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	<title>Christoph Mörgeli | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 25 Sep 2021 12:38:07 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Boulevard, SRF Sport, Christoph Mörgeli</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Häusermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jul 2021 07:01:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mörgeli]]></category>
		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
		<category><![CDATA[SRF Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Selbstkritischer Boulevard Der Presserat rügte die beiden Boulevard-Medien «20 Minuten» und «Blick», weil sie mit ihrer Berichterstattung zu einem Tötungsdelikt im Kanton St. Gallen Betroffene identifizierbar gemacht und ihre Privatsphäre verletzt hatten. Soweit, so ugly. Dennoch gebührt den beiden Sündern an dieser Stelle ein Lob: Prominent und ungeschönt veröffentlichte sowohl «20 Minuten» <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/17/boulevard-srf-sport-christoph-moergeli/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-90251" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210717b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210717b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210717b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210717b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/07/MW-Good-Bad-Ugly-20210717b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Selbstkritischer Boulevard</h3>
<p>Der <a href="https://presserat.ch/complaints/45_2021/" target="_blank" rel="noopener">Presserat rügte</a> die beiden Boulevard-Medien «20 Minuten» und «Blick», weil sie mit ihrer Berichterstattung zu einem Tötungsdelikt im Kanton St. Gallen Betroffene identifizierbar gemacht und ihre Privatsphäre verletzt hatten. Soweit, so ugly.</p>
<p>Dennoch gebührt den beiden Sündern an dieser Stelle ein Lob: Prominent und ungeschönt veröffentlichte sowohl «20 Minuten» als auch «Blick» Artikel zum Urteil und dem eigenen Vergehen. «20 Minuten publiziert Rügen des Presserats schon immer ausnahmslos, abgewiesene Klagen und Nichteintreten fallweise», erklärt Chefredaktor Gaudenz Looser gegenüber der MEDIENWOCHE.</p>
<p>Dabei wird eine Publikation in dieser Ausführlichkeit gar nicht erwartet. Seitens des Presserats besteht lediglich eine «moralische Verpflichtung», über die Stellungnahmen – «wenn auch nur kurz» – zu berichten. Wer ihr nicht nachkommt, wird im <a href="https://presserat.ch/wp-content/uploads/2021/06/SPR_Jahrheft_2021_DE-1.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Jahrheft»</a> getadelt. Nebst «Blick» und «20 Minuten» wurden jüngst auch die «Basler Zeitung» und «Prime News» gerügt. Bei «Prime News» will man sich laut Co-Redaktionsleiter Oliver Sterchi nächste Woche dazu äussern, die «Basler Zeitung» liess eine Anfrage der MEDIENWOCHE bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet.</p>
<h3>The Bad – Würdeloser Abtritt</h3>
<p>Anfangs Woche der Knall: Tennis-Experte und Publikumsliebling Heinz Günthardt, seit 36 Jahren für das Schweizer Fernsehen tätig, muss gehen. 1985 als Kommentator gestartet, bildete er mit Stefan Bürer ab 1995 ein wortgewandtes Kompetenzzentrum. Die Schweizer Bevölkerung erlebte zusammen mit dem Kommentatoren-Duo den unvergleichlichen Aufstieg Roger Federers zum Jahrhundertspieler – das verbindet. Im Gegensatz zur polarisierenden Fussball-Abteilung genossen Bürer und Günthardt stets den Rückhalt der Tennis-Fans.</p>
<p>Bürer geht, wie viele SRF-Aushängeschilder in jüngster Vergangenheit, freiwillig. Günthardt hingegen wäre gerne geblieben – und zeigt sich gegenüber den Medien enttäuscht über die Art und Weise seines Abgangs. «Ich hätte gehofft, dass man nach 36 Jahren, in denen ich fast 10&#8217;000 Stunden auf Sendung war, mit mir das Gespräch sucht und schaut, wie man unter neuen Voraussetzungen zusammen weitermachen könnte», sagte er beispielweise <a href="https://www.blick.ch/sport/tennis/heinz-guenthardt-zu-seinem-rausschmiss-bei-srf-haette-gehofft-dass-man-mit-mir-das-gespraech-sucht-id16674648.html" target="_blank" rel="noopener">gegenüber «Blick»</a>.</p>
