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	<title>nau.ch | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Nau.ch, Streaming, SRF</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Nov 2021 09:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Ein Deal für Qualität Bettelt jemand bei uns per E-Mail um Berichterstattung, bedeutet das in der Regel: Papierkorb. Dieser Fall liegt etwas anders. Was das Nachrichtenportal «Nau.ch» am Mittwoch mitteilte und als «Good» der Woche vorschlug, passt durchaus in diese Rubrik (und wäre auch ohne Bettelei berichterstattungswürdig gewesen). Mit der Beförderung der <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92655" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211113b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Ein Deal für Qualität</h3>
<p>Bettelt jemand bei uns per E-Mail um Berichterstattung, bedeutet das in der Regel: Papierkorb. Dieser Fall liegt etwas anders. Was das Nachrichtenportal «Nau.ch» am Mittwoch mitteilte und als «Good» der Woche vorschlug, passt durchaus in diese Rubrik (und wäre auch ohne Bettelei berichterstattungswürdig gewesen).</p>
<p>Mit der Beförderung der internen Ausbildungschefin erreicht die achtköpfige Redaktionsleitung von «Nau.ch» die <a href="https://www.nau.ch/news/schweiz/nauch-redaktionsleitung-besteht-zur-halfte-aus-frauen-66041308" target="_blank" rel="noopener">Geschlechterparität</a>. Ein Frauenanteil von mindestens 50 Prozent sei ihnen «wichtig, zeitgemäss und verbessert das Niveau der Diskussionen», wird Chefredaktor Micha Zbinden (Bild) zitiert. Weiter sitzt neu auch fix ein Personalvertreter im Gremium. Damit sei die Start-up-Phase abgeschlossen.</p>
<p>«Nau.ch» ist nun offiziell erwachsen. Ob sich das auch in der journalistischen Qualität niederschlägt, steht auf einem anderen Blatt. Anlass zur Hoffnung gibt ein Deal, auf den sich «Nau.ch» mit uns eingelassen hat: Weil wir «Nau.ch» für einmal als «Good» aufführen, will das Newsportal im Gegenzug keinen Anlass mehr bieten, dass wir es in der <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/">«Ugly»-Rubrik</a> erwähnen müssen. «Wir geben uns die grösste Mühe, diese – obwohl sicherlich gut gelesene – Rubrik zu meiden», verspricht «Nau.ch».</p>
<h3>The Bad – Dann waren es schon drei</h3>
<p>Wie im Grossen, so im Kleinen: Als ob die Qual der Wahl zwischen Netflix, Amazon Prime und Disney+ nicht schon reichte, muss man sich nun auch für den Genuss von Schweizer Produktionen zwischen drei Streaming-Diensten entscheiden. Nach <a href="https://www.playsuisse.ch/" target="_blank" rel="noopener">Play Suisse (SRG)</a> und <a href="https://www.bluewin.ch/de/entertainment/tv-film/blue-play-938824.html" target="_blank" rel="noopener">Blue Play (Swisscom)</a> geht am kommenden Dienstag auch noch <a href="https://www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/streamingdienst-zuschauer-in-der-schweiz-moegen-das-fiese-nicht-darum-lanciert-der-chef-von-3-tv24-und-co-einen-streamingdienst-ld.2211707" target="_blank" rel="noopener">Oneplus (CH Media)</a> an den Start. Konkurrenz belebt hier wohl weniger den Markt, als dass sie das potenzielle Publikum weiter verwirrt. Die drei Anbieter werben für das heimische Filmschaffen mit austauschbaren Slogans: «Top Auswahl an Schweizer Spielfilmen», «Hier finden Sie die besten Schweizer Filme, Serien und Dokumentarfilme», «Geniessen Sie eine grosse Auswahl bekannter Schweizer Filme».</p>
<p>Auf Streaming-Diensten hatte der Schweizer Film bisher einen schweren Stand: Das Angebot ist klein und die Nutzung gering, wie kürzlich veröffentlichte Zahlen des <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/kein-mensch-schaut-schweizer-filme-auf-netflix-180143321356" target="_blank" rel="noopener">Bundesamts für Statistik</a> zeigen. Schweizer Filme schaut das Schweizer Publikum lieber am Fernsehen oder im Kino. Dass sich dies nun ändert, weil die neuen Plattformen mehr oder gar ausschliesslich heimische Film- und TV-Produktionen zeigen, wäre ein etwas gewagter Schluss. Streaming reimt sich weiterhin auf Netflix und nicht auf Playsuisseblueplayoneplus.</p>
<h3>The Ugly – Tiefrotes Warnsignal</h3>
<p>Bis jetzt waren es meist einzelne Stimmen, die anonym aus dem Inneren des Unternehmens ihre Besorgnis äusserten über die Entwicklung von Schweizer Radio und Fernsehen. Jetzt bestätigen die Ergebnisse einer <a href="https://medien.srf.ch/-/umsetzung-stellenabbau-und-ergebnisse-personalbefragung?redirect=%2F" target="_blank" rel="noopener">Personalbefragung</a> in erschreckender Deutlichkeit diese Eindrücke. Symptomatisch dafür steht der Anteil jener Angestellten, die SRF im Bekanntenkreis als Arbeitgeber weiterempfehlen würden: das sind nur magere 29 Prozent. Mehr als ein Drittel würden sogar davon abraten, bei SRF zu arbeiten – kein Wunder, wenn weniger als die Hälfte (43 Prozent) mit ihrer Führungskraft zufrieden sind. Ein Blick auf die Ergebnisse der Personalbefragungen zwischen 2006 und 2015 lässt erahnen, dass dieser Wert damals fast doppelt so hoch gewesen sein muss. Ein genauer Vergleich mit den aktuellen Zahlen ist leider nicht möglich, weil SRF die Befragungsmethode geändert hat.</p>
<p>Wenig erbaulich sind auch die Werte rund um das Transformationsprojekt SRF 2024. Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmenden äussert grosse Skepsis, ob mit dem eingeschlagenen Weg auch wirklich ein jüngeres Publikum erreicht werden kann. Noch skeptischer ist man gegenüber dem Versprechen der Führung, flachere Hierarchien einführen zu wollen. Beides sind zentrale Postulate von SRF 2024.</p>
<p>So deutlich die Ergebnisse der Umfrage daherkommen, so diffus erscheinen die von SRF nun angekündigten Reaktionen auf die offensichtlichen Missstände: Die Vorgesetzten sollen bessere Vorbilder sein, das Gemeinschaftsgefühl will man stärken und die Feedbackkultur verbessern. Als ob das reichen würde. Wer ein tiefrotes Warnsignal übersieht, rast ins Verderben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/13/nau-ch-streaming-srf/">Nau.ch, Streaming, SRF</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Satire-Protest, SRF-Exodus, Nau-Versagen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2021 09:15:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Nathalie Wappler]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Satire lebt (auch ohne Nebelspalter) Ja, wo ist sie geblieben, die Satire des alten Nebelspalters? Das fragen sich derzeit immer wieder Fans auf Facebook, die den Kurswechsel zum Politmagazin offenbar noch nicht mitgekriegt haben. «Das hat nun wirklich nichts mit Satire zu tun», schreibt einer auf Facebook unter einem kritischen Artikel zur <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-87195" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Satire lebt (auch ohne Nebelspalter)</h3>
<p>Ja, wo ist sie geblieben, die Satire des alten Nebelspalters? Das fragen sich derzeit immer wieder <a href="https://www.facebook.com/nebelspalter" target="_blank" rel="noopener">Fans auf Facebook</a>, die den Kurswechsel zum Politmagazin offenbar noch nicht mitgekriegt haben. «Das hat nun wirklich nichts mit Satire zu tun», schreibt einer auf Facebook unter einem kritischen Artikel zur 99-Prozent-Initiative der Juso. Eine andere fragt: «Wo bleibt der Witz bei diesem neuen Nebelspalter?»</p>
<p>Die Irritation rührt daher, dass der neue Nebelspalter unter Markus Somm auf Facebook eine Gefolgschaft von mehr als 21&#8217;000 Leuten telquel übernommen hat und ihnen nun trockene Politkost serviert, wo es früher saftige Satire gab. Das ist die schlechte Nachricht. Doch es gibt Hoffnung auf Besserung.</p>
<p>Zahlreiche Zeichnerinnen und Zeichner haben sich von ihrem früheren Auftraggeber losgesagt und zeitgleich mit dem Start des neuen Nebelspalters die Kampagne <a href="http://wer-braucht-schon-satire.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Wer braucht schon Satire?»</a> lanciert. Auf der gleichnamigen Website kommentieren sie mit spitzer Feder die zunehmende Marginalisierung der Satire. Vielleicht sehen wir hier den Kern einer würdigen <a href="https://www.facebook.com/hansi.voigt/posts/3858854737506619" target="_blank" rel="noopener">Nachfolgepublikation</a> des alten Nebelspalters.</p>
<h3>The Bad – Brain Drain am Leutschenbach</h3>
<p>Die Liste ist lang und die Namen, die darauf stehen, haben eines gemeinsam: SRF verliert in Zürich reihenweise Fachleute für digitale Strategie und Online-Medien. Die beiden diese Woche bekannt gewordenen Abgänge von Graziella Luggen (Leiterin Digitales Angebot) und <a href="https://medien.srf.ch/-/david-elsasser-verlasst-srf" target="_blank" rel="noopener">David Elsasser</a> (Leiter Transformationsprojekt SRF 2024) sind nur die Spitze des Eisbergs.</p>
