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	<title>Verschwörungstheorien | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Nov 2022 16:13:57 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Weltwoche im Bullshit-Modus: Konstruktion und Karriere einer «Impf-Lüge»</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marko Ković]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 19:50:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[covid-19]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hauptsache, die Botschaft schlägt ein. Nach diesem Motto fährt die Weltwoche derzeit eine Kampagne zu einem erfundenen Skandal um die Wirksamkeit von Covid-Impfstoffen. Ein Musterbeispiel für Bullshit-Kommunikation. Rob Roos, ein niederländischer Politiker der konservativ-liberalen Partei JA21 und Mitglied der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer des Europäischen Parlaments, veröffentlichte am 11. Oktober 2022 einen alarmierend <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/27/weltwoche-im-bullshit-modus-konstruktion-und-karriere-einer-impf-luege/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hauptsache, die Botschaft schlägt ein. Nach diesem Motto fährt die Weltwoche derzeit eine Kampagne zu einem erfundenen Skandal um die Wirksamkeit von Covid-Impfstoffen. Ein Musterbeispiel für Bullshit-Kommunikation.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Weltwoche-Bullshit-20221027a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Weltwoche-Bullshit-20221027a.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-100357" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Weltwoche-Bullshit-20221027a.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Weltwoche-Bullshit-20221027a-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Weltwoche-Bullshit-20221027a-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Weltwoche-Bullshit-20221027a-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Weltwoche-Bullshit-20221027a-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a><br />
Rob Roos, ein niederländischer Politiker der konservativ-liberalen Partei JA21 und Mitglied der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer des Europäischen Parlaments, veröffentlichte am 11. Oktober 2022 einen <a href="https://twitter.com/rob_roos/status/1579759795225198593" rel="noopener" target="_blank">alarmierend klingenden Tweet</a>: Eine Vertreterin des Pharmakonzerns Pfizer habe im EU-Parlament auf seine Anfrage hin zugegeben, dass Pfizer ihren Covid-Impfstoff nicht darauf geprüft habe, ob er auch die Übertragung des Virus von Person zu Person unterbinde. «Die Welt muss das erfahren», mahnt Roos in seinem Tweet.</p>
<p>Die Welt hat es erfahren. Der Tweet ging in Windeseile viral und sorgte weltweit für Aufsehen. Roos konnte seiner Empörung als Gast in diversen Fernsehsendungen kundtun; beim konservativen australischen Politkommentator Rowan Dean auf «Sky News», beim Rechtsaussen-Politkommentator <a href="https://twitter.com/Rob_Roos/status/1584508747761668096" rel="noopener" target="_blank">Tucker Carlson auf «Fox News»</a>, oder auch auf dem britischen <a href="https://twitter.com/GBNEWS/status/1579918496095428622" rel="noopener" target="_blank">«Fox News»-Klon «GB News»</a>. Und der vermeintliche Skandal wurde von zahlreichen Menschen und Medien, die die Covid-Massnahmen kritisieren, mit grosser Bestürzung aufgegriffen.<br />
</p>
<p>Zum Beispiel von der Schweizer «Weltwoche». Die Zeitschrift veröffentlichte zwischen dem 12. und dem 27. Oktober 34 Beiträge, in denen sie grosse Empörung über den vermeintlichen Skandal äussert. In der aktuellen Ausgabe steht das Thema als Titelgeschichte. Philipp Gut schreibt unter anderem: «Hersteller und Behörden räumen ein, dass der Covid-Impfstoff nicht vor Ansteckung und Übertragung schützt.» Nichts von dem ist wahr. Trotzdem schreibt die Weltwoche immer wieder von einer «Impf-Lüge»: «Eine Pfizer-Vertreterin räumt ein, dass die Impfung die Verbreitung des Virus nicht behindert. Sie haben uns also angelogen», schreibt <a href="https://weltwoche.ch/daily/junge-gesunde-gegen-covid-zu-impfen-ist-ein-sinnloses-risiko-trotzdem-wird-wahllos-weiter-geboostert-der-vermeintlich-gute-zweck-macht-die-luege-salonfaehig/" rel="noopener" target="_blank">Alex Baur am 17. Oktober</a>. Am 24. Oktober doppelt er nach: «Die Impf-Lüge bescherte Pfizer und Co. zweistellige Milliarden-Gewinne. Doch verantwortlich für diesen Skandal sind Medien und Politik.» Am 22. Oktober fragt Roger Köppel in seinem Videoformat «Die Impf-Lüge: Was wusste Alain Berset?» und konstatiert am 24. Oktober «Das grosse Schweigen: Das Impfstoff-Lügen-Theater der Medien, Behörden und Politiker gleicht einem Stummfilm». Milosz Matuschek fragt am 24. Oktober leicht süffisant: «Die grosse Impf-Lüge: Eine vermeintliche Corona-‹Gewissheit› zerspringt gerade in tausend Teile. Wo sind jetzt die Impfluenzer der letzten Jahre?»</p>
<blockquote><p>Die Fakten sprechen eine deutlich andere Sprache: Einen Skandal gibt es nicht; der Shitstorm ist herbeifabuliert.</p></blockquote>
<p>Die grosse Empörung über die vom niederländischen Politiker Rob Roos ins Rollen gebrachte Impfstoff-Geschichte mag auf den ersten Blick gerechtfertigt wirken. Schliesslich scheint sie die Elemente eines grossen Skandals zu beinhalten: Pharmakonzerne belügen die Öffentlichkeit und machen dadurch Mega-Gewinne. Politik und Medien, so der Eindruck, nehmen das stillschweigend zur Kenntnis oder sind sogar Teil des Betrugs: Bis zum 25. Oktober sprangen im deutschsprachigen Raum neben der «Weltwoche» nur die «Welt am Sonntag», sowie die beiden Alternativmedien <a href="https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/biontech-pfizer-gate-pruefung-vorwuerfe-aufarbeitung/" rel="noopener" target="_blank">«Tichys Einblick»</a> und «Epochtimes» auf den Skandal-Zug auf. Doch die Fakten sprechen eine deutlich andere Sprache: Einen Skandal gibt es nicht; der Shitstorm ist herbeifabuliert.</p>
<p>Es ist wahr, dass in den ursprünglichen klinischen Studien zu den Covid-Impfstoffen nicht getestet wurde, was der Effekt der Impfstoffe auf die Übertragung des Virus ist. Aber das war sowohl in den Studien selber als auch im Rahmen der Zulassungsverfahren für die Impfstoffe <a href="https://dpa-factchecking.com/germany/221019-99-185047/" rel="noopener" target="_blank">immer</a> explizit <a href="https://apnews.com/article/fact-check-pfizer-transmission-european-parliament-950413863226" rel="noopener" target="_blank">deklariert</a>. Der vermeintliche Skandal, den Rob Roos aufzudecken glaubte, ist Information, die seit Jahren, also bereits vor der Zulassung der Impfstoffe, öffentlich ist und auch seitens der jeweiligen Zulassungsbehörden in unterschiedlichen Ländern so kommuniziert wurde. Dieses Vorgehen ist üblich für Zulassungsverfahren bei Impfungen. Studien, die nebst der direkten Wirksamkeit gleichzeitig auch den indirekten Effekt auf Übertragung mitmessen, haben <a href="https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1191/0962280204sm356ra" rel="noopener" target="_blank">einen komplexeren Aufbau</a> und sind dadurch aufwändiger. Darum werden Effekte auf Übertragung meistens in zeitlich nachgelagerten Studien untersucht. Zulassungsverfahren für Impfungen fokussieren nicht erst seit der Pandemie auf den Nachweis direkter Wirksamkeit. Die Covid-Impfstoffe sind keine Ausnahme, sondern die Regel.</p>
