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	<title>Ruedi Matter | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Ruedi Matter: «Diese Verantwortung gebe ich sehr gerne ab»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/03/12/ruedi-matter-diese-verantwortung-gebe-ich-sehr-gerne-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2019 14:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ruedi Matter, Direktor von Schweizer Radio und Fernsehen, übergibt am Freitag das Zepter an Nathalie Wappler. Im letzten grossen Interview in seiner Funktion spricht der 65-Jährige über Höhepunkte, prominente Abgänge, den FC Basel und seine persönlichen Zukunftspläne.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/12/ruedi-matter-diese-verantwortung-gebe-ich-sehr-gerne-ab/">Ruedi Matter: «Diese Verantwortung gebe ich sehr gerne ab»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ruedi Matter, Direktor von Schweizer Radio und Fernsehen, übergibt am Freitag das Zepter an Nathalie Wappler. Im letzten grossen Interview in seiner Funktion spricht der 65-Jährige über Höhepunkte, prominente Abgänge, den FC Basel und seine persönlichen Zukunftspläne.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/03/12/ruedi-matter-diese-verantwortung-gebe-ich-sehr-gerne-ab/">Ruedi Matter: «Diese Verantwortung gebe ich sehr gerne ab»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Die SRG sucht die Matter-Nachfolge</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/10/23/die-srg-sucht-die-matter-nachfolge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2018 17:55:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Faktisch entscheidet eine Arbeitsgruppe, wer das Schweizer Radio und Fernsehen künftig leitet. Für das Amt gibt es zwei Favoriten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Faktisch entscheidet eine Arbeitsgruppe, wer das Schweizer Radio und Fernsehen künftig leitet. Für das Amt gibt es zwei Favoriten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/23/die-srg-sucht-die-matter-nachfolge/">Die SRG sucht die Matter-Nachfolge</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SRF: Wahl von Matter-Nachfolge im November</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/10/07/srf-wahl-von-matter-nachfolge-im-november/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Oct 2018 10:10:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Kandidatenkarussell hat sich gelichtet. Als aussichtsreichste Anwärter auf den Posten des Radio- und Fernsehdirektors gelten Nathalie Wappler und Hansruedi Schoch. In einem Monat soll Klarheit herrschen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kandidatenkarussell hat sich gelichtet. Als aussichtsreichste Anwärter auf den Posten des Radio- und Fernsehdirektors gelten Nathalie Wappler und Hansruedi Schoch. In einem Monat soll Klarheit herrschen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/07/srf-wahl-von-matter-nachfolge-im-november/">SRF: Wahl von Matter-Nachfolge im November</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«Wenn man viel Geld hat, kann man an fünf Standorten Sendungen herstellen.»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/09/13/wenn-man-viel-geld-hat-kann-man-an-fuenf-standorten-sendungen-herstellen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Ruoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 19:16:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenige Tage vor dem Entscheid, ob die Informationssendungen von Schweizer Radio SRF aus dem Studio Bern nach Zürich verlegt werden sollen, nimmt SRF-Direktor Ruedi Matter in der MEDIENWOCHE ausführlich Stellung zum geplanten Umzug. Den massiven Einschnitt in die bisherige SRF-Struktur rechtfertigt er mit dem Spardruck, der auf der SRG laste.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenige Tage vor dem Entscheid, ob die Informationssendungen von Schweizer Radio SRF aus dem Studio Bern nach Zürich verlegt werden sollen, nimmt SRF-Direktor Ruedi Matter in der MEDIENWOCHE ausführlich Stellung zum geplanten Umzug. Den massiven Einschnitt in die bisherige SRF-Struktur rechtfertigt er mit dem Spardruck, der auf der SRG laste.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/09/mattersteht.jpg" alt="" width="1680" height="1213" class="alignnone size-full wp-image-61053" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/09/mattersteht.jpg 1680w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/09/mattersteht-300x217.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/09/mattersteht-768x555.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/09/mattersteht-1024x739.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1680px) 100vw, 1680px" /><br />
<strong><small<Aktuell zum gleichen Thema vom gleichen Autor: <a href="https://medienwoche.ch/2018/09/14/ohne-ruecksicht-auf-verluste-2/">Ohne Rücksicht auf Verluste.</a></small></strong><br />
<div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Herr Direktor, seit wann hat die Direktion von SRF an dem Projekt «Bern Ost» gearbeitet?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p> Das Projekt heisst übrigens längst nicht mehr «Bern Ost», sondern es wird bezeichnet als Standortüberprüfung und heisst einfach «Umzug des Radiostudios Bern – Zürich».</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Obwohl «Bern Ost» ja ganz witzig ist.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>In den letzten zwei, drei Jahren kam bei gewissen Fragen zur digitalen Weiterentwicklung der Radio- oder Audio-Angebote immer wieder der Punkt: Ist eigentlich Bern der richtige Standort? Es blieb aber dabei. Als wir dann im Frühjahr, kurz vor der Abstimmung über «No Billag», den Auftrag erhalten haben, substantielle Einsparungen zu machen – das ist ja dann kommuniziert worden am Tag der Abstimmung selbst, dass die SRG 80 Millionen einsparen muss – haben wir angefangen, uns noch konkreter Gedanken zu machen: Wo könnten wir überall einsparen, wenn wir ja insbesondere den Auftrag haben, bei der Infrastruktur Einsparungen vorzunehmen. Da wurde sehr rasch klar, dass eine Standortverschiebung innerhalb von Zürich und in der Folge ein Verzicht auf Gebäude am Standort Zürich rund sieben Millionen bringen kann. Und dann kam irgendwann die Frage: Ist eigentlich langfristig Bern der richtige Standort für Radioinhalte, wenn man die Entwicklung der Mediennutzung betrachtet.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Das war also im Frühjahr, und das Ergebnis war: Nein, man will das ändern?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Das Ergebnis war: Das schauen wir uns ganz genau an, ob der Umzug nicht eine gute Option wäre, um Infrastruktur zu sparen und nicht Personalabbau im grossen Stil machen zu müssen. Das haben wir dann auch einen Monat nach der Abstimmung bereits kommuniziert, dass das ein Thema ist, das wir betrachten. Wir waren ja sehr offen und sehr früh mit der Kommunikation, zu einem Zeitpunkt, wo in einem anderen Unternehmen das geheim gehalten worden wäre. Wir haben gesagt: darüber reden wir.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Das heisst: es wird jetzt darüber geredet, ob ernsthaft geprüft werden soll?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Nein, mittlerweile sind ja ein paar Wochen ins Land gezogen. Wir haben mittlerweile ernsthaft geprüft.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Und Sie sind zum Ergebnis gekommen: Es soll gemacht werden?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass wir dem Verwaltungsrat beantragen, dieses Projekt zu unterstützen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Das heisst eigentlich: Der grosse Teil der Redaktion, 170 Leute, soll von Bern nach Zürich ziehen, um diese Konvergenz im Newsroom zu realisieren?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Also, es geht um den Umzug von rund 150 Redaktorinnen und Redaktoren, und dann sind es vielleicht noch 25 Kolleginnen und Kollegen vom «technology and production center tpc».</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Eben. Dann sind es 170.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Über die Phase der Konvergenz sind wir eigentlich hinweg. Konvergenz war, als Radio und Fernsehen 2011 zu einem Unternehmen zusammengelegt wurden. Jetzt reden wir darüber, wie wir den neuen Anforderungen der Mediennutzung gerecht werden. Wir stellen ja fest, dass die Nutzung der klassischen Radiosender rückläufig ist, vor allem der Sender mit einem älteren Publikum, da ist die Nutzung sehr stark rückläufig, und sie ist rückläufig auch bei den Flaggschiffen der Radio-Information, «Rendez-vous» und «Echo der Zeit». Gleichzeitig stellen wir fest, dass bei einem jungen Publikum grundsätzlich die Audio-Nutzung ansteigt. Allerdings steigt sie an bei der Nutzung von anderen Audio-Plattformen, nicht von klassischem linearem Radio. Und die Frage ist: Wie werden wir diesen Anforderungen gerecht?</p>
