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	<title>Play Suisse | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Black Box «Play Suisse»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/25/black-box-play-suisse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2022 15:56:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Mediapulse]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit eineinhalb Jahren betreibt die SRG eine mehrsprachige Streaming-Plattform. Wie intensiv «Play Suisse» tatsächlich genutzt wird, gibt die SRG bis heute nicht bekannt. Auch lässt sie die Nutzung nicht von unabhängiger Seite messen, obwohl das ursprünglich so vorgesehen war. Glaubt man den bisher veröffentlichten Zahlen, dann schreibt die SRG mit «Play Suisse» eine einzige Erfolgsgeschichte. <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/25/black-box-play-suisse/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/25/black-box-play-suisse/">Black Box «Play Suisse»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit eineinhalb Jahren betreibt die SRG eine mehrsprachige Streaming-Plattform. Wie intensiv «Play Suisse» tatsächlich genutzt wird, gibt die SRG bis heute nicht bekannt. Auch lässt sie die Nutzung nicht von unabhängiger Seite messen, obwohl das ursprünglich so vorgesehen war.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-97466" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Play-Suisse-Zahlen-20220524b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Glaubt man den bisher veröffentlichten Zahlen, dann schreibt die SRG mit <a href="https://www.playsuisse.ch/homepage" rel="noopener" target="_blank">«Play Suisse»</a> eine einzige Erfolgsgeschichte. Ob anlässlich des <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/Ein_Jahr_Play_Suisse.pdf" rel="noopener" target="_blank">ersten Geburtstags</a> im vergangenen November oder erst jüngst wieder <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/Ein_Jahr_Play_Suisse.pdf" rel="noopener" target="_blank">im Geschäftsbericht der SRG</a>: immer nur eindrückliche Zahlen. «Play Suisse» als Nummer zwei hinter dem Platzhirsch Netflix, mehr als 400&#8217;000 angemeldete Nutzer:innen, fast 700&#8217;000 Zuschauer:innen. Entsprechend bilanzierte die SRG nach einem Jahr: «Play Suisse» hat sein Publikum gefunden. Ja, mehr noch: «Das ehrgeizige Ziel, ‹die Schweiz in Originalversion› zu präsentieren, wurde erreicht».</p>
<p>Was die SRG hingegen nirgends mitteilt, sind konkrete Zahlen zur Nutzungsdauer; also wer wie lange welche Filme und Serien auf «Play Suisse» schaut. Die Anzahl angemeldeter Personen sagt darüber nichts aus. Wer ein Login erstellt, braucht danach die Plattform nicht zwingend regelmässig zu besuchen.<br />
</p>
<p>Die SRG selbst weiss natürlich auf die Sekunde genau, wie die Nutzung auf ihrer neuen Streaming-Plattform aussieht. Aber sie kommuniziert nur sehr selektiv. Den Vorwurf der «Black Box» will sie aber nicht stehen lassen. «Wir berichten – im Übrigen als einzige Anbieterin – detailliert über die Entwicklung und Nutzung der Plattform», betont SRG-Kommunikationschef Edi Estermann auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Nur eben: Einen der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Wert, der es erst erlauben würde zu beurteilen, ob «Play Suisse» tatsächlich einem Publikumsbedürfnis entspricht, hält das Unternehmen bis heute unter Verschluss.</p>
<blockquote><p>Per Ende 2021 lagen keine von Mediapulse erhobenen Nutzungszahlen für «Play Suisse» vor. Die SRG hatte sich gegen eine externe Messung entschieden.</p></blockquote>
<p>Noch vor einem Jahr sah es anders aus. «‹Play Suisse› wird im Rahmen der neuen Online-Forschung ebenfalls erhoben werden, so wie alle Angebote der SRG. Diese Publikation sollte per Ende Jahr möglich sein.» Das teilte Mediapulse Ende April 2021 der MEDIENWOCHE mit. Die Firma sorgt mit einem gesetzlichen Auftrag «für die Erhebung wissenschaftlicher Daten zur Radio-​ und Fernsehnutzung in der Schweiz». Per Ende 2021 lagen aber keine von Mediapulse erhobenen Nutzungszahlen für «Play Suisse» vor. Die SRG hatte sich gegen eine externe Messung entschieden.</p>
<p>Damit Mediapulse die Nutzung eines Online-Angebots präzise messen kann, muss der Betreiber der Plattform zuerst einen sogenannten «Tag» in seine Infrastruktur einbauen. Dieser Code-Schnipsel hilft dabei, die Besucher:innen zu registrieren und zählen. Diesen Aufwand mag die SRG derzeit nicht leisten. Das würde «Ressourcen benötigen, die wir für andere Aufgaben nutzen möchten», teilt SRG-Medienchef Estermann mit.</p>
<p>Mediapulse bedauert diesen Verzicht, weist aber auf die Freiwilligkeit der Forschung hin. «Die SRG kooperiert sonst sehr breit mit uns und ist in vielen Belangen anderen Marktteilnehmern sogar voraus», weiss Christian-Kumar Meier, Marketingchef von Mediapulse im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Und ergänzt: «Mit der Messung von ‹Play Suisse› wäre die SRG bei uns jederzeit sehr willkommen.»</p>
<blockquote><p>Gingen die Zahlen durch die Decke, würde die SRG damit noch so gerne die externe Kommunikation befeuern.</p></blockquote>
<p>Doch vorerst bleiben die Nutzungszahlen der Streaming-Plattform eine Black Box. Man gehe mit den internen Zahlen «vorsichtig und verantwortungsbewusst» um, heisst es bei der SRG. «Wir wollen mit den Daten die Plattform für Nutzer:innen verbessern und nicht die externe Kommunikation befeuern», erklärt Kommunikationschef Edi Estermann. Nur, und darauf wäre Verlass: Gingen die Zahlen durch die Decke, würde die SRG damit noch so gerne die externe Kommunikation befeuern. Der naheliegende Grund, warum man sich nun nobel zurückhält: «Play Suisse» liefert bis jetzt nicht die Zahlen, die man sich gewünscht hatte.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/25/black-box-play-suisse/">Black Box «Play Suisse»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>«Mit Streaming verschärft sich die Gemengelage»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/17/mit-streaming-verschaerft-sich-die-gemengelage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 23:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Bakel Walden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bakel Walden ist bei der SRG für die Streamingplattform Play Suisse verantwortlich. Über die Entwicklung des Angebots, einen hart umkämpften Markt und das Windowing-Konzept in der Schweiz spricht er im Interview mit Blickpunkt:Film.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bakel Walden ist bei der SRG für die Streamingplattform Play Suisse verantwortlich. Über die Entwicklung des Angebots, einen hart umkämpften Markt und das Windowing-Konzept in der Schweiz spricht er im Interview mit Blickpunkt:Film.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/17/mit-streaming-verschaerft-sich-die-gemengelage/">«Mit Streaming verschärft sich die Gemengelage»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kampfzone Heimkino &#8211; Streaming versus TV-Sender</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/18/kampfzone-heimkino-streaming-versus-tv-sender/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2021 14:28:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming-Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[oneplus]]></category>
