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	<title>Teleblocher | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 11 Oct 2022 15:30:37 +0000</lastBuildDate>
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		<title>15 Jahre «Teleblocher»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/11/15-jahre-teleblocher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2022 15:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Teleblocher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sprachrohr für sich selbst – ohne Filter und ohne Widerspruch: Zum Sendestart 2007 hagelte es noch Proteste gegen «Teleblocher». Doch 15 Jahre und knapp 800 Ausgaben später gibt es das Format von Alt-Bundesrat Christoph Blocher immer noch.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sprachrohr für sich selbst – ohne Filter und ohne Widerspruch: Zum Sendestart 2007 hagelte es noch Proteste gegen «Teleblocher». Doch 15 Jahre und knapp 800 Ausgaben später gibt es das Format von Alt-Bundesrat Christoph Blocher immer noch.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/11/15-jahre-teleblocher/">15 Jahre «Teleblocher»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Mit Christoph Blocher haben wir eine aussergewöhnliche Figur»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/24/mit-christoph-blocher-haben-wir-eine-aussergewoehnliche-figur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2022 06:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Teleblocher]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Ackeret]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Schweizer Journalistenlandschaft kommt man nicht um ihn herum: Matthias Ackeret ist Verleger und Chefredaktor des hiesigen Kommunikationsmagazins «persönlich». Der 58-Jährige ist zudem der Macher von «Teleblocher», wo er wöchentlich alt Bundesrat Christoph Blocher zum aktuellen Zeitgeschehen interviewt. Die «Jungfrau Zeitung» hat den Kommunikationsprofi, der auch Bestsellerautor ist, in Bern auf der Bellevue Terrasse <a href="https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/199863/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Schweizer Journalistenlandschaft kommt man nicht um ihn herum: Matthias Ackeret ist Verleger und Chefredaktor des hiesigen Kommunikationsmagazins «persönlich». Der 58-Jährige ist zudem der Macher von «Teleblocher», wo er wöchentlich alt Bundesrat Christoph Blocher zum aktuellen Zeitgeschehen interviewt. Die «Jungfrau Zeitung» hat den Kommunikationsprofi, der auch Bestsellerautor ist, in Bern auf der Bellevue Terrasse zu einem ausführlichen Gespräch getroffen, das in zwei Teilen publiziert wird. Lesen Sie hier, wie es zu «Teleblocher» kam und wie die Voraussetzungen des SVP-Politikers lauteten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/24/mit-christoph-blocher-haben-wir-eine-aussergewoehnliche-figur/">«Mit Christoph Blocher haben wir eine aussergewöhnliche Figur»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kolumne: Ein schrecklich nettes Familientreffen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/09/24/ein-schrecklich-nettes-familientreffen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Classen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Sep 2019 15:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Teleblocher]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne Oliver Classen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blocher ruft und die Deutschschweizer Medien-Elite kommt: Allerdings nicht um ihn in die Mangel zu nehmen, sondern um «Teleblocher» und deren Machern zu huldigen. Unser Kolumnist sieht da ein (Un)Sittenbild der Schweizer Kommunikationsbranche zu Wahlkampfzeiten. «Teleblocher feiert die 600. Sendung»: Normalerweise ignoriere ich so eine Jubiläumsmeldung ja. Der Untertitel «Stelldichein im Toggenburg» hätte mich allerdings <a href="https://medienwoche.ch/2019/09/24/ein-schrecklich-nettes-familientreffen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blocher ruft und die Deutschschweizer Medien-Elite kommt: Allerdings nicht um ihn in die Mangel zu nehmen, sondern um «Teleblocher» und deren Machern zu huldigen. Unser Kolumnist sieht da ein (Un)Sittenbild der Schweizer Kommunikationsbranche zu Wahlkampfzeiten.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-72773" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/MW-Oliver-Classen-Kolumne-Baustelle-20190924-M-Leisi-DSCF2123.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/MW-Oliver-Classen-Kolumne-Baustelle-20190924-M-Leisi-DSCF2123.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/MW-Oliver-Classen-Kolumne-Baustelle-20190924-M-Leisi-DSCF2123-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/MW-Oliver-Classen-Kolumne-Baustelle-20190924-M-Leisi-DSCF2123-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/MW-Oliver-Classen-Kolumne-Baustelle-20190924-M-Leisi-DSCF2123-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/MW-Oliver-Classen-Kolumne-Baustelle-20190924-M-Leisi-DSCF2123-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
«Teleblocher feiert die 600. Sendung»: Normalerweise ignoriere ich so eine <a href="http://www.persoenlich.com/gesellschaft/teleblocher-feiert-die-600-sendung" target="_blank" rel="noopener">Jubiläumsmeldung</a> ja. Der Untertitel «Stelldichein im Toggenburg» hätte mich allerdings aufhorchen lassen sollen. Gelesen habe ich die Meldung aber erst, nachdem der Tweet eines für seine professionelle Integrität bekannten Reporters meine Aufmerksamkeit geweckt hatte.</p>
<p>Darin kritisierte dieser nicht nur die «Propaganda-Veranstaltung» selbst, sondern sinngemäss mehr noch die – gemäss der Meldung – «rund 60 ‹Fans und Kritiker›, die meisten aus dem Zürcher Journalistenkuchen», die sich mitten im SVP-Wahlkampf willfährig instrumentalisieren liessen vom Übervater. Sinngemäss deshalb, weil diese akkurate Analyse nach meinem Retweet flugs gelöscht wurde. Auf die Nachfrage nach den Gründen für diesen Rückzieher lautete die erschütternde Antwort: «Manchmal ist schweigen besser als reden.» Welche Medienmächtigen brachten diesen sonst so coolen Kollegen dazu, sofort und quasi öffentlich zurückzukrebsen? Diese Frage blieb unbeantwortet.</p>
<blockquote><p>Hier die journalistische Entlarvung eines Volksverhetzers, dort der publizistische Liebesdienst an einem (selbst ernannten) Volkstribun.</p></blockquote>
<p>Eine Woche später dann sah ich, wie AfD-Radikalinski Björn Höcke <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/heute/das-interview-mit-bjoern-hoecke-verschriftet-100.html" target="_blank" rel="noopener">vom ZDF nach allen Regeln der Interviewkunst gegrillt wurde</a>. Der Kontrast zu der ahnungslosen bis anbiedernden Stichwortgeberei von Matthias Ackeret, dem «Teleblocher»-Moderator, könnte schmerzhafter nicht sein: Hier die journalistische Entlarvung eines Volksverhetzers, dort der publizistische Liebesdienst an einem (selbst ernannten) Volkstribun.</p>
