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	<title>Prozess | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 01 Nov 2022 09:24:18 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Rückwärts statt Vorwärts – Die Sales Profit Chain bringt den Vertrieb zu mehr Erfolg</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/01/rueckwaerts-statt-vorwaerts-die-sales-profit-chain-bringt-den-vertrieb-zu-mehr-erfolg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 09:24:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Absatzförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Sales Profit Chain]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vertrieb und Marketing versuchen ein Ziel zu erreichen: Ein guter Verkauf mit möglichst viel Gewinn. Doch oftmals wird dieser Prozess falsch beziehungsweise nicht effizient umgesetzt. Jan Wieseke, Professor und Lehrstuhlinhaber am Sales Management Department bei der Ruhr-Universität Bochum, stellt sich genau dieser Thematik und gibt Einblicke in seine „Sales Profit Chain“.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vertrieb und Marketing versuchen ein Ziel zu erreichen: Ein guter Verkauf mit möglichst viel Gewinn. Doch oftmals wird dieser Prozess falsch beziehungsweise nicht effizient umgesetzt. Jan Wieseke, Professor und Lehrstuhlinhaber am Sales Management Department bei der Ruhr-Universität Bochum, stellt sich genau dieser Thematik und gibt Einblicke in seine „Sales Profit Chain“.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/01/rueckwaerts-statt-vorwaerts-die-sales-profit-chain-bringt-den-vertrieb-zu-mehr-erfolg/">Rückwärts statt Vorwärts – Die Sales Profit Chain bringt den Vertrieb zu mehr Erfolg</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Kommunikation sollte ein abgestimmter klarer Prozess sein»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/06/kommunikation-sollte-ein-abgestimmter-klarer-prozess-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2022 07:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemieforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Krisen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommission]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die von der DFG ins Leben gerufene „Kommission für Pandemieforschung“ veröffentlichte eine Stellungnahme mit Schlussfolgerungen zur Corona-Pandemie und Empfehlungen für künftige Krisen. Welchen Stellenwert Wissenschaftskommunikation darin einnimmt, erzählt Britta Siegmund im Interview.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die von der DFG ins Leben gerufene „Kommission für Pandemieforschung“ veröffentlichte eine Stellungnahme mit Schlussfolgerungen zur Corona-Pandemie und Empfehlungen für künftige Krisen. Welchen Stellenwert Wissenschaftskommunikation darin einnimmt, erzählt Britta Siegmund im Interview.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/06/kommunikation-sollte-ein-abgestimmter-klarer-prozess-sein/">«Kommunikation sollte ein abgestimmter klarer Prozess sein»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Amber Heard, Johnny Depp und das mediale Halbwissen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/16/amber-heard-johnny-depp-und-das-mediale-halbwissen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/06/16/amber-heard-johnny-depp-und-das-mediale-halbwissen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Ković]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2022 16:26:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Promi]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amber Heard ist eine hinterlistige Psycho-Bitch, die den unschuldigen Johnny Depp ruinieren will: Diesen Eindruck konnte gewinnen, wer den Prozess der beiden Hollywood-Stars auf Social Media verfolgte. In abgeschwächter Form fand dieses Deutungsmuster auch Einzug in die journalistische Berichterstattung. Wir geben es vielleicht nicht gerne zu, aber es gibt kaum etwas Packenderes als einen richtig <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/16/amber-heard-johnny-depp-und-das-mediale-halbwissen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Amber Heard ist eine hinterlistige Psycho-Bitch, die den unschuldigen Johnny Depp ruinieren will: Diesen Eindruck konnte gewinnen, wer den Prozess der beiden Hollywood-Stars auf Social Media verfolgte. In abgeschwächter Form fand dieses Deutungsmuster auch Einzug in die journalistische Berichterstattung.