		<category><![CDATA[Blue TV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Angebot im Fernsehen ist mittlerweile fast endlos: Neben vielen TV-Programmen kämpfen immer mehr Streaming-Anbieter ums Publikum. Dabei buhlen neben internationalen Anbietern wie Netflix und Disneyplus auch Schweizer Anbieter ums Publikum.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Angebot im Fernsehen ist mittlerweile fast endlos: Neben vielen TV-Programmen kämpfen immer mehr Streaming-Anbieter ums Publikum. Dabei buhlen neben internationalen Anbietern wie Netflix und Disneyplus auch Schweizer Anbieter ums Publikum.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/18/kampfzone-heimkino-streaming-versus-tv-sender/">Kampfzone Heimkino – Streaming versus TV-Sender</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kampf um die Mattscheibe</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/10/19/kampf-um-die-mattscheibe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 12:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bakel Walden]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Streaming hat das Fernsehen abwechslungsreicher, aber auch komplizierter gemacht. Haben Sie die Übersicht über die verschiedenen Plattformen verloren? Keine Angst: Der Markt wird sich in den nächsten Jahren selbst regulieren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Streaming hat das Fernsehen abwechslungsreicher, aber auch komplizierter gemacht. Haben Sie die Übersicht über die verschiedenen Plattformen verloren? Keine Angst: Der Markt wird sich in den nächsten Jahren selbst regulieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/19/kampf-um-die-mattscheibe/">Kampf um die Mattscheibe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Play Suisse»: Das SRG-Flaggschiff als Ruderboot</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/05/21/play-suisse-das-flaggschiff-als-ruderboot/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 May 2021 15:50:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit einem halben Jahr betreibt die SRG «Play Suisse». Das mehrsprachige Streaming-Angebot wächst langsam und stetig, fristet aber noch ein Nischendasein neben den grossen Plattformen von SRF &#038; Co. Eine Zwischenbilanz. Vor lauter negativer Schlagzeilen ging fast vergessen, dass die SRG auch Positives zu melden hätte. Und das Unternehmen bemüht sich durchaus, die erfreulichen Botschaften <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/21/play-suisse-das-flaggschiff-als-ruderboot/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit einem halben Jahr betreibt die SRG «Play Suisse». Das mehrsprachige Streaming-Angebot wächst langsam und stetig, fristet aber noch ein Nischendasein neben den grossen Plattformen von SRF &#038; Co. Eine Zwischenbilanz.</strong><br />
<img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Play-Suisse-Bilanz-20210520.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="alignnone size-full wp-image-88735" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Play-Suisse-Bilanz-20210520.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Play-Suisse-Bilanz-20210520-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Play-Suisse-Bilanz-20210520-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Play-Suisse-Bilanz-20210520-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/05/MW-Play-Suisse-Bilanz-20210520-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Vor lauter negativer Schlagzeilen ging fast vergessen, dass die SRG auch Positives zu melden hätte. Und das Unternehmen bemüht sich durchaus, die erfreulichen Botschaften angemessen zu vermitteln. So glich der kürzlich veröffentlichte <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/pandemie-play-suisse-und-public-value-das-war-das-jahr-2020" rel="noopener" target="_blank">Geschäftsbericht</a> für das vergangene Jahr einer Werbebroschüre für <a href="https://www.playsuisse.ch/" rel="noopener" target="_blank">«Play Suisse»</a> – über fünfzig Mal wird darin das neue Videoportal erwähnt und ein eigenes Kapitel rekapituliert den Entstehungsprozess, inklusive Gründungslegende. Generaldirektor Gilles Marchand habe eines Tages einen Einfall gehabt: «Ich war überzeugt, dass die Schweiz eine Plattform braucht, die einheimische Serien, Filme und Dokumentationen aus allen Landesteilen an einem Ort vereint». Er habe die Idee aufgeschrieben – nicht auf einen Bierdeckel – sondern auf ein A4-Blatt und sie <a href="https://www.srgssr.ch/de/wer-wir-sind/organisation/unternehmen/geschaeftsleitung/bakel-walden" rel="noopener" target="_blank">Bakel Walden</a> geschickt, dem Leiter der Direktion Entwicklung und Angebot.<br />
</p>
<p>Drei Jahre nach dieser Skizze und ein halbes Jahr <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/19/kommt-alles-noch-startbilanz-der-neuen-srg-plattform-play-suisse/">nach dem Start</a> von «Play Suisse» zeigt sich Walden grundsätzlich zufrieden mit dem bisher Erreichten. Ja, mehr noch: «Play Suisse ist für die SRG weiterhin eine Erfolgsgeschichte», bilanziert der Entwicklungschef auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Er macht dies vor allem an einem Wert fest: Bis heute steigt die Zahl der angemeldeten Nutzer:innen auf der neuen Plattform. Mitte Mai waren es 260&#8217;000 Personen, die ein persönliches Login erstellt hatten. Ob das viel sind, bleibt Ansichtssache:</p>
<blockquote><p>In den Wochen nach dem Start im letzten November meldeten sich <a href="https://www.luzernerzeitung.ch/news-service/wirtschaft/srg-streamingdienst-play-suisse-laeuft-ab-sofort-auch-fuer-swisscom-kunden-ld.2077392" rel="noopener" target="_blank">130&#8217;000 Personen</a> an. Danach dauerte es fast ein halbes Jahr bis zur Verdoppelung.</p></blockquote>
<p>Über die Nutzung des Filmangebots sagt die Zahl der Anmeldungen indes nichts aus. Man kann sich auch registrieren, ohne danach regelmässig Filme und Serien zu schauen. Doch die Zahlen zur Nutzungsdauer bleiben vorerst ein Betriebsgeheimnis. Die Stunde der Wahrheit schlägt erst Ende Jahr. Dann will der Medienforschungsdienst Mediapulse erstmals Zahlen zu «Play Suisse» veröffentlichen. Der einzige Kennwert, der jetzt schon zu erfahren ist, sind die monatlichen Besuche auf der Website playsuisse.ch. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres verzeichnete die SRG durchschnittlich rund 400&#8217;000 Visits pro Monat. Das ist sehr wenig im Vergleich zur Website von Schweizer Radio und Fernsehen: Sie wurde auch im schlechtesten Monat des vergangenen Jahres noch 200 Mal öfter besucht. Allerdings finde auf der Website nur knapp die Hälfte der Nutzung statt, gibt Bakel Walden zu bedenken. «Die mobile App und insbesondere die TV-App sind sehr wichtige Ausspielplattformen für uns, sowohl in Bezug auf Nutzungsfrequenz als auch -dauer», so Walden. Was das genau heisst, verrät er aber nicht.</p>
<p>Nach einem halben Jahr Betriebszeit steht fest, dass «Play Suisse» kein Instant-Erfolg war. Das wissen auch die Verantwortlichen: «Es braucht viel Engagement und Fokus, um Play Suisse dauerhaft zu etablieren», so Bakel Walden. Entscheidend für den angestrebten Erfolg sind die Filme und Serien, welche die SRG auf der neuen Plattform bereitstellt. Nach einem Startfeuerwerk und einem ersten Peak gegen Ende Jahr dank zahlreichen Premieren von Produktionen in allen vier Landessprachen («Frieden», «Cellule de Crise», «Advent, Advent», «Meta da fein», «Bâtards») flacht die Nutzung seither ab. Um die Kurve auch in Zeiten mit allgemein geringerer Bewegtbildnutzung, wie im Frühling und Sommer, stabil zu halten, baut die SRG das Angebot fortlaufen aus. Quasi als Plattform auf der Plattform fungiert die <a href="https://www.srgd.ch/de/aktuelles/news/2021/04/26/the-european-collection-berichte-aus-europa-kostenlos-und-frei-verfugbar/" rel="noopener" target="_blank">«European Collection»</a>, welche die SRG zusammen mit ARTE, ARD, ZDF und «France Télévisions» lanciert hat. Diese Kollektion bietet Dokumentarfilme und Reportagen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, die Europa bewegen. Der Katalog umfasst heute mehr als 2000 Titel, die alle dreisprachig zur Verfügung stehen. Ein Drittel der Inhalte wird mit Untertiteln genutzt.</p>
<blockquote><p>Doch das attraktivste Angebot allein bringt nicht automatische den gewünschten Erfolg.</p></blockquote>
<p>Zum einen muss das Publikum wissen, dass es eine neue Plattform gibt, zum anderen muss es sich dann dort auch zurechtfinden. Beides sei bis jetzt noch ungenügend gelöst, findet Thomas Tribolet, der als Sekretär und Konsulent der Filmproduzentenverbände der MEDIENWOCHE Auskunft gibt. «Wir würden es begrüssen, wenn die Plattform stärker kuratiert und auch intensiver in der Öffentlichkeit bewirtschaftet würde. Nach wie vor kennen nur relativ wenige Personen das Angebot, was doch schade ist.» Den Vorwurf der mangelhaften Kuration lässt man bei der SRG nicht gelten. Neben Personal der Sender in den vier Sprachregionen kümmerten sich auch Fachleute direkt bei «Play Suisse» um Auswahl und Aufbereitung des Angebots. «Die Plattform ist bereits jetzt stark kuratiert», hält Bakel Walden fest.</p>
