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	<title>Markus Felber | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 30 Nov 2017 11:09:34 +0000</lastBuildDate>
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		<title>«Die Justiz liebt das Geheimnis»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/30/kritische-die-justiz-liebt-das-geheimnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2017 11:09:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Felber]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kritische Justizberichterstattung ist in der Schweiz beinahe inexistent. Die Justiz droht, in ein dunkles Loch zu fallen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kritische Justizberichterstattung ist in der Schweiz beinahe inexistent. Die Justiz droht, in ein dunkles Loch zu fallen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/30/kritische-die-justiz-liebt-das-geheimnis/">«Die Justiz liebt das Geheimnis»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>10 Jahr Twitter: Plaudern auf dem globalen Dorfplatz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/03/14/10-jahr-twitter-plaudern-auf-dem-globalen-dorfplatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2016 11:18:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Felber]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Twitter wird diese Woche zehn Jahre alt. Viele der weltweit 320 Millionen Twitterer können sich ein Leben ohne den Kurznachrichtendienst nicht mehr vorstellen. Auch Markus Felber nicht. Als @Frechgeist hat der frühere NZZ-Korrespondent bis heute 75 000 Tweets verschickt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/03/14/10-jahr-twitter-plaudern-auf-dem-globalen-dorfplatz/">10 Jahr Twitter: Plaudern auf dem globalen Dorfplatz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Twitter wird diese Woche zehn Jahre alt. Viele der weltweit 320 Millionen Twitterer können sich ein Leben ohne den Kurznachrichtendienst nicht mehr vorstellen. Auch Markus Felber nicht. Als @Frechgeist hat der frühere NZZ-Korrespondent bis heute 75 000 Tweets verschickt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/03/14/10-jahr-twitter-plaudern-auf-dem-globalen-dorfplatz/">10 Jahr Twitter: Plaudern auf dem globalen Dorfplatz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Eunuchen im Twitterland</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/02/01/eunuchen-im-twitterland/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 13:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Sautter]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Hogenkamp]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Markus Felber]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was Journalisten auf Facebook, Twitter und anderen Plattformen im Internet treiben, interessiert zunehmend auch ihre Arbeitgeber. Deshalb erlassen Schweizer Medienunternehmen Spielregeln für den Umgang ihrer Mitarbeiter mit Social Media. Sinnvolle Leitplanken oder unnötige Schikanierung? So spontan, wie die CNN-Journalistin Octavia Nasr in die Tasten gegriffen hatte, so schnell war sie ihre Stelle los – nach <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/eunuchen-im-twitterland/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/eunuchen-im-twitterland/">Eunuchen im Twitterland</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was Journalisten auf Facebook, Twitter und anderen Plattformen im Internet treiben, interessiert zunehmend auch ihre Arbeitgeber. Deshalb erlassen Schweizer Medienunternehmen Spielregeln für den Umgang ihrer Mitarbeiter mit Social Media. Sinnvolle Leitplanken oder unnötige Schikanierung?</p>