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Heard-Depp-20220616.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Heard-Depp-20220616.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-97954" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Heard-Depp-20220616.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Heard-Depp-20220616-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Heard-Depp-20220616-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Heard-Depp-20220616-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Heard-Depp-20220616-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Wir geben es vielleicht nicht gerne zu, aber es gibt kaum etwas Packenderes als einen richtig dramatischen Rosenkrieg. Wenn private, intime Konflikte öffentlich ausgefochten werden, springen unsere voyeuristischen Instinkte an. Vor allem, wenn die Protagonist*innen zu den Schönen und Reichen gehören. Wie zum Beispiel bei dem spektakulären Verleumdungsprozess der Hollywood-Stars Johnny Depp und Amber Heard.<br />
</p>
<p>Amber Heard veröffentlichte 2018 einen <a href="https://www.washingtonpost.com/opinions/ive-seen-how-institutions-protect-men-accused-of-abuse-heres-what-we-can-do/2018/12/18/71fd876a-02ed-11e9-b5df-5d3874f1ac36_story.html" rel="noopener" target="_blank">Gastbeitrag in der «Washington Post»</a>, in dem sie sich als Opfer häuslicher Gewalt zu verstehen gibt (ohne Depp namentlich zu nennen). Depp verklagte Heard auf Verleumdung. Nach über sechs Wochen des Prozessierens entschied die Jury Anfang Juni, dass Heard sich der Verleumdung schuldig gemacht habe. In Heards Gegenklage wurde Depp wegen Aussagen seines ehemaligen Anwalts seinerseits auch in einem Punkt der Verleumdung schuldig gesprochen.</p>
<blockquote><p>In vielen Online–Kommentaren hiess es, dass das Urteil ein Wendepunkt für die MeToo-Bewegung sei: Man dürfe Frauen nicht pauschal Glauben schenken.</p></blockquote>
<p>Die Meinungen ausserhalb des Gerichtssaals waren aber schon lange vor der Urteilsverkündung gemacht. Unter Hashtags wie «AmberHeardIsALiar» haben Millionen von Menschen auf Social Media ihren Unmut über die angeblich psychisch labile Lügnerin Amber Heard kundgetan. Sie spiele sich als Opfer auf, aber in Tat und Wahrheit habe nicht Depp sie, sondern umgekehrt sie Depp misshandelt. In vielen Online–Kommentaren hiess es zudem, dass das Urteil ein Wendepunkt für die MeToo-Bewegung sei: Man dürfe Frauen nicht pauschal Glauben schenken. Diese Sicht der Dinge floss teilweise auch in die journalistische Berichterstattung ein. Etwa in der «Weltwoche», wo die Schriftstellerin <a href="https://weltwoche.ch/story/abschied-von-hmetoo/" rel="noopener" target="_blank">Cora Stephan</a> das Gerichtsurteil als «Abschied von #MeToo» und dem damit verbundenen «feministischen Opferkult» deutet.</p>
<p>Der «Weltwoche»-Artikel war nicht der einzige unvollständige Blick auf den Gerichtsprozess. <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/wenn-ideologie-die-sicht-vernebelt-489170998644" rel="noopener" target="_blank">Michèle Binswanger</a> vom «Tages-Anzeiger» bemerkte im Mai, dass Heard ihre angeblichen Misshandlungen viel zu wenig gut fotografisch dokumentiert habe. Als ob es für Menschen, die Opfer körperlicher Gewalt werden, Routine sei, ihre Misshandlungen minutiös fotografisch zu dokumentieren. Im gleichen Text erklärt Binswanger weiter, es sei «auffällig», dass Heard im Gerichtssaal zwar «weinte und schluchzte, aber keine Tränen vergoss» – ein Vorwurf, der suggerieren soll, Heard spiele nur etwas vor.</p>
