<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Nebelspalter | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/nebelspalter/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 26 Nov 2022 09:39:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>
	<item>
		<title>Edition Moderne, Dominic Deville, Markus&#160;Somm</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Nov 2022 09:04:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[GAV]]></category>
		<category><![CDATA[Dominic Deville]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=101008</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Gelebte Sozialpartnerschaft Wenn es schon die grossen Verlage nicht schaffen, dann wenigstens ein kleiner. Die Gewerkschaft Syndicom und der renommierte Comicverlag Edition Moderne haben sich gemeinsamen auf einen sogenannten Basisvertrag für die selbständigen Zeichner:innen und Illustrator:innen geeinigt. Diese Lösung komme einem Gesamtarbeitsvertrag gleich und zeige, dass tarifvertragsähnliche Lösungen auch für Selbständige möglich <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/">Edition Moderne, Dominic Deville, Markus Somm</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-101030" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Gelebte Sozialpartnerschaft</h3>
<p>Wenn es schon die grossen Verlage nicht schaffen, dann wenigstens ein kleiner. Die Gewerkschaft Syndicom und der renommierte Comicverlag <a href="https://www.editionmoderne.ch/" target="_blank" rel="noopener">Edition Moderne</a> haben sich gemeinsamen auf einen sogenannten <a href="https://syndicom.ch/aktuell/artikel/ein-gesamtarbeitsvertrag-fuer-selbststaendige/" target="_blank" rel="noopener">Basisvertrag</a> für die selbständigen Zeichner:innen und Illustrator:innen geeinigt. Diese Lösung komme einem Gesamtarbeitsvertrag gleich und zeige, dass tarifvertragsähnliche Lösungen auch für Selbständige möglich sind.</p>
<p>«Es ist ein starkes Zeichen und ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Branche, dass sich auch Selbständigerwerbende zusammenschliessen, um kollektiv zu verhandeln», so Rina Jost, Illustratorin und Mitglied der Verhandlungsdelegation. Somit hat Syndicom mit der Edition Moderne erreicht, was mit den grossen Medienunternehmen <a href="https://www.nzz.ch/article9RK12-ld.1167922" target="_blank" rel="noopener">seit 18 Jahren</a> hängig ist; aber immerhin spricht man miteinander. «Der Verlegerverband ist aktuell in Gesprächen mit den Arbeitnehmerorganisationen über einen GAV für Journalistinnen und Journalisten. Inwieweit hierbei auch selbständige Mitarbeiter berücksichtigt wären, ist Gegenstand der laufenden Diskussionen», schreibt Geschäftsführer Stefan Wabel auf Anfrage.<br />
</p>
<h3>The Bad – Dominic Deville hört auf</h3>
<p>Der ehemalige Kindergärtner und Punkmusiker Dominic Deville stand an einem <a href="https://www.srf.ch/play/tv/deville/video/auftakt-der-neuen-comedy-late-night?urn=urn:srf:video:d1e83147-a3f6-486b-841d-3a53f19adeb2" target="_blank" rel="noopener">Sonntagabend Ende Mai 2016</a> mit der nach ihm benannten Late-Night-Show zum ersten Mal vor der SRF-Kamera. Seitdem blicken er und sein Team mit Ironie auf das politische Geschehen in der Schweiz. Erst vor wenigen Wochen wurde der 47-Jährige mit dem <a href="https://www.watson.ch/schweiz/tv/942975172-dominic-deville-erhaelt-den-salzburger-stier" target="_blank" rel="noopener">Salzburger Stier</a> ausgezeichnet, dem renommiertesten Kabarettpreis im deutschsprachigen Raum.</p>
<p>Es ist das verflixte siebte Jahr für die Crew: Deville will sich nun vermehrt <a href="https://medien.srf.ch/-/letzte-staffel-%C2%ABdeville%C2%BB-im-fr%C3%BChjahr%C2%A02023?redirect=https%3A%2F%2Fmedien.srf.ch%2F%2323921252" target="_blank" rel="noopener">um eigene Projekte kümmern</a>. Das Format wird mit der Frühlingsstaffel 2023 nach über 150 Folgen beendet. Nach einer Pandemie, vier Jahren Trump und gefühlt 38 Bundesratsmitgliedern sei es an der Zeit, «das scharfe Schwert der Satire sinken zu lassen». Zumindest bei SRF: «Aber es gibt noch so viel zu tun abseits der Fernsehkameras, das ich ab Sommer 2023 angehen möchte und für das bisher schlicht die Zeit fehlte. Darauf freue ich mich sehr. Und darauf, irgendwann wieder unverhofft aufzutauchen. Seien Sie also gewarnt!», wird Deville im SRF-Medienportal zitiert. Eines der prägendsten und stärksten Satire-Formate im Schweizer Fernsehen wird also beendet – ein herber Verlust. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt; und die Suche dürfte sich schwierig gestalten bei solch grossen Fussstapfen.</p>
<h3>The Ugly – Markus Somm und die (Real)satire</h3>
<p>Der sonst wenig auskunftsfreudige Markus Somm gewährte persoenlich.com <a href="https://www.persoenlich.com/medien/der-umbau-der-website-ist-eine-grobere-ubung?ref=refind" target="_blank" rel="noopener">ein ausführliches Interview</a> zum 20-monatigen Bestehen von nebelspalter.ch. Zwar erkannte Somm im Gespräch endlich, dass der Nebelspalter eigentlich eine grossartige Satire-Marke wäre – er räumt aber auch ein, dass es für ein Rebranding nun ein bisschen zu spät sei. Bemerkenswert ist aber vor allem, was Markus Somm zum Schweizer Presserat zu sagen hat. Kontext: Daniel Wahl, ehemaliger BaZ-Reporter, stösst neu zum Nebelspalter. Wahl wurde rekordverdächtige neunmal <a href="https://presserat.ch/?s=%22Daniel+Wahl%22&amp;lang=de" target="_blank" rel="noopener">vom Presserat gerügt</a>, unter anderem weil er Tonaufnahmen eines 8-jährigen missbrauchten Mädchens <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">veröffentlicht hatte</a>.</p>
<p>Auf die Frage, ob dies kein Hinderungsgrund gewesen sei, jemanden wie Wahl anzustellen, antwortet Somm: «Den Presserat nehme ich überhaupt nicht ernst. Es ist eine einseitige, gewerkschaftsnahe linke Organisation, die nichts anderes macht, als alle Medien, die nicht ihrem ideologischen Vorurteil entsprechen, zu bekämpfen.» Der Presserat sei überflüssig. Wenn also Daniel Wahl viele Beschwerden beim Presserat habe, spreche das nicht gegen ihn: «Er war einer der besten Lokalreporter bei der Basler Zeitung – er ist eine grosse Nummer. Daniel Wahl passt als ehemaliger Lehrer bei uns sehr gut ins Dossier ‹Bildung›.»</p>
<p>Heisst das also: Für ein Rebranding zum Satire-Medium ist es doch nicht zu spät?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/">Edition Moderne, Dominic Deville, Markus Somm</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nebelspalter: «Der Umbau der Website ist eine gröbere Übung»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/21/nebelspalter-der-umbau-der-website-ist-eine-groebere-uebung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2022 21:14:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=100917</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit 20 Monaten ist nebelspalter.ch online – und bereits soll vieles neu werden. Im ersten grossen Interview nimmt Verleger und Chefredaktor Markus Somm zusammen mit Geschäftsführer Christian Keller ausführlich Stellung. Ein Gespräch über Klicks, Kosten und Köppel.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/21/nebelspalter-der-umbau-der-website-ist-eine-groebere-uebung/">Nebelspalter: «Der Umbau der Website ist eine gröbere Übung»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 20 Monaten ist nebelspalter.ch online – und bereits soll vieles neu werden. Im ersten grossen Interview nimmt Verleger und Chefredaktor Markus Somm zusammen mit Geschäftsführer Christian Keller ausführlich Stellung. Ein Gespräch über Klicks, Kosten und Köppel.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/21/nebelspalter-der-umbau-der-website-ist-eine-groebere-uebung/">Nebelspalter: «Der Umbau der Website ist eine gröbere Übung»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nichts ist wahr und alles ist möglich</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/25/nichts-ist-wahr-und-alles-ist-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2022 07:51:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Stricker TV]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=98105</guid>

