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	<title>Bettina Büsser | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Untertitel, Arbeitszeiterfassung, Schwarznasenschafe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Dec 2022 09:14:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
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		<category><![CDATA[Elisabeth Baume-Schneider]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Mehr Fernsehen für Hörbehinderte Barriere weg! Bis 2027 sollen auch Menschen mit Hörbehinderung Zugang zu allen TV-Programmen der SRG haben: Die Sendungen sollen dann untertitelt sein. Das hat der Schweizerische Gehörlosenbund (SGB) bekanntgegeben. «Wir und andere Verbände von Menschen mit Sinnesbehinderungen treffen uns jeweils mit der Geschäftsleitung der SRG SSR», sagt SGB-Sprecherin <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/10/untertitel-arbeitszeiterfassung-schwarznasenschafe/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b.jpg" alt="" width="1456" height="486" class="alignright size-full wp-image-101340" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b-300x100.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b-1024x342.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/12/MW-Good-Bad-Ugly-20221210b-768x256.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Mehr Fernsehen für Hörbehinderte</h3>
<p>Barriere weg! Bis 2027 sollen auch Menschen mit Hörbehinderung Zugang zu allen TV-Programmen der SRG haben: Die Sendungen sollen dann untertitelt sein. Das hat der Schweizerische Gehörlosenbund (SGB) bekanntgegeben. «Wir und andere Verbände von Menschen mit Sinnesbehinderungen treffen uns jeweils mit der Geschäftsleitung der SRG SSR», sagt SGB-Sprecherin Sandrine Burger. Dabei würden jeweils <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/verbesserter-zugang-fuer-menschen-mit-sinnesbehinderung" rel="noopener" target="_blank">Vereinbarungen</a> für fünf Jahre getroffen. Der SGB, so Burger, begrüsse die neuste Vereinbarung: «Sie sieht vor, dass bis 2027 schrittweise mehr Sendungen in Gebärdensprache gedolmetscht werden und, vor allem, dass die Programme des linearen Fernsehens vollständig untertitelt werden. Schliesslich bezahlen Hörbehinderte genau wie Hörende die Serafe-Abgabe.»</p>
<p>Computerprogramme, die gesprochenen Text in geschriebenen Text umwandeln und mittlerweile auch mit Schweizerdeutsch umgehen können, vereinfachen diesen Fortschritt. So wird plötzlich auch denkbar, dass Hörbehinderte Radiosendungen in transkribierter Form lesen könnten. «Über das Thema Radio haben wir auch im Verband noch nicht gesprochen», sagt Burger. Sie weist aber auf Radio RTS La 1ère hin: «Im März dieses Jahres gab es dort eine <a href="https://www.rts.ch/la-1ere/programmes/vacarme/12922212-surdite-du-deni-a-la-fierte-.html" rel="noopener" target="_blank">Spezialwoche</a> mit verschiedenen Sendungen zum Thema Gehörlosigkeit. Sie wurden alle von RTS in einer Transkription veröffentlicht, weil man sich gesagt hat: Wenn Gehörlose das Thema sind, dann sollen sie die Sendungen auch verfolgen können.»</p>
<p>Radio online lesen? Fragt sich bloss, ob diejenigen Kreise, die das Online-Text-Angebot der SRG-Sender einschränken und reduzieren wollen, auch in diesem Fall mit «Njet» reagieren würden.<br />
</p>
<h3>The Bad – Wenn die Zeiterfassung Zeit braucht</h3>
<p>Ab Neujahr gibt es bei der NZZ ein neues Arbeitszeiterfassungssystem. Wurde auch Zeit. Denn Ende 2020 hat der Vorstand des Berufsverbands Impressum beschlossen, die NZZ beim Arbeitsinspektorat anzuzeigen, «weil wir Gründe für die Annahme hatten, dass die Arbeitszeiterfassung vor-ausgefüllt ist und deshalb nicht den Tatsachen entspricht», wie Impressum-Geschäftsführer Urs Thalmann sagt. </p>
<p>Die alte Zeiterfassung war quasi automatisch auf eine Normarbeitszeit eingestellt – fünf Tage pro Woche, acht Stunden pro Tag. Neue seien auf die Zeiterfassung hingewiesen worden, sagt eine NZZ-Mitarbeitende, und darauf, dass man sie individuell ausfüllen könne, «aber es hiess auch: Man kann, aber man muss nicht». Ab Anfang 2023 muss man nun. «Das neue System ist sicher besser als das alte», sagt Thalmann. «Wie gut, wird sich zeigen.»</p>
<p>Die NZZ wurde von Impressum über die Anzeige beim Arbeitsinspektorat informiert. Dann blieb es lange still. Weshalb dauerte es so lange bis zum neuen System? Befürchtete die NZZ, dass damit mehr Überstunden registriert würden? Was meint die NZZ dazu? «Aktuell sind wir mitten in der Überarbeitung des Themas Arbeitszeit für das gesamte Haus», so Karin Heim, Leiterin Unternehmenskommunikation. Es gebe ein neues Arbeitszeitreglement und ein neues Zeiterfassungssystem, das die effiziente Dokumentation der geleisteten Arbeitszeit und Abwesenheiten erlaube und die rechtlichen Vorgaben erfülle. Und: «Weitere Angaben in diesem Zusammenhang machen wir nicht.»</p>
<p>Arbeitgeber:innen seien verpflichtet zu verhindern, dass ihre Arbeitnehmer:innen zu viel arbeiten, so Thalmann, aber Mehrarbeit scheine oft zu einem Teil des Geschäftsmodells zu werden. Journalist:innen neigten dazu, sich selbst auszubeuten, «das darf nicht missbraucht werden». Dass es auch anderswo Handlungsbedarf gibt, ist anzunehmen. Laut Thalmann hat Impressum, seit «Infosperber» <a href="https://www.infosperber.ch/medien/anzeige-gegen-nzz-redaktion-leistet-gratis-ueberstunden/" rel="noopener" target="_blank">über die Probleme bei der NZZ berichtet hat</a>, Hinweise auf Arbeitszeiten «weit weg von dem, was das Gesetz verlangt» aus anderen Medienhäusern erhalten: «Wir müssen uns weitere Schritte überlegen.» Impressum sei sich bewusst, so Thalmann weiter, dass die Arbeitszeiterfassung dem Berufsbild vieler Mitglieder widerspreche. «Andere fühlen sich aber ausgenutzt und leiden darunter. Sie wünschen sich eine strikte Umsetzung des Arbeitsrechts. Der impressum-Vorstand diskutiert daher jedes Vorgehen sorgfältig.»</p>
<h3>The Ugly – Jööö, Schwarznasenschafe</h3>
<p>Nur für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass es irgendjemand in diesem Land noch nicht mitgekriegt haben sollte: Die neue Bundesrätin hält Schwarznasenschafe. Ja, genau, Schwarznasenschafe.</p>
<p>Dass dies in einer «Hausbesuch»-Story von «Blick» über Elisabeth Baume-Schneider zu lesen und zu sehen war: geschenkt. Schliesslich gehören solche Dinge zum Boulevard. Tierli gehen immer gut und sind «jööö».</p>
<p>Dass die Schafe dann aber auch quer durch die anderen Medien wanderten, dass etwa die CH-Media-Zeitungen die Geschichte von den «putzigen Wollknäueln» aufnahmen, die NZZ von der «Schwarznasenschafhalterin» schrieb und Radio SRF Baume-Schneider im «Tagesgespräch» fragte: «Warum haben Sie Schwarznasenschafe?» – musste das wirklich sein?</p>
<p>Die herzigen Schafe passten offenbar ins herzige Bild der Kandidatin, das vermittelt wurde: «gmögig» sei Baume-Schneider, habe ein «fröhliches Gemüt», war zu lesen, Markus Somm attestierte ihr im «Nebelspalter» sogar «agrarischen Charme».</p>
<p>Baume-Schneider hat Wirtschaft und Politik studiert, war zwölf Jahre lang Regierungsrätin im Jura, Direktorin der Hochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit in Lausanne. Ab 2020 war sie im Ständerat und dort Präsidentin der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie, Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur und des Büros des Ständerates.</p>
<p>Kurz: Baume-Schneider ist Profi-Politikerin. Doch Politikerinnen werden in den Medien auch 2022 noch gerne mit Soft-Faktoren beschrieben. Und dann geht es eben um: Schwarznasenschafe.</p>
<p>Sogar bei der «Republik». Die ärgerte sich, weil «die Landwirtschaft die grosse Siegerin» der Bundesratswahlen sei und zählt die Bundesrät:innen auf, zu denen der Bauernverband nun direkten Zugang habe: «Winzer Parmelin, Agronom Rösti und Schwarznasenschafhalterin Baume-Schneider».</p>
<p>Kann man machen. Muss man aber nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/12/10/untertitel-arbeitszeiterfassung-schwarznasenschafe/">Untertitel, Arbeitszeiterfassung, Schwarznasenschafe</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Gümmeler, Ombudsstelle, Druckversuche</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/29/guido-guemmeler-srg-ombudsstelle-jahrbuch-befunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2022 08:21:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrbuch «Qualität der Medien»]]></category>
		<category><![CDATA[Radsport]]></category>
		<category><![CDATA[Ombudsstelle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Velomagazin rollt an Wer Schweizer Journalisten auf Twitter folgt, stellt fest, dass nicht wenige von ihnen eine Affinität zum Velo haben. Das zeigt sich dann etwa in Tweets zum Transport in SBB-Zügen (Ärger!), zu besonders schönen Strecken (Super!) oder in Selfies von Passhöhen (Yeah!). Und wer veloaffinen Journis auf Twitter folgt, landet <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/29/guido-guemmeler-srg-ombudsstelle-jahrbuch-befunde/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221029b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221029b.jpg" alt="" width="1456" height="487" class="aligncenter size-full wp-image-100387" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221029b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221029b-300x100.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221029b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221029b-768x257.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Velomagazin rollt an</h3>
<p>Wer Schweizer Journalisten auf Twitter folgt, stellt fest, dass nicht wenige von ihnen eine Affinität zum Velo haben. Das zeigt sich dann etwa in Tweets zum Transport in SBB-Zügen (Ärger!), zu besonders schönen Strecken (Super!) oder in Selfies von Passhöhen (Yeah!).</p>
<p>Und wer veloaffinen Journis auf Twitter folgt, landet aktuell schnell beim <a href="https://twitter.com/GuidoGuemmeler" rel="noopener" target="_blank">Account @GuidoGuemmeler</a>. Dieser kündigt Grosses an: «Hier entsteht etwas Neues: Ein Schweizer Radsport-Magazin, das 2023 das erste Mal und ab 2024 – pünktlich zur Rad-WM in Zürich – regelmässig erscheint.» Interessierte können bereits jetzt <a href="https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSf6tnHzSP0mAuCxyOOpn9F1RsHKqgrWV-o9RFcbAmtZb-yslQ/viewform" rel="noopener" target="_blank">mitentscheiden, wie es heissen soll</a>. «Col»? «Bidon»? «Gruppetto»? «Velo»? «Gümmeler»?</p>
<p>Dahinter stecken Corsin Zander (Redaktor Ressort Zürich des «Tages-Anzeigers»), Pascal Ritter (Reporter bei CH Media), Tim Brühlmann (Art Director «Schweizer Illustrierte»-Sportmagazin) und Janine Gloor (freie Journalistin), die ein Konzept für ihr noch namenloses Magazin erarbeitet haben. Dieses soll «die Velobegeisterung der Leserschaft auslösen, spiegeln und befeuern». Die Hauptzielgruppe bilden laut Konzept Menschen im Alter von 20 bis 70 Jahren, «die das Fahren mit Fahrrädern mit Rennradlenkern (Rennvelo, Bahn, Gravel, Radquer) als Lifestyle sehen».</p>
<p>Es soll, so Zander, ein relativ umfassendes Magazin «im Premium-Bereich» sein. «Unsere Inspiration ist das Fussballheft ‹Zwölf›», sagt Ritter, als Vorbilder nennt er die Publikationen «Peloton» aus Grossbritannien und «Pédale!» aus Frankreich. Auf Juni 2023 ist eine erste Ausgabe geplant, ab 2024 soll das Magazin viermal jährlich erscheinen. Wer sich auf dem Laufenden halten will: <a href="https://twitter.com/GuidoGuemmeler" rel="noopener" target="_blank">@GuidoGuemmeler</a> weiss mehr.<br />
</p>
<h3>The Bad – SRG-Ombudsstelle heisst gut</h3>
<p>Die Dame war empört. Sie sehe «die SRG als eine der eifrigsten Totengräberinnen einer freiheitlichen, direktdemokratischen Schweiz», schrieb sie an die <a href="https://www.srgd.ch/de/uber-uns/ombudsstelle/" rel="noopener" target="_blank">Ombudsleute von Radio SRF</a> und beanstandete einen Beitrag in «HeuteMorgen» von Radio SRF: Darin kamen – nach einem NZZ-Interview mit der Schweizer EU-Chefunterhändlerin Livia Leu – Vertreter*innen von FDP, SP, Mitte und Grünliberalen zu Wort. Aber nicht «die EU-kritische SVP». Damit habe SRF das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt.</p>
<p>Die SRF-Redaktion sah das Gebot nicht verletzt, wie sie in ihrer Stellungnahme mitteilte: Es sei «in diesem Fall die Rolle (und die Freiheit) des Journalisten, aus der Gesamtzahl der recherchierten Reaktionen die inhaltlich relevantesten herauszunehmen».</p>
<p>Die Ombudsstelle indes <a href="https://www.srgd.ch/media/cabinet/2022/10/8902_20221006_OMB_SB_Heute_Morgen_News_NZZ_Interviews_Livia_Leu.pdf" rel="noopener" target="_blank">hiess die Beschwerde gut</a>: Bei den EU-Verhandlungen handle es sich «um ein gewichtiges politisches Dossier, bei dem die SVP nicht nur sehr dezidierte, sondern auch (…) Positionen vertritt, die sich von den anderen bürgerlichen Stellungnahmen unterscheiden», schrieb sie unter anderem. Zudem seien alle anderen Bundesratsparteien zu Wort gekommen. </p>
<p>«Die Ombudsstelle erachtet es als nicht zwingend, zu jeder Sendung, die dem Verhältnis EU-Schweiz gewidmet ist, auch die Stellungnahme der SVP einzuholen», betonen die Ombudsleute der SRG gegenüber der MEDIENWOCHE, sie hätte aber in diesem Einzelfall gehört werden müssen, das zeige die Begründung des Entscheids. </p>
<p>Radio SRF wird den Bericht der Ombudsstelle intern diskutieren, aber nicht an die UBI weiterziehen, wie Michael Bolliger, Mitglied der Chefredaktion SRF-Audio, sagt: «Den Entscheid, ob und wie die Positionen der relevanten Parteien/Organisationen zu einem Thema abgebildet werden, fällen wir – auf der Basis des Sachgerechtigkeitsgebots – weiterhin im Einzelfall.» </p>