<p>Dass ihn der Alte vom Herrliberg dort seit 2007 jeden Freitag zur leicht autistischen Audienz empfängt, verdankt der «Persönlich»-Verleger seinem Buch «Das Blocher-Prinzip», «dessen eigentlicher Autor» gemäss Eigenwerbung aber «Blocher selbst ist». Und natürlich dem 2015 verstorbenen Norbert Neininger, von dem es im Nachruf hiess: «Seine ‹Schaffhauser Nachrichten› empfahlen den EWR-Beitritt schon zur Ablehnung, als (…) Köppel und Somm noch das machten, was sie heute ‹linken Mainstream-Journalismus› nennen.»</p>
<blockquote><p>Der eigentliche Skandal dieser Sendung aber ist, dass sie nie ein Skandal war.</p></blockquote>
<p>Verlautbarungsjournalismus ist also nicht mal der Vorname dessen, was «Teleblocher» bis dato schon über 200 Stunden lang ins Handörgeli-Idyll hinausposaunt hat. Der Nachname lautet schlicht Parteipropaganda und Personenkult. Freilich nicht mit germanischer Schärfe, sondern helvetischer Gmögigkeit. In einer <a href="https://www.srf.ch/play/radio/rendez-vous/audio/teleblocher-oder-die-ueberlistung-der-etablierten-medien?id=fa2c0cd0-eae7-420b-864c-3031861ee517" target="_blank" rel="noopener">Radio-Reportage zur 500. Ausgabe</a> gab Ackeret denn auch zu Protokoll, dass «Nachfragen anmassend wäre» und er stolz auf die «Überlistung der etablierten Medien» ist, so «wie es Trump mit Twitter macht».</p>
<p></p>
<p>Der eigentliche Skandal dieser Sendung aber ist, dass sie nie ein Skandal war. Und heute längst zum medialen Inventar der Alpenrepublik gehört. Nur so scheint erklärbar, dass vor drei Wochen 60 (!) Branchengrössen in den abgelegenen Gasthof von Ex-SVP-Präsident Toni Brunner pilgerten, um dort aktive Beihilfe zu Blochers volkstümelnder <a href="https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/afd-selbstverharmlosung-100.html" target="_blank" rel="noopener">«Selbstverharmlosung»</a> zu leisten. Und dass sich – abgesehen vom eingangs erwähnten Kollegen – niemand darüber aufgeregt hat.</p>
<blockquote><p>Solches «Rubbing Shoulders» zwischen Zürcher Medien- und rechtspopulistischer Polit-Elite hat mitgeholfen, die SVP erst salonfähig und dann zur stärksten Partei zu machen.</p></blockquote>
<p>Die von persoenlich.com (ebenfalls stolz) referierte Gästeliste umfasste neben «der halben NZZ» (von Eric Gujer bis Medienredaktor Rainer Stadler), einzelnen Weltwöchlern, dem Tamedia-Haudegen Marcel Kohler und der Alt-Schaffhauser Connection Peter Hartmeier auch allerlei überraschende Namen.</p>
<p>Was etwa hatten Blocher-Verächter Roger Schawinski, Ex-Economiesuisse-Chef Gerold Bührer, Starwerber David Schärer oder Ringiers Digital-Leiter Peter Wälty im hintersten Toggenburg verloren? Ganz einfach: Sie konnten nicht nur Ghackets und Hörnli, sondern auch mal wieder eine fette Dosis Vitamin B zu sich nehmen. Solches «Rubbing Shoulders» zwischen Zürcher Medien- und rechtspopulistischer Polit-Elite hat mitgeholfen, die SVP erst salonfähig und dann zur stärksten Partei zu machen.</p>
<p>Selbst das SRF war übrigens vertreten – wenn auch nur durch ihren Tessin-Korrespondenten Reto Kohler. Die sich am Leutschenbach seit April <a href="https://www.dieostschweiz.ch/artikel/programm-soll-ausgewogener-werden-srf-uebernimmt-teleblocher-OQPyr9j" target="_blank" rel="noopener">hartnäckig haltenden Gerüchte</a>, zwecks Ausgewogenheit wolle man «Teleblocher» übernehmen und unter dem Namen «Vox populi» neu lancieren, erhalten durch den Altherrentreff im «Haus der Freiheit» (!) also zum Glück keine neue Nahrung.<br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-72777" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/WhatsApp-Image-2019-09-24-at-12.05.10.jpeg" alt="" width="940" height="528" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/WhatsApp-Image-2019-09-24-at-12.05.10.jpeg 940w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/WhatsApp-Image-2019-09-24-at-12.05.10-300x169.jpeg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/09/WhatsApp-Image-2019-09-24-at-12.05.10-768x431.jpeg 768w" sizes="(max-width: 940px) 100vw, 940px" /><br />
<small>Wie ein Ölschinken von Anker: Die rustikale Runde inspirierte einen Twitterer zur Verfremdung des offiziellen Fotos. (Bild: persoenlich.com/Bearbeitung: <a href="https://twitter.com/grawzone/status/1171064126900191233" target="_blank" rel="noopener">Twitter-User @grawzone</a>)</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/09/24/ein-schrecklich-nettes-familientreffen/">Kolumne: Ein schrecklich nettes Familientreffen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>«TeleBlocher» oder die Überlistung der etablierten Medien</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/03/24/teleblocher-oder-die-ueberlistung-der-etablierten-medien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Teleblocher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit bald zehn Jahren lässt sich SVP-Alt-Bundesrat Christoph Blocher für die Internet-Sendung «TeleBlocher» vom Journalisten Matthias Ackeret interviewen. Dort kann er wöchentlich seine Meinung ungefiltert verbreiten. In diesen Tagen steht bereits die 500.Folge von «TeleBlocher» auf dem Programm. Und ans Aufhören denkt Blocher noch nicht.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/24/teleblocher-oder-die-ueberlistung-der-etablierten-medien/">«TeleBlocher» oder die Überlistung der etablierten Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit bald zehn Jahren lässt sich SVP-Alt-Bundesrat Christoph Blocher für die Internet-Sendung «TeleBlocher» vom Journalisten Matthias Ackeret interviewen. Dort kann er wöchentlich seine Meinung ungefiltert verbreiten. In diesen Tagen steht bereits die 500.Folge von «TeleBlocher» auf dem Programm. Und ans Aufhören denkt Blocher noch nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/03/24/teleblocher-oder-die-ueberlistung-der-etablierten-medien/">«TeleBlocher» oder die Überlistung der etablierten Medien</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Fragen vor den Antworten</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/09/08/die-fragen-vor-den-antworten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2016 12:18:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Beatrice Oeri]]></category>
		<category><![CDATA[Teleblocher]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Service public]]></category>
		<category><![CDATA[Tageswoche]]></category>
		<category><![CDATA[BAZ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den nächsten Jahren stehen so viele medienpolitische Weichenstellungen an wie selten zuvor in so kurzer Zeit: Noch in diesem Jahr diskutiert das Parlament über Aufgabe und Ausmass des Service public in den Medien – und damit auch über die künftige Gestalt der SRG. Der Ausgang dieser Diskussion wird einen direkten Einfluss haben auf die <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/08/die-fragen-vor-den-antworten/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/08/die-fragen-vor-den-antworten/">Die Fragen vor den Antworten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den nächsten Jahren stehen so viele medienpolitische Weichenstellungen an wie selten zuvor in so kurzer Zeit: Noch in diesem Jahr diskutiert das Parlament über Aufgabe und Ausmass des Service public in den Medien – und damit auch über die künftige Gestalt der SRG. Der Ausgang dieser Diskussion wird einen direkten Einfluss haben auf die Konzession der SRG, die Ende 2017 ausläuft und danach erneuert werden muss. Mit der Abstimmung über die No-Billag-Initiative folgt schliesslich das gewichtigste Geschäft mit dem Potenzial zur Tabula Rasa. Fünf Grundsatzfragen vor der grossen Debatte.<br />
