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Ohne Ideen kein Geld

Ohne Ideen kein Geld

Was ist das Wichtigste, um als freier Journalist zu überleben? Ganz einfach: Ideen und Themen. Denn ohne Ideen keine Themen und ohne Themen keine Angebote an Redaktionen und ohne Angebote kein Geld. Ob die Rechnung aufgeht und wie sie Ideen finden, erfährt unser Kolumnist von Anna Miller und Simon Jäggi, beide mit mehrjähriger Erfahrung als Weiterlesen …

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Kampf um den Schweizer Pulitzer

Während die Branche kriselt, erleben Medienpreise ein Hoch. Doch welches ist die wichtigste Auszeichnung für guten Journalismus im Land? Eine Recherche zwischen Rindsentrecôte und Fleischbällchen. Bis vor einigen Jahren waren Journalistenpreise noch etwas Intimes. Jede Region oder Sparte zeichneten ihre eigenen Leute aus. Die Zürcher, die Berner, die Aargauer, die Ostschweizer, aber auch die Katholiken, Weiterlesen …

Pressekonferenzen oder Variationen des Immergleichen

Marco Hartmann, Fotograf bei der «Südostschweiz», dokumentierte in den letzten Jahren weit über hundert Pressekonferenzen. Dass das wohl unattraktivste Sujet der Medienberichterstattung auch optisch etwas hergeben kann, zeigen seine Bilder. Eine kommentierte Auswahl. Lia Rumantscha zum aktuellen Stand zur Rettung der Zeitung «La Quotidiana», 17.8.2017 Wir befinden uns im Gebäude der Lia Rumantscha, der rätoromanischen Weiterlesen …

Der Druck aus Europa auf Facebook bleibt hoch

Am Dienstag trat Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem EU-Parlament in Brüssel auf und stellte sich den kritischen Fragen der Parlamentarier. Für die meisten Beobachter war klar, wer die bessere Figur machte: Zuckerberg. Oberflächlich betrachtet, stimmt das. «Diesen Teil des Kampfs hat er in der Tat gewonnen, aber er hat in dramatischer Weise die Macht der EU unterschätzt», glaubt Sascha Lobo. Insbesondere beim Kartellrecht verstehe die EU keinen Spass. Das kriegte vor einem Jahr Google zu spüren, als die EU-Kommission eine Milliardenbusse verhängte. Mit einem vergleichbaren Vorgehen sei auch gegen Facebook zu rechnen, gibt sich Lobo in seiner «Spiegel Online»-Kolumne überzeugt. Er prophezeit: «Es wird teuer für Facebook und trotzdem wird es dabei nur Verlierer geben.»

So entstanden die neuen Datenschutzregeln der EU

Morgen treten in der EU strengere Datenschutzregeln in Kraft. Davon betroffen sind auch Schweizer Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen an Personen in der EU anbieten. Doch wie kam es dazu? Was ist die Vorgeschichte der sogenannten Datenschutzgrundverordnung, dieser Tage omnipräsent mit ihrem Kürzel DSGVO. Für einen Dokumentarfilm begleitete Regisseur David Bernet die entscheidenen Akteure, die auf EU-Ebene die neuen Regeln aushandelten. Herausgekommen ist ein Werk, das tiefe Einblicke bietet in das professionelle Lobbying in Brüssel und gleichzeitig aufzeigt, welche eminente Bedeutung persönliche Daten in einer modernen Wirtschaft erlangt haben.

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Die «Republik» auf dem Weg zur Verleger-Demokratie

Bis jetzt konnte man es als Marotte und Differenzierungsmerkmal zu anderen Medien abtun, wenn das Online-Magazin «Republik» sein zahlendes Publikum konsequent mit «Verlegerinnen und Verleger» ansprach. Doch jetzt wird die Floskel mit Inhalt gefüllt. Am 17. Oktober kann die versammelte Verlegerschaft einen 30-köpfigen Genossenschaftsrat wählen. Das Gremium sei «eine Mischung aus Parlament, Aufsichts- und Kontrollgremium, Thinktank, Debattierklub und Ideenentwicklungslabor.» Und auch das Wahlverfahren ist eine Mischung: Zum einen macht der Vorstand der Genossenschaft 30 Wahlvorschläge von Figuren, die in den Rat passen könnten. Zum anderen können sich alle Verlegerinnen und Verleger zur Wahl stellen. Zwei Mal pro Jahr widmet sich der Rat den statutarischen Pflichten, aber diskutiert «auch publizistische und strategische Ideen und Projekte». Einen sehr direkten Einfluss auf die Leitung des Unternehmens nimmt das Gremium zudem bei der Wahl des Vorstands.

Ein Trend geht um: Politiker machen Web-TV

Roger Köppel macht es, Claudio Zanetti macht es, ebenso wie Thomas Matter. Aber nicht nur SVP-Nationalräte haben Video im Web als direkten Kanal zu ihrem Publikum entdeckt. Auch Cédric Wermuth von der SP macht es, wobei er im Gegensatz zu den SVP-Kollegen mit den Formaten experimentiert und dabei stark auf den Dialog setzt, etwa via Facebook Live. Die Tages-Anzeiger-Autoren Alan Cassidy und Philipp Loser gehen dem Trend auf den Grund und blicken dazu in die USA, wo Politiker schon länger ihre eigenen Medien geschaffen haben. Warum das so ist, erklärt der Medienwissenschaftler Tobe Berkovitz so: «Ursprünglich ging es für Politiker darum, mit den traditionellen Medien so gut wie möglich zurechtzukommen. Dann begannen sie, missliebige Medien zu umgehen.» Heute sei man bei den «Medien 3.0» angelangt: «Viele sagen sich: Was kümmert es mich, was die Medien über mich sagen? Ich bastle mir einfach meine eigenen.»