					<description><![CDATA[<p>Trump und Pandemie haben einen Nährboden für ein Medien-Ökosystem geschaffen, in dem Fakten keine Rolle mehr spielen. Auch in der Schweiz: Stricker-TV oder der «Nebelspalter» kämpfen gegen einen «Mainstream», der auf «politischer Korrektheit», Medien und Wissenschaft basiert. «Die Infokrieger», Teil 1.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/25/nichts-ist-wahr-und-alles-ist-moeglich/">Nichts ist wahr und alles ist möglich</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Trump und Pandemie haben einen Nährboden für ein Medien-Ökosystem geschaffen, in dem Fakten keine Rolle mehr spielen. Auch in der Schweiz: Stricker-TV oder der «Nebelspalter» kämpfen gegen einen «Mainstream», der auf «politischer Korrektheit», Medien und Wissenschaft basiert. «Die Infokrieger», Teil 1.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/25/nichts-ist-wahr-und-alles-ist-moeglich/">Nichts ist wahr und alles ist möglich</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marco Ratschiller: «Viele haben zunehmend Mühe, fremde Meinungen zu tolerieren»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/23/marco-ratschiller-viele-haben-zunehmend-muehe-fremde-meinungen-zu-tolerieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Dec 2021 10:43:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Ratschiller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93649</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Karikaturist Marco Ratschiller erklärt im Interview den grossen Vorteil von Zeichnungen im politischen Diskurs und wieso er reine Provokation für eine Sackgasse hält.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/23/marco-ratschiller-viele-haben-zunehmend-muehe-fremde-meinungen-zu-tolerieren/">Marco Ratschiller: «Viele haben zunehmend Mühe, fremde Meinungen zu tolerieren»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Karikaturist Marco Ratschiller erklärt im Interview den grossen Vorteil von Zeichnungen im politischen Diskurs und wieso er reine Provokation für eine Sackgasse hält. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/23/marco-ratschiller-viele-haben-zunehmend-muehe-fremde-meinungen-zu-tolerieren/">Marco Ratschiller: «Viele haben zunehmend Mühe, fremde Meinungen zu tolerieren»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ständerat, Syndicom, Nebelspalter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Dec 2021 09:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Stoll]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie Vonarburg]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Feusi]]></category>
		<category><![CDATA[Tilman Renz]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Ständerat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=93282</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Wichtiger Schritt zu mehr Transparenz Am Mittwoch die grosse Erlösung: Der Ständerat hat die Vorlage zur Gebührenbefreiung im Öffentlichkeitsgesetz angenommen. Mehr als 600 Medienschaffende, darunter 50 Chefredaktor:innen, haben sich in einem offenen Brief ans Parlament dafür eingesetzt. Dass sich der Ständerat nun mit 25 gegen 18 Stimmen für einen gebührenlosen Zugang zu <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/">Ständerat, Syndicom, Nebelspalter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-93298" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Wichtiger Schritt zu mehr Transparenz</h3>
<p>Am Mittwoch die grosse Erlösung: Der Ständerat hat die Vorlage zur Gebührenbefreiung im Öffentlichkeitsgesetz angenommen. Mehr als 600 Medienschaffende, darunter 50 Chefredaktor:innen, haben sich in einem <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/2021/05/transparenzkosten-lasst-uns-unsere-arbeit-machen/" rel="noopener" target="_blank">offenen Brief</a> ans Parlament dafür eingesetzt. Dass sich der Ständerat nun mit 25 gegen 18 Stimmen für einen gebührenlosen Zugang zu Dokumenten der Bundesverwaltung ausspricht, ist eine Überraschung: Schon zweimal hatte die Staatspolitische Kommission des Ständerates empfohlen, nicht einzutreten auf eine parlamentarische Initiative, welche die Gebührenbefreiung forderte. Der Ständerat folgte der Empfehlung zuerst – nun hat er sich doch noch anders entschieden. </p>
<p>Martin Stoll, Geschäftsführer des Vereins Öffentlichkeitsgesetz.ch, sagt auf Anfrage der MEDIENWOCHE, für die Bundesverwaltung sei der Entscheid des Ständerats auch eine Chance: «Sie kann ihr Handeln gegenüber der Öffentlichkeit glaubhaft und gestützt auf Fakten darlegen. Aber nur ein gebührenfreier Zugang ermöglicht es Medien, ihre Watchdog-Rolle gegenüber der Verwaltung wahrzunehmen». Der Entscheid betrifft nur Dokumente aus der Bundesverwaltung. Aber auch aus den Kantonen gibt es Signale in Richtung Gebührenbefreiung. Im Kanton Zürich ist etwas eine parlamentarische Initiative «Weniger Hürden beim Öffentlichkeitsprinzip» hängig. Bereits einen kostenlosen Zugang gibt es im Kanton Freiburg, und in den Kantonen Genf und Uri herrscht eine «liberale Kostenregelung», ist in einer Zusammenstellung <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/2020/02/parlamentkommission-will-keine-gebuhren-hurden-mehr/" rel="noopener" target="_blank">auf Öffentlichkeitsgesetz.ch</a> nachzulesen.</p>
<h3>The Bad – Wo bleibt die Solidarität?</h3>
<p>Die Mediengewerkschaft Syndicom schlitterte letztes Wochenende offenbar knapp an einer Eskalation vorbei, <a href="https://www.woz.ch/2148/gewerkschaft-syndicom/doch-keine-wueste-scheidung" rel="noopener" target="_blank">wie die WOZ berichtet</a>. Eine vorläufige Einigung konnte den Eklat verhindern. Der Sektor Medien, in dem Journalist:innen organisiert sind, soll nun doch nicht existenzbedrohlich geschwächt werden. Auch sieht Syndicom vorerst von einer strategischen Neuausrichtung der Abteilung ab. Auch will die Gewerkschaft ihre Medienschaffenden nicht dazu drängen, endlich einen Gesamtarbeitsvertrag mit den Verlegern abzuschliessen, um so mehr Geld in die Syndicom-Kasse zu schaffen. Aber damit der Sektor Medien eine sichere Zukunft hat, braucht es grosse Anstrengungen. Der Syndicom-Zentralvorstand überstimmte den Sektor zuerst, daraufhin stimmten die Medienschaffenden geschlossen und ohne Enthaltung gegen den Antrag und drohten, aus der Gewerkschaft auszutreten. Nun will man bis zur Delegiertenversammlung 2023 eine einvernehmliche Lösung finden für eine gemeinsame Zukunft aller Syndicom-Sektoren. Fest steht aber: Dass sich ein ganzer Sektor mit Austrittsdrohungen gegen seine Schwächung wehren muss, zeugt von mangelnder interner Solidarität. Bei Syndicom will man aber auch das Positive sehen. Vizepräsidentin Stephanie Vonarburg schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Der Entscheid des Kongresses, auf die Anliegen des Sektors Medien und seiner 30 Delegierten einzugehen, ist sehr erfreulich. Es unterstreicht die innergewerkschaftliche Solidarität aller Branchen von Syndicom. Dass die Mehrheit des Zentralvorstand damit überstimmt wurde, kann als basisdemokratisches Korrektiv verstanden werden.»</p>
