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	<title>Honorar | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 28 Jun 2018 09:50:11 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>«Wir können leider kein Honorar zahlen»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/06/27/wir-koennen-leider-kein-honorar-zahlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2018 11:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Honorar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieder mal sei auf eine grassierende Unsitte hingewiesen. Immer öter verlangen Redaktionen von Freelancern für umsonst ihre Arbeit zu liefern. Aktuell weiss der deutsche Journalist <a href="http://dennishorn.de/ueber-mich/" rel="noopener" target="_blank">Dennis Horn</a> davon zu berichten. Ein Satz, den er in letzter Zeit ein paar Mal gehört habt, lautet: «Wir können leider kein Honorar zahlen - aber Sie würden damit ja Ihren Bekanntheitsgrad steigern.» Auf die Nachfrage, warum das so sei, heisse es dann nur: man müsse sparen. Er lehne solche Deals dann in der Regel freundlich ab. Er hoffe, «dass Freiberufler, sofern sie dazu in der Lage sind, grundsätzlich so verfahren. Redaktionen lernen nämlich nur, dass journalistische Leistungen nun einmal Geld kosten, wenn sie ohne dieses Geld einfach gar nichts bekommen.»</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/06/27/wir-koennen-leider-kein-honorar-zahlen/">«Wir können leider kein Honorar zahlen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder mal sei auf eine grassierende Unsitte hingewiesen. Immer öter verlangen Redaktionen von Freelancern für umsonst ihre Arbeit zu liefern. Aktuell weiss der deutsche Journalist <a href="http://dennishorn.de/ueber-mich/" rel="noopener" target="_blank">Dennis Horn</a> davon zu berichten. Ein Satz, den er in letzter Zeit ein paar Mal gehört habt, lautet: «Wir können leider kein Honorar zahlen &#8211; aber Sie würden damit ja Ihren Bekanntheitsgrad steigern.» Auf die Nachfrage, warum das so sei, heisse es dann nur: man müsse sparen. Er lehne solche Deals dann in der Regel freundlich ab. Er hoffe, «dass Freiberufler, sofern sie dazu in der Lage sind, grundsätzlich so verfahren. Redaktionen lernen nämlich nur, dass journalistische Leistungen nun einmal Geld kosten, wenn sie ohne dieses Geld einfach gar nichts bekommen.» </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/06/27/wir-koennen-leider-kein-honorar-zahlen/">«Wir können leider kein Honorar zahlen»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Überleben als freier Journalist oder ohne Ideen kein Geld</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/06/20/ohne-ideen-kein-geld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Matthias von Wartburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jun 2017 22:32:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Freier Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Honorar]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Jäggi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist das Wichtigste, um als freier Journalist zu überleben? Ganz einfach: Ideen und Themen. Denn ohne Ideen keine Themen und ohne Themen keine Angebote an Redaktionen und ohne Angebote kein Geld. Ob die Rechnung aufgeht und wie sie Ideen finden, erfährt unser Kolumnist von Anna Miller und Simon Jäggi, beide mit mehrjähriger Erfahrung als <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/20/ohne-ideen-kein-geld/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist das Wichtigste, um als freier Journalist zu überleben? Ganz einfach: Ideen und Themen. Denn ohne Ideen keine Themen und ohne Themen keine Angebote an Redaktionen und ohne Angebote kein Geld. Ob die Rechnung aufgeht und wie sie Ideen finden, erfährt unser Kolumnist von Anna Miller und Simon Jäggi, beide mit mehrjähriger Erfahrung als Freie.</strong><br />
<span id="more-29371"></span></p>
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<p>Die Gesprächspartner:</p>
<ul>
<li><u><a href="http://anna-miller.ch/" target="_blank" rel="noopener">Anna Miller, Journalistin und Autorin</a></u></li>
<li><u><a href="http://www.simonjaeggi.ch/" target="_blank" rel="noopener">Simon Jäggi, Journalist</a></u></li>
