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Aktuell

Kaum Mittel gegen Zweckentfremdung

Christoph Aebi, 4. Juni 2012, 16:24

Auch nachdem die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die Weltwoche wegen des Roma-Covers eröffnet hat, verteidigt Chefredaktor Roger Köppel das umstrittene Motiv als legitimes Symbolbild. Im laufenden Verfahren geht es um den Rassismusvorwurf. Die Zweckentfremdung des Bildes steht auf einem anderen Blatt. Solche missliebige Verwendung kennen Fotografen und Agenturen nur zu gut. Doch es gibt nur beschränkte Möglichkeiten, die zweifelhafte Praxis zu unterbinden.
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Unser aller Darth Vader

Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag von Axel Springer
Ronnie Grob, 1. Mai 2012, 11:17

Am 2. Mai 2012 würde Axel Springer 100 Jahre alt. Der umstrittene deutsche Verleger hinterlässt nicht nur die «Bild»-Zeitung und einer der grössten Zeitungsverlage in Europa. Er kämpfte für die deutsche Wiedervereinigung und für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden. Die Stasi bespitzelte den Mann in seinem eigenen Büro, das DDR-Fernsehen widmete ihm einen monumentalen Propagandafilm. Seiner fünften Ehefrau gemäss war er «eine eigenartige Mischung aus tiefer Ernsthaftigkeit und fröhlicher Leichtigkeit».
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«Wir haben die Medien gebeten, keine Bilder zu veröffentlichen»

Nick Lüthi, 17. April 2012, 18:08

Nach dem Car-Unglück im Wallis von Mitte März zeigte die Schweizer Illustrierte auf dem Cover die Bilder von 15 tödlich verunfallten Kindern. Wie ein Dokumentarfilm der ARD nun nahelegt, hat das Heft von den Eltern der Opfer keine Erlaubnis erhalten, die Porträts zu veröffentlichen.
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In der Pose des Missverstandenen

Nick Lüthi, 12. April 2012, 13:36

Explosive Recherchen sprechen für sich und brauchen nicht mit Rauchbomben begleitet zu werden. Nicht so bei der Weltwoche: Das Magazin versucht seinen Recherchen mit tosender Begleitmusik mehr Gewicht zu verleihen – und zeigt sich überrascht, wenn nicht alle auf die Trickserei hereinfallen.
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Wenn der Leser ausrastet

Torsten Haeffner, 20. Juni 2011, 09:14

Es ist ein Teufelskreis: Redaktionen provozieren mit Zuspitzung und Reizthemen das Publikum zu pointierten Kommentaren und wundern sich dann, wenn die Diskussion ins Unterirdische abgleitet. Unter den Kommentatoren wiederum sind es die Provokateure und Brüllaffen, die den Ton angeben und die Debatte reglmässig auf Stammtischniveau absenken. Was tun? Den Medien bieten sich zwei Wege an: Die Diskussionen laufenlassen, schliesslich bringen sie Klicks und Potenzial für Nachzieher. Oder aber: Frühzeitig den Riegel schieben und die Leserschaft in nervenaufreibenden «Erziehungskursen» die Kunst des gepflegten Kommentierens lehren. – Zweiter Teil unserer Serie zu Gegenwart und Zukunft von Leserkommentaren in Online-Medien. (Teil 1: Jeden Tag Krawall)
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