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	<title>Schweizer Journalist | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sat, 16 Jul 2022 09:32:09 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Schweizer Journalist:in, Medien zum Krieg, Stapo Uster</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2022 08:46:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[fög]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Journalist]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – «Schweizer Journalist:in»: Auf die nächsten 100! Letzte Woche ist die 100. Ausgabe der «Schweizer Journalist:in» erschienen, es ist gleichzeitig die letzte Ausgabe unter der Co-Chefredaktion von Samantha Zaugg und Charlotte Theile. Die beiden Journalistinnen geben das Amt nach etwas über einem Jahr wieder ab. Zur Jubiläumsausgabe kann man aber dennoch gratulieren: Sie <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/16/schweizer-journalistin-medien-zum-krieg-stapo-uster/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-98581" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220716b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – «Schweizer Journalist:in»: Auf die nächsten 100!</h3>
<p>Letzte Woche ist die 100. Ausgabe der «Schweizer Journalist:in» erschienen, es ist gleichzeitig die letzte Ausgabe unter der Co-Chefredaktion von Samantha Zaugg und Charlotte Theile. Die beiden Journalistinnen geben das Amt nach etwas über einem Jahr wieder ab. </p>
<p>Zur Jubiläumsausgabe kann man aber dennoch gratulieren: Sie ist ein entzückender Rückblick auf die vergangenen 16 Jahre des Branchenmagazins inklusive einer Analyse der früheren Titelbilder. Die schienen damals ein bisschen frecher daherzukommen: Eine Ausgabe von 2016 etwa zierte eine nicht gerade vorteilhafte Nahaufnahme von Hanspeter Lebrument, den Text dazu lieferte die Reporterin Margrit Sprecher. Sie ist seit der Gründung Mitherausgeberin des Magazins. Lange hielten Männer die Zügel in der Hand: Auf Gründungschefredaktor Markus Wiegand folgten Kurt W. Zimmermann und David Sieber.</p>
<p>Das Magazin hat sich über die Jahre stark gewandelt, mit frischeren, abwechslungsreicheren Geschichten und dem – bis jetzt – finalen Paukenschlag, als der Titel gegendert wurde: Aus «Schweizer Journalist» wurde «Schweizer Journalist:in». Mit dem Abgang von Zaugg und Theile wird sich zwangsläufig auch die Handschrift des Magazins verändern. Hoffen wir, dass wir auch dem neuen Chefredaktor Marcus Hebein zu einem nächsten Jubiläum gratulieren dürfen.<br />
</p>
<h3>The Bad – Medien zum Ukraine-Krieg: durchzogene Qualität</h3>
<p>Am Donnerstag veröffentlichte das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft fög der Universität Zürich <a href="https://www.foeg.uzh.ch/de/News2/2022/Ukraine-Studie.html" rel="noopener" target="_blank">eine Studie zur Berichterstattung über den Ukraine-Krieg</a>. Das fög hat 13 Onlinemedien aus der Deutschschweiz und der Romandie zwischen Januar und Mai 2022 analysiert. Insgesamt zieht die Studie eine positive Bilanz. </p>
<p>Blinde Flecken zeigten sich bei der geografischen Abdeckung der Berichterstattung: Neben der Ukraine und Russland spielten vor allem westliche Länder eine wichtige Rolle. Dass aber auch Länder im globalen Süden von den Auswirkungen des Kriegs betroffen sind, blieb weitgehend unbeleuchtet. Zudem seien viele Medien von Nachrichtenagenturen und anderen externen Quellen wie etwa Twitter abhängig, schreiben die Autor:innen. So beruhten 62 Prozent der Auslandsberichterstattung von Boulevard- und Pendlermedien auf Agenturmeldungen. Im Gegensatz zu Abonnementsmedien und dem öffentlichen Rundfunk haben diese Medien oft kein eigenes Korrespondent:innennetzwerk im Ausland. Des Weiteren wurden in 31 Prozent der Beiträge staatlich-militärische Quellen genutzt. «Gerade durch die Abhängigkeit von solchen externen Quellen besteht das Risiko, dass Narrative von Kriegsparteien unkritisch übernommen werden», wird Studienleiter Linards Udris in einer Mitteilung zitiert.</p>

