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	<title>Architektur | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 12 Jul 2022 12:47:01 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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	<item>
		<title>Architektur in den Medien: Mehr Plattform, weniger Redaktion</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/07/12/architektur-in-den-medien-mehr-plattform-weniger-redaktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs Honegger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2022 12:47:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verdrängen digitale Plattformen wie Archdaily die kritische Berichterstattung über Architektur? Nicht, wenn die User sich ihrer Macht als Datenlieferanten bewusst sind. Restlos alle Befürchtungen zerstreut die Ansage nicht: «Die Architekturberichterstattung wird im Feuilleton der NZZ auch weiterhin einen zentralen Platz haben», schreibt uns Ressortleiter Benedict Neff. Nachdem die Redaktorin für Design und Architektur Sabine von <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/12/architektur-in-den-medien-mehr-plattform-weniger-redaktion/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/12/architektur-in-den-medien-mehr-plattform-weniger-redaktion/">Architektur in den Medien: Mehr Plattform, weniger Redaktion</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Verdrängen digitale Plattformen wie Archdaily die kritische Berichterstattung über Architektur? Nicht, wenn die User sich ihrer Macht als Datenlieferanten bewusst sind.</strong><br />
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Restlos alle Befürchtungen zerstreut die Ansage nicht: «Die Architekturberichterstattung wird im Feuilleton der NZZ auch weiterhin einen zentralen Platz haben», schreibt uns Ressortleiter Benedict Neff. Nachdem die Redaktorin für Design und Architektur <a href="https://twitter.com/sabinvonfischer/status/1542519738768556035" rel="noopener" target="_blank">Sabine von Fischer</a> diesen Frühling gekündigt hat, gibt es bei der NZZ niemanden mehr, der sich spezifisch und mit Expertise um das Thema Architektur kümmert. Damit gibt es in den Redaktionen der Schweizer Tagespresse keinen Architekten oder keine Architektin mehr. Tatsächlich werde die bisherige Stelle künftig inhaltlich breiter ausgerichtet, schreibt die NZZ weiter. Man prüfe zurzeit die Zusammenarbeit mit freien Autorinnen und Autoren, «um ästhetische, soziale, politische und gesellschaftliche Aspekte zu beleuchten und das Interesse eines breiten Publikums für die Architektur zu wecken». Unter dem Strich bleibt: In der NZZ hat die Architektur an Bedeutung verloren.<br />
</p>
<p>Gleichzeitig <a href="https://www.hochparterre.ch/nachrichten/architektur/blog/post/detail/der-architektur-apparat/1655456382" rel="noopener" target="_blank">investiert die NZZ Mediengruppe</a> (Paywall) aber tüchtig in die Branche: In den vergangenen Jahren hat es mit den Plattformen <a href="https://www.architonic.com/de" rel="noopener" target="_blank">Architonic</a>, <a href="https://www.archdaily.com/" rel="noopener" target="_blank">Archdaily</a> und <a href="https://www.designboom.com/" rel="noopener" target="_blank">Designboom</a> die grösste Architektur- und Design-Community der Welt zusammengekauft. Man habe die Möglichkeit gesehen, in der Architektur die Nummer eins zu werden, erklärt Stephan Bachmann, CEO von <a href="https://www.moneyhouse.ch/de/company/daaily-platforms-ag-10581865381" rel="noopener" target="_blank">DAAily Platforms</a>, der Organisation, die diese drei Websites zusammenfasst. Denn das ist im digitalisierten Geschäft entscheidend: Wer am meisten User hat, verfügt über die meisten Daten und kann sein Angebot nach den Bedürfnissen der Werbetreibenden ausrichten. Das Geschäftsmodell ist also primär quantitativ. Eine kritische Berichterstattung, die Konflikte mit den Leserinnen und Kunden mit sich bringt, ist von ihnen nicht zu erwarten.</p>