<p>Was die Werbung angeht, ist Tribolet mit seinem Eindruck nicht allein. Es gibt weiterhin zu viele Leute, die «Play Suisse» nicht kennen und die das Angebot eigentlich kennen sollten. Auch Beobachtungen im Umfeld des Autors zeigen immer wieder Unkenntnis beim potenziellen Zielpublikum, etwa älteren kultur- und filminteressierten Personen. Da mag daher rühren, dass diese Kreise die Anzeigen für «Play Suisse» auf Instagram und Facebook nicht sehen, wo die SRG sehr intensiv für die neue Plattform wirbt. Im zweiten Halbjahr unternehme man verstärkt Anstrengungen, um das Angebot weiter bekanntzumachen, heisst es bei der SRG.</p>
<p>Eine andere Kritik aus der Filmbrache, die auch schon vor dem Start von «Play Suisse» geäussert wurde, betrifft den kostenlosen Zugang. Gratis ist die Plattform natürlich nicht. Sie ist aus der Medienabgabe finanziert, welche die Schweizer Haushalte zahlen müssen. Aber im Gegensatz zu kommerziellen Streamingdiensten wie Netflix fallen für die Nutzung keine weiteren Kosten an. Mit Sicht auf den Service-public-Auftrag der SRG sei das verständlich, findet Thomas Tribolet. Dennoch fordert er namens der Produzentenverbände:</p>
<blockquote><p>«Wir sind allerdings der Auffassung, dass einzelne neuere Filme auch als Bezahlangebot zugänglich gemacht werden könnten, das würde das Angebot noch vielfältiger machen.»</p></blockquote>
<p>Um (mehr) Geld für den Film geht es auch in der Reaktion von Daniel Fuchs von <a href="https://www.swissfilms.ch/" rel="noopener" target="_blank">Swiss Films</a>, der Promotionsagentur des Schweizer Filmschaffens. «Solange sich Schweizer Produzentinnen und Produzenten mit einer Auswertung im Kino oder auf anderen Plattformen mehr Einnahmen versprechen, werden sie sich prioritär für eine Auswertung auf diesen Kanälen entscheiden.» Bakel Walden schliesst nicht a priori aus, dass es dereinst auf «Play Suisse» auch Filme und Serien geben könnte, für die das Publikum zahlen müsste. Die Bedürfnisse von Produzentinnen und Produzenten nehme man ernst und sei «sehr offen für nächste Schritte». </p>
<p>Dass der Weg von «Play Suisse» kein leichter sein würde, wusste die SRG von Anfang an.</p>
<blockquote><p>Ein Streaming-Portal zu etablieren, auf das niemand gewartet hat, schafft man nur mit einer gewissen Wasserverdrängung.</p></blockquote>
<p>Noch gleicht das Service-public-Flaggschiff einem Ruderboot. Das ist zwar auf Kurs, aber langsam und klein. Dass «Play Suisse» nicht von Beginn weg stärker unterwegs ist, liegt möglicherweise auch an zwei strategischen Entscheidungen der SRG.</p>
<p>So wie die SRG in anderen Bereichen mit privaten Medien <a href="https://www.srgssr.ch/de/wer-wir-sind/organisation/kooperationen-und-medienpartnerschaften" rel="noopener" target="_blank">zusammenarbeitet</a>, war auch angedacht, die neue Plattform für Kooperationen zu öffnen, ja gar schon bei der Entwicklung mit anderen Medienunternehmen zusammenzuspannen. Interesse zeigte insbesondere <a href="https://medienwoche.ch/2020/01/28/private-wollen-streamingplattform-mit-srg/">CH Media</a>, das seit dem Kauf der 3-Plus-Gruppe und mit seinen Regionalsendern über ein grosses TV-Portfolio verfügt.</p>
<blockquote><p>Man sei offen für Partnerschaften und Kooperationen mit Dritten, hiess es bei der SRG noch Anfang 2020, ein knappes Jahr vor dem Start von «Play Suisse».</p></blockquote>
<p>Gleichzeitig war aber auch schon klar, dass die SRG das Projekt alleine aufbauen wollte. Die möglichen Partner tauschten sich aber weiter aus. «Die Gespräche waren konstruktiv, doch die SRG war zum damaligen Zeitpunkt nicht bereit, auf unsere Interessen einzugehen», erklärte Roger Elsener, Geschäftsführer Entertainment von CH Media, im April gegenüber <a href="https://www.google.com/search?q=persoenlich.com+elsener+oneplus&#038;oq=persoenlich.com+elsener+oneplus&#038;aqs=chrome..69i57j69i64.5891j0j1&#038;sourceid=chrome&#038;ie=UTF-8" rel="noopener" target="_blank">persoenlich.com</a>. Darum entschied sich das grösste private Schweizer TV-Unternehmen für den Alleingang und kündigte diesen März die Lancierung einer eigenen Streaming-Plattform an. <a href="https://www.oneplus.ch/" rel="noopener" target="_blank">OnePlus</a> soll im kommenden Herbst starten. Das inhaltliche Profil ist jenem von «Play Suisse» zum Verwechseln ähnlich: «Im Kern sind es unsere Schweizer Inhalte, die den Unterschied ausmachen. Wir werden auf der Plattform viele Schweizer Spielfilme sowie eigene Produktionen und Originals anbieten.» Nun ist der «Bachelor» keine «Sternstunde», aber das Publikumssegment, das gerne beide Sendungen schaut, dürfte grösser sein als die Zahl jener Zuschauer:innen, die nasenrümpfend die Plattform verlassen, weil sie sich durch die schiere Präsenz des Reality-Trashformats gestört fühlen.</p>
<p>Die Bedenken auf Seiten der SRG, ob das CH-Media-Format «Bachelor» auf einer gemeinsamen Plattform stattfinden solle oder nicht, waren natürlich nicht der ausschlaggebende Grund, dass es mit der Kooperation nicht klappte. Bakel Walden gibt zu bedenken, wie komplex die Projektorganisation nur schon innerhalb der SRG gewesen sei. «Das Spannungsfeld zwischen den unterschiedlichen Zielen der beiden Unternehmen hätte den Aufbau der Plattform deutlich erschwert.» </p>
<p>Die zweite – möglicherweise – verpasste Chance für mehr Punch ist der Entscheid, die neue Streaming-Plattform zusätzlich zu den bestehenden sprachregionalen Portalen srf.ch, rsi.ch oder rts.ch aufzubauen.</p>
<blockquote><p>Innerhalb der SRG gab es Stimmen, die es für sinnvoller gehalten hätten, den grossen Schritt zu wagen und eine einzige grosses Plattform zu schaffen, eine zentrale Mediathek mit allen SRG-Inhalten.</p></blockquote>
<p>Dass man sich dagegen entschieden habe, räche sich nun, sagen Insider, welche diese Lösung favorisiert hätten. Der Parallelbetrieb koste viel Geld und verwirre nur die Nutzer:innen, weil sie nicht wüssten, welche Inhalte sie wo finden. Dabei wird es vorerst bleiben. Eine Zusammenlegung sei nicht geplant, teilt Bakel Walden mit. «Play Suisse» und die sprachregionalen Plattformen würden sich doch stark voneinander unterscheiden mit unterschiedlichen Inhalten und auch Audio-Angeboten, die es auf der nationalen Streamingplattform nicht gebe.</p>
<p>Die SRG hast sich für einen Weg entscheiden, mit dem sie den Erfolg sucht. Ob sie ihn auch findet, weiss niemand. Klar ist nur: «Es gibt noch enorm viel zu tun, zu verbessern und zu entwickeln», so die wahren Worte Waldens.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/05/21/play-suisse-das-flaggschiff-als-ruderboot/">«Play Suisse»: Das SRG-Flaggschiff als Ruderboot</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Blick TV, SRG, TX Group</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/27/blick-tv-srg-tamedia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2021 09:12:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Blick TV]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia Papers]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Blick TV kann undercover Die Ankündigung machte neugierig, weckte aber auch Skepsis: Blick TV packt in einer «Undercover»-Serie das schärfste Mittel der journalistischen Recherche aus und will mithilfe der versteckten Kamera Missstände in der Reinigungsbranche aufzeigen, dreckige Deals offenlegen. Hat man das nicht schon zig mal gesehen und gelesen? Ob beim Kassensturz, <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/27/blick-tv-srg-tamedia/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/27/blick-tv-srg-tamedia/">Blick TV, SRG, TX Group</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-86334" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-Good-Bad-Ugly-20210227b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-Good-Bad-Ugly-20210227b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-Good-Bad-Ugly-20210227b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-Good-Bad-Ugly-20210227b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/MW-Good-Bad-Ugly-20210227b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Blick TV kann undercover</h3>
