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	<title>Avenir Suisse | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 19 Nov 2022 10:00:52 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Was wäre die Schweiz ohne die SRG?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/19/was-waere-die-schweiz-ohne-die-srg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 10:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 hat der Bund den Mediensektor mit über 1,5 Milliarden Franken subventioniert. Der allergrösste Teil davon ging an das öffentlichrechtliche Radio und Fernsehen SRG. Wieso eigentlich? Und gäbe es sinnvolle Reformvorschläge? Im Ökonomen-Podcast «Eco on the rocks» diskutiert dies der NZZ-Chefökonom Peter A. Fischer mit Jürg Müller und Michael Grampp.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>2020 hat der Bund den Mediensektor mit über 1,5 Milliarden Franken subventioniert. Der allergrösste Teil davon ging an das öffentlichrechtliche Radio und Fernsehen SRG. Wieso eigentlich? Und gäbe es sinnvolle Reformvorschläge? Im Ökonomen-Podcast «Eco on the rocks» diskutiert dies der NZZ-Chefökonom Peter A. Fischer mit Jürg Müller und Michael Grampp.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/19/was-waere-die-schweiz-ohne-die-srg/">Was wäre die Schweiz ohne die SRG?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zusätzlich bezahlen für SRF Online?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/08/zusaetzlich-bezahlen-fuer-srf-online/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 10:58:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Newsmarkt ist gemäss Avenir Suisse verzerrt, SRG-Angebote sollen hinter eine Paywall. Ein Experte widerspricht.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/08/zusaetzlich-bezahlen-fuer-srf-online/">Zusätzlich bezahlen für SRF Online?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Newsmarkt ist gemäss Avenir Suisse verzerrt, SRG-Angebote sollen hinter eine Paywall. Ein Experte widerspricht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/08/zusaetzlich-bezahlen-fuer-srf-online/">Zusätzlich bezahlen für SRF Online?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum wir den Medienmarkt nicht sich selbst überlassen dürfen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/01/warum-wir-den-medienmarkt-nicht-sich-selbst-ueberlassen-duerfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 14:13:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>er wirtschaftsliberale Thinktank Avenir Suisse hat den Schweizer Medienmarkt untersucht und kommt zum Schluss, dass das Problem ein Staatsversagen sei: Der Staat greife zu stark und zu wenig gezielt in den Medienmarkt ein. Ich zeige Ihnen in meinem Wochenkommentar, warum Avenir Suisse aus meiner Sicht falschliegt – und zwar ausgerechnet im Kern der Argumentation.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/01/warum-wir-den-medienmarkt-nicht-sich-selbst-ueberlassen-duerfen/">Warum wir den Medienmarkt nicht sich selbst überlassen dürfen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>er wirtschaftsliberale Thinktank Avenir Suisse hat den Schweizer Medienmarkt untersucht und kommt zum Schluss, dass das Problem ein Staatsversagen sei: Der Staat greife zu stark und zu wenig gezielt in den Medienmarkt ein. Ich zeige Ihnen in meinem Wochenkommentar, warum Avenir Suisse aus meiner Sicht falschliegt – und zwar ausgerechnet im Kern der Argumentation. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/01/warum-wir-den-medienmarkt-nicht-sich-selbst-ueberlassen-duerfen/">Warum wir den Medienmarkt nicht sich selbst überlassen dürfen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Avenir Suisse zur Medienpolitik: Fantastereien im luftleeren Raum</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/26/avenir-suisse-zur-medienpolitik-fantastereien-im-luftleeren-raum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2022 09:55:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Avenir Suisse schaltet sich in die medienpolitische Diskussion ein. Doch die beiden zentralen Vorschläge des liberalen Think Tanks für eine neue Medienordnung vermögen nicht an bestehende Diskussionsstränge anzuknüpfen und stehen etwas verloren im luftleeren Raum. Wer sich länger mit Medienpolitik beschäftigt, kennt diesen Wunsch nach Klarheit, nach einer optimalen, oder zumindest idealen Medienordnung. Beim Blick <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/26/avenir-suisse-zur-medienpolitik-fantastereien-im-luftleeren-raum/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Avenir Suisse schaltet sich in die medienpolitische Diskussion ein. Doch die beiden zentralen Vorschläge des liberalen Think Tanks für eine neue Medienordnung vermögen nicht an bestehende Diskussionsstränge anzuknüpfen und stehen etwas verloren im luftleeren Raum.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Avenir-Suisse-Schweizer-Medien-20221025.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Avenir-Suisse-Schweizer-Medien-20221025.