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	<title>Syndicom | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Edition Moderne, Dominic Deville, Markus&#160;Somm</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Nov 2022 09:04:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Dominic Deville]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelspalter]]></category>
		<category><![CDATA[GAV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Gelebte Sozialpartnerschaft Wenn es schon die grossen Verlage nicht schaffen, dann wenigstens ein kleiner. Die Gewerkschaft Syndicom und der renommierte Comicverlag Edition Moderne haben sich gemeinsamen auf einen sogenannten Basisvertrag für die selbständigen Zeichner:innen und Illustrator:innen geeinigt. Diese Lösung komme einem Gesamtarbeitsvertrag gleich und zeige, dass tarifvertragsähnliche Lösungen auch für Selbständige möglich <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-101030" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/11/MW-Good-Bad-Ugly-20221126b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Gelebte Sozialpartnerschaft</h3>
<p>Wenn es schon die grossen Verlage nicht schaffen, dann wenigstens ein kleiner. Die Gewerkschaft Syndicom und der renommierte Comicverlag <a href="https://www.editionmoderne.ch/" target="_blank" rel="noopener">Edition Moderne</a> haben sich gemeinsamen auf einen sogenannten <a href="https://syndicom.ch/aktuell/artikel/ein-gesamtarbeitsvertrag-fuer-selbststaendige/" target="_blank" rel="noopener">Basisvertrag</a> für die selbständigen Zeichner:innen und Illustrator:innen geeinigt. Diese Lösung komme einem Gesamtarbeitsvertrag gleich und zeige, dass tarifvertragsähnliche Lösungen auch für Selbständige möglich sind.</p>
<p>«Es ist ein starkes Zeichen und ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Branche, dass sich auch Selbständigerwerbende zusammenschliessen, um kollektiv zu verhandeln», so Rina Jost, Illustratorin und Mitglied der Verhandlungsdelegation. Somit hat Syndicom mit der Edition Moderne erreicht, was mit den grossen Medienunternehmen <a href="https://www.nzz.ch/article9RK12-ld.1167922" target="_blank" rel="noopener">seit 18 Jahren</a> hängig ist; aber immerhin spricht man miteinander. «Der Verlegerverband ist aktuell in Gesprächen mit den Arbeitnehmerorganisationen über einen GAV für Journalistinnen und Journalisten. Inwieweit hierbei auch selbständige Mitarbeiter berücksichtigt wären, ist Gegenstand der laufenden Diskussionen», schreibt Geschäftsführer Stefan Wabel auf Anfrage.<br />
</p>
<h3>The Bad – Dominic Deville hört auf</h3>
<p>Der ehemalige Kindergärtner und Punkmusiker Dominic Deville stand an einem <a href="https://www.srf.ch/play/tv/deville/video/auftakt-der-neuen-comedy-late-night?urn=urn:srf:video:d1e83147-a3f6-486b-841d-3a53f19adeb2" target="_blank" rel="noopener">Sonntagabend Ende Mai 2016</a> mit der nach ihm benannten Late-Night-Show zum ersten Mal vor der SRF-Kamera. Seitdem blicken er und sein Team mit Ironie auf das politische Geschehen in der Schweiz. Erst vor wenigen Wochen wurde der 47-Jährige mit dem <a href="https://www.watson.ch/schweiz/tv/942975172-dominic-deville-erhaelt-den-salzburger-stier" target="_blank" rel="noopener">Salzburger Stier</a> ausgezeichnet, dem renommiertesten Kabarettpreis im deutschsprachigen Raum.</p>
<p>Es ist das verflixte siebte Jahr für die Crew: Deville will sich nun vermehrt <a href="https://medien.srf.ch/-/letzte-staffel-%C2%ABdeville%C2%BB-im-fr%C3%BChjahr%C2%A02023?redirect=https%3A%2F%2Fmedien.srf.ch%2F%2323921252" target="_blank" rel="noopener">um eigene Projekte kümmern</a>. Das Format wird mit der Frühlingsstaffel 2023 nach über 150 Folgen beendet. Nach einer Pandemie, vier Jahren Trump und gefühlt 38 Bundesratsmitgliedern sei es an der Zeit, «das scharfe Schwert der Satire sinken zu lassen». Zumindest bei SRF: «Aber es gibt noch so viel zu tun abseits der Fernsehkameras, das ich ab Sommer 2023 angehen möchte und für das bisher schlicht die Zeit fehlte. Darauf freue ich mich sehr. Und darauf, irgendwann wieder unverhofft aufzutauchen. Seien Sie also gewarnt!», wird Deville im SRF-Medienportal zitiert. Eines der prägendsten und stärksten Satire-Formate im Schweizer Fernsehen wird also beendet – ein herber Verlust. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt; und die Suche dürfte sich schwierig gestalten bei solch grossen Fussstapfen.</p>
<h3>The Ugly – Markus Somm und die (Real)satire</h3>
<p>Der sonst wenig auskunftsfreudige Markus Somm gewährte persoenlich.com <a href="https://www.persoenlich.com/medien/der-umbau-der-website-ist-eine-grobere-ubung?ref=refind" target="_blank" rel="noopener">ein ausführliches Interview</a> zum 20-monatigen Bestehen von nebelspalter.ch. Zwar erkannte Somm im Gespräch endlich, dass der Nebelspalter eigentlich eine grossartige Satire-Marke wäre – er räumt aber auch ein, dass es für ein Rebranding nun ein bisschen zu spät sei. Bemerkenswert ist aber vor allem, was Markus Somm zum Schweizer Presserat zu sagen hat. Kontext: Daniel Wahl, ehemaliger BaZ-Reporter, stösst neu zum Nebelspalter. Wahl wurde rekordverdächtige neunmal <a href="https://presserat.ch/?s=%22Daniel+Wahl%22&amp;lang=de" target="_blank" rel="noopener">vom Presserat gerügt</a>, unter anderem weil er Tonaufnahmen eines 8-jährigen missbrauchten Mädchens <a href="https://presserat.ch/complaints/88_2020/" target="_blank" rel="noopener">veröffentlicht hatte</a>.</p>
<p>Auf die Frage, ob dies kein Hinderungsgrund gewesen sei, jemanden wie Wahl anzustellen, antwortet Somm: «Den Presserat nehme ich überhaupt nicht ernst. Es ist eine einseitige, gewerkschaftsnahe linke Organisation, die nichts anderes macht, als alle Medien, die nicht ihrem ideologischen Vorurteil entsprechen, zu bekämpfen.» Der Presserat sei überflüssig. Wenn also Daniel Wahl viele Beschwerden beim Presserat habe, spreche das nicht gegen ihn: «Er war einer der besten Lokalreporter bei der Basler Zeitung – er ist eine grosse Nummer. Daniel Wahl passt als ehemaliger Lehrer bei uns sehr gut ins Dossier ‹Bildung›.»</p>
<p>Heisst das also: Für ein Rebranding zum Satire-Medium ist es doch nicht zu spät?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/26/edition-moderne-dominic-deville-markus-somm/">Edition Moderne, Dominic Deville, Markus Somm</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Mehr Sicherheit für Medienschaffende</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/11/03/mehr-sicherheit-fuer-medienschaffende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2022 22:10:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Unesco]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum internationalen Tag zur Beendigung der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalistinnen und Journalisten rufen die Mediengewerkschaft Syndicom und die Internationale Journalisten-Föderation die Staatengemeinschaft auf, endlich mit einer Uno-Konvention die Sicherheit und den Schutz von Medienschaffenden zu garantieren.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/03/mehr-sicherheit-fuer-medienschaffende/">Mehr Sicherheit für Medienschaffende</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum internationalen Tag zur Beendigung der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalistinnen und Journalisten rufen die Mediengewerkschaft Syndicom und die Internationale Journalisten-Föderation die Staatengemeinschaft auf, endlich mit einer Uno-Konvention die Sicherheit und den Schutz von Medienschaffenden zu garantieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/11/03/mehr-sicherheit-fuer-medienschaffende/">Mehr Sicherheit für Medienschaffende</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ständerat, Syndicom, Nebelspalter</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Miriam Suter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Dec 2021 09:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
