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	<title>Virus | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Tue, 06 Dec 2022 12:39:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die Resilienz des Radios</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/12/06/die-resilienz-des-radios/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 12:39:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendradio]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Radio SRF Virus ist seit einem halben Jahr wieder moderiert auf Sendung. Radio für Junge, geht das noch? «Radio muss man anders denken», sagt die ebenfalls junge Redaktion.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Radio SRF Virus ist seit einem halben Jahr wieder moderiert auf Sendung. Radio für Junge, geht das noch? «Radio muss man anders denken», sagt die ebenfalls junge Redaktion.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/06/die-resilienz-des-radios/">Die Resilienz des Radios</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>SRF wirbt mit viel Geld bei Teenies – Privatradios verärgert</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/13/srf-wirbt-mit-viel-geld-bei-teenies-privatradios-veraergert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2022 15:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SRF bewirbt derzeit auf allen Kanälen seinen Jugend-Radiosender Virus. Davon profitieren auch die Social-Media-Giganten. Die private Konkurrenz übt Kritik.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>SRF bewirbt derzeit auf allen Kanälen seinen Jugend-Radiosender Virus. Davon profitieren auch die Social-Media-Giganten. Die private Konkurrenz übt Kritik.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/13/srf-wirbt-mit-viel-geld-bei-teenies-privatradios-veraergert/">SRF wirbt mit viel Geld bei Teenies – Privatradios verärgert</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>SRF setzt auf lineares Jugendradio</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/31/srf-setzt-auf-lineares-jugendradio/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin von Wyl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2022 09:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendradio]]></category>
		<category><![CDATA[Radio SRF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Motto «Klima aber auch Kardashians» startet «SRF Virus» nochmals neu als Radiosender – nachdem er zuletzt als Schmalspurprogramm noch um die 20’000 Leute erreichte. Warum? Mit Radio erreiche man zu geringen Kosten viele Junge. Das Radio gehört nicht ins Altersheim. 590&#8217;000 Menschen zwischen 15 und 30 hören in der Deutschschweiz täglich eine Viertelstunde <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/31/srf-setzt-auf-lineares-jugendradio/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Motto «Klima aber auch Kardashians» startet «SRF Virus» nochmals neu als Radiosender – nachdem er zuletzt als Schmalspurprogramm noch um die 20’000 Leute erreichte. Warum? Mit Radio erreiche man zu geringen Kosten viele Junge.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Virus-Relaunch-20220331b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-96138 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Virus-Relaunch-20220331b.jpg" alt="" width="1457" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Virus-Relaunch-20220331b.jpg 1457w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Virus-Relaunch-20220331b-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Virus-Relaunch-20220331b-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Virus-Relaunch-20220331b-768x514.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-SRF-Virus-Relaunch-20220331b-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1457px) 100vw, 1457px" /></a><br />
Das Radio gehört nicht ins Altersheim. 590&#8217;000 Menschen zwischen 15 und 30 hören in der Deutschschweiz täglich eine Viertelstunde Radio. «Ein beträchtlicher Teil von ihnen kann ‹Virus› erreichen – also probieren wir es nochmals», sagt Alexander Blunschi, der bei SRF die Gesamtverantwortung für «Radio SRF 3» und «Virus» trägt. Menschen zwischen 18 und 30 zahlen Serafe-Gebühren – SRF will für sie da sein. Darum gibt es für <a href="http://<a href="https://www.srf.ch/radio-srf-virus" target="_blank" rel="noopener">«SRF Virus»</a>&#8220; rel=&#8220;noopener&#8220; target=&#8220;_blank&#8220;>«SRF Virus»</a> nochmals einen Neustart. Es ist der letzte Anlauf als linearer Radiosender.<br />
