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	<title>Journal B | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Bewegung bei den Onlinemedien in Bern</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/03/bewegung-bei-den-onlinemedien-in-bern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2022 07:10:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Jungfrau Zeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 10 Jahren startete mit Journal B in Bern das erste reine Onlinemedium. Im laufenden Jahr sind in der Region drei weitere Plattformen dazugekommen, welche ihr Publikum ausschliesslich online suchen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 10 Jahren startete mit Journal B in Bern das erste reine Onlinemedium. Im laufenden Jahr sind in der Region drei weitere Plattformen dazugekommen, welche ihr Publikum ausschliesslich online suchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/03/bewegung-bei-den-onlinemedien-in-bern/">Bewegung bei den Onlinemedien in Bern</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Hauptstadt»: Das Fundament steht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/18/hauptstadt-das-fundament-steht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2022 09:14:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Berner Medien-Start-up «Hauptstadt» sucht seit zwei Monaten einen Platz im lokalen Newsmarkt. Sein Newsletter kommt schon mal gut an. Doch das redaktionelle Profil lässt sich erst erahnen. Blick auf eine Baustelle. Aller Anfang ist schwer. Diese Floskel behielt auch Anfang März ihre Gültigkeit, als in Bern die «Hauptstadt» ihre ersten Artikel veröffentlichte. Seit zehn <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/18/hauptstadt-das-fundament-steht/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Berner Medien-Start-up «Hauptstadt» sucht seit zwei Monaten einen Platz im lokalen Newsmarkt. Sein Newsletter kommt schon mal gut an. Doch das redaktionelle Profil lässt sich erst erahnen. Blick auf eine Baustelle.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Hauptstadt-Blog-20220517c.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97258" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Hauptstadt-Blog-20220517c.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Hauptstadt-Blog-20220517c.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Hauptstadt-Blog-20220517c-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Hauptstadt-Blog-20220517c-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Hauptstadt-Blog-20220517c-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Hauptstadt-Blog-20220517c-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Aller Anfang ist schwer. Diese Floskel behielt auch Anfang März ihre Gültigkeit, als in Bern die <a href="https://www.hauptstadt.be/" target="_blank" rel="noopener">«Hauptstadt»</a> ihre ersten Artikel veröffentlichte. Seit zehn Tagen dominierte damals mit dem Krieg gegen die Ukraine ein einziges Thema die Nachrichtenlage. Ein denkbar ungünstiger Moment, um mit neuen Lokalnews ein Publikum zu finden. Aber auch ohne Krieg hätte die «Hauptstadt» die Bühne nicht mit einem Paukenschlag betreten; die Redaktion kam auf leisen Sohlen daher und verzichtete auf Begleitmusik.<br />
</p>
<p>Auch wenn sich zwei Monate nach dem Start das redaktionelle Profil erst skizzenhaft erkennen lässt und manches noch unentschieden wirkt, so konnte die «Hauptstadt» einen ersten Akzent setzen. Ihr Newsletter (<a href="https://www.hauptstadt.be/a/euphorie-und-dann-hauptstadt-brief-30?articleId=fHoZxlMkDkmnOktV" target="_blank" rel="noopener">«Hauptstadt»-Brief</a>) entspricht offensichtlich den Erwartungen des Publikums. Er sei das mit Abstand am besten genutzte Angebot, sagt die Redaktion im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Dreimal pro Woche finden morgens um sieben Uhr die 3700 zahlenden Abonnent:innen, wie auch die 200 nichtzahlenden Interessierten, den elektronischen Nachrichtenbrief in ihrer Mailbox.</p>
<blockquote><p>Während die Redaktion mit dem Newsletter schon mal ein stabiles Fundament gebaut hat, nimmt sich das Artikelangebot noch als Baustelle aus.</p></blockquote>
