<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>IPMZ | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/ipmz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 09 Mar 2021 07:41:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>
	<item>
		<title>Medienjournalismus als Blockadebrecher</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/04/10/medienjournalismus-als-blockadebrecher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 15:59:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SGMK]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Zürich]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Latzer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=13545</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Diagnose ist bekannt und Abhilfe keine in Sicht: Medienwissenschaft und Journalismus verstehen sich nicht. Eine Mittlerrolle könnte der Medienjournalismus einnehmen. Erfahrungen der MEDIENWOCHE stimmen nicht optimistisch, aber es gibt Wege aus der Blockade. Trotz der tiefen Kluft, die zwischen Medienwissenschaft und Journalismus klafft (siehe NZZ vom 9.4.), gibt es doch immer wieder Versuche, den <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/10/medienjournalismus-als-blockadebrecher/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/10/medienjournalismus-als-blockadebrecher/">Medienjournalismus als Blockadebrecher</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diagnose ist bekannt und Abhilfe keine in Sicht: Medienwissenschaft und Journalismus verstehen sich nicht. Eine Mittlerrolle könnte der Medienjournalismus einnehmen. Erfahrungen der MEDIENWOCHE stimmen nicht optimistisch, aber es gibt Wege aus der Blockade.<br />
<span id="more-13545"></span><br />
Trotz der tiefen Kluft, die zwischen Medienwissenschaft und Journalismus klafft (<a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/stumme-kommunikationsspezialisten-1.18060305" target="_blank">siehe NZZ vom 9.4.</a>), gibt es doch immer wieder Versuche, den Graben zu überwinden; in den nächsten Tagen und Wochen gleich zweimal. Am kommenden Freitag und Samstag widmen die Mitglieder der Schweizerische Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft SGKM, die Crème de la crème der Branche, an ihrer <a href="http://www.amiando.com/sgkm2013iam.html?page=877934" target="_blank">Jahrestagung</a> der «Transdisziplinarität in der Kommunikations- &amp; Medienwissenschaft». Nur zwei Wochen später widmet sich eine ebenso prominent besetzte Veranstaltung, organisiert von der «Gottlieb und Hans-Vogt-Stiftung», dem <a href="https://docs.google.com/file/d/1GRGUiuH92Q17le29FAdkUbB67BQWzF19HBO2T51P59-HuvbL1qMt7gvclHiB/edit?usp=sharing" target="_blank">Dialog zwischen Journalismus und Medienforschung</a>.</p>
<p>In einem zentralen Punkt unterscheiden sich die beiden Veranstaltungen allerdings stark voneinander. Bei der SGKM bleibt die Wissenschaft weitgehend unter sich. An der «Brückenschlag-Tagung» dagegen sind Forscher und Journalisten paritätisch vertreten. Man könnte nun die Übungsanlage der ersten Veranstaltung skandalisieren und den Organisatoren genau jene Praxisferne vorwerfen, die sie mit ihrer «transdisziplinären Forschung» eigentlich zu überwinden vorgeben. Allerdings sollten solche Tagungen auch nicht überbewertet werden, dienen sie doch primär dem sozialen Austausch und zeitigen selten langfristig messbare Ergebnisse.</p>
<p>Wichtiger als punktuelle Ereignisse sind deshalb Strukturen, die kontinuierlich an der Annäherung von Medienwissenschaft und Journalismus arbeiten. Eine Pionierrolle muss hierbei der Medienjournalismus spielen, der kompetent und in Äquidistanz zu beiden Seiten auftreten kann. Die Voraussetzungen dafür sind heute nicht ideal. Aus verschiedenen Gründen:</p>
<ul>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Der Medienjournalismus in Publikumsmedien hat die Wissenschaft weitgehend aus dem Blickfeld verloren. Selbst Fachmedien (dazu zählt auch die MEDIENWOCHE) berichten nur marginal über die Medienforschung, gemessen an der Berichterstattung über ähnlich relevante Themenfelder.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Der Hang zum Pauschalurteil («praxisferne Wissenschaft», «stereotype Urteile», etc.), verstellt mitunter auch erfahrenen Medienjournalisten den Blick auf den Facettenreichtum des Forschungsbetriebs.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Meinungsstarke und medienprominente Figuren werden Pars pro toto als «die Medienwissenschaft» missverstanden.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Die Medienforschung wiederum bestätigt das Bild einer sich selbst genügenden Wissenschaft, wenn sie ernst gemeinte Dialogangebote und -plattformen ignoriert. Obwohl die Mitarbeitenden einer <a href="http://www.ipmz.uzh.ch/Abteilungen/MedienPolitik.html" target="_blank">Abteilung des Instituts für Publizistikwissenschaften und Medienforschung</a> der Uni Zürich <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/22/unsere-arbeit-muss-nicht-gefallen/" target="_blank">bei der MEDIENWOCHE Gastrecht</a> geniessen, lassen sie das Angebot seit Längerem kommentarlos ungenutzt.</span></li>
<li><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Die Hektik des globalisierten Wissenschaftsbetriebs mit Konferenzen und Publikationsmöglichkeiten rund um den Erdball schafft Sachzwänge, die das Zeitbudget des akademischen Personals arg strapazieren: Wer hier dabei war, muss auch dort präsent sein. Praktische Transferprojekte verkommen zur lästigen Pflichtübung.</span></li>
</ul>
<p>Ein Schlüssel zur Überwindung der Blockade aufseiten des Medienjournalismus liegt in vermehrter Neugier und Offenheit. Auch Medienjournalisten (die MEDIENWOCHE eingeschlossen) bewegen sich auf ausgetretenen Pfaden und pflegen zuerst ihre Gärtchen. Dabei bietet die Wissenschaft einen immensen Pool an Fachwissen, Zahlen und Daten, den es nur anzuzapfen gälte. Die kontrovers diskutierten Aussagen der Forschung zur erodierenden Medienqualität machen nur einen Bruchteil dessen aus, was Medienwissenschaftler zu sagen haben. Ausserdem dreht das Personenkarussell auch im akademischen Betrieb. Neue Figuren tauchen auf, andere treten ab. Umso erstaunlicher ist es, dass weiterhin nur die üblichen Verdächtigen als valable Auskunftspersonen gelten.</p>
<p>Wenn etwa ein <a href="http://www.mediachange.ch/people/michael-latzer/" target="_blank">Prof. Dr. Michael Latzer</a>, der an der Uni Zürich die Abteilung <a href="http://www.mediachange.ch/" target="_blank">«Media Change und Innovation»</a> leitet, in den letzten zwei Jahren gemäss SMD weniger als zehnmal in Publikumsmedien erwähnt wird, dann stimmt etwas nicht. Nun ist es ja nicht so, dass der Medienwandel kein Thema wäre. Lieber zitieren aber Journalisten irgendwelche Studien aus den USA, anstatt das Fachwissen der heimischen Forscher anzuzapfen. Aufgabe des Medienjournalismus müsste es sein, hier das Terrain zu ebnen, weniger bekannte Figuren aus dem Wissenschaftsbetrieb ins Licht rücken. Mit der Machete neue Pfade durch den Dschungel der Institute und Forschungsprojekte schlagen, damit weitere Journalisten folgen können.</p>
<p>Damit diese Annäherung gelingt, müssen aber auch die Medienwissenschaften einen Schritt auf den Journalismus zumachen. Sie sollten vermehrt Übersetzungshilfen bieten, damit ihre Forschungsergebnisse auch Nichtakademiker verstehen. Umfang und Sprache wissenschaftlicher Arbeiten sind selbst für mit der Materie vertraute Journalisten oft nur schwer verdaubar. Ausserdem dürften die Universitäten und Institute ihre Kommunikationsanstrengungen durchaus intensivieren. Eine Suche im elektronischen Postfach der MEDIENWOCHE fördert keine einzige Mitteilung einer Hochschule zutage.</p>
<p>Das sind zugegebenermassen nur kleine Schritte, die der teils tiefliegenden Verachtung mit der sich Wissenschaft und Praxis begegnen, nur geringfügig entgegenzuwirken vermögen. Aber gerade weil es sich nicht um einen spektakulären Masterplan handelt, stehen die Chancen auf Realisierung umso besser. Alles, was die Blockade aufzuweichen vermag, ist zuerst einmal gut.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/04/10/medienjournalismus-als-blockadebrecher/">Medienjournalismus als Blockadebrecher</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>RTVG-Revision: Grundsatzfragen ausgeklammert</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/07/24/rtvg-revision-grundsatzfragen-ausgeklammert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Manuel Puppis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 13:21:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Medienabgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Empfangsgebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[RTVG]]></category>
		<category><![CDATA[Revision]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=9448</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stell dir vor, es gibt ein neues Mediengesetz und keiner diskutiert. Die geplante Teilrevision des Radio- und Fernsehgesetzes stösst auf wenig öffentliches Interesse, obwohl zum Teil weitreichende Änderungen vorgesehen sind. Entscheidende medienpolitische Fragen bleiben aber von der Revision unberührt. Noch bis Ende August läuft die Vernehmlassung für das revidierte Radio- und Fernsehgesetz (RTVG). Jetzt wäre <a href="https://medienwoche.ch/2012/07/24/rtvg-revision-grundsatzfragen-ausgeklammert/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/07/24/rtvg-revision-grundsatzfragen-ausgeklammert/">RTVG-Revision: Grundsatzfragen ausgeklammert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/perspektiven_logo.jpg" class="alignleft" width="120" height="120" /> Stell dir vor, es gibt ein neues Mediengesetz und keiner diskutiert. Die geplante Teilrevision des Radio- und Fernsehgesetzes stösst auf wenig öffentliches Interesse, obwohl zum Teil weitreichende Änderungen vorgesehen sind.  Entscheidende medienpolitische Fragen bleiben aber von der Revision unberührt.<br />