<h3>The Ugly – Der erfundene Bruder</h3>
<p>Man könne auch in der Schweiz eine «unappetitliche Nähe zwischen Medien und Behörden» beobachten, heisst es in der neuen Folge des «Nebelspalter»-Podcasts «Bern einfach» von Markus Somm und Dominik Feusi. Ausgehend von einem Beispiel aus New York sprechen die beiden über konkrete Fälle aus der Schweiz: «Das gibt es bei uns auch, es gibt einen Journalisten, Fabian Renz, dessen Bruder in der Kommunikationsabteilung von Ignazio Cassis arbeitet», erzählt Feusi. Später ergänzt Somm, dass Tamedia-Redaktor Renz viel über das EDA und Europapolitik schreibe – «das sollte er auf keinen Fall, das darf man nicht». </p>
<p>Doch, Renz darf das. Den Bruder, der für Cassis arbeitet, gibt es nämlich nicht, wie der Bundeshauschef der Redaktion Tamedia <a href="https://twitter.com/renzfabian01/status/1466099184881315844" rel="noopener" target="_blank">auf Twitter</a> klarstellte. Die Information über den vermeintlichen Bruder habe er von «Kollegen aus der Tamedia» vernommen, teilt Dominik Feusi auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Der «Nebelspalter»-Bundeshauschef bat auf Twitter <a href="https://twitter.com/feusl/status/1466099419850420229" rel="noopener" target="_blank">um Entschuldigung</a>. Und inzwischen hat er zwar die Falschinformation im Begleittext zur Podcastfolge korrigiert («Tilman Renz, Kommunikation des EDA, ist nicht der Bruder von Fabian Renz, Tamedia. Wir entschuligen [sic!] uns für die Verwechslung»). Aber in der Podcast-Folge selbst ist die Falschaussage weiterhin zu hören. Wer wortreich die schwindende Glaubwürdigkeit des Journalismus beklagt, sollte zuerst seine eigenen Hausaufgaben ein bisschen gründlicher machen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/">Ständerat, Syndicom, Nebelspalter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>20 Minuten, Ringier, Nebelspalter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/06/20-minuten-ringier-nebelspalter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2021 10:02:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Andy Warhol]]></category>
		<category><![CDATA[Interview Magazine]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=92486</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – «20 Minuten» goes English Ab sofort können auf «20min.ch» eingeloggte Nutzer:innen alle Artikel automatisiert übersetzt auf Englisch lesen. Das Promovideo gibt sich zwar wie der Trailer für eine Neuverfilmung des Watergate-Skandals, aber Journalismus einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist allemal ein löbliches Vorhaben. Weitere Sprachen wie Portugiesisch, Albanisch, Serbisch, Kroatisch und <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/06/20-minuten-ringier-nebelspalter/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/06/20-minuten-ringier-nebelspalter/">20 Minuten, Ringier, Nebelspalter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92489" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211106b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – «20 Minuten» goes English</h3>
<p>Ab sofort können auf «20min.ch» eingeloggte Nutzer:innen alle Artikel automatisiert übersetzt <a href="https://www.20min.ch/story/jetzt-kannst-du-20-minuten-auch-auf-englisch-lesen-356215711213" target="_blank" rel="noopener">auf Englisch lesen</a>. Das Promovideo gibt sich zwar wie der Trailer für eine Neuverfilmung des Watergate-Skandals, aber Journalismus einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist allemal ein löbliches Vorhaben. Weitere Sprachen wie Portugiesisch, Albanisch, Serbisch, Kroatisch und Spanisch sollen folgen. Für die englische Version nutzt «20 Minuten» den Übersetzungsdienst Deepl, der mit künstlicher Intelligenz arbeitet: «Für den Service entrichten wir die üblichen, öffentlich publizierten Lizenzgebühren», so Mediensprecherin Eliane Loum-Gräser. Für die Übersetzung der weiteren geplanten Sprachen werde derjenige Übersetzungsdienst zum Einsatz kommen, «der in der jeweiligen Sprache die beste Qualität bietet».</p>
<p>Die <a href="https://neuemedienmacherinnen.ch/" target="_blank" rel="noopener">Neuen Medienmacher*innen</a> begrüssen diese Entwicklung grundsätzlich. «Aus unserer Sicht reicht es allerdings sicherlich nicht aus, die eigenen Inhalte einfach in die gängigsten Sprachen der migrantischen Bevölkerung zu übersetzen, was technisch ja keine grosse Sache ist, um sich dann das Label ‹Diversität› auf die Fahne schreiben zu können», schreibt Co-Präsidentin Anna Jikhareva auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Zwingend sei eine inhaltliche journalistische Auseinandersetzung mit der gelebten Realität in der Schweiz und eine antirassistische Berichterstattung.</p>
<h3>The Bad – Ringier ignoriert Warhol</h3>
<p>Am 12. November erscheint ein neues Printmagazin aus dem Hause Ringier. Darin interviewen mehrheitlich Promimänner andere Promimänner. In der Erstausgabe, die am Donnerstag in Zürich vorgestellt wurde, befragt Bundesrat Alain Berset den Sänger Stephan Eicher und Verleger Michael Ringier spricht mit Künstler Urs Fischer.</p>
<p>Diese Idee ist abgekupfert. Und zwar vom legendären <a href="https://www.interviewmagazine.com/" target="_blank" rel="noopener">«Interview»-Magazin</a>, 1969 gegründet vom Pop-Art-Künstler Andy Warhol, das bis heute erscheint. Von 2012 bis 2020 (?) gab es eine deutschsprachige Lizenzausgabe.</p>
<p><a href="https://www.ringier.ch/de/press-releases/ein-neues-magazin-fur-die-schweiz-interview-ringier" target="_blank" rel="noopener">«Interview by Ringier»</a> heisst nun das Interview-Magazin von Ringier. Die Chefredaktion teilen Werner De Schepper und Susanne Walder, beide ex-«Schweizer Illustrierte». Walder ist die Ehefrau von Ringier-CEO Marc Walder. Für die Gestaltung zuständig ist Beda Achermann. Dieser zeichnete 2017 für das Redesign der deutschsprachigen Ausgabe des <a href="https://bellevue.nzz.ch/mode-beauty/relaunch-der-zeitschriften-marke-das-neue-interview-ist-rau-und-ungeschliffen-ld.147559" target="_blank" rel="noopener">Warhol-«Interview»</a> verantwortlich.</p>
<p>Konzept, Name und Grafik: Die Parallelen sind offensichtlich, aber Ringier erwähnt Andy Warhols «Interview» nirgends. Von Verleger und Kunstsammler Michael Ringier, für den das Magazin eine <a href="https://www.blick.ch/people-tv/schweiz/ringier-lanciert-interview-exklusive-gespraeche-mit-aussergewoehnlichen-persoenlichkeiten-blaettern-statt-scrollen-wie-erfrischend-id16962203.html" target="_blank" rel="noopener">«Herzensangelegenheit»</a> ist, würde man so viel Warhol-Kenntnis erwarten.</p>
<p>Auf Anfrage der MEDIENWOCHE sagt Ringier-Sprecherin Johanna Walser, das Magazin sei weder als Hommage und schon gar nicht als Kopie von Warhols Version zu verstehen, sondern als komplett eigenständiges Projekt – daher habe sich auch niemand zu den Parallelen geäussert.</p>
<h3>The Ugly – Holocaust-Mahnmal beim Nebelspalter</h3>
<p>«Nebelspalter»-Autor Stefan Millius bebilderte einen Artikel über Betonblöcke, anlässlich der Abriegelung des Restaurants «Walliserkanne» in Zermatt, mit einem Foto des Holocaust-Mahnmals in Berlin. Nach einem Shitstorm auf Twitter hat er das Foto auf der Webseite ausgewechselt.</p>