<blockquote><p>Einen grossen Skandal der «Impf-Lüge» zur Übertragbarkeit von Sars-Cov-2 gibt es nicht.</p></blockquote>
<p>Doch wie steht es denn um den Effekt der Covid-Impfstoffe als Schutz vor einer Übertragung von Sars-Cov-2? Der Effekt der Impfstoffe auf die Übertragung des Virus wurde in zusätzlichen wissenschaftlichen Studien, die <a href="https://www.bmj.com/content/376/bmj.o298" rel="noopener" target="_blank">im Dezember 2020 begannen</a>, untersucht. <a href="https://academic.oup.com/ofid/article/9/5/ofac124/6546320" rel="noopener" target="_blank">Das Ergebnis</a>: Die Covid-Impfstoffe haben einen positiven Effekt auf Übertragung des Virus. Einerseits, weil sie vor Infektionen schützen und dadurch die Ausbreitung des Virus hemmen. Andererseits, weil Menschen, die sich trotz Impfung infizieren, das Virus <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0033350622000063" rel="noopener" target="_blank">weniger stark</a> <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-022-31494-y" rel="noopener" target="_blank">übertragen</a> 12. Der positive Effekt der Covid-Impfstoffe auf die Übertragung des Virus ist aber weniger gross als ursprünglich erhofft; vor allem, weil die Impfstoffe bei den neueren Virusvarianten weniger wirksam sind.</p>
<p>Ist es möglich, dass Politik und Verwaltung zu Beginn der Impfkampagne in puncto Herdenimmunität übertrieben optimistisch kommuniziert haben? Durchaus, und eine kritische Diskussion darüber ist legitim und wichtig. Aber einen grossen Skandal der «Impf-Lüge» zur Übertragbarkeit von Sars-Cov-2 gibt es nicht. Zwischen Shitstorm und den tatsächlichen Umständen klafft ein Graben, der sogar für die heutige postfaktische, von Falschinformation geprägte Zeit erstaunlich gross ist. Wie kann die «Weltwoche» mehr als zwei Dutzend Beiträge veröffentlichen, von denen kein einziger auf die tatsächliche Faktenlage eingeht?</p>
<p>Das Problem ist nicht die Verfügbarkeit der relevanten Informationen; diese waren stets nur eine kurze Google-Suche entfernt. Das Problem ist eher eine akute Selbstreferenzialität in sprichwörtlichen ideologischen Echokammern. In der Berichterstattung der «Weltwoche» wurde zunächst die eigentliche Falschinformation über die angebliche «Impf-Lüge» rund um die Übertragbarkeit trotz Impfung verbreitet. Jeder weitere Bericht baute auf dieser ersten Falschinformation um eine angebliche «Impf-Lüge» auf. Und erweiterte sie um ideologisch verschärfte und eskalierende Vorwürfe. Zum Beispiel <a href="https://weltwoche.ch/daily/die-impf-luege-bescherte-pfizer-co-zweistellige-milliarden-gewinne-doch-verantwortlich-fuer-diesen-skandal-sind-medien-und-politik/" rel="noopener" target="_blank">schreibt Alex Baur</a> in einem weiteren Artikel: «Weltweit wurde der faktische Impfzwang mit einer angeblich wissenschaftlichen Evidenz begründet, die es in Wahrheit nie gab.» Im Text spielt die Frage der Übertragbarkeit, also der Auslöser des ursprünglichen Pseudo-Skandals, keine Rolle mehr. Stattdessen verbreitet Baur ohne Verweis auf Quellen oder Belege die grobe Falschinformation, es gebe für die allgemeine Wirksamkeit der Covid-Impfstoffe überhaupt keine wissenschaftliche Evidenz. Das ist eine geradezu absurde Behauptung: Nebst klinischen Studien gibt es mittlerweile auch <a href="https://bmcmedicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12916-022-02397-y" rel="noopener" target="_blank">umfassende Praxis-Studien</a>, die die Wirksamkeit der Covid-Impfstoffe demonstrieren.</p>
<blockquote><p>Solange die Wutspirale weiter dreht und die gewünschte Weltsicht damit weiter zementiert wird, ist jedes Mittel recht.</p></blockquote>
<p>Kann ein erfahrener Journalist wie Alex Baur wirklich glauben, was er da schreibt? Das spielt im Grunde keine Rolle mehr. Hauptsache, die Botschaft schlägt beim Publikum ein. Der Philosoph Harry G. Frankfurt beschrieb solches Vorgehen in seinem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/On_Bullshit" rel="noopener" target="_blank">Klassiker «On Bullshit»</a> als Kommunikation, mit der die Sprechenden in erster Linie Menschen überzeugen wollen. Ob das, was sie behaupten, wahr ist, ist dem Absender einerlei. Solange die Wutspirale weiter dreht und die gewünschte Weltsicht damit weiter zementiert wird, ist jedes Mittel recht.</p>
<p>Demokratie lebt von Konflikten und Meinungsvielfalt. Wenn aber grundlegende, elementare Tatsachen kategorisch ignoriert werden, wenn ein Minimalkonsens über die Konturen von Fakten nicht mehr möglich ist, weicht kritische Debatte blosser sich selbst verstärkender Polemik. Je stärker die ideologische Bullshit-Schraube der Empörung dreht, desto weniger Raum bleibt für die Realität.</p>
<p>In einem Punkt hat die «Weltwoche» recht: Es ist tatsächlich ein Problem, dass ausser der «Weltwoche» praktisch kein anderes Medium den Impf-Shitstorm thematisiert. Zum einen, weil die Thematik von grosser gesellschaftlicher Bedeutung ist und damit auf die journalistische Agenda gehört. Zum anderen, weil eine mediale Diskursverweigerung durch andere Medien der «Weltwoche» eine Deutungshoheit verleiht, an der nachträglich nur schwer zu rütteln ist. Bisher haben nur die <a href="https://www.nzz.ch/wissenschaft/faktencheck-warum-die-pfizer-impfluege-keine-ist-ld.1709326" rel="noopener" target="_blank">NZZ</a>, <a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/coronavirus-ansteckung-101.html" rel="noopener" target="_blank">«ARD Faktenfinder»</a>, <a href="https://dpa-factchecking.com/germany/221019-99-185047/" rel="noopener" target="_blank">«dpa factchecking»</a> und das Blog <a href="https://www.volksverpetzer.de/corona-faktencheck/pfizer-hat-nicht-ueber-wirksamkeit-gelogen/" rel="noopener" target="_blank">«Volksverpetzer»</a> die «Impf-Lüge» als Bullshit entlarvt. Wenn an der Debatte keine zusätzlichen Stimmen beteiligt sind, die die Sachverhalte kritisch analysieren und Falschinformationen als solche entlarven, kommt das einer Kapitulation gleich – und der Bullshit gewinnt automatisch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="margin: 4%;border: 1px;border-style: solid;border-color: #cccccc;padding: 4%;font-size: 16px">
<h3>Verzerren, weglassen, erfinden</h3>
<p>Im Aufmacher «Die grosse Impf-Lüge» in der Weltwoche vom 27. Oktober verbreitet Philipp Gut die Falschinformation, Hersteller und Behörden würden einräumen, dass die Covid-Impfstoffe weder vor Ansteckung noch vor Übertragung schützen. Dazu verwendet der Autor drei Mittel der Manipulation: dreist verzerren, Kontext weglassen, frei erfinden.</p>
<p><strong>Dreist verzerren.</strong> Im Artikel wird der US-Immunologe Anthony Fauci, Pandemie-Berater der Präsidenten Trump und Biden, zitiert. Das Zitat:</p>
<p><em>«Wer geimpft ist, kann sicher sein, dass er oder sie nicht infiziert werden wird.»</em></p>
<p>Das hat Fauci aber nie gesagt. <a href="https://www.msnbc.com/all-in/watch/masks-off-fauci-confirms-extremely-low-risk-of-transmission-infection-for-vaccinated-112213061906" rel="noopener" target="_blank">Faucis Originalaussage</a> vom 17. Mai 2021 in einem Interview, in dem es explizit um Impfdurchbrüche geht:</p>