<p>Die Ankündigung machte neugierig, weckte aber auch Skepsis: Blick TV packt in einer <a href="https://www.blick.ch/dossiers/blick-tv-undercover-id16342804/" target="_blank" rel="noopener">«Undercover»-Serie</a> das schärfste Mittel der journalistischen Recherche aus und will mithilfe der versteckten Kamera Missstände in der Reinigungsbranche aufzeigen, dreckige Deals offenlegen. Hat man das nicht schon zig mal gesehen und gelesen? Ob beim Kassensturz, im K-Tipp, Beobachter oder wo auch immer.</p>
<p>Die Befürchtung erweist sich als unberechtigt. So lange ein Missstand besteht, gibt es kein Zuviel an Berichterstattung. Und auch die Vorbehalte zum Einsatz der versteckten Kamera sind unbegründet: Blick TV setzt sie sehr zurückhaltend ein. Die gefilmten Personen wurden stark verfremdet, ihre Stimmen nachgesprochen. Reporterin Selina Berner schafft es in den nur vier Minuten langen Episoden, kurz und kompakt einen Aspekt der Misere im Putzwesen auf den Punkt zu bringen.</p>
<p>Ob es um Schwarzarbeit, sexuelle Belästigung oder die Situation von Sans-papiers geht – Reporterin Selina Berner findet überall einen passenden Zugang zum Thema, sowie kompetente Gesprächspartnerinnen. Wenn Boulevard heisst, nah dran zu sein, und ohne Umschweife den Finger auf den wundern Punkt zu halten, dann ist die «Undercover»-Serie von Blick TV Boulevard-Fernsehen nach Lehrbuch.</p>
<h3>The Bad – 90 Jahre SRG: «Play Suisse» als Sinnbild</h3>
<p>Wenn es eigentlich nichts zu feiern gibt, greift man nach jedem Strohhalm, der etwas festliche Stimmung verspricht. Das kann auch bloss ein <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/die-srg-feiert-ihr-90-jahr-jubilaeum" target="_blank" rel="noopener">90. Geburtstag</a> sein, wie ihn die SRG dieser Tage feiert. Tatsächlich herrscht aber alles andere als Festlaune bei der SRG, und insbesondere bei deren Personal angesichts von Abbau, Umbau und ungewisser Zukunft.</p>
<p>Immerhin verbreitet die Unternehmensspitze keine falsche Euphorie. Im <a href="https://youtu.be/MT41ALBJedk" target="_blank" rel="noopener">internen Geburtstagstalk</a> wirkten die Herren Cina und Marchand nicht eben wie die Repräsentanten einer rüstigen Jubilarin. Generaldirektor Gilles Marchand versuchte mit einem Werbespot für sein Lieblingsprojekt einen positiven Akzent zu setzen angesichts der getrübten Grosswetterlage. Er sei besonders stolz auf «Play Suisse». Die neue Videoplattform mit den besten Produktionen aus allen Landesteilen «schlägt Brücken zwischen den Regionen und fördert den nationalen Zusammenhalt», so Marchand. Ausserdem nutze die Plattform die «neueste Technologie im Dienste der Öffentlichkeit». Genauso gut könnte man «Play Suisse» als Sinnbild für die Krise der SRG verstehen: gut gemeint statt gut gemacht, träge und langsam, lückenhaftes Angebot, Einwegkommunikation statt Dialog.</p>
<h3>The Ugly – TX Group bestätigt «Tamedia Papers»</h3>
<p>Es war noch nie eine Stärke von Medienhäusern mit journalistischer Kritik umzugehen. Tamedia und ihr Mutterhaus TX Group bilden da keine Ausnahme. Während eines halben Jahres gingen «Heidi.News» und «Republik» allen Facetten von TX Group/Tamedia nach. Für die Recherche-Serie <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/22/tamedia-papers/">«Tamedia Papers»</a> beleuchteten sie Geschichte und Gegenwart des grössten privaten Medienunternehmens kritisch.</p>
<p>Wie es sich gehört, boten die Journalisten die Möglichkeit zur Stellungnahme. Doch die Manager, allen voran Präsident und CEO Pietro Supino, zogen es vor, <a href="https://www.heidi.news/explorations/tamedia-papers/32-questions-a-pietro-supino" target="_blank" rel="noopener">die Fragen</a> nicht zu beantworten. Erst nach erfolgter Publikation der zwölfteiligen Serie reagierte die TX Group/Tamedia-Chefetage mit einer <a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/02/reponse_tx.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">pauschalen Erklärung</a>, die nun in der <a href="https://shop.heidi.news/product/tamedia-papers" target="_blank" rel="noopener">gedruckten Ausgabe</a> der «Tamedia Papers» nachzulesen ist. Das Schreiben, unterzeichnet vom Top-Management, ging zuerst an die Belegschaft des Konzerns.</p>
<p>Es bemängelt pauschal die fehlende Professionalität der Recherche von «Heidi.News» und Republik. Gleichzeitig werden die journalistischen Standards im eigenen Unternehmen in den höchsten Tönen gelobt. Es mag ein wohlüberlegter Schachzug sein, erst jetzt öffentlich und nicht zeitnah auf die Rechercheanfragen zu reagieren. Gleichzeitig bestätigt das Vorgehen aber das wenig vorteilhafte Bild, das die «Tamedia Papers» zeichnen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/27/blick-tv-srg-tamedia/">Blick TV, SRG, TX Group</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Kommt alles noch»: Startbilanz der neuen SRG-Plattform «Play Suisse»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/19/kommt-alles-noch-startbilanz-der-neuen-srg-plattform-play-suisse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2020 14:39:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
		<category><![CDATA[Bakel Walden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer unfertigen Plattform stolperte die SRG in die Streaming-Welt. Warum das kein Drama ist und wie sich «Play Suisse» weiterentwickeln soll, erklärt Bakel Walden, Direktor Entwicklung und Angebot der SRG, im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Kein Wunder sind die Erwartungen hoch, wenn der Branchenprimus als Massstab dient. Obwohl es die SRG selbst tunlichst vermeidet, <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/19/kommt-alles-noch-startbilanz-der-neuen-srg-plattform-play-suisse/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einer unfertigen Plattform stolperte die SRG in die Streaming-Welt. Warum das kein Drama ist und wie sich «Play Suisse» weiterentwickeln soll, erklärt Bakel Walden, Direktor Entwicklung und Angebot der SRG, im Gespräch mit der MEDIENWOCHE.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-83614" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Bake-Walden-20201119.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Bake-Walden-20201119.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Bake-Walden-20201119-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Bake-Walden-20201119-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Bake-Walden-20201119-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Bake-Walden-20201119-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Kein Wunder sind die Erwartungen hoch, wenn der Branchenprimus als Massstab dient. Obwohl es die SRG selbst tunlichst vermeidet, ihre neue Streaming-Plattform als Schweizer Netflix zu bezeichnen, liegt der Vergleich auf der Hand. Entsprechend <a href="https://www.digitec.ch/de/page/play-suisse-review-super-idee-miese-umsetzung-18259" target="_blank" rel="noopener">enttäuscht</a> zeigt sich ein Teil des Publikums, dass zum Start von <a href="https://www.playsuisse.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Play Suisse»</a> essenzielle Funktionen und Inhalte fehlen. Warum gibt es keine App fürs Tablet? Wieso fehlen Schnittstellen, um die Filme und Serien auch auf den grossen Bildschirm zu bringen? Wo bleibt «Der Bestatter»? <a href="https://www.srgssr.ch/de/wer-wir-sind/organisation/unternehmen/geschaeftsleitung/bakel-walden" target="_blank" rel="noopener">Bakel Walden</a> hat darauf eine einfache Antwort: «Kommt alles noch.»<br />
</p>
<p>Walden hat die Entstehung der neuen Plattform seit dem Start des Projekts im September 2019 als Direktor Entwicklung und Angebot der SRG eng begleitet. Kritik nimmt er ernst, aber er nimmt sie auch gelassen. Zum einen, weil er um die Mängel weiss, zum anderen, weil er in den Rückmeldungen ein grundsätzliches Interesse an «Play Suisse» sieht. Das zeigten auch die Anmeldungen auf der Plattform. «Wir zählen nach zehn Tagen schon so viele angemeldete Nutzerinnen und Nutzer, wie wir eigentlich erst Ende Jahr erwartet hätten», sagt Walden. Genaue Zahlen will das Unternehmen Mitte Dezember nennen.</p>