<p>Doch wer liefert die Daten? Die Nutzerinnen und Nutzer liefern sie. Je häufiger wir auf diesen Plattformen unterwegs sind, desto mehr Daten hinterlassen wir. Sie seien das Erdöl des 21. Jahrhunderts, schreibt der Schweizer Journalist und Ökonom Hannes Grassegger in seinem Essay <a href="https://keinundaber.ch/de/literary-work/das-kapital-bin-ich/" rel="noopener" target="_blank">«Das Kapital bin ich»</a>. Er sieht uns in einer «digitalen Leibeigenschaft», weil wir für die Plattformen arbeiten, ohne dafür bezahlt zu werden. Grassegger meint natürlich Google, Apple und Meta. Das ökonomische Prinzip gilt jedoch ebenso für Architonic, Archdaily und Designboom.</p>
<blockquote><p>Wenn die NZZ ihre Berichterstattung über Architektur zurückstuft und dafür in digitale Plattformen investiert, dann auch, weil wir lieber auf Archdaily durch die Bilder von Villen in Miami swipen.</p></blockquote>
<p>Bei DAAily Platforms weiss man, was die Community wert ist. Man stehe mit ihr im Austausch und denke darüber nach, wie man sie besser über Themen wie Nachhaltigkeit informieren könne und «wie wir diesen Mehrwert dem Kunden weitergeben können», sagt Stephan Bachmann. Aber ist sich die Community ihrer Macht bewusst? «Es gilt, die eigenen Daten erst dann herauszugeben, wenn dafür ein annehmbarer Gegenwert fliesst», fordert Hannes Grassegger. Dieser Gegenwert könnte etwa darin bestehen, dass Firmen sich an Standards in Ökologie und sozialer Verantwortung halten: Nur wer menschenwürdige Arbeitsbedingungen und klimagerechte Produktionsmethoden vorweisen kann, bekommt meine Aufmerksamkeit. Und nur, wenn eine Plattform wie Architonic sich für diese Themen einsetzt, nutze ich sie als Recherchetool und gebe ihr meine Daten.</p>

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<p>Wenn die NZZ ihre Berichterstattung über Architektur zurückstuft und dafür in digitale Plattformen investiert, dann auch, weil wir lieber auf Archdaily durch die Bilder von Villen in Miami swipen, als uns im Feuilleton mit den komplexen Zusammenhängen von Architektur und Klimakrise vor unserer Haustür zu befassen. Nicht nur die NZZ ist aufgefordert, weiterhin über Architektur und Städtebau zu berichten, weil diese Fachbereiche die wichtigen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit thematisieren. Auch wir sind dazu angehalten, nicht einfach den schönen Bildern nachzugehen, sondern uns mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.</p>
<p><small>Dieser Kommentar wurde zuerst in der Architekturzeitschrift «Hochparterre» veröffentlicht. Die MEDIENWOCHE durfte ihn mit freundlicher Genehmigung des Autors übernehmen.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/12/architektur-in-den-medien-mehr-plattform-weniger-redaktion/">Architektur in den Medien: Mehr Plattform, weniger Redaktion</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In Deutschland beziehen mehrere Medienunternehmen neue Gebäude. Ein Rundgang</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/12/07/in-deutschland-beziehen-mehrere-medienunternehmen-neue-gebaeude-ein-rundgang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2018 12:09:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufbruchsstimmung würde man im Zeitungswesen zurzeit nicht erwarten. Die Digitalisierung führe, so der allgemeine Befund, zum Verlust von Abonnementen und Anzeigenkunden. Trotzdem wird mächtig gebaut.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/12/07/in-deutschland-beziehen-mehrere-medienunternehmen-neue-gebaeude-ein-rundgang/">In Deutschland beziehen mehrere Medienunternehmen neue Gebäude. Ein Rundgang</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufbruchsstimmung würde man im Zeitungswesen zurzeit nicht erwarten. Die Digitalisierung führe, so der allgemeine Befund, zum Verlust von Abonnementen und Anzeigenkunden. Trotzdem wird mächtig gebaut.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/12/07/in-deutschland-beziehen-mehrere-medienunternehmen-neue-gebaeude-ein-rundgang/">In Deutschland beziehen mehrere Medienunternehmen neue Gebäude. Ein Rundgang</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Textur und Struktur</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/29/textur-und-struktur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2014 08:16:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Textur]]></category>