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<h3>The Ugly – Stapo Uster: geschmacklose Tweets</h3>
<p>Am Montag berichtete die <a href="https://twitter.com/StapoUster" rel="noopener" target="_blank">Stadtpolizei Uster auf Twitter</a> über ihren Arbeitsalltag: «Während 12h twittern wir über Einsätze, Aufgaben &#038; Eindrücke aus allen Bereichen der Stapo. Zeitnah &#038; transparent», hiess es in der Ankündigung. Der Arbeitstag beginnt für die Polizist:innen um sechs Uhr morgens. Gut eine Stunde später haben sie geschafft, was sich Influencer:innen zum Ziel setzen: Maximale Zugriffszahlen wenige Stunden nach dem ersten Tweet. Die Ustermer Polizei dürfte sich das jedoch weder vorgenommen noch mit einem Shitstorm gerechnet haben. Eine Patrouille tweetete über einen Einsatz für das Betreibungsamt, man habe «einen Vorführbefehl vollstrecken und den Schuldner auf das Amt bringen» können. Besonders keck fragten die beiden Beamt:innen zum Schluss: «Wer freut sich schon nicht über einen frühmorgendlichen Besuch vom bewaffneten Briefträger?» Naja, wohl niemand, und dieser Meinung war auch die Twitter-Gemeinde: Witze auf Kosten mutmasslich armutsbetroffener Menschen seien «erbärmlich» und «ekelhaft», die Stapo Uster sollte sich schämen. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, ausser: Die Beamt:innen könnten sich eine Scheibe abschneiden, etwa von den Kolleg:innen der <a href="https://twitter.com/StadtpolizeiZH" rel="noopener" target="_blank">Stapo Zürich</a> oder <a href="https://twitter.com/StapoWinterthur" rel="noopener" target="_blank">Winterthur</a>. Die berichten auf Twitter neutral und nüchtern über aktuelle Einsätze – und treten nicht nach unten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/16/schweizer-journalistin-medien-zum-krieg-stapo-uster/">Schweizer Journalist:in, Medien zum Krieg, Stapo Uster</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Schweizer&#160;Journalist:in, Berner&#160;Zeitung, Radio&#160;SRF&#160;1</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/03/06/schweizer-journalistin-berner-zeitung-radio-srf-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[MW Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2021 10:09:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Berner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Journalist]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Alles neu bei der «Schweizer Journalist:in» Mit den neuen Co-Chefredaktorinnen Charlotte Theile und Samantha Zaugg ändert der Name. Die «Schweizer Journalist:in» schliesst sprachlich endlich alle Geschlechter mit ein. Theile und Zaugg wirken ebenfalls zusammen in der neuen Storytelling-Agentur «Elephant Stories» mit, über die auch die neuste Ausgabe der «Schweizer Journalist:in» berichtet. Das <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/06/schweizer-journalistin-berner-zeitung-radio-srf-1/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-86561" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210306b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210306b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210306b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210306b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/03/MW-Good-Bad-Ugly-20210306b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Alles neu bei der «Schweizer Journalist:in»</h3>
<p>Mit den neuen Co-Chefredaktorinnen Charlotte Theile und Samantha Zaugg ändert der Name. Die <a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210301_OTS0162/schweizer-journalist-aendert-titel" target="_blank" rel="noopener">«Schweizer Journalist:in»</a> schliesst sprachlich endlich alle Geschlechter mit ein. Theile und Zaugg wirken ebenfalls zusammen in der neuen Storytelling-Agentur <a href="https://www.elephantstories.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Elephant Stories»</a> mit, über die auch die neuste Ausgabe der «Schweizer Journalist:in» berichtet. Das wirft Fragen auf. Gegenüber der MEDIENWOCHE sagt Theile: «Im Interview ist transparent kommuniziert, dass ich die Co-Chefredaktion übernehmen werde. Es erscheint ausserdem in einem Heft, das ich inhaltlich noch nicht verantwortet habe.» Das erste Heft, das Zaugg und Theile zusammen gestalten, erscheint Anfang Mai. «Wir werden die Sphären klar voneinander trennen», verspricht Theile.</p>