<p>Die MEDIENWOCHE weiss von mindestens zehn weiteren Personen in leitenden Positionen, die das Unternehmen in den letzten Wochen und Monaten verlassen oder ihren Abgang angekündigt haben. Eine offizielle Erklärung für den Brain Drain gibt SRF keine. Eine Anfrage bei der Medienstelle blieb unbeantwortet.</p>
<p>Personen, die mit der aktuellen Situation vertraut sind, können sich durchaus einen Reim machen auf den Exodus: Strategisches Vakuum, Machtkämpfe, Feilschen um schwindende Ressourcen begünstigen die Abgänge. Weiter trage auch die Haltung von oben dazu bei, dass gehen soll, wer gehen will, nach dem Motto: Alle sind ersetzbar. Nur besteht die Gefahr, dass die Falschen gehen.</p>
<p>Mit der Transparenz und Offenheit, die SRF-Direktorin Nathalie Wappler bei Stellenantritt versprochen hatte, ist es offenbar nicht weit her. Was zu tun wäre? Endlich Klarheit schaffen, was SRF tatsächlich will. Klingt einfach – ist es aber nicht.</p>
<h3>The Ugly – Bei «Nau.ch» ist das Mass voll</h3>
<p>Eine so prominente Plattform kriegt man nur selten gratis und franko, erst recht nicht als junges und politisch randständiges Grüppchen. Doch «Mass-voll», ein Verein radikaler rechts-libertärer Corona-Massnahmengegner, konnte dieser Tage auf die publizistische Unbedarftheit von «Nau.ch» zählen.</p>
<p>Innerhalb von drei Wochen erhielten gleich zwei Exponentinnen von «Mass-voll» eine Carte blanche auf der Nachrichtenplattform. Ungefiltert und reichhaltig illustriert mit Propagandabildern durften sie ihren Verein vorstellen. Sie dankten es mit fleissiger Verlinkung auf Social Media. Eine kritische, journalistische Einordnung durch die Redaktion fand nicht statt. Es war an einem Gastautor, das nachzuholen.</p>
<p>Kolumnist Reda El Arbi knöpfte sich «Mass-voll» vor und wies unter anderem auf die Affinität einzelner Mitglieder zu Verschwörungstheorien hin. Inzwischen hat «Nau.ch» El Arbis Kolumne gelöscht. Aus juristischen Gründen, wie eine Sprecherin mitteilt. Weiterhin online steht dagegen ein Artikel, in dem ein «Mass-voll»-Vertreter ohne Belege behaupten darf, Juso-Mitglieder hätten bei Kundgebungen von Massnahmengegnerinnen «vermummt ältere Menschen hinterrücks angegriffen».</p>
<p>Im Umgang mit «Mass-voll» hat «Nau.ch» kläglich versagt. Wie die MEDIENWOCHE vernommen hat, ist sich die Chefetage dessen durchaus bewusst. Man stehe an einem Wendepunkt und werde die Vorgänge der letzten Wochen vertieft analysieren müssen, heisst es. Es kann nur besser werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/">Satire-Protest, SRF-Exodus, Nau-Versagen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>3 Jahre «Nau.ch»: In der schnöden Realität angekommen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/21/3-jahre-nau-ch-in-der-schnoeden-realitaet-angekommen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2020 07:51:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Jahre nach der Gründung hat sich das News-Portal «Nau.ch» in der schweizerischen Medienlandschaft etabliert. Den starken Start verdankt die Plattform konsequenter Reichweitenoptimierung. Publizistisch gibt es noch Luft nach oben. Zeig mir deine Leserkommentare und ich sage dir, wer du bist. Im Fall von «Nau.ch» gestaltet sich die Identifikation recht einfach. Der Kommentarbereich fällt mit <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/21/3-jahre-nau-ch-in-der-schnoeden-realitaet-angekommen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Drei Jahre nach der Gründung hat sich das News-Portal «Nau.ch» in der schweizerischen Medienlandschaft etabliert. Den starken Start verdankt die Plattform konsequenter Reichweitenoptimierung. Publizistisch gibt es noch Luft nach oben.</strong><br />
<img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-82460" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/10/MW-Nau-News-20201020-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Zeig mir deine Leserkommentare und ich sage dir, wer du bist. Im Fall von «Nau.ch» gestaltet sich die Identifikation recht einfach. Der Kommentarbereich fällt mit einer schwachen bis inexistenten Moderation auf. Entsprechend unflätig kommen manche Wortmeldungen daher, zumal die Kommentare anonym und ungefiltert direkt veröffentlicht werden.<br />
<br />
Eine solche Schmuddelecke ist dem Gesamtbild nicht eben zuträglich. Das wissen natürlich auch die Verantwortlichen und versprechen Besserung. Man arbeite «weiter mit Hochdruck an Optimierungen» und werde «noch sehr viel Zeit und Energie in die Community investieren», <a href="https://www.nau.ch/news/schweiz/nauch-feiert-drei-jahre-jubilaum-65799145" rel="noopener" target="_blank">schreibt Chefredaktor Micha Zbinden</a>. Dass die Kommentarmoderation «neu für uns» sei und «eine Herkulesaufgabe» darstelle, klingt dann doch nach einer etwas billigen Ausrede für die offenkundige Misere.</p>
<p>Dass das in den ersten drei Jahren nicht oder zu wenig geschehen ist, mag auch daher rühren, dass der Fokus von «Nau.ch» auf dem Wachstum und der Etablierung als neues News-Portal im hart umkämpften Online-Markt lag. Das ist dem Unternehmen aus dem Berner Vorort Liebefeld eindrücklich gelungen – nicht zuletzt deshalb, weil «Nau.ch» als Ableger von <a href="https://www.nau.ch/livesystems/" rel="noopener" target="_blank">Live Systems</a> an den Start gehen konnte. Die etablierte Vermarktungsorganisation im Bereich der digitalen Aussenwerbung verschaffte dem neuen Nachrichtenangebot von Beginn weg eine grosse Sichtbarkeit auf den Bildschirmen im öffentlichen Verkehr. Doch das allein vermag den Erfolg nicht zu erklären.</p>
<p>Dass «Nau.ch» mit Website und App innert zwei Jahren in die Phalanx der etablierten Player einbrechen konnte, liegt massgeblich am redaktionellen Angebot – und vor allem an dessen Vermarktung. Besonders in den Bereichen Bundespolitik, Sport und People verschaffte sich «Nau.ch» innert Kürze eine gut vernehmbare Stimme im Chor der deutschschweizerischen Online-Medien. Für alle drei Bereiche verfügt das Nachrichtenportal über Autorinnen und Autoren mit langjähriger Berufserfahrung und kann regelmässig mit Eigenleistungen punkten.</p>
<p>Für die Reichweite sorgt in erster Linie die schiere Masse an Textmaterial, das «Nau.ch» online stellt und für den Zugriff via Google optimiert. Bei der Berichterstattung aus den Regionen veröffentlicht die Redaktion neben eigenen Beiträgen und Agenturmeldungen auch Medienmitteilungen lokaler Akteure, wie Behörden, Parteien oder Vereine. Mit der Konsequenz, dass selbst bei der Suche nach marginalen Themen, etwa nach dem Grossen Gemeinderat Ostermundigen, ein Artikel von «Nau.ch» zuoberst auf der Trefferliste von Google steht – und nicht einer der lokalen Tageszeitung. Das Vorgehen zahlt sich in Form hoher Zugriffszahlen aus, was sich wiederum positiv aufs Geschäft mit der Werbung auswirkt. Je nach Messwert bewegt sich «Nau.ch» unter den Top Ten der meistbesuchten Nachrichtenseiten der Schweiz, auf Augenhöhe mit «Tages-Anzeiger online» oder «Watson».</p>
<p>Die Fixierung auf Reichweite wirkt sich indes auf das redaktionelle Programm aus. Bei vielen Artikeln auf «Nau.ch» handelt es sich um schnelle Zusammenschriebe von Beiträgen aus anderen Medien ohne eigenständige Rechercheleistung. Das ist nicht verboten, trägt aber nicht zur Schärfung des eigenen publizistischen Profils bei. Ausserdem birgt die Abschreiberei ohne vertiefte Kenntnis der Materie das Risiko, Fehler zu übernehmen und weiterzuverbreiten.</p>
<p>Mit drei Jahren auf dem Buckel ist man selbst nach der Internet-Zeitrechnung noch nicht erwachsen. Darum bleibt «Nau.ch» – hoffentlich – noch viel Zeit, seinen Kurs zu justieren und mehr vom Besseren zu bieten – also eigenständigen, originellen Journalismus. Dass man auch damit ganz gut über die Runden kommt, zeigen «Watson» und die «Republik», zwei andere erfolgreiche Neugründungen der letzten Jahre. Dafür müsste «Nau.ch» aber weniger zum Branchenprimus «20 Minuten» rüberschielen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/21/3-jahre-nau-ch-in-der-schnoeden-realitaet-angekommen/">3 Jahre «Nau.ch»: In der schnöden Realität angekommen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Migrantisches Mediennetzwerk, Kein Wirtschaftsfernsehen, Entlassung von MAZ-Studierenden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/08/22/migrantisches-mediennetzwerk-kein-wirtschaftsfernsehen-entlassung-von-maz-studierenden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2020 05:54:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[MAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Reto Lipp]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