<p>Fragt sich zum Schluss, wie die empörte Dame den Entscheid interpretiert. Und ob sie in Zukunft weitere Beanstandungsfälle findet – schliesslich hat die SVP bei vielen «gewichtigen politischen Dossiers» eine «dezidierte Position».</p>
<h3>The Ugly – Journalist*innen unter Druck</h3>
<p>Ja, es ist beunruhigend, dass in der Schweiz die Zahl derjenigen, die keine oder kaum journalistische News nutzen, weiter gestiegen ist. Und natürlich muss es gerade Medienschaffende beschäftigen, dass junge Menschen pro Tag im Schnitt <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/27/forschung-zur-mediennutzung-der-jungen-sieben-minuten-sind-weniger-als-20-minuten/">nur etwa sieben Minuten mit News</a> auf ihrem Smartphone verbringen. Diese Studienergebnisse aus dem aktuellen «Jahrbuch Qualität der Medien» sind denn auch in vielen Medien aufgenommen worden.</p>
<p>Wenig Resonanz fand die Studie <a href="https://www.foeg.uzh.ch/dam/jcr:e6cf278f-cdc1-4183-b8bf-7646787b6509/JB_2022_Studie_II_Hate_Speech_20220908.pdf" rel="noopener" target="_blank">«Pressured by the pandemic?»</a> über Druckversuche und Einflussnahmen auf Journalist*innen zwischen 2020 und 2021. Dabei enthält sie Resultate, die aufschrecken lassen. Rund 87 Prozent der befragten 567 Journalist*innen aus der ganzen Schweiz haben «externe Einflussnahmen» erlebt, darunter «Klassiker» wie etwa die Androhung von juristischen Schritten, Anzeigenentzug, Informationsentzug oder karrierebezogenen Nachteilen.</p>
<p>Und, schlimmer: Rund die Hälfte der Befragten sah sich mit «Beleidigungen/Hassbekundungen» konfrontiert, 16 Prozent mit «sexistischen Bemerkungen/Belästigungen», 12 Prozent mit «Stalking/Überwachung», 10 Prozent mit der Androhung körperlicher oder sexueller Gewalt – mehr als 2 Prozent haben gar körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt.</p>
<p>Dass knapp 60 Prozent «Verschwörungsvorwürfe» zu hören bekamen, erstaunt angesichts des Diskurses während der Pandemie nicht.  Zu hoffen, dass diese Vorwürfe, dass Beleidigungen, Drohungen und Gewalt gegen Journalist*innen mit Corona enden würden, ist naiv. Wer einmal Grenzen überschritten hat, wird es wieder tun. Einfach bei einem anderen Thema. </p>
<p>Journalist*innen machen sich selbst ungern zum Thema. In diesem Fall sollten sie es dennoch tun.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/29/guido-guemmeler-srg-ombudsstelle-jahrbuch-befunde/">Gümmeler, Ombudsstelle, Druckversuche</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SMD, SRF, Ueli Maurer</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/10/07/smd-srf-ueli-maurer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2022 21:25:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Ueli Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[SMD]]></category>
		<category><![CDATA[SRF Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – SMD mit mehr Audio «Radio goes SMD» schreibt die Schweizer Mediendatenbank SMD und weist darauf hin, dass ihre Nutzer*innen neu «sekundengenau» Audiopassagen der drei Westschweizer Radios RJB, RTN und RFJ finden können, ausserdem von 24 SRF-Radiosendungen, darunter etwa das «Echo der Zeit» und die Regionaljournale. Mehr noch: Die gesprochenen Texte können mithilfe <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/07/smd-srf-ueli-maurer/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/07/smd-srf-ueli-maurer/">SMD, SRF, Ueli Maurer</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b.jpg" alt="" width="1456" height="486" class="aligncenter size-full wp-image-99969" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b-300x100.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b-1024x342.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/10/MW-Good-Bad-Ugly-20221009b-768x256.jpg 768w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – SMD mit mehr Audio</h3>
<p>«Radio goes SMD» schreibt die Schweizer Mediendatenbank SMD und weist darauf hin, dass ihre Nutzer*innen neu «sekundengenau» Audiopassagen der drei Westschweizer Radios RJB, RTN und RFJ finden können, ausserdem von 24 SRF-Radiosendungen, darunter etwa das «Echo der Zeit» und die Regionaljournale. Mehr noch: Die gesprochenen Texte können mithilfe einer automatischen Transkription auch gelesen werden.</p>
<p>Laut <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/29/wir-wollen-mehr-einnahmen-generieren-fuer-die-verlage/">Geschäftsführer Roberto Nespeca</a> hat die SMD 2019 damit begonnen, audiovisuelle Medien in die Datenbank aufzunehmen. Damals startete ein Pilotversuch mit Informationssendungen von Fernsehen RTS, später kamen Sendungen von Fernsehen SRF dazu – schliesslich ist die SRG eine der SMD-Aktionärinnen.</p>
<p>Videos sind viel einfacher zu erfassen als Audios: Da sie bereits die Sender untertiteln, kann dies SMD diesen Text übernehmen. Ein Klick auf den entsprechenden Zeitstempel im Text führt dann genau auf den entsprechenden Zeitpunkt im Video, das auf der Online-Seite des Anbieters verbleibt.</p>
<p>Schwieriger ist die Erfassung von Radiosendungen – insbesondere, wenn sie, wie etwa die Regionaljournale, in Schweizerdeutsch sind. Denn es fehlt die geschriebene Textvorlage. «Gemeinsam mit SRF und <a href="https://recapp.ch/" rel="noopener" target="_blank">recapp</a> entwickelten wir eine Speech-to-Text-Komponente, die gesprochenes Schweizerdeutsch automatisch in geschriebenes Hochdeutsch transkribiert», so Nespeca.</p>
<p>Zwar haben sich bei einer SMD-Umfrage Ende 2021 nur je knapp die Hälfte der antwortenden Nutzer*innen dafür ausgesprochen, dass die SMD die Inhalte von regionalen und lokalen Radios und TVs aufnehmen müsse. Aber, so Nespeca: «Wir sind überzeugt, das Ton- und Bewegtbild-Material eine gute Ergänzung zum bestehenden Print- und Online-Angebot darstellt.» Die SMD sei bereits in der Integrationsphase «bei gut einem halben Dutzend Partnern».<br />
</p>
<h3>The Bad – SRF mit schmelzender Eishockey-Expertise</h3>
<p>Jetzt auch noch Mario Rottaris. Der frühere Fribourg-Gottéron- und Nationalmannschafts-Spieler <a href="https://www.srf.ch/sport/mehr-sport/in-eigener-sache/in-eigener-sache-mario-rottaris-verlaesst-srf-expertenteam" rel="noopener" target="_blank">verlässt das Schweizer Fernsehen SRF</a>, wo er seit 2005 als Eishockey-Experte im Einsatz war – bei insgesamt 16 Hockey-WMs und hunderten Spielen der National-League. «Seine kontrollierten Aussagen, sein diskreter Sprachwitz und seine Fachkompetenz im Zusammenspiel mit Jann Billeter haben die SRF-Zuschauer seit der Weltmeisterschaft 2005 durch die Spiele der Schweizer Nati geschaukelt», <a href="https://www.blick.ch/sport/eishockey/nati/an-wm-einfach-ersetzt-wo-ist-srf-nati-experte-mario-rottaris-id17518448.html" rel="noopener" target="_blank">lobte ihn der «Blick»</a>. </p>
<p>Rottaris Co-Kommentator Billeter hat SRF Sport bereits im Sommer 2021 verlassen; er wechselte nach 24 Jahren SRF zu MySports. Im Herbst 2021 folgte Stefan Bürer; nach 28 Jahren bei SRF wurde er Kommunikationschef bei den SC Rapperswil-Jona Lakers. Und im Juni 2022 hat Eishockey-Fachfrau Daniela Milanese SRF Sport nach 23 Jahren verlassen. Sie kommentiert <a href="https://www.blick.ch/sport/eishockey/premiere-von-daniela-milanese-bei-mysports-bei-srf-wars-wie-in-einer-langjaehrigen-beziehung-id17927603.html" rel="noopener" target="_blank">seit dieser Woche bei «MySports»</a>.</p>
<p>Damit schmelzen bei SRF quasi Jahrzehnte von Eishockey-Expertise weg. Ein Grund dafür sind verlorene Senderechte: Nicht die SRG, sondern Sunrise UPC, zu der «MySports» gehört, hat sich 2021 die Rechte der Eishockey-National League für die kommenden fünf Saisons gesichert. Die SRG erhielt auch keine Sublizenz. Das Schweizer Fernsehen kann noch die Eishockey-WM, die Spiele der Nationalteams und den Spengler Cup zeigen, Live-Spiele der National League aber nicht mehr.</p>
<p>Auch für Mario Rottaris war dies ein Abgangsgrund – doch nicht der einzige. Seine «Passion», so wird er in der SRF-Mitteilung zitiert, sei es gewesen, die WMs als Co-Kommentator vor Ort und die Playoffs aus den Stadien zu begleiten. Die Playoffs dürfe SRF nun nicht mehr live übertragen, und «meine WM-Ära endete 2021». Denn für die WM 2022 im letzten Mai hat SRF Rottaris durch einen <a href="https://www.blick.ch/sport/eishockey/nati/an-wm-einfach-ersetzt-wo-ist-srf-nati-experte-mario-rottaris-id17518448.html" rel="noopener" target="_blank">anderen Live-Experten ersetzt</a>. Dieser Aspekt des Abgangs von Rottaris ist also SRF-hausgemacht.</p>
<h3>The Ugly – Maurer mit grossem Medien-Schwindel</h3>
<p>«Schaut die Zeitungen gar nicht erst an, werft sie weg», hatte Bundesrat Ueli Maurer <a href="https://www.edito.ch/klartext/2011/03/21/%C2%ABschaut-die-zeitungen-nicht-an-werft-sie-weg%C2%BB/" rel="noopener" target="_blank">2011 in einem Interview</a> gesagt. Später nannte er etwa einen <a href="https://www.suedostschweiz.ch/zeitung/aff-ist-der-satz-des-jahres" rel="noopener" target="_blank">SRF-Kameramann «Aff»</a>, warf den Medien eine «selbstverfügte Gleichschaltung» vor und reagierte unlängst auf Patti Basler, die ihn <a href="https://www.persoenlich.com/medien/ueli-maurer-beleidigt-srf-bei-deville" rel="noopener" target="_blank">für eine SRF-Umfrage ansprach</a>, mit «Die huere Frage vum Färnseh, vill tümmer chammer nid si als ihr sind». Und so weiter.</p>
<p>Wie er es in seiner politischen Karriere immer wieder getan hat, griff Maurer auch bei seiner Rücktritts-Medienkonferenz Medien und Medienschaffende an. Und diese? Auch wenn ihnen Maurer «Einheitsbrei» und Google-statt-Recherche vorwarf und einmal mehr behauptete, sie seien nach links gerutscht, blieben sie höflich. Dabei hatte gleichentags Maurers SVP im Parlament gezeigt, was man tun kann, wenn einem das Geschehen nicht passt: Die Fraktion stand auf und drehte dem Rednerpult den Rücken zu. Selbst <a href="https://youtu.be/eHfOqNqf3_Q" rel="noopener" target="_blank">«Kä Luscht»-Bundesrat</a> Maurer hätte gestaunt, hätten die Bundeshaus-Journalist*innen während seiner Rücktritts-Rede dasselbe getan.</p>
<p>Zumindest hätten die Bundeshaus-Journalist*innen und auch jene, die danach darüber berichteten, Maurers grossen Medien-Schwindel thematisieren können: Er kritisiert die Medien und ihre Inhalte – und erzählt gleichzeitig, er nutze ausser Teletext keine Medien. Woher weiss er denn, was die Medien berichten?</p>
<p>Politiker*innen, die Journalist*innen und Medien diffamieren, schaffen einen Boden für einen sich verbreitenden Medienhass, der auch in physischen Angriffen gipfelt. Auch in der Schweiz. Bundesrätin Simonetta Sommaruga lässt im Moment einen <a href="https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/elektronische-medien/medienpolitik/nationaleraktionsplan.html" rel="noopener" target="_blank">Nationalen Aktionsplan für die Sicherheit von Medienschaffenden</a> ausarbeiten. Sie hätte mit der Umsetzung im Bundeshaus beginnen sollen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/10/07/smd-srf-ueli-maurer/">SMD, SRF, Ueli Maurer</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Medienqualität, EqualVoice, Tschugger</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/17/medienqualitaet-equalvoice-tschugger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2022 06:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Equal Voice]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[MQR]]></category>
		<category><![CDATA[Sky]]></category>
		<category><![CDATA[Tschugger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Tut gut: Qualitätssteigerung der Schweizer Medien Good News aus der Forschung: «Die Schweizer Medien haben an Qualität gewonnen», sagte fög-Forschungsleiter Daniel Vogler anlässlich der Präsentation des Medienqualitätsratings 2022. Mit guten Nachrichten ging es weiter: Die meisten Nachrichtensendungen in Radio und Fernsehen konnten ihre Qualität steigern. Die meisten Tageszeitungen und Online-Medien haben sich <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/17/medienqualitaet-equalvoice-tschugger/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/17/medienqualitaet-equalvoice-tschugger/">Medienqualität, EqualVoice, Tschugger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-99516" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220917b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Tut gut: Qualitätssteigerung der Schweizer Medien</h3>
<p>Good News aus der Forschung: «Die Schweizer Medien haben an Qualität gewonnen», sagte fög-Forschungsleiter Daniel Vogler <a href="https://vimeo.com/748549777" target="_blank" rel="noopener">anlässlich der Präsentation</a> des <a href="https://www.mqr-schweiz.ch/de/startseite.html" target="_blank" rel="noopener">Medienqualitätsratings 2022</a>. Mit guten Nachrichten ging es weiter: Die meisten Nachrichtensendungen in Radio und Fernsehen konnten ihre Qualität steigern. Die meisten Tageszeitungen und Online-Medien haben sich in drei von vier Qualitätsdimensionen verbessert. Alle Sonntagszeitungen und Magazine erzielten einen höheren Qualitäts-Gesamtscore als beim Rating 2020. Und alle Boulevard- und Pendlerzeitungen konnten ihre Berichterstattungsqualität in den vergangenen beiden Jahren steigern.</p>