<span id="more-27985"></span></p>
<ul>
<li><strong>Sind Medien ein marktförmiges Gut?</strong> Wer den Medienmarkt für einen Markt wie jeden anderen hält und auf die selbstregulierenden Kräfte von Angebot und Nachfrage vertraut, beantwortet die Frage klar mit ja und plädiert für die Abschaffung jeglicher Form von (Medien)Subvention. Wer hingegen den Doppelcharakter der Medien als Wirtschafts- und Kulturgut anerkennt, sieht die reine Marktförmigkeit relativiert und sollte nach Finanzierungsmöglichkeiten auch abseits des Markts suchen.</li>
<li><strong>Schafft allein der Markt freie und unabhängige Medien?</strong> Die freie Presse bezieht ihre Legitimation seit jeher aus der Unabhängigkeit gegenüber dem Staat; Markt und Wettbewerb prägen unser Mediensystem. Doch es gibt eine Kehrseite: Die Abhängigkeit vom Werbemarkt – am stärksten bei sogenannten Gratismedien – beeinflusst direkt oder indirekt die Berichterstattung im Sinne der Werbekunden. Anders verhält es sich auf dem Nutzermarkt. Allein durch freiwillige Nutzerbeiträge finanzierte Medien können als die unabhängigsten überhaupt gelten – nur existieren dafür bestenfalls Nischenmärkte,</li>
<li><strong>Wer kann also Medien finanzieren und gleichzeitig deren Freiheit und Unabhängigkeit garantieren?</strong> Interessant ist: Im gesamten politischen Spektrum gibt es anerkannte und praktizierte Formen marktferner Medienfinanzierung. Sei es nun Christoph Blocher, der als Miteigentümer der «Basler Zeitung» die Herausgabe einer  SVP-nahen Publikation ermöglicht und dabei primär eine politische Dividende einstreicht. Mit «Teleblocher» agiert der Politiker zudem erfolgreich im No-Budget-Bereich. Oder das Gegenmodell: Die schwerreiche Mäzenin Beatrice Oeri ermöglicht den Betrieb der Tageswoche. Oeri handelt aus Idealismus und nicht aus Gewinnstreben. Dass die Motivation der Geldgeber auf den Inhalt der von ihnen finanzierten Medien abfärbt, sieht man sowohl links als auch rechts. Ein von der Allgemeinheit finanzierter Rundfunk dagegen garantiert die publizistische Unabhängigkeit ungleich besser als Medien, deren Existenz vom Wohlwollen einer Einzelperson abhängen.</li>
<li><strong>Wie unabhängig kann ein gebührenfinanzierter Sender überhaupt sein?</strong> Das Gebührenmodell der SRG ist durch eine – wenn auch äusserst knapp ausgegangene – Volksabstimmung demokratisch legitimiert. Damit und mit der Verankerung in der Gesellschaft über die historisch gewachsene und föderal organisierten Trägerschaft bietet die SRG Gewähr für eine staatsferne Organisation. Das wiederum schafft die Voraussetzung für eine unabhängige Berichterstattung. Dieses Modell unterscheidet sich zudem stark von den verpolitisierten Anstalten in Deutschland oder Österreich, wo das redaktionelle Führungspersonal den Ränkespielen der Parteien ausgesetzt ist.</li>
<li><strong>Was wäre mit einer substanziellen Schwächung oder gar der Auflösung der SRG gewonnen?</strong> Zuerst: Mehr Markt und mehr Freiheit. Aber damit auch mehr Medienvielfalt, grössere Unabhängigkeit der Medien und bessere Qualität der Berichterstattung? Wohl kaum, gerade mit Blick auf den gegenwärtigen Zustand des globalen Medien- und Werbemarkts, der je länger je mehr nach dem Prinzip funktioniert «the winner takes it all». Ein öffentlich finanziertes, aber durchaus inhaltlich fokussiertes und strukturell verschlanktes Medienangebot, das sich solchen Mechanismen bewusst entzieht (also auch auf Werbung verzichtet), kann als Gegengewicht dazu wirken.</li>
</ul>
<p><small>Dieser Text ist im Auftrag des Magazins «Schweizer Monat» entstanden und eine Fassung davon wurde dort zuerst veröffentlicht.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/09/08/die-fragen-vor-den-antworten/">Die Fragen vor den Antworten</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>An den Originalschauplätzen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/01/12/an-den-originalschauplatzen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2012/01/12/an-den-originalschauplatzen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob &#124; Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:10:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Ackeret]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Urs Paul Engeler]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Hildebrand]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalbank]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[SNB]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Gilli]]></category>
		<category><![CDATA[Tele Züri]]></category>
		<category><![CDATA[Teleblocher]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Telezüri]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei aller unterschiedlicher Einschätzung der Vorgänge, die zum Rücktritt von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand führten, lieferten die letzten Wochen einen erhellenden Einblick in die Mechanismen der Medien. Zehn Beobachtungen auf zehn Schauplätzen. Ideologie statt Solidarität Der Jäger Online schlägt Print Im Twitter-Sog Die Medienkonferenz der SNB Auf wessen Namen lautet das Konto? Was ist ein Screenshot? <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/12/an-den-originalschauplatzen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/12/an-den-originalschauplatzen/">An den Originalschauplätzen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/01/hildi_klein.jpg" alt="" width="120" height="119" /> Bei aller unterschiedlicher Einschätzung der Vorgänge, die zum Rücktritt von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand führten, lieferten die letzten Wochen einen erhellenden Einblick in die Mechanismen der Medien. Zehn Beobachtungen auf zehn Schauplätzen.<br />
<span id="more-30419"></span></p>
<ol>
<li><a href="#ideologie">Ideologie statt Solidarität</a></li>
<li><a href="#upe">Der Jäger</a></li>
<li><a href="#online">Online schlägt Print</a></li>
<li><a href="#twitter">Im Twitter-Sog</a></li>
<li><a href="#medienkonferenz">Die Medienkonferenz der SNB</a></li>
<li><a href="#konto">Auf wessen Namen lautet das Konto?</a></li>
<li><a href="#screenshot">Was ist ein Screenshot?</a></li>
<li><a href="#quellen">Die Sache mit den Quellen</a></li>
<li><a href="#gilli">TV-Duell: Gilli vs. Ackeret 1:0</a></li>
<li><a href="#treibjagd">«Mechanik einer Treibjagd»</a></li>
</ol>
<p><a name="ideologie"><strong>Ideologie statt Solidarität</strong></a><br />
Es ist erstaunlich, wenn nicht verstörend, wie viele Journalisten auf die Enthüllungen reagierten. Statt die Vorwürfe selbst zu prüfen und sich ein eigenes Bild der Lage zu machen, kümmerten sie sich zu allererst um die Enthüller (Weltwoche, Blocher, Whistleblower) und fragten nach deren Motiven. <a href="http://journal21.ch/k%C3%B6ppel-muss-gehen">Auf Journal21.ch</a> will ein aufgeregter René Zeyer gar die «Weltwoche» schliessen und hält das nicht mal für einen Eingriff in die Pressefreiheit. Wer einzelne Artikel liest und Journalisten auf Twitter und Facebook zuhört, stösst auf Ideologie statt Solidarität. Müssten Journalisten nicht Leute, die möglicherweise relevante Vorwürfe erheben, zunächst mal unterstützen, unabhängig ihrer Herkunft? Bis zum Beweis des Gegenteils bleibt zwar jeder Angeschuldigte unschuldig, aber als Teil der kritischen Öffentlichkeit sind Journalisten doch selbst dringend auf die Solidarität des anderen Teils der kritischen Öffentlichkeit angewiesen. (rg)</p>