</p>
<p>Es verwundert, dass SRF im Jahr 2022 eine Radio-Offensive für die junge Zielgruppe startet. Doch was Blunschi über das neue «SRF Virus» erzählt, klingt vielversprechend: Ein neues Team, das mit viel Freiheiten gestaltet. Ein Sender, der zahlreichen SRF-Formaten, die es momentan nur auf Social Media gibt, eine Heimat bietet. Der Anstoss für den neuen Anlauf sei aus der Marktforschung gekommen, schildert Blunschi. «Die Ergebnisse zeigen, dass man mit dem Medium Radio viele Junge mit verhältnismässigen Mitteln erreichen kann.»</p>
<blockquote><p>Die Frage lautet nicht «Wieso lanciert SRF 2022 ein lineares Jugendradio neu?», sondern «Warum erst jetzt?».</p></blockquote>
<p>Den «SRF Medientrends 2019» kann man entnehmen: 84 Prozent der 15- bis 29-Jährigen, die mit dem Auto unterwegs sind, hören Radio. 65 Prozent schalten das Radio auch zuhause ein und 42 Prozent bei der Arbeit. Schaut man sich diese Zahlen an, lautet die Frage nicht mehr «Wieso lanciert SRF 2022 ein lineares Jugendradio neu?», sondern «Warum erst jetzt?». Nur die wenigsten der 590&#8217;000 täglichen Radio-Hörer:innen unter 30 schalteten «SRF Virus» ein: In den letzten Jahren erreichte «Virus» noch 21’000 bis 25&#8217;000 Hörer:innen. Weniger als fast alle privaten und öffentlich-rechtlichen Sender, sogar weniger als das rätoromanische RTR.</p>
<p>«SRF Virus» setzte aufs Netz statt auf Radio. Bereits vor fünf Jahren produzierte die Marke erfolgreich Webserien: Den <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/true-talk?id=a3941316-c3b1-4484-90ae-431450d85b7c" target="_blank" rel="noopener">«True Talk»</a>, in dem Menschen, denen wegen bestimmter Merkmale oft Vorurteile und Stereotypen begegnen, Klartext sprechen. Dessen zweite Staffel erreichte deutlich mehr als 2,5 Millionen Videostarts. Manche Formate gehörten nur lose zu «Virus» und setzten mit der Zeit vor allem auf eigene Kanäle – etwa die Webvideo-Satire «Zwei am Morge», deren letzte Folge diese Woche lief.</p>
<p>Social-Media-orientierte Jugendmedien sind schnelllebig, doch gerade öffentlich finanzierte Medien hätten die Planungssicherheit, Formate zu schaffen, die Trends und Plattformen überdauern. Sie könnten eine Generation beim Älterwerden begleiten. Dass es geht, zeigt <a href="https://www.youtube.com/channel/UCfa7jJFYnn3P5LdJXsFkrjw/about" target="_blank" rel="noopener">«STRG_F»</a> in Deutschland. Das NDR-Rechercheformat für ein junges Publikum gewinnt seit vier Jahren kontinuierlich Reichweite und Reputation. Bei SRF sind hingegen Social-Media-Marken, die auf die junge Zielgruppe schielen, reihenweise aufgeploppt und teilweise wieder verschwunden: <a href="https://www.srf.ch/news/nouvo" target="_blank" rel="noopener">«SRF Nouvo»</a>, <a href="https://www.srf.ch/news/srf-forward" target="_blank" rel="noopener">«SRF Forward»</a>, <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/unzipped?id=7d13f9d8-96cd-4373-bbd0-f8703d8d973e" target="_blank" rel="noopener">«Unzipped»</a>, zuletzt <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/impact?id=fce0f9ed-7903-445a-877c-958a800bcc50" target="_blank" rel="noopener">«Impact»</a> und <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/we-myself--why?id=d628b6ee-772b-4f0f-8f16-e99407c1467c" target="_blank" rel="noopener">«We, Myself &amp; Why»</a>. Manche trugen das «Virus»-Logo, andere nicht. In diesem Hin-und-her entstand kaum langfristige Publikumsbindung. Klar war einzig: «Virus» steht für Schweizer Hip-Hop, szenebekannte Moderator:innen und den Live-Rap-Event <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-virus/cypher" target="_blank" rel="noopener">«Cypher»</a>.</p>
<p>Immerhin 50&#8217;000 Menschen folgen der Schweizer Hip-Hop Hall of Fame, die der <a href="https://www.youtube.com/c/srfvirus" target="_blank" rel="noopener">«Virus»-Youtube-Kanal</a> bietet. Das «Virus»-Publikum schaltet den Radiosender anscheinend einfach nicht mehr ein. Die junge Zielgruppe holt man via Tiktok, Instagram, Spotify und Youtube. Das gilt seit dem SRF-weiten Umbau und Abbau «SRF 2024» für das ganze Unternehmen. Im linearen Radio «SRF Virus» gibt es nicht mal mehr moderiertes Programm. Dort läuft fast nur Musik – nur zur vollen Stunde kommt tagsüber der Bruch: die SRF-Nachrichten.</p>
