernommen. Das muss weder gut noch schlecht sein. Wie sich Twitter in den nächsten Monaten und Jahren unter Musk entwickelt, wird sich zeigen. Vermutlich wird Twitter aber eine Plattform bleiben, die irgendwie Profit abwerfen muss – unsere Sorge soll das allerdings nicht sein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/28/tschuess-twitter-hallo-fediverse-hallo-mastodon/">Tschüß Twitter! Hallo Fediverse! Hallo Mastodon!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gegen­me­dien als Radikalisierungsmaschine</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/14/gegenmedien-als-radikalisierungsmaschine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 10:42:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Jahren hat sich in der Bun­des­re­pu­blik wie in anderen west­li­chen Ländern eine aggres­sive Gegen­öf­fent­lich­keit gebil­det. Diese sys­te­m­op­po­si­tio­nelle Gegen­öf­fent­lich­keit – in ihrem eigenen Sprach­ge­brauch «alter­na­tive Medien» – ist für einen rele­van­ten Teil der deut­schen Bevöl­ke­rung zu einer wich­ti­gen, wenn nicht sogar zur mass­geb­li­chen Infor­ma­ti­ons­quelle gewor­den. Poli­tisch haben diese Medien und Pro­pa­gan­da­ka­näle die Funk­tion <a href="https://gegneranalyse.de/feldanalyse-gegenmedien-als-radikalisierungsmaschine/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren hat sich in der Bun­des­re­pu­blik wie in anderen west­li­chen Ländern eine aggres­sive Gegen­öf­fent­lich­keit gebil­det. Diese sys­te­m­op­po­si­tio­nelle Gegen­öf­fent­lich­keit – in ihrem eigenen Sprach­ge­brauch «alter­na­tive Medien» – ist für einen rele­van­ten Teil der deut­schen Bevöl­ke­rung zu einer wich­ti­gen, wenn nicht sogar zur mass­geb­li­chen Infor­ma­ti­ons­quelle gewor­den. Poli­tisch haben diese Medien und Pro­pa­gan­da­ka­näle die Funk­tion einer Radikalisierungsmaschine.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/14/gegenmedien-als-radikalisierungsmaschine/">Gegen­me­dien als Radikalisierungsmaschine</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Für eine bessere Medienkritik – eine Anleitung in fünf Punkten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/09/16/fuer-eine-bessere-medienkritik-eine-anleitung-in-fuenf-punkten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marko Ković]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Sep 2021 12:49:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Social Media, in Blogs und in alternativen Medien werden journalistische Medien heute intensiv kritisiert. Das ist grundsätzlich erfreulich – aber es gilt, zwischen rationaler Kritik und emotionalen Totschlagargumenten zu unterscheiden. Eine Checkliste für die Praxis. Wir leben heute im goldenen Zeitalter der Medienkritik. Dank Internet und Social Media wird journalistische Arbeit heute so intensiv <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/16/fuer-eine-bessere-medienkritik-eine-anleitung-in-fuenf-punkten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/16/fuer-eine-bessere-medienkritik-eine-anleitung-in-fuenf-punkten/">Für eine bessere Medienkritik – eine Anleitung in fünf Punkten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf Social Media, in Blogs und in alternativen Medien werden journalistische Medien heute intensiv kritisiert. Das ist grundsätzlich erfreulich – aber es gilt, zwischen rationaler Kritik und emotionalen Totschlagargumenten zu unterscheiden. Eine Checkliste für die Praxis.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-91111" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Medienkritik-Checkliste-20210916.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Medienkritik-Checkliste-20210916.