<p>Dass die «Hauptstadt» ausgerechnet damit punktet, überrascht nicht. Ohne Newsletter geht heute nichts und trotz des Überangebots kommt das Format beim Publikum gut an. Wie bei ähnlichen Projekten, etwa «Bajour» in Basel, dient auch der Newsletter des Berner Start-ups nicht in erster Linie der Promotion eigener Artikel. Den Kern machen drei bis fünf «Themen des Tages» aus. Dabei handelt es sich um von der Redaktion ausgewählte Kurznachrichten, wahlweise basierend auf eigenen Recherchen, Medienmitteilungen oder der Berichterstattung anderer Medien. Diese Zusammenfassung vermitteln das gute Gefühl der Zeitersparnis: Warum einen langen Zeitungsartikel lesen, wenn sich das Wesentliche auch in drei, vier Sätzen sagen lässt?</p>
<p>Eingeleitet wird der Newsletter von einer im persönlichen Ton gehaltenen Begrüssung, die oft eigene Artikel anpreist oder über den Projektstand informiert. Ein professionelles Pressebild mit einem Carte-Blanche-Motiv aus der Region sorgt für eine optische Auflockerung. Jeden Samstag erscheint zudem mit dem «Kopf der Woche» ein Kurzporträt einer lokalen Figur, die gerade für Schlagzeilen sorgt.</p>
<blockquote><p>Was Tonalität und Machart angeht, könnte jeder «Hauptstadt»-Artikel genauso gut in «Bund»/«Berner Zeitung» erscheinen.</p></blockquote>
<p>Während die Redaktion mit dem Newsletter schon mal ein stabiles Fundament gebaut hat, nimmt sich das Artikelangebot noch als Baustelle aus. Die Themenwahl wirkt oft etwas zufällig und folgt keiner erkennbaren Linie. In den ersten beiden Monaten nahm die Berichterstattung über lokale Kultur und Subkultur viel Platz ein, dafür las man wenig über institutionelle Politik. Um den Sport, der eigentlich nicht fürs redaktionelle Programm vorgesehen war, kam die Redaktion dann doch nicht herum; der anhaltende Höhenflug des FC Breitenrain lässt auch Sportmuffel nicht kalt. Darum widmete die «Hauptstadt» dem Fussballclub aus dem Berner Nordquartier bisher ein Vereinsporträt und ein Interview mit dem Geschäftsführer. Politische Kommentare sucht man dagegen vergeblich, obwohl es an Stoff nicht mangelt. Die diversen Kolumnen zu Pflanzen, Philosophie und Wildtieren wirken etwas verloren im übrigen Angebot.</p>
<p>Was Tonalität und Machart angeht, könnte jeder «Hauptstadt»-Artikel genauso gut in «Bund»/«Berner Zeitung» erscheinen. Das spricht zum einen für die Qualität der Texte und erklärt sich damit, dass die Mehrheit der Redaktionsmitglieder früher bei der «Berner Zeitung» gearbeitet hat. Zum anderen ist das ein Problem für jenen Teil des Publikums, der sich zuerst in den Tamedia-Zeitungen über das lokale Geschehen informiert. Warum noch mehr vom Selben lesen (und dafür noch zusätzlich bezahlen), wenn schon der Hauptlieferant eine breite und zeitlich kaum bewältigbare Artikelauswahl bereithält?</p>
<blockquote><p>Der Vergleich mit dem Platzhirsch Tamedia spielt keine wesentliche Rolle für die «Hauptstadt».</p></blockquote>
<p>Nur: Die «Hauptstadt» will nicht in erster Linie Newsjunkies ansprechen, sondern ein Publikum gewinnen, das bisher kaum lokale Medienangebote genutzt hat. Und nach Auskunft der Redaktion gelingt das auch. Der Vergleich mit dem Platzhirsch Tamedia spielt deshalb keine wesentliche Rolle. Man verstehe sich eh nicht als Anti-Tamedia-Projekt, betonten die Macher:innen in der Vergangenheit wiederholt, obwohl der Entstehungskontext in diese Richtung weist. Die «Hauptstadt» entstand in der Zeit, als Tamedia sich daran machte, seine beiden bisher unabhängigen Berner Lokalredaktionen von «Bund» und «Berner Zeitung» zusammenzulegen.</p>
							<h3 style="margin-bottom:20px;display:block;width:100%;margin-top:10px">Die Berner Medienvielfalt exisitiert </h3>
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									Die ältere, linke Schwester der «Hauptstadt»								</span>
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							<p>Eigentlich wiederholt sich die Geschichte. Im Herbst 2012 legte in Bern mit dem <a href="https://journal-b.ch/" rel="noopener" target="_blank">«Journal B»</a> eine lokale News-Plattform los, die in mancherlei Hinsicht der heutigen «Hauptstadt» glich. Das Online-Magazin wollte lokale Medienvielfalt und eine Alternative zu den schon damals unter Spardruck geschrumpften Tamedia-Titeln «Bund» und «Berner Zeitung» bieten. Auch die Redaktion war mit plus/minus fünf Arbeitsstellen gleich stark dotiert wie jetzt die «Hauptstadt».</p>

<p>Doch schnell wurde klar, dass das «Journal B» seinen hohen Ansprüchen nicht gerecht werden kann. Auch blieb der angestrebte Erfolg bei einem zahlungsbereiten Publikum aus. Nach einem halben Jahr hatten gerade Mal 300 Personen einen Betrag von 250 respektive 500 Franken gezahlt. Zum Vergleich: Die «Hauptstadt» brachte 3000 Leute dazu, je 120 Franken zu zahlen – ohne einen einzigen Artikel geschrieben zu haben. Vor zehn Jahren war die Zeit offenbar noch nicht reif für eine Alternative zu den beiden Tageszeitungen.</p>