<p><a name="upe"><strong>Der Jäger</strong></a><br />
Seine Trophäensammlung wurde eben um einen prominenten Namen reicher. Urs Paul Engeler, meinungsstarker Reporter mit ausgeprägtem Jagdinstinkt, brachte mit seinem Artikel in der Weltwoche jene Dynamik in Gang, die zum Rücktritt von Philipp Hildebrand führte. Wenige Wochen zuvor war es Bundesratskandidat Bruno Zuppiger, dem ein Engeler-Artikel zum Verhängnis wurde und auch an der Demontage von Bundesanwalt Erwin Beyeler schrieb der Weltwoche-Autor fleissig mit. Der Branche scheint diese Form von Journalismus zu gefallen. Aus einer Publikumswahl ging Engeler jüngst als «Journalist des Jahres» hervor. Ein Titel, aus dem sich der Ausgezeichnete nicht viel macht. Ja, er wäre sogar bereit, darauf zu verzichten – allerdings nicht als Eingeständnis irgendwelcher Verfehlungen. In der Affäre Hildebrand stehe er weiterhin «zu jeder Zeile meines Artikels», sagte Engeler der Basler Zeitung. Nun fragt man sich natürlich: Who&#8217;s next? Die Liste der Zielobjekte ist lang. Engeler hält den halben Bundesrat, den ganzen Bankrat und den Chef der Finanzkontrolle wegen ihrer Rolle in der Affäre Hildebrand für «untragbar». (nil)</p>
<p><a name="online"><strong>Online schlägt Print</strong></a><br />
Es gibt nichts älteres als die Zeitung von gestern, lautet ein Sprichwort. In der Affäre Hildebrand kam es noch schlimmer für das gedruckte Medium: Es gibt nichts älteres als die Zeitung von morgen. Noch bevor die Weltwoche am vergangenen Donnerstag ausgeliefert wurde, hatte Wirtschaftspublizist Lukas Hässig <a href="http://www.20min.ch/news/dossier/hildebrand/story/Bank-Sarasin-dementiert-Vorwuerfe-13437818" target="_blank">am Vorabend auf 20 Minuten online</a> bereits den Artikel von Urs Paul Engeler zerpflückt. Das war natürlich nur deshalb möglich, weil auch die Weltwoche einen Teil ihrer Texte zuerst im Netz zugänglich gemacht hatte. Überhaupt blieben nur wenige Texte den bezahlenden Zeitungskäufern und -abonnenten vorbehalten; die Musik spielt online. Breaking News, überraschende Wendungen, Enthüllungen und die Post vom Datendieb halten sich nicht an einen Redaktionsschluss. Wer mit der Veröffentlichung bis zur nächsten Zeitungsausgabe wartet, riskiert von der Konkurrenz abgehängt zu werden. (nil)</p>
<p><a name="twitter"><strong>Im Twitter-Sog</strong></a><br />
Während der heissen Phase der Affäre Hildebrand fungierte Twitter als öffentliche Informations- und Diskussionsplattform in einem für Schweizer Verhältnisse noch nie gesehenen Ausmass. Aus allen Redaktionen, die zum Fall recherchierten, waren zahlreiche Journalistinnen und Redaktoren auf Twitter präsent. Den Peak erreichte das Gezwitscher während den beiden Medienkonferenzen von Philipp Hildebrand. Aber auch nach der Veröffentlichung von Primeurs und neuen Erkenntnisse schnellte der Pegel jeweils hoch. Die Dynamik auf Twitter entwickelte sich zu einem regelrechten Sog, dem sich auch Journalisten nicht mehr entziehen konnten, die bislang auf Twitter vor allem durch Schweigen aufgefallen waren. Neuerdings aktiv mit dabei sind zum Beispiel <a href="https://twitter.com/#!/hbritschgi">Hannes Britschgi</a> (Ringier), <a href="https://twitter.com/#!/andikunz">Andreas Kunz</a> (Weltwoche) oder <a href="https://twitter.com/#!/a_durisch">Andreas Durisch</a> (Ex-CR Sonntagszeitung) (nil).</p>
<p><a name="medienkonferenz"><strong>Die Medienkonferenz der SNB</strong></a><br />
Philipp Hildebrand eröffnete die Pressekonferenz der SNB am 5. Januar um 16 Uhr mit klaren, sicheren Worten, ohne irgendwelche Ähs oder Öhs (<a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=6012e730-e23a-4357-9af0-0447a3918083">hier in voller Länge</a>). Aber offenbar war es sehr heiss im Saal, denn Hildebrand begann schon nach wenigen Minuten stark zu schwitzen &#8211; man hätte ihm <a href="http://www.hossli.com/articles/2011/12/19/der-fehlgriff-in-den-kleiderschrank/">wie Richard Nixon</a> ein Taschentuch reichen wollen. Wenn Schwitzen Teil der Körpersprache ist, dann hat die Körpersprache deutlich gesprochen (ab Minute 24). Bei den Fragen der Journalisten fasste Hildebrand wieder Tritt und bedankte sich zuerst artig für jede Frage, um sie dann aber ausweichend oder auch gar nicht zu beantworten. Nicht genehme Fragen wurden abgewürgt, offenbar genehme Fragen, zum Beispiel jene des Westschweizer TV und Radios, länglich beantwortet. Fragesteller wurden willkürlich ausgewählt, die Veranstaltung nach einer Stunde abgebrochen und nicht, als es keine Fragen mehr gab. Hildebrand: «Was wollen wir, noch eine oder noch zwei? Also, noch eine.». Dass Roger Köppel, der selbst keine Frage stellen durfte, in der Konferenz <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=99457">«sowjetische Züge»</a> erkannte, verwundert nicht. Zwar war die aufgeräumte Gutgelauntheit von Hansueli Raggenbass an der Pressekonferenz so gar nicht sowjetisch, um so mehr aber seine Anwesenheit. Als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerische_Nationalbank#Bankrat">Präsident des Bankrats</a> sollte er doch die angeschuldigte Geschäftsführung der Nationalbank beaufsichtigen und kontrollieren &#8211; und nicht beim Aufkommen von Vorwürfen diese Seite an Seite verteidigen. (rg)</p>
<p><a name="konto"><strong>Auf wessen Namen lautet das Konto?</strong></a><br />
Was wurde nicht alles geschrieben über Kashya Hildebrand, die Frau des Nationalbankpräsidenten. Fantasien über fiktive Frühstücksgespräche des Ehepaars waren nicht nur <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Hach-ich-fuehle-mich-wohl-bei-dieser-Transaktion/story/23080724">auf tagesanzeiger.ch</a> zu lesen, sondern auch in der «Südostschweiz am Sonntag». Felix E. Müller, Chefredaktor der «NZZ am Sonntag», behauptete in seinem <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/blochers_fragwuerdige_rolle_1.14015441.html">Text vom 1. Januar</a> gar fälschlicherweise, dass sich die Transaktionen auf ihrem, nicht seinem Konto abspielten: «Auf welchem Weg die Unterlagen über die privaten Konti von Kashya Hildebrand zu Blocher gelangt sind, ist unklar.» Die beiden Schlusssätze des Artikels, der auf nzz.ch seltsamerweise ohne den Namen des Autors auskommen muss, lauten: «Das Gewinnpotenzial, das Hildebrand aus den beiden Transaktionen winkt, beläuft sich laut Informationen der NZZ am Sonntag auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Dafür riskiert kein Zentralbanker der Welt seinen Job.» Es ist das Verdienst des Whistleblowers und den zuerst berichtenden Medien («Tages-Anzeiger» am 4.1., «Weltwoche» am 5.1.), dass die Öffentlichkeit erfahren hat, dass dem nicht so ist, dass die Währungsspekulationen auf dem Konto von Philipp Hildebrand vorgenommen wurden. Um diese Information zu bekräftigen, hat Urs Paul Engeler in seinen Artikel sogar das Geburtsdatum und die vollständige Adresse von Philipp Hildebrand dazugeschrieben. Das ist einerseits völlig übertrieben, andererseits ist dieser allerwichtigste Fakt der Story bei den meisten anderen Journalisten eben genau nicht angekommen. Noch einmal: Seit dem 4. Januar 2012 ist bekannt, dass auf dem Konto des Nationalbankpräsidenten, der durch seine Handlungen die Währung beeinflussen kann, Devisengeschäfte in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken abgehandelt wurden, also weit über den alltäglichen Gebrauch, zum Beispiel für eine Ferienreise, hinausgehen. Wenn Journalisten darin nicht durch eigenständiges Nachdenken einen Skandal erkennen können und stattdessen erst mal blind auf die Überbringer der Nachricht schiessen, sind sie fehl am Platz, jedenfalls als Journalisten. (rg)</p>