<p>Grund zur Freude also. Natürlich kann man sich trotzdem Fragen stellen. Wird die Medienqualität jetzt wieder schlechter, weil die Fortschritte bei den Merkmalen «Relevanz» und «Einordnungsleistung» vor allem mit der Corona-Berichterstattung zu tun hatten? Könnte die Wissenschaft auch den Qualitätsverlust durch die Medienkonzentration ausweisen? Reicht es für eine qualifizierte Aussage aus, wenn bei der Publikumsbefragung auch diejenigen die Qualität eines Mediums bewerten, die es nur «ab und zu» nutzen? Müsste die Themenvielfalt nicht auch auf regionaler anstatt nur auf nationaler Ebene betrachtet werden? Und warum war an der MQR-Medienkonferenz niemand von der NZZ da, um den ersten Preis in der Kategorie «Tages- und Onlinezeitungen» abzuholen?</p>
<p>Was solls. Geniessen wir – zusammen mit der NZZ, den anderen Kategoriengewinnern WOZ, «Watson» und «Echo der Zeit» – für einmal die guten Nachrichten über Medien und Journalismus. Die nächsten Bad News kommen bestimmt.<br />
</p>
<h3>The Bad – Tut not: Ringiers EqualVoice ohne Sponsoring</h3>
<p>Gleichstellung ist wichtig. Und die <a href="https://www.equalvoice.ch/de/" target="_blank" rel="noopener">EqualVoice-Initiative von Ringier</a> ist sicherlich eine gute Sache. Damit sollen Frauen in den Medien sichtbarer werden und häufiger in Texten vorkommen.</p>
<p>Man kann bei einem solche Anliegen aber auch stolpern. Oder sich verfahren. <a href="https://archive.ph/JnZSi" target="_blank" rel="noopener">Auf «blick.ch»</a>, «handelszeitung.ch» und in der «Handelszeitung» erschien kürzlich ein Artikel über die Architektin Tilla Theus. Er berichtete über Theus Arbeit und Erfolge, über Gleichstellung in der Architektur und passte gut zu EqualVoice. In einem Kasten wurde denn auch auf die Initiative verwiesen.</p>
<p>Bloss: Der Artikel war Sponsored Content für Land Rover, verfasst vom <a href="https://www.ringier-advertising.ch/brand-studio/" target="_blank" rel="noopener">Ringier Brand Studio</a>. Im Video zum «Blick»-Artikel sass Theus in einem Auto des Sponsors, ein Bild in der «Handelszeitung» zeigt den «neuen Range Rover» vor einem von Theus entworfenen Gebäude.</p>
<p>Ringier hat alle Gebote zum Sponsored Content eingehalten, hat alles klar ausgewiesen. Da gibt es nichts zu bemängeln. Ausser, dass die Kombination von «Wir setzen uns für Gleichstellung ein» und «Wir lassen uns dafür von einem Autohersteller bezahlen» einen Beigeschmack hat.</p>
<p>Ist es nicht heikel, sich bei EqualVoice-Aktivitäten sponsern zu lassen? «Nein», antwortet Daniel Riedel, Mediensprecher der «Blick»-Gruppe: «Denn wir stellen fest, dass sich immer mehr Kunden in Bezug auf die Gleichstellung von Frauen und Männer positionieren wollen und sich auch gezielt dafür einsetzen möchten.» Und: «Wir wählen unsere Partner nach diversen Gesichtspunkten sorgfältig aus und achten bei der Auswahl darauf, dass sie mit den Grundsätzen der EqualVoice-Initiative einhergehen.»</p>
<p>Der Beigeschmack bleibt trotzdem.</p>
<h3>The Ugly – Tut weh: länger warten auf «Tschugger 2»</h3>
<p>Er ist wieder da! Es gibt neue Geschichten über Bax, den coolsten Polizisten im Wallis – er hat immerhin einst Bernard Rappaz verhaftet! –, über «Smetterling», Pirmin, Valmira und die ganze Truppe. Seit Donnerstag läuft endlich die zweite Staffel «Tschugger» … <a href="https://show.sky.ch/de/serien/102507/tschugger" target="_blank" rel="noopener">auf dem Bezahlsender Sky Show</a>. Bei Fernsehen SRF hingegen wird <a href="https://www.srf.ch/play/tv/sendung/tschugger-2?id=268db462-bbbc-4f00-98f7-4dd60fa8e761" target="_blank" rel="noopener">«Tschugger 2» erst ab dem 18. Dezember</a> zu sehen sein, drei Monate nach der Première.</p>
<p>Warum? Es hat mit der Finanzierung zu tun: Die beiden Staffeln wurden laut Baptiste Planche, Leiter Fiktion bei SRF, mehrheitlich durch SRF finanziert, dazu kamen, Förderbeiträge, Eigenmittel der Produktionsfirma sowie eine Beteiligung von Sky: «Der Finanzierungsanteil von Sky bei Staffel zwei ist markant höher, als er bei Staffel eins war, was die dreimonatige Vorabexklusivität für Sky begründet», antwortet Baptiste Planche auf die entsprechende Frage der MEDIENWOCHE. Laut Planche kostete die Produktion der ersten Staffel rund 3 Millionen Franken, die der zweiten rund 3.4 Millionen. Wie der «markant höhere» Anteil von Sky aussah, wird nicht bekanntgegeben.</p>
<p>Die Wartezeit auf «Tschugger 2» überbrücken, indem man auf SRF nochmals «Tschugger 1» schaut, geht leider auch nicht. «Tschugger 1» ist weder bei Play SRF noch bei Play Suisse zu finden. «Beide Staffeln sind während der Vorabexklusivität exklusiv bei Sky zu sehen», heisst es bei SRF. Für Serafe-Gebühren-Zahler*innen bedeutet das bis Dezember: gar kein «Tschugger».</p>
<p>SRF hat für «Tschugger» erstmals mit einem kommerziellen Streamingdienst zusammengearbeitet. Für die nächsten Zusammenarbeits-Verhandlungen wünschen wir mehr Glück.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/17/medienqualitaet-equalvoice-tschugger/">Medienqualität, EqualVoice, Tschugger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Askforce, Migros, Winnetou</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/09/03/askforce-migros-winnetou/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2022 06:47:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Askforce]]></category>
		<category><![CDATA[Winnetou]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Migros]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Wenn eine Kult-Kolumne weiterlebt «Wir sind relativ abschaffungsresistent», sagt Marc Lettau. Tatsächlich werden seit knapp 22 Jahren in der Kolumne Askforce wöchentlich von einem Expert:innen-Team, zu dem Lettau seit Beginn gehört, grosse und kleine Fragen beantwortet. Fragen wie: «Die Initiative ‹Ehe für alle› ist angenommen worden. Müssen jetzt alle Ledigen und Entledigten <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/03/askforce-migros-winnetou/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220903b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220903b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-99125" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220903b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220903b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220903b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/09/MW-Good-Bad-Ugly-20220903b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Wenn eine Kult-Kolumne weiterlebt</h3>
<p>«Wir sind relativ abschaffungsresistent», sagt Marc Lettau. Tatsächlich werden seit knapp 22 Jahren in der <a href="https://askforce.ch/" rel="noopener" target="_blank">Kolumne Askforce</a> wöchentlich von einem Expert:innen-Team, zu dem Lettau seit Beginn gehört, grosse und kleine Fragen beantwortet. Fragen wie: «Die Initiative ‹Ehe für alle› ist angenommen worden. Müssen jetzt alle Ledigen und Entledigten heiraten?», «Kann man an einem Schleudersitz sägen?», «Wie kommt der Wurm in den Apfel?».</p>
<p>2000 erschien die erste Askforce-Kolumne im Berner «Bund», aber bereits 2005 wollte man die Rubrik einstellen, da sie «ihren Zenit überschritten» habe. Denkste. Die Antworten des Teams – mal etwas schnoddrig, oft verspielt, manchmal scharf an der Frage vorbei – blieben bei den «Bund»-Leser:innen beliebt. Sie fragten immer weiter.</p>
<p>Im Frühling 2021 entschied sich das Askforce-Team, sich «in die Unabhängigkeit zu entlassen», wie Lettau sagt. Denn die Fusion von «Bund» und «Berner Zeitung» stand bevor: «Wenn man zwei Titel zusammenführt, muss alles für beide taugen. Es war absehbar, dass gewisse Gefässe die Zusammenführung nicht überleben.»</p>
<p>Aber die Kolumne lebte weiter. Im Herbst 2021 erschien das Buch <a href="https://www.staempflishop.com/detail/ISBN-9783727260896/Askforce---Fachinstanz-f%FCr-alles" rel="noopener" target="_blank">«Askforce – Fachinstanz für alles»</a>. Und im Januar 2022 nahm die Askforce ihre Dienstleistung online wieder auf.</p>
<p>Ab dem 12. September bis Ende Jahr gastiert sie nun zusätzlich bei der Berner «Hauptstadt». Vorübergehend kommt also zusammen, was irgendwie zusammengehört: Hauptstadt und die unabhängige Askforce-Kolumne sind beide als Ergebnis der «Bund»-BZ-Fusion entstanden. Also Spin-offs, quasi.<br />
</p>
<h3>The Bad – Wenn die Migros lockt</h3>
<p>«Die Migros hat’s» ist zwar ein alter Werbespruch aus den 1980er Jahren. Doch die Migros hat’s – immer noch drauf. Da verschickt sie eine Einladung zu einer Pressekonferenz, und schon springen reihenweise Medien brav übers Stöckchen.</p>
<p>Gut, das «Leckerli» für die Veranstaltung riecht auch verlockend: In der Einladung steht nämlich, Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen werde am 6. September «die grösste Produktinnovation in der Unternehmensgeschichte» vorstellen.</p>
<p>Man kann abwarten, bis Zumbrunnen seine Innovation präsentiert. Oder schon mal ankündigen, dass die Migros etwas angekündigt hat. Oder die Ankündigung ankündigen und gleichzeitig über die Innovation spekulieren. Die CH-Media-Redaktion zum Beispiel fand Hinweise auf ein <a href="https://www.watson.ch/wirtschaft/migros/562840616-migros-kuendigt-die-groesste-innovation-der-unternehmensgeschichte-an" rel="noopener" target="_blank">neues Kaffeesystem</a>, «20 Minuten», «Blick» und andere zogen nach, während die «Handelszeitung» etwa Solarpanels ins Spiel brachte. Und gleich noch ihre Abonnent:innen abstimmen liess: «Was soll Migros als ‹grösste Produktinnovation›» ihrer Geschichte bringen»?</p>
<p>Migros. Migros. Migros. Ein schöner PR-Coup. Er wird zwar nicht ganz so gross wie die Abstimmung über den Alkoholverkauf im Frühsommer. Sie hat laut Watson so viele Medienbeiträge generiert, dass diese, hätte man sie «bei Watson als bezahlte Promo-Beiträge eingekauft», knapp 24 Millionen Franken gekostet hätten.</p>
<p>Mit dieser Ersparnis im PR-Budget kann man sich eine grosse Innovation leisten. Und bis zu deren Bekanntgabe wird weiter spekuliert. «Schliesslich will jedes Medium und jede Journalistin den allfälligen Innovationscoup möglichst vor Zumbrunnen verbreiten», so die Handelszeitung.</p>
<p>Das ist doch Journalismus: Rausfinden, was schon feststeht und in Kürze bekanntgegeben wird – aber zuerst.</p>
<p>Die Migros freut’s.</p>
<h3>The Ugly – Wenn Medien einen Shitstorm lostreten</h3>

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<p><a href="https://www.dieostschweiz.ch/artikel/rettet-winnetou-buch-schweizch-lanciert-aktion-fuer-die-werke-von-karl-may-3ObLrwo" rel="noopener" target="_blank">«Rettet Winnetou»</a>, flehte die «Ostschweiz». Darum verkauft buch-schweiz.ch, das wie das Online-Magazin zur Ostschweizer Medien AG gehört, die Winnetou-Reihe mit Rabatt: «Jede Bestellung der Bücher von Karl May setzt ein Zeichen gegen Selbstzensur und ausufernden Aktivismus im Namen des Zeitgeists.» Clevere Verkaufsstrategie.</p>
<p>Auch viele andere Schweizer Medien haben sich für Winnetou ins Zeug gelegt. Führend dabei war der «Blick», mit einer Reihe von Artikeln, oft unter dem Stichwort <a href="https://www.blick.ch/ausland/kinderbuecher-filme-musik-comedy-hier-hat-die-cancel-culture-bereits-zugeschlagen-id17819381.html" rel="noopener" target="_blank">«Woke-Wahnsinn»</a> und mitsamt <a href="https://www.blick.ch/meinung/thema-der-woche/blickpunkt-ueber-winnetou-rasta-locken-und-co-der-woke-wahnsinn-schadet-dem-kampf-gegen-echte-diskriminierung-id17824196.html" rel="noopener" target="_blank">Video-Kommentar des Chefredaktors</a>.</p>
<p>Grund für die Aufregung: Der Ravensburger-Verlag hatte zwei Begleitbücher zum Kinderfilm «Der junge Häuptling Winnetou» angekündigt, sich dann aber nach Kritik entschieden, sie doch nicht herauszubringen.</p>
<p>Der eigentliche Grund aber war die deutsche «Bild»-Zeitung. Das zeigt eine interessante <a href="https://scompler.com/winnetou/" rel="noopener" target="_blank">Datenanalyse</a> des Content-Marketing-Spezialisten Scompler. Weder die Lancierung des Films noch die Ankündigung der Bücher hat laut den Daten im Netz zu grosser Aufregung geführt – kein Shitstorm also. Relativ ruhig blieb es vorerst auch, als der Verlag den Rückzug bekanntgab. Erst als «Bild» das Thema aufnahm, es intensivst bewirtschaftete und unter anderem behauptete, die ARD habe die Winnetou-Filme aus dem Programm genommen – obwohl diese bereits seit 2020 keine Lizenz mehr dafür hat, weil die Rechte beim ZDF liegen – wurde es laut, hitzig, shitstormig.</p>
<p>Die Ausläufer trafen auch in der Schweiz ein. Und der gedruckte «Blick» titelte «SRF und ARD gehen vor militanter Minderheit in die Knie». Dabei hat SRF die Filme ebenfalls seit Jahren nicht mehr lizenziert.</p>
<p>Die Filme wurden übrigens letztmals am Karsamstag 2018 ab 13.05 Uhr auf SRF gespielt. Kein Sendeplatz, auf den Blockbuster gezeigt werden. Soviel zur Nachfrage nach Winnetou.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/09/03/askforce-migros-winnetou/">Askforce, Migros, Winnetou</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lobbywatch, Spick News, NZZ&#160;am&#160;Sonntag</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/07/09/lobbywatch-spick-news-nzz-am-sonntag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2022 07:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbywatch]]></category>