<span id="more-30512"></span><br />
Noch bis Ende August läuft die Vernehmlassung für das <a href="http://www.bakom.admin.ch/dokumentation/gesetzgebung/00909/04016/index.html?lang=de" target="_blank">revidierte Radio- und Fernsehgesetz</a> (RTVG). Jetzt wäre der Zeitpunkt, um die vorgeschlagenen Änderungen öffentlich zu diskutieren und neue Vorschläge in den Revisionsprozess einzubringen. Allerdings scheint das Sommerloch auch die medienpolitische Debatte verschluckt zu haben. Meinungsartikel? Podiumsdiskussionen? Weit gefehlt. Einzig zum Start der Vernehmlassung gab es <a href="medienwoche.ch/2012/05/10/400-franken-fuer-die-demokratie/" target="_blank">ein paar</a> <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/bundesrat-will-tv-abgabe-fuer-alle-1.16831598" target="_blank">Artikel</a>, die insbesondere auf den vorgeschlagenen Systemwechsel bei den Rundfunkgebühren fokussierten – begleitet von den üblichen ablehnenden Voten in Onlineforen sobald das Reizwort SRG und Gebühren fällt.</p>
<p>Tatsächlich stellt der Wechsel von Rundfunkgebühren zu einer Abgabe für Haushalte und Unternehmen die grösste Veränderung in der Vorlage dar. Doch ist es auch die Spannendste? Dass der Einzug durch eine Firma wie die Billag billiger sei als durch die Steuerverwaltung, hat der Bundesrat in einem <a href="http://www.bakom.admin.ch/empfangsgebuehren/03812/03817/index.html?lang=de" target="_blank">Bericht</a> ausführlich dargelegt. Dass durch die Konvergenz heute nicht nur mit Radio- und Fernsehgeräten, sondern genauso mit Smartphones, Tablets und Computern Radio und Fernsehen empfangen werden können, ist unbestritten. Es gibt praktisch keinen Haushalt, der nicht über mindestens ein solches Gerät verfügt. Ein Systemwechsel löst dieses Problem und macht auch die teuren und unangenehmen Kontrollgänge der Billag überflüssig. Nicht ohne Grund sind die meisten europäischen Länder daran, einen Wechsel zu vollziehen.</p>
<p>Somit bleibt die Abgabendiskussion höchstens noch als Tummelfeld für vehemente SRG-Gegner und für Gewerbelobbyisten, die eine Abgabe für Unternehmen verhindern wollen. Bei Ersteren konnte das wissenschaftlich fundierte Argument, dass der mehrsprachige Kleinstaat Schweiz mit grossen gleichsprachigen Nachbarländern auf einen öffentlich finanzierten Service public angewiesen ist, bisher wenig bewirken. Zu Letzteren ist anzumerken, dass es notabene gerade mal um 400 Franken pro Jahr für Unternehmen mit einem Umsatz zwischen einer halben und einer Million Franken geht – Unternehmen mit weniger Umsatz sind ganz befreit, nur Grossunternehmen zahlen merklich mehr.</p>
<p>Zu grundsätzlicheren Fragen gäbe das neue Abgabensystem aber Anlass: Wie lässt sich langfristig die Legitimität von SRG und Abgabenfinanzierung sicherstellen? Rechenschaftspflichten und Programmversprechen, wie sie in <a href="http://www.rte.ie/about/statement.html" target="_blank">anderen</a> <a href="http://www.bbc.co.uk/aboutthebbc/insidethebbc/howwework/accountability/statements2010/" target="_blank">Ländern</a> existieren, könnten als Inspirationsquelle dienen. Könnte das Abgabensystem auch für die Förderung neuer journalistischer Onlineplattformen herangezogen werden? Zwar haben Bundesrat und Printmedien bisher trotz Medienkrise wenig <a href="http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&amp;msg-id=39886" target="_blank">Interesse</a> an neuen Modellen zur Journalismusförderung gezeigt. Das <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/18/das-naechste-schrittchen/" target="_blank">Parlament</a> scheint dies ein wenig anders zu sehen. Die angefallenen Überschüsse aus dem Gebührensplitting könnten ebenfalls für solch innovativen Journalismusmodelle, die den Wettbewerb in den Regionen neu beleben würden, verwendet werden.</p>
<p>Doch auch andere Punkte in der Vorlage des Bundesrates sind diskussionswürdig. Warum beispielsweise soll die Anforderung, die Vielfalt der Ereignisse und Ansichten angemessen zum Ausdruck zu bringen, im Onlineangebot der SRG nur für Wahl- und Abstimmungsdossiers gelten? Der Service public sollte online genauso darauf verpflichtet werden wie in Radio und Fernsehen. Warum soll für private konzessionierte Sender die Konzessionsvoraussetzung entfallen, dass sie die Meinungs- und Angebotsvielfalt nicht gefährden dürfen? Die Regulierung von Medienkonzentration ist ohnehin schon schwach; ohne diese Vorgabe hätten die Beschwerden von Roger Schawinski und Günter Heuberger zu keiner <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=85848" target="_blank">Neubeurteilung</a> der <a href="www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/157843.etappensieg-fuer-schawinski.html" target="_blank">Konzessionsvergaben</a> im Aargau, in der Südost- und der Ostschweiz geführt.</p>
<p>Andere Themen werden im Gesetzesentwurf gar nicht angesprochen.</p>
<ol>
<li>Die Unabhängigkeit der Regulierung. Weder die vom Parlament während der letzten RTVG-Revision abgelehnte Umwandlung des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) in eine unabhängige Regulierungsbehörde, noch eine von der Politik unabhängige Instanz zur Festlegung der Abgabenhöhe werden zur Diskussion gestellt.</li>
<li>Die Medienkonzentration. Die Erfahrungen beispielsweise mit <a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/01/12/Schweiz/NRJ-macht-sich-auch-in-Basel-breit" target="_blank">Energy Basel</a> zeigen, dass Minderheitenbeteiligungen reichen, um auf Sender Einfluss auszuüben.</li>
<li>Die Grundverschlüsselung im Kabelnetz. Die <a href="http://konsumentenschutz.ch/medienmitteilungen/archive/2010/06/06/sks-klagt-gegen-cablecoms-aufnahmeverbot-und-zwar-doppelt.html" target="_blank">Verschlüsselung aller Sender mit CI+</a>, die den Anbietern eine massive Einschränkungen der Zuschauerinnen und Zuschauern ermöglicht (z. B. bei Aufnahmen oder zeitversetztem Fernsehen), bleibt zulässig.</li>
<li>Der Jugendschutz. Anders als in anderen <a href="www.kijkwijzer.nl" target="_blank">europäischen</a> <a href="http://www.fsf.de/" target="_blank">Ländern</a>, die erfolgreich Modelle der gesetzlich anerkannten Selbstregulierung eingeführt haben, gibt es in der Schweiz praktisch keine Vorgaben für Fernsehsender.</li>
</ol>
<p>Themen für eine öffentliche Debatte gäbe es genug. Gründe, die Einflussnahme auf den Gesetzesprozess nicht nur Lobbyisten zu überlassen, ebenfalls.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/07/24/rtvg-revision-grundsatzfragen-ausgeklammert/">RTVG-Revision: Grundsatzfragen ausgeklammert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angemessene Begriffsverwirrung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Schär]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 08:54:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Thurgau]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=7074</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Markt der Medien und damit der Meinungen funktioniert besser denn je. Weder aus der Bundesverfassung noch aus der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte lässt sich eine Pflicht des Staates ableiten, für angemessene Information seiner Bürger zu sorgen. Eine Replik von Markus Schär* auf den Artikel «Recht auf angemessene Information» von Pascal Zwicky und <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/">Angemessene Begriffsverwirrung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/perspektiven_logo.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Der Markt der Medien und damit der Meinungen funktioniert besser denn je. Weder aus der Bundesverfassung noch aus der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte lässt sich eine Pflicht des Staates ableiten, für angemessene Information seiner Bürger zu sorgen. Eine Replik von Markus Schär* auf den Artikel <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/" target="_self">«Recht auf angemessene Information»</a> von Pascal Zwicky und Werner A. Meier.<br />
<span id="more-30442"></span><br />
Rettet den Bannwald der Demokratie! Helft also der Lokalpresse – halt zwangsweise, wenn die Verleger sich nicht helfen lassen wollen! Das fordern nicht nur Medienwissenschaftler, schon am SPS-Parteitag 1998 schrieben es die Juso in einem Papier fest. Als letzter Redaktor der Thurgauer AZ (+1984) desillusioniert und als Kantonalparteipräsident von der Lokalpresse schikaniert, hielt ich wenig von der Idee. Ich fragte meine GenossInnen, ob sie etwa einen Thurgauer Verleger unterstützen wollten, der in seinen drei Lokalzeitungen SP-Ständerat Thomas Onken nach dessen sensationeller Wahl 1987 jahrelang nicht stattfinden liess.  Der Juso-Sprecher verlangte das Wort und beschimpfte mich als Neoliberalen. Damit war die Debatte erledigt, der Passus genehmigt.</p>