<p>Auf Anfrage der MEDIENWOCHE schreibt Millius, es handle sich hier nicht um eine Fehlleistung des Nebelspalters, sondern um seine persönliche. Eine <a href="https://pixabay.com/images/search/betonbl%C3%B6cke/" target="_blank" rel="noopener">Bildsuche nach Betonblöcken</a> habe nur wenige brauchbare Treffer ergeben: «Ich habe unter Zeitdruck zu wenig auf Details geachtet und ohne Nachzudenken das Bild genommen, das fürs Auge am meisten hergab, ohne mir in dem Moment bewusst zu sein, was es zeigte». Natürlich kenne er das Mahnmal. Weil auf dem Foto aber nur ein Ausschnitt zu sehen ist, habe er den Zusammenhang nicht gemacht. Das Bild sei so nicht nur deplatziert, sondern habe von seiner Bedeutung her im Artikel auch nichts zu suchen – «und ich bedauere die Nachlässigkeit». Dass das Titelbild das Holocaust-Mahnmal zeigt, sei also vor den Hinweisen auf Twitter niemandem aufgefallen. Wer soll das glauben?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/06/20-minuten-ringier-nebelspalter/">20 Minuten, Ringier, Nebelspalter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Markus Somm, der Chefredaktor des «Nebelspalters», sieht sich mit einer hohen Geldforderung konfrontiert</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/07/07/markus-somm-der-chefredaktor-des-nebelspalters-sieht-sich-mit-einer-hohen-geldforderung-konfrontiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2021 07:53:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Wälty]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=90008</guid>

					<description><![CDATA[<p>Für geleistete Vorarbeiten verlangt der Online-Spezialist Peter Wälty 218&#8217;000 Franken von der Nebelspalter AG. Das Online-Portal, das im März seinen Betrieb aufnahm, hat einen verhaltenen Start hingelegt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/07/markus-somm-der-chefredaktor-des-nebelspalters-sieht-sich-mit-einer-hohen-geldforderung-konfrontiert/">Markus Somm, der Chefredaktor des «Nebelspalters», sieht sich mit einer hohen Geldforderung konfrontiert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für geleistete Vorarbeiten verlangt der Online-Spezialist Peter Wälty 218&#8217;000 Franken von der Nebelspalter AG. Das Online-Portal, das im März seinen Betrieb aufnahm, hat einen verhaltenen Start hingelegt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/07/07/markus-somm-der-chefredaktor-des-nebelspalters-sieht-sich-mit-einer-hohen-geldforderung-konfrontiert/">Markus Somm, der Chefredaktor des «Nebelspalters», sieht sich mit einer hohen Geldforderung konfrontiert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der «Nebelspalter» in der Filterfalle</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/04/22/der-nebelspalter-in-der-filterfalle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Apr 2021 08:27:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Paywall]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=87959</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beim Online-«Nebelspalters» versammelt sich ein gleichgesinntes Publikum. Die harte Bezahlschranke fördert die Eintönigkeit.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/22/der-nebelspalter-in-der-filterfalle/">Der «Nebelspalter» in der Filterfalle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Online-«Nebelspalters» versammelt sich ein gleichgesinntes Publikum. Die harte Bezahlschranke fördert die Eintönigkeit.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/22/der-nebelspalter-in-der-filterfalle/">Der «Nebelspalter» in der Filterfalle</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Journalismus mit rechts</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/04/15/journalismus-mit-rechts/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2021/04/15/journalismus-mit-rechts/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2021 19:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=87740</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der neue «Nebelspalter» von Markus Somm sucht seinen Platz rechts der NZZ, wo bereits die «Weltwoche» grast. Trotz personeller Überschneidungen und politischer Übereinstimmungen unterscheiden sich die beiden rechten Publikationen in zentralen Punkten. Eine Analyse zum ersten «Nebelspalter»-Monat und zum Relaunch der «Weltwoche». Markus Somm sitzt vor einer Bücherwand mit Monopoly-Spiel. «In einem Jahr wird die <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/15/journalismus-mit-rechts/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/15/journalismus-mit-rechts/">Journalismus mit rechts</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der neue «Nebelspalter» von Markus Somm sucht seinen Platz rechts der NZZ, wo bereits die «Weltwoche» grast. Trotz personeller Überschneidungen und politischer Übereinstimmungen unterscheiden sich die beiden rechten Publikationen in zentralen Punkten. Eine Analyse zum ersten «Nebelspalter»-Monat und zum Relaunch der «Weltwoche».</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-87741" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Nebelspalter-Weltwoche-20210415c.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Nebelspalter-Weltwoche-20210415c.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Nebelspalter-Weltwoche-20210415c-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Nebelspalter-Weltwoche-20210415c-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Nebelspalter-Weltwoche-20210415c-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/04/MW-Nebelspalter-Weltwoche-20210415c-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Markus Somm sitzt vor einer Bücherwand mit Monopoly-Spiel. «In einem Jahr wird die New York Times anfragen, ob sie unser Geschäftsmodell kopieren kann», <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hPSLZUIYQP0&amp;t=2896s" target="_blank" rel="noopener">feixt er</a>. Interviewer Reto Brennwald und er krümmen sich vor Lachen in ihren Sesseln. «Es ist ein bitzli übertrieben», sagt dann Somm. Auch einen Monat nach dem Start bleibt es der mit Abstand beste Witz im ehemaligen Satiremagazin, das nun mit rechtsliberalen bis rechtspopulistischen Standardmeinungen aufwartet.<br />
</p>
<p>«Kein Kommentar» ist Markus Somms Antwort auf die Fragen der MEDIENWOCHE, unter anderem zum bisherigen Erfolg des Geschäftsmodells und der Anzahl verkaufter Abos. Wie viele haben seinen Witz mitbekommen? 2800 Mal wurde bisher in das fünfzigminütige Gespräch von Somm und Brennwald reingeschaut – das erfolgreichste Video und wohl der erfolgreichste Beitrag überhaupt. Das liegt auch daran, dass «Nebelspalter»-Videos für alle verfügbar sind: Man kann sie gratis auf Youtube schauen. Die Artikel stehen hingegen hinter einer strikten Paywall.</p>
<p>Diejenige Person beim «Nebelspalter», die via ihre Social-Media-Kanäle am meisten Leute erreicht, teilt sie nicht mit dem Medium: Die bekannte Videokolumnistin Tamara Wernli lädt ihre «Nebelspalter»-Filmchen jeweils mit anderem Vorspann auf ihren eigenen <a href="https://www.youtube.com/channel/UChBJrKb8HB1ViYagR7a-K4g/featured" target="_blank" rel="noopener">Youtube-Kanal</a>. Dort erreichen sie regelmässig mehr als 10ʼ000 Leute, via «Nebelspalter» dümpeln ihre Videos bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CK5C5W43teU&amp;list=PLua6Gs4hvcfWV_2S-kkmjuq-eLgmi-L7c" target="_blank" rel="noopener">wenigen hundert Views</a>. Im Beitrag «Denken die, wir sind dumm?» für den «Nebelspalter» liest sie fast durchgehend dieselben Sätze in die Kamera, die sich zehn Tage später in ihrer «Weltwoche»-Kolumne finden. In der aktuellen «Weltwoche» findet sich Wernlis Interview mit einer Publizistin, das denselben Entstehungsweg genommen hat.</p>
<blockquote><p>Wer kein «Nebelspalter»-Abo hat, sieht auf der Website vor allem Stockfotos, belanglose Symbolbilder.</p></blockquote>
<p>Ein Grossteil der Artikel hangelt sich im Stil von Newsjournalismus an den Aussagen von politischen Akteur*innen entlang, dazwischen gibt es Meinung (EU: böse; Massnahmen: unliberal; Gendersprache: haha; Cancel Culture, Cancel Culture, Cancel Culture).</p>
