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	<title>persoenlich.com | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 Mar 2022 21:06:01 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Watson, persoenlich.com, Arena</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/19/watson-persoenlich-com-arena/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2022 10:11:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Watson]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Arena]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Keine Bilder, aber Infos Welche Bilder vom Krieg dürfen Medien zeigen? Rütteln erschreckende Szenen die Welt auf? Oder befriedigen sie nur die Sensationslust? Solche Fragen werden aktuell angesichts des Kriegs in der Ukraine heftig diskutiert. Nicht zuletzt, seit die «New York Times» auf ihrer Titelseite ein Bild zeigte, auf dem die Leichen <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/19/watson-persoenlich-com-arena/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-95746 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Keine Bilder, aber Infos</h3>
<p>Welche Bilder vom Krieg dürfen Medien zeigen? Rütteln erschreckende Szenen die Welt auf? Oder befriedigen sie nur die Sensationslust? Solche Fragen werden aktuell angesichts des Kriegs in der Ukraine heftig <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/16/bilder-vom-krieg-die-grenzen-des-zumutbaren/">diskutiert</a>. Nicht zuletzt, seit die «New York Times» auf ihrer Titelseite ein Bild zeigte, auf dem die Leichen einer Frau und ihrer beiden Kinder zu sehen waren. Sie waren auf der Flucht nach Kiew von einer Granate getötet worden.</p>
<p>Manche Medienkonsument*innen ertragen solche Bilder nicht. Sie möchten dennoch wissen, was in der Ukraine passiert. «Watson» hat deshalb am 1. März eine neue frühmorgendliche Rubrik eingeführt: «Das ist in der Ukraine während der Nacht passiert – der Überblick (ohne Bilder)». Sie enthält genau das, was sie verspricht.</p>
<p>Es sei von «Watson»-User*innen gewünscht worden, «dass man sich über die Geschehnisse informieren kann, ohne sich den teils verstörenden Bildern aussetzen zu müssen», sagt «Watson»-Chefredaktor Maurice Thiriet (Bild) auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Und wie wird das Angebot genutzt? Verglichen mit den Werten der Live-Ticker, so Thiriet, sei die Story keine «Klickbomben-Sensation»: «Aber wir optimieren die Berichterstattung zur Ukraine auch nicht auf Traffic-Wirksamkeit.»</p>
<p><small>P.S. Wer die bilderfreien Ukraine-Infos lesen will, ohne vorher durch das «Watson»-Angebot mitsamt allen Kriegsbildern zu scrollen: Via <a href="https://www.watson.ch/u/story_list">https://www.watson.ch/u/story_list</a> kommt man zur Liste der veröffentlichten Storys und findet darin täglich den Link auf die aktuelle Version.</small><br />
</p>
<h3>The Bad – Alte Männer erklären den Krieg</h3>
<p>Er lässt die «Welterklärer» hochleben: Matthias Ackeret, Verleger und Chefredaktor von «persönlich» und Blocher-Interviewer wird <a href="https://www.persoenlich.com/blog/ein-hoch-auf-die-welterklarer" target="_blank" rel="noopener">ganz nostalgisch</a>. Denn, so schreibt er in einem Blogbeitrag, «dank Putins Wahn» feiere der Militärexperte Albert A. Stahel (78) ein Comeback. Und Erich Gysling, «die brillanteste und auch alterslose Allzweckwaffe der Welterklärer», sei sehr gefragt: «Keiner analysiert so perfekt wie der 85-Jährige. Höchstwahrscheinlich wagen sich nicht einmal die Kriegsparteien, sich gegen dessen Prognosen zu stellen.»</p>
<p>Stahels und Gyslings Expertise ist unbestritten. Aber sie gleich zu «Welterklärern» zu erheben, ist, sagen wir mal, ein bisschen überbordend. Nicht zuletzt, weil bei diesem Begriff ein Hauch von Mansplaining mitschwingt: Alte Männer erklären den Krieg und die Welt.</p>
<p>Was aber viel mehr irritiert, ist der Link, den Ackeret in seinem Text zu Corona-Expert*innen macht: «Man lerne: Jede Krise hat seine Kommentatoren. Vorbei die Zeiten, als die Coronagilde rund um Marcel Salathé den baldigen Weltuntergang beschwor.» Karl Lauterbach verspüre einen «medialen Phantomschmerz». Die Pandemie scheine abgehakt: «Gefragt sind Kriegsexperten und nicht mehr Virenphilosophen.»</p>
<p>Man lerne: Wer sich fundiert und professionell mit Krieg und Konflikten beschäftigt, ist ein «Experte». Wer sich fundiert und professionell mit Viren und Epidemien beschäftigt, ist ein «Philosoph». Immerhin hat Ackeret die Medizin- und Epidemie-Experten nicht als «Ideologen» bezeichnet.</p>

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<h3>The Ugly – Rassismus ist keine Meinung</h3>
<p>Die «Arena»-Redaktion hat es wirklich versucht. Sie hatte sich gut vorbereitet, unter anderem bei Staatsanwälten und bei der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus Einschätzungen und Statements eingeholt. Und dennoch sagte SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi <a href="https://www.srf.ch/play/tv/arena/video/parteispitzen-zum-ukraine-krieg?urn=urn:srf:video:821c5f70-71f8-4397-a2f3-d0f9b7b7e3cd" target="_blank" rel="noopener">im Verlauf der «Arena»</a>: «Ich würde genau dasselbe wieder sagen», und: «Ich teile diese Aussage, dass es rassistisch war, nicht.» Er hatte seine Plattform.</p>
<p>Aeschi hatte am 16. März in der Sonderdebatte des Nationalrats zum Krieg in der Ukraine gesagt: «Es darf nicht sein, dass Nigerianer oder Iraker mit ukrainischen Pässen plötzlich 18-jährige Ukrainerinnen vergewaltigen! Das darf nicht zugelassen werden.» Im Rat <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/session-svp-nationalrat-thomas-aeschi-bezeichnet-nigerianer-als-vergewaltiger-gruene-politikerin-entschuldigt-sich-ld.2264596" target="_blank" rel="noopener">reagierte niemand</a>, danach aber gab es heftige Reaktionen.</p>