<p><a name="screenshot"><strong>Was ist ein Screenshot?</strong></a><br />
Gegen Ende der Pressekonferenz kam Hildebrand darauf zu sprechen, dass «mit einem Handy oder mit einer Kamera» Fotos von Screenshots genommen wurden. «Offensichtlich wurden so drei Seiten, drei Screenshots entwendet. Ich weiss nicht, ob es per Handy oder per Fotoapparat war, das wurde nicht präzisiert. Aber es wurden Fotografien gemacht von diesen Screenshots, die dann aus der Bank kamen.» Wer nun stutzt und sich fragt, warum nicht einfach Screenshots angefertigt und ausgedruckt wurden, der rechnet nicht mit Nachvollziehbarkeit solcher Vorgänge durch die IT, also der Totalüberwachung der Bankangestellten. Hildebrand weiter: «Ich habe mich da etwas erkundigt, auch bei anderen Banken. Es ist offensichtlich ein generelles Problem. Es gibt jetzt Banken, die angefangen haben, Kameras zu installieren, die sozusagen permanent auf die Screens gerichtet sind, damit man auch sehen könnte, wenn jemand mit einem Handy oder einem Fotoapparat diese Screenshots macht.» (rg)</p>
<p><a name="quellen"><strong>Die Sache mit den Quellen</strong></a><br />
Wie war das schon wieder mit den Quellen im Journalismus? Erst wenn zwei Quellen unabhängig voneinander das gleiche sagen, gilt ein Fakt als gesichert und darf als solcher veröffentlicht werden. Das weiss jeder Journalist. Doch in der Praxis sieht es oft anders aus, so auch in der Causa Hildebrand. Die Geschichte der Weltwoche fusste auf einer einzigen Quelle. Dass er den Artikel gleichwohl veröffentlicht habe, begründet Autor Urs Paul Engeler mit einer simplen Gleichung: <a href="https://twitter.com/#!/SimonBaertschi/status/155197193328934913" target="_blank">«Mit null Risiko gibts auch null Artikel.»</a> Und ergänzt im Gespräch mit der <a href="http://bazonline.ch/schweiz/standard/Ich-habe-natuerlich-Plausibilitaetstests-gemacht/story/18143284" target="_blank">«Basler Zeitung</a>»: «Wenn sich jeder Artikel auf zwei Quellen abstützen würde, würden Tageszeitungen höchstens im Wochenrhythmus erscheinen oder gar nicht.» Wie wahr. Doch die Weltwoche ist keine Tageszeitung. Aber auch die Kritiker nehmen es nicht immer so genau mit der Zwei-Quellen-Regel: Als Beleg dafür, dass sich Politiker (Plural), die der Weltwoche gegenüber bisher wohlgesinnt waren, vom Blatt abwenden, <a href="http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2063/" target="_blank">nennt «Der Sonntag»</a> gerade mal einen: Martin Bäumle. (nil)</p>
<p><a name="gilli"><strong>TV-Duell: Gilli vs. Ackeret 1:0</strong></a><br />
Zu einem Duell der besonderen Art kam es letzte Woche in Bad Horn. Innerhalb weniger Stunden empfingen sowohl Markus Gilli als auch Matthias Ackeret den SVP-Strategen und «Briefträger» Christoph Blocher zum Fernsehinterview – Gilli für <a href="http://www.telezueri.ch/index.php?id=6815&amp;show_uid=10753&amp;yyyymm=2012.01&amp;cHash=c0c94577ad" target="_blank">TeleZüri</a> und Ackeret für <a href="http://www.teleblocher.ch/new/archives/1080" target="_blank">Teleblocher</a>. Gilli legte am Donnerstagabend  im «Talk täglich» vor mit einer Leistung, die nur schwer zu toppen sein würde. Knappe, direkte Fragen zu den wesentlichen Punkten, die Blocher offensichtlich nicht gerne hört. Der Alt-Bundesrat reagiert mehrfach aufgebracht und wird laut. Als Gilli Blocher nach möglichen politischen Motiven für sein Handeln befragt, wird dieser gar persönlich: «Sie enttäuschen mich, dass Sie diesen Mainstream-Medien nachschwätzen.» Gewohnheitsgemäss gemütlicher zu und her geht es bei Teleblocher. Doch eigentlich würde nichts dagegen sprechen, dass auch Matthias Ackeret Fragen stellt und nicht nur Stichworte liefert und seinem Gegenüber zustimmend zunickt. Umso mehr, als dass Teleblocher ausnahmsweise in direkter Konkurrenz steht zu einem anderen Sender, der den gleichen Gast zum gleichen Thema befragt hat. Doch gefehlt. Auch die spezielle Konstellation vermag den journalistischen Instinkt in Ackeret nicht zu wecken; er lässt die Chance verstreichen. Wie gewohnt gibt sich Ackeret devot, ja unterwürfig und spricht Blocher gar als «Justizminister» an. Nichts Neues aus Bad Horn. Klarer Sieg nach Punkten für Gilli. (nil)</p>
<p><a name="treibjagd"><strong>«Mechanik einer Treibjagd»</strong></a><br />
Vor fünf Jahren beschrieb Weltwoche-Chef Roger Köppel die <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2006-50/artikel-2006-50-mechanik-einer-t.html" target="_blank">«Mechanik einer Treibjagd</a>». Auch damals ging es um eine Bank. Allerdings um eine private. Doch die Zeilen von damals sind im heutigen Kontext durchaus erhellend zu lesen. Zumal dann, wenn man im Originaltext «Bank Swissfirst» mit Nationalbank, «Boulevardpresse und NZZ am Sonntag» mit Weltwoche und «Thomas Matter» mit «Philipp Hildebrand» ersetzt – und siehe da: «Die angebliche Affäre um die Nationalbank droht zu einem Medienskandal zu werden. Die Vorwürfe lösen sich in Luft auf. Aller Voraussicht nach liegt kein Verschulden vor. Seit Monaten dröhnt die Kampagne. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass die Weltwoche mit schäumender Vehemenz neue Erörterungen zur Nationalbank präsentiert. Die Berichterstattung über die Notenbank sprengt alle Proportionen. Das Sperrfeuer setzte im letzten März ein. Im Januar trat unter dem Druck der öffentlichen Aufregung Nationalbankpräsident Hildebrand zurück. (..) Stellt man ab auf die Schlagzeilen der Weltwoche, spielte sich Besorgniserregendes, ja Skandalöses ab (..) Selten haben die medialen Gerichtshöfe der Moral gnadenloser und erfolgreicher zugeschlagen.» (nil)</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/01/12/an-den-originalschauplatzen/">An den Originalschauplätzen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Mörgeli, Sünneli, Herrliberg</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/06/23/morgeli-sunneli-herrliberg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 08:16:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Teleblocher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 2007 spricht «Persönlich»-Chefredaktor Matthias Ackeret einmal wöchentlich für rund 20 Minuten mit dem Unternehmer und SVP-Strategiechef Christoph Blocher. Das Ergebnis wird am «Schaffhauser Fernsehen» ausgestrahlt und geht auf teleblocher.ch online. Ein Besuch bei der Aufzeichnung der Folge 197 von «Tele Blocher» in Herrliberg. 