<p>Derweilen dürften die Sorgen bei SRF ganz andere sein als mangelnde Wertschätzung bei der Verabschiedung verdienter Mitarbeiter. Mit <a href="https://amp.20min.ch/story/noch-eine-sport-legende-verlaesst-das-schweizer-fernsehen-234471797934" target="_blank" rel="noopener">Michael Stäuble</a> verliert die Abteilung nämlich einen weiteren hochkompetenten Publikumsliebling. Der Formel-1-Kommentator stieg 1993 beim Schweizer Fernsehen ein, als Alain Prost noch mit Ayrton Senna um die Weltmeisterschaft kämpfte. Während die Legenden gehen, sitzen zumindest die Fussball-Haudegen Salzgeber und Ruefer fest im Sattel. Wie gross dieser Trost ist, liegt hingegen im Auge der sportbegeisterten TV-Betrachter:in.</p>
<h3>The Ugly – Pietätloser Nachruf</h3>
<p>Nicht nur die Medienwelt zeigte sich bestürzt über den Suizid von Balz Bruder, dem Chefredaktor der «Solothurner Zeitung». Auch viele langjährige Leser:innen trauern um den 53-jährigen Journalisten, der 1991 beim «Aargauer Tagblatt» seine Karriere begann. «Einsicht in seine seelischen Nöte, die ihn heimsuchten, gewährte er seinem Umfeld kaum. Seiner leidenschaftlichen Arbeit liess er erst recht nie etwas anmerken», heisst es im <a href="https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/nachruf-ein-schnellschreiber-mit-grosser-schaffenskraft-ld.2162204" target="_blank" rel="noopener">Nachruf</a>, den seine Zeitung veröffentlicht hat.</p>
<p>Eine Art Nachruf schrieb auch Christoph Mörgeli in der «Weltwoche». Mit einem unangenehmen Nachgeschmack. Erst gibt der Ex-Nationalrat einer kruden Verschwörungstheorie, wonach Bruder Opfer eines Auftragsmordes geworden sein soll, eine Bühne – auch wenn er sie anschliessend als «groteske, zweifellos strafbare Behauptung» deklariert.</p>
<p>Am Schluss des Artikels instrumentalisiert Mörgeli den Todesfall, um schamlos eine politische Botschaft zu platzieren. Der Solothurner Regierung missfielen nämlich einige von Bruders Artikel, Staatsschreiber Andreas Eng wandte sich deshalb an CH-Media-Verleger Peter Wanner. Nach dieser Intervention seien die Artikel des Chefredaktors «merklich harmloser» geworden, will Mörgeli wissen. Diese «unschöne Vorgeschichte» habe «zumindest dazu beigetragen», dass Bruders Umfeld ihn «in den vergangenen Wochen und Monaten auffallend antriebslos und bedrückt wahrgenommen» habe, ist sich der Medizinhistoriker zudem in der vorab erschienenen <a href="https://archive.ph/vZ1aY" target="_blank" rel="noopener">«Weltwoche daily»</a>-Version sicher. Der Fall werfe «auf jeden Fall die Frage auf, wohin der heute beschrittene Weg einer vom Staat finanzierten und damit vom Staat gegängelten Medienlandschaft führen kann». Mörgelis Artikel wirft derweil die Frage auf, ob es eine Steigerung von «pietätslos» gibt. Die Antwort: Auf jeden Fall.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/17/boulevard-srf-sport-christoph-moergeli/">Boulevard, SRF Sport, Christoph Mörgeli</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Freie Dokumente, SRF-Transformation, Weltwoche Daily</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/12/12/freie-dokumente-srf-transformation-weltwoche-daily/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2020 11:10:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mörgeli]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Freie Dokumente: Looking at you, Luzern! Endlich. Die Einsicht in Dokumente der Bundesverwaltung soll künftig kostenfrei sein, hat der Bundesrat gestern beschlossen. Für alle Personen – unabhängig davon, ob sie ein begründetes Interesse vorweisen können. Anders als es die Vorlage der Staatspolitischen Kommission vorsieht, die bald ins Parlament geht, möchte der Bundesrat <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/12/freie-dokumente-srf-transformation-weltwoche-daily/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201212b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-84263" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201212b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201212b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201212b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/12/MW-Good-Bad-Ugly-20201212b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Freie Dokumente: Looking at you, Luzern!</h3>