<p>Und gleichzeitig war für gestern Freitag eine «Arena» zum Ukraine-Krieg mit den Parteispitzen geplant. Die «Arena» hatte Aeschi schon vor seiner rassistischen Aussage eingeladen – und blieb dabei. «Seine Aussage wird ebenfalls Gegenstand der Ukraine-Debatte in der Arena sein», twitterte <a href="https://twitter.com/ziskaegli/status/1504413924803989518" target="_blank" rel="noopener">Redaktionsleiterin Franziska Egli</a>. Aline Trede, Fraktionschefin der Grünen, entschied sich, nicht an der «Arena» teilzunehmen: «Unsere freiheitliche und demokratische Gesellschaft darf Rassismus keine Plattform geben», <a href="https://twitter.com/alinetrede/status/1504833440839000064?s=20&amp;t=_G1cslkwA630gPr0qM2k_g" target="_blank" rel="noopener">schrieb sie auf Twitter</a>.</p>
<p>Es gab klare und auch starke Aussagen gegen Rassismus in dieser «Arena», Moderator Sandro Brotz nahm Aeschi in die Zange. Dennoch: Jede Sendeminute, in der es um Aeschis Rassismus ging, fehlte der Diskussion um den Ukraine-Krieg und die Reaktion der Schweiz. Jede Minute, in der Aeschi sich verteidigen, beziehungsweise auf seiner Position beharren konnte, ging der Zeit ab, in der die beeindruckendste Person dieser «Arena» sprechen konnte: die aus Kiew in die Schweiz geflüchtete Hanna Yushchenko.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/19/watson-persoenlich-com-arena/">Watson, persoenlich.com, Arena</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>20 Jahre persoenlich.com: Das Geburtstags-Interview mit Matthias Ackeret</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/05/05/20-jahre-persoenlich-com-das-geburtstags-interview-mit-matthias-ackeret/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2020 10:24:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Ackeret]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Online-Portal persoenlich.com gibt es seit 20. Jahren. Grossen Anteil am langen Bestehen hat Verleger und Chefredaktor Matthias Ackeret. Im Interview antwortet der studierte Jurist auf die Frage nach dem Ackeret-Prinzip: «Ich habe stets ein positives Grundgefühl, dass es gut kommt. Oder frei nach Udo Lindenberg: Hinter dem Horizont geht es weiter.» Ein ermutigendes Zitat <a href="https://www.horizont.net/schweiz/nachrichten/20-jahre-persoenlich.com-das-geburtstags-interview-mit-matthias-ackeret-182728">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Online-Portal persoenlich.com gibt es seit 20. Jahren. Grossen Anteil am langen Bestehen hat Verleger und Chefredaktor Matthias Ackeret. Im Interview antwortet der studierte Jurist auf die Frage nach dem Ackeret-Prinzip: «Ich habe stets ein positives Grundgefühl, dass es gut kommt. Oder frei nach Udo Lindenberg: Hinter dem Horizont geht es weiter.» Ein ermutigendes Zitat in einer schwierigen Zeit. Lesen Sie das ganze Interview jetzt hier auf Horizont.net/swiss</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/05/05/20-jahre-persoenlich-com-das-geburtstags-interview-mit-matthias-ackeret/">20 Jahre persoenlich.com: Das Geburtstags-Interview mit Matthias Ackeret</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Arm des Anstosses</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/04/04/der-arm-des-anstosses/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 11:57:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Alain Berset]]></category>
		<category><![CDATA[Bettina Bestgen]]></category>
		<category><![CDATA[Glanz & Gloria]]></category>
		<category><![CDATA[René Hildebrand]]></category>
		<category><![CDATA[Tätowierungen]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Kritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hat das Schweizer Fernsehen ein Tattoo-Problem? Natürlich nicht. Einen anderen Eindruck könnte indes gewinnen, wer sich die Reaktionen auf eine eigentlich ganz harmlose Kolumne ansieht, wo ein älterer Herr sein Missfallen über den Körperschmuck einer TV-Moderatorin äusserte. Als «TV-Kritik» rubriziert und in einer Fachpublikation veröffentlich, gewinnt das individuelle Geschmacksurteil schnell an Gewicht und Bedeutung. Dabei <a href="https://medienwoche.ch/2017/04/04/der-arm-des-anstosses/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hat das Schweizer Fernsehen ein Tattoo-Problem? Natürlich nicht. Einen anderen Eindruck könnte indes gewinnen, wer sich die Reaktionen auf eine eigentlich ganz harmlose Kolumne ansieht, wo ein älterer Herr sein Missfallen über den Körperschmuck einer TV-Moderatorin äusserte.<br />
<span id="more-28991"></span><br />
Als «TV-Kritik» rubriziert und in einer Fachpublikation veröffentlich, gewinnt das individuelle Geschmacksurteil schnell an Gewicht und Bedeutung. Dabei ist solche Kritik ein ganz banaler und alltäglicher Vorgang. Wer fernsieht, wertet und bewertet dauernd, hegt Sympathie und Abneigung gegenüber Figuren und Charakteren, findet Sendungen gut oder schlecht – einfach so.</p>
<p>Vieles vermag den Sehgenuss zu verdriessen: die Gesichtsbehaarung des Nachrichtensprechers, die penetranten Kalauer des Moderators oder eben auch: gut sichtbare Tätowierungen einer Journalistin. Die Liste liesse sich beliebig verlängern. Was den einen ein Graus ist, registrieren andere nicht einmal. So unterschiedlich sind die Geschmäcker.</p>
<p>Das zeigen auch die Reaktionen auf den Auftritt einer Moderatorin des Schweizer Fernsehens, die mit einem tätowierten Arm das Mikrofon einem Bundesrat entgegenstreckte. Eine Mehrheit hält den Auftritt für völlig unproblematisch, eine laute Minderheit dagegen für unziemlich und vom Gespräch mit dem Magistraten ablenkend.</p>
