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	<title>Surprise | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 14 May 2020 12:20:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ein Strassenmagazin ohne Menschen auf der Strasse hat es schwer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 22:32:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Surprise]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Strassenmagazin «Surprise» ist von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Während alle anderen Medien weiterhin zu ihrem Publikum finden, steht der «Surprise»-Verkauf auf der Strasse praktisch still. Das «Surprise»-Strassenmagazin ist aus einer ähnlichen Situation heraus entstanden, wie sie momentan herrscht – als klassisches Arbeitslosenprojekt. Als Anfang der 1990er-Jahre die Wirtschaft nicht vom Fleck kam und <a href="https://medienwoche.ch/2020/05/01/ein-strassenmagazin-ohne-menschen-auf-der-strasse-hat-es-schwer/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Strassenmagazin <a href="https://surprise.ngo/angebote/strassenmagazin/" target="_blank" rel="noopener">«Surprise»</a> ist von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Während alle anderen Medien weiterhin zu ihrem Publikum finden, steht der «Surprise»-Verkauf auf der Strasse praktisch still.</strong></p>
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<p>Das «Surprise»-Strassenmagazin ist aus einer ähnlichen Situation heraus entstanden, wie sie momentan herrscht – als klassisches Arbeitslosenprojekt. Als Anfang der 1990er-Jahre die Wirtschaft nicht vom Fleck kam und die Arbeitslosigkeit auf fünf Prozent stieg, entstanden in Basel und Zürich Strassenzeitungen. Die beiden Projekte fusionierten 1995 zur «Surprise Arbeitslosenzeitung». Die <a href="https://surprise.ngo/surprise/ueber-uns/geschichte/" target="_blank" rel="noopener">Geschichte des heutigen Magazins «Surprise»</a> beginnt 1998 mit der Gründung des gleichnamigen Vereins. Seit 22 Jahren verkaufen nun Armutsbetroffene das Magazin auf den Strassen.<br />
<br />
Der damals gegründete Verein zur Herausgabe des Magazins «Surprise» ist heute eine professionelle soziale Institution. Neben dem Heft, das alle zwei Wochen in einer Auflage von 22’000 Exemplaren erscheint, ist er auch in weiteren Bereichen engagiert. Etwa mit Strassenfussball und einem Strassenchor.</p>
<p>Daneben gibt es Stadtrundgänge, wo armutsbetroffene Menschen durch Basel, Bern und Zürich führen und die Stadt aus ihrer Perspektive zeigen. Ein weiteres Projekt des Vereins ist das Café Surprise, wo Menschen mit wenig oder keinem Einkommen am sozialen Leben teilnehmen können.</p>
<p>Das zentrale Projekt bleibt aber das Strassenmagazin. Der grösste Teil der Auflage wird von Menschen verkauft, die auf dem regulären Arbeitsmarkt Mühe haben. Das kann aufgrund von psychischen oder physischen Einschränkungen sein oder aber wegen ihres Aufenthaltsstatus in der Schweiz. «Surprise» wird von ihnen an über 100 Verkaufsorten in der Schweiz angeboten.</p>
<blockquote><p>Im Strassenmagazin finden sich immer wieder Perlen, die in der restlichen Medienlandschaft untergehen.</p></blockquote>
<p>Wir haben für dieses Videoporträt mit <a href="https://www.surprise.ngo/angebote/strassenmagazin/news/news/diana-frei/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=72729dc22a9036b4bb1ec70e1dea6098" target="_blank" rel="noopener">Diana Frei</a> über die aktuelle Situation des Magazin gesprochen und sie gefragt, was die aktuelle Situation für «Surprise» und seine Verkäuferinnen und Verkäufer bedeutet.</p>
<p>Frei ist Kulturredaktorin beim Strassenmagazin und gehört seit 2011 zur Redaktionsleitung, zusammen mit <a href="https://surprise.ngo/angebote/strassenmagazin/news/news/sara-winter-sayilir/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=0e40066c836c14538cc797ed5216fc55" target="_blank" rel="noopener">Sara Winter Sayilir</a> und <a href="https://medienwoche.ch/2018/08/04/ich-arbeite-als-journalist-ich-habe-ueberhaupt-keine-politische-agenda/">Klaus Petrus</a>. Weiter zur Redaktion gehören die beiden Reporter <a href="https://surprise.ngo/angebote/strassenmagazin/news/news/simon-jaeggi/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=18323aeced690d6b02772dd3852af307" target="_blank" rel="noopener">Simon Jäggi</a> und <a href="https://www.surprise.ngo/angebote/strassenmagazin/news/news/andres-eberhard/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=097b659735fb7a3cf818854bd75bdd2d" target="_blank" rel="noopener">Andreas Eberhard</a>. Zudem schreiben und fotografieren zahlreiche freie Medienschaffende für «Surprise».</p>