		<category><![CDATA[CNN Money Switzerland]]></category>
		<category><![CDATA[Patrizia Laeri]]></category>
		<category><![CDATA[Eco]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Neue Schweizer Medienmacher*innen NCHM* «Diversität ist ein wichtiges Ziel, es gibt keine Strategie», teilte das «Bieler Tagblatt» dem Magazin «Schweizer Journalist» kürzlich für eine Umfrage mit. Nach eigenen Angaben hätten zu dem Zeitpunkt genau null Migrant*innen in der Redaktion gearbeitet. In einer Stadt, in der mehr als ein Drittel der Bevölkerung keinen <a href="https://medienwoche.ch/2020/08/22/migrantisches-mediennetzwerk-kein-wirtschaftsfernsehen-entlassung-von-maz-studierenden/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-80704" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/08/MW-Good-Bad-Ugly-Lipp-Laeri-20200821b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/08/MW-Good-Bad-Ugly-Lipp-Laeri-20200821b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/08/MW-Good-Bad-Ugly-Lipp-Laeri-20200821b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/08/MW-Good-Bad-Ugly-Lipp-Laeri-20200821b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/08/MW-Good-Bad-Ugly-Lipp-Laeri-20200821b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Neue Schweizer Medienmacher*innen NCHM*</h3>
<p>«Diversität ist ein wichtiges Ziel, es gibt keine Strategie», teilte das «Bieler Tagblatt» dem Magazin «Schweizer Journalist» kürzlich für eine Umfrage mit. Nach eigenen Angaben hätten zu dem Zeitpunkt genau null Migrant*innen in der Redaktion gearbeitet. In einer Stadt, in der mehr als ein Drittel der Bevölkerung keinen Schweizer Pass hat.</p>
<p>Anderswo sieht es kaum besser aus. In Schweizer Medienhäusern arbeiten fast keine Menschen mit Migrationshintergrund. «Die Redaktionen spiegeln die Gesellschaft in diesem Land nicht», sagt Anna Jikhareva. Die WOZ-Redaktorin gehört zum Netzwerk «Neue Schweizer Medienmacher*innen NCHM*», das sich am Donnerstag gründete. Das Netzwerk fordert einen «neuen Journalismus», der «Menschen mit Migrationsgeschichte» nicht mehr «undifferenziert, rassistisch und problembehaftet» darstellt.</p>
<p>«Wir helfen gerne!», sagt Jikhareva. Redaktionen und Journalist*innen können sich <a href="https://neuemedienmacherinnen.ch/" target="_blank" rel="noopener">bei NCHM* melden</a>, wenn Fragen auftauchen, wie man auf Augenhöhe berichtet. Damit das geht, müssen sich aber auch Redaktionen verändern. Jikhareva: «Heute hinterfragt ja auch niemand, dass es im Journalismus Frauen – ob berichtend oder in Leitungspositionen – braucht.»</p>
<p>Ein Viertel der Bevölkerung hat keinen Schweizer Pass; noch viel mehr Menschen haben Eltern, die nicht hier geboren sind. Alle diese Menschen lesen, schauen, hören, lösen Abos. Wer sie ignoriert, wird irrelevant.</p>
<h3>The Bad: «ECO» und «CNN Money Switzerland»</h3>
<p>Ich bin noch lange jung. Zumindest, wenn es nach den Kategorien von SRF geht. Am Donnerstag präsentierte SRF-Direktorin Nathalie Wappler einen Radikalumbau, in dessen Rahmen es zu Entlassungen kommt und eine ganze Reihe von Fernsehsendungen eingestellt werden. Neu dazu kommen vermehrt digitale Angebote, um ein eher jüngeres Publikum anzusprechen: «Leute unter 45 Jahren». Die Verjüngung ist Gesetz. Seit letztem Jahr muss SRF laut Konzession «Angebote für junge Menschen» produzieren.</p>
<p>Um jüngeren Formaten Platz zu machen, hat SRF auch das hintergründige Wirtschaftsmagazin ECO gekippt. Dabei werden andere Sendungen in Altersheimen häufiger geschaut als ECO. Die durchschnittliche ECO-Zuschauerin kommt auf stolze 61,5 Jahre. Damit ist sie aber <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/srf-kaempft-um-seine-zukunft/story/12134425" target="_blank" rel="noopener">immer noch jünger</a> als das Publikum von beispielsweise der «Arena» oder der «Rundschau». Fast fünf Jahre älter sind gar die Zuschauer*innen von «Glanz &amp; Gloria» und «Schweiz aktuell».</p>
<p>Die Einstellung von ECO ist diese Woche bereits der zweite Paukenschlag für Fernsehen, das wirtschaftliche Zusammenhänge vermittelt. Zuvor kam das definitive Aus des Privatsenders «CNN Money Switzerland». Die neuste <a href="https://www.blick.ch/meinung/kolumne-aufbruch-wie-ich-zur-konkursverwalterin-wurde-id16049451.html" target="_blank" rel="noopener">«Blick»-Kolumne</a> von Chefredaktorin Patrizia Laeri liest sich wie ein Anstellungsaufruf für ihre 25 (Ex-)Mitarbeitenden. Bleibt zu hoffen, dass er Wirkung zeigt und die Betroffenen bald einen neuen Job finden. Vielleicht bei SRF? Dort würden die Wirtschaftsjournalist*innen unseren 69-jährigen Finanzminister hoffentlich nicht mehr <a href="https://youtu.be/mKwX9AynlX4" target="_blank" rel="noopener">auf Englisch interviewen</a>.</p>
<h3>The Ugly: «Nau.ch» und «Lokalinfo AG»</h3>
<p>Zwei Studierende der MAZ-Diplomausbildung sind während der Pandemie entlassen worden. Nun steht nicht nur ihre wirtschaftliche Existenz, sondern auch die Ausbildung auf der Kippe. Gemäss MAZ-Direktorin Martina Fehr seien «beide noch auf der Suche nach einer Lösung».</p>
<p>Eine der beiden arbeitete bei der Zürcher Lokalinfo AG. Der Entscheid sei «verbunden mit der Hoffnung, eine jüngere Person würde eher wieder eine Anstellung im Journalismus oder in einem anderen Bereich finden», teilt Geschäftsführerin Liliane Müggenberg mit. Das Sparpaket beim Zürcher Medienunternehmen des SVP-Altnationalrats Walter Frey betreffe «alle Abteilungen» und sei so umgesetzt, dass «soziale Härtefälle» möglichst vermieden werden. Die MAZ-Studierende war regulär angestellt; die Ausbildungskosten habe die Lokalinfo AG übernommen.</p>
<p>Die News-Plattform «Nau.ch» entliess Ende Mai neun Leute, darunter jene*n Redaktor*in, die nun womöglich die Maz-Ausbildung abbrechen muss. «Nau» teilt mit, deren Entlassung bedauere man «genau so, wie alle anderen Kündigungen auch». Einem Nau-Kadermann sei «mündlich zugesichert worden, dass die Fortsetzung der Ausbildung gewährleistet sei».</p>
<p>Nun ist es so, dass der betroffenen Person die Kurse weiter offenstehen – für den Abschluss und das Diplom braucht sie zwingend eine neue Anstellung. Nau schiebt die Verantwortung ans MAZ: «Seitens Nau media AG liegt uns viel daran, dass die besagte Person ihre Weiterbildung fortsetzen kann. Den weiteren Entscheid seitens MAZ können wir leider nicht beeinflussen.»</p>
<p>Wer hat sie nochmals entlassen?</p>
							<h3 style="margin-bottom:20px;display:block;width:100%;margin-top:10px"> </h3>
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							<p>Die Medienwelt ist zu aufgewühlt, um mit Reflexionen und Recherchen abzuwarten, bis sie Stoff für einen längeren Text bieten. Die Medienwelt ist zu aufgewühlt, um ihr nur mit nüchternen Branchen-News zu begegnen. Darum gibt es diese Kolumne.</p>

<p>«The Good, the Bad and the Ugly» ist das neue Kurzformat der Medienwoche: Ab sofort werden Woche für Woche eine besonders positive, eine besonders negative und eine bizarre News aus der Schweizer Medien- und Werbewelt präsentiert und kurz eingeordnet. Die Autor*innen sind nicht um Ausgeglichenheit bemüht, sondern schreiben so subjektiv, wie sie ihre Themen wählen.</p>

<p>Im «The Good, the Bad and the Ugly»-Redaktions-Chat finden sich von Anfang an ein Vielfaches mehr schlechte und bizarre Nachrichten als Good News. Ein Zeichen, dass es gut ist, dass «The Good» eine Regel ist. Im Wechsel schreiben Medienwoche-Redaktor Nick Lüthi, die langjährigen freien Mitarbeitenden Miriam Suter (u.a. Videokolumne), Benjamin von Wyl (u.a. «So schreibe ich») und – neu bei der Medienwoche – die freie Kulturjournalistin Anne-Sophie Scholl.</p>

<p>Niemand von ihnen ist Fan von Italo-Western.</p>						  </div>
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</script><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/08/22/migrantisches-mediennetzwerk-kein-wirtschaftsfernsehen-entlassung-von-maz-studierenden/">Migrantisches Mediennetzwerk, Kein Wirtschaftsfernsehen, Entlassung von MAZ-Studierenden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Breaking Blues: Nau.ch und der Preis des Wachstums</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/07/31/breaking-blues/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2020 12:50:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innovativer Online-Journalismus für die Masse: Mit diesem Anspruch startete «Nau.ch» vor drei Jahren. Doch unter dem Druck der Corona-Krise verriet die Firma ihre eigenen Leute.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/07/31/breaking-blues/">Breaking Blues: Nau.ch und der Preis des Wachstums</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Innovativer Online-Journalismus für die Masse: Mit diesem Anspruch startete «Nau.ch» vor drei Jahren. Doch unter dem Druck der Corona-Krise verriet die Firma ihre eigenen Leute.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/07/31/breaking-blues/">Breaking Blues: Nau.ch und der Preis des Wachstums</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Herren der Bahnhofbildschirme</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/01/29/die-herren-der-bahnhofbildschirme/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2019/01/29/die-herren-der-bahnhofbildschirme/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Adrian Lobe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2019 10:13:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Aussenwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Digital out of home]]></category>