<p>Den Launch-Termin vom 7. November zu verschieben, sei trotz der bekannten Defizite kein Thema gewesen. «Wir waren der Ansicht, dass wir das Produkt so verantworten können», sagt Bakel Walden in einem Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Und ergänzt: «Aber wir wissen auch, dass es eine lange Liste gibt mit anstehenden Aufgaben.» Bis Ende Jahr soll ein Grossteil jener Mängel behoben sein, die nach dem Start Anlass zur Kritik gaben. Die Entwicklungszeit vom Projektstart bis zum Launch dauerte 14 Monate. «Das ist eine relativ kurze Zeit für eine solche Plattform», weiss Walden. Am anspruchsvollsten sei die Entwicklung der Smartphone-App gewesen. «Auf älteren Geräten läuft die App langsamer, dafür mussten wir dann eigene Versionen entwickeln und das braucht Zeit.»</p>
<blockquote><p>Die Untertitel sind die Raison d&#8217;être der neuen Plattform, aber auch das Pièce de résistence.</p></blockquote>
<p>Eine funktionierende Technik ist aber nicht viel wert ohne attraktive Inhalte. Wann also kommt der «Bestatter»? Das Fehlen der erfolgreichen Eigenproduktion auf der SRG-Streaming-Plattform fiel vielen negativ auf. «Es freut mich, dass die Leute die Serie vermissen», sagt Walden. Bei zwei von insgesamt vierzig Episoden habe die Untertitelung Fehler aufgewiesen. Aber bereits nächste Woche sollen die behoben sein und die Serie mit allen sieben Staffeln auf «Play Suisse» verfügbar.</p>
<p>Überhaupt die Untertitelung. Sie ist quasi die Raison d&#8217;être der neuen Plattform – und erweist sich gleichzeitig als Pièce de résistence. Sämtliche Filme und Serien auf «Play Suisse» sollen in den drei grossen Landessprachen verfügbar sein, rätoromanische Produktionen gar in allen vier. Aber die Untertitelung ist auch «der Flaschenhals, durch den alle Titel durchmüssen», gibt Walden zu bedenken. Um nicht noch langsamer zu werden, nimmt die SRG gewisse Abstriche bei der Qualität in Kauf. Wenn beispielsweise bereits Untertitel für Hörgeschädigte existieren, die neben dem Gesprochenen auch Umgebungsgeräusche und Musik in Textform umschreiben, dann werden diese übernommen. Für Menschen mit intaktem Gehör wirken die Zusatzinformationen zwar irritierend, aber als Kompromiss taugen diese Untertitel alleweil.</p>
<blockquote><p>Steht die Loginpflicht nicht im Widerspruch zum Gebot, alle Inhalte, die auf «Play Suisse» stehen, weiterhin auch frei zugänglich zu halten?</p></blockquote>
<p>Gestartet ist «Play Suisse» mit rund 600 Titeln, bis Ende Jahr sollen es über 1000 sein. Darunter gibt es auch Filme, die exklusiv auf der Streamingplattform stehen, etwa die Schweizer Produktionen «Der letzte Weynfeldt» und «Der Läufer». Zu sehen kriegt die nur, wer sich auf der Plattform mittels eines persönlichen Logins anmeldet. Steht die Loginpflicht nicht im Widerspruch zum Gebot, alle Inhalte, die auf «Play Suisse» stehen, weiterhin auch frei zugänglich zu halten? «Das stimmt so nicht ganz», präzisiert Walden. «Bedingung ist einzig, dass diese Filme irgendwann im freien Angebot verfügbar sind.» Die genannten Spielfilme, die jetzt auf «Play Suisse» stehen, seien zuvor sowohl im linearen TV-Programm, als auch auf den sprachregionalen Online-Plattformen zu sehen gewesen.</p>
<p>Die <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/16/play-suisse-warum-die-srg-auf-eine-login-pflicht-setzt/">Login-Pflicht</a> auf «Play Suisse» sorgt immer wieder für Irritation. Kritiker sehen darin einen Widerspruch zum Service-public-Auftrag der SRG. Neben dem persönlichen Mehrwert in Form von Empfehlung aufgrund des Nutzungsverhaltens betont die SRG auch die medienpolitische Dimension. «Mit der Loginpflicht zeigen wir uns solidarisch mit den Verlagen», erklärt Bakel Walden und verweist auf die sogenannte <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/02/login-allianz-der-verleger-mit-noch-mehr-nutzerdaten-gegen-die-google-dominanz/">Login-Allianz</a>, in der sich die grossen Schweizer Medienhäuser und die SRG zusammengeschlossen haben. Gemeinsam wollen sie die Nutzerinnen und Nutzer dazu bringen, das Login als neue Normalität beim Medienzugang zu akzeptieren. Die Verlage tun das aus kommerziellem Interesse, die SRG hingegen betont, dass ihre Daten in keiner Weise geschäftlich genutzt und auch nicht mit den Verlagen geteilt würden.</p>
<blockquote><p>«Wir stehen erst ganz am Anfang. Für uns war immer klar, dass es ein Marathonlauf werden wird.»<br />
<small>Bakel Walden, Direktor Entwicklung und Angebot der SRG</small></p></blockquote>
<p>Die Kooperation mit den Verlagen soll über die Login-Allianz hinausgehen. Am <a href="https://www.persoenlich.com/medien/keine-wohlfuhlrunde" target="_blank" rel="noopener">Swiss Media Forum</a> forderte CH Media-Verleger Peter Wanner, «Play Suisse» müsse für alle Teilnehmer zugänglich sein müsse. Dies sei aber seinen Medien von der SRG verweigert worden. Mit der Forderung nach Kooperation renne Wanner offene Türen ein, erklärt SRG-Mann Bakel Walden: «Wir stehen längst in einem intensiven Austausch mit CH Media». Es gehe dabei aber weniger darum, Inhalte von Privaten auf die Plattform zu bringen, als um eine Kooperation im technologischen Bereich, so dass Partner beispielsweise Software übernehmen können, welche die SRG entwickelt hat.</p>
<p>Und was sind nun die nächsten Schritte mit «Play Suisse»? Bakel Walden: «Wir stehen erst ganz am Anfang. Für uns war immer klar, dass es ein Marathonlauf werden wird.» Bis Ende Jahr kommen neben den technischen Ergänzungen und Verbesserungen neue Eigenproduktionen auf die Plattform. Etwa die <a href="https://medien.srf.ch/-/-advent-advent-neue-weihnachtliche-krimiparodie" target="_blank" rel="noopener">SRF-Krimiparodie «Advent, Advent»</a> oder die <a href="https://www.srgd.ch/de/aktuelles/news/2020/10/16/rts-serie-cellule-de-crise-feiert-am-giff-weltpremiere/" target="_blank" rel="noopener">Politserie «Cellule de crise» von RTS</a>. «Damit sollte zu Weihnachten genügend Content auf der Plattform verfügbar sein.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/19/kommt-alles-noch-startbilanz-der-neuen-srg-plattform-play-suisse/">«Kommt alles noch»: Startbilanz der neuen SRG-Plattform «Play Suisse»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>«Play Suisse»: Super Idee, miese Umsetzung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/17/play-suisse-super-idee-miese-umsetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2020 23:01:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die SRG hat den Weg ins Streaming-Geschäft gefunden. Play Suisse, so der Name der App, will aber nicht das Netflix der Schweiz sein. Eher ein Hub für Schweizer Dokus, TV- und Kinofilme. Gratis. Ich teste.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/17/play-suisse-super-idee-miese-umsetzung/">«Play Suisse»: Super Idee, miese Umsetzung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die SRG hat den Weg ins Streaming-Geschäft gefunden. Play Suisse, so der Name der App, will aber nicht das Netflix der Schweiz sein. Eher ein Hub für Schweizer Dokus, TV- und Kinofilme. Gratis. Ich teste.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/17/play-suisse-super-idee-miese-umsetzung/">«Play Suisse»: Super Idee, miese Umsetzung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Play Suisse»: Die Video-Boutique der SRG sucht das grosse Publikum</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/05/play-suisse-eine-video-boutique-sucht-das-grosse-publikum/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2020 16:27:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Samstag macht die SRG ihre neue Video-Plattform dem Publikum zugänglich. Zum Start ist das Angebot auf «Play Suisse» überschaubar. Grund dafür ist die aufwändige Untertitelung. Doch auch mit einer grösseren Auswahl wird es nicht einfach sein, die Nutzungsgewohnheiten zu ändern. Vor nicht allzu langer Zeit, als Streaming noch ein Fremdwort war, konnte man sich <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/05/play-suisse-eine-video-boutique-sucht-das-grosse-publikum/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Samstag macht die SRG ihre neue Video-Plattform dem Publikum zugänglich. Zum Start ist das Angebot auf «Play Suisse» überschaubar. Grund dafür ist die aufwändige Untertitelung. Doch auch mit einer grösseren Auswahl wird es nicht einfach sein, die Nutzungsgewohnheiten zu ändern.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-83128" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Boutique-20201105.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Boutique-20201105.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Boutique-20201105-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Boutique-20201105-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Boutique-20201105-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-Play-Suisse-Boutique-20201105-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Vor nicht allzu langer Zeit, als Streaming noch ein Fremdwort war, konnte man sich Filme auf Kassette, und später auf DVD, in Videotheken ausleihen. Neben grossflächigen Geschäftslokalen mit dem Charme einer Supermarktfiliale gab es immer auch die kleinen Boutiquen. Dort war die Auswahl kleiner, dafür die Beratung besser.<br />