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Medienkritik-Checkliste-20210916-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Medienkritik-Checkliste-20210916-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Medienkritik-Checkliste-20210916-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/09/MW-Medienkritik-Checkliste-20210916-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Wir leben heute im goldenen Zeitalter der Medienkritik. Dank Internet und Social Media wird journalistische Arbeit heute so intensiv wie noch nie diskutiert und kritisiert. Wenn traditionelle Massenmedien als sprichwörtliche Wachhunde der Demokratie die vierte Gewalt bilden, dann ist, wie der Kommunikationswissenschaftler Stephen Cooper in seinem Buch <a href="https://www.goodreads.com/book/show/928298.Watching_the_Watchdog" target="_blank" rel="noopener">«Watching the Watchdog»</a> beschreibt, mit den neuen Formen der Online-Medienkritik eine fünfte Gewalt entstanden, die die Wachhunde überwacht.</p>
<p>Diese Entwicklung ist grundsätzlich sehr erfreulich. Je intensiver die kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Rolle von Medien und mit konkreten journalistischen Leistungen, desto eher können Probleme identifiziert und gelöst werden. Die neue Welle an Medienkritik bereichert die gesellschaftliche Debatte. Dass wir heute mehr denn je darüber reden, wie Journalismus und Medien operieren, ist grundsätzlich ein Gewinn für die Demokratie.<br />
</p>
<p>Diese schöne neue Welt der Medienkritik hat aber auch eine Schattenseite. Nicht zuletzt in der Corona-Pandemie erleben wir Formen der Medienkritik, die in erster Linie von Wut, von Misstrauen, von pauschaler Ablehnung der «Mainstream-Medien» geprägt ist; bei der nicht selten vage Vorwürfe der Manipulation und Lüge gemacht werden, bisweilen auch garniert mit verschwörungstheoretisch angehauchten Kampfbegriffen wie «Lügenpresse», «Systemmedien» oder «gleichgeschaltete Medien». Diese Art der Medienkritik trägt wenig zum demokratischen Diskurs bei und ist schlimmstenfalls sogar dysfunktional, weil lediglich Misstrauen und Wut gestreut werden.</p>
<blockquote><p>Eine eindeutige Trennlinie zwischen «guter» und «schlechter» Medienkritik existiert nicht.</p></blockquote>
<p>Was unterscheidet diese destruktiven Formen von konstruktiver Medienkritik, die der Qualität der Medien und des Journalismus und damit letztlich der demokratischen Sache dienlich ist? Eine eindeutige Trennlinie zwischen «guter» und «schlechter» Medienkritik existiert nicht. Es gibt aber mindestens fünf Punkte, die ein Anzeichen dafür sein können, dass eine konkrete Medienkritik nicht destruktiv alles vom Tisch fegt, sondern konstruktiv und lösungsorientiert auf Probleme eingeht.</p>
<p><strong>1. Wie konkret ist die Kritik?</strong><br />
Ein erstes Anzeichen, dass Medienkritik nicht ganz hält, was sie verspricht, ist, wenn sie allgemein und vage ausfällt und das Problem auf eine pauschalisierende Art beklagt.</p>
<p>Ein gutes Beispiel hierfür ist der oft geäusserte Vorwurf, «die Medien» seien doch alle politisch links; zum Beispiel, weil sie angeblich nicht über einen bestimmten Sacherhalt berichtet hätten. In der Corona-Pandemie etwa werfen Massnahme-Kritiker:innen «den Medien» vor, ihre kritischen Einwände und Bedenken zu ignorieren.</p>
<p>Dieser Vorwurf kann sachlich im Prinzip durchaus zutreffen, aber als pauschaler Vorwurf ohne konkrete Begründungen, Beispiele und Erklärungen ist die Kritik wenig mehr als ein rhetorisches Totschlagargument. Einige der vielen Fragen, die sich hier zur Präzisierung aufdrängen: Welche Medien sind eigentlich gemeint, wenn von «den Medien» die Rede ist? Haben die Medien tatsächlich gar nicht über Sachverhalt X berichtet? Was wäre ein angemessener Umfang der Berichterstattung zu Sachverhalt X? Wie sollte eine angemessene Berichterstattung über Sachverhalt X inhaltlich aussehen?</p>
<p>Gute Medienkritik zeichnet sich durch Genauigkeit und Präzision aus. Die Grundlage guter Medienkritik ist nicht ein vages Bauchgefühl oder der subjektive Eindruck, sondern konkret aufgezeigte und klar nachvollziehbare Sachverhalte.</p>