<p>Endlich. Die Einsicht in Dokumente der Bundesverwaltung soll <a href="https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-81574.html" target="_blank" rel="noopener">künftig kostenfrei</a> sein, hat der Bundesrat gestern beschlossen. Für alle Personen – unabhängig davon, ob sie ein begründetes Interesse vorweisen können.</p>
<p>Anders als es die Vorlage der Staatspolitischen Kommission vorsieht, die bald ins Parlament geht, möchte der Bundesrat aber weiterhin eine «Ausnahmeregelung» für besonders aufwändige Gesuche. Die Regierung verteidigt diese Haltung damit, dass etwa die Zulassungsdossiers von Arzneimitteln manchmal «mehrere hundert Bundesordner umfassen».</p>
<p>Grundsätzlich tritt der Bundesrat aber entschieden für diese Stärkung des Öffentlichkeitsprinzip ein: «Das Öffentlichkeitsprinzip ist die Grundlage für die Teilnahme der Bevölkerung an der demokratischen Willensbildung und soll das Vertrauen in den Staat sicherstellen.» Hoffentlich lesen das auch die Politiker*innen im Verdunkelungskanton Luzern. Luzern ist der einzige Kanton, in dem es momentan nicht mal Bestrebungen gibt, das Öffentlichkeitsprinzip einzuführen. (<em>Benjamin von Wyl</em>)</p>
<h3>The Bad – SRF: Transformation ohne Transparenz</h3>
<p>Das Ziel ist hoch gesteckt, der Fahrplan eng getaktet. Schweizer Radio und Fernsehen SRF will sich unter Spardruck neu erfinden. Was auch heisst: Weniger Personal muss mehr leisten. Das Rezept kommt einem aus der privaten Medienwelt bekannt vor.</p>
<p>Dabei gibt die SRF-Spitze nicht gerade ein gutes Bild ab im anrollenden Transformationsprozess. Die Führung schafft es nicht, das Personal mitzunehmen. <a href="https://www.schweizer-illustrierte.ch/people/swiss-stars/sendeschluss-nicht-mit-uns" target="_blank" rel="noopener">Sparentscheide</a>, die beim Publikum für Kopfschütteln sorgen, wie die Einstellung starker und etablierter Sendungen, verstehen auch die eigenen Leute nicht.</p>
<p>Die Versprechen von SRF-Direktorin Nathalie Wappler, partizipativ führen zu wollen und die Hierarchien flach zu halten, entpuppen sich je länger je mehr als Schönwetterfloskeln. Das zeigt sich auch beim diese Woche mitgeteilten <a href="https://medien.srf.ch/-/stellenabbau-bei-srf-aktueller-stand-der-umsetzung" target="_blank" rel="noopener">Stellenabbau</a>. Im kommenden Jahre streicht SRF 210 Vollzeitstellen, in einer ersten Tranche im Januar die ersten 66 davon.</p>
<p>Das Konsultationsverfahren, zu dem SRF aufgrund der Massenentlassung gesetzlich verpflichtet ist, sei eine «Alibi-Übung», kritisiert <a href="http://www.ssm-news.ch/ssm/nl_online.cfm?par1=4B28E8C10CD9FCA7A1F512BE6005BEE8&amp;nl=D3269563-FC12-549D-F287A0D4BE4B6441&amp;ref=versand" target="_blank" rel="noopener">die Gewerkschaft SSM</a>. Mit dem Verweis auf den grossen Zeitdruck ging SRF gar nicht erst auf Vorschläge ein, welche die Situation für die zu Entlassenden entschärft hätten.</p>
<p>Die Irritation beim Personal ob des forschen Vorgehens rührt massgeblich von mangelnder Transparenz her zur finanziellen Situation von SRF. Muss das Personal unnötig bluten, weil <a href="https://www.watson.ch/schweiz/tv/650755025-srf-baut-einen-neuen-campus-und-erklaert-die-baukosten-zur-geheimsache?ub=100&amp;ss&amp;ut&amp;sp=44&amp;utm_av=B" target="_blank" rel="noopener">anderswo</a> Geld <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/die-neuen-studios-von-srf-funktionieren-nicht-jetzt-verlaesst-der-projektleiter-das-unternehmen-140164491" target="_blank" rel="noopener">verlocht</a> wird? Eine (von vielen) Fragen, welche die SRF-Spitze beantworten muss, wenn sie das Vertrauen der Basis nicht komplett verlieren will. (<em>Nick Lüthi</em>)</p>
<h3>The Ugly – Weltwoche Daily: Reichweite mit Fake News</h3>