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		<category><![CDATA[Ständerat]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Stoll]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie Vonarburg]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Feusi]]></category>
		<category><![CDATA[Tilman Renz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Wichtiger Schritt zu mehr Transparenz Am Mittwoch die grosse Erlösung: Der Ständerat hat die Vorlage zur Gebührenbefreiung im Öffentlichkeitsgesetz angenommen. Mehr als 600 Medienschaffende, darunter 50 Chefredaktor:innen, haben sich in einem offenen Brief ans Parlament dafür eingesetzt. Dass sich der Ständerat nun mit 25 gegen 18 Stimmen für einen gebührenlosen Zugang zu <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="alignnone size-full wp-image-93298" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/12/MW-Good-Bad-Ugly-20211204b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Wichtiger Schritt zu mehr Transparenz</h3>
<p>Am Mittwoch die grosse Erlösung: Der Ständerat hat die Vorlage zur Gebührenbefreiung im Öffentlichkeitsgesetz angenommen. Mehr als 600 Medienschaffende, darunter 50 Chefredaktor:innen, haben sich in einem <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/2021/05/transparenzkosten-lasst-uns-unsere-arbeit-machen/" rel="noopener" target="_blank">offenen Brief</a> ans Parlament dafür eingesetzt. Dass sich der Ständerat nun mit 25 gegen 18 Stimmen für einen gebührenlosen Zugang zu Dokumenten der Bundesverwaltung ausspricht, ist eine Überraschung: Schon zweimal hatte die Staatspolitische Kommission des Ständerates empfohlen, nicht einzutreten auf eine parlamentarische Initiative, welche die Gebührenbefreiung forderte. Der Ständerat folgte der Empfehlung zuerst – nun hat er sich doch noch anders entschieden. </p>
<p>Martin Stoll, Geschäftsführer des Vereins Öffentlichkeitsgesetz.ch, sagt auf Anfrage der MEDIENWOCHE, für die Bundesverwaltung sei der Entscheid des Ständerats auch eine Chance: «Sie kann ihr Handeln gegenüber der Öffentlichkeit glaubhaft und gestützt auf Fakten darlegen. Aber nur ein gebührenfreier Zugang ermöglicht es Medien, ihre Watchdog-Rolle gegenüber der Verwaltung wahrzunehmen». Der Entscheid betrifft nur Dokumente aus der Bundesverwaltung. Aber auch aus den Kantonen gibt es Signale in Richtung Gebührenbefreiung. Im Kanton Zürich ist etwas eine parlamentarische Initiative «Weniger Hürden beim Öffentlichkeitsprinzip» hängig. Bereits einen kostenlosen Zugang gibt es im Kanton Freiburg, und in den Kantonen Genf und Uri herrscht eine «liberale Kostenregelung», ist in einer Zusammenstellung <a href="https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/2020/02/parlamentkommission-will-keine-gebuhren-hurden-mehr/" rel="noopener" target="_blank">auf Öffentlichkeitsgesetz.ch</a> nachzulesen.</p>
<h3>The Bad – Wo bleibt die Solidarität?</h3>
<p>Die Mediengewerkschaft Syndicom schlitterte letztes Wochenende offenbar knapp an einer Eskalation vorbei, <a href="https://www.woz.ch/2148/gewerkschaft-syndicom/doch-keine-wueste-scheidung" rel="noopener" target="_blank">wie die WOZ berichtet</a>. Eine vorläufige Einigung konnte den Eklat verhindern. Der Sektor Medien, in dem Journalist:innen organisiert sind, soll nun doch nicht existenzbedrohlich geschwächt werden. Auch sieht Syndicom vorerst von einer strategischen Neuausrichtung der Abteilung ab. Auch will die Gewerkschaft ihre Medienschaffenden nicht dazu drängen, endlich einen Gesamtarbeitsvertrag mit den Verlegern abzuschliessen, um so mehr Geld in die Syndicom-Kasse zu schaffen. Aber damit der Sektor Medien eine sichere Zukunft hat, braucht es grosse Anstrengungen. Der Syndicom-Zentralvorstand überstimmte den Sektor zuerst, daraufhin stimmten die Medienschaffenden geschlossen und ohne Enthaltung gegen den Antrag und drohten, aus der Gewerkschaft auszutreten. Nun will man bis zur Delegiertenversammlung 2023 eine einvernehmliche Lösung finden für eine gemeinsame Zukunft aller Syndicom-Sektoren. Fest steht aber: Dass sich ein ganzer Sektor mit Austrittsdrohungen gegen seine Schwächung wehren muss, zeugt von mangelnder interner Solidarität. Bei Syndicom will man aber auch das Positive sehen. Vizepräsidentin Stephanie Vonarburg schreibt auf Anfrage der MEDIENWOCHE: «Der Entscheid des Kongresses, auf die Anliegen des Sektors Medien und seiner 30 Delegierten einzugehen, ist sehr erfreulich. Es unterstreicht die innergewerkschaftliche Solidarität aller Branchen von Syndicom. Dass die Mehrheit des Zentralvorstand damit überstimmt wurde, kann als basisdemokratisches Korrektiv verstanden werden.»</p>
<h3>The Ugly – Der erfundene Bruder</h3>
<p>Man könne auch in der Schweiz eine «unappetitliche Nähe zwischen Medien und Behörden» beobachten, heisst es in der neuen Folge des «Nebelspalter»-Podcasts «Bern einfach» von Markus Somm und Dominik Feusi. Ausgehend von einem Beispiel aus New York sprechen die beiden über konkrete Fälle aus der Schweiz: «Das gibt es bei uns auch, es gibt einen Journalisten, Fabian Renz, dessen Bruder in der Kommunikationsabteilung von Ignazio Cassis arbeitet», erzählt Feusi. Später ergänzt Somm, dass Tamedia-Redaktor Renz viel über das EDA und Europapolitik schreibe – «das sollte er auf keinen Fall, das darf man nicht». </p>
<p>Doch, Renz darf das. Den Bruder, der für Cassis arbeitet, gibt es nämlich nicht, wie der Bundeshauschef der Redaktion Tamedia <a href="https://twitter.com/renzfabian01/status/1466099184881315844" rel="noopener" target="_blank">auf Twitter</a> klarstellte. Die Information über den vermeintlichen Bruder habe er von «Kollegen aus der Tamedia» vernommen, teilt Dominik Feusi auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Der «Nebelspalter»-Bundeshauschef bat auf Twitter <a href="https://twitter.com/feusl/status/1466099419850420229" rel="noopener" target="_blank">um Entschuldigung</a>. Und inzwischen hat er zwar die Falschinformation im Begleittext zur Podcastfolge korrigiert («Tilman Renz, Kommunikation des EDA, ist nicht der Bruder von Fabian Renz, Tamedia. Wir entschuligen [sic!] uns für die Verwechslung»). Aber in der Podcast-Folge selbst ist die Falschaussage weiterhin zu hören. Wer wortreich die schwindende Glaubwürdigkeit des Journalismus beklagt, sollte zuerst seine eigenen Hausaufgaben ein bisschen gründlicher machen. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/12/04/staenderat-syndicom-nebelspalter/">Ständerat, Syndicom, Nebelspalter</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ungewissheit um den Medienplatz Bern &#8211; Gespräch mit Stephanie Vonarburg</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/08/ungewissheit-um-den-medienplatz-bern-gespraech-mit-stephanie-vonarburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 21:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie Vonarburg]]></category>