<p>Gezwungenermassen buchstabierte «Journal B» aufgrund der fehlenden Mittel zurück und setzte stark auf Freiwilligenarbeit und Kooperationen. Nur so gelang es, den Betrieb aufrechtzuerhalten – dafür bis heute. Nach bald zehn Jahren bewegt sich das «Journal B» stabil in seiner Nische. Die mit Teilzeitanstellung arbeitende Redaktion besteht aus Nachwuchsleuten, bei vielen der ehrenamtlich Schreibenden handelt es sich um pensionierte Berufsleute.</p>

<p>Auch wenn der Slogan «Sagt, was Bern bewegt» längst nicht auf jeden Artikel zutrifft, so passt er – wortwörtlich – perfekt zu einer neuen <a href="https://journal-b.ch/kategorie/b-sport/" rel="noopener" target="_blank">Sport-Serie</a>. Rand- und Nischensportarten wie Hallenfussball oder Einradfahren erhalten eine journalistische Plattform, die sie sonst nirgends (mehr) kriegen. Der thematische Fokus ist breit und reicht von nationaler Politik über lokale Kunst- und Kulturkritik bis zu gesellschaftspolitischen Hintergründen, oft aus einer linken Perspektive beleuchtet. Schliesslich war das «Journal B» vor zehn Jahren angetreten, eine linke Alternative zu bieten zu den beiden bürgerlichen Tageszeitungen.</p>						  </div>
						</div>
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									Der zweite Frühling der alten Hasen								</span>
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						  </h4>
						</div>
						<div id="ac_97257_collapse2" class="wpsm_panel-collapse collapse "  >
						  <div class="wpsm_panel-body">
							<p>Die Klagen waren laut und schrill, als sich der Zürcher Tamedia-Verlag daran machte, die Redaktionen seiner Berner Tageszeitungen zusammenzulegen. Wer es nicht besser wusste, musste den Eindruck gewinnen, dass der Medienplatz Bern zur Informationswüste verkommt. Solcher Alarmismus übertüncht die real existierende Medienvielfalt. In jüngster Zeit fielen in Bern insbesondere drei Publikationen mit verstärktem Engagement für den Lokaljournalismus auf, die es zwar schon seit Jahrzehnten gibt, die aber lange unter dem Radar s<a href="https://baernerbaer.ch/" rel="noopener" target="_blank"></a>egelten.</p>

<p>• Seit 1987 erscheint im besetzten Kulturzentrum Reitschule monatlich die Hauszeitung <a href="https://www.megafon.ch/" rel="noopener" target="_blank">«Megafon»</a>. Die Abozahl pendelte immer irgendwo zwischen 500 und 1500. Neben Veranstaltungsinformationen veröffentlichte das Blatt immer auch journalistische Beiträge. Lokaljournalismus im engeren Sinn war das zwar nicht, aber Bezüge zu Bern lassen sich auch implizit herstellen in einer globalisierten Welt, gemäss dem Selbstverständnis der «Megafon»-Macher:innen. Für Aufmerksamkeit über die Stadtgrenzen hinaus sorgten in den vergangenen Jahren die auf Twitter veröffentlichen Recherchen, insbesondere zu Hintergründen der coronakritischen Bewegung, die man in anderen Medien nicht fand. Diese Aktivitäten trugen wohl wesentlich dazu bei, dass das linke Polit-Blatt zur «Redaktion des Jahres» kürte. Dank der <a href="https://www.ksb.ist/doc/mutter-der-mann-mit-der-post-ist-da" rel="noopener" target="_blank">Zusammenarbeit</a> mit dem <a href="https://medienwoche.ch/2019/01/31/vom-tamedia-untergrund-in-die-unabhaengigkeit/">ehemaligen «Bund»-Blog</a> «KulturStattBern», das sich als «KSB Kulturmagazin» selbständig gemacht hat, wird das «Megafon» nicht nur den Blattumfang erhöhen, sondern die lokale (Kultur)-Berichterstattung stärken.</p>

<p>• Ein paar Jahre älter als das «Megafon» (und so ziemlich das Gegenteil davon) ist der «Bärner Bär». Die Gratiswochenzeitung versteht sich als wirtschaftsnah und politisch legt sie nach rechts aus. Markenzeichen waren lange Jahre die umfangreichen Bildergalerien von People- und Promi-Anlässen sowie eine anonyme Klatschkolumne. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Zwar trägt der «Bär» immer noch einen Boulevard-Anstrich, legte aber journalistisch einen Zacken zu. In jeder Ausgabe gibt es nun Porträts, Reportagen und Interviews, die das Zeug haben, den öffentlichen Diskurs zum politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu bereichern.</p>