<p>Anders als für den journalistischen Auftritt gibt es für Äusserlichkeitnen wie Kleidung und Schmuck keinen verbindlichen Kodex. Der «gute Geschmack» hilft hier auch nicht weiter. Und das vermeintliche Argument, dass zu offensiv zur Schau gestellter Körperschmuck vom Inhalte ablenke, trifft zumindest im vorliegenden Fall nicht zu. Handelte sich doch um ein People-Magazin, das an einem People-Anlass zugegen war. Und dort gilt das Motto: Sehen und gesehen werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/04/04/der-arm-des-anstosses/">Der Arm des Anstosses</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NZZ ist erste Schweizer Partnerin von Google-News-Initiative</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/30/nzz-ist-erste-schweizer-partnerin-von-google-news-initiative/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2015 14:45:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Digital News Initiative]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NZZ ist laut Geschäftsführer Steven Neubauer ständig im Austausch mit Technologieunternehmen und anderen Verlagen, um Lern- und Innovationsprozesse weiter zu beschleunigen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/30/nzz-ist-erste-schweizer-partnerin-von-google-news-initiative/">NZZ ist erste Schweizer Partnerin von Google-News-Initiative</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die NZZ ist laut Geschäftsführer Steven Neubauer ständig im Austausch mit Technologieunternehmen und anderen Verlagen, um Lern- und Innovationsprozesse weiter zu beschleunigen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/30/nzz-ist-erste-schweizer-partnerin-von-google-news-initiative/">NZZ ist erste Schweizer Partnerin von Google-News-Initiative</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pietro Supino &#8211; der Medientycoon von der Werdstrasse</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/11/pietro-supino-der-medientycoon-von-der-werdstrasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2015 22:57:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Ackeret]]></category>
		<category><![CDATA[Pietro Supino]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Online-Geschäften will Pietro Supino &#8211; Verwaltungsratspräsident von Tamedia und Vertreter der Gründerfamilie Coninx &#8211; mit seinem Unternehmen weiter wachsen. Im exklusiven &#8222;persönlich&#8220;-Interview äussert sich der mächtigste Verleger der Schweiz zudem zum Chefredaktorenwechsel beim &#8222;Tages-Anzeiger&#8220; und zur Frage, ob er bald Verlegerpräsident werden will.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/11/pietro-supino-der-medientycoon-von-der-werdstrasse/">Pietro Supino – der Medientycoon von der Werdstrasse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Online-Geschäften will Pietro Supino &#8211; Verwaltungsratspräsident von Tamedia und Vertreter der Gründerfamilie Coninx &#8211; mit seinem Unternehmen weiter wachsen. Im exklusiven &#8222;persönlich&#8220;-Interview äussert sich der mächtigste Verleger der Schweiz zudem zum Chefredaktorenwechsel beim &#8222;Tages-Anzeiger&#8220; und zur Frage, ob er bald Verlegerpräsident werden will.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/11/pietro-supino-der-medientycoon-von-der-werdstrasse/">Pietro Supino – der Medientycoon von der Werdstrasse</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Branded Content – angebrannter Inhalt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/02/02/branded-content-angebrannter-inhalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2015 08:31:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Publishing]]></category>
		<category><![CDATA[Branded Content]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[René Zeyer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=3487</guid>

					<description><![CDATA[<p>Content is King, das ist das Mantra der meisten Medienhäuser der Welt, auch in der Schweiz. «Content Provider» nennt sich neuenglisch jeder der wenigen überlebenden Schweizer Nachrichtenhersteller. Ein schönes Modewort, aus dem orwellschen Double Speak abgeleitet ein Euphemismus für «zu Tode sparen».</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/02/branded-content-angebrannter-inhalt/">Branded Content – angebrannter Inhalt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Content is King, das ist das Mantra der meisten Medienhäuser der Welt, auch in der Schweiz. «Content Provider» nennt sich neuenglisch jeder der wenigen überlebenden Schweizer Nachrichtenhersteller. Ein schönes Modewort, aus dem orwellschen Double Speak abgeleitet ein Euphemismus für «zu Tode sparen».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/02/02/branded-content-angebrannter-inhalt/">Branded Content – angebrannter Inhalt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>WOZ: Wenn die Leser Story-Vorschläge machen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/12/18/woz-wenn-die-leser-story-vorschlaege-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2014 14:57:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[WOZ]]></category>
		<category><![CDATA[Edith Hollenstein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2872</guid>

					<description><![CDATA[<p>Worüber sollen wir schreiben? Die WOZ diskutierte diese Frage für einmal nicht redaktionsintern, sondern befragte das Publikum. Eine Auswahl dessen, was sich die Leserinnen von der linken Wochenzeitung wünschen, welche Recherchen oder Interviews sie lesen wollen, findet sich in der aktuellen Ausgabe.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/18/woz-wenn-die-leser-story-vorschlaege-machen/">WOZ: Wenn die Leser Story-Vorschläge machen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Worüber sollen wir schreiben? Die WOZ diskutierte diese Frage für einmal nicht redaktionsintern, sondern befragte das Publikum. Eine Auswahl dessen, was sich die Leserinnen von der linken Wochenzeitung wünschen, welche Recherchen oder Interviews sie lesen wollen, findet sich in der aktuellen Ausgabe.