		<category><![CDATA[Struktur]]></category>
		<category><![CDATA[Bildstrukturen]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Textur kann als Übergang von der monochromen Fläche zum Bild gesehen werden. Regelmässige Bildstrukturen müssen erst einmal entdeckt und abgelichtet werden. In der Architektur sind Strukturen selbstverständlich, in der Natur muss man etwas genauer hinsehen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/29/textur-und-struktur/">Textur und Struktur</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="color: #141413;">Die Textur kann als Übergang von der monochromen Fläche zum Bild gesehen werden. Regelmässige Bildstrukturen müssen erst einmal entdeckt und abgelichtet werden. In der Architektur sind Strukturen selbstverständlich, in der Natur muss man etwas genauer hinsehen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/29/textur-und-struktur/">Textur und Struktur</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Gestern Glas, heute Holz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/06/12/gestern-glas-heute-holz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jun 2012 09:01:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Chicago Tribune]]></category>
		<category><![CDATA[Chur]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[RTR]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Zurich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Zürcher Medienkonzern Tamedia setzt mit seinem Neubau erneut auf Architektur mit Aussenwirkung. Die Inszenierung im öffentlichen Raum war schon immer Teil des Mediengeschäfts. Was Medienarchitektur mit der Architektur als Medium zu tun hat. Architektur der Superlative an der Zürcher Werdstrasse: Dort wächst der «bisher grösste Holzskelettbau in der Schweiz» (schweizerbauer.ch), geplant «von einem der <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/12/gestern-glas-heute-holz/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zürcher Medienkonzern Tamedia setzt mit seinem Neubau erneut auf Architektur mit Aussenwirkung. Die Inszenierung im öffentlichen Raum war schon immer Teil des Mediengeschäfts. Was Medienarchitektur mit der Architektur als Medium zu tun hat.<br />
<span id="more-30493"></span><br />
Architektur der Superlative an der Zürcher Werdstrasse: Dort wächst der «bisher grösste Holzskelettbau in der Schweiz» (<a href="http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_28833.html" target="_blank">schweizerbauer.ch</a>), geplant «von einem der visionärsten Architekten der Welt» (<a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Webcam-Der-Neubau-auf-dem-Werdareal/story/12832206" target="_blank">Tages-Anzeiger</a>). Shigeru Ban baut für Tamedia den neuen Hauptsitz. Die Bauherrin fand den japanischen Architekten nicht über einen Wettbewerb. Stattdessen hatte Mit-Besitzer und Verwaltungsratspräsident Pietro Supino eine Vision.</p>
<p>Ban wurde berühmt durch aussergewöhnliche Konstruktionen: Aus Kartonröhren formte er Erdbeben-Notunterkünfte und Expo-Hallen; mit Holz deckte er Golfclubhäuser und Museen. Für Tamedia fräsen Holzbauexperten aus Gossau 3600 Fichten computergesteuert zu Stützen und Trägern, in Zürich setzen Bauarbeiter diesen Riesenbaukasten zusammen – eine Konstruktion, die schon auf der Baustelle beeindruckt und bald hinter Glas.</p>
