DOSSIER mit 101 Beiträgen

Zeitungskrise

JOURNALISMUS

Die Lesetipps dieses Themenbereichs werden kuratiert von Nick Lüthi. Haben Sie einen lesenswerten Beitrag entdeckt und möchten diesen hier empfehlen? Die Redaktion freut sich auf Ihren Linktipp: redaktion@medienwoche.ch

 

Erst der Umbau, dann der Abbau

Der Schritt wurde lange erwartet, jetzt hat Tamedia kommuniziert, wie sie ihre Regionalzeitungen in die Zukunft führen will. Künftig soll es für die Deutsch- und Westschweiz noch je eine Redaktionsstruktur geben, die sämtliche Titel beliefert. Was am heutigen Entscheid erstaunen mag: Mit der Neuorganisation komme es zu keinen Kündigungen, teilt Tamedia mit. Das dürfte indes Weiterlesen …

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Medien als Spielzeuge von Milliardären

Nach «Washington Post», «Los Angeles Times» und «South China Morning Post» gehört neu auch das «Time»-Magazin einem Milliardär aus der Internet- und Technologie-Branche. Welche Strategien und Interessen verfolgen die neuen Verleger? Ein Überblick. Das «Time»-Magazin hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Auflage der gedruckten Ausgabe ist auf drei Millionen Exemplare gesunken und auch die Seitenumfänge Weiterlesen …

Zeitung lesen mit Herrn Schibli

Auch wenn Mediennutzer sich zunehmend online informieren, schwört eine Mehrheit noch auf Papier. Ein Treffen mit einem leidenschaftlichen Zeitungsleser in seiner Stammbeiz.

Redaktor/-in mit Berner Herzblut (50 bis 100%)

Verfügen Sie über mehrjährige Erfahrungen im Journalismus? Haben Sie Freude, die Menschen und Themen in und um die Hauptstadt gekonnt in Szene zu setzen? Sind Sie in der schönsten Stadt der Welt stets am Puls des Geschehens und bereits sehr gut vernetzt? Dann sind Sie vielleicht bald…

Wer hat Angst vor dem grossen Mantel?

Die schweizerische Wettbewerbskommission Weko hat eben grünes Licht gegeben für den Zusammenschluss der Regionalzeitungen von AZ Medien und NZZ Mediengruppe. Diese Blätter werden fortan unter einem gemeinsamen Mantel erscheinen. Sprich: Ein Grossteil ihrer Inhalte wird identisch sein. Kritiker erkennen darin – naheliegenderweise – einen Verlust an Meinungsvielfalt. Die Verlage selbst sehen in der Bündelung der Kräfte gerade das Gegenteil, nämlich ein Stärkung der Vielfalt. Das sagt auch Lars Haider, Chefredaktor des «Hamburger Abendblatt», das seine Berichterstattung aus Berlin mit anderen Zeitungen der Funke-Mediengruppe teilt. Früher hätten zwar alle diese Zeitungen ihre eigenen Korrespondenten in der Hauptstadt beschäftigt, doch seien die gar nicht an die Politiker herangekommen und begnügten sich daher oft mit der Verarbeitung von Agenturmeldungen. «Wenn es auf einmal fünf, sechs, sieben grössere Zentralredaktionen gibt, ist das schon eine Verbesserung», sagt Haider gegenüber dem Medienamgazin ZAPP des NDR. Für ihn sei die neue Situation mit dem gemeinsamen Mantel «auf jeden Fall mehr Vielfalt als es früher war».

Brutale zehn Jahre

Im Jahr 2012 hat der deutsche Journalistik-Professor Klaus Meier eine einfach Projektion durchgerechnet: Wenn sich die Auflagen-Entwicklung von Tageszeitungen so fortsetzt wie in den letzten Jahrzehnten – wann würde dann die letzte gedruckte Tageszeitung in Deutschland erscheinen? Und er kam auf das Jahr 2034.

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