<blockquote><p>«Kein Patent Ochsner, kein Züri West – der Sender will progressiver sein als SRF 3.»<br />
<small>Alexander Blunschi, Gesamtverantwortlicher «SRF 3» und «SRF Virus»</small></p></blockquote>
<p>Laut Blunschi fehlten die Ressourcen, ein neues Konzept zu entwickeln und gleichzeitig das bisherige Programm weiterzuführen. Darum ist «Virus» seit vergangenem Herbst unmoderiert. Auch davor gab es nur noch von Montag bis Freitag je vier Stunden Programm mit Moderationen. Ab dem Neustart Ende Mai bietet «Virus» wochentags von 6 Uhr früh bis 19 Uhr moderiertes Programm. Musikalisch gibt es wieder mehr Vielfalt. «Die Musik wird viel breiter als bisher», sagt Blunschi. «Virus setzt auf Neuheiten und Musik aus der Schweiz.» Er gehe von einer Schweiz-Quote von 30 bis 40 Prozent pro Tag aus. «Kein Patent Ochsner, kein Züri West – der Sender will progressiver sein als SRF 3.» Man möchte den «Beat der jungen Zielgruppe» treffen. Doch das Musikkonzept sei noch nicht definitiv.</p>

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<p>Inhaltlich gelte im neuen Radio «Virus» das Motto «Klima aber auch Kardashians». Nachhaltigkeit-, Selbstfindungs-, LGBTQI-Themen haben ebenso Platz wie Unterhaltung, sagt Blunschi: «Das Klima kommt dabei zuerst – auch in Abgrenzung zu unseren Mitbewerbern.» <a href="https://www.persoenlich.com/medien/das-sind-die-neuen-aushangeschilder" target="_blank" rel="noopener">Das neue Virus-Team</a> wird David Largier leiten, der bis Sommer 2021 das Programm des Luzerner Kulturradios «3Fach» verantwortete. Als «Host» und «Content Creator» gewinnen konnte SRF unter anderem den hauseigenen Tiktoker Flavio Stucki, Mira Weingart von «Radio Pilatus», Stephanie Brändle von «Radio Top», Younes Saggara von «Radio Virgin» und Hip-Hop-Künstlerin Cachita, die bürgerlich Gabriela Mennel heisst. Cachita habe «noch keine Sekunde» Radio gemacht, andere sind gleichermassen Radio- wie Plattformprofis. Younes Saggara erreicht auf Tiktok mehr als 250&#8217;000 Follower:innen. Diese Follower:innen könnten «Virus» künftig Traumzahlen bescheren, wenn die sich in den Radio-Stream klicken. Dieses neue Kernteam produziert dabei für den Tag und aus dem Tag heraus.</p>
<blockquote><p>Die verschiedenen Online-Formate erhalten mit dem neuen «Virus» eine Art Heimatsender.</p></blockquote>
<p>Die jetzigen «Virus»-Kanäle auf Social Media werden als «SRF Bounce» weiterhin dem Schweizer Hip-Hop frönen und mit einer regelmässigen Sendung im Radio vertreten sein. Reportagen und Hintergrundinhalte kommen von sogenannten «Fachteams» für die junge Zielgruppe. Da ist etwa «SRF We, Myself &amp; Why», das sich an junge Frauen richtet, das <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/rec-?id=187d27f8-1cb8-4afa-8b88-1524c6bef530" target="_blank" rel="noopener">Gonzo-Reportage-Format «rec.»</a>, das mit Beiträgen über satanistische Verschwörungstheoretiker:innen und «Freiheitstrychler» von sich reden machte. Das «Impact»-Team produziert ebenfalls Reportagen und beschreibt den Ansatz mit: «Die Welt ist abgefuckt aber auch aufregend und vielschichtig. Impact geht auf Reportage und will verstehen.»</p>
<p>Diese Formate, die gegenwärtig auf unterschiedlichen Plattformen im Netz stehen, erhalten mit dem neuen «Virus» eine Art Heimatsender, wo sie ihre Inhalte ausspielen können. Das könnte ihnen einen Boden und Publikumsbindung verschaffen. Doch Blunschi sagt unumwunden, dass auch Kostengründe für dieses Zusammenspiel mitverantwortlich seien. Ein Team, das alle Inhalte exklusiv für Virus macht, wäre zu teuer.</p>
<blockquote><p>Dass «SRF Virus» im Jahr 2022 wieder zum ausgebauten Radiosender wird, ist eine 180-Grad-Kurve.</p></blockquote>
<p>Wie die «Fachteams» mit dem Radio-Kernteam zusammenarbeiten, ist noch offen. Die meisten neuen Mitarbeiter:innen starten erst, am 1. April. Laut dem Gesamtverantwortlichen Blunschi sei beim neuen «Virus» ohnehin kaum was festgeschrieben. «Was ‹Klima aber auch Kardashians› dann heisst, sollen die Macher:innen ausfüllen, ausprobieren, pilotieren.» Diesen «Start-up-Groove» wollen Blunschi und David Largier dem neuen Team mitgeben. Vorgegeben ist einzig das Medium: «SRF Virus ist ein lineares Radio.» Das Projekt sei natürlich ein Wagnis. «Es hat es verdient, dass ihm die Öffentlichkeit eine Chance gibt.»</p>