		<category><![CDATA[Berner Modell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tamedia AG hat das Ende des «Berner Modells» angekündigt. Diese Massnahme ist Teil eines konzernweiten Sparprogramms, dem zahlreiche Stellen zum Opfer fallen werden. Wie bereitet sich die Gewerkschaft auf dieses Abbauprogramm vor? Journal B sprach mit der Vizepräsidentin und Leiterin des Sektors Medien der Gewerkschaft Syndicom, Stephanie Vonarburg.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/08/ungewissheit-um-den-medienplatz-bern-gespraech-mit-stephanie-vonarburg/">Ungewissheit um den Medienplatz Bern – Gespräch mit Stephanie Vonarburg</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tamedia AG hat das Ende des «Berner Modells» angekündigt. Diese Massnahme ist Teil eines konzernweiten Sparprogramms, dem zahlreiche Stellen zum Opfer fallen werden. Wie bereitet sich die Gewerkschaft auf dieses Abbauprogramm vor? Journal B sprach mit der Vizepräsidentin und Leiterin des Sektors Medien der Gewerkschaft Syndicom, Stephanie Vonarburg.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/08/ungewissheit-um-den-medienplatz-bern-gespraech-mit-stephanie-vonarburg/">Ungewissheit um den Medienplatz Bern – Gespräch mit Stephanie Vonarburg</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Umstrittene Wahl an der Spitze von Syndicom</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/09/umstrittene-wahl-an-der-spitze-von-syndicom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Nov 2017 12:25:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die vorgesehene Wahl von Daniel Münger zum neuen Präsidenten der Gewerkschaft Syndicom am Wochenende passt nicht allen. Sie ist Ausdruck einer seit Jahren schwelenden Krise.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/09/umstrittene-wahl-an-der-spitze-von-syndicom/">Umstrittene Wahl an der Spitze von Syndicom</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die vorgesehene Wahl von Daniel Münger zum neuen Präsidenten der Gewerkschaft Syndicom am Wochenende passt nicht allen. Sie ist Ausdruck einer seit Jahren schwelenden Krise.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/09/umstrittene-wahl-an-der-spitze-von-syndicom/">Umstrittene Wahl an der Spitze von Syndicom</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein unmissverständliches Signal</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/08/27/ein-unmissverstaendliches-signal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 10:39:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Comedia]]></category>
		<category><![CDATA[impressum]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Studer]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=27942</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als Folge eines Sparprogramms stellt der Verband Schweizer Medien seine Zahlungen an den Presserat vorübergehend ein. Die Verleger sind erst seit 2008 Mitglied der Trägerstiftung. Ihr Eintritt war damals umstritten. Seither hat der Presserat nicht unbedingt an Profil gewonnen. Daher wäre ein Austritt des Verbands kein Verlust. Sie wollten unbedingt dabei sein. Jetzt wollen sie <a href="https://medienwoche.ch/2016/08/27/ein-unmissverstaendliches-signal/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/08/27/ein-unmissverstaendliches-signal/">Ein unmissverständliches Signal</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Folge eines Sparprogramms stellt der Verband Schweizer Medien seine Zahlungen an den Presserat vorübergehend ein. Die Verleger sind erst seit 2008 Mitglied der Trägerstiftung. Ihr Eintritt war damals umstritten. Seither hat der Presserat nicht unbedingt an Profil gewonnen. Daher wäre ein Austritt des Verbands kein Verlust.<br />
<span id="more-27942"></span><br />
Sie wollten unbedingt dabei sein. Jetzt wollen sie zwar nicht ganz raus, aber nicht mehr zahlen. Der Verband Schweizer Medien sistiert für mindestens drei Jahre seine Zahlungen an den Presserat. Damit fehlen dem Gremium pro Jahr 36’000 Franken, immerhin ein Sechstel der Trägerschaftsbeiträge, die massgeblich von den drei Berufsverbänden getragen werden.</p>
<p>Die Sparmassnahme sei unumgänglich, weil dem Verlegerverband selbst ein beträchtlicher Teil der Mittel entzogen worden sei mit dem Austritt von Ringier. Verantwortlich sei aber letztlich die SRG, die als Spaltpilz gewirkt und die Verlage gegeneinander aufgebracht habe. Vorläufig helfen die abtrünnigen Ringier und Axel Springer aus und zahlen für 2016 je 15’000 Franken.</p>
<p>Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der Verlegerverband nun ausgerechnet jenes Gremium schwächt, wo er einst unbedingt Mitglied werden wollte. Die Aufnahme 2008 war nicht unumstritten. Vor allem der Journalistenverband «Impressum», dessen Vorgängerorganisation den Presserat 1977 gegründet und anfänglich allein getragen hatte, begrüsste einen Verlegerbeitritt aus sozialpartnerschaftlichen Überlegungen. Man hoffte, so die Verleger zu Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag GAV bewegen zu können – eine Hoffnung, die sich bekanntlich bis heute nicht erfüllt hat. Auch der damalige Presseratspräsident, der Medienrechtler Peter Studer, setzte sich vehement für eine Verlegerbeteiligung ein. Es wäre «absurd», wenn die Arbeitgeberorganisation dem Ethikgremium fernbliebe, so Studer damals.</p>
<p>Widerstand kam vor allem von der Mediengewerkschaft Comedia (heute Syndicom). Kritische Stimmen warnten vor einem zu hohen Preis, den die bisherigen Träger zahlen würden. Die Verleger könnten sich gratis ein medienethisches Deckmäntelchen umlegen, ohne sich zu irgendwelchen Garantien verpflichten zu müssen. Ausserdem fürchtet man die Einflussnahme der Verleger auf die Entwicklung des Presserats.</p>
<p>Tatsächlich muss man heute fragen: Was hat der Verband Schweizer Medien dem Presserat gebracht – ausser natürlich das Geld, das nun fehlt? Seine Mitgliedschaft beschädigte das Image nicht in der Weise, wie sich das die Gegner eines Verlegereintritts in düsteren Prognose ausgemalt hatten. Aber die Verleger haben den Presserat auch nicht gestärkt. Das zeigt sich etwa bei der Berichterstattung über die Beschwerden.</p>
<p>Die grösste Medienresonanz fanden die Aktivitäten des Presserats von 2000 bis 2004, zu einer Zeit, als die Verleger noch nicht Mitglied waren. Das lässt sich auch damit erklären, dass damals noch etliche Zeitungen eine Medienseite mit täglicher oder wöchentlicher Erscheinungsweise führten. Dort wurde regelmässig über die Entscheide des Presserats berichtet. Mit der Einstellung der Medienseiten – letztlich auch ein verlegerischer Entscheid – reduzierte sich die Berichterstattung entsprechend. Der Presserat war nur noch dann ein Thema, wenn er sich zu spektakulären Fällen äusserte oder besonders krasse Verstösse rügte. Wäre es den Verlegern wirklich ein Anliegen gewesen, die Arbeit des Presserats zu stärken, hätten sie in ihren Titeln dafür gesorgt, dass der Berichterstattung entsprechend Raum gewährt wird.</p>
<p>Strukturell betrachtet kann man es weiterhin für richtig und wichtig halten, dass auch die Verlegerorganisation das Selbstkontrollorgan der Branche mitträgt und hoffen, dass sie möglichst bald ihren finanziellen Verpflichtungen wieder nachkommt. Doch der Entscheid, den Presserat in Schräglage zu bringen, lässt einen daran zweifeln, dass dem Verband wirklich viel an einer unabhängigen Beschwerdestelle gelegen ist; erst recht, wenn man bedenkt, dass Tamedia, das tonangebende Unternehmen im Verband, zeitgleich mit dem Sparbeschluss einen Halbjahresgewinn von 56 Millionen Franken ausweisen konnte; die gestrichenen 36’000 Franken für den Presserat betragen ein halbes Promille davon.</p>
<p>Anstatt auf eine Wiederaufnahme der Zahlungen des Verbands Schweizer Medien zu hoffen, könnte sich der Presserat von diesem unsicheren Partner verabschieden und stattdessen wieder direkt mit jenen Verlagen verhandeln, denen an der Existenz eines unabhängigen Ethik-Gremiums gelegen ist. So wäre zudem erkennbar, welches Medienhaus wieviel Wert auf eine funktionierende Selbstkontrolle legt.</p>