<p>Die Co-Chefredaktorinnen haben grosse Pläne für das Magazin: «Samantha und ich wollen, dass die ‹Schweizer Journalist:in› noch mehr zu einer Plattform wird, einem Magazin von und für Journalist:innen, wo gemeinsam nachgedacht wird und wo wir offen miteinander umgehen.» Den Auftakt macht eine öffentliche <a href="https://register.gotowebinar.com/#register/8381892012062990350" target="_blank" rel="noopener">Diskussionsrunde</a> am kommenden Donnerstag.<br />
<small><em>Miriam Suter</em></small></p>
<h3>The Bad – BZ-Redaktion verliert wichtige Stimme</h3>
<p>Noch bevor Tamedia die ersten Schritte unternimmt zur angekündigten <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/30/aus-zwei-mach-eins-tamedia-beerdigt-das-berner-modell/">Fusion von «Bund» und «Berner Zeitung»</a>, verliert die BZ mit <a href="https://jsteiner.ch/ueber-mich/" target="_blank" rel="noopener">Jürg Steiner</a> eine prominente Stimme. Der 57-Jährige war nicht nur viele Jahre Redaktor, sondern amtet auch als Präsident der Personalkommission. Als solcher verteidigt Steiner die Interessen der Redaktion gegenüber der Unternehmensleitung; eine anspruchsvolle und nervenaufreibende Aufgabe, zumal die Interessen der beiden Seiten mit jeder neuen Sparrunde stärker auseinanderklaffen. Der Hauptgrund für seine Kündigung sei aber rein persönlich. «Ich habe den Eindruck, meine Möglichkeiten an dieser Stelle ausgereizt zu haben», hält Steiner in einem internen «Rücktrittsschreiben» fest.</p>
<p>Als Journalist fällt Steiner seit jeher durch breites Interesse und mit sorgfältigem Handwerk auf; lange Jahre als Redaktor des Hintergrund-Ressorts «Zeitpunkt», wo er zusammen mit Stefan von Bergen Woche für Woche all jene Lügen strafte, welche die BZ neben der selbsternannten Qualitätszeitung «Der Bund» für provinziellen Boulevard hielten. Nach der Einstellung des «Zeitpunkt» wechselte Steiner ins Lokalressort, das nun mit dem Pendant beim «Bund» fusioniert werden soll.</p>
<p>«So, wie dieser Prozess aufgegleist ist, glaube ich nicht, dass es gut herauskommt, und ich möchte auch nicht dabei sein», nennt Steiners Schreiben als Grund, warum er gerade jetzt kündigt. Für Personal und Publikum der BZ bedeutet der Abgang einen Riesenverlust.<br />
<small><em>Nick Lüthi</em></small></p>
<h3>The Ugly – Radio SRF 1 kann nicht still sein</h3>
<p>Jeden Tag hören 1,3 Millionen Menschen Radio SRF 1. Es ist nicht nur der meistgehörte Radiosender in der Schweiz, sondern der offiziellste: In Notfällen informieren hier die Behörden.</p>
<p>Gestern Mittag war Radio SRF 1 der Sender, der nicht still sein konnte. Kurz vor zwölf stimmte die Moderatorin auf die bevorstehende <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/schweigeminute-fuer-coronaopfer-verbundenheit-mit-den-verstorbenen-ob-coronabedingt-oder-nicht" target="_blank" rel="noopener">Schweigeminute</a> für die Opfer der Corona-Pandemie ein: «Es ist heute bei vielen stiller als sonst, Bundesrat Guy Parmelin schlug vor, dass es heute eine Schweigeminute gibt. Und zwar jetzt dann gerade in der Minute bevor es zwölf wird. Da können Sie das Radio abschalten oder leiser drehen.» So könne man an die Verstorbenen, die Hinterbliebenen und Kranken gedenken. Die einfühlsame Aufzählung endet mit Trost und Hoffnung. Dann harter Bruch: <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/13/das-radio-im-dienst-des-autoverkehrs/">Verkehrsmeldungen</a>! «SRF Verkehrsinfo von 11 Uhr 59: Region Zürich, hier bleibt der Westring zwischen Birmensdorf…»</p>