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-100304" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Avenir-Suisse-Schweizer-Medien-20221025.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Avenir-Suisse-Schweizer-Medien-20221025-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Avenir-Suisse-Schweizer-Medien-20221025-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Avenir-Suisse-Schweizer-Medien-20221025-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Avenir-Suisse-Schweizer-Medien-20221025-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Wer sich länger mit Medienpolitik beschäftigt, kennt diesen Wunsch nach Klarheit, nach einer optimalen, oder zumindest idealen Medienordnung. Beim Blick auf die herrschende Medienordnung und ihre Leitplanken sieht alles ziemlich chaotisch und widersprüchlich aus. Da wünscht man sich Tabula rasa und einen Neuanfang, der klare Strukturen schafft. Von diesem radikalen Geist beseelt traten auch drei Autoren der liberalen Denkfabrik Avenir Suisse ans Werk. Ihre Vorschläge stellen nach eigenen Angaben die heutige Medienförderung fundamental in Frage. «Aus unserer Sicht ist das unausweichlich», schreiben Jürg Müller, Basil Ammann und Laurenz Grabher.<br />
</p>
<p>Im Zentrum ihrer Studie <a href="https://www.avenir-suisse.ch/publication/eine-medienpolitik-fuer-das-digitale-zeitalter/" rel="noopener" target="_blank">«Eine Medienpolitik für das digitale Zeitalter»</a> steht die Diagnose einer Wettbewerbsverzerrung. Insbesondere die SRG als mächtiger und mit mehr als einer Milliarde Franken an öffentlichen Mitteln alimentierter Koloss stelle die «grösste Bedrohung für die Medienvielfalt» in der Schweiz dar. Aber auch Massnahmen, wie die nationale Presseförderung oder kantonale Unterstützungsmassnahmen für die Medien, halten die Autoren für hinderlich hinsichtlich eines funktionierenden Wettbewerbs.</p>
<p>Da die Wettbewerbsverzerrung in der Argumentation der Autoren eine dermassen zentrale Rolle spielt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was sie darunter verstehen. Leider erklären sie das nicht explizit. Die schiere Existenz der SRG ist ihnen Beleg genug. Wo und wie die SRG die Angebote privater Medien be- oder verdrängt oder wie die Presseförderung das Prosperieren subventionsfreier Zeitungen behindert, steht nirgends geschrieben auf den 97 Seiten des Debattenpapiers. Aktuelle Entwicklungen, die in eine andere Richtung weisen, werden ignoriert. Weder das Erstarken der TV-Sender von CH-Media, die im Live-Sport inzwischen eine echte Alternative zur SRG darstellen, noch die Pläne des Bundesrats, den Spielraum der SRG in der <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/14/zuerst-eine-neue-srg-konzession-dann-die-halbierungsinitiative/">künftigen Konzession</a> einzuschränken, finden Eingang in die Überlegungen des Think-Tanks.</p>
<blockquote><p>Mit dem engen Fokus des Debattenpapiers erscheint die SRG als ein Moloch, den es um jeden Preis zurückzubinden gilt, bevor er noch grösseren Schaden anrichten.</p></blockquote>
<p>Überhaupt scheint der Blick auf den Medienwettbewerb unvollständig. So gälte es auch die Rolle der SRG als publizistiche <a href="https://gb.srgssr.ch/archiv/de/2016/vorwort/vorwort-des-praesidenten-und-des-generaldirektors/index.html" rel="noopener" target="_blank">«Monopolbrecherin»</a> zu würdigen. Internationale News aus Schweizer Perspektive gäbe es ohne die SRG nur noch von der NZZ. Sonst unterhält keine Medienorganisation mehr ein eigenes weltumspannendens Korrespondentennetz. Und in gewissen Regionen der Deutschschweiz bieten die Regionaljournale von Schweizer Radio SRF die einzige relevante Stimme neben dem dominierenden Lokalmedium.</p>
<p>Wenn die Autoren weiter schreiben, «Digitalisierung und Globalisierung haben auch in der Schweiz tiefe Spuren hinterlassen», dann müssten sie konsequenterweise nicht nur die Wettbewerbssituation innerhalb der schweizerischen Medienlandschaft würdigen, sondern auch den sehr ungleichen Wettbewerb zwischen den heimischen Medienunternehmen – private und SRG – mit den globalen Tech-Plattformen.</p>
<p>Mit dem engen Fokus des Debattenpapiers erscheint die SRG als ein Moloch, den es um jeden Preis zurückzubinden gilt, bevor er noch grösseren Schaden anrichten. So erscheint es nur als folgerichtig, die grosse Keule auszupacken und medienpolitische Massnahmen vorzuschlagen, die das Zeug hätten, die SRG de facto abzuschaffen. Könnte Avenir Suisse eine neue Medienordnung gestalten, dann stünde anstelle der heutigen SRG mit ihren eigenen Radio- und TV-Kanälen und den Online-Plattformen nur noch ein «Public Content Provider». Eine Idee, die der Think Tank schon <a href="https://www.avenir-suisse.ch/medienfoerderung-die-srg-als-inhaltsproduzent/" rel="noopener" target="_blank">vor acht Jahren</a> formuliert hatte und jetzt wieder aufwärmt, ergänzt um das Element einer Auktion.</p>
<blockquote><p>Die Idee mit dem «Public Content Provider», wie sie im Diskussionspapier steht, taugt nicht einmal als Gedankenspiel.</p></blockquote>
