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	<title>De Correspondent | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 01 Jan 2019 16:13:06 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das neue amerikanische Online-Magazin «The Correspondent» setzt auf Crowdfunding: Die Marke ist die Message</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/12/29/64752/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Dec 2018 16:11:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[De Correspondent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Markenbotschafter buhlen um eine neue journalistische Gemeinschaft: Mit «The Correspondent» geht ein Mitgliedschaftsmedium in den USA an den Start, in dem Unterstützer, Leser und Journalisten eine Einheit bilden.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/12/29/64752/">Das neue amerikanische Online-Magazin «The Correspondent» setzt auf Crowdfunding: Die Marke ist die Message</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Markenbotschafter buhlen um eine neue journalistische Gemeinschaft: Mit «The Correspondent» geht ein Mitgliedschaftsmedium in den USA an den Start, in dem Unterstützer, Leser und Journalisten eine Einheit bilden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/12/29/64752/">Das neue amerikanische Online-Magazin «The Correspondent» setzt auf Crowdfunding: Die Marke ist die Message</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Crowdfunding nach europäischem Vorbild soll auch in den USA den Journalismus retten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/12/06/crowdfunding-nach-europaeischem-vorbild-soll-auch-in-den-usa-den-journalismus-retten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2018 14:17:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[De Correspondent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das niederländische Online-Magazin «De Correspondent» expandiert in die USA und will wie im Heimmarkt Holland mittels Crowdfunding Fuss fassen. Dabei kann es auf prominente Unterstützer zählen. Normalerweise kommen Medieninnovationen aus den USA nach Europa. So war es bei «Politico», «Vice», «Buzzfeed» und der «Huffington Post», die nacheinander Dependancen in europäischen Ländern eröffnet haben. Diesmal geht <a href="https://medienwoche.ch/2018/12/06/crowdfunding-nach-europaeischem-vorbild-soll-auch-in-den-usa-den-journalismus-retten/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das niederländische Online-Magazin «De Correspondent» expandiert in die USA und will wie im Heimmarkt Holland mittels Crowdfunding Fuss fassen. Dabei kann es auf prominente Unterstützer zählen.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-64192" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/12/MW-de-correspondent-usa_20181206a.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/12/MW-de-correspondent-usa_20181206a.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/12/MW-de-correspondent-usa_20181206a-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/12/MW-de-correspondent-usa_20181206a-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/12/MW-de-correspondent-usa_20181206a-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/12/MW-de-correspondent-usa_20181206a-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Normalerweise kommen Medieninnovationen aus den USA nach Europa. So war es bei «Politico», «Vice», «Buzzfeed» und der «Huffington Post», die nacheinander Dependancen in europäischen Ländern eröffnet haben. Diesmal geht es in die andere Richtung. Die niederländische Webseite «De Correspondent» plant im nächsten Jahr einen Start in den USA: <a href="https://thecorrespondent.com/" target="_blank" rel="noopener">«The Correspondent»</a> soll die englischsprachige Ausgabe heissen.</p>