<p>Still war es hingegen bei Radio SRF 3, dem poppigen Pendant. War es ein Versehen, dass SRF 1 die Schweigeminute verlaberte? Gemäss Medienstelle nicht: «Radio SRF 1 sendete das reguläre Programm.» Die Schweigeminute sei keine behördliche Anordnung gewesen. «Die Gestaltung des Programms heute Mittag lag deshalb in der Hoheit von SRF.» Demnach hat also SRF 1 entschieden, dass gesperrte Strassen und stockender Verkehr Vorrang haben. Auf die Verkehrsmeldungen folgten bei Radio SRF 1 die Nachrichten. Topmeldung war wiederum die Minute der Stille. Wer nicht still sein kann, hat anscheinend viel zur Schweigeminute zu sagen.<br />
<small><em>Benjamin von Wyl</em></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/03/06/schweizer-journalistin-berner-zeitung-radio-srf-1/">Schweizer Journalist:in, Berner Zeitung, Radio SRF 1</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Kassensturz, Bajour, Schweizer Journalist</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/21/kassensturz-bajour-schweizer-journalist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 08:30:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Kassensturz]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[bajour]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Kassensturz gewinnt gegen Versicherungslobby «Politiker prellen Konsumenten: Kniefall vor der Versicherungslobby» lautete der Titel des «Kassensturz»-Beitrags vom 30. April 2019, gegen den der Schweizerische Versicherungsverband SVV vor die Unabhängige Beschwerdeinstanz UBI zog. Der Beitrag stelle die Fakten und die Rolle des Verbands falsch dar. Die UBI entschied mit fünf zu vier Stimmen <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/21/kassensturz-bajour-schweizer-journalist/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-83641" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201121b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201121b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201121b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201121b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2020/11/MW-GBU-20201121b-1024x343.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Kassensturz gewinnt gegen Versicherungslobby</h3>
<p>«Politiker prellen Konsumenten: Kniefall vor der Versicherungslobby» lautete der Titel des <a href="https://www.srf.ch/play/tv/kassensturz/video/politiker-prellen-konsumenten-kniefall-vor-versicherungslobby?urn=urn:srf:video:554e7e72-d9dc-4231-bc5f-8d87c3abe8e5" target="_blank" rel="noopener">«Kassensturz»-Beitrags</a> vom 30. April 2019, gegen den der Schweizerische Versicherungsverband SVV vor die Unabhängige Beschwerdeinstanz UBI zog. Der Beitrag stelle die Fakten und die Rolle des Verbands falsch dar. <a href="https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-77988.html" target="_blank" rel="noopener">Die UBI</a> entschied mit fünf zu vier Stimmen im Sinne der Versicherungslobby. Die SRG wehrte sich gegen den Entscheid und ging vor <a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=2C_483%2F2020&amp;rank=1&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-10-2020-2C_483-2020&amp;number_of_ranks=1" target="_blank" rel="noopener">Bundesgericht</a>. Das gab dem «Kassensturz» nun recht.</p>
<p>Lobbyist*innen vertreten Interessen, Politiker*innen entscheiden, Journalist*innen berichten. Sollen nun Journalist*innen nicht kritisch darüber berichten, wenn Lobbyist*innen womöglich besonders erfolgreich sind? Der Kassensturz hatte die Versicherungslobby um keine Stellungnahme zur Revision des Versicherungsvertragsgesetzes gebeten – wohl aber kamen auch Politiker*innen vor, die den Lobby-Einfluss relativierten.</p>
<p>«Wenn zwei Parteien etwas miteinander abmachen, dann gilt das», leitete Ueli Schmezer den umstrittenen Beitrag ein. Nun gilt, was das Bundesgericht entschied: Der Beitrag erlaube dem Publikum eine eigene Meinungsbildung. Happige Vorwürfe erkannte das Gericht keine. Der schwerste Vorwurf, den man im Beitrag ausmachen kann: Die Lobby vertrat ihre Interessen zu gut. Nun ist also geklärt, dass Journalist*innen weiterhin darüber berichten dürfen, dass Lobbyist*innen Interessen vertreten.</p>