<p>So spontan, wie die CNN-Journalistin Octavia Nasr in die Tasten gegriffen hatte, so schnell war sie ihre Stelle los – nach 20 Jahren als Redaktorin und Nahost-Spezialistin beim US-Nachrichtensender. Nasr hatte im letzten Juli einem verstorbenen schiitischen Geistlichen, der dem terroristischen Hisbollah nahestand, öffentlich die Reverenz erwiesen. «I respect him a lot», liess die Journalistin via Twitter Tausende Mitleser wissen. Für ihren Arbeitgeber gab es kein Pardon. Die Glaubwürdigkeit der Journalistin sei ruiniert und sie deshalb als Mitarbeiterin <a href="http://www.aolnews.com/2010/07/08/cnn-fires-mideast-editor-over-tweet-on-shiite-cleric/" target="_blank">nicht mehr tragbar</a>. Mit zum Verhängnis wurde Nasr, dass sie die Äusserung unter der Twitter-Adresse @OctaviaNasrCnn getan hatte, die sie klar als CNN-Journalistin auswies. Es half Nasr auch nicht, ihre Äusserung nachträglich <a href="http://news.blogs.cnn.com/2010/07/06/nasr-explains-controversial-tweet-on-lebanese-cleric/" target="_blank">zu relativieren</a>. 140 Zeichen, und du bist deine Stelle los. Octavia Nasr hätte wissen können, was ihr blüht. Bereits im August 2008 liess CNN seinen Mitarbeitern Leitlinien zukommen, die festhielten, welche Äusserungen auf Facebook, Twitter und anderen Plattformen drinliegen und welche nicht.<span id="more-221"></span></p>
<p>SRF mit neuen Spielregeln</p>
<p>Inzwischen haben weltweit Medienhäuser, wie zuvor bereits Unternehmen aus der Informatik und anderen Branchen, Verhaltensregeln für den Umgang ihrer Mitarbeiter mit Social Media aufgestellt. Auch in der Schweiz sind entsprechende Bestrebungen im Gang. Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat im November Leitlinien verabschiedet und gleichzeitig eine Strategie beschlossen für die publizistischen Aktivitäten im Internet abseits der eigenen Kanäle. Davon in erster Linie betroffen sind jene Redaktoren und Journalisten, die Facebook und Twitter aktiv nutzen.<br />
Einer von ihnen ist Alexander Sautter. Der Inlandredaktor von Radio DRS <a href="http://twitter.com/asautter" target="_blank">twittert täglich</a>. Häufig verlinkt Sautter in diesen Kurzbotschaften auf seine Radiobeiträge oder schreibt Statusmeldungen aus dem Berufsalltag («Frühdienst ist wirklich früh»), zitiert Twitterer, denen er folgt, wie zum Beispiel das gfs.bern-Institut, oder beantwortet im SMS-Stil privat gemeinte Anfragen von Kollegen. Ab und zu platziert er auch politische und medienkritische Spitzen. Das könnte ein Problem werden. Denn die neuen Spielregen von SRF untersagen politische Meinungsäusserungen auf den Facebook-Profilen und Twitter-Konten seiner Mitarbeiter. Was Sautter schreibt, versteht sich zwar nicht als a priori politisch. Es kann aber so gelesen werden. Für ihn ist deshalb klar, und das nicht erst seit die Richtlinien erlassen wurden, dass er sich mit seiner Meinung grundsätzlich hinter dem Berg halten muss. «Ich kann nicht als Service-Public-Mitarbeiter eine neutrale Position vermitteln und im Internet als Privatperson zum gleichen Sachverhalt pointierte Meinungen äussern.» Dennoch: Ein Eunuch mag er nicht sein. Wenn’s zuviel ist, ist&#8217;s zuviel. Bei Regula Stämpfli jüngst. Die streitbare Politologin bezeichnete in einer Kolumne auf news.ch Schweizer Beamte als «kleine Eichmanns». Sautter <a href="http://twitter.com/asautter/status/25814156993101824" target="_blank">twitterte dazu</a>: «liebe regula stämpfli: nazi-vergleiche sollte man wirklich bleibenlassen.» Ist das nun noch erlaubt? Oder geht die öffentliche Rüge schon zu weit? «Diesen Tweet», sagt Sautter, «habe ich spontan verfasst und nicht noch lange überlegt, ob ich das nun darf oder nicht.» Das müsse auch in Zukunft drinliegen.</p>
<p>Unsichtbare rote Linie</p>
<p>Bei SRF gibt man sich zurückhaltend oder einfach noch nicht so praxiserprobt: «Der erwähnte Fall ist nicht eindeutig zu beurteilen,» schreibt Kommunikationschefin Andrea Hemmi. Um danach den ganzen Katalog aufzuzählen, mit dem geprüft wird, ob Sautter die rote Linie überschritten hat oder nicht:<br />
&#8211; Gibt sich Alexander Sautter als Mitarbeiter von SRF zu erkennen?<br />
&#8211; Oder ist er, als Redaktor der Abteilung Chefredaktion Radio, automatisch also solcher erkennbar? Wenn nein, würde eine solche Twitter-Äusserung wohl keine Konsequenzen haben.<br />
&#8211; Die zweite Frage: Wie war die Replik formuliert? War sie fair, respektvoll, sachlich? Wenn ja, scheint dies ebenfalls problemlos zu sein.</p>
<p>Antworten auf diese Fragen kann oder will Hemmi keine geben. Ob Radioredaktor Sautter mit seinem Tweet nun die rote Linie überschritten hat oder nicht, bleibt unklar. Soviel taugt ein Reglement im konkreten Fall. Die Unschärfe der <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/02/Social-Media_Leitlinien_Mitarbeitende_v1.3.pdf">Social-Media-Leitlinien</a> entfaltet gerade deshalb eine präventive oder gar abschreckende Wirkung: Jeder Tweet, jede Statusmeldung könnte ein potenzieller Kündigungsgrund oder zumindest Anlass für einen Verweis sein. SRF-Sprecherin Andrea Hemmi beschwichtigt: «Die Profile, Seiten oder Accounts von Mitarbeitenden werden nicht spezifisch überwacht.»</p>