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            [rml_read_more]
<p><strong>2. Ist die Argumentation logisch schlüssig?</strong><br />
Medienkritik, die hält, was sie verspricht, muss auf logisch sauberen Schlussfolgerungen beruhen und nicht auf emotionalisierte Fehlschlüsse zurückgreifen, um die mangelnde Kraft von Argumenten zu kaschieren.</p>
<p>Ein Beispiel für logisch unschlüssige Medienkritik habe ich unlängst im <a href="https://schweizermonat.ch/das-ist-eine-fundamentalkritik/" target="_blank" rel="noopener">Gespräch mit Ronnie Grob</a> erlebt, dem Chefredaktor der Zeitschrift «Schweizer Monat». Grob machte mir zum Vorwurf, dass ich als Beleg für meine Kritik an der Corona-skeptischen Organisation «Mass-Voll» auf journalistische Inhalte der Zeitschrift <a href="https://www.megafon.ch/" target="_blank" rel="noopener">«megafon»</a> zurückgegriffen habe. Das «megafon», so seine Kritik, sei nicht zuverlässig oder glaubwürdig, weil die Zeitschrift ja eine Verbindung zur Berner «Reitschule» habe (Die «megafon»-Redaktion befindet sich in diesem linksalternativen Kulturzentrum). Dass die konkreten journalistischen Inhalte des «megafon», die ich zitiert habe, in sachlicher Hinsicht nachweisbar absolut korrekt und faktentreu sind, war für meinen Gesprächspartner unwichtig.</p>
<p>Diese Kritik ist der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Herring_(Rhetorik)" target="_blank" rel="noopener">«Red Herring»-Fehlschluss</a>: Ein rhetorisches Ablenkungsmanöver, das emotional bewegt, logisch aber ins Wasser fällt. Der «Red Herring»-Fehlschluss ist nur einer von zahlreichen sogenannten informellen Fehlschlüssen. Einige weitere Fehlschlüsse, denen wir gerne auf den Leim gehen, sind etwa der Beliebtheits-Fehlschluss (weil viele Menschen die gleiche Meinung haben, gilt etwas als wahr), der Traditions-Fehlschluss (weil es etwas schon lange gibt, gilt es als richtig oder wahr), oder der Fehlschluss der vorschnellen Verallgemeinerung (aus einem Einzelfall deuten wir die Gesamtsituation).</p>
<p><strong>3. Ist der Standpunkt transparent?</strong><br />
Journalismus ist nie neutral und objektiv. Wenn man die Welt journalistisch betrachtet, muss man zwangsläufig einen Standpunkt einnehmen.</p>
<p>Genauso wie Journalismus nicht neutral und objektiv sein kann, ist auch Medienkritik nie neutral und objektiv. Sie hat immer einen wertenden, weltanschaulichen, normativen Charakter. Entsprechend zeichnet sich gute Medienkritik dadurch aus, dass sie ihren normativen Charakter klar aufzeigt und begründet. Schlechte Medienkritik hingegen verschleiert ihren normativen Charakter, oder deklariert ihn gar als die «objektive», die «rationale» und «unverzerrte» Sichtweise.</p>
<blockquote><p>Gute Medienkritik spielt mit offenen weltanschaulichen Karten.</p></blockquote>
<p>Ein Beispiel für misslungene Medienkritik, bei der die eigene normative Position nicht begründet wird, sind die selbsternannten Alternativmedien, die sich im Zuge der Corona-Pandemie als kritische <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/13/mediennetzwerk-das-intellectual-dark-web-lernt-deutsch/">Gegenöffentlichkeit etabliert haben</a>. Diese Kreise sprechen Journalist:innen und Medien ab, «rational» über die Pandemie zu berichten, und sie deklarieren ihre eigenen Ansichten als «rational» – obwohl sie in Tat und Wahrheit einen eindeutigen weltanschaulichen Einschlag haben. Zu implizieren oder direkt zu behaupten, dass man selber im Gegensatz zu den kritisierten Journalist:innen und Medien keine weltanschauliche, ideologische Brille trage, mag als rhetorischer Trick gut funktionieren, zeichnet aber schlechte Medienkritik aus. Gute Medienkritik spielt mit offenen weltanschaulichen Karten.</p>
<p><strong>4. Ist die Kritik fair?</strong><br />