<h3>The Bad – Wahlkampfverblödung in Basel</h3>
<p>Im Endspurt der Basler Regierungsratswahlen werden die früheren Verbindungen der BastA!-Kandidatin Heidi Mück zur antisemitischen BDS-Bewegung zum Anschauungsbeispiel für Kopflosigkeit im Lokaljournalismus.</p>
<p>Erst hat «BaZ»-Redaktor Joël Hoffmann die linke Kandidatin in einer <a href="https://www.bazonline.ch/maeusekot-im-rathaus-982241713607" target="_blank" rel="noopener">«Satire»</a> zur «Pflichtverteidigerin von Adolf Eichmann» erklärt. Dass sie einen Aufruf zum Boykott israelischer Produkte unterstützte, hat er mit der Organisation des Holocausts parallel gesetzt. Hoffmann will sich auf Anfrage nicht äussern.</p>
<p>Einfach nicht aufhören, sich zu äussern, kann hingegen das Onlinemedium «Bajour». Zunächst irritierte, dass Co-Chefredaktorin Andrea Fopp im <a href="https://bajour.ch/a/j5FENZ9E8eHQIVio/ich-habe-wahnsinnigen-respekt-fur-die-polizei" target="_blank" rel="noopener">Interview</a> mit der Politikerin zwar fragte, ob diese noch über BDS sprechen wolle, dann aber abwinkte und der Kandidatin zustimmte, dass darüber schon sehr viel geschrieben wurde. Tags darauf präsentierte «Bajour» einen «Geschenkkorb mit israelischen Delikatessen» als Preis für einen Wahlwettbewerb – angesichts der unterlassenen Konfrontation empfanden das viele als zynisch.</p>
<p>Schon da entschuldigte sich Fopp auf Anfrage dafür, «Menschen verletzt» und den Eindruck erweckt zu haben, man nehme den Palästina-Konflikt nicht ernst. Später hat Bajour den Preis ersetzt: Statt «israelische Delikatessen» gibt es «Basler Spezialitäten» zu gewinnen. «Bajour nimmt den Konflikt sehr ernst», aber masse sich «als Basler Lokalmedium» nicht an, «dort Position zu beziehen», heisst es im neusten Newsletter. In einer Kontroverse, die mit dem Boykottaufruf israelischer Produkte begann, verlost Bajour nun aus purer Schusseligkeit explizit KEINE.</p>
<h3>The Ugly – «Zeit für was Neus» beim «Schweizer Journalist»</h3>
<p>«Bereit für den nächsten Karriereschritt?» fragte der «Schweizer Journalist» in einem <a href="https://mailchi.mp/4654c7c7e214/pr-report-camp-2020-es-geht-um-deine-zukunft-334017?e=7f3a28f5d2" target="_blank" rel="noopener">Newsletter</a> – und wohin der Schritt führt, machte bereits der Betreff klar: «Zeit für was Neus? Was mit PR?» Spätestens als die Vokabel «Züricher» auftauchte, war klar, dass Chefredaktor David Sieber nicht alles sieht, was im Namen des «Schweizer Journalist» verschickt wird.</p>
<p>Ob des PR-Newsletters sei er selbst «verwundert» gewesen, sagt Sieber auf Anfrage und verweist an Verleger Johann Oberauer in Salzburg. «Das Angebot mag etwas missverständlich rüberkommen, wenn man es aus dem Zusammenhang reisst», schreibt Oberauer. Es richte sich «im Prinzip» an Studierende und «Young Professionals in der PR in Deutschland», aber auch an «junge Leute» in der Schweiz. Als wüsste der Verleger nicht, dass sich der «Schweizer Journalist» an Journalist*innen richtet.</p>
<p>Oberauer, dessen Verlag auch den «PR Report» herausgibt und als Geschäftsstelle der <a href="https://www.presseportal.ch/de/pm/100005497/100781591">«Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V.»</a> fungiert, entnimmt der Anfrage der MEDIENWOCHE einen Unterton, der Journalisten als gut und PR-Leute als schlecht einordnet. Das entspreche nicht der Wahrheit und sei überheblich.</p>
