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	<title>Diamant | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Die Grössten sind die Besten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 14:51:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Lokaljournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der bedeutendsten Auszeichnung für Lokaljournalismus in der Schweiz haben die nationalen Medienunternehmen gross abgeräumt. Die Lokalmedien waren, wie schon in früheren  Jahren, die prominenten Abwesenden. Das sieht unschön aus, wird sich aber kaum ändern lassen. Machen Lokalmedien auch Lokaljournalismus? Im Prinzip ja, aber nicht den besten. Frei nach Radio Eriwan kommt zu diesem Schluss, <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/16/die-groessten-sind-die-besten/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der bedeutendsten Auszeichnung für Lokaljournalismus in der Schweiz haben die nationalen Medienunternehmen gross abgeräumt. Die Lokalmedien waren, wie schon in früheren  Jahren, die prominenten Abwesenden. Das sieht unschön aus, wird sich aber kaum ändern lassen.<br />
<span id="more-13615"></span><br />
Machen Lokalmedien auch Lokaljournalismus? Im Prinzip ja, aber nicht den besten. Frei nach Radio Eriwan kommt zu diesem Schluss, wer die Liste der Gewinner des <a href="http://www.dermedienpreis.ch/de/content.php?ind=843" target="_blank">3. Schweizer Medienpreises für Lokaljournalismus</a> anschaut. Mit einer einzigen Ausnahme arbeiten die ausgezeichneten Medienschaffenden für die grossen Unternehmen der Branche. Dorfanzeiger, Lokalradio oder Regionalfernsehen? Fehlanzeige. Das ist kein neues Bild. Bereits bei <a href="http://www.dermedienpreis.ch/de/content.php?ind=818" target="_blank">den früheren</a> <a href="http://dermedienpreis.ch/de/content.php?ind=719" target="_blank">Ausgaben des Wettbewerbs</a> dominierten die nationalen Medienhäuser.</p>
<p>In den Kategorien Radio und Fernsehen ging diesmal die «Diamant»-Trophäe und ein Preisgeld von je 20&#8217;000 Franken an Mitarbeiter der SRG, das grösste Rundfunkunternehmen im Land. In der Kategorie Print erhielt die Auszeichnung ein Tamedia-Journalist und bei den Pressebildern schwang ein Fotograf der nationalen Bildagentur Keystone obenaus. Nur Online vermochte sich ein Lokalmedium durchzusetzen. Doch auch die Tageswoche gehört gewissermassen zu den Grossen – unter den Neugründungen gehören die Basler mit ihren Stiftungsmillionen zu den Krösussen. Das Bild sieht nur geringfügig anders aus, wenn man noch nominierten Beiträge hinzuzieht. Ein eigentliches Lokalmedium kam mit Ausnahme von TeleZüri und der <a href="http://storify.com/tageswoche/wahlberichterstattung-the-citizens-agenda-bei-der" target="_blank">späteren Preisträgerin TagesWoche</a> kein Einziges in die Kränze.</p>
<p>Die nahe liegendste Erklärung für die Abwesenheit von Lokalmedien im Kreise der Preisträger sind die fehlenden finanziellen und personellen Ressourcen. Nur SRG und Grossverlage können es sich überhaupt noch leisten, Journalisten für aufwändige Recherchen freizustellen. Aber auch sie immer weniger. Im Fall des Siegerbeitrags in der Kategorie Print trifft das Ressourcenargument mit Bestimmtheit zu. «Das Magazin» verfügt über die Mittel und Möglichkeiten, seine Leute länger an Geschichten arbeiten zu lassen, als sich das die meisten Redaktionen heute noch leisten können. Doch selbst dieses Budget reichte Rico Czerwinski nicht für seine Recherche über die Missstände in der Betriebskultur der Zürcher Verkehrsbetriebe. Er habe auch einiges an Freizeit investiert, erklärte er bei der Entgegennahme der Auszeichnung.</p>
<p>Auch die Gewinnerin des Fernsehpreises profitierte letztlich von einer gut dotierten Redaktion; aber nicht nur. Eine Zeitungsnotiz brachte einen Produzenten von «Schweiz aktuell» auf die Idee, Reporterin Corinne Eisenring loszuschicken. Sie sollte in einer Gemeinde im Kanton Graubünden jene Person finden, die als Einzige von 75 Stimmberechtigten bei einer Abstimmung an die Urne gegangen war. Gesagt, getan. Am Morgen raus, am Abend den Beitrag in der Sendung. Klassischer Tagesjournalismus. Der Produktionsaufwand lag zwar im Rahmen dessen, was auch ein Regionalsender hätte leisten können. Aber eben: Die Notiz muss zuerst jemand lesen, und auf die Idee muss kommen, dass sich daraus etwas machen lässt. Und mehr Köpfe haben mehr Ideen. Aber mehr Köpfe kosten mehr Geld.</p>