Wenn wir Kritik im Allgemeinen und Medienkritik im Besonderen üben, dann haben wir den natürlichen Hang, die kritisierten Sachverhalte eher negativ, pessimistisch, oder sogar alarmistisch zu deuten. Doch gute Medienkritik zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nicht vorschnell in eine negative Deutung hineinkapriziert und den kritisieren Medien schlechte Absicht unterstellt. Stattdessen wendet gute Medienkritik das sogenannte Prinzip des Wohlwollens an. Dieses sprachphilosophische Prinzip besagt, dass wir das Verhalten von Menschen ganz gezielt auch wohlwollend interpretieren sollten, um nicht Opfer unserer voreingenommenen Meinung zu werden.</p>
<p>Ein Beispiel dafür bietet der skandalöse Fall des ehemaligen Star-Reporters Claas Relotius, der zahlreiche Geschichten <a href="https://medienwoche.ch/2019/01/10/am-liebsten-wuerde-ich-ein-portraet-von-erwin-koch-oder-margrit-sprecher-ueber-relotius-lesen/">frei erfunden hatte</a>. Eine nicht-wohlwollende Medienkritik dieses Falles könnte zum Schluss kommen, dass der Betrüger Relotius einen Beweis dafür liefert, dass alle Medien lügen und damit Kasse machen. Eine wohlwollende Interpretation hingegen würde auch mitreflektieren, dass der Betrugsfall eben genau deshalb aufgeflogen ist, weil eine Reihe von Journalist:innen an der Arbeit von Claas Relotius zu zweifeln begann und so die Verfehlungen erst aufgedeckt wurden.</p>
<p>Gute Medienkritik fokussiert nicht nur auf schlimmstmögliche Motivstrukturen und Absichten, sondern zieht ganz explizit auch wohlwollendere Erklärungen in Betracht.</p>
<p><strong>5. Ist die Kritik kritisierbar?</strong><br />
In der Wissenschaftsphilosophie gilt die sogenannte Falsifizierbarkeit als wichtiges Kriterium, um Wissenschaft von Nicht-Wissenschaft abzugrenzen: Kann eine Hypothese oder Überzeugung oder eine vermeintliche Tatsache widerlegt werden? Kann man aufzeigen, dass etwas nicht stimmt? Falls nicht, handelt es sich wohl nicht um einen wissenschaftlichen Sachverhalt, sondern um Phänomene wie Religion, Esoterik oder Pseudowissenschaft. Ganz ähnlich verhält es sich mit Medienkritik: Wenn sie so formuliert ist, dass sie nicht wirklich widerlegt werden kann, ist die Güte der Kritik zumindest zweifelhaft.</p>
<blockquote><p>Mit seiner Form der kritikresistenten Medienkritik machte es Trump unmöglich, seinen «Fake News»-Vorwurf zu entkräften.</p></blockquote>
<p>Ein extremes Beispiel hierfür sind die «Fake News»-Vorwürfe von Donald Trump. Der ehemalige US-Präsident hatte schon kurz nach seinem Amtsbeginn den Begriff «Fake News» in einer rhetorischen Meisterleistung umgedeutet: «Fake News» bedeutete für Trump nicht inhaltlich erwiesenermassen faktisch falsche (pseudo-)journalistische Berichterstattung, sondern schlicht jede Form der journalistischen Berichterstattung, die ihn und seine <a href="https://www.newyorker.com/magazine/2017/12/11/donald-trumps-fake-news-tactics" target="_blank" rel="noopener">Regierung kritisiert</a> – also auch, oder vor allem, solche, die inhaltlich, faktisch wahr ist. Mit dieser Form der kritikresistenten Medienkritik machte es Trump im Grunde unmöglich, seinen «Fake News»-Vorwurf zu entkräften: Jede Journalistin, jedes Medienhaus, die auf seinen pauschalen Vorwurf mit Kritik reagierte, bestätigte in den Augen der Trump-Anhänger:innen damit lediglich, dass sie «Fake News» sind.</p>
<p><strong>Fazit: Mehr Medienkritik-Kritik</strong><br />
Der Boom der Medienkritik, den wir gegenwärtig erleben, ist zu begrüssen. Die kritische Debatte über die Arbeit von Journalist:innen und Medien, die lange ein Nischendasein fristete, wird heute um neue Perspektiven und Stimmen erweitert. An der Diskussion, wie Medien funktionieren und funktionieren sollen, beteiligen sich immer mehr Menschen. Das tut unserer Demokratie gut.</p>