		<category><![CDATA[Ströer]]></category>
		<category><![CDATA[t-online.de]]></category>
		<category><![CDATA[Livesystems]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Werbevermarkter unterhalten eigene Redaktionen, um ihre Anzeigenflächen im öffentlichen Raum mit Inhalten zu bespielen. Das Geschäft hat Potenzial, denn bei digitaler Aussenwerbung kann niemand wegschauen. In Deutschland pflegt <a href="https://www.stroeer.de/nc/aussenwerbung/werbemedien/kategorie/bahnhofsmedien/werbemedien/Product/list.html" rel="noopener" target="_blank">Ströer</a> mit <a href="https://www.t-online.de/" rel="noopener" target="_blank">t-online</a> dieses Modell. In der Schweiz <a href="https://www.nau.ch/livesystems/digital-out-of-home/" rel="noopener" target="_blank">Livesystems</a> mit <a href="https://www.nau.ch/" rel="noopener" target="_blank">Nau</a>.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/01/29/die-herren-der-bahnhofbildschirme/">Die Herren der Bahnhofbildschirme</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Werbevermarkter unterhalten eigene Redaktionen, um ihre Anzeigenflächen im öffentlichen Raum mit Inhalten zu bespielen. Das Geschäft hat Potenzial, denn bei digitaler Aussenwerbung kann niemand wegschauen. In Deutschland pflegt <a href="https://www.stroeer.de/nc/aussenwerbung/werbemedien/kategorie/bahnhofsmedien/werbemedien/Product/list.html" rel="noopener" target="_blank">Ströer</a> mit <a href="https://www.t-online.de/" rel="noopener" target="_blank">t-online</a> dieses Modell. In der Schweiz <a href="https://www.nau.ch/livesystems/digital-out-of-home/" rel="noopener" target="_blank">Livesystems</a> mit <a href="https://www.nau.ch/" rel="noopener" target="_blank">Nau</a>.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/01/MW-Out-of-Home-Screens_20190129.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-65655" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/01/MW-Out-of-Home-Screens_20190129.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/01/MW-Out-of-Home-Screens_20190129-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/01/MW-Out-of-Home-Screens_20190129-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/01/MW-Out-of-Home-Screens_20190129-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/01/MW-Out-of-Home-Screens_20190129-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Wer an grösseren Bahnhöfen unterwegs ist, kann ihnen nicht ausweichen. Elektronische Anzeigetafeln dienen vermehrt als digitale Zeitungen im öffentlichen Raum und sind wegen ihrer Dimensionen unübersehbar. Wenn in Deutschland auf diesen Public Video Screens vermehrt Nachrichten von t-online.de angezeigt werden, dann ist das kein Zufall: 2015 kaufte der Werbevermarkter Ströer die frühere Telekom-Tochter t-online.de für 300 Millionen Euro. Die Übernahme verlief nicht ganz geräuschlos – am alten Redaktionsstandort Darmstadt wurden 100 Mitarbeitende entlassen. Doch unter dem neuen Chefredakteur Florian Harms, der 2017 von «Spiegel Online» kam, hat das reichweitenstärkste Nachrichtenportal Deutschlands vom neuen Standort Berlin aus in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich zugelegt. Und das liegt neben einem umfassenderen <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/id_83156130/gehoert-nicht-zur-telekom-das-ist-t-online-de-und-die-mannschaft-dahinter.html" rel="noopener" target="_blank">redaktionellen Angebot</a> auch an der verstärkten Präsenz im öffentlichen Raum.</p>
<p>5000 digitale Bildschirme hat Ströer bereits an deutschen Bahnhöfen und in Einkaufszentren postiert, hinzu kommen noch zahlreiche andere Werbeträger im Aussenraum wie Big Banner, Plakate, Treppenwerbung sowie Sonderwerbeformen wie Bahnsteiginstallationen (Ströer fasst dies unter dem Rubrum «Bahnhofsmedien» zusammen). Ströer hat dazu einen Vertrag mit der Deutschen Bahn abgeschlossen.</p>
<p>Bahnhöfe sind ein attraktives Werbeumfeld: Bis zu 450&#8217;000 Besucher frequentieren täglich die Hauptbahnhöfe Hamburg, Frankfurt oder München. Das ist mehr als die Auflage der «FAZ» oder «Süddeutschen Zeitung». Durch die Zunahme des Pendelverkehrs erreicht digitale Aussenwerbung immer mehr Menschen.</p>
<blockquote><p>«Gegenüber Werbung am Bahnhof ist man unvoreingenommen und positiv eingestellt»<br />
<small>Marc Sausen, Sprecher Ströer</small></p></blockquote>
<p>Der entscheidende Vorteil digitaler Bildschirmwerbung im öffentlichen Raum für die Werbeauftraggeber: Sie müssen die Werbefläche nicht für einen längeren Zeitraum buchen, wie das bei Plakaten der Fall ist, sondern können auch nur einen Werbespot von zehn Sekunden zeigen lassen, dafür mehrmals am Tag. «Digital Out of Home», wie die digitale Aussenwerbung genannt wird, erlaubt zeitgenaue, ortsgenaue und situationsbezogene Ausstrahlung.</p>
<p>«Die Menschen an Bahnhöfen befinden sich oftmals in einer Passagesituation», sagt Ströer-Sprecher Marc Sausen im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Als «implizite Werbeform» wirke Aussenwerbung weniger aufdringlich und werde unbewusst wahrgenommen. Im Gegensatz zu Computer und Smartphone, wo einen dauernd nervige Werbeformate anspringen und sich Werbeblocker zu einem ernsthaften Problem für die Industrie ausgewachsen haben, ist der öffentliche Raum ungleich attraktiver. «Gegenüber Werbung am Bahnhof ist man unvoreingenommen und positiv eingestellt», sagt Sausen.</p>
<p>Davon profitiert auch das Nachrichtenportal t-online.de als Ströer-Tochter, das seine News auf den digitalen Screens seiner Muttergesellschaft anzeigen kann. Gemäss einer von der Gesellschaft für Konsumforschung testierten Erhebung konnte t-online.de nach der Übernahme durch Ströer seine Reichweite um fast 50 Prozent auf 47 Millionen User steigern. «Ein Turbo für t-online», nennt Ströer-Sprecher Sausen die Bespielung digitaler Bildschirme.</p>
<blockquote><p>Die Nachrichten auf den Bildschirmen bieten ein attraktives Umfeld für die Placierung kommerzieller Botschaften, wie das früher auch in der Zeitung der (Normal)fall war.</p></blockquote>
<p>Als Teil der Ströer-Unternehmensgruppe muss das Nachrichtenportal nicht bei Dritten digitale Anzeigeflächen buchen. Ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen News-Portalen ohne eigene Infrastruktur. Die Nachrichten wiederum bieten ein attraktives Umfeld für die Placierung kommerzieller Botschaften, wie das früher auch in der Zeitung der (Normal)fall war. Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. Nicht zuletzt durch das angeschlagene Image von Facebook und anderen Digitalgrössen gewinnt digitale Aussenwerbung zunehmend an Bedeutung.</p>
<p>Doch die Aufbereitung von News für Grossbildschirme im öffentlichen Raum gehorcht eigenen Regeln. Der Nutzer kann nicht weiterklicken, Cliffhanger à la «Die 10 besten Abnehmtipps» funktionieren nicht. Alle Informationen müssen komprimiert enthalten sein; Text und Bild müssen sich nach dem Format der Werbetafel richten richten. Bei t-online.de ist darum eigens ein Redaktor für die Aufbereitung der Inhalte für die Public-Video-Screens abgestellt.</p>
<p>Eine ähnliche Strategie wie Ströer und t-online in Deutschland verfolgt in der Schweiz der Werbevermarkter Livesystems mit seiner im Oktober 2017 gegründeten News-Plattform «Nau». Ziel war es, Synergien zu schaffen und Nau in das Netzwerk der Infosysteme zu integrieren. «Passenger TV» umfasst schweizweit 4500 Bildschirme in Zügen, Trams und Bussen, wo Umsteigehinweise und Störungsmeldungen mit Live-Nachrichten aus Wirtschaft, Sport, Politik und der Region angereichert werden. «Gasstation TV» umfasst 1700 Bildschirme an 300 Tankstellen, der mit Inhalten der «Nau»-Redaktion bespielt wird. Täglich verbringen Pendler Stunden in Zügen, an Bahnhöfen und Tankstellen. Diese Aufmerksamkeitsspannen lassen sich monetarisieren.</p>