<p>Dieser multimediale Nachrichtendienstleister würde selbst nur Inhalte produzieren und sie dann dem meistbietenden Medienunternehmen für die Distribution verkaufen. Die «Tagesschau» wäre dann beispielsweise beim «Tages-Anzeiger» zu sehen, der «Kulturplatz» bei der WOZ. Von diesem Modell mit einer Auktion erhoffen sich die Autoren, dass «bei gleichbleibendem Angebot die Medienabgabe gesenkt werden könnte».</p>
<p>Als Beispiele für Inhalte, welche dieser «Public Content Provider» produzieren würde, nennt Avenir Suisse ausschliesslich Radio- und Fernsehsendungen. Das mutet einigermassen sonderbar an in einem Szenario, das vorgibt, sich mit der Zukunft zu befassen. Eigentlich hätte man das Ganze auch und vor allem für digitale Formate durchspielen müssen. Dann wäre aufgefallen, dass sich bei der digitalen Produktion der Inhalt nicht mehr so leicht von der Distribution trennen und beliebig ausspielen lässt. Auch die Bedeutung von Persönlichkeiten, die einer Medienmarke ein Gesicht geben, unterschätzt dieses Modell. </p>
<p>Auf kürzere Sicht, innerhalb des aktuellen medienpolitischen Rahmens, sähe Avenir Suisse ein «Gebührenmodell 2.0» als Mittel gegen die Wettbewerbsverzerrung. Für den «problematischen Online-Bereich» der SRG sollten Gebühren, respektive ein Abo-Modell eingeführt werden, um so die Haushaltsabgabe senken zu können. Diese Form der Finanzierung komme besser dem Grundsatz nach, dass nur jene zahlen müssen, die auch einen Nutzen davon haben. Die Autoren sehen auch Nachteile eines solchen Modells, etwa der Rückgang der Nutzung. Einen anderen gewichtigen Nachteil nennen sie aber nicht. Mit einer Gebühr für Online-Inhalte entstünde die schwer zu rechtfertigende Situation, dass ein und derselbe Inhalt, je nach Ausspielweg, zusätzlich kosten würde. Wer sich zum Beispiel einen SRF-Dok am Fernsehen anschauen würde, was ja heute auch am Computer erfolgen kann, könnte das wie bisher tun. Auf dem gleichen Gerät, aber auf der Website von SRF, würde man zur Kasse gebeten für den gleichen Film.</p>
<blockquote><p>Das Papier enthält auch ein paar ganz konkrete Forderungen, die gut zu den laufenden Debatten passen.</p></blockquote>
<p>Dieses «Gebührenmodell 2.0» steht gleichermassen im luftleeren Diskussionsraum wie der Public Service Provider. Mit beiden Vorschlägen vermag Avenir Suisse nicht an bestehende medienpolitische Diskussionen anzuknüpfen. Im Kontrast dazu enthält das Papier auch ein paar ganz konkrete Forderungen, die gut zu den laufenden Debatten passen.</p>
<p>So kritisieren die Autoren mit Blick auf die kantonale Medienförderung völlig zurecht, dass Anzeigen von staatlichen Stellen und Behörden schlecht als Förderinstrument taugen. Sie verweisen auf die einschlägigen Erfahrungen damit in Österreich, wo das System «zu einer problematischen Nähe von Medienschaffenden und staatlichen Entscheidungsträgerinnen und -trägern» geführt habe. Andere nennen es auch <a href="https://www.avenir-suisse.ch/medienfoerderung-die-srg-als-inhaltsproduzent/" rel="noopener" target="_blank">Anzeigenkorruption</a>.</p>
<p>Einen wunden Punkt trifft das Papier auch mit der Kritik an zu viel Meinungsjournalismus bei der SRG. Tatsächlich fällt seit ein paar Jahren bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF auf, dass sogenannte <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/07/die-analyse-ist-der-neue-kommentar-meinungsjournalismus-bei-srf-im-wandel/">«Analysen» oft als Kommentar daherkommen</a>. Eine Entwicklung, so die Autoren, welche die Glaubwürdigkeit der SRG unterminiere. Sie schreiben dazu: «Publizieren öffentlich finanzierte Institutionen Meinungsbeiträge und Kommentare, hat das Auswirkungen auf jene gesellschaftlichen Gruppen, welche die Meinungen nicht teilen. Bei ihnen wird über kurz oder lang die Glaubwürdigkeit des medialen Service public unterminiert, was in der Folge dessen demokratiepolitische Wirkung verringert.»</p>
<p>Und last but not least nimmt Avenir Suisse Stellung gegen die Pläne des Bundesrats, ein sogenanntes <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/11/leistungsschutzrecht-geschenk-des-bundesrats-an-die-verleger/">Leistungsschutzrecht für die Presse</a> einzuführen. Demnach müssten Social Networks, Suchmaschinen und News-Aggregatoren eine Gebühr entrichten, wenn sie Ausschnitte von Medieninhalten («Snippets») auf ihren Plattformen als Vorschau anzeigen. «Ein Unding», finden die Autoren, weil es «mit der Rechtslogik des Urheberrechtsgesetzes bricht». Sie hätten auch noch den bürokratischen Leerlauf erwähnen können, den die Einführung eines solchen Leistungsschutzrechts nach sich zu ziehen droht.</p>
<p>Ganz am Schluss des Papiers wird es noch einmal spannend, wenn die Autoren für einen breiteren Blickwinkel und für eine «Informationspolitik» anstelle einer auf den Journalismus fokussierten Medienpolitik plädieren. «Die Grenzen zu Kultur- und Bildungsinhalten dürften im digitalen Raum noch stärker verwischen», halten sie richtigerweise fest. Vermutlich wäre das Papier ergiebiger geworden, wenn es dort angesetzt hätte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/26/avenir-suisse-zur-medienpolitik-fantastereien-im-luftleeren-raum/">Avenir Suisse zur Medienpolitik: Fantastereien im luftleeren Raum</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Grenzen der Mediennutzung verfliessen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/19/die-grenzen-der-mediennutzung-verfliessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2014 07:38:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