<p>Die US-Medienszene ist wie elektrisiert von der Expansion des Online-Magazins, das 2013 als crowdfinanziertes Medien-Start-up gegründet wurde und als Vorbild für Crowdfunding-Projekte wie «Krautreporter» und «Republik» diente. Nach dem Artikel-Kiosk «Blendle» könnte «De Correspondent» der zweite Medien-Exportschlager aus den Niederlanden werden.</p>
<blockquote><p>«Unbreaking News» lautet das journalistische Credo, was man als Antipode zu den hektischen Breaking-News lesen kann, aber auch als Reparaturauftrag eines kaputten Nachrichtengeschäfts.</p></blockquote>
<p>Der Gründer von «De Correspondent», Ernst-Jan Pfauth, rührte im Vorfeld kräftig die Werbetrommel und tourte mit einem roten Bus durch die USA. Selten wurde ein Medienprojekt mit so vielen Vorschusslorbeeren bedacht.</p>
<p>Zu den Unterstützern gehören neben aktuell gut 17&#8217;700 Gründungsmitgliedern auch 150 «Botschafter», darunter Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, der Statistik-Guru Nate Silver, Ex-Guardian-Chefredaktor Alan Rusbridger, Upworthy-Mitgründer Eli Pariser («Filterblasen») sowie der Journalismusprofessor Jay Rosen. Der gut vernetzte Medienexperte entwickelte zusammen mit den Machern des «Correspondent» eine Vermarktungsstrategie, wie sich Paid Content auf dem US-Markt umsetzen lässt. Wenn man sich ein vertrauenswürdiges Magazin basteln könnte, käme am Ende «De Correspondent» dabei heraus, <a href="https://medium.com/de-correspondent/what-the-correspondent-adds-to-the-american-press-7a83eaaa7b92" target="_blank" rel="noopener">schrieb Rosen überschwänglich</a>.</p>
<p>Das niederländische Online-Magazin ist werbefrei und wird wie die «Republik» von ihren Lesern («Verleger») finanziert: 60&#8217;000 Unterstützer – ein Rekordwert für derart finanzierte Medien – entrichten jährlich einen Beitrag von 70 Euro. Gemäss Chefredakteur Pfauth, der <a href="https://medium.com/de-correspondent/financial-transparency-956ab828d61f" target="_blank" rel="noopener">die Bilanz auf «Medium» publizierte</a>, steuerte die zahlende Leserschaft 2017 94 Prozent der Jahreseinnahmen in der Höhe von 4,5 Millionen Dollar bei. Weitere Einkünfte erzielt das Medium aus Buchveröffentlichungen und Vortragshonoraren. Knapp die Hälfte des Budgets (45,4 Prozent) fliesst in die Redaktion, weitere 18 Prozent in Technologie. Die Redaktion besteht mittlerweile aus 21 Redakteuren sowie 75 freien Mitarbeitern. Um den US-Ableger zu promoten, haben sich niederländischen Medienmacher die Dienste der Digitalagentur Blue State Digital gesichert, die bereits Barack Obamas Präsidentschaftswahlkämpfe 2008 und 2012 organisierte. Über eine Million Euro wurden im Rahmen der US-Crowdfunding-Kampagne bereits eingenommen. Erreichen sie das anvisierte Finanzierungsziel von 2,2 Millionen Euro, sollen damit sechs neue Stellen in den USA geschaffen werden.</p>
<blockquote><p>Die Expansion von «De Correspondent» in die USA fällt in eine Zeit, wo Online-Medien in der Krise stecken.</p></blockquote>
<p>Die «Huffington Post» schloss Anfang des Jahres wegen zunehmender Fake-News <a href="https://www.nytimes.com/2018/01/18/business/media/huffpost-unpaid-contributors.html" target="_blank" rel="noopener">ihre Self-Publisher-Plattform</a>, auf der 100&#8217;000 unbezahlte Autoren veröffentlichten – der Contributed Content machte ca. 15 Prozent des Traffics aus – und brach damit mit einer 13 Jahre alten Tradition.</p>
<p>Das einst gefeierte Online-Magazin «Vice» blieb 2017 hinter den Erwartungen seiner Investoren Walt Disney Co und 21st Century Fox zurück, was nicht zuletzt am schleppenden Ausbau seines Kabel-TV-Senders lag. Und auch Buzzfeed hat seine Gewinnerwartungen nicht erfüllt. Beim viel gelobten <a href="https://www.recode.net/2018/11/29/18117787/mic-layoffs-staff-bustle-facebook" target="_blank" rel="noopener">Medienunternehmen Mic</a> erhielten vor einer Woche rund 100 Redaktionsmitarbeitende die Kündigung. Oder wie «Vanity Fair» <a href="https://www.vanityfair.com/news/2018/12/a-generation-of-digital-media-darlings-prepares-for-a-frigid-winter" target="_blank" rel="noopener">die Stimmung auf den Punkt bringt</a>: Eine Generation digitaler Medien-Lieblinge bereit sich auf einen harten Winter vor.</p>