<p>Roger Köppel tritt täglich in komplett anderem Kleidungsstil vor die «Weltwoche Daily»-Kamera. Er strengt sich an. Auch seinen Mannen und Katharina Fontana fordert Köppel einiges ab: Seit zwei Wochen schreiben sie Kurzbeiträge zum Tagesgeschehen als Gratis-Stoff fürs Internet. Die meisten Texte gehen unter. Fontanas Kommentar zur Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» wurde genau null Mal auf Facebook geteilt oder mit einem Like versehen. Auch auf Twitter kommt der neue, rechte Gratis-Journalismus kaum vor.</p>
<p>Die Zusatzplackerei verschaffte der «Weltwoche» erst dann nennenswert Reichweite, als ein Beitrag Falschinformationen enthielt. Christoph Mörgelis Behauptung, der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger besuche Restaurants in den Nachbarkantonen und foutiere sich um die dortigen Corona-Massnahmen, hat auf Facebook über 250 Reaktionen erhalten. Der Beitrag verbreitet sich auch weiter, nachdem Engelbergers Departement die Behauptungen dementiert hat.</p>
<p>Der Journalist Peter Knechtli hat erkannt, dass Mörgeli seine humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm. Auf Anfrage der MEDIENWOCHE gibt Mörgeli zu, dass er «eine missverständliche Interpretation einer glossenhaft gemeinten Aussage» getroffen habe. Für den Restaurantbesuch im Kanton Solothurn habe er hingegen «glaubwürdige Zeugen».</p>
<p>Trotz des Eingeständnisses ist der «Weltwoche Daily»-Beitrag weiterhin unverändert. «Die Weltwoche hält an ihrer Darstellung fest.» Bei aller Extraarbeit: Die Bemühung um Wahrheit ist dann doch zu viel Aufwand. (<em>Benjamin von Wyl</em>)</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/12/freie-dokumente-srf-transformation-weltwoche-daily/">Freie Dokumente, SRF-Transformation, Weltwoche Daily</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>So entstand Mörgelis Afrikaner-Story in der «Weltwoche»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/07/15/so-entstand-moergelis-afrikaner-story-in-der-weltwoche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jul 2017 15:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mörgeli]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Afrikaner in der Schweiz – die Fakten» verspricht die neuste Titelgeschichte der «Weltwoche». Doch ein genauer Blick auf den Artikel von Ex-SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli zeigt: Fakten sind im Text Mangelware. Die Stimmungsmache gegen schwarze Menschen stützt sich auf unbelegte Behauptungen und zweifelhafte Zitate ab. Wir präsentieren: 2 anonyme Quellen, 7 Fakten und 10 unbelegte Behauptungen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/15/so-entstand-moergelis-afrikaner-story-in-der-weltwoche/">So entstand Mörgelis Afrikaner-Story in der «Weltwoche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>«Afrikaner in der Schweiz – die Fakten» verspricht die neuste Titelgeschichte der «Weltwoche». Doch ein genauer Blick auf den Artikel von Ex-SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli zeigt: Fakten sind im Text Mangelware. Die Stimmungsmache gegen schwarze Menschen stützt sich auf unbelegte Behauptungen und zweifelhafte Zitate ab. Wir präsentieren: 2 anonyme Quellen, 7 Fakten und 10 unbelegte Behauptungen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/07/15/so-entstand-moergelis-afrikaner-story-in-der-weltwoche/">So entstand Mörgelis Afrikaner-Story in der «Weltwoche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was Mörgeli nicht schreibt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/03/11/was-moergeli-nicht-schreibt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 11:09:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mörgeli]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alt-Nationalrat Christoph Mörgeli knüpft sich in einer Kolumne die &#8222;Beratende Kommission für internationale Zusammenarbeit&#8220; vor.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Alt-Nationalrat Christoph Mörgeli knüpft sich in einer Kolumne die &#8222;Beratende Kommission für internationale Zusammenarbeit&#8220; vor.