<p>Auf diesem intellektuellen Niveau hält sich die Debatte hier. Die staatlich besoldeten Denker und Lenker des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich IPMZ pflegen eine Verwirrung und Umdeutung der Begriffe, die sie bei George Orwell gelernt haben könnten. Um den «demokratiegerechten» Journalismus dekretieren zu können, erklären Pascal Zwicky und Werner A. Meier <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/" target="_self">hier das «Recht auf angemessene Information»</a>, bzw. die Pflicht des Staates, dafür zu sorgen, gar zum universalen Menschenrecht – in der spezifischen Auslegung des IPMZ:</p>
<blockquote><p>«Sei es in der schweizerischen Bundesverfassung, im deutschen Grundgesetz, in der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten oder in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO: Der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit kommen  als Menschenrechte in demokratischen Gesellschaften eine zentrale Bedeutung zu. Gerade der Blick auf die Geschichte der Medienfreiheit zeigt allerdings, dass sie sich einseitig als unternehmerische Freiheit für die Medien durchgesetzt hat.»</p></blockquote>
<p>Eines der grössten Defizite der Mediengesellschaft ist wohl ihre Geschichtsvergessenheit. Dagegen lässt sich in einer offenen Gesellschaft wenig machen – zumindest von Medienwissenschaftsdozenten dürfte man aber eine Ahnung von Mediengeschichte erwarten. Dass sich die Medienfreiheit «einseitig» als Freiheit der Citoyens (nicht der Unternehmer!) durchgesetzt hat, lässt sich einfach erklären: Sie war in der Geschichte immer und einzig so gemeint.</p>
<p>Um sich das zu vergegenwärtigen, genügt die Lektüre des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pressefreiheit" target="_blank">Wikipedia-Artikels «Pressefreiheit»</a>. Die USA, demokratisches Vorbild auch für die Schweiz, schrieben als Erste das Verbot der staatlichen Zensur 1789/91 im First Amendment zur Verfassung fest: «Der Kongress wird kein Gesetz erlassen, das die Freiheit der Rede oder die der Presse einschränkt.» Und der Gründervater Thomas Jefferson meinte gar: «Wäre es an mir zu entscheiden, ob wir eine Regierung ohne Zeitungen oder Zeitungen ohne eine Regierung haben sollten, sollte ich keinen Moment zögern, das Letztere vorzuziehen.»<br />
Aber, dürften Zwicky/Meier einwenden: Dass die private Presse(vielfalt) in den USA und in der Schweiz zwei Jahrhunderte lang die Demokratie bewahrt hat, beweist gar nichts angesichts der Geisseln der Gegenwart wie des freien Marktes:</p>
<blockquote><p>«Unter dem Schlagwort Medienfreiheit wurden jahrzehntelang Kommerzialisierungs- und Monopolisierungsstrategien unternehmerisch und medienpolitisch vorangetrieben, die nicht nur den Medienunternehmen vergleichsweise hohe Profite einbrachten, sondern auch den demokratierelevanten Journalismus schwächten.»</p></blockquote>
<p>Könnte es sein, dass die Medienwissenschaftler nicht nur die Geschichte der Medienwelt nicht verstehen, sondern auch ihre Gegenwart? Ja, die Medienwelt wandelt sich rasant, und für einige zum Schlechteren: in den USA vor allem für die Printjournalisten wegen des Zusammenbruchs auch wichtiger Printprodukte und für die Wächter der demokratiegerechten Demokratie wegen der Popularität von Propagandasendern. Aber dank neuen Phänomenen wie Facebook, Twitter oder The Huffington Post nutzt die bisher schweigende Mehrheit die Medien erstmals in der Geschichte auch produktiv. Der Markt der Medien und damit der Meinungen (auch Demokratie genannt) funktioniert besser denn je. Nicht demokratierelevant sind diese Medien nur für ein paar Medienwissenschaftler im Zürcher Elfenbeinturm.</p>
<p>Und wie steht es mit den «Kommerzialisierung- und Monopolisierungsstrategien» in der Schweiz? Für die Verleger galt seit dem Anbruch der bürgerlichen Öffentlichkeit à la Habermas: Sie konnten nicht nur ihre Meinung verbreiten (lassen), sondern sie mussten immer ihr Publikum ansprechen, um wirtschaftlich zu überleben. Tamedia und NZZ-Gruppe übernahmen denn auch Regionalzeitungen nicht, um sie einem gewinnmaximierenden Monopol einzuverleiben, sondern um sie überhaupt auf einer tragfähigen ökonomischen Basis weiterzuführen. Umgekehrt gibt es heute mindestens so viele Mäzene wie je in der Pressegeschichte, die sich ohne kommerzielle Strategie ein Medium leisten, so in Basel mit seiner historisch einmaligen Medienvielfalt – aber jene, die nicht gerade Oeri heissen, sind den Medienverwaltern auch nicht recht, beziehungsweise zu rechts.</p>
<p>Schliesslich: Wenn je ein Schweizer Medienhaus eine Monopolisierungsstrategie «medienpolitisch vorantrieb» (wie immer das gehen soll), dann die SRG. Als Private endlich Radio machen durften, führte sie DRS3 ein, um das Publikum mit gebührenfinanzierten akustischen Tapeten zu versorgen; als Private endlich Fernsehen machen wollten, jagte sie ihnen mit den zweiten Programmen die Zuschauer ab, indem sie Formel-1-Rennen, Miss-Schweiz-Wahlen und «Desperate Housewives» zum Service public erklärte. Trotzdem fordern Zwicky/Meier:</p>
<blockquote><p>«Eine Debatte darüber, wie der Staat mit der nötigen Zurückhaltung der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit als positiven Rechtsansprüchen der Bürgerinnen und Bürger zum Durchbruch verhelfen könnte. So etwa durch den Support von zivilgesellschaftlich institutionalisierten, demokratisch organisierten und rechenschaftspflichtigen Medienorganisationen, deren Ziel nicht die Profitmaximierung ist, sondern demokratiegerechter Journalismus.»</p></blockquote>
<p>Dafür müssen Zwicky/Meier nach der «negativen» Freiheit der Medien von staatlichen Eingriffen (in die der Staat «mit der nötigen Zurückhaltung» eingreifen soll) nur noch alle anderen Begriffe à la Orwell umdeuten: Zivilgesellschaft, Demokratie, Journalismus, Qualität.</p>
<p>Zur Zivilgesellschaft zählen sie, <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/" target="_self">so Pascal Zwicky hier</a>, beispielsweise mit einem Drei-Säulen-Modell finanzierte Medien-Genossenschaften: «20 Prozent übernimmt die Trägerschaft. Bei einem jährlichen Beitrag von 600 Franken bräuchte es pro Region 200 Genossenschafter. 30 Prozent übernehmen die Haushalte der entsprechenden Regionen über eine Kommunikationsabgabe, die auf Gemeindeebene erhoben wird. Bei 60‘000 Personen macht das drei Franken pro Kopf. Und 50 Prozent kommen schliesslich vom Bund.» 20 Prozent der Mittel dieser «zivilgesellschaftlichen» Institution kämen also von den Zivilisten, 80 Prozent via Gebühren und Steuern vom Staat – noch mehr als bei der SRG mit ihren 72 Prozent Zwangsabgaben. Zivilgesellschaft bedeutet aber für alle, die je darüber nachdachten, gerade eine Sphäre zwischen (und losgelöst von) Staat, Markt und Familie.</p>
<p>Was unter demokratiegerechtem Journalismus zu verstehen ist, darf keinesfalls die demokratische Mehrheit bestimmen; Manuel Puppis vom IPMZ <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/17/medienpolitik-gepflegtes-desinteresse/" target="_self">erklärte es hier</a> in einer Klage über das «gepflegte Desinteresse» an der Medienpolitik: «Atomkraftwerke oder ein ausgeglichener Staatshaushalt – zweifelsohne wichtige und politisch hoch umstrittene Themen – erhalten ungleich mehr Aufmerksamkeit als Massnahmen, die auf die Medien, das Nervensystem unserer Gesellschaft, abzielen.» Illustriert war der Artikel mit einem Bild von Bundesratssprecher André Simonazzi und zwei Journalisten, die sich vor ihm im Saal des Bundesmedienhauses verlieren. Demokratiegerechter Journalismus ist offensichtlich, wenn die Medien folgsam verbreiten, was immer Regierung, Verwaltung und Medienwissenschaft für demokratierelevant halten, und seien es die Sprechblasen des Bundesratssprachrohrs – aber nicht, was das Stimmvolk für interessant hält.</p>
<p>Wie es die Medienwissenschaftler selber mit der Qualität halten, zeigten schliesslich nicht nur der Artikel von Zwicky/Meier, sondern vor allem die Kommentare dazu, so unübertrefflich jener von ZHAW-Professor Vinzenz Wyss – «Wer Ohren hat zu hören, der höre» –, der als Qualitätssicherer bei den Programmveranstaltern prüft, ob sie «eine Verantwortungtskultur etabliert haben».</p>
<p>Doch was soll alles Mäkeln an der Begriffsverwirrung – immerhin können sich Zwicky/Meier auf das ultimative Killerargument berufen, die Menschenrechte:</p>
<blockquote><p>«1979 betonte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), dass Artikel 10 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte nicht nur das Recht schützt, die von den Medien verbreiteten Mitteilungen zu empfangen, sondern es wird dem Publikum auch das Recht zugesprochen, angemessen d.h. demokratiegerecht informiert zu werden.»</p></blockquote>
<p>Noch vor zehn Jahren hätte ich als interessierter Bürger diese zentrale Information, auf der Zwicky/Meier ihre Argumentation aufbauen, nur mit einem halben Tag Suchen in der Bibliothek überprüfen können. Heute ergibt eine dreiminütige Google-Suche, dass die Autoren das EGMR-Urteil <a href="http://www.eugrz.info/pdf/EGMR34.pdf" target="_self">«Sunday Times gegen Vereinigtes Königreich»</a> vom 26. April 1979 meinen. 1972 veröffentlichte die Sunday Times den Artikel «Our Thalidomide (Contergan, ms) Children – A Cause for National Shame» und kündigte eine Dokumentation zu den Hintergründen des Skandals an. Die verantwortliche Firma klagte, der Generalstaatsanwalt verbot darauf weitere Veröffentlichungen.</p>