		<category><![CDATA[Spick News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=98459</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Parlamentarier*innen, Vergesslichkeit und die Suche nach Mandaten National- und Ständerät*innen haben viel zu tun: Sitzungen absitzen, abstimmen, Reden halten – da geht schon mal was vergessen. Zum Beispiel ein meldepflichtiges Mandat. Dabei müssten sie «Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien sowie Beiräten und ähnlichen Gremien von (…) Körperschaften, Anstalten und Stiftungen» genauso offenlegen <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/09/lobbywatch-spick-news-nzz-am-sonntag/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/09/lobbywatch-spick-news-nzz-am-sonntag/">Lobbywatch, Spick News, NZZ am Sonntag</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220709d.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220709d.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-98461" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220709d.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220709d-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220709d-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/07/MW-Good-Bad-Ugly-20220709d-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Parlamentarier*innen, Vergesslichkeit und die Suche nach Mandaten</h3>
<p>National- und Ständerät*innen haben viel zu tun: Sitzungen absitzen, abstimmen, Reden halten – da geht schon mal was vergessen. Zum Beispiel ein meldepflichtiges Mandat. Dabei müssten sie «Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien sowie Beiräten und ähnlichen Gremien von (…) Körperschaften, Anstalten und Stiftungen» genauso offenlegen wie «Leitungs- oder Beratungstätigkeiten» für Interessengruppen. Kurz: Alle Mandate der National- und Ständerät*innen müssten im <a href="https://www.parlament.ch/de/%C3%BCber-das-parlament/parlamentsw%C3%B6rterbuch/parlamentsw%C3%B6rterbuch-detail?WordId=487" rel="noopener" target="_blank">entsprechenden Register</a> zu finden sein. Aber eben: Mit dem Stress kommt die Vergesslichkeit.</p>
<p>Gerade für Journalist*innen wäre es wichtig, solche Interessenbindungen zu kennen, um etwa den besonderen Einsatz eines Ratsmitglieds einzuordnen. Seit 2014 sammelt und publiziert der von Medienschaffenden und IT-Spezialist*innen gegründete Verein <a href="https://lobbywatch.ch/de" rel="noopener" target="_blank">Lobbywatch Schweiz</a> die Interessenbindungen der Parlamentarier*innen. Seit Ende Juni erhalten Journalist*innen diese Informationen noch schneller: Wenn Lobbywatch im Handelsregister oder anderswo neue Tätigkeiten von Rät*innen entdeckt, verifiziert und in die Datenbank eingetragen hat, werden diese Informationen direkt durch einen Bot <a href="https://twitter.com/Lobbywatch_CH" rel="noopener" target="_blank">auf Twitter</a> veröffentlicht.</p>
<p>Die Neuerung wurde übrigens laut Lobbywatch-Co-Präsident Otto Hostettler «vollumfänglich ehrenamtlich umgesetzt». Überhaupt wird bei Lobbywatch ein grosser Teil der Arbeit gratis geleistet – ein pikanter Gegensatz zu den oft gut bezahlten Mandaten der Parlamentarier*innen.<br />
</p>
<h3>The Bad – Jugendliche, Zeitungen und kein gutes Ende</h3>
<p>Die Wochenzeitung «SPICK News» sollte bei den 10- bis 15-jährigen Lesen, Schreiben und das Interesse an aktuellen Themen fördern. Den Anstoss zu ihrer Lancierung schilderte 2019 «SPICK News»-Chefredaktor Alexander Volz (Bild, rechts) folgendermassen: «Bei einer Tagung warf Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino die Frage auf, wie die Verlage in Zukunft Zeitungsabos verkaufen wollen, wenn die Kinder und Jugendlichen von heute nie mit diesem Medium in Berührung kommen.» Der Verlag KünzlerBachmann, der auch das <a href="https://www.spick.ch/" rel="noopener" target="_blank">Kindermagazin «SPICK»</a> herausgibt, brachte also die Wochenzeitung auf den Markt. «Eine Zeitung, davon sind wir überzeugt, ist genau das richtige Medium, um unsere Ziele zu erreichen», so Volz damals.</p>
<p>Ist sie nicht. Soeben wurde «SPICK News» eingestellt. Für eine schwarze Null hätte es laut Volz 10&#8217;000 verkaufte Abos gebraucht. Die Abo-Zahlen seien zwar «stetig gestiegen», sagt Verlagsleiter Roger Hartmann (Bild, links), «aber nicht schnell genug». Zuletzt habe man zwischen 3000 und 4000 Abos erreicht. Kommt dazu, dass Swisscom und die Schweizerische Post, die «SPICK News» Content geliefert beziehungsweise eine Rubrik unterstützt hatten, ausgestiegen sind. Laut Hartmann wegen «kommunikationsstrategischen Neuausrichtungen».</p>
<p>Der Verband Schweizer Medien hatte die Zeitung auch unterstützt und die Versandkosten für Klassensätze übernommen. «‹SPICK News› leistete einen wichtigen Beitrag, um Jugendliche mit Journalismus vertraut zu machen. Dieses Angebot wird in Zukunft fehlen», kommentiert VSM-Geschäftsführer Stefan Wabel.</p>
<p>Vielleicht braucht es für den Kontakt mit Jugendlichen eine «kommunikationsstrategische Neuausrichtung».</p>

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<h3>The Ugly – Literatur, Misogynie und schlecht erzählte Geschichten</h3>
<p>«Nach Artikel in NZZ vom Wochenende, frage ich mich, ob dieses Bein einen Bestseller schreiben kann …», schrieb die deutsche Autorin Anna Rabe zu einem Bild ihres nackten Beins <a href="https://twitter.com/AnneRabe2/status/1543842030631141377" rel="noopener" target="_blank">auf Twitter</a>. Es war eine von vielen ironischen, verblüfften oder verärgerten Reaktionen auf den <a href="https://magazin.nzz.ch/empfehlungen/literarischer-erfolg-brand-kobler-und-schumacher-machen-es-vor-ld.1691718" rel="noopener" target="_blank">Beitrag</a> «Wie kommt man zu literarischem Erfolg? Mit Kalkül. Drei Autorinnen machen es vor» von «NZZ am Sonntag»-Kulturredaktorin Martina Läubli im «NZZ Magazin». Die MEDIENWOCHE hätte Martina Läubli gerne ein paar Fragen dazu gestellt; leider ist sie ferienabwesend.</p>
<p>Läubli schreibt über die erfolgreichen Autorinnen Christine Brand, Seraina Kobler und Claudia Schumacher. Und sie schreibt sehr viel über deren «Kalkül» und «Selbstvermarktung». Sie bringen, so Läubli, im Kampf um Aufmerksamkeit auf Instagram erfolgreich «ihre Person ins Spiel»: Sie «posten Selfies, (…) lächeln mit tiefroten Lippen (Schumacher), zeigen Bein (Schumacher, Kobler), die Föhnfrisur (Kobler) oder stimmungsvolle Fotos von Schreiborten».</p>
<p>Kein Wunder, dass in den Kommentaren zum Artikel der Begriff «misogyn» auftaucht. Doch die «Kalkül»-Geschichte geht noch weiter: Läubli stellt fest, dass alle drei ehemalige Journalistinnen sind und somit recherchieren und Geschichten erzählen können. Und meint das offenbar nicht positiv.</p>
<p>Denn das Fazit ihres Textes lautet: Man könne für literarischen Erfolg etwas tun, «etwa, sich lächelnd selbst ins Spiel zu bringen. Oder zu wissen, wie eine Geschichte funktioniert. Ob aus solchem Kalkül aber unberechenbare Literatur entstehen kann, ist eine andere Frage.»</p>
<p>Wir lernen: «Unberechenbare» Literatur produzieren möglichst unsichtbare Männer, die nicht fähig sind, eine Geschichte zu erzählen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/07/09/lobbywatch-spick-news-nzz-am-sonntag/">Lobbywatch, Spick News, NZZ am Sonntag</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Frauenwahl, Geburtstagsinterview, Zahlensalat</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/06/11/frauenwahl-geburtstagsinterview-zahlensalat/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/06/11/frauenwahl-geburtstagsinterview-zahlensalat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2022 08:37:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Blick Romandie]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Schweizer Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SRG Insider]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=97809</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Eine ganz besondere Wahl Pietro Supino, Präsident der TX Group AG, kündigte diese Woche seinen Rücktritt als Präsident des Verbands Schweizer Medien (VSM) an. Als Nachfolger schlägt das VSM-Präsidium Andrea Masüger vor, VR-Delegierter der Somedia Press AG. Damit wiederholt sich ein Muster: Von 1992 bis 2003 war Hans Heinrich Coninx von Tamedia <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/11/frauenwahl-geburtstagsinterview-zahlensalat/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/11/frauenwahl-geburtstagsinterview-zahlensalat/">Frauenwahl, Geburtstagsinterview, Zahlensalat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220611b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220611b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-97818" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220611b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220611b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220611b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/06/MW-Good-Bad-Ugly-20220611b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Eine ganz besondere Wahl</h3>
<p>Pietro Supino, Präsident der TX Group AG, kündigte diese Woche seinen <a href="https://www.schweizermedien.ch/artikel/medienmitteilung/2022/wechsel-an-der-spitze-andrea-masuger-soll-auf-pietro-supino-folgen" rel="noopener" target="_blank">Rücktritt als Präsident des Verbands Schweizer Medien</a> (VSM) an. Als Nachfolger schlägt das VSM-Präsidium Andrea Masüger vor, VR-Delegierter der Somedia Press AG. Damit wiederholt sich ein Muster: Von 1992 bis 2003 war Hans Heinrich Coninx von Tamedia Präsident, auf ihn folgte Hanspeter Lebrument von Somedia. Das Präsidentenamt wird weiterhin abwechselnd an einen Vertreter eines der mächtigsten Schweizer Medienhäuser und einen Vertreter eines mittleren Medienhauses, das in seiner Region mächtig ist, vergeben. Nichts Neues also.</p>
<p>Dafür konnte der Verband gleich zwei «Good News» verkünden. Ringier ist – nach jahrelanger Absenz aufgrund eines Streits über die Vermarktungsplattform Admeira – nicht nur wieder Verbandsmitglied, sondern soll auch wieder im Präsidium vertreten sein. Und zwar durch eine Frau! Als neues Präsidiumsmitglied wurde für die Wahl im September Ladina Heimgartner, Head Global Media Ringier AG und CEO «Blick»-Gruppe, vorgeschlagen. Damit nicht genug: Ebenfalls zur Wahl vorgeschlagen ist Ursula Nötzli, Chief Communications &#038; Sustainability Officer und Mitglied der Gruppenleitung der TX Group. Zwei Frauen – die allerersten Frauen im VSM-Präsidium!</p>
<p>Wurde auch Zeit.<br />
</p>
<h3>The Bad – Ein ganz besonderes Interview</h3>
<p>Ist es gut, wenn ein Untergebener seinen Chef interviewt? Das fragt man sich beim Lesen des (schriftlich geführten) <a href="https://www.blick.ch/schweiz/westschweiz/marc-walder-ueber-1-jahr-blick-romandie-les-welsches-sind-jung-im-kopf-id17556552.html" rel="noopener" target="_blank">Interviews</a> von «Blick-Romandie»-Chefredaktor Michel Jeanneret mit Ringier-CEO Marc Walder. Anlass war der erste Geburtstag von «Blick Romandie» (zu dem die MEDIENWOCHE natürlich herzlich gratuliert!).</p>
<p>«Marc Walder», so Jeanneret zu Anfang des Interviews, «meine erste Frage ist sehr direkt, so wie es unser Medium liebt: Warum haben Sie 62 Jahre gewartet, bevor Sie ‹Blick›, diesen Leuchtturm des Journalismus, in der Romandie lanciert haben?» «Gute Frage», lobte Walder, quasi Leuchtturmwärter des Journalismus, und rühmte die «enorme» digitale Stärke der Marke: ‹Blick› ist heute viel stärker, grösser, begehrter, attraktiver, relevanter, als ‹Blick› früher – nur auf Papier – je war. Deshalb sind wir vor einem Jahr endlich, endlich in die Westschweiz gegangen mit ‹Blick›.»</p>
<p>So und ähnlich geht es weiter. Jeanneret stellt «sehr direkte» Fragen, auch nach Walders «Erfolgsrezept», der Ringier-Strategie und der Zukunft; Walder antwortet in schönster PR-Manier. Zu «Blick Romandie» fiel ihm nur Gutes ein: «‹Blick Romandie› ist super gestartet. Wir sind happy. ‹Blick Romandie› hat seine Ziele erreicht. Nun muss er wachsen. Stark werden. Und unverzichtbar werden.»</p>
<p>En passant fragt Jeanneret auch, was Walder denn «aus diesem Abenteuer bei den Welschen» gelernt habe. Walder: «Les Welsches sind jung im Kopf. Les Welsches sind superkreativ. Und: Les Welsches sind ‹fun› und haben ‹fun›.»</p>
<p>Ils sont «fun», ces Welsches! Ob ihnen diese Beschreibung aus der Deutschschweiz wohl gefällt?</p>

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<h3>The Ugly – Die ganz besonderen Zahlen</h3>
<p>Muss man um die «Republik» bangen? «Das Medium steht vor einer ungewissen Zukunft», <a href="https://archive.ph/McOPq" rel="noopener" target="_blank">schrieb Beni Frenkel</a> auf «Inside Paradeplatz» (IP). Die «Republik» blähe ihren Personalbestand immer weiter auf, während die Abo-Zahl sinke.</p>
<p>Als der Artikel aufgeschaltet wurde, hatte IP eben für einen anderen Frenkel-Text eine Entschuldigung an Patrizia Laeri (CEO «elleXX») publiziert – weil diese dort «mit Beschreibungen betitelt» worden war, «die das Gericht in Meilen als verletzend taxierte», und überdies eine im Artikel genannte Zahl falsch war. Auf ein Zahlenproblem weist auch der Eintrag zu einem IP-Artikel vom 25. Mai: «Blick TV für 25 Zuschauer. Der Artikel über die Beachtung des Ringier-Kanals basierte auf einer falschen Basis (Mittag statt Mitternacht). <a href="https://archive.ph/Oh8QO" rel="noopener" target="_blank">Er wurde gelöscht</a>», steht da bloss noch. Autor des Textes: Beni Frenkel. Der zu Zahlen ein spezielles Verhältnis zu haben scheint.</p>
<p>Bei der «Republik» nimmt man Frenkels Text gelassen. «Einige Zahlen, die er aufführt, stimmen. Andere hingegen stimmen nicht», sagt Jonas Studach vom «Republik»-Support auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Er korrigiert etwa die von Frenkel genannte Zahl an Festangestellten bei der «Republik» von 53 auf 47. Es sei aber nicht beabsichtigt, auf den Artikel zu reagieren: «Unser Budget sowie alle unsere Zahlen werden regelmässig transparent kommuniziert.» Und diese Zahlen zeigen, dass keine Bange angesagt ist: Die leicht rückläufige Abozahl liegt nach wie vor klar über den angestrebten 27&#8217;000 Abos, die es braucht, damit die «Republik» selbsttragend ist.</p>