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/03/11/was-moergeli-nicht-schreibt/">Was Mörgeli nicht schreibt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Account löschen – wie die Facebook-Maschinerie funktioniert</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/02/account-loeschen-wie-die-facebook-maschinerie-funktioniert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2015 13:17:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mörgeli]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wurde mit Christoph Mörgeli einfach ein politischer Gegner mundtot gemacht? So einfach, wie die Geschichte im ersten Moment scheint, ist sie nicht.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/02/account-loeschen-wie-die-facebook-maschinerie-funktioniert/">Account löschen – wie die Facebook-Maschinerie funktioniert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wurde mit Christoph Mörgeli einfach ein politischer Gegner mundtot gemacht? So einfach, wie die Geschichte im ersten Moment scheint, ist sie nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/02/account-loeschen-wie-die-facebook-maschinerie-funktioniert/">Account löschen – wie die Facebook-Maschinerie funktioniert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Quellenschutz: Blochers Sieg und der Fall Mörgeli</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/08/11/quellenschutz-blochers-sieg-und-der-fall-moergeli/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2014 08:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Studer]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mörgeli]]></category>
		<category><![CDATA[Quellenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blocher muss seine Korrespondenz mit der «Weltwoche» nicht offenlegen. Das könnte auch im Fall Mörgeli wichtig sein.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/11/quellenschutz-blochers-sieg-und-der-fall-moergeli/">Quellenschutz: Blochers Sieg und der Fall Mörgeli</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Blocher muss seine Korrespondenz mit der «Weltwoche» nicht offenlegen. Das könnte auch im Fall Mörgeli wichtig sein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/11/quellenschutz-blochers-sieg-und-der-fall-moergeli/">Quellenschutz: Blochers Sieg und der Fall Mörgeli</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dünne Luft auf beiden Seiten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/09/19/duenne-luft-auf-beiden-seiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 11:25:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mörgeli]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte hat selbst für ein wissenschaftliches Museum viel Staub aufgewirbelt. Seit der Tages-Anzeiger schwere Vorwürfe der Universität an die Adresse von Christoph Mörgeli als Konservator des Medizinhistorischen Museum veröffentlichte, mischen sich auch Schmutzpartikel unter den Staub. Erstaunlich: Weder Mörgeli, noch die Universität haben sich bisher darum bemüht, mit transparenter und kohärenter Kommunikation die Gunst <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/19/duenne-luft-auf-beiden-seiten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/19/duenne-luft-auf-beiden-seiten/">Dünne Luft auf beiden Seiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Geschichte hat selbst für ein wissenschaftliches Museum viel Staub aufgewirbelt. Seit der Tages-Anzeiger schwere Vorwürfe der Universität an die Adresse von Christoph Mörgeli als Konservator des Medizinhistorischen Museum veröffentlichte, mischen sich auch Schmutzpartikel unter den Staub. Erstaunlich: Weder Mörgeli, noch die Universität haben sich bisher darum bemüht, mit transparenter und kohärenter Kommunikation die Gunst der Öffentlichkeit auf ihre Seite zu ziehen.</strong></p>