<p>In diesen Zusammenhang hat das Angebot Oberauer aber selbst gesetzt: Die Abonnent*innen des «Schweizer Journalist» konnten es bloss als Aufforderung zum Seitenwechsel lesen. Womöglich ist einfach bei Oberauer «Zeit für was Neus»: Unlängst hat er der MEDIENWOCHE eine Kooperation mit dem «Schweizer Journalist» angeboten, die de facto einer Fusion gleichkäme. Die MEDIENWOCHE hat dankend abgelehnt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/21/kassensturz-bajour-schweizer-journalist/">Kassensturz, Bajour, Schweizer Journalist</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Journalist des Jahres 2019 – Gewinner, Platzierungen, Kommentare</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/12/11/journalist-des-jahres-2019-gewinner-platzierungen-kommentare/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 13:28:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Journalist]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Branchen-Magazin «Schweizer Journalist» ermittelt jedes Jahr in einem Publikums-Voting die besten Journalistinnen und Journalisten des Landes. Nicoletta Cimmino vom «Echo der Zeit» gewinnt die Hauptkategorie, Watson mit Maurice Thiriet die Kategorie «Chefredaktor».</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Branchen-Magazin «Schweizer Journalist» ermittelt jedes Jahr in einem Publikums-Voting die besten Journalistinnen und Journalisten des Landes. Nicoletta Cimmino vom «Echo der Zeit» gewinnt die Hauptkategorie, Watson mit Maurice Thiriet die Kategorie «Chefredaktor».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/12/11/journalist-des-jahres-2019-gewinner-platzierungen-kommentare/">Journalist des Jahres 2019 – Gewinner, Platzierungen, Kommentare</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>David Sieber zum neuen Job als Chefredaktor beim «Schweizer Journalist»: «Das ist schon fast ein logischer Schritt»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/11/28/david-sieber-zum-neuen-job-als-chefredaktor-beim-schweizer-journalist-das-ist-schon-fast-ein-logischer-schritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2018 10:58:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Journalist]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>David Sieber übernimmt per April die Chefredaktion beim «Schweizer Journalist». Dafür wird er sich nun selbstständig machen. Gegenüber persoenlich.com äussert sich der 57-Jährige unter anderem dazu, ob es beim «Journalist des Jahres» Änderungen geben wird.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/11/28/david-sieber-zum-neuen-job-als-chefredaktor-beim-schweizer-journalist-das-ist-schon-fast-ein-logischer-schritt/">David Sieber zum neuen Job als Chefredaktor beim «Schweizer Journalist»: «Das ist schon fast ein logischer Schritt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>David Sieber übernimmt per April die Chefredaktion beim «Schweizer Journalist». Dafür wird er sich nun selbstständig machen. Gegenüber persoenlich.com äussert sich der 57-Jährige unter anderem dazu, ob es beim «Journalist des Jahres» Änderungen geben wird.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/11/28/david-sieber-zum-neuen-job-als-chefredaktor-beim-schweizer-journalist-das-ist-schon-fast-ein-logischer-schritt/">David Sieber zum neuen Job als Chefredaktor beim «Schweizer Journalist»: «Das ist schon fast ein logischer Schritt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ohne Not direkt in den Fettnapf</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2013/02/22/ohne-not-direkt-in-den-fettnapf/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2013/02/22/ohne-not-direkt-in-den-fettnapf/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2013 12:03:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Res Strehle]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Wiegand]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Überraschende Wendung in der Affäre Weltwoche/Strehle: Der angegriffene Tages-Anzeiger-Chefredaktor meldet sich in der aktuellen Ausgabe des «Schweizer Journalist» zu Wort. Viel sagt er nicht, dafür Entscheidendes. Was tut einer, wenn er nichts sagen will? Er schweigt. Was macht Res Strehle, wenn er nichts sagen will? Er redet trotzdem. Das ist nicht die einzige Eigentümlichkeit an <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/22/ohne-not-direkt-in-den-fettnapf/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/22/ohne-not-direkt-in-den-fettnapf/">Ohne Not direkt in den Fettnapf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Überraschende Wendung in der Affäre Weltwoche/Strehle: Der angegriffene Tages-Anzeiger-Chefredaktor meldet sich in der aktuellen Ausgabe des «Schweizer Journalist» zu Wort. Viel sagt er nicht, dafür Entscheidendes.<br />