<blockquote><p>«Mit der Kombination von digitalen Werbeflächen und einer eigenen News-Plattform können wir Reichweite potenzieren.»<br />
<small>Olivier Chuard, CEO der Livesystems dooh AG</small></p></blockquote>
<p>Als drittes Standbein startete Livesystems im Juli 2018 mit digitalen Info-Tafeln an Bahnhöfen. Erst kürzlich wurden an stark frequentierter Lage an der Bahnhofstrasse von Schaffhausen zwei hochformatige Screens angebracht. Mit dem Ausbau der Werbeflächen erwächst den Mitbewerbern APG, Clear Channel und <a href="https://www.tamedia.ch/de/gruppe/newsroom/medienmitteilungen/tamedia-plant-mehrheitsbeteiligung-an-neo-advertising" rel="noopener" target="_blank">Tamedia/NeoAdvertising</a> Konkurrenz. Tamedia hatte im Februar 2018 mit einem ähnlichen Kalkül die Mehrheit am Vermarkter Neo Advertising übernommen, der 12&#8217;000 digitale und analoge Aussenwerbeflächen in der Deutschschweiz sowie der Romandie betreibt und vermarktet.</p>
<p>«Mit der Kombination von digitalen Werbeflächen und einer eigenen News-Plattform können wir Reichweite potenzieren», teilt Olivier Chuard, CEO der Livesystems dooh AG auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Man erreiche heute ein Publikum von täglich über zwei Millionen. Dass mit Nau zudem die Redaktion als Content-Lieferant im eigenen Haus ist, sei von «unschätzbarem Wert»: «Wir können Feedback sofort und direkt vor Ort – beispielsweise auf den Screens im Bus – umsetzen», so Chuard. «Das schafft Zufriedenheit beim Publikum, bessere Beachtung und damit letztlich ein besseres Werbeumfeld. Wir begleiten mit unserem Content den aktiven, mobilen Menschen entlang seiner Reise.»</p>
<p>Die 45-köpfige Redaktion bespielt die Screens 18 Stunden pro Tag an sieben Tagen in der Woche mit Inhalten. Die News für die Screens würden nicht mit automatisierten Feeds, sondern von der Redaktion nach ihrer Eignung ausgewählt und spezifisch für die Bildschirme aufbereitet. «Nau ist das einzige Nachrichtenportal in der Schweiz, welches dezidiert auch für Screens produziert», erklärt Yves Kilchenmann, CEO der Nau media AG. Die Redaktionsmitglieder würden regelmässig geschult. Die Screens funktionierten nach denselben redaktionellen Grundsätzen wie die Online-Plattform, so Kilchenmann. Zentral seien Newswert, Klarheit, Kürze sowie eine attraktive Optik.<br />
Eine WEMF-Studie zur Werbewirkung attestierte den Bildschirmen im öffentlichen Verkehr «hochsignifikante Ergebnisse». Die Spots bleiben in Erinnerung, Passagiere erinnern sich sogar an Details – zum Beispiel, dass die Schweiz 1924 Fussball-Europameister wurde.</p>
<p>Man braucht nicht so weit zu gehen, und digitale Info-Tafeln als Wundermittel gegen die Medienkrise zu sehen. Doch der mediale und werbliche Nutzen von Info-Screens wird vermutlich unterschätzt. Klar ist: «Digital Out Of Home» bietet eine Alternative zum Werbemarkt im Web, der von Facebook und Google dominiert wird. Doch auch im Bereich der digitalen Aussenwerbung drohen geschlossene Ökosysteme zu entstehen, wo Hardware und «Software» (redaktionelle Inhalte) wie bei Ströer und Livesystems in einer Hand sind. Verschärfend kommt hinzu, dass der Platz begrenzt ist. Die zentrale Frage wird daher sein, welchen Zugang andere Verlage und Werber zu den Info-Tafeln haben werden. Eine entscheidende Rolle werden dabei die Kommunen und die Bahnbetriebe spielen, welche die Flächen im öffentlichen Raum vermieten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/01/29/die-herren-der-bahnhofbildschirme/">Die Herren der Bahnhofbildschirme</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Nach dem Start von Nau: «Der Mix ist in der Tat noch etwas wild»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/10/27/nach-dem-start-von-nau-der-mix-ist-in-der-tat-noch-etwas-wild/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2017/10/27/nach-dem-start-von-nau-der-mix-ist-in-der-tat-noch-etwas-wild/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Journalismus Y]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Oct 2017 20:21:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit zehn Tagen ist das neue News-Portal Nau online. Noch wirkt das Angebot etwas unübersichtlich. Klar ist aber schon so viel: Hier wächst ein Medium heran mit grossem Potenzial, vor allem im Bereich Live-Video. «Journalismus Y» hat sich mit Simon Klopfenstein unterhalten. Er hat als Head of Content das redaktionelle Konzept von Nau mitentwickelt und <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/27/nach-dem-start-von-nau-der-mix-ist-in-der-tat-noch-etwas-wild/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/27/nach-dem-start-von-nau-der-mix-ist-in-der-tat-noch-etwas-wild/">Nach dem Start von Nau: «Der Mix ist in der Tat noch etwas wild»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit zehn Tagen ist das neue <a href="https://nau.ch/" rel="noopener" target="_blank">News-Portal Nau</a> online. Noch wirkt das Angebot etwas unübersichtlich. Klar ist aber schon so viel: Hier wächst ein Medium heran mit <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/12/wir-sehen-uns-ganz-am-anfang-der-nahrungskette/">grossem Potenzial</a>, vor allem im Bereich <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/19/lokalfernsehen-2-0/">Live-Video</a>. «Journalismus Y» hat sich mit Simon Klopfenstein unterhalten. Er hat als Head of Content das redaktionelle Konzept von Nau mitentwickelt und betreut die lokalen Video-Reporter. Das Gespräch wurde auf Schweizerdeutsch geführt.</strong><br />
<iframe loading="lazy" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/348852131&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false" width="100%" height="166" frameborder="no" scrolling="no"></iframe><br />
<div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Für alle, die nau.ch nicht kennen: Wie würdest du es ihnen beschreiben?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Ich habe heute einen verfrühten Ritterschlag erhalten. Der Tages-Anzeiger hat nämlich geschrieben: «Wie Schweiz Aktuell, nur frecher». Ich glaube das trifft es sehr gut. Nau ist die Verschränkung von «out of home» auf den Bildschirmen überall in der Schweiz und dem Webportal nau.ch. Wir möchten am Puls der Zeit sein und vielfältige Schweiz abbilden und zwar auf eine persönliche Art und Weise mit unseren Lokalreportern, die für uns unterwegs sind.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Wo seht ihr euch im Schweizer Medienmarkt neben Medien?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Bei dieser Frage ist es wichtig, die Entstehungsgeschichte zu verstehen. LiveSystems hat vor 10 Jahren angefangen mit den Bildschirmen im öffentlichen Verkehr. Dort lief schon immer 75 Prozent «Content». Meist automatisiert von anderen Medienunternehmen bestehend aus Text und Bild. Das war nicht immer gleich gut und innerhalb der Firma war schon immer klar: Irgendwann wollen wir diese Inhalte selbst produzieren. Auf dieser Basis bauen wir auf und wollen zum sichtbarsten Medium der Schweiz werden. Nicht nur am Bildschirm sondern auch von Mensch zu Mensch. Die Leute in den Regionen können für Verbundenheit sorgen. An den Tischen zuhause, bei Freunden oder im Ausgang. So wollen wir Trends in den Regionen aufspüren.</p>
</div><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/simon_klopfenstein.jpg" alt="" width="940" height="528" class="alignnone size-full wp-image-49081" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/simon_klopfenstein.jpg 940w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/simon_klopfenstein-300x169.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/simon_klopfenstein-768x431.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px" /><br />