</div></p>
<blockquote><p>«Wenn man immer weniger Mittel zur Verfügung hat, muss man die Redaktionen an einem Standort konzentrieren, dann spart man nämlich an der Anzahl der Infrastrukturen und nicht an der Anzahl der Mitarbeiter.»</p></blockquote>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Und den Anforderungen gerecht werden, kann man nur in Zürich?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Wenn man viel Geld hat, kann man an fünf Standorten Sendungen herstellen, Radio und Fernsehen. Man kann jede Menge Digital-Spezialisten beschäftigen. Das ist eine Frage des Geldes. Wenn man immer weniger Mittel hat – die Gebührenplafonierung nimmt uns sehr rasch Mittel weg, und die sinkenden Werbeerlöse sorgen auch für tiefere Budgets bei der SRG –, und wenn man mit den Mitteln haushälterisch umgehen muss, dann muss man es an einem Standort machen, dann spart man nämlich an der Anzahl der Infrastrukturen und nicht an der Anzahl der Mitarbeiter.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Also ist es im Grunde genommen eine Geldfrage.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Es ist eine finanzielle Frage, ob man Infrastruktur an vielen Standorten hat oder nicht. Aber wenn man die Faktoren, auf die wir von Anfang an bei der ersten Kommunikation hingewiesen haben – eine Situation, bei der wir massiv sparen müssen, kombiniert mit einer Phase der Medienentwicklung – kommen wir zum Schluss, dass es Sinn macht, im Falle von SRF die Angebotserstellung für Radio, Fernsehen und Online an einem Standort zu machen, nämlich in Zürich. Das heisst ja nicht, dass aus dem einzelnen Mitarbeiter eine eierlegende Wollmilchsau werden soll.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Das heisst aber, dass dieser gesamte Bereich zentralisiert wird in Zürich?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Nein. Es bleiben ja die Inlandredaktoren weitestgehend in Bern, weil: Bern bleibt der Standort für Schweizer Politik. Die Regionalstandorte werden ausgebaut. Die Bundeshausredaktion wird verstärkt. Inland-Fernsehredakteure ziehen nach Bern. Der Standort Bern wird für Innenpolitik ja durchaus gestärkt.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Das heisst aber: Die Flaggschiffe wie zum Beispiel «Echo der Zeit» oder auch «Heute morgen» oder «Rendez-vous», die werden nach Zürich gehen?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Ja, dazu muss man wissen: das sind relativ kleine Senderedaktionen, die «Echo der Zeit» und «Rendez-vous» machen. Die Fernsehkollegen kopieren ja eigentlich das Radio-Modell. Auch da gibt es künftig kleinere Senderedaktionen, auch bei der «Tagesschau» und bei «10vor10». Und die Inland-Beiträge werden von Fachredaktoren in Bern gemacht, auch künftig, egal, ob jetzt der Standort teilverlagert wird oder nicht. Und es kommen mehr Inlandbeiträge künftig aus Bern auch fürs Fernsehen. Die Beiträge der Fachredaktoren werden für Inlandthemen nicht in Zürich gemacht.</p>
</div></p>
<blockquote><p>«Ich wiederhole das gerne nochmals. Wir haben gesagt, dass rund 150 Redaktorinnen und Redaktoren nach Zürich umziehen würden.»</p></blockquote>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Mehr für das Fernsehen deshalb, weil auch die Inlandredaktion fernsehseitig aufgestockt wird?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Ja, das haben wir ja so kommuniziert, dass wir das gerne so machen, wenn wir diese Rochade machen können. Und damit wird der Standort Bern für Innenpolitik ja gestärkt.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Aber insgesamt wird der Standort Bern quantitativ reduziert?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Ja, ich wiederhole das gerne nochmals. Wir haben gesagt, dass rund 150 Redaktorinnen und Redaktoren nach Zürich umziehen würden.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Das Personal fühlt sich überfahren, leistet Widerstand, sagt: das könnte man alles eigentlich auch aus Bern machen. Mit Ausnahme vielleicht von kleinen Senderedaktionen. Warum hat man diese Alternative nicht ausgearbeitet?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Wir haben auch diese Alternative geprüft und festgestellt, dass, wenn wir die ganze Fernseh- und Radioinformation nach Bern verlagern, dass uns das sehr viel mehr Geld kostet. Und wenn wir die grossen Radiosender zusammen mit der Radioinformation in Bern stationieren würden, dann würden wir keinerlei Einsparungen machen. Aber wir müssen Einsparungen machen. Wenn wir diese Infrastruktur-Einsparungen nicht machen können, dann müssen wir Personal abbauen. Und mir ist einfach nicht klar, weshalb sich die Leute einsetzen, um Infrastruktur zu behalten und lieber Leute abzubauen. Inhalte werden von Leuten erstellt.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Um welchen Betrag handelt es sich denn, wenn man zum Beispiel den Radiomorgen von Zürich nach Bern holen würde?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Dann würde man eben nichts einsparen.</p>
</div> (Anmerkung: «Heute Morgen» kommt aus Bern, die Antwort hat sich darauf bezogen, wenn man das ganze Morgenprogramm von Radio SRF 1 von Zürich nach Bern holen würde.)</p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Und jetzt spart man fünf Millionen, oder wieviel?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Mit diesem Gesamtpaket in Bern, Radiostudio Teilverlagerung und Generaldirektion Teilverlagerung spart die SRG fünf Millionen.</p>
</div></p>
<blockquote><p>«Das ist kein Gebäude von Tausenden von Menschen, die in Grossraumbüros jeder in seiner Koje arbeitet. Das ist eine komplett falsche Vorstellung.»</p></blockquote>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Man weiss aber auch, dass zentralisierte Strukturen gefährdet sind, weniger stabil als dezentrale Strukturen. Das hat keine Rolle gespielt, solche Überlegungen, jetzt bei Ihrem Konzept?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Woher weiss man das?</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Das ist ein Standardwissen der Informatik. Das weiss man seit 50 Jahren. Und man weiss auch, dass Systeme mit relativ autonomen Subsystemen stabiler sind als zentralisierte Systeme.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Es sind ja nach wie vor Subsysteme da. Es bleiben ja zwei getrennte Chefredaktionen für Radio und für Fernsehen. Die Fachredaktionen bleiben getrennt. Und die «Tagesschau»-Senderedaktion wird ebenso um ihre Unabhängigkeit kämpfen und ihre Eigenständigkeit verteidigen wie die Redaktion von «10 vor 10», wie die von «Rendez-vous» und wie die von «Echo der Zeit», innerhalb dieses Gebäudes. Das ist kein Gebäude von Tausenden von Menschen, die in Grossraumbüros jeder in seiner Koje arbeitet. Das ist eine komplett falsche Vorstellung.