<p><em>«Obwohl Impfdurchbrüche schlecht sind, ist das tatsächlich einer der ermutigenden Aspekte der Wirksamkeit der Impfung. Sie schützt entweder vollständig gegen Infektion. Wenn man doch infiziert wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man keine Symptome hat und das Virus nicht an andere Leute weitergibt.»</em></p>
<p>Im tatsächlichen Interview sagte Anthony Fauci also das Gegenteil dessen, was Philipp Gut behauptet. Zudem erwähnt Gut die epidemiologische Chronologie, in die Faucis Zitat eingebettet ist, nicht. Zur Zeit des Interviews, im Mai 2021, waren die Delta- und Omikron-Varianten, gegen die die Impfungen weniger gut wirken, noch nicht dominant. Die epidemiologische Lage hat sich seither verändert: Die Impfungen schützen nach wie vor gegen Infektionen, aber weniger gut als bei früheren Virusvarianten.</p>
<p><strong>Kontext weglassen.</strong> Im Artikel schreibt Gut, mit Verweis auf einen Tweet des rumänischen <a href="https://twitter.com/CristianTerhes/status/1583012500232368128" rel="noopener" target="_blank">EU-Parlamentariers Cristian Terhes</a>, der Direktor der europäischen Health Emergency Preparedness and Response Authority (Hera), Wolfgang Philipp, habe zugegeben, dass die Impfstoffe weder vor Ansteckung noch vor Übertragung schütze. Philipps Antwort auf eine entsprechende Frage wird folgendermassen zitiert:</p>
<p><em>«Wenn Sie einen Impfstoff haben wollen, der die Übertragung verhindert, dann viel Glück! Wir hätten ihn haben können, aber er ist noch nicht da.»</em></p>
<p>Auch dieses Zitat ist falsch. Tatsächlich hat Philipp gesagt:</p>
<p><em>«Wenn Sie einen Impfstoff haben wollen, der die Übertragung verhindert, vielleicht hätten wir ihm mit Glück haben können, aber er ist noch nicht da.»</em></p>
<p>Zudem wird im Twitter-Videoclip, auf den sich Gut bezieht, nicht <a href="https://multimedia.europarl.europa.eu/de/webstreaming/cont-covi_20221013-1130-COMMITTEE-COVI-CONT" rel="noopener" target="_blank">die ganze Antwort</a> gezeigt. Philipp steigt mit der Aussage ein, dass die Impfstoffe «hochwirksam» seien, und er sagt an keiner Stelle, dass sie nicht vor Infektionen schützten.</p>
<p>Gut beschreibt in seinem Artikel zudem nicht, was genau Terhes, der EU-Parlamentarier, gesagt hat. In seiner Wortmeldung kritisiert er die Impfungen, weil sie Übertragung nicht stoppen, also nicht komplett verhindern. Philipp, der HERA-Direktor, antwortet korrekt, dass die Impfungen Übertragung nicht stoppen. Aber das bedeutet nicht, dass sie nicht vor Übertragung schützen: Das tun sie, denn wissenschaftliche Studien demonstrieren, dass die Wahrscheinlichkeit der Übertragung durch die Impfstoffe klar gesenkt wird. Schutz bedeutet nicht immer garantierten 100%-igen Schutz – einen solchen liefern Impfungen nie – , sondern eine Reduktion der Risiken.</p>
<p><strong>Frei erfinden.</strong> Gut schreibt gegen Ende seines Artikels:</p>
<p><em>«Wer sich gegen die Masern impft, ist geschützt. Wer sich gegen Kinderlähmung impft, ist geschützt. Wer sich gegen Corona impft, ist ganz offensichtlich nicht geschützt.»</em></p>
<p>Hier suggeriert Gut fälschlicherweise, dass es bei Masern- und Polio-Impfstoffen keine <a href="https://www.smithsonianmag.com/science-nature/six-important-things-know-about-breakthrough-infections-180978408/" rel="noopener" target="_blank">Impfdurchbrüche</a> und keine Übertragungen gebe. Tatsächlich aber gibt es sowohl bei der <a href="https://journals.lww.com/pidj/FullText/2019/09000/Measles_Transmission_in_a_Fully_Vaccinated_Closed.27.aspx" rel="noopener" target="_blank">Masern</a>&#8211; als auch bei <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2486742/" rel="noopener" target="_blank">Polio-Impfstoffen</a> Impfdurchbrüche, und sowohl bei der Masern- als auch bei der Polio-Impfung übertragen geimpfte Personen das Virus – aber die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Übertragung kommt, ist durch die Impfung gesenkt. Die Natur des Effekts ist also dieselbe wie bei den Covid-Impfstoffen: Es gibt keinen 100%-igen Schutz, aber der Schutz ist trotzdem gross, weil die Wahrscheinlichkeit einer Infektion und einer Übertragung reduziert wird.</div><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/27/weltwoche-im-bullshit-modus-konstruktion-und-karriere-einer-impf-luege/">Weltwoche im Bullshit-Modus: Konstruktion und Karriere einer «Impf-Lüge»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Schöne neue Parallelwelt – Netzwerke der «Alternativmedien»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/19/schoene-neue-parallelwelt-netzwerke-der-alternativmedien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2022 06:57:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie prophezeien eine angebliche «Corona-Diktatur 2.0» und sehen im Ukraine-Krieg das Werk von «Globalisten»: Auf1 und andere selbsterklärte «Alternativmedien» wie Compact oder Apolut. Hinter den Krisen unserer Zeit wittern sie stets die grosse Verschwörung. Mit den radikalen Protesten auf der Strasse bilden diese Medien eine Symbiose. Doch sie bekommen Gegenwind: YouTube sperrt ihre Kanäle, Medienaufsichten <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Schoene-neue-Parallelwelt-Netzwerke-der-Alternativmedien,zapp13850.html">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie prophezeien eine angebliche «Corona-Diktatur 2.0» und sehen im Ukraine-Krieg das Werk von «Globalisten»: Auf1 und andere selbsterklärte «Alternativmedien» wie Compact oder Apolut. Hinter den Krisen unserer Zeit wittern sie stets die grosse Verschwörung. Mit den radikalen Protesten auf der Strasse bilden diese Medien eine Symbiose. Doch sie bekommen Gegenwind: YouTube sperrt ihre Kanäle, Medienaufsichten ermahnen sie. Dieses ZAPP spezial zeigt, wie sich Medienaktivisten wie Ken Jebsen oder der Österreicher Stefan Magnet gegen Widerstände durchsetzen und an einer neuen, vernetzen Gegenöffentlichkeit arbeiten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/19/schoene-neue-parallelwelt-netzwerke-der-alternativmedien/">Schöne neue Parallelwelt – Netzwerke der «Alternativmedien»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>AUF1-TV: Verschwörungsmythen in Dauerschleife</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/09/auf1-tv-verschwoerungsmythen-in-dauerschleife/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2022 16:21:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[AUF1-TV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AUF1-TV aus Österreich ist einer der erfolgreichsten Kanäle für Corona-Leugner, Putin-Fans und Verschwörungstheoretiker. Wer steckt dahinter und was macht AUF1 so gefährlich?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/09/auf1-tv-verschwoerungsmythen-in-dauerschleife/">AUF1-TV: Verschwörungsmythen in Dauerschleife</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AUF1-TV aus Österreich ist einer der erfolgreichsten Kanäle für Corona-Leugner, Putin-Fans und Verschwörungstheoretiker. Wer steckt dahinter und was macht AUF1 so gefährlich?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/09/auf1-tv-verschwoerungsmythen-in-dauerschleife/">AUF1-TV: Verschwörungsmythen in Dauerschleife</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Google verharmlost Ver­­schwör­­ungs­­theore­tiker und Kriegs­­verbrecher</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/10/google-verharmlost-verschwoerungstheoretiker-und-kriegsverbrecher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 May 2022 12:43:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Google-Algorithmen versehen prominente Verschwörungstheoretiker mit unverfänglichen Untertiteln, die die Öffentlichkeit in die Irre führen und extremistische Ansichten verstärken.