<p>Aber bekanntlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Die neue, grundsätzlich positive Vielfalt der Medienkritik bedeutet auch, dass destruktive Medienkritik häufiger wird. Medienkritik, die in erster Linie den rhetorischen Zweihänder auspackt und Emotionen bedient, löst keine Probleme, sondern verschärft sie eher. Dieser neue Pluralismus bedeutet darum auch, dass es zunehmend wichtiger wird, auch der Medienkritik kritisch zu begegnen. In einer Zeit, in der Medienkritik zunehmend demokratisiert wird, müssen wir alle ein Stück weit Wachhunde sein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/09/16/fuer-eine-bessere-medienkritik-eine-anleitung-in-fuenf-punkten/">Für eine bessere Medienkritik – eine Anleitung in fünf Punkten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>KenFM, Rubikon, Tichys Einblick: Warum «alternative Medien» ein Millionenpublikum finden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/12/22/kenfm-rubikon-tichys-einblick-warum-alternative-medien-ein-millionenpublikum-finden/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2020/12/22/kenfm-rubikon-tichys-einblick-warum-alternative-medien-ein-millionenpublikum-finden/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Ković]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 20:27:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Das Monokel]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sogenannte alternative Medien mit verschwörungstheoretischem Einschlag erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Ihren Erfolg verdanken sie einem einfachen Schema: Ein Kern Wahrheit wird in einen Teig aus Halb- und Unwahrheiten gerollt. Warum dieses Vorgehen so wirksam ist und wie journalistische Medien damit umgehen können, besprechen Christian Caspar und Marko Ković in unserem Podcast «Das Monokel». Mit <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/kenfm-rubikon-tichys-einblick-warum-alternative-medien-ein-millionenpublikum-finden/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/kenfm-rubikon-tichys-einblick-warum-alternative-medien-ein-millionenpublikum-finden/">KenFM, Rubikon, Tichys Einblick: Warum «alternative Medien» ein Millionenpublikum finden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sogenannte alternative Medien mit verschwörungstheoretischem Einschlag erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Ihren Erfolg verdanken sie einem einfachen Schema: Ein Kern Wahrheit wird in einen Teig aus Halb- und Unwahrheiten gerollt. Warum dieses Vorgehen so wirksam ist und wie journalistische Medien damit umgehen können, besprechen Christian Caspar und Marko Ković in unserem Podcast «Das Monokel».</strong></p>
<p><iframe src="https://anchor.fm/dasmonokel/embed/episodes/Folge-12-Lgenpresse---Teil-2-Die-Welt-der-alternativen-Medien-eo3ut6" width="600px&quot;" height="153px" frameborder="0" scrolling="no"></iframe><br />
Mit der Geburt des World Wide Web in den 1990er Jahren keimte die Hoffnung auf, dass ein goldenes Zeitalter der Demokratie angebrochen sei. Plötzlich nämlich schien das, was lange Zeit als philosophisches Ideal galt, endlich Realität zu werden: Zum ersten Mal hatte nun jede und jeder die Möglichkeit, am öffentlichen Diskurs aktiv teilzunehmen.<br />
</p>
<p>Die überkommene Aufteilung in privilegierte Massenmedien, zu denen nur Eliten Zugang haben, und den Rest der Bevölkerung als passive Rezipienten, schien aufgebrochen. Das Internet sollte das demokratische Spielfeld ebnen und endlich auch jenen eine Stimme gegeben, die bisher stumm waren.</p>
<p>Ganz so rosig hat sich die Lage bekanntlich nicht entwickelt. Aber das Internet hat dennoch eine gewisse Demokratisierung des öffentlichen Diskurses möglich gemacht. Klassische journalistische Medienorganisationen sind auch heute noch die wichtigsten Ankerpunkte im öffentlichen Diskurs – aber die Stimmen, die mitreden und ein Publikum finden, sind vielfältiger geworden. Neue journalistische Angebote, kleinere und grössere Blogs, Social Media-Persönlichkeiten, Diskussionsforen, Newsletter, YouTube-Kanäle, Podcasts – das Internet hat all diese neuen Formate und Inhalte ermöglicht.</p>