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Ich habe die Frage möglicherweise nicht präzise genug gestellt. Es ging mir jetzt nicht um die redaktionelle, sondern es ging mir um die technologische Zentralisierung, die auf die Redaktion auch Einfluss hat, nach meiner Meinung. Aber es gibt ja in Bern dieses Informationszentrum, das nichts anderes ist als ein keiner Newsroom. Und das soll nun in Zürich integriert werden. Ist das so richtig? So kann man es lesen in dem Papier für den Regionalvorstand.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Über die genauen Prozesse ist noch gar keine Entscheidung gefällt. Wenn jetzt der Verwaltungsrat sagen wird: wir sollen dieses Projekt verfolgen und wir sollen es umsetzen, dann werden wir genau so, wie wir es mit den Fernsehkolleginnen- und kollegen gemacht haben, viele von ihnen einbinden in die Ausarbeitung der konkreten Prozesse und Standorte der einzelnen Redaktionen in Zürich-Leutschenbach.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Allenfalls auch in Bezug eben auf dieses Informationszentrum in Bern, was ja eine Struktur ist, die auch eine gewisse digitale Leistungsfähigkeit haben sollte.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Die Leistungsfähigkeit der Berner Prozesse wird mindestens beibehalten werden.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Das heisst: Sie könnte allenfalls auch ausgebaut werden.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Worauf wollen Sie hinaus?</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>(lacht) Es gibt immer die verschiedenen Ebenen. Ich denke, dass die technologische Struktur auch inhaltliche Strukturen beeinflusst. Sie haben gesagt, dass für das «Echo der Zeit» Inhalte weiterhin auch in Bern produziert werden, nicht in Zürich.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Die Schweizer Politik-Inhalte werden in Bern hergestellt und zugeliefert an die Radiosendungen, deren Senderedaktionen in Zürich sitzen. Die einzelnen Beiträge werden in Bern gemacht, und sie sollen auch in grösserer Zahl für die Fernsehsendungen in Bern gemacht werden.</p>
</div></p>
<blockquote><p>«Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es für einen Auslandbeitrag eine Rolle spielt, ob er in Bern oder in Zürich gemacht wird.»</p></blockquote>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Warum gilt das nicht für die Auslandredaktion?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Auslandbeiträge werden ja schon heute nicht in Bern gemacht, sondern sie werden von den Korrespondenten gemacht im Ausland…</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>…logisch. Aber die Redaktion sitzt doch jetzt in Bern.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Die Fachredaktion sitzt in Bern. Aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es für einen Auslandbeitrag eine Rolle spielt, ob er in Bern oder in Zürich gemacht wird.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Es wäre ja denkbar, dass ein Auslandthema etwas mit der Innenpolitik zu tun hat.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Die dürfen auch künftig zusammen reden.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>(lacht) Na ja. Auf der einen Seite sagt man, dass für den Newsroom die persönliche, die physische Anwesenheit wichtig wäre. Nun scheint sie aber für den Inhalt nicht so wichtig. Man kann sich doch die Frage stellen…</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Das habe ich nicht gesagt. Woraus leiten Sie das jetzt ab…</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Aus der Aussage, dass es keine Rolle spielt, ob ein Auslandredaktor in Zürich oder in Bern ist. Es könnte ja sein, dass es wichtig ist…</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>…es ist doch für einen Auslandbeitrag nicht relevant, ob der Mann oder die Frau, die den Auslandbeitrag machen, in Bern oder in Zürich sitzen, denn es ist ja ein Beitrag über das Ausland.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Ja. Es sei denn, es wäre von Interesse, eine schweizerische Reaktion schnell einzuholen.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Dann holt das schon heute der Inlandredaktor ein. Und der sitzt ja dann in Bern und macht das da.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Mhm. Ok. Das erleichtert also die Kommunikation nicht, wenn der Auslandredaktor in Bern wäre statt in Zürich?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Wir können gerne eine Reihe von journalistischen Sonderfällen noch diskutieren.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>(lacht). Das ist nicht mein Interesse. Es ist eine Frage des Denkens, der Art und Weise des Denkens. Also: Ich stelle fest: Man hat die Alternative, dass man Bern stärkt, nicht wirklich ausgearbeitet, sondern man hat sie geprüft und verworfen und wird sie auch dem Verwaltungsrat nicht so vorlegen, dass er eine Entscheidung darüber treffen kann, weil er nicht fundiert informiert ist.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Man hat auch diese Variante geprüft und hat sie verworfen, weil sie keine Einsparung bringt. Und je nachdem, wer dann alles nach Bern hätte umziehen müssen, zu Mehrkosten geführt hätte.</p>
</div></p>
<blockquote><p>«Der Sport hat seit 2011 einen Newsroom für Fernsehen, Radio und Online, und die Leute sind nur positiv über ihre Erfahrungen, die sie da gemacht haben in der engen Zusammenarbeit.»</p></blockquote>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Während man dabei bleibt, dass Sport, Unterhaltung und Kultur, wenn ich das richtig gelesen habe, nur angedockt bleiben. Sie werden nicht in gleicher Weise integriert wie jetzt die Information in den Newsroom. Ist das so richtig?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Der Sport hat seit 2011 einen Newsroom für Fernsehen, Radio und Online, und die Leute sind nur positiv über ihre Erfahrungen, die sie da gemacht haben in der engen Zusammenarbeit.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Aber jetzt bezogen auf Sport ausschliesslich, nicht? Separat vom künftigen Newsroom?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Sport wird in diesem Gebäude eine ganze Etage einnehmen. Also die Sportkollegen werden künftig auch in diesem Gebäude sitzen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Unterhaltung?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Unterhaltung ist weiterhin in Zürich-Leutschenbach, aber nicht im News- und Sportgebäude.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Kultur?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Es gibt einen Kulturschwerpunkt mit allen, die sich mit Kulturschwerpunkten beschäftigen in Basel. Das ist aber auch schon länger bekannt. Wir wollen eben nicht die grosse Zentralisierung haben und bauen eine grosse Halle, in der alle drin sind, die irgendwann mal für irgendeinen Sendeplatz einen Inhalt erstellen. Wo liegt der Nutzen drin, wenn jetzt die Unterhaltungskolleginnen auch im Newsroom drin sein sollen?</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Ich sage nicht, dass es so sein soll. Es waren jetzt ganz schlichte Informationsfragen, damit ich bei dem, was ich schreibe, keine Fehler mache. Aber die Frage nach der Kultur führt zu einer anderen: Wenn Kultur in Basel sein kann, als Kompetenzzentrum Kultur, dann bleibt nach wie vor die Feststellung, dass der Umzug von Bern nach Zürich eigentlich nur finanzielle Gründe hat und keine inhaltlichen. Sonst könnte man das Informationszentrum tatsächlich auch in Bern machen, analog zu dem, was in Basel stattgefunden hat beziehungsweise stattfinden wird.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Wir sparen auch mit dem Umzug und der Konzentration der Kultur in Basel Mittel ein.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Dadurch, dass die allesamt in Basel sitzen?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Zurzeit besetzen die Kulturleute ein grosses Gebäude, das wir nach dem Umzug der Kultur nach Basel und nach dem Bezug unseres Sportgebäudes aufgeben können. Allein das ist ein substantieller Beitrag zu den sieben Millionen, die wir am Standort Zürich an Immobilienkosten sparen.</p>