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/18/woz-wenn-die-leser-story-vorschlaege-machen/">WOZ: Wenn die Leser Story-Vorschläge machen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufstand gegen die Schliessung der Druckerei</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/12/11/aufstand-gegen-die-schliessung-der-druckerei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2014 13:01:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Druckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Edith Hollenstein]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2723</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei der NZZ rumort es. Nach der überraschenden Entlassung von Chefredaktor Markus Spillmann, rückt jetzt die Schliessung der Druckerei in Schlieren wieder in den Fokus. Die Belegschaft befürchtet einen grossen Imageschaden und eine Abhängigkeit von Tamedia, daher sind innert zwei Wochen 660 Unterschriften zusammengekommen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/11/aufstand-gegen-die-schliessung-der-druckerei/">Aufstand gegen die Schliessung der Druckerei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der NZZ rumort es. Nach der überraschenden Entlassung von Chefredaktor Markus Spillmann, rückt jetzt die Schliessung der Druckerei in Schlieren wieder in den Fokus. Die Belegschaft befürchtet einen grossen Imageschaden und eine Abhängigkeit von Tamedia, daher sind innert zwei Wochen 660 Unterschriften zusammengekommen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/11/aufstand-gegen-die-schliessung-der-druckerei/">Aufstand gegen die Schliessung der Druckerei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jean-Martin Büttner: «Ich habe den besten Beruf, den es gibt»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/12/05/jean-martin-buettner-ich-habe-den-besten-beruf-den-es-gibt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2014 22:03:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolas Brütsch]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Edith Hollenstein]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Martin Büttner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=2620</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jean-Martin Büttner liebt Neustarts. Nun hat der langjährige Tagi-Journalist ein Buch über Anfänge veröffentlicht. Im Gespräch mit persoenlich.com kritisiert der 55-jährige Büttner, dass beim Tages-Anzeiger die Onliner weniger verdienen als Print-Journalisten. Viele seiner Kollegen gingen, weil ihre Arbeit zu wenig geschätzt werde. Er selber sei jedoch in einer komfortablen Situation.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jean-Martin Büttner liebt Neustarts. Nun hat der langjährige Tagi-Journalist ein Buch über Anfänge veröffentlicht. Im Gespräch mit persoenlich.com kritisiert der 55-jährige Büttner, dass beim Tages-Anzeiger die Onliner weniger verdienen als Print-Journalisten. Viele seiner Kollegen gingen, weil ihre Arbeit zu wenig geschätzt werde. Er selber sei jedoch in einer komfortablen Situation.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/05/jean-martin-buettner-ich-habe-den-besten-beruf-den-es-gibt/">Jean-Martin Büttner: «Ich habe den besten Beruf, den es gibt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Man muss sich von technologiespezifischer Förderung verabschieden»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/10/26/man-muss-sich-von-technologiespezifischer-foerderung-verabschieden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 18:33:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Edith Hollenstein]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Avenir Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Meister]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1819</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die liberale Denkfabrik Avenir Suisse schlägt neue Modelle zur Medienförderung vor. Im Zentrum steht die SRG: Der grösste Player soll aus dem Wettbewerb genommen und zum gebührenfinanzierten Lieferanten von Multimedia-Inhalten werden. Wer soll die Inhalte verbreiten und könnte also die SDA langfristig durch die «neue SRG», den «Public Content Provider», abgelöst werden? Projektleiter Urs Meister <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/avenir-suisse-man-muss-sich-von-der-technologiespezifischen-foerderung-verabschieden?utm_campaign=Listly&#038;utm_medium=list&#038;utm_source=listly">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die liberale Denkfabrik Avenir Suisse schlägt neue Modelle zur Medienförderung vor. Im Zentrum steht die SRG: Der grösste Player soll aus dem Wettbewerb genommen und zum gebührenfinanzierten Lieferanten von Multimedia-Inhalten werden. Wer soll die Inhalte verbreiten und könnte also die SDA langfristig durch die «neue SRG», den «Public Content Provider», abgelöst werden? Projektleiter Urs Meister erklärt seine Vorschläge.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/10/26/man-muss-sich-von-technologiespezifischer-foerderung-verabschieden/">«Man muss sich von technologiespezifischer Förderung verabschieden»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist die Schriftstellerei deine wahre Leidenschaft, Matthias Ackeret?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/05/22/ist-die-schriftstellerei-deine-wahre-leidenschaft-matthias-ackeret/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2014 11:39:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Ackeret]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=19738</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wollte er nur ein paar Jahre bleiben. Jetzt ist Matthias Ackeret seit zwölf Jahren Chefredaktor von «persönlich». Das Magazin für Medien, Werbung und Kommunikation feiert dieser Tage seinen 50. Geburtstag. Weil sich Ackeret niemals langweilen will, macht er noch ganz viele andere Sachen. So hat er eben einen weiteren Roman fertiggestellt und jede Woche <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/22/ist-die-schriftstellerei-deine-wahre-leidenschaft-matthias-ackeret/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/22/ist-die-schriftstellerei-deine-wahre-leidenschaft-matthias-ackeret/">Ist die Schriftstellerei deine wahre Leidenschaft, Matthias Ackeret?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich wollte er nur ein paar Jahre bleiben. Jetzt ist Matthias Ackeret seit zwölf Jahren Chefredaktor von «persönlich». Das Magazin für Medien, Werbung und Kommunikation feiert dieser Tage seinen 50. Geburtstag. Weil sich Ackeret niemals langweilen will, macht er noch ganz viele andere Sachen. So hat er eben einen weiteren Roman fertiggestellt und jede Woche spricht er für Tele Blocher mit dem Ex-Nationalrat. Ackeret gilt als netter und anständiger Journalist, der zwar alle kennt und entsprechend viel weiss, aber nie Brisantes preisgeben würde.</strong></p>