</p>
<p>Auch heute existieren neben den grossen, internationalen Streaming-Anbietern wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ kleinere Plattformen mit einem «handverlesenen» Angebot, wie sich beispielsweise der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/MUBI_(Streaminganbieter)" target="_blank" rel="noopener">Nischenplayer Mubi</a> anpreist.</p>
<p>Obwohl in der Vergangenheit immer wieder davon die Rede war, die SRG plane ein «Schweizer Netflix», sieht das Ergebnis nach Boutique aus. Die Video-Plattform <a href="https://www.playsuisse.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Play Suisse»</a>, die ab dem kommenden Samstag dem Publikum zur Nutzung offensteht, bildet das viersprachige Film- und Fernsehschaffen der Schweiz ab. Eine Auswahl aktueller Produktionen aus allen Genres und Gattungen lassen sich auf allen Bildschirmgrössen abspielen. Nur in technologischer Hinsicht ist ein Vergleich mit den Grossen der Branche angebracht.</p>
<p>Zum Start wollte die SRG nach eigenen Angaben 1000 Titel auf «Play Suisse» bereitstellen. Ursprünglich hätten es gar 2000 sein sollen. Ein paar Tage vor dem offiziellen Start sind 600 aufgeschaltet, wie die SRG auf Anfrage erklärt. Zum Vergleich: Netflix bietet in der Schweiz rund 4300 Filme und Serien zum Streaming an.</p>
<blockquote><p>Jeder Film, jede Serie wird in den jeweils anderen Landessprachen untertitelt.</p></blockquote>
<p>Ein wichtiger Grund, warum die SRG den Umfang des Startangebots zurückbuchstabierten musste, liegt im Anspruch, sämtliche Titel drei- oder sogar viersprachig zu präsentieren. Schliesslich soll die Plattform dazu beitragen, den Zusammenhalt der verschiedensprachigen Landesteile zu fördern, wie in der Konzession als Auftrag festgeschrieben steht. Jeder Film, jede Serie wird deshalb in den jeweils anderen Landessprachen untertitelt.</p>
<p>Der Aufwand, Untertitel in zwei Sprachen zu erfassen, beträgt rund das Zehnfache der Laufzeit, also zehn Stunden Arbeit für eine Stunde Film. Dafür beschäftigt die SRG derzeit 180 Freelancer. Darum warteten drei Tage vor dem Start auch noch fast 400 Videos darauf, verarbeitet zu werden. «Der Katalog wächst täglich, weshalb diese Zahlen in Kürze wieder anders aussehen werden», erklärt eine SRG-Sprecherin auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Man liefere «lieber weniger, dafür in guter Qualität», erklärt Benoît Rebetez, Projektleiter der Untertitelung in einem SRG-internen Newsletter.</p>
<blockquote><p>Bestückt wird «Play Suisse» von einem zwölfköpfigen Content-Team mit Fachleuten aus allen vier Sprachregionen.</p></blockquote>
<p>«Weniger ist mehr» bedeutet in dem Fall auch, dass jene, welche die Auswahl der Titel treffen, eine grosse Verantwortung tragen. Sie entscheiden, ob das Angebot den Geschmack des Publikums trifft. Und selbst wenn «Play Suisse» vom Inhalt her betrachtet den Charakter einer Video-Boutique trägt, muss die Plattform das Publikum einer Grossraumvideothek anzuziehen vermögen. Schliesslich wird die SRG nicht müde zu betonen, sie müsse die gesamte Bevölkerung erreichen.</p>
<p>Bestückt wird «Play Suisse» von einem zwölfköpfigen Content-Team mit Fachleuten aus allen vier Sprachregionen. Sie entscheiden, welche Produktionen auf der neuen nationalen Video-Plattform gezeigt werden. In einem ersten Schritt schlagen die Redaktionen der vier SRG-Tochtergesellschaften SRF, RTS, RSI und RTR aktuelle Produktionen vor, von denen sie annehmen, dass sie über das Potenzial verfügen, ein gesamtschweizerisches Publikum anzusprechen. Dabei gehe es darum, «auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Genres und vor allem auch zwischen den Sprachregionen zu achten», erläutert eine Mitarbeiterin des Content-Teams auf der SRG-internen Info-Plattform die zentralen Kriterien für die Auswahl.</p>
<blockquote><p>Mit der Zeit werden sich die Empfehlungen den Vorlieben der einzelnen Nutzerinnen und Nutzer anpassen.</p></blockquote>
<p>Im Schaufenster auf der Startseite preist «Play Suisse» ein paar Tage vor dem Start das Porträt eines Walliser Extremskifahrers an, einen Klick daneben findet sich der sechsteilige Polit-Thriller «Helvetica», beide von RTS. Vom Deutschschweizer Fernsehen SRF steht eine Dokumentation aus dem vergangenen Jahr über die Klimastreik-Bewegung prominent auf der Plattform. Mit der Zeit werden sich die Empfehlungen den Vorlieben der einzelnen Nutzerinnen und Nutzer anpassen, welche «Play Suisse» aufgrund des <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/16/play-suisse-warum-die-srg-auf-eine-login-pflicht-setzt/">obligatorischen Logins</a> kennt.</p>
<p>Die Anmeldepflicht könnte dem schnellen Erfolg beim Publikum im Wege stehen. Schliesslich gibt es alles, was sich auf «Play Suisse» findet, auch weiterhin auf den Video-Plattformen von SRF, RTS, RSI und RTR zu sehen. Die SRG betont selbstverständlich den Mehrwert, den das Login biete. Etwa die plattformübergreifende Nutzungsmöglichkeit oder den Zugriff auf die Plattform auch ausserhalb der Schweiz. Ob das verfängt, werden die Publikumszahlen schon bald zeigen. Am Preis kann es nicht liegen, denn die Plattform wird aus dem Ertrag der Haushaltsabgabe finanziert. Weitere Kosten fallen damit keine an.</p>
<blockquote><p>Deklariertes Ziel der SRG ist es, Publikum von den Drittplattformen auf die eigene Infrastruktur zu ziehen.</p></blockquote>
<p>Das finden aber nicht alle toll. Unter den Filmproduzenten gibt es kritische Stimmen, die darin ein gefährliches Signal sehen. Lukas Hobi, Filmproduzent von Zodiac Pictures, äusserte sich in einer SRG-internen Umfrage wie folgt: «Das Angebot von Play Suisse ist für die Nutzerinnen und Nutzer gratis. Das birgt die Gefahr, dass unsere Inhalte, die in der Herstellung sehr aufwändig und teuer sind, in der Wahrnehmung des Publikums an Wert verlieren.»</p>