<p>«Start-up-Groove» gehört nicht zu den Begriffen, mit denen SRF-Mitarbeiter:innen ihr Unternehmen sonst charakterisieren. Es ist aber schön, wenn das neue «Virus»-Team mit derartiger Beinfreiheit agiert. Dass «SRF Virus» im Jahr 2022 wieder zum ausgebauten Radiosender wird, ist eine 180-Grad-Kurve, ein starker Kontrast, zur Entwicklung und den Schwerpunkten der letzten Jahre. Gerüchte und Informationen dazu sorgten bei manchen älteren SRF-Mitarbeiter:innen für Verwunderung. Selbst ächzen sie unter dem Digitalisierungstempo von «SRF 2024». Sie sollen sich auf Plattformen möglichst zugänglich geben und on air – im Radio oder Fernsehen – distanziert wie eh und je auftreten. Viele SRF-Mitarbeitende schildern Szenen, die den Eindruck vermitteln, die Marktforschungsabteilung sehe die öffentlich-rechtliche Zukunft vor allem auf den Social-Media-Plattformen.</p>
<blockquote><p>Das Projekt hat eine Chance verdient – auch von SRF selbst. Ein Wagnis kann man schnell wieder abbrechen.</p></blockquote>
<p>Auch für das neue lineare «SRF Virus» wird die Marktforschung ins Feld geführt. Dass man mit einem Radio viele Junge erreicht, war in den Daten immer drin. Doch die SRF-Marktforschung hat sie lange anders interpretiert. In den «SRF Medientrends 2018» heisst es, wenn sich der jährliche Hörer:innenverlust «linear» fortsetze und man «ausser Acht lässt, dass sich der Trend durch das Wegsterben der älteren Generation beschleunigt und dass sich der Betrieb irgendwann nicht mehr rentiert, dann erreicht das Radio spätestens in gut 70 Jahren niemanden mehr und wäre somit tot.» Die Mediennutzung werde sich weiterentwickeln und «der Begriff ‹Radio› eventuell keinen Sinn mehr» machen.</p>
<p>Vier Jahre und ein paar kurvenreiche Wendungen in den Angeboten für die junge Zielgruppe später, soll es wieder lineares Radio sein, dass die Menschen bis 30 erreicht. Für die Vorgeschichte kann das neue «SRF Virus»-Team nichts. Hoffentlich lässt ihm SRF aber auch längerfristig den Raum, auszuprobieren, umzufallen und wieder aufzustehen. Das Projekt hat eine Chance verdient – auch von SRF selbst. Ein Wagnis kann man schnell wieder abbrechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h3>«Virus» wollte immer mehr als Radio sein</h3>
<p>Als das Jugendradio «Virus» <a href="https://web.archive.org/web/20000123023302/http://www.virus.ch/" target="_blank" rel="noopener">1999 auf Sendung ging</a>, wollte «Schweizer Radio DRS» (heute SRF) zwei Fliegen auf eine Streich schlagen: Zum einen sollte «Virus» den jüngeren Hörer:innen eine Alternative zum alternden DRS 3 bieten, das sich damals ganz dem durchhörbaren Mainstream verschrieben hatte, um wieder auf Touren zu kommen. Zum anderen zielte «Virus» auf ein Publikum, das damals bereits der private Sender «105» am beackern war. Erster Chef des neuen Senders war der schon damals nicht mehr ganz junge <a href="https://francoismuerner.ch/" target="_blank" rel="noopener">François «FM» Mürner</a>, der 16 Jahre zum Gründungsteam von DRS 3 gehört hatte.</p>
<p>Vor allem mit seiner Musikauswahl wollte «Virus» bei der Jugend punkten, man versprach einen «Sound, der das Lebensgefühl der ersten Multimediageneration widerspiegelt und garantiert Oldies-frei ist». Doch darauf schien niemand wirklich gewartet zu haben. In den ersten Jahren erreichte der jüngste DRS-Spross gerade mal 23&#8217;000 Hörer:innen pro Tag. Ein wichtiger Grund für die bescheidene Quote war die Verbreitung des Programms, die nur über DAB, Satellit, Kabel und Internet erfolgte – eine UKW-Frequenz gab es für «Virus» nicht. Anfänglich sahen die Verantwortlichen in den schwachen Zahlen ein Problem. Nach fünf Jahren schien sich DRS damit abgefunden zu haben, dass aus «Virus» nie ein Massenprogramm wird. Dafür pries man nun die «technologische Vorreiterrolle» des Senders und seine Funktion als «Talentschmiede». Tatsächlich fanden etliche Radiomoderatorinnen und -redaktoren via «Virus» zu anderen Programmen von DRS und später SRF. Aber vielleicht hätten sie das auch sonst geschafft.</p>
<p>Vor allem in den ersten zehn Jahren erwies sich die enge Kopplung an DRS 3 als Fussangel, die eine eigenständigere Profilierung behinderte. So parkierte DRS 3 seine Pop-Sendung «Sounds!» 2002 vorübergehend beim kleinen Bruder. 2006 lehnte sich «Virus» an die grosse Schwester an übernahm die Nachrichten und andere Inhalte von DRS 3. Mit dem Umzug von Basel nach Zürich rückte «Virus» 2008 auch physisch näher zum Schwestersender.</p>