<div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Ihr habt schon von Beginn an 45 Angestellte. Das ist sehr viel im Vergleich zu anderen.</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>In der Tat, das ist aussergewöhnlich. Dahinter steht die Überlegung, dass wir von Anfang an clever alle vorhandenen Plattformen integrieren wollen. Dafür benötigen wir Personal mit dem nötigen Know-How. Und Quantität ist etwas, das man nicht ausser Acht lassen. Wir sehen bei anderen Projekten – und ich freue mich über alle diese Initiativen – dass es schwierig ist, mit einem geringen Output eine substantielle Reichweite zu erzeugen. Und das ist es, was wir wollen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Wenn man die Seite besucht, findet man einen wilden Mix aus Ausland, Regio und Sport. Wie passt das alles zusammen?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Der Mix ist in der Tat noch etwas wild. Ich gebe auch zu, dass unser Produkt zum heutigen Zeitpunkt erst 70 Prozent perfekt ist. Wir müssen nicht immer die Schnellsten sein, aber der Reiz soll schon bestehen, täglich bei uns vorbeizuschauen. Wir haben der Einfachheit halber sogar auf Rubriken verzichtet, aber wir mussten feststellen, dass die User vielleicht doch träger sind, als wir es erwarteten. Deshalb werden wir jetzt drei Rubriken erstellen: Politik/Wirtschaft, Sport und People. Gleichzeitig möchten wir die Entscheidungen, die ein User treffen muss, auf ein Minimum reduzieren.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>User können selbst Beiträge erfassen. Was für Pläne habt ihr mit dieser Funktion?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Das ist der Bereich, der noch am wenigsten entwickelt ist. Wir kamen im Endstress nicht mehr dazu, deshalb kann ich noch nicht allzu viel dazu sagen. Aber Partizipation wird eine wichtige Rolle spielen bei uns. User Generated Content beschränkt sich heute noch auf Kommentare, aber wir glauben, dass da mehr Gehalt möglich ist. Wir möchten das Fachwissen der Leute anzapfen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Mich hat überrascht, wie viele Livestreams ihr bereits gemacht habt. Im Bus ist man nur kurz und kann nicht mit Ton hören. Wie passen da Livestreams hinein?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Live finde ich den spannendste Bereich im Digitalen. Ich habe kürzlich «Das intensive Leben» von Tristan Garcia gelesen. Er stellt darin die These auf, dass Menschen auf der Suche nach Intensität sind. Und die neue Technologien sollen die Distanz zwischen Ereignis und Zuschauer verringern. Gutes «Live» kann diese Intensität gut vermitteln – dieses Gefühl des Dabeiseins, der Teilhabe, der Partizipation.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Die für mich alles entscheidende Frage ist: Ihr habt ein funktionierendes Geschäftsmodell. Ihr habt viele Einnahmen. Warum bürdet ihr euch diese neuen Ausgaben auf?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Weil es werbemarkttechnisch interessant ist, nicht nur «out of home» sondern auch online anbieten zu können und weil wir einen innovativen Verwaltungsrat und Gründer haben, die immer einen Schritt weiter denken. Der schnelle Profit ist nicht das einzige, was sie antreibt, sondern auch die Freude am Inhalt.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Redest du da von klassischer Werbung oder auch von «Native Advertising»?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Ich rede von klassischer Werbung. Wir schliessen für die Zukunft nichts aus, aber für jetzt möchten wir ganz auf Glaubwürdigkeit setzen. Ich weiss, dass bei uns die Verkaufsleute und die Redakteure im selben Raum sitzen, aber zeig mir eine freiere Redaktion als unsere. Für uns ist klar, dass wir die User mit glaubwürdigen, echte Beiträgen holen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Man hört von euch auch kritische Töne – um die Schweizer Medien stehe es nicht gut. Womit seid ihr denn unzufrieden?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Ich finde es steht nicht so schlecht um die Schweizer Medien. Ich hatte das Privileg, 50 Leute zu rekrutieren und dafür in der ganzen Schweiz mit über 100 JournalistInnen zu reden und ich habe gespürt: Da ist so viel Engagement. Gerade bei den Jungen. Sie stehen für ein kleines Gehalt um vier Uhr nachts auf und schmeissen eine gute Sendung. Die haben ein super Verständnis, um was es im Journalismus geht. Ich finde aber, dass der digitale Wandel auch die Qualitätsstandards des Publikums verändert und ich sehe eine gewisse Lethargie, sich daran anzupassen. Heute gilt: «Content first», wenn das Bild etwas wackelt, ist das egal. Wenn der Funke springt, dann spüre ich die Nähe. Das ist doch viel wichtiger. Da wünsche ich mir etwas mehr Mut.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>Journalismus Y:</h4> <p>Wo siehst du Nau in einem Jahr?</p>
</div><div class="answer"><h4>Simon Klopfenstein:</h4> <p>Nau hat sich in einem Jahr einen soliden Namen gemacht. Man sagt über Nau, dass sie Neues wagen aber auch eine solide Qualität vorweisen können. Gelegentlich übertreiben sie es ein bisschen.</p>
</div></p>
<p><small>Das hier wiedergegebene Interview ist eine redigierte und gekürzte Abschrift des Gesprächs im Podcast.</small></p>
<p><small>Bild: Simon Klopfenstein/zvg</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/27/nach-dem-start-von-nau-der-mix-ist-in-der-tat-noch-etwas-wild/">Nach dem Start von Nau: «Der Mix ist in der Tat noch etwas wild»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kritik Nau.ch: Kröten statt Katzen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/10/26/kritik-nau-ch-kroeten-statt-katzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2017 13:13:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neu, aktuell und unterhaltsam – das will das neue Schweizer Newsportal «Nau» sein. Als Vorbilder dienen Facebook und Google.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/26/kritik-nau-ch-kroeten-statt-katzen/">Kritik Nau.ch: Kröten statt Katzen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neu, aktuell und unterhaltsam – das will das neue Schweizer Newsportal «Nau» sein. Als Vorbilder dienen Facebook und Google.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/26/kritik-nau-ch-kroeten-statt-katzen/">Kritik Nau.ch: Kröten statt Katzen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Lokalfernsehen 2.0</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/10/19/lokalfernsehen-2-0/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2017 13:02:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick sieht das neue News-Portal nau.ch enttäuschend konventionell aus. Doch unter der Oberfläche zeigt sich das Potenzial der Plattform: Video-, und vor allem Live-Video, sind die Stärken von nau.ch. Die Frage erscheint so berechtigt, wie sie natürlich kompletter Unsinn ist. Wozu 2017 ein weiteres News-Portal? Seit gestern Abend gibt es einen neuen <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/19/lokalfernsehen-2-0/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/19/lokalfernsehen-2-0/">Lokalfernsehen 2.0</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf den ersten Blick sieht das neue <a href="https://nau.ch/" target="_blank">News-Portal nau.ch</a> enttäuschend konventionell aus. Doch unter der Oberfläche zeigt sich das Potenzial der Plattform: Video-, und vor allem Live-Video, sind die Stärken von nau.ch.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW-Nau-on-Air_20171019.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-48750" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW-Nau-on-Air_20171019.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW-Nau-on-Air_20171019-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW-Nau-on-Air_20171019-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW-Nau-on-Air_20171019-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/10/MW-Nau-on-Air_20171019-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Die Frage erscheint so berechtigt, wie sie natürlich kompletter Unsinn ist. Wozu 2017 ein weiteres News-Portal? Seit gestern Abend gibt es einen neuen digitalen Vollversorger für News und Unterhaltung in der Deutschschweiz. Mit nau.ch betritt ein Anbieter das Feld mit einem ungewöhnlichen Hintergrund. Dank der Präsenz auf den eigenen Bildschirmen in öffentlichen Verkehrsmitteln, kann die neue Nachrichtenplattform vor einem Millionenpublikum für sich werben und (<a href="https://medienwoche.ch/2017/09/12/wir-sehen-uns-ganz-am-anfang-der-nahrungskette/">mehr dazu</a>).</p>
<blockquote><p>Video spielt eine wichtige Rolle. Hier verfügt die junge Redaktion, das Durchschnittsalter beträgt 29 Jahre, über die grösste Kompetenz.</p></blockquote>
<p>Bis zum Launch war wenig Konkretes zu erfahren über das publizistische Profil von nau.ch. Klar war nur so viel: Es muss ein Angebot für alle sein, kein Zielgruppenmedium wie Watson, das für die realen und gefühlten Plusminusdreissiger/innen produziert. Nau.ch will die Pendlermassen ansprechen von alt bis jung.</p>
<p>Entsprechend mehrheitsfähig sieht die Plattform auch aus. Keine Spielereien und Verspieltheiten, ein konventioneller Seitenaufbau, informative Bild-Text-Teaser, 48 Stück davon auf der Startseite. Thematisch dominierte in den Stunden nach dem Start <a href="https://nau.ch/news/spanische-regierung-geht-auf-konfrontationskurs-65262138" target="_blank">Agenturmeldungen</a> zur internationalen Politik, vor Gesellschaftsthemen, Sportmeldungen und einer Video-Rubrik, wo sich nau.ch-Mitarbeitende ihren grössten Ängsten und Phobien stellen.</p>