<blockquote><p>Zu dieser neuen, pluralistischen Öffentlichkeit gehören auch sogenannte alternative Medien.</p></blockquote>
<p>Gemeint sind damit, wie der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Schweiger in seinem Buch «Der (des)informierte Bürger im Netz» beschreibt: Nachrichtenportale, die keine Anbindung zu klassischen Medienorganisationen haben, nicht nach klassischen journalistischen oder medienethischen Standards arbeiten und schwerpunktmässig meinungsbetonte Berichterstattung zu aktuellen Ereignissen produzieren.</p>
<p>Alternative Medien können in weltanschaulicher Hinsicht grundsätzlich sehr vielfältig sein. Gemein ist ihnen, wie die Philosophin Nancy Fraser in ihrem Aufsatz <a href="https://www.jstor.org/stable/466240?seq=1" target="_blank" rel="noopener">«Rethinking the Public Sphere»</a> argumentiert, dass sie den als dominant wahrgenommenen öffentlichen Diskurs anfechten und in einer Art Gegenöffentlichkeit ihre Gegendiskurse herstellen. In den vergangenen Jahrzehnten gab es beispielsweise feministische, LGBTQ-, Anti-Atom-, sozialistische, umweltschutzbezogene und zahlreiche weitere Gegenöffentlichkeiten, die über Magazine, Newsletter, Radiosendungen und dergleichen funktioniert haben.</p>
<blockquote><p>Die heutigen alternativen Medien haben aber einen anderen Einschlag als die früheren linken Gegenöffentlichkeiten.</p></blockquote>
<p>Diese Publikationen und Plattformen sind mit der Zeit entweder eingegangen oder dümpeln mit beschränkter Reichweite vor sich hin – auch darum, weil ein Teil der Forderungen dieser einstigen Gegenöffentlichkeiten erfüllt sind. In <a href="https://arxiv.org/abs/2004.02566" target="_blank" rel="noopener">Studien</a> nicht zuletzt im Kontext der Coronavirus-Pandemie zeigt sich, dass die reichweitenstarken alternativen Medien von heute durchaus auch eher rechtspopulistisches Gedankengut portieren, vor allem aber einen verschwörungstheoretischen, mit Desinformation und Halbwahrheiten gespickten Duktus pflegen.</p>
<p>Zu dieser neuen Riege der Alternativmedien zählen Portale und Magazine wie «KenFM», «Compact», «Rubikon», «Tichys Einblick», «Achse des Guten», «Sputnik News» oder «RT Deutsch». Bekannte Schweizer Adressen sind beispielsweise das Magazin «Zeitpunkt», «Klagemauer TV» oder das «Alpenparlament». Mit Ausnahme der russischen Staatssender «Sputnik News» und «RT Deutsch» handelt es sich dabei um autonome Plattformen, die in erster Linie dank der Unterstützung ihrer Publika funktionieren.</p>
<blockquote><p>Die Art und Weise, wie diese neuen alternativen Medien operieren, kann exemplarisch an einem Artikel bei «Tichys Einblick» aufgezeigt werden.</p></blockquote>
<p>Am 15. Dezember wurde dort die <a href="https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/neue-wege/fiona-godlee-bjm-lektionen-tamiflu-impfstoffe/" target="_blank" rel="noopener">Kolumne</a> «Die verlorenen Lektionen von Tamiflu und anderen Impfstoffen» veröffentlicht. Der Artikel greift einen kritischen Beitrag in der renommierten medizinischen <a href="https://www.bmj.com/content/371/bmj.m4701" target="_blank" rel="noopener">Fachzeitschrift BMJ</a> auf. Die Chefredaktorin beanstandet in ihrem Artikel, dass wir in der aktuellen Pandemie eine ähnliche Episode wie damals in der Vogelgrippe-Pandemie erleben: Mit einem therapeutischen Arzneimittel werden Milliarden verdient, aber das Arzneimittel stellt sich später als unwirksam heraus. 2009 gab es einen Hype um das Arzneimittel Tamiflu von Roche, 2020 um das Arzneimittel Remdesivir von Gilead Sciences – und beide haben sich als im Wesentlichen unwirksam herausgestellt. Die BMJ-Chefredaktorin mahnt darum, dass auch bei den Coronavirus-Impfungen alle Studienergebnisse vollständig und kritisch zu prüfen seien und die Zulassungsbehörden sich nicht durch PR-Hypes beeinflussen lassen dürfen. Diese Forderung des BMJ ist die rationale Sicht der evidenzbasierten Medizin.</p>