<p>Seine besten Jahre, gemessen am Publikumszuspruch, erlebte das Jugendradio zwischen 2014 und 2017, als der Sender phasenweise gegen 150&#8217;000 Zuhörer:innen erreichte. Damit lag «Virus» aber weiterhin abgeschlagen hinter allen anderen SRF-Radios. In den vergangenen Jahren näherten sich die Zahlen wieder dem Niveau der Anfänge an. Was aber nicht heisst, dass tatsächlich nur so wenige Personen mitkriegen, was «Virus» alles macht.</p>
<p>Denn getreu dem Gründungsauftrag, mehr als ein Radio zu sein, verlagerte «Virus» seine Aktivitäten zunehmend ins Internet und auf Social Media. Das führte so weit, dass ab Herbst 2021 das Radioprogramm nur noch aus der Konserve kam. Damit ist bald Schluss, wenn Virus wieder ein «richtiges» Radio wird.<br />
<em><small>Nick Lüthi</small></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wegen Corona im Homeoffice? So klappt es!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/03/05/wegen-corona-im-homeoffice-so-klappt-es/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eliane Stöckli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2020 05:33:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homeoffice]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=76856</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aufgrund des Coronavirus arbeiten mehr Menschen im Homeoffice – viele zum ersten Mal. Mit diesen Grundregeln wird das Experiment zum Erfolg.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund des Coronavirus arbeiten mehr Menschen im Homeoffice – viele zum ersten Mal. Mit diesen Grundregeln wird das Experiment zum Erfolg.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/03/05/wegen-corona-im-homeoffice-so-klappt-es/">Wegen Corona im Homeoffice? So klappt es!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erfolgloses Experiment beenden</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/07/11/erfolgloses-experiment-beenden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jul 2018 10:28:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf dem Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=59267</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit den neuen Radiozahlen wurde auch wieder einmal deutlich, wie gross das Gefälle ist zwischen den Top-Programmen und den Nischenangeboten der SRG. Während täglich rund 1,4 Millionen Menschen in der Schweiz Radio SRF 1 hören, schalten nur gerade 64'000 Personen den Jugendsender «Virus»  ein. Pierre Rothschild, ehemaliger TV-Unternehmer, fordert darum auf persoenlich.com., dass im Rahmen der laufenden Sparbemühungen der SRG nicht nur TV-Sendungen abgeschafft, sondern auch ein erfolgloser Radiosender wie «Virus» eingestellt werden sollte: «Hier darf man – nach so vielen Jahren und heute im Schatten der Internet-Radios – ein Experiment beenden. Ohne Wenn und Aber.»</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/11/erfolgloses-experiment-beenden/">Erfolgloses Experiment beenden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den neuen Radiozahlen wurde auch wieder einmal deutlich, wie gross das Gefälle ist zwischen den Top-Programmen und den Nischenangeboten der SRG. Während täglich rund 1,4 Millionen Menschen in der Schweiz Radio SRF 1 hören, schalten nur gerade 64&#8217;000 Personen den Jugendsender «Virus»  ein. Pierre Rothschild, ehemaliger TV-Unternehmer, fordert darum auf persoenlich.com., dass im Rahmen der laufenden Sparbemühungen der SRG nicht nur TV-Sendungen abgeschafft, sondern auch ein erfolgloser Radiosender wie «Virus» eingestellt werden sollte: «Hier darf man – nach so vielen Jahren und heute im Schatten der Internet-Radios – ein Experiment beenden. Ohne Wenn und Aber.»</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/11/erfolgloses-experiment-beenden/">Erfolgloses Experiment beenden</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erpresser verstecken Trojaner in Bewerbungs-E-Mails</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/11/14/erpresser-verstecken-trojaner-in-bewerbungs-e-mails/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Paszti]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 16:18:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beruf & Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
		<category><![CDATA[Trojaner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=49823</guid>