<p>Der «Energiepolitik»-Redaktor, der sich <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-zu-maischberger-xavier-und-der-klimawandel-15242523.html" target="_blank" rel="noopener">gemäss FAZ</a> vor vier Jahren im Ersten Deutschen Fernsehen als «Klimaleugner» inszenierte, porträtiert eine junge AKW-Lobbyistin. Es gibt sexistische und vorgestrige Provokationen. Es gibt den Beitrag, in dem ein Autor eine gesperrte Website <a href="https://twitter.com/fabianeberhard/status/1374454967742779392" target="_blank" rel="noopener">verharmlost</a>, wo Morddrohungen gegen Bundesrät*innen geäussert worden sind. Einen echten Primeur gab es bisher nicht. Am 14. April ist der Aufhänger, dass drei ehemalige Chefbeamte allen Ständerät*innen vor einer Parlamentsabstimmung einen Brief geschrieben haben. Für diesen Beitrag holte Bundeshauschef Dominik Feusi dann Zitate von Ständerät*innen ein, die noch immer derselben Meinung sind wie vor dem Brief und wie vor drei Jahren, als das Thema erstmals auf der Agenda gestanden hatte.</p>
<p>Vereinzelt gibt es auch überraschende, spannende und gute Beiträge im neuen «Nebelspalter»: Gioia Porlezza, Vizepräsidentin der Jungfreisinnigen Kanton Zürich, schildert in ihren <a href="https://www.youtube.com/watch?v=usS73jVf2FA&amp;list=PLua6Gs4hvcfUPS1OHkT7sSxJmU_05GG3Z" target="_blank" rel="noopener">Videokolumnen</a> ihre Sicht auf die Welt. Porlezza tut das auf eine Weise, die um Originalität bemüht ist und auch mal über festgefahrene Argumentationslinien hinausgeht – fast schon wie ein «izzy»-Video. Redaktor Sebastian Briellmann hat ein gelungenes Porträt über einen aufmerksamkeitsgeilen Gegner der Pandemiemassnahmen geschrieben, das fair ist und gleichzeitig Ungereimtheiten in der Selbstdarstellung des Porträtierten nicht weichzeichnet. Hier hat sich jemand wirklich ins Artikelthema reingekniet. Es ist mehr als eine meinungsstarke Niederschrift dessen, was der Autor bereits weiss oder zu wissen glaubt.</p>
<blockquote><p>Insgesamt gilt nach einem Monat: Was sich hinter der Paywall abspielt, ist nicht aufregender als die Stockfotos.</p></blockquote>
<p>In der zwölfköpfigen Redaktion sind so viele Frauen wie FDP-Mitglieder: je zwei. Eine weitere Redaktorin hat kürzlich, im Zusammenhang mit der Pandemie, dem Freisinn den Rücken gekehrt. Demographisch zusammengesetzt ist das «Nebelspalter»-Team aber eher wie eine SP-Sektion auf dem Land: Einige über 65-Jährige*, noch mehr «Blutjunge» – ein Begriff, mit dem Somm manche von ihnen vor dem Launch vorstellte.</p>
<p>Vor zwei Jahren entblösste Markus Somm in einem Papier, das während seinem Harvard-Aufenthalt entstand, wie wenig Ahnung er vom Internet hat. Darin <a href="https://shorensteincenter.org/small-is-beautiful/" target="_blank" rel="noopener">lobte er</a> etwa das Geschäftsmodell von «Inside Paradeplatz»: Gratis-Inhalte und Google-Anzeigen. Dabei hob er hervor, dass Google als «American company» die Unabhängigkeit des Finanzblogs nicht beeinträchtige. Im letzten Herbst hat Somm seine Meinung geändert: Statt Gratis-Reichweite brauche es eine Paywall für sein Medienprojekt.</p>
<p>Auch sonst zeigt sich fehlende Digitalkompetenz an allen Ecken und Enden. Angefangen damit, dass die aufwändig produzierten Videos als einzige Inhalte gratis sind. Weiter ist der «Nebelspalter» eines der letzten Medienunternehmen, bei dem man fürs Newsletter-Abo seine E-Mail-Adresse nicht verifizieren muss. So lässt sich der Newsletter ungefragt allen aufhalsen oder der «Nebelspalter»-Mailverteiler mit Falschadressen füllen.</p>
<blockquote><p>In den ersten Wochen standen gar die «Memes der Woche» – also Versuche für virale Social-Media-Witze – hinter der Paywall. (Der MEDIENWOCHE ist eine Person bekannt, die 1.60 Franken für drei Memes bezahlt hat.)</p></blockquote>
<p>Anfang April schrieb Dominik Feusi darüber, dass der EU-Botschafter beim Bundesrat vorstellig werden musste. Der «Blick» brachte das als News ein paar Tage später. Feusi forderte <a href="https://twitter.com/feusl/status/1378682148119515139" target="_blank" rel="noopener">via Twitter</a>, dass man den «Nebelspalter» künftig bitte als Quelle nennen solle. Doch wie kommt er darauf, dass seine News überhaupt gesehen wurde? Der «Blick»-Antwort auf Twitter kann man sich anschliessen: «Anregung für die Zukunft: Primeure freischalten. Oder Aufnahme in der SMD.»</p>
<p>Feusi gehörte zuvor zum Mantelteam von Tamedia. An den kleinen Kreis, für den er nun publiziert, muss er sich wohl noch gewöhnen. Sein Wirkkreis ist momentan eher mit dem «Schweizer Monat» zu vergleichen, der dem «Nebelspalter» nun oft als <a href="https://twitter.com/biofrontsau/status/1380476474352922624" target="_blank" rel="noopener">Stichwortgeber und Anlass</a> für Artikel dient. Dieses rechte Monatsmagazin hat laut <a href="https://schweizermonat.ch/wp-content/uploads/2019/12/SM-Mediatarif-2020_definitiv.pdf" target="_blank" rel="noopener">Mediadaten</a> 2000 Abonnent*innen.</p>
<p>Wenn in der Schweiz ein dezidiert rechtes Medium Erfolg haben will, müsste es eigentlich enttäuschte «Weltwoche»-Leser*innen ansprechen, die in den letzten Jahrzehnten dem Blatt zu Zehntausenden den Rücken kehrten. Als bekannt wurde, dass Markus Somms neues Medienprojekt mit 70 Investoren, die je 100&#8217;000 Franken einschiessen, breit abgestützt ist, wirkte der «Nebelspalter» wie ein Gegenentwurf zur «Weltwoche». Somm betonte extra, dass unter den Investoren niemand aus der Aktivpolitik sei. Das wirkt wie ein Angebot an all jene, die zwar ein rechtsbürgerliches Medium wollen, aber keines, das vor allem als Vehikel für eine Politkarriere dient.</p>
<p>Die Zeiten, in denen die «Weltwoche» journalistisch Themen setzen konnte, sind lange vorbei. Doch der Politiker Roger Köppel schafft es weiterhin:</p>
<blockquote><p>Je lauter die Marke Köppel in die Videokamera schwadroniert, je irrwitziger er twittert, desto stiller wird es um sein Magazin.</p></blockquote>
<p>Der journalistische Nullpunkt war wohl spätestens erreicht, als die NZZ Ende 2019 in einer Recherche <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/roger-koeppel-die-weltwoche-und-china-eine-seltsame-naehe-ld.1527537" target="_blank" rel="noopener">Indizien</a> veröffentlichte, die darauf hindeuteten, dass der sonderbar freundliche Kurs gegenüber dem totalitären Regime in China und die Kolumne des chinesischen Botschafters in der «Weltwoche» System hat – und sich gleichzeitig chinesische Inserate im Blatt häuften. Gegengeschäfte habe die NZZ damit gar nicht unterstellen wollen. Köppel schrieb eine Replik und wehrte sich gegen die «groben Unterstellungen».</p>
<p>Im vergangenen Pandemiesommer, als bereits erste Gerüchte über Somms Medienprojekt kursierten, verpasste sich die «Weltwoche» einen ausgebauten Kultur-Teil, neue Formate und ein frisches Layout. War schon der Relaunch ein Versuch, um für Leser*innen attraktiv zu bleiben, da bald Konkurrenz am rechten Medienrand auftauchen sollte? Tatsache ist: Köppel kämpft. Fünf Mal die Woche beschert er der Welt einen Videoblog; seit Dezember liefert seine Redaktion auch täglich online frei zugängliche Kurzkommentare.</p>
<p>Seit dem Relaunch orientieren sich Layout und Aufbau der gedruckten «Weltwoche» stark an <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/The_Spectator_(Zeitschrift)" target="_blank" rel="noopener">«The Spectator»</a> – dem britischen Magazin, als dessen Chefredaktor einst Boris Johnson die eigene politische Karriere befeuert hatte. Vom «Spectator» übernahm die «Weltwoche» die regelmässigen Serien «Tagebuch» (im Original: «Diary»), «Blick in die Zeit» (im Original: «Ancient &amp; Modern»), die verschiedenen Varianten der Kolumnenaufmachung, die im Magazin verstreuten Minicomics ohne Zusammenhang mit den Artikeln. Auch das Editorial ist an den «Spectator» angelehnt, mit einem kleinen Unterschied: Im «Spectator» erscheint es ohne Autorenzeile. Köppel schreibt immer seine Initialen hin.</p>