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/10/google-verharmlost-verschwoerungstheoretiker-und-kriegsverbrecher/">Google verharmlost Ver­­schwör­­ungs­­theore­tiker und Kriegs­­verbrecher</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Google-Algorithmen versehen prominente Verschwörungstheoretiker mit unverfänglichen Untertiteln, die die Öffentlichkeit in die Irre führen und extremistische Ansichten verstärken.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/10/google-verharmlost-verschwoerungstheoretiker-und-kriegsverbrecher/">Google verharmlost Ver­­schwör­­ungs­­theore­tiker und Kriegs­­verbrecher</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>RT DE als Sprachrohr für Covid-19-Verschwörungserzähler</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/09/rt-de-als-sprachrohr-fuer-covid-19-verschwoerungserzaehler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 13:53:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[RT Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>RT DE gehört laut einer Studie zu den meistgeteilten Medien in einschlägigen Telegram-Gruppen. Trotz Youtube-Sperre steigt die Reichweite kontinuierlich</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/09/rt-de-als-sprachrohr-fuer-covid-19-verschwoerungserzaehler/">RT DE als Sprachrohr für Covid-19-Verschwörungserzähler</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
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			</item>
		<item>
		<title>Bekannte Corona-Leugner von Anonymous brutal vorgeführt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/06/23/bekannte-corona-leugner-von-anonymous-brutal-vorgefuehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2021 09:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Querdenker» planten eine «zensurfreie» Facebook- und YouTube-Alternative und spendeten Geld dafür. Doch bevor sich die Plattform richtig etablierte, wurde sie von Anonymous-Aktivisten gehackt. Die Spur zum Hauptdrahtzieher führt in die Schweiz.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>«Querdenker» planten eine «zensurfreie» Facebook- und YouTube-Alternative und spendeten Geld dafür. Doch bevor sich die Plattform richtig etablierte, wurde sie von Anonymous-Aktivisten gehackt. Die Spur zum Hauptdrahtzieher führt in die Schweiz.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/06/23/bekannte-corona-leugner-von-anonymous-brutal-vorgefuehrt/">Bekannte Corona-Leugner von Anonymous brutal vorgeführt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>4chan: Wo Hass und Hetze als lustige Online-Spielerei daherkommen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/02/12/4chan-wo-hass-und-hetze-als-lustige-online-spielerei-daherkommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marko Ković]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2021 17:17:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[4chan]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Moderne Verschwörungstheorien von Pizzagate bis QAnon, totale Entmenschlichung des politischen Gegners, Normalisierung von Faschismus: Die Website 4chan ist die Startrampe des aktuellen politischen Moments. Warum, diskutieren Christian Caspar und Marko Ković in der neuen Folge unseres Podcasts «Das Monokel». In den letzten Jahren wurde viel über den schädlichen Einfluss von Social-Media-Plattformen für unsere politische Kultur <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/12/4chan-wo-hass-und-hetze-als-lustige-online-spielerei-daherkommen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Moderne Verschwörungstheorien von Pizzagate bis QAnon, totale Entmenschlichung des politischen Gegners, Normalisierung von Faschismus: Die Website 4chan ist die Startrampe des aktuellen politischen Moments. Warum, diskutieren Christian Caspar und Marko Ković in der neuen Folge unseres Podcasts «Das Monokel».</strong></p>
<p><iframe src="https://anchor.fm/dasmonokel/embed/episodes/Folge-15-Wie-4chan-die-Welt-erobert-hat-eqa5ae" width="600px" height="153px" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>In den letzten Jahren wurde viel über den schädlichen Einfluss von Social-Media-Plattformen für unsere politische Kultur geschrieben: Facebook, YouTube, Reddit, Twitter &amp; Co. polarisierten und leisteten politischer Radikalisierung Vorschub. Bizarre Lügen, absurde Verschwörungstheorien und gefährliche Desinformation erreichten ungefiltert und unhinterfragt Millionenpublika. Der ungezügelte Diskurs sei eine Gefahr für die Demokratie.</p>
<p>Es stimmt zwar, dass der politische Diskurs auf Social Media bisweilen irrwitzige und gefährliche Züge annimmt. Doch die grossen Socia-Media-Plattformen sind oft nur Verstärker und Multiplikatoren von Ideen und Inhalten, die ihren Ursprung nicht selten in anderen, weniger bekannten Ecken des Internets haben. Eine der wichtigstes dieser obskuren Plattformen, welche die politische Kultur im Westen beeinflusst, ist <a href="https://www.4chan.org/" target="_blank" rel="noopener">4chan</a>: Oberflächlich betrachtet ein unscheinbares, minimalistisch gestaltetes Diskussionsforum.<br />
</p>
<p>Die Geschichte von 4chan beginnt je nach Auslegung mit einer respektvollen Hommage oder einer dreisten Kopie: Am 1. Oktober 2003 ging das Diskussionsforum 4chan.org online. Im Wesentlichen sah die Website aus wie ein Klon des japanischen Imageboards <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Futaba_Channel" target="_blank" rel="noopener">Futaba Channel</a>. Der Name 4chan ist eine Anspielung auf 2chan, den umgangssprachlichen Namen für Futaba Channel («Futaba» bedeutet in etwa so viel wie «zwei Blätter»), und 4chan nutzte den gleichen Software-Quellcode wie Futaba Channel. Sogar das Layout und Design waren praktisch identisch.</p>
<p>4chan war kein Produkt einer grossen Internetfirma und kein Kind der Dotcom-Jahre. Die Website 4chan war ein kleines Hobbyprojekt des damals erst 15-jährigen Schülers Christoph Poole. Das Online-Forum «Something Awful», in dem Poole häufig mitdiskutierte, hatte für seinen Geschmack zu viele Regeln. Er sehnte sich nach einem Ort, wo er sich mit Gleichgesinnten ungefiltert und ungestört austauschen konnte. Nicht unbedingt, weil sich der junge Poole gross um Dinge wie Meinungsfreiheit und Zensur kümmerte. Er war schlicht ein Anime- und Manga-Nerd und wollte einen japanisch angehauchten Ort schaffen, der weitere Nerds anzieht.</p>
<blockquote><p>Obwohl 4chan um Welten weniger Nutzerinnen und Nutzer zählt als die grossen Social-Media-Plattformen, erfreut sich die Website bis heute ganz ansehnlicher Beliebtheit in der Nische.</p></blockquote>
<p>Zu Beginn fokussierte 4chan darum auf Unterforen, sogenannte Boards, rund um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anime" target="_blank" rel="noopener">Anime</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manga" target="_blank" rel="noopener">Manga</a> (inklusive Boards für Anime- und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hentai" target="_blank" rel="noopener">Manga-Pornografie</a>). Mit der Zeit erstellte Poole, der bis 2015 der alleinige Administrator von 4chan war, weitere Boards mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten, von Fitness über Literatur bis hin zu einem Board für paranormale Phänomene, wie Gespenster und Nahtoderfahrungen.</p>