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		<category><![CDATA[Konvergenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Medienpolitik und Medienförderung unterscheiden zwischen Print, Radio und TV. Diese Differenzierung wird dem tatsächlichen Konsumverhalten längst nicht mehr gerecht. Doch eine blosse Ergänzung um das Medium Internet reicht nicht, weil Mediennutzung und Medienangebote immer mehr durch die Verschmelzung sämtlicher Kanäle (Konvergenz) geprägt werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Medienpolitik und Medienförderung unterscheiden zwischen Print, Radio und TV. Diese Differenzierung wird dem tatsächlichen Konsumverhalten längst nicht mehr gerecht. Doch eine blosse Ergänzung um das Medium Internet reicht nicht, weil Mediennutzung und Medienangebote immer mehr durch die Verschmelzung sämtlicher Kanäle (Konvergenz) geprägt werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/19/die-grenzen-der-mediennutzung-verfliessen/">Die Grenzen der Mediennutzung verfliessen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>L’avenir und l’idée suisse oder: ein Topf voll Gratisinhalte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/lavenir-und-lidee-suisse-oder-ein-topf-voll-gratisinhalte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:37:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Hitz]]></category>
		<category><![CDATA[medienspiegel.ch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1826</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der wirtschaftsnahe Think Tank Avenir Suisse ist ja nicht gerade für seine interventionistischen Neigungen bekannt. Im Falle der Schweizer Medienförderungspolitik macht er aber − mehr oder weniger zähneknirschend − eine Ausnahme.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/lavenir-und-lidee-suisse-oder-ein-topf-voll-gratisinhalte/">L’avenir und l’idée suisse oder: ein Topf voll Gratisinhalte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der wirtschaftsnahe Think Tank Avenir Suisse ist ja nicht gerade für seine interventionistischen Neigungen bekannt. Im Falle der Schweizer Medienförderungspolitik macht er aber − mehr oder weniger zähneknirschend − eine Ausnahme. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/lavenir-und-lidee-suisse-oder-ein-topf-voll-gratisinhalte/">L’avenir und l’idée suisse oder: ein Topf voll Gratisinhalte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Soll die SRG ein Nachrichten-Stromnetz werden?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/soll-die-srg-ein-nachrichten-stromnetz-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:35:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Löpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Internet und Smartphone pflügen die Medienlandschaft um. Deshalb schlägt die Denkfabrik Avenir Suisse vor, die SRG in eine Medienplattform zu verwandeln, die nur noch kommerzielle Anbietern beliefern soll.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/soll-die-srg-ein-nachrichten-stromnetz-werden/">Soll die SRG ein Nachrichten-Stromnetz werden?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Internet und Smartphone pflügen die Medienlandschaft um. Deshalb schlägt die Denkfabrik Avenir Suisse vor, die SRG in eine Medienplattform zu verwandeln, die nur noch kommerzielle Anbietern beliefern soll.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/soll-die-srg-ein-nachrichten-stromnetz-werden/">Soll die SRG ein Nachrichten-Stromnetz werden?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Schlaumeier von Avenir Suisse</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/die-schlaumeier-von-avenir-suisse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:34:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Cueni]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Edito]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Think tank der Wirtschaft schlägt eine Agenda zur Medienförderung vor. Danach würden die privaten Medienunternehmen von Staats- und Gebührengeldern profitieren und die SRG als Sender abgeschafft.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/die-schlaumeier-von-avenir-suisse/">Die Schlaumeier von Avenir Suisse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Think tank der Wirtschaft schlägt eine Agenda zur Medienförderung vor. Danach würden die privaten Medienunternehmen von Staats- und Gebührengeldern profitieren und die SRG als Sender abgeschafft.