<p>Insbesondere das «Tagebuch» ist ein Erfolgsmodell, um Gewährspersonen ausserhalb der eigenen Nische als Autor*innen zu gewinnen. Von Radiojournalistin Nicoletta Cimmino über Michèle Binswanger vom «Tages-Anzeiger» bis zu Patrik Müller, Super-Chefredaktor bei CH Media, vom neuen SBB-Chef Vincent Ducrot bis zum ehemaligen Skispringer Simon Ammann haben alle möglichen, maximal unverdächtigen Personen maximal harmlose Texte über ihren Alltag geschrieben. Dass sich Journalist*innen dafür hergeben, erscheint fragwürdig:</p>
<blockquote><p>Die «Weltwoche» bietet immer wieder eine Plattform für Agitation gegen Journalismus oder agitiert gar selber.</p></blockquote>
<p>Zwei Wochen bevor Nicoletta Cimminos «Tagebuch»-Eintrag erschien, warf Köppel in seinem Videopodcast «den Medien» eine «Verfilzung und Verquickung» mit dem Staat vor. In der Ausgabe, in der Patrik Müllers «Tagebuch» erschien, wurde zwanzig Seiten weiter die Behauptung aufgestellt, das Inland-Ressort von Tamedia bestehe aus einer «Gesinnungspolizei». Anfang April fragte die «Weltwoche» diverse Persönlichkeiten, was sie aus einem Jahr Pandemie gelernt haben. CH Media-Chefredaktor Müller sagt da, Corona habe seinen Optimismus noch verstärkt. Der verschwörungsgläubige Blogger Daniel Stricker sagt in derselben Umfrage: «Die Massenmedien geben einem das Gefühl, keine eigenen Gedanken haben zu dürfen.»</p>
<p>Selbstverständlich gäbe es viele Gründe, als Journalist*in, als Politiker*in oder als Werber wie David Schärer (Rod Kommunikation, Operation Libero) nicht in der «Weltwoche» zu publizieren. Vor fünf Jahren bewunderte Köppel ein Editorial lang NSDAP-Reichswirtschaftsminister Hermann Göring. Vor drei Jahren marschierte Köppel als Reporter an einer Rechtsextremen-Demo in Chemnitz mit und wollte dort partout keine Rechtsextremen gesehen haben. Vor zwei Jahren kumpelte er in einem grossen Interview mit dem Faschisten Björn Höcke. Genau vor einem Jahr hiess die Titelstory über den Bundesrat in der Pandemie «Autokraten an der Macht». In der Woche danach würdigte ein freier Autor den spanischen faschistischen Diktator Francisco Franco in einem langen Porträt: «Was Europa Franco zu verdanken hat». Kürzlich schrieb ein Fidesz-EU-Parlamentarier zwei Seiten lang «unvoreingenommen» über Polen: «Polen ist eine lupenreine Demokratie», so der unironisch gemeinte Titel. Die Liste liesse sich fortsetzen.</p>
<p>Trotz alledem stammen die meisten Inserate in der «Weltwoche» weiterhin von grossen Firmen: etwa von BMW, Degussa Goldhandel oder Swiss Life. Das Kreuzworträtsel sponsert seit jeher die EMS-Chemie von Familie Blocher. Daneben hat es Groteskes, zum Beispiel Anzeigen von Anhänger*innen eines selbsternannten Messias namens Abd-ru-shin. Ab und an scheint sich der Rechtspopulismus aber auch am Inseratemarkt zu lohnen: Anfang Jahr veröffentlichte etwa das Gastronomieunternehmen Bindella als ganzseitige Anzeige einen offenen Brief an den Bundesrat, in dem um Öffnungen gebeten wurde. Fragwürdig erscheint der Abdruck des Briefs einer City Lights AG, in dem diese einer Behörde «Zensur» und «Amtsmissbrauch» vorwirft. Gemäss Tarifliste zahlte jemand gut 18ʼ000 Franken für diesen offenen Brief als Inserat.</p>
<p>Seit dem Relaunch im letzten Sommer hat «Weltwoche»-Wirtschaftsredaktor Florian Schwab «neben seiner journalistischen Tätigkeit» eine zweite Aufgabe: Er ist Leiter Corporate Publishing. Seither ist es bei der Lektüre unmöglich zu differenzieren, wann Schwab als Journalist schreibt, wann nicht. Über Schwabs journalistische Kundenbeziehung zum Rohstoffkonzern Glencore und die «Weltwoche»-Spezialausgabe «Wirtschaft &amp; Verantwortung» berichtete die MEDIENWOCHE <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/31/junge-erwachsene-print-werbung-weltwoche/">bereits vergangenes Jahr</a>. Die netten Artikel über den Rohstoffkonzern schreiben seither andere. 2021 konzentrieren sich die fürs Geschäft bedeutsamen Spezialausgaben gemäss Jahresplan auf die Klassiker: Auto- und Motorradjournalismus.</p>
<p>Naheliegend erscheint Schwabs Funktionsvermischung im China-Schwerpunkt vom Februar. Anlässlich des chinesischen Neujahrs hat er die chinesische «Banque Internationale à Luxembourg» BIL porträtiert. Die BIL, ein regelmässiger Anzeigekunde, schaltete in derselben Ausgabe ein ganzseitiges Inserat auf der Umschlaginnenseite. Nach Tarif kostet ein solches 23’200 Franken. Den China-Schwerpunkt eröffnete ein Text von Köppel: «Freundliche Beziehungen zu China». Das Schweizer Fernsehen sende «jede Kampfparole aus dem SP-Hauptquartier» und die Bemühungen um eine koordinierte Aussenpolitik seien eine «aussenpolitische Kriegserklärung gegen Peking».</p>
<p>Wenn Corporate-Publishing-Schwab einen Anzeigekunden porträtiert, scheint eine Funktionsvermischung recht offensichtlich. Wie verhält es sich, wenn Schwab den Besitzer des Luxusgüter-Konzerns Richemont auf einer halben Seite als «genialen Investor» zeichnet? Oder wenn er über die «Erfolgsgeschichte Davidoff» und dessen CEO schreibt, welcher angesichts möglicher neuer Tabakregulationsgesetze eine «Gettoisierung des Tabakkonsums» befürchtet?</p>
<blockquote><p>Ist jeder positive Text über einen Wirtschaftskapitän (über Wirtschaftskapitäne schreibt Schwab durchwegs positiv) auch ein Werbepitch?</p></blockquote>
<p>Anders als Markus Somm hat sich Roger Köppel zu den Fragen der MEDIENWOCHE geäussert. In welchen Artikeln schreibt Florian Schwab als unabhängiger Journalist, in welchen als Corporate-Publishing-Verantwortlicher? Dazu Köppel: «Die Weltwoche baut das Geschäftsfeld Corporate Publishing aus. Florian Schwab hat hier in kürzester Zeit exzellente Arbeit geleistet.» Ebenso allgemein äussert sich Köppel zum China-Kurs: «Ja, die Weltwoche schreibt über China nicht das Gleiche wie alle anderen Zeitungen. Ist das neuerdings verboten? Unsere Berichterstattung ist meines Erachtens hervorragend, vielfältig und orientiert sich an der bewährten Schweizer Neutralität gegenüber allen Staaten. Offensichtlich haben Sie nicht mitbekommen, dass in der Weltwoche auch immer wieder Texte erschienen sind, die sich kritisch mit China befassen, nicht zuletzt von Fabian Molina. Die Weltwoche wurde letztes Jahr von der chinesischen Botschaft in Bern auch öffentlich gerügt, wegen ihrer Corona-Berichterstattung. Das hindert mich nicht daran, als Chefredaktor aus voller Überzeugung für gute Beziehungen der Schweiz mit China zu plädieren.»</p>
<blockquote><p>«Im Unterschied zu anderen Medienhäusern» habe die «Weltwoche» «auf einen Personalabbau verzichtet» und stattdessen «redaktionell aufgerüstet», teilt Köppel weiter mit.</p></blockquote>
<p>Die Frage, ob die tagesaktuellen Kurzkommentare seiner Redaktorenschar und der einzigen Redaktorin mit grösseren Pensen oder anderweitig entgeltet werden, beantwortet er nicht direkt. Ebenso unbeantwortet lässt Köppel die Fragen, wie es zur starken konzeptuellen und visuellen Anlehnung an den «Spectator» kam und ob es sich dabei um eine offizielle Kooperation handelt. Die Entwicklung der «Weltwoche» auf dem Leser*innenmarkt nennt Köppel «sehr erfreulich»: «Wir legen an Print-Abos zu. Auch Weltwoche-Daily ist ein voller Erfolg.» Obwohl die Anzeigensituation «auf Grund der Lockdown-Politik natürlich anspruchsvoll» sei. Die aktuellsten WEMF-Zahlen zeichnen ein anderes Bild: Die beglaubigte Auflage liegt demnach bei 39ʼ070 Exemplaren. 2019 waren es 41ʼ300, vor zwei Jahren noch über 45ʼ000. Immerhin wurde der Trend gebremst. Aber anscheinend hat die «Weltwoche» unter den Gegner*innen der Corona-Massnahmen nicht massenweise neue Leser*innen gewinnen können (oder es gibt einfach sehr wenige).</p>