<p>Ringier und Axel Springer sind jetzt mit gutem Beispiel vorausgegangen. Das ist umso bemerkenswerter, als dass die Berichterstattung des Ringier-Boulevards dem Presserat immer wieder Anlass zu Rügen gibt. Natürlich konnte Ringier mit dieser Geste auch Tamedia eins auswischen. Das ist denn auch das Ärgerlichste an der ganzen Geschichte: Auf dem Buckel eines eh schon ressourcenschwachen Presserats wird die Fehde zwischen den Grossverlage ausgetragen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/08/27/ein-unmissverstaendliches-signal/">Ein unmissverständliches Signal</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Umstrittene Entlassungen und kontroverse Personalie</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/02/02/umstrittene-entlassungen-und-kontroverse-personalie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Lob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2016 16:07:13 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Entlassungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Folge des SRG-Sparprogramms hat das Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz RSI erste Mitarbeitende entlassen. Diese seien «wie Delinquenten» behandelt worden, kritisieren Gewerkschaften. Gleichzeitig stösst eine Neuanstellung auf Kritik. War die Stimmung bei Radiotelevisione svizzera, der SRG in der Südschweiz, bereits seit Jahren schlecht, so befindet sie sich nun definitiv im Keller. Die Tessiner Tageszeitung <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/02/umstrittene-entlassungen-und-kontroverse-personalie/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Folge des SRG-Sparprogramms hat das Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz RSI erste Mitarbeitende entlassen. Diese seien «wie Delinquenten» behandelt worden, kritisieren Gewerkschaften. Gleichzeitig stösst eine Neuanstellung auf Kritik.<br />
<span id="more-26692"></span><br />
War die Stimmung bei Radiotelevisione svizzera, der SRG in der Südschweiz, bereits seit Jahren schlecht, so befindet sie sich nun definitiv im Keller. Die Tessiner Tageszeitung «La Regione» spricht sogar von der schwersten Krise seit Gründung des Unternehmens. «Es gibt die Zeit vor und die Zeit nach Januar 2016», kommentiert Chefredaktor Matteo Caratti.</p>
<p>Die SRG muss 40 Millionen Franken pro Jahr einsparen, da wegen des Mehrwertsteuerentscheids und dem neuen Radio- und Fernsehgesetz – mit einem höheren Gebührenanteil für Privatanbieter – <a href="http://www.srgssr.ch/de/medien/archiv/single/date/2015/srg-ssr-baut-voraussichtlich-rund-250-stellen-ab/" target="_blank">Einnahmen wegfallen</a>. Die Folge ist ein Abbau von rund 250 Stellen,  davon 49 bei RSI. Bisher sind offenbar 18 Entlassungen ausgesprochen worden; RSI will die genaue Zahl aber nicht kommunizieren. Wichtig ist aber auch, die Proportionen zu sehen: RSI zählt gemäss eigenen Angaben 1100 Vollzeitstellen, verteilt auf 1236 Angestellte (2014/2015). Sie ist damit nach der Kantonsverwaltung die grösste Arbeitgeberin im Tessin. 2016 muss die RSI 6 Millionen Franken sparen, wie sie auf Anfrage mitteilt. Und dies bei einem Budget von 247 Millionen.</p>
<p>Anlass für die neuerliche Klimaverschlechterung war nicht das Sparprogramm an sich. Dass es zu Entlassungen kommen würde, war bereits seit einiger Zeit bekannt; zusammen mit der Hausgewerkschaft SSM hatte das Personal einen Sozialplan ausgehandelt. Für Empörung sorgt die Umsetzung. Einige Mitarbeiter, darunter auch langjährige, wurden während der Arbeitszeit ohne Vorwarnung zu ihren Vorgesetzten einbestellt, wo ihnen die Entlassung mitgeteilt wurde. In Anwesenheit von externen Beratern der Personalabteilung mussten sie danach umgehend ihren Schreibtisch räumen; E-Mail-Konten und Parkkarten wurden mit sofortiger Wirkung gesperrt.</p>
<p>Eine Mitarbeiterin, die ihren Dienst beenden wollte, wurde aufgefordert, das Sendehaus sofort zu verlassen. Andererseits müsse sie «begleitet» werden. Aus Angst vor unberechenbaren Reaktionen der Entlassenen hatte man private Security-Leute einbestellt, welche diese Arbeit im Notfall verrichtet hätten. «Das war schlimmer als bei den Lehman Brothers», kommentiert ein RSI-Mitarbeiter, «dort hatten sie wenigstens Schachteln, um ihren Kram mitzunehmen.»</p>
<p>Viele Kollegen reagierten konsterniert, einige Betroffene machten ihrem Wut über Social Media Luft, lokale Medien griffen das Thema auf. «Teils langjährige Mitarbeiter wurden wie Delinquenten behandelt», hiess es dann in einer Medienmitteilung von SSM und Impressum. Die Gewerkschaft Syndicom sprach von einer Verletzung der Würde der Arbeitnehmer und forderte eine Rücknahme der Kündigungen, um alternative Modelle zu diskutieren, um die Sparvorgaben zu erfüllen.</p>
<p>Die Vorgehensweise bei den Entlassungen sorgte nicht nur für externe Reaktionen, sondern auch für interne Spannungen. «Viele sind empört, aber bleiben still, weil sie sonst ihre Entlassung fürchten», schrieb Meteo-Frau Sabrina Balestrieri auf Facebook. Das lässt erahnen, wie es um das interne Betriebsklima bestellt ist.</p>
<p>Angesichts dieser Entwicklungen sah sich die RSI-Leitung gezwungen zu reagieren. RSI-Direktor Maurizio Canetta schaltete ein fünfminütiges Video auf der RSI-Homepage auf, in dem er die schärfste Kritik zurückwies und von Falschdarstellungen sprach. Einen Tag später räumte er am Radio aber ein, Fehler begangen zu haben, auch in der Kommunikation. Das Schuldeingeständnis wurde auch an diesem Montag wiederholt, als Generaldirektor Roger De Weck im Radiostudio von Lugano-Besso in einer Personalversammlung auf die Angestellten traf. Zugleich wurden gewerkschaftliche Forderungen nach einer Rücknahme der Entlassungen entschieden zurückgewiesen.</p>
<p>De Weck stärkte zugleich vor versammelter Belegschaft Direktor Maurizio Canetta den Rücken. Dieser Schritt war nötig geworden, nachdem am Sonntag die Lega dei Ticinesi den Rücktritt des RSI-Regionaldirektors lautstark gefordert hatte. Für eine Partei wie die Lega waren die Vorgänge bei der RSI natürlich ein gefundenes Fressen, um den unliebsamen öffentlich-rechtlichen Sender anzugreifen, sowie den Regionaldirektor, einen Sozialdemokraten, der selbst schon Präsident des Journalistenverbandes Impressum war.</p>
<p>Maurizio Canetta war just vor zwei Wochen bereits ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, weil die RSI den Ex-Koordinator der Tessiner Grünen, Sergio Savoia, angestellt beziehungsweise wieder angestellt hat. Der umstrittene Politiker, der nun alle politischen Ämter aufgibt, war vor 14 Jahren, damals als Radiomoderator, <a href="http://www.klartext.ch/?p=8600" target="_blank">missbräuchlich von der RSI gekündigt worden</a> und hatte den Sender immer wieder kritisiert. Nun wird er als Koordinator tätig sein für die TV-, Radio- und Internet-Angebote.</p>
<p>Die RSI scheint momentan jedenfalls nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus zu kommen. Luigi Pedrazzini als Präsident der SRG-Regionalgenossenschaft Corsi ist darum sehr besorgt um das Image der RSI, wie er in einem offenen Brief erklärte. Er warb für Verständnis für unpopuläre Massnahmen, weil die goldenen Zeiten für die Öffentlich-Rechtlichen nun einmal vorbei seien. Auch ein Sender wie RSI müsse tagtäglich um das Publikum kämpfen.</p>
<p>Wie ein Damoklesschwert hängt dabei die No-Billag-Initiative zur Abschaffung der Gebühren über den Diskussionen. «Die Kader von RSI und SRG haben noch nicht begriffen, was auf dem Spiel steht», moniert Graziano Pestoni als Präsident des «Vereins für die Verteidigung des Service Public.» Tatsächlich dürfte eine Annahme dieser Initiative das Ende der RSI in seiner jetzigen Form bedeuten. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die RSI im Verhältnis zu den anderen Unternehmenseinheiten der SRG relativ kostengünstig ein Vollprogramm für Radio, Fernsehen und Internet auf die Beine stellt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/02/02/umstrittene-entlassungen-und-kontroverse-personalie/">Umstrittene Entlassungen und kontroverse Personalie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SSM zufrieden, Syndicom skeptisch, Aktion Medienfreiheit kritisiert</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/08/17/ssm-zufrieden-syndicom-skeptisch-aktion-medienfreiheit-kritisiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2015 13:04:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
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		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