</div></p>
<blockquote><p>«Wenn ich jetzt die letzten Jahre verfolge, mit dem Höhepunkt der «No Billag»-Abstimmung, so habe ich den Eindruck, dass die SRG schon seit längerem dem Druck der Politik ausgesetzt ist.»</p></blockquote>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Der letzte Komplex ist die Frage nach den Beziehungen zur Politik. Es scheint so etwas wie eine Machtfrage zu sein, dass man den Berner Behörden, Stadt und Kanton, nicht entgegenkommt, weil man befürchtet, dass bei einem Nachgeben dann «die SRG dauerhaft handlungsunfähig wäre und dem Druck der Politik ausgesetzt.» So habe ich das gelesen.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Also, wenn ich jetzt die letzten Jahre verfolge, mit dem Höhepunkt der «No Billag»-Abstimmung, so habe ich den Eindruck, dass die SRG schon seit längerem dem Druck der Politik ausgesetzt ist.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Wenn man es so allgemein nimmt: Natürlich. Aber sie war nicht dem Druck der Behörden aus Basel oder aus Bern ausgesetzt, sondern sie war dem Druck der Parteien, allenfalls der SVP, vielleicht teilweise der FDP ausgesetzt. Die Berner haben ja immer eine stärkere Präsenz und Zusammenarbeit mit der SRG gesucht. Also kann man sich auch nicht wundern, dass sie jetzt Opposition machen dagegen, dass der Standort Bern geschwächt wird. Daher nochmals die Frage: Welche Logik hat das, wenn man sich mit einem Kanton oder mit mehreren Kantonen verständigt über eine stärkere Präsenz und Zusammenarbeit, die auch aus inhaltlichen Gründen vielleicht logisch oder sinnvoll sein könnte: Wieso muss man befürchten, dass man dann nicht mehr handlungsfähig ist, wenn eine Kooperation verstärkt wird?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Ich habe volles Verständnis dafür, dass die Politiker am Standort Bern, sowohl die Stadtregierung als auch die Kantonsregierung, einen Wegzug von rund 150 qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht positiv finden. Das finde ich überhaupt nicht überraschend. Ich habe auch grosses Verständnis für diese Opposition gegen diesen Wegzug.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Ja. Der Punkt ist einfach der: In der SWOT-Analyse, die Sie gemacht haben, wird das als «Bedrohung» empfunden, wenn man der Politik nachgeben würde. Das wirft bei mir Fragen auf, welche Art des Denkens dahinter steckt. Das ist ja eine reine Machtfrage, das ist ja keine inhaltliche, substantielle Frage mehr.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Wenn ich mich recht erinnere, kommt das Wort «Bedrohung» in dieser Analyse nicht vor. Weil das ja niemand als Bedrohung empfindet. Sondern das ist doch – ich weiss gar nicht, weshalb wir über dieses selbstverständliche Recht von Politikern diskutieren müssen, ihre Meinung kund zu tun.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Eine SWOT-Analyse ist die Feststellung von Stärken, Schwächen, und «threat» heisst Bedrohung. Darum nehme ich dieses Wort: «Bedrohung».</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Das Wort «Bedrohung» kommt bei der Analyse nicht vor bei diesem Punkt.</p>
</div></p>
<blockquote><p>«Es ist einfach so, wenn wir am Standort Bern bleiben, dass wir diese fünf Millionen anderweitig einsparen müssen.»</p></blockquote>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>SWOT ist eine Methode, die mit diesem Begriff arbeitet, und so findet er sich im Papier des Regionalvorstands der SRG Deutschschweiz. Es wird also als bedrohliche Perspektive angesehen. Und was ich nicht verstehen kann: warum aus einer Einigung oder einer Kooperation oder einer Verständigung dann eine Blockade entstehen soll. Das verstehe ich nicht. Und das steht da drin.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Es ist einfach so, wenn wir am Standort Bern bleiben, dass wir diese fünf Millionen anderweitig einsparen müssen. Und wir möchten sie lieber bei Infrastruktur einsparen – ich wiederhole mich da gerne – als bei Stellen, die wir abbauen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Nun ist ja die Einsparung von 80 Millionen – die anderen 20 sind ja in der Tat einfach Verlagerungen –, nun ist das ja ein selbstgesetztes Ziel. Und das setzt sich zusammen aus den 50 Millionen, die aus der Deckelung der Gebühreneinnahmen entstehen, und den 30 Millionen aus den potentiell reduzierten Werbeeinnahmen.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Das ist ja nicht selbst gesetzt, sondern es ist von aussen einerseits aufgegeben durch die Deckelung der Gebühren, zum anderen durch die absehbaren Rückgänge der Werbeerlöse. Und das ergibt zusammen diese 80 Millionen.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Die absehbaren Werbeerlöse, das ist ja auch eine Spekulation. Das ist eine Zukunftsprognose…</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>…eine gut fundierte Prognose, wenn ich die Werbeentwicklung der letzten zwei, drei Jahre ansehe.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Ich will das nicht einmal in Zweifel ziehen. Ich würde das wahrscheinlich teilen. Aber der Punkt ist: Kann man nicht auch mit 75 Millionen Einsparungen leben, oder kann man diese fünf Millionen nicht auch anderswo finden: Es gibt sehr viele, relativ teure Bereiche bei der SRG, die vielleicht diese fünf Millionen bringen würden.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Man könnte auch für fünf Millionen das Programmangebot reduzieren und entsprechend Leute abbauen. Das ist richtig: das wäre eine Alternative. Ich finde die nicht besonders sympathisch.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Ist das Programmangebot – ich bin ein Sportfan, muss ich jetzt dazu sagen, und ich gucke gerne Fussball – ist der immer teurere Erwerb von hochkommerzialisierten Fussballangeboten, ist das sakrosankt?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Wenn die Preise tatsächlich immer so sehr viel höher würden, dann wäre das ein Thema. Aber wir haben beispielsweise bei der Champions League reduziert in diesem Jahr.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Auch, weil Sie weniger bekommen.</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Die Champions League-Rechte werden immer teurer.Wir haben diesen Wettbewerb nicht mitgemacht. Wir haben auf eine grosse Zahl, nämlich rund die Hälfte aller Spiele verzichtet.</p>
</div></p>
<blockquote><p>«Wir machen die Unterhaltung sehr viel einfacher. Wir verzichten auf grosse Produktionen in der Unterhaltung.»</p></blockquote>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Jetzt habe ich den Satz erst richtig verstanden, danke. Das heisst also: Es ist durchaus möglich, dass man auch beim Programm mal etwas einspart?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Jetzt reden wir aber über Programmrechte, die sich natürlich auch auswirken auf das Programm. Wir sparen ja auch beim Programm. Auch jetzt in dieser Sparübung und über die letzten Jahre insgesamt in der Unterhaltung rund 20 Millionen eingespart. Wir machen die Unterhaltung sehr viel einfacher. Wir verzichten auf grosse Produktionen in der Unterhaltung. Und kein Bereich hat mehr zu den Einsparungen beigetragen in den letzten Jahren als die Unterhaltung.</p>
</div></p>
<p><div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Letzte Frage: Wäre es nicht möglich, erstens dieses selbstgesetzte Ziel der 80 Millionen zumindest in einer ersten Phase in Frage zu stellen? Und gibt es zweitens nicht andere, mögliche Quellen von Einsparungen, zum Beispiel bei der Produktionstechnik, zum Beispiel auch bei der Organisation – zum Beispiel das selbständige tpc – technology and production center – zum Beispiel im Kaderbereich mit den pseudo-unternehmerischen Vergünstigungen und so weiter – also dass man da vielleicht noch eine ganze Fülle von Möglichkeiten hat, die man vielleicht prüfen sollte, bevor man eine Entscheidung trifft wie diejenige der Verlagerung oder des Umzugs von Bern nach Zürich?</p>