<blockquote><p>Anders als die «Weltwoche» zeigt der neue «Nebelspalter» keine Affinität zu Diktaturen und autoritären Staaten.</p></blockquote>
<p>Im Gegenteil: Redaktorin Claudia Wirz kritisierte die China-Strategie der Schweiz für ihre fehlende Entschiedenheit. Mit «geschmeidigem Pragmatismus» werde man nicht davonkommen. Somms Medium wirkt bisher insgesamt nüchterner, staatstragender und stärker der Ratio verpflichtet. Der neue «Nebelspalter» kommt auch deshalb nüchtern daher, weil er unfreiwillig werbefrei ist, trotz dem prominent auf der Seite platzierten Hinweis «Inserieren». Für 2000 bis 30ʼ000 Franken kann man Pakete mit Video- und Podcastwerbung oder Native Ads buchen. Bis anhin hat das anscheinend noch niemand getan.</p>
<p>Markus Somms allererster Leitartikel «Die Tage des Nebels sind gezählt» erzählt von einer angeblich dominanten Schweizer Linken seit Anfang 1990er-Jahre, deren Macht bald gebrochen werde – was schon angesichts der politischen Mehrheitsverhältnisse kurios ist. Ähnlich bemerkenswert ist, dass Somm darin Rhetorik und Prinzipien des marxistischer Denkers Antonio Gramsci aus den frühen 1930er-Jahren entlehnt. Gramsci leitet seine Ideen, wie die Linke Gestaltungsmacht erlangen kann, aus seiner Gegenwartsanalyse ab: «Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster». Bei Somm heisst es: «Es ist eine neue Epoche angebrochen, deren Züge im Nebel liegen, Sicher ist nur, alles ist unsicher.»</p>
<blockquote><p>Es scheint, dass der Ex-Linksaussen Somm marxistische Prinzipien nun einfach im Sinne der Rechtsbürgerlichen anwendet – natürlich ohne seine Quellen zu nennen.</p></blockquote>
<p>Und für seine Zielgruppe liest sich das dann originell. In seinem zweiten Artikel nannte er dann ein konkretes Vorbild für seine Idee bürgerlicher Politik: «Von <a href="https://www.bernerzeitung.ch/teflon-mark-vor-dem-fall-581186187075" target="_blank" rel="noopener">[Mark] Rutte</a> lernen, heisst Siegen lernen.» Es ist die Abwandlung einer Parole der Sowjetunion. Seither hat sich Somm gefangen und haut – wie man es von ihm erwartet – auf Alain Berset und Angela Merkel ein.</p>
<p>Der Chefredaktor steht im Ruf, ein sehr schneller Schreiber zu sein. Dementsprechend fordere er dem Vernehmen nach seine Redaktion. Meinungstexte schreibt man schnell und sie gehen auch den Jungpolitiker*innen mit publizistischer Schnellbleiche leicht von der Hand. Reportagen, Hintergrundtexte, Porträts sind zäher – die Position und die Perspektive entwickelt sich im Schreiben, im Verdichten und Aufgliedern von Fakten und Erlebtem.</p>
<p>Wütende Meinungstexte werden gut geteilt auf Social Media, egal wie blutarm sie sind. Einem Medium, das auf eine harte Paywall setzt, bringt das aber nichts. Niemand muss zahlen, um zu wissen, was in Texten steht mit Titeln wie: «Was darf ‹man› überhaupt noch sagen? Ein Wort zum Unwort «Jemensch»», «Das Rahmenabkommen würde die Schweiz liberaler machen» oder «Cancel Culture gibt es auch in der Schweiz». Es gibt schlicht keinen Mehrwert. Wer aber online Abonnent*innen will, braucht überraschende Perspektiven und exklusive Recherchen.</p>
<p>Es gibt neben Exklusivinhalten einen zweiten Weg, um im Online-Geschäft Leser*innen zu binden: Identifikation und Community-Building. Auf Social Media äusserten sich viele Langzeitfollower irritiert, dass ihr Satiremagazin plötzlich als biederes Nachrichtenmedium daherkommt. Das Abosystem setzt auf automatische Verlängerung und Belastung der Kreditkarte. Dabei weiss man doch unter Digitalunternehmer*innen, wie wichtig es ist, die Community zu umschmeicheln statt mit ungewollten Kosten vor den Kopf zu stossen. Die MEDIENWOCHE jedenfalls hat ihr Monatsabo rechtzeitig gekündigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><small><strong>*Korrigendum:</strong> In einer früheren Version dieses Artikels hiess es fälschlicherweise, beim «Nebelspalter» würden einige über-75-Jährige arbeiten. Tatsächlich sind nur zwei der vier Personen im Rentenalter, die im Impressum als  «Ständige Mitarbeiter und Kolumnisten» geführt werden, älter als 75.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/15/journalismus-mit-rechts/">Journalismus mit rechts</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2021/04/15/journalismus-mit-rechts/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Markus Somm: «Ich verzichte lieber ganz auf religiöse Witze»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/04/01/markus-somm-ich-verzichte-lieber-ganz-auf-religioese-witze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2021 10:26:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=87350</guid>

					<description><![CDATA[<p>Humor ist das Hauptmerkmal der Zeitschrift «Nebelspalter». Mit Satire gegenüber Religion ist der neue Chefredaktor Markus Somm aber vorsichtig: «Gläubige Menschen meistern das Leben oft besser als wir Lauwarmen.»</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/01/markus-somm-ich-verzichte-lieber-ganz-auf-religioese-witze/">Markus Somm: «Ich verzichte lieber ganz auf religiöse Witze»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Humor ist das Hauptmerkmal der Zeitschrift «Nebelspalter». Mit Satire gegenüber Religion ist der neue Chefredaktor Markus Somm aber vorsichtig: «Gläubige Menschen meistern das Leben oft besser als wir Lauwarmen.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/04/01/markus-somm-ich-verzichte-lieber-ganz-auf-religioese-witze/">Markus Somm: «Ich verzichte lieber ganz auf religiöse Witze»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Satire-Protest, SRF-Exodus, Nau-Versagen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2021 09:15:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[nau.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Nathalie Wappler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=87193</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Satire lebt (auch ohne Nebelspalter) Ja, wo ist sie geblieben, die Satire des alten Nebelspalters? Das fragen sich derzeit immer wieder Fans auf Facebook, die den Kurswechsel zum Politmagazin offenbar noch nicht mitgekriegt haben. «Das hat nun wirklich nichts mit Satire zu tun», schreibt einer auf Facebook unter einem kritischen Artikel zur <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/">Satire-Protest, SRF-Exodus, Nau-Versagen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-87195" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210327b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Satire lebt (auch ohne Nebelspalter)</h3>
<p>Ja, wo ist sie geblieben, die Satire des alten Nebelspalters? Das fragen sich derzeit immer wieder <a href="https://www.facebook.com/nebelspalter" target="_blank" rel="noopener">Fans auf Facebook</a>, die den Kurswechsel zum Politmagazin offenbar noch nicht mitgekriegt haben. «Das hat nun wirklich nichts mit Satire zu tun», schreibt einer auf Facebook unter einem kritischen Artikel zur 99-Prozent-Initiative der Juso. Eine andere fragt: «Wo bleibt der Witz bei diesem neuen Nebelspalter?»</p>
<p>Die Irritation rührt daher, dass der neue Nebelspalter unter Markus Somm auf Facebook eine Gefolgschaft von mehr als 21&#8217;000 Leuten telquel übernommen hat und ihnen nun trockene Politkost serviert, wo es früher saftige Satire gab. Das ist die schlechte Nachricht. Doch es gibt Hoffnung auf Besserung.</p>