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/die-schlaumeier-von-avenir-suisse/">Die Schlaumeier von Avenir Suisse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Man muss sich von technologiespezifischer Förderung verabschieden»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/man-muss-sich-von-technologiespezifischer-foerderung-verabschieden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:33:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Edith Hollenstein]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die liberale Denkfabrik Avenir Suisse schlägt neue Modelle zur Medienförderung vor. Im Zentrum steht die SRG: Der grösste Player soll aus dem Wettbewerb genommen und zum gebührenfinanzierten Lieferanten von Multimedia-Inhalten werden. Wer soll die Inhalte verbreiten und könnte also die SDA langfristig durch die «neue SRG», den «Public Content Provider», abgelöst werden? Projektleiter Urs Meister <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/avenir-suisse-man-muss-sich-von-der-technologiespezifischen-foerderung-verabschieden?utm_campaign=Listly&#038;utm_medium=list&#038;utm_source=listly">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/man-muss-sich-von-technologiespezifischer-foerderung-verabschieden/">«Man muss sich von technologiespezifischer Förderung verabschieden»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die liberale Denkfabrik Avenir Suisse schlägt neue Modelle zur Medienförderung vor. Im Zentrum steht die SRG: Der grösste Player soll aus dem Wettbewerb genommen und zum gebührenfinanzierten Lieferanten von Multimedia-Inhalten werden. Wer soll die Inhalte verbreiten und könnte also die SDA langfristig durch die «neue SRG», den «Public Content Provider», abgelöst werden? Projektleiter Urs Meister erklärt seine Vorschläge.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/man-muss-sich-von-technologiespezifischer-foerderung-verabschieden/">«Man muss sich von technologiespezifischer Förderung verabschieden»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Avenir Suisse will SRG umbauen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/avenir-suisse-will-srg-umbauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:31:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Lüscher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geht es nach der Denkfabrik Avenir Suisse, soll die SRG künftig keine eigenen Kanäle mehr haben, sondern nur noch Inhalte für Dritte produzieren – als «Public Content Provider».</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Geht es nach der Denkfabrik Avenir Suisse, soll die SRG künftig keine eigenen Kanäle mehr haben, sondern nur noch Inhalte für Dritte produzieren – als «Public Content Provider».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/avenir-suisse-will-srg-umbauen/">Avenir Suisse will SRG umbauen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Abenteuer Medienhilfe</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/abenteuer-medienhilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:26:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[nzz.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Stadler]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Modell hat gegenüber anderen Lösungen den Vorteil, dass es relativ staatsfern organisiert werden kann und weniger Gefahr läuft, bürokratischen Leerlauf zu produzieren. Zudem schafft es eine Basis dafür, demokratiepolitisch erwünschte Themen möglichst breit unters Volk zu bringen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/abenteuer-medienhilfe/">Abenteuer Medienhilfe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Modell hat gegenüber anderen Lösungen den Vorteil, dass es relativ staatsfern organisiert werden kann und weniger Gefahr läuft, bürokratischen Leerlauf zu produzieren. Zudem schafft es eine Basis dafür, demokratiepolitisch erwünschte Themen möglichst breit unters Volk zu bringen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/abenteuer-medienhilfe/">Abenteuer Medienhilfe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die SRG soll zur Agentur werden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/die-srg-soll-zur-agentur-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:25:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Stadler]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Avenir Suisse will die Medienförderung auf eine Art Agenturkonzentrieren, die multimediale Angebote allen Akteuren frei zur Verfügung stellt. Dies wäre nach Ansicht des Think Tank die beste aller schlechten Arten von staatlichen Eingriffen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Avenir Suisse will die Medienförderung auf eine Art Agenturkonzentrieren, die multimediale Angebote allen Akteuren frei zur Verfügung stellt. Dies wäre nach Ansicht des Think Tank die beste aller schlechten Arten von staatlichen Eingriffen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/die-srg-soll-zur-agentur-werden/">Die SRG soll zur Agentur werden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die SRG als Inhaltsproduzent</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/die-srg-als-inhaltsproduzent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im konvergenten Medienmarkt führen die grosszügigen Subventionen für die SRG zu wachsenden Wettbewerbsverzerrungen. Will man an einer gebührenfinanzierten SRG festhalten, braucht es längerfristig grundlegende strukturelle Anpassungen. Avenir Suisse schlägt im Diskussionspapier zur Medienförderung die Bildung eines «Public Content Providers», eines gebührenfinanzierten Inhaltsproduzenten vor.