<p><strong>«persönlich» feiert dieser Tage seinen 50. Geburtstag. Wird die Festfreude getrübt durch den möglichen Verkauf der Publigroupe, zu der auch «persönlich» gehört?</strong><br />
Davon spüre ich bei uns im Haus eigentlich nichts. Ich bin natürlich schon ein bisschen nervös und beobachte genau, was läuft.</p>
<p><strong>Kannst du das Schicksal von «persönlich» im anstehenden Verkaufsprozess beeinflussen?</strong><br />
Nein, im Moment nicht. Die ganze Entwicklung verläuft sehr schnell. Ich sehe wie alle anderen auch die beiden Übernahmeangebote von Tamedia und Swisscom und verfolge staunend den ganzen Krimi.</p>
<p><strong>Wer wäre dir denn lieber als künftiger Besitzer?</strong><br />
Bei Tamedia habe ich ja schon mal gearbeitet. Was nun besser für uns wäre, kann ich nicht sagen. Am wichtigsten ist die publizistische Unabhängigkeit. Die Publigroupe hat in den letzten fünf Jahren kein einziges Mal interveniert, obwohl wir sicher auch nicht immer nett zu ihr waren. Das ist doch grossartig. Natürlich gibt es immer wieder heikle Fälle und Gratwanderungen. Aber das kommt in allen Medien vor. Ich war mal auf einem Podium zusammen mit Esther Girsberger. Sie meinte, bei mir wisse man nie so recht, welchen Hut ich gerade aufhabe. Das empfand ich doch ein bisschen sonderbar, obwohl ich Esther gut mag. Ich glaube, alles in allem herrschen bei uns transparente Verhältnisse über unsere Besitzverhältnisse. Das ist auch gut so und – wenn man andere Medien betrachtet – längst nicht selbstverständlich.</p>
<p><strong>Wie läuft das Geschäft mit «persönlich»?</strong><br />
Wir erbringen den Beweis, dass Print weiterhin funktioniert. Wir konnten den Inserateumsatz 2013 im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern. Online könnte man sicher noch zulegen. Die Verteilung bei der Werbung ist momentan ungefähr zwei Drittel Print und ein Drittel Online. Auf unserer kleinen Spielwiese zeigen wir auch, wie sich Print und Online ergänzen. Die Redaktion macht relativ autonom persoenlich.com und ich bin hauptverantwortlich für das Heft.</p>
<p><strong>Du könntest den Verlag kaufen und dich komplett unabhängig machen.</strong><br />
Das ist nicht unvorstellbar. Ich weiss, wie der Laden läuft. Heute wäre ich auch reif für einen solchen Schritt. Momentan ist aber alles im Fluss.</p>
<p><strong>Du bist aber nicht der Unternehmertyp.</strong><br />
Ich habe sehr viel gelernt in letzter Zeit. Seit ein paar Jahren bin ich auch Geschäftsführer von «persönlich» und muss schauen, dass wir schwarze Zahlen schreiben. Die Rolle des Chefredaktors hat sich zudem massiv gewandelt. Heute gehört es dazu, dass man persönliche Kontakts mit den Kunden und Medienpartnern pflegt. Wenn du das Gesicht eines Mediums bist, dann will man dich sehen.</p>
<p><strong>Als Verleger muss man auch unpopuläre Entscheide treffen. Man hört, das sei nicht deine Stärke.</strong><br />
Das stimmt, das mache ich nicht gerne. Ich bin wohl manchmal zu nett. Aber ich glaube, dass ich mir in den letzten Jahren eine gewisse Härte antrainiert habe. Ich mag mich erinnern, vor dreissig Jahren bei Radio Munot. Norbert Neininger war mein Chef und mein erster Lehrmeister. Da gab es einmal eine Riesendiskussion, nachdem sich ein Coiffeur beschwert hatte, weil man ihn in der Berichterstattung nicht berücksichtigte, obwohl er immer viel Werbung geschaltet hatte. Neininger sagte, das sei richtig und wichtig für die journalistische Unabhängigkeit. Ich habe ihn dafür wahnsinnig bewundert. Heute in der ökonomischen Krise würden manche Medien dem Coiffeur vermutlich entgegenkommen. Ich glaube die Realitäten im Journalismus haben sich geändert. Es gibt nicht mehr die absolute Spielwiese und das Geld fliesst nicht mehr in Strömen.</p>
<p><strong>Ursprünglich wolltest du zwei, drei Jahre bei «persönlich» bleiben. Jetzt sind es zwölf geworden. Was ist schief gelaufen mit der Karriereplanung?</strong><br />
Ich dachte, dass ich irgendwann den Absprung zum Fernsehen schaffe. Aber dann habe ich nie mehr ein Angebot erhalten. (lacht) Nein, das stimmt nicht ganz. Von Ringier gab’s mal eines. Aber ich weiss nicht, ob Frank A. Meyer ein grosser Fan ist von mir. Ich fühle mich sehr wohl in meinem Job. Zu Medienthemen hatte ich immer schon eine grosse Affinität. Meine Dissertation schrieb ich über medienrechtliche Fragen. Ausserdem mag ich auch Werbung wahnsinnig gern. Ein guter Kreativer ist für mich einem guten Künstler gleichzustellen. Cannes Lions finde ich ebenso so inspirierend wie die Art Basel. Darum liegen mir diese Themen. Und irgendwann hat es mir beim «persönlich» den Ärmel reingezogen. Das hat sicher auch mit dem ganzen Umfeld zu tun, in das ich reinkam mit Bruno Hug und Oliver Prange, die das Unternehmen führten, als ich anfing.</p>
<p><strong>Du bist nun 50, gleich alt wie das Heft. «Persönlich» bis zur Pensionierung, ist das inzwischen eine realistische Perspektive geworden?</strong><br />
Auf jeden Fall. Ich kann ja vieles daneben machen. Romane schreiben ist zu meiner Leidenschaft geworden. Am letzten Samstag habe ich einen weiteren fertig gestellt. Sein Titel: «Eden Roc».</p>
<p><strong>Worum geht es?</strong><br />
Meine Figur Marcel du Chèvre, der Boulevardjournalist, habe ich noch einmal an einen anderen Ort versetzt, diesmal nach Südfrankreich ins Grandhotel «Eden Roc» auf Cap d’Antibes. Diesmal kam ich sehr gut vorwärts. Am letzten Samstag, morgens um zehn vor Acht, bin ich fertig geworden. Entscheidend ist für mich immer das Kriterium: Würde mir das Buch gefallen als Leser? Und ja, ich glaube, es gefällt mir. Meine Freundin Susanne hat auch ein paar Seiten gelesen und war ganz begeistert. Aber ich glaube, sie ist nicht ganz objektiv. Walser habe ich es auch gemailt. Er hat eine SMS zurückgeschrieben: «Sehr gute Ernte.» Das ist doch toll.</p>
<p><strong>Ist die Schriftstellerei deine wahre Leidenschaft?</strong><br />