</div><div class="answer"><h4>Ruedi Matter:</h4> <p>Ich kann Ihnen versichern, dass alle diese Bereiche selbstverständlich einbezogen sind, und dass überall in diesen Bereichen auch Einsparungen gemacht werden, selbstverständlich. Es ist ja nicht so, dass die fast 12 Millionen Immobilienkosten, Infrastrukturkosten, die wir reduzieren können in der Deutschen Schweiz, dass die genügen. Das Sparziel ist auch für uns nochmals deutlich höher. Und die 80 Millionen sind natürlich nicht einfach aus dem hohlen Bauch – irgendeiner in der Generaldirektion hat sich eine Zahl überlegt, die gut klingt, sondern da ist mit viel Aufwand gerechnet worden, was eine realistische Zielgrösse für Einsparungen ist.</p>
</div></p>
<div class="question"><h4>MEDIENWOCHE:</h4> <p>Ruedi Matter, vielen Dank.</p>
</div>
<p><small>Bild: SRF/Oscar Alessio</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/09/13/wenn-man-viel-geld-hat-kann-man-an-fuenf-standorten-sendungen-herstellen/">«Wenn man viel Geld hat, kann man an fünf Standorten Sendungen herstellen.»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Matter-Nachfolge: SRF-Chef verzweifelt gesucht!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/09/09/matter-nachfolge-srf-chef-verzweifelt-gesucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Sep 2018 14:12:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer wird Nachfolger von SRF-Direktor Ruedi Matter? Der Job ist eine Herkulesaufgabe , denn das klassische Fernsehen sieht einer düsteren Zukunft entgegen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer wird Nachfolger von SRF-Direktor Ruedi Matter? Der Job ist eine Herkulesaufgabe , denn das klassische Fernsehen sieht einer düsteren Zukunft entgegen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/09/09/matter-nachfolge-srf-chef-verzweifelt-gesucht/">Matter-Nachfolge: SRF-Chef verzweifelt gesucht!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Empörung bei SRF nach Zensurvorwurf an Ruedi Matter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/05/09/empoerung-bei-srf-nach-zensurvorwurf-an-ruedi-matter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2018 13:19:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hat Ruedi Matter einen «Schweiz aktuell»-Bericht zum möglichen Radiostudio-Umzug verhindert? Per Tweet dementiert der SRF-Direktor die Geschichte – doch genau dieser Tweet sorgt für Riesenärger bei seinen Mitarbeitern.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/05/09/empoerung-bei-srf-nach-zensurvorwurf-an-ruedi-matter/">Empörung bei SRF nach Zensurvorwurf an Ruedi Matter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hat Ruedi Matter einen «Schweiz aktuell»-Bericht zum möglichen Radiostudio-Umzug verhindert? Per Tweet dementiert der SRF-Direktor die Geschichte – doch genau dieser Tweet sorgt für Riesenärger bei seinen Mitarbeitern.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/05/09/empoerung-bei-srf-nach-zensurvorwurf-an-ruedi-matter/">Empörung bei SRF nach Zensurvorwurf an Ruedi Matter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>«SRF hat ein Macker-Problem!»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/03/27/srf-hat-ein-macker-problem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2018 12:54:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Frau an die Spitze – oder der Bundesrat müsse «intervenieren»: SP-Ständerätin Anita Fetz (61) und CVP-Frauenpräsidentin Babette Sigg Frank (55) ist die männliche Dominanz in der SRG-Teppichetage ein Dorn im Auge. Als Nachfolger von Ruedi Matter müsse jetzt zwingend eine Frau eingesetzt werden.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/27/srf-hat-ein-macker-problem/">«SRF hat ein Macker-Problem!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau an die Spitze – oder der Bundesrat müsse «intervenieren»: SP-Ständerätin Anita Fetz (61) und CVP-Frauenpräsidentin Babette Sigg Frank (55) ist die männliche Dominanz in der SRG-Teppichetage ein Dorn im Auge. Als Nachfolger von Ruedi Matter müsse jetzt zwingend eine Frau eingesetzt werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/27/srf-hat-ein-macker-problem/">«SRF hat ein Macker-Problem!»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Alles verlaufe nach Plan, sagt der SRF-Direktor</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/03/22/alles-verlaufe-nach-plan-sagt-der-srf-direktor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 13:21:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SRF-Direktor Ruedi Matter erklärt im Interview, warum er noch ein bisschen länger bleibt. Und er verrät, warum es hausintern ein Murren gab.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/22/alles-verlaufe-nach-plan-sagt-der-srf-direktor/">Alles verlaufe nach Plan, sagt der SRF-Direktor</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>SRF-Direktor Ruedi Matter erklärt im Interview, warum er noch ein bisschen länger bleibt. Und er verrät, warum es hausintern ein Murren gab.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/22/alles-verlaufe-nach-plan-sagt-der-srf-direktor/">Alles verlaufe nach Plan, sagt der SRF-Direktor</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SRF-Direktor Rudolf Matter will weitermachen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/03/08/srf-direktor-rudolf-matter-will-weitermachen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 15:46:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Oktober wird Rudolf Matter, der erste «Superdirektor» von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 65 Jahre Jahre alt. An einer internen Informationsveranstaltung hat er jedoch angetönt, über das Pensionierungsalter hinaus im Amt bleiben zu wollen. Das sorgt für Unmut.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/08/srf-direktor-rudolf-matter-will-weitermachen/">SRF-Direktor Rudolf Matter will weitermachen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Oktober wird Rudolf Matter, der erste «Superdirektor» von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 65 Jahre Jahre alt. An einer internen Informationsveranstaltung hat er jedoch angetönt, über das Pensionierungsalter hinaus im Amt bleiben zu wollen. Das sorgt für Unmut.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/03/08/srf-direktor-rudolf-matter-will-weitermachen/">SRF-Direktor Rudolf Matter will weitermachen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein «Ventil» für einen Abend</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/09/21/ein-ventil-fuer-einen-abend/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2015 13:16:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ventil]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Haldimann]]></category>
		<category><![CDATA[Jonas Projer]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo SRF!]]></category>
		<category><![CDATA[CR-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Baumann]]></category>