<p><a href="https://www.watson.ch/international/wissen/649338221-diese-psychischen-stoerungen-soll-amber-heard-haben-wir-erklaeren-sie" rel="noopener" target="_blank">Lara Knuchel</a> griff bei «Watson» die Vorwürfe von Depps Anwaltsteam auf, Amber Heard leide an Persönlichkeitsstörungen. Im Artikel «An diesen Persönlichkeitsstörungen soll Amber Heard leiden – wir erklären sie dir» werden die Krankheitsbilder ausführlich beschrieben, was unweigerlich den Eindruck erweckt, Heard leide tatsächlich an besagten Krankheiten. Dass die Psychologin, die diesbezüglich zugunsten Depps aussagte, Geld damit verdient, bei Gerichtsverfahren für die höchstbietende Seite günstige, klinisch fragwürdige Diagnosen zu erstellen, um damit die Geschworenen zu beeinflussen, wird im Artikel nicht erwähnt.</p>
<blockquote><p>Das Fehlen von Informationen wird zu einer pseudo-skandalösen, verschwörungstheoretisch aufgeladenen Geschichte aufgebauscht.</p></blockquote>
<p>Nach der Urteilsverkündung fragte sich <a href="https://www.nau.ch/people/welt/amber-heard-wer-passte-wahrend-prozess-auf-ihre-tochter-1-auf-66197429" rel="noopener" target="_blank">Aline Klötzli</a> bei «Nau», wer während des Gerichtsprozesses auf Heards einjährige Tochter aufgepasst habe. Heard habe sich während des Prozesses «eine teure Hütte mit Kino, Gym und Spa» gegönnt, aber es sei unklar, ob auch ihre Tochter dabei war. Obwohl – oder gerade weil – jegliche Informationen fehlen, entsteht so eine pseudo-skandalöse, verschwörungstheoretisch aufgeladene Geschichte, die Heard in ein schlechtes Licht rückt.</p>

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<p>Auch die Gestaltung von Überschriften und Bildern in der Berichterstattung hatte stellenweise einen latent Heard-kritischen Einschlag. In einem Artikel (ohne Autorenzeile) von <a href="https://www.20min.ch/story/amber-heard-gibt-zu-johnny-depp-geschlagen-zu-haben-244718649190" rel="noopener" target="_blank">20min.ch</a> beispielsweise steht in der Überschrift «Amber Heard gibt zu, Johnny Depp geschlagen zu haben». In viel kleinerer Schrift ist ergänzt: «Nicht als Erste» – im Artikel wird erwähnt, dass Heard bestreitet, jemals die erste gewesen zu sein, die zuschlug. In Kombination mit einer Fotografie, in der Heard in einer Momentaufnahme das Gesicht zornig zu verzerren scheint, entsteht der Eindruck, Heard sei die Täterin.</p>
<blockquote><p>Die diametral unterschiedlichen Urteile von 2020 und heute hätten journalistisch zu reden geben müssen.</p></blockquote>
<p>Die Anti-Heard-Stimmungslage schlug sich stellenweise also in der journalistischen Berichterstattung nieder, und zwar auf Kosten wichtiger Kontextinformationen. Zum Beispiel wurde nur spärlich diskutiert, dass Depp 2020 mit einer ähnlichen Klage im Vereinigten Königreich scheiterte. Der Richter entschied damals, dass zwölf Fälle, in denen Depp Heard misshandelt haben soll, <a href="https://www.theguardian.com/film/2020/nov/02/johnny-depp-trial-how-the-judge-ruled-on-14-alleged-assaults" rel="noopener" target="_blank">erwiesen seien</a>. Die diametral unterschiedlichen Urteile hätten journalistisch zu reden geben müssen. Hintergründe und kritische Analysen zu diesem Sachverhalt wären wertvoller gewesen als regelmässige oberflächliche Updates zum laufenden Verfahren in Live-Ticker-Manier.</p>
<blockquote><p>Je mehr wir Social Media als Informationsquelle nutzen, desto weniger wissen wir tatsächlich über die Dinge, über die wir uns zu informieren glauben.</p></blockquote>
<p>Die Dynamik der Meinungsbildung zur Heard-Depp-Schlammschlacht ist auch jenseits dieses einen Falles von Bedeutung. Zum einen fand online eine Stimmungsmache gegen Amber Heard statt, die nicht nur faktenfrei war, sondern teilweise <a href="https://www.nytimes.com/2022/05/26/arts/amber-heard-tiktok-johnny-depp.html" rel="noopener" target="_blank">fanatisch-hasserfüllte Züge annahm</a>. Das hat nicht zuletzt mit dem Umgang mit Informationsquellen zu tun. Immer mehr Menschen beziehen ihre Nachrichten oder Informationen über das Weltgeschehen von Social Media. Das Problem dabei: Je mehr wir Social Media als Informationsquelle nutzen, <a href="https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/19331681.2021.1969611" rel="noopener" target="_blank">desto weniger wissen wir</a> tatsächlich über die Dinge, über die wir uns zu informieren glauben. Beste Bedingung, um schnell sehr starke Meinungen zu fassen, ohne sich differenziert mit der Situation auseinanderzusetzen.</p>