<p>Der EGMR gab der Zeitung Recht, und tief unten im Urteil hielt er in Ziff. 65 fest: «Wenn die Massenmedien auch nicht die Grenzen überschreiten dürfen, die im Interesse einer geordneten Rechtspflege gezogen sind, so obliegt es ihnen doch, Informationen und Ideen über Angelegenheiten, die Gegenstand gerichtlicher Verfahren sind, ebenso zu verbreiten wie solche in anderen Bereichen öffentlichen Interesses. Die Medien haben die Aufgabe, solche Informationen und Ideen zu verbreiten, und die Öffentlichkeit hat das Recht, sie zu empfangen.» Und in der folgenden Ziff. 66 betonte der EGMR nochmals, «dass Art. 10 (der EMRK) nicht nur die Freiheit der Presse garantiert, die Allgemeinheit zu informieren, sondern auch das Recht der Allgemeinheit, angemessen informiert zu werden».</p>
<p>Wer Augen hat zu lesen, der lese: Die Hüter der Menschenrechte halten fest, dass der Staat das Recht der Bürger nicht verletzen darf, über alle Bereiche des öffentlichen Interesses informiert zu werden – aus diesen drei klaren Sätzen leiten Zwicky/Meier in einem argumentativen Salto mortale mit Bauchlandung die Pflicht des Staates ab, für die «angemessene, d.h. demokratiegerechte» Information des Bürgers zu sorgen. (Muss ich noch erwähnen, dass der Begriff «demokratiegerecht» im Urteil nirgends vorkommt?) Der angemessene Kommentar zu diesem Vorgang geziemt sich im öffentlichen Diskurs nicht.</p>
<p>Nur noch ein persönliches Fazit nach fünfzig Jahren Medienpraxis in der Provinz: Die drei Lokalblätter des SP-feindlichen Verlegers gingen 2001 in der Thurgauer Zeitung auf; Tamedia machte das Blatt nach der Übernahme 2005 erstmals seit den Zeiten von Oskar Reck und Jürg Tobler um 1970 wieder zu einer Zeitung, die eine faire demokratische Debatte zuliess. 2010 schliesslich kaufte die NZZ die TZ und stellte dafür die Thurgauer Kopfblätter des St. Galler Tagblatts ein.</p>
<p>Der Thurgau hat also nur noch eine Tageszeitung, aber daneben ein Regionaljournal, diverse Lokalradios und -fernsehen, Gratisblätter, Lokalanzeiger, Onlinemedien und seit Jahren bezahlte Gemeindeseiten in den Regionalblättern, auf denen die Behörden demokratiegerecht veröffentlichen, was die Bürger interessieren muss. (Pascal Zwicky preist die genossenschaftlich finanzierte «Regi Die Neue» im Hinterthurgau als Modell – ich sagte an einer Tagung in seiner Anwesenheit unwidersprochen, das Verlautbarungsorgan von Vereinen und Gewerbe komme bei den Leuten gerade an, weil es keinen Journalismus betreibe.) Und vor allem ist die TZ, seit sie zum St. Galler Tagblatt gehört, so gut wie noch nie – meint zum Beispiel meine 83-jährige Mutter, die daneben den «Stern» kauft und die SonntagsZeitung immer schlechter findet. Aber meine Mutter versteht halt nichts von Demokratie.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/">Angemessene Begriffsverwirrung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2012/02/27/angemessene-begriffsverwirrung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Recht auf angemessene Information</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Zwicky &#124; Werner A. Meier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 12:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalrat]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Renz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Jürg Fehr]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesanzeiger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=6877</guid>

					<description><![CDATA[<p>Journalisten und Verleger reagieren gemeinhin allergisch, wenn es um staatliche Medien- und Journalismusförderung geht. Sie wittern Zensur und sehen russische Verhältnisse heraufziehen. Doch die in der Verfassung garantierte Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit verpflichtet den Staat eben auch, dafür zu sorgen, dass die Bürger angemessen und demokratiegerecht informiert werden. Sei es in der schweizerischen Bundesverfassung, im <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/">Recht auf angemessene Information</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/perspektiven_logo.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Journalisten und Verleger reagieren gemeinhin allergisch, wenn es um staatliche Medien- und Journalismusförderung geht. Sie wittern Zensur und sehen russische Verhältnisse heraufziehen. Doch die in der Verfassung garantierte Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit verpflichtet den Staat eben auch, dafür zu sorgen, dass die Bürger angemessen und demokratiegerecht informiert werden.<br />
<span id="more-30436"></span><br />
Sei es in der schweizerischen Bundesverfassung, im deutschen Grundgesetz, in der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten oder in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO: Der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit kommen als Menschenrechte in demokratischen Gesellschaften eine zentrale Bedeutung zu.</p>
<p>Gerade der Blick auf die Geschichte der Medienfreiheit zeigt allerdings, dass sie sich einseitig als unternehmerische Freiheit für die Medien durchgesetzt hat. Unter dem Schlagwort Medienfreiheit wurden jahrzehntelang Kommerzialisierungs- und Monopolisierungsstrategien unternehmerisch und medienpolitisch vorangetrieben, die nicht nur den Medienunternehmen vergleichsweise hohe Profite einbrachten, sondern auch den demokratierelevanten Journalismus schwächten.</p>
<p>Während der Staat sich bei Eingriffen in den Medienmarkt zu rechtfertigen hat und belangt werden kann, sind Defizite des Marktes mit ihren dominanten Produzenten kaum einklagbar. Mit anderen Worten: Die Abwehr gegenüber staatlichen Eingriffen als negatives Recht setzt sich leichter durch als ein positives Recht der Zivilgesellschaft auf einen demokratiegerechten Journalismus im öffentlichen Interesse.</p>
<p>Nimmt man Demokratie und das Ideal der Selbstbestimmung als Referenz, gilt es die Medien-, Meinungs- und Informationsfreiheit als positives Recht der einzelnen Bürgerinnen und Bürger zu einer demokratiegerechten Information durch die klassischen und neuen Medien zu fokussieren. Bereits 1979 betonte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), dass Artikel 10 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte nicht nur das Recht schützt, die von den Medien verbreiteten Mitteilungen zu empfangen, sondern es wird dem Publikum auch das Recht zugesprochen, angemessen d.h. demokratiegerecht informiert zu werden.</p>
<p>Ein derartiges Recht auf angemessene Information impliziert dann eine objektiv-rechtliche Verpflichtung für den Staat, die dazu nötigen strukturellen Bedingungen zu schaffen. Daraus lässt sich die medienrechtlich wie demokratietheoretisch brisante Frage ableiten, was staatliche Medienpolitik vollziehen darf, kann, will oder soll, um eine demokratiegerechte journalistische Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen.</p>
<p>Und da sind wir mitten in der aktuellen medienpolitischen Diskussion angelangt. Im Sommer 2011 hat der Bundesrat in seinem Bericht zum Postulat von SP-Medienpolitiker Hans-Jürg Fehr festgehalten, dass Anlass zur Befürchtung bestehe, «dass das freie Spiel der Marktkräfte allein das erwünschte Resultat einer vielfältigen, qualitativ ausreichenden Medienlandschaft nicht zu gewährleisten vermag.» Trotzdem verzichtete er auf staatliche Massnahmen setzte einmal mehr auf die Karte Selbstregulierung. Einzig eine Neubeurteilung der Situation in vier Jahren wurde in Aussicht gestellt.</p>
<p>Mit diesem Vorgehen waren zwar die Verleger und ihre Interessenvertreter zufrieden, bei breiten Kreisen und nicht zuletzt in den Regionen und Kantonen stiess der Entscheid aber auf Unverständnis. Wie breit diese Kreise sind, lässt sich sehr deutlich an der Motion «Sicherung der staats- und demokratiepolitischen Funktionen der Medien» der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates SPK-N ablesen, die Mitte Januar 2012 <a href="http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20123004" target="_blank">eingereicht wurde</a>.</p>
<p>Die mit 15 zu 0 Stimmen bei 6 Enthaltungen angenommene Motion verlangt vom Bundesrat, auf seinen im Juni letzten Jahres gefällten Entscheid zurückzukommen und das Vorgehen zu beschleunigen. Der Bundesrat soll damit beauftragt werden, innert zwei Jahren – und auf der Grundlage einer Gesamtschau der schweizerischen Medienlandschaft aus regional- und aus gesamtmedienpolitischer Optik – einerseits ein Förderkonzept zur Stärkung der staats- und demokratiepolitischen Bedeutung der Medien zu erarbeiten und der Bundesversammlung andererseits den Entwurf rechtlicher Grundlagen für die indirekte und die direkte Medienförderung zu unterbreiten.</p>
<p>Eine direkte Medien- und Journalismusförderung bedarf einer Verfassungsänderung. Schon 2003 wollte die SPK-N über die <a href="http://www.admin.ch/ch/d/ff/2003/5357.pdf " target="_self">Parlamentarische Initiative «Medien und Demokratie»</a> eine zielgerichtete direkte Medienförderung erwirken und schlug in diesem Zusammenhang eine neue Verfassungsbestimmung, Art. 93a Medienpolitik, mit folgendem Wortlaut vor: «Der Bund fördert die Vielfalt und Unabhängigkeit der Medien. Er anerkennt dabei die Bedeutung der Medien für die demokratische Meinungsbildung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.» Der Vorstoss scheiterte 2005 und 2005 in Ständerat und Nationalrat – nach der negativen Stellungnahme durch den Bundesrat votierten beide Kammern für Nichteintreten.</p>