Nein, eigentlich nicht. Ich bin da reingewachsen. Angefangen habe ich mit «Die ganze Welt ist Ballermann», als ich noch bei Tele Züri war. Dieses Buch habe ich zusammen mit meinem ältesten Kumpel, Manfred Klemann, geschrieben. Darin enthalten sind die Postkarten an Martin Walser , die wir ihm aus allen Ecken der Welt gesandt haben, ohne ihn persönlich zu kennen. Beispielweise: «Lieber Martin, Barcelona ist ein Gaudi». Daraus entstand eine Freundschaft. Dann folgten 2005 «Der Hammermann», ein Marathon-Roman, und 2012 «Elvis». An diesem habe ich lange herumgeknorzt. Aber es endete schliesslich super, nicht zuletzt, weil er sehr gute Rezensionen erhielt. Martin Walser hat ihn im «Südkurier» auf einer ganzen Seite besprochen und sogar im «Spiegel» gab es eine positive Kritik.</p>
<p><strong>Wie viele Exemplare hast du davon verkauft?</strong><br />
Etwa 2000, was nicht schlecht ist, aber fast nur in der Schweiz. Die Rezensionen von «Spiegel» und Walser haben nicht viel gebracht auf dem deutschen Markt, weil das Buch dort gar nicht erhältlich war.</p>
<p><strong>st das frustrierend?</strong><br />
Auf eine Art schon. Wobei das Romangeschäft natürlich auch ein Vertriebsgeschäft ist. Aber ich hatte nun ein paar Lesungen, auch auf der Leipziger Buchmesse. Das war eine gute Erfahrung. Irgendwann überkommt einem die Lust, etwas Neues zu schreiben. Dabei kommt mir entgegen, dass ich ein Nachtmensch bin. Ich kann nicht schlafen. Dann fange ich mit Schreiben an. Seite um Seite.</p>
<p><strong>Das machst du einfach so nebenbei zur journalistischen Arbeit?</strong><br />
Ich mache eigentlich relativ viel nebeneinander. Für die Schweiz am Sonntag schreibe ich eine Kolumne, dann bin ich Radiokolumnist bei Roger Schawinski und natürlich ist da noch Tele Blocher.</p>
<p><strong>Kürzlich hat Christoph Blocher bei dir seinen Rücktritt aus dem Nationalrat bekanntgegeben. Erfüllt dich das mit einem journalistischen Stolz?</strong><br />
Ehrlich gesagt, ich habe es ein bisschen unterschätzt und Blocher wohl auch, dass das einen solchen Tsunami auslösen würde in den Medien. In einer welschen Zeitung wurde Blocher als Superman abgebildet. Das wäre vor einem Jahr unmöglich gewesen. Ich hoffe aber, dass dieser Rücktritt nicht als Krönung meiner journalistischen Karriere in die Geschichte eingeht. (lacht laut)</p>
<p><strong>Verstehst du die Kritik an Tele Blocher?</strong><br />
Ja, ja, klar verstehe ich die. Blocher ist die Figur, die am meisten polarisiert.</p>
<p><strong>Ich meinte nicht die Kritik an Blocher, sondern an dir und deiner Rolle als Journalist.</strong><br />
Das ist einfach ein normales Interview, wie ich es früher auch bei Tele Züri geführt hatte. Ich habe mal gehört – ich weiss nicht, ob es stimmt – der Chefredaktor des Tages-Anzeigers habe noch nie im Leben mit Christoph Blocher gesprochen (mindestens einmal hat er: 1995 für Facts, Anm. d Red.). Dagegen bin ich ja direkt mutig! (lacht laut und lange) Am Umgang mit der Figur Blocher zeigt sich doch die Verlogenheit der Branche. Viele haben über mich geschrieben, ich sei das Böse schlechthin, um sich danach bei mir zu entschuldigen und zu fragen, ob ich ihnen einen Interviewtermin bei Blocher einfädeln könne. Die ganze Ambivalenz habe ich da gespürt. Mittlerweile macht es mir nichts mehr aus, im Gegenteil. Ich bin heute sogar stolz auf Tele Blocher. Leider stammt die Idee nicht von mir, sondern von Norbert Neininger. Höchstwahrscheinlich wird es auch das sein, was von mir einmal in Erinnerung bleiben wird, wenn ich mal kürzer treten sollte.</p>
<p><strong>Wie lange machst du Tele Blocher noch?</strong><br />
Es ist ein endloses Roadmovie. Das Lustige ist ja, dass sich Blocher immer wieder neu erfindet. Ich war mit ihm am 9. Februar im Hotel in Schönried. Das ist ja schon noch speziell, bei der zweitwichtigsten Abstimmung des Volkstribuns so nah dran zu sein. Oder bei seiner Abwahl als Bundesrat war ich fünf Minuten später in seinem Büro und habe auf ihn gewartet.</p>
<p><strong>Was hat das mit Journalismus zu tun?</strong><br />
Für mich war das immer eine Form von Journalismus, die ich für absolut authentisch halte, quasi Embedded Journalism. Die Sendung ist doch das transparenteste Produkt: es wird nie geschnitten, es wird niemals zweimal gestartet, es ist erfolgt alles ohne PR-Berater. Was will man mehr? Ich habe viele Bundesratsinterviews gemacht, auch für «persönlich». Da wurden mir anschliessend sogar Fragen rausgestrichen. Aber du hast recht: Ich bin nicht der Hardcore-Journalist, der alles hinterfragt und Missstände aufdeckt. Journalismus habe ich auch immer so verstanden, dass ich damit jene Welt entdecken kann, die mich interessiert. Oder einfacher: Ich will mich niemals langweilen.</p>
<p><strong>Du hast ja ein riesiges Kontaktnetz in der Branche aber auch weit darüber hinaus. Trotzdem liest man von dir wenig wirklich Brisantes. Bist du in deinem Netz gefangen?</strong><br />
Ich bin sicher sehr stark in dieses Netz eingebunden. Aber was heisst schon Brisantes? Ich glaube, wir haben doch einige Interviews geführt, die in der Branche für grosses Aufsehen sorgten, beispielsweise mit Rolf Bollmann oder Peter Wälty. Ich kenne nur einen Journalisten, der wirklich unabhängig ist. Das ist Urs Paul Engeler, der ist auch nach Jahrzehnten im Bundeshaus mit allen per Sie. Das ist eigentlich unmöglich. So ein Biotop saugt dich doch auf. Nach meiner Bundeshausära bei S Plus und Tele Züri war ich mit der Mehrheit aller SP-Parlamentarier – nicht SVP – per du. Aber klar: Ich kenne viele Geschichten. Aber wenn man an den Hochschulen immer von Medienethik spricht, dann soll man sie auch leben. Ich versuche es jedenfalls. Wenn ich von irgendeinem Verleger eine private Drecksgeschichte kenne, dann ist das nicht mein Problem.</p>
<p><strong>Kriegst du dank deinem Beziehungsnetz für die Interviews wen du willst?</strong><br />
Es ist kein Selbstläufer. Aber die Leute kommen gerne in ein Magazin, das sie grosszügig präsentiert und das auch von der Branche gelesen wird. Es gibt schon zwei, drei, die ich noch nicht hatte. Hubert Burda hätte ich gerne einmal interviewt. Der interessiert mich vom Typ her. Aber bis jetzt hats noch nicht geklappt. Dann frage ich halt wieder an. Gerhard Schröder hatte ich auch sehr lange auf der Liste und plötzlich hat es im vergangenen Jahr geklappt.</p>
<p><strong>Die Leute kommen auch gerne, weil sie wissen, dass sie nichts zu befürchten haben.</strong><br />