<p>Andererseits fanden sich die vorschnellen Deutungsmuster aus der überhitzten Online-Debatte zur Heard-Depp-Situation in leicht abgeschwächter Form in journalistischer Berichterstattung wieder. Teilweise geschah das subtil, teilweise recht explizit.</p>
<p>In der Kombination ergeben diese zwei Komponenten eine Art Kreislauf des Halbwissens. Sehr starke Meinungen werden gebildet und in einem rekursiven, auf sich selbst Bezug nehmenden Prozess verstärkt – weil alle etwas glauben, glaube ich es auch. Die zugrundeliegenden Fakten werden nur am Rande beachtet. In der Summe entsteht damit Schaden, der grösser ist als die Einzelteile des Kreislaufs. Im Fall von Heard und Depp besteht der Schaden vielleicht vor allem in der indirekten Verbreitung des <a href="https://time.com/6183505/amber-heard-perfect-victim-myth-johnny-depp/" rel="noopener" target="_blank">Mythos des «perfekten Opfers»</a>. Wer nicht genug Tränen vergiesst, wer Missbrauch nicht lückenlos audiovisuell dokumentiert, wer Spuren des Missbrauchs wie blaue Flecken und Schwellungen nicht öffentlich zur Schau stellt, wer nach dem ersten Missbrauchsfall die Partnerin oder den Partner nicht verlässt, aber auch, wer irgendwann entscheidet, Missbrauch nicht mehr einfach hinzunehmen und sich wehrt, ist kein «richtiges» Opfer. Eine komplett realitätsferne Sichtweise, die fast alle Opfer häuslicher Gewalt – egal, ob Männer oder Frauen – regelrecht verhöhnt.</p>
<p><small><strong>Update</strong>: In einer früheren Version stand geschrieben, die Psychologin habe eine Ferndiagnose gestellt. Das stimmt nicht. Sie hat 12 Stunden mit Heard verbracht.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/16/amber-heard-johnny-depp-und-das-mediale-halbwissen/">Amber Heard, Johnny Depp und das mediale Halbwissen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>«Charlie Hebdo»: Ein Prozess für die Geschichte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/09/03/charlie-hebdo-ein-prozess-fuer-die-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2020 06:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor dem Strafgericht in Paris beginnt ein Prozess, der offene Fragen zu den Anschlägen vom Januar 2015 klären soll.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Strafgericht in Paris beginnt ein Prozess, der offene Fragen zu den Anschlägen vom Januar 2015 klären soll.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/09/03/charlie-hebdo-ein-prozess-fuer-die-geschichte/">«Charlie Hebdo»: Ein Prozess für die Geschichte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Transformation: Lösungsansätze zum Überleben</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/04/22/digitale-transformation-loesungsansaetze-zum-ueberleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Allemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 07:30:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Digitale Transformation ist ein Prozess und keine Eintagsfliege. Dies zeigt die Studie von Head! und Deloite Digital auf und plädiert für eine Unternehmenskultur, die sich permanent hinterfragt und an den Bedingungen des Marktes ausrichtet.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/22/digitale-transformation-loesungsansaetze-zum-ueberleben/">Digitale Transformation: Lösungsansätze zum Überleben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitale Transformation ist ein Prozess und keine Eintagsfliege. Dies zeigt die Studie von Head! und Deloite Digital auf und plädiert für eine Unternehmenskultur, die sich permanent hinterfragt und an den Bedingungen des Marktes ausrichtet. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/04/22/digitale-transformation-loesungsansaetze-zum-ueberleben/">Digitale Transformation: Lösungsansätze zum Überleben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geballte Wut auf die Medien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Winterbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 13:15:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Burda]]></category>