<p>Zurück in der Gegenwart, ist vor allem die Reaktion des Tages-Anzeiger-Bundeshausredaktors Fabian Renz auf die Motion der SPK-N <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/ohne%20zuordnung/Staatsgeld-bedrohtbr-die-Pressefreiheit/story/20193672" target="_blank">bemerkenswert</a>. Renz spricht von einem trojanischen Pferd und einem «brandgefährlichen» Plan und lässt sich zu einem Vergleich mit Putins Russland hinreissen, wenn er von einer drohenden «gelenkten Meinungsvielfalt» schreibt. Das alles wirkt leicht hysterisch und aufgesetzt. Insbesondere von einem Journalisten, der selbst miterlebt hat, dass die Medienfreiheit in der Schweiz heute massgeblich durch Personalabbau, Crossmedia und Monopolisierung gefährdet ist.</p>
<p>Der Kommentar von Renz steht aber exemplarisch für die Reaktionen der Branche – vor allem, aber nicht nur der Verleger – auf medienpolitische Vorstösse, die die unternehmerische «Pressfreiheit» betrafen. Bislang war man mit dem reflexartigen Heraufbeschwören staatlicher Zensur auch erfolgreich. Was die Motion der SPK-N anbelangt, blieb Renz mit seiner Position, zumindest in der Medienöffentlichkeit, jedoch auffallend einsam.</p>
<p>Beobachter der Branche äusserten ihre – wenn auch vorsichtige – <a href="http://www.kleinreport.ch/news/pressefoerderung-entscheidender-schritt-68659.html" target="_blank">Unterstützung</a> <a href="http://www.stefan-schaer.ch/2012/01/25/konzernjournalismus/" target="_blank">für das Vorhaben</a>. Vielleicht ist der politische Prozess noch zu wenig weit fortgeschritten, als dass sich eine konzentrierte Gegenreaktion lohnen würde. Vielleicht hat aber auch ein Meinungswandel stattgefunden. Ist das Aufbrechen der historisch bedingten Kopplung von privatwirtschaftlich-kommerziellen Medien und Journalismus doch zu offensichtlich, als dass man noch länger die Augen davor verschliessen könnte?</p>
<p>Wenn dem so ist, dann wäre der Weg frei, oder zumindest freier denn je, für eine lösungsorientierte Debatte. Eine Debatte darüber, wie der Staat mit der nötigen Zurückhaltung der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit als positiven Rechtsansprüchen der Bürgerinnen und Bürger zum Durchbruch verhelfen könnte. So etwa durch den Support von zivilgesellschaftlich institutionalisierten, demokratisch organisierten und rechenschaftspflichtigen Medienorganisationen, deren Ziel nicht die Profitmaximierung ist, sondern <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/" target="_self">demokratiegerechter Journalismus</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/">Recht auf angemessene Information</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2012/02/16/recht-auf-angemessene-information/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wo kein Wille ist</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/11/14/wo-kein-wille-ist/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/11/14/wo-kein-wille-ist/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 16:33:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Werner A. Meier]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bakom]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Filippo Leutenegger]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Jürg Fehr]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Puppis]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Baltisser]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Dumermuth]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[SP]]></category>
		<category><![CDATA[Mediensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CVP]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Frey]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Verein Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5604</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zeit zum Handeln? Nicht unbedingt, vielleicht später. Handlungsbedarf? Den gibt es sehr wohl. So widersprüchlich präsentiert sich derzeit die schweizerische Medienpolitik. An der Jahrestagung des Vereins Medienkritik Schweiz und der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft gab es Erklärungen für die Stagnation und den Handlungsunwillen. An Fakten und Empfehlungen mangelt es nicht. Wissenschaft und Forschung <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/14/wo-kein-wille-ist/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/14/wo-kein-wille-ist/">Wo kein Wille ist</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/11/mzi.lhhoyomo.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Zeit zum Handeln? Nicht unbedingt, vielleicht später. Handlungsbedarf? Den gibt es sehr wohl. So widersprüchlich präsentiert sich derzeit die schweizerische Medienpolitik. An der Jahrestagung des Vereins Medienkritik Schweiz und der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft gab es Erklärungen für die Stagnation und den Handlungsunwillen.<br />
<span id="more-28942"></span><br />
An Fakten und Empfehlungen mangelt es nicht. Wissenschaft und Forschung vermessen die schweizerische Medienlandschaft intensiv. Der Medienwandel ist umfassend dokumentiert, zuletzt mit den <a href="http://www.bakom.admin.ch/dokumentation/gesetzgebung/00909/03627/index.html?lang=de" target="_blank" rel="noopener">Studien zur «Zukunft der Medien in der Schweiz»</a>, die das Bakom zur Erfüllung des Postulats von SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr bei mehreren Hochschulen und Universitäten bestellt hatte.</p>
<p>Die Bakom-Studien zeigen auch auf, wie und wo künftige Medienpolitik ansetzen könnte. Es geht also weniger um die Frage: Was kann man tun, sondern: was will man tun. Die Wissenschaft, an der Fachtagung vom letzten Donnerstag vertreten durch Mitarbeiter des IPMZ, kann allerdings keinen Gestaltungswillen erkennen. Oder wie sich <a href="http://www.mediapolicy.uzh.ch/team/puppis.html" target="_blank" rel="noopener">Manuel Puppis</a> pointiert ausdrückte: «Der Bundesrat will nichts tun und die <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/17/medienpolitik-gepflegtes-desinteresse/" target="_self">Parteien lavieren</a>.»</p>
<p>Jüngstes Beispiel: Zwar teilt der Bundesrat die in den Studien geäusserten Bedenken, wonach der freie Markt allein nicht imstande den Defizite im schweizerischen Mediensystem zu begegnen, will aber die Medien genau diesem freien Markt überlassen und in vier Jahren <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/17/medienpolitik-gepflegtes-desinteresse/" target="_self">dann mal weiterschauen</a>.</p>
<p>Somit werden wie bis anhin vor allem globale und technologische Entwicklungen den Medienwandel in der Schweiz vorantreiben. Google, Apple, Facebook und Twitter gestalten die Medienlandschaft stärker, als dies eine Medienpolitik je zu tun imstande wäre.</p>
<p>Die Veränderungen der letzte 15 Jahre sind unübersehbar. Das Internet hinterlässt deutliche Spuren, Konflikte entstehen vermehrt entlang neuer Bruchlinien. Und so kam es denn auch, dass an der Medienpolitik-Tagung einmal mehr Verleger und SRG-Vertreter über die Grenzen des Online-Engagements von Schweizer Radio und Fernsehen diskutierten.</p>
<p>Während die SRG den Verlegern einen Online-Burgfrieden schmackhaft zu machen versucht, nach dem Motto: gemeinsam gegen die übermächtigen Ausländer, reklamieren die Verleger das Internet als ihr ureigenes publizistisches und kommerzielles Stammgebiet für sich. Es geht für beide Seiten um viel. Umso mehr, als dass bereits die nächste Revision des Radio- und Fernsehgesetzes ansteht, wo viel auf dem Spiel steht für beide.</p>
<p>Der Streit zeigt exemplarisch, dass man unter Medienpolitik in der Schweiz vor allem die Wahrung und Verteidigung von Partikularinteressen versteht. Oder wie es SP-Nationalrat Hansjürg Fehr sagte: In der Schweiz gibt es eine Radio- und Fernsehpolitik (aber auch nur dann, wenn ein Gesetz beraten wird), aber keine Medienpolitik.</p>
<p>Allein der Wille fehlt, Umrisse einer schweizerischen Medienlandschaft definieren, ja sogar, sich überhaupt auf eine gemeinsame Sprache verständigen zu wollen. Wer nun einwendet, eine aktive Medienpolitik führe automatisch zu mehr Regulierung und staatlichem Einfluss auf die Inhalte, denkt zu kurz. Ein Entscheid über die Wahl der passenden Instrumente setzt voraus, dass alle beteiligten nicht nur die Instrumente, sondern auch den Patienten kennen.</p>
<p>Wenig überraschend blieb es an der Fachtagung der Wissenschaft vorbehalten, das Feld abzustecken und aufzuzeigen, wo künftige Diskussionen zur Medienpolitik ansetzen könnte. Wobei hier insbesondere <a href="http://www.mediapolicy.uzh.ch/team/meier.html" target="_blank" rel="noopener">Werner A. Meier</a> mit seinem Plädoyer für einen stärkeren Einbezug der Zivilgesellschaft in die medienpolitische Debatte mittels <a href="http://books.google.com/books?id=UIEiUy9JrC8C&amp;lpg=PA57&amp;ots=03QhlLruDQ&amp;dq=%22Media%20Governance%22%20zivilgesellschaft&amp;pg=PA57#v=onepage&amp;q=%22Media%20Governance%22%20zivilgesellschaft&amp;f=false" target="_blank" rel="noopener">Media Governance</a> einen klaren Akzent setzte. «Medienunternehmen machen Medienpolitik. Publikum und Zivilgesellschaft sind nicht präsent», sagte Meier. Eine Anregung, die das anwesende politische Personal nicht sonderlich zu interessieren schien.</p>