<p>Mörgelis Kommunikationsstrategie wirkt seit Beginn an diffus. Mal sagt er nichts, dann schwingt er via seinen <a href="http://www.telezueri.ch/webtv/?&amp;channel_id=84&amp;video_id=270214" target="_blank">Haussender TeleZüri</a> die <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/stadt_region/moergeli-dreht-den-spiess-um-1.17609304" target="_blank">Drohkeule</a>. Dann sagt er wiederum, er nehme <a href="http://www.blick.ch/news/politik/spielt-die-uni-zuerich-ein-falsches-spiel-mit-moergeli-id2036413.html" target="_blank">keine Stellung</a>, anschliessend <a href="http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/uni-zwingt-moergeli-zum-schweigen-1.17612066" target="_blank">darf er keine Stellung nehmen</a>. Um tags darauf doch wieder <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=a4592b01-dd2c-4545-a2a7-183afc11223b" target="_blank">ins TV-Rampenlicht</a> zu stehen. Alles in allem informiert Professor Mörgeli sehr selektiv statt breit und nachvollziehbar. Inzwischen hat er mit <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Moergeli-engagiert-Anwalt-Landmann/story/13863050" target="_blank">Valentin Landmann</a> gar einen Anwalt als Sprachrohr engagiert, der versucht, mit einem medialen Schmusekurs die Scherben der letztem Tage zu kitten. Leider hat die Glaubwürdigkeit durch das Engagement von Anwälten für die Aussenkommunikation noch selten Auftrieb erhalten (im Unterschied zur verständlichen Rechtswahrung). Im Gegenteil: Anwalt Landmann kann sich öffentlich noch so ins Zeug legen, seine Auftritte liefern nur erneuten Nährstoff für weitere Medienberichte. Und diese werfen stets auch ein negatives Schlaglicht auf seinen Mandanten Mörgeli. Trotz Widerspruch schwingen die Vorwürfe der Pflichtvernachlässigung an seinem Arbeitsplatz im Museum mit.</p>
<p>Wer Vertrauen schaffen will, kommuniziert am besten selber. Verantwortungsgefühl zeigt, wer hinsteht und sich persönlich allen Fragen stellt. Das hat Christoph Mörgeli bisher weitgehend versäumt. Ungenutzt lässt er überdies die offenen Kanäle, in denen er ungefiltert seine Sicht der Dinge darlegen könnte: kein Wort zur Museums-Geschichte <a href="http://twitter.com/ChrMoergeli" target="_blank">auf Twitter</a> (potenzielle Followerpower: 1500-mal x), keine klärende Zeile auf der eigenen Website. Weshalb stellt er sich nicht allen Journalisten und Dialoggruppen gleichberechtigt? Er könnte sich unzählige Anfragen ersparen, offene Punkte klären und so die Angriffsfläche massiv verkleinern. Stattdessen blühen ihm nun täglich neue Geschichten mit bitterem Beigeschmack. Inhaltlich hat es Christoph Mörgeli zudem verpasst, die Wogen mit einem Minimum an Selbstkritik zu glätten. Wer sich als unfehlbar darstellt, muss mit weiteren Angriffen rechnen – und das widerstrebt der Opferrolle, in der er sich positionieren will.</p>
<p>Nun, einen Trost bekommt Christoph Mörgeli: Seine Arbeitgeberin, die Universität Zürich, steht ihm in nichts nach. Sie informiert zwar kontinuierlich. Allerdings immer ein paar Schritte zu spät – und in einer Knappheit historischen Ausmasses. Von koordinierter Kommunikation keine Spur, wie die auf dürftiger Faktenlage basierende <a href="http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2515/" target="_blank">These zur bevorstehenden Entlassung</a> Mörgelis im «Sonntag» zeigt. Da werden undurchsichtige Informationen häppchenweise geliefert, was Spekulationen nährt und hektische Klarstellungen nach sich zieht. Es ist anzunehmen, dass die rekordverdächtig kurze, dreizeilige <a href="http://www.mediadesk.uzh.ch/articles/2012/stellungnahme-3.html" target="_blank">Medienmitteilung vom letzten Sonntag</a> in die Annalen der UZH-Mediathek eingehen wird. Ganz abgesehen davon folgten der ursprünglichen Haupt-Indiskretion weitere eher hilflos wirkende halboffizielle Statements aus dem «Kollegium».</p>
<p>Die Universität tut sich schwer, die Kommunikationsführung zu übernehmen – und beweist damit in erster Linie eines: eklatante Führungsschwäche. Dadurch verliert die Universität rasch an Ansehen und Vertrauen (und sie steigert das Risiko weiterer Kommunikationskrisen). Gut führen heisst primär glaubwürdig kommunizieren. Gemäss eigenen Angaben – immer nach dem Prinzip Salamitaktik offengelegt – liegt der Expertenbericht zur Qualität des Museums der Zürcher Universitätsleitung <a href="http://www.mediadesk.uzh.ch/articles/2012/stellungnahme.html" target="_blank">seit einem Jahr vor</a>. Anschliessend startete die «ausserordentliche Leistungsbeurteilung» für/gegen Christoph Mörgeli. Doch worum es geht, darüber hat die Universitätsleitung