<p>Frenkel indessen wird von Kommentatoren seines «Republik»-Artikels gelobt; manche feiern den baldigen Untergang des «Kommunistenblatts» – einer <a href="https://insideparadeplatz.ch/2022/06/06/republik-kaempft-mit-abo-schwund/#comment-580419" rel="noopener" target="_blank">sogar in Reimen</a>.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/06/11/frauenwahl-geburtstagsinterview-zahlensalat/">Frauenwahl, Geburtstagsinterview, Zahlensalat</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2022/06/11/frauenwahl-geburtstagsinterview-zahlensalat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>TV-Fussball, No Future, Gängelparagraph</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2022 08:16:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[superprovisorische Verfügung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=97177</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Der Coup mit dem Cup Der Cup gehört uns! Nein, das ist nicht die Behauptung einer fanatischen FC-St.-Gallen- oder FC-Lugano-Anhängerin vor dem Cup-Final am Sonntag. Es ist ein Jubelschrei, weil die SRG und der Schweizerische Fussballverband SFV diese Woche einen Vertrag bis 2026 abgeschlossen haben: Die SRG-Sender übertragen den Schweizer Fussball-Cup weiterhin <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/">TV-Fussball, No Future, Gängelparagraph</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-97179" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/05/MW-Good-Bad-Ugly-20220514b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Der Coup mit dem Cup</h3>
<p>Der Cup gehört uns! Nein, das ist nicht die Behauptung einer fanatischen FC-St.-Gallen- oder FC-Lugano-Anhängerin vor dem Cup-Final am Sonntag. Es ist ein Jubelschrei, weil die SRG und der Schweizerische Fussballverband SFV diese Woche einen <a href="https://www.srgssr.ch/de/news-medien/news/schweizer-cup-bis-2025-26-live-bei-der-srg" target="_blank" rel="noopener">Vertrag bis 2026</a> abgeschlossen haben: Die SRG-Sender übertragen den Schweizer Fussball-Cup weiterhin live ab der ersten Hauptrunde. Und wir dürfen zuschauen, ohne extra zu zahlen.</p>
<p>Fussball-Fans wissen, dass das nicht selbstverständlich ist. Bei der Schweizer Meisterschaft dürfen die SRG-Sender gerade mal ein Super-League-Spiel pro Runde live übertragen. Denn die TV-Rechte für Super League und Challenge League gehören bis 2025 «Blue» (Swisscom). Wer die Spiele schauen will, bezahlt dafür. Auch Champions- und Europa-League-Spiele kann die SRG seit letztem Jahr nicht mehr live zeigen; die Rechte dafür hat ebenfalls «Blue», die – beschränkten – Free-TV-Rechte liegen in der Deutschschweiz bei «CH Media» für «TV24» und «3+».</p>
<p>Trüb sieht es für die SRG auch beim Schweizer Eishockey aus: Die National League hat die TV-Rechte an «MySports» (Sunrise UPC) vergeben. Bisher hatte die SRG immerhin die Free-TV-Rechte inne, neu liegen diese aber bei «TV24» in der Deutsch- und «Léman Bleu» in der Westschweiz sowie «Teleticino» im Tessin. Will heissen: Die SRG wird bis 2027 keine Live-Spiele der Schweizer Eishockey-Meisterschaft zeigen können.</p>
<p>Umso mehr freuen wir uns über den SRG-Coup mit dem Fussball-Cup.<br />
</p>
<h3>The Bad – Sie gehen und gehen</h3>
<p>No future. Diesen Punk-Slogan aus den 1980ern teilen offenbar zunehmend auch Journalist*innen. «Der Schweizer Journalismus verliert weiter erfahrene, kluge, etablierte Köpfe», lautet jedenfalls das Fazit der «Republik».</p>
<p>Sie hatte 2021 erstmals anhand von Informationen unter anderem von Branchendiensten <a href="https://www.republik.ch/2021/04/29/jede-woche-eine-journalistin-weniger" target="_blank" rel="noopener">gezählt</a>, wie viele Personen zwischen 2016 und Anfang 2021 dem Journalismus den Rücken gekehrt haben – es waren rund 350. Nun hat sie diese Auszählung für 2021 und die ersten Monate von 2022 fortgesetzt, und das <a href="https://www.republik.ch/2022/05/09/update-vom-srf-zum-wwf?utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=republik%2Ftemplate-newsletter-taeglich-2022-05-09" target="_blank" rel="noopener">Resultat</a> ist nicht erfreulicher: 2021 stiegen 93 Journalist*innen aus, 2022 waren es bisher 24.</p>
<p>Gemäss «Republik» haben seit 2016 Jahr für Jahr mehr Journalist*innen den Beruf verlassen. Nur 2020 ging die Zahl etwas zurück, was die Autoren Philipp Albrecht und Dennis Bühler auf die «wirtschaftliche Unsicherheit» in der Pandemie-Zeit zurückführen.</p>
<p>Natürlich gibt es in allen Berufssparten Aus- und Umsteiger*innen. Und natürlich wechseln Journalist*innen nicht nur aus Frust in andere Arbeitsgebiete, sondern auch, wenn zum Beispiel der Kommunikationsjob beim Lieblings-Fussballclub lockt.</p>
<p>Wenn aber zunehmend Journalist*innen den Beruf verlassen und gleichzeitig – wie die «Republik» letztes Jahr <a href="https://www.republik.ch/2021/04/29/einer-branche-trocknen-die-wurzeln-aus" target="_blank" rel="noopener">ebenfalls berechnet hat</a> – tendenziell weniger junge Leute in den Journalismus einsteigen, heisst das, dass die Attraktivität des Berufs sinkt: keine Lust mehr auf die Situation in den Medienhäusern (Sparrunden), zunehmende Anforderungen (Multimedia) und sinkendes Berufsprestige («Lügenpresse!»).</p>

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<h3>The Ugly – Grüsse nach Aserbaidschan</h3>
<p>Es ging fast problemlos durch: Der <a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2022/20220510135656151194158159038_bsd122.aspx" target="_blank" rel="noopener">Nationalrat</a> folgte am Dienstag im Rahmen der Revision der Zivilprozessordnung dem <a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2021/20210616132048406194158159038_bsd103.aspx" target="_blank" rel="noopener">Ständerat</a> und hat die Bedingungen für «vorsorgliche Massnahmen» gegen Medien vereinfacht. Gegen den Willen von Bundesrat und Links-Grün liegen nun die Hürden zur Blockade missliebiger Medienberichte tiefer. Heute kann ein Gericht eine Veröffentlichung stoppen, wenn sie für die gesuchstellende Partei einen «besonders schweren Nachteil» verursachen kann, künftig reicht schon ein «schwerer Nachteil».</p>
<p>Von «Storys und Schlagzeilen ohne Rücksicht auf menschliche Verluste» war in der Debatte die Rede – von Firmen, die dubiose Geschäfte nicht publik sehen wollen, hingegen eher weniger. Einige befürwortende Parlamentarier*innen argumentierten für die Änderung, indem sie betonten, dass sich dadurch kaum etwas ändere. Der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander sagte, eine Analyse des Bundesamts für Justiz habe gezeigt, dass es auf das Wort «besonders» nicht ankomme: «Die Streichung des Worts ist eher politischer Natur und nicht juristisch. Wir könnten daraus folgern: Wenn ein Wort nicht relevant ist, dann muss es auch nicht gestrichen werden. Aber wir könnten auch folgern: Wenn ein Wort nicht relevant ist, dann macht es auch nichts, wenn es gestrichen wird.»</p>
<p>Ob die Delegation aus Aserbaidschan, die die Debatte von der Tribüne aus verfolgte und von Nationalratspräsidentin Irène Kälin <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=56922" target="_blank" rel="noopener">offiziell begrüsst wurde</a>, dieser Argumentation folgen konnte, ist nicht bekannt. Eines hätten die Delegierten auf jeden Fall lernen können: Es braucht kein autoritäres Regime wie das des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijev, um die Pressefreiheit einzuschränken.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/05/14/tv-fussball-no-future-gaengelparagraph/">TV-Fussball, No Future, Gängelparagraph</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Fokusmonat, Publikumsbefragung, Auslegeordnung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/04/16/fokusmonat-publikumsbefragung-auslegeordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Apr 2022 08:13:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Publikumsbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpaket]]></category>
		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Ständerat]]></category>
		<category><![CDATA[Bakom]]></category>
		<category><![CDATA[tsüri.ch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=96538</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Über den Journalismus reden «Wir wollen die Debatte neu lancieren und zudem einem Publikum zugänglich machen, das sich nicht täglich mit den Medien rumschlägt. Sprich: Wir wollen aus der Branche raus und unsere Zielgruppe mitnehmen» – so beschreibt Chefredaktor und Geschäftsführer Simon Jacoby gegenüber der MEDIENWOCHE das Ziel des «Fokusmonats Journalismus» von <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/16/fokusmonat-publikumsbefragung-auslegeordnung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/16/fokusmonat-publikumsbefragung-auslegeordnung/">Fokusmonat, Publikumsbefragung, Auslegeordnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b.jpg" alt="" width="1456" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-96541" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/04/MW-Good-Bad-Ugly-20220416b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Über den Journalismus reden</h3>
<p>«Wir wollen die Debatte neu lancieren und zudem einem Publikum zugänglich machen, das sich nicht täglich mit den Medien rumschlägt. Sprich: Wir wollen aus der Branche raus und unsere Zielgruppe mitnehmen» – so beschreibt Chefredaktor und Geschäftsführer Simon Jacoby gegenüber der MEDIENWOCHE das Ziel des <a href="https://tsri.ch/journalismus" rel="noopener" target="_blank">«Fokusmonats Journalismus»</a> von «Tsüri.ch». Bis Anfang Mai finden noch mehrere öffentliche Veranstaltungen statt.</p>
<p>Natürlich bildet die Ablehnung des Medienpakets in der Volksabstimmung Mitte Februar den Hintergrund. Auch «Tsüri.ch» hätte als Onlinemedium mit Member-Modell von der zusätzlichen Medienförderung profitieren können. Doch es geht im «Fokusmonat» nicht um «Tsüri.ch», sondern um den Journalismus. Nächste Woche geht es um «Klimajournalismus und die Grenze zum Aktivismus», später dann um Gleichstellung beziehungsweise Integration im Journalismus.</p>
<p>Zum Auftakt fand letzten Dienstag eine <a href="https://youtu.be/mfw8Wb_GEF4" rel="noopener" target="_blank">«Pitch-Night»</a> statt. Sieben Personen hatten je sieben Minuten Zeit, aus ihrer Sicht über den Journalismus und die Situation der Medien zu sprechen. Vertreten waren die Medienwissenschaft, «20 Minuten», Somedia, der Presserat, NetzCourage, Syndicom und Junge Journalist*innen Schweiz (JJS). Und JJS-Vertreter Simon Schaffer sagte es am markantesten: «Es ist nicht der Job, der Journalismus, der scheisse ist, es sind die Arbeitsbedingungen und die Aussichten.»</p>
<p>Die Referent*innen haben an diesem Abend den Journalismus weder neu erfunden noch gerettet – aber sie haben einen Einblick in die Situation geboten – verständlich, vielfältig, und erst noch in angenehmer Kürze. Vielleicht hätte die «Pitch-Night» vor der Abstimmung durch die Schweiz touren sollen.<br />
</p>
<h3>The Bad – Unterhaltung statt Information</h3>
<p>2020, am Anfang der Pandemie, stieg die Mediennutzung, mehr Leute informierten sich bei professionellen Medien. Es gab eine leise Hoffnung, dass Informationsmedien durch ihre Leistungen in dieser Zeit auch mittel- oder gar längerfristig mehr Aufmerksamkeit und Nutzung gewinnen könnten.</p>
<p>Leider kam es anders. Darauf weist die am 7. April erschienene Studie <a href="https://www.bakom.admin.ch/dam/bakom/de/dokumente/bakom/elektronische_medien/Zahlen%20und%20Fakten/Studien/publikumsbefragung-2021.pdf.download.pdf/Publikumsbefragung_2021.pdf" rel="noopener" target="_blank">«Publikumsbefragung elektronische Medien 2021»</a> hin. Diese Befragung gibt das BAKOM jährlich in Auftrag, um herauszufinden, was das Schweizer Medienpublikum von der Leistung der privaten und der öffentlichen Radio- und Fernsehprogramme hält.</p>
<p>Positiv am Fazit der Studie für 2021 ist, dass die Medienbewertungen «auf hohem Niveau stabil» und die Zufriedenheitswerte «hoch» sind. Aber: Nutzung und Nutzungsprioritäten von Informationsmedien haben verglichen mit dem Vorjahr abgenommen. Es sei, so die Studie, eine «gewisse Informationsmüdigkeit» festzustellen.</p>
<p>Das ist ein Stück weit verständlich. Doch die Veränderung reicht weiter: Nicht nur im Vergleich zu 2020 wurden viel häufiger «reine Unterhaltungsziele» als Grund für das Einschalten von Radio und Fernsehen angegeben, sondern auch im Vergleich zu 2019, also zur Vor-Pandemie-Zeit. Schlechte News für den Informationsjournalismus.</p>

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<h3>The Ugly – Auf die lange Bank geschoben</h3>
<p>Der Präsident entschied die Abstimmung mittels <a href="https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-kvf-s-2022-04-12.aspx" rel="noopener" target="_blank">Stichentscheid</a>: Mit dem «Nein» von Hans Wicki (Nidwalden/FDP) erteilte die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Ständerats am Dienstag ihrer nationalrätlichen Schwesterkommission äusserst knapp eine Abfuhr.</p>
<p>Diese wollte nach der Abstimmungs-Niederlage des Medienpakets die in der parlamentarischen Debatte unbestrittenen Teile <a href="https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-kvf-n-2022-04-05.aspx" rel="noopener" target="_blank">rasch in Kraft setzen</a>, etwa die Finanzierung von Aus- und Weiterbildung, Nachrichtenagenturen oder Presserat.</p>
<p>So kurz nach der Abstimmung sprächen «staatspolitische Gründe» dagegen, Teile des Medienpakets zu realisieren, fand jedoch die ständerätliche KVF. Und es solle der Bericht zu einem Postulat der grünliberalen Nationalrätin Katja Christ abgewartet werden – danach solle eine grössere «Auslegeordnung» stattfinden.</p>