<p>Bei «Tichys Einblick» erhält der BMJ-Artikel einen subtilen, aber wirksamen Desinformations-Spin: In Titel und Lead wird Tamiflu als Impfung beschrieben. Doch Tamiflu ist (genauso wie Remdesivir) keine Impfung, sondern ein Arzneimittel, das nach der Ansteckung eingenommen werden sollte. So wird jedoch der Eindruck erweckt, dass es früher schon Pandemie-Impfungen gegeben habe, die unwirksam waren – und darum auch die jetzigen Impfungen unwirksam sein müssen.</p>
<p>In der Kolumne bei «Tichys Einblick» wird auch die Influenza-Impfung Pandemrix erwähnt, die 2009 bei der Schweinegrippe zum Einsatz kam. Der Autor empört sich darüber, dass Pandermix einen Teil der Geimpften schwer erkranken liess: Sie würden lebenslänglich an Narkolepsie leiden. Es stimmt, dass Pandermix (ein wirksamer Impfstoff) wegen einer Autoimmun-Reaktion das Narkolepsie-<a href="https://www.sciencemag.org/news/2015/07/why-pandemic-flu-shot-caused-narcolepsy" target="_blank" rel="noopener">Risiko erhöhen konnte</a>. Doch der Schaden war bei den geimpften Menschen aber nicht insofern nicht lebenslang, als das Narkolepsie-Risiko gemäss mehreren <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1087079217300011" target="_blank" rel="noopener">systematischen Untersuchungen</a> durch Pandemrix nur bis maximal zwei Jahre lang erhöht war. (Aber natürlich ist jeder vermeidbare Narkolepsie-Fall bedauernswert.)</p>
<p>Dieser Artikel bei «Tichys Einblick» zeigt exemplarisch die Erfolgsformel der neuen alternativen Medien auf. Im Kern wird etwas Wahres aufgegriffen (ein Artikel in der Fachzeitschrift BMJ). Dieser wahre Kern wird aber verzerrt wiedergegeben und mit Halb- oder Unwahrheiten angereichert (Tamiflu sei eine Impfung). Dann werden weitere im Kern wahre Fakten hinzugezogen (Pandemrix hat das Narkolepsie-Risiko erhöht), die dann einerseits auch wieder mit Desinformation versehen werden (Pandemrix habe lebenslängliche Schäden verursacht), andererseits aber mit der eigentlichen Thematik nichts zu tun haben (die Wirksamkeit von Pandemrix ist wissenschaftlich unumstritten).</p>
<p>Auf dieser Grundlage lassen sich dann wunderbar Emotionen bewirtschaften: Die verzerrten und teilweise frei erfundenen Puzzleteile ergeben im Ganzen zwar kein sinnvolles Bild. Aber nicht zuletzt, weil sie einen Kern Wahrheit enthalten, eignen sich sehr gut als Grundlage für Wut und Empörung.</p>
<p>Die neuen alternativen Medien sind also nicht Plattformen für offensichtlichen Humbug à la Flache Erde-Theorie und Reptiloiden-Verschwörung. Sie greifen im Kern wahre und durchaus problematische Dinge auf und verweben sie mit Narrativen, die mit der Realität nur noch wenig zu tun haben. Das macht sie so erfolgreich und gefährlich.</p>
<blockquote><p>Was tun, um dem Schaden der alternativen Medien und ihrer Desinformation beizukommen?</p></blockquote>
<p>Wir sollten den Ball an die journalistischen Medien zurückspielen. Einerseits müssen sich diese kritisch mit den alternativen Medien auseinandersetzen und aufzeigen, wo und wie dort Fakten mit gefährlicher Fiktion vermischt werden. Andererseits sollten sich die journalistischen Medien selber stärker dem «Kerngeschäft» der alternativen Medien widmen: der Gesellschaftskritik.</p>
<p>Im öffentlichen Diskurs ist fundierte Gesellschafts- und Machtkritik unabdingbar. Alternative Medien liefern eine solche, aber sie ist reichlich irrational. Indem sich journalistische Medien wieder stärker ihrer Kritikfunktion widmen, nehmen sie den alternativen Medien den Wind aus den Segeln – und bauen nebenbei auch wieder <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/luegenpresse-warum-die-medien-mitverantwortlich-sind-fuer-den-vertrauensverlust/">Vertrauen in der Bevölkerung</a> auf.</p>