<p>Obwohl 4chan um Welten weniger Nutzerinnen und Nutzer zählt als die grossen Social-Media-Plattformen, erfreut sich die Website bis heute ganz ansehnlicher Beliebtheit in der Nische, die sie sich selber geschaffen hat. Gemäss eigenen Angaben hat 4chan über <a href="https://www.4chan.org/advertise" target="_blank" rel="noopener">20 Millionen Besucherinnen und Besucher</a> pro Monat und generiert jeden Tag über 900’000 neue Forumseinträge. Die Erträge aus Bannerwerbung (zumeist für Pornoseiten) scheinen ausreichend zu sein, um 4chan nachhaltig zu betreiben.</p>
<p>So weit, so unspektakulär. 4chan ist ein gut besuchtes Online-Forum, aber das alleine erklärt nicht, warum 4chan für die politische Kultur westlicher Länder von grosser Bedeutung sein soll. Es gibt schliesslich schier endlos viele Diskussionsforen im Internet.</p>
<blockquote><p>Bei 4chan braucht es keine Anmeldung. Ein «Gespräch» starten oder bei einer Diskussion mitreden kann jede und jeder sofort, ganz ohne Registrierung, und zwar komplett anonym.</p></blockquote>
<p>Der Schlüssel zu 4chans grossem Einfluss ist der niederschwellige Zugang. Bei normalen Diskussionsforen müssen sich Nutzerinnen und Nutzer registrieren und können erst danach Diskussionen starten oder bei bestehenden Diskussionen mitreden. Bei 4chan braucht es keine Anmeldung. Ein «Gespräch» starten oder bei einer Diskussion mitreden kann jede und jeder sofort, ganz ohne Registrierung, und zwar komplett anonym. Die Nutzerinnen und Nutzer sprechen sich darum gegenseitig als «Anon» oder «Anonymous» an; das ist der Benutzername, der standardmässig bei allen Nutzerinnen und Nutzern angezeigt wird. Um eine Diskussion bei 4chan zu starten, ist es zudem nötig, ein Bild zu posten. Das ist der Grund, warum 4chan als ein sogenanntes Imageboard gilt.</p>
<p>Bereits diese zwei Komponenten, die Anonymität und der Zwang zum Einsatz von Bildern, machen 4chan zu einer <a href="https://journals.uic.edu/ojs/index.php/fm/article/view/3665/8696" target="_blank" rel="noopener">eigenen Gattung</a> unter den Social-Media-Plattformen: Die Diskussionen auf 4chan sind oft kreativ, vielfältig und schaffen trotz, oder gerade wegen der Anonymität ein besonderes Gefühl der Gemeinschaft. Im Vordergrund stehen, anders als auf den meisten Social-Media-Plattformen, nicht konkrete User als wiedererkennbare Personen, sondern nur ihre Beiträge in Text und Bild, die unmittelbar Reaktionen provozieren. In der Anonymität fallen typische soziale Anreize, wie es sie auf Facebook und Co. gibt, gänzlich weg. Wenn ein User eine beliebte Diskussion startet, gibt es keine Likes und keine Retweets, die den User als Person in den Vordergrund stellen und ihm so etwas wie Prominenz verschaffen. Auf 4chan gibt es nur die anonyme Masse, alles ist vergänglich, und der Mühe einziger Lohn sind die unmittelbaren Reaktionen anderer anonymer Nutzerinnen und Nutzer. Es geht ausschliesslich um das möglichst sinnliche, möglichst aufregende Hier und Jetzt.</p>
<blockquote><p>Viele Memes erblicken auf 4chan das Licht der Welt und finden ihren Weg anschliessend auf gängigere Social-Media-Plattformen.</p></blockquote>
<p>Diese besonderen Bedingungen des anonymen Diskutierens in Kombination mit dem Fokus auf Bilder haben die Kulturtechnik der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meme_(Kulturph%C3%A4nomen)" target="_blank" rel="noopener">Memes hervorgebracht</a>. Das, was wir heute überall im Netz sehen – mehr oder weniger lustige Bilder als Meinungen und Reaktionen – hatte seinen Ursprung in den sarkastischen, mit Bildern gespickten Diskussionen der 4chan-Unterforen. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte, und ein Meme kann packender und unmittelbarer sein als tausend Zeilen Text. Auch heute noch ist 4chan eine der <a href="https://arxiv.org/abs/1805.12512" target="_blank" rel="noopener">wichtigsten Quellen von Memes</a> im gesamten Internet: Viele Memes erblicken auf 4chan das Licht der Welt und finden ihren Weg anschliessend auf gängigere Social-Media-Plattformen, wo sie ein viel grösseres Publikum finden.</p>
<p>Eine weitere zentrale Komponente von 4chan ist die strukturell bedingte brutale Aufmerksamkeitsökonomie der Diskussionen. Neue Diskussionen werden laufend gestartet, und die neuen Diskussionen verdrängen chronologisch die bestehenden. In der Folge sind die meisten neu gestarteten Diskussionen nur für wenige Sekunden auf der Frontseite des jeweiligen Unterforums sichtbar, und nach nur rund fünf Minuten sind sie gar komplett <a href="https://ojs.aaai.org/index.php/ICWSM/article/view/14134" target="_blank" rel="noopener">verschwunden</a>, weil sie von der nie endenden Welle an neuen Diskussionen weggespült werden. Diskussionen bei 4chan sind nämlich ein Nullsummenspiel: Wird eine Diskussion genug weit nach hinten gedrückt, rutscht sie bald ins digitale Nirvana, weil die Anzahl der angezeigten und damit abrufbaren Diskussionen fix ist. Archivfunktionen oder dergleichen gibt es keine.</p>
<blockquote><p>Wer nicht die Grenzen der Menschlichkeit überschreitet, geht auf 4chan unter.</p></blockquote>
<p>In diesem gnadenlosen Verdrängungskampf kann nur obenauf schwimmen, wer möglichst viele Reaktionen provoziert; Diskussionen, die viele Antworten generieren, bleiben länger sichtbar. Um aufzufallen und Reaktionen zu zeitigen, müssen Diskussionen darum möglichst provokativ und krass sein, möglichst Tabus brechen und nicht zuletzt die 4chan-Massen möglichst gut unterhalten.</p>
<p>Wer sachlich und ausgewogen diskutieren will, hat bereits verloren. Wüster Rassismus, verrückte Verschwörungstheorien, Hass auf Andersdenkende sind die natürliche Konsequenz dieses darwinistischen Kampfes um Aufmerksamkeit. Wer nicht die Grenzen der Menschlichkeit überschreitet, geht unter. 4chan ist, wie es Andrew Marantz im Titel seines Buches «Antisocial: Online Extremists, Techno-Utopians, and the Hijacking of the American Conversation» auf den Punkt bringt, im Grunde antisozial: Die Vernetzung auf 4chan führt nicht zur Steigerung eines wie auch immer gearteten Gemeinwohls, sondern verkommt (auch strukturbedingt) zum Ausdruck kollektiver Verachtung aller Menschen, die anders denken und anders aussehen.</p>
<blockquote><p>Die Geister, die er rief, wurden mit der Zeit sogar dem 4chan-Gründer Christophe Poole zu viel.</p></blockquote>
<p>Der toxische Cocktail der 4chan-Aufmerksamkeitsökonomie – auf 4chan kann und muss man Tabus brechen, um gesehen zu werden – ist der vielleicht entscheidende Faktor, der 4chan von einem Diskussionsforum für Anime-Nerds zu einem Nährboden für politischen Wahnsinn hat mutieren lassen. Die Geister, die er rief, wurden mit der Zeit sogar dem 4chan-Gründer Christophe Poole zu viel. Nachdem er realisierte, dass 4chan nicht mehr in halbwegs vernünftige Bahnen gelenkt werden kann, <a href="https://www.rollingstone.com/culture/culture-features/4chans-overlord-christopher-poole-reveals-why-he-walked-away-93894/" target="_blank" rel="noopener">verkaufte Poole 4chan</a> 2015 an Hiroyuki Nishimura, den Gründer des Textboards 2channel. (2channel, ein rein textbasiertes japanisches Diskussionsforum, war die Inspiration für Futaba Channel und damit indirekt auch für 4chan.)</p>