<p>Zahlreiche Zeichnerinnen und Zeichner haben sich von ihrem früheren Auftraggeber losgesagt und zeitgleich mit dem Start des neuen Nebelspalters die Kampagne <a href="http://wer-braucht-schon-satire.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Wer braucht schon Satire?»</a> lanciert. Auf der gleichnamigen Website kommentieren sie mit spitzer Feder die zunehmende Marginalisierung der Satire. Vielleicht sehen wir hier den Kern einer würdigen <a href="https://www.facebook.com/hansi.voigt/posts/3858854737506619" target="_blank" rel="noopener">Nachfolgepublikation</a> des alten Nebelspalters.</p>
<h3>The Bad – Brain Drain am Leutschenbach</h3>
<p>Die Liste ist lang und die Namen, die darauf stehen, haben eines gemeinsam: SRF verliert in Zürich reihenweise Fachleute für digitale Strategie und Online-Medien. Die beiden diese Woche bekannt gewordenen Abgänge von Graziella Luggen (Leiterin Digitales Angebot) und <a href="https://medien.srf.ch/-/david-elsasser-verlasst-srf" target="_blank" rel="noopener">David Elsasser</a> (Leiter Transformationsprojekt SRF 2024) sind nur die Spitze des Eisbergs.</p>
<p>Die MEDIENWOCHE weiss von mindestens zehn weiteren Personen in leitenden Positionen, die das Unternehmen in den letzten Wochen und Monaten verlassen oder ihren Abgang angekündigt haben. Eine offizielle Erklärung für den Brain Drain gibt SRF keine. Eine Anfrage bei der Medienstelle blieb unbeantwortet.</p>
<p>Personen, die mit der aktuellen Situation vertraut sind, können sich durchaus einen Reim machen auf den Exodus: Strategisches Vakuum, Machtkämpfe, Feilschen um schwindende Ressourcen begünstigen die Abgänge. Weiter trage auch die Haltung von oben dazu bei, dass gehen soll, wer gehen will, nach dem Motto: Alle sind ersetzbar. Nur besteht die Gefahr, dass die Falschen gehen.</p>
<p>Mit der Transparenz und Offenheit, die SRF-Direktorin Nathalie Wappler bei Stellenantritt versprochen hatte, ist es offenbar nicht weit her. Was zu tun wäre? Endlich Klarheit schaffen, was SRF tatsächlich will. Klingt einfach – ist es aber nicht.</p>
<h3>The Ugly – Bei «Nau.ch» ist das Mass voll</h3>
<p>Eine so prominente Plattform kriegt man nur selten gratis und franko, erst recht nicht als junges und politisch randständiges Grüppchen. Doch «Mass-voll», ein Verein radikaler rechts-libertärer Corona-Massnahmengegner, konnte dieser Tage auf die publizistische Unbedarftheit von «Nau.ch» zählen.</p>
<p>Innerhalb von drei Wochen erhielten gleich zwei Exponentinnen von «Mass-voll» eine Carte blanche auf der Nachrichtenplattform. Ungefiltert und reichhaltig illustriert mit Propagandabildern durften sie ihren Verein vorstellen. Sie dankten es mit fleissiger Verlinkung auf Social Media. Eine kritische, journalistische Einordnung durch die Redaktion fand nicht statt. Es war an einem Gastautor, das nachzuholen.</p>
<p>Kolumnist Reda El Arbi knöpfte sich «Mass-voll» vor und wies unter anderem auf die Affinität einzelner Mitglieder zu Verschwörungstheorien hin. Inzwischen hat «Nau.ch» El Arbis Kolumne gelöscht. Aus juristischen Gründen, wie eine Sprecherin mitteilt. Weiterhin online steht dagegen ein Artikel, in dem ein «Mass-voll»-Vertreter ohne Belege behaupten darf, Juso-Mitglieder hätten bei Kundgebungen von Massnahmengegnerinnen «vermummt ältere Menschen hinterrücks angegriffen».</p>
<p>Im Umgang mit «Mass-voll» hat «Nau.ch» kläglich versagt. Wie die MEDIENWOCHE vernommen hat, ist sich die Chefetage dessen durchaus bewusst. Man stehe an einem Wendepunkt und werde die Vorgänge der letzten Wochen vertieft analysieren müssen, heisst es. Es kann nur besser werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/27/satire-protest-srf-exodus-nau-versagen/">Satire-Protest, SRF-Exodus, Nau-Versagen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neues Medium? Nieder damit! Der vorschnelle Verriss des «Nebelspalters»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/22/neues-medium-nieder-damit-der-vorschnelle-verriss-des-nebelspalters/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2021 16:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=87052</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kolumnist Kurt W. Zimmermann über die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/medienkritik-markus-somm-lanciert-den-nebelspalter-neu-es-ist-eine-sturzgeburt-ld.2115967" rel="noopener" target="_blank">Reaktionen der Medien</a> auf den neuen digitalen «Nebenspalter» von Verleger Markus Somm.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/22/neues-medium-nieder-damit-der-vorschnelle-verriss-des-nebelspalters/">Neues Medium? Nieder damit! Der vorschnelle Verriss des «Nebelspalters»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kolumnist Kurt W. Zimmermann über die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/medienkritik-markus-somm-lanciert-den-nebelspalter-neu-es-ist-eine-sturzgeburt-ld.2115967" rel="noopener" target="_blank">Reaktionen der Medien</a> auf den neuen digitalen «Nebenspalter» von Verleger Markus Somm.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/22/neues-medium-nieder-damit-der-vorschnelle-verriss-des-nebelspalters/">Neues Medium? Nieder damit! Der vorschnelle Verriss des «Nebelspalters»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neuer «Nebelspalter»: Können Sie auch witzig, Markus Somm?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/19/neuer-nebelspalter-koennen-sie-auch-witzig-markus-somm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 13:22:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=86984</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das älteste Satiremagazin der Welt geht online – und bleibt überraschend ernst. Chefredaktor Markus Somm erklärt, warum.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/19/neuer-nebelspalter-koennen-sie-auch-witzig-markus-somm/">Neuer «Nebelspalter»: Können Sie auch witzig, Markus Somm?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das älteste Satiremagazin der Welt geht online – und bleibt überraschend ernst. Chefredaktor Markus Somm erklärt, warum.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/19/neuer-nebelspalter-koennen-sie-auch-witzig-markus-somm/">Neuer «Nebelspalter»: Können Sie auch witzig, Markus Somm?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Markus Somm lanciert den «Nebelspalter» neu: Es ist eine Sturzgeburt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/19/markus-somm-lanciert-den-nebelspalter-neu-es-ist-eine-sturzgeburt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 13:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=86977</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der «Nebelspalter» erscheint seit heute online als konservative Meinungsplattform. Das traditionelle Satiremagazin der Schweiz verliert damit den Witz. Eine erste Betrachtung.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/19/markus-somm-lanciert-den-nebelspalter-neu-es-ist-eine-sturzgeburt/">Markus Somm lanciert den «Nebelspalter» neu: Es ist eine Sturzgeburt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der «Nebelspalter» erscheint seit heute online als konservative Meinungsplattform. Das traditionelle Satiremagazin der Schweiz verliert damit den Witz. Eine erste Betrachtung.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/19/markus-somm-lanciert-den-nebelspalter-neu-es-ist-eine-sturzgeburt/">Markus Somm lanciert den «Nebelspalter» neu: Es ist eine Sturzgeburt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