<p>• Die <a href="https://www.jungfrauzeitung.ch/" rel="noopener" target="_blank">«Jungfrau Zeitung»</a> hat ihren Ursprung in Brienz im Berner Oberland, also weit weg von der Stadt Bern. Doch über die Jahre bewegte sich die Tageszeitung, die inzwischen ohne gedruckte Ausgabe auskommt, immer mehr zur Bundesstadt. Während der Verlagssitz zuerst nach Interlaken, dann nach Thun rückte, tauchten in den vergangenen Jahren vermehrt Stadtberner Themen im Blatt auf. Inzwischen finden sich regelmässig, wenn auch nur punktuell, Berichte zum Geschehen fernab des Berner Oberlands in der «Jungfrau Zeitung» – das ist durchaus ein Gewinn des Berner Publikum. Das rührt auch daher, dass Autoren für die «Jungfrau Zeitung» schreiben, die in der Stadt verankert sind.</p>						  </div>
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<p>Eine erste Kostprobe, was den Kern des neuen Berner Journalismus ausmachen könnte, den sich die «Hauptstadt» auf die Fahne geschrieben hat, lieferte die Redaktion vergangene Woche, als sie ihren Sitz temporär nach <a href="https://www.hauptstadt.be/p/ostermundigen-spezial" target="_blank" rel="noopener">Ostermundigen</a> verlegte. Die Agglomerationsgemeinde steht gegenwärtig im Gerede, weil sie schon bald mit der Stadt Bern fusionieren könnte. Und der kürzlich fertiggestellte <a href="https://xn--bre-tower-v2a.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Bäretower»</a>, der höchste Wohnturm der Schweiz, sorgte schweizweit für Schlagzeilen.</p>
<blockquote><p>Die Fokuswoche in Ostermundigen zeigte das Potenzial, das eine kleine Redaktion mobilisieren kann.</p></blockquote>
<p>Während einer Woche residierte die Redaktion im Schatten des Hochhauses im ehemaligen Bahnhofsgebäude. Der Ausflug in die Agglo bescherte dem Publikum eine geballte Ladung Ostermundigen-Texte. Aber wen interessiert das ausserhalb der Gemeinde? Die Frage wäre berechtigt, handelte es sich um eine reine Nabelschau. Doch die «Hauptstadt» suchte nach Themen, die zwar etwas über den Zustand und die Befindlichkeit Ostermundigens aussagen, aber auch für Entwicklungen stehen, die genauso anderswo stattfinden; sei dies Siedlungsentwicklung, Sozialpolitik oder das lokale Vereinsleben.</p>

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            </div>
            [rml_read_more]
<p>Die Fokuswoche zeigte neben dem Potenzial, das eine kleine Redaktion mobilisieren kann, auch die Grenzen des Machbaren auf. Ein solcher Sondereffort beansprucht Ressourcen und lässt sich nicht beliebig wiederholen. Ausserdem beschränkte sich die Berichterstattung aus Ostermundigen auf Text und Bild (wobei die Bilder allesamt von professionellen Fotograf:innen stammen). Immerhin kam es zu einem überraschenden Wiederhören mit dem «Hauptstadt»-Podcast, der während der Geldsuche im letzten Herbst als Informationsmedium diente. Was hingegen komplett fehlte, waren Videos und Grafiken. Für die Illustration eines Artikels zu einer Velofahrt entlang der Gemeindegrenze wäre eine Karte ein zwingendes Element gewesen für das vollständige Verständnis.</p>
<blockquote><p>Beim Publikum scheint die «Hauptstadt» gut anzukommen. Jeden Tag kommen im Schnitt vier neue Abos dazu.</p></blockquote>
<p>Zwei Monate nach dem Start lässt sich schemenhaft erkennen, wohin die Reise gehen könnte. Wenn heute die Summe der einzelnen Artikel der «Hauptstadt» noch kein klares publizistisches Gesamtbild ergibt, dann liegt das auch daran, dass die Redaktion in der Startphase nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum verfährt; mal ausprobieren, was funktioniert.</p>
<p>Beim Publikum scheint das Angebot anzukommen. Jeden Tag kommen im Schnitt vier neue Abos dazu. Stand heute: 3700. Die Stunde der Wahrheit schlägt indes gegen Ende Jahr, wenn all jene, die allein aufgrund der Ankündigung eines neuen Lokalmediums das Portemonnaie geöffnet hatten, entscheiden müssen, ob sie nun das erhalten, was sie sich erhofft haben, und auch weiterhin dafür zahlen wollen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/18/hauptstadt-das-fundament-steht/">«Hauptstadt»: Das Fundament steht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein zweites Online-Magazin in Bern?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/04/ein-zweites-online-magazin-in-bern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Nov 2021 07:53:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Journal B]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Monaten wird auf dem Platz Bern eine zweite Online-Zeitung angekündigt. Sie soll unter dem Titel «Hauptstadt» erscheinen und sucht zurzeit nach Abonnentinnen und Abonnenten. Journal B macht sich Gedanken über seine zukünftige Schwester.