<p>Christs Postulat fordert etwa, dass der Bundesrat in einem Bericht darlegt, welche Modelle der staatlichen Medienförderung die Schweizer Medien «nachhaltig in die Zukunft» führen, und dass dieser dabei «ganz unterschiedliche Modelle» prüft, dem aktuellen Modell gegenüberstellt sowie Vor- und Nachteile aufzeigt. Das kann dauern.</p>
<p>Während also etwa der Presserat abklärt, welche Dienstleistung dieser «angesichts der derzeitigen finanziellen Lage noch anzubieten vermag», wartet die Mehrheit der ständerätlichen Medienkommission auf eine gutschweizerische «Auslegeordnung». Nume nid gschprängt. Vielleicht sollte sie sich an einen Bach setzen, Tee trinken und schauen, was in der Zwischenzeit so alles bachab geht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/04/16/fokusmonat-publikumsbefragung-auslegeordnung/">Fokusmonat, Publikumsbefragung, Auslegeordnung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Watson, persoenlich.com, Arena</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/03/19/watson-persoenlich-com-arena/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2022 10:11:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Watson]]></category>
		<category><![CDATA[persoenlich.com]]></category>
		<category><![CDATA[Arena]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=95744</guid>

					<description><![CDATA[<p>The Good – Keine Bilder, aber Infos Welche Bilder vom Krieg dürfen Medien zeigen? Rütteln erschreckende Szenen die Welt auf? Oder befriedigen sie nur die Sensationslust? Solche Fragen werden aktuell angesichts des Kriegs in der Ukraine heftig diskutiert. Nicht zuletzt, seit die «New York Times» auf ihrer Titelseite ein Bild zeigte, auf dem die Leichen <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/19/watson-persoenlich-com-arena/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/19/watson-persoenlich-com-arena/">Watson, persoenlich.com, Arena</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-95746 size-full" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/03/MW-Good-Bad-Ugly-20220319b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Keine Bilder, aber Infos</h3>
<p>Welche Bilder vom Krieg dürfen Medien zeigen? Rütteln erschreckende Szenen die Welt auf? Oder befriedigen sie nur die Sensationslust? Solche Fragen werden aktuell angesichts des Kriegs in der Ukraine heftig <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/16/bilder-vom-krieg-die-grenzen-des-zumutbaren/">diskutiert</a>. Nicht zuletzt, seit die «New York Times» auf ihrer Titelseite ein Bild zeigte, auf dem die Leichen einer Frau und ihrer beiden Kinder zu sehen waren. Sie waren auf der Flucht nach Kiew von einer Granate getötet worden.</p>
<p>Manche Medienkonsument*innen ertragen solche Bilder nicht. Sie möchten dennoch wissen, was in der Ukraine passiert. «Watson» hat deshalb am 1. März eine neue frühmorgendliche Rubrik eingeführt: «Das ist in der Ukraine während der Nacht passiert – der Überblick (ohne Bilder)». Sie enthält genau das, was sie verspricht.</p>
<p>Es sei von «Watson»-User*innen gewünscht worden, «dass man sich über die Geschehnisse informieren kann, ohne sich den teils verstörenden Bildern aussetzen zu müssen», sagt «Watson»-Chefredaktor Maurice Thiriet (Bild) auf Anfrage der MEDIENWOCHE. Und wie wird das Angebot genutzt? Verglichen mit den Werten der Live-Ticker, so Thiriet, sei die Story keine «Klickbomben-Sensation»: «Aber wir optimieren die Berichterstattung zur Ukraine auch nicht auf Traffic-Wirksamkeit.»</p>
<p><small>P.S. Wer die bilderfreien Ukraine-Infos lesen will, ohne vorher durch das «Watson»-Angebot mitsamt allen Kriegsbildern zu scrollen: Via <a href="https://www.watson.ch/u/story_list">https://www.watson.ch/u/story_list</a> kommt man zur Liste der veröffentlichten Storys und findet darin täglich den Link auf die aktuelle Version.</small><br />
</p>
<h3>The Bad – Alte Männer erklären den Krieg</h3>
<p>Er lässt die «Welterklärer» hochleben: Matthias Ackeret, Verleger und Chefredaktor von «persönlich» und Blocher-Interviewer wird <a href="https://www.persoenlich.com/blog/ein-hoch-auf-die-welterklarer" target="_blank" rel="noopener">ganz nostalgisch</a>. Denn, so schreibt er in einem Blogbeitrag, «dank Putins Wahn» feiere der Militärexperte Albert A. Stahel (78) ein Comeback. Und Erich Gysling, «die brillanteste und auch alterslose Allzweckwaffe der Welterklärer», sei sehr gefragt: «Keiner analysiert so perfekt wie der 85-Jährige. Höchstwahrscheinlich wagen sich nicht einmal die Kriegsparteien, sich gegen dessen Prognosen zu stellen.»</p>
<p>Stahels und Gyslings Expertise ist unbestritten. Aber sie gleich zu «Welterklärern» zu erheben, ist, sagen wir mal, ein bisschen überbordend. Nicht zuletzt, weil bei diesem Begriff ein Hauch von Mansplaining mitschwingt: Alte Männer erklären den Krieg und die Welt.</p>
<p>Was aber viel mehr irritiert, ist der Link, den Ackeret in seinem Text zu Corona-Expert*innen macht: «Man lerne: Jede Krise hat seine Kommentatoren. Vorbei die Zeiten, als die Coronagilde rund um Marcel Salathé den baldigen Weltuntergang beschwor.» Karl Lauterbach verspüre einen «medialen Phantomschmerz». Die Pandemie scheine abgehakt: «Gefragt sind Kriegsexperten und nicht mehr Virenphilosophen.»</p>
<p>Man lerne: Wer sich fundiert und professionell mit Krieg und Konflikten beschäftigt, ist ein «Experte». Wer sich fundiert und professionell mit Viren und Epidemien beschäftigt, ist ein «Philosoph». Immerhin hat Ackeret die Medizin- und Epidemie-Experten nicht als «Ideologen» bezeichnet.</p>

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<h3>The Ugly – Rassismus ist keine Meinung</h3>
<p>Die «Arena»-Redaktion hat es wirklich versucht. Sie hatte sich gut vorbereitet, unter anderem bei Staatsanwälten und bei der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus Einschätzungen und Statements eingeholt. Und dennoch sagte SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi <a href="https://www.srf.ch/play/tv/arena/video/parteispitzen-zum-ukraine-krieg?urn=urn:srf:video:821c5f70-71f8-4397-a2f3-d0f9b7b7e3cd" target="_blank" rel="noopener">im Verlauf der «Arena»</a>: «Ich würde genau dasselbe wieder sagen», und: «Ich teile diese Aussage, dass es rassistisch war, nicht.» Er hatte seine Plattform.</p>
<p>Aeschi hatte am 16. März in der Sonderdebatte des Nationalrats zum Krieg in der Ukraine gesagt: «Es darf nicht sein, dass Nigerianer oder Iraker mit ukrainischen Pässen plötzlich 18-jährige Ukrainerinnen vergewaltigen! Das darf nicht zugelassen werden.» Im Rat <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/session-svp-nationalrat-thomas-aeschi-bezeichnet-nigerianer-als-vergewaltiger-gruene-politikerin-entschuldigt-sich-ld.2264596" target="_blank" rel="noopener">reagierte niemand</a>, danach aber gab es heftige Reaktionen.</p>
<p>Und gleichzeitig war für gestern Freitag eine «Arena» zum Ukraine-Krieg mit den Parteispitzen geplant. Die «Arena» hatte Aeschi schon vor seiner rassistischen Aussage eingeladen – und blieb dabei. «Seine Aussage wird ebenfalls Gegenstand der Ukraine-Debatte in der Arena sein», twitterte <a href="https://twitter.com/ziskaegli/status/1504413924803989518" target="_blank" rel="noopener">Redaktionsleiterin Franziska Egli</a>. Aline Trede, Fraktionschefin der Grünen, entschied sich, nicht an der «Arena» teilzunehmen: «Unsere freiheitliche und demokratische Gesellschaft darf Rassismus keine Plattform geben», <a href="https://twitter.com/alinetrede/status/1504833440839000064?s=20&amp;t=_G1cslkwA630gPr0qM2k_g" target="_blank" rel="noopener">schrieb sie auf Twitter</a>.</p>
<p>Es gab klare und auch starke Aussagen gegen Rassismus in dieser «Arena», Moderator Sandro Brotz nahm Aeschi in die Zange. Dennoch: Jede Sendeminute, in der es um Aeschis Rassismus ging, fehlte der Diskussion um den Ukraine-Krieg und die Reaktion der Schweiz. Jede Minute, in der Aeschi sich verteidigen, beziehungsweise auf seiner Position beharren konnte, ging der Zeit ab, in der die beeindruckendste Person dieser «Arena» sprechen konnte: die aus Kiew in die Schweiz geflüchtete Hanna Yushchenko.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/03/19/watson-persoenlich-com-arena/">Watson, persoenlich.com, Arena</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aktionsplan, Positionspapier, Boulevardpraxis</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/12/aktionsplan-positionspapier-boulevardpraxis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 09:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Blick.ch]]></category>
		<category><![CDATA[20min.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Simonetta Sommaruga]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Journalisten Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Wenn Journis geschützt werden müssen Journalist*innen müssen einiges wegstecken, nicht erst seit Pandemie-Beginn: Gift und Galle online, Druck und Drohungen bei Recherchen, Gerempel und Geschimpfe an Demonstrationen. Dagegen will Medienministerin Simonetta Sommaruga etwas unternehmen. An einer Ministerkonferenz des Europarats zum Thema Medien und Informationsgesellschaft kündigte sie im letzten Juni einen nationalen Aktionsplan <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/12/aktionsplan-positionspapier-boulevardpraxis/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220212b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220212b-300x101.jpg" alt="" width="300" height="101" class="alignnone size-medium wp-image-94786" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220212b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220212b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220212b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Good-Bad-Ugly-20220212b.jpg 1456w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h3>The Good – Wenn Journis geschützt werden müssen</h3>
<p>Journalist*innen müssen einiges wegstecken, nicht erst seit Pandemie-Beginn: Gift und Galle online, Druck und Drohungen bei Recherchen, Gerempel und Geschimpfe an Demonstrationen.</p>
<p>Dagegen will Medienministerin Simonetta Sommaruga etwas unternehmen. An einer Ministerkonferenz des Europarats zum Thema Medien und Informationsgesellschaft kündigte sie im letzten Juni einen <a href="https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-83917.html" target="_blank" rel="noopener">nationalen Aktionsplan</a> zum Schutz von Medienschaffenden an.</p>
<p>Es bleibt nicht bei der Ankündigung: Ab sofort laufen Vorbereitungsarbeiten; federführend ist das Bundesamt für Kommunikation Bakom. Es will als erstes möglichst viele Journalistinnen und Journalisten erreichen, die bis Ende Februar einem Fragebogen angeben, wo es Probleme gibt und was sie zu verbessern wünschen. Dafür hat das Amt nun Medienunternehmen und Gewerkschaften, Verbände und NGOs im Medienbereich angeschrieben, die den Fragebogen-Link bei ihren Mitarbeitenden und Mitgliedern verbreiten sollen. Im Frühling 2022 will das Bakom dann Gespräche mit Interessierten und Betroffenen führen und gemeinsam mit ihnen Massnahmen erarbeiten.</p>
<p>PS: Journalistinnen und Journalisten, die weder über ihr Medienunternehmen noch via Verband/Gewerkschaft zur Teilnahme eingeladen werden, können sich via nap@bakom.admin.ch an das Bakom-Projektteam wenden.</p>
<h3>The Bad – Wenn der Nachwuchs fordert</h3>
<p>Gute Möglichkeiten zum Berufseinstieg, Vielfalt und kein Sexismus beim Personal, genügend zeitliche und personelle Ressourcen, ein für den Jourrnalismus förderliches Klima, anständige Arbeitszeiten, offener Umgang mit psychischer Belastung, faire Bedingungen für freie Mitarbeitende, Einsatz für innovative und nachhaltige Geschäftsmodelle sowie für Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit des Unternehmens. Eigentlich, sollte man meinen, müssten Arbeitgeber*innen, deren Ziel ein florierendes Unternehmen mit Zukunftsperspektive ist, all dies erfüllen. Oder wenigstens anstreben.</p>
<p>Doch offenbar sehen das bei weitem nicht alle Unternehmer*innen in der Medienbranche so. Weshalb sonst hätten sich die Jungen Journalistinnen &amp; Journalisten Schweiz JJS die Mühe machen sollen, diese und andere Voraussetzungen für einen «nachhaltigen, vielfältigen und unabhängigen Journalismus mit hohem Qualitätsanspruch» aufzulisten? Sie haben die Liste eleganterweise <a href="https://static1.squarespace.com/static/54edd837e4b068927b21cbd5/t/620190710eae5157195d28f7/1644269681728/JJS-Positionspapier_FIN+%282%29.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Positionspapier»</a> genannt – aber dass sie sich für diese «Positionen» einsetzen wollen, zeigt ja: Sie sind nicht Realität.</p>
<p>Die Medienbranche diskutiert intensiv darüber, wie sie junge Zielgruppen ansprechen könnte. Ein sinnvoller Schritt wäre dabei, den eigenen Nachwuchs so gut zu behandeln, dass er in der Branche bleibt.</p>
<p>Wer übrigens seiner Position bei der Abstimmung zum Medienpaket noch nicht sicher ist: Der Nachwuchs – eben JJS – sagt ja. Unter anderem, weil damit auch Aus- und Weiterbildung gefördert wird.</p>
<h3>The Ugly – Wenn der Boulevard aufkreuzt</h3>
<p>In Niederwangen bei Bern wird ein achtjähriges Mädchen tot im Wald aufgefunden. Und dann kommen die Reporter*innen. Wie sich das für die Anwohner*innen anfühlt, schildert Laura Bachofner, die im Quartier lebt und aktiv ist, auf der Plattform <a href="https://fairmedia.ch/2022/02/09/wie-ist-es-wenn-die-medienschaffenden-nach-einem-tragischen-vorfall-anruecken/" target="_blank" rel="noopener">fairmedia.ch</a> in einem eindrücklichen Text.</p>