<p>Wäre 4chan lediglich ein toxisches Kuriosum, dessen extreme Inhalte auf 4chan beschränkt sind, wäre die Angelegenheit vielleicht als Online-Randphänomen akademisch interessant, aber für die breitere Gesellschaft nicht so wichtig. Wie aber nicht zuletzt das Beispiel von Memes als sarkastische Kulturtechnik zeigt, schwappt 4chan auch in das breitere Internet und damit in die breitere Gesellschaft über. Das ist der zentrale Mechanismus, über den 4chan zu einem weltweit bedeutenden Phänomen geworden ist: Auf 4chan entstehen extremistische Inhalte, die zuerst nur ein begrenztes Publikum erreichen, sich aber auf anderen Social-Media-Plattformen verbreiten wie ein Lauffeuer.</p>
<blockquote><p>Fragwürdige Aktionen und Bewegungen, die von 4chan aus ihren Siegeszug starten, gibt es zuhauf.</p></blockquote>
<p>Im Bereich des Politischen geschieht diese Weiterverbreitung von 4chan-Inhalten auf zwei Arten; eine eher offensichtliche und eine eher subtile. Offensichtlich und unmittelbar spürbar sind einschneidende Ereignisse, Bewegungen und «Skandale», die ihren Ursprung auf 4chan haben. Eher subtil hingegen ist die Verbreitung des diskursiven Stils von 4chan in die breitere Öffentlichkeit hinein.</p>
<p>Zunächst zu der eher offensichtlichen Art, wie Inhalte von 4chan in die Gesellschaft überschwappen. Fragwürdige Aktionen und Bewegungen, die von 4chan aus ihren Siegeszug starten, gibt es zuhauf: Die <a href="https://www.newyorker.com/magazine/2014/09/08/masked-avengers" target="_blank" rel="noopener">Hacker-Bewegung «Anonymous»</a> wurde um 2004 herum auf 4chan ins Leben gerufen; der Aktienkurs von Apple ist 2008 eingebrochen, nachdem auf 4chan ein <a href="https://arstechnica.com/gadgets/2008/10/sources-sec-identifies-steve-jobs-heart-attack-prankster/" target="_blank" rel="noopener">Gerücht über den Tod von Steve Jobs</a> in die Welt gesetzt wurde; 2014 wurden unter dem Namen «The Fappening» <a href="https://www.vox.com/2014/9/2/6096815/4chan-explainer-questions" target="_blank" rel="noopener">gehackte Nacktfotos</a> unter anderem von Hollywood-Schauspielerinnen auf 4chan veröffentlicht.</p>
<blockquote><p>Ein explosiver Moment, mit dem 4chan in den politischen Alltag sickerte, ist die QAnon-Verschwörungstheorie.</p></blockquote>
<p>Ab den 2010er Jahren häufen sich aber stärker politische Bewegungen mit dezidiert reakionär-faschistoidem Drall, die auf 4chan aufkeimen und dann über andere Plattformen gross werden. Ein Beispiel hierfür ist die sogenannte «Gamergate»-Bewegung von 2014. «Gamergate» war ein Sturm des Online-Hasses gegen Videospiel-Programmiererinnen und -Journalistinnen. Der Mob griff diese Frauen in der Videospielbranche an, weil sie eine angeblich zu feministische und zu progressive Sicht der Dinge hatten und über Videospiele andere Leute manipulieren wollten. Obwohl «Gamergate» mit Videospielen ein Thema ansprach, das nicht im Zentrum der allgemeinen politischen Aufmerksamkeit steht, wurde damit eine bedenkliche reaktionäre Sicht massentauglich: Die westliche Kultur stehe unter Beschuss von <a href="https://doi.org/10.1080/14680777.2018.1447333" target="_blank" rel="noopener">«Social Justice Warriors»</a>, in dem Fall den Frauen in der Game-Branche, die mit ihrer Ideologie alles, was den Westen gross gemacht hat, zerstören wollen.</p>
<p>Ein anderer und noch explosiverer Moment, mit dem 4chan in den politischen Alltag sickerte, ist die QAnon-Verschwörungstheorie. Im Oktober 2017 meldete sich ein angeblicher Insider der Trump-Regierung auf 4chan zu Wort und verkündete, dass Donald Trump, ein angebliches politisches Genie, die USA von der «pädophilen Elite der Demokraten», dem «Deep State und Hollywood» in einem «grossen Sturm» säubern werde. Der QAnon-Verschwörungswahn gipfelte im <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/15/alle-profitierten-von-trump-medien-als-brandbeschleuniger-des-kapitol-sturms/">Sturm auf das US-Kapitol</a> vom 6. Januar 2021, bei dem QAnon-Anhängerinnen und -Anhänger Trump unter die Arme greifen und den ersehnten grossen Sturm selber herbeiführen wollten. Daraus wurde zwar nichts (Trump hat das Weisse Haus sang- und klanglos verlassen), aber QAnon ist längst zu einem religionsähnlichen Weltbild metastasiert, dass auch <a href="https://markokovic.substack.com/p/wenn-prophezeiungen-scheitern" target="_blank" rel="noopener">nach Trumps Abgang weiter wuchert</a>.</p>
<blockquote><p>Hass und Hetze kommen auf 4chan nicht bedrohlich oder aggressiv daher, sondern sind immer in eine dicke Schicht Sarkasmus gepackt.</p></blockquote>
<p>Diese Beispiele sind offensichtliche und krasse Ereignisse, die auf 4chan ihren Anfang hatten, über andere Social-Media-Plattformen ein grösseres Publikum fanden, dadurch letztlich in die physische Realität übergeschwappt sind und grossen Schaden angerichtet haben. Doch der vielleicht noch wichtigere Einfluss von 4chan auf den politischen Diskurs in den USA und anderen westlichen Ländern ist subtiler: Der diskursive Habitus auf 4chan verharmlost reaktionäre bis faschistische Überzeugungen, indem er sie in einen Mantel des Sarkasmus verpackt und so für ein grosses Publikum als «normal» erscheinen lässt. Die Infektion des Politischen durch diesen Habitus ist kein lauter Knall, sondern ein steter Tropfen.</p>
<p>Humor ist das vielleicht zentrale Merkmal des <a href="https://www.theatlantic.com/international/archive/2020/09/how-memes-lulz-and-ironic-bigotry-won-internet/616427/" target="_blank" rel="noopener">politischen Extremismus auf 4chan</a>: Der Rassismus, der Antisemitismus, der Faschismus und ganz allgemein der Hass auf alles Fremde, der auf 4chan an der Tagesordnung ist, kommt nicht bedrohlich oder aggressiv daher, sondern ist immer in eine dicke Schicht Sarkasmus gepackt. Auf 4chan hat man nicht das Gefühl, unter gefährlichen Neonazis zu sein. Im Gegenteil: Alles ist bunt, überall sind lustige Memes und alles wird mit einem Augenzwinkern gepostet. Die Stimmung ist nicht primär von offenkundigem Hass und Groll geprägt, sondern hat eher einen Hauch «positiver», lustiger Gegenkultur.</p>
<blockquote><p>Wer die faschistischen Memes auf 4chan anschaut, hat nicht das Gefühl, ein rückwärtsgewandter Nazi zu sein.</p></blockquote>
<p>Die Autorin und Forscherin Angela Nagle beschreibt dieses Phänomen in ihrem Buch <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/angela-nagle-kill-all-normies-amerika-unter-trump-die.1270.de.html?dram:article_id=408170" target="_blank" rel="noopener">«Kill All Normies»</a> als eine Übernahme der ehemals linken Politik der Grenzüberschreitung («Transgression») durch reaktionär-faschistoide Kreise. Wer die faschistischen Memes auf 4chan anschaut, hat nicht das Gefühl, ein rückwärtsgewandter Nazi zu sein, sondern versteht sich als Teil einer mutigen Bewegung, die sich gegen das sklerotische Establishment stemmt. Das Ganze ist ein sarkastischer Protest gegen den Status Quo des angeblichen linken politischen Mainstreams; es geht nur darum, den Mainstream zu kritisieren.</p>