<blockquote><p>Kommt jetzt «The Correspondent» und zeigt, wie auch in den USA mittels Crowdfunding der Journalismus gerettet werden kann?</p></blockquote>
<p>Geht es nach Jay Rosen, lautet die Antwort Ja. Für den Journalismusprofessor von der NYU ist das crowdbasierte, anzeigenfreie und genossenschaftlich organisierte Geschäftsmodell die Antwort auf die Krise des US-Journalismus. «The Correspondent» könnte mit seriösem Journalismus dazu beitragen, das erschütterte Vertrauen in die US-Medien wiederherzustellen und aus dem algorithmengetriebenen Clickbait-Hamsterrad auszubrechen.</p>
<p>Rob Wijnberg, der Chefredakteur des «Correspondent», hat auf dem Portal «Medium» eine sehr instruktive Medienanalyse vorgelegt. Das Problem, schreibt er, seien nicht bloss Fake News, sondern News, die eigentlich gar keine neuen Ereignisse und Erkenntnisse beschreiben. Als Beispiel nennt er Bilanzpressekonferenzen, Berichte von Denkfabriken, Geburtstage oder die notorischen Tweets von Donald Trump. «Im Gegensatz zu Fake-News, die irreführend sind, weil schlicht und ergreifend unwahr sind, täuschen uns echte News auf subtilere und fundamentalere Weise. Sie liefern uns eine schiefe Sicht von Wahrscheinlichkeit, Geschichte, Fortschritt, Entwicklung und Relevanz.» Das Problem, so Wijnberg, sei kein «liberal bias» (Linksdrall) in den Medien, wie er häufig unterstellt wird, sondern ein «recency bias», also eine Verzerrtheit dessen, was als neu verkauft wird. «Statt nur zu schauen, was heute passiert ist, schauen wir beim De Correspondent darauf, was jeden Tag passiert», schreibt Wijnberg. «Wenn man das konsequent durchzieht, schafft man eine neue Sicht auf die Welt.»</p>
<blockquote><p>Guter Journalismus beginnt mit der richtigen Problemdiagnose. Der Ansatz ist vielversprechend, wenngleich er nicht neu ist.</p></blockquote>
<p>Auch Print-Magazine legen Wert auf Hintergrundberichterstattung und ausgeruhte Analysen. Bemerkenswert ist aber, wie viele namhafte Unterstützer das Projekt gewinnen konnte. Der Technologiejournalist Dan Gilmor, Direktor des Knight Center für Digital Media Entrepreneurship, teilt auf eine Anfrage der «Medienwoche» mit: «Ich denke nicht, dass ein einziges Medium den US-Journalismus als Geschäft retten kann, aber wir müssen andere Wege gehen.» Crowdfunding sei eine der Ideen, die helfen könnten. Bemerkenswert findet Gilmor, dass «The Correspondent» mehr als andere Medien die Leserschaft zu einem Kernelement des Journalismus mache. «Ich bin nicht sicher, ob sie hier mit anderen Medienunternehmen konkurrieren. Vielmehr sind sie ein Komplementär zu etablierten Medien.» Es gebe «Platz für exzellenten Journalismus», speziell für jenen, wie ihn das niederländische Online-Magazin betreibt, so der Medienexperte.</p>
<blockquote><p>Die Frage ist nun, ob sich das niederländische Modell in den 20 Mal grösseren US-Markt so einfach exportieren lässt.</p></blockquote>
<p>Zwar ist die Innovationsdynamik in den USA grösser als im eher strukturkonservativen Medienmarkt Europas, doch hat das Genossenschaftsmodell, auf dem Crowdfunding beruht, im US-Mediensektor keine Tradition. Auch dürfte die Frage, ob Journalismus ein «öffentliches Gut» darstellt (so die Lesart der Correspondent-Unterstützer), im eher staatsfernen Amerika anders beantwortet werden.</p>