</ul><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/20/ohne-ideen-kein-geld/">Überleben als freier Journalist oder ohne Ideen kein Geld</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Ohne Ideen kein Geld</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/06/20/ohne-ideen-kein-geld-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Matthias von Wartburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jun 2017 22:32:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist das Wichtigste, um als freier Journalist zu überleben? Ganz einfach: Ideen und Themen. Denn ohne Ideen keine Themen und ohne Themen keine Angebote an Redaktionen und ohne Angebote kein Geld. Ob die Rechnung aufgeht und wie sie Ideen finden, erfährt unser Kolumnist von Anna Miller und Simon Jäggi, beide mit mehrjähriger Erfahrung als <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/20/ohne-ideen-kein-geld-2/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/20/ohne-ideen-kein-geld-2/">Ohne Ideen kein Geld</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist das Wichtigste, um als freier Journalist zu überleben? Ganz einfach: Ideen und Themen. Denn ohne Ideen keine Themen und ohne Themen keine Angebote an Redaktionen und ohne Angebote kein Geld. Ob die Rechnung aufgeht und wie sie Ideen finden, erfährt unser Kolumnist von Anna Miller und Simon Jäggi, beide mit mehrjähriger Erfahrung als Freie.<br />
<span id="more-43786"></span><br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/r_8lgH7MZzA" width="400" height="225" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Die Gesprächspartner:</p>
<ul>
<li><u><a href="http://anna-miller.ch/" target="_blank">Anna Miller, Journalistin und Autorin</a></u></li>
<li><u><a href="http://www.simonjaeggi.ch/" target="_blank">Simon Jäggi, Journalist</a></u></li>
</ul><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/20/ohne-ideen-kein-geld-2/">Ohne Ideen kein Geld</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Das Geld reicht nicht für alle</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/30/das-geld-reicht-nicht-fuer-alle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2014 13:05:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Honorar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter CEO Veit Dengler hat die Neue Zürcher Zeitung die Flucht nach vorn angetreten. Der Verlag expandiert ins Ausland und investiert Millionen von Franken in Projekte und Personal. Vom Geldsegen verschont bleiben indes die freien Mitarbeiter: 140 Franken für 6000 Anschläge gibt es für einen Feuilleton-Artikel. Es sind erfreuliche Signale für den Journalismus. Während andernorts <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/30/das-geld-reicht-nicht-fuer-alle/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/30/das-geld-reicht-nicht-fuer-alle/">Das Geld reicht nicht für alle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter CEO Veit Dengler hat die Neue Zürcher Zeitung die Flucht nach vorn angetreten. Der Verlag expandiert ins Ausland und investiert Millionen von Franken in Projekte und Personal. Vom Geldsegen verschont bleiben indes die freien Mitarbeiter: 140 Franken für 6000 Anschläge gibt es für einen Feuilleton-Artikel.<br />
<span id="more-21237"></span><br />
Es sind erfreuliche Signale für den Journalismus. Während andernorts die Zeichen auf Abbau stehen, nimmt die Neue Zürcher Zeitung viel Geld in die Hand und investiert ins redaktionelle Personal. Damit folgt sie dem Credo von Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod, der jüngst sagte: <a href="http://www.fuw.ch/article/nzz-prasident-sparen-allein-bringt-uns-nicht-weiter/" target="_blank">«Sparen allein bringt uns nicht weiter.»</a> CEO Veit Dengler sorgt nach Kräften dafür, dass das keine Worthülsen bleiben. Im Juni vermeldete die NZZ den Zuzug <a href="http://www.nzzmediengruppe.ch/2014/06/06/namhafte-verstaerkung-der-nzz-redaktion/" target="_blank">von einem halben Dutzend Top-Journalisten</a>, im August nahm in Wien das Projekt für einen <a href="http://www.nzz.at/" target="_blank">Österreich-Ableger der NZZ</a> Fahrt auf. Auch dort holte man eine Reihe gestandener Berufsleute an Bord.</p>