<p>Im Strassenmagazin finden sich immer wieder Perlen, die in der restlichen Medienlandschaft untergehen. Etwa eine Reportage über europäische IS-Anhänger, die in Syrien im Gefängnis sitzen. Oder das Porträt einer Frau, die als Kind «administrativ versorgt» wurde und heute dafür kämpft, dass sich ihre Vergangenheit der Bevormundung und Diskriminierung nicht wiederholt.<br />
(Downlowad-Link <a href="https://www.surprise.ngo/fileadmin/img/Strassenmagazin/Corona/Hefte/Surprise-472%E2%80%93Low-PDF.pdf" target="_blank" rel="noopener">aktuelle Ausgabe</a> als PDF)</p>
<p>Der Verein «Surprise» ist seit 1998 Mitglied des internationalen <a href="https://insp.ngo/" target="_blank" rel="noopener">Netzwerk der Strassenzeitungen INSP</a> mit Sitz in Glasgow. Der Verband hat massgeblich dazu beigetragen, dass viele Strassenzeitungen überhaupt erst entstanden sind. Die alljährliche Konferenz musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden – sie hätte im Juni in Mailand stattfinden sollen. Das ist eine vergleichsweise harmlose Konsequenz von Corona.</p>
<p>Gravierender wirken sich die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus auf den Verkauf aus. Unter normalen Umständen wird das Heft auf der Strasse verkauft und gibt den Menschen Arbeit, die ansonsten durch gesellschaftliche Maschen fallen. Aber im Moment ist nichts normal.</p>
<blockquote><p>Den rund 450 Strassenverkäuferinnen und -verkäufer fallen die Einnahmen weg.</p></blockquote>
<p>Es ist das erste Mal in der Geschichte des Magazins, dass die Ausgaben nicht auf der Strasse verkauft werden können. Eine limitierte Auflage liegt in Bern, Basel und Zürich in Läden und Bäckereien auf. Ansonsten sind die Texte online zugänglich. Auch die Berichterstattung wird von Corona beeinflusst: Momentan produziert die Redaktion das Heft mehrheitlich selber, Aufträge an Freie kann sie momentan aufgrund der prekären Finanzen kaum vergeben. Darum arbeitet nun Co-Redaktionsleiterin Sara Winter Sayilir an einem Essay über Bullshitjobs und den Wert der Arbeit, Klaus Petrus war auf den Strassen in Bern und Biel unterwegs und hat sich mit Drogensüchtigen, Sexarbeiterinnen und Obdachlosen sowie mit der Polizei darüber unterhalten, wie das Leben auf der Gasse vom Virus beeinflusst wird. «Corona zeigt auch viele strukturelle Schwachstellen auf, die vorher schon bestanden: Wer hilft wem auf welche Art und was sind die Modelle dafür?», sagt Frei. «Welche Modelle, die eigentlich funktionieren, können schnell kippen und zu schwierigen Situationen führen?»</p>
<p>Den rund 450 Strassenverkäuferinnen und -verkäufer fallen die Einnahmen weg. Für viele von ihnen ist der Job keine Übergangslösung, sondern der einzige Verdienst und zudem eine Möglichkeit, einen Platz in der Gesellschaft zu haben und Freundschaften zu schliessen. Und auch der Verein selber wird mit voller Wucht getroffen: Ohne staatliche Unterstützung ist er zu 65 Prozent von den Heftverkäufen abhängig. Um die Verkaufenden und Stadtführenden weiterhin bezahlen zu können, ruft der Verein auf seiner Webseite zum Spenden auf. Des weiteren erhielt der Verein 25’000 Franken Hilfsgelder von der <a href="https://www.bernerzeitung.ch/burger-helfen-gebeutelten-berner-gewerblern-993703664991" target="_blank" rel="noopener">Burgergemeinde der Stadt Bern</a> für die Teildeckung des Notfallfonds und die Lohnausfallzahlungen der Berner Verkaufenden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/05/01/ein-strassenmagazin-ohne-menschen-auf-der-strasse-hat-es-schwer/">Ein Strassenmagazin ohne Menschen auf der Strasse hat es schwer</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>20 Jahre «Surprise»: Vom Selbsthilfeprojekt zum professionellen Magazin</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/10/18/20-jahre-surprise-vom-selbsthilfeprojekt-zum-professionellen-magazin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Oct 2018 08:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Surprise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sind