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Monaten wird auf dem Platz Bern eine zweite Online-Zeitung angekündigt. Sie soll unter dem Titel «Hauptstadt» erscheinen und sucht zurzeit nach Abonnentinnen und Abonnenten. Journal B macht sich Gedanken über seine zukünftige Schwester.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/04/ein-zweites-online-magazin-in-bern/">Ein zweites Online-Magazin in Bern?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Noch kein klarer Kurs</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/11/30/noch-kein-klarer-kurs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Magdalena Oberli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2012 08:21:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Berner Online Medien]]></category>
		<category><![CDATA[BOM]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Lenz]]></category>
		<category><![CDATA[Journal B]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Habegger]]></category>
		<category><![CDATA[Der Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Berner Zeitung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Respekt der Konkurrenz war gross vor dem Start des «Journal B», eines Onlinemagazins für die Stadt Bern. Gleich beide Tageszeitungen bauten ihre Lokalberichterstattung im Netz aus. Doch zwei Monate nach der Lancierung ist allenthalben Ernüchterung eingekehrt. Das «Journal B» konnte die – teils hohen – Erwartungen bisher noch nicht erfüllen. Seit gut zwei Monaten <a href="https://medienwoche.ch/2012/11/30/noch-kein-klarer-kurs/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Respekt der Konkurrenz war gross vor dem Start des «Journal B», eines Onlinemagazins für die Stadt Bern. Gleich beide Tageszeitungen bauten ihre Lokalberichterstattung im Netz aus. Doch zwei Monate nach der Lancierung ist allenthalben Ernüchterung eingekehrt. Das «Journal B» konnte die – teils hohen – Erwartungen bisher noch nicht erfüllen.</p>
<p><span id="more-30568"></span></p>
<p>Seit gut zwei Monaten will das <a href="http://www.journal-b.ch/" target="_blank">Onlinemagazin «Journal B»</a> als neue Stimme für Bern «die Einheitlichkeit der Tagesmedien aufbrechen und eine neue Sichtweise reinbringen», wie Chefredaktor Beat Kohler sagt. Christoph Reichenau, Vorstandsmitglied des <a href="http://www.berneronlinemedien.ch/index.html" target="_blank">Trägervereins Berner Online Medien</a> und ehemaliger Kultursekretär der Stadt Bern ergänzt: «Wir möchten auf lokalem Niveau etwas machen, das der Wochenzeitung WOZ auf nationaler Ebene entspricht, da die beiden bestehenden Tageszeitungen in Bern bürgerlich ausgerichtet sind.» Diese hohen Ansprüche konnten bis jetzt höchstens punktuell erfüllt werden.</p>
<h2>Zeitungen reagieren mit eigenen Blogs</h2>
<p>«Der Bund» und die «Berner Zeitung BZ» haben, noch bevor «Journal B» online ging, je einen neuen Blog mit Fokus auf das Geschehen in der Stadt Bern lanciert; just jenen Bereich, den das «Journal B» abdecken will. BZ-Lokalredaktor Tobias Habegger dazu: «Der <a href="http://www.zytblogger.ch/" target="_blank">‹Zytblogger›</a> war eher eine Reaktion auf die allgemeinen Entwicklungen in der Medienbranche.» Der Onlinebereich werde nun mal wichtiger. Höchstens der Zeitpunkt der Lancierung hänge mit «Journal B» zusammen. Beim neuen Magazin mag man indessen nicht an Zufall glauben. Die Zeitungen versuchten nun einzelne der Themenlücken in der Medienberichterstattung, die das «Journal B» identifiziert habe, selbst zu füllen, stellt Christoph Reichenau fest: «Ich finde es schade, dass sie das nicht sowieso machen.»</p>
<p>«Bund»-Redaktor Christoph Lenz sieht es ein wenig anders als sein Kollege bei der BZ: «Klar hat ‹Journal B› bei uns was ausgelöst. Wir haben uns gefragt: Befassen wir uns zu wenig mit unserer Stadt? Gibt es Themen die bei uns untergehen?» Im <a href="http://blog.derbund.ch/hauptstaedter/" target="_blank">«Hauptstädter»-Blog</a>, an dessen Entwicklung Lenz selbst nicht beteiligt war, werde nun grosso modo verhandelt, ob Bern Stadt oder Provinz sei. Bei «Journal B» hingegen könne er das bestimmende Thema noch nicht erkennen. «Ein schärferes Profil würde die Erfolgsaussichten vermehren. Warum nicht entschlossen links aussen stehen? Dafür steht ja auch die Trägerschaft.»</p>
<h2>Keine Denkvorschriften</h2>