<p>Entsprechend schlechter sind denn auch die Erfahrungen mit Crowdfunding-Journalismus in den USA. Das Non-Profit-Experiment Spot.us, eine von der Knight Foundation unterstützte Plattform, auf der Journalisten Storys pitchen und Recherchegelder akquirieren konnten, scheiterte. Auch die Fundraising-Plattformen «Emphas.is», «Contributoria» und <a href="https://www.poynter.org/news/beacon-reader-journalism-crowdfunding-platform-closing-down" target="_blank" rel="noopener">«Beacon»</a> mussten wieder eingestellt werden. Vor allem das Aus von «Beacon», das vom ehemaligen Facebook-Mitarbeiter Dan Fletcher gegründet wurde und in Kooperation mit «Newsweek», «Pacific Standard» und der «Huffington Post» aufwendige Recherchen ermöglichte (u.a. wurde eine Ebola-Serie realisiert), überraschte viele. Gegenüber Europa gibt es aber auch den Vorteil, dass das potenzielle Publikum ungleich grösser ist.</p>
<p>Ob «The Correspondent» reüssieren wird, wird massgeblich davon abhängen, ob die Leserschaft bereit sein wird, für guten Journalismus zu bezahlen. Und letztlich muss auch ein crowdfinanziertes Portal zur Verbreitung seiner Inhalte auf die Mechanik zurückgreifen, die seine Gründer kritisieren: die Algorithmen von Google und Facebook.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/12/06/crowdfunding-nach-europaeischem-vorbild-soll-auch-in-den-usa-den-journalismus-retten/">Crowdfunding nach europäischem Vorbild soll auch in den USA den Journalismus retten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Wir fokussieren auf das Alltägliche»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/03/31/wir-fokussieren-auf-das-alltaegliche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Journalismus Y]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2017 08:28:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[De Correspondent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das niederländische Online-Magazin De Correspondent macht vieles richtig: Gestartet mit 19&#8217;000 Unterstützern per Crowdfunding, haben sie heute 55&#8217;000 zahlende Mitglieder und wollen demnächst in die USA expandieren. Wir wollten wissen: Was ist ihr Erfolgsrezept? Gefragt haben wir Maaike Goslinga (26) International Editor. (Der Altersdurchschnitt auf der holländischen Redaktion liegt bei nur 33 Jahren.) Über die <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/31/wir-fokussieren-auf-das-alltaegliche/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/31/wir-fokussieren-auf-das-alltaegliche/">«Wir fokussieren auf das Alltägliche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das niederländische Online-Magazin De Correspondent macht vieles richtig: Gestartet mit 19&#8217;000 Unterstützern per Crowdfunding, haben sie heute 55&#8217;000 zahlende Mitglieder und wollen <a href="http://www.niemanlab.org/2017/03/newsonomics-can-dutch-import-de-correspondent-conquer-the-u-s/" target="_blank" rel="noopener">demnächst in die USA expandieren</a>. Wir wollten wissen: Was ist ihr Erfolgsrezept?<br />
<span id="more-33122"></span><br />
<iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/315351734&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true" width="100%" height="100" frameborder="no" scrolling="no"></iframe><br />
Gefragt haben wir Maaike Goslinga (26) International Editor. (Der Altersdurchschnitt auf der holländischen Redaktion liegt bei nur 33 Jahren.) Über die Kernidee von De Correspondent sagt sie:</p>
<blockquote><p><span class="soundcite" data-id="315351734" data-start="77826" data-end="104000" data-plays="1">«Wir berichten über die Dinge, die jeden Tag passieren.»</span></p></blockquote>
<p>Also nicht wie konventionelle Medien, die über das berichten, was eben genau nicht jeden Tag passiert – das Ausserordentliche. <span class="soundcite" data-id="315351734" data-start="231215" data-end="259903" data-plays="1">«Wir glauben nicht, dass man von den Nachrichten lernt, wie die Welt funktioniert. Sondern nur, wie sie eben genau nicht funktioniert.»</span> De Correspondent versuche deshalb die Dinge grundsätzlichen anzuschauen und längerfristige Entwicklungen, strukturelle Phänomene zu beleuchten.</p>