aus dem Strassenbild der grossen Schweizer Städte nicht mehr wegzudenken: Seit zwanzig Jahren verkaufen sozial benachteiligte Menschen das Magazin «Surprise». War das Vorläufermagazin «Stempelkissen» noch ein Selbsthilfeprojekt, wird «Surprise» von einem Verein getragen und einer Redaktion professionell produziert. Gekauft werden kann es nur bei einer der rund 400 Personen, die das Heft auf der Strasse anbieten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/18/20-jahre-surprise-vom-selbsthilfeprojekt-zum-professionellen-magazin/">20 Jahre «Surprise»: Vom Selbsthilfeprojekt zum professionellen Magazin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind aus dem Strassenbild der grossen Schweizer Städte nicht mehr wegzudenken: Seit zwanzig Jahren verkaufen sozial benachteiligte Menschen das Magazin «Surprise». War das Vorläufermagazin «Stempelkissen» noch ein Selbsthilfeprojekt, wird «Surprise» von einem Verein getragen und einer Redaktion professionell produziert. Gekauft werden kann es nur bei einer der rund 400 Personen, die das Heft auf der Strasse anbieten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/10/18/20-jahre-surprise-vom-selbsthilfeprojekt-zum-professionellen-magazin/">20 Jahre «Surprise»: Vom Selbsthilfeprojekt zum professionellen Magazin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Surprise»-Verkäufer: arm an Geld, reich an Lebenserfahrung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/10/12/surprise-verkaeufer-arm-an-geld-reich-an-lebenserfahrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2015 13:46:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Surprise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom Sehen kennt sie jeder: die Verkäuferinnen und Verkäufer des Strassenmagazins «Surprise». Aber wer weiss schon, welche Geschichten sie erlebt haben? Das Buch «Standort Strasse» porträtiert 20 Mitarbeitende und zeigt, warum sich ein Stopp bei ihnen lohnt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/12/surprise-verkaeufer-arm-an-geld-reich-an-lebenserfahrung/">«Surprise»-Verkäufer: arm an Geld, reich an Lebenserfahrung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Sehen kennt sie jeder: die Verkäuferinnen und Verkäufer des Strassenmagazins «Surprise». Aber wer weiss schon, welche Geschichten sie erlebt haben? Das Buch «Standort Strasse» porträtiert 20 Mitarbeitende und zeigt, warum sich ein Stopp bei ihnen lohnt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/12/surprise-verkaeufer-arm-an-geld-reich-an-lebenserfahrung/">«Surprise»-Verkäufer: arm an Geld, reich an Lebenserfahrung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Mordaufruf ist ein Mordaufruf</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/10/05/ein-mordaufruf-ist-ein-mordaufruf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[René Zeyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2015 13:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Mordaufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Aebersold]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Surprise]]></category>
		<category><![CDATA[Medienfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvia Egli von Matt]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Köppel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Namhafte Schweizer Publizistinnen, Chefredaktoren und Juristen stellen in Abrede, dass es sich bei «Tötet Roger Köppel» um einen Mordaufruf handele. Zwar hält es die Redaktion von «Surprise» inzwischen für einen «Fehler», diese Zeile veröffentlicht zu haben, aber damit ist es nicht getan. «Tötet Roger Köppel! Köppel Roger tötet!»: Nicht in einem Hetzorgan fundamentalistischer Wahnsinniger, sondern <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/05/ein-mordaufruf-ist-ein-mordaufruf/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Namhafte Schweizer Publizistinnen, Chefredaktoren und Juristen stellen in Abrede, dass es sich bei «Tötet Roger Köppel» um einen Mordaufruf handele. Zwar hält es die Redaktion von «Surprise» inzwischen für einen «Fehler», diese Zeile veröffentlicht zu haben, aber damit ist es nicht getan.</strong></p>