		<category><![CDATA[SF DRS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Image hat gelitten, der Legitimationsdruck steigt: Jetzt will die SRG Sympathien zurückgewinnen. Das schafft sie nicht allein mit den bestehenden Programmen. Darum schenkt SRF-Direktor Ruedi Matter dem Publikum ein offenes Ohr. In der vorerst einmaligen Sendung «Hallo SRF!» will Matter Zuschauerfragen beantworten. Das ist quasi die seriöse Variante von «Ventil», dem legendären und kontroversen <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/21/ein-ventil-fuer-einen-abend/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/21/ein-ventil-fuer-einen-abend/">Ein «Ventil» für einen Abend</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Image hat gelitten, der Legitimationsdruck steigt: Jetzt will die SRG Sympathien zurückgewinnen. Das schafft sie nicht allein mit den bestehenden Programmen. Darum schenkt SRF-Direktor Ruedi Matter dem Publikum ein offenes Ohr. In der vorerst einmaligen Sendung «Hallo SRF!» will Matter Zuschauerfragen beantworten. Das ist quasi die seriöse Variante von «Ventil», dem legendären und kontroversen Beschwerdeformat des früheren Schweizer Fernsehens SF DRS.<br />
<span id="more-25741"></span><br />
Es war eine <a href="https://twitter.com/reidan/status/321573660420866048" target="_blank">Sternstunde des Schweizer Fernsehens</a> und seither gilt «Römerfilme» als ein geflügeltes Wort. Als vor zwanzig Jahren Frank Baumann in der <a href="https://www.youtube.com/results?search_query=ventil+frank+baumann" target="_blank">Medienpersiflage «Ventil»</a> den Ombudsmann des Schweizer Fernsehens mimte, bot er der auch damals schon grassierenden Unzufriedenheit mit dem TV-Programm ein – nomen est omen – willkommenes und beliebtes Ventil. Und so durfte am 3. Januar 1996, einem Mittwoch, abends gegen Viertel vor elf, ein nicht weiter bekannter Herr Anegg seinen wohl schon lange gehegten Wunsch nach <a href="https://www.youtube.com/watch?v=U1NDXfHXmaA&amp;feature=youtu.be&amp;t=23m25s" target="_blank">mehr Römerfilmen</a> im Programm des Schweizer Fernsehens live und öffentlich kundtun; ein Wunsch, der natürlich unerfüllt bleiben sollte. Aber es ging ja auch vor allem um die Ventilwirkung.</p>
<p>Ob «Ventil» als Satire durchgeht oder doch als ernst gemeintes Experiment in zeitgemässem Kundendialog, spielt im Rückblick keine Rolle. Entscheidend ist: Die Zuschauer nahmen das Angebot an und riefen munter an mit ihren Beschwerden und Anliegen in die Sendung an. Sie nutzten die Plattform, um «so richtig schön Dampf abzulassen» (offizielle Ankündigung SF DRS) und auch der vom Fernsehen symbiotisch abhängige Boulevard nahm die Steilvorlage dankend an und forderte seine Leser auf, dem Schweizer Fernsehen mal so richtig die Meinung zu geigen: «Sauer auf TV DRS? Rufen Sie an beim frechen Frank!».</p>
<p>Womit bei dieser Übungsanlage zu rechnen war: «Ventil» sorgte SRG-intern für Kontroversen und auch öffentlich stand die Sendung im Gegenwind. So war die Sendung Thema in <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ofk48yqnFa4" target="_blank">einem «Club»</a> und der  Publikumsrat forderte gar, die Sendung abzusetzen. Das unterstreicht aber nur den medienkritischen Nutzen: «Ventil» machte sich selbst zum Thema und damit zum Brennpunkt einer Debatte über die Leistungen des Schweizer Fernsehens.</p>
<p>Heute, zwanzig Jahre später, kommt mit <a href="http://www.srf.ch/medien/news/hallo-srf-das-publikum-im-dialog-mit-srf-direktor-ruedi-matter/" target="_blank">«Hallo SRF!»</a> quasi die seriöse Variante des Publikumstelefons. Kein lustiger Werber sondern der Radio- und Fernsehdirektor der Deutschschweiz persönlich nimmt den Telefonhörer ab. Ruedi Matter wird am Mittwoch 11. November zur Primetime um acht unter der Moderation von «Arena»-Chef Jonas Projer Fragen des Publikums beantworten. «Das Ziel von ‹Hallo SRF!›», erklärt Projer, «ist eine kontroverse Debatte zwischen Publikum und SRF-Direktor. Dazu braucht es vor allem Kritik und Widerspruch.» Damit es dazu kommt, rühren auch die privaten Medien, die ja zu den grössten SRG-Kritikern zählen, die Werbetrommel für das Sorgentelefon. Und die Schlagzeilen lauten nicht anders als damals bei «Ventil»: «Was du von der SRF-Spitze schon immer wissen (oder ihr an den Kopf schleudern) wolltest: Jetzt hast du die Möglichkeit dazu!», <a href="http://www.watson.ch/Schweiz/TV/506355737-Was-du-von-der-SRF-Spitze-schon-immer-wissen-(oder-ihr-an-den-Kopf-schleudern)-wolltest--Jetzt-hast-du-die-M%C3%B6glichkeit-dazu!" target="_blank">schreibt etwa Watson</a>.</p>
<p>Dass ein solches Format gerade jetzt ins SRF-Programm kommt, überrascht wenig. Im Abstimmungskampf um das revidierte Radio- und Fernsehgesetz im Frühjahr machte die SRG nicht die beste Figur und vertrat ihre Position nur mit angezogener Handbremse. Das lag zwar zu guten Teilen an der Konstellation, dass Radio und Fernsehen Gegenstand der Vorlage waren. Aber abgesehen davon konnte man nicht eben den Eindruck einer besonders souveränen Kommunikation gewinnen. Das soll sich nun offenbar ändern. Dabei kann sich SRF auch auf die Lehren aus ihren früheren Experimenten abstützen.</p>
<p>Schliesslich gab es nicht nur das satirische «Ventil». Ein Jahrzehnt nach dem krawalligen Kundendienstimitat folgte ein <a href="https://web.archive.org/web/20060615084133/http://cr.blog.sf.tv/" target="_blank">Blog des damaligen Chefredaktors</a> als Diskussionsplattform. Von 2006 bis 2009 notierte Ueli Haldimann in bester Bloggermanier allerlei Selbst- und Medienkritisches. Auch wenn die Diskussionen auf dem Blog selten ergiebig waren, weil sich Haldimann nicht sonderlich aktiv in die Debatte einbrachte, erfüllte der «CR-Blog» eine wichtige Funktion als Kristallisationspunkt für Publikumskritik. So bot etwa der «Blick» einem Shitstorm avant la lettre Raum und veröffentlichte massenhaft kritische Reaktionen auf ein Posting, wo Haldimann Panini-Bilder-Sammler als evolutionär rückständig tituliert hatte. Überhaupt war das Blog während der fast vier Jahre seiner Existenz regelmässig Gegenstand der Medienberichterstattung.</p>
<p>Denn obwohl die beste und ehrlichste Werbung für einen Service public das Programmangebot selbst ist, kann die SRG nicht mehr umhin, auch darüber hinaus ihr Tun und Handeln zu erklären. Die vorerst einmalige Ausgabe von «Hallo SRF!» könnte ein Anfang sein zu einer offeneren Diskussionskultur zwischen SRG-Leitung und dem Publikum. Einem von der Öffentlichkeit finanzierten Unternehmen steht es gut an, wenn sich dessen Führung offen für Kritik zeigt und auch darauf reagiert. «Ventil» ist dafür gar kein so schlechtes Vorbild: Lange vor den ruppigen Kommentarschlachten im Internet zeigte Frank Baumann, wie man überzogene oder ungerechtfertigte Kritik mit auch nicht immer zimperlichen Methoden kontern kann. An Haldimanns Blog wiederum könnte sich die aktuelle SRF-Führung ein Vorbild nehmen und selbst regelmässig mit (Selbst)kritik zur Debatte anregen. Plattformen dafür gibt es genug. Jetzt braucht es nur noch die Bereitschaft von Matter &amp; Co., den aktiven Publikumsdialog zur Daueraufgabe zu machen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/09/21/ein-ventil-fuer-einen-abend/">Ein «Ventil» für einen Abend</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>2015 mehrere neue Sendungen bei SRF</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/01/13/2015-mehrere-neue-sendungen-bei-srf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2015 09:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die eidgenössischen Wahlen 2015 sind ein Schwerpunkt im Jahresprogramm 2015 von SRF. Zudem gibt es verschiedene neue Sendungen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/13/2015-mehrere-neue-sendungen-bei-srf/">2015 mehrere neue Sendungen bei SRF</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die eidgenössischen Wahlen 2015 sind ein Schwerpunkt im Jahresprogramm 2015 von SRF. Zudem gibt es verschiedene neue Sendungen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/01/13/2015-mehrere-neue-sendungen-bei-srf/">2015 mehrere neue Sendungen bei SRF</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Post verhindert Prestigeprojekt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/07/02/post-verhindert-prestigeprojekt/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/07/02/post-verhindert-prestigeprojekt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2013 14:04:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