10. Juni 2011, 6:39 Uhr. Ich steige an der Bushaltestelle am <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/23/morgeli-sunneli-herrliberg/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/23/morgeli-sunneli-herrliberg/">Mörgeli, Sünneli, Herrliberg</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit 2007 spricht «Persönlich»-Chefredaktor Matthias Ackeret einmal wöchentlich für rund 20 Minuten mit dem Unternehmer und SVP-Strategiechef Christoph Blocher. Das Ergebnis wird am «Schaffhauser Fernsehen» ausgestrahlt und geht auf <a href="http://teleblocher.ch/">teleblocher.ch</a> online. Ein Besuch bei der Aufzeichnung der <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/807" target="_blank" rel="noopener">Folge 197</a> von «Tele Blocher» in Herrliberg.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2474" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2014/11/teleblocher.jpg" alt="" width="460" height="307" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2014/11/teleblocher.jpg 460w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2014/11/teleblocher-300x200.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2014/11/teleblocher-366x243.jpg 366w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2014/11/teleblocher-348x231.jpg 348w" sizes="auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px" /><br />
10. Juni 2011, 6:39 Uhr. Ich steige an der Bushaltestelle am Zürcher Bellevue in den Saab von Matthias Ackeret. Wir fahren der Goldküste entlang, noch ist es kühl an diesem Tag vor Pfingsten. Irgendwann geht es den Berg hoch, wir passieren einige Kreisel, und erreichen ein gigantisches grünes Tor. Dahinter steht ein gigantischer schwarzer Stier. Kaum hat das Auto gehalten, schon kommt der ehemalige Bauernknecht mit seinem einzigartig dynamisch-schlurfenden Gang aus seiner Residenz und begrüsst die Gäste. Für einen Milliardär doch eher bescheiden, so der erste Gedanke. Aber dann erinnert man sich an die vielen Bilder von Anker und Hodler, die im Keller an den Wänden hängen.</p>
<p>Wintergarten, Kaffee. Blocher notiert sich die nächsten Aufnahmetermine in ein offenbar eigens für «Tele Blocher» geschaffenes Notizbuch. Dann lenkt er das Gespräch auf die Themen der Sendung. Ackeret schlägt den Atomausstieg vor, Blocher will über Europa reden. «Europa ist ganz wichtig. Weil …», beginnt Blocher, und Ackeret sagt in die Kunstpause: «Also nicht er gibt die Themen vor …». Wir lachen alle. Man einigt sich auf die beiden Themen, Ackeret will zudem über die Kritik von Martin Wagner und die Bilderberg-Konferenz reden (Später, kaum ist die Aufnahme der Folge vorbei, kommt Blocher erneut auf Europa zu sprechen. Das sei jetzt doch nur sehr kurz angeschnitten worden, nächstes Mal dürfe man dieses Thema keinesfalls vergessen.)</p>
<p>Das Gespräch dreht auf Ex-FDP-Präsident Franz Steinegger, mit dem Blocher bis 1969 in Zürich Rechtswissenschaften studierte (Ackeret: «En kernige, gmögige Typ, en Charismatiker.» Blocher: «Jaja, das händs immer geseit, ich weiss es nöd. So charismatisch isch eine nöd, wo so viel Wähler verlüürt.») Während Blocher mit Interviewpartner und Kameramann per Du ist, wird das Hauspersonal gesiezt. Zur Auswahl sind Gottlieber Hüppen und Guetzli von Hug. «Hämmer kei [Basler] Läckerli mee eigentlich, hämmer nur no sonigi do?» &#8211; «Nei, ich dörf nöd gäh, aber ich gib scho.» &#8211; «Jo, gänt Sie mol e chli Läckerli do. Wenn ichs säge, dörfed Sie.»</p>
<p>Unterer Garten, die Geschäftsführerin des Läckerli Huus, Miriam Blocher, ist im Pool am Schwimmen. Wir treten auf einen sauber geschnittenen Rasen in sattem Grün mit einem herrlichen Blick über den Zürichsee, von links scheint die aufgehende Sonne auf das Grundstück &#8211; hier muss das SVP-Logo mit dem etwas penetrant strahlenden Sünneli entstanden sein, an genau so einem Morgen oder Mörgeli. Wenn man sich irgendwo eine «sichere Zukunft in Freiheit» vorstellen kann, dann auf dieser Wiese. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/06/SVP-Logo.jpg" alt="" width="250" height="111" /></p>
<p>Die Kamera steht, doch die Sonnenstrahlen werden in wenigen Minuten auf die bereitgestellten Stühle drehen und die Lichtverhältnisse total durcheinanderbringen. Es steht ein Umzug in den Schatten an, also vor den Pool: Dann aber würde Miriam Blocher im Hintergrund der Kamera ihre Längen schwimmen. Da das niemand der Anwesenden, zuletzt Frau Blocher, möchte, suggeriert der Vater der Tochter, dass sie doch sowieso bald aufhören wollte: «Wie viele Stunden schwimmst Du noch?» &#8211; «Ich kann jederzeit aufhören.» &#8211; «Gut, also, lass uns einrichten …»</p>
<p>Blocher ist aber weder Rüpel noch Raubein &#8211; er zeichnet sich im Gegenteil als neugieriger, aufmerksamer, fast schon fürsorglicher Gastgeber aus, der sich auch nicht zu schade ist, seinen Gästen Milch einzuschenken, Kissen zu organisieren, Läckerli anzubieten, Ackeret auf einen offenen Schuhbändel hinzuweisen oder das beim Pool vergessene Telefon selbst zu holen, wo er es deponiert hat, weil er auf Anhieb den Knopf zum Stummschalten nicht gefunden hat.</p>
<p>Ich frage Blocher, ob er immer noch keinen Computer besitze. Er verneint: «Keinen Fernseher, keinen Computer, ich kann nicht mal ein Rechnungsmaschineli bedienen.» E-Mails werden ihm von der Sekretärin ausgedruckt, er besitzt ein Faxgerät. «Das ist kein Vorbild, aber ich habe einfach zu viel! Ich habe ein Zuviel an Informationen.» Wenn er mal im Hotel fernsehe, merke er, wie er sich verzettle, denn, so ruft er aus: «Mich interessiert alles!» Die Kunst sei es, sich zu konzentrieren. Man brauche gar nicht so viele Informationen, um das Grundsätzliche zu behandeln. Die Nachrichtenselektion der Zeitungen, er liest die Weltwoche, die NZZ und den Tages-Anzeiger, komme ihm deshalb entgegen &#8211; so könne er die Schwergewichte besser bilden. Oft ärgere es ihn, aufgrund einer vielversprechenden Überschrift einen Artikel ohne Substanz gelesen zu haben. Und besonders ärgerlich machen ihn die Nachrichten auf dem Handy; als würde es nicht reichen, den Rücktritt eines Ministers auch noch am nächsten Tag zu erfahren.</p>
<p>Die Aufnahmen für «Tele Blocher» werden in der Regel Freitagmorgen um 7 Uhr gemacht. Wenn nicht im Blocher-Erstwohnsitz in Herrliberg, dann im Zweitwohnsitz Rhäzüns, auch schon wurde am Flughafen, beim Landesmuseum und im Restaurant Blüemlisalp gedreht. Der Termin um 7 Uhr morgens passe halt allen drei sehr gut, sagt Ackeret, die Frühe sei in diesem Fall kein Spleen von Blocher. «Tele Blocher» hält er für die transparenteste Sendung der Welt: «Wir haben noch nie etwas geschnitten.» Bald steht die 200. Folge an, zum Jubiläum sind Gäste eingeladen.</p>