Vielleicht, aber Sie könnten sich auch wehren. Ich mache sicher niemanden fertig und ich biete ihnen eine Bühne. Manchmal bin ich überrascht, dass diejenigen Leute am empfindlichsten reagieren, von denen man es am wenigsten erwarten würde. Es sind meistens Journalisten. Die sind grauenhaft dünnhäutig.</p>
<p><strong>Hast du Feinde?</strong><br />
(lacht) Ich glaube Frank A. Meyer mag mich nicht und Ursula Klein auch nicht sonderlich. In der NZZ am Sonntag gibt es ein paar Journalisten, die mich wohl nicht besonders toll finden. Wegen Tele Blocher natürlich. Ausgerechnet die NZZ am Sonntag, die gerne Zitate aus Tele Blocher übernimmt, ohne die Quelle anzugeben. Als die Zeitung zum x-ten Mal gegen mich anschrieb, habe ich mal reagiert, was eigentlich auch blöd ist. Doch ich musste mich wehren. Klar könnte man Blocher konfrontativer befragen, wie Schawinski das macht. Aber das ist nicht unser Konzept.</p>
<p><strong>Du hast ja auch schon am eigenen Leib erfahren, was es heisst von Roger Schawinski in die Mangel genommen zu werden. In einem «Doppelpunkt» vor drei Jahren hat er dich überraschend hart angepackt. Was war damals geschehen?</strong><br />
Das schon eine komische Situation. Es war danach auch Roger etwas peinlich. Er kam von einem lustigen Mittagessen und er war in entsprechender Stimmung. Es war vermutlich eine seiner schlechteren Sendung, was mich fast schon wieder stolz macht. Als «nekrophil» hat er mich bezeichnet, weil ich das Grab von meinem musikalischen Idol Joe Dassin besuchte. Im Nachhinein finde ich das wirklich amüsant. Aber ich ging schon etwas irritiert aus dem Studio.</p>
<p><strong>Hast du die teils peinlichen und intimen Fragen über dich ergehen lassen, weil Roger Schawinski dein Idol ist?</strong><br />
Ich habe ja schon versucht zu kontern. Auf die Sendung gab es viele Reaktionen, auch positive. Ich selbst habe sie nie mehr angehört. Wir haben auch überlegt, ob wir sie überhaupt ausstrahlen sollen. Ich fand aber, wenn sie im Kasten ist, dann gehört sie auch gesendet. Das ist die Tele-Blocher-Schule (lacht).</p>
<p><strong>Welches Verhältnis hast du zu Roger Schawinski?</strong><br />
Roger ist heute ein guter Freund. Er gab meinem Leben die entscheidende Wendung. Meine Mutter wollte immer, dass ich Notar werde, mein Vater hätte mich gerne als Historiker gesehen. Aber als ich erstmals Radio 24 hörte, wusste ich, dass ich Journalist werden wollte. Von Roger habe ich wahnsinnig viel gelernt. Ich versuchte nicht, ihn zu kopieren, aber vieles zu adaptieren. Aus dem Idol wurde ein Freund. Jedes Jahr wandern wir einmal auf den Pilatus hoch und unternehmen auch sonst viel zusammen. Und schliesslich ist er auch einer meiner Kolumnisten im «persönlich».</p>
<p><strong>Du bist promovierter Jurist, hast eine Dissertation über das duale Rundfunksystem der Schweiz geschrieben. Aber in die medienpolitische Diskussion mischst du dich nicht ein. Wieso nicht?</strong><br />
Gibt es eine solche Diskussion überhaupt? Meiner Meinung nach sollte sich die Politik wenn möglich aus den Medien raushalten. Für mich ist die SRG viel zu stark und zu erdrückend. Es ist nicht gut, dass ein solches Konstrukt die elektronischen Medien dominiert. Dagegen hilft nur mehr Freiheit. Aber vielleicht ist der Status Quo halt das, was in der Schweiz nun mal möglich ist. Darum finde ich das Internet toll. Dort wird die Arbeitsteilung zwischen Privaten und SRG völlig aufgehoben.</p>
<p><strong>Warum liest man über solche Diskussionen vergleichsweise wenig im «persönlich»?</strong><br />
Vermutlich, weil es andere besser machen. Wir sind ein Branchenmagazin und keine medienpolitische Fachzeitschrift. Ich habe gegenüber den Medienwissenschaften ein gespaltenes Verhältnis. Eigentlich hätte ich gerne mal einen Lehrauftrag gehabt, aber gleichzeitig sehe ich die Lehre sehr kritisch und oftmals zu theoretisch. Die Medienwissenschaften arbeiten mit allem, nur nicht mit der Realität. Sie vernachlässigen in ihren Analysen die ökonomische Realität, die den Medienhäusern zu schaffen machen.</p>
<p><strong>Du kennst sie aus eigener Erfahrung. Das heutige «persönlich» ist ein Fusionsprodukt aus zwei Heften, die 2009 sparbedingt zusammengelegt wurden.</strong><br />
Ich wurde ja ursprünglich als Chefredaktor von «persönlich rot» eingestellt. Ich weiss noch genau, wie ich 2002 das erste Mal nach Rapperswil fuhr. Es regnete und ich hatte Kopfschmerzen. Eigentlich hatte ich gar keine Lust auf den Job, weil ich noch etwas beim Schweizer Radio in Aussicht hatte und mich Roger Köppel zur neuen Weltwoche holen wollte. Deshalb reagierte ich zuerst etwas zickig. Als mir Oliver Prange anbot, «persönlich rot» zu übernehmen und ich zurück nach Zürich fuhr, dachte ich: Doch, einfach ein geiles Heft machen, das ist es. Oliver hatte dazu eine super Vorarbeit geleistet. Ich konnte meine Kontakte im Zürcher Medienkuchen einbringen. Oliver pflegte mehr die international Seite. Ich konnte Sachen machen, die heute so gar nicht mehr möglich wären. Das Spielerische und auch die Unbeschwertheit sind heute in unseren Produkten sicher nicht mehr so präsent. Aber vielleicht entspricht dies auch dem Zeitgeist.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/05/22/ist-die-schriftstellerei-deine-wahre-leidenschaft-matthias-ackeret/">Ist die Schriftstellerei deine wahre Leidenschaft, Matthias Ackeret?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Selbstbedienungsladen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/02/09/im-selbstbedienungsladen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/02/09/im-selbstbedienungsladen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 15:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Monika Bütler]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Neininger]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Schaffhauser Nachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Schaffhauser Nachrichten drucken einen Blogbeitrag ab, ohne dafür die Autorin um Erlaubnis gebeten zu haben. Skandal! schallt es durchs Netz, umso mehr, weil sich Verleger und Chefredaktor Norbert Neininger für den besseren Schutz des geistigen Eigentums von Journalisten und Verlagen starkmacht. Der «Skandal» wirft ein bezeichnendes Licht auf die weit verbreitete Selbstbedienungsmentalität im Internet. <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/09/im-selbstbedienungsladen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/09/im-selbstbedienungsladen/">Im Selbstbedienungsladen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/02/copypaste_klein.