<p>Die Kritik, dass «Journal B» mit zu wenig klaren Konturen daher komme, sei auch innerhalb des Vereins ein Thema, gibt Chefredaktor Kohler offen zu. «Aber was bedeutet dann pointiert? Ich bin ganz klar für die Trennung von Kommentar und Bericht.» Da liege wohl noch ein Missverständnis vor, bei denen, die der Meinung seien, das Magazin komme zu lieb daher. Denn: «Entweder bilden wir das ganze Meinungsspektrum ab und lassen die Leute sich selbst eine Meinung bilden oder wir schreiben ihnen vor, was sie denken sollen.» Aber dann sei es nicht das, was er sich vorstelle. «Wenn es linkspolemisch sein muss, damit es nicht apolitisch wirkt, dann bin ich der Falsche für diesen Job.»</p>
<p>Bei gewissen Leuten sei die Unterstützung für «Journal B» aufgrund der Unzufriedenheit mit der Mediensituation auf dem Platz Bern heraus erfolgt. «Natürlich möchte man gerne eine Gegenstimme haben», sagt Chefredaktor Beat Kohler. Doch für ihn sei klar, dass ein dogmatisch ausgerichtetes «Journal B», welches als rein linke Publikation positioniert sei, nicht überleben würde. «Man muss kein Prophet sein, um das vorherzusagen.» Die sozialdemokratisch ausgerichtete «Berner Tagwacht» sei in Bern nicht ohne Grund untergegangen. «Wenn wir Kolumnisten mit einer pointiert linken Haltung haben, ist das in Ordnung. Aber die Artikel selbst, sollen faktenbasiert sein und versuchen die Realität so gut als möglich abzubilden.»</p>
<h2>Linie noch nicht gefunden</h2>
<p>Vonseiten des Vorstands bestehen aber noch unerfüllte Erwartungen an die Redaktion. So räumt Vorstandsmitglied Christoph Reichenau ein, dass die Linie noch nicht in allem gefunden sei. Diese dürfe sich nicht bloss in den Kommentaren niederschlagen, sondern es gehe auch um die Themenwahl. «Etwa die Diskussion um Frauenquoten wurde verschenkt. Da haben wir gemerkt, dass unserer Vorgaben an die Redaktion noch ungenügend sind.» Deshalb könne sich der Vereinsvorstand auch nicht beklagen, sondern müsse «sich selbst bei der Nase nehmen und die Wünsche verdeutlichen».</p>
<p>Die Diskussion über Inhalte und Profil des Magazins sei im Vorfeld zu kurz gekommen und werde nun nochmals intensiv geführt. «Es gibt national bedeutsame Themen, die wir auf regionaler Ebene nachbearbeiten könnten, zum Beispiel die Asylgesetzrevision.» Ein weiteres Problem seien die personellen Ressourcen: «Es muss mehr Arbeitskapazität geschaffen werden.» Dazu müsste aber Geld aufgenommen werden, was innerhalb des Vereins umstritten sei. Eine andere Möglichkeit sieht Reichenau in einem ehrenamtlichen Engagement der Vereinsmitglieder.</p>
<h2>Erwartet, dass es «chlepft» zum Start</h2>
<p>Mit einer Mischung aus Enttäuschung und Ernüchterung nimmt die Konkurrenz das neue Online-Magazin wahr. «Ich hätte erwartet, dass es am Anfang mit Geschichten ‚chlepft’ und die Medienlandschaft in Bern etwas aufgewirbelt wird», sagt BZ-Redaktor Tobias Habegger. Nun komme das Portal etwas lahm daher. Ernüchterung auch bei «Bund»-Journalist Christoph Lenz: «Nach zwei Monaten bin ich ein wenig enttäuscht. Ich hätte mir gewünscht, dass die Kollegen von ‹Journal B› härter sind, dass sie schneller sind, dass sie uns Geschichten wegnehmen oder sie so erzählen und interpretieren, wie uns das aus der Tagesaktualität heraus nicht möglich ist.» Enttäuscht ist Lenz auch von der Coummunity-Arbeit: «Die müssen jetzt mal ein wenig Gas geben.»</p>
<p>Hier räumt auch «Journal B»-Chefredaktor Beat Kohler Verbesserungsbedarf ein: «Die Beteiligung der Community ist noch nicht auf dem von uns angestrebten Level. Dort müssen wir sicher nochmals einen Effort leisten.» Pläne hierzu sind vorhanden: «Wir möchten, was die Community angeht, etwas viel Grundsätzlicheres machen, als es bei den bestehenden Newsportalen in Bern der Fall ist», sagt Vorstandsmitglied Reichenau. Als Lokalmedium soll die Community nicht nur im Web zusammenfinden, sondern auch physisch. So sind Veranstaltungen geplant, an denen darüber diskutiert wird, was bisher gut war und was noch fehle. Der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern solle eine gewisse Verbindlichkeit bekommen, wünscht sich Reichenau.</p>
<h2>Das liebe Geld</h2>
<p>Die Finanzierung des Portals ist bis Ende 2014 durch die <a href="http://www.tageswoche.ch/de/2012_38/schweiz/463553/die-b-seite-von-bern-ist-online.htm" target="_blank">Basler Stiftung für Medienvielfalt</a> von Roche-Erbin Beatrice Oeri gesichert. Danach muss «Journal B» mittels Werbung und Mitgliederbeiträgen selbstragend sein. Die grösste Crux bestehe darin, den Leuten verständlich zu machen, dass sie 250 Franken pro Jahr für etwas zahlen sollen, das sie auch gratis haben können. «Dazu braucht es einiges an politischer Überzeugung und Wachheit», sagt Reichenau. Findet der Trägerverein Berner Online Medien bis Ende 2014 nicht genügend Mitglieder, ist die Zukunft von «Journal B» ungewiss. Reichenau gesteht ein: «Ich kann nicht versprechen, dass wir Ende 2014 an einem Punkt sind, an dem wir sagen können: ‹Wir haben das Ziel erreicht›.»</p>