<p>Die neue Plattform ändert nichts daran, dass die SRG weiterhin ein Vielfaches von dem, was auf «Play Suisse» zur Verfügung steht, auf Youtube anbietet. Allein der <a href="https://www.youtube.com/user/SRFDOK" target="_blank" rel="noopener">Kanal SRF DOK</a> umfasst über 1000 Beiträge und zählt 145&#8217;000 Abonnenten. <a href="https://www.youtube.com/user/srfkultur" target="_blank" rel="noopener">SRF Kultur</a> präsentiert auf Youtube gar 1900 Videos von Sendungen der letzten zwölf Jahre und erreicht damit 93&#8217;000 Abonnenten. Deklariertes Ziel der SRG ist es, Publikum von den <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/21/srf-im-dilemma-mit-den-drittplattformen/">Drittplattformen</a> auf die eigene Infrastruktur zu ziehen. Wie das geschehen soll mit einem dermassen umfassenden Angebot bei der kommerziellen Konkurrenz, bleibt vorerst noch schleierhaft. Mehrsprachigkeit und Kuration taugen kaum als Killerargumente. Damit besteht die Gefahr, dass «Play Suisse» nicht nur vom Angebot, sondern auch von den Nutzerzahlen her, eine kleine (und durchaus feine) Video-Boutique bleibt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/05/play-suisse-eine-video-boutique-sucht-das-grosse-publikum/">«Play Suisse»: Die Video-Boutique der SRG sucht das grosse Publikum</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Play Suisse»: Mit tausend Titeln fängt es an</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/09/28/play-suisse-mit-tausend-titeln-faengt-es-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2020 09:11:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die SRG lanciert ihre nationale Streaming-Plattform in vier Sprachen. Mittelpunkt der Verhandlungen mit der Branche sind Rechtsfragen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/09/28/play-suisse-mit-tausend-titeln-faengt-es-an/">«Play Suisse»: Mit tausend Titeln fängt es an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die SRG lanciert ihre nationale Streaming-Plattform in vier Sprachen. Mittelpunkt der Verhandlungen mit der Branche sind Rechtsfragen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/09/28/play-suisse-mit-tausend-titeln-faengt-es-an/">«Play Suisse»: Mit tausend Titeln fängt es an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Play Suisse»: SRF bietet Serien fürs Binge-Watching an</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/09/28/play-suisse-srf-bietet-serien-fuers-binge-watching-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2020 09:10:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf der digitalen Plattform Play Suisse kann man Serien wie «Wilder» künftig am Stück gucken.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/09/28/play-suisse-srf-bietet-serien-fuers-binge-watching-an/">«Play Suisse»: SRF bietet Serien fürs Binge-Watching an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der digitalen Plattform Play Suisse kann man Serien wie «Wilder» künftig am Stück gucken.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/09/28/play-suisse-srf-bietet-serien-fuers-binge-watching-an/">«Play Suisse»: SRF bietet Serien fürs Binge-Watching an</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Play Suisse»: Warum die SRG auf eine Login-Pflicht setzt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/06/16/play-suisse-warum-die-srg-auf-eine-login-pflicht-setzt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 21:15:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Play Suisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Videoplattform der SRG wird nur mit einem persönlichen Login zugänglich sein. Mit «Play Suisse» will die SRG das Nutzungsverhalten analysieren, um der einzelnen Zuseherin Empfehlungen zu machen. Der Mehrwert für das Publikum könnte grösser sein, findet der Professor. Ohne News und Sport im Angebot dürfte es die Plattform schwer haben, sagt ein Big-Data-Spezialist. Geht <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/16/play-suisse-warum-die-srg-auf-eine-login-pflicht-setzt/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/16/play-suisse-warum-die-srg-auf-eine-login-pflicht-setzt/">«Play Suisse»: Warum die SRG auf eine Login-Pflicht setzt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die neue Videoplattform der SRG wird nur mit einem persönlichen Login zugänglich sein. Mit «Play Suisse» will die SRG das Nutzungsverhalten analysieren, um der einzelnen Zuseherin Empfehlungen zu machen. Der Mehrwert für das Publikum könnte grösser sein, findet der Professor. Ohne News und Sport im Angebot dürfte es die Plattform schwer haben, sagt ein Big-Data-Spezialist.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-79420" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-PlaySuisse-20200616b.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-PlaySuisse-20200616b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-PlaySuisse-20200616b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-PlaySuisse-20200616b-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-PlaySuisse-20200616b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/06/MW-PlaySuisse-20200616b-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Geht gar nicht! So reagieren viele spontan, wenn sie erfahren, dass die SRG einen Teil ihres Online-Angebots hinter eine Login-Schranke stellen will. Was nerven wir uns täglich ob der Anmeldeaufforderung auf den Websites von Tamedia, CH Media, NZZ und Ringier. Und nun geht ausgerechnet die SRG den gleichen Weg. Dabei gehört doch der freie und direkte Zugang zu den Programmen zum Kern des Service public.</p>
<p>Das gilt nicht mehr im Internet. Provider und Plattformen haben sich längst zwischen Medienunternehmen und Publikum geschoben. Sie bestimmen massgeblich, was wir zu sehen (und zunehmend auch zu hören) kriegen. Dabei profitieren sie von den Daten, die wir als angemeldete User hinterlassen.<br />
<br />
Wenn Facebook und Google das tun, warum dann nicht auch wir? Als Antwort auf diese Frage schlossen sich <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/02/login-allianz-der-verleger-mit-noch-mehr-nutzerdaten-gegen-die-google-dominanz/" target="_blank" rel="noopener">im Herbst 2018</a> die vier grossen Schweizer Verlagshäuser zusammen mit dem Ziel, eine Login-Pflicht für ihre Online-Medien einzuführen. Mit dabei ist auch die SRG. Anders als die privaten Medienunternehmen darf die SRG die Daten nicht kommerziell nutzen. Doch auch für sie sind verlässliche Messzahlen wichtig für den Erfolg.</p>
<p>Ganz im Geiste der Login-Allianz wird nun die SRG im November die <a href="https://www.srgd.ch/de/aktuelles/news/2020/06/08/play-suisse-die-neue-streaming-plattform-der-srg/" target="_blank" rel="noopener">Videoplattform «Play Suisse»</a> an den Start bringen. Filme, Serien und Dokumentationen gibt es nur hinter einer Login-Schranke zu sehen. «Als Basis für das Login dienen E-Mail und Passwort», erklärt SRG-Sprecher Edi Estermann. Die Nutzung gewisser Dienste erfordert zusätzliche Angaben zur Person.</p>
<blockquote><p>Sämtliche Filme und Serien auf «Play Suisse» stehen dreisprachig zur Verfügung – allerdings nur den angemeldeten Nutzerinnen und Nutzern.</p></blockquote>
<p>«Das Login spielt eine zentrale Rolle, wenn wir unser Angebot personalisiert an das Publikum herantragen wollen», sagte einer der Verantwortlichen, als das Projekt intern vorgestellt wurde. Die Anmeldepflicht will die SRG primär dazu nutzen, der einzelnen Zuseherin, passend zu ihren Vorlieben, weitere Inhalte empfehlen zu können. Schliesslich will man das Publikum möglichst lange bei sich halten. Weiter kann der eingeloggte User seine Videos nahtlos über unterschiedliche Geräte hinweg abspielen; Filmstart auf dem Smartphone im Zug, Showdown zu Hause auf der Grossleinwand. Zudem könne man «auch aus dem Ausland auf diese Plattform zuzugreifen. Das war bisher nicht möglich», erläuterte SRG-Generaldirektor Gilles Marchand <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/gilles-marchand-wenn-es-drauf-ankommt-wollen-sich-die-leute-bei-uns-versammeln-ld.1556325" target="_blank" rel="noopener">kürzlich in der NZZ</a> einen weiteren Nutzen des Logins.</p>
<p>Der Aufbau einer Videoplattform, die den Zugang zu Film und Video über die Sprachgrenzen hinweg ermöglicht, geniesst strategische Priorität bei der SRG. «Play Suisse» soll als «Entdeckerplattform» funktionieren, so die interne Sprachregelung. Gespeist wird das verfügbare Angebot von den SRG-Sendern in den drei grossen Sprachregionen, also von SRF, RTS und RSI. So liessen sich «Programme aus der ganzen Schweiz entdecken. Und dies erst noch in der eigenen Sprache – sei es mit Untertitelung oder Synchronisation». Sämtliche Filme und Serien auf «Play Suisse» stehen dreisprachig zur Verfügung – allerdings nur den angemeldeten Nutzerinnen und Nutzern.</p>
<blockquote><p>Auch Service-public-Medien in anderen Ländern setzen auf eine stärkere Personalisierung des Angebots.</p></blockquote>
<p>Den Schritt zu einem loginpflichtigen Angebot begründet die SRG mit der Konkurrenz durch internationale Streaming-Plattformen. Einen Teil des Erfolgs von Netflix, Amazon oder Youtube macht die Personalisierung aus. Um den Anschluss an die übermächtigen Mitbewerber nicht weiter zu verlieren, geht nun auch die SRG diesen Weg. Und sie ist damit nicht allein.</p>