<p>Bei allem verständlichen Bemühen, die Glaubwürdigkeit des Unternehmens nicht aufs Spiel zu setzen und keine Geschäftsgeheimnisse preiszugeben, sollten Medienunternehmen ihre Mitarbeiter in erster Linie ermuntern, Social Media zu nutzen. Schliesslich ist Öffentlichkeit ihr Geschäft. Wenn die erste Begegnung mit Twitter &amp; Co. unter dem Damoklesschwert eines Verbotskatalogs stattfindet, dann wirkt dies abschreckend und dürfte kaum jemanden motivieren, erste Gehversuche zu unternehmen.</p>
<p>Die Alte Tante zwitschert munter</p>
<p>Betont locker gibt man sich in dieser Frage bei der NZZ. Schliesslich gibt hier mit Peter Hogenkamp ein ehemaliger Blog-Unternehmer in Sachen Social Media den Ton an. Der Leiter Digitale Medien der NZZ-Mediengruppe <a href="http://twitter.com/phogenkamp" target="_blank">twittert munter und querbeet</a> durch die Themenpalette drauflos: zu Arbeit, Familie, Technologie, Kulinarik, öffentlichem Verkehr. Ein schriftliches Konzept für Social Media gibt es noch nicht und entsprechend auch keine Bestimmungen darüber, wie Redaktoren Twitter oder Facebook nutzen dürfen. Das bestätigen mehrere NZZ-Redaktoren. Vorläufig gilt bei der Alten Tante: Erlaubt ist, was gefällt. Einer, der diesem Motto treu folgt, ist Markus fel. Felber, seit 1981 Korrespondent am Bundesgericht in Lausanne. Wer <a href="http://twitter.com/fel_ch" target="_blank">seinen Twitter-Account</a> liest, so eine wenig schmeichelhafte Diagnose aus dem Umfeld der «Medienwoche», diagnostiziere eine akute Twitterrhoe. In der Tat: An einzelnen Tagen meldet sich fel. bis zu 50 Mal per Twitter zu Wort. Meist führt Felber öffentliche Kurzdialoge mit anderen Twitterern, die für Aussenstehende nur verständlich sind, wenn sie den ganzen Kommunikationsstrang abarbeiten. Mit seinem Beruf haben die wenigsten Mitteilungen zu tun, obwohl Felber bis vor kurzem unter der Twitter-Adresse @felnzz bekannt war. Damit ist nun aber Schluss. Felber hat die offiziell anmutende Adresse kürzlich aufgegeben. Wegen Verwechslungsgefahr mit dem offiziellen Twitter-Account der NZZ, wie er der Medienwoche mitteilte. Felber kann froh sein, dass es bei der NZZ (noch) keine Social-Media-Richtlinien gibt. Denn dann hätte er vermutlich die eine oder andere Ermahnung erhalten. Nicht wegen dem vielen belanglosen Blabla, sondern wegen seinen Altherrenzoten und anderen Schlüpfrigkeiten, die er regelmässig von sich gibt.</p>
<p>Jetzt gilts ernst</p>
<p>Die Beispiele Felber und Sautter stehen für zwei unterschiedliche Modelle, mit Social Media umzugehen, auch wenn der Vergleich insofern hinkt, als dass die NZZ daran ist, Richtlinien auszuarbeiten. Der erfolgversprechende und vernünftige Umgang liegt irgendwo zwischen den beiden Polen von restriktiver Reglementierung und absoluter Freiheit. Die Medienhäuser stehen nun vor einer schwierigen Aufgabe: Einerseits müssen sie ihr Personal ermuntern, Twitter und andere soziale Plattformen aktiv zu nutzen, weil dort politische Ereignisse kommentiert und publizistische Debatten dokumentiert werden oder gar entstehen. Andererseits können sie kaum umhin, Spielregeln zu erlassen, die den Kern des Nutzungsverhaltens tangieren. Soziale Medien sind Meinungsmedien. Wenn, wie im Fall von SRF und CNN, das journalistische Personal zu einem strikten Meinungsverzicht verpflichtet wird, haftet dem ein Geist von Objetivitäts- und Neutralitätsfetischismus an, den das Publikum schon lange nicht mehr versteht. Klare Positionsbezüge, wie jener von Octavia Nasr, tragen zur Transparenz bei. Der Zuschauer weiss, wo die Frau steht und kann ihr journalistisches Schaffen politisch einordnen und besser verstehen. Solange man dies verpönt, werden Social-Media-Leitlinien restriktiv formuliert sein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/01/eunuchen-im-twitterland/">Eunuchen im Twitterland</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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