<span id="more-31168"></span><br />
Was tut einer, wenn er nichts sagen will? Er schweigt. Was macht Res Strehle, wenn er nichts sagen will? Er redet trotzdem. Das ist nicht die einzige Eigentümlichkeit an einem Interview, das der Tages-Anzeiger-Chefredaktor dem Branchenmagazin «Schweizer Journalist» gewährt hat.</p>
<p>Strehle sieht sich seit zwei Wochen heftigen Vorwürfen der Weltwoche ausgesetzt. Das Blatt rückte Strehle in die Nähe von Terroristen und verlangt von ihm eine Erklärung zu seinen früheren politischen Positionen. Bisher zog es der Angegriffene vor zu schweigen. Der Weltwoche gegenüber wollte er sich nicht äussern. Nur im Tages-Anzeiger hielt er auf <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Der-TAChefredaktor-und-die-Kampagne/story/30974390?track" target="_blank">ein paar Zeilen</a> fest, was er von der Berichterstattung der Weltwoche zu seiner Person hält: realitätsferner Kampagnejournalismus, auf den er wenn schon mit rechtlichen Mitteln zu reagieren gedenke.</p>
<p>Umso überraschender, dass es sich Strehle nun doch <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/18/bereue-suender/" target="_self">anders überlegt</a> hat. Selbst Markus Wiegand, Chefredaktor «Schweizer Journalist», der mit Strehle gesprochen hat, weiss nicht, was den Tages-Anzeiger dazu bewogen hat, das Schweigen zu brechen. Seiner Sache so ganz sicher scheint sich Strehle aber nicht zu sein. Die längste Zeit erklärt er im Interview, weshalb er nicht den «hässlichen Teppich der Unterstellungen» betreten wolle, den die Weltwoche für ihn ausgelegt hat. So weit, so konsistent.</p>
<p>Doch plötzlich kommt Strehle auf jenen Punkt zu sprechen, der ihm die Weltwoche unter die Nase gerieben hatte: die Gewaltfrage. Autorisierter O-Ton Strehle: «Es gibt auf die Gewaltfrage nicht nur eine apodiktische Antwort: ja oder nein. Die Skala zwischen der Gewaltfreiheit eines Dalai Lama und dem militärischen Weg der kurdischen Arbeiterpartei PKK oder dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist breit. Es wäre interessant zu diskutieren, was in welcher historischen Situation mehr Erfolg verspricht.»</p>
<p>Das hätte Strehle, zumindest zu diesem Zeitpunkt und in dieser Kürze, besser bleiben lassen. Nun tritt er ohne Not in einen Fettnapf. In seine knapp gefasste Aussage lässt sich vieles hineininterpretieren. Wer ihn, wie die Weltwoche, in die Nähe von politischen Gewalttätern gerückt hat, wird in dieser Aussage selbstverständlich die Bestätigung dafür sehen, dass Strehle bis heute politische Gewalt gutheisst. Näher an der Realität wäre freilich die Lesart, dass es Strehle zuerst einmal interessant findet, über das Phänomen der politischen Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart zu debattieren.</p>
<p>Auch mit der folgenden Antwort begibt sich Strehle genau dorthin, wo ihn die Weltwoche haben wollte, er aber eigentlich gar nicht hingehen wollte: Strehle findet Worte des Bedauerns für sein früheres Agieren. Er bedaure, dass es Zeiten gegen habe, «in denen ich dogmatisch war und ideologisch argumentierte». Umso irritierender mutet es an, wenn Strehle gleichzeitig den «Kampagnejournalismus» der Weltwoche geisselt und nicht merkt, dass er ihn mit seinen Antworten geradezu neu befeuert.</p>
<p>Das Interview, zumindest die erste beiden Seiten, ist ein Dokument missglückter Krisenkommunikation. Es zeigt, dass Journalisten, wenn sie sich selbst mit heftigen Vorwürfen konfrontiert sehen, die gleichen Fehler machen, wie die Akteure, die ihnen mit Tritten ins Fettnäpfchen den willkommenen Stoff für die Berichterstattung liefern.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2013/02/22/ohne-not-direkt-in-den-fettnapf/">Ohne Not direkt in den Fettnapf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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