<p>Intern rede man vom «Holzhaus», sagt Christoph Zimmer, der Kommunikationschef von Tamedia, der gleichzeitig für das Projekt verantwortlich ist; in Abgrenzung zum «Glashaus», das sich der Konzern vor 11 Jahren ans andere Ende des Blockes bauen liess. Glas, so äusserte sich damals die Bauherrin Tamedia und der Architekt Walter Wäschle, sei fortschrittlich und transparent, sei offen und ökologisch. Heute, beim «Holzhaus», schwingt Ähnliches mit. Im 2000-Watt-Zeitalter steht Holz für Nachhaltigkeit und damit für Zukunft. Und das «Holzhaus» wird auch ein Glashaus, wird transparent wirken – sofern nicht die Storen vor der Sonne schützen oder sich der Himmel auf dem Glas spiegelt.</p>
<p>Architektur ist medial relevant. Architektur transportiert Werte. Wer, wenn nicht ein Medienkonzern, weiss das? Spätestens seit 1922 als die Chicago-Tribune mit einem Wettbewerb den Architekten ihres neuen Firmensitzes gesucht hatte. 183 Büros aus aller Welt schickten damals Entwürfe nach Chicago, darunter die europäische Avantgarde, wie Adolf Loos oder der Bauhausdirektor Walter Gropius.</p>
<p>Das boomende Revolverblatt, das sich selbst als «Greatest Newspaper of the World» sah, wollte Schlagzeilen, koste es was es wolle, wollte das höchste Gebäude der Welt. Da das die Bauvorschriften nicht zuliessen, suchte man schliesslich «the most beautiful building in the world». Das konnten weder Gropius noch Loos bieten. Oder ihr Kollege Ludwig Hilberseimer, dessen Doppelturm dem «Sunrise Tower» in Zürich-Oerlikon glich, den Max Dudler aber erst im Jahre 2005 gebaut hat. Stattdessen wählte die Jury eine Kreuzung aus Hochhaus und gotischer Kathedrale, die bei den zeitgenössischen Kritikern durchfiel: Kitsch statt Funktion! Doch auch Aufmerksamkeit ist ein Zweck, und den erfüllt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tribune_Tower" target="_blank">«Tribune Tower»</a> bis heute: Als auffälliges Gebäude gibt er seinem Besitzer einen Auftritt. Und Chicago ein Wahrzeichen.</p>
<p>In der Schweiz sucht man lange nach einem gebauten Wahrzeichen aus der Medienwelt. Die «Newsrooms» haben nach aussen kein Gesicht und die Gebäude der öffentlichen Medien sind in der Regel das, was man «Zweckbauten» nennt, von Leutschenbach bis Genf. Eine der raren Perlen ist das Hexagon des Tessiner Radiostudios, das die Architekten Alberto Camenzind, Augusto Jäggli und Rino Tami Ende der Fünfzigerjahre in Lugano bauten. Mit einem Musiksaal, der an Zeiten erinnert, als sich Radiosender noch ihre eigenen Orchester leisteten. Heute will man sich nicht einmal mehr die grossartige Architektur leisten: Trotz Protesten will die SRG den unter Denkmalschutz stehenden Bau verkaufen.</p>
<p>Doch zu sagen, die öffentlichen Medien seien für architektonische Werte blind, wäre falsch. Erst vor sechs Jahren baute die SRG in Chur für 26 Mio. Franken eine neue, nicht weniger grosse Perle, <a href="http://www.textkontor.ch/Bibliothek/texte/radiofernseh_arbeit.htm" target="_blank">die «Chasa RTR»</a>. Neben Räumen der Stadtverwaltung beherbergt sie das Radio e Televisiun Rumantscha auf selbstbewussten sechs Geschossen direkt gegenüber dem Eingang zum Grossratssaal. Die städtische Fassade aus behauenem Beton weicht etwas von der Strasse zurück, will den Blick auf die Altstadt nicht stehlen. Der Vorplatz vor dem Eingang läuft ins Haus; das wiederum deckt schützend den Vorplatz und gewährt über grosse Schaufenster Einblick in rot-weiss leuchtende Radiostudios und Lautsprecher übertragen das Programm auf das Trottoir.</p>
<p>Die Churer feierten das Haus, das übrigens aus einem Architekturwettbewerb hervorging, als «Leuchtturm der rätoromanischen Kultur». Doch der blendet nicht und geizt mit Superlativen, anders als die Tamedia-Häuser. Statt Inhalte, wie «ökologisch» oder «offen», zur Schau zu stellen, hält sich die Chasa RTR kultiviert zurück. Der private Medienkonzern baut sich in Zürich ein lautes, werbewirksames Wahrzeichen, die SRG stellen ihr Churer Haus in den Dienst der städtischen Öffentlichkeit. Insofern erzählen beide Bauten von ihrem Inhalt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/12/gestern-glas-heute-holz/">Gestern Glas, heute Holz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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