<p>Die erdrückende Dominanz von SRG und Grossverlagen widerspiegelt die (Qualitäts)hierarchie in der schweizerischen Medienlandschaft. Lokalmedien erfüllen in vielen Fällen eine wichtige Funktion als Ausbildungsredaktionen. Gerade bei Radio und Fernsehen bieten sie willkommene Einstiegsmöglichkeiten in den praktischen Journalismus. Mit zunehmender Berufserfahrung wechseln viele zur SRG. Nicht viel anders läuft es auch bei der Presse. Bei Dorfblättern, Quartieranzeigern und Regionalzeitungen machen die späteren Journalismus-Preisträger ihre ersten Schritte.</p>
<p>Auf den ersten Blick mag es irritieren, wenn nicht Lokalmedien, sondern nationale Titel für herausragenden Lokaljournalismus ausgezeichnet werden. Gleichzeitig zeigt es aber auch, wie der Begriff des Lokalen im Journalismus noch nie an einen bestimmten Medientyp gebunden war; auch <a href="http://www.nytimes.com/" target="_blank">Weltblätter</a> sind <a href="http://www.nytimes.com/pages/nyregion/index.html" target="_blank">Lokalzeitungen</a>. Für die leer Ausgegangenen mag das ein schwacher Trost sein. Aber Hoffnung besteht durchaus, dass auch die Kleinen in die Kränze kommen. Manchmal reicht eine zündende Idee, um Publikum und Jury zu begeistern, und nicht nur aufwändige und wochenlange Recherche.</p>
<p>Oder vielleicht ist auch alles ganz anders und die Lokalmedien draussen im Lande haben einfach noch nicht mitgekriegt, dass es jedes Jahr ein stolzes Preisgeld zu holen gibt. Dann wäre es höchste Zeit für sie, die Perlen auszugraben und zur Bewertung vorzulegen. Denn die Jury beurteilt nur, was sie eingereicht erhält und spielt nicht selber Trüffelschwein.</p>
<p><small>Der Autor ist <a href="http://www.dermedienpreis.ch/de/content.php?ind=815" target="_blank">Mitglied der Jury</a> für die Online-Kategorie des Medienpreises für Lokaljournalismus.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/16/die-groessten-sind-die-besten/">Die Grössten sind die Besten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein guter Online-Jahrgang</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/04/30/ein-guter-online-jahrgang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 13:20:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Diamant]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Fargahi]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ Online]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Preis für Lokaljournalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Zürcher Journalistenpreis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erstmals wurde eine Online-Arbeit mit dem Schweizer Preis für Lokaljournalismus ausgezeichnet. Gewinner eines «Diamanten» ist ein Blog von NZZ Online mit einer Langzeitbeobachtung aus einem Aargauer Migrantenquartier. Auffällig: Anders als in den Kategorien Print, Radio und TV zeichneten sich die nominierten Online-Arbeiten durch einen vergleichsweise engen lokalen Fokus aus. Im zweiten Anlauf hat es geklappt: <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/30/ein-guter-online-jahrgang/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/04/diamant.jpg" alt="" width="118" height="83" /> Erstmals wurde eine Online-Arbeit mit dem Schweizer Preis für Lokaljournalismus ausgezeichnet. Gewinner eines «Diamanten» ist ein Blog von NZZ Online mit einer Langzeitbeobachtung aus einem Aargauer Migrantenquartier. Auffällig: Anders als in den Kategorien Print, Radio und TV zeichneten sich die nominierten Online-Arbeiten durch einen vergleichsweise engen lokalen Fokus aus.<br />
<span id="more-30469"></span><br />
Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Nachdem die Jury* vor einem Jahr <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/09/potenzial-noch-nicht-erkannt/">keine Online-Arbeit für preiswürdig gehalten hatte</a>, gab es am vergangenen Freitag erstmals einen <a href="http://www.dermedienpreis.ch/" target="_blank">«Diamanten»</a> für lokalen Online-Journalismus. Gewonnen hat die mit 20&#8217;000 Franken dotierte Auszeichnung <a href="https://twitter.com/#!/nfargahi" target="_blank">Nina Fargahi</a>. Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin<a href="http://migration.blog.nzz.ch/" target="_blank"> berichtet für NZZ Online</a> ein Jahr lang aus dem Wyde-Quartier im aargauischen Birr, wo die Autorin selber aufgewachsen war. Im Zentrum stehen die Bewohnerinnen und Bewohner der Hochhaussiedlung, die grösstmehrheitlich über keinen Schweizer Pass verfügen. Mit ihren nüchternen Beobachtungen, die sie multimedial inszeniert, setzt die Autorin einen Kontrapunkt zur oft aufgeregten Medienberichterstattung über Migrationsthemen.</p>
<p>Wie der Gewinnerbeitrag zeichnen sich auch die beiden anderen nominierten Arbeiten in der Online-Kategorie durch einen engen lokalen Fokus aus: Gilles Biéler von 24heures.ch nahm die Eidgenössischen Wahlen im letzten Herbst zum Anlass, in <a href="http://www.24heures.ch/vaud-regions/nord-vaudois-broye/Petit-village-agricole-Molondin-se-bat-pour-sa-survie/story/12602369?dossier_id=1195" target="_blank">verschieden</a> <a href="http://www.24heures.ch/vaud-regions/la-cote/Bursinel-des-villas-cossues-mais-coupees-du-monde/story/18728358?dossier_id=1195" target="_blank">Waadtländer</a> <a href="http://www.24heures.ch/vaud-regions/lausanne-region/Renens-la-ville-que-le-train-a-fondee/story/16648677?dossier_id=1195" target="_blank">Gemeinden</a> nachzufragen, wo der Schuh drückt. Herausgekommen ist eine multimediale (Text, Bild, Video) Reportageserie mit Stimmen und Ansichten von Leuten, die in den Medien sonst nur selten vorkommen. Auch die für den Preis nominierte <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/stichwort/serie/hinter-verschlossenen-tueren/s.html" target="_blank">Artikelserie von Tina Fassbind</a> (Newsnet/tagesanzeiger.ch) blickte dorthin, wo Journalisten sonst nichtsahnend vorbeigehen: hinter verschlossene Türen und Tore in der Stadt Zürich.</p>
<p>Der ausgeprägte Lokalbezug der nominierten Online-Beiträge wäre nicht weiter der Rede wert – schliesslich bewarben sie sich für einen Lokaljournalismus-Preis – wenn nicht in den anderen Kategorien das Lokale offener definiert wurde: Sei es beim <a href="http://www.rts.ch/video/info/journal-19h30/3601578-ils-sont-de-plus-en-plus-nombreux-a-quitter-le-domaine-bancaire-par-choix-ou-parce-que-la-conjoncture-les-y-amene.html" target="_blank">TV-Porträt von drei Ex-Bankern</a>, dem <a href="http://www.radio1.ch/library/mp3/br/Hebammen_am_anderen_Ende_des_Lebens.mp3" target="_blank">Radio-Feature über Sterbebegleitung</a> oder der <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/input/2672.sh10183272.html" target="_blank">DRS3-«Input»-Sendung</a>, die nach dem Wesen der Welschen suchte.</p>
<p>Das Web als globales Medium par excellence erweist sich ebenso als ideale Plattform für Lokaljournalismus. Allerdings nicht so, wie das die Jury erwartet hätte: Eigenständige lokale Netzmedien hatten gegenüber den grossen Marken das Nachsehen. Alle drei nominierten Beiträge für den Medienpreis wurden von den Online-Ablegern grosser Tageszeitungen veröffentlich (NZZ, 24 Heures und Tages-Anzeiger). Das mag einerseits mit den Ressourcen zu tun haben. Grosse Medien können es sich einfacher leisten, Journalisten für Sonderaufgaben abzustellen. Andererseits auch damit, dass in der Schweiz erst jetzt eine Gründungswelle von <a href="http://www.journal-b.ch/" target="_blank">unabhängigen</a> <a href="http://www.mmv-online.ch/" target="_blank">lokalen</a> <a href="http://www.tageswoche.ch/" target="_blank">Online-Medien</a> am Anrollen ist.</p>
<p>Dass der (lokale) Online-Journalismus weiter an Bedeutung gewinnt, zeigt die Ankündigung des Zürcher Journalistenpreises, dass künftig auch im Web veröffentlichte Arbeiten eingereicht werden dürfen, wie Stiftungspräsident Andrea Masüger <a href="http://www.zh-journalistenpreis.ch/pdf/2012/werbewoche_20120427.pdf" target="_self">gegenüber der «Werbewoche»</a> sagte.</p>
<p>*<small>Der Autor ist Jury-Mitglied der Kategorie Online beim Schweizer Preis für Lokaljournalismus.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/30/ein-guter-online-jahrgang/">Ein guter Online-Jahrgang</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
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