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im konvergenten Medienmarkt führen die grosszügigen Subventionen für die SRG zu wachsenden Wettbewerbsverzerrungen. Will man an einer gebührenfinanzierten SRG festhalten, braucht es längerfristig grundlegende strukturelle Anpassungen. Avenir Suisse schlägt im Diskussionspapier zur Medienförderung die Bildung eines «Public Content Providers», eines gebührenfinanzierten Inhaltsproduzenten vor.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/die-srg-als-inhaltsproduzent/">Die SRG als Inhaltsproduzent</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angemessene Begriffsverwirrung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Schär]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 08:54:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesverfassung]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Thurgau]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Markt der Medien und damit der Meinungen funktioniert besser denn je. Weder aus der Bundesverfassung noch aus der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte lässt sich eine Pflicht des Staates ableiten, für angemessene Information seiner Bürger zu sorgen. Eine Replik von Markus Schär* auf den Artikel «Recht auf angemessene Information» von Pascal Zwicky und <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/">Angemessene Begriffsverwirrung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/perspektiven_logo.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Der Markt der Medien und damit der Meinungen funktioniert besser denn je. Weder aus der Bundesverfassung noch aus der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte lässt sich eine Pflicht des Staates ableiten, für angemessene Information seiner Bürger zu sorgen. Eine Replik von Markus Schär* auf den Artikel <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/" target="_self">«Recht auf angemessene Information»</a> von Pascal Zwicky und Werner A. Meier.<br />
<span id="more-30442"></span><br />
Rettet den Bannwald der Demokratie! Helft also der Lokalpresse – halt zwangsweise, wenn die Verleger sich nicht helfen lassen wollen! Das fordern nicht nur Medienwissenschaftler, schon am SPS-Parteitag 1998 schrieben es die Juso in einem Papier fest. Als letzter Redaktor der Thurgauer AZ (+1984) desillusioniert und als Kantonalparteipräsident von der Lokalpresse schikaniert, hielt ich wenig von der Idee. Ich fragte meine GenossInnen, ob sie etwa einen Thurgauer Verleger unterstützen wollten, der in seinen drei Lokalzeitungen SP-Ständerat Thomas Onken nach dessen sensationeller Wahl 1987 jahrelang nicht stattfinden liess.  Der Juso-Sprecher verlangte das Wort und beschimpfte mich als Neoliberalen. Damit war die Debatte erledigt, der Passus genehmigt.</p>
<p>Auf diesem intellektuellen Niveau hält sich die Debatte hier. Die staatlich besoldeten Denker und Lenker des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich IPMZ pflegen eine Verwirrung und Umdeutung der Begriffe, die sie bei George Orwell gelernt haben könnten. Um den «demokratiegerechten» Journalismus dekretieren zu können, erklären Pascal Zwicky und Werner A. Meier <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/" target="_self">hier das «Recht auf angemessene Information»</a>, bzw. die Pflicht des Staates, dafür zu sorgen, gar zum universalen Menschenrecht – in der spezifischen Auslegung des IPMZ:</p>
<blockquote><p>«Sei es in der schweizerischen Bundesverfassung, im deutschen Grundgesetz, in der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten oder in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO: Der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit kommen  als Menschenrechte in demokratischen Gesellschaften eine zentrale Bedeutung zu. Gerade der Blick auf die Geschichte der Medienfreiheit zeigt allerdings, dass sie sich einseitig als unternehmerische Freiheit für die Medien durchgesetzt hat.»</p></blockquote>
<p>Eines der grössten Defizite der Mediengesellschaft ist wohl ihre Geschichtsvergessenheit. Dagegen lässt sich in einer offenen Gesellschaft wenig machen – zumindest von Medienwissenschaftsdozenten dürfte man aber eine Ahnung von Mediengeschichte erwarten. Dass sich die Medienfreiheit «einseitig» als Freiheit der Citoyens (nicht der Unternehmer!) durchgesetzt hat, lässt sich einfach erklären: Sie war in der Geschichte immer und einzig so gemeint.</p>
<p>Um sich das zu vergegenwärtigen, genügt die Lektüre des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pressefreiheit" target="_blank">Wikipedia-Artikels «Pressefreiheit»</a>. Die USA, demokratisches Vorbild auch für die Schweiz, schrieben als Erste das Verbot der staatlichen Zensur 1789/91 im First Amendment zur Verfassung fest: «Der Kongress wird kein Gesetz erlassen, das die Freiheit der Rede oder die der Presse einschränkt.» Und der Gründervater Thomas Jefferson meinte gar: «Wäre es an mir zu entscheiden, ob wir eine Regierung ohne Zeitungen oder Zeitungen ohne eine Regierung haben sollten, sollte ich keinen Moment zögern, das Letztere vorzuziehen.»<br />