<p>Die technischen Möglichkeiten der Website sind nach wie vor völlig unausgenutzt. Die Videos spielen recht zuverlässig ab, aber das ist wohl auch schon das Beste, was man über sie sagen kann. Rückblickend gibt es einige schwache Folgen, viele Wiederholungen, aber auch Highlights. In der <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/183">10. Folge</a> erklärt Blocher, wie er einen Elektroschock nur dank starkem Schwitzen überlebte (ab Minute 10), die <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/196">14. Folge</a> widmet sich seiner Abwahl aus dem Bundesrat, die <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/290">39. Folge</a> bespricht seinen Gesundheitszustand, in der <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/333">52. Folge</a> erzählt er von seinem Zusammentreffen mit <a href="https://medienwoche.ch/2011/05/13/netz-revoluzzer-frank-a-meyer/">Neu-Videoblogger</a> Frank A. Meyer (ab 16:30 Minuten), in der <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/536">112. Folge</a> von seinen Wanderferien in Nordkorea und in der <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/564">121.</a> und der <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/568">122. Folge</a> geht es um den «Geheimdarm der Nation». Für Medieninteressierte sehenswert sind die <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/225">22. Folge</a>, in der Schweizer Medien behandelt werden und die <a href="https://www.teleblocher.ch/archives/755">181. Folge</a>, in der Blocher erstmals an einem Abstimmungssonntag von 14 bis 23 Uhr die Berichterstattung des Schweizer Fernsehens verfolgt.</p>
<p>Auch heute nicht so ganz nachzuvollziehen sind die hysterischen Reaktionen auf den Start des Formats 2007, auf <a href="http://www.rhetorik.ch/Aktuell/07/09_16/index.html">rhetorik.ch</a> sind einige nachzulesen. Matthias Ackeret sagt: «Die Aufregung war ausserordentlich. Es gab eine Bundesratssitzung dazu, eine Untersuchung des Bakom, im Westschweizer Fernsehen war vom ‹Ende des politischen Systems› die Rede und fast alle Publizisten setzten sich mit der Sendung auseinander, auch wenn sie sie gar nicht gesehen hatten. Dabei ist es doch nichts mehr als ein wöchentliches Videointerview.»</p>
<p>Den Reaktionen steht er inzwischen gelassen gegenüber: «Wenn Du mit Blocher etwas machst, dann kriegst Du viel Prügel – aber auch viel Aufmerksamkeit.» Hätten sie das Gleiche mit einem linken oder bürgerlichen Politiker gemacht, zum Beispiel mit Moritz Leuenberger, dann wäre die Beachtung viel geringer ausgefallen – dafür hätten sie x Journalisten- und Webpreise gewonnen, glaubt Ackeret. «Dann hätten alle gesagt: ‹Das ist mal eine radikal umgesetzte Idee, das ist mal ein gelebtes Medium.›» Die Kritik, seine Fragetechnik in den Interviews sei zu harmlos und zu gefällig, hält er für verfehlt: «Ich glaube, wenn man etwas aus seinem Gegenüber rauskriegen möchte, kann man das auf lange Distanz nur so führen.»</p>
<p>Wir verlassen das Grundstück, Blocher winkt. Und leert auch schon gleich seine «Inbox», den Briefkasten. Ein Mann, der keine Zeit verliert.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/06/23/morgeli-sunneli-herrliberg/">Mörgeli, Sünneli, Herrliberg</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die BaZ und ihr Trojanisches Pferd</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/16/die-baz-und-ihr-trojanisches-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Worni]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 13:45:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz Suter]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Schawinski]]></category>
		<category><![CDATA[Teleblocher]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Somm]]></category>
		<category><![CDATA[Tito Tettamanti]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Ackeret]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Mensch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1419</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Basel ist das Seilziehen um die politische Ausrichtung der Basler Zeitung nach wie vor im Gange. Mehr und mehr zeigt sich, dass den Besitzern mit der Positionierung von Chefredaktor Markus Somm als Trojanisches Pferd ein Coup gelungen ist. Im Mai will BaZ-Verwalter Moritz Suter der Redaktion bekanntgeben, wohin die Reise geht – Richtung Süden. <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/16/die-baz-und-ihr-trojanisches-pferd/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Basel ist das Seilziehen um die politische Ausrichtung der Basler Zeitung nach wie vor im Gange. Mehr und mehr zeigt sich, dass den Besitzern mit der Positionierung von Chefredaktor Markus Somm als Trojanisches Pferd ein Coup gelungen ist. Im Mai will BaZ-Verwalter Moritz Suter der Redaktion bekanntgeben, wohin die Reise geht – Richtung Süden.<br />
<span id="more-28759"></span><br />
Wohin steuert die Basler Zeitung? Die Installation von Crossair-Gründer Moritz Suter als Retter der BaZ aus dem Zugriff rechtsbürgerlicher Kreise war nur von kurzer Dauer. Allzu schnell war auch der Paukenschlag verklungen, mit dem Suter als erste Amtshandlung das Beratungsmandat von Christoph Blocher und seiner Robinvest storniert hatte. Denn konsequenterweise hätte zu dem Zeitpunkt auch BaZ-Chefredaktor und Blocher-Biograph Markus Somm den Hut nehmen müssen. Doch Somm blieb, aus zunächst unerfindlichen Gründen.</p>
<p>Als dann im Februar bekannt geworden war, dass Suter nicht die ganze BaZ, sondern bloss die Übernahmeholding besitzt, die er für eine Million Franken gekauft hatte, war die Enttäuschung gross. Von verschiedener Seite wurde Transparenz über die Besitzverhältnisse gefordert und die Spekulationen um die Zukunft der Basler Zeitung schiessen seither weiterhin wild ins Kraut. In Basel sieht man in Suters Intervention unterdessen wohl vor allem eine gekonnt inszenierte Aktion mit dem Zweck, die Geldgeber (Tito Tettamanti und Martin Wagner) aus der Schusslinie vieler entrüsteter BaZ-Abonnentinnen und -Abonnenten zu nehmen. Je länger sich Suter als Gutmensch aufspielt, desto mehr dürfte sein Renommee als einstiger Swissair-Retter ohne Furcht und Tadel leiden.</p>
<p>Branchenkenner gehen übereinstimmend davon aus, dass die Investoren, die für den Kaufpreis von 70 Millionen und dem Schuldenberg von 107 Millionen Franken geradestehen, nach wie vor im politischen Einflussgebiet der SVP und von Christoph Blocher anzusiedeln sind, wenn nicht gar Blocher selber für die Beträge garantiert. Doch belegen lässt sich das bisher nicht.</p>
<p>Radiomann Roger Schawinski zum Beispiel hielt auf persönlich.com gewohnt angriffig die finanzielle Beteiligung Blochers an der BaZ für logisch. Doch der Text ist gelöscht. Chefredaktor Matthias Ackeret, der sich im Internet auf Tele Blocher dem alt Bundesrat wöchentlich auf den Schoss setzt, quälten offensichtlich Loyalitätsprobleme und Klagedrohungen. (Schawinskis Kolumne ist andernorts im Netz <a href="http://sharetext.org/SJG" target="_blank">weiterhin zugänglich</a>.)</p>
<p>Doch was haben die unerkannt bleiben wollenden Besitzer mit der BaZ vor? Laut zuverlässigen Quellen habe Moritz Suter kürzlich erklärt, dass er im Mai der Redaktion sagen könne, wohin die Reise gehe. Sie müsse sich nicht warm anziehen, es gehe nicht in den Norden, man solle vielmehr die Badehose einpacken. Zwar gibt die Redaktion nicht allzu viel auf Suters Sprüche, doch taugen diese geographischen Hinweise – Suter meinte den Süden – als Indiz für eine Kooperation der Basler Zeitung mit den AZ-Medien von Verleger Peter Wanner. Laut Berichten des Tages Anzeigers soll Blocher anlässlich eines Managementseminars der BZM-Konzernleitung zur Sanierung der BaZ die Variante Wanner beliebt gemacht haben. Dem Aargauer Verleger hat Blocher dabei die Führung der kommerziellen Belange zugedacht, der BaZ die publizistischen unter Markus Somm. Mit einem Schlag könnte eine um die BaZ erweiterte AZ 600000 Leserinnen und Leser erreichen. Sie böte Wanner zudem die Expansion seines geliebten Sonntagsblattes Sonntag ans Rheinknie. Damit würde der Sonntag wohl zur Nummer eins im Sonntagsmarkt aufsteigen. Diese Option böte eine ebenfalls diskutierte Kooperation mit der NZZ nicht. Der Konzern scheint sich unter anderem nach einer Reihe von Entlassungen wieder erholt zu haben und kann ein Zusammenspannen mit Basel oder Zürich mit Bedacht angehen. AZ-Mediensprecherin Eva Keller stellt in Aussicht, dass man noch in diesem Monat einen deutlich besseren Jahresabschluss als den Letzten werde präsentieren können.</p>