					<description><![CDATA[<p>Betrüger verschicken tückische E-Mails an Personalabteilungen in Deutschland.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Betrüger verschicken tückische E-Mails an Personalabteilungen in Deutschland.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/11/14/erpresser-verstecken-trojaner-in-bewerbungs-e-mails/">Erpresser verstecken Trojaner in Bewerbungs-E-Mails</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Er will SRF fit machen für das junge Publikum</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/05/05/er-will-srf-fit-machen-fuer-die-junge-zielgruppe/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2016/05/05/er-will-srf-fit-machen-fuer-die-junge-zielgruppe/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2016 05:50:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Hansruedi Schoch]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Zielgruppe]]></category>
		<category><![CDATA[MySchool]]></category>
		<category><![CDATA[Stefano Semeria]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
		<category><![CDATA[Zambo]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Anfang März ist Stefano Semeria verantwortlich für das Jugendangebot von Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Seither stehen die Zeichen auf Umbau. Die bisherigen Kanäle und Plattformen rücken zusammen. Damit sollen Ressourcen freigespielt werden, um schneller auf sich wandelnde Nutzungsformen reagieren zu können. Im Oktober starten ARD und ZDF in Deutschland einen Jugendkanal mit einem <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/05/er-will-srf-fit-machen-fuer-die-junge-zielgruppe/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang März ist Stefano Semeria verantwortlich für das Jugendangebot von Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Seither stehen die Zeichen auf Umbau. Die bisherigen Kanäle und Plattformen rücken zusammen. Damit sollen Ressourcen freigespielt werden, um schneller auf sich wandelnde Nutzungsformen reagieren zu können.<br />
<span id="more-27318"></span><br />
Im Oktober starten ARD und ZDF in Deutschland einen Jugendkanal mit einem Jahresbudget von 45 Millionen Euro. Im November will auch Schweizer Radio und Fernsehen mit einem neuen Jugendangebot loslegen. Von deutschen Verhältnissen kann man in der Schweiz nur träumen. Hier gibt es keine zusätzlichen Mittel für neue Vorhaben. Im Gegenteil: SRF hat eben eine Sparrunde hinter sich, Personal wurde abgebaut und das Programmangebot punktuell gestrafft. Davon ausgenommen blieben diesmal die Kinder- und Jugendprogramme, auch wenn das auf den ersten Blick anders aussieht. Insgesamt 800 Stellenprozent wurden unlängst gestrichen bei der Kinderplattform Zambo, dem Bildungsangebot SRF mySchool und dem Jugendsender Virus. Allein bei Zambo hat SRF <a href="http://www.kleinreport.ch/news/personeller-umbruch-beim-srf-kinderprogramm-zambo-84097/" target="_blank">sechs Mitarbeitenden gekündigt</a>, die sich zusammen 3,8 Vollzeitstellen geteilt haben. Ausserdem werden befristete Stellen nicht neu besetzt.</p>
<p>«Das ist kein Abbau, sondern ein Umbau», betont Stefano Semereia im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Im Unterschied zu Deutschland müsse SRF aus dem Bestehenden Neues schaffen. Seit Anfang März zeichnet der frühere Programmleiter TV bei SRF für den neu geschaffenen Direktionsbereich «junge Zielgruppe» verantwortlich. Ziel des Umbaus sei es, die Redaktionen von Zambo, MySchool und Virus zusammenzulegen, in gestraffter Form weiterzuführen und mit den frei gespielten Ressourcen neue Angebote aufzubauen.</p>
<p>Als «junge Zielgruppe» definiert SRF das Publikum im Alter zwischen 12 und 35 Jahren und fasst die Gruppe damit wesentlich breiter als etwa die Werbung dies tut. Die Eckwerte macht SRF am Einsetzen autonomer Medienentscheidungen fest zu Beginn der Pubertät und dem Alter der Familiengründung von Mitte dreissig. «Natürlich müssen wir inhaltlich differenzieren und Teenager anders ansprechen als die 30-Jährigen», sagt Semeria. Der Zielgruppe ist indes gemeinsam, dass sie das Programmangebot von Radio und Fernsehen nicht mehr primär auf dessen eigenen Kanälen wahrnimmt, sondern überall dort, wo sie sich im Web bewegt.</p>