		<category><![CDATA[Abrechnung]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[meedia.de]]></category>
		<category><![CDATA[Bild-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Miriam Kachelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Medienschelte]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Kachelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Friede Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jörg Kachelmann hat zusammen mit seiner Frau Miriam seine Sicht auf seine Verhaftung und den spektakulären Prozess gegen ihn nach einem Vergewaltigungsvorwurf  aufgearbeitet. Das Buch «Recht und Gerechtigkeit» ist in dieser Woche erschienen. Darin rechnet Kachelmann gnadenlos ab, mit der Justiz, mit der Polizei und nicht zuletzt auch mit Medien und Journalisten. Stefan Winterbauer von meedia.de <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/">Geballte Wut auf die Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jörg Kachelmann hat zusammen mit seiner Frau Miriam seine Sicht auf seine Verhaftung und den spektakulären Prozess gegen ihn nach einem Vergewaltigungsvorwurf  aufgearbeitet. Das Buch «Recht und Gerechtigkeit» ist in dieser Woche erschienen. Darin rechnet Kachelmann gnadenlos ab, mit der Justiz, mit der Polizei und nicht zuletzt auch mit Medien und Journalisten. Stefan Winterbauer von meedia.de hat die Medienschelte gelesen.<br />
<span id="more-30545"></span><br />
Dass Jörg Kachelmann vor allem der Bild-Zeitung und den Burda-Zeitschriften Bunte und Focus vorhält, eine Vorverurteilungskampagne gegen ihn gefahren zu haben, ist nicht neu. Der Furor und Hass, mit dem er in seinem Buch mit den Medien abrechnet, überrascht dann aber doch an der einen oder anderen Stelle. Bereits auf Seite 48 heisst es: «Der Inhalt der Bild-Zeitung einerseits, der auf Menschenverachtung beruht und diesen Rechtsstaat mit Füssen tritt, und andererseits die Heuchelei der Verlegerin Friede Springer, die ein philanthropes öffentliches Leben vortäuscht, das aber auf dem Kot ihrer Produkte aufgebaut ist: Was für eine Kombination!» Die Bild-Zeitung und ihre Verantwortlichen, so Kachelmann weiter, seien eine «Gefahr für die Demokratie in Deutschland».</p>
<p>Auf Gerichtsreporter ist Kachelmann (bis auf zwei Ausnahmen) nicht gut zusprechen: «Mir scheint, die Medienvertreter vor Gericht sind halt eben die, bei denen die Redaktionen froh sind, wenn sie aus dem Haus sind und keinen grösseren Schaden anrichten.» Kachelmanns kritische Sicht auf den Journalismus begann laut seinen Schilderungen schon lange vor seiner Verhaftung. Auf Seite 48f schreibt er: «Gleichzeitig war die Verachtung für viele Journalisten gewachsen, weil sie auch einfachste Zusammenhänge bei Wettergeschichten entweder nicht korrekt wiedergeben konnten oder wollten &#8211; sogar korrektes Zitieren schien in den letzten Jahren ein Ding der Unmöglichkeit geworden zu sein.»</p>
<p>Später, auf Seite 62, schreibt Kachelmann, dass «jeder Amateurblogger besser recherchieren kann als die Angestellten der so genannten Qualitätszeitungen, geschweige denn die örtlichen Springer-Pressevertreter». Zeitungen und auch TV-Sender hätten während seiner Zeit in U-Haft beispielsweise u.a. angebliche Zellennachbarn interviewt, die gar keine waren. Auch mit der Süddeutschen Zeitung geht Kachelmann hart ins Gericht. Die «vermeintlichen Spitzenrechercheure in der fälschlicherweise als Qualitätszeitung betrachteten Papiersammlung» hätten ungefiltert die Sichtweise der Mannheimer Staatsanwaltschaft übernommen. Kachelmann: «Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, dass die Geschichten der Süddeutschen in Sachen Seriosität mit dem Elend in Focus, Bild und Bunte gleichzusetzen waren. Es lohnt sich nicht, Geld für solche Blätter auszugeben; Sachen einwickeln kann man auch mit billigeren Zeitungen.» (S.70)<br />
