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Deutschland

«… dann wird es den Journalismus in dieser Form nicht mehr geben»

Rettet das Urheberrecht die Zeitungen? Heute entscheidet das Europaparlament in Strassburg über eine europaweite Einführung eines sogenannten Leistungsschutzrechts für Zeitungsverlage. Das soll Verlagen ermöglichen, für die Nutzung ihrer Beiträge im Internet durch Suchmaschinen Lizenzgebühren zu verlangen. Verständlicherweise lobbyieren die Verlage dafür, an vorderster Front Axel Springer und sein Chef Mathias Döpfner. Er hält ein solches Gesetz für existenziell, wenn er im Dok-Film «Zeitungen in Not» von ZDF Zoom sagt: «Wenn dauerhaft Journalismus ein Kostenfaktor, aber kein wirklich gesundes Geschäftsmodell ist, dann wird es ihn in dieser Form nicht mehr geben und das ist gefährlich.»

ARD und ZDF künftig ohne «presseähnliche» Angebote

Der Streit dauerte sieben Jahre, nun scheint man eine Lösung gefunden zu haben: In Deutschland einigten sich Verleger und Vertreter der öffentlich-rechtlichen Medien über den Umfang der Online-Aktivitäten von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Lange Texte ohne Sendungsbezug würde es in ihren Digitalangeboten damit nicht mehr geben. Ulrike Simon berichtet für «Horizont» über die wegweisende Reform, die auch eine Signalwirkung für den ähnlich gelagerten Streit in der Schweiz haben könnte.

Was weniger Text für ARD und ZDF bei Google bedeutet

Es sind jetzt schon Monate, und noch immer ringen die Bundesländer um einen neuen Rundfunkstaatsvertrag – und damit um den zukünftigen Auftrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio. In der Diskussion geht es vor allem um die Onlineaktivitäten. Um den jahrelangen Streit darüber beizulegen, hatte zuletzt unter anderem der WDR die Textlänge pro Seite beschränkt – Weiterlesen …

ARD, ZDF und Rundfunkbeitrag: Am Scheideweg

Die Landesregierungen beraten, wie es mit ARD und ZDF weitergeht. Was dürfen die Sender im Internet? Kommt die Presse zu ihrem Recht, haben Urheber ein Auskommen? Nicht weniger als eine Neuordnung des Rundfunks steht an.

Sinneswandel auf dem Boulevard?

In letzter Zeit sind die Yellow-Press-Titel in Deutschland verstärkt unter Druck geraten. Ihnen wird vorgeworfen, mit dem, was sie unter Journalismus verstehen, ihren Teil zum Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Medien beigetragen zu haben. Das ist auch der Kern der Kritik des Vereins Netzwerk Recherche an die Adresse der Verlage Hubert Burda Media, Bauer Media Weiterlesen …

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Wir sind keine Staatsjournalisten!

Mit einem «dringenden Appell», benannt als «Frankfurter Erklärung», wenden sich Mitarbeitende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland an ihre Berufskolleginnen und -kollegen in den Zeitungen. Gleich zu Beginn des Aufrufs heisst es: «Wir fühlen uns diskreditiert, wenn Sie uns als Staatsfunk bezeichnen und uns damit unterstellen, dass wir uns politisch steuern lassen.» Weiter kritisieren die Radio- Weiterlesen …

Die öffentlich-rechtlichen Medien haben ein «Brüssel-Problem»

«In der breiten öffentlichen Debatte über gebührenfinanzierte Sender, (…) geht es fast immer um vermeintliche oder tatsächliche Tiefpunkte.» Das sei, schreibt Klaus Raab in der «Zeit», nicht anders als mit der EU. Der negative Einzelfall färbe schnell auf das grosse Ganze ab. «Was fehlt, ist eine positive Vision für das öffentlich-rechtliche System», findet Raab. Doch Weiterlesen …