<p>«Die Medienschaffenden strömten ins Quartier, es wurden Bilder von den Haustüren der Angehörigen gemacht oder von Anwohnern, die gerade ihre Anteilnahme aussprachen. Ein Online-Medium schaltet sogar einen Livestream. (…) Die Klicks der Online-Artikel standen im Zentrum, die Sensationsgier wurde bedient – ohne gross Rücksicht auf die vielen kleinen und grossen trauernden Menschen zu nehmen», schreibt Bachofner unter anderem.</p>
<p>Wer Artikel zu diesem Fall sucht, findet viele. Unter anderem die in Bern ansässigen Medien «Nau.ch» und «Bund»/«Berner Zeitung» waren vor Ort und beobachteten den Einsatz der Polizei. Vor allem aber waren «Blick» und «20 Minuten» aktiv; ihre Journalist*innen zitierten unter anderem:</p>
<p>• eine Rentnerin, die das Kind oft hatte spielen sehen.<br />
• einen Nachbarn, dessen Katze es gestreichelt hatte.<br />
• eine Nachbarin, mit deren Tochter es gespielt hatte.<br />
• eine Anwohnerin, die es oft bei den Grosseltern gesehen hatte.<br />
• mehrere Mütter, die Angst um ihre Kinder haben.<br />
• einen Nachbarn, der zugeschaut hatte, als die Gedenkstelle für das getötete Kind eingerichtet wurde.<br />
• eine Anwohnerin, die mit anderen an der Gedenkstelle gebetet hatte.</p>
<p>Sie waren alle betroffen und traurig.</p>
<p>Wer je als Journalist*in Strassenumfragen oder etwas Ähnliches gemacht hat, weiss, wie viele Menschen man ansprechen muss, um die wenigen zu finden, die Auskunft geben wollen.</p>
<p>«Es wäre in einem solchen Fall angebrachter, den Anwohnern ein Care-Team zur Seite zu stellen, als sie Reportern auszusetzen, die ihre Sorgen und Ängste so intensiv bewirtschaften, dass dadurch die Verarbeitung der Geschehnisse erschwert wird», schreibt Laura Bachofner.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/12/aktionsplan-positionspapier-boulevardpraxis/">Aktionsplan, Positionspapier, Boulevardpraxis</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>NZZ&#160;Kommentar-Bot, SRF&#160;3&#160;Musik-Specials, Inside&#160;Paradeplatz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jan 2022 20:54:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[SRF 3]]></category>
		<category><![CDATA[Inside Paradeplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Liest sich wie die NZZ, ist’s aber nicht «Nach dem Seuchensozialismus kommt der Klimasozialismus. Das ist eine Gefahr für die liberale Gesellschaft. Wie wir uns dagegen wappnen, erklärt Ihnen unsere Wirtschaftsredaktion» – Kenner*innen werden wahrscheinlich bei diesem Lead an die NZZ denken. Doch das stimmt nicht ganz: Der Text stammt von einem <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/">NZZ Kommentar-Bot, <br>SRF 3 Musik-Specials, <br>Inside Paradeplatz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a.jpg" alt="" width="1456" height="976" class="aligncenter size-full wp-image-94014" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/01/MW-Good-Bad-Ugly-20220115a-470x315.jpg 470w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></a></p>
<h3>The Good – Liest sich wie die NZZ, ist’s aber nicht</h3>
<p>«Nach dem Seuchensozialismus kommt der Klimasozialismus. Das ist eine Gefahr für die liberale Gesellschaft. Wie wir uns dagegen wappnen, erklärt Ihnen unsere Wirtschaftsredaktion» – Kenner*innen werden wahrscheinlich bei diesem Lead an die NZZ denken. Doch das stimmt nicht ganz: Der Text stammt von einem seit Ende letzten Jahres aktiven und sehr amüsanten Twitter-Account namens <a href="https://twitter.com/NZZbot" rel="noopener" target="_blank">«NZZ Kommentar Bot»</a>. </p>
<p>«Geht der Feminismus zu weit? Ein offenes Gespräch mit Andreas Glarner, Markus Somm und Eric Gujer» twitterte @NZZBot zum Beispiel. Oder: «Fridays for future? Warum Sie Ihre Teenager lieber in die MINT-Nachhilfe anstatt an Klimademos schicken.» Seine Entstehungsgeschichte erzählt @NZZBot so: «Wir zwangen unseren Bot über 1000 Artikel der NZZ des Eric Gujer zu lesen, nun twittert er selbstständig Hot Takes aus der liberalen Provinz» – und fügt, sicher ist sicher, noch «Parodie Account!» hinzu.</p>
<p>Die MEDIENWOCHE wollte wissen, wie die NZZ und insbesondere Inlandchefin Christina Neuhaus und Chefredaktor Eric Gujer darauf reagieren. Denn beide erwähnt der Bot persönlich, zum Beispiel mit: «Die Schweiz muss sich von niemandem sagen lassen, wie sie die Pandemie zu meistern hat. Ein Kommentar von Christina Neuhaus.» Und: «Die Virusvarianten kommen und gehen, nur die Hysterie bleibt. Es gilt jetzt, trotz täglichen Rekordzahlen, Ruhe zu bewahren und nicht in einen unnötigen Aktionismus zu verfallen. Ein Kommentar von Eric Gujer.» Was meinen sie dazu?  «Wir wollen mit unserem Journalismus Debatten anstossen. Offenbar gelingt uns das», antwortete Karin Heim, Leiterin der NZZ-Unternehmenskommunikation.</p>
<p>Allerdings: Der @NZZBot stösst wohl kaum Debatten an und verleitet eher zu fröhlichem Gekicher.</p>
<h3>The Bad – Profilierte Stimmen verlassen SRF-3-Abendprogramm</h3>
<p>Abtauchen in fremde Musikwelten. Popgeschichte hören. Mit Musik verreisen. Oder sich berieseln lassen, bis einen plötzlich ein Stück aufhorchen lässt. Das bot bisher der Abend bei Radio SRF 3 mit den wechselnden «Music Specials» von Montag bis Freitag (<a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/pop-routes/pop-routes-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«Pop Routes»</a>, <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/reggae-special/reggae-special-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«Reggae Special»</a>, <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/rock-special/rock-special-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«Rock Special»</a>, <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/world-music-special/world-music-special-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«World Music Special»</a> und <a href="https://www.srf.ch/radio-srf-3/black-music-special/black-music-special-sendungsportraet" rel="noopener" target="_blank">«Black Music Special</a>»). </p>
<p>Ab Ende März 2022 findet der SRF-3-Abend neu ohne die charakteristischen und von Fans heiss geliebten «Specials» statt. Denn dann startet jeweils ab 20 Uhr ein «neuer und ganzheitlicher Musikabend». Laut Manuel Thalmann, Leiter Jugend &#038; Musik, sollen dabei die verschiedenen Genres der Specials weiterhin abgebildet und thematisiert werden: «Der neue Musikabend pflegt einen Umgang mit ‹fliessenden Grenzen› und sieht darin viel Potenzial.» Neu sollen ausserdem Podcast- und YouTube-Angebote dazukommen. Das neue Musikangebot werde kommuniziert, «sobald alle Details feststehen».</p>
<p>Klar, auch das SRF-3-Abenprogramm hat mit sinkenden Quoten zu kämpfen. Aber wird ein Musikprogramm mit «fliessenden Grenzen» das Problem wirklich lösen? Zumal einige profilierte Stimmen fehlen werden. Thalmann verspricht zwar, dass Inhalte und Stimmen der – Specials-Macher*innen «fixer und unverzichtbarer» Bestandteil des Programms bleiben werden. Doch mit Lukie Wyniger («Reggae Special», Bild oben), Rahel Giger («Word Music Special») und DJ Pesa («Pop Routes») haben sich drei der fünf «Special»-Moderator*innen entschieden, die SRF-Musikredaktion zu verlassen, wie Abteilungsleiter Thalmann auf Anfrage mitteilt. Ihr grosses Musikwissen werden sie mitnehmen.</p>
<h3>The Ugly – «Inside Paradeplatz» verdient sein Publikum</h3>
<p>Wenn Beni Frenkel für «Inside Paradeplatz» schreibt, kann es zu rechtlichen Schritten kommen. Bei seinem <a href="https://archive.ph/hGYrP" rel="noopener" target="_blank">Artikel</a> über Ellen Ringier und «Fritz+Fränzi» gab’s eine <a href="https://insideparadeplatz.ch/wp-content/uploads/2021/11/Gegendarstellung-Inside-Paradeplatz.pdf" rel="noopener" target="_blank">Gegendarstellung</a>. Und als er jüngst über die Wirtschaftsjournalistin Patrizia Laeri und deren Finanzplattform «elleXX» <a href="https://archive.ph/jANiq" rel="noopener" target="_blank">schrieb</a>, musste «Inside Paradeplatz» auf <a href="https://www.ellexx.com/de/themen/gesellschaft/ellexx-wehrt-sich-gegen-sexistische-berichterstattung-2/?ref=refind" rel="noopener" target="_blank">Klage von «elleXX»</a> hin entsprechende Aussagen vom Netz nehmen, weil er dabei sexistische Ausdrücke verwendet hatte. Zum gleichen Artikel ist zudem eine Klage von elleXX beim Zürcher Handelsgericht hängig.</p>
<p>Lukas Hässig, Betreiber von Inside Paradeplatz, reagierte darauf mit einem <a href="https://archive.ph/m7lwL" rel="noopener" target="_blank">weiteren Artikel</a>. Frenkels Text habe die Entwicklung des «elleXX»-Fonds ins Zentrum gestellt, dessen Performance bisher «wenig berauschend» sei, schrieb er. Und: «Die Anreicherung des kritisierten Berichts mit Beschreibungen zur Persönlichkeit Laeri hängt mit deren Auftritten zusammen.» </p>
<p>Laeri ist also selber schuld, wenn im Kopf von irgendwelchen Personen sexistische und frauenfeindliche Phantasien abgehen? Dass sie abgehen (und von «Inside Paradeplatz» gut gefüttert werden), zeigen sehr viele Kommentare zu den beiden Artikeln. Kommentare, die laut Hässig moderiert werden: «Credo ist, möglichst freie Meinungsäusserung; rote Linie sind Aufruf zu Gewalt, Pornographie, strafrechtliche Vorwürfe etc.», wie er auf Anfrage der MEDIENWOCHE schreibt.</p>
<p>Es sind Kommentare, von denen «zurück in die Küche, Patty!» noch einer der netteren ist, es sind Kommentare, nach deren Lektüre man sich noch öfter die Hände waschen möchte als es Alain Berset empfiehlt. Hässig und Frenkel haben ganz offensichtlich das Publikum, das sie verdienen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/01/14/nzz-kommentar-botsrf-3-musik-specials-inside-paradeplatz/">NZZ Kommentar-Bot, <br>SRF 3 Musik-Specials, <br>Inside Paradeplatz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zolliker News, Tagi-Interview, SRF-Umfragen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Nov 2021 08:45:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Zolliker News]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[Voting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Nach der Pensionierung lokal Journalistische Laufbahnen beginnen oft bei lokalen Medien – erste Artikel, dann vielleicht eine Anstellung, dann Wechsel zu einem regionalen oder überregionalen Medium. Den umgekehrten Weg geht das Ehepaar Barbara Lukesch* und René Staubli; die beiden haben Anfang November an ihrem langjährigen Wohnort Zollikon (ZH) mit «Zolliker News» ein <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/">Zolliker News, Tagi-Interview, SRF-Umfragen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92865" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b-1024x343.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/11/MW-Good-Bad-Ugly-20211120b-768x257.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Nach der Pensionierung lokal</h3>
<p>Journalistische Laufbahnen beginnen oft bei lokalen Medien – erste Artikel, dann vielleicht eine Anstellung, dann Wechsel zu einem regionalen oder überregionalen Medium. Den umgekehrten Weg geht das Ehepaar <a href="https://www.lukesch.ch/ueber_mich.html" target="_blank" rel="noopener">Barbara Lukesch*</a> und <a href="http://www.lukesch.ch/staubli.html" target="_blank" rel="noopener">René Staubli</a>; die beiden haben Anfang November an ihrem langjährigen Wohnort Zollikon (ZH) mit <a href="https://www.zollikernews.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Zolliker News»</a> ein lokales Online-Medium lanciert.</p>
<p>Lukesch ist seit 1990 freie Journalistin, unter anderem für das «Magazin», die «Weltwoche», «Facts» und «Annabelle». Staubli arbeitete als angestellter Journalist unter anderem bei der «Sonntags-Zeitung», der «Weltwoche» und beim «Tages-Anzeiger».</p>
<p>Sie sind jetzt pensioniert – und tun weiter das, was sie am liebsten tun: Schreiben. Anders als andere pensionierte Journalist*innen, die lange Texte über ihre Fachgebiete publizieren, halten sie sich dabei knapp. Es geht um <a href="https://www.zollikernews.ch/forum-5w-will-wieder-in-den-gemeinderat/" target="_blank" rel="noopener">Dorfpolitik</a>, es gibt <a href="https://www.zollikernews.ch/category/zollikon-kocht/" target="_blank" rel="noopener">Kochtipps</a> (Rubrik «Zollikon kocht») und <a href="https://www.zollikernews.ch/es-gibt-in-zollikon-mehr-isolation-mehr-einsamkeit/" target="_blank" rel="noopener">Interviews</a> (Rubrik: «Menschen»), ausserdem sind sie auf der Suche nach jungen Kolumnist*innen.</p>
<p>Ziel von zollikernews.ch sind Austausch und Vernetzung für den Ort Zollikon/Zollikerberg, so Lukesch. Es sei «unglaublich lehrreich» und mit viel Arbeit verbunden, ein eigenes Medium aufzubauen. Und gleichzeitig sehr lustvoll: «Wir haben unsere eigene journalistische Spielwiese.»</p>
<p>In Zollikon gibt es übrigens bereits eine Wochenzeitung: den <a href="https://www.zolliker-zumiker.ch/" target="_blank" rel="noopener">«Zolliker-Zumiker-Boten»</a>. Was bedeutet die neue Konkurrenz für ihn? «Fragen Sie mich das in einem Jahr», sagt Herausgeberin Claudia Eberle-Fröhlich: «Aber Konkurrenz wirkt belebend, davon bin ich überzeugt. Und lokale Nachrichten interessieren, ob gedruckt oder online.»<br />
<small>*Transparenz-Hinweis: Die Autorin arbeitet in derselben Bürogemeinschaft wie Barbara Lukesch.</small></p>
<h3>The Bad – Chiesa fügt ein</h3>