unter dem Deckmantel «Persönlichkeitsschutz» noch kein einziges Wort verloren. Wo bitte bleiben die offiziellen Fakten? Der vorgeschobene Persönlichkeitsschutz wird zur Farce, weil die vielen offen gelassenen Fragen einzig und allein Spekulationen Vorschub leisten. Die Universität macht sich so zur Handlangerin staatlich geförderter Vorverurteilung, die ihr mitunter selber schadet. Und der lange Prozess erzeugt nicht den sonderlich dynamischen Eindruck, wonach die Unileitung personelle Fragen besonders ernst nehme. Ebenso wenig scheint Christoph Mörgeli auf eine rasche universitätsinterne Klärung gedrängt zu haben.</p>
<p>Nun nützt es den Beteiligten/Betroffenen bisweilen wenig, als menschliche Reaktion mit Verschwörungstheorien, Mobbing und Hetzkampagnen ins Feld zu ziehen. Erst recht nicht, wenn jemand wie der Hauptbetroffene SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli im Normalfall nicht müde wird, sich polarisierend weit aus dem politischen Showfenster in die Öffentlichkeit zu lehnen. Da darf man, wenn der Bumerang in Form von Kritik einmal zurückschlägt, keine Behandlung mit Samthandschuhen erwarten. Allerdings haben sowohl die Universität wie auch Christoph Mörgeli bislang nicht im Geringsten dazu beigetragen, dass sich die Staubwolke rund ums Medizinhistorische Museum legt und an deren Stelle Klarheit tritt.</p>
<p>Alles in allem ist die Situation für beide Seiten äussert unangenehm geworden. Der aufgewirbelte Staub verdünnt die Luft auf beiden Seiten. Selbstverschuldet haben die Universität Zürich und ihr Professor Mörgeli in den letzten Monaten eine Kommunikationskrise emporgeschaukelt, deren Ende noch nicht absehbar ist (Entwicklung der Geschichte, <a href="http://www.tageswoche.ch/de/2012_37/schweiz/461358/christoph-moergeli-was-bisher-geschah.htm" target="_blank">laufend aktualisiert bei der Tageswoche</a>).</p>
<p>Bleibt noch die staubtrockene Schlussfolgerung: Krisenkommunikation setzt bereits in der internen Kommunikation an zwischen Mitarbeitenden, Vorgesetzten, Führungspersonen, Top-Management (Universitätsleitung) – zwischen den Betroffenen also. Auch wenn dies noch immer vielerorts verkannt wird, Krisenkommunikation ist eine zentrale Führungsaufgabe. Je früher ein Problem angepackt wird, desto eher lässt sich eine derartige Krise vermeiden. Die Kaskade ist grundsätzlich einfach: 1. Problemanalyse, 2. konstruktiv-kritische Aussprache unter den Beteiligten, 3. Lösung durch eine Einigung oder einen Führungsentscheid und 4. umfassende Kommunikation darüber. Die Information erfolgt zuerst gegenüber den Betroffenen, anschliessend intern und sodann breit in der Öffentlichkeit – in zeitnaher Abfolge. So hätte die Universität ihr Problem mit Mörgelis Museum sauber in ein bis zwei Tagen abhandeln können, mit deutlich weniger schädlichen Nebengeräuschen. Und die Putzequipen in den Medienredaktionen müssten sich nicht wochenlang bemühen, Staubkörner aus der medizinhistorischen Luft zu fischen.</p>
<p>P.S. Wetten, dass die Geschichte trotz allem etwas Gutes hat? Das (definitiv unschuldige) Medizinhistorische Museum wird dank der Aufmerksamkeit 2012 bestimmt einen Besucherrekord verzeichnen.</p>
<p><small>Der Autor veröffentlicht regelmässig Einschätzungen und Analysen zu aktuellen Fällen der Krisenkommunikation <a href="http://www.binz-krisenblog.blogspot.ch/" target="_blank">in seinem Blog</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/19/duenne-luft-auf-beiden-seiten/">Dünne Luft auf beiden Seiten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Unter der Güllendusche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 May 2012 08:53:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Schawinski]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Mörgeli]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Politik und Peinlichkeiten: Auch beim zweiten Auftritt von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli in der «brisanten Talk-Sendung am Schweizer Fernsehen» interessierte sich Roger Schawinski weniger für sein Gegenüber als für die eigenen Thesen und Vermutungen. Roger Schawinskis