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		<category><![CDATA[Aktion Medienfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Reaktionen auf den Zusammenschluss von Swisscom, Ringier und SRG in der Werbevermarktung sind unterschiedlich. Das Schweizer Syndikat Medienschaffender begrüsst den Schritt, Syndicom ist skeptisch und die Aktion Medienfreiheit übt Kritik.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reaktionen auf den Zusammenschluss von Swisscom, Ringier und SRG in der Werbevermarktung sind unterschiedlich. Das Schweizer Syndikat Medienschaffender begrüsst den Schritt, Syndicom ist skeptisch und die Aktion Medienfreiheit übt Kritik.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/17/ssm-zufrieden-syndicom-skeptisch-aktion-medienfreiheit-kritisiert/">SSM zufrieden, Syndicom skeptisch, Aktion Medienfreiheit kritisiert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Protest gegen Schliessung der NZZ-Druckerei</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/12/19/protest-gegen-schliessung-der-nzz-druckerei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2014 07:36:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Druckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Werbewoche]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Zürcher Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den Verantwortlichen der NZZ-Mediengruppe bläst ein rauher Wind entgegen. Am Freitagmorgen demonstrierten rund 100 Mitarbeitende vor dem NZZ-Stammhaus in Zürich und übergaben CEO Veit Dengler eine Petition.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/19/protest-gegen-schliessung-der-nzz-druckerei/">Protest gegen Schliessung der NZZ-Druckerei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den Verantwortlichen der NZZ-Mediengruppe bläst ein rauher Wind entgegen. Am Freitagmorgen demonstrierten rund 100 Mitarbeitende vor dem NZZ-Stammhaus in Zürich und übergaben CEO Veit Dengler eine Petition.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/12/19/protest-gegen-schliessung-der-nzz-druckerei/">Protest gegen Schliessung der NZZ-Druckerei</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ich habe einen Schoggi-Job</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/09/15/ich-habe-einen-schoggijob/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eveline Dudda]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2014 11:19:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt>Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Tag der Freien]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Freier Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin freie Journalistin und glücklich dabei. Am «Tag der Freien» der Mediengewerkschaft Syndicom hatte damit ich die Rolle der Ausnahme zu spielen: Eine Freie, die überlebt, ohne zu den Edelfedern zu gehören. Meine Überlebensstrategie sind Fachmedien und die Spezialisierung auf komplexe Themen, die viele Leute angehen. Darf man in einer Zeit, in der sich <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/15/ich-habe-einen-schoggijob/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/15/ich-habe-einen-schoggijob/">Ich habe einen Schoggi-Job</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin freie Journalistin und glücklich dabei. Am «Tag der Freien» der Mediengewerkschaft Syndicom hatte damit ich die Rolle der Ausnahme zu spielen: Eine Freie, die überlebt, ohne zu den Edelfedern zu gehören. Meine Überlebensstrategie sind Fachmedien und die Spezialisierung auf komplexe Themen, die viele Leute angehen.<br />
<span id="more-21150"></span><br />
Darf man in einer Zeit, in der sich die Honorar-Budgets von nicht-existenzsichernd immer mehr in Richtung nicht-existierend bewegen, vor freie JournalistInnen hinstellen und sagen: Ich habe einen Schoggi-Job? Ein wenig mulmig war mir schon. Doch ich war am <a href="http://www.syndicom.ch/de/newsaktivitaeten/veranstaltungen/events-detailansicht/event/tag-der-freien-2014-welche-zukunft-haben-die-freien-journalistinnen-und-journalisten.html" target="_blank">Tag der Freien</a> in Zürich eingeladen um von meiner persönlichen Überlebensstrategie zu erzählen. Und mir geht&#8217;s als Freie gut. Sehr gut sogar! Ich werde zwar nicht reich, habe aber immer genug zum Leben. Und ich mache genau das, was ich schon immer machen wollte: Ich frage Leute Löcher in den Bauch, recherchiere viel und jongliere mit Zahlen. Im Unterschied zu vielen meiner KollegInnen habe ich das Glück, meine Arbeit an Fachmedien verkaufen zu können. Und ich bewege mich in einer Nische. Einer ziemlich grossen allerdings, denn Landwirtschaft ist ein Thema, das mehr als nur Kühe und Käse umfasst, es reicht vom Stall bis zum Teller und vom Markt bis zur Politik.</p>
<p>Nischen haben es an sich, dass sie anders ticken als der Mainstream. Obwohl die Bauern immer weniger werden, blieb z.B. die Anzahl der landwirtschaftlicher Fachmedien in den letzten zehn, zwanzig Jahren konstant. Gleichzeitig müssen die Redaktionen immer komplexere Themen bearbeiten. Da sind einige froh, wenn sich ein Journalist oder eine Journalistin darauf spezialisiert hat, komplexe Zusammenhänge in einfache Worte zu fassen (oder es zumindest versucht). Genau das ist meine Chance.</p>
<p>Die meisten landwirtschaftlichen Fachmedien zahlen zwar auch nicht gerade Literaturpreisträger-Honorare, aber sie bewegen sich noch in einem Rahmen, der eine halbwegs vernünftige Recherche erlaubt. Wer ein paar Jahre dranbleibt, hat bald einen ordentlichen Fundus an Recherchematerial zusammen. Damit kann man dann andere Zeitungen und Zeitschriften bedienen, die so schlecht zahlen, dass man von ihnen allein nicht leben kann. Deshalb stimmt es tatsächlich: Ich komme allein mit sauberem journalistischem Handwerk und der Beherrschung der Grundrechenarten (plus, minus, mal, geteilt und Prozent) durch. Ein wenig hilft mir vermutlich  noch, dass ich gerne an heiklen Fragen dranbleibe, wie eine Bulldogge am Hosenboden des Postboten.</p>
<p>Das mach ich genauso gern wie mich in die Nesseln setzen, Fettnäpfchen aufstellen und mit spitzer Feder schräge Zahlen präsentieren. Die kritische Schreibe hat mir – entgegen den Befürchtungen mancher TagungsteilnehmerInnen – in meiner Nische nie geschadet, sondern im Gegenteil eher genützt. Fachmedien mögen Zündstoff, solange die Aussagen fundiert sind. Meine hartnäckige Recherche verhalf mir letzten November sogar zu Gratis-PR, als mich ein genervter Mediensprecher vom Bundesamt für Landwirtschaft, BLW, <a href="http://www.persoenlich.com/news/medien/blw-bundesamt-stellt-kritische-agrarjournalistin-eveline-dudda-kalt-310850" target="_blank">kaltstellen wollte</a>. Damals wurden Medien auf mich aufmerksam, die meinen Namen bis anhin noch nie gehört hatten. Das hat mich zwar ein paar Nerven gekostet, war aber insgesamt weniger aufwändig als ein Personenmarketing über Facebook, Twitter, Blog und Co. wie Constantin Seibt das am Tag der Freien empfahl. Vermutlich war die Aktion aber einmalig – die Verwaltung ist durchaus lernfähig.</p>
<p>Ich habe einen Schoggi-Job und seit ich auch noch im Mandat (mit einem rein erfolgsbasierten Honorar) die Chefredaktion des Magazins <a href="http://www.freudeamgarten.ch/home.html" target="_blank">«Freude am Garten»</a>, die ich dieses Jahr übernommen habe, kann ich beim Schreiben sogar noch meine nette Seite ausleben. Trotzdem ist klar: Wenn von einem Berufsstand nur noch diejenigen halbwegs überleben, die eine Nische gefunden haben, dann stimmt etwas nicht. Das System des Journalismus ist krank, Heilung ist keine in Sicht. Die Podiumsdiskussion am Ende der Tagung mit David Sieber (Südostschweiz), Matthias Daum (Leiter Schweiz-Redaktion «Die Zeit»), Daniel Rihs (Freier Fotograf), Angela Barandun und Constantin Seibt (Tages-Anzeiger) unter der Leitung der festen freien Radiojournalistin Kaa Linder (SRF2 Kultur) lässt sogar noch eine Verschlimmerung befürchten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/09/15/ich-habe-einen-schoggijob/">Ich habe einen Schoggi-Job</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Etikettenschwindler aussortieren</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/06/06/etikettenschwindler-aussortieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jun 2012 10:15:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Presseausweis]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Salva Leutenegger]]></category>