<p>Die abschliessende Podiumsdiskussion mit Vertretern der vier grossen Bundesratsparteien bewegte sich im gewohnten Klein-Klein. Die Linke (Hans-Jürg Fehr, SP) fordert mehr Regulierung, die Rechte (Martin Baltisser, SVP und Filippo Leutenegger, FDP) weniger Regulierung und die Mitte (CVP) etwas dazwischen. Wobei sich CVP-Generalsekretär Tim Frey immerhin bemühte, die von Glaubenssätzen geprägte Regulierungsdebatte vom Kopf auf die Füsse zu stellen, wenn er sagte: «Möglichst wenig Regulierung ist keine Haltung. Es geht um möglichst gute Regulierung.»</p>
<p>Wie sich die Parteien in der Medienpolitik positionieren, hat der Verein Medienkrtitik mit einer Befragung der Parteien und weiterer gesellschaftlicher Akteure herauszufinden versucht. An der Tagung präsentierte Jurist und Vorstandsmitglied Philip Kübler die Ergebnisse. Obwohl sich die Parteien beim Befund weitgehend einig sind und zahlreiche Defizite im Mediensystem orten, zeigt sich ein klarer Links-Rechts-Graben, wenn es darum geht zu handeln. Die Linke sieht Handlungsbedarf bei der direkten Presse-Förderung, der Ausbildung der Journalisten und will die Offenlegung der Eigentumsverhältnisse von Medienunternehmen. Die bürgerlichen Parteien und die Wirtschaftsvertreter stemmen sich dagegen. Bei der Befragung zeigte sich zudem, dass die heute praktizierte indirekte Presseförderung mittels verbilligter Posttaxen keinerlei positive Wirkung zugeschrieben wird.</p>
<p>Eine Erklärung für den medienpolitischen Stillstand in der Schweiz lieferte gegen Ende der Veranstaltung Martin Dumermuth. Der Direktor des Bundesamts für Kommunikation sieht die Medien in einem «Suchprozess» mit unbekanntem Ausgang. Niemand wisse, wie dieser Prozess weitergehe, weder die Medien selbst noch der Bundesrat. Dieser hat zwar Probleme erkannt, will sich aber Zeit lassen, bis der Nebel verzogen ist und sich die Medien selbst positioniert haben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/11/14/wo-kein-wille-ist/">Wo kein Wille ist</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/11/14/wo-kein-wille-ist/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medienpolitik: Gepflegtes Desinteresse</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/10/17/medienpolitik-gepflegtes-desinteresse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Manuel Puppis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 08:43:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SP]]></category>
		<category><![CDATA[CVP]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeshaus]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=5306</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am nächsten Wochenende werden National- und Ständerat neu gewählt. Energiewende und Eurokrise beherrschen die Wahlkampfagenda. Medienpolitik spielt – wie eigentlich immer, wenn in der Schweiz gewählt wird – keine Rolle. Auch deshalb nicht, weil die Parteien nur sehr rudimentäre Positionen vertreten. Immerhin lässt sich eine Trennlinie zwischen SVP und FDP sowie den Mitte-links-Parteien erkennen. «Was <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/17/medienpolitik-gepflegtes-desinteresse/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/17/medienpolitik-gepflegtes-desinteresse/">Medienpolitik: Gepflegtes Desinteresse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/perspektiven_logo.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Am nächsten Wochenende werden National- und Ständerat neu gewählt. Energiewende und Eurokrise beherrschen die Wahlkampfagenda.  Medienpolitik spielt – wie eigentlich immer, wenn in der Schweiz gewählt wird – keine Rolle. Auch deshalb nicht, weil die Parteien nur sehr rudimentäre Positionen vertreten. Immerhin lässt sich eine Trennlinie zwischen SVP und FDP sowie den Mitte-links-Parteien erkennen.<br />
<span id="more-28930"></span><br />
«Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.» Die Aussage des <a href="http://books.google.com/books?id=6p_7fz9He_oC&amp;lpg=PP1&amp;hl=de&amp;pg=PA9#v=onepage " target="_blank">Soziologen Niklas Luhmann</a> ist unterdessen schon fast eine Binsenwahrheit. Vor allem die Bedeutung der Medien für eine funktionierende Demokratie wird oft betont: Dank den Medien sind wir über die wesentlichen Ereignisse, Themen und Meinungen informiert. Weiter bieten die Medien ein Forum für politische Debatten und helfen mit, die Mächtigen zu kontrollieren.</p>
<p>Damit ist natürlich auch Medienpolitik von grosser Bedeutung, denn mit Medienpolitik wird die Medienlandschaft gestaltet: Medienpolitische Entscheidungen beeinflussen die Produktion und Verbreitung von Informationen und haben folglich weitreichende Auswirkungen für die Gesellschaft.</p>
<p>Es ist schon fast eine Ironie, dass Medienpolitik bei Wählerschaft wie Parteien höchstens auf gepflegtes Desinteresse stösst. Atomkraftwerke oder ein ausgeglichener Staatshaushalt – zweifelsohne wichtige und politisch hoch umstrittene Themen – erhalten ungleich mehr Aufmerksamkeit als Massnahmen, die auf die Medien, das Nervensystem unserer Gesellschaft, abzielen.</p>
<p>Zudem wird Medienpolitik mit Verweis auf die Pressefreiheit generell argwöhnisch betrachtet. Doch in Demokratien sollen ja gerade mit Medienpolitik die Bedingungen für unabhängige und funktionierende Medien geschaffen werden. In Zeiten zunehmender ökonomischer Abhängigkeiten wäre eine politische Auseinandersetzung darüber, welche Medien wir brauchen und wie dieses Ziel zu erreichen ist, zentral.</p>
<p>Von Sonntagsreden und Medienschelten abgesehen haben aber die meisten Parteien zum Thema Medienpolitik wenig  zu bieten. Das Ergebnis einer Sichtung von Positionspapieren, Wahl- und Parteiprogrammen ist erschreckend. Während die FDP ein <a href="http://www.fdp.ch/images/stories/Dokumente/Positionspapiere/informationskommunikationsgesellschaft.pdf " target="_self">Positionspapier zur Informationsgesellschaft</a> (PDF) von 2001 im Angebot hat, ist das neuste <a href="http://www.cvp.ch/fileadmin/Bund_DE/downloads/positionspapiere/03-04-07_service_public_factsheet_4_d.pdf" target="_self">Positionspapier der CVP</a> (PDF) sieben Jahre alt. Die SP widmet den Medien immerhin fast eine halbe Seite <a href="http://www.sp-ps.ch/ger/content/download/38661/536371/file/SP-Parteiprogramm_definitiv-DE.pdf " target="_self">in ihrem neuen Parteiprogramm</a> (PDF) und befürwortet Subventionen genauso wie einen unabhängigen und ausreichend finanzierten Service public.</p>
<p>Am professionellsten aufbereitet präsentiert sich das <a href="http://www.svp.ch/display.cfm/id/101396 " target="_blank">Parteiprogramm der SVP</a>, das sich auch ausführlich der Medienpolitik widmet: Die Partei stellt sich gegen Presseförderung und Gebührensplitting, fordert eine starke Beschränkung der SRG und ihrer Programme und befürwortet eine Senkung der Radio- und Fernsehgebühren um zwanzig Prozent.</p>
<p>Dieses lückenhafte Bild der medienpolitischen Positionen ergänzt eine kürzlich durchgeführte Umfrage der <a href="http://www.ssm-site.ch/de/images/file/parteienumfrage-medien.pdf" target="_self">Gewerkschaft SSM</a> (PDF), deren Ergebnisse im Medienmagazin <a href="http://www.ssm-site.ch/de/images/file/parteien-auswertung.pdf" target="_self">Edito+Klartext publiziert</a> (PDF) wurden: Vielfalt und publizistische Qualität der Medien bereiten allen Parteien ausser der FDP Sorge. Die Problemwahrnehmung unterscheidet sich allerdings: Während Mitte-links-Parteien insbesondere Medienkrise und Konzentrationsprozesse anführen, beklagt die SVP die «Quasi-Monopolstellung» der SRG.</p>
<p>Entsprechend stark gehen die Meinungen über wünschenswerte medienpolitische Massnahmen auseinander. Philipp Cueni spricht in seinem <a href="http://www.edito-online.ch/downloads/editorial0411d.pdf" target="_self">Kommentar</a> (PDF) von einer klaren Lagerbildung: Auf der einen Seite SVP und FDP, auf der anderen die übrigen Parteien. Während SVP und FDP die Medienpolitik auf eine Sicherstellung freiheitlicher Rahmenbedingungen beschränken wollen, innerhalb derer private Anbieter möglichst viel Spielraum besitzen, treten die anderen Parteien für eine aktivere Medienpolitik ein.</p>
<ul>
<li> SRG-Auftrag: Die SVP will den Auftrag der SRG deutlich enger definieren, die FDP zumindest eine vertiefte Diskussion darüber. Die anderen Parteien stehen klar zum Service public eines öffentlichen Rundfunks.</li>
<li>SRG-Onlineauftritt: Die Notwendigkeit einer SRG-Präsenz im Internet wird im Grundsatz von keiner Partei bestritten. SVP und FDP indes verstehen darunter lediglich die Bereitstellung der bereits produzierten Radio- und TV-Sendungen und bekämpfen  einen weiteren Ausbau und Onlinewerbung. CVP und SP befürworten am Deutlichsten einen Ausbau des publizistischen Angebots und die Zulassung von Werbung.</li>
<li>Rundfunkfinanzierung: SVP und FDP fordern eine deutliche Gebührensenkung und bezeichnen das Gebührensplitting für private Sender als «ordnungspolitisch falsch». Darüber hinaus fordert die SVP ein Werbeverbot für die SRG. Die anderen Parteien stehen zur Finanzierung der SRG über Gebühren und Werbung; kleinere Parteien äussern sich aber teilweise skeptisch über das Gebührensplitting.</li>
<li>Presseförderung: SVP und FDP sprechen sich gegen indirekte wie direkte Fördermassnahmen aus; alle anderen Parteien stehen zur indirekten Presseförderung. Insbesondere die SP befürwortet auch eine direkte Presseförderung.</li>
</ul>