<p>Man darf davon ausgehen, dass die neu eingestellten Journalistinnen und Redaktoren eine Entlöhnung erhalten auf dem Niveau ihrer vorangegangenen Anstellung. Colette Gradwohl war Chefredaktorin beim Winterthurer Landboten, einer mittelgrossen Tageszeitung, Peer Teuwsen amtete zuvor als Ressortleiter bei der «Zeit» in Hamburg, Balz Bruppacher war lange Jahr Chefredaktor der Agentur AP. Ihre Löhne dürften sich also – frei geschätzt – im Bereich fünfstelliger Beträge monatlich oder zumindest sechsstellig jährlich bewegen. Das ist auch richtig und wichtig, denn guten Journalismus gibt es nicht umsonst.</p>
<p>Die Qualitäts- und Journalismusoffensive der NZZ verliert jedoch an Glanz bei einem Blick  in die Abgründe der Honorarbuchhaltung. Zwar hat es Tradition, dass sich die freien Mitarbeiter als Entschädigung für ihr Arbeit ein Scheibchen vom Ruhm und Rennommee des Weltblatts abschneiden dürfen und das wenige Geld, das es gnädigerweise auch noch gibt, bestenfalls für die Deckung der Spesen reicht. Und auch nicht alle Ressorts zahlen gleich schlecht. Für einen Debattenbeitrag kann man schon mal 300 Franken kassieren. Und auch für eine Buchrezension <a href="http://wasjournalistenverdienen.tumblr.com/post/46250910844/neue-zuercher-zeitung" target="_blank">gabs schon mal 250 bis 300 Franken</a>. Das Problem: Es gibt keine Untergrenze.</p>
<p>Aktuelles Beispiel auf der nach unten offenen Skala: 140 Franken für 6000 Anschläge im Feuilleton.  Auch 500 wären noch wenig, könnten aber immerhin als Zeichen der monetären Wertschätzung verstanden werden. Aber 140?! Da kann man seine Autoren gleich auffordern, gratis zu schreiben. Oder dafür zu zahlen, dass sie bei der NZZ veröffentlichen dürfen. Eine absurde Idee? Keineswegs. Erst kürzlich riet Überbloggerin Arianna Huffington dem NZZ-Österreich-Chefredaktor Michael Fleischhacker <a href="http://derstandard.at/2000005973691/Arianna-HuffingtonAuch-fuer-Beitraege-auf-Facebook-oder-Wikipedia-erhalte-man" target="_blank">dies so zu tun</a>: «Dann wären Sie weiter, als es wir bei der Huffington Post sind.»</p>
<p>Vor dem Hintergrund der Millioneninvestitionen in den Journalismus wirken die Hungerhonorare der NZZ ziemlich zynisch. Ein altgedienter Redaktor oder Ressortleiter, der pro Jahr – sagen wir mal – 140’000 Franken verdient, müsste als freier Journalist 1000 Artikel à 6000 Anschläge schreiben fürs NZZ-Feuilleton, um sein aktuelles Gehalt zu erzielen. Das entspräche einem Opus im Umfang von 4000 Standardseiten, also etwa den gesammelten Werken von E.T.A. Hoffmann; geschrieben in einem Jahr.</p>
<p>Er habe «natürlich» Verständnis für das Anliegen auf Honorarerhöhung für die Freien, teilt NZZ-CEO Veit Dengler auf Anfrage mit. Auch ihn beschäftigten die tiefen Ansätze «immer wieder». Und Dengler gibt auch zu: «Die materielle Honorierung dieser Beiträge stand niemals in einem nachvollziehbaren Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag.» Die freie Mitarbeit erfordere gerade im Feuilleton «eine gehörige Portion Idealismus». Aber als Gegenleistung wirke sich eine Veröffentlichung im Weltblatt positiv auf den Marktwert der Autoren aus. «Ein Teil des Honorars definiert sich also durch den Auftritt, den man damit bei einer grossen und aufmerksamen Leserschaft hat.»</p>
<p>Pointierter brachte es der langjährige NZZ-Feuilleton-Chef Dr. Martin Meyer <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/28/im-hort-der-hochkultur/" target="_self">in einem MEDIENWOCHE-Interview</a> auf den Punkt: «Diese Art von Feuilleton wird mindestens teilweise von unseren freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern subventioniert.» Vorläufig wird das auch so bleiben. Das sei zwar misslich, lasse «sich aber wohl so lange nicht ändern, wie kein neues Geschäftsmodell für die anspruchsvolle überregionale Tageszeitung gefunden ist», gab die Redaktion dem Autor des 140-Franken-Stücks zu verstehen.</p>
<p>Dass es trotz Zeitungskrise und ungewisser Medienzukunft möglich ist, die Honorare zu erhöhen, zeigt die Wochenzeitung WOZ. Ab sofort erhalten freie Mitarbeiter für eine Zeitungsseite (10’000 Zeichen) neu 500 Franken. Auf 6000 Zeichen heruntergerechnet ergibt das 300 Franken. Also immer noch mehr als das Doppelte von dem, was die NZZ für einen Feuilleton-Artikel zu zahlen bereit ist.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/30/das-geld-reicht-nicht-fuer-alle/">Das Geld reicht nicht für alle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Warum mehr leisten?