<p>Ob Wanner sich allerdings vor den Karren einer rechtsbürgerlich geprägten Medienstrategie spannen lassen will, ist völlig offen. Ein Zusammenspannen mit Basel ist einerseits verlockend, denn besonders die aufgerüsteten und kostenintensiven Lokalredaktionen der BaZ und der Basellandschaftlichen Zeitung liessen sich bequem zusammenlegen. Optionen böten sich auch im Druckbereich. Andererseits ist das Ausmass inhaltlicher Konsequenzen im nationalen Ressort nicht abschätzbar. Die Entwicklung in Basel müsste Wanner mindestens hellhörig machen. Somm, der bei der BaZ praktisch als Trojanisches Pferd wirkt und sich Leute aus vergangenen Weltwoche-Tagen geholt hat (Eugen Sorg, Max Frenkel), hat zum Beweis, dass es ihm und seinen Investoren mit der nationalen Ausrichtung der BaZ ernst ist, die Bundeshausredaktion auf Kosten des Rechercheteams auf vier Personen aufgestockt. Der bisherige und eher als links geltende Bundeshausredaktor Ruedi Studer musste gehen, wie auch weitere, bei der letzten Entlassungsrunde nicht genehme Redaktionsmitglieder. Als Teamleiter setzt Somm auf Christian Mensch, einen erfahrenen und kritischen Journalisten, gegen den Wanner nichts einzuwenden haben dürfte. Man will den Kooperationspartner, auf den die hochverschuldete BaZ angewiesen ist, nicht lichtscheu machen. Ob die BaZ mit oder ohne Wanner steht beziehungsweise fällt, hängt einerseits vom langen Atem der Investoren ab aber auch davon, wie lange sich die Basler Bevölkerung den politischen Umbau ihrer in der Vergangenheit nicht immer nur geliebten Basler Zeitung noch gefallen lassen will.</p>
<p><small>Bild: CC <a href="http://www.flickr.com/photos/32016670@N05/4884852412/#/">Flickr/Andreä</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">BY-Lizenz</a>.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/16/die-baz-und-ihr-trojanisches-pferd/">Die BaZ und ihr Trojanisches Pferd</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Unter den «televisionären Stahlhelm»?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/02/25/unter-den-televisionaren-stahlhelm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 11:50:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[SVP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es vorübergehend ruhig wird um ein Gerücht, bedeutet das noch lange nicht, dass an den Behauptungen und Vermutungen nichts dran ist. Da die Medien trotz ihrer notorischen Geschwätzigkeit zu Verschwiegenheit und Diskretion neigen, wenn es um Information in eigener Sache geht, überrascht es wenig, dass sie selbst regelmässig im Zentrum von Spekulationen stehen. In <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/25/unter-den-televisionaren-stahlhelm/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es vorübergehend ruhig wird um ein Gerücht, bedeutet das noch lange nicht, dass an den Behauptungen und Vermutungen nichts dran ist. Da die Medien trotz ihrer notorischen Geschwätzigkeit zu Verschwiegenheit und Diskretion neigen, wenn es um Information in eigener Sache geht, überrascht es wenig, dass sie selbst regelmässig im Zentrum von Spekulationen stehen. In einem aktuellen Fall zur Frage, ob und wie und wenn ja, wie weit mögliche Fernsehpläne der SVP gediehen sind.<br />
<span id="more-28736"></span><br />
Vor zwei Wochen eröffnete die Handelszeitung den Reigen mit der Aussage, <a href="http://www.handelszeitung.ch/artikel/Unternehmen-Ende-einer-Television_853660.html" target="_blank">Tamedia prüfe den Verkauf von Tele Züri und Radio 24</a>. Das Zürcher Medienhaus nährte das Verkaufsgerücht mit der Bestätigung einer solchen Prüfung. Als mögliche Käufer brachte das Wirtschaftsblatt «rechtsbürgerliche Namen» ins Spiel, konkret den Bankier Thomas Matter und Ex-Denner-Chef Philippe Gaydoul. Der eine zeigte sich überrascht, der andere wollte gar nicht erst Stellung nehmen. Eine ideale Steilvorlage für die nächste Runde der Spekulation. «Blick am Abend» spitzte zu und fragte: <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/02/svp_tamedia.pdf" target="_blank">Kauft die SVP Tele Züri</a>? Freilich ohne weitere Fakten zu liefern. Solange nichts bestätigt ist, bleibt alles erlaubt, lautet das bewährte Rezept aller Gerüchteköche. Sogar das Branchenblatt <a href="http://www.werbewoche.ch/tamedia-ohne-tvradio" target="_blank">«Werbewoche» drehte an der Spekulationsspirale weiter</a>. Einmal lanciert, lässt sich ein solches Gerücht nur mehr schlecht aus der Welt schaffen. Und manche Gerüchte sind zu wahr, um schön zu sein: Die SVP mit eigenem Fernsehsender, den ganzen Tag Tele Blocher. Ohne nun selbst ins Spekulieren zu verfallen, lässt sich immerhin folgendes festhalten: Die SVP kann schon heute auf etliche Medien in Parteinähe zählen. Von der Weltwoche über die Basler Zeitung bis zu den Quartieranzeigern in Zürich und Umgebung <a href="http://lokalinfo.ch/" target="_blank">im Besitz von Automilliardär Walter Frey</a>. Was noch fehlt, sind parteinahe elektronische Medien, mit denen die SVP auf der Klaviatur der Emotionen spielen könnte.</p>
<p>Ein SVP-Fernsehen ist weder eine neue, noch besonders originelle Idee. Bereits vor zehn Jahren sinnierte der ehemalige Blick-Sportchef Mario Widmer in der Pendlerzeitung «Metropol» über eine «kluge, rechte» Alternative zu den – seiner Ansicht nach – linksliberalen Medien. Christoph Blocher solle einen Privatsender finanzieren, forderte Widmer – und kassierte dafür nächsten Tags Spott und Hohn von Kolumnisten-Kollege Philippe Amrein. Der machte sich einen Spass daraus, mögliche Sendungen eines Partiefernsehens beim Namen zu nennen. So ein Immobilien- und Anleger-Magazin «Reich ins Heim» oder die Kochsendung «Kein Mampf», die Quizsendung «Wer wird Obersturmbannführer?» oder einen rechten Sonntalk mit den Grossintellektuellen Blocher, Giezendanner, Bortoluzzi und Markus Obergilli: «Klingt etwa so spannend wie ein geplatzter Blinddarm», lautete der vernichtende Kommentar Amreins. <a href="http://www.grossvater.ch/news/archiv/archiv_01/news_011129.htm" target="_blank">Die Stelle als Kolumnist war er los</a>. Mit seiner Einschätzung, dass sich «klug», «rechts» und «Alternative» nur «schwer unter einen televisionären Stahlhelm» bringen liessen, dürfte er allerdings bis heute richtig liegen.</p>
<p><em>Dieser Artikel ist am 25. Februar als Kolumne im «Bund» erschienen.</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/25/unter-den-televisionaren-stahlhelm/">Unter den «televisionären Stahlhelm»?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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