<p>Überhaupt spielt Video eine wichtige Rolle. Hier verfügt die junge Redaktion, das Durchschnittsalter beträgt 29 Jahre, über die grösste Kompetenz. Etliche Journalistinnen und Journalisten verfügen über TV-Erfahrung. Entsprechend sicher kommen die Auftritte daher. Dabei zeigt man auch Mut zu längeren Formaten. Der <a href="https://nau.ch/news/meine-rahmdaeaefeli-bringe-ich-erst-zum-zweiten-date-14646" target="_blank">Besuch in der Backstube</a> bei einem Basler Rahmdääfeli-Hersteller dauert zwölf Minuten und kann es von der Machart her locker mit jedem Hintergrundreport eines Regionalsenders mithalten. Der Artikel aus dem Bundeshaus von Radiojournalist Matthias Bärlocher zur Olympia-Milliarde kommt mit einem <a href="https://nau.ch/politik/parmelin-begruendet-die-olympia-milliarde-65262105" target="_blank">Videostatement von Bundesrat Parmelin</a> daher. Und auch beim Besuch auf der Baustelle im Fussballstadion von Kriens läuft die Kamera. So weit so gewöhnlich.</p>
<blockquote><p>Für die Videoproduktion stehen nau.ch 13 Reporter-Teams in der ganzen Deutschschweiz zur Verfügung.</p></blockquote>
<p>Was nau.ch im Videobereich von anderen Anbietern unterscheidet, ist der grosse Live-Anteil. Am ersten Tag nach dem Start bietet das Portal fünf Direktübertragungen. Das beginnt am Vormittag mit einem Gespräch mit dem <a href="https://youtu.be/jea80H587IA" target="_blank">Sportchef des Schlittschuclub Bern</a>, geht am Mittag weiter mit einer Schaltung  aus einer <a href="https://nau.ch/sport/von-der-cbd-fabrik-in-steinach-zu-pedro-lenz-nach-olten-65262148" target="_blank">Tabakmanufaktur</a>, wo legale Joints hergestellt werden. Am Nachmittag liest Pedro Lenz live aus seinem neuen Buch und am Abend noch Termine bei einem Zürcher Tramchauffeur und einer Band in Baden. Für die Videoproduktion stehen nau.ch 13 Reporter-Teams in der ganzen Deutschschweiz zur Verfügung.</p>
<p>Wie die Videos sind auch die reinen Textformate überraschend lang, gemessen an der Ansage vor dem Start, kurz und bündig informieren zu wollen. Von der Struktur her bieten die Artikel keine überraschenden Elemente. Das Wichtigste wird in einer Box in Kürze zusammengefasst für die Flüchtiglesenden. Ein Werbebanner unterbricht den Artikel zwischen den Titelelementen und dem Textkörper. Auch sonst wirkt die Werbung nicht störend. Als einziges grösseres Element haftet auf der Startseite am rechten Rand eine Anzeige. Sonderwerbeformen wie Native Advertising gibt es keine. </p>
<p>Den Start von nau.ch kann man in Kenntnis des vorhandenen Angebots als geglückt bezeichnen. Wenn es der Redaktion gelingt,  neben dem starken Videoakzent noch weitere Formen und Formate zu finden, die sie von der Konkurrenz unterscheiden, hat das Portal  das Potenzial ein Publikum zu finden und sich neben den bestehenden News-Plattformen zu etablieren. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/19/lokalfernsehen-2-0/">Lokalfernsehen 2.0</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>«Wir sehen uns ganz am Anfang der Nahrungskette»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/09/12/wir-sehen-uns-ganz-am-anfang-der-nahrungskette/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2017/09/12/wir-sehen-uns-ganz-am-anfang-der-nahrungskette/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2017 08:27:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch in diesem Jahr legt mit nau.ch ein neues Nachrichtenportal in der Deutschschweiz los. Neben mehreren tausend Bildschirmen im öffentlichen Verkehr der Deutschschweiz wird die 45-köpfige Redaktion auch Web und App bespielen. Damit zielt das Unternehmen auf das gleiche Publikum wie «20 Minuten», die Millionenmasse der Pendler in der Schweiz. Wer sich daran macht, ein <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/12/wir-sehen-uns-ganz-am-anfang-der-nahrungskette/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/12/wir-sehen-uns-ganz-am-anfang-der-nahrungskette/">«Wir sehen uns ganz am Anfang der Nahrungskette»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch in diesem Jahr legt mit <a href="http://nau.ch/" target="_blank">nau.ch</a> ein neues Nachrichtenportal in der Deutschschweiz los. Neben mehreren tausend Bildschirmen im öffentlichen Verkehr der Deutschschweiz wird die 45-köpfige Redaktion auch Web und App bespielen. Damit zielt das Unternehmen auf das gleiche Publikum wie «20 Minuten», die Millionenmasse der Pendler in der Schweiz.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-passenger-tv_20170911a-1.jpg" alt="" width="1611" height="1080" class="alignnone size-full wp-image-47226" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-passenger-tv_20170911a-1.jpg 1611w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-passenger-tv_20170911a-1-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-passenger-tv_20170911a-1-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-passenger-tv_20170911a-1-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-passenger-tv_20170911a-1-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1611px) 100vw, 1611px" /><br />
Wer sich daran macht, ein neues Medienunternehmen zu gründen, tut dies in der Regel in aller Öffentlichkeit. Insbesondere dann, wenn für einen erfolgreichen Start die künftigen Leser einen finanziellen Vorschuss leisten sollen; mit Werbung rechnet heute kaum noch jemand als sichere Finanzierungsquelle. Massstäbe gesetzt hat diesbezüglich Project R. Ein halbes Jahr vor der Lancierung konnte allein die Aussicht auf das zu gründende «Republik»-Magazin ein breites und zahlungsbereites Publikum mobilisieren.</p>
<p>Einen anderen Weg geht das derzeit grösste redaktionelle Medienprojekt, das noch in diesem Jahr starten will. Kein Hype, keine Heilsversprechen, nur ein paar gezielt gestreute Infohäppchen, die nicht einmal zusammen ein vollständiges Bild davon ergeben, was im Berner Vorortquartier Liebefeld gerade entsteht. Die Kommunikation fliesst bewusst spärlich. Man setzt auf den Überraschungseffekt. Auch nach diesem Artikel bleiben noch Fragen offen, insbesondere nach dem konkreten redaktionellen Output. Da halten sich die Macher bewusst noch bedeckt.</p>
<p>Bisher ist so viel bekannt: Das mit den Marken <a href="http://www.passengertv.ch/" target="_blank">Passenger TV</a> und <a href="http://www.gasstationtv.ch/" target="_blank">Gasstation TV</a> in der Vermarktung von digitalen Werbeflächen im öffentlichen Verkehr und an Tankstellen tätige Unternehmen <a href="http://www.livesystems.ch/" target="_blank">Livesystems</a> baut unter dem Namen <a href="http://nau.ch/" target="_blank">nau.ch</a> eine Redaktion auf. Neben den Bildschirmen in Tram, S-Bahn und an Tanksäule werden die mindestens 45 Journalistinnen und Journalisten auch eine Website und eine App befüllen.</p>
<p>Ein paar Namen sind auch schon durchgesickert, so etwa derjenige von Micha Zbinden, der die Redaktion leitet. Zbinden arbeitete zuletzt bei der «Blick»-Gruppe als stellvertretender Sportchef. Auch weitere Einwechslungen vom «Blick» sind bekannt. Mit Matthias Bärlocher, bisher Bundeshauskorrespondent für Schweizer Lokalradios, wechselt ein Politprofi in die Redaktion. Die Namen der Aushängeschilder, darunter auch solche mit nationaler Bildschirmbekanntheit, bleiben noch unter Verschluss. Zum Profil des angestellten Personals sagt man nur so viel: Es seien viele Allrounder dabei, alle mit Multimedia-Kenntnissen. Ein Blick auf die Stellenausschreibungen zeigt, dass massgeblich Online- und Social-Media-Kompetenz gefragt ist.</p>
<blockquote><p>Wie bei jedem Medien-Startup: modulares Standardmobiliar, mit Zeitungen übersäte Stehtische, grosszügige Sofaecke und der obligate Kühlschrank mit Energiegetränken.</p></blockquote>
<p>Anfang September gemahnt noch nichts an den brummenden Betrieb eines der grössten Schweizer News-Portale. Das Grossraumbüro teilt man sich mit den Verkäufern der ÖV-Werbeflächen. Mit seiner spartanischen, improvisierten Einrichtung erinnert der neue nau.ch-Newsroom an das Interieur anderer Medien-Startups: modulares Standardmobiliar, mit Zeitungen übersäte Stehtische, grosszügige Sofaecke und der obligate Kühlschrank mit Energiegetränken. Ausserhalb des Stammsitzes in Bern-Liebefeld werden Lokalkorrespondentinnen und -korrespondenten an den Standorten der bereits existierenden Verkaufsbüros in der gesamten Deutschschweiz arbeiten.</p>