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/08/18/warum-mehr-leisten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eveline Dudda]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2014 08:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Agrarpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwischen Agrarpolitik und (freiem) Journalismus gibt es auffällige Parallelen: Beidenorts wird Vielfalt und Qualität gefordert, aber wenig dafür unternommen, dass diese auch gedeihen können. Agrarpolitik funktioniert nach dem Vorschriftenprinzip: Die Damen und Herren in Bern schreiben den Bauern auf dem Land so viel wie möglich vor. Frei vom Vegetationsverlauf, unabhängig von Standort und Boden, und <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/18/warum-mehr-leisten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/18/warum-mehr-leisten/">Warum mehr leisten?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Agrarpolitik und (freiem) Journalismus gibt es auffällige Parallelen: Beidenorts wird Vielfalt und Qualität gefordert, aber wenig dafür unternommen, dass diese auch gedeihen können.<br />
<span id="more-20760"></span><br />
Agrarpolitik funktioniert nach dem Vorschriftenprinzip: Die Damen und Herren in Bern schreiben den Bauern auf dem Land so viel wie möglich vor. Frei vom Vegetationsverlauf, unabhängig von Standort und Boden, und fern von Einflüssen wie Kleinklima und Grosswetterlage definiert das Bundesamt für Landwirtschaft zum Beispiel den Kalendertag, ab dem die Bauern ihre Ökowiesen mähen dürfen. Sie sagen ihnen auch noch wie sie die Wiese düngen dürfen (nämlich gar nicht) und ob und wann sie sie beweiden dürfen. Die Vorgaben sind so pauschal und banal, dass es das Ergebnis auch ist: Die Artenvielfalt kommt nicht vom Fleck.</p>
<p>In den Redaktionen läuft das ähnlich: Uns Journalistinnen und Journalisten wird zwar gesagt, wann wir einen Text abliefern müssen und wieviele Zeichen er haben darf. Das in Aussicht gestellte Honorar definiert dabei zugleich die Zeit, die man maximal dafür verwenden sollte. Dass dabei nicht immer hochstehender Qualitätsjournalismus rauskommt, liegt auf der Hand.</p>
<p>Die agrarischen Behördenvertreter mögen jetzt einwenden, es gäbe in der Agrarpolitik ja noch einen Qualitätszuschlag. Doch der ist so gesetzt, dass auch damit nur ein bescheidener Anreiz entsteht, mehr als nötig für die Biodiversität zu tun. Denn die «Ökoqualität» ist im Prinzip genauso pauschal definiert: Wer sechs Blüemli einer Liste auf der Wiese nachweisen kann, bekommt den Zuschlag. Wer sieben oder acht Blüemli vorweisen kann, hat aber nicht mehr davon. Sein Zuschlag ist der gleiche. Speziell seltene Pflanzen oder Tiere spielen keine Rolle bei der Honorierung.</p>
<p>Die Redaktionen sind gleich: Sie zahlen im besten Fall einen pauschalen Zuschlag aus, falls der Aufwand aus ihrer Sicht einmal etwas höher ausfällt. Mehr liegt in der Regel nicht drin und Ausnahmen von dieser Regel sind sehr, sehr selten. Dass eine Redaktion von sich aus gesagt hat, dass sie mehr bezahlen will, ist mir ein einziges Mal passiert in 13 Jahren.</p>
<p>Für Bauern wie Medienschaffende stellt sich die gleiche Frage: Warum mehr machen, wenn es nicht mehr dafür gibt? Mit Redaktionen ums Honorar zu feilschen, ist in der Regel wenig effizient. Falls einmal 100 Franken mehr rausschauen, bekommt man dafür einen Folgeauftrag weniger oder wird bei der nächsten Themenvergabe nicht mehr berücksichtigt.</p>
<p>Was die Agrarpolitik angeht, liegt die Lösung auf der Hand: Statt Massnahmen vorzuschreiben, müsste man die Ergebnisse honorieren. Dann entstünde umgehend ein Markt für Biodiversität und damit auch ein (hoher) Preis für jene Tiere und Pflanzen, die besonders rar und selten sind. Der Markt würde sicher spielen, denn die Bauern sind ja nicht blöd.</p>