<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2015/10/surp_20150911_0_0_18.pdf">«Tötet Roger Köppel! Köppel Roger tötet!»</a>: Nicht in einem Hetzorgan fundamentalistischer Wahnsinniger, sondern im <a href="http://www.vereinsurprise.ch/magazin/archiv-2015/surprise-35815/" target="_blank">«führenden Strassenmagazin der Schweiz Surprise»</a>, laut Selbsteinschätzung «journalistisch hochwertig», ist dieser Mordaufruf erschienen. Bereits einmal musste sich Roger Köppel <a href="http://zhpv.ch/mohammed-karikaturen-koppel-unter-polizeischutz/" target="_blank">Sorgen um seine persönliche Sicherheit</a> machen, als er 2006 mutig die Mohamed-Karikaturen nachdruckte. Islamistische Hetzer riefen dazu auf, ihn umzubringen und ein Pakistanischer Student versuchte mit einem Messer <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/karikaturenstreit-selbstmord-nach-versuchtem-angriff-auf-chefredakteur-der-welt-a-414669.html" target="_blank">den Worten die Tat folgen</a> zu lassen. Zum Glück erfolglos.</p>
<p>Dass nun ausgerechnet der Zürcher Tages-Anzeiger für den Mordaufruf <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/theater/kuenstler-knoepfen-sich-koeppel-vor/story/28003800" target="_blank">Verständnis aufbringt</a>, entbehrt nicht einer bitteren Ironie der Geschichte. Publizistisch zu verantworten hat die feige Reaktion auf die infame Interpretation der Skandalzeile letztlich Chefredaktor Res Strehle. Ausgerechnet er, den die «Weltwoche» von Roger Köppel mit Dokumenten aus Strehles linksradikaler Vergangenheit in Verlegenheit gebracht hatte.</p>
<p>«Die Message und die Bildsprache des Gastbeitrags (in «Surprise») scheinen unmissverständlich, mit der zum Mord an Köppel aufgerufen wird», leitete Andreas Tobler, «Mitarbeiter Kultur» am Tages-Anzeiger, seinen launigen Beitrag ein. Was heisst da «scheinen»? Dieser «Aufruf zum Mord» könne als eine Reaktion auf Köppels Auftritt in der Talkshow «Menschen bei Maischberger» im deutschen Fernsehen «verstanden werden», wo er sich «in gewohnt pointierter Manier» geäussert habe, erklärt Tobler. Verstanden werden? Zudem stehe diese «Künstleraktion» in der Tradition von Christoph Schlingensief, der auch wiederholt zum Mord an <a href="http://www.schlingensief.com/projekt.php?id=t006" target="_blank">Helmut Kohl</a> und <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2002-46/artikel-2002-46-toetet-blocher.html" target="_blank">Christoph Blocher</a> aufgerufen habe.</p>
<p>Ach so, hier wird die Freiheit der Kunst in Anspruch genommen. Satire darf alles, Künstler neigen halt zu Zuspitzungen, wollen Denkanstösse geben. Schliesslich handle es sich nur um einen «Theatermord», schreibt der Tages-Anzeiger im Vorspann zum Artikel. Da kann der Kunstkenner feinsinnig zwischen Mordaufrufen von religiösen Wahnsinnigen und künstlerisch wertvollen Mordaufrufen von anderen Amoks unterscheiden. Während wir alle entrüstet über Hass- und Hetzkommentare in den asozialen Netzwerken und im Internet allgemein sind, veröffentlicht dieses Blatt eine wohlwollende Rezension eines hetzerischen Mordaufrufs.</p>
<p>Zu verantworten hat die in «Surprise» gezeigte Zeile «Tötet Köppel» ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Ruch" target="_blank">Philipp Ruch</a>, seines Zeichens «Chefunterhändler» und «Theatermacher» beim <a href="http://www.politicalbeauty.de/" target="_blank">«Zentrum für politische Schönheit»</a> in Berlin, der damit Werbung für ein Theaterstück machen möchte. Das Strassenmagazin «Suprise» wird von einem Trägerverein herausgegeben, der vom emeritierten Basler Strafrechtsprofessor Peter Aebersold präsidiert wird. Und der Tages-Anzeiger schliesslich versteht sich den höchsten journalistischen Standards verpflichtet, denen auch der Autor Tobler nachzuleben hätte. Strehle sieht in diesem «nachrichtlich und nicht reisserisch aufgemachten Beitrag» keine «journalistische Fehlleistung». Im Übrigen sei seine persönliche Meinung, dass der Mordaufruf «geschmacklos» sei. Geschmacklos? Ein Redaktor von «Surprise» liess eine längliche «Stellungnahme der Redaktion» zukommen. Es handle sich «nicht um einen Aufruf zur Gewalt gegen eine Person». Ach nein?</p>