<p>SVP-Präsident Marco Chiesa gibt den Tamedia-Zeitungen ein <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/beim-pflegepersonal-macht-eine-impfpflicht-durchaus-sinn-545587165992" target="_blank" rel="noopener">Interview</a> (alle verlinkten Beiträge hinter Paywall). «Problematisch ist, dass die Mainstream-Medien alle Kritiker in einen Topf werfen», sagt er – im Gespräch mit einem Medium, das «Kritiker» wohl als «Mainstream-Medium» bezeichnen würden.</p>
<p>Im durchaus kritisch geführten Interview macht er zwei Aussagen, die stutzen lassen: «Fakt ist aber, dass die Zahl der Betten in den Intensivstationen deutlich reduziert wurde. Zuerst waren es 1500, dann 1100, und jetzt sind es noch rund 850 Betten», und «Studien zeigen, dass bei Moderna der Impfschutz nach sieben Monaten bei null liegt».</p>
<p>Wie bitte? Die Tamedia-Zeitungen selbst haben solche Aussagen schon vor dem Interview widerlegt. Der <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/droht-eine-ueberlastung-weil-in-der-pandemie-betten-abgebaut-wurden-198573236773" target="_blank" rel="noopener">Faktencheck</a> zum Thema Abbau von Intensivbetten kam zum Schluss, dass sich die Zahl der Betten nicht verändert hat. Und in der <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/die-impfwirkung-laesst-auch-in-der-schweiz-nach-547026981627" target="_blank" rel="noopener">Datenanalyse</a> zur Impfwirkung hiess es, dass Moderna nach sechs Monaten «immerhin noch zu 60 Prozent vor einer Erkrankung» schützt.</p>
<p>Warum hat die Interviewerin, Tamedia-Inlandredaktorin Alessandra Paone, nicht widersprochen? «Um die Zahl der Intensivbetten ist ein Konflikt entbrannt, der noch nicht gelöst ist. Die Zahlen werden unterschiedlich interpretiert, und die SVP hat zu diesem Thema bekanntlich eine andere Auffassung als andere Parteien», sagt sie. Die Passage zu Moderna indes habe Chiesa erst beim Gegenlesen eingefügt, und: «Im Produktionsstress ging die Falschaussage in seiner Antwort unter. Das bedauere ich.»</p>
<p>Man habe Chiesa nach der Publikation damit konfrontiert, sagt Paone. Er habe seine Aussage relativiert, und: «Wir haben im <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/booster-fuer-alle-das-muessen-sie-wissen-977590495447" target="_blank" rel="noopener">Artikel</a> ‹Booster für alle: Das müssen Sie wissen› einen Kasten zu Chiesas nachträglichen Präzisierungen gemacht, um den Leserinnen und Lesern eine Einordnung zu geben.»</p>
<p>Schade nur, dass der Kasten nicht auch zum Chiesa-Interview gestellt wurde.</p>
<h3>The Ugly – Umfragen manipulierbar</h3>
<p>Da hat er was ausgelöst: Urs Pfister, Geschäftsführer einer IT-Firma, hat auf seinem Blog maskenlos.ch und dann auf <a href="https://insideparadeplatz.ch/2021/11/16/wir-koennen-beginnen-abzustimmen/" target="_blank" rel="noopener">«Inside Paradeplatz»</a> sehr ausführlich und sehr, sehr technisch ausgeführt, wie er ein User-Voting auf SRF.ch zu Corona-Massnahmen manipuliert hat.</p>
<p>«Solche Votings können alle, die das wollen, beeinflussen», sagt ein erfahrener Programmierer gegenüber der MEDIENWOCHE. Es brauche dafür die entsprechenden «Skills» – oder viele Leute, die zusammen über Stunden wieder und wieder die Umfrage ausfüllen, «oder du kannst dir für 5000 Franken ein Bot-System programmieren lassen».</p>
<p>SRF und andere Medien führen schon seit Jahren solche Votings durch. IT-Sicherheits-Profis wissen um die entsprechenden Risiken. Nun aber, nach Pfisters Artikel, hat SRF «alle eigenen User-Votings zu politischen Themen» <a href="https://medien.srf.ch/-/das-sagt-srf-stellungnahme-zu-manipulationsvorwurfen-bei-umfragen" target="_blank" rel="noopener">gestoppt</a>. Tamedia, die in Pfisters Artikel auch genannt wird, gab bekannt, man verzichte schon länger darauf, über die Resultate solcher «Polls» journalistisch zu berichten. Was SRF unlängst – ganz konkret über die manipulierte Umfrage – noch getan hat. Beide Medienhäuser wiesen überdies darauf hin, dass die repräsentativen Umfragen, die sie von renommierten Markt- und Meinungsforschungsinstituten durchführen lassen, nicht manipulierbar seien.</p>
<p>Das mag sein, reicht aber nicht. In so wirren Zeiten, in denen sogar im Zusammenhang mit der Abstimmung über das Cavid-19-Gesetz von möglichem Abstimmungsbetrug und manipulierten «Wahlmaschinen» geraunt wird, hilft nur eines: Transparenz. Und damit sehr, sehr genaue Angaben zur Art, wie Umfragen durchgeführt werden, und wo sie möglicherweise Schwachstellen haben.</p>
<p>Das gilt für alle Medien, und insbesondere für die, die im Februar auf ein «Ja» zur Medienförderung hoffen. Ohne das Vertrauen des Publikums und ohne Transparenz klappt das nicht.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/11/20/zolliker-news-tagi-interview-srf-umfragen/">Zolliker News, Tagi-Interview, SRF-Umfragen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ausgezeichnetes, Desinformation, «Inside&#160;Paradeplatz»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/10/30/ausgezeichnetes-desinformation-inside-paradeplatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Büsser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Oct 2021 08:53:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Faktencheck]]></category>
		<category><![CDATA[Inside Paradeplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpreise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Good – Von Preisen und Klötzen Es ist immer wieder eine Freude, wenn hervorragende journalistische Arbeit geleistet und dann auch gewürdigt wird. Etwa mit Preisen. Die Zürcher Radiostiftung hat ihren Fernsehpreis dem Regisseur Felice Zenoni für seinen Dok-Film «Der Spitzel und die Chaoten» zugesprochen, den Radiopreis den NZZ-Podcaster:innen This Wachter, Katharina Bracher, Lukas Fretz <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/30/ausgezeichnetes-desinformation-inside-paradeplatz/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/30/ausgezeichnetes-desinformation-inside-paradeplatz/">Ausgezeichnetes, Desinformation, «Inside Paradeplatz»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-92301" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211030b.jpg" alt="" width="1456" height="488" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211030b.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211030b-300x101.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211030b-768x257.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2021/10/MW-Good-Bad-Ugly-20211030b-1024x343.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /></p>
<h3>The Good – Von Preisen und Klötzen</h3>
<p>Es ist immer wieder eine Freude, wenn hervorragende journalistische Arbeit geleistet und dann auch gewürdigt wird. Etwa mit Preisen. Die <a href="https://www.presseportal.ch/de/pm/100000085/100880137" target="_blank" rel="noopener">Zürcher Radiostiftung</a> hat ihren Fernsehpreis dem Regisseur Felice Zenoni für seinen Dok-Film <a href="https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/der-spitzel-und-die-chaoten?urn=urn:srf:video:f54ae7d0-5ef7-4752-916b-fb3473154250" target="_blank" rel="noopener">«Der Spitzel und die Chaoten»</a> zugesprochen, den Radiopreis den NZZ-Podcaster:innen This Wachter, Katharina Bracher, Lukas Fretz und Simon Meyer für <a href="https://nzzas.nzz.ch/notizen/podcast-serie-ueber-ursula-koch-die-suche-nach-der-sp-politikerin-ld.1547608" target="_blank" rel="noopener">«Vermisst: Ursula Koch»</a>.</p>
<p>Preise gab es auch vom Verein <a href="https://www.real21.ch/medienpreis/medienpreis-2021/" target="_blank" rel="noopener">«real21 – Die Welt verstehen»</a>: Platz eins belegt Meret Michel für die in der «Republik» erschienene Libanon-Reportage <a href="https://www.republik.ch/2020/10/15/das-haus-am-krater" target="_blank" rel="noopener">«Das Haus am Krater»</a>, auf Rang zwei liegen Aline Wanner und Reto U. Schneider («NZZ Folio») mit der Tanker-Crew-Recherche <a href="https://www.nzz.ch/folio/die-san-padre-pio-war-ihr-schicksal-ld.1623238" target="_blank" rel="noopener">«Die San Padre Pio war ihr Schicksal»</a>, Rang drei belegen die Journalistin Karin A. Wenger und der Fotograf Philipp Breu mit der in der WOZ erschienenen Geschichte über Alte in Albanien, <a href="https://www.woz.ch/-aea8" target="_blank" rel="noopener">«Die Zurückgelassenen»</a>. Alles sehens-, hörens- und lesenswert.</p>
<p>Preiswürdig auf andere Art ist der Glarner FDP-Ständerat Thomas Hefti. Er hat – bisher erfolgreich – im Parlament beantragt, Artikel 266 der Zivilprozessordnung zu verschärfen. Die Hürde für «superprovisorische Verfügungen gegen Berichte in regelmässig erscheinenden Medien» wird damit tiefer; es wird einfacher, missliebige Artikel zu verhindern. Oder sie zumindest auszubremsen: Wird eine solche Verfügung ausgesprochen, muss das Medium wohl oder übel anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Und das kostet. Hefti hat also den vom Recherche-Netzwerk investigativ.ch vergebenen <a href="https://investigativ.ch/2021/09/12/goldener-sonderbremsklotz-2021-an-fdp-staenderat-thomas-hefti/" target="_blank" rel="noopener">«Goldenen Sonderbremsklotz 2021»</a> hoch verdient. Er ist übrigens Anwalt.</p>
<h3>The Bad – Fehlende Ressourcen, fehlender Faktencheck</h3>
<p>Die Medienqualität ist «insgesamt stabil», das Vertrauen in die Medien ist in der Corona-Krise gestiegen. Das sind zwei positive Befunde des neu erschienen <a href="https://www.foeg.uzh.ch/de/jahrbuch-qualit%C3%A4t-der-medien.htmldownloads" target="_blank" rel="noopener">Jahrbuchs «Qualität der Medien» 2021</a> des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft der Uni Zürich (fög). Doch es gibt genügend Negatives: Die ökonomische Krise des Informationsjournalismus verstärkt sich, Frauen sind in Medienberichten unterrepräsentiert, bei den zitierten Fachleuten gibt es zu wenig Vielfalt.</p>
<p>Und: Das Thema Desinformation beschäftigt auch das fög. Man habe lange gedacht, Desinformation gebe es nur in anderen Ländern, sagte fög-Direktor Mark Eisenegger bei der <a href="https://youtu.be/gU_sN8HPiTU" target="_blank" rel="noopener">Podiumsdiskussion zur Jahrbuch-Präsentation</a>, aber: «Die Corona-Pandemie hat dieses Bild grundlegend verändert.» Die österreichische Journalistin und Autorin Ingrid Brodnig wies allerdings – vielleicht einen Hauch süffisant – auf den Schweizer «Verschwörungsideologen» Daniele Ganser hin, dessen WTC-Theorien sich schon früher im ganzen deutschen Sprachraum verbreitet hätten.</p>
<p>Brodnig war es auch, die ein Schweizer Manko aufgriff: Es gibt hierzulande keine unabhängige Faktencheck-Plattform, dabei ist das laut Brodnig «eines der wichtigsten Instrumente» gegen Desinformation. Ein Angebot wie <a href="https://correctiv.org/" target="_blank" rel="noopener">correctiv.org</a> in Deutschland fehlt.</p>
<p>Tamedia macht manchmal Faktenchecks, doch eben nur manchmal. Beim Podiumsgespräch gefragt, weshalb andere Medienhäuser solche Checks nicht bieten, antwortete Yannick Wiget, Leiter Faktencheck Tages-Anzeiger: «Das ist eine Ressourcenfrage.»</p>
<p>Wie so vieles im Journalismus.</p>
<h3>The Ugly – «Unwahrheiten, Behauptungen und Mutmassungen»</h3>
<p>Beni Frenkel hat für «Inside Paradeplatz» einen so <a href="https://archive.ph/hGYrP" target="_blank" rel="noopener">speziellen Artikel</a> geschrieben, dass sein 4480 Anschläge langer Text das beschriebene Unternehmen dazu veranlasst hat, gleich in elf Punkten eine Gegendarstellung zu verlangen.</p>
<p>Es geht um das <a href="https://www.fritzundfraenzi.ch/" target="_blank" rel="noopener">Elternmagazin «Fritz+Fränzi»</a>, herausgegeben von der von Ellen Ringier präsidierten <a href="https://www.elternsein.ch/" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Elternsein</a>. Frenkel listete in seinem Text eine Reihe von Vorwürfen auf, von «In der September-Ausgabe wurden die Leserbriefe künstlich auf ganze sieben Seiten ausgewälzt» bis hin zu schwererem Kaliber. Da gemäss Stiftungszweck gegen 70 Prozent der Exemplare von «Fritz+Fränzi» gratis via Schulen an Eltern verteilt werden, wittert Frenkel «marktwidriges Verhalten»: Das Konkurrenzmagazin «Wir Eltern» habe eine höhere verkaufte Auflage, doch da «Fritz+Fränzi» mit den Gratisexemplaren eine höhere Reichweite erreiche, könne «Ringier besser Anzeigen verkaufen». Das Magazin fahre laut einem «Insider» jährlich ein bis zwei Millionen Franken Verlust ein. Und so weiter.</p>
<p>«Der Text strotzt vor Unwahrheiten, Behauptungen und Mutmassungen», sagte «Fritz+Fränzi»-Chefredaktor Nik Niethammer <a href="https://www.persoenlich.com/medien/wir-wissen-nicht-was-den-autor-geritten-hat" target="_blank" rel="noopener">gegenüber persoenlich.com</a>. Und: Man habe auf einen Fragenkatalog Frenkels ausführlich geantwortet, doch finde sich «keine Silbe davon» im Text. Von der MEDIENWOCHE darauf angesprochen, findet Frenkel knapp: «Ich habe sehr wohl einige Silben der Mannschaft zitiert.» Welche, führt er aber nicht aus.</p>
<p>Die Stiftung Elternsein hat in einem Gegendarstellungsbegehren «zahlreiche unwahre Behauptungen» moniert und prüft rechtliche Schritte gegen Frenkel und «Inside Paradeplatz».</p>
<p><small>PS1: Speziell ist, dass Frenkel nirgends erwähnt, dass er hie und da für «Wir Eltern» <a href="https://www.wireltern.ch/autoren/beni_frenkel" target="_blank" rel="noopener">Kolumnen schreibt</a>.</small></p>
<p><small>PS2: Ebenfalls speziell ist, dass Frenkel «Fritz+Fränzi» wegen der Gratisauflage marktwidriges Verhalten vorwirft und seinen Text auf «Inside Paradeplatz» publiziert – einer Gratis-Plattform.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/10/30/ausgezeichnetes-desinformation-inside-paradeplatz/">Ausgezeichnetes, Desinformation, «Inside Paradeplatz»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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