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		<category><![CDATA[Stephanie Vonarburg]]></category>
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		<category><![CDATA[impressum]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist BR]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Lopez]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Grosser BR-Check: Mehrere Tausend Journalisten in der Schweiz müssen derzeit nachweisen, dass sie die Kriterien für den Eintrag ins Berufsregister BR erfüllen. Damit soll der weiterhin begehrte Titel aufgewertet werden. Journalist ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Jeder Krakeeler kann sich so nennen, ohne dafür Konsequenzen zu fürchten. Die Trennung von Spreu und Weizen schafft erst der <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/06/etikettenschwindler-aussortieren/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/06/ausweis.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Grosser BR-Check: Mehrere Tausend Journalisten in der Schweiz müssen derzeit nachweisen, dass sie die Kriterien für den Eintrag ins Berufsregister BR erfüllen. Damit soll der weiterhin begehrte Titel aufgewertet werden.<br />
<span id="more-30489"></span><br />
Journalist ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Jeder Krakeeler kann sich so nennen, ohne dafür Konsequenzen zu fürchten. Die Trennung von Spreu und Weizen schafft erst der Eintrag ins Berufsregister, kurz: BR. Wer das Haupterwerbseinkommen mit Journalismus verdient und sich verpflichtet hat, den Pressekodex anzuerkennen, darf sich fortan «Medienschaffende/r BR» nennen. In der Schweiz gibt es zurzeit 7100 Journalistinnen und Journalisten, die diese Kriterien erfüllen. Doch schon bald werden es einige weniger sein. Nicht, weil sie die Branche wechseln, sondern weil sie den BR-Titel zu unrecht tragen.</p>
<p>Der Berufsverband impressum und die Gewerkschaften SSM und Syndicom, die gemeinsam das Register der Berufsjournalisten führen, überprüfen derzeit flächendeckend, wer den Anforderungen noch genügt und wer nicht. Alle, ausser jene, die in den letzten beiden Jahre den BR-Titel erhielten, sind angehalten, einen Fragebogen ausfüllen und zu bestätigen, dass sie mindestens 50 Prozent ihrer Einkommens aus journalistischer Tätigkeit stammt. Wer das nicht kann, erhält die Jahresmarke nicht mehr. Die zweite Voraussetzung für den Eintrag ins BR, die Anerkennung der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalistinnen», wird dagegen nicht erneut eingefordert.</p>
<p>Ziel der Übung sei eine Aufwertung des Presseausweises, heisst es im Begleitschreiben zum Fragebogen. «Es muss gewährleistet sein», präzisiert Stephanie Vonarburg von der Gewerkschaft Syndicom, «dass Medienschaffende, die den BR-Titel tragen, tatsächlich die dafür erforderlichen Kriterien erfüllen.» Nun ist es nicht so, dass massenweise Schindluder getrieben worden wäre mit der Berufslegitimation. Es gebe keine Hinweise auf Missbrauch, heisst es bei den Berufsverbänden unisono. Es sei einfach wieder einmal an der Zeit gewesen, eine umfassende Kontrolle durchzuführen. Wann die Letzte stattgefunden hat, daran mag man sich spontan nicht mehr erinnern; es dürften sicher zehn Jahre her sein.</p>
<p>Doch wozu der ganze Aufwand, wenn der Presseausweis im Berufsleben vieler Journalisten sowieso keine Rolle spielt? Gerade bei festangestellten oder älteren Medienschaffenden habe der Ausweis tatsächlich nur eine geringe praktische Bedeutung, wissen auch die Berufsverbände. Eine Visitenkarte oder Auftragsbestätigung sei für gestandene Berufsleute die übliche Legitimation, wenn es gelte sich auszuweisen. Doch für Einsteiger oder freischaffende Journalisten bedeute das rot-weisse Kärtchen weiterhin ein wichtiges Arbeitsinstrument.</p>
<p>Ausserdem gelte es zu unterscheiden zwischen dem Ausweis und der geschützten Berufsbezeichnung «Medienschaffende/r BR». Von einem Bedeutungsverlust des BR-Titels könne keine Rede sein. «Das sieht man allein schon an den Visitenkarten oder E-Mail-Signaturen von vielen Journalisten, die dort den BR-Titel aufführen», sagt Salva Leutenegger, Zentralsekretärin des Journalistenverbands impressum. Auch sei ihr niemand bekannt, der freiwillig auf den BR-Titel verzichtet hätte, weil er ihn für nutzlos hält.</p>
<p>Dass die geschützte Berufsbezeichnung weiterhin sehr begehrt ist, zeigen auch die zahlreichen Anfragen, die bei den Verbänden eingehen. «Viele Anfragen für eine Aufnahme ins Berufsregister müssen wir aber ablehnen», weiss Martina Lopez vom Zentralsekretariat der Gewerschaft SSM. Oft seien das Leute, die nebenbei bloggen, schreiben oder fotografieren, den Journalismus aber nicht als Haupterwerb betreiben.</p>
<p>Bis Ende Jahre wollen SSM, Syndicom und impressum den BR-Check abgeschlossen haben. Die Bereinigung des Berufsregisters ist auch ein Signal an Auskunftspersonen, dass sie Profis gegenüberstehen, wenn sich ein Journalist als «Medienschaffender BR» ausgibt. Als weiteres Element zur Aufwertung des Titels werden die Verbände Behörden und Unternehmen über die Bereinigung des Berufsregisters informieren.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/06/etikettenschwindler-aussortieren/">Etikettenschwindler aussortieren</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weniger ist manchmal mehr</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/07/01/weniger-ist-manchmal-mehr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 13:55:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Kurzwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Radio International]]></category>
		<category><![CDATA[UVEK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Swissinfo spart und schärft sein Profil. Aus dem Gemischtwarenladen wird eine Plattform, die sich ganz auf ihren Kernauftrag – das Auslandgeschäft – konzentriert und dieses sogar noch ausbaut: Ab 2013 will der Auslanddienst der SRG auch in russischer Sprache über die Schweiz berichten. Dank dem Strategiewechsel kann das Sorgenkind nun endlich in ruhigere Gewässer segeln. <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/01/weniger-ist-manchmal-mehr/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/swissinfo-icon.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Swissinfo spart und schärft sein Profil. Aus dem Gemischtwarenladen wird eine Plattform, die sich ganz auf ihren Kernauftrag – das Auslandgeschäft – konzentriert und dieses sogar noch ausbaut: Ab 2013 will der Auslanddienst der SRG auch in russischer Sprache über die Schweiz berichten. Dank dem Strategiewechsel kann das Sorgenkind nun endlich in ruhigere Gewässer segeln.<br />
<span id="more-28882"></span><br />