<p>Was nau.ch von sämtlichen Neugründungen der letzten Jahre unterscheidet, egal ob werbe-, stiftungs- oder leserfinanziert: das neue Nachrichtenangebot startet mit einem funktionierenden Geschäftsmodell, dem Verkauf digitaler Werbeflächen, und mit einem Millionenpublikum, das schon heute tagtäglich auf die ÖV-Bildschirme guckt. 1,5 Millionen Menschen sehen täglich einen der rund 4000 Bildschirme, die Livesystems betreibt. um Geschäftsgang von Livesystems gibt die privat gehaltene Firma nur so viel bekannt: 2016 wurde mit einem zweistelligen Millionenumsatz Gewinn erwirtschaftet. Bisher beschäftigte das Unternehmen gut 60 Leute in der ganzen Schweiz, mit der Redaktion sind es nun über hundert. Die Kosten, die nun durch den Betrieb einer eigenen Redaktion zusätzlich entstehen, soll die Werbung in Web und App mittelfristig einspielen. Als Zeithorizont für das Erreichen der Gewinnschwelle nennen die Verantwortlichen zwei bis fünf Jahre.</p>
<p>Aber warum kommt ein erfolgreiches Technologie- und Werbeunternehmen auf die Idee, 2017 in das Risikogeschäft mit redaktionellen Medien einzusteigen? Mit der Kompetenz als Werbeverkäufer läge es auf der Hand, dass die journalistische Offensive vor allem dazu dienen soll, den Kommerz weiter anzukurbeln. Stichwort: Native Advertising. Yves Kilchenmann, Gründer und Leiter Markt von Livesystems verneint: «Wir werden auch auf den neuen Vektoren vor allem auf traditionelle Display-Werbung setzen. Native Advertising ist für uns weniger interessant, da das Format schlecht skaliert.» Kilchenmann sieht den aktuellen Entwicklungsschritt in der bisherigen Geschäftsstrategie verankert. «Wir haben schon immer 75 Prozent unserer Bildschirmflächen mit redaktionellen Inhalten bespielt», sagt Kilchenmann im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. «Einfach mit jenen von Partnermedien.» Mit einem eigenen redaktionellen Angebot könne man einfacher auf Nutzerbedürfnisse reagieren.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-ch_02-20170911a.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-47277" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-ch_02-20170911a.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-ch_02-20170911a-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-ch_02-20170911a-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-ch_02-20170911a-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/09/MW-nau-ch_02-20170911a-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Dass Livesystems den Schritt ins Inhaltsgeschäft gerade jetzt unternimmt, hat aber ebenso viel mit einer Begegnung am Swiss Economic Forum 2016 zu tun. Am Rande der Veranstaltung traf Yves Kilchenmann (auf dem Bild rechts) auf Simon Klopfenstein, der mit der Firma <a href="https://www.newsroom.co/" target="_blank">«Newsroom Communication AG»</a> am KMU-Gipfel als Storytelling-Technologiepartner im Einsatz stand. Kilchenmann und Klopfenstein kannten sich, wie man sich halt kennt in Bern. Und so gab an einem Juniabend vor einem Jahr in Interlaken das eine Wort das andere. «Wichtig war für mich schon damals, dass es nicht um PR geht, sondern um Journalismus», betont Simon Klopfenstein. Seinen Leitungsjob bei «Newsroom Communication» hat er inzwischen aufgegeben und als Head of Content in die Geschäftsleitung der neuen Nau media AG gewechselt, die unter dem Dach von Livesystems für den Betrieb der Redaktion aufgestellt wurde.</p>
<p>Und jetzt, 15 Monate später, sitzen Klopfenstein und Kilchenmann an einem sonnigen Spätsommermorgen auf der Terrasse der einzigen Bar, die der Gewerbe- und Industriezone im Berner Vorortsquartier Liebefeld einen Hauch von Startup-Hipness verleiht. Der Sitz von Livesystems und die Zentralredaktion von nau.ch befindet sich nur einen Steinwurf entfernt in einem Neubau eines führenden Gasversorgungsunternehmens. Im Gespräch gibt ein Stichwort das nächste, der eine ergänzt den anderen, aber immer mit der klaren Rollenteilung: Kilchenmann, der Geschäftsmann. Klopfenstein, der Journalist.</p>
<blockquote><p>Nun wartet der bisher anspruchsvollste Job auf Simon Klopfenstein: Journalismus für die Massen.</p></blockquote>
<p>Seine Laufbahn in den Medien hatte Simon Klopfenstein, noch keine 20 Jahre alt, als Sportreporter begonnen, zuerst für das längst wieder eingestellte Sportradio.ch von Adrian Fetscherin, danach brachte er zusammen mit seinem Studienkollegen Brian Ruchti das <a href="http://www.radio-gelb-schwarz.ch/home.htm" target="_blank">Fan-Radio «Gelb-Schwarz»</a> auf Sendung, wo sie fortan die Fussballspiele der Berner Young Boys kommentierten. Die jungen Studenten interessierten sich aber genauso für die Geschäftswelt. So gründeten sie zuerst die Firma «openmind medien gmbh» und später mit einem weiteren Partner die «Newsroom Communication AG». Beide Firmen beschäftigten sich vorerst mit Event-Kommunikation an der Schnittstelle zwischen PR und Journalismus. Nun wartet der bisher anspruchsvollste Job auf den jungen Medienmacher: Journalismus für die Massen.</p>
<p>«Wir bringen das, was diskutiert wird und weitere Diskussionen auslöst», versucht es Klopfenstein mit einer griffigen Formel. Über konkrete journalistische Formen und Formate, die einmal unter der Marke nau.ch angeboten werden, wollen die Verantwortlichen vor dem Launch nicht im Detail informieren. «Wenn wir jetzt sagen würden, wir bringen vor allem Videos, dann heisst es, nau.ch sei eine Video-Plattform – was aber so nicht stimmt», erklärt Yves Kilchenmann. Immerhin so viel: Bewegtbild wird eine zentrale Rolle spielen – naheliegend mit den ÖV-Bildschirmen als zentraler Verbreitungsplattform.</p>
<p>Im Gegensatz zu den Kurzformaten, die auf den ÖV-Bildschirmen laufen, bieten Web und App Platz für grössere Geschichten. Doch lange Riemen darf man auch hier nicht erwarten. Das Credo lautet: Kurz auf allen Vektoren. «Aber kurz heisst nicht dumm», präzisiert Klopfenstein. Das Ziel sei es letztlich, sich als Vollversorger für jung und alt zu etablieren und nicht für eine spezifische Zielgruppe zu arbeiten. «Darum gibt es bei uns auch keine Katzenbilder.» Die Grundlast will man mit Agenturmeldungen gewährleisten.</p>
<blockquote><p>«Wir wollen einfach wissen, was läuft. Uns interessiert die Meinung von Herr und Frau Schweizer.»</p></blockquote>
<p>Aber wo will sich nau.ch in der Medienarena positionieren? «Wir sehen uns ganz am Anfang der Nahrungskette», erklärt Klopfenstein. «Wenn die ‹Republik› den einordnenden, abschliessenden Artikel zu einer Debatte schreibt, dann wollen wir den ersten Beitrag liefern, der das Thema für eine breite Masse eröffnet». An Primeurs sei man aber nicht interessiert. «Wir wollen einfach wissen, was läuft. Uns interessiert die Meinung von Herr und Frau Schweizer.» Einen Draht zu den pendelnden Publikumsmassen hat Livesystems schon heute. «Wenn sich jemand an den Meldungen stört, wenn etwas nicht stimmt, dann melden sich die Leute bei uns», weiss Yves Kilchenmann. Aber heute ist Livesystems gar nicht der richtige Ansprechpartner, weil die Inhalte ja von externen Medienpartnern stammen. Mit einer eigenen Redaktion wird die Kommunikation mit dem Publikum direkter und einfacher.  </p>
<p>Überhaupt spielt die Community eine zentrale Rolle im redaktionellen Konzept, «aber nicht so, wie das heute die meisten Medien machen». Wie denn? Das sei «Business-kritisch» und könne darum noch nicht kommuniziert werden. Auch ohne die Details zu kennen, wird aber schnell klar, in welche Richtung Livesystems mit nau.ch zielt. «Natürlich kennen wir die Erfolgsgeschichte von ‹20 Minuten›», sagt Yves Kilchenmann mit der nicht nur gespielten Coolness eines erfolgreichen Jungunternehmers. Und genau so cool geht es weiter. Zwischen zwei Zügen aus einem rauchfreien Tabakerhitzer sagt er Sätze, wie diese: «Ein Verdrängungsmarkt ist ein spannender Markt, weil er Qualität und Produkt besser macht. Das treibt uns extrem an.» Oder diesen: «Die Schweiz ist erbärmlich, was digitale Medien angeht.» Oder auch den: «Wir messen uns seit zehn Jahren an Facebook und Google.» Das sind grosse Worte. Bald werden ihnen Taten folgen müssen.</p>
<p>Für ein Risiko hält Yves Kilchenmann den Ausbauschritt mit der Grossredaktion nicht. Das zeige nur schon der Blick in die vollen Auftragsbücher. Kunden, die bisher schon Werbung auf den ÖV-Screens gebucht haben, wollen auch auf den neuen digitalen Plattformen präsent sein. Ein Sonntagsspaziergang wird es trotzdem nicht. «Wir haben klare Erwartungen, wie sich App und Website entwickeln müssen, damit es auch ein kommerzieller Erfolg wird.» Und sollten alle Stricke reissen, wird Livesystems einfach wieder zu dem, was es immer schon war, ein erfolgreiches Technologie- und Werbeunternehmen.</p>
<p><small>Bild 1: zvg/Montage theband.cc<br />
Bild 2: Nick Lüthi (links: Simon Klopfenstein, rechts: Yves Kilchenmann)</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/12/wir-sehen-uns-ganz-am-anfang-der-nahrungskette/">«Wir sehen uns ganz am Anfang der Nahrungskette»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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