Aber, dürften Zwicky/Meier einwenden: Dass die private Presse(vielfalt) in den USA und in der Schweiz zwei Jahrhunderte lang die Demokratie bewahrt hat, beweist gar nichts angesichts der Geisseln der Gegenwart wie des freien Marktes:</p>
<blockquote><p>«Unter dem Schlagwort Medienfreiheit wurden jahrzehntelang Kommerzialisierungs- und Monopolisierungsstrategien unternehmerisch und medienpolitisch vorangetrieben, die nicht nur den Medienunternehmen vergleichsweise hohe Profite einbrachten, sondern auch den demokratierelevanten Journalismus schwächten.»</p></blockquote>
<p>Könnte es sein, dass die Medienwissenschaftler nicht nur die Geschichte der Medienwelt nicht verstehen, sondern auch ihre Gegenwart? Ja, die Medienwelt wandelt sich rasant, und für einige zum Schlechteren: in den USA vor allem für die Printjournalisten wegen des Zusammenbruchs auch wichtiger Printprodukte und für die Wächter der demokratiegerechten Demokratie wegen der Popularität von Propagandasendern. Aber dank neuen Phänomenen wie Facebook, Twitter oder The Huffington Post nutzt die bisher schweigende Mehrheit die Medien erstmals in der Geschichte auch produktiv. Der Markt der Medien und damit der Meinungen (auch Demokratie genannt) funktioniert besser denn je. Nicht demokratierelevant sind diese Medien nur für ein paar Medienwissenschaftler im Zürcher Elfenbeinturm.</p>
<p>Und wie steht es mit den «Kommerzialisierung- und Monopolisierungsstrategien» in der Schweiz? Für die Verleger galt seit dem Anbruch der bürgerlichen Öffentlichkeit à la Habermas: Sie konnten nicht nur ihre Meinung verbreiten (lassen), sondern sie mussten immer ihr Publikum ansprechen, um wirtschaftlich zu überleben. Tamedia und NZZ-Gruppe übernahmen denn auch Regionalzeitungen nicht, um sie einem gewinnmaximierenden Monopol einzuverleiben, sondern um sie überhaupt auf einer tragfähigen ökonomischen Basis weiterzuführen. Umgekehrt gibt es heute mindestens so viele Mäzene wie je in der Pressegeschichte, die sich ohne kommerzielle Strategie ein Medium leisten, so in Basel mit seiner historisch einmaligen Medienvielfalt – aber jene, die nicht gerade Oeri heissen, sind den Medienverwaltern auch nicht recht, beziehungsweise zu rechts.</p>
<p>Schliesslich: Wenn je ein Schweizer Medienhaus eine Monopolisierungsstrategie «medienpolitisch vorantrieb» (wie immer das gehen soll), dann die SRG. Als Private endlich Radio machen durften, führte sie DRS3 ein, um das Publikum mit gebührenfinanzierten akustischen Tapeten zu versorgen; als Private endlich Fernsehen machen wollten, jagte sie ihnen mit den zweiten Programmen die Zuschauer ab, indem sie Formel-1-Rennen, Miss-Schweiz-Wahlen und «Desperate Housewives» zum Service public erklärte. Trotzdem fordern Zwicky/Meier:</p>
<blockquote><p>«Eine Debatte darüber, wie der Staat mit der nötigen Zurückhaltung der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit als positiven Rechtsansprüchen der Bürgerinnen und Bürger zum Durchbruch verhelfen könnte. So etwa durch den Support von zivilgesellschaftlich institutionalisierten, demokratisch organisierten und rechenschaftspflichtigen Medienorganisationen, deren Ziel nicht die Profitmaximierung ist, sondern demokratiegerechter Journalismus.»</p></blockquote>
<p>Dafür müssen Zwicky/Meier nach der «negativen» Freiheit der Medien von staatlichen Eingriffen (in die der Staat «mit der nötigen Zurückhaltung» eingreifen soll) nur noch alle anderen Begriffe à la Orwell umdeuten: Zivilgesellschaft, Demokratie, Journalismus, Qualität.</p>
<p>Zur Zivilgesellschaft zählen sie, <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/" target="_self">so Pascal Zwicky hier</a>, beispielsweise mit einem Drei-Säulen-Modell finanzierte Medien-Genossenschaften: «20 Prozent übernimmt die Trägerschaft. Bei einem jährlichen Beitrag von 600 Franken bräuchte es pro Region 200 Genossenschafter. 30 Prozent übernehmen die Haushalte der entsprechenden Regionen über eine Kommunikationsabgabe, die auf Gemeindeebene erhoben wird. Bei 60‘000 Personen macht das drei Franken pro Kopf. Und 50 Prozent kommen schliesslich vom Bund.» 20 Prozent der Mittel dieser «zivilgesellschaftlichen» Institution kämen also von den Zivilisten, 80 Prozent via Gebühren und Steuern vom Staat – noch mehr als bei der SRG mit ihren 72 Prozent Zwangsabgaben. Zivilgesellschaft bedeutet aber für alle, die je darüber nachdachten, gerade eine Sphäre zwischen (und losgelöst von) Staat, Markt und Familie.</p>