<p><a href="http://www.journal-b.ch/attachment/12/Journal%20B_DIE_REDAKTION_Plakat%20370x594mm_Ansicht.pdf?g_download=1" target="_blank">Veranstaltungshinweis</a>:<br />
<small>Heute Abend feiert «Journal B» seinen ersten «analogen Auftritt». Die Veranstaltung soll zeigen, wie wichtig «Journal B» der Kontakt zum Publikum ist. Es gibt Talkrunden und Live-Musik. Durch den Abend führt die Autorin und <a href="http://www.sandrakuenzi.ch/" target="_blank">Entertainerin Sandra Künzi</a>. Der Anlass ist öffentlich und ohne Eintritt, die Platzzahl ist beschränkt. Um 18:30 ist Türöffnung in der Aula des PROGR Zentrum für Kulturproduktion in Bern.</small></p>
<p><small>Die Autorin hat diesen Text im Rahmen ihrer Journalismus-Ausbildung am Institut für Angewandte Medienwissenschaft IAM, Winterthur verfasst. Er wird auch auf <a href="http://medienkritik-schweiz.ch/" target="_blank">«Medienkritik Schweiz»</a> veröffentlicht.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/11/30/noch-kein-klarer-kurs/">Noch kein klarer Kurs</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Mehr als nur ein linkes Unbehagen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/09/15/mehr-als-nur-ein-linkes-unbehagen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 11:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Berner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Journal B]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gründungswelle rollt weiter: Nach der TagesWoche in Basel soll auch in Bern eine neue Online-Plattform die Medienvielfalt bereichern. Hinter dem Projekt Berner Onlinemedien stehen bekannte Figuren aus Medien, Kultur und linker Lokalpolitik. Wenn bis Ende Oktober eine erste Finanzierungsrunde zustande kommt, will die Online-Plattform im kommenden Frühjahr loslegen. Die MEDIENWOCHE sprach mit Vereinspräsident Willi <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/15/mehr-als-nur-ein-linkes-unbehagen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Gründungswelle rollt weiter: Nach der TagesWoche in Basel soll auch in Bern eine neue Online-Plattform die Medienvielfalt bereichern. Hinter dem Projekt Berner Onlinemedien stehen bekannte Figuren aus Medien, Kultur und linker Lokalpolitik. Wenn bis Ende Oktober eine erste Finanzierungsrunde zustande kommt, will die Online-Plattform im kommenden Frühjahr loslegen. Die MEDIENWOCHE sprach mit Vereinspräsident Willi Egloff.</strong></p>
<p>Was haben der ehemalige Bundesratssprecher Oswald Sigg, SP-Nationalratskandidat Matthias Aebischer und der Komiker Müslüm gemeinsam? Zusammen mit gut zwanzig weiteren mehr oder weniger prominenten Bernerinnen und Bernern unterstützen die drei Herren das <a href="http://berneronlinemedien.ch/" target="_blank" rel="noopener">Projekt Berner Onlinemedien BOM</a>. Das tun sie mit ihren Namen aber auch mit Geld.</p>
<p>Finden sich bis Ende Oktober weitere 80 Personen, die ebenfalls bereit sind, 500 Franken zu zahlen, soll bis spätestens in einem halben Jahr in der Bundesstadt eine Online-Zeitung erscheinen, die «aktuell und kritisch über die Berner Lokalpolitik» informiert.</p>
<p>«Die Mediensituation in Bern verträgt eine weitere und vor allem eine andere Stimme», sagt Willi Egloff im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Der <a href="http://www.advocomplex.ch/kurzportrait_egloff.html" target="_blank" rel="noopener">medienpolitisch engagierte Anwalt</a> präsidiert zusammen mit der ehemaligen «Bund»-Redaktorin Magdalena Schindler den Verein Berner Onlinemedien. Man verstehe sich nicht als Konkurrenz zu &#8218;Bund&#8216; oder Berner Zeitung, sondern als «Ergänzung und Korrektiv» in der Berichterstattung über lokale Politik und Kultur. Egloff: «Hier verträgt es durchaus eine grössere Vielfalt.»</p>
<p>Eine Einschätzung, die auch Hanspeter Spörri teilt. Der ehemalige «Bund»-Chefredaktor beobachtet den Berner Medienplatz inzwischen aus der Distanz im Appenzell, hat aber den Draht zu seinen ehemaligen Mitarbeiterinnen und Kollegen nicht verloren. «Mit den beiden Tamedia-Tageszeitungen in Bern gibt es zwar eine künstliche Vielfalt, die aber an Grenzen stösst», sagt Spörri. «Ich glaube, dass es durchaus Platz gibt für ein neues journalistisches Projekt, zumal Bund und BZ im Internet nur sehr zufällig und unvollständig über das lokale Geschehen informieren.»</p>