<p>Während die SVP schon länger «mehr Markt» im Mediensektor fordert, scheint sich nun auch die FDP vom Konsens, dass es im mehrsprachigen Kleinstaat Schweiz eine aktive Medienpolitik zur Aufrechterhaltung einer eigenständigen Medienlandschaft braucht, verabschiedet zu haben. Bei CVP, SP, Grünen und kleineren Mitteparteien besitzt die SRG weiterhin Rückhalt und auch Subventionen werden nicht rundweg abgelehnt.</p>
<p>Offen bleibt, was diese Positionen realpolitisch wirklich wert sind. Handelt es sich um ad hoc entstandene Antworten oder stehen dahinter tatsächlich Visionen über die künftige Schweizer Medienlandschaft? Ob sich die Mitte-links-Parteien im neu zusammengesetzten Parlament zu einer aktiveren Medienpolitik werden durchringen können, bleibt also abzuwarten. Immerhin: Um eine Beschäftigung mit Medienpolitik kommen die Parteien dank einer <a href="http://medienkritik-schweiz.ch/agenda/ " target="_blank">Tagung von SGKM und Medienkritik Schweiz</a> auch nach den Wahlen nicht herum.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/10/17/medienpolitik-gepflegtes-desinteresse/">Medienpolitik: Gepflegtes Desinteresse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medien jenseits von Markt und Staat</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Zwicky]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 09:04:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Medienvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung/Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Gebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Genossenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Medienordnung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4883</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Markt scheint nicht mehr in der Lage, die Gesellschaft in ausreichendem Masse mit demokratierelevantem Journalismus zu versorgen. Das sieht sogar der Bundesrat so, will aber nichts dagegen unternehmen. Das Festhalten an offensichtlich inadäquaten Strukturen aus kommerziellen und machtpolitischen Interessen ist ein allzu bekanntes Phänomen. Dabei liesse sich mit wenig Geld eine grosse Wirkung erzielen. <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/">Medien jenseits von Markt und Staat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/perspektiven_logo.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Der Markt scheint nicht mehr in der Lage, die Gesellschaft in ausreichendem Masse mit demokratierelevantem Journalismus zu versorgen. Das sieht sogar der Bundesrat so, will aber nichts dagegen unternehmen. Das Festhalten an offensichtlich inadäquaten Strukturen aus kommerziellen und machtpolitischen Interessen ist ein allzu bekanntes Phänomen. Dabei liesse sich mit wenig Geld eine grosse Wirkung erzielen. Eine Modellrechnung.<br />
<span id="more-28920"></span><br />
Wer sich mit alternativen Medienordnungen beschäftigt, braucht das Rad nicht neu zu erfinden. Der britische Kultur- und Kommunikationswissenschaftler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Williams" target="_blank">Raymond Williams</a> monierte schon vor 50 Jahren die Reduktion von Medien und anderen kulturellen Institutionen auf ihren Warencharakter. Die einzige Alternative zur Kontrolle von Medien durch eine kleine Zahl unverantwortlicher Männer (z.B. Medienmogule) sei, so Williams, ein öffentliches bzw. zivilgesellschaftliches System.</p>
<p><a href="http://www.bakom.admin.ch/themen/radio_tv/01153/01156/03479/index.html?lang=de&amp;amp;download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDeoB,f2ym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--" target="_blank">Aktuelle Forschung zu Regionalmedien</a> zeigt, dass ein solches System in der Schweiz gerade auf lokal-regionaler Ebene von Nöten wäre. Dort also, wo die Zivilgesellschaft verwurzelt ist und Demokratie unmittelbar gelebt wird.</p>
<p>Schweizweit nimmt die Titelvielfalt in den Regionen ab. Politiker und Medienschaffende klagen über einen Rückgang der publizistischen Qualität «ihrer» Regionalmedien. Gleichzeitig nehmen Boulevardisierung und damit Entpolitisierung zu. Onlinemedien und Social Media können diese Defizite der klassischen Medien nicht ausgleichen – im Gegenteil.</p>
<p>Die Gemeinden und die Zivilgesellschaft reagieren teilweise dadurch, dass sie neue Zeitungen ins Leben rufen. So im Bezirk Münchwilen mit der genossenschaftlich organisierten <a href="http://www.regidieneue.ch/xml_1/internet/de/intro.cfm" target="_blank">«Regi Die Neue»</a> oder durch direkt gemeindefinanzierte Publikationen und Plattformen, wie sie in <a href="http://www.mmv-online.ch/was-wir-wollen/index.html" target="_blank">diversen</a> <a href="http://berneronlinemedien.ch/" target="_blank">Regionen</a> der Schweiz im Entstehen sind.</p>
<p>Dass die vom Abbau journalistischer Leistungen direkt Betroffenen das Heft selbst in die Hand nehmen, ist zu begrüssen. Allerdings orientieren sich diese neuen Medien kaum noch am Ideal eines kritischen Journalismus. Sie informieren primär über Vereinsanlässe und drucken Medienmitteilungen ab. Im besten Falle nennt man das «Verlautbarungsjournalismus». Das Aufdecken von Machtmissbrauch oder das Entfachen politischer Debatten wird hingegen – aus durchaus nachvollziehbaren Gründen – kaum als Aufgabe erachtet.</p>
<p>Will man die Initiative von unten fördern, gleichzeitig aber auch einem für das demokratische Gemeinwesen konstitutiven Journalismus Vorschub leisten, dann braucht es zusätzlich zu den kommerziellen Medien andere, neue Formen der Institutionalisierung. Wie wäre es beispielsweise mit folgendem Vorschlag?</p>
<p>In Regionen, in denen die journalistische Versorgung von der Bevölkerung als unzureichend erachtet wird, können werbefreie Onlineplattformen gegründet werden, hinter denen nicht-profitorientierte und konzernunabhängige Redaktionsbüros stehen. Diese neuen Medien decken öffentlich relevante Themen ab, die von den Mainstream-Medien vernachlässigt werden. Vor allem aber bringen sie alternative Sichtweisen und Interpretationen von Sachverhalten in die Debatte ein.</p>
<p>Alle produzierten journalistischen Beiträge wären über das Internet frei verfügbar. Diese Redaktionsbüros können als Mischform aus Konsum- und Produktionsgenossenschaft institutionalisiert werden, wobei zivilgesellschaftliche Akteure (Vereine, Verbände, Parteien, Kleinunternehmen, Privatpersonen, öffentliche Körperschaften) als Trägerschaft fungieren. Operativ würden sie aber allein durch professionelle Medienschaffende geführt.</p>
<p>Nehmen wir an, dass der jährliche Kostenpunkt eines solchen Mediums rund 600‘000 Franken beträgt. Nehmen wir weiter an, dass schweizweit 30 Regionen eine Alternative zum Status quo brauchen und wollen, dann wären das insgesamt 18 Millionen Franken, die finanziert werden müssten.</p>
<p>Um die Unabhängigkeit der Medien zu stärken, liesse sich bei der Finanzierung auf ein Drei-Säulen-Modell setzen. 20 Prozent übernimmt die Trägerschaft. Bei einem jährlichen Beitrag von 600 Franken bräuchte es pro Region 200 Genossenschafter. 30 Prozent übernehmen die Haushalte der entsprechenden Regionen über eine Kommunikationsabgabe, die auf Gemeindeebene erhoben wird. Bei 60‘000 Personen macht das drei Franken pro Kopf. Und 50 Prozent kommen schliesslich vom Bund. Er müsste einen Medien- resp. Journalismusfonds mit jährlich neun Millionen Franken äufnen, wozu er beispielsweise das überschüssige Geld aus dem Gebührensplitting verwenden könnte. Zum Vergleich: Die wenig zielführende indirekte Presseförderung, wie sie heute praktiziert wird,verschlingt Jahr für Jahr mehr als 100 Millionen.</p>
<p>Wenn wir bei unseren Berechnungen bleiben: Um den Bundesbeitrag von 300‘000 Franken an die Produktionskosten könnten sich die neuen Regionalmedien bei einem aus Experten und Vertretern der Zivilgesellschaft (z.B. aus den Bereichen Konsumenten-, Umwelt- oder Minderheitenschutz) zusammengesetzten Aufsichtsgremium bewerben, das über die Vergabe der öffentlichen Gelder bestimmt.</p>
<p>Grundlage des Entscheids wäre ein Leistungsauftrag, den die einzelnen genossenschaftlich organisierten Medien selbst entwickeln (dies im Unterschied zur Konzessionsvergabe im Rundfunk). An die jeweiligen regionalen Gegebenheiten und Bedürfnisse angepasst und in einem partizipativ-demokratischen Verfahren. Trägerschaft und Redaktion hätten jedes Jahr separat und schriftlich über die Erfüllung des Leistungsauftrags, die Verwendung der erhaltenen Gelder sowie etwaige Konflikte und Probleme Rechenschaft abzulegen. Diese Berichte würden auch über die jeweiligen Websites veröffentlicht.</p>
<p>Mit diesem hier skizzierten Modell würde der föderalistischen Struktur der Schweiz Rechnung getragen, die lokale Zivilgesellschaft aktiviert, die direkte Demokratie gestärkt sowie die publizistische Vielfalt ausgeweitet. Spricht etwas gegen dieses oder ein ähnliches System? Eigentlich nicht. Obwohl… wahrscheinlich einige machtpolitische und kommerzielle Interessen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/">Medien jenseits von Markt und Staat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/09/19/medien-jenseits-von-markt-und-staat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unsere Arbeit muss nicht gefallen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/08/22/unsere-arbeit-muss-nicht-gefallen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/08/22/unsere-arbeit-muss-nicht-gefallen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Werner A. Meier &#124; Manuel Puppis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 10:06:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Neininger]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Zürich]]></category>