<p>Was unter demokratiegerechtem Journalismus zu verstehen ist, darf keinesfalls die demokratische Mehrheit bestimmen; Manuel Puppis vom IPMZ <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/17/medienpolitik-gepflegtes-desinteresse/" target="_self">erklärte es hier</a> in einer Klage über das «gepflegte Desinteresse» an der Medienpolitik: «Atomkraftwerke oder ein ausgeglichener Staatshaushalt – zweifelsohne wichtige und politisch hoch umstrittene Themen – erhalten ungleich mehr Aufmerksamkeit als Massnahmen, die auf die Medien, das Nervensystem unserer Gesellschaft, abzielen.» Illustriert war der Artikel mit einem Bild von Bundesratssprecher André Simonazzi und zwei Journalisten, die sich vor ihm im Saal des Bundesmedienhauses verlieren. Demokratiegerechter Journalismus ist offensichtlich, wenn die Medien folgsam verbreiten, was immer Regierung, Verwaltung und Medienwissenschaft für demokratierelevant halten, und seien es die Sprechblasen des Bundesratssprachrohrs – aber nicht, was das Stimmvolk für interessant hält.</p>
<p>Wie es die Medienwissenschaftler selber mit der Qualität halten, zeigten schliesslich nicht nur der Artikel von Zwicky/Meier, sondern vor allem die Kommentare dazu, so unübertrefflich jener von ZHAW-Professor Vinzenz Wyss – «Wer Ohren hat zu hören, der höre» –, der als Qualitätssicherer bei den Programmveranstaltern prüft, ob sie «eine Verantwortungtskultur etabliert haben».</p>
<p>Doch was soll alles Mäkeln an der Begriffsverwirrung – immerhin können sich Zwicky/Meier auf das ultimative Killerargument berufen, die Menschenrechte:</p>
<blockquote><p>«1979 betonte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), dass Artikel 10 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte nicht nur das Recht schützt, die von den Medien verbreiteten Mitteilungen zu empfangen, sondern es wird dem Publikum auch das Recht zugesprochen, angemessen d.h. demokratiegerecht informiert zu werden.»</p></blockquote>
<p>Noch vor zehn Jahren hätte ich als interessierter Bürger diese zentrale Information, auf der Zwicky/Meier ihre Argumentation aufbauen, nur mit einem halben Tag Suchen in der Bibliothek überprüfen können. Heute ergibt eine dreiminütige Google-Suche, dass die Autoren das EGMR-Urteil <a href="http://www.eugrz.info/pdf/EGMR34.pdf" target="_self">«Sunday Times gegen Vereinigtes Königreich»</a> vom 26. April 1979 meinen. 1972 veröffentlichte die Sunday Times den Artikel «Our Thalidomide (Contergan, ms) Children – A Cause for National Shame» und kündigte eine Dokumentation zu den Hintergründen des Skandals an. Die verantwortliche Firma klagte, der Generalstaatsanwalt verbot darauf weitere Veröffentlichungen.</p>
<p>Der EGMR gab der Zeitung Recht, und tief unten im Urteil hielt er in Ziff. 65 fest: «Wenn die Massenmedien auch nicht die Grenzen überschreiten dürfen, die im Interesse einer geordneten Rechtspflege gezogen sind, so obliegt es ihnen doch, Informationen und Ideen über Angelegenheiten, die Gegenstand gerichtlicher Verfahren sind, ebenso zu verbreiten wie solche in anderen Bereichen öffentlichen Interesses. Die Medien haben die Aufgabe, solche Informationen und Ideen zu verbreiten, und die Öffentlichkeit hat das Recht, sie zu empfangen.» Und in der folgenden Ziff. 66 betonte der EGMR nochmals, «dass Art. 10 (der EMRK) nicht nur die Freiheit der Presse garantiert, die Allgemeinheit zu informieren, sondern auch das Recht der Allgemeinheit, angemessen informiert zu werden».</p>
<p>Wer Augen hat zu lesen, der lese: Die Hüter der Menschenrechte halten fest, dass der Staat das Recht der Bürger nicht verletzen darf, über alle Bereiche des öffentlichen Interesses informiert zu werden – aus diesen drei klaren Sätzen leiten Zwicky/Meier in einem argumentativen Salto mortale mit Bauchlandung die Pflicht des Staates ab, für die «angemessene, d.h. demokratiegerechte» Information des Bürgers zu sorgen. (Muss ich noch erwähnen, dass der Begriff «demokratiegerecht» im Urteil nirgends vorkommt?) Der angemessene Kommentar zu diesem Vorgang geziemt sich im öffentlichen Diskurs nicht.</p>
<p>Nur noch ein persönliches Fazit nach fünfzig Jahren Medienpraxis in der Provinz: Die drei Lokalblätter des SP-feindlichen Verlegers gingen 2001 in der Thurgauer Zeitung auf; Tamedia machte das Blatt nach der Übernahme 2005 erstmals seit den Zeiten von Oskar Reck und Jürg Tobler um 1970 wieder zu einer Zeitung, die eine faire demokratische Debatte zuliess. 2010 schliesslich kaufte die NZZ die TZ und stellte dafür die Thurgauer Kopfblätter des St. Galler Tagblatts ein.</p>
<p>Der Thurgau hat also nur noch eine Tageszeitung, aber daneben ein Regionaljournal, diverse Lokalradios und -fernsehen, Gratisblätter, Lokalanzeiger, Onlinemedien und seit Jahren bezahlte Gemeindeseiten in den Regionalblättern, auf denen die Behörden demokratiegerecht veröffentlichen, was die Bürger interessieren muss. (Pascal Zwicky preist die genossenschaftlich finanzierte «Regi Die Neue» im Hinterthurgau als Modell – ich sagte an einer Tagung in seiner Anwesenheit unwidersprochen, das Verlautbarungsorgan von Vereinen und Gewerbe komme bei den Leuten gerade an, weil es keinen Journalismus betreibe.) Und vor allem ist die TZ, seit sie zum St. Galler Tagblatt gehört, so gut wie noch nie – meint zum Beispiel meine 83-jährige Mutter, die daneben den «Stern» kauft und die SonntagsZeitung immer schlechter findet. Aber meine Mutter versteht halt nichts von Demokratie.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/">Angemessene Begriffsverwirrung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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