<p>Die zweite Kernidee des Online-Magazins sei die Basis – die Mitglieder. Jedes Mitglied sei ein Experte auf irgendeinem Gebiet. Ob es sich nun um einen Arzt oder um einen Kranken handelt: Beide wissen viel über die Krankheit. Dieses Wissen versucht De Correspondent einzubinden. Und zwar lange vor der Publikation eines Inhalts.</p>
<h3>Jedem Autor sein Tagebuch</h3>
<p>De Correspondent funktioniert stark autorenbasiert &#8211; daher auch der Name. Jede Autorin und jeder Autor sucht sich eigene Themen, recherchiert so lange er oder sie will und unterhält währenddessen einen persönlichen Newsletter.</p>
<p>Interessiert sich ein Leser beispielsweise für Umweltthemen, abonniert er den Newsletter des Umwelt-Korrespondenten. <span class="soundcite" data-id="315351734" data-start="1138701" data-end="1164871" data-plays="1">«Die Autoren veröffentlichen darin den Zwischenstand ihrer Recherche»</span> und bieten dabei der Leserschaft die Möglichkeit, sich einzuschalten. So wurde dem «Correspondent» zum Beispiel ein <a href="https://medium.com/de-correspondent/reader-engagement-shell-4bb6d0b8fb84">firmeninternes Video von Shell</a> aus den 90er-Jahren zugespielt, das beweist, dass Shell schon damals sehr genau wusste, dass der Klimawandel stattfindet.</p>
<h3>Überraschende Einnahmequellen</h3>
<p>Einige Autoren haben ihre <a href="https://thecorrespondent.com/utopia-for-realists/" target="_blank" rel="noopener">Recherchen am Ende als Buch</a> veröffentlicht. De Correspondent – sonst komplett digital-only – ist so unterdessen doch noch ins Printgeschäft eingestiegen. Und verdient damit Geld!</p>
<p>Unterdessen sind die «Correspondents», also die Redaktoren, gefragte Experten auf ihrem Gebiet. Und das machen sie ebenfalls zu Geld. <span class="soundcite" data-id="315351734" data-start="914690" data-end="948386" data-plays="1">Sie werden zu Konferenzen eingeladen oder als Berater engagiert. Ein Teil der Honorare für diese Tätigkeiten fliesst zurück ans Medienhaus.</span></p>
<h3>Das positive Narrativ</h3>
<p>Darauf angesprochen, ob sie sich als Konkurrenz zu konventionellen Medienhäuser sehen, sagt Maaike <span class="soundcite" data-id="315351734" data-start="810452" data-end="843774" data-plays="1">«Nein, denn wir machen etwas komplett anderes als sie. Wir ergänzen uns viel eher.»</span> Entweder indem De Correspondent eine aktuelle Entwicklung aufgreift und erklärt oder sie vorwegnimmt. So geschehen mit den Panama Papers, wo De Correspondent <span class="soundcite" data-id="315351734" data-start="862164" data-end="878510" data-plays="1">mit einer ausführlichen Analyse der Funktionsweise von Steuerhinterziehungen aufwarten konnte.</span>.</p>
<p>Und so gibt sie jenen, die selbst so etwas wie den Correspondent starten möchten vor allem eines auf den Weg: «Starte immer mit einer positiven Motivation und nicht mit einer Negativen.» Also nicht <em>gegen</em> die anderen sondern <em>für</em> etwas Neues, das wichtig für die Gesellschaft als Ganzes ist. <span class="soundcite" data-id="315351734" data-start="1323365" data-end="1341423" data-plays="1">«Man muss den Leuten Hoffnung schenken.»</span></p>
<p><em>Anmerkung: Demnächst versucht de Correspondent eine <a href="http://www.niemanlab.org/2017/03/newsonomics-can-dutch-import-de-correspondent-conquer-the-u-s/" target="_blank" rel="noopener">Expansion in die USA</a>. Diese war leider zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht öffentlich bekannt und deshalb nicht Thema des Gesprächs.</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/31/wir-fokussieren-auf-das-alltaegliche/">«Wir fokussieren auf das Alltägliche»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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