<p>All das ist am Anfang vielleicht nicht ganz so ernst gemeint und es schwingt viel rein provokatives «Shitposting» mit. Doch wenn das Pendel nur in eine Richtung schwingt, wird es mit der Zeit zu einer konkreten ideologischen Brille. Wenn sich Abertausende von Nutzern in einem permanenten Sog reaktionär-verschwörungstheoretisch-faschistoider Memes befinden, bestätigen sie sich gegenseitig in dieser Weltsicht. Vordergründig mag alles sarkastisch sein, aber der unter der Sarkasmus-Patina lauernde ideologische Kern setzt sich immer tiefer in den Köpfen der Nutzer fest.</p>
<blockquote><p>«Pepe the Frog», eine harmlose Comic-Figur, die in SS-Uniform «Feels good» verkündet, avancierte auf 4chan zum Maskottchen der Alt-Right.</p></blockquote>
<p>Mit diesem besonderen Mix – extremistische Überzeugungen verpackt in sarkastische Memes – schafft 4chan, was Generationen faschistischer Gruppierungen misslungen ist: Hass wird massentauglich. Die «Memefizierung» von Hass ist eine Art Filter, der Hass normalisiert und damit für eine breitere Öffentlichkeit <a href="https://www.theguardian.com/technology/2017/may/23/alt-right-online-humor-as-a-weapon-facism" target="_blank" rel="noopener">zugänglich macht</a>. Die meisten Menschen würden beispielsweise nie aktiv einer offen rassistischen Gruppierung beitreten oder ihre Inhalte konsumieren. Doch die moralische Hemmschwelle, über ein «lustiges» Meme zu lachen, in dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pepe_der_Frosch" target="_blank" rel="noopener">«Pepe the Frog»</a>, eine harmlose Comic-Figur, die auf 4chan zum Maskottchen der Alt-Right avancierte, in SS-Uniform «Feels good» verkündet, ist viel tiefer. Und wenn das jemand kritisiert, ist das auch nur wieder Wasser auf die Mühlen der reaktionären Radikalisierung: Da sind sie wieder, die Political Correctness, der Feminismus, die Linken, die alles zensieren wollen, was nicht genehm ist.</p>
<p>Der Autor Dale Beran zeichnet in seinem Buch «It Came from Something Awful» nach, wie die 4chan-Kultur des humorvoll-sarkastischen Hasses dazu beigetragen hat, Donald Trump ins Amt des Präsidenten zu befördern. Die reaktionäre 4chan-Kultur, so Beran, macht Menschen zu einer Art quasi-nihilistischen Trollen, die Grenzen immer weiter ausloten und immer weiter Tabus brechen. Alles ist erlaubt, weil ja alles nur ein Scherz ist; wer sich aufregt und etwas kritisiert, ist einfach Teil des Problems. Dann gilt es erst recht, dagegenzuhalten. Eine seriöse politische Diskussion mit Kritikern und politischen Gegnerinnen wird natürlich gar nicht angestrebt. Mit «Normies» zu sprechen, die die <a href="https://nymag.com/intelligencer/2017/05/the-online-radicalization-were-not-talking-about.html" target="_blank" rel="noopener">«rote Pille» nicht genommen</a> haben und die Realität nicht sehen, wie sie tatsächlich ist, bringt gar nichts. Es gilt, alle und alles pauschal abzulehnen.</p>
<blockquote><p>4chan ist zwar ausschliesslich englischsprachig, aber die kulturellen Wellen, die 4chan geschlagen hat, sind auch bei uns zu spüren.</p></blockquote>
<p>Die ideologischen Versatzstücke der 4chan-Weltsicht sind auch im deutschsprachigen Raum angekommen. Zwar hat 4chan in unseren Breitengraden vergleichsweise wenig Resonanz (4chan ist ausschliesslich englischsprachig), aber die kulturellen Wellen, die 4chan geschlagen hat, sind auch bei uns zu spüren. Verschwörungstheorien wie QAnon oder «The Great Replacement» haben auch bei uns viele Menschen in ihren Bann gezogen; hasserfüllte «lustige» Memes werden auch bei uns rege auf Social-Media-Plattformen geteilt; reaktionäre und inhaltsfreie Angriffe auf Feminismus, auf «Genderwahn», auf «Social Justice Warriors», auf Transgender-Menschen, auf linken «Moralismus», auf «Kulturmarxismus» sind auch bei uns Teil des politischen Diskurses.</p>
<p>Dabei geht es gar nicht darum, fundierte inhaltliche Kritik zu formulieren und in ein Gespräch zu treten. Die Andersdenkenden werden stattdessen einfach dämonisiert und ihre Kritik pauschal abgelehnt. Kein Tabubruch geht zu weit, weil ja alles eigentlich nur ein nicht ganz ernst gemeinter Scherz ist – die «Linken» haben einfach keinen Humor und wollen mit der Zensurkeule durchgreifen. Quod erat demonstrandum – was zu beweisen war.</p>
<blockquote><p>Auch wenn 4chan als Plattform über Nacht verschwinden würde, dürfte deren Erbe noch lange nachwirken.</p></blockquote>
<p>Das ist, im Kern, der Effekt von 4chan auf den politischen Diskurs: Alles verkommt zu einer Art provokativem Getrolle, das mittels Humor und Sarkasmus reaktionäre bis faschistische Überzeugungen salonfähig macht.</p>
<p>Kann diese Büchse der Pandora wieder geschlossen werden? Auch wenn 4chan als Plattform über Nacht verschwinden würde, dürfte deren Erbe noch lange nachwirken. Vielleicht würde damit die Quelle so manch einer wirren Verschwörungstheorie und vieler rassistischer Memes versiegen, aber der übergeordnete Schaden – der sarkastisch-hasserfüllte, möchtegern-transgressive politische Blick auf die Welt – ist bereits angerichtet. Die meisten Menschen, die heute die sarkastische 4chan-Hassbrille tragen, haben nie von 4chan gehört. Darüber hinaus zeigt nicht zuletzt die Website 8chan, (der kleine hässliche Bruder von 4chan; eine Kopie der Kopie, wo es nochmals einen ganzen Zacken rassistischer zu- und hergeht), dass sich die 4chan-Meute bei Bedarf einfach eine neue Plattform sucht. <a href="https://knowyourmeme.com/memes/feels-bad-man-sad-frog" target="_blank" rel="noopener">Feels bad, man</a>.</p>
<p><iframe src="https://anchor.fm/dasmonokel/embed/episodes/Folge-15-Wie-4chan-die-Welt-erobert-hat-eqa5ae" width="600px" height="153px" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/02/12/4chan-wo-hass-und-hetze-als-lustige-online-spielerei-daherkommen/">4chan: Wo Hass und Hetze als lustige Online-Spielerei daherkommen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Twitter sperrt 70.000 weitere Konten der QAnon-Bewegung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/01/12/twitter-sperrt-70-000-weitere-konten-der-qanon-bewegung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 04:31:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[QAnon]]></category>
		<category><![CDATA[Deplatforming]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=84886</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Maßnahme ist laut Twitter eine Konsequenz der Ausschreitungen in Washington, D. C. In vielen Fällen ließen sich mehrere Konten auf einen Urheber zurückführen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/12/twitter-sperrt-70-000-weitere-konten-der-qanon-bewegung/">Twitter sperrt 70.000 weitere Konten der QAnon-Bewegung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Maßnahme ist laut Twitter eine Konsequenz der Ausschreitungen in Washington, D. C. In vielen Fällen ließen sich mehrere Konten auf einen Urheber zurückführen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/01/12/twitter-sperrt-70-000-weitere-konten-der-qanon-bewegung/">Twitter sperrt 70.000 weitere Konten der QAnon-Bewegung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Soziales Netzwerk Parler erhält Geld von prominenter Trump-Unterstützerin</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/20/soziales-netzwerk-parler-erhaelt-geld-von-prominenter-trump-unterstuetzerin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2020 16:29:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[Fake-News]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=83589</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Kurznachrichtendienst Parler erfreut sich vor allem in rechtskonservativen Kreisen in den USA großer Beliebtheit. Jetzt wurden Details über die Geldgeber bekannt.