<p>Darum will SRF seine Inhalte stärker auf den Plattformen und Diensten des Social Web ausspielen, sei es auf Facebook und Twitter, aber auch Instagram oder Snapchat. Und dafür fehlt dem Unternehmen heute das erforderliche Fachwissen. «Der einzelne Redaktor, der eigentlich Radio oder Fernsehen macht, kann das nicht auch noch. Das würde dann qualitativ nicht stimmen. Dort müssen wir mehr Know-how aufbauen», nennt SRF-Programmdirektor Hansruedi Schoch einen zentralen Grund für den Umbau. Das grösste Defizit ortet Stefano Semeria im Bereich Bewegtbild für Online und Social Media. Auch beim transmedialen Storytelling, dem (Weiter)erzählen von Geschichten über verschieden Plattformen, sieht er noch Mängel. «Sonst sind wir eigentlich recht gut aufgestellt und können intern neue Kapazitäten aufbauen», sagt Semereia. Mit Kooperation und Auftragsproduktionen will SRF zudem externe Ressourcen beanspruchen – nicht zuletzt im Hinblick auf Talent-Scouting. «Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber», weiss Semereia, «und zwischen privater Produktion und öffentlichem Rundfunk gibt es seit jeher eine grosse Durchlässigkeit».</p>
<p>Dass SRF erst 2016 eine klare Zuständigkeit für die junge Zielgruppe schafft, sieht auf den ersten Blick nach einem groben Versäumnis aus. Erfolgt der jüngste Schritt also aus Not und Verzweiflung, weil man die Felle wegschwimmen sieht? SRF-Programmchef Hansruedi Schoch verneint: «Mit dem Fernsehen erreichen wir in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen immer noch acht von zehn Personen. In einer ganz normalen Primetime erreichen wir bei diesem Segment sogar einen deutlichen höheren Anteil als etwa Pro7 oder auch schweizerische Konkurrenten.» Aber: Genauso gibt es die grösser werdende Gruppe, die SRF mit den linear ausgestrahlten Programmen nicht mehr erreicht. Und weil die auch Gebühren zahlt, soll sie spezifische Angebote für ihre Bedürfnisse erhalten, begründet SRF das nun forcierte Engagement für die junge Zielgruppe.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/05/05/er-will-srf-fit-machen-fuer-die-junge-zielgruppe/">Er will SRF fit machen für das junge Publikum</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Tamedia-Trojanerdebakel</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2016/04/08/das-tamedia-trojaner-debakel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Von Gunten]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2016 13:51:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[20min.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Trojaner]]></category>
		<category><![CDATA[Melani]]></category>
		<category><![CDATA[Gozi]]></category>
		<category><![CDATA[Malware]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zuerst gar nicht informiert und dann zu früh Entwarnung gegeben: Die Krisenkommunikation von Tamedia im Zusammenhang mit der schädlingsverseuchten Website 20min.ch lässt zu wünschen übrig. Die Sicherheit der Nutzer sollte zuoberst stehen. Falls sie kürzlich auf einem Windows PC bei 20min.ch vorbeigesurft sind, ist es wahrscheinlich sinnvoll, wenn sie mit diesem Gerät vorläufig auf E-Banking <a href="https://medienwoche.ch/2016/04/08/das-tamedia-trojaner-debakel/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst gar nicht informiert und dann zu früh Entwarnung gegeben: Die Krisenkommunikation von Tamedia im Zusammenhang mit der schädlingsverseuchten Website 20min.ch lässt zu wünschen übrig. Die Sicherheit der Nutzer sollte zuoberst stehen.<br />
<span id="more-27170"></span><br />
Falls sie kürzlich auf einem Windows PC bei 20min.ch vorbeigesurft sind, ist es wahrscheinlich sinnvoll, wenn sie mit diesem Gerät vorläufig auf E-Banking verzichten. Während mehrerer Stunden, wahrscheinlich sogar während mehrerer Tage, wir wissen es nicht, hat die mit Abstand meistgenutzte News-Site der Schweiz die Computer ihrer Besucher mit dem <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/computer/ebankingtrojaner-gozi-das-raten-experten/story/13376685" target="_blank">Gozi-Virus verseucht</a>, einem perfiden Trojaner, der darauf spezialisiert ist, E-Banking Login-Daten abzugreifen.</p>
<p>Entdeckt hat den digitalen Schädling die Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani des Bundes, die daraufhin Tamedia informierte. Infolge dieser Schadensmeldung sperrte die Bundesverwaltung den Zugang zu 20min.ch für ihre Mitarbeitenden. Swisscom und die SRG reagierten ebenfalls mit eine Blockierung der News-Site.</p>
<p>Auf die Frage, wie der Schaden entstehen konnte, gibt es bis jetzt keine zufrieden stellenden Erklärungen aus dem Hause Tamedia. So wird lapidar darauf verwiesen, dass sie als grosse News-Webseite immer wieder Angriffen ausgesetzt seien, und dass es etwa alle drei Monate einem Hacker gelinge, in das System einzubrechen (O-Ton 20 Minuten)!</p>