Markenzeichen als Talker ist die Einstiegsfrage. Doch gestern Abend konnte er sein «Wer sind sie?» nicht bringen, denn Christoph Mörgeli <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/08/unter-der-guellendusche/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/08/unter-der-guellendusche/">Unter der Güllendusche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Politik und Peinlichkeiten: Auch beim zweiten Auftritt von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli in der «brisanten Talk-Sendung am Schweizer Fernsehen» interessierte sich Roger Schawinski weniger für sein Gegenüber als für die eigenen Thesen und Vermutungen.</strong></p>
<p>Roger Schawinskis Markenzeichen als Talker ist die Einstiegsfrage. Doch <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=7701e203-ad34-4db7-86cc-3e9b6947b1c7" target="_blank">gestern Abend</a> konnte er sein «Wer sind sie?» nicht bringen, denn Christoph Mörgeli war <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=631ce075-d59f-42b3-baea-55af3bdcf2fd" target="_blank">bereits zum zweiten Mal</a> innert eines halben Jahres Gast beim «besten Talker der Schweiz». Geladen war der SVP-Nationalrat als einer der Exponenten der «Zuviele-Deutsche-in-der-Schweiz»-Debatte. Zu seinem zweiten Auftritt in der Talkshow kam er deshalb, weil Natalie Rickli, die mit ihren Äusserungen für ein erneutes Aufflackern der Anti-Deutschen-Stimmung gesorgte hat, nicht als Gast antreten will.</p>
<p>Weshalb Schawinski das leidlich breitgetretene Thema weiter beackern will, bleibt sein Geheimnis. In der Sache gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen, die SVP-Position ist hinlänglich bekannt und medial ausgewalzt. Und auch den Anspruch, die wichtigste Persönlichkeit der Woche einzuladen, konnte Schawinski mit Mörgeli nicht einlösen.</p>
<p>Und so galoppiert Schawinski in gewohnt hohem Tempo, das ihn regelmässig die Schlusssilben verschlucken lässt, kreuz und quer durch Privates und Politisches, getrieben von den vorbereiteten Text- und Video-Einspielern, die den Rhythmus der Sendung diktieren und denjenigen des Gesprächs brechen. Ein Dialog entsteht so nicht. Vielmehr sucht Schawinski nach der Bestätigung von Thesen und Vermutungen. «Sie wollen eine schwache Regierung», wirft er Mörgeli an den Kopf und spielt als Beleg eine elfjährige Aussage ein. Als der Politiker zu relativeren und in den damaligen Kontext einzuordnen versucht, drückt Schawinski einfach noch einmal auf sein iPad und spielt die Videosequenz ein zweites Mal ab.</p>
<p>Zum eigentlichen Thema der Sendung, den Deutschen in der Schweiz, haben die beiden nichts Neues zu sagen. Mörgeli weist gleich zu Beginn der Sendung den Vorwurf zurück, wegen <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/fokus/kolumne-roger-schawinski/kolumne-roger-schawinski-detailseite/?newsid=215914" target="_blank">seiner Nicht-Berufung auf einen Lehrstuhl</a> vor zwei Jahren die Kampagne gegen Deutsche in der Schweiz losgetreten zu haben. Schawinski wiederum unterstellt Mörgeli einen Hang zur Provinzialität, weil dieser nie im Ausland gelebt hat.</p>
<p>Als das Gespräch schliesslich doch noch in politische Bahnen mündet, dauert es nicht lange, bis es in die unvermeidbaren Untiefen des Privaten und Intimen abgleitet. Diesmal geht es um das Haupthaar des Politikers und die Frage, ob das nun natürlich gewachsen oder künstlich drapiert sei. Bei Mörgelis erstem Auftritt interessierte sich Schawinski für dessen primäres Geschlechtsorgan und allfällige Funktionsstörungen infolge eines Autounfalls. Selbst seinem ärgsten politischen Gegner (wozu Schawinski Mörgeli wahrscheinlich zählt) wünscht man nicht, mit solchen Intimitäten in der Öffentlichkeit konfrontiert zu werden.  Mörgeli nimmt es gelassen und wiederholt zum Schluss nur, was er schon nach dem letzten Auftritt bei Schawinski gesagt hatte: Das Gespräch habe sich angefühlt wie eine Güllendusche.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/05/08/unter-der-guellendusche/">Unter der Güllendusche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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