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/20/soziales-netzwerk-parler-erhaelt-geld-von-prominenter-trump-unterstuetzerin/">Soziales Netzwerk Parler erhält Geld von prominenter Trump-Unterstützerin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kurznachrichtendienst Parler erfreut sich vor allem in rechtskonservativen Kreisen in den USA großer Beliebtheit. Jetzt wurden Details über die Geldgeber bekannt.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/20/soziales-netzwerk-parler-erhaelt-geld-von-prominenter-trump-unterstuetzerin/">Soziales Netzwerk Parler erhält Geld von prominenter Trump-Unterstützerin</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Verschwörungsmythen: Facebook setzt Gruppen auf Bewährung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/20/verschwoerungsmythen-facebook-setzt-gruppen-auf-bewaehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2020 16:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[Fake-News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=83584</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wegen Verschwörungserzählungen zur US-Wahl und der Corona-Pandemie will Facebook Moderator:innen von Gruppen stärker in die Pflicht nehmen. Der Konzern wälzt damit Verantwortung auf ungeschulte Freiwillige ab. Dabei sträubte er sich selbst lange Zeit, konsequent gegen Hetze und Desinformation vorzugehen.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/20/verschwoerungsmythen-facebook-setzt-gruppen-auf-bewaehrung/">Verschwörungsmythen: Facebook setzt Gruppen auf Bewährung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen Verschwörungserzählungen zur US-Wahl und der Corona-Pandemie will Facebook Moderator:innen von Gruppen stärker in die Pflicht nehmen. Der Konzern wälzt damit Verantwortung auf ungeschulte Freiwillige ab. Dabei sträubte er sich selbst lange Zeit, konsequent gegen Hetze und Desinformation vorzugehen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/20/verschwoerungsmythen-facebook-setzt-gruppen-auf-bewaehrung/">Verschwörungsmythen: Facebook setzt Gruppen auf Bewährung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>«Ich werde die 5G-Antennen sabotieren»: Wie Verschwörungs­theorien in die Schweiz gelangen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/11/12/ich-werde-die-5g-antennen-sabotieren-wie-verschwoerungs%c2%adtheorien-in-die-schweiz-gelangen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2020 11:15:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[5G]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Corona-Pandemie haben die Mythen um den Mobilfunkstandard 5G nochmals zugelegt. Auch in der Schweiz. Ein Blick in die Anti-5G-Szene – und auf ihr Abrutschen in dubiose Milieus.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/12/ich-werde-die-5g-antennen-sabotieren-wie-verschwoerungs%c2%adtheorien-in-die-schweiz-gelangen/">«Ich werde die 5G-Antennen sabotieren»: Wie Verschwörungs­theorien in die Schweiz gelangen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Corona-Pandemie haben die Mythen um den Mobilfunkstandard 5G nochmals zugelegt. Auch in der Schweiz. Ein Blick in die Anti-5G-Szene – und auf ihr Abrutschen in dubiose Milieus.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/11/12/ich-werde-die-5g-antennen-sabotieren-wie-verschwoerungs%c2%adtheorien-in-die-schweiz-gelangen/">«Ich werde die 5G-Antennen sabotieren»: Wie Verschwörungs­theorien in die Schweiz gelangen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mit Influencer-Marketing gegen die «Coronadiktatur»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/22/mit-influencer-marketing-gegen-die-coronadiktatur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicole Vontobel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2020 11:26:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=82517</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Hamburger Modeunternehmer erreicht mit Verschwörungsmythen auf Instagram Tausende, darunter auch mehrere Influencer:innen. Die unterstützen ihn und verbreiten seine Thesen zum Teil sogar weiter.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/22/mit-influencer-marketing-gegen-die-coronadiktatur/">Mit Influencer-Marketing gegen die «Coronadiktatur»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hamburger Modeunternehmer erreicht mit Verschwörungsmythen auf Instagram Tausende, darunter auch mehrere Influencer:innen. Die unterstützen ihn und verbreiten seine Thesen zum Teil sogar weiter.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/22/mit-influencer-marketing-gegen-die-coronadiktatur/">Mit Influencer-Marketing gegen die «Coronadiktatur»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf Facebook geht es um Leben und Tod</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/19/auf-facebook-geht-es-um-leben-und-tod/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2020 12:46:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[QAnon]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=82428</guid>

					<description><![CDATA[<p>Binnen Tagen beschließt Facebook, Holocaust-Leugnung weltweit zu verbieten, Impfgegnern keine Anzeigen mehr zu erlauben und QAnon endgültig zu verbannen. Warum gerade jetzt?</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/19/auf-facebook-geht-es-um-leben-und-tod/">Auf Facebook geht es um Leben und Tod</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Binnen Tagen beschließt Facebook, Holocaust-Leugnung weltweit zu verbieten, Impfgegnern keine Anzeigen mehr zu erlauben und QAnon endgültig zu verbannen. Warum gerade jetzt?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/19/auf-facebook-geht-es-um-leben-und-tod/">Auf Facebook geht es um Leben und Tod</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eva Horn über Verschwörungstheorien: «Die Wirklichkeit zerbröselt»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/10/17/eva-horn-ueber-verschwoerungstheorien-die-wirklichkeit-zerbroeselt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2020 08:24:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=82317</guid>

					<description><![CDATA[<p>Corona gibt es nicht, Testen ist Blödsinn und die Pandemie erfunden – Verschwörungstheorien stehen hoch im Kurs. Das Problem: Sie kommen von scheinbar seriösen Wissenschaftlern.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/17/eva-horn-ueber-verschwoerungstheorien-die-wirklichkeit-zerbroeselt/">Eva Horn über Verschwörungstheorien: «Die Wirklichkeit zerbröselt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Corona gibt es nicht, Testen ist Blödsinn und die Pandemie erfunden – Verschwörungstheorien stehen hoch im Kurs. Das Problem: Sie kommen von scheinbar seriösen Wissenschaftlern.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/10/17/eva-horn-ueber-verschwoerungstheorien-die-wirklichkeit-zerbroeselt/">Eva Horn über Verschwörungstheorien: «Die Wirklichkeit zerbröselt»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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