Vor einem Jahr forderten mehr als 13&#8217;000 Personen mit einer Petition die <a href="http://www.rettet-swissinfo.ch/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=56&amp;Itemid=57" target="_blank">Rettung von Swissinfo</a>. Anlass zur Sorge gab damals das Sparprogramm 2011-13 des Bundes. Die Hälfte des Swissinfo-Budgets von jährlich 26 Millionen Franken hätte gestrichen werden sollen. So weit kam es nicht. Der Bundesrat garantierte dem Auslandprogramm seine finanzielle Unterstützung bis 2014. Doch das war noch keine Rettung, nur ein Zeitgewinn. Jetzt ist es aber so weit: <a href="http://www.srgssr.ch/nc/de/medien/archiv/single/date/2011/srg-ssr-positioniert-die-onlineplattform-swissinfo-neu/" target="_blank">Swissinfo ist gerettet</a>, wenn auch zu einem hohen Preis. Das Budget wird um 9 Millionen Franken gekürzt, von heute 26 auf neu 17 Millionen Franken pro Jahr. Ein Drittel der Stellen wird abgebaut, hauptsächlich im Bereich Support. Ebenso verschwinden zahlreiche Dienstleistungen. Zum Beispiel die Informations-CD-ROM, die bisher vor Abstimmungen und Wahlen in 6000 Exemplaren an Auslandschweizer in der ganzen Welt verschickt wurde. Ebenso ergeht es der Link-Datenbank <a href="http://www.swissinfo.ch/ger/services/swisslinks/?cid=629998" target="_blank">Swisslinks</a>, die im Zeitalter potenter Suchmaschinen keinen wirklichen Nutzen mehr bietet.</p>
<p>Der Abbau lieferte denn auch die obligaten dramatischen Schlagzeilen. Von <a href="http://www.20min.ch/finance/news/story/Kahlschlag-bei-Swissinfo-10936714" target="_blank">«Kahlschlag»</a> war die Rede, die Gewerkschaft Syndicom wirft der SRG vor, sich dem  <a href="http://www.syndicom.ch/2011/06/stellenabbau-bei-swissinfo-srg-beugt-sich-rechtsburgerlichem-druck/" target="_blank">«rechtsbürgerlichen Druck»</a> gebeugt zu haben. Was natürlich Humbug ist, wenn man die Leidensgeschichte des Auslanddiensts genauer anschaut. Der Druck ist vor allem hausgemacht und besteht seit der Gründung der Online-Plattform als Ersatz für den Kurzwellendienst von Schweizer Radio International SRI vor 12 Jahren. Das zeigen auch die zahlreichen Sparrunden, die der Online-Dienst seit seiner Gründung über sich ergehen lassen musste, ohne dass die SVP auch nur irgendetwas gefordert hätte. Innerhalb der SRG erreichte Swissinfo nie die Akzeptanz, wie sie das legendäre SRI genossen hatte.</p>
<p>Mit dem Ausbau der Internet-Aktivitäten der anderen SRG-Programme geriet Swissinfo weiter in Bedrängnis. Vor allem die aufwändigen Online-Angebote in den drei Landessprachen liessen sich immer schlechter legitimieren, da Radio und Fernsehen selbst mit Macht ins Netz drängten und heute selbst eine umfassende Berichtersattung anbieten. Auslandschweizer können sich heute genauso gut, wenn nicht sogar besser, auf sf.tv oder tsr.ch, aber auch auf den Webseiten privater Medien, über das Geschehen in ihrer Heimat informieren.</p>
<p>Mit dem Strategiewechsel werden nun klare Prioritäten gesetzt. Der Fokus von Swissinfo liegt künftig noch klarer auf dem nicht-landessprachlichen Angebot, das mit einem neuen Dienst in russischer Sprache sogar noch ausgebaut werden soll, sofern der Bundesrat diesem Vorhaben zustimmt. Entsprechend treffen die Sparanstrengungen im redaktionellen Bereich vor allem die Dienste in deutscher, französischer und italienischer Sprache, die künftig angehalten sind, vermehrt Materialien von Radio und Fernsehen der SRG zu verwenden.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist der Ab- und Umbau bei Swissinfo kein Kahlschlag, sondern vielmehr ein Befreiungsschlag, der sein Ziel offenbar nicht verfehlt hat. Während in den letzten Jahren die Beteiligung des Bundes am Budget des Auslanddiensts immer wieder umstritten war, gibt es von den zuständigen Departementen Uvek und EDA deutliche Signale, Swissinfo künftig nicht mehr auf die Sparliste zu setzen. Und auch von Seiten der SRG wird es keinen Spardruck mehr geben, da der Strategiewechsel mit dem Segen und im Auftrag von Generaldirektor Roger de Weck erfolgte. Ausserdem handelt es sich bei den je 8.5 Millionen Franken, die Bund und SRG gemeinsam zum Budget von Swissinfo beitragen, um einen Pappenstiel im Vergleich mit den Kosten anderer Unternehmensteile der SRG.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/01/weniger-ist-manchmal-mehr/">Weniger ist manchmal mehr</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Einen GAV gibt’s nur ohne Lebrument</title>
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		<dc:creator><![CDATA[René Worni]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 07:58:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Löhne]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpartnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Syndicom]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hanspeter Lebrument]]></category>
		<category><![CDATA[GAV]]></category>
		<category><![CDATA[Comedia]]></category>
		<category><![CDATA[Gesamtarbeitsvertrag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was in anderen Branchen zum sozialpartnerschaftlichen Einmaleins gehört, ist in den Deutschschweizer und Tessiner Medien schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr: Seit 2004 stehen die Journalisten ohne Gesamtarbeitsvertrag GAV da – mit teils verheerenden Folgen. Nun sehen die Gewerkschaften einen Silberstreifen am Horizont: Sie hoffen auf die Mindestlohninitiative und den eben erfolgreich erneuerten Vertrag in der <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/01/einen-gav-gibts-nur-ohne-lebrument/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/hanspeter_lebrument.jpg" alt="" width="120" height="120" />Was in anderen Branchen zum sozialpartnerschaftlichen Einmaleins gehört, ist in den Deutschschweizer und Tessiner Medien schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr: Seit 2004 stehen die Journalisten ohne Gesamtarbeitsvertrag GAV da – mit teils verheerenden Folgen. Nun sehen die Gewerkschaften einen Silberstreifen am Horizont: Sie hoffen auf die Mindestlohninitiative und den eben erfolgreich erneuerten Vertrag in der Westschweiz als Hebel für neue GAV-Verhandlungen. Grösster Hemmschuh ist und bleibt Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument.<br />
<span id="more-28881"></span><br />
In der Westschweiz tritt heute der revidierte <a href="http://www.impressum.ch/impressum/de/i-news/i-Info/2011/1106/cctinkraft.html" target="_blank">Gesamtarbeitsvertrag GAV für die Medienbranche</a> in Kraft. Ein Vorgang, von dem die Berufverbände diesseits des Röstigrabens nur träumen können. Seit 2004 leben die Deutschschweizer und Tessiner Jorunalistinnen und Journalisten ohne GAV. «Unsere Strategien sind gescheitert», gesteht Stefan Keller, seit 2005 Präsident Sektor Presse bei Comedia, heute Syndicom. Der Graben ist tief zwischen den Sozialpartnern in der Medienbranche. Begriffe wie Lohnverhandlung und Gesamtarbeitsvertrag haben in Verlegerkreisen einen unschönen Klang.</p>
<p>Bezeichnend, dass Keller in den sechs Jahren seines gewerkschaftlichen Engagements den Verlegerpräsidenten nur ein einziges Mal persönlich getroffen hat. «Ohne Hanspeter Lebrument wären die Voraussetzungen für GAV-Verhandlungen wohl eher wieder intakt», schätzt er. Keller beruft sich dabei – ohne Namen zu nennen – auf entsprechende Aussagen von Kaderleuten aus den Verlagen. Auch Syndicom-Generalsekretärin Stefanie Vonarburg sagt, dass es der Verlegerpräsident geschafft habe, das Thema GAV bei den Arbeitgebern der Branche praktisch zu tabuisieren. Die Folgen seien besonders in den letzten zwei Jahren für freie Medienschaffende und Berufseinsteiger verheerend. Die Rede ist von Lohndumping und Löhnen von zum Teil weit unter 4000 Franken bei hundertprozentiger Arbeitsleistung.</p>
<p>Nun klammern sich die Gewerkschaften an den Strohhalm der Mindestlohninitiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Sie hoffen, damit die Lohndiskussion auch in der Medienbranche anzuschieben, um auf diesem Umweg doch noch mit den Verlegern ins Gespräch zu kommen. Stefanie Vonarburg: «Dabei ist es nicht unser Ziel, für die Branche staatliche Mindeslöhne festsetzen zu lassen, das muss über einen GAV konkretisiert werden.» Die vom Verlegerverband nach der Aufkündigung des Journalisten-GAV 2004 festgelegten Mindeststandards sei hier kein akzeptierbarer Ersatz. «Er wurde einseitig von den Verlegern erlassen und wird laufend unterwandert», sagt Vonarburg.</p>