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		<category><![CDATA[Oliver Flüeler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schweizer Radio und Fernsehen SRF kann die Kulturredaktionen nicht wie geplant 2014 zusammenführen. Die Post hat entschieden, eine dafür vorgesehene Immobilie anderweitig zu nutzen. Damit bleibt das Basler Bruderholz-Studio noch mindestens fünf Jahre in Betrieb. Das Basler Studioprojekt war von Beginn an Chefsache. Seit rund zwei Jahren hat sich SRF-Direktor Ruedi Matter darum bemüht, für <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/02/post-verhindert-prestigeprojekt/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schweizer Radio und Fernsehen SRF kann die Kulturredaktionen nicht wie geplant 2014 zusammenführen. Die Post hat entschieden, eine dafür vorgesehene Immobilie anderweitig zu nutzen. Damit bleibt das Basler Bruderholz-Studio noch mindestens fünf Jahre in Betrieb.<br />
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Das Basler Studioprojekt war von Beginn an Chefsache. Seit rund zwei Jahren hat sich SRF-Direktor Ruedi Matter darum bemüht, für die Kulturabteilungen von Schweizer Radio und Fernsehen einen gemeinsamen Standort zu finden. Heute arbeiten die Redaktionen verteilt auf drei Studios in Basel und Zürich, obwohl sie im Rahmen des Konvergenzprojekts organisatorisch zusammengeführt wurden. Unter einem gemeinsamen Dach hätten die Produktionsabläufe vereinfacht und die Reibungsverluste vermieden werden sollen, wie sie nun durch die örtliche Distanz entstehen. Daraus wird nichts. Zumindest in den nächsten rund fünf Jahren nicht. Die Post als Eigentümerin des favorisierten Standorts am Basler Bahnhof hat sich gegen eine Vermietung an SRF entschieden.</p>
<p>Noch Anfang März hatten die beiden Parteien einen «Letter of Intent» fertig ausgehandelt, jedoch noch nicht unterzeichnet. In diesem Vorvertrag waren bereits Details eines künftigen Mietverhältnisses geregelt. Während der Verwaltungsrat der SRG das Projekt absegnete, liess sich die Post Zeit. Auf Nachfrage, was diese Verzögerung zu bedeuten habe, und ob sich SRF nun besser nach einem neuen Standort umschauen sollte, gab die Post klar negativen Bescheid. Bei SRF ging man davon aus, dass es sich lediglich um eine Formsache handle, bis auch die Post grünes Licht geben würde. Doch es kam anders.</p>
<h2>Post: «SRF hätte uns eingeschränkt»</h2>
<p>«Die Post hat nach eingehenden Abklärungen, Verhandlungen und Studien sich gegen einen Zwischennutzungsmietvertrag mit SRF entschieden», teilt Post-Sprecher Oliver Flüeler auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Was konkret den Ausschlag gegeben hat, dass sich die Post im letzten Moment gegen eine Vermietung an SRF entschied, lässt Flüeler weitgehend offen. Offenbar war es das Studioprojekt als Gesamtes, das der Post nicht mehr genehm war, weil die Post nun andere Pläne hat für das Gebäude. «Die Gesamtentwicklung der Liegenschaft würde durch das Vorhaben mit SRF zu stark eingeschränkt», schreibt Flüeler weiter. Über den genauen Zeitpunkt des Gesinnungswandels und den Entscheidprozess, der dazu führte, ist bei der Post nichts Näheres zu erfahren.</p>
<p>Klar ist indes so viel: Anders als in früheren Medienberichten dargestellt, herrschte über die Nutzungsdauer Einigkeit. Beide Parteien gingen von einer Zwischennutzung von rund zehn Jahren aus. Für SRF war ein solches Provisorium die einzige kurzfristig realisierbare Lösung zur Umsetzung der räumlichen Konvergenz der Kulturabteilung. Zentral gelegene Objekte in Basel von den erforderlichen Dimensionen gibt es nur wenige.</p>
<p>Der negative Entscheid der Post mutet umso seltsamer an, wenn man bedenkt, dass es die Post war, die ursprünglich auf SRF zugegangen war und ihr das Objekt am Bahnhof zur Nutzung angeboten hatte. In der Folge unterstützte die Unternehmensspitze der Post das SRF-Projekt nach Kräften. So war es der damalige Konzernchef Jürg Bucher persönlich, der im April 2012 gemeinsam mit SRF-Direktor Matter bei einer Delegation Basler Regierung vorstellig wurde, um für den Studioumzug zu werben. In der Zwischenzeit ist das Nutzungsvorhaben von SRF offenbar den Ausbauplänen der Post in die Quere gekommen. Dabei spricht die Post heute auch von «Risiken», die sie als Vermietern nicht zu tragen bereit gewesen wäre. Nun hat sie freie Bahn für eine Überbauung nach dem Vorbild des Berner «Postparc».</p>
<h2>Herber Rückschlag</h2>
<p>Für SRF ist die, aus ihrer Sicht, überraschende Absage der Post ein herber Rückschlag. Die Zusammenführung der Kulturredaktionen, die mit dem Projekt am Basler Bahnhof 2014 hätte erfolgen sollen, verschiebt sich nun um Jahre nach hinten. Ein kleiner Vorteil bietet die neue Ausgangslage: «Wir können nun direkt einen definitiven Standort suchen und nicht mehr nur eine Zwischenlösung», sagt SRF-Direktor Ruedi Matter. Verwässert wird der Vorteil allerdings mit dem längeren Verbleib auf dem Bruderholz, wo nun das Studiogebäude saniert werden muss für eine weitere Nutzung. Was die Kosten angeht, halten sich die beiden Lösungen laut Matter in etwa die Waage.</p>
<p>Klar ist, dass SRF in Basel bleiben will. Ein Umzug nach Zürich komme nicht infrage. «Es ist völlig klar, dass SRF substanzielle Teile in Bern und Basel behalten muss», sagt Ruedi Matter. Die Finanzierung über Empfangsgebühren verpflichtete die SRG, auch regionalpolitische Interessen zu berücksichtigen. Dazu zählen auch Studiostandorte in der ganzen Schweiz. Nun geht die Suche in Basel von Neuem los. Das wird kein einfaches Unterfangen, zumal geeignete Objekte an zentraler Lage rar sind und der Perimeter rund um den Basler Bahnhof gegenwärtig eine Aufwertung erfährt. Als Service-public-Unternehmen kann SRF nicht beliebig hohe Mieten berappen.</p>
<p>Kritische Stimmen warnten schon vor längerer Zeit, dass der Studioumzug im Fiasko enden könnte: «Wenn also nicht subito die Pöstler von Basel 2 das Reitergebäude über den SBB-Gleisen für das SRF räumen, könnte das Referenz-Konvergenz-Projekt ‹Kultur nach Basel› so still und leise beerdigt werden wie schon so manche gross angekündigte SRG-Reorganisation vor ihm», schrieb Roger Thiriet im November 2011 im «Sonntag». Bei SRF hofft man nun wohl, dass die Erfahrungen mit der Post kein schlechtes Omen sind.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/07/02/post-verhindert-prestigeprojekt/">Post verhindert Prestigeprojekt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Im Zeichen der Zahlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 15:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[NET-Metrix]]></category>
		<category><![CDATA[Zuschauerzahlen]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Quote]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Viktor Giacobbo]]></category>
		<category><![CDATA[srf.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Radio und Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruedi Matter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das zweite Jahr in Folge blieb 2012 der Marktanteil des Schweizer Fernsehens unter 30 Prozent. Ein Wert vor allem für die Geschichtsbücher. Denn ab diesem Jahr werden die Quoten mit einem neuen Verfahren ermittelt. Die neuen Daten lassen sich nicht mehr mit den alten vergleichen. Seit Anfang Jahr befindet sich das Schweizer Fernsehen auf einem <a href="https://medienwoche.ch/2013/01/11/im-zeichen-der-zahlen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das zweite Jahr in Folge blieb 2012 der Marktanteil des Schweizer Fernsehens unter 30 Prozent. Ein Wert vor allem für die Geschichtsbücher. Denn ab diesem Jahr werden die Quoten mit einem neuen Verfahren ermittelt. Die neuen Daten lassen sich nicht mehr mit den alten vergleichen.<br />
<span id="more-31153"></span><br />