		<category><![CDATA[Hanspeter Lebrument]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Publizistikwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Thierry Meyer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=4424</guid>

					<description><![CDATA[<p>Laut Verlegern und Medienmanagern haben nicht die Medien ein Strukturproblem, sondern die Publizistik- und Medienwissenschaft. Eine Antwort auf den aktuellen Liebesentzug von Werner A. Meier und Manuel Puppis. Die beiden Medienwissenschaftler der Universität Zürich eröffnen mit diesem Beitrag die neue Rubrik «Perspektiven». Hier bieten wir Fachleuten – Theoretikern und Praktikern – eine Plattform für ihre <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/22/unsere-arbeit-muss-nicht-gefallen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/22/unsere-arbeit-muss-nicht-gefallen/">Unsere Arbeit muss nicht gefallen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/perspektiven_logo.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Laut Verlegern und Medienmanagern haben nicht die Medien ein Strukturproblem, sondern die Publizistik- und Medienwissenschaft. Eine Antwort auf den aktuellen Liebesentzug von Werner A. Meier und Manuel Puppis. Die beiden Medienwissenschaftler der Universität Zürich eröffnen mit diesem Beitrag die neue Rubrik «Perspektiven». Hier bieten wir Fachleuten – Theoretikern und Praktikern – eine Plattform für ihre Sicht auf den Medienbetrieb; für Analysen und Kommentare zu aktuellen Entwicklungen und Ereignissen.<br />
<span id="more-28907"></span><br />
Im Editorial des Magazins des Verbandes Schweizer Medien vom August 2011 beschäftigt sich  Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument mit den <a href="http://issuu.com/schweizermedien/docs/flashextra_2011/4" target="_blank">Fehlleistungen der Publizistikwissenschaft</a>. Er schreibt von «fragwürdiger Forschung» und unverständlichen Ergebnissen. Sein harsches Urteil: In der Medienkrise hat die drittklassige Publizistikwissenschaft zur Qualitätsdebatte nichts Brauchbares zustande gebracht.</p>
<p>Mit dieser Beurteilung steht  Lebrument nicht alleine da. Andrea Masüger (Südostschweiz Medien) fühlt sich von Experten umzingelt und <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002837.html" target="_blank">beklagt «weltfremde» Systemkritik</a> und <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002762.html" target="_blank">«hanebüchene Erkenntnisse»</a>. Norbert Neininger (Schaffhauser Nachrichten) kritisiert <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/man_koennte_es_klarer_sagen_1.10064379.html" target="_blank">die verwendete Sprache</a> der Wissenschaft. Und auch Thierry Meyer (24heures) attestiert der Forschung <a href="http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/115/wie-die-wissenschaft-die-medien-schlecht-macht/?lang=de" target="_blank">«Selbstgefälligkeit», «nicht überprüfbare Thesen und methodologische Lücken»</a>. Kurz, die Wissenschaft macht lediglich die Presse schlecht. Offenbar haben also nicht die Medien ein Problem, sondern die Publizistikwissenschaft. Grund genug, uns einige Gedanken zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Medienpraxis zu machen.</p>
<p>Wissenschaft darf keine Akzeptanzforschung im Interesse von Regierung, Verwaltung, Parteien oder Medienunternehmen betreiben, sich Fragen, Vorgehensweisen und Interpretationen nicht diktieren lassen. Denn: Eine Wissenschaft, die sich von Partikularinteressen leiten lässt, ist für die Gesellschaft wertlos. Nur wenn die Publizistikwissenschaft sich an akzeptierten wissenschaftlichen Kriterien orientiert, kann sie der Gesellschaft eine eigenständige Sichtweise auf die Medienentwicklung bieten, die Grundlage für politische Entscheide verbessern sowie neue und unbequeme Fragen aufwerfen.</p>
<p>Wir müssen unsere Forschung gemäss den Regeln und Gepflogenheiten wissenschaftlichen Arbeitens durchführen. Dabei versteht sich von selbst, dass auch wir uns – genauso wie die Medien – den internen und externen Qualitätsdebatten und der Kritik aus Wissenschaft, Politik und Praxis stellen müssen.</p>
<p>Mit dem Schreiben von Berichten im Fachjargon ist es jedenfalls nicht getan. Zur Aufgabe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehört es auch, Resultate in verständlich aufbereiteter Form in die öffentliche Diskussion einzubringen und der Politik wie der Medienpraxis zur Verfügung zu stellen. Das wollen wir zukünftig noch stärker tun, auch wenn sich die Schweizer Publizistikwissenschaft seit jeher <a href="http://www.kleinreport.ch/news/ideenlieferanten-und-stoerenfriede-65355.html" target="_blank">nicht über mangelnde Beachtung beklagen</a> kann.</p>
<p>Unsere Ergebnisse müssen aber nicht gefallen – weder der Branche noch der Politik. Unsere Forschung kann von allen Seiten für die je eigenen Zwecke instrumentalisiert werden. Unsere Sichtweise ist nur eine von vielen – und sie ist den nicht-wissenschaftlichen Sichtweisen auch nicht a priori überlegen. Regierung und Verwaltung stehen denn auch alle Optionen offen: Forschung kann in der Schublade verschwinden, stillschweigend zur Kenntnisse genommen werden oder gar direkt oder indirekt als Grundlage für Entscheide dienen. Im aktuellen Fall teilt der Bundesrat viele <a href="http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&amp;msg-id=39886" target="_blank">Bedenken der Wissenschaft</a>, setzt aber auf die Eigenverantwortung der Medienwirtschaft – <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/30/problem-erkannt-entscheid-verweigert/" target="_blank">und tut nichts</a>. Die Verleger applaudieren dem Bundesrat und diskreditieren vor allem diejenige Forschung, die ihren wirtschaftlichen und politischen Interessen zu widersprechen scheint.</p>
<p>Mit diesem Liebesentzug können wir leben. Deswegen ziehen wir uns noch lange nicht in den viel bemühten Elfenbeinturm zurück, sondern mischen uns auch weiterhin ein. Das ist unser professioneller Auftrag. Und dafür liegen uns die Schweizer Medien und ihr Beitrag für eine funktionierende Demokratie zu sehr am Herzen. Auch wenn diese Liebe manchmal verschmäht wird.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/22/unsere-arbeit-muss-nicht-gefallen/">Unsere Arbeit muss nicht gefallen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/08/22/unsere-arbeit-muss-nicht-gefallen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medien im Umbruch, Folge 376</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/05/26/medien-im-umbruch-folge-376/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2011 00:42:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Dumermuth]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Podium]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Otfried Jarren]]></category>
		<category><![CDATA[Pietro Supino]]></category>
		<category><![CDATA[Bakom]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[IPMZ]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2965</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele Fragen und noch mehr Antworten zur schweizerischen Medienlandschaft im Umbruch. Ein Podium mit Vertretern von Wissenschaft, Verlagen, öffentlichem Rundfunk, Verwaltung und Medienjournalismus bot auf Einladung des IPMZ eine Tour d&#8217;horizon durch altbekannte Konfliktfelder: Höhe der Empfangsgebühren und deren Verwendungszweck, Abgrenzung der Online-Aktivitäten von öffentlichem Rundfunk und privaten Medienunternehmen, sowie die Qualität des Journalismus. Wir dokumentieren <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/26/medien-im-umbruch-folge-376/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/26/medien-im-umbruch-folge-376/">Medien im Umbruch, Folge 376</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Fragen und noch mehr Antworten zur schweizerischen Medienlandschaft im Umbruch. Ein Podium mit Vertretern von Wissenschaft, Verlagen, öffentlichem Rundfunk, Verwaltung und Medienjournalismus bot <a href="http://www.ipmz.uzh.ch/media/downloads/podiumsdiskussion.pdf" target="_self">auf Einladung des IPMZ</a> eine Tour d&#8217;horizon durch altbekannte Konfliktfelder: Höhe der Empfangsgebühren und deren Verwendungszweck, Abgrenzung der Online-Aktivitäten von öffentlichem Rundfunk und privaten Medienunternehmen, sowie die Qualität des Journalismus. Wir dokumentieren den Anlass vom Dienstagabend in Bild und Tweet.<br />
<span id="more-28840"></span><br />
Die Diskussion in voller Länge:<br />
<script src="https://cast.switch.ch/vod/clips/21e21n0qwk/link_box.js" type="text/javascript"></script> <script src="https://storify.com/medienwoche_ch/twitterberichterstattung-von-konrad-weber.js"></script><noscript>[<a href="http://storify.com/medienwoche_ch/twitterberichterstattung-von-konrad-weber" target="blank">View the story &#8222;Die Themen: Gebühren, Online, Kooperation, Gebühren, Journalismus&#8220; on Storify]</a></noscript></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/26/medien-im-umbruch-folge-376/">Medien im Umbruch, Folge 376</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