<p>Doch die Sozialpartner werden kaum miteinander ins Gespräch kommen, denn Lohndiskussionen sind beim Verband Schweizer Medien VSM kein Thema. «Die Presselandschaft ist in der Schweiz zu verschieden», erklärt VSM-Geschäftsführer Urs F. Meyer am Unterschied zwischen den Zürcher Grossverlagen und etwa dem Wohlener Anzeiger. Bereits im GAV 2000 jedoch waren für kleine und mittlere Verlage Sonderregelungen vorgesehen, die allerdings nie beansprucht worden waren. Ein Lohnregulativ ist demnach auch für knapp kalkulierende Häuser offenbar weit weniger problematisch, als es die Verleger gemeinhin darstellen. Doch Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument glaubt nicht, dass sich die Haltung der Verleger ändern werde. Seit dem Ende des GAV habe sich die Arbeitswelt verändert, sei die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine andere. «Jedes Verlagshaus hat heute sein eigenes von Kiga und Seco abgesegnetes Personalreglement. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man jetzt für die Journalisten gesonderte Mindestlöhne einführen sollte.»</p>
<p>Gestern gab es einen weiteren Dämpfer: Der Bundesrate will die Regulierung der Presse <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/30/problem-erkannt-entscheid-verweigert/" target="_self">allein dem Markt überlassen</a> – obwohl er den Befund der Wissenschaft anerkennt, dass der Markt alleine die Vielfalt und Qualität der Presse nicht gewährleisten kann. Ein winziger Hoffnungsschimmer bleibt dennoch: Die Tripartite Kommission des Bundes (TPK Bund), bestehend aus den Sozialpartnern sowie dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), hat für das laufende Jahr die tiefen Löhne im Journalismus im Fokus und will mit einer arbeitsmarktlichen Studie die Arbeitsverhältnisse untersuchen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/01/einen-gav-gibts-nur-ohne-lebrument/">Einen GAV gibt’s nur ohne Lebrument</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Fragen stellen verboten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/03/fragen-stellen-verboten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 11:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[impressum]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
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		<category><![CDATA[Andreas Kunz]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verkehrte Welt: Die drei Schweizer Mediengewerkschaften sehen die Privatsphäre verletzt, wenn ein Journalist recherchiert und Fragen stellt. Die Mediengewerkschaften SSM, Syndicom und impressum protestieren, weil sich ein Redaktor der Weltwoche erlaubt hat, per E-Mail einigen bei der SRG angestellten Redaktoren Fragen zu stellen. Andreas Kunz wollte wissen, welchen Parteien und politischen Organisationen die Mitarbeiter des <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/03/fragen-stellen-verboten/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Verkehrte Welt: Die drei Schweizer Mediengewerkschaften sehen die Privatsphäre verletzt, wenn ein Journalist recherchiert und Fragen stellt.<br />
<span id="more-28744"></span><br />
Die Mediengewerkschaften SSM, Syndicom und impressum <a href="http://www.ssm-site.ch/de/news/flash11/news240.html" target="_blank">protestieren</a>, weil sich ein Redaktor der Weltwoche erlaubt hat, per E-Mail einigen bei der SRG angestellten Redaktoren Fragen zu stellen. <a href="http://www.weltwoche.ch/autoren/andreas-kunz.html" target="_blank">Andreas Kunz</a> wollte wissen, welchen Parteien und politischen Organisationen die Mitarbeiter des öffentlichen Radios und Fernsehen angehören. Die Vermutung liegt auf der Hand, dass die Weltwoche damit nach Belegen sucht für ihre Behauptung, das Schweizer Radio und Fernsehen sei von linken Angestellten dominiert. Das dürfte auch den Redaktorinnen und Redaktoren bewusst sein, die das E-Mail erhalten haben.</p>
<p>Die Anfrage der Weltwoche lautete folgendermassen:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter ………<br />
Im Nachgang zur Nationalratskandidatur von Tagesschau-Redaktor Matthias Aebischer machen wir bei der Weltwoche eine Umfrage bei den wichtigsten SRF-Info-Redaktoren. Im Sinne einer Herstellung von Transparenz gegenüber den Gebührenzahlern möchten wir Ihnen gerne folgende Fragen stellen:<br />
&#8211; Sind Sie Mitglied einer politischen Partei? Und wenn ja, in welcher?<br />
&#8211; Waren Sie jemals Mitglied einer politischen Partei? Und wenn ja, in welcher?<br />
&#8211; Waren Sie jemals auf eine andere Art und Weise politisch aktiv? Und wenn ja, wie?<br />
&#8211; Sind Sie oder waren Sie jemals Mitglied in einer wirtschaftlichen Vereinigung oder einem NGO? Und wenn ja, in welcher?<br />
&#8211; Sind Sie oder waren Sie jemals aktives Mitglied in einer gewerkschaftlichen Vereinigung? Und wenn ja, in welcher?<br />
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Für eine Antwort bis spätestens nächsten Montag wäre ich Ihnen dankbar.<br />
Herzlich<br />
Andreas Kunz, Ressortleitung Gesellschaft<br />
DIE WELTWOCHE</p></blockquote>
<p>Es ist davon auszugehen, dass der Grossteil der Adressaten diese Anfrage unbeantwortet lässt, weil hier nach persönlichen Angaben gefragt wird, mit denen Journalisten grundsätzlich nicht gerne öffentlich hausieren und Mitarbeiter der SRG, die per Arbeitsvertrag zu politischer Neutralität angehalten werden, sowieso nicht. Aber fragen darf man schliesslich immer. Doch genau das stört die Mediengewerkschaften, allen voran das Syndikat Schweizer Medienschaffender SSM, das die Radio- und Fernsehmitarbeiter vertritt. Nun hat es die Gewerkschaft nicht etwa bei einem internen Hinweis belassen, mit der Empfehlung, der Weltwoche keine Auskunft zu geben, sondern spannte  die beiden anderen Verbände Syndicom und impressum ein.</p>
<p>In einer <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/03/Brief_an_Journalisten_02.03.2011-1.pdf" target="_blank">Mitteilung</a>, die gestern via Mailverteiler an die Mitgliedschaft der drei Verbände ging – also praktisch an alle Journalistinnen und Journalisten der Deutschschweiz – steht Folgendes zu lesen:</p>
<blockquote><p>Die Weltwoche greift damit in die Privatsphäre und die verfassungsmässig garantierten Freiheitsrechte der Journalisten ein. Sie macht die falsche Gleichung, dass jeder Journalist seine professionelle Arbeit nach seinen persönlichen politischen Präferenzen ausrichtet. Wir fragen: Wo sind da die Grenzen? Müssen sich in Zukunft Journalisten auch über ihre Religion ausweisen, weil auch religiöse Fragen Gegenstand der journalistischen Arbeit sind?</p></blockquote>
<p>Journalisten müssen gar nichts. Der Vorwurf der Gewerkschaften, hier greife jemand in die Privatsphäre ein, mutet geradezu absurd an. Bei der E-Mail der Weltwoche handelt es sich um eine Anfrage zu Recherchezwecken, die man beantworten kann oder einfach ignorieren. Mit dem Absender Weltwoche ist transparent, worum es bei dieser Anfrage geht. Die politisch motivierte Berichterstattung der Weltwoche zur SRG lässt sich jederzeit kritisieren; auch Gewerkschaften, die die Interessen der Radio- und Fernsehmitarbeiter vertreten, sollen und können das jederzeit tun. Wenn aber Gewerkschaften einem Journalisten gleichsam das Recht absprechen, Fragen zu stellen, dann hat dies nichts mehr mit legitimer Kritik zu tun, sondern nur noch mit Effekthascherei.</p>
<p><em>Redaktionskollege Ronnie Grob hat sich <a href="http://blog.ronniegrob.com/2011/03/02/schweizer-journalistengewerkschaften-beklagen-sich-ueber-die-pressefreiheit/" target="_blank">in seinem Blog</a> ebenfalls zum sonderbaren Verhalten der Mediengewerkschaften geäussert.</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/03/fragen-stellen-verboten/">Fragen stellen verboten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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