<p>Diese Antwort scheint niemanden zu stören, obwohl sie von einer ziemlichen Unverfrorenheit zeugt und vor allem auf eines hindeutet: Tamedia ist noch lange nicht in der digitalen Welt angekommen. Man stelle sich vor, Google würde seine Systeme so schlecht schützen, dass es alle drei Monate jemandem gelingen würde über ihre Suchmaschine ungehindert solche Malware zu verteilen.</p>
<p>20min.ch liess sich in diesem gravierenden Fall mehrere Stunden Zeit, je nach Aussage, sogar mehr als einen Tag, um die Besucherinnen und Besucher auf ihrer Website zu warnen. Ausgerechnet in einer solchen Situation, wo eine frühzeitige Meldung besonders wichtig wäre, bleibt die Redaktion stumm, die sich sonst selten scheut, Gerüchte möglichst als erste zu verbreiten.</p>
<p>Auch die <a href="http://www.20min.ch/digital/news/story/Verseuchte-Datei-gefunden-und-entfernt-10440966" target="_blank">nachfolgende Meldung zum Problem</a> war völlig ungenügend und lässt die Betroffenen weitgehend alleine im Regen stehen. Ein Hinweis darauf, dass vor allem Windows-Betriebssysteme betroffen sind, eine Anleitung wie man herausfindet, ob man überhaupt betroffen ist und wie man den Trojaner wieder los wird, wäre das Mindeste gewesen. Erst seit heute Mittag werden ein paar wenige Tipps gegeben. Eigentlich wäre es sogar nichts als recht, wenn die Tamedia die Kosten für die Säuberung von infizierten Systemen und andere Schäden übernehmen würde.</p>
<p>Zu allem Übel <a href="http://www.tamedia.ch/de/pressekontakt/medienmitteilungen/2016/pressrelease/20_minuten_schaedliche_software_erst_am_freitagmorgen_geloescht/" target="_blank">stellt sich nun noch heraus</a>, dass die Schadsoftware nicht, wie von 20 Minuten ursprünglich behauptet, bereits am Donnerstag Abend um 18:23 (sic!) entfernt wurde, sondern erst am Freitag Vormittag um 10:15. Dieser Fall zeigt exemplarisch, wie wenig die Sicherheit der Website-Besucher für die Verlagshäuser zählt. Offenbar gibt es weder Prozesse, die dafür sorgen, dass die Systeme nicht missbraucht werden können, noch solche, die im Falle eines Problems, den Schaden so schnell wie möglich begrenzen.</p>
<p>Die Haltung, welche die Verantwortlichen von Tamedia hier an den Tag legen, ist symptomatisch für das grundlegende Problem vieler Medienhäuser: Wenn sie Online-Produkte entwickeln, stellen sie sich zuerst die Frage wie sie der Werbebranche am besten dienen können. Sie investieren viel Geld in ihre Advertising-Systeme, aber offenbar viel zu wenig in die Sicherheit und das gute Nutzererlebnis der eigenen Leserinnen und Leser.</p>
<p>Dabei ist der Fall doch völlig klar: Wer ein Angebot im Netz bereit stellt, hat auch dafür zu sorgen, dass es nicht als Drehscheibe für Schädlinge oder als Einfallstor für Viren und Trojaner dienen kann. Es ist richtig, hundertprozentige Sicherheit gibt es nie. Aber einen Webserver so zu schützen, dass er nicht mit Malware infiziert werden kann, gehört nun mal zum 1&#215;1 der Systemadministration. Und natürlich steigt die Verantwortung mit dem Erfolg des Angebots. Und 20min.ch als Traffic-Königin der Schweiz muss mit entsprechender Umsicht betrieben werden.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sind übrigens auch die Kampagnen der Verlage gegen den Einsatz von AdBlockern zu kritisieren. Wir wissen zwar noch nicht, ob die Schadsoftware von 20min.ch via Werbebanner verteilt wurde, aber selbst wenn das in diesem Fall nicht so gewesen wäre, ist es unbestritten, dass sich solche Trojaner auch und vor allem über die Werbesysteme verbreiten. So müssen sich die Verlage nicht wundern, dass immer mehr Menschen auf Adblocker setzen, um sich vor Schädlingen zu schützen. Auf den meisten News-Websites wimmelt es nur so von Schnüffel-Scripts, Pop-Ups, und schädlichen Flash-Bannern.</p>
<p>Es ist höchste Zeit für die Verlage, ein Umdenken einzuleiten. Zuerst kommen die Nutzer und Nutzerinnen, dann das Geld und nicht umgekehrt.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/chingster23/11188133506/" target="_blank">Flickr/Lee Davy (CC BY 2.0)</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2016/04/08/das-tamedia-trojaner-debakel/">Das Tamedia-Trojanerdebakel</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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