<p>Zusammen mit dem ehemaligen «Bund»-Chefredaktor und Co-Präsidentin Schindler finden sich zum Start des Projekts nicht weniger als acht ehemalige Redaktorinnen und Mitarbeiter des «Bund» in Trägerschaft und Kernteam; drei von ihnen hatten nach der <a href="http://www.tamedia.ch/de/mediencorner/medienmitteilungen/seiten/espace%20media%20f%C3%BChrt%20tageszeitung%20der%20bund%20weiter%20und%20plant%20einsparungen%20%E2%80%93%20tages-anzeiger%20organisiert%20redaktion%20neu.aspx" target="_blank" rel="noopener">Teilfusion des «Bund» mit dem «Tages-Anzeiger»</a> 2009 ihre Stelle verloren.</p>
<p>Was weiter auffällt bei der aktuellen Zusammensetzung des Personals: Das politische Spektrum rot, grün bis Mitte ist gut vertreten, <a href="http://www.thomas-goettin.ch/" target="_blank" rel="noopener">mehrere</a> <a href="http://www.ursfrieden.ch/html/lebenslauf/index.html" target="_blank" rel="noopener">amtierende</a> und bisherige Stadträtinnen und Stadträte von SP und Grünen sind dabei. Vereinspräsident Willi Egloff, selbst Mitglied der Partei der Arbeit, will diesen Umstand nicht überbewertet sehen: «Die Zusammensetzung repräsentiert nicht ein bestimmtes politisches Spektrum, sondern steht für das Interesse an journalistischer und kultureller Vielfalt in der Stadt Bern.» Dennoch streitet Egloff nicht ab, dass das linke Unbehagen mit den Berner Medien schon auch eine Motivation für das Projekt gewesen sei. «Wir wollen aber nicht in erster Linie ein linkes Medium gründen.»</p>
<p>Ob links oder nicht: Einen politischen Anspruch hat das Online-Projekte alleweil. Man wolle aus einer Perspektive informieren, «die auch ökologisches und soziales Engagement ernst nimmt», steht in der Projektdokumentation zu lesen. Umsetzen soll dies eine mit anfänglich 300 Stellenprozenten dotierte Redaktion, die täglich ein bis zwei journalistische Beiträge produziert, unterstützt von freien Mitarbeitenden.</p>
<p>Den Grossteil der Betriebskosten von einer halben Million Franken pro Jahr erhofft sich der Verein BOM durch Mitgliederbeiträge zu decken. 1500 Personen müssten dazu je 250 Franken zahlen. Bei diesem Finanzierungsmodell orientiert sich das Online-Projekt – nicht ganz zufällig – an einem anderen Berner Alternativmedium, dem Gemeinschaftsradio RaBe. Willi Egloff sitzt <a href="http://www.rabe.ch/ueber-uns/verein-radio-bern.html" target="_blank" rel="noopener">im Vorstand des Senders</a> und kennt als einer der Gründer des Lokalradios dessen Strukturen aus dem Effeff.</p>
<p>«Wenn es RaBe mit seinem eher jugendlichen Publikum geschafft hat, tausend Mitglieder zu finden, die jährlich 150 Franken zahlen», sagt Egloff, «dann sollte das gleiche Modell auch mit der Online-Zeitung funktionieren. Umso mehr, als dass wir damit auch ältere und besser situierte Kreise ansprechen wollen.» Die Mitglieder und Unterstützerinnen erhalten für ihr Geld keine direkte Gegenleistung, da die Online-Zeitung frei zugänglich sein soll.</p>
<p>Mitglieder profitieren insofern, als dass sie sich über einen Publikumsrat in das Projekt einbringen können – natürlich ohne auf die unabhängige Redaktion Einfluss zu nehmen. Ob dieser Anreiz ausreicht, um 1500 Leute zum zahlen zu bewegen, wird das erste Betriebsjahr zeigen. «Wir sind uns bewusst, dass wir auch scheitern können», sagt Vereinspräsident Egloff. «Das hält uns aber nicht davon ab, loszulegen, wenn Ende Oktober die 150&#8217;000 Franken an Spenden und Unterstützungsbeiträgen der Trägerschaft zusammengekommen sind.»</p>
<p>Eine Mäzenin, wie Beatrice Oeri, die in Basel mit einem namhaften Geldbetrag die <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/31/%C2%ABwir-mussen-auf-dem-markt-bestehen%C2%BB/">Gründung der TagesWoche</a> unterstützt, gibt es keine in Bern. Aber man hofft hier zumindest auf Synergien mit dem Basler Projekt. «Wir sind interessiert an ihrem Know-how und an einer allfälligen Zusammenarbeit», sagt Willi Egloff.</p>
<p>Konkret könnte das bedeuten, dass der Bundeshauskorrespondent der TagesWoche auch für das Berner Projekt schreibt. Noch ist das Zukunftsmusik. Aber in Basel und Bern weiss man, dass es sich nicht lohnt, das Rad zweimal zu erfinden. Entsprechend zeigt sich auch die TagesWoche bereit, mit dem Berner Online-Projekt zusammenzuspannen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/09/15/mehr-als-nur-ein-linkes-unbehagen/">Mehr als nur ein linkes Unbehagen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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