Seit Anfang Jahr befindet sich das Schweizer Fernsehen auf einem Blindflug; zumindest was die Zuschauerzahlen angeht. Wegen «vereinzelten technischen Schwierigkeiten» konnte die neu für die Quotenerhebung zuständige Firma noch keine Zahlen liefern. SRF-Direktor Ruedi Matter nahm das gestern an der <a href="http://www.srf.ch/medien/news/jahresmedienkonferenz-srf-2013-mit-starken-programmhighlights-2012-klare-nummer-1/" target="_blank">Jahresmedienkonferenz</a> von Schweizer Radio und Fernsehen einigermassen gelassen. Er könne daran schliesslich auch nichts ändern, schlimm sei diese Lücke aber nicht. SRF-Haussatiriker Viktor Giacobbo bringt die Gelassenheit angesichts fehlender Quoten auf seine Art <a href="https://twitter.com/viktorgiacobbo/status/289671134360788992" target="_blank">auf den Punkt</a>: «Solange die Messmethode nicht funktioniert, ist bei SRF für die Quotenermittlung Hausastrologin Monica Kissling verantwortlich.» Die Quote ist nicht alles für den öffentlichen Rundfunk. Private Fernsehmacher würden nach elf Tagen ohne Zuschauerzahlen verzweifeln.</p>
<p>Ganz ohne Zahlen kam die Jahresmedienkonferenz dann doch nicht aus. Vor allem die Fernsehquote des vergangenen Jahres gab zu reden. Das zweite Jahr in Folge blieb 2012 der Marktanteil des Schweizer Fernsehens unter der magischen Grenze von 30 Prozent. Er ging sogar noch um einen halben Prozentpunkt zurück auf 29.3 Prozent im Ganztagesschnitt. Im internationalen Vergleich bedeutet das immer noch einen Rekordwert für einen öffentlichen Sender.</p>
<p>Die TV-Zahlen alleine zeigen indes nur das halbe Bild. Als konvergentes Medienunternehmen rückt für SRF die «total audience» verstärkt in den Fokus. Wie gross ist das Publikum, das SRF mit Radio, TV und Online über alle Plattformen und Nutzungsmöglichkeiten erreicht? Die <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/tv-wettrennen-zurueck-an-den-start-1.17895978" target="_blank">neue Messsmethode</a>, so sie denn mal funktioniert, macht hier einen Anfang: ab 2013 wird auch der zeitversetzte TV-Nutzung gemessen.</p>
<p>Der Zufall wollte es, dass gestern auch die <a href="http://netreport.net-metrix.ch/audit/index.php?l=de&amp;s=51421&amp;t=1&amp;from=201212" target="_blank">Net-Metrix-Daten</a> für Dezember 2012 veröffentlicht wurden. Darin sind erstmals auch die Werte für das neue Portal srf.ch enthalten. Gemessen an Unique Clients, liegt srf.ch hinter 20min.ch und blick.ch als drittplatziertes Medienunternehmen auf der Bestenliste des monatlichen Audit (total auf Rang 7). Auch bei den anderen Messgrössen liegt SRF weit vorn. Gegenüber dem Vorjahr hat die Online-Nutzung um fast 20 Prozent zugenommen. Einen etwas kleineren Sprung, aber auch ein deutliches Plus, verzeichnen die Abrufe von Podcasts und Streams.</p>
<p>Das sind zwar eindrückliche Zahlen, aber mit Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre wird die Nutzung der neuen Online-Kanäle und -Plattformen den Verlust bei den linearen Vektoren nicht auffangen können. Der Rückgang von klassischem Radio und TV in der Publikumsgunst bleibt unwiederbringlich. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass die Verluste so weit wie möglich mit Online-Angeboten kompensiert werden. Das Gebührenprivileg verpflichtet einen Sender zum Publikumserfolg. Ein «Service sans public» lässt sich nicht legitimieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/01/11/im-zeichen-der-zahlen/">Im Zeichen der Zahlen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Roger de Weck im Silicon Valley</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 11:55:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Gilles Marchand]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
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		<category><![CDATA[Roger De Weck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um aus erster Hand zu erfahren, wie sich die Medienwelt wandelt und weiterentwickelt, hat die SRG-Spitze jüngst Apple und Google im Silicon Valley besucht. Was Roger de Weck mit den Technologiefirmen besprochen hat, bleibt geheim. Nur so viel ist in Erfahrung zu bringen: Der Erkenntniswert des Kurztrips an die US-Westküste sei hoch gewesen. Weitere Reisen <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/10/roger-de-weck-im-silicon-valley/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Um aus erster Hand zu erfahren, wie sich die Medienwelt wandelt und weiterentwickelt, hat die SRG-Spitze jüngst Apple und Google im Silicon Valley besucht. Was Roger de Weck mit den Technologiefirmen besprochen hat, bleibt geheim. Nur so viel ist in Erfahrung zu bringen: Der Erkenntniswert des Kurztrips an die US-Westküste sei hoch gewesen. Weitere Reisen sollen folgen.<br />
<span id="more-30546"></span><br />
Was Kai Diekmann <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bild-chefredakteur-kai-diekmann-geht-in-die-usa-a-837295.html" target="_blank">recht ist</a>, kann Roger de Weck nur billig sein. Das Silicon Valley strahlt für hiesige Medienmacher weiterhin eine grosse Anziehungskraft aus. Wer wissen will, wie die Medien von morgen aussehen, begibt sich ins kalifornische Techno-Tal. Der Bild-Chefredaktor und weitere Führungskräfte des Axel-Springer-Verlags haben sich für ein halbes Jahr an der US-Westküste niedergelassen, die SRG-Spitze um Roger de Weck begnügte sich mit einer Stippvisite. Zwei Tage mussten reichen.</p>
<p>Am 20. und 21. September standen Besuche bei Apple, Youtube (Google) sowie bei zwei <a href="http://www.plugandplaytechcenter.com/" target="_blank">Technologie</a>&#8211;<a href="http://www.iftf.org/" target="_blank">Instituten</a> auf dem Programm. Mit dabei auf der Weiterbildungsreise waren neben dem SRG-Generaldirektor drei weitere <a href="http://www.srgssr.ch/de/srg/organe/geschaeftsleitung/" target="_blank">Geschäftsleitungsmitglieder</a>: Ruedi Matter und Gilles Marchand, die Direktoren von Schweizer Radio und Fernsehen in Deutsch- und Westschweiz sowie Marco Derighetti, Direktor Operationen der SRG. Auf der anderen Seite waren die «Gesprächspartner insgesamt knapp 20 Top-Verantwortliche und Top-Fachleute der besuchten Unternehmen», schreibt Iso Rechsteiner, Leiter der SRG-Unternehmenskommunikation, auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Worum es in den Gesprächen ging, dazu schweigt Rechsteiner: «Die Erkenntnisse und Ergebnisse sind weder für die Öffentlichkeit noch für die Konkurrenz bestimmt.»</p>
<p>Auch ohne den Inhalt der Gespräche zu kennen, liegt es auf der Hand, weshalb die SRG ausgerechnet Apple und Youtube besuchen wollte: Die beiden Unternehmen spielen eine immer bedeutendere Rolle bei der Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen. Anders als bei der traditionellen Übertragung, wo früher mit der PTT und heute Swisscom einheimische Unternehmen ihre Dienste anbieten, sind Google und Apple börsennotierte US-Firmen und die SRG ist nur einer von zig Millionen Kunden. Womit auch alles über die Rollenverteilung in den Gesprächen zwischen SRG und den kalifornischen Riesen gesagt wäre. Immerhin brachte der Besuch einen «hohen Erkenntniswert», wie die Unternehmenskommunikation schreibt.</p>
<p>Das hat Roger de Weck zu weiteren solchen Reisen angeregt. Im kommenden Jahr steht entweder ein Besuch in Skandinavien auf dem Programm, wo man sich in Sachen Serien und Fiktionen umhören würde. Oder es geht nach Südkorea, weil der dortige Elektronikkonzern Samsung eine Schlüsselrolle spielt bei der Entwicklung von TV-Geräten und Lösungen für hybrides Fernsehen. Zu den Kosten der Kalifornien-Reise konnte die SRG keine konkreten Angaben gemacht. Iso Rechsteiner betont aber, dass in solchen Fällen die SRG den Aufwand selbst berappt und sich nicht von Firmen einladen lässt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/10/roger-de-weck-im-silicon-valley/">Roger de Weck im Silicon Valley</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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