Dass er kurz nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft ein grosses Interview im «Spiegel» gab und ein selbst produziertes Video-Interview ins Internet stellte, bezeichnet Kachelmann in seinem Buch rückblickend als Fehler, bzw. «Gaga-Idee»: «Dass damit nun auch all die anderen, auch die Vorverurteilungsmedien, ein Interview einfach so bekamen, war schlicht blöd.» Kachelmann-Interviews waren bei Medien trotzdem noch begehrt. So dokumentiert er auch E-Mails von Bunte Chefreporterin Tanja May, die mit diversen Ex-Freundinnen von ihm Kontakt aufnahm und ihn auch  selbst für ein Interview anfragte (S.144): «Da mein Kollege und ich bereits so viele ihrer reizenden Frauen kennengelernt haben, würden wir uns sehr gern  auch einmal mit Ihnen unterhalten. Interesse?» Man wird sich bei Bunte wohl gedacht haben, dass sich das «Interesse» in Grenzen hält.</p>
<p>Kachelmann schildert auch eine Begegnung mit dem Bild-Journalisten Martin Heidemanns (S. 205): «Heidemanns machte kein Geheimnis daraus, dass er fast über jeden Promi und Politiker eine volle Schublade hat und dass es kein Zufall ist, wenn ein Star, der bisher eher zurückhaltend in der Öffentlichkeit agiert hat, plötzlich ‘freiwillig’ Heim oder Weinberg herzeigt. Auch, so liess Heidemanns durchblicken, würde man in Zukunft über den Politiker Wulff noch einiges hören.»</p>
<p>Die einzigen beiden Medien, die bei Kachelmann gut wegkommen, sind «Der Spiegel» und «Die Zeit»: «Gisela Friedrichsen vom Spiegel und Sabine Rückert von der Zeit waren die beiden einzigen Gerichtsreporter vor Ort, die diesen Namen verdienten, aber sie repräsentierten Medien, die wegen ihrer wöchentlichen Erscheinungsweise keine laufende Berichterstattung pflegen können.» Die anderen Medienvertreter hätten «mehr oder weniger alle nichts verstanden von dem, was einen deutschen Strafprozess ausmacht.» Und weiter: «Journalismus ist mehr, als dem Knabensopran von Staatsanwalt Oltrogge und andererseits Johann Schwenn zuzuhören, um dann ratlos zusammenzuschwurbeln, dass man nichts genaues wisse und die Wahrheit wohl nie herauskommen werde.»</p>
<p>Kachelmanns Medien-Fazit: «Es ist schwierig, nach alldem das hohlste und dreisteste Blatt zu küren. Burdas Bunte oder Focus, Springers Bild, die Süddeutsche, der Stern, der Tagesspiegel sind sicher die Blindesten unter den Einäugigen, aber wir wollen nicht die staatstreuen Medienhäuser in Baden-Württemberg vergessen, wo noch alles strammsteht, wenn es Obrigkeit gebietet, sei es noch so sinnlos und abseitig.» Mit letzterer Bemerkung meint Kachelmann die Stuttgarter Nachrichten, die in einem Kommentar dem Mannheimer Gericht vorgeworfen hatten, Johann Schwenn zu viele Eskapaden vor Gericht durchgehen zu lassen.</p>
<p>Das Buch der Kachelmanns liefert tatsächlich einige interessante Einblicke in das Innenleben des Skandalprozesses. Kachelmann hätte sich und seiner Sache womöglich einen grösseren Dienst erwiesen, hätte er auf die ständigen Beschimpfungen und Pauschalurteile («Alles Schwachsinn», «Alles Lüge») verzichtet. Das Buch ist dann am besten, wenn ausführlich aus den verschiedenen Gerichtsgutachten zitiert wird. Für eine objektive Aufarbeitung seiner eigenen Geschichte steckt Jörg Kachelmann einfach zu tief drin.</p>
<p><small><a href="http://meedia.de/print/kachelmanns-geballte-wut-auf-die-medien/2012/10/09.html" target="_blank">Die Medienwoche veröffentlicht diesen Text mit freundlicher Genehmigung von meedia.de</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/geballte-wut-auf-die-medien/">Geballte Wut auf die Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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