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Die Schaffhauser Nachrichten drucken einen Blogbeitrag ab, ohne dafür die Autorin um Erlaubnis gebeten zu haben. Skandal! schallt es durchs Netz, umso mehr, weil sich Verleger und Chefredaktor Norbert Neininger für den besseren Schutz des geistigen Eigentums von Journalisten und Verlagen starkmacht. Der «Skandal» wirft ein bezeichnendes Licht auf die weit verbreitete Selbstbedienungsmentalität im Internet.<br />
<span id="more-30434"></span><br />
Manchmal muss es schnell gehen. Etwa dann, wenn der Redaktionsschluss bedrohlich näher rückt und auf den Zeitungsseiten noch Lücken klaffen. Wo finde ich das passende Bild, wenn die Fotoagentur das gesuchte Sujet nicht bereithält? Natürlich im Internet. Wie gegoogelt, so gefunden und ab ins Layout. Um die Herkunft zu verschleiern ein Fantasiekürzel darunter gesetzt – beispielsweise adi. – und die Seite ist druckreif. Das ist kein erfundenes Beispiel, sondern die jahrelange Praxis bei einer Schweizer Qualitätszeitung. Ältere Kollegen zeigten neuen Mitarbeitern stolz, was sich mit der Bildsuche bei Google alles finden lässt und mit einem Schmunzeln erklärten sie, dass adi als Abkürzung für «aus dem Internet» stehe. So weit, so schlecht.</p>
<p>Der Faktor Zeit spielt bei mutwilligen Übertretungen rechtlicher und berufsethischer Schranken im Internet eine entscheidende Rolle. Pressierts, passierts. Weshalb mühselig abklären, ob und wie und zu welchen Bedingungen, wenn doch alles schon pfannenfertig bereitliegt? Gelegenheit macht Diebe. Genauso gilt aber auch: Wo kein Kläger, da kein Richter. Die meisten Klauereien bleiben unentdeckt. Das liegt auch in der Natur des Digitalen. Niemand vermisst sein Bild oder seinen Text, wenn sie anderenorts veröffentlicht werden. Wer aber die eigenen Werke ungefragt andernorts vorfindet, fühlt sich hintergangen und staunt ob dem dreisten Vorgehen der Kopisten.</p>
<p>So erging es auch Monika Bütler. Eine Leserin der Schaffhauser Nachrichten machte <a href="http://www.alexandria.unisg.ch/persons/Monika_Buetler/L-en" target="_blank">die St. Galler Professorin</a> darauf aufmerksam, dass die Zeitung einen <a href="http://www.batz.ch/2012/02/batz-ch-ungefragt-in-den-schaffhauser-nachrichten/" target="_blank">Text aus ihrem Blog veröffentlicht hat</a>. Bütler staunte nicht schlecht. Denn gefragt hat man sie nie. Die Zeitungsredaktion nutzte den Blog als Selbstbedienungsladen. Vermutlich musste es auch in diesem Fall schnell gehen. Und es geht ja auch schnell: Copy, paste und der Diskussionsbeitrag steht im Blatt.</p>
<p>Als Bütler den Fall publik und ihrem Unmut über das dreiste Vorgehen Luft macht, richtet sich die <a href="http://swiss-lupe.blogspot.com/2012/02/durfen-zeitungen-raubkopieren-am.html" target="_blank">öffentliche Empörung</a> umgehend gegen Norbert Neininger, den Verleger der Schaffhauser Nachrichten. Ausgerechnet seine Zeitung wird des Contentklaus überführt! Neininger, der sich als Mitglied im Präsidium des Verlegerverbands für einen besseren Schutz des geistigen Eigentums von Journalisten und Verlagen starkmacht. Eines seiner Steckenpferde ist das sogenannte <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/verlage_haben_anrecht_auf_besseren_schutz_1.7232236.html" target="_blank">Leistungsschutzrecht</a>, das er am liebsten schon heute in der Schweiz einführen möchte. Damit würde das Zitieren aus Zeitungen, wie es z.B. Google für seine News-Plattform tut, entschädigungspflichtig. Und nun übernimmt Neiningers Blatt gleich einen ganzen Artikel, ohne eine Entschädigung dafür vorzusehen. Erst nachdem die Autorin den Fall publik gemacht hatte und Geld für den Abdruck verlangte, bot Neininger magere, aber durchaus branchenübliche 80 Franken. Zu einer gewundenen Entschuldigung im eigenen Blatt konnte sich Neininger schliesslich auch noch durchringen.</p>
<p>Doch seine Krisenkommunikation glich einer mittleren Katastrophe. Anstatt schnell zu reagieren und öffentlich eine unmissverständliche Entschuldigung auszusprechen, blieb es zuerst einmal still. Schliesslich durfte Neininger bei <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=100064" target="_blank">persoenlich.com</a> und dem Tages-Anzeiger unter gütiger Mithilfe der befragenden Journalisten, seine Rechtfertigungsversuche ausbreiten. So sieht sich der Verleger und Chefredaktor nicht etwa als Täter, sondern als Opfer einer Kampagne gegen ihn. Die unautorisierte Textübernahme sei ein «Versehen». Weiter darf sich Neininger  unwidersprochen darüber beklagen, dass auf Twitter «unreflektiert Vorwürfe» verbreitet würden, «ohne dass der Betroffene zu Wort kommt». Nun: Twitter ist eine Dialogplattform, die Neininger <a href="https://twitter.com/nneininger" target="_blank">selbst intensiv nutzt</a>. Er hätte also vom ersten Moment an die Möglichkeit gehabt, zeitnah und ungefiltert Stellung zu nehmen und die Kritik zu kontern.</p>
<p>Ohne den Täter damit entlasten zu wollen: Neininger und seine Zeitung haben letztlich nur das getan, was viele andere auch tun – egal ob Zeitungen oder Blogger. Zu einem Skandal taugt der Fall also schlecht. Die Kritiker sitzen selbst im Glashaus. Wer reinen Gewissens versichern kann, nie im Netz geklaut zu haben, werfe den ersten Stein.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/fintanstravels/3954311940/in/photolist-72qTb5" target="_blank">Flickr/fintbo (CC BY-NC-ND 2.0)</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/02/09/im-selbstbedienungsladen/">Im Selbstbedienungsladen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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