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<p><small>Bild: <a href="https://unsplash.com/@lishakov?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Andrej Lišakov</a> auf <a href="https://unsplash.com/s/photos/wrong?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Unsplash</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/kenfm-rubikon-tichys-einblick-warum-alternative-medien-ein-millionenpublikum-finden/">KenFM, Rubikon, Tichys Einblick: Warum «alternative Medien» ein Millionenpublikum finden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Alternative Rebellen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/07/31/alternative-rebellen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2020 10:21:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Rebell, das sei er, sagt Christof Moser. Er hat schon zwei Mal ein alternatives Medium mitgegründet: Den Infosperber und die Republik. Alternative Medien sind Online-Plattformen und Youtube-Kanäle, die sich gegen die klassischen Medien auflehnen. Wann sind alternative Medien legitim? Wie stellt SRF den Wahrheitsgehalt sicher? Welche Expertinnen kommen zu Wort &#8211; und welche nicht?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Rebell, das sei er, sagt Christof Moser. Er hat schon zwei Mal ein alternatives Medium mitgegründet: Den Infosperber und die Republik. Alternative Medien sind Online-Plattformen und Youtube-Kanäle, die sich gegen die klassischen Medien auflehnen. Wann sind alternative Medien legitim? Wie stellt SRF den Wahrheitsgehalt sicher? Welche Expertinnen kommen zu Wort &#8211; und welche nicht?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/07/31/alternative-rebellen/">Alternative Rebellen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Infokrieger – Die neuen rechten Medienmacher</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/05/14/infokrieger-die-neuen-rechten-medienmacher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2020 07:27:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer bestimmt den politischen Diskurs in den sozialen Netzwerken? Eine zunehmende Rolle spielen rechte Medien, die den öffentlichen Diskurs manipulieren und vergiften. Ein Journalistenteam analysiert die Mechanismen dieses «Infokrieges».</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/05/14/infokrieger-die-neuen-rechten-medienmacher/">Infokrieger – Die neuen rechten Medienmacher</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer bestimmt den politischen Diskurs in den sozialen Netzwerken? Eine zunehmende Rolle spielen rechte Medien, die den öffentlichen Diskurs manipulieren und vergiften. Ein Journalistenteam analysiert die Mechanismen dieses «Infokrieges».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/05/14/infokrieger-die-neuen-rechten-medienmacher/">Infokrieger – Die neuen rechten Medienmacher</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Coronavirus: Das Versagen der alternativen Medien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/04/07/coronavirus-das-versagen-der-alternativen-medien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 18:14:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für viele ist es unvorstellbar, dass die Regierung ausnahmsweise etwas richtig macht. Ein Kommentar</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/04/07/coronavirus-das-versagen-der-alternativen-medien/">Coronavirus: Das Versagen der alternativen Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für viele ist es unvorstellbar, dass die Regierung ausnahmsweise etwas richtig macht. Ein Kommentar</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/04/07/coronavirus-das-versagen-der-alternativen-medien/">Coronavirus: Das Versagen der alternativen Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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