<p>Und Strafrechtsprofessor Aebersold sieht «strafrechtlich kaum ein Problem», würde allerdings mit der Redaktion von «Surprise» «ein Gespräch führen», falls diese Veröffentlichung «zu einem Einbruch der Verkaufszahlen» führen sollte. «Frau Sylvia Egli von Matt, die im Vorstand für die journalistischen Belange zuständig ist, geht aber nicht von einer solchen Entwicklung aus.» Da ist der Umkehrschluss erlaubt, dass Mehrverkäufe durch einen Mordaufruf allgemeinen Beifall fänden. Insbesondere von Egli von Matt, die ansonsten überall anzutreffen ist, wo es um die Bewahrung höchster ethischer Massstäbe im Qualitätsjournalismus geht. Vielleicht könnte sie im «Stifterverein Medienqualität Schweiz» mal einen Vortrag halten: «Wie man mit einem knackigen Mordaufruf die Auflage steigert.»</p>
<p>Fachlich nicht sattelfest behauptet Egli von Matt gegenüber der Medienwoche, «im äussersten Fall» könnten nur «die Autoren belangt werden», im Übrigen handle es sich nicht um einen «Mordaufruf», sondern um den «Versuch, mittels eines künstlerischen Stilelements zum Nachdenken zu animieren». Markus Notter, Präsident des <a href="http://medienqualitaet-schweiz.ch/" target="_blank">«Stiftervereins Medienqualität Schweiz»</a>, hält zwar die Publikation «für völlig verfehlt», ist aber davon «überzeugt, dass Frau Egli von Matt bei der internen Aufarbeitung dieses umstrittenen Beitrags ihre Verantwortung wahrnehmen wird». Das könnte schwierig werden, da sie betont, dass sie keine Aufsichtspflicht habe und die Redaktion «unabhängig agiert». Allenfalls werde man in «Ruhe analysieren und prüfen, ob und welche Massnahmen zu treffen sind, um künftig Missinterpretationen vermieden werden können». Eine fehlerfreie Beherrschung der deutschen Sprache wäre sicher ein Anfang.</p>
<p>Der Autor des Artikels im Tages-Anzeiger antwortete nicht auf mehrere Anfragen, ebenso wenig der eigentliche Urheber. Zum Mord aufrufen, den Mordaufruf publizieren, dem Mordaufruf unkritisch, distanzlos und ungefiltert die Plattform der grössten Qualitätszeitung der Schweiz bieten, das können diese Herren. Da es nicht nur fundamentalistische Amoks gibt: Was sagen diese verantwortungslosen Gesellen, wenn Roger Köppel tatsächlich etwas zustossen sollte? «Das haben wir nicht gewollt? Nie hätten wir gedacht, dass eine Kunstaktion solche Folgen haben könnte?» Wie würden sie sich erregen, wenn eine «Kunstaktion» formulieren würde: «Res Strehle lässt zum Töten aufrufen! Ruft zum Strehle Res Töten auf!» Strafrechtsprofessor Aebersold würde pro bono diesen Fall übernehmen.</p>
<p>Während weder Aebersold noch Egli von Matt Probleme mit diesem Mordaufruf haben, schiebt die «Redaktion Strassenmagazin und Geschäftsleitung Verein Surprise» <a href="http://www.vereinsurprise.ch/erklaerung/" target="_blank">eine «Erklärung»</a> nach. Die Publikation des «Gastbeitrags» sei «ein Fehler» gewesen, dass man «viele Menschen vor den Kopf gestossen und Gefühle verletzt» habe, tue «leid». Ja sogar: «Dazu müssen wir ernüchtert und selbstkritisch feststellen: Wir haben die Wirkungen und Interpretationen dieses Gastbeitrags eindeutig unterschätzt.» Eine Kehrtwende in Form von Geschwafel. Denn was könnte man an der Wirkung eines Mordaufrufs unterschätzen? Auf Nachfragen antwortet Prof. Aebersold nicht mehr. Inzwischen <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/mord-drohung-gegen-koeppel-jetzt-ermittelt-die-staatsanwaltschaft-id4174354.html" target="_blank">laufen Vorermittlungen</a> im Auftrag der Zürcher Staatsanwaltschaft. So untersucht die Polizei, ob sich der Autor des Aufrufs wegen einer öffentlichen Aufforderung zur Gewalttätigkeit strafbar gemacht hat.</p>
<p><span style="line-height: 1.5em;">Ich halte nichts von strafrechtlicher Verfolgung in diesem Fall. Ich halte dagegen sehr viel von Verantwortung. Mit der Übernahme der Kostenfolgen eines Personenschutzes für Roger Köppel ist es nicht getan. Professor Aebersold muss seiner Verantwortung nachleben, indem er sich für diese unglaubliche Fehlleistung entschuldigt und von seinem Amt als Präsident von «Surprise» zurücktritt. Res Strehle muss seiner Verantwortung nachleben, indem er sich für diesen unglaublichen Artikel in seinem Blatt entschuldigt und als Chefredaktor zurücktritt. Mitsamt der Redaktion von «Surprise».</span></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/10/05/ein-mordaufruf-ist-ein-mordaufruf/">Ein Mordaufruf ist ein Mordaufruf</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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