<p>Auch Service-public-Medien in anderen Ländern setzen auf eine stärkere Personalisierung des Angebots auf ihren Online-Plattformen mittels obligatorischer Anmeldung. «Es ist nicht nur legitim, sondern für ein zeitgemässes Online-Angebot von Service-public-Medien notwendig und wichtig, personalisierte Nutzungsangebote auf Basis von Logins zu entwickeln», teilt Professor <a href="https://www.uibk.ac.at/iol/organisation/team/leonhard-dobusch/index.html.de" target="_blank" rel="noopener">Leonhard Dobusch</a> auf Anfrage mit. Der österreichische Wirtschaftswissenschaftler äussert sich <a href="https://dokublog.de/a/offentlich-rechtliche-netzwerkeffekte" target="_blank" rel="noopener">regelmässig</a> zur <a href="https://netzpolitik.org/2019/neues-aus-dem-fernsehrat-35-login-hilft-gegen-altersbeschraenkung-nicht-gegen-geoblocking/" target="_blank" rel="noopener">digitalen Weiterentwicklung</a> der Service-public-Medien.</p>
<p>Dobusch hält allerdings eine Login-Pflicht für überzogen. Anbieter wie die SRG sollten «das Publikum durch neue, gern auch soziale Features, vom Mehrwert eines Logins überzeugen, statt sie dazu zu zwingen», gibt er zu bedenken. Die SRG hält dem entgegen, dass sämtliche Inhalte, die auf «Play Suisse» stehen, auch weiterhin auf den Websites von SRF, RTS und RSI ohne Login zu sehen sind. Das gebietet auch das Gesetz.</p>
<blockquote><p>«Für den Bundesrat ist die allgemeine Zugänglichkeit der Inhalte eine Grundvoraussetzung des Service public der SRG.»</p></blockquote>
<p>Ob sichergestellt sei, dass die Angebote der SRG weiterhin ohne Login in vollem Umfang zugänglich sind, wollte der grüne Nationalrat und Medienpolitiker Michael Töngi im letzten Herbst <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20194310" target="_blank" rel="noopener">vom Bundesrat erfahren</a>. Die Antwort liest sich unmissverständlich: «Für den Bundesrat ist die allgemeine Zugänglichkeit der Inhalte eine Grundvoraussetzung des Service public der SRG.»</p>
<p>Einzig Mehrwerte oder Zusatzdienste, wie etwa die Personalisierung, dürfe die SRG anmeldepflichtig anbieten. Ob die Untertitelung auch unter diese Ausnahmen fällt, liess der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation offen. Wobei Untertitel eher als integraler Bestandteil des Programms zu sehen sind und weniger als Zusatzdienst.</p>
<blockquote><p>Man kann sich fragen, ob eine solche Plattform ohne News und Sport ausreichend Zugkraft aufbringt.</p></blockquote>
<p>Weil die SRG die neue Videoplattform mit ihren Zusatzdiensten nicht für sich allein sprechen lassen will, um die Leute von einem Login zu überzeugen, muss sie nun die Login-Pflicht erklären und das Publikum dafür sensibilisieren. Vor einer vergleichbaren Aufgabe stand vor fünf Jahren der französischsprachige <a href="https://www.rtbf.be/" target="_blank" rel="noopener">Rundfunk Belgiens RTBF</a>. Dessen Audio- und Videoplattform <a href="https://www.rtbf.be/auvio/" target="_blank" rel="noopener">«Auvio»</a> sollte mittelfristig auch nur noch mit Login zu nutzen sein. Anfänglich erforderten nur einzelne Funktionen wie die Teilnahmen an einem Wettbewerb oder das Abo eines Newsletters das Login. «Das ging aber nicht sehr schnell voran», sagt <a href="https://www.ebu.ch/files/live/sites/ebu/files/Initiatives/Big%20Data/newsletters/2016_11_BDINewsletter.htm" target="_blank" rel="noopener">Pierre-Nicolas Schwab</a>, damals beim RTBF für Big Data verantwortlich. Danach stellte der Sender einzelne beliebte Programme hinter die Login-Schranke, etwa Casting-Shows und Fussball. Anfang 2018 folgte schliesslich die Anmeldepflicht für das gesamte Angebot auf «Auvio». «Heute sind 70 Prozent der französischsprachigen Belgier angemeldet», berichtet Schwab, der inzwischen den RTBF verlassen hat und als <a href="https://www.intotheminds.com/" target="_blank" rel="noopener">Unternehmensberater</a> arbeitet. Ein wichtiger Moment für die massenweise Anmeldung von neuen Usern sei die Fussball-WM 2018 gewesen. Damals hätten sich an einzelnen Tagen bis zu 10&#8217;000 Personen angemeldet – die meisten davon, um die «Roten Teufel» in Russland spielen zu sehen. Und dank dem Login konnten das die Belgierinnen und Belgier nun auch in ihren Ferien im Ausland tun. Dass die SRG auf «Play Suisse» keinen Sport zeigen wird, findet Schwab darum «keine so gute Idee». Überhaupt kann man sich fragen, ob eine solche Plattform ohne News und Sport ausreichend Zugkraft aufbringt.</p>
<blockquote><p>Für Service-public-Medien muss eine weitreichende Transparenzpflicht gelten, was den Umgang mit den Nutzerdaten angeht.</p></blockquote>
<p>In erster Linie wird das Angebot darüber entscheiden, ob die Plattform ankommt. Für die Akzeptanz der Login-Pflicht wird aber auch der Umgang mit den Personendaten eine Rolle spielen. Die SRG hat im Zusammenhang mit der neuen Videoplattform mehrfach betont, dass sie weder Daten mit anderen teilen werde, noch anderweitig einen kommerziellen Nutzen daraus zu ziehen gedenke. Um den Goodwill des Publikums nicht zu verspielen, muss die SRG von sich aus und transparent über die Verwendung der Daten informieren. Für Service-public-Medien muss eine weitreichende Transparenzpflicht gelten.</p>
<p>Besonders die Empfehlungsalgorithmen sollte die SRG offenlegen. Der Zuschauer muss nachvollziehen können, warum ihm die Plattform welche Inhalte empfiehlt. «Die SRG wird das Empfehlungs-System in einer für alle zugänglichen Sprache transparent erklären», verspricht SRG-Kommunikationschef Edi Estermann. In Belgien hat man das so gelöst, dass die Funktionsweise der Empfehlungsalgorithmen im <a href="https://ds1.static.rtbf.be/article/pdf/2018-12-12-contrat-gestion-rtbf-2019-2022-version-definitive-1545319225.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Contrat de Gestion»</a>, vergleichbar mit der Konzession der SRG, festgeschrieben steht. Demnach müssen die Algorithmen «die Empfehlung von Inhalten fördern, die vielfältiger sind als die, die normalerweise vom Benutzer konsumiert werden». Ausserdem dürften die Empfehlungen nicht nur maschinell errechnet werden, sondern müssen auch redaktionell erfolgen.</p>
<blockquote><p>«Play Suisse» ist eine souveräne Infrastruktur, wie das einst die Radio- und TV-Sendeanlagen auch waren.</p></blockquote>
<p>Wenn der öffentliche Rundfunk mit der aus dem Internet erwachsenen Konkurrenz einigermassen mithalten will, kann er nicht umhin, selbst auch zur Plattform zu werden. Bis jetzt hat die SRG vor allem digitale Formate entwickelt, die auf <a href="https://www.youtube.com/user/SRFDOK" target="_blank" rel="noopener">Youtube</a>, <a href="https://www.instagram.com/srfnews/" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> oder <a href="https://www.facebook.com/watch/srfvirus/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a> gut funktionieren, um so einen Fuss in die neue Welt zu kriegen. Damit stärkte die SRG aber auch die Plattformbetreiber. Mit «Play Suisse» geht die SRG einen Schritt weiter und baut eine eigene Plattform auf, die nach der Logik der grossen Player funktioniert. Das ist ein wichtiges Signal. «Play Suisse» ist eine souveräne Infrastruktur, wie das einst die Radio- und TV-Sendeanlagen auch waren.</p>
<p>Die Videoplattform gehört im Prinzip der Öffentlichkeit, die sie vollumfänglich finanziert. Nur ist das Publikum zur Passivität verdammt. Denn es fehlt ihm an Kommunikationsmöglichkeiten. «Soziale Funktionen sind derzeit noch nicht vorgesehen», teilt dazu der SRG-Sprecher mit. Medienexperte Prof. Dobusch sieht aber gerade hier Potential: «Warum nicht den Beitragszahlenden das Einrichten eines öffentlichen Profils erlauben, wo sie ihre persönlichen Lieblingsformate oder thematische Videolisten mit anderen Menschen teilen können?» Spätestens für <a href="https://medienwoche.ch/2019/02/08/service-public-reimt-sich-auf-social-network/">«Play Suisse» 2.0</a> muss die SRG diese Frage beantworten. Mit Ja.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/06/16/play-suisse-warum-die-srg-auf-eine-login-pflicht-setzt/">«Play Suisse»: Warum die SRG auf eine Login-Pflicht setzt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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