<p>Warum sollte das beim Journalismus anders sein? Wenn qualitativ hochstehender Journalismus ein zwar rares, aber erwünschtes Gut ist, dann müsste sich das auch im Preis niederschlagen. Doch solange Rechercheaufwand und Textqualität bei der Bezahlung in der Regle keine Rolle spielen, solange muss sich jeder, der sein Geld mit Schreiben verdient fragen: Warum soll ich mehr machen als nötig? Genau wie die Bauern.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/08/18/warum-mehr-leisten/">Warum mehr leisten?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neuer Name – doppeltes Honorar</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/05/12/neuer-name-doppeltes-honorar/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2014/05/12/neuer-name-doppeltes-honorar/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eveline Dudda]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2014 10:03:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Honorar]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Freier Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer vom freien Journalismus leben will, hat&#8217;s nicht leicht. Die Honorare sind immer knapper bemessen. Deshalb greifen viele zu Tricks und Kniffs, um über die Runden zu kommen. Dazu zählt auch die multiple Identität. Wie das Leben so spielt: Seit bald zwei Monaten bin ich nicht mehr nur freischaffende Agrarjournalistin, sondern auch noch Chefredaktorin eines <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/12/neuer-name-doppeltes-honorar/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/12/neuer-name-doppeltes-honorar/">Neuer Name – doppeltes Honorar</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer vom freien Journalismus leben will, hat&#8217;s nicht leicht. Die Honorare sind immer knapper bemessen. Deshalb greifen viele zu Tricks und Kniffs, um über die Runden zu kommen. Dazu zählt auch die multiple Identität.<br />
<span id="more-19627"></span><br />
Wie das Leben so spielt: Seit bald zwei Monaten bin ich nicht mehr nur freischaffende Agrarjournalistin, sondern auch noch Chefredaktorin eines Gartenmagazins. Damit stehe ich plötzlich 50 Prozent meiner Arbeitszeit auf der anderen Seite: nämlich der Seite, die Aufträge für Artikel vergibt und Honorare aushandelt. Das ist hochspannend, zum einen, weil Honorare unter Kolleginnen und Kollegen immer ein heikles Thema sind und man deshalb nie so ganz genau weiss, wo der Level aktuell wirklich liegt. Und zum anderen, weil ich dabei allerhand erstaunliche Erfahrung mache.</p>
<p>Eine Autorin bot zum Beispiel an, unter einem Pseudonym zu arbeiten. Dabei handelte es sich bei ihrem Artikel nicht etwa um das Ergebnis einer Under-Cover-Recherche oder ein Thema, das so heiss ist, dass sie Repressalien befürchten muss, wenn ihr wahrer Name bekannt wird. Sondern vermutlich (ich kann&#8217;s nur vermuten, denn das Angebot kam, bevor ich meine Stelle antrat) weil die Autorin offenbar hoffte, sich damit auf lange Sicht Aufträge zu sichern. Das Heikle an den Beiträgen für ein Schweizer Gartenmagazin sind nämlich nicht die Themen oder gar die Recherche, sondern die Herkunft der Schreibenden. Die stammten bis anhin zu einem Grossteil aus dem «Grossen Kanton», also aus Deutschland.</p>
<p>Grundsätzlich wachsen Rüebli und Geranien in Deutschland oder Österreich gleich wie in der Schweiz. Ausdrücke wie Möhren, Gelbe-Rüben, Karotten oder das omnipräsente Eszett statt dem Doppel-s lassen sich problemlos korrigieren. Die Hauptmotivation für ein Schweizer Gartenmagazin zu schreiben, liegt deshalb nicht in den Themen, sondern beim Geld. Da ich ab und zu für ein deutsches Landwirtschaftsmagazin arbeite, kenne ich die deutschen Seitenhonorare aus eigener Erfahrung: Mehr als 100 Euro pro Seite liegen da nicht drin, auch wenn es sich dabei um Spezialistenwissen handelt. Da ist es natürlich lukrativer, einen seitenlangen Artikel für mehrere Hunderte Franken Honorar in die Schweiz zu liefern – zumal es sich bei diesen Angeboten oft auch noch um Zweit- oder Drittverwertungen handelt. Anscheinend sind viele Autoren bereit, dafür ihre Herkunft zu leugnen und sich ein Schweizer Pseudonym zuzulegen. Die besagte Autorin gab jedenfalls an, dass das viele Deutsche so machen würden, die in Schweizer Verlagen Bücher publizieren. Als deutsch-schweizerische Doppelbürgerin mit polnisch angehauchten Nachnamen google ich seither bei jedem Beitrag über ein Gartenthema erst einmal nach dem Autor oder der Autorin, auch wenn der Text angeblich von Schnider, Wyss, Roth, Gerber oder Rüdisühli stammt.</p>
<p>Das Angebot der Autorin habe ich übrigens ausgeschlagen. Nicht wegen der Namensfrage, sondern wegen der Textqualität. Denn die wäre auch mit Pseudonym nicht besser gewesen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